Fotoausstellungen

12.03.2017 - 05.06.2017
Fotoausstellung Bad Homburg . Einen Einblick in das Werk von Thomas Wrede bietet die Ausstellung im Museum Sinclair-Haus. Mit Fotografien von den frühen 1990er Jahren bis zu den aktuellen Werkgruppen dokumentiert sie erstmals die Zusammenhänge und künstlerischen Entwicklungen der Arbeiten des Fotokünstlers. Sein Ausgangspunkt ist dabei immer wieder die Sehnsucht nach der Natur und die Frage nach ihrer medialen Vermittlung und ihrem Abbild. Bis 5. Juni 2017
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Thomas Wrede - Modell Landschaft
Fotoausstellung Bad Homburg . Einen Einblick in das Werk von Thomas Wrede bietet die Ausstellung im Museum Sinclair-Haus. Mit Fotografien von den frühen 1990er Jahren bis zu den aktuellen Werkgruppen dokumentiert sie erstmals die Zusammenhänge und künstlerischen Entwicklungen der Arbeiten des Fotokünstlers. Sein Ausgangspunkt ist dabei immer wieder die Sehnsucht nach der Natur und die Frage nach ihrer medialen Vermittlung und ihrem Abbild. Bis 5. Juni 2017


 

 

Thomas Wrede, Domestic Landscapes, Gebirgslandschaft mit Kissen und Stehlampe, 2000
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017 

 

Auf der dänischen Insel Samsø entstehen Anfang der 1990er Jahre Fotografien einer sterbenden Landschaft, deren Oberfläche von landwirtschaftlich genutzten Kunststoffbahnen entstellt wurde. Wrede zeigt hier gleichermaßen das Hässliche und das Pittoreske dieser von Plastikfolien durchwirkten Landschaft. 1994 hält er in großformatigen Schwarz-Weiß-Arbeiten die Abdrücke des Aufpralls von Vögeln auf Fensterscheiben fest, die wie Geister zwischen dem Hier und dem Jenseits, zwischen dem Moment und der Unendlichkeit zu schweben scheinen.

 

Thomas Wrede, Real Landscapes, Früher Morgen bei den Korallenmoosinseln, 2012
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

 

 

Thomas Wrede, Liegende und Spielende, 2004, aus der Serie „Seascapes“
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

Schließlich beginnt Wrede zunehmend die Grenze zwischen Abbild und Wirklichkeit zu suchen. Die Welt wird in seinem Werk mehr und mehr als eine Art Modellbausatz wiedergegeben, als eine große Inszenierung im kleinen Maßstab, zwischen Idyll und Katastrophe. In seinen „Real Landscapes“ werden etwa Spielzeugautos und kleine Modellhäuser auf den Stränden der Nordseeinseln und Sandgruben so platziert, dass aus einer Pfütze ein See und aus einem Erdhaufen ein Gebirge entsteht. Die fotografische Täuschung seiner Scheinwelten wird nicht durch digitale Bearbeitung, sondern durch das Fehlen von Größenverhältnissen in der realen Landschaft hervorgerufen. In weiteren fotografischen Serien zeigt Thomas Wrede den Versuch des Menschen, in Freizeitparks „realistische“ Landschaften zu bauen und alltäglichem Wohnraum durch Naturtapeten Weite zu geben. Die „Seascapes“ schließlich, Fotografien von sommerlichen Strandszenen, wirken irritierend inszeniert und unwirklicher als die „Real Landscapes“. Und genau durch dieses verwirrende Wechselspiel von „Schein“ und „Sein“ weist Thomas Wrede mit seinem Werk sukzessive darauf hin, dass unser stets individuelles Bild von der Realität letztlich von der jeweiligen Perspektive abhängt.

 

Thomas Wrede, Ohne Titel, 1997, aus der Serie „Magic Feelings“
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

Thomas Wrede (geb. 1963) studierte an der Kunstakademie Münster (Meisterschüler 1991) und bei Dieter Appelt in Berlin. Seit 2015 lehrt er als Professor für Fotografie und Medien an der Hochschule der bildenden Künste in Essen.

 

Museum Sinclair-Haus, Löwengasse 15 Eingang Dorotheenstraße,  Bad Homburg

 

 

11.03.2017 - 07.05.2017
Ausstellung Hannover . In Annette Kelms Werk, das Stillleben, Porträts, Landschafts- und Architekturfotografie umfasst, zeigt die Künstlerin einzigartige Bildwelten moderner Alltagskultur und nutzt dafür die Mittel der Objektfotografie. Die Ausstellung „Leaves“ in der Kestner Gesellschaft zeigt rund 40 Werke aus den letzten zehn Jahren, darunter zahlreiche neu entstandene Fotografien. 11. März bis 7. Mai 2017
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Annette Kelm - Leaves
Ausstellung Hannover . In Annette Kelms Werk, das Stillleben, Porträts, Landschafts- und Architekturfotografie umfasst, zeigt die Künstlerin einzigartige Bildwelten moderner Alltagskultur und nutzt dafür die Mittel der Objektfotografie. Die Ausstellung „Leaves“ in der Kestner Gesellschaft zeigt rund 40 Werke aus den letzten zehn Jahren, darunter zahlreiche neu entstandene Fotografien. 11. März bis 7. Mai 2017

Annette Kelm, Desert Plants, 2016 Courtesy König Galerie

 

Mit Annette Kelm stellt die Kestner Gesellschaft eine bedeutende Künstlerin vor, die den fotografischen Ansatz der Düsseldorfer Schule um Bernd und Hilla Becher, Candida Höfer oder Thomas Struth verfolgt und weiterentwickelt. In ihrem Werk werden die Dinge in iso­lierter Form und gleichmäßiger Ausleuchtung inszeniert und erfah­ren dadurch eine neue Bedeutung. 

 

Annette Kelm, Pepper /Pac Man, 2016 Courtesy König Galerie

 

Unterschiedliche Motive wie Strohhüte, Blumen, Musikinstrumente, gemusterte Textilien, Künstlerkollegen oder Architektur arrangiert Annette Kelm in austarierten Kompositionen. Das Gewöhnliche, Unscheinbare oder Einfache wird in Frage gestellt, indem sie ihre Motive in neue und ungewöhnliche Zusammenhänge stellt. Oftmals führt sie dem Betrachter die Künstlichkeit und die Konstruktion eines Bildaufbaus vor Augen. Bei der simultanen Dekonstruktion von Komposition geht es um eine Analyse unserer Wahrnehmung und unseres Sehens. Kelm arbeitet oftmals in Serien und nutzt Strategien der Wiederholung. Mit ihrem Interesse an Typologien und Konventionen der Wahrnehmung blickt Annette Kelm auf die Objektwelt und legt dabei die historischen, sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhänge offen, in denen die Dinge stehen. Ihr konzeptueller Ansatz ist niemals rigide, stets schwingt eine Poesie mit, die in den analytisch angelegten Bildkonstruktionen nachhallt. Darüber hinaus bezieht sich Annette Kelm immer wieder auf das Medium der Fotografie selbst, indem sie die Geschichte ihrer Ästhetik und Technik aufgreift. 

 

Annette Kelm, Pizza Pizza Pizza, 2016 Courtesy König Galerie

 

Annette Kelm (*1975 Stuttgart)  studierte bis 2000 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Sie war in zahlreichen Ausstellungen vertreten, so beispielsweise in Einzelausstellungen im Museum of Contemporary Art in Detroit, USA (2016) und im Kölnischen Kunstverein (2014) sowie in Gruppenausstellungen im Kunstmuseum Bonn (2016) und im Museum of Modern Art (MoMA) in New York (2013). Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kodak Young Photographers Award (1999), dem ART COLOGNE-Preis für junge Kunst (2005) und dem Camera Austria-Preis für zeitgenössische Fotografie (2015). Annette Kelm lebt und arbeitet in Berlin. 

Zur Ausstellung wird ein zweisprachiger Katalog (dt./engl.) im Verlag – Buchhandlung Walther König herausgegeben, mit Texten von Brian Dillon, Maren Lübke-Tidow und Christina Végh.  

Die Ausstellung in der Kestner Gesellschaft wird unterstützt von der NORD/LB Kulturstiftung und dem Förderkreis der Kestner Gesellschaft. Kuratorin der Ausstellung: Christina Végh
Kuratorische Assistenz: Elmas Senol

 

Kestnergesellschaft, Goseriede 11, Hannover

 

10.03.2017 - 08.04.2017
Fotoausstellung München . Den ruhigen, klassisch auf Barytpapier belichteten und per Hand im Labor entwickelten Schwarzweissfotografien Satoru Watanabes stellt der Fotokünstler Michael Nischke in seiner Galerie seine aktuellen Farbbilder der Megametropole Tokyo gegenüber. Vom 10. März bis 8. April 2017
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Satoru Watanabe / Michael Nischke - Orang & Tokio Times
Fotoausstellung München . Den ruhigen, klassisch auf Barytpapier belichteten und per Hand im Labor entwickelten Schwarzweissfotografien Satoru Watanabes stellt der Fotokünstler Michael Nischke in seiner Galerie seine aktuellen Farbbilder der Megametropole Tokyo gegenüber. Vom 10. März bis 8. April 2017

Im Februar 2016 entstand in der Galerie in Tokyo die Idee einer gemeinsamen Ausstellung des japanischen Fotografen Satoru Watanabe mit dem deutschen Fotokünstler Michael Nischke. Die schwarzweißen Landschaftsbilder Watanabes zeigen unberührte, fast magisch wirkende Orte aus dem Norden Japans. Sie scheinen aus der Zeit gefallen, doch auch die farbigen Stadtbilder von Michael Nischkes strahlen eine eigenwillige Poesie aus. Beide Fotografen eint der selektive Blick auf Dinge und Orte des Alltags, die sie mit Hilfe ihrer Kamera in eine grafische Ordnung bringen.

 

 

Satoru Watanabe - Die Energie des Fotografen Watanabe

 

 

 

Dem hinduistischen Glauben zufolge besteht der Mensch aus den fünf Elementen Feuer, Wasser, Luft, Erde und Raum. Diesen begegnet der Betrachter auf den meisten in dunklen Grauschwarzabstufungen gehaltenen SW-Fotos von Saturo Watanabe. Der 1961 im japanischen Yamagata geborene Fotograf bedient sich der klassischen Schwarzweißfotografie, mit deren Hilfe er einzelne Elemente aus dem Zusammenhang zu lösen scheint und mit konzentrierten Blick auf Film bannt.

 

 

 

Die meisten Ausstellungsbilder sind dem Bildzyklus „prana“ entnommen, zu dem Watanabe erklärt:“ Der Begriff „prana“ bedeutet in Sanskrit „Wind“. Der Wind nimmt die Energie der Natur auf, und wir Menschen erhalten diese Energie durch tiefes Einatmen. Dies hörte ich vor mehr als 20 Jahren von einem alten Taucher in Chichi-jima. Wann immer ich nach meinen Gefühlen beim Fotografieren gefragt werde, antworte ich mit dem Begriff „prana“. Denn wenn ich fotografiere, überkommt mich meist eine unerklärbare Energie. Und ich glaube, diese Energie existiert nicht nur in der Natur, sondern in jedem Ding, in jedem Menschen und dann auch in jeder Fotografie.“ Und so transportieren seine zumeist sehr reduziert gehaltenen Motive scheinbar zeit- und lautlos einen Teil dieser Magie. Die Fotografien sind bereits seit 1993 auf Ausstellungen in Japan, Europa und den USA zu sehen, jüngst wieder in Paris. Die Galerie NISCHKE zeigt seine Werke erstmals in Deutschland. Der Bildband mit dem gleichnamigen Titel erschien 2014 in Japan (jp/engl) bei Tosei-Sha.

 

Michael Nischke - Extrakte der Megacity Tokyo


 

Statt der landläufigen Vorstellung zu entsprechen und Fotografien eines unruhigen, eng und laut wirkenden Schmelztiegels exotischer Eindrücke zu liefern, strahlen die Straßenbilder von Michael Nischke vor allem Ruhe und Ordnung aus. Ganz so, wie er Tokyo vorfand: Die ehemalige Übermorgenstadt gibt sich wohl geordnet und entschleunigt. Die sich abwechselnden Wirtschaftskrisen und die vielerorts sichtbare Überalterung der Gesellschaft zeigen ihre Spuren deutlich.

 

 

 

Der Glanz des Wirtschaftsbooms scheint verblasst – fast so, als halte eine durch jüngste Naturkatastrophen zusätzlich sehr geprüfte Region den Atem an. Und so ziehen seine Arbeiten durch grafische Formen, Kontraste, Schattenrisse und formale Strukturen den Blick an, mehr inspiriert durch kalligrafische Arbeiten und traditionelle Holzschnitte als durch visionäre Baukonzepte. Reduktion statt optischer Opulenz also – ganz im Sinne vieler japanischer Fotografen – kennzeichnet seine Werke. Und die japanische Kunst des selektiven Betrachtens macht er sich zueigen und zeigt in seinen von einer klaren Alltagsästhetik geprägten Bildern das heutige von Widersprüchen geprägte Tokyo.

Anschließend an diese Ausstellung ist vom 7. bis 28. April 2017 eine Auswahl der besten SW- Panorama-Fotografien aus der Serie München von Michael Nischke als Einzelausstellung in der Galerie TOSEI in Tokyo (www.tosei-sha.jp) zu sehen.

 

Galerie Nischke, Baaderstraße 52, München

 

 

www.nischkemuc.com

 

10.03.2017 - 29.04.2017
Fotoausstellung München . Albtraumhaft-irreal verklärte Orte der post­a­po­ka­lyp­ti­schen Zeit, die ihre para­die­si­sche Unschuld durch destruk­tive zivi­li­sa­to­ri­sche Ein­griffe ver­lo­ren haben, zeigen die Bilder von Verena Frensch in der Münchner Galerie für Fotografie der Gegenwart von Ingo Seufert. 10.3.2017 – 29.4.2017
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Verena Frensch – Transmission
Fotoausstellung München . Albtraumhaft-irreal verklärte Orte der post­a­po­ka­lyp­ti­schen Zeit, die ihre para­die­si­sche Unschuld durch destruk­tive zivi­li­sa­to­ri­sche Ein­griffe ver­lo­ren haben, zeigen die Bilder von Verena Frensch in der Münchner Galerie für Fotografie der Gegenwart von Ingo Seufert. 10.3.2017 – 29.4.2017

 Aus der Serie „I am here, awaiting“

 

Die stark auto­bio­gra­phisch beein­fluss­ten Foto­ar­bei­ten der Münch­ner Künst­le­rin Verena Frensch thematisieren oft­mals Land­schaf­ten und Sze­ne­rien, die sich dem tra­dier­ten Erfah­rungs­wis­sen ent­zie­hen, denn es sind albtraumhaft-irreal verklärte Orte der post­a­po­ka­lyp­ti­schen Zeit, die ihre para­die­si­sche Unschuld durch destruk­tive zivi­li­sa­to­ri­sche Ein­griffe ver­lo­ren haben. Sofern Men­schen über­haupt darin vor­kom­men, erschei­nen sie des­ori­en­tiert, ohne Ziel und Zuge­hö­rigkeit, ste­tig auf der ver­geb­li­chen Suche nach Ver­or­tung und sich selbst.

„Transmission“ bedeutet dem Wortsinn nach die Impulsübertragung zwischen Zellen durch Transmitter und auch die Durchlässigkeit eines Mediums für die Übertragung von Wellen oder Impulsen. Der Titel beschreibt programmatisch die Auseinandersetzung mit unserem Verständnis von Sender- und Empfänger-Modellen und generell die Dysfunktionalität unserer Bezugssysteme.
Die Serie „The Message“ zeigt ohne erkennbaren Sinn vor sich hin arbeitende Maschinen, die offenkundig Impulse aussenden. Ein Kind beobachtet die Prozesse und scheint die Botschaft aufzunehmen. Eine unbekannte Masse an seinem Ohr wirft die Frage nach der Autorschaft und Beschaffenheit der Botschaft auf. Das Kind – nun älter – zeigt einen Hauch von Freude bei der Vorstellung der Umsetzung, und der Betrachter muss sich fragen, ob dies Gutes bedeutet.

 

Aus der Serie "Significance"

 


"Significance" unterstreicht die Bedeutung der Irrtumswahrscheinlichkeit: Der Koikarpfen steht im japanischen Raum für den Inbegriff von domestizierter Schönheit. Seine dekorativen Farbmusterzüchtungen machen ihn zum lebenden Bild. Den wie im Traum hinter und vor Glas gehaltenen Kindern gegenübergestellt hält er uns die Ambivalenz unseres Seins in gestochener Schärfe vor Augen: Die männlichen Kinder scheinen wie gefangen und von ihrer Entwicklung in die eigene Stärke abgehalten. Die für Kraft und Zielstrebigkeit stehenden Koikarpfen hingegen schwimmen im Wasser, das als Element für das Weibliche und Intuitive steht. Die faszinierend schöne Oberfläche der Bildkompositionen lenkt ab von den deutlichen Futterkampfszenen, wobei die suchenden, doch ins Leere blickenden Augen der Fische pittoresk vor der Sonnenuntergangsstimmung verschwimmen.

 

 Aus der Serie „I am here, awaiting“

 

„I am here, awaiting“ skizziert eine von menschlichem Leben entleerte postapokalyptische Welt, in der die latente Anwesenheit einer anderen Lebensform zwar spürbar, aber nicht verstehbar ist.

 

Aus der Serie "Retable"

 

 

„Retable 2012“ führt uns am Ende dieses dysfunktionalen Kommunikationsreigens den eigenen Mangel an Sinnsystemen und das Fehlen von Rückbezugssystemen vor Augen: Unsere eigene Heilslehre und damit Hoffnung ist uns entfremdet und unbekannt geworden: Wer sendet hier? Was ist die Botschaft und wer wird sie hören?

Ingo Seufert, Galerie für Fotografie der Gegenwart, Schleißheimer Straße 44, München

06.03.2017 - 07.04.2017
Fotoausstellung Köln . In der Ausstellung „Stadt-Landschaften“ der in focus Galerie werden Bilder der Fotografen Ellen Bornkessel, Peikwen Cheng, Susan Dobson, Elliott Erwitt und Thomas Hoepker gezeigt, die insbesondere das Verhältnis zwischen Mensch und menschengemachter Stadt-Landschaften im Blick haben. 6.3. bis 7.4.2017
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Stadt-Landschaften
Fotoausstellung Köln . In der Ausstellung „Stadt-Landschaften“ der in focus Galerie werden Bilder der Fotografen Ellen Bornkessel, Peikwen Cheng, Susan Dobson, Elliott Erwitt und Thomas Hoepker gezeigt, die insbesondere das Verhältnis zwischen Mensch und menschengemachter Stadt-Landschaften im Blick haben. 6.3. bis 7.4.2017

 

Peikwen Cheng: At The Center, 2007



Schon 1975 beschäftigte sich die im George Eastman House kuratierte Ausstellung von Jenkins „New Topographics“ mit der von menschlichen Eingriffen geprägten Landschaft. Diese meist konzeptuelle, dokumentarische, distanzierte und zivilisatonskritische Fotografie (u.a. Robert Adams, Stephen Shore) reflektierte den räumlichen Ausdruck einer durch und durch modernen, rationalen ökonomischen Kalkül unterworfenen Lebenswelt, zumeist allerdings ohne ihren Schöpfer darin.

 

 

Elliott Erwitt: Daytona Beach, 1967

 

Diese aktuelle Ausstellung „Stadt-Landschaften“ der in focus Galerie hat Anknüpfungspunkte an die „New Topographics“ Bewegung, geht aber darüber hinaus. Während die Fotografen der „New Topographics“ überwiegend ein neutrales, dokumentarisches Interesse verfolgten, interpretieren und kommentieren die hier gezeigten Künstler, die vom Menschen geschaffenen Landschaften und interessieren sich insbesondere für das Verhältnis zwischen Mensch und menschengemachter Stadt-Landschaften.
Elliott Erwitts Fotografie mit auf Autos sonnenbadenden Jugendlichen und Thomas Hoepkers Arbeit einer auf dem Dachdschungel der Großstadt sonnenbadenden jungen Frau zeigen – mit einer Prise augenzwinkernden Humors - wie sich der Mensch auch in trostlosen, verbauten oder heruntergekommenen Stadt-Landschaften arrangiert und trotzdem von einer schöneren Umgebung oder von Sommer- und Urlaubsfeeling träumt.

Ellen Bornkessels Fotografien der Serie „Play“ zeigen Menschen, die sich die Stadt als Naturraum aneignen. Diese Menschen erobern den urbanen Umraum von Großstädten und machen diesen in ihren nächtlichen Aktivitäten zu eigen.  In der Serie „Ghost Mountains“ wird die nächtliche Landschaft nur durch die künstlichen Lichter der Städte – verborgen in Tälern oder hinter Bergen – erhellt. 

 

Susan Dobson: Moonrise(ResidentialEnclave) 2011

 

Susan Dobson zeigt in ihrer Serie „Moonrise“ auch nächtliche Landschaften, die durch das Mondlicht beim ersten Blick romantisch wirken, beim genaueren Hinsehen diesen Eindruck aber durch  uniforme Reihenhaussiedlungen, Gewerbegebiete oder brennende Scheunen konterkarieren. Durch Eingriffe in das Bild deckt Susan Dobson in der Serie „Retail“ die austauschbare und trostlose Struktur der meist in Stadtrandlagen gebauten großen Einkaufsmärkte auf.

in Fokus Galerie, Hauptstraße 114, Köln

 

 

05.03.2017 - 18.06.2017
Ausstellung Alkersum/Föhr . Das Museum Kunst der Westküste zeigt malerische und fotografische Werke, die um den kleinen Fischerort Skagen an der nördlichsten Spitze Dänemarks entstanden sind. Skagen entwickelte sich schon seit den 1870er-Jahren zu einer über die Landesgrenzen hinaus international Aufsehen erregende Künstlerkolonie. 5. März bis 18. Juni 2017
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Von P. S. Krøyer bis Joakim Eskildsen - In Skagens Licht
Ausstellung Alkersum/Föhr . Das Museum Kunst der Westküste zeigt malerische und fotografische Werke, die um den kleinen Fischerort Skagen an der nördlichsten Spitze Dänemarks entstanden sind. Skagen entwickelte sich schon seit den 1870er-Jahren zu einer über die Landesgrenzen hinaus international Aufsehen erregende Künstlerkolonie. 5. März bis 18. Juni 2017

 Joakim Eskildsen Skagen XIV 2008 Fotografie 110x130

 

In dem kleinen Fischerort Skagen an der nördlichsten Spitze Dänemarks, wo zwei Meere aufeinandertreffen, entwickelte sich seit den 1870er-Jahren eine über die Landesgrenzen hinaus international Aufsehen erregende Künstlerkolonie. Die besonderen Lichtverhältnisse, der helle, ausgedehnte Sandstrand, die hohen Dünen an der als ausgesprochen ursprünglich angesehenen Küste und das harte Leben der Menschen begeisterten dänische Künstler ebenso wie Maler aus Norwegen, Schweden und Deutschland. Alle hatten sich zuvor in Paris mit den modernsten künstlerischen Entwicklungen – mit Freilichtmalerei und Impressionismus  auseinandergesetzt. Nun fanden sie in Skagen im Freien malend zu ihrem eigenen Ausdruck und zu individuellen, auf den Alltag und die Landschaft bezogene Themen.

 

Joakim Eskildsen Skagen

 

 

Joakim Eskildsen Skagen

 

Zu den Protagonisten zählen Anna und Michael Ancher, Oscar Björck, Viggo Johansen, Christian Krohg, P. S. Krøyer und Marie Krøyer, Carl Locher, Frits Thaulow und Laurits Tuxen.

Das Museum Kunst der Westküste verfügt über den wohl größten Bestand in einem Museum außerhalb Dänemarks: Etwa 60 Werke aus der Sammlung werden – orientiert an der Salonhängung, wie sie die Skagener Maler wählten – präsentiert. Drei ausgewählte internationale zeitgenössische Positionen – Joakim Eskildsen (DK, Abb.), Birgit Fischötter (DE) und Ulrik Møller (DK) – erweitern die Schau um mehr als 30 Werke. Sie zeigen, dass die künstlerische Beschäftigung mit dem Ort und dem Thema „Skagen“ auch im 21. Jahrhundert aktuell ist.

 

Museum Kunst der Westküste, Hauptstraße 1, Alkersum/Föhr

 

04.03.2017 - 04.06.2017
Ausstellung Herford . Von Fotografie über Skulptur bis zu Malerei reichen die Arbeiten, die das Museum Marta Herford in der spannenden Ausstellung „ Die innere Haut – Kunst und Scham“ vorstellt. Vom 4. März bis 4. Juni 2017
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Die innere Haut – Kunst und Scham
Ausstellung Herford . Von Fotografie über Skulptur bis zu Malerei reichen die Arbeiten, die das Museum Marta Herford in der spannenden Ausstellung „ Die innere Haut – Kunst und Scham“ vorstellt. Vom 4. März bis 4. Juni 2017

 

Juergen Teller

Vivienne Westwood, No.1, London 2009
C-Print, 202,5 x 293 x 7,5 cm
Courtesy the artist

© Juergen Teller

 

Scham entsteht, wenn man dem Blick eines Anderen schutzlos ausgeliefert ist. Wann man sich und wer sich schämt, hängt stark vom sozialen Umfeld ab und ändert sich mit der Zeit. In der bildenden Kunst besitzt das Motiv der Scham mit Darstellungen von Adam und Eva bereits eine lange Tradition. Angesichts der weiten Verbreitung von Nacktbildern in den Medien scheint das Thema heute aktueller denn je. Doch was beschämt oder provoziert überhaupt noch und welche Rolle spielen KünstlerInnen in diesem Zusammenhang? Mit sinnlichen und berührenden, aber auch humorvollen Arbeiten untersucht die Ausstellung, inwiefern es heute eines besonderen Rüstzeugs bedarf oder das Teilen von Intimitäten ein Gefühl von Gemeinschaft erzeugen kann.

 

Bruce Gilden
JAMIE, aus der Serie: Faces, 2014
C-Print (Leica S), 270 x 180 cm
© Bruce Gilden / Magnum Photos für Leica S magazin

 

KünstlerInnen: Ulf Aminde, François-Marie Banier, John Bock, Michaël Borremans, Louise Bourgeois, Leigh Bowery / Fergus Greer, Berlinde De Bruyckere, Miriam Cahn, Donigan Cumming, , Rineke Dijkstra, Marlene Dumas, Albrecht Dürer, Nezaket Ekici, Tracey Emin, EVA & ADELE, VALIE EXPORT, Gao Brothers, Josephine Garbe, Toussaint Gelton (Kelton), Bruce Gilden, Nan Goldin, John Isaacs, Jamie Isenstein, Jürgen Klauke, Gustav Kluge, Eva Kot’átková, Clemens Krauss, Oleg Kulik, Ulrike Lienbacher, Johannes Lingelbach, Sarah Lucas, Boris Mikhailov, Michael Najjar, Shahryar Nashat, Virgile Novarina, Yoko Ono, Oksana Pasaiko, Laure Prouvost, Jon Pylypchuk, Jan Symonsz Pynas, Lotte Reimann, Julian Rosefeldt, Lars Rosenbohm, Bojan Šar?evi?, Gary Schneider, Santiago Sierra, John Stark, Juergen Teller, David Teniers D.J., Miroslav Tichý, Larry Towell, Stefanie Trojan, Gillian Wearing, Erwin Wurm

 

 

Jamie Isenstein
The Eyehole, 2006
Mixed media, 18 x 6 x 5 cm
Courtesy the artist and Meyer Riegger

© Jamie Isenstein                                   

 

 

Marta Herford GmbH, Goebenstraße 2–10, Herford

 

 

 

03.03.2017 - 01.05.2017
Fotoausstellung Hamburg . Die fotografischen Essays von zwölf herausragenden jungen europäischen Fotografinnen und Fotografen stellt das Haus der Photographie der Deichtorhallen zum Thema „Shifting Boundaries“ vor. Die Künstler, die aus neun europäischen Ländern kommen, sind ausgewählte Teilnehmer der dritten Runde des European Photo Exhibition Award (epea), einem Gemeinschaftsprojekt der Körber-Stiftung mit drei weiteren europäischen Stiftungen. Vom 3. März bis 1. Mai 2017.
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Shifting Boundaries - European Photo Exhibition Award
Fotoausstellung Hamburg . Die fotografischen Essays von zwölf herausragenden jungen europäischen Fotografinnen und Fotografen stellt das Haus der Photographie der Deichtorhallen zum Thema „Shifting Boundaries“ vor. Die Künstler, die aus neun europäischen Ländern kommen, sind ausgewählte Teilnehmer der dritten Runde des European Photo Exhibition Award (epea), einem Gemeinschaftsprojekt der Körber-Stiftung mit drei weiteren europäischen Stiftungen. Vom 3. März bis 1. Mai 2017.

Jakob Ganslmeier EPEA03 Lovely Planet Poland

 

 

Grenzen erfahren, erkennen und aktiv oder passiv mit ihnen umgehen – das ist ein Phänomen, das nicht nur gegenwärtig  die Situation in Europa kennzeichnet. Wie kann man sich der europäischen Geschichte nähern und  die  ständigen  und  komplexen  Veränderungen in  Europa begreifen? Das Thema »Shifting Boundaries« nimmt Bezug auf diese Trennungs- bzw. Teilungslinien und fordert dazu auf, unseren Blick sowohl auf geographische,  sozio-kulturelle  als auch auf psychologische Schranken zu richten.  In ihren Essays thematisieren die  Fotografen  historische und  aktuelle Grenzverschiebungen und  urbane Veränderungen und setzen sich mit Wahrnehmungsprozessen und Digitalisierung auseinander.

 

Robin Hinsch, Kowitsch, 2014, 2015

 

Aus dem deutschsprachigen Raum nehmen Jakob Ganslmeier aus Bielefeld, Robin Hinsch aus Hamburg sowie die in Wien lebende Fotografin Christina Werner an dem Projekt teil. Neben Jacob Ganslmeier, Robin Hinsch und Christina Werner nehmen folgende Fotografen an epea 03 teil: Arianna Arcara und Pierfrancesco Celada aus Italien, Marthe Aune Eriksen und Eivind H. Natvig aus Norwegen, Margarida Gouveia aus Portugal, Marie Hald aus Dänemark, Dominic Hawgood aus Großbritannien, Ildikó Péter aus Ungarn Marie Sommer aus Frankreich.

 

Pierfrancesco Celada Hinterland, 2015

 

Ausgewählt  wurden  die  Fotografen  von  Ingo  Taubhorn,  Kurator  des  Hauses der  Photographie  der Deichtorhallen Hamburg, dem norwegischen Fotografen Rune Eraker, dem Soziologen und Kurator Sérgio Mah aus Portugal  sowie dem künstlerischen  Leiter  des italienischen  Photolux  Festivals  in Lucca, Enrico Stefanelli. Die vier Kuratoren haben die Fotografen bei der Erarbeitung ihrer fotografischen Kommentare begleitet.

 

Die Präsentation im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg ist die dritte Station der europäischen Wanderausstellung, die über Paris und Lucca nach Hamburg führt und in Oslo ihren Abschluss findet.

Das Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg und die Körber-Stiftung bieten ein Begleitprogramm zur Ausstellung an.

 

Über den European Photo Exhibition Award (EPEA)

Der European Photo  Exhibition  Award ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hamburger Körber-Stiftung  und der Stiftungen Fondazione Banca del Monte di Lucca (Italien), Fundação Calouste Gulbenkian (Portugal) und Fritt Ord (Norwegen). Ziel von epea ist, die verschiedenen Sichtweisen herausragender junger europäischer Fotografen auf gesellschaftlich relevante Themen zu präsentieren und einen innereuropäischen Dialog anzuregen. Die vergangenen zwei Ausgaben des European Photo Exhibition Award zu den Themen »European Identities« und »The New Social« zogen mehr als 175.000 Besucher in vier Städten an.

 

Weitere Informationen zum Projekt www.epeaphoto.org

 

 

03.03.2017 - 30.05.2017
Fotoausstellung Garching . Im Münchner U-Bahn Garching kann man bis 30. Mai 2017 den wichtigsten Protagonisten der deutschen Kabarettszene begegnen, denn dort hängen Fotografien von Künstlern wie Dieter Hildebrandt, Ottfried Fischer und Helmut Schleich alle porträtiert von Herbert Becke.
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Herbert Becke - 40 Jahre Kabarett
Fotoausstellung Garching . Im Münchner U-Bahn Garching kann man bis 30. Mai 2017 den wichtigsten Protagonisten der deutschen Kabarettszene begegnen, denn dort hängen Fotografien von Künstlern wie Dieter Hildebrandt, Ottfried Fischer und Helmut Schleich alle porträtiert von Herbert Becke.

 

Die deutsche Kabarettlegende Dieter Hildebrandt

 

Nach der Eröffnung des Garchinger Bürgerhauses im Jahre 1979 baute Herbert Becke, der ehemalige Leiter der vhs-München-Nord, eine ganz besondere Kabarett- und Kleinkunstreihe auf, die sog. „Kulturdonnerstage“. Jeden ersten Donnerstag im Monat im großen Saal des Garchinger Bürgerhauses. Ein Synonym für lebendige Kulturarbeit und weit über die Münchner Region hinaus ein Begriff.  Der „KuDo“ , wie er liebevoll von den Besuchern genannt wurde, hatte Kultcharakter. Insgesamt 247 Abende mit über 156.000 Besuchern fanden hier statt. Alles, was "Rang und Namen" in der deutschsprachigen Kabarettszene hatte, aber auch viele unbekannte Interpreten waren auf der Garchinger Brettlbühne zu Gast. Seit 1982/83 dann 25 Jahre lang, Monat für Monat mit 720 Besuchern ununterbrochen ausverkauft.

 

Priol, bekannt vor allem auch aus seinen Fernsehsendungen wie "Neues aus der Anstalt"

 

 

Der mehrfach ausgezeichnete Kabarettist Richard Rogler

 

Helmut Schleich, schon in vielenRollen als Politiker im Fernsehen zu sehen.



Diese "Kulturdonnerstage" hat Herbert Becke mit seiner Kamera fotografisch begleitet. Es entstand ein "Who is Who" der Kabarettszene der letzten  Jahrzehnte von über 300 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern.

Die Ausstellung im Garchinger U-Bahnhof zeigt eine kleine Auswahl davon. Zu sehen sind Bilder von den ersten Veranstaltungen, wie  z.B. von dem bayerischen Barden Fredl Fesl im Neuwirt-Saal im Januar 1978. T oder von Konstantin Wecker in der Aula des Werner Heisenberg Gymnasiums.

Unter anderem sind im U-Bahnhof auch Django Asül, Dr. Eckart von Hirschhausen, Helmut Schleich, Georg Schramm, Claus von Wagner, Sigi Zimmerschied, Dieter Hildebrandt, Sissi Perlinger, Martina Schwarzmann, Jürgen Becker, Luise Kinseher, Hannelore Hoger, Urban Priol, Hans-Dieter Hüsch, Josef Hader, Jörg Hube, Stefan Gwildis, Ina Müller, Fredl Fesl, Andreas Giebel, Christian Ude, Andreas Rebers,  Claudia Schlenger und Hans Meilhamer zu sehen.

 

 

U-Bahnhof Garching, Helmut-Karl-Platz, München

Weitere Infos: www.derbecke.de

 

01.03.2017 - 17.06.2017
Ausstellung Frankfurt am Main . Dreizehn mehrteilige Werke des Bildhauers und Fotokünstlers Johannes Brus stellt die DZ BANK Kunstsammlung in einer Ausstellung vor. Die Arbeiten datieren von „Blaues Pferd“ von 1979/85 bis hin zur kleinen Skulptur „Elefant“ von 2012 als jüngstes Werk. 1. März bis 17. Juni 2017
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Johannes Brus – Das Unsichtbare im Sichtbaren
Ausstellung Frankfurt am Main . Dreizehn mehrteilige Werke des Bildhauers und Fotokünstlers Johannes Brus stellt die DZ BANK Kunstsammlung in einer Ausstellung vor. Die Arbeiten datieren von „Blaues Pferd“ von 1979/85 bis hin zur kleinen Skulptur „Elefant“ von 2012 als jüngstes Werk. 1. März bis 17. Juni 2017

Johannes Brus
Grünes Nashorn, 1982

 

 

Die fotografischen Arbeiten des 1942 in Gelsenkirchen geborenen Künstlers Johannes Brus entführen in eine andere Sphäre, die teilweise exotisch-mystisch, manchmal aber auch komischskurril anmutet. Johannes Brus ist Bildhauer und als solcher ein Wanderer zwischen den Welten. Auch seine Fotografien sind modulierte Konstruktionen in der Dunkelkammer, in denen der skulpturale Gedanke angelegt ist. Durch chemische und physikalische Veränderungen im Entwicklungsverfahren, durch Nachkolorierung, Überblendung und Montage verfremdet Brus Bilder der realen Welt und eröffnet dadurch einen neuen Kosmos.

 

Johannes Brus
Blaues Pferd, 1979/85

 

In seinen Werken spielen mystische und psychologische Kräfte eine Rolle, aber auch die Kräfte des Materials. Unerwartetes wird sichtbar gemacht und verschwindet wieder. Das Unsichtbare kann das Unbekannte sein, das Unterbewusste oder auch das noch nicht Gesehene.

„Brus fotografische Bilder wimmeln von kunstgeschichtlichen und literarischen Anspielungen, symbolischen und anthropologischen Verweisen, mythologisch und (auch) empirisch erfahrbaren Zusammenhängen“, beschreibt der Kunstkritiker und Theoretiker für künstlerische Fotografie Klaus Honnef die Arbeiten von Johannes Brus.

 

Johannes Brus
Teller, 1978
Courtesy: Gmyrek Arts, Düsseldorf; Foto: Mick Vincenz

 

 

Johannes Brus lebt heute in Essen. Er studierte von 1964 bis 1971 Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Nach einem Lehrauftrag an derselben Akademie hatte er von 1986 bis 2007 eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig inne. Er ist Träger desKunstpreises der Villa Romana, Florenz (1979) und des Defet-Preises des Deutschen Künstlerbundes (1982).

 

Art Foyer der DZ Bank, Platz der Republik, Frankfurt am Main

 

 

27.02.2017 - 18.06.2017
Fotoausstellung Ulm . Die Ausstellung „Bilder aus Nordkorea“ im Stadthaus Ulm stellt die Arbeiten der drei Fotografen Nathalie Daoust, Reinhard Krause und Julia Leeb vor, die mit ihren Bildern einen Blick über den Tellerrand unserer westlichen Welt hinaus in ein fremdes System geben. 5. März bis 18. Juni 2017
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Bilder aus Nordkorea - Nathalie Daoust, Reinhard Krause und Julia Leeb
Fotoausstellung Ulm . Die Ausstellung „Bilder aus Nordkorea“ im Stadthaus Ulm stellt die Arbeiten der drei Fotografen Nathalie Daoust, Reinhard Krause und Julia Leeb vor, die mit ihren Bildern einen Blick über den Tellerrand unserer westlichen Welt hinaus in ein fremdes System geben. 5. März bis 18. Juni 2017

 Brautpaar in Kaesong copyright Julia Leeb

 

Nordkorea, das derzeit am schwersten zugängliche Land der Welt, schottet sich hermetisch ab. Gelingt es Bildjournalisten, Zugang zu bekommen, wird das Zustandekommen von Fotos streng kontrolliert und manipuliert. Heimliche und angeblich heimliche Schnappschüsse überschwemmen den Markt, zeigen indes die immer gleichen Motive. Aufgabe von Fotografen aber ist es, Wahrhaftigkeit hinter den Fassaden zu suchen, ohne die nordkoreanische Bevölkerung auf alberne Marionetten, Klischees und Feindbilder zu reduzieren. Das gelingt den drei Fotografen mit ihren Bildern, die jetzt im Stadthaus Ulm gezeigt werden.

 

 Arirang-Festival copyright Nathalie Daoust

 

 

Die Kanadierin Nathalie Daoust, Jahrgang 1977, erkundet Geheimnisse und Tabuisiertes, balancierend auf dem feinen Grat zwischen Vorstellungsgabe und Realität. Bei der Entwicklung ihrer Serie "Korean Dreams" aus der mysteriösen Welt von Nordkorea strebte sie eine Unschärfe an, die an sich im Moment des Erwachens auflösende Traumbilder erinnert. Es ist ihr Versuch, einer Wahrheit hinter der äußeren Erscheinung der Propagandamaschine näherzukommen.  Die Arbeiten von Nathalie Daoust werden international ausgestellt und sind Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen.

Der im Ruhrgebiet aufgewachsene Reinhard Krause, Jahrgang 1959, ist Global Pictures Desk Editor der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. Als Krisen- und Kriegsreporter war er an vielen Brennpunkten  dieser Erde und von 2004 bis 2009 als Reuters Chief Photographer China im Büro Peking auch für die Bildberichterstattung aus Nordkorea zuständig. Er reiste nicht nur mehrfach in das Land, er betrachtete  es auch von der chinesischen Grenze aus. Reinhard Krauses Arbeiten sind preisgekrönt, die Filmdokumentation „Shooting Under Fire“ (2005) wurde mehrfach ausgestrahlt.

 

 

Soldaten am Ufer des Yalu bemerken, dass sie fotografiert werden.
Copyright Reinhard Krause/Reuters

 

Die Journalistin, Fotografin und Filmerin Julia Leeb hat bereits an die 90 Länder, darunter viele Krisenherde, bereist. Ihre Bilder zeigen u.a. die bekannten Massenchoreografien und sozialistische Architektur, sie hat dabei aber - und dies unterscheidet  sie von vielen anderen Nordkorea-Fotografen - den individuellen Menschen innerhalb der monumentalen  Inszenierung im Fokus. Julia Leeb sieht das Land bunter als man es üblicherweise  zu sehen bekommt und wendet sich, ohne das Regime zu beschönigen, den Menschen selbst mit einem freundlichen Blick zu.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 5. März 2017, um 11 Uhr eröffnet mit einer Podiumsdiskussion mit Nathalie Daoust, Reinhard Krause und Julia Leeb. Die Moderation übernimmt Stefan Drößler. Ursprünglich Journalist ist er Mitglied bei amnesty international und im Beirat der Ulmer Stiftung Menschenrechtsbildung.

 

Stadthaus Ulm, Münsterplatz, Ulm

26.02.2017 - 30.04.2017
Fotoausstellung Salzburg . Die Leica Galerie Salzburg stellt auf Schloss Arenberg „Mario Marino Zum 50. Geburtstag: Portraits . Fotografien aus den Jahren 2011-2016“ vor.
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Mario Marino – Zum 50. Geburtstag
Fotoausstellung Salzburg . Die Leica Galerie Salzburg stellt auf Schloss Arenberg „Mario Marino Zum 50. Geburtstag: Portraits . Fotografien aus den Jahren 2011-2016“ vor.

 

 

Im Mittelpunkt des Werkes von Mario Marino steht der Mensch. Genauer gesagt: Das Portrait, welches zugleich bestechend einfach und kunstvoll vieldeutig ist. Mit seiner suggestiven und direkten Fotografie versucht Marino, den von ihm portraitierten Individuen ein möglichst authentisches Bild zu entlocken. Die Kamera erscheint nicht als störender Filter, sondern vielmehr als ein offener Spiegel. Im perfekten Zusammenspiel von Ausschnitt und Komposition sowie im virtuosen Umgang mit Schwarzweißkontrasten oder Farbkompositionen sind einzigartige Fotografien entstanden!

 

 

 

Leica Galerie im Schloss Arenberg, Arenbergstraße 10, Salzburg

25.02.2017 - 28.05.2017
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Der Pionierin des Fotojournalismus Inge Morath, die als erstes weibliches Mitglied von Magnum Photos brillierte, widmet sich die Ausstellung im Fotografie Forum Frankfurt. Für ihre Arbeit ging Morath weltweit auf Reisen, immer wieder auch auf und entlang der Donau, die auch das Thema der Ausstellung ist in der über 100 Arbeiten von acht Fotografinnen und auch Bilder von Inge Morath vorstellt werden. 25. Februar bis 28. Mai 2017
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Donaureise . Auf den Spuren von Inge Morath
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Der Pionierin des Fotojournalismus Inge Morath, die als erstes weibliches Mitglied von Magnum Photos brillierte, widmet sich die Ausstellung im Fotografie Forum Frankfurt. Für ihre Arbeit ging Morath weltweit auf Reisen, immer wieder auch auf und entlang der Donau, die auch das Thema der Ausstellung ist in der über 100 Arbeiten von acht Fotografinnen und auch Bilder von Inge Morath vorstellt werden. 25. Februar bis 28. Mai 2017

 

 Inge Morath

 

Im Sommer 2014 machten sich acht junge Fotografinnen zu einer Donaureise auf – von der Quelle im Schwarzwald bis zur Mündung ins Schwarze Meer. 34 Tage, 2800 Kilometer, 19 Städte. Unterwegs dokumentierten sie ihre Sicht auf Menschen, Natur und Lebensthemen am Fluss. Entstanden sind ganz unterschiedliche fotografische Positionen: dokumentarische, konzeptionelle, interaktive und abstrakte Fotografien, die ein facettenreiches Bild der Kulturregion Donau formen. Auf allen Zwischenstopps wurden außerdem Donau-Fotografien von Inge Morath gezeigt – in einem Truck, der zur mobilen Galerie umgebaut worden war.

 

Inge Morath

 

 

2016 hat Celina Lunsford, künstlerische Leitung des Fotografie Forum Frankfurt, die Arbeiten der Donaureise zu einer Ausstellung für die Fundación Telefónica in Madrid kuratiert. 100 Arbeiten der acht Fotografinnen und Bildjournalistinnen Olivia Arthur (GB), Lurdes R. Basolí (E), Kathryn Cook (USA/CH), Jessica Dimmock (USA), Claudia Guadarrama (MEX), Claire Martin (AUS), Emily Schiffer (USA) und Ami Vitale (USA) präsentiert die Ausstellung. Alle sind Preisträgerinnen des Inge-Morath-Awards, der jährlich von der Magnum-Foundation und der Inge-Morath-Foundation zur Förderung herausragender Fotografinnen vergeben wird. Ergänzt wird die Schau durch Originalfotos von Inge Morath.

 

Lurdes R. Basolí aus der Serie My Danube, 2014 copyright Lurdes R. Basolí

 

Inge Morath, 1923 in Graz geboren, zog mit ihren Eltern in den 30er Jahren nach Darmstadt und anschließend nach Berlin, studierte dort Romanistik und Sprachwissenschaften und konnte eben noch ihr Staatsexamen ablegen bevor sie in einem Berliner Betrieb arbeitsverpflichtet wurde.  Später arbeitete Morath als Journalistin in Salzburg und Wien und kam mit Unterstützung des Fotografen Ernst Haas 1949 nach Paris. Dort schrieb sie für die Fotoagentur Magnum verfiel aber zusehends der Faszination der Fotografie. Nach einem Praktikum in London, arbeitete sie ab 1953 für Magnum. 1962 heiratete sie den Schriftsteller Arthur Miller, den sie bei den Dreharbeiten zu dem Marilyn Monroe Film „Misfits“ kennengelernt hatte, mit dem die Schauspielerin bis 1961 verheiratet war. Neben Reisereportagen entstanden viele Bildbände und Arbeiten, die in Ausstellungen und von Museen international gewürdigt wurden. Bekannt wurde Morath auch durch zahlreiche Künstlerporträts, etwa von Henry Moore und Jean Cocteau. Die Fotografin Inge Morath ist 2002 im Alter von 78 Jahren in einem New Yorker Krankenhaus gestorben.

Neun Frauen, acht Länder, ein Fluss: Unter dem Titel „Donaureise . Auf den Spuren von Inge Morath“ zeigt das Fotografie Forum Frankfurt einen fotografischen Roadtrip quer durch Europa.

Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstraße 30–32, Frankfurt am Main

 

19.02.2017 - 20.05.2017
Fotoausstellung Remagen-Oberwinter Als Musiker und Komponist ist Bryan Adams weltberühmt. Auch wenn er als Fotograf sicher nicht ganz so bekannt ist, sind seine Bilder kaum weniger bemerkenswert. Die Werkhallen stellen Bryan Adams mit mehr als 100 Bildern in einer Verkaufsshow vor zu einem mit seinen Prominentenaufnahmen und zum anderen mit berührenden Porträts kriegsversehrter britischer Soldaten. 19.2. bis 20.5.2017
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Bryan Adams - Exposed
Fotoausstellung Remagen-Oberwinter Als Musiker und Komponist ist Bryan Adams weltberühmt. Auch wenn er als Fotograf sicher nicht ganz so bekannt ist, sind seine Bilder kaum weniger bemerkenswert. Die Werkhallen stellen Bryan Adams mit mehr als 100 Bildern in einer Verkaufsshow vor zu einem mit seinen Prominentenaufnahmen und zum anderen mit berührenden Porträts kriegsversehrter britischer Soldaten. 19.2. bis 20.5.2017

 

© Bryan Adams Sir Mick Jagger, New York, 2008

 

Mick Jagger, Dustin Hoffman - die Reihe der Promineten die Bryan Adams Modell gestanden haben ist lang. Als Kollege hat er zu vielen bekannten Persönlichkeiten aus der Musik-, Film- und Kunstszene Kontakt und konnte von ihnen Aufnahmen machen, die oft nur durch die enge Beziehung mit diesen Persönlichkeiten möglich war. Seit mehr als 10 Jahren ist Bryan Adams auch als Fotograf erfolgreich.

 

© Bryan Adams Sean Penn, Nova Scotia, 1999


Aber die Fotografie von Bryan Adams beschränkt sich nicht auf die Aufnahmen berühmter Personen. In einer Serie widmet er sich britischen Soldaten die von Auslandseinsätzen als Versehrte zurückkamen. Die Bilder sind direkt und provokativ. Dabei sind eindrucksvolle Porträts von Menschen entstanden, die zeigen mit welchem Stolz, welcher Willenskraft und welchem Humor sie ihr Schicksal meistern.

 

© Bryan Adams

 

Bryan Adams wurde am 5. November 1959 in Kingston/Ontario, Kanada geboren. Er ist einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Rocksänger und Komponisten mit zahlreichen weltweiten Nummer-1-Hits wie "Summer of 69" oder "Everything I Do I Do It For You" und mit einer immensen Bühnenpräsenz von über 100 Auftritten pro Jahr. Bryan Adams lebt in London.

„Die ersten Fotos habe ich mit einer kleinen Kamera meiner Eltern gemacht“, sagt Bryan Adams u?ber die Anfänge seiner Fotografieleidenschaft. „Die Motive auf meinem ersten Film, Mitte der Siebziger, waren Konzertfotos von den Beach Boys, Parkplatzmauern, meine Freundin im Badezimmer, meine Mutter, mein Klavier, einfach beiläufige Dinge – aber genau diese waren um mich herum.“ Im Laufe der Jahre haben sich Adams’ Fotomotive verändert, so standen ihm zahlreiche Freunde, Berühmtheiten und Superstars für Porträts zur Verfügung. 2002 wurde er, anlässlich des goldenen Thronjubiläums, ausgewählt, ein Portrait von Queen Elizabeth II zu fertigen.

Die Werkhallen

Seit 9 Jahren ist das Team der Werkhallen irnunmehr im Galeriebusiness tätig.  Nach zweijähriger Startzeit als „moving gallery“ in verschiedenen Räumlichkeiten am Rhein und drei Jahren als Rheingalerie Bonn wurden im Juni 2013 die Werkhallen in Remagen-Oberwinter - in unmittelbarer Nähe zum ARP Museum eröffnet. Die drei großzügigen Hallen eines ehemaligen Industriegebäudes bieten mit ihren 700 qm den perfekten Rahmen, um das gesamte Galerieprogramm in einer permanenten Groupshow zu präsentieren und große Wechselausstellungen parallel zu veranstalten – zeitgemäß urban und doch inmitten einer malerischen Landschaft. 

Werkhallen, Hauptstrasse 121, Remagen-Oberwinter

 

10.02.2017 - 15.04.2017
Fotoausstellung Köln . Unter dem Titel „Peripheral Dispatches“ präsentiert die Kölner Galerie Priska Pasquer die neuesten Porträtserien des südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo. Gezeigt warden die Werkgruppen „1994“, „Californian Wildflowers“ und „Flat Noodle Soup Talk“ entstanden in Südafrika, Ruanda, Kalifornien und Peking. 10. Februar bis 15. April 2017
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Pieter Hugo - Peripheral Dispatches
Fotoausstellung Köln . Unter dem Titel „Peripheral Dispatches“ präsentiert die Kölner Galerie Priska Pasquer die neuesten Porträtserien des südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo. Gezeigt warden die Werkgruppen „1994“, „Californian Wildflowers“ und „Flat Noodle Soup Talk“ entstanden in Südafrika, Ruanda, Kalifornien und Peking. 10. Februar bis 15. April 2017

 

 

Pieter Hugo Untitled, San Francisco, portrait 16, South Afroca, 2016 aus der Serie "1994"
copyright Pieter Hugo, Priska Pasquer, Köln

 

Pieter Hugo (*1976)  ist einer der bedeutendsten Fotokünstler des 21. Jahrhunderts. Die Aufnahmen des Südafrikaners sind Herausforderungen  an den Betrachter: komplex und widersprüchlich, überwältigend schön und verstörend zugleich. Intensive, singuläre Bilder,  die  sich aus der  alltäglichen Bilderflut abheben und in unser Gedächtnis einbrennen. „Here, in Africa and elsewhere, I want to photograph  evidence of the fragility and vulnerability of the inhabitants”, so Pieter Hugo über Flat Noodle Soup Talk, 2016.

Pieter Hugos Fotografien sind „Peripheral Dispatches“ – periphere Botschaften, Notizen aus Randgebieten und Reibungszonen. Seine Werke entstehen in Gefilden abseits der Norm, in unsicheren Bereichen und an unbequemen Orten des Übergangs. Pieter Hugo sucht die Wirklichkeit jenseits der Klischees. Er fotografiert dort, wo sich gesellschaftliche Konventionen auflösen, wo Normen zerbröckeln und das Haltlose und Strukturlose sich ausbreiten. Er blickt hinter die Oberflächen und stellt  niemanden  bloß.  Er weiß,  dass Schönheit und  Armut,  Verletzlichkeit  und Würde einander nicht ausschließen. Und dass es eine Welt ohne Widersprüche nicht gibt.

 

Pieter Hugo Untitled, San Francisco, 2014 aus der Serie "Californian Wildflowers"
copyright Pieter Hugo, Priska Pasquer, Köln

 

In Südafrika und  Ruanda hat  Hugo  Kinder  fotografiert,  die  nach 1994 geboren wurden. Die Porträts entstanden in der freien Natur. Unweigerlich evozieren sie das romantische Klischee der „idyllischen“ Kindheit in der „unberührten“ Natur. Doch die Landschaft rund um die Dörfer ist aufgeladen mit Bedeutung – getränkt vom Blut des Völkermords in Ruanda, durchzogen von willkürlichen Grundstücksgrenzen in Südafrika. Die  Kinder  haben die  Gräuel des Genozids und  die  Brutalität  des Apartheidregimes   nicht   mehr   erlebt   und   wachsen  in   einer   vergleichsweise friedlichen Umgebung auf. Und doch meint man in ihren ernsten Gesichtern ablesen zu können, dass die Vergangenheit ihre Schatten in die Zukunft wirft.

Der Tenderloin District in San Francisco ist ein sozialer Brennpunkt mit einer Vielzahl an Obdachlosen, Alkoholikern und Drogenabhängigen.  Ein Outsider-Bezirk mitten im  Zentrum  der  Stadt,  in  dem  sich die  Freak-Szene (noch) gegen  die  digitale Ökonomie des nahe gelegenen Silicon Valley behauptet. Für Pieter Hugo „fühlt  es sich an wie eine anarchische Gemeinschaft inmitten eines verrückten Booms“. (Pieter Hugo   über   Californian  Wildflowers,   2016).  Hier  ist  er  offen   auf  Menschen zugegangen, die ihm ohne Angst begegnet  sind. Sie haben sich ihm gezeigt in all ihrer Schönheit und Verletzlichkeit, in ihrer Lebendigkeit und Besonderheit.

Die  dritte  in  der  Ausstellung  gezeigte  Werkgruppe,  „Flat  Noodle  Soup  Talk“, entstand 2015/16 in Peking. Der südafrikanische Künstler bezeichnet die chinesische Hauptstadt  als den  existenziellsten Platz, den  er je erlebt  hat. Auch hier hat er Reibeflächen aufgespürt, an denen die Komplexität des modernen Lebens sichtbar wird. „Meine  Fotografien fokussieren die Kontraste oder das Nebeneinander,  die das heutige China beleben.“  (Pieter Hugo über Flat Noodlesoup  Talk, 2016). Fasziniert hat er den Lebensstil einer jungen Generation beobachtet,  die den Widerspruch aushält, in einer staatlich überwachten post-revolutionären Konsumgesellschaft zu leben. „Von  der Oberfläche, den offiziösen Bildern, in die Tiefe, zur nicht nur schönen Seele der Gesellschaft – tatsächlich schildert Hugo seine Annäherung an Peking wie eine Bewegung von außen zum Kern“, schreibt Jens Hinrichsen in einem Text zu einem exklusiven Portfolio der Serie, das MONOPOL im Juli 2016 veröffentlichte.

Pieter Hugos künstlerisches Potenzial speist sich aus seiner großen Neugierde und seiner enormen Wissbegierde. Er weiß, dass die sogenannte Wirklichkeit eine komplizierte Sache ist. Auf die Frage, was die Fotografie kann, was andere Medien nicht können, antwortet  er: „Sie fragt, was real ist.“  (Monopol,  Juli/August  2016) Hugos Bilder  sind Zumutungen.  Sie zeigen die  Komplexität  der Wirklichkeit,  die Schönheit im Schrecklichen und sie zwingen den Betrachter, diese Widersprüche auszuhalten.  Es ist ein südafrikanischer Blick auf die Welt.

 

„Peripheral  Dispatches“  ist die  dritte  Ausstellung von  Pieter Hugo  bei Priska Pasquer. 2015  zeigte  sie  mit  „Corporeality“  die  erste  Einzelausstellung des Fotografen  in Deutschland. 2016 präsentierte  sie die  umfangreiche Werkgruppe „Kin“.

Parallel zu dieser Ausstellung widmet  das Kunstmuseum Wolfsburg,  dem gerade einmal 40jährigen Künstler, Pieter Hugo die erste große Retrospektive in Deutschland. Sie umfasst seine 15 Werkgruppen, darunter die Serien „Looking Aside“, „Kin“, „The Hyena Men“, „Permanent Error“, „There’s a Place in Hell for Me and My Friends“ oder „Nollywood“, durch die Pieter Hugo bekannt geworden ist. Die jüngst entstandenen Projekte „Flat Noodle Soup Talk“ und „Californian Wildflowers“ werden erstmalig weltweit gemeinsam sowohl im Kunstmuseum Wolfsburg als auch bei Priska Pasquer gezeigt.

(Kunstmuseum Wolfsburg: Pieter Hugo. Between the Devil and the Deep Blue Sea, kuratiert von Dr. Uta Ruhkamp, 19.2.-23.7.2017)

 

Priska Pasquer, Albertusstraße 18, Köln

 

08.02.2017 - 07.05.2017
Fotoausstellung München . Sicher nicht nur für Fotografie-Liebhaber ist die Ausstellung im Kunstfoyer der Versicherungskammer einen Besuch wert. Gordon Parks war der erste schwarze Fotograf der das schwarze Leben in den USA dokumentierte, aber auch wunderschöne Modestrecken unter anderem für Condé Nast realisierte. Die Ausstellung ist ein Erlebnis mit ihren vielen kleinen Geschichten, die die Bilder erzählen, sie ist ein Gang durch wesentliche Jahrzehnte amerikanischer Geschichte, ein Blick auf die Schattenseiten des American Way of Life, auf den Kampf für Gleichberechtigung der farbigen Bevölkerung. Bis 7. Mai 2017
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Gordon Parks – I am You Selected Works 1942-1978
Fotoausstellung München . Sicher nicht nur für Fotografie-Liebhaber ist die Ausstellung im Kunstfoyer der Versicherungskammer einen Besuch wert. Gordon Parks war der erste schwarze Fotograf der das schwarze Leben in den USA dokumentierte, aber auch wunderschöne Modestrecken unter anderem für Condé Nast realisierte. Die Ausstellung ist ein Erlebnis mit ihren vielen kleinen Geschichten, die die Bilder erzählen, sie ist ein Gang durch wesentliche Jahrzehnte amerikanischer Geschichte, ein Blick auf die Schattenseiten des American Way of Life, auf den Kampf für Gleichberechtigung der farbigen Bevölkerung. Bis 7. Mai 2017

 

 American Gothic, Washington, D. C. 1942 copyright by Gordon Parks.
Courtesy of and copyright The Gordpn Parks Foundation

 


Gordon Parks, der 2006 im Alter von 93 Jahren starb, war ein Multitalent und hat nicht nur ein fotografisches Werk hinterlassen, sondern war auch Filmregisseur, Komponist, Schauspieler und Autor. Seine Bilder wurden schon 1966 auf der photokina in Köln und 1977 auf der
documenta 6 gezeigt. Die in Kooperation mit der Gordon Parks Foundation präsentierte Ausstellung umfasst 180 Fotografien mit Vintageprints, Kontaktbögen, Magazinen und Filmen. Die Ausstellung kuratiert von Felix Hoffmann, Hauptkurator C/O Berlin wird im Anschluss von München, im FOAM in Amsterdam und in den Ausstellungsräumen der Deutsche Börse Group gezeigt werden.

 

Jeweled Cap, Malibu, California, 1958, copyright by Gordon Parks.
Courtesy of and copyright The Gordpn Parks Foundation

 

 

 

Untitleds, Harlem, new York, 1947. copyright by Gordon Parks.
Courtesy of and copyright The Gordpn Parks Foundation

 

 

Husband and Wife, Sunday Morning, Detroit, Michigan, 1950. copyright by Gordon Parks.
Courtesy of and copyright The Gordpn Parks Foundation

 


Die Ausstellung zeigt alle Facetten des Werkes von  Gordon Parks der seine Kamera als Waffe im Kampf für die Gleichberechtigung bezeichnete. Mit Malcolm X, Martin Luther King, Jr. und Muhammad Ali proträtierte er die Protagonisten des amerikanischen Civil Rights Movement ebenso wie international erfolgreiche Künstler, Musiker und Schauspieler zu denen unter anderem Duke Ellington, Ingrid Bergman und Alberto Giacometti gehörten.
Als erster farbiger Fotograf hat Gordon Parks bereits in den 1950er-Jahren Modestrecken und -reportagen mit weißen Models für Condé Nast und Life fotografiert und publiziert. Der Zeitzeuge des Kampfes für Gleichberechtigung der farbigen Bevölkerung zeigt dazu auch die Gegenwelt – die Gangs auf den Straßen von New York, die Reaktion der Polizei auf Kriminalität, das Leben in Armut in den USA der 1960er und 1970er-Jahre.
Neben seinen berühmteren Filmwerken The Learning Tree und Shaft produziert er zahlreiche sozialkritische Dokumentationen. Mit dieser Simultanität von Glamour und Elend, Kommerz und humanitärem Engagement bietet das Werk von Gordon Parks eine visuelle Sozialgeschichte der USA im 20. Jahrhundert.

Ein begleitender Katalog erscheint im Steidl Verlag.

Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München


26.01.2017 - 01.07.2017
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Ein ungewöhnliches Projekt präsentiert die DZ BANK Kunstsammlung mit den Bildern Nadelstreifen von Loredana Nemes. In fast zwei Jahren standen 70 Mitarbeiter der Bank vor der Kamera der Künstlerin und hat die Banker in etwas ungewöhnlichem Outfit auch wenn sie in ihrer Berufsuniform dem Anzug angetreten waren, aufgenommen. Ab 27. Januar 2017 bis Sommer 2017
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Loredana Nemes: Nadelstreifen
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Ein ungewöhnliches Projekt präsentiert die DZ BANK Kunstsammlung mit den Bildern Nadelstreifen von Loredana Nemes. In fast zwei Jahren standen 70 Mitarbeiter der Bank vor der Kamera der Künstlerin und hat die Banker in etwas ungewöhnlichem Outfit auch wenn sie in ihrer Berufsuniform dem Anzug angetreten waren, aufgenommen. Ab 27. Januar 2017 bis Sommer 2017

 Nemes, Loredana (*1972), Udo, 2016, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

„Eine Befragung mit der Kamera“ liegt den 27 Arbeiten der Ausstellung „ Loredana Nemes: Nadelstreifen“ zugrunde, die ab dem 27. Januar 2017 im Schaufenster DZ BANK Kunstsammlung zu sehen sein wird. 70 Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen der Bank haben an dem Kunstprojekt teilgenommen. Die Serie „Nadelstreifen“ ist das mittlerweile siebte Projekt, an dem Mitarbeiter der DZ BANK unmittelbar beteiligt waren. Als Mitwirkende konnten sie einen Einblick in die Entstehung eines Kunstprojektes gewinnen, erlebten die Gedanken und Verwerfungen der Künstler mit und wurden selbst Teil dieses Prozesses.

In der dabei entstandenen Porträtserie „Nadelstreifen“ fotografiert die Künstlerin mit einer analogen Mittelformatkamera Bankmitarbeiter in ihrer Berufsuniform, dem Anzug. Doch spontan entstand die Idee, ihre Anzugsjacken von innen nach außen zu kehren, so dass der Futterstoff sichtbar wird. So wird das, was normalerweise versteckt ist, an die Oberfläche befördert.

 

 Nemes, Loredana (*1972), Philipp, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

 

Nemes, Loredana (*1972), Moritz 2015, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe



Das lässt sich analog auf die abgelichteten Personen beziehen: Durch das Umkehren der Sakkos und der ihnen zumeist instinktiv zugeordneten Attribute werden verborgenen Seiten sichtbar und ins Bild gerückt. Loredana Nemes zeigte dabei ein tiefes Interesse am Menschlichen  und befragte die Personen vor der Kamera nach ihrem Sein, ihren Interessen, ihren Erfahrungen, ihren Gefühlen.

Gleichzeitig fühlt sich der Betrachter an die Malerei der Niederländer oder der italienischen Renaissance erinnert, denn die Künstlerin lässt mit den Jacken an historische Bildformen denken.

 

Nemes, Loredana (*1972), Andreas 2015, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

Nemes, Loredana (*1972), Sebastian 2015, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

Die Berliner Fotografin  Loredana Nemes, die 1972 in Sibiu in Rumänien geboren wurde und als 14-Jährige nach Deutschland kam, hat aus eigener Initiative gemeinsam mit 70 Mitarbeitern der DZ BANK ein fast zwei Jahre dauerndes Kunstprojekt realisiert.

„Diese Porträts vermitteln ein Erlebnis von tiefer Lebendigkeit. Ich freue mich, dass die Mitarbeiter in diesem beruflichen Umfeld, wo es gilt, die Form zu wahren, solch persönliche Haltungen zeigen. Das beeindruckende Projekt entwickelte sich mit der Bereitschaft beider Seiten, aufeinander zuzugehen und ist damit auch ein Sinnbild unserer Unternehmenskultur“, so Dr. Christina Leber, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung.

Die Künstlerin Loredana Nemes ist bereits mit drei Serien, die 37 Bilder umfassen, in der
DZ BANK Kunstsammlung vertreten. Aus der 30-teiligen Serie „Nadelstreifen“ wurden für die Sammlung nun weitere 27 Arbeiten erworben.

 

Schaufenster, DZ BANK Kunstsammlung, Cityhaus II, Platz der Republik, Frankfurt am Main

 

20.01.2017 - 30.06.2017
Ausstellung München . Zeitgenössische Kunst aus Japan unter dem Titel „lebenswelt | life-world“ zeigt die Alexander Tutsek-Stiftung in München mit Fotografien von Rinko Kawauchi, zeitgenössischen Skulpturen von 21 japanischen Künstlern und einer Installation von Tadao Ando. Bis 30. Juni 2017
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lebenswelt | life-world
Ausstellung München . Zeitgenössische Kunst aus Japan unter dem Titel „lebenswelt | life-world“ zeigt die Alexander Tutsek-Stiftung in München mit Fotografien von Rinko Kawauchi, zeitgenössischen Skulpturen von 21 japanischen Künstlern und einer Installation von Tadao Ando. Bis 30. Juni 2017

 

Subjektive Alltagserfahrungen, zeitliche Abläufe in der Natur, die zwischenmenschliche Kommunikation stehen im Mittelpunkt der Kunstwerke aus Japan. Die  japanischen Fotografin Rinko Kawauch (geboren 1972 in Shiga, Japan) ist in ihrem Heimatland eine bedeutende Künstlerin, die in Europa und den USA auch immer bekannter wird. In ihren Fotografien verwandelt sie Alltag oder Natur in etwas atemberaubend Neues. Aus der Serie „Ametsuchi“ zeigt die Ausstellung großformatige Fotografien. Reduzierte Landschaftsbilder von traditioneller Brandrodung thematisieren anhand der zerstörerischen, gleichzeitig verjüngenden Kraft des Feuers, das Verhältnis von Mensch, Natur, Zeit. Weiterhin werden aus der Serie „Illuminance“ kleine, intime Fotografien gezeigt. Hier widmet sich Rinko Kawauchi – basierend auf persönlichen Erfahrungen – sanft, teils auch verstörend, alltäglichen Dingen oder Tätigkeiten. Durch die Wahl der Ausschnitte und Perspektiven und den subtilen Einsatz von natürlichem Licht in Kombination mit oft durchscheinenden Farben hat Rinko Kawauchi in ihrer Fotografie eine ganz eigene Charakteristik und Sprache gefunden. Ihre Werkgruppen lassen den Betrachter die alltägliche Umwelt bewusster, weiter und mit veränderten Augen sehen.

 

Die zusammen mit den Fotografien gezeigten Skulpturen verstärken diese Empfindung. In einem in der Kunst eher ungewöhnlichen Medium – dem vielschichtig zu verarbeitenden Material Glas – gehen sie auf unmittelbare, subjektive Erfahrungen des Menschen ein. Die Daseinswelt von menschlichen Behausungen wird in einer dreiteiligen Installation von dem Architekten Tadao Ando dargestellt.

Der Titel der Ausstellung „lebenswelt | life-world“ ist eine Anspielung auf das gleichnamige Konzept in der Phänomenologie. Damit ist die Welt gemeint, wie sie unmittelbar und direkt in der Subjektivität des alltäglichen Lebens erlebt wird (Edmund Husserl). Diesen Ansatz, alltägliche Phänomene individuell aber auch in ihrem sozialen und kommunikativen Kontext (Jürgen Habermas) wahrzunehmen, visualisieren die für die Ausstellung ausgewählten Kunstwerke.

Die Alexander Tutsek-Stiftung fördert Kunst und Wissenschaft. Sie wurde im Dezember 2000 von Alexander Tutsek und Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek als gemeinnützige Stiftung in München gegründet. Die Stiftung engagiert sich unter ihrem übergreifenden Programm "Kunst und Wissenschaft" ganz bewusst für das Spezielle, das Besondere oder auch das Vernachlässigte, Übersehene.

 

Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Straße 27, München 

 

Die für die Ausstellung von der Stiftung angekauften Objekte der 21 Künstlerinnen und Künstler sind fast alle zum ersten Mal außerhalb Japans zu sehen.

 

 

18.12.2016 - 17.04.2017
Ausstellung Rostock . Einen spannenden Abriss zu dem ehemaligen DDR Magazin Sibylle von ihrer Gründung bis zur Wende zeigt die Kunsthalle Rostock. Vorgestellt werden nicht nur die einzelnen Hefte, sondern auch historische Filme, die das Umfeld beleuchten. 18. Dezember 2016 bis 17. April 2017
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SIBYLLE – Die Ausstellung
Ausstellung Rostock . Einen spannenden Abriss zu dem ehemaligen DDR Magazin Sibylle von ihrer Gründung bis zur Wende zeigt die Kunsthalle Rostock. Vorgestellt werden nicht nur die einzelnen Hefte, sondern auch historische Filme, die das Umfeld beleuchten. 18. Dezember 2016 bis 17. April 2017

 

SIBYLLE
1959, Ausgabe 5, Cover
©Foto: Altendorf



Die Zeitschrift SIBYLLE war in der DDR überaus beliebt. Sie widmete sich vorrangig der Mode, nannte sich im Untertitel allerdings „Zeitschrift für Mode und Kultur“, weil für die Macher, vor allem Fotografen und Designer, Mode und Kultur als gleichrangig galten. Insbesondere war – neben allen gut aufgemachten Beiträgen über Kunst, Architektur und Gesundheit – die Fotografie ein entscheidendes Element ihrer Wirkung.

 

 SIBYLLE
1984, Ausgabe 1, Seite 16-17
©Foto: Wuest

 

 

SIBYLLE
1964, Ausgabe 1, Cover
©Foto: Roessler 

 

Die Fotografen der SIBYLLE beherrschten nicht nur ihr Fach, sie legten für ihre Arbeit explizit künstlerische Maßstäbe an. Als Porträt- und Reportagefotografen waren sie auch für andere Magazine tätig. Die Kunsthalle Rostock wird erstmals konsequent Fotografen der SIBYLLE und ihre jeweiligen Qualitäten in den Mittelpunkt rücken. In einer Auswahl stellen wir im Obergeschoss der Kunsthalle Arbeiten von 13 Fotografen vor. Ergänzend dazu ist ein chronologischer Abriss der SIBYLLE-Ausgaben mit Reproduktionen von einzelnen Heften zu sehen, beginnend mit der ersten Ausgabe 1956 bis zum Jahr der politischen Wende. Im Erdgeschoss des Hauses werden bisher unveröffentlichte historische Filme von Modeschauen und Objekte aus dem Nachlass des Modeinstitutes der DDR gezeigt. Sie machen das Phänomen der SIBYLLE in einer atmosphärisch dichten Inszenierung nachvollziehbar. Kooperationspartner ist das Stadtmuseum Berlin.

Es werden Fotografien ausgestellt von:
Sibylle Bergemann
Arno Fischer
Ute Mahler
Werner Mahler
Sven Marquardt
Elisabeth Meinke
Roger Melis
Hans Praefke
Günter Rössler
Rudolf Schäfer
Wolfgang Wandelt
Michael Weidt
Ulrich Wüst

Es erscheint ein reich bebildertes Katalogbuch bei Hartmann Books
Herausgeber: Ute Mahler und Uwe Neumann (Kunsthalle Rostock)
Preis 39,80 Euro

Weitere Stationen der Ausstellung SIBYLLE – DIE AUSSTELLUNG
Opelvillen Rüsselsheim 30. August bis 26. November 2017
weitere Ausstellungsstationen in Vorbereitung

Kunsthalle Rostock, Hamburger Straße 04, Rostock

 

16.12.2016 - 23.04.2017
Fotoausstellungen München . Einen der wichtigsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit zeigt die Pinakothek der Moderne mit Albert Renger-Patzsch. Erstmals wird die Werkgruppe der Ruhrgebietslandschaften aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde umfassend mit 83 Fotografien in einer Ausstellung präsentiert. Bis 23. 4. 2017
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Albert Renger-Patzsch - Ruhrgebietslandschaften
Fotoausstellungen München . Einen der wichtigsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit zeigt die Pinakothek der Moderne mit Albert Renger-Patzsch. Erstmals wird die Werkgruppe der Ruhrgebietslandschaften aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde umfassend mit 83 Fotografien in einer Ausstellung präsentiert. Bis 23. 4. 2017

 

Albert Renger-Patzsch, An der Ruhrmündung bei Duisburg, 1929/30
© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

 

In den Jahren 1927 bis 1935 nahm Albert Renger-Patzsch im Ruhrgebiet Stadtrand- und Haldenlandschaften, Hinterhöfe und Vorstadthäuser, Schrebergärten und Zechenanlagen auf. Die entstandene Werkgruppe stellt die einzige nicht auftragsgebundene Arbeit des Fotografen dar. Mit ihrer zurückhaltenden Emotionalität und kompositionellen Klarheit markieren die Aufnahmen eine signifikantePosition im künstlerischen Genre Landschaft in den 1920er-Jahren, die beispielsweise in der zeitgleichen Malerei kaum einen Vergleich findet.

Erstmals wird diese Werkgruppe nun umfassend in einer Ausstellung präsentiert. Sie zeigt83 Fotografien der Ruhrgebietsserie und wird ergänzt durch Archivalien und Dokumente, die die zeitgleiche Auftrags- und Publikationstätigkeit von Albert Renger-Patzsch illustrieren.

Albert Renger-Patzsch zog zahlreiche Motive als Großformate (30 x 40 cm) auf exquisitem Chamoispapier ab. Vermutlich plante er in den späten 1930er-Jahren selbst eine Ausstellung oder Veröffentlichung mit dieser Serie, die aber nicht zur Verwirklichung kam. Etwa 20 dieser großformatigen Abzüge befinden sich neben über hundert kleinformatigen Aufnahmen der Serie im Albert Renger-Patzsch Archiv der Stiftung Ann und Jürgen Wilde in der Pinakothek der Moderne. Das Archiv, das seit den frühen 1970er-Jahren in intensiver Recherche-und Sammeltätigkeit von Ann und Jürgen Wilde zusammengetragen wurde,beherbergt einen einzigartigen Bestand an originalen Fotografien und Ausstellungsabzügen, Negativen sowie Dokumenten und Archivalien von und über Albert Renger-Patzsch.

 

Albert Renger-Patzsch, Zeche Victoria Mathias, Essen, 1929
© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

 

 

Die Serie der Ruhrgebietslandschaften zählt zu den Meisterwerken der Industrie-und Landschaftsfotografie der Moderne und wirkt bis in die zeitgenössische Fotografie, beispielsweise von Bernd und Hilla Becher und ihren Schülern,nach. Rund 80 Jahre nach ihrer Entstehung sind Albert Renger-Patzschs Ruhrgebietsfotografien aktueller denn je: sie geben einen visuellen Kommentar zu aktuellen Diskussionen um Urbanität, Zersiedelung und Umnutzung von Folgelandschaften.

Kuratorin: Dr. Simone Förster, Kuratorin der Stiftung Ann und Jürgen Wilde,

Gefördert durch: Sparkassen -Kulturfonds des Deutschen Sparkassen-und Giroverbandes Bayerische Sparkassenstiftung

Zur Ausstellung erscheint ein begleitendes Magazin, deutsch/englisch,

Umfang ca. 60 Seiten, 45 Abbildungen, Vorwort Bernhard Maaz, Text Simone Förster und Interview mit Ann und Jürgen Wilde.

Ein vielseitiges Vermittlungsprogramm begleitet die Ausstellung

 

 

Pinakothek der Moderne, Barerstraße 40, München

 

 

 

13.12.2016 - 08.04.2017
Fotoausstellung Wien . Der bekannte Tiroler Künstler Alfons Walde hat nicht nur die Landschaft und Menschen seiner Heimat gemalt, sondern er hat auch fotografiert. Die Galerie OstLicht in der Leica Galerie Wien zeigt eine Auswahl seiner Aufnahmen mit Fokus auf den weiblichen Akt. 13. Dezember 2016 bis 8. April 2017
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Alfons Walde – Winterträume
Fotoausstellung Wien . Der bekannte Tiroler Künstler Alfons Walde hat nicht nur die Landschaft und Menschen seiner Heimat gemalt, sondern er hat auch fotografiert. Die Galerie OstLicht in der Leica Galerie Wien zeigt eine Auswahl seiner Aufnahmen mit Fokus auf den weiblichen Akt. 13. Dezember 2016 bis 8. April 2017

 

 

Wer schon einmal in den Tiroler Bergen um Kitzbühel herum war, der wird auch als nicht Kunstinteressierter Alfons Walde kennen. Kaum ein Gasthof, kaum eine Ferienhaus oder ein Wohnung,  wo nicht eines der unverwechselbaren Bilder des Malers hängt. Natürlich nicht als Original, denn ein Walde Gemälde oder Plakat hat schon seinen sechsstelligen Preis. Alfons Walde war aber nicht nur der Maler der die Schönheiten Tirols auf die Leinwand gebannt hat, sondern er war auch Fotograf und hat sich dort neben Landschafts-, Porträt- und Architekturaufnahmen vor allem der erotischen Fotografie verschrieben, die einem aus heutiger Sicht schon manchmal ein kleines Lächeln entlockt. Seine Inszenierungen reichen von klassischen Posen aus der kunsthistorischen Tradition bis hin zu erotisch aufgeladenen, teils pornografischen Szenen.

 

 

 

Alfons Walde wurde am 8. Februar 1891 in Oberdorf / Tirol geboren. 1892 zog die Familie nach Kitzbühel, wo Waldes Vater Schulleiter wurde. Schon in seiner Realschulzeit in Innsbruck zeigte sich das malerische Talent von Wald.  Später studiert er an der Technischen Hochschule Wien.

Im Laufe der zwanziger Jahre begann Walde, intensiver zu fotografieren. 1929 errichtete er sich nach eigenen Plänen das Berghaus auf dem Hahnenkamm, in dem das Gros der Aufnahmen in der Präsentation entstand, insbesondere die Farbfotografien, die er ab Mitte der dreißiger Jahre mit dem neuen Agfacolor-Film und seiner Leica fotografierte. Die Fotografien dienten dem Künstler auch als Anregung und Vorlage für seine Malerei. 

1932 erschien Waldes erstes offizielles Tirol-Plakat, für das er sein Gemälde Der Aufstieg (1930) adaptierte. Die nachfolgenden Jahre waren durch eine intensivierte überregionale Ausstellungstätigkeit geprägt, gleichzeitig tauchte eine Reihe von Fälschungen seiner Gemälde auf.

Die Fotografien des Malers Alfons Walde (1891–1958) aus dem Nachlass des Künstlers, die über Jahrzehnte unbeachtet in einer Kiste schlummerten, wurden im Dezember 2014 erstmals im Fotomuseum WestLicht gezeigt. Jetzt präsentiert die Galerie OstLicht in der Leica Galerie Wien eine Auswahl von Aufnahmen aus dieser spektakulären Entdeckung.

Special: Walde Editionsbox in limitierter Auflage von 24 Stück

12 ausgewählte Fotografien von Alfons Walde (10 Fine Art Prints in Farbe vom Originaldiapositiv, 2 Silbergelatine-Vergrößerungen Schwarz-Weiß vom Originalnegativ), je 20 x 30 cm in 30 x 40 cm Passepartouts aus säurefreiem Museumskarton, jeweils rückseitig gestempelt und signiert vom Nachlassverwalter und Enkel des Künstlers Michael Walde-Berger; ein Duplikat eines Farbdias von Alfons Walde im Originalrahmen; die Publikation „SchauLust. Die erotische Fotografie von Alfons Walde“;
ein Echtheitszertifikat unterzeichnet von Michael Walde-Berger und Peter Coeln.

 

Brigitte Henninges

 

11.12.2016 - 23.04.2017
Fotoausstellung Karlsruhe . Einen Überblick über das Werk des deutschen Künstlers Albrecht Kunkel zeigt das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien. Die Ausstellung „Albrecht Kunkel: QUEST. Fotografien 1989–2009“ präsentiert seine fotografischen Arbeiten, die sich auf Landschaften und Räume konzentrieren, die von historischer, kultischer oder sozialer Bedeutung sind und forschen so nach verborgenen kulturellen Praktiken und Handlungsweisen. 11.12.2016 –23.04.2017
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Albrecht Kunkel: QUEST
Fotoausstellung Karlsruhe . Einen Überblick über das Werk des deutschen Künstlers Albrecht Kunkel zeigt das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien. Die Ausstellung „Albrecht Kunkel: QUEST. Fotografien 1989–2009“ präsentiert seine fotografischen Arbeiten, die sich auf Landschaften und Räume konzentrieren, die von historischer, kultischer oder sozialer Bedeutung sind und forschen so nach verborgenen kulturellen Praktiken und Handlungsweisen. 11.12.2016 –23.04.2017

 

Albrecht Kunkel (1968–2009) widmete sich prähistorischen Höhlen und den Ausgrabungsstätten von Troja mit der gleichen Aufmerksamkeit wie den Filmfestspielen in Cannes oder dem Times Square in New York. Vor- und Frühformen von Zivilisation und Kultur werden in seinem Werk mit ihren heutigen Erscheinungsformen konfrontiert und so auf ihre universellen – oder sich wandelnden – Prinzipien befragt. Er integrierte fremdes Fotomaterial in sein Œuvre, darunter topografische Luftbilder oder historische Archivaufnahmen. In großen monochromen Abzügen, die ohne Kamera entstanden, lotete er die Bedingungen und Möglichkeiten des fotografischen Mediums an der Schwelle zur Digitalität aus. Als Porträtist lichtete Kunkel berühmte Persönlichkeiten wie Tilda Swinton und Peter Greenaway ab und entwickelte konzeptuelle Porträtserien von Mönchen und Nonnen oder Schwangeren. Kunkels Schaffen zeugt von einem weit gefächerten kulturhistorischen und philosophischen Interessenhorizont und weist den Fotografen als einen Künstler aus, der sich der Paradigmen seines Mediums bewusst war.

 

 

 

Albrecht Kunkel studierte bei Thomas Struth, Bernd und Hilla Becher und war Meisterschüler bei Katharina Sieverding. Er lebte in Berlin, Paris und New York. Sein fotografischer Nachlass ging 2013 als Schenkung an die Sammlung des ZKM | Karlsruhe.

Zur Ausstellung erscheint die Publikation „Albrecht Kunkel: QUEST. Fotografien 1989–2009“, herausgegeben von Peter Weibel mit Andreas Beitin und Erec Gellautz, im Verlag für moderne Kunst, Wien, 2016, mit Textbeiträgen von Jana Duda, Erec Gellautz, Ursula Frohne und Christian Katti sowie Mirjam Lewandowsky.

 

ZKM Lichthof 1+2, Lorenzstraße 19, Karlsruhe?

27.11.2016 - 23.04.2017
Fotoausstellung Hamburg . Auf vier Kontinenten war Leonore Mau (1916-2013) unterwegs. Zum 100. Geburtstag der Fotografin wird die Ausstellung "Die Fotografin Leonore Mau - Von Hamburg in die Welt", die eine Kooperation der S. Fischer Stiftung, der Historischen Museen Hamburg und der Stiftung F.C. Gundlach ist, im Hamburger Jenisch Haus die Reisen der Fotografin nachvollziehen. Bis 23.04.2017
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Leonore Mau - Von Hamburg in die Welt
Fotoausstellung Hamburg . Auf vier Kontinenten war Leonore Mau (1916-2013) unterwegs. Zum 100. Geburtstag der Fotografin wird die Ausstellung "Die Fotografin Leonore Mau - Von Hamburg in die Welt", die eine Kooperation der S. Fischer Stiftung, der Historischen Museen Hamburg und der Stiftung F.C. Gundlach ist, im Hamburger Jenisch Haus die Reisen der Fotografin nachvollziehen. Bis 23.04.2017

 Leonore Mau / S. Fischer Stiftung

 

Werk und Leben von Leonore Mau (1916-2013) sind durch ihre unablässigen Reisen geprägt.. Zum 100. Geburtstag der Fotografin wird eine Ausstellung im Jenisch Haus die Reisen der Fotografin nachvollziehen. Ausgangspunkt für Leonore Mau ist Hamburg: Hier kauft sie ihre erste Leica auf Raten und trifft ihren Reise- und Lebensgefährten Hubert Fichte, porträtiert dessen personelles Wirkungsumfeld aus Literaturbetrieb und Reeperbahn Milieu, dokumentiert die architektonische Entwicklung Hamburgs in den 1960er Jahren und fotografiert für einen Fotofilm den „Tag im Leben eines unständigen Hafenarbeiters“. Hier entsteht auch ihre letzte Serie enigmatischer Stillleben „Fata Morgana“.

 

Leonore Mau / S. Fischer Stiftung


 

Leonore Mau / S. Fischer Stiftung

 

Die Exkursionen zwischen 1960 und 1985 machen Leonore Maus Fotografien zu einer soziokulturellen Bestandsaufnahme der besonderen Art, die ausgehend von Hamburg annährend die halbe Welt umfasst. Ihre Fotografien von vier Kontinenten wurden in Geo, Spiegel, Zeit und Stern abgedruckt

Erwähnenswert ist auch der Ausstellungsplatz, der allein einen Besuch rechtfertigt.  Das Jenisch Haus zählt zu den schönsten historischen Gebäuden Hamburgs. Es ist in einem ausgedehnten Landschaftsgarten am Ufer der Elbe gelegen. Von den südlichen Räumen bietet sich ein großartiger Blick auf Strom und Schiffe. Ursprünglich war das Jenisch Haus der Landsitz des Hamburger Kaufmanns Bausenators Martin Johan Jenisch d. J. Es wurde 1831 bis 1834 nach Entwürfen von Franz Gustav Forsmann und Karl Friedrich Schinkel im klassizistischen Stil erbaut. Seit dem 1. Januar 2008 gehört das Jenisch Haus als Außenstelle des Altonaer Museums zur Stiftung Historische Museen Hamburg.

 

Historische Museen Hamburg, Jenisch Haus, Baron-Voght-Str. 50, Hamburg

 

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