Fotoausstellungen
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Die drei Gründer des Cowboy Club Münche 1913 e. V. im Harlachinger Wald um 1937 © Münchner Stadtmuseum
In einer Sonderaustellung aus Anlass des 100jährigen Jubiläums des Cowboy Clubs 1913 e. V. zeigt das Münchner Stadtmuseum Bilder aus der Geschichte rund um das Cowboyleben. gegründet wurde der älteste Cowboy Club Deutschlands durch Fred Sommer den Vater des unvergesslichen Kolumisten Sigi Sommer, dessen Bruder Hermann und Martin Fromberger, einen gemeinsamen Freund. Um ihren Traum nach Amerika auswandern zu können, zu verirklichen spielten sie in der Klassenlotterie mit. Das ersehnte zukünftige Leben wurde in dem inszenierten Cowboy Dasein schon vorab geprobt. Der Traum vom Leben in der Neuen Welt erfüllte sich nicht aber durch das Clublgeschehen brachte man das Leben der Cowboys und Indianer an die Isar.

Cowboy und Indianerspiele im Fasching 1914, Fotogrfie Postkarte © Münchner Stadtmuseum
Am Wochende schlüpfte man in die fremde Identität und übte unter anderem Lasso drehen, Messer werfen und Rodeo reiten. Auch die Herstellung der originalgetreuen Kostüme und das Einstudieren indianischer Volkstänze gehörte zum Programm. Die Ausstellung nimmt Jung und alt auf eine spannende reise zu den Cowboys und Indianern an der Usar mit.
zur Ausstellung erscheint eine Publikation im Volk Verlag München
Münchner Stadtmuseum, Sakt-Jakobs-Platz 1
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Kennedy bei der Ankunft am Flughafen Tegel, Polizeihistorische Sammlung beim Polizeipräsidenten Berlin
Eine der historischen Ereignisse im Nachkriegsdeutschland war der Besuch des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy 1963. Seine Rede in der geteilten Stadt in der zwei Jahre früher die Mauer gebaut worden war, ging vor allem durch den Satz "Ich bin ein Berliner" in die Geschichte ein. Mit über 100 Aufnahmen, zahlreichen Dokumenten und seltenen Filmaufnahmen gibt die Ausstellung einen umfassenden Rückblick zu diesem Ereignis.

© Will McBride, Kennedy, Brandt und Adenauer verlassen das Brandenburger Tor, 26.6.1963
Zu der Ausstellung wird es zahlreiche Sonderführungen geben.
Museum The Kennedys, Auguststraße 11-13, Berlin
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Biwa with Crocodil, Karo Tribe, Ethiopia, 2010
An entlegenen Orten, die weitgehend vom Tourismus und der westlichen Welt abgeschnitten sind, hat Jan C. Schlegel in ihrem heimatlichen Umfeld fotografiert. Nichts in seinen Bildern ist inszeniert, nichts wird vorgetäuscht. Der Fotograf hielt in seinen Bildern traditionellen Lebensformen fest und schaffte damit nicht nur künstlerische Fotografien, sondern Zeitdokumente von Traditionen und Lebensweisen, die am verschwinden sind. Keiner der Menschen, die er fotografierte, ist für die Aufnahmen eigens geschminkt oder gekleidet.

Meisa & Bona, Hamer Tribe, Ethiopia, 2008
Jan C. Schlegel hat in den letzten Jahren 61 Länder bereist, stets auf der Suche nach der unverwechselbaren Schönheit und Vielfalt der Völker. Seine Kompositionen, das stark kontrastierende Spiel mit Licht und Schatten, die innere Kraft, sowie die außergewöhnlichen Perspektiven gewähren einen Blick auf den verborgenen kulturellen Reichtum dieser Welt, welcher immer seltener zu finden ist.
Die Schwarzweißfotos von Jan C. Schlegel wurden mit einer 4 x 5 klappbaren Laufbodenkamera auf Film aufgenommen und auf Barytpapier auf die Maße 50 x 60 cm oder 77 x 86 cm vergrößert. Jeder Abzug ist händisch mit seiner eigenen Mixtur getönt. Der Tönungsprozess zieht sich über mehrere Stunden und endet immer mit einem ganz individuellen Resultat das aus jeder Fotografie ein Unikat macht. Um eine maximale Haltbarkeit zu garantieren und die Tiefen der Schatten zu verstärken, werden die Bilder abschließend mit Selen getönt und auf 2mm dickes Aluminium kaschiert.

Rendille Tribe, Kenua, 2011
Jan C. Schlegel,1965 im Schwarzwald geboren, ist verheiratet und hat drei Kinder. Als Gewinner eines AGFA Photowettbewerbs mit Fokus auf Portraits durfte Schlegel an einem Seminar des Photographen Walter Schels an der Staatslehranstalt für Photographie in München teilnehmen. Unter Walter Schels Einfluss entdeckte Jan C. Schlegel seine Vorliebe für die Schwarzweißfotografie. Jan C. Schlegel ist seit langem ein aktives Mitglied der Hilfsorganisation „Youth with a Mission“. Seit 2011 wird er von der Galerie Bernheimer exklusiv vertreten und wurde bereits mit großem Erfolg auf Messen in London und Paris gezeigt.
Bernheimer Fine Art Photography, Brienner Straße 7, München
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Die Antarktis gehört zu den menschenfeindlichsten Regionen unserer Erde, aber gerade deshalb übt sie eine so großer Faszination aus. Sie ist eine Region, die für die meisten Menschen unerreichbar ist. Kennenlernen kann man sie deshalb meist nur in Fotografien und Filmen. Der Fotograf Thomas Steuer begleitete eine Expedition des Forschungsschiffes Polarstern auf ihrer Fahrt an ein Ende der Welt und besuchte die deutsche Polar-Forschungsstation Neumayer III, beannten nach dem Geophysiker Georg von Neumayer.

Auf der Reise von Thomas Steuer entstanden Bilder zeigen die antarktische Weite in ihrer begeisternder visuellen Opulenz und sind weit mehr als die bloße Dokumentation dieser einmaligen Landschaft: Schnee und Eis werden auf großformatigen Bildern zu abstrakten Strukturen, Forschungsgeräte zu Skulpturen im weißen Nirgendwo.
Der nur scheinbare Gegensatz zwischen wissenschaftlicher Rationalität und der sinnlichen Freude am Naturspektakellöst sich in den Arbeiten von Thomas Steuer auf in einer Ausstellung, die Forschung zeigt, durch das fotografische Auge jedoch zu einer eigenen ästhetischen Expedition gerät.

Deutsche Forschungsgemeinschaft, Kennedyalle 40, Bonn
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Der Fotograf und sein Modell Pink: Bryan Adams bei der Ausstellungseröffnung in Wien © dieter Nagl
Pink, Mick Jagger, Dustin Hoffman - die Reihe der Promineten die Bryan Adams Modell gestanden haben ist lang. Als Kollege hat er zu vielen bekannten Persönlichkeiten aus der Musik-, Film- und Kunstszene Kontakt und konnte von ihnen Aufnahmen machen, die oft nur durch die enge Beziehung mit diesen Persönlichkeiten möglich war.

Sir Ben Kingsley, 2010
Seit mehr als 10 Jahren ist Bryan Adams auch als Fotograf erfolgreich. 2004 gründete er in Berlin das Magazin Zoo für das viele seiner Bilder entstanden. Manche seiner Bilder zeigen die Promineten in ironisch-humorvollen Situationen, andere in intimen Momenten. Sogar Königin Elisabeth ließ sich anläßlich ihres goldenen Thronjubiläums von dem Rockmusiker fotografieren.

Private Derek Derenalagi, 2011
Aber die Fotografie von Bryan Adams beschränkt sich nicht auf die Aufnahmen berühmter Personen. In seiner jüngsten Serie widmet er sich britischen Soldaten die von Auslandseinsätzen als Versehrte zurückkamen. Dabei sind eindrucksvolle Porträts von Menschen entstanden, die zeigen mit welchem Stolz, welcher Willenskraft und welchem Humor sie ihr Schicksal meistern.
EIn großer Teil der Einnahmen zur Ausstellung kommt den karitativen Projekten der Bryan Adams Foundation zugute.
Das Buch zu der Ausstellung "Bryan Adams. Exposed" ist im Steidl Verlag erschienen.
Ostlicht. Galerie für Fotografie, Absberggasse 27, Wien
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© Grace Zaccardi, 1982
Einfühlsam aber auch irritierend sind die Motive die in der psychiatrischen Klinik für Straffällige in den USA entstanden sind. Sie geben einen interessanten Blick auf diese Institution und ihre Insassen. Die Porträtaufnahmen überraschen durch ihre beinahe schrankenlose Offenheit und hinterfragen damit stereotype Vorstellungen von psychisch Kranken in einer Einrichtung für Straffällige.

© Robert Mack, 1982
Die Bilder entstanden vor mehr als drei Jahrzehnten und wurden damals nur ein einziges Mal im Baltimore Museum of Art ausgestellt. Danach erschienen die Fotografien nicht mehr präsentabel und gerieten in Vergessenheit. Bei der Recherchen zur Julius Shulman Ausstellung "Cool and Hot" wurden sie dann gefunden und werden jetzt erstmals außerhalb der USA gezeigt.
Zwei Jahre lang besuchte der US-amerikanische Fotokünstler Robert Mack– später gemeinsam mit seiner Projektpartnerin Grace Zaccardi – ab 1981 den Alltag in der psychiatrischen Klinik für Straffällige, um dort zu fotografieren. Durch die Unterstützung der Krankenhausverwaltung und das Vertrauen, das ihnen von den Patienten entgegengebracht wurde, schufen die beiden Künstler einen einzigartig umfangreichen und vielseitigen, fotografischen Bildkosmos.

© Robert Mack, 1982
Zephyr - Raum für Fotografie, c49b, Mannheim
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Früher ein Land mit einem florierenden Obst- und Gemüseanbau ist Moldawien in Folge politischer Konflikte zum Armenhaus Europas geworden. Die wirtschafttliche Situation hat einen großen Teil der Bevölkerung dazu gezwungen ins AUsland zu gehen. Ein großer Teil ist zur Arbeitssuche nach Italien gegangen und lebt dort illegal. In den Dörfern sind die Kinder zurückgeblieben, die dort bei Großeltern, Tanten oder auch alleine ohne Eltern leben, die sie oft jahrelang nicht sehen.
Andrea Diefenbach hat sowohl die Kinder in der Republik Moldawien als auch deren Eltern in Italien fotografiert. Ein bewegendes Bilddokument, das durch die Unterstützung der Firma Sihl jetzt in einer Ausstellung im Forum des Münchner Stadtdmuseum zu sehen ist. Die Dokumentarfotos sind für die Ausstellung auf Sihl Masterclass Satin Baryta Papier 290 gedruckt. Andrea Diefenbachs Projekt "Land ohne Eltern" wurde von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert. Die Arbeit wurde außerdem mit dem Dokumentarfotografie-Förderprei der Wüstenrot Stiftung und mit dem n-ost Reportage-Preis 2012 ausgezeichnet.
Andrea Diefenbach und Dr. Ulrich Pohlmann, Leiter der Sammlung Fotografie im Münchner Stadtmuseum
Andrea Diefenbach wurde 1974 in Wiesbaden geboren, durchlief eine Ausbildung als Fotografin und absolvierte ein Fotografiestudium an der Fachhochschile Bielefeld. Seit 2003 arbeitet sie als freiberufliche Fotografin.
Das Buch "Land ohne Eltern" ist im Kehrerverlag, Heidelberg, erschienen.
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Franz Werner, Trafo
Jod, Chlor, gelöste Substanzen - sie sind der Hintergrund der Serie "Gift – Gegengift. Krankheitsbilder einer Stadt". Die Motive zeichnen immaterielle Vorstellungen in gelebte Glaubensgrundsätze nach, aber auch deren Dekonstruktion und Auflösung. Wirkstoffe suggerieren Heilung, erzeugen aber auch Abhängigkeiten. Ihre richtige Dosierung ist entscheidend. Die Ambivalenz dieser vielschichtigen Beziehungen verdeutlicht der Fotograf in einer fotografischen Verdichtung assoziativer Episoden seiner Heimatstadt.
Der 1975 in Bad Tölz geborene Franz Werner studierte an der Akademie der bildenden Künste München und ist seitdem als freier Künstler in München tätig. Seine Filme wurden auf zahlreichen Filmfestivals Europas gezeigt. Seine Fotografien kontrastieren Fakt und Fiktion, Ironie und Ernst, zeigen Unbekanntes, Kurioses, Verdrängtes und Unerhörtes. Darüber hinaus erklären sie das fotografische Medium selbst zu einem Transformator, der verschiedenen ideologischen Gebrauchsweisen unterliegt, mit dem Potential, dieselben kritisch zu reflektieren. Wanners Werk ist gekennzeichnet von einem spielerischen Umgang mit Tatsachen und Behauptungen sowie hintersinnigem Humor, was auch seine biografischen Angaben einschließt: „ausgebildet in Spektakel, sozialen Phänomenen und urbanem Rauschen“ mit „Freiflugdiplom und Staatsexamen“.
In seiner für Braunschweig neu produzierten Arbeit nähert sich der Künstler der Geschichte seiner Geburtsstadt an und entwickelt deren fotografisches Portrait. Wanners präziser, sezierender Blick widerspricht in seiner Arbeit dem Klischeebild von Tölz. Er spürt vergessenen Momenten der Geschichte der Stadt nach, wie der historischen Wandelhalle des Kurortes Tölz, der Zeit des Nationalsozialismus, geheimen nachkriegsdeutschen Spionagetreffen, oder dem Spaßund Erlebnisbad Alpamare als Freizeitutopie der 1970er Jahre. Neben diesen geschichtlichen Referenzen untersucht Wanners Arbeit die Gegenwart der Stadt. Der Mythos mancher Substanzen hat sich verflüchtigt, stattdessen entfalten sich andere Wirkstoffe. Eine Stadt auf der Suche nach neuen sinnstiftenden Substraten. Können Kunst und Technologie ein neues Wunder von Tölz bewirken? Gift – Gegengift. Krankheitsbilder einer Stadt ist eine konzeptuelle Fortsetzung Wanners filmischer Arbeit Trafo (20122013), die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sein wird, erweitert um eine fotografische Rauminstallation mit AudioElementen.
Museum für Photographie Braunschweig, Helmstedter Straße 1, Braunschweig
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Fabio Bucciarelli fotografierte den syrischen Kämpfer und erhielt mit diesem Bild den
2. Preis in der Kategorie Spot News Stories.
Der World Press Photo Award ist der weltweit größte und renommierteste Wettbewerb für Pressefotografie. In 18 Kategorien wurden von einer internationalen Jury aus den 103.481 Fotografieren von 5.666 Fotografen aus 124 Ländern die besten Einsendungen ausgewählt.

Sergei Ilnitsky fotgrafierte die Florettkämpfer bei ihrem Kampf während der Olympischen Spiele in London und bekam für dieses Bild den 2. Preis in der Kategori Sports Action Stories
Aus den Siegerfotos der verschiedenen Kategorien ist die Ausstellung World Press Photo zusammengestellt, die einen interessanten Einblick in das Geschehen der Welt in verschiedensten Bereichen wie Poitik, Sport und Gesellschaft. Die Ausstellung umfasst 143 Arbeiten von allen 54 preisgekrönten Fotografen aus 33 Nationen. Zentrale Themen seien der Syrien-Konflikt, Hurrikan Sandy und die US-Wahlen gewesen, so Santiago Lyon, Vorsitzender der internationalen Jury.

World Press Photo von Paul Hansen
Noch einmal in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt wurde das World Press Photo des schwedischen Fotografen Paul Hansen der in einer Gasse in Gaza City zwei getötete Kinder, die von Trauernden zur Beerdigung getragen wurden. Zweifel wurden laut ob das Bild gefälscht sei. Richtig war, dass der Fotograf in der Nachbearbeitung nur die Lichtsitiiuation bearbeitet hatte.
Willy brandt Haus, Wilhelmstraße 140 /Stresemannstraße 28, Berlin-Kreuzberg
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Ein Zeitdokument hat der Fotokünstler Mario Marino mit Porträts von Menschen geschaffen die es in naher Zukunft nicht mehr geben wird. In Südäthiopien, nahe der Grenze zwischen Kenia und dem Sudan, hat er seine Modelle auf Straßen und Märkte gefunden.
Die Völker leben im sogenannten Omo-Tal von Ackerbau und Viehzucht, die Jagd und die Zubereitung der Mahlzeiten prägen ihre Lebensweise. Sie besitzen keinen Pass, kennen kein Geburtsdatum, haben weder Spiegel noch Abbilder von sich – allein ihr Körperschmuck dokumentiert ihre Individualität und zeigt ihre Stammeszugehörigkeit. Das Bemalen mit weißem Kalk und die Verzierung der Haut mit Schmucknarben zählen seit jeher als Schönheitsideal.
Die Bilder von Mario Marino sind ohne großen technischen Aufwand entstanden. Er fotografiert die Menschen genau so wie er sie trifft, positioniert sie vor einem neutralen Hintergrund und arbeitet ausschließlich mit natürlichem Licht.
Es sind Menschen unterschiedlichster Volksstämme, die Ethnien der Borena-Oromo, der Erbore, der Karo, der Mursi und Surma, der Hamar und Tsimaw. Volksstämme, die zum Teil nur noch mehrere hundert Menschen umfassen. Jeder, der sich für ihn in Pose stellte, hat eine „Gage“ bekommen - meist in Form von Naturalien wie etwa Salz.
Schloss Arenberg, Arenbergstraße 10, Salzburg
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Von einer Auswahl an Musikern, welche er persönlich sehr schätzt, hat Till Brönner ausdrucksstarke Schwarzweiß-Portraits fotografiert. Reduziert und konzentriert auf das Wesentliche besitzt jedes Foto Charakter und Flair. Gekonnt fängt Brönner Stimmungen des Portraitierten und dessen Musik ein. Beth Ditto, Roger Cicero oder Armin Müller Stahl sind nur eine kleine Auswahl an großen Namen, die er schon vor der Linse hatte.
Die fotografischer Leidenschaft von Till Brönner begann mit einer Leica Digilux 3. Die Aufnahmen sind teilweise auch mit der Mittelformat Kamera Leica S2 entstanden.
1971 in Viersen geboren, absolvierte Till Brönner zuerst eine klassische Ausbildung bevor er begann Jazztrompete in Köln zu studieren. 1994 debütierte er als „Bandleader auf der CD Generations of Jazz“ und hat bis heute unter eigenem Namen 12 Tonträger veröffentlicht.
Leica Galerie, Mirabellplatz 8, Salzburg
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Alexander Rodtschenko, Radiohörer 1929, Sammlung Museum Moskauer Haus der Fotografie / Multimedia Art Museum Moskau © A. Rodtschenko - W. Stepanova Archiv © Museum Moskauer Haus der Fotografie
Mit einer großen Auswahl an interressanten Bildern bekommt man in der Fotoausstellung einen Einblick in das Werk von Alexander Rodtschenko (1891–1956), der eine treibende Kraft der russischen Avantgarde war. Seine fotografische Karriere begann zu einer Zeit als er sich schon einen Namen als Maler, Bildhauer und Grafiker gemacht hatte.,
Die Fotografie kam hinzu, die er mit dem Spruch „Experimentieren ist unsere Pflicht!“ bedachte. Stürzende Bilddiagonalen, harte Kontraste, schräge Aufsichten sowie Bild- und Textcollagen sind die gestaltenden Elemente seines fotografischen Werks.

Alexander Rodtschenko, Sportler auf dem Roten Platz, 1935, Sammlung Museum Moskauer Haus der Fotografie / Multimedia Art Museum Moskau © A. Rodtschenko - W. Stepanova Archiv © Museum Moskauer Haus der Fotografie
Rodtschenkos Arbeit war für die Entwicklung der modernen Fotografie von großer Bedeutung. Neben weltberühmten Aufnahmen wie Porträt der Mutter (1924), Stufen (1929) oder Mädchen mit Leica (1934) zeigt das Fotomuseum WestLicht ein weites Spektrum seines dynamischen Blicks, darunter viele Vintage-Prints, ergänzt durch Rodtschenkos typografisches Schaffen, seine Plakate und Publikationen.
Rodtschenko verschrieb sich ähnlich wie Albert Renger-Patzsch in Deutschland der neuen Sachlichkeit in der Fotografie.
Dabei ging es um eine radikale Abkehr von überlieferten Sichtweisen und die Erschließung einer neuen Wirklichkeit, wie Rodtschenko 1928 in einem Aufsatz über Wege der zeitgenössischen Fotografie ausführte: „Die moderne Stadt mit ihren vielgeschossigen Häusern, die Werksanlagen, Fabriken [...], all das […] hat notwendigerweise die überkommene Psychologie der Wahrnehmung um einiges verändert. Es sieht so aus, als könne nur der Fotoapparat das moderne Leben abbilden“. Die Kamera, so Rodtschenkos zentrale Argumentation, entspreche dem aktiven Auge des Zeitgenossen und zerstöre das Primat der Normalsicht, der Bauchnabelperspektive, das die Malerei errichtet hatte. Das Kameraobjektiv ist für Rodtschenko „die Pupille des gebildeten Menschen in der sozialistischen Gesellschaft“.

Alexander Rodtschenko, Man versammelt sich zur Demonstration, 1928, Sammlung Museum Moskauer Haus der Fotografie / Multimedia Art Museum Moskau © A. Rodtschenko - W. Stepanova Archiv © Museum
Moskauer Haus der Fotografie
„Der neue, schnelle und reale Reflektor der Welt, die Fotografie, sollte sich möglichst mit dem Abbilden der Welt von allen Punkten aus befassen […]. Um den Menschen zu einem neuen Sehen zu erziehen, muss man alltägliche, ihm wohl bekannte Objekte von völlig unerwarteten Blickwinkeln aus in unerwarteten Situationen zeigen“. Rodtschenkos wesentliche und vielzitierte Forderung: „Wir müssen unser optisches Erkennen revolutionieren. Wir müssen den Schleier von unseren Augen reißen“.
Kuratiert wird die Ausstellung von Olga Swiblowa, Direktorin des Museums Moskauer Haus der Fotografie.
In Zusammenarbeit mit Leica Camera.
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Leica wird die Ausstellung erstmals in Österreich präsentiert
Westlicht Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, Wien
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Fotoshooting für die CD "Joseph Haydn: Klaviersonaten", Schloß Eggenberg, Graz, 1997
© BIG SHOT / Christian Jungwirth
Markus Schirmer arbeitet mit den Wiener Philharmoniker, den Royal Philharmonic Orchestra London ebenso wie mit den Mariinsky Orchestra St.Petersburg. Sein Weltmusikprojekt „Scurdia“ sowie seine eigenwilligen Programme mit Schauspieler Wolfram Berger oder der Sängerin Helen Schneider sorgen immer wieder für Furore.Neben einer Professur für Klavier an der Kunstuni Graz gibt Markus Schirmer weltweit Meisterkurse oder wirkt als Juror bei verschiedenen renommierten Klavierwettbewerben.

DJ in der Generalmusikdirektion, Graz, 2007
© BIG SHOT / Christian Jungwirth
Die Ausstellung zum 50. Geburtstag des Künstlers zeigt Porträtaufnahmen, die Christian Jungwirth bei unzähligen Reisen und Konzerten fotografiert hat. Die beeindruckenden Motive entstanden in einer Zeit von fast zwanzig Jahren bei Tournee, Auftritten und in ruhigen Momenten.
Christian Jungwirth ist sowohl Gründer des Netzwerkes Big Shot als auch des Atelier Jungwirth. Der Fotograf arbeitete schon für zahlreiche Magazine und Werbeagenturen und veröffentlichte mehrere Fotobände.
Alle ausgestellten Bilder können erworben werden.

Scurdia in der Grazer Oper, Graz, 2011
© BIG SHOT / Christian Jungwirth
Atelier Jungwirth, Opernring 12. Graz
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Saint-Prex, 2001/2008 @ Jean-Luc Cramatte
Wer verbindet nicht mit der Schweiz Bilder von hohen Gipfeln, romantischen Seen, grünen Tälern und schönen alten Ortschaften? Geprägt wurde dieses Bild auch stark von Fotografien und Filmen, deren Kulisse die idyllische Landschaft der Schweiz war. Viele Schweizer Fotografen widmeten sich bis weit ins 20. Jahrhundert den Aufnahmen der Schweizer Berge und Seen, ließen alles störende, was die Zivilisation hervorbrachte aus ihren Bildern verschwinden und entfernten sich mit ihren Motiven oft weit von der Realität.

Unit BT, Davos 2004 @ Jules Spinatsch
In der Realität ist die Schweiz eines der dicht besiedelsten gebiete Europas, der Bevölkerung um jährlich rund 80.000 Personen wächst. Drei Viertel aller Schweizer leben in Städten und großen Gemeinden und entsprechen sicherlich nicht den Bildern von Heidi und Almöhi. Das neue Schweiz verlangt auch nach neuen Bildern. Die Fotostiftung Schweiz wählte für die Austellung Bilder aus, die einen unbefangenen, neugierigen Blick auf das Land zeigen.
Fotostiftung Schweiz, Grüzenstraße 45, Winterthur
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Seine Bilder rufen in ihrer geheimnisvollen Art Emotionen hervor auch wenn sie sich nicht sofort erschließen. Mystisch und abtrakt stellt Bartels mit ihnen Fragen nach dem Sein. So hat Wolfgang Bartels parallel zur Fotografie eine intensive Auseinandersetzung mit der Musik und dem Leben des großen Mystikers und vielleicht bedeutendsten Komponisten aller Zeiten, Johann Sebastian Bach, begonnen.
Das Streben nach Abstraktion drückt sich aus im Weglassen überflüssiger Bildelemente, um sich so auf das Wesentliche zu reduzieren, sich "von Geschwätzigem" zu befreien, wie der große Fotograf Prof. Robert Häusser es ausdrücken würde, der in Bartels Bildern eine Seelenverwandschaft zu seinem Werk sieht.
Das Ausstellungskonvolut ist in Werkgruppen eingeteilt wie "Der Mensch im mystischen Kontext", "Der Mensch im abstrakten Umfeld", "Mystische Landschaften", "Pflanzen und Bäume zwischen Mystik und Abstraktion", um sich dem Thema auch systematisch zu nähern.
Bartels fotografiert aus Überzeugung noch immer analog und vergrößert seine vornehmlich in Schwarz-Weiß gehaltenen Negative auf das heute selten gewordene Barytpapier in handwerklicher Perfektion. Seine Fotos wurden in zahlreichen Ausstellungen in Galerien und Museen im In- und Ausland gezeigt.
Fagus-Galerie im UNESCO-Welterbe Fagus-Werk, Hannoversche Straße 58, Ahlfeld/Leine
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Sie gehören zur Elite der schwedischen Modefotografie und haben alle ihren eigenen Stil entwickelt: Denise Grünstein, Julia Hetta, Martina Hoogland Ivanow, Julia Peirone und Elisabeth Toll. Mal kunstvoll in Szene gesetzt, mal völlig verfremdet oder einfach nur schön, immer finden die Fotografinnen mit ihren Bildern ihre persönlichen Note. Die Gruppenausstellung "Different Distances" gibt einen Blick darauf wohin sich Modefotografie in unserer Zeit entwickeln kann.

Die von Greger Ulf Nilson kuratierte Ausstellung “Different Distances” wurde bereits im Institut Suédois in Paris gezeigt.
Swedish Photography, Karl-Marx-Allee 62, Berlin
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Kirstin Pieroth - Berliner Pfütze Isartor Platz München.
Zwanzig Künstler sind auf verschiedenen Plätzen in der Müncher Innenstadt zu dem Thema "A Space Called Public - Hoffentlich öffentlich" zu sehen unter ihnen bekannte Namen wie Ed Ruscha und Martin Kippenberger. Das Projekt will auch ein Publikum im öffentlichen Raum ansprechen, das normalerweisen nicht den Weg ins Museum findet und sich auch kritischer Reaktionen stellen. Der Performance und Installtionskünstler Martin Kippenberger, 1997 verstorben, ist mit seinem transportablen U-Bahn Eingang im Marienhof vertreten. Wie konträr seine Arbeiten gesehen wurden, war 2011 sogar der Bild Zeitung einen Artikel wert. Deutschlandweit sorgte der Putzunfall im Museum am Ostwall in Dortmund für Amüsement bei dem ein Putzfrau versehentlich dessen Installation "Wenn's anfängt durch die Decke zu tropfen" mit Eimer und Lappen zu Leibe rückte.

Alexander Laner - Schöner Wohnen am Münchner Wittelsbacher Platz.
Was Kunst ist und was weg kann, ist eine Frage, die sicher auch manchen Betrachter der Kunstwerke dieser Ausstellung bewegen wird. Da steht ein recht simples Plakat "Pay Nothing Until April" von Ed Ruscha am Lenbachplatz, eine "Münchner Zeitkapsel" vob Iván Argote & Pauline Bastard wartet auf Dokumente und Wünsche für ein München in 100 Jahren und ein 4th Plinth genannter Sockel von Stephen Hill & Li Li Ren am Wittelsbacherplatz wartet auch ein Kunstwerk, das sich auf ihm präsentieren soll.
Beschäftigt man sich ein bißchen näher mit dem einzelnen Kunstprojekten wird man so manches Hintergründige oder auch Amüsante an und in ihnen entdecken. Fotomotive bieten sie auf alle Fälle
Nähere Informationen und einen Stadtplan mit den Ausstellungsorten findet man unter
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Nomi Baumgartl bei der Eröffnung der Fotoausstellung "Das leuchtende Gedächtnis"
Die gemeinsam geschaffenen Lichtmalereien sind die Basis eines Langzeitprojekts eines mit Hilfe von Politikern, Wissenschaftlern und Kreativen rund um den Globus dynamisch wachsenden Kunstwerks.
Unter dem Leitbild "All as One" bringen die Fotografen Eisberge zum Strahlen. Das internationale Fotografieprojekt zwischen Wissenschaft und Kultur soll über die Jahre wachsen und ist als gemeinschaftliches Langzeitprojekt konzipiert. Am Ende jeder Phase werden visuelle Botschaften stehen, die als Ausstellungen der Lichtkunstwerke, als Bücher und multimediale Installationen und Dokumentationen verbreitet werden.
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Unter der Hochbahn, Bowery, o.J. © Weegee/ Institut für Kulturaustausch, Tübingen 2013.
Weegee gehört zu den außergewöhnlichen Personen der amerikanischen Fotografie der 1930er, 40er und 50er Jahre. Er wurde berühmt durch seine nächtlichen Fotos zu Brandkatastrophen, Unfällen und Morden sowie seinen Beobachtungen von Obdachlosen und Outlaws. Eine harte Lichtführung mit erschreckender Unmittelbarkeit und drastischem Realismus zeichnet die Bilder aus. „The Critic“ (1943) zählt zu den meist publizierten Fotografien und stellt in überzeichneter Weise eines seiner zentralen Themen - die Klassenunterschiede zwischen der New Yorker High Society und der Arbeiterbevölkerung dar. Ironischerweise wird das Bild im Zweiten Weltkrieg auch von den Nazis zu Propagandazwecken genutzt.

Straßenhändler © o.J. © Weegee/ Institut für Kulturaustausch, Tübingen 2013.
Am 12.6.1899 wird Arthus Fellig, der sich Weegee nannte, in Zloczew damals zu Österreich, heute zu Polen gehörig, geboren. Seine Mutter ruft ihn „Usher“, woraus die amerikanische Einwanderungsbehörde 1910 Arthur macht, was ihm den bürgerlichen Namen Arthur Fellig einbringt. In der New Yorker East Side besucht er bis zu seinem 14. Lebensjahr die Schule, lernt Englisch und ein karges Leben kennen, das sein Vater mit einem Handwagen als Verkäufer zu bestreiten sucht. Weegee beginnt mit 14 Jahren als Süßigkeitenverkäufer und als Straßenfotograf zu arbeiten. Hier macht er Blechfotos, sogen. Ferrotypien und erhält schon bald seine erste Anstellung als Hilfsjunge bei einem Berufsfotografen. Mit 18 Jahren zieht er aus der Enge der elterlichen Wohnung aus, hält sich mit Gelegenheitsjobs und als Passbildfotograf über Wasser. Mitte der 1920er Jahre wird er Mitarbeiter von Acme Newspictures (United Press International Photos), wo er die meiste Zeit in der Dunkelkammer verbringt und nur selten selbst als Fotoreporter arbeiten kann.

Kritik 1943, o.J. © Weegee/ Institut für Kulturaustausch, Tübingen 2013.
1935 zieht er aus seiner Unzufriedenheit mit dieser Situation Konsequenzen. Er kündigt bei Acme und macht sich als Pressefotograf selbstständig. Sein Spezialgebiet werden Fotografien von nächtlichen Verkehrsunfällen, Bränden und Gewaltverbrechen, insbesondere Mord, die er an die Boulevardpresse weiter verkauft. 1938 erhält er als erster Pressefotograf das Privileg und die offizielle Genehmigung den Polizeifunk mitzuhören - das Gerät installiert er in seinem Auto - und ist so häufig noch vor der Polizei am Tatort. Seine Fotos sind meist die ersten überhaupt.
10 Jahre arbeitet er in den Manhattan Headquarters und macht nach eigenen Angaben über 5.000 Fotografien von den Randgebieten der Gesellschaft. Diese Arbeit lässt ihn zu einem der berühmtesten Bildchronisten dieser - noch schwarz-weißen - brutalen Epoche werden.
1945 erscheint sein erstes Buch Naked City, das zwei Jahre später in Hollywood verfilmt wird. Weegee zieht mit um, kehrt erst Ende der 1950er Jahre wieder nach New York zurück, wo er sich nun seinen fotografischen Karikaturen von Stars und Sternchen widmet. Reisen durch Europa und nach Russland, zum Teil mit Aufträgen, z. B. vom Daily Mirror, bestimmen seine letzten Lebensjahre. Weegee, alias Arthur Fellig, stirbt am 26. Dezember 1968 in New York.
Den Namen Weegee verdankt er dem Gerücht, er habe telepathische Fähigkeiten. Seine Fotos seien schon in der Zeitung, da sei die Nachricht ansonsten noch niemandem bekannt. Auch auf anderen Gebieten sagte man ihm hellseherische Talente nach. So gaben ihm die Mädchen bei Acme den Spitznamen nach einer damals sehr populären spiritistischen Alphabettafel, dem „Ouija“-Board. Er selbst überlegte sich hierzu die „englische“ Schreibweise Weegee und bemerkte: „Ein besserer Name oder ein besserer Photograph ist mir nie begegnet.“
Ludwig Galerie, Konrad-Adenauer-Allee, Oberhausen
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Francis Alÿs "When Faith Moves Mountains, 2004", ‘Making-Of’, Video, Farbe, Ton 15:00 min. In Zusammenarbeit mit
Cuauthémoc Medina and Rafael Ortega Photographic documentation of an event, Lima, Peru Courtesy of the Artist and Galerie Peter Kilchmann, Zürich
Die eigene, gegenwärtige Situation plötzlich aus ganz anderem Winkel zu sehen, fasziniert seit jeher. Visionen entstehen auf der Grenzlinie zwischen bekannten und unbekannten Welten. Der Wille zur Veränderung und das immerwährende Erweitern von herrschenden Zuständen sind charakteristisch für Visionäre. Ihre Ideen stehen zwischen offener Gegenwart und naher Zukunft: Visionen artikulieren Wünsche und Forderungen, wollen damit in das aktuelle Zeitgeschehen eingreifen. Besonders Küns-tler zeigen ein sensibles Gespür gegenüber visionären Entdeckungen: Sie eröffnen neue Zukunftsbilder und beleuchten bisher ungeahnte Handlungsspielräume.

Ingrid Mwangi / Robert Hutter, If, 2003 C-Print. Sammlung Marta Herford© VG Bild-Kunst Bonn, 2013
Die Herforder Marienvision aus dem 10. Jh. bildet den Ankerpunkt der Ausstellung Visionen, in welcher zeitgenössische Kunst einen sinnlichen, alltagsnahen und erhel-lenden Zugang zu seherischem Denken und Empfinden ermöglicht. Aus inneren Welten bringen Visionen Eindrücke einer wandelbaren Wirklichkeit ans Licht. Welche Wirkungen erzeugen Visionen? Was ist Teil ihres geheimnisumwobenen Wesens? Sichtbar wird ein schier unendliches Potenzial. Wunderbares Beispiel für Hingabe und Ideenreichtum einer Vision ist Panamarenkos Luftschiff, das das Zentrum der Ausstel-lung bildet. Kann es fliegen oder verharrt es in einem Moment der Stille? Wen nimmt es mit und wo könnte es landen? Visionen sind Ideen, die tatsächlich fliegen gelernt haben und auf ihrer Reise Atmosphären der Veränderung erzeugen.

Thomas Ruff, ma.r.s.01_III, 2011, C-Print, Courtesy Mai 36 Galerie, Zürich © VG Bild-Kunst Bonn, 2013
Franz Ackermann, Francis Alys, Michaël Borremans, Felix Droese, Thomas Ruff, Andreas Slominski, Lawrence Weiner und etwa 25 weitere KünstlerInnen vermitteln inspirierende Einsichten in den Fluss ihrer Ideen. Zudem entführen eigens für die Ausstellung produzierte Arbeiten von Walter Dahn, Lothar Götz, Jana Gunstheimer, Dan Perjovschi und Jorinde Voigt den Betrachter in Räume, welche die Grenzen des Vorstellbaren überschreiten. Poetisch aufgeladene Erfahrungswelten lassen die Kraft der Visionen gegenwärtig werden.
Die Ausstellung wurde großzügig gefördert durch die Kunststiftung NRW
MARTa Herford, Goebenstraße 2-10, Herford
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Knife, 1989
Seine Aktfotografien sind unverwechselbar und erinnern an mittelalterliche Genredarstellungen. Jan Saudek inszeniert seine Bilder in märchenhaft poetischen Kompositionen und lässt sie oftmals in morbider Hinterhofatmosphäre spielen. Meist sind die Motive schwarzweiß aufgenommen und anschließend handkoloriert. Häufigstes Sujet der Fotografie von Jan Saudek sind der weibliche Körper, das Altern und erotische Fantasien. Am Anfang seiner Arbeit befasste er sich auch mit der Thematik der Kindheit mit dem Augenmerk auf die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern.

Deep Devotian of Ida, 2001
Jan Saudek, der 1935 in Prag geboren wurde, begann Ende der 50er Jahre zu fotografieren. Wegen seiner Popularität auch außerhalb der Tschechoslowakei blieb er von dem damaligen kommunistischen Regime zwar kritisch beobachtet, blieb aber weitgehend unbehelligt.

New York, 1993
Saudeks Arbeiten sind in mehreren Bildbänden veröffntlicht worden und wurden schon in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt.
in fokus galerie, Brüsseler Straße 83, Köln
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Iosif Király, Reconstruction_Bucharest_Str Baneasa Ancuta No. 1, 2001-2003
Erinnern und Vergessen sind der thematische Grundstock der Ausstelung, deren Werke sich mit den Fragen des kollektiven Gedächtnisses, Erinnerungskulturen und der Rolle der Bilder in diesen Prozessen auseinandersetzen. Die Fotografie steht für das Festhalten von Momenten der Zeit und die Bilder scheinen einen dauerhaften visuellen Zugang zu vergangenen Ereignissen zu gewährleisten. Die 23 eingeladenen KünstlerInnen hinterfragen mit den Mitteln der Fotografie und dem Film die Konstruktion von Geschichtsschreibung und stellen ihre eigenen Zugänge und Sichtweisen vor.
Das Projekt "Europa/Südost. Eingeschriebene Erinnerung" des Goethe-instituts steht im thematischen Zusammenhang mit dem ebenfalls vom Goethe-Institut initiierten Literaturprojekt "Das Wagnis der Erinnerung. Stimmen aus Südosteuropa".

Marianna Christofides, Along the G-Line, 2010, Videostill
Zu den ausgestellten Künstlern gehört Iosif Király der großartoge panoramatische Landschaft montiert aus einzelnen Fragmenten zeigt. Von der zypriotischen Künstlerin Marianna Christofides ist das experimentelle Video "Along the G-Line" zu sehen. Der bulgarische Fotograf Nikola Mihov deonstruiert in seinen großformatigen Tafelbildern die vergangene offizielle Geschichtsschreibung seines Lande

Nikola Mihov, Memorial house of the Bulgarian Communist Party, Buzlujda, aus der Serie Forget Your Past – communist era monuments in Bulgaria, 2009–2012
Museum für Photographie, 267 QUartiere für zeitgenössische Kunst und Fotografie, Hamburger Straße 267, Braunschweig
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Bill Perlmutter, Hitler Look a like, Germany, 1956
Das Europa der Nachkriegszeit zeigt sich in den Aufnahmen von Bill Perlmutter unverstellt und direkt. Im Mittelpunkt seiner Motive rückte der junge GI Menschen, die er mit großer Unbefangenheit aufnahm. Knapp zehn Jahre nach Kriegsende sind zwar die Sputen des Krieges noch überall erkennbar, aber die Überlebende haben sich auf die Situation eingerichtet, der Alltag geht trotz aller Entbehrungen weiter.

Bill Perlmutter, Front Side and Rear, Spain, 1956
"Die Straße wurde zur Bühne und die Menschen zu Schauspieler in einem sich ständig wandelnden und fasziniernden Theater der Wirklichkeit" beschreibt Bill Perlmutter seine fotografischen Inspirationen.
Bill Perlmutter wurde am 5. September 1932 in New York geboren. Nach einem Filmtechnikstudium und ersten fotografischen Arbeiten schloss er 1954 sein Fotografiestudium an Für zwei Jahre war er zunächst als Pressefotograf für Zeitschriften der US-Armee in Deutschland tätig, bevor er in verschiendenen europäischen Ländern mit seiner Kamera unterwegs war. In fast sechs Jahrzehnten fotografierte er in aller Welt. Seine Bilder wurden in Magazinen und Büchern veröffentlicht und in vielen Museen gezeigt. Bill Perlmutter lebt und arbeitet heute in New York City.

Bill Perlmutter, Postcard Seller, Paris, 1956
Zur Ausstellung erscheitn im Verlag seltmann+söhne ein Bildband für 39 Euro.
Galerie Hilaneh von Kories, Stresemannstraße 384a im Hof, Hamburg
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Issei Suda, Ota, Gunma Prefecture, from the series „Fushi Kaden“, 1975, vintage silver print, 35.4 x 35,5 cm © Issei Suda, Courtesy Galerie Priska Pasquer, Cologne
In Issei Sudas Bilder werden Personen und Szenen gezeigt, die durch festliche Kleidung und den Posen der alltäglichen Realität entzogen sind. Die leicht surrealen Fotografien werden zur Bühne mit bewusst oder unbewusst agierenden Darstellern, die durch Sudas Aufnahmen Teil einer Kunstwelt werden.
Die großformatigen Vintage Prints , die in diesem Format Unikate sind, stammen aus dem 1978 publizierten Hauptwerk „Fushi Kaden“ aus dem sich in der Übersetzung auch der Titel der Ausstellung „The Transmission of the Flower or Acting Style“ herleitet. Die kleinformatigeren Fotografien der Serie „Human Memory“ sind 1980 erschienen.

Issei Suda,Iga-Ueno, Mie Prefecture, from the series „Fushi Kaden“, 1977, vintage silver print, 21,5 x 21.4 cm
© Issei Suda, Courtesy Galerie Priska Pasquer, Cologne
In den 1970er Jahre fotografierte Issei Suda die Eindrücke von meist ländlichen Festivals für die er eine Mittelformatkamera nutzte. Die porträtierten Personen konnten sich, auch bedingt durch die langsamere Aufnahmetechnik, auf das Fotografiert-Werden einstellen. Wie Skulpturen verharren sie auf den Fotografien und scheinen in Festkostümen als Akteure in einer Art Schauspiel aufzutreten.

Issei Suda, Hanagasa-matsuri Obanazawa Yamagati from the series „Fushi Kaden“, 1976, vintage silver print, 35.5 x 33,5 cm © Issei Suda, Courtesy Galerie Priska Pasquer, Cologne
Galerie Priska Pasquer, Albertusstraße 9-11, Köln
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Bei 16 Olympischen Sommer- und Winterspiele, acht Fußball-Weltmeisterschaften sowie zahlreiche anderen Sportereignissen hat Laci Perényi fotografiert und davon eine Unmenge an interessanten Bildern mitgebracht. Der frühere Leistungsschwimmer verbindet in seiner Fotografie die Dokumentatio des Wettkampfes mit der Liebe zur Kunst und Kreativität.
Sein Konzept, das ganze Bildformat mit dem Objektiv auszufüllen, verleiht den Motiven oft eine ganz besondere Dynamik. Lichtverhältnisse, Uhrzeit, Wetter, Standort, die Topografie der Wettkampfstätte – all das bezieht er mit in seine Motive ein, um das in seinen Augen perfekte Foto zu komponieren.
Laci Perényi, der schon vielfach für seine Bilder ausgezeichnet wurde und von dem ein Bild im letzten Jahr als Sportfoto des Jahres gekürt wurde, findet mit seiner Arbeit auch Anerkennung über den Sport hinaus: Seine Bilder werden in Magazinen wie Stern, Bunte, Der Spiegel, Sports, Sports Illustrated oder dem New York Times Magazine abgedruckt und in zahlreichen Bildbänden vorgestellt.
In der Ausstellung "In Motion – Sportfotografie von Laci Perényi" werden 40 großformatige Motive verschiedenster Sportarten, u.a. Leichtathletik, Fußball, Tennis, Bahnradfahren, Schwimmen, Fechten, Eiskunstlauf, Snowboarden und Formel 1 gezeigt. Die Ausstellung wurde unterstützt mit Technik der Firma Canon.
Deutsches Sport & Olympia Museum, Im Zollhafen 1, Köln
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Leonard Freed, West-Berlin, 1965 © Leonard Freed / Magnum Photos / Agentur Focus / Brigitte Freed Leonard Freed
Zwanzig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg zeichnete Leonard Freed mit seinen Fotografien, die das Alltagsleben in Städten ebenso wie auf dem Land porträtierten, ein Bild Deutschlands. Der 1929 in New York geborene Sohn jüdischer Einwanderer, der 2006 verstarb, und ursprünglich Maler werden wollte, machte sich einen Namen als Fotograf mit Reportagen wie „Black in White Amerca“ und „Police Work“. Seit 1972 war Leonard Freed Vollmitglied bei Magnum Photos.

Leonard Freed, Berlin 1961 © Leonard Freed / Magnum Photos / Agentur Focus / Brigitte Freed Leonard Freed
Mit der Reportage „Made in Germany“ zeichnete der Fotograf ein eindringliches Bild von einem sozial und politisch gespaltenen Deutschland, dem Wirtschaftswunderland im Konflikt der Generationen.
Mit seiner Reportage befindet er sich in der Tradition fotografischer Erkundungsreisen westlicher Fotografen, die der ihnen fremden Kulturnation Deutschland nach der schrecklichen Nazizeit nachspürten.
In der Edition Folkwang / Steidl erscheint ein Reprint der Originalausgabe „Made in Germany“

Leonard Freed, Bayern 1965 © Leonard Freed / Magnum Photos / Agentur Focus / Brigitte Freed Leonard Freed
Den Erwerb der Leonard Freed Fotografien ermöglichte die Unterstützung der Stiftung Presse-Haus NRZ und eine Teilschenkung von Brigitte Freed, der Ehefrau des Fotografen.
Folkwang Museum, Museumsplatz 1, Essen
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Danica Dakic, Safe Frame, 2012 © VG Bild-Kunst, Bonn
Die in Bosnien geborene Künstlerin Daki? greift für die Video- und Klanginstallation „Safe Frame“ das Motiv der leeren Rahmen aus Almásys Werk auf. Anknüpfend an die Fotografie produzierte sie einen großformatigen, mit Blattgold verzierten Rahmen, der in Zusammenarbeit mit den jungen Frauen zum zentralen Requisit im künstlerischen Prozess und der Ausstellung wird.
Aus dem Rahmen in der Installation erklingt eine komplexe Komposition aus sprechenden und singenden Stimmen der jungen Frauen, gemischt mit der Geräuschkulisse des Museums. Mit ihren unterschiedlichen Sprachmelodien und Stimmfärbungen erzählen die aufgezeichneten Stimmen vom Leben und von der Begegnung mit dem Museum. Sie sprechen über den Verlust von Heimat, Kultur und Identität. Daki? verdichtet mit dem Komponisten Bojan Vuleti? die Stimmen der Frauen zu einer Folge von Reflexionen über die Kunst und das Leben.??
Die Stipendiatinnen sind Teil des Programmes „SABA“, das jungen Migrantinnen Förderung zur persönlichen Weiterbildung bietet.?Seit seiner Gründung vor über 20 Jahren ist es im MMK Tradition, Künstler einzuladen, raumbezogene Arbeiten eigens für die Ausstellungsräume des Museums zu produzieren. Mit Danica Daki?s „Safe Frame“ wurde eine solche Neuproduktion jetzt erstmals in enger Zusammenarbeit mit der Kunstvermittlung des Museums initiiert. ??
„Ich freue mich sehr, dass nun ein Werk von Danica Daki? in einem Kooperationsprojekt entstanden ist, das Frauen unterschiedlichster Kulturen zusammenführt und das zugleich Bezug nimmt auf ein besonderes Werk unserer Sammlung“, sagt MMK Direktorin Dr. Susanne Gaensheimer. Ausgangspunkt für diese außergewöhnliche Arbeit von Daki? ist die Fotografie „Louvre, Paris“ von Paul Almásy aus dem Jahr 1942, die sich in der Sammlung des MMK befindet. Die Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt einen Museumsraum des Louvre, in dem ausschließlich leere Rahmen zu sehen sind. Infolge der Besetzung von Paris 1940 wurden zahlreiche Werke in Sicherheit gebracht, zurück blieben leere Rahmen. Almásy hielt in seiner Fotografie einen Zustand andauernder Ungewissheit in Zeiten des Krieges fest. ?
„Mit unserem Programm SABA möchten wir jungen Migrantinnen ideelle und finanzielle Förderung bieten und ihnen Wege in ein selbständiges Leben eröffnen. Dabei ist kulturelle Bildung für uns nicht Bildung plus eine Prise Kunst & Kultur, sondern Bildung durch und mit Kunst & Kultur im Sinne einer synergetischen, sich wechselseitig inspirierenden Beziehung. Und genau das ist es, was bei der Entstehung von „Safe Frame“ stattgefunden hat.“ sagt Aslak Petersen, Geschäftsführer der Crespo Foundation.
Danica Daki?, geboren 1962 in Sarajevo, lebt heute in Düsseldorf, Weimar und ihrer Heimatstadt. Sie ist Professorin an der Bauhaus-Universität Weimar und hatte zuletzt Einzelausstellungen im Hammer Museum, Los Angeles, Museum of Contemporary Art, Zagreb, Generali Foundation, Wien und in der Kunsthalle Düsseldorf. In Gruppenausstellungen war sie vertreten bei der documenta 12 in Kassel, der Istanbul Biennale, der Liverpool Biennale und in der Kulturhauptstadt 2013 in Marseille. Daki? arbeitet an der Schnittstelle zwischen Video, Film, Fotografie und Installation.??
„Safe Frame“ ist ein Kooperationsprojekt von Danica Daki? mit dem Fotografen Egbert Trogemann, dem Komponisten Bojan Vuleti?, der Kunstvermittlung des MMK und den SABA-Stipendiatinnen der Crespo Foundation: Adiam Tekle, Angie Palta Rivera, Emu Amare, Fadime, Fatema, Fatoumata Traoré, Fkadu Tekle, Hamida, Ibtisam, Ikrame, Kanyarat, Leeda Rafiq-Helmand, Leyla, Maida Rahmani, Malgorzata Turkowska, Natalya, Parwana, Sarika, Soumia Errandani, Yergalem Teklai und Zeynep Koc.
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Inge Morath beim Karneval in Pfuj / Pettau, 2001 fotografiert von Stojan Kerber © Fotosammlung WestLicht, Wien
Neugier aber auch Einfühlsamkeit bewegten Inge Morath bei ihrer Fotografie. in ihrer 50 Jahre währenden Karriere sind von ihr sowohl interessante Porträts als auch spannende Reisereportagen entstanden. Im Besonderen wurde sie für ihre Aufnahmen von Prominenten wie Jayne Mansfeld, Marilyn Monroe oder Jacques Cocteau.

Inge Morath: Marilyn Monroe udn Eli Wallach, Szene aus "The Misfits", Reno, Nevada, USA, 1960
© Fotosammlung WestLicht, Wien
Die 1923 in Graz geborene Inge Morath hatte schon einige Jahre als Textjournalistin gearbeitet, als sie sich 1952 eine gebrauchte Leica kaufte. Im Wien der Nachkriegszeit bildete sie mit dem bekannten Fotografen und Magnum Mitbegründer Ernst Haas ein Reporterteam. Inge Morath arbeitete anfangs bei Magnum als Texterin und Bildredakteurin, Dies Arbeit schulte ihren Blick für die Fotografie. Als sie 1955 Vollmitglied der Agentur wurde, war sie einer der ersten Frauen, die Teil von Magnum wurden.

Inge Morath: Die Verlegerin Eveleigh Nash mit ihrem Chauffeur, Buckingham Palace Mall, London, 1953
© Fotosammling WestLicht Wien
In den 50er Jharen arbeitete sie vorwiegend in den USA, wo sie neben Reportagend zunehmend am Set von Hollywood-Produktionen fotografierte. Bei den Dreharbeiten von "Misfits" lernte sie ihre späteren Mann den Daramtiker Arthur Miller kennen der zu dieser Zeit noch mit Marilyn Monroe verheiratet war.
Seit den 70er Jahren realisierte sie zusammen mit Miller eine Reihe von Projekten gemeinsamer Bücher über ihre Reisen nach Russland und China.
Die ausgestellten Werke stehen zum Verkauf zu Preisen zwischen 900 bis 4.000 Euro.
Leica Galerie Wien, Walfischgasse 1, Wien
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Bild Hans-Peter Feldmann
Jürgen Klauke, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Thomas Ruff, Cindy Sherman ..... das sind nur einige Namen der 77 renommierten internationalen Künstler, die aus der Sammlung der DG Bank zur Jubiläumsausstellung gezeigt werden
Die DZ BANK Kunstsammlung, 1993 von der DG BANK, dem Vorgängerinstitut der DZ BANK, ins Leben gerufen, zählt die Sammlung zu der weltweit größten ihrer Art. Im Mittelpunkt der Sammlung stand von Anfang an die künstlerische Fotografie. "KONZEPT: 20 Jahre DZ BANK Kunstsammlung“ ist der Titel der Jubiläumsausstellun, wobei das Konzept im doppelten Sinne zu verstehen ist: Zum einen hebt es das Konzept der Sammlungsausrichtung als bewusste Entscheidung hervor, deren Fokus auf dem fotografischen Bild in der zeitgenössischen Kunst liegt. Zum anderen lenkt es den Blick auf die fotografischen Arbeiten von Künstlern, die sich der Konzeptkunst verschrieben haben. Dabei folgt die Ausstellung den Kriterien des Sammlungsschwerpunkts, der sich stets an den klassischen Genres der Kunstgeschichte wie Stillleben, Porträt, Landschaft, Interieur u.a. orientiert.

Jürgen Klauke, Self-Performance, 1972
DZ Bank Kunstsammlung, Art Foyer, Platz der Republik, Frankfurt am Main
http://www.dzbank-kunstsammlung.de/
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Das Kloster ist berühmt für seine Kung-Fu-Mönche. Sie vollführen atemberaubende Aktionen.
Hier schaltet Shi Yanbo die Schwerkraft aus. Er springt vom Boden gegen die Wand, um sich mit ihrer Hilfe noch weiter nach oben abzudrücken. © Sabine Kress
Als erste Europäer durften die Fotografin Sabine Kress und der Journalist Felix Kurz das Leben in den legendären Shaolin-Klöstern beobachten und bekamen Zutritt zu Bereichen, die normalerweise für Besucher verboten sind. Die Fotografien, die über mehrere Wochen entstanden zeigen die besondere Atmosphäre des Klosters in der Provinz Henan, die Wiege des Chanbuddhismus. Szenen aus dem Alltag wie die Kung-Fu und Shaolin-Qigong-Übungen und die Meditationen vermitteln einen Eindruck des Lebens und der Rituale in dieser Weltabgeschiedenheit. In Mannheim werden die Fotografien erstmals in einer Ausstellung zu sehen sein.

Shi Yongqian hat das Findelkind Zhuangzhuang bei sich aufgenommen. Der zweijährige Junge ist der jüngste Bewohner des Shaolin-Klosters. © Sabine Kress
Zusammen mit Felix Kurz hat Sabine Kress den gleichnamigen Bildband in der Edition Braus veröffentlicht der für den Fotobuchpreis 2013 nominiert ist.

Kung-Fu Mönch bei einer der atemberaubenden Aktionen © Sabine Kress
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen D5, Mannheim
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Ein interessantes Projekt inszeniert der österreichische Fotograf Kurt Hörbst der als Kontrapunkt zu den hohen Produktionsgeschwindigkeiten der digitalen Fotografie sein Porträtkonzept entwickelt.
Dahinter steht die Idee der konzeptionellen Selbstverlangsamung, der konzentrierten Arbeit und einer eigenen Sensibilisierung der Umwelt gegenüber. Die technische Umsetzung erfolgt mittels einer hoch auflösenden Digitalkamera, die auf einem eigens konstruierten Schienensystem beweglich angebracht ist und mit der die Menschen gescannt werden. Ein fertiges Bild besteht aus bis zu 20 Einzelaufnahmen – daraus resultiert eine hohe Oberflächenqualität. Die Einzelbilder werden in späterer Folge kombiniert und lebensgroß ausgegeben. Im Gegensatz zur Fotoaufnahme durch nur eine Linse bietet der Scan verschiedene Aufnahmeperspektiven der liegenden Person. Die lebensgroße Präsentation an der Wand tut ihr übriges, um dem letztendlich wieder in die Vertikale gebrachten Ausstellungsbild etwas Befremdendes zu verleihen. Ein letztendlich unpersönlich, scheinbar unnahbares Abbild entsteht, welches aber nur durch Vertrauen und Nähe entstehen konnte.
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Die auf diese Weise entstandenen ca. 15 lebensgroßen Porträts werden im Schauraum der Darmstädter Tage der Fotografie ausgestellt. Darmstadt ist nach Wien und Venedig die dritte Station des Projekts.
Kurt Hörbst wurde 1972 im österreichischen Mühlviertel geboren und absolvierte die Prager Fotoschule. Seit 1996 unterrichtet er dort Geschichte der Fotografie. Seine Arbeiten wurden schon in In- und Ausland ausgestellt und bekam mehrere Auszeichnungen.
Schauraum Literaturhaus Darmstadt, Kasinostraße 3, Darmstadt
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© Paolo Roversi, Kate, Paris, 1992
Hervorragende Fotografie von außergewöhnlichen Fotografen stellt die Ausstellung in der Berliner CWC Galerie vor, die sicher zu den Highlights des diesjährigen Gallery Weekend in Berlin gehören wird.
Zu diesen Highlights gehören unter anderem die Bilder der Aktserie "Nudi" von Paolo Roversi, die durch ihre klare Komposition und den gekonnten Umgang mit dem Licht bestechen, wodurch die aufgenommenen Frauen als besonders grazile weibliche Wesen gezeigt werden. Neben den Bildern von Kate Moss, Tatjana Patitz udn Guinevere van Seenus wird auch ein männlicher Akt gezeigt.
Einen der anerkanntesten und gefragetesten Fotografen unserer Zeit zeigt CWC mit Nick Brandt. Seine Fotografien sind eine Kompination von epischen Panoramen mit Tieren in dramatischen Landschaften und der Ästhetik von Personenporträts des frühen 20. Jahrhundert.

© Jean-Baptiste Huynh, Cyclamènes, France, 1999
Weltweit erstmals wird die Fotoserie von Ballettänzern des Künstlers Herb Ritts ausgestellt. Er inszeniert seine Modelle von Ballettänzern bis zu Superstars aus Schauspiel und Musik.
Seit 2012 vertritt Camera Work den Fotografen Yoram Roth. Seine Arbeit "Reading and Waiting late into the Night" gibt einen Eindruck des komplexen Entstehungsprozesses mit aufwändigen Bauten, Requisiten, Make-up und Kostümen.
Puristische Porträts und Stillleben zeigen die Bilder von Jean-Baptiste Huynhs, dessen Motive von Messern bis zu Spiegeln und Porträts von Menschen aus verschiedenen regionen der Welt reichen.

© Herb Ritts, Corps et Âmes 19, Los Angeles 1999
CWC Gallery, Augustenstraße 11-13, Berlin
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Doppelseite aus dem Künstlerbuch "Miniaturk", 2010-2012 © Oliver Hartung
Das besondere Interesse von Oliver Hartung auf seinen Reisen durch den Nahen und Mittleren Osten galt Monumenten, Schildern, "gefundenen Objekten und semi-urbaner Achitektur und Landschaft. Der in Ulm aufgewachsene und heute in Berlin und Leipzig lebende Fotokünstler hat im Stadthaus Ulm seine erste große Einzelausstellung die Werke aus verschiedenen Serien, aber auch Künstlerbüche, Postkarten und eine Wandinstallation zeigt.

Miyaneh, Iran 2011 © Oliver Hartung
Oliver Hartung wurde schon mit mehreren Preise ausgezeichnet, er war schon als Fotograf für die New York Times tätig und ist seit 2007 künstlerischer Mitarbeiter für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Between Idlib and Alepp, 2009
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Ulm
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Klaus Kinold, Sylt, 1982
Ein faszinierendes Thema zeigt die Gruppenausstellung "Seven Seas - Das Meer in der Fotografie" für die über sechs Jahre lang von der Galerie Stefan Vogdt in München Arbeiten ihrer Künstler gesammelt wurden. Sehnsucht und Träume, Fernweh und Größe verbindet man mit dem Meer - die Künstler haben ihre Sichtweise des Meeres in unterschiedlichen Techniken, Stimmungen und Sichtweisen visualisiert, die aber alle den meditativen Moment des Ozeans zeigen.

Foto: Kristoffer Albrecht
So suchte der bekannte finnische Fotokünstler Pentti Sammallathi poetische Bilder, mit denen er die Schönheit des Meeres versinnbildlicht. Sein Landsmann Kristoffer Albrecht, der auf der ganzen Welt dort fotografierte, wo die Küste auf das Merr trifft.

Masao Yamamoto
Kawa heißt die Bildserie des Japaners Masao Yamamoto. Mit seinen in leichter Unschärfe verschwimmenden Motiven des Meeres wird er dem Titel Kawa, immerwährender Fluss des Lebens, gerecht. Für den Buddhisten Yamamoto ist der Vorgang des Fotografierens das Element des Wasser Philosophie.
Der Münchner Klaus Kinold dokumentiert mit seinen Aufnahmen die Umwelt in geometrischen Linien und klaren Strukturen. Bekannnt ist Klaus Kinold vor allem durch die Architekturfotografie geworden, deren Stil auch zu seinen Meeresbildern passt.
Tina Itkonen zeigt in der Aussstellung ein farbkräftiges großformatiges Bild aus ihrer Serie "Greenland Landscape" mit freundlichen bunten Häusern in der Weite Grönlands während das Meer unter einer dicken Eisschicht verschwindet. Im Kontrast dazu stehen die analogen Handabzüge von Zlata Vucelic: unruhige Wellen des Mittelsmeers, die im Mondlicht an den Strand gespült werden.
Auch Peter Webers Serie "Terra aeterna" dreht sich um die Wellen, die kommen und gehen. Seine Arbeiten strahlen Ruhe und Sicherheit aus und betonen die meditative Kraft es Meeres.
Stefan Vogdt / Galerie der Moderne, Kurfürstenstraße 5, München
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Andrea Bowers, Letters to an Army of Thress, 2005
Chantal Akerman, Andrea Bowers, Rineka Dijkstra, Cheryl Donegan, Mona Hatoum, Lucie McKenzie & Paulina Olowska, Tracey Moffat, Ulrike Ottinger, Ryan Trecartin, Rosemarie Trockel und T. J. Wilcox sind die Künstlerinnen, deren Filmarbeiten im Haus der Kunst gezeigt werden.
Der Titel "So Much I Want to Say" bezieht sich auf eine frühe Videoarbeit von Mona Hatoum., die eine Performance, die live per Satelit live zwischen Wien und Vancouver übertragen wurde, aufnahm. Wegen der damaligen technischen Übertragunsproblemen baute sich die Nahaufnahme vom Gesicht einer Frau alle acht Sekunden zu einem neuen Bild auf, wähend auf der Tonspur Mona Hatoumi der Satz "So Much I Want to Say" wiederholte. Die Bilder zeigen wie das Gesicht der Frau von Männerhänden verdeckt wird. Mona Hatoumi stammt aus dem Libanon und legt heute in London.
Das klassisch feministische Thema der 60 Jahre der legalen Abtreibung beinhaltet der Film "Letters to an Armyy of Three" von Andrea Bowers. An die Porträtmalerie des 18. und 19. Jahrhunderts erinnert der Hintergrund vor dem Schauspielerinnen und Schauspieler 31 Briefe von Männern und Frauen verlesen, die um Hilfe für einen Schwangerschaftsabbruch bitten.
Tracey Moffat beschfätigt sich in der mit Gary Hillberg produzierten Videocollage "Lip" anhand von Szenen aus Hollywoodproduktionen mit der reduzierten Darstellung farbiger Frauen, die vorwiegend in der Rolle der Bediensteten gezeigt werden. In "Nice Coloured Girls" kehrt Tracey Moffat die Geschlechterrollen um und zeigt drei Aboriginesfrauen, die sich einen betrunkenen Weißen schnappen.
In "Fan 1-6" widmet sich Rosemarie Trockels den Verehrungskult um Brigitte Bardot. Vier unterschiedliche Frauen treffen sich in der Transsibirischen Eisenbahn: Ulrike Ottinger skizziert in dem Film "Johanna d'Arc of Mongolia" ihre jeweiligen Charaktere.

Ulrike Ottinger, Johanna d'Arc of Mongolia, 1989
In den 90er Jahren fing Ingvild Goetz an systematisch Medienkunst zu sammenln. Die Werke spiegeln das damals besonders rege Interesse an Gender, dem aus dem englischen entliehenen Begriff für das psychologische Geschlecht einer Person, wieder. Die in der Ausstellung gezeigten Filme gehen Hand iin Hand mit dem Diskurs der feministischen Bewegung. Werke von Künstlerinnen machen in der Mediensammlung von Ingvild Goetz fast die Hälfte aus.
Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, München
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Robert Häuuser: Großanlage im Chemiewerk BASF, Ludwigshafen, 1963
Ein großer Teil der Aufnahmen, die in der Ausstellung gezeigt werden, sind in den 1950er bis 1970er Jahren für Unternehmen in Mannheim und der Region entstanden. Geglieder sind die Bilder in die Themenschwerpunkte "Industriearchitektur - Fotografien als optisches Phänomen " und "Der Mensch bei der Arbeit". Rund ein Viertel der ausgestellten Arbeiten dreht sich um den Standorte und die Arbeiter der BASF für deren Aufnahme Robert Häusser rund um die Welt reiste. So entstanden nicht nur wichtige Zeitdokumente, sondern auch hervorragende Schwarzweißdokumente.
Robert Häusser, der 1924 in Stuttgart geboren wurde, gilt als einer der Wegbereitet der zeitgenössischen Fotografie. 1940 absolvierte er ein Volontariat als Pressefotograf, machte anschließend eine Fotografenlehre und besuchte die Graphische Fachschule in Stuttgart. Von 1942 bis 45 war Robert Häusser Soldat und bis 46 in amerkanische Gefangenschaft. Ab 1946 lebte er in der Mark Brandenburg. 1949 studierte er an der Schule für angewandte Kunst in Weimar. Seine Bilder fanden ab 1950 Eingang in Ausstellungen wie auf der photokina in Köln. Repressalien in der DDR ließen den Fotografen in den Westen fliehen, wo er sich in Mannheim niederließ und ein eigenes Studio eröffnete. Neben seinen Auftragsarbeiten kamen von Rober Häusser auch zahlreiche Bildbände über Städte und Landschaften heraus. Auch porträtierte er Persönlichkeite aus Kultur und Politik. Robert Häusser lebt in Mannheim und Ibiza.

Robert Häusser: Der Koch Vico Torriani, Basel, 1962
Das Forum Internationale Photographie der Reiss-Engelhorn-Museen zählt es zu seinen Aufgaben die unterschiedlichen Aspekte des Werks von Robert Häusser zu zeigen. Bei der Ausstellung "Robert Häusser - Im Auftrag..."steht die dokumentarische Arbeit des Künstlers im Vordergrund.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Kehrer Verlag. Hauptsponsor ist die BASF SE
Forum Internationale Phototgraphie, C5, Manheim
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Richard Avedon: Jacob Israel Avedon, Vater von Richard Avedon, Sarasota, Flroida, 25. August 1973
Mit klingenden Namen kann die Ausstellung "Porträts vom Äterwerden" aufwarten: Richard Avedon, Christian Borchert, Rineke Dijkstra, Seiichi Furuya, Stefanie Grebe, Roni Horn, Wilma Hurskainen, Anna Jermolaewa, Friedl Kubelka, Andreas Mader, Michael Mauracher, Nicholas Nixon, Roman Opalka, Helga Paris und Thomas Struth. Die Künstler haben sowohl Verwandte und Bekannte porträtiert als auch sich selbst.

Bicholas Nixon: The Brown Sisters, 2011 © Nicholas Nixon, Fundacion MAPFRE
So hat Richard Avedon (1923-2004) seinen schwer kranken Vater mehrmals in seinen letzten Jahren fotigrafiert, während Nicholas Nixon (1947) seit über 30 Jahren seine Frau und deren drei Schwestern jährlich porträtiert. Diese Aufnahmen verdeutlichen in ihrer systematischen Wiederhalung interessante Erkenntnisse zu den Personen. Mit Familienporträts hat sich auch Chrstian Borchert (1942-2000) beschäftigt, der eine Serie 1983/84 in der DDR verwirklichte und die Familien nach der Wiedervereinigung erneut fotogafierte.
In unregelmäßigen Abständen von 1994 bis 2008 fotografierte Rineke Dijkstra (1959) das bosnische Mädchen Almerisa und zeigt an der Haltung und Kleidung des Mädchens den mehr und mehr zunehmenden Einfluss der modernen niederländischen Gesellschaft. Ebenfalls über Jahre stand Milena vor der Kamera von Stefanie Grebe (1964), wobei das Mädchen die Aufnahmeorte auswählte ebenso wie die Kleidung. Die im Lauf der Jahre manifester werdende psychische Erkrankung seiner Frau hielt Seiichi Furuya (1950) in Aufnahmen von 1978 bis zu ihrem Selbstmmord 1985 festgehalten.

Helge Paris: Selbstporträt, 1981-1989 © Helge Paris
Roni Horn verwendet für ihre Arbeit aus verschiedenen Quellen stammende Fotografien, die sie selbst in mehreren Lebensphasen zeigen und die zu Bildpaaren zusammengestellt hat. Auch Helge Paris (1938) hat die eigene Person im Blick und zeigt schwarweiße Selbstbildnisse, gradlinig und schnörkellos.
Das Projekt "Ages" entstand gemeinsam mit der Landesgalerie Linz und der Photographischen Sammlung/SK Kultur. Es ist seit 2006 das siebte Projekt das die beiden Häuser gemeindam initiiert haben. In der Landesgalerie Linz wird die Ausstellung vom 7.11.2013 bis 16. Februar 2014 zu sehen sein.
SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, Köln
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Gillian Wearing, Selbstporträt als 17-Jährige, 2003
Gillian Wearing wurde 1963 in Birmingham geboren, studierte in London und gehört heute zu den wichtigsten Künstlerinnen ihrer Generation in Großbritannien. Ihr geh es in ihren Arbeiten immer wieder um den Selbstausdruck von Menschen in inszenierten Situationen. Zu ihren Modellen zählen unterschiedlichste Menschen vom Durchschnittsbürger üüber den Obdachlosen bis zu Schulkindern.

Gillian Wearing, Signs Work
Ihre frühesten Arbeiten und Aktionen inzenierte sie im öffentlichen Straßenraum. So bat sie wildfremde Passanten, einen ihnen wichtigen Gednaken zu Papier zu bringen und fotografierte anschließend die Personen mit ihrer Botschaft. Rund 600 Bilder umfasst diese Serie mit dem Titel "Signs that Say Wahat You Want Them to Say and Not Signs that Say Waht Someone Else Wants You to Say".
Für die Selbstinszenierung as Mitglieder ihrer eigenen Familie schlüpfe Gillian Wearing in nachgebildete Hüllen ihrer nächsten verwandten. Aus den Silionmasken blicht immer Wearin selbst in die Kamera.

Selbstportrat, Gillian Wearing als ihr Bruder
Zur Ausstellung ist ein Buch im Verlag der Buchhandlung Walther König erschienen, das die bislang umfassendste Monografie zu Gillian Wearing ist. Preis 29,80 Euro
Museum Brandhorst, Theresienstraße 35, München
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Gilbert & George, Victim Straight, 2011 © Gilbert & George / Courtesy of the Artist and White Cube
Seit Jahrzehnten arbeiten sie zusammen und sind auch privat ein Paar. Gilbert Prousch, 1943 in Italien und George Passmore 1943 in Plymouth geboren, haben sich als Gilbert & George schon lange in der Kunstszene einen Namen gemacht. Einem breiten Publikum sind sie durch ihre großformatigen Fotoarbeiten in den 70er Jahren bekannt geworden. In kritisch-kitschiger Weise widmen sie sich Themen wie Diskriminierung, Religion oder Sexualität.
Das im Londoner Eastend wohnende Paar, das sich als lebende Skulptur betrachtet, fiel auch immer wieder durch ihre Selbstinszenierungen bei denen ihre zusammenpassenden Anzüge zu einer Art Markenzeichen wurden. Meist tauchen sie in ihren Fotomontagen auch selbst auf.

Gilbert & George vor dem MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg © MKM
„London Pictures“ ist ein 2011 abgeschlossenen Werkzyklus’. Die Künstler nehmen darin über die Verarbeitung zahlloser Top-Schlagzeilen aus der Werbepraxis der englischen Zeitungsverkäufer eine tiefgreifende Bestandsaufnahme alltäglicher menschlicher Themen vor, unterziehen diese ihrem humanistischen Blick und geben uns so Auskunft über ihre Sicht auf die psychisch-soziale Beschaffenheit unserer westlichen Gesellschaften. Die umfangreiche Bilderserie, die in der Ausstellung erstmals anhand einer Auswahl von rund 70 Einzelarbeiten in dieser Fülle präsentiert wird, gibt dem Besucher die Möglichkeit der intensiven Auseinandersetzung mit diesem neuen Abschnitt aus Werk von Gilbert & George bietet.
Museum Küppersmühle, Philosophenweg 55, Duisburg
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Eva Leitolf, Tankstelle bei Szeged, ungarn 2009 aus "Postcards from Europe"
In dem Projekt „Postcards from Europe“ untersucht Eva Leitolf, wie europäische Staaten mit dem Thema Immigration an den Außengrenzen der Europäischen Union umgehen, welche Auswirkungen das Verfahren auf die europäische Gesellschaft, die Menschen und die Umwelt haben und welche Konflikte entstehen.

Eva Leitolf, Plantage, Rosarno, Italien 2010 aus "Postcards from Europe"
Eva Leitolf, die 1966 in Würzburg geboren wurde lebt in München und dem bayerischen Wald. Nach einem Kunststudium in den USA hat soe an der Universität Essen bei Prof. Angela Neuke Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie studiert. In ihren Arbeiten verbindet sie dokumentarische Strategien und konzeptionelle Herangehensweise miteinander. Ihr Interesse gilt dem Spannungsfeld zwischen dem Sichtbaren und dem, was vorstellbar wird. In ihren Bild-Text-Arbeiten lotet sie die Möglichkeiten und Grenzen des Abbildbaren aus.
Für das Projekt „Postcards from Europe" hat Eva Leitolf seit 2006 in Spanien in den spanischen Exklaven Melilla und Ceuta, der ungarisch-ukrainischen Grenze, den Hafenstädten Calais und Dover, Griechenland und Italien gearbeitet.

Eva Leitolf, Playa d los Lances, Tarifa, Spanien 2009 aus "Postcards from Europe"
Postcards from Europe 03/13 ist die erste einer Reihe von geplanten Veröffentlichungen aus Eva Leitolfs fortlaufend wachsenden Archiv und erscheint im März 2013 im Kehrer Verlag.
Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung un der Sparkasse Hannover entstanden.
Sprengel Museum, Kurt-Schwitters-Platz, Hannover
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Wolfgang Tillmans, Window Caravaggio, 1997
Wolfgang Tillmans Bilder gehören nicht zu der Art Fotografie, die einem wegen ihrer Schönheit ins Auge springt. Seine Bilder verlangen vom Betrachter sich mit den Motiven zu beschäftigen. Tillmans Sujets reichen von persönlichen und häuslichen Motiven bis zu politischen Themen über Landschaften, Interieurs und Stilleben bis zu Porträts und Aufnahmen des Sternenhimmels. "Ich mache Bilder, um die Welt zu erkennen", erklärt der Künstler.
Für die Ausstellun im K21 hat der Künstler das komplette weitläufige Untergeschoss als Gesaminstallation eingerichtet und zeigt dabei auch bisher nie zu sehende frühe zeichnerische und andere Arbeiten aus den späten 9180 Jahren.
Wolfgang Tillmans, der 1968 in Remscheid geboren wurde, lebt und arbeitet in London und Berlin. Im Jahr 2000 wurde ihn als erstem Fotografen und Künstler, dr nicht aus England stammt, der renommierte Turner-Preis verliehen.

Wolfgang Tillmans, Kate sitting, 1996
K21, Ständehausstraße 1, Düsseldorf
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Geist(er) 2013, Installationsansicht der Ausstellung "Christian Boltanski - Bewegt" im Kunstmuseum Wolfsburg, Bedruckte Textiltücher © VG Bild-Kunst, Bonn 2013 Foto: Marek Kruszewski
Erinnerung und Vergänglichkeit sind die großen Themen Christian Boltanskis . Seit Jahrzehnten hat kein anderer Künstler im internationalen Kontext den Zusammenhang von Leben und Tod so intensiv bearbeitet – das Verschwinden des Einzelnen und das verzweifelte Bemühen der Menschen gegen das Vergessen und Vergessenwerden. Die Ausstellung Bewegt im Kunstmuseum Wolfsburg ist die seit 20 Jahren umfassendste Ausstellung mit Werken Christian Boltanskis im norddeutschen Raum.
Mit zunehmendend Alter beschäftigt sich der 69-jährige Boltanski mehr und mehr mit dem Tod und thematisiert zunehmend seine eigene Person und die Restzeit seines eigenen Lebens. Seine speziell für das Kunstmuseum Wolfsburg entwickelte Großinstallation und die ergänzenden Arbeiten verleihen dem Thema eine stille Eindringlichkeit und Würde. Im Zentrum der Ausstellung Bewegt steht eine großdimensionale Installation mit dem Titel Geist(er), die die mechanische Bewegung mit einbezieht. Sie schließt an seine monumentalen Installationen Personnes im Grand Palais 2010 in Paris und Chance im französischen Pavillon an der Biennale von Venedig 2011 an.

Menschlich, 1994, Installationsansicht der Ausstellung "Christian Boltanski - Bewegt, ca. 1200 Schwarzweißfotografien © VG Bild-Kunst, Bonn 2013 Foto: Marek Kruszewski
In der Sammlung des Museums befindet sich das für den Künstler „entscheidende“ Werk Menschlich aus dem Jahre 1994. In diesem zentralen Archiv des Boltanskischen Kosmos hat der Künstler 1200 Fotografien seiner 1970 bis 1994 entstandenen Porträtinstallationen zusammengeführt: Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts, sozialen Status sowie unterschiedlicher Herkunft, Religion und Nation, aber auch Täter und Opfer. Die Fotos sind u.a. aus vorgefundenen Fotoalben und Polizeiarchiven genommen und wirken ob ihres Alters und ihrer Herkunft verblichen, wie aus einer anderen Zeit. Wer von diesen Personen noch lebt, ist unsicher.
190 dieser Portraits hat Boltanski aus diesem Archiv Menschlich, das ebenfalls Teil der Ausstellung ist, herausgenommen, auf großformatige transparente Tücher gedruckt und zu einer neuen kinetischen Arbeit mit dem Titel Geist(er) zusammengeführt. Die Ausstellung trägt den beziehungsreichen Titel Bewegt und knüpft an frühere Projekte Boltanskis wie Menschlich, Sachlich, Örtlich und Sterblich an. Dank der hohen Transparenz der Tücher überlagern sich so die Physiognomien für Augenblicke, um gleich darauf wieder zu verschwinden. Die auf den durchsichtigen Tüchern abgebildeten Gesichter wecken in ihrer Flüchtigkeit umso mehr das Bedürfnis, jeden einzelnen dieser Menschen „erkennen“ , etwas über sein Schicksal zu erfahren zu wollen. Angesichts des Umstandes, dass durch die neuen Kommunikationsmedien wie dem Internet Gesichter faktisch viel länger gespeichert bleiben, hat der Künstler diese Installation Geist(er) genannt, und er verbindet damit die Vorstellung, dass unser Gesicht ein Puzzle der vorausgegangen Toten ist: „Und da unser Geist von unseren Vorfahren kommt, bin ich mir sicher, dass es in uns noch all die Toten gibt, die vor uns unter anderen Bedingungen existierten", erklärt Christian Boltanski.

Entre temps, 2003, Installationsansicht der Ausstellung "Christian Boltanski - Bewegt" im Kunstmuseum Wolfsburg, Projektion © VG Bild-Kunst, Bonn 2013 Foto: Marek Kruszewski
Eine weitere Arbeit der Ausstellung ist Diaprojektion Entre Temps (2003) mit Porträtaufnahmen, die Boltanski in unterschiedlichen Altersstufen zeigen – Lebenszeit, die man im Zeitraffer wahrnimmt; die Installation Die letzte Sekunde zählt unerbittlich die Sekunden seines bisherigen Lebens. Bei seinem Tod wird der Zähler stehen bleiben. In diesen ebenso bewegten wie bewegenden Arbeiten unternimmt der Künstler den Versuch, das Fließen der (Lebens-)Zeit zu erfassen. Auch der 2007 eröffnete Japangarten des Kunstmuseums ist Teil der Ausstellung geworden. Boltanski verteilt dort in japanischer Tradition zahlreiche Stäbe mit kleinen Glöckchen, deren leiser Klang im Wind mit den Bewegungen der Tücher im Inneren des Museums korrespondiert.
Die Thematisierung des eigenen Todes radikalisiert Boltanski in einem einzigartigen Kunstprojekt, in dem er sein eigenes Leben in übertragenem Sinne „aufs Spiel setzt“, um wie er sagt „sich an das Sterben zu gewöhnen“: Er ging mit dem Sammler Dan Walsh eine Wette ein: Für eine Arbeit zahlt ihm der professionelle Glücksspieler nicht einen Festbetrag, sondern eine Leibrente und zwar bis zu seinem Tode. Nach sieben Jahre wäre das Werk abbezahlt. Stirbt Boltanski vorher, macht der Sammler ein Geschäft, wenn nicht, der Künstler. Das Werk besteht darin, dass vier Kameras das Geschehen in Boltanskis Pariser Studio live filmen und die Bilder auf die südaustralische Insel Tasmanien übertragen, wo Dan Walsh „die letzten Jahre des Künstlers“ auf DVD archiviert. Für Boltanski ist es allerdings egal, ob er schon in drei, in fünf oder erst nach sieben Jahren stirbt: Er ist in diesem Spiel immer ein Gewinner.
Neben den Fotoportraits und der Wette mit Dan Walsh legt Boltanski seit Jahren noch ein weiteres Archiv an: Er sammelt Herztöne. Mittlerweile haben ca. 60.000 Menschen weltweit ihren Herzschlag auf Tonträger aufzeichnen lassen. Das Archiv mit dem Titel „Herzschlag für die Ewigkeit“ befindet sich auf der japanischen Insel Teshima.
Gerade im Hinblick auf die neuen Sozialen Netzwerke und auch hinsichtlich der Diskussion um ein posthumanes Zeitalter, in dem es egal ist, ob hinter dem sprechenden Gesicht ein lebendes Individuum steht oder eine Maschine, gewinnt Boltanskis fundamentale Befragung der Kernelemente menschlicher Existenz, Leben und Tod, eine hohe Brisanz und bringt sie mit minimalen Gesten, Leichtigkeit, Selbstverständlichkeit und Gelassenheit zur Sprache. Und anders als die Religionen, die Antworten geben wollen, bescheidet sich Christian Boltanski auf das Fragen – Fragen, die durch den Blick auf das Leben und Werk dieses Künstlers eigentlich schon Antworten enthalten.
Das Kunstmuseum Wolfsburg hat mit seiner großen Halle immer wieder großdimensionale Ausstellungsprojekte ermöglicht. Zu ihnen gehören einzigartige Schauen wie Olafur Eliasson, Your Lighthouse (2004), Douglas Gordon, Between Darkness and Light (2007) und James Turrell, The Wolfsburg Project (2009).
Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerplatz 1, Wolfsburg
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Ein Abenteuer mit ungewissenen Ausgang verspricht der Besuch der fotografischen Bilderwelt von Alexandra Vogt im Stadthaus Ulm zu werden. Wetterphänomene, Mischwesen, Räume - das Spektrum der Motive ist breit, in der sich die Künstlerin bewegt.
Alexandra Vogt wurde 1970 in Mussenhausen geboren, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Müanchen, am Goldsmith College London, an der Glasgow School of Art und an der Konsthögskolan Stockholm. Die Künstlerin arbeitete mit ihren eigenen Pferden im ehemaligen Milchwerk Sankt Mang im Unterallgäu.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Ulm
http://www.stadthaus.ulm.de/stadthaus/sixcms/detail.php?id=48048


