Praktische Zubehörtipps von A bis Z

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Panorama-Fotografie

Fotos mit Breitblick

Extreme Hoch- oder Querformate haben in der Fotografie schon immer eine besondere Faszination ausgeübt. Die Digitalfotografie hat die Herstellung solcher Bilder nun deutlich einfacher und vielseitiger gemacht. Als Panoramafotos werden allgemein Bilder bezeichnet, die sich aus mehreren, sich überlappenden Einzelaufnahmen zusammensetzen. Dadurch entstehen Fotos in extremen Quer- oder Hochformaten.

 

Zingst Seebrücke

Panorama Aufnahme der Seebrücke im Ostseeheilband Zingst

Die meisten höherwertigen Digitalkameras bieten heute einen Panorama-Modus. Dieser unterstützt den Fotografen beider Erstellung der Einzelbilder, die später zu einem Panoramabild zusammengesetzt werden sollen. Die digitale Panorama-Aufnahmetechnik sprengt die Grenzen des Objektivbildwinkels und erschließt der Fotografie die Dimension des Rundblicks.

Auch wenn sich mit der integrierten Panoramafunktion vieler Kameras bereits sehr ansehnliche Ergebnisse erzielen lassen, wird für perfekte, verzerrungsfreie Panoramabilder nicht nur fotografisches Können sondern auch entsprechendes Zubehör benötigt.

Bei der digitalen Stitchtechnik werden für einen Rundblick mehrere Bilder nacheinander aufgenommen. Dabei wird für jede Einzelaufnahme die Kamera jeweils so gedreht, dass sich die Aufnahmen an den Rändern überlappen. Später werden die Einzelfotos mit einem Bildbearbeitungsprogramm zu einer Gesamtaufnahme zusammengesetzt.

Novoflex Panorama-Kopf VR System-II

Wichtigstes Zubehör für Panorama-Aufnahmen ist ein Panorama-Kopf. Er ist erforderlich, um das Aufnahmesystem so auszurichten, dass es sich um die Eintrittspupille, auch Nodalpunkt genannt, drehen lässt.  Das ist deshalb von Bedeutung, da nur so eine Parallaxenverschiebung zwischen Vorder- und Hintergrund vermieden werden kann. Ein wichtiges Kriterium für das einwandfreie Zusammenfügen der Einzelbilder am PC.
 
Die Eintrittspupille des Aufnahmesystems wird einfach experimentell ermittelt. Bei Weiwinkelobjektiven befindet sie sich meist nur wenige Millimeter hinter der Frontlinse und wandert mit zunehmender Brennweite weiter in Richtung Kamera.

Den einfachen Einstieg in die  fortgeschrittene Panorama-Fotografie ermöglicht das bewährte und ständig optimierte VR-System von Novoflex. Die jüngste Version, das VR-System II eignet sich für einzeilige Zylinder- und Flächenpanoramen. Abhängig von der verwendeten Kamera und dem Objektiv lassen sich damit Bildwinkel bis zu 360° horizontal und bis zu 120° vertikal realisieren. Als Objektive lassen sich damit Weitwinkelobjektive ab 10 mm Brennweite über Standardzooms bis hin zu leichten Teleobjektiven bis 135 mm Brennweite einsetzen.
Die in der Version II eingesetzte Panoramaplatte verfügt nun über eine Q Schwalbenschwanz-Klemmung. So lässt sich das System für den Transport einfacher zerlegen und der Einstellschlitten steht für andere Aufgaben sofort zur Verfügung.

Vorteile:
• Einfaches, überschaubares System
• Die Einzelteile sind auch für andere Aufgaben verwendbar
• Komplettlösung: Neben der Hardware befindet sich die Stitchsoftware PanoramaStudio im Lieferumfang (uneingeschränkte Vollversion)
Das Novoflex Panorama VR-System II eignet sich für alle Fotografen, die das klassische, einzeilige Zylinder-und Flächenpanorama bevorzugen und den einfachen und übersichtlichen Aufbau des Systems zu schätzen wissen. Hochinteressant für Naturfotografen, die sich neben der Panoramafotografie auch mit Makro- und Landschaftsfotografie beschäftigen und Einstellschlitten und L-Winkel auch für andere Aufgaben nutzen.


Tipp:
Halten Sie während der gesamten Bildserie Blende, Belichtungszeit, Weißabgleich und Fokus konstant!

Panorama-Arten

Zylinder-Panorama
Dieser Panorama-Aufnahmetyp eignet sich ideal für große Bildwinkel. Es ist die gebräuchlichste Projektionsart für Panoramen. Damit lassen sich auch große horizontale Bildwinkel bis 360° darstellen. Der Standpunkt des Betrachters entspricht der Mitte Zylinders, dessen Oberfläche er von innen wahrnimmt. Wird ein Zylinderpanorama auf einer ebenen Fläche, etwa auf einem Display oder auf einem  Ausdruck dargestellt, erscheinen waagerechte Linien, mit Ausnahme des Horizonts, gebogen. Dieser Effekt verstärkt sich, je weiter sie Linien vom Horizont entfernt sind. Dies wird vor allem bei größeren Bildwinkeln deutlich.

Flächenpanorama
Bei kleineren Bildwinkeln eignet sich als Alternative die Flächenprojektion, weil dabei keine Durchbiegung von Linien zu erwarten ist.  Für diese Darstellungsform wird ein klassisches Weitwinkel- bzw. Superweitwinkelobjektiv an einer „normalen Kamera“ digital simuliert. Bei sehr großen Bildwinkeln werden jedoch Objekte am Bildrand verzerrt wiedergeben. Dieser sogenannte Superweitwinkeleffekt ist kein Bildfehler. Er entspricht vielmehr der natürlichen Abbildung. In Flächenpanoramen lassen sich Bildwinkel kleiner als 180° darstellen. Schließlich lässt sich auf einer ebenen Fläche, nur das abbilden, was sich davor, nicht aber, was sich dahinter oder daneben befindet.

Kugelpanorama
Mit Kugelpanoramen lässt sich der gesamte Raum erfassen im Winkel 360° x 180° abbilden. Dieser Panorama-Typ eignet sich vor allem für die Wiedergabe auf Displays. Mit Hilfe eines Java-, Flash- oder Quicktime-Players lassen sie sich auch in Websites einbinden, wo sich der Betrachter dann interaktiv im Panorama bewegen kann. Dabei sieht er allerdings immer nur einen Ausschnitt in der gewohnten Flächenprojektion.

Welcher PanoramaTyp eignet wofür?
Die Antwort hängt vom individuellen Geschmack aber auch davon ab, mit welchem Bildwinkel sich welches Motiv darstellen lässt. Die Entscheidung muss allerdings nicht unbedingt vor Aufnahme gefällt werden. Dazu ist später beim Zusammensetzen der Einzelaufnahmen am Rechner Gelegenheit.

Tipp:
Kleine Bildwinkel in der Flächenprojektion darstellen, für große Bildwinkel die Zylinder- oder Kugelprojektion wählen.

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