Fotoausstellungen

16.12.2014 - 13.02.2015
Fotoausstellung Stuttgart . Karl Johaentges suchte in Zusammenarbeit mit der Venezianerin Luana Castelli mit der Kamera abseits von Markusplatz und Rialtobrücke dieses andere Venedig und hat sich in einem mehrjährigen Fotoprojekt auf das eher Unbekannte und die noch verbliebenen Bewohner konzentriert. Die Ausstellung in der Galerie f75 zeigt Bilder aus diesem Projekt. Bis 13.2.2015
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KaJo / Die letzten Venezianer
Fotoausstellung Stuttgart . Karl Johaentges suchte in Zusammenarbeit mit der Venezianerin Luana Castelli mit der Kamera abseits von Markusplatz und Rialtobrücke dieses andere Venedig und hat sich in einem mehrjährigen Fotoprojekt auf das eher Unbekannte und die noch verbliebenen Bewohner konzentriert. Die Ausstellung in der Galerie f75 zeigt Bilder aus diesem Projekt. Bis 13.2.2015

 

 

Venedig ist millionenfach publiziert und jeder glaubt, die Stadt zu kennen - aber oft sind es nur die Klischees, die übrigbleiben. Während die Besucherzahl stetig steigt, sinkt die Zahl ihrer Bewohner dramatisch. Der globale Tourismus gefährdet Subtanz und Herz der geschichtsträchtigen Lagunenstadt. Wann ist eine Stadt eine Stadt und nicht nur Kulisse?

 

 

Karl Johaentges suchte in Zusammenarbeit mit der Venezianerin Luana Castelli mit der Kamera abseits von Markusplatz und Rialtobrücke dieses andere Venedig und hat sich in einem mehrjährigen Fotoprojekt auf das eher Unbekannte und die noch verbliebenen Bewohner konzentriert. Er suchte die Venezianer in der Weite der Lagune und versteckten Ecken der Sestières und zeichnet mit Portraits und stimmungsvollen Stadtbildern ein ein­drucksvolles Bildermosaik Venedigs. Im Herbst erschien dazu der Bildband. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus diesem Bildband.

 

 

Karl Johaentges wurde 1948 in Daun/Eifel geboren und brach 1981 als 33-Jähriger nach fünf Berufsjahren als Architekt zu einer dreijährigen Weltreise auf. 1985 publizierte er im eigens gegründeten KaJo-Verlag sein erstes Buch »Bilder einer Weltreise«. Zusammen mit seiner australischen Frau Jackie Blackwood brachte er eine populäre Bildbandreihe heraus. Drei KaJo-Bände wurden mit einem Kodak-Fotobuchpreis ausgezeichnet, zwei für den Deutschen Fotobuchpreis nominiert. KaJo fotografierte bislang über vierzig Bildbände, seine Reportagen und Fotografien wurden in Magazinen wie Stern und Geo gedruckt und in mehreren Einzelausstellungen gezeigt. Die bei f75 präsentierten Arbeiten

Die bei f75 präsentierten Arbeiten entstanden über einen Zeitraum von fünf Jahren. Karl Johaentges lebt mit seiner Frau Jackie in Hanno­ver, sie verbringen aber jedes Jahr mehrere Monate in ihrer »zweiten« Heimat Neuseeland. Arbeitsschwerpunkte: Reisefeatures, Reportage, Architekturfotografie und Luftaufnahmen.

Passend zur Ausstellung ist 2014 das gleichnami­ge Buch erschienen. 400 Seiten, etwa 400 Fotos, durchgehend farbig, terra magica 39,99 Euro

 

Galerie f75, Filderstraße 75, Stuttgart

 

14.12.2014 - 22.02.2015
Fotoausstellung Winterthur Gleich drei Fotoausstellungen starten zeitgleich im schweizerischen Fotomuseum Winterthur: Viviane Sassen mit ihren provokativen Bildern „In and Out of Fashion“ und aus dem über 7000 Bilder umfassenden Fotoarchiv von Peter Piller wird zum einen „Belegkontrolle“zum anderen „Pheripheriewanderung“ zu sehen sein. 13. Dezember 2014 bis 15. Februar 2015 bzw. 22. Februar 2015
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Dreimal Fotografie
Fotoausstellung Winterthur Gleich drei Fotoausstellungen starten zeitgleich im schweizerischen Fotomuseum Winterthur: Viviane Sassen mit ihren provokativen Bildern „In and Out of Fashion“ und aus dem über 7000 Bilder umfassenden Fotoarchiv von Peter Piller wird zum einen „Belegkontrolle“zum anderen „Pheripheriewanderung“ zu sehen sein. 13. Dezember 2014 bis 15. Februar 2015 bzw. 22. Februar 2015

 

Viviane Sassen

 

Viviane Sassen, Ohne Titel, 2010, Aus Sol & Luna

 

Mit ihren auffallend originellen und oft auch provokativen Bildern hat sich Viviane Sassen zu einer der aufregendsten Fotografinnen Europas entwickelt. „In and Out of Fashion“ ist die erste große Retrospektive ihrer Modefotografie, die sie parallel zu ihren künstlerischen Arbeiten entwickelt hat. Sassen hat die Ausstellung zusammen mit ihrem Ehemann, dem Designer Hugo Timmermans konzipiert. Gezeigt wird eine Auswahl von mehr als 300 Bildern aus den letzten siebzehn Jahren mit Schnappschüssen vom Set, Fotostrecken aus Magazinen, Ausstellungsprints und Projektion.

 

Viviane Sassen, Mimi, 2007 Aus Realm

 

 

Viviane Sassen ist bekannt für ihren verspielten, kreativen Stil, aber auch dafür, dass sie mit vielen Klischees der Modeindustrie bricht und die Übervorsicht aus kommerziellen Gründen mit einer spielerischen und formal innovativen Praxis aushebelt. Für sie ist Modefotografie eine Art Labor und die Arbeit mit den Models, Stylisten und Maskenbildnerinnen ein offener und experimenteller Prozess. In ihren Bildern werden die Körper der Models bis an die Grenzen der Abstraktion inszeniert, immer auf der Suche nach Formen, welche die Verwandtschaft der Mode mit anderen visuellen Künsten wie Collage und Skulptur sichtbar machen. Ihre Bilder durchbrechen traditionelle Formate, die intensiven Farben und Schatten sowie Spiegel und weitere Requisiten fordern unsere Wahrnehmung heraus.

 

Viviane Sassen, In Bloom, 2011 Für Dazed & Confused

 

In and Out of Fashion ist eine innovative, multimediale Ausstellung, mit u. a. einer Projektion, die einen Laufsteg simuliert. Im Gegensatz zu ihrer Arbeit als Künstlerin, sind die Werke dieser Ausstellung zu einem großen Teil Auftragsarbeiten, darunter sind Fotografien für die Werbekampagnen von Modelabels wie M Missoni, Stella McCartney–Adidas, Miu Miu und Louis Vuitton.

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit des Fotomuseum Winterthur mit dem Huis Marseille, Amsterdam, und Viviane Sassen, die die Ausstellung mitkuratiert hat.

Der reich illustrierte Begleitkatalog Viviane Sassen: In and Out of Fashion erschien im Prestel-Verlag mit Essays von Nanda van den Berg und Charlotte Cotton.

 

 

Viviane Sassen, 1972 in Amsterdam geboren, wuchs in Ostafrika auf, bevor sie an der Hogeschool voor Kunsten in Utrecht Modedesign und Fotografie studierte und Kunst am Ateliers Arnhem. Ihre Werke wurden schon in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und sind in Sammlungen wie unter anderem  Los Angeles County Museum of Art; Museum of Modern Art, New York, im Maison Européenne de la Photographie, Paris, im Fotomuseum Winterthur, Schweiz; und dem Centre National des Art Plastiques, Paris.

 

 

Peter Piller –
Belegkontrolle

„Auto berühren“ oder „Schiessende Mädchen“ – das sind Namen der Fotoserien aus dem über 7000 Bilder umfassenden Archiv von Peter Piller. Mitte der 1990er Jahre arbeitete Peter Piller während des Kunststudiums bei einer Medienagentur. Für Werbekunden prüfte er, wo und in welcher Form ihre geschalteten Anzeigen tatsächlich erschienen waren. So blätterte sich der deutsche Künstler täglich durch die Presse und stieß dabei immer wieder auf besondere Bilder, die er sammelte und in thematische Werkgruppen kategorisierte.

 

Peter Piller
Aus Schiessende Mädchen, 2000-2005
Inkjet-Print, 47 x 69 cm

 


Peripheriewanderung Winterthur

Die zweite Ausstellung von Peter Piller heißt „Peripheriewanderung“. Seit fast 20 Jahren unternimmt Peter Piller (*1968 in Fritzlar) an verschiedenen Orten Europas sogenannte Peripheriewanderungen. In Hamburg, dem Ruhrgebiet, in Bonn, Graz und Barcelona umwanderte er in kleinen Etappen die Siedlungsgrenzen dieser unterschiedlich großen Städte und Regionen. Peter Piller folgt dabei seinem Blick und seiner Erinnerung und hört auf, sobald seine Wahrnehmungsfähigkeit erschöpft ist. Nun hat das Fotomuseum Winterthur Peter Piller eine Auftragsarbeit vergeben, die den Künstler in den Jahren 2013/14 mehrmals zum Fotografieren nach Winterthur führte. In der Ausstellung Peripheriewanderung Winterthur sowie in der gleichnamigen Künstlerpublikation im Nieves-Verlag wird man aber auch Zeuge, wie eine Leidenschaft aus Kinderjahren erneut in Peter Pillers Leben tritt. Oder in seinen eigenen Worten: „Überlagerte oder von Hormonen weggeboxte Interessen sterben nicht ab, sondern überdauern, verkapselt, unbemerkt ganze Jahrzehnte, und mit einem Mal sind sie wieder da. Im neuen Jahrtausend auf der biografischen Bahn weiter verschoben, fordern sie natürlich umgehend auch Zugang zur Fotografie.“

 

Peter Piller, Aus Peripheriewanderung Winterthur, 2013/2014
C-Print, 30x40 cm
© Peter Piller/2014 Pro Litteris, Zürich

 

 

Die Peripheriewanderung Winterthur wurde im Rahmen des Stadtjubiläums Winterthur750 realisiert.

 

Fotomuseum Winterthur, Grüzenstraße 44 + 45, Winterthur

 

 

 

13.12.2014 - 28.02.2015
Fotoausstellung Köln . Die Bilderserie "View Kyoto" der niederländischen Fotokünstlerin Jacqueline Hassink stellt die Galerie Kaune, Posnik, Spohr vor. Das gleichnamiges Buch im Verlag Hatje Cantz erschienen, hat gerade den Deutschen Fotobuch-Preis 2015 der Kategorie Silber erhalten. Die Motive zeigen Innen- und Außenräume buddhistischer Tempel und ihre traditionellen, japanischen Gartenanlagen. Bis 28.2.2015
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Jacqueline Hassink - View Kyoto
Fotoausstellung Köln . Die Bilderserie "View Kyoto" der niederländischen Fotokünstlerin Jacqueline Hassink stellt die Galerie Kaune, Posnik, Spohr vor. Das gleichnamiges Buch im Verlag Hatje Cantz erschienen, hat gerade den Deutschen Fotobuch-Preis 2015 der Kategorie Silber erhalten. Die Motive zeigen Innen- und Außenräume buddhistischer Tempel und ihre traditionellen, japanischen Gartenanlagen. Bis 28.2.2015

 

 

Bereits in früheren Fotoarbeiten beschäftigte sich Jacqueline Hassinks mit der Präsenz von Raum und Architektur. Auch in ihren neuen Bildern zeigt die Künstlerin explizit Raum, indem sie mit Kyotos Tempeln und deren anliegenden Gärten sowohl private Architekturen als auch öffentliche Räume fotografiert. Sie verzichtet hier ebenfalls bewusst auf die Anwesenheit von Menschen, lässt höchstens Spuren dieser erahnen und schafft grade dadurch Orte, die in ihrer „Leere“ vollkommen wirken. Die Bilder der Tempel mit ihrer vorherrschenden, beeindruckenden Klarheit und Strenge, der Ausblick auf die Sphäre der geordneten, harmonischen, aber lebendigen Natur; diese Durchdringung der Innen- und Außenräume erinnert zwar noch an die Einwirkung des Menschen, lassen aber ihr selbstständiges Zusammenspiel in den Vordergrund rücken und bezaubern durch ihre schlichte Schönheit. Hassinks kontinuierliche fotografische Leistung liegt unter anderem darin, den von ihr abgebildeten Räumen die Bedeutsamkeit der abwesenden Menschen und ihren „Funktionen“ zu übertragen.

 

 

 

Shisen-d? 11, spring, Northeast Kyoto, 31 May 2009 (8:00–9:00)

 

 

Galerie Kaune, Posnik, Spohr, Albertusstraße 26, Köln

 

11.12.2014 - 20.01.2015
Fotoausstellung München In einer Ein­zel­aus­stel­lung stellt die Ingo Seufert Galerie für Fotografie der Gegenwert Bilder des in Lon­don leben­den ita­lie­ni­schen Künst­lers Giu­seppe Lo Schiavo vor. In Koope­ra­tion mit der Burning Giraffe Art Gal­lery Turin wer­den die drei inter­na­tio­nal bekann­ten Serien “Levi­ta­tion”, “In Vivo” und “Art Cur­rency” gezeigt. Bis 20.1.2015
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Guiseppe Lo Schiavo - Beyond Reality Beyond Photography
Fotoausstellung München In einer Ein­zel­aus­stel­lung stellt die Ingo Seufert Galerie für Fotografie der Gegenwert Bilder des in Lon­don leben­den ita­lie­ni­schen Künst­lers Giu­seppe Lo Schiavo vor. In Koope­ra­tion mit der Burning Giraffe Art Gal­lery Turin wer­den die drei inter­na­tio­nal bekann­ten Serien “Levi­ta­tion”, “In Vivo” und “Art Cur­rency” gezeigt. Bis 20.1.2015

 

In Vivo: The Flemish Girls B (2013)
Giclée-Print auf Hahnemühle FineArt Papier

 

 

Foto­gra­fie als Medium objek­ti­ver Wirk­lich­keitsan­eig­nung, als aus­schnitt­hafte Inter­pre­ta­tion der Welt hat den aus Kala­brien stam­men­den Künst­ler Giu­seppe Lo Schiavo (* 1986) nie inter­es­siert. Aus­gangs­punkt für Lo Schiavo, der ein Archi­tek­tur­stu­dium mit einem Stu­dium der Foto­gra­fie und zeit­ge­nös­si­scher Kunst ver­band,  ist immer der gedank­li­che Vor­wurf, der mit­tels einer exakt insze­nier­ten Bild­rea­li­tät seine Visua­li­sie­rung erfährt.

Der aus Kalabrien stammende Giu­seppe Lo Schiavo, 1986 geboren, hat die Fotografie nie als das Medium objektiver Wirklichkeit besetzt. Mit präzise inszenierten Bildern, die nicht eines gewissen Witzes entbehren, setzt er Motive ungewöhnlich und interessant gekonnt um. Lo Schiavo verband sein Architekturstudium mit einem Studium der Fotografie und zeitgenössischer Kunst. Mit der an den Maler René Magritte angelehnten Bildserie „Levi­ta­tion“ gelang dem Künstler 2012 der internationale Durchbruch. Um seine Bildideen darzustellen benötigt Lo Schiavo keinen Pinsel und Leinwand, sondern bedient sich der scheinbar naturgetreuen Fotografie.

 

Levitation: Parthenon (2011)
Kohlepigmentdruck auf Hahnemühle Matt FineArt Papier

 

Auf dem schwe­ben­den Fel­sen der Par­thenon, das Kolos­seum, der Eif­fel­turm, das Tadsch Mahal oder die Monu­men­tal­sta­tue des Cristo Reden­tor aus Rio de Janeiro - für Giu­seppe Lo Schiavo zei­gen diese Foto­gra­fien „nicht eine phy­si­sche Rea­li­tät, son­dern sie illus­trie­ren ein ‚Uni­ver­sum‘ aus Gedan­ken, die Frei­heit der ima­gi­nä­ren Mög­lich­kei­ten des Unbe­wuss­ten, um sol­che Ver­ständ­nis­ebe­nen anzu­he­ben und zu errei­chen, die die Rea­li­tät hin­ter sich las­sen.“

 

In Vivo: The Flemish Girl C (2013),
Giclée-Print auf Hahnemühle FineArt Papier


Seine Serie „Ad Vivum“ von 2013 setzt die Anmutung nie­der­län­di­scher Por­trät­ma­le­rei des 15. Jahr­hun­derts in Fotografien um. Far­big­keit und Formen­spra­che erschei­nen jedoch stark redu­ziert und jeder Indi­vi­dua­li­sie­rung ent­ho­ben. Die Bezeich­nung „Ad Vivum“ (lat. „nach der Natur“), die in der Por­trät­ma­le­rei des 15. und 16. Jahr­hun­derts gerade dazu benutzt wurde, um eine größt­mög­li­che Ähn­lich­keit des Abbil­des zu zeigen, erhält mit­hin eine rezi­proke Bedeu­tungs­ebene. Die Foto­gra­fien Lo Schia­vos zei­gen Modelle, die durch ihren hel­len Teint und die sta­tua­ri­sche Pose gerade nicht Natur­nähe sug­ge­rie­ren. Der tra­di­tio­nel­le Begriff der Por­trätähn­lich­keit wird unter­lau­fen und durch arche­ty­pi­sche Figu­ra­tio­nen ersetzt.

 

Art Currency: Distribution of Wealth (2014)
UV-Print auf 21 Banknoten zu 1 US-Dollar



Die jüngste Serie „Art Cur­rency“ setzt sich mit der unauf­lös­li­chen, ambi­va­len­ten  Alli­anz zwi­schen Kunst und Geld aus­ein­an­der: Indem Geld all unsere Lebens­be­rei­che domi­niert, sind auch Kunst und Krea­ti­vi­tät Teil der Aneig­nung durch den Kapi­ta­lis­mus. Lo Schiavo über­setzt die­ses Span­nungs­ver­hält­nis in eine Bil­der­se­rie, die mit­tels UV-Druck direkt auf ech­ten Bank­no­ten geprin­tet wurde, wobei die Bild­mo­tive in die Tex­tur der Geld­scheine ver­wo­ben erschei­nen. Das sym­bio­ti­sche Ver­hält­nis zwi­schen Künst­ler oder Kunst­ob­jekt zum Kunst­markt wird dabei u. a. durch ein Por­trät von Andy War­hol ver­an­schau­licht oder durch den Par­thenon, der große Teile sei­nes figür­li­chen Schmucks auf­grund der öko­no­mi­schen Inter­es­sen eines Ein­zel­nen einbüßte.

 

Ingo Seufert, Schleißheimerstraße 44, München

 

 

 

 

 

06.12.2014 - 07.02.2015
Fotoausstellung Berlin . In der Gruppenausstellung "Love" bei Camera Work zeigen über 100 Fotografien welche Bedeutung und welche Vielfalt das Thema innerhalb der Fotokunst haben kann. Die eigenkuratierte Ausstellung ist eine Entdeckungsreise durch die Fotokunst. Bis 7. Februar 2015
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Love
Fotoausstellung Berlin . In der Gruppenausstellung "Love" bei Camera Work zeigen über 100 Fotografien welche Bedeutung und welche Vielfalt das Thema innerhalb der Fotokunst haben kann. Die eigenkuratierte Ausstellung ist eine Entdeckungsreise durch die Fotokunst. Bis 7. Februar 2015

 

© Ellen von Unwerth, "The Story of Olga" when the cat is away..., 2011

 

Eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise durch die Geschichte der Fotokunst bietet die Ausstellung "Love". In unterschiedlichsten Facetten geben interessante Fotokünstler einen Eindruck wie sich dieses Thema durch Zeit und Raum zieht. Über 50 wichtige Fotokünstler sind mit über 100 Fotografien in der Ausstellung vertreten und lassen das Motiv Liebe sichtbar werden. Vom Genre Akt über Porträt bis zur Tierfotografie zeigen die Bilder auf, wie offenbar, ikonografisch, symbolisch und abstrakt das Thema Liebe in der Fotokunst umgesetzt wird.

 

 

© Robert Polidori, La Famille du Marquis de Sourches by François-Hubert Drouais, 1756
Ancien Réchauffoir du Capitaine des Gardes, Corps Central - R.S.C. Chateau de Versailles, 2005

 

 

Zu den ausgestellten Künstler gehören so große Namen wie Diane Arbus, Nick Brandt, Michel Comte, David Drebin, Elliott Erwitt, Horst P. Horst, Christian Tagliavini oder Ellen von Unwerth. Sie geben einen spannenden Einblick in die Darstellungsmuster des universellen Themas. Dabei spielt die Umsetzung, Ästhetisierung und Symbolisierung von Liebe in der Photographie eine ebenso bedeutende Rolle wie die vom Künstler empfundene Liebe zu bestimmten Personen oder Orten. Dadurch umfasst die Ausstellung Arbeiten, in denen Liebe in zwei Richtungen entscheidend zum Entstehungsprozess und zur Wirkung beiträgt: die Liebe des Künstlers zum und die vom Betrachter gedeutete Liebe im Motiv. Um diese vielschichtigen Deutungsebenen aufzuzeigen, werden die ausgestellten Arbeiten mit persönlichen Zitaten und Anekdoten der Künstler ergänzt, in denen auf die Bedeutung von Liebe im Motiv vertiefend eingegangen wird.

 

© Brian Duffy, Smmy Davies jr. and his Wife May Britt.

 

© Herb Ritts, Maai Woman and Child, Africa, 1993

 

 

Die ausgestellten Künstler geben den Abgründen, Ambivalenzen und Absurditäten der Liebe ebenso Gestalt wie der Möglichkeit, dass die Erfüllung der Sehnsüchte, Glücksmomente und die Wahrhaftigkeit der Liebe am Ende triumphieren. Berühmte Werke wie Elliott Erwitts »California« fangen den einzigartigen Moment menschlicher Zuneigung und fragiler Zärtlichkeit ein. Dorothea Lange und Steve Schapiro zeigen in ihren Arbeiten die Liebe zwischen Eltern und ihren Kindern. Horst P. Horst, Robert Doisneau oder René Burri wiederum verstehen es mit Formen, bewegenden Augenblicken oder dem gezielten Einsatz von Licht eine Stimmung der Liebe zu erzeugen. Im Kontrast zu dieser Romantisierung setzen sich Ellen von Unwerths Arbeiten mit der Lust und Leidenschaft der Erotik auseinander. Das sexuelle Begehren nimmt hier eine zentrale Rolle ein. Christian Tagliavini hingegen spielt in der bekannten Serie »Carte« mit Symbolen der Liebe. Das Fundament für Paolo Roversis Arbeiten dagegen begründet sich aus seiner Liebe zum Motiv: Der weibliche Körper wird von ihm feinfühlig inszeniert und seine Leidenschaft für die Photographie spiegelt sich in seinem Stilmerkmal einer Aura des Grazilen und Unnahbaren wider. Die Facetten der Liebe, die nicht der zwischenmenschlichen Natur entstammen, werden in der Gruppenausstellung gleichbedeutend beleuchtet. Diese alternativen Formen der Zuneigung beeinflussen eine Vielzahl von Künstlern. So motiviert die Liebe zur afrikanischen Tierwelt Nick Brandt zu herausragenden Arbeiten im Genre der Tierphotographie. Die Ruhe und Majestät seiner Arbeiten wirkt auf den Betrachter mit großer Intensität. In dieser Weise lässt Nick Brandt Freiraum für Assoziationen – so suggeriert »Lioness with Cub in Mouth« den Zusammenhalt und die Sicherheit eines Familienbundes.

Ist die klassische Definition von Liebe eine starke Emotion, mit der Haltung inniger und tiefer Verbundenheit und Wertschätzung zu einer Person, die den Nutzwert einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt, erweitern die Werke in der Ausstellung dieses Verständnis. Liebe wird interdisziplinär in ihrer Gesamtheit betrachtet – Liebe ist Leidenschaft und Zuneigung, die weit über die Eindimensionalität zu einem Menschen hinausgehen kann.

Zahlreiche Werke aus der Ausstellung stammen aus der Sammlung der CAMERA WORK AG.

 

© Christian Tagliavini, Carte L'Amante

 

 

Künstlerinnen und Künstler in der Ausstellung »Love«

Anderson & Low, Diane Arbus, Harry Benson, Thomas Billhardt, Nick Brandt, Brassaï, Josef Breitenbach, René Burri, Cornell Capa, Michel Comte, Robert Doisneau, David Drebin, Frantisek Drtikol, Brian Duffy, Elliott Erwitt, Louis Fauer, Larry Fink, Robert Frank, Thomas Hoepker, Horst P. Horst, George Hoyningen-Huene, Russell James, Nadav Kander, André Kertész, Steven Klein, Jeff Koons, Germaine Krull, Dorothea Lange, Annie Leibovitz, Leon Levinstein, Peter Lindbergh, Jacques Lowe, Will McBride, Ralph Mecke, Martin Munkacsi, Helmut Newton, Ruth Orkin, Norman Parkinson, Robert Polidori, Man Ray, Eugenio Recuenco, Blaise Reutersward, Bettina Rheims, Herb Ritts, Willy Ronis, Yoram Roth, Thomas Ruff, Steve Schapiro, Christian Tagliavini, Ellen von Unwerth, Edward Weston, Tom Wood

 

Camera Work, Kantstraße 140, Berlin

 

 

 

05.12.2014 - 31.01.2015
Fotoausstellung München . Er zählt zu den bedeutenden Fotografen des 20. Jahrhunderts und ist vor allem durch seine unverwechselbaren Mode- und Porträtaufnahmen international bekannt geworden. Die Galerie Bernheimer Fine Art Photography präsentiert als dritte Ausstellung in Kooperation mit dem Horst Estate Miami/Florida Farbfotografien von Horst P. Horst. Vom 5.12.2014 bis 31.1.2015
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Horst P. Horst - Fashion in Colour
Fotoausstellung München . Er zählt zu den bedeutenden Fotografen des 20. Jahrhunderts und ist vor allem durch seine unverwechselbaren Mode- und Porträtaufnahmen international bekannt geworden. Die Galerie Bernheimer Fine Art Photography präsentiert als dritte Ausstellung in Kooperation mit dem Horst Estate Miami/Florida Farbfotografien von Horst P. Horst. Vom 5.12.2014 bis 31.1.2015

Horst P. Horst: Barbara 'Babe' Cushing Mortimer Paley, dress by Traina-Norell, 1946

 

 

Horst P. Horst gilt als der Doyen der Modefotografie seiner Zeit. Bisher waren es hauptsächlich seine schwarz-weiß Fotografien, die im Fokus standen. Seine Karriere als Fotograf begann im Jahr 1931 in Paris bei der französischen Vogue. Die Farbbilder von Horst P. Horst, der 1906 als Horst Paul Albert Bohrmann in Weißenfels geboren wurde, fielen in eine Zeit in der die Farbe durch den im Jahr 1935 auf den Markt gekommenen Kodak Kodachrome Farbfilm  Schwung bekam.

 

 

 

 Horst P. Horst: Muriel Maxwell, hat by Lilly Daché, jewellerey by Trabert an Hoeffer-Mauboussin, 1940

 

Horst P. Horst entdeckte die neuen technischen Möglichkeiten schnell und wurde zu einem der begehrtesten Farbfotografen im Bereich der Mode. Dabei gehörten die späten 30er, 40er und frühen 50er Jahre zu seinen produktivsten Schaffensjahren – für einen seiner Auftraggeber, dem amerikanischen Condé Nast Verlag, Herausgeber der Vogue und Vanity Fair, schuf Horst über neunzig Covermotive. Schmuckstücke sind die im Rahmen der Ausstellung präsentierten Werke „Muriel Maxwell, ensemble by Sally Victor, bag by Paul Flato, sunglasses by Lugene, 1939“ , „Barbara ‚Babe’ Cushing Mortimer Paley, dress by Traina-Norell, 1946“, und „Jean Patchett, bathing suit by Brigance, 1951“. In eleganter und doch lässig entspannter, spontaner und frischer Pose, entsprechend den damaligen amerikanischen Vorstellungen, präsentieren die Supermodels und Hollywoodgrößen der Zeit Mode der angesehensten Designer.

 

Horst P. Horst: Loretta Young, NY, 1941

 

Während Horsts schwarz-weiß Fotografien durch den dramatischen Einsatz von Licht und Schatten begeisterten, setzte er bei seinen Farbbildern auf das Nebeneinander von Farbblöcken. Mittels dieses Arrangements kreierte Horst sensationell leuchtende und klare Motive. Dabei sind die Bilder Zeitdokumente des amerikanischen Lebens und der Mode und zeitlos zugleich.

Im Gegensatz zu seinen schwarz-weiß Fotos wurden die farbigen bisher weder in Ausstellungennoch in Galerien der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Denn zur Entstehungszeit der Aufnahmen wurden keine Abzüge von den Bildern gefertigt, da die Kodachrome direkt zum Druck in den Magazinen genutzt wurden.

 

Erst in jüngster Vergangenheit öffnete das in den 1920er Jahren gegründete Condé Nast Archiv seine Türen, um in Kooperation mit dem Horst Estate eine kleine Auswahl der Kodachrome Horsts aus den 1940er und 50er Jahren auszuwählen und für eine Neuauflage freizugeben. Diese Arbeiten gelten als die größte Neuentdeckung im Oeuvre des Künstlers und wurden in der Ausstellung im Londoner Victoria & Albert Museum weltweit medial bewundert und gefeiert.

Exklusiv kommen jetzt, rund ein halbes Jahrhundert nach Aufnahme der einzigartigen farbigen Modebilder, auch die Besucher der Ausstellung Horst P-. Horst - Fashion in Colour in der Galerie Bernheimer, in den Genuss, diese Bilder  genießen zu können. Zu den fünfundzwanzig Motiven der Ausstellung in London werden noch ein paar überraschende Highlights aus den Bereichen der Interieur-und Portraitphotographie gezeigt, die noch nie zuvor zu sehen waren.

 

 

Parallel zu der gefeierten Retrospektive im Victoria & Albert Museum in London zeigt Bernheimer als erste Galerie weltweit eine Auswahl an Farbfotografien von Horst P. Horst.

 

Bernheimer Fine Art Photography, Brienner Straße 7, München

 

05.12.2014 - 14.02.2015
Fotoausstellung Bochum . In der Ausstellung stellt die Galerie M Werke des Schweizer Künstlers Stephan Schenk vor. Präsentiert werden Tapisserien und Fotografien der Serie "Kreuzweg", die in extremer Nahsicht Ausschnitte des Geländes von Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs zeigen. Vom 5.12.2014 bis 14.2.2015
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Stephan Schenk - Kreuzweg
Fotoausstellung Bochum . In der Ausstellung stellt die Galerie M Werke des Schweizer Künstlers Stephan Schenk vor. Präsentiert werden Tapisserien und Fotografien der Serie "Kreuzweg", die in extremer Nahsicht Ausschnitte des Geländes von Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs zeigen. Vom 5.12.2014 bis 14.2.2015

 

 

Die 14 Tapisserien der Serie sind ausgehend von fotografischen Bildern gefertigt und hängen mit ihrer beeindruckenden Größe von je 295 x 223 cm vor der Wand. Das Gewebte zeigt nahe und detaillierte Ansichten natürlichen Geländes: Blätter, Zweige, Erde, Gras, Wasser. Fesselnd ist dabei zunächst die Schönheit der gewebten Naturstücke. Die Tapisserien sprechen den Betrachter auf einer körperlich-räumlichen Ebene an, die sehr direkt und wenig distanziert ist. Dies gilt auch für die Perspektive des Blicks auf die Erde, den die Werke zeigen: Der Betrachter wähnt sich nur wenige Zentimeter von der Erdoberfläche entfernt und er ist dieser so frontal zugewandt, dass ein Oben und Unten kaum mehr auszumachen ist. Stephan Schenk zeigt in seinen Arbeiten Ausschnitte geschichtsträchtigen Geländes. Er ist zu den einstigen Schlachtfeldern gereist und hat mit seiner Kamera die Erdoberfläche der Orte festgehalten, an denen hunderttausende Menschen gestorben sind. In der reinen Anschauung der Werke formuliert sich dies nicht. Die Titel der Arbeiten aber erweitern den Blick: Sie geben an, wo die Fotografien aufgenommen wurden. Verdun, Somme, Tannenberg – diese Namen werden auch heute noch unmittelbar mit dem Ersten Weltkrieg assoziiert.

 

 

Stephan Schenks Tapisserien verzichten bewusst auf jeden Anschein von Objektivität. Durch die Übersetzung der Fotografien in das Medium der Tapisserie konterkarieren die Werke mit den medialen Eigenschaften, die fotografischen Bildern häufig den Anschein von Objektivität verleihen: Beim Herantreten werden eben nicht mehr Details sichtbar und es handelt sich nicht um Bilder, die sich gleichsam „von selbst“ dem Stoff eingeschrieben haben. Schenk geht vielmehr von der Annahme aus, dass ein solch traumatisches Ereignis wie der Erste Weltkrieg grundsätzlich nicht objektiv visualisierbar ist. Die Fotografien und Tapisserien der Serie „Kreuzweg“ sind daher eher als Anstoß zu einer Auseinandersetzung zu verstehen und forcieren dies auf vielfältige Art und Weise.

Im Hinblick auf die Umsetzung der Bilder im Medium der Tapisserie fasziniert der Gedanke des „Ineinander-verwoben-seins“ von Schicksalen und Geschichte. Der Titel der Serie, „Kreuzweg“, setzt hier an. Mehr noch als die religiöse Bedeutung des Begriffs, die hier durchaus eine Rolle spielt, beispielsweise weil der Erste Weltkrieg bereits von Zeitgenossen häufig als „Martyrium“ bezeichnet wurde, interessiert Schenk die Idee „sich kreuzender Wege“ mit der Option, den eingeschlagenen Weg selbst zu wählen. Dies erscheint im Hinblick auf die schicksalhaften Kettenreaktionen, die zum Ersten Weltkrieg führten, als ein bemerkenswerter Gedanke.

Schenk geht es in seinen Werken darum, die Erinnerung an die Opfer und an das Leiden des Ersten Weltkriegs wachzuhalten – in Form einer dezidiert nicht objektiven, sondern vor allem auf Erfahrung angelegten Erinnerungskultur. Stephan Schenks Serie „Kreuzweg“ gewährt dem Betrachter eine große Offenheit an Reflexionsmöglichkeiten. Ohne eine Lesart vorzugeben entfaltet sich in Anbetracht der Werke und mit dem Wissen um die Orte ein individuelles, emotionales Gedankenspiel, im Zuge dessen der Betrachter das Gezeigte mit Inhalt und Bedeutung füllt.

 

Galerie M Bochum, Schlossstraße 1a, Bochum

 

05.12.2014 - 08.02.2015
Ausstellung Wien Seine Gemälde winterlicher Landschaft trugen nicht unwesentlich zu dem Ruf Tirols als Skiparadies bei. Aber Alfons Walde war nicht nur Maler sondern auch Fotograf und dabei lag sein Fokus auf dem weiblichen Akt. Das Fotomuseum WestLicht zeigt jetzt neben Gemälden auch die bislang kaum bekannten erotischen Fotografien aus dem Nachlass des Malers, die über Jahrzehnte unbeachtet in einer Kiste schlummerten. Bis 8.2.2015
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SchauLust Die erotische Fotografie von Alfons Walde
Ausstellung Wien Seine Gemälde winterlicher Landschaft trugen nicht unwesentlich zu dem Ruf Tirols als Skiparadies bei. Aber Alfons Walde war nicht nur Maler sondern auch Fotograf und dabei lag sein Fokus auf dem weiblichen Akt. Das Fotomuseum WestLicht zeigt jetzt neben Gemälden auch die bislang kaum bekannten erotischen Fotografien aus dem Nachlass des Malers, die über Jahrzehnte unbeachtet in einer Kiste schlummerten. Bis 8.2.2015

Alfons Walde Anonym um 1940, Fine Art Print vom Originaldia © Alfons Walde / Bildrecht, 2014, Wien

 

Wer schon einmal in Gaststätten, Hotels oder Ferienwohnungen rund um Kitzbühel war, der wird unweigerlich an den Wänden Kunstdrucke der unverwechselbaren Motive des Malers Alfons Walde gesehen haben. Skifahrer die auf weißen Hängen den Berg hinunter wedeln, tiefverschneite Kirchtürme, idyllische Bauernhöfe vor der Kulisse des Wilden Kaisers, Frauen in traditioneller Tracht...

Von links nach rechts  Alfons Walde: Anonym um 1940, Fine Art Print vom Originaldia. Lacerta, Januar 1935,
Fine Art Print vom Originalnegativ. Anonym um 1940 Fine Art Print vom Originaldia. Rückenakt am Hahnenkamm um 1942, Grafit auf Karton

© Alfons Walde / Bildrecht, 2014, Wien

 

Naturschönheit, dörfliche Tradition, Sport in den Bergen seiner Heimat - das ist es wofürdie Bilder des Malers Alfons Walde stehen und deren Originale zu sechsstelligen Summen gehandelt werden. Da erstaunt es doch sehr, dass Herr Walde noch eine andere - weitgehend unbekannte - Seite hatte und diese Seite malte und fotografierte Akte. Sind die Aktbilder von Alfons Walde wirklich erotisch oder amüsieren sie nicht eher? Die nicht unbedingt besonders knackigen Modelle der Motive aus den 30er und 40 Jahren sind teilweise in Posen zu bewundern wie man sie auch aus den Bildern der heilen Ski- und Bergwelt Alfons Waldes kennt. Auch beim Selbstporträt Waldes durfte die Schneewelt nicht fehlen und gegen die Kälte reichte die Mütze.In der Ausstellung lernt man den Landschaftsmaler Alfons Walde, der 1891 in Oberndorf bei Kitzbühel geboren wurde, jetzt auch  als leidenschaftlichen Fotografen kennen. Seine fotografischen Studien von den Zwanzigern bis in die vierziger Jahre konzentrieren sich auf den weiblichen Körper. Offensichtlich hat Walde für Malerei und Fotografie immer einmal wieder das gleich Modell und Motiv gewählt. Die Verwendung des gerade erfundenen Farbfilms von Agfa ermöglichte Walde die realistische Wiedergabe im Foto, als Anregung für das gemalte Bild. Für die lange Zeit schwarz-weiß geprägte Fotogeschichte ist die Entdeckung nicht nur kulturhistorisch eine Sensation.


Alfons Walde Selbstporträt
um 1940, Fine Art Print vom
Originaldia © Alfons Walde /
Bildrecht 2014, Walde

 

Aus der Fülle des Archivs – etwa 250 Schwarz-Weiß-Filmrollen, rund 2000 Farbdiapositive, Kontaktbögen und Silbergelatineabzüge – haben die KuratorInnen Rebekka Reuter und Peter Weiermair die Auswahl getroffen. Vintage Prints und neue Abzüge dieser einzigartigen Farbdias begegnen in der Ausstellung Arbeiten aus dem zeichnerischen und malerischen Werk. In der Gegenüberstellung wird die Bedeutung der Fotografie für Waldes Gesamtwerk deutlich. Sichtbar wird das intime Verhältnis zwischen dem Maler und seinen Musen und so erscheinen die Fotografien mitunter als Vorspiel im doppelten Sinne.

Alfons Walde Steinbergkogel um 1926
Öl auf Karton Courtesy Museum Kitzbühel
© Alfons Walde Bildrecht, 2014, Wien

 

Alfons Walde Kontaktbogen, Januar 1935 © Alfons Walde / Bildrecht, 2014, Wien


„Es ist ungeheuer spannend, einen Künstler neu definieren zu können – und Alfons Walde als Fotografen zu entdecken“, erklärte Peter Coeln am Donnerstagabend im Fotomuseum WestLicht anläßlich der Ausstellungseröffnung. Walde-Enkel Michael Berger-Walde hat die fotografischen Schätze vor einigen Jahren aus dem Nachlass seines Großvaters geborgen und WestLicht-Besitzer Peter Coeln sofort für das Ausstellungsprojekt begeistert. Erst die aufwendige Restaurierung der frühen Farbdias machte es möglich, Abzüge herzustellen, die von WestLicht-Chefkuratorin Rebekka Reuter perfekt mit den Gemälden kombiniert wurden. Auch Co-Kurator Peter Weiermair zeigte sich angetan von diesem „Ping Pong-Spiel zwischen Fotografie und Malerei, die den Maler mit seiner Lust zu schauen und das Modell mit seiner Lust zu zeigen“ vorführt. Eine Ausstellung die für Weiermair „eine neue Tiefendimension von Alfons Walde aufschlägt, zugleich aber auch das Verhältnis zwischen Fotografie und Malerei faszinierend beleuchtet.

 

Zur Ausstellung erscheint im Haymon Verlag das Buch "SchauLust. Die erotische Fotografie von Alfons Walde", herausgegeben von Peter Coeln, mit einem Text von Peter Weiermair und einem Gespräch zwischen Rebekka Reuter, Carl Kraus und Michael Walde-Berger. 192 Seiten

Preis 29,90 Euro

Erhältlich im Fotomuseum WestLicht oder online im

bookshop

 

Edition

Zwölf ausgewählte Aktfotografien Alfons Waldes werden als Fine Art Prints in einer limitierten Edition von 24 Stück in einer hochwertigen Editionsbox angeboten.

 

WestLicht Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, Wien

 

05.12.2014 - 22.02.2015
Fotoausstellung München . Die passenden Bilder am passenden Ort! Rund dreißig Bilder des bekannten Tier- und Naturfotografen Norbert Rosings sind in der Ausstellung "Im Reich der Eisbären" jetzt im Artenschutzzentrums des Münchner Tierpark Hellabrunn zu sehen. Bis 22. Februar 2015
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Norbert Rosing: Im Reich der Eisbären
Fotoausstellung München . Die passenden Bilder am passenden Ort! Rund dreißig Bilder des bekannten Tier- und Naturfotografen Norbert Rosings sind in der Ausstellung "Im Reich der Eisbären" jetzt im Artenschutzzentrums des Münchner Tierpark Hellabrunn zu sehen. Bis 22. Februar 2015

 

 Norbert Rosing bei der Eröffnung der Ausstellung "Im Reich der Eisbären" im Münchner Tierpark Hellabrunn Foto Tierpark Hellabrunn/Marc Müller

 

Kein anderer Fotograf hat eine solche Vielzahl aufregender und berührender Motive von Eisbären fotografiert wie Norbert Rosing. Seit über 20 Jahren ist der Natur- und Tierfotograf mehrmals jährlich in den arktischen Regionen unterwegs. Seit
März 2014 ist Norbert Rosing Pate des jungen Hellabrunner Eisbären Nobby.
Die Bilder von Norbert Rosing wurden in zahlreichen Magazinen wie GEO, BBC Wildlife oder National Geographic veröffentlichtund füllen mehrere Bildbände; das renommierte britische Magazin Outdoor Photography wählte ihn 2011 unter die vierzig einflussreichsten Naturfotografen.
 
 
 
Zwei Eisbären im Spielkampf, Churchill/Kanada Foto Norbert Rosing
 
 
 
„Die Vereinten Nationen haben die UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011-2020 ausgerufen, und Norbert Rosing ist einer ihrer deutschen Botschafter. Er trägt mit dazu bei, dass Begriffe wie „Biologische Vielfalt“ und „Biodiversität“ im Bewusstsein unserer Gesellschaft immer präsenter werden, dass immer besser verstanden wird, wie unser aller Leben auf diesem Planeten zusammenhängt und sich gegenseitig beeinflusst", erklärte Zoodirektor Rasem Baban anläßlich der Austellungseröffnung. "Wir müssen verstehen lernen, warum der Eisbär am Polarkreis sehr wohl Bedeutung für unser Leben hier in Deutschland hat und umgekehrt. Insofern sind auch die Eisbären auf Rosings Fotografien Botschafter des Biodiversitätsgedankens - so wie unsere Eisbären hier in Hellabrunn Botschafter sind für ihre wildlebenden Verwandten im hohen Norden. Das Thema Biodiversität bestimmt deshalb auch zunehmend unsere Arbeit im Tierpark Hellabrunn."
 
 
 
Norbert Rosing bei der Eröffnung der Ausstellung "Im Reich der Eisbären" im Münchner Tierpark Hellabrunn Foto Tierpark Hellabrunn/Marc Müller
 
 
 
Die Ausstellung Im Reich der Eisbären im Artenschutzzentrum von Hellabrunn wurde in Zusammenarbeit mit der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg erstellt . Sie kann im Rahmen eines regulären Tierparkbesuchs täglich von 9 bis 16:30 Uhr besichtigt werden.
 
 
 
04.12.2014 - 14.02.2015
Fotoausstellung Wien Eine umfassende Ausstellung widmet die Galerie OstLicht den fotografischen Arbeiten Ulrich Seidls. Zu sehen sind Standbilder aus Filmen von den Neunziger Jahren bis heute. „Ich liebe es, hautnahe Bilder zu machen. Menschen in ihrer Physis ungeschminkt zu zeigen. Gerade darin, in dem Ungeschönten, liegt für mich so etwas wie Schönheit.“ erklärt Ulrich Seidl seine Arbeit. Vom 4.12.2014 bis 14. 2.2015
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Ulrich Seidl - Stills 1998 – 2014
Fotoausstellung Wien Eine umfassende Ausstellung widmet die Galerie OstLicht den fotografischen Arbeiten Ulrich Seidls. Zu sehen sind Standbilder aus Filmen von den Neunziger Jahren bis heute. „Ich liebe es, hautnahe Bilder zu machen. Menschen in ihrer Physis ungeschminkt zu zeigen. Gerade darin, in dem Ungeschönten, liegt für mich so etwas wie Schönheit.“ erklärt Ulrich Seidl seine Arbeit. Vom 4.12.2014 bis 14. 2.2015

 

Im Keller, 2014 © Ulrich Seidl Filmproduktion, coop filmproduktion

 

Die Galerie OstLicht widmet sich erstmals umfassend den fotografischen Arbeiten Ulrich Seidls. Zu sehen sind Standbilder aus Filmen von den späten Neunzigern bis heute. Ulrich Seidls unbestechliches Auge und sein Gespür für Komposition sind unumstritten. In seiner ungeschminkten Sicht auf Menschen und Situationen erinnert seine Arbeit ein wenig an Motive des englischen Fotografen Martin Parr, dessen Bilder einen schmunzeln lassen ob den Schuss Ironie und Witz die Welt zu sehen.

 

Im Keller, 2014 © Ulrich Seidl Filmproduktion, coop filmproduktion  

 

Seine mit geradezu fotografischer Akribie generierten Tableaus geben nicht bloß flüchtige Einblicke in die oftmals beklemmende Thematik seines filmischen Schaffens, mit größter Genauigkeit bis ins Detail durchkomponiert, überzeugen sie durch ihre klare Ästhetik und strenge Geometrie. Die Bilder gehören zu den Filmen Models (1998), Hundstage (2001), Brüder, lasst uns lustig sein (2006), Import Export (2007), die Paradies-Trilogie Liebe, Glaube, Hoffnung (2012) und Im Keller (2014). 

 

Paradies: Liebe, 2012 © Ulrich Seidl Filmproduktion

 

 Paradies: Hoffnung, 2012 © Ulrich Seidl Filmproduktion

 

Die Bilder von Steidl sind geprägt durch den Charakter der Inszenierung und die Spannung zwischen Ästhetik und Existenz im statischen Bild. Durch die Vereinzelung ausgewählter Filmkader, und damit einhergehend der Entzug jeglicher filmischer Handlung, ist die Entfremdung – ein Markenzeichen seiner symmetrischen Bildeinstellungen – präsenter denn je. Seidls kompromisslose Kompositionen funktionieren somit auch völlig losgelöst von seinen Filmen, und entfalten, in das Medium Fotografie transferiert, als eigenständige Werke eine tiefe Faszination.

 

Import, Export 2007 © Ulrich Seidl Filmproduktion

 

Besonders in Seidls neuestem Film Im Keller dominiert der fotografische Blick des Filmautors und Regisseurs. Bild für Bild durchgestaltet, reihen sich minutenlange Tableau-Darstellungen aneinander, die Protagonisten verharren fast bewegungslos in einer Position.

 

Die Themen:

Im Keller (2014) Der Essayfilm über den Alltag in österreichischen Kellern skizziert die Beziehung der Bewohner zu ihren unterirdischen, oftmals verborgenen Räumlichkeiten und begibt sich auf Streifzug durch die Abgründe der menschlichen Seele. 25 verschiedene Kellervarianten in typisch symmetrischen Tableaus zeigen die Auseinandersetzung mit einem Ort der völligen Privatheit, in dem Menschen alltäglichen Arbeiten, außergewöhnlichen Freizeitvergnügen und fragwürdigen Sehnsüchten nachgehen.

Paradies-Trilogie: Liebe, Glaube, Hoffnung (2012)Die Paradies-Trilogie erzählt von drei Frauen einer Familie, die jede für sich ihren Urlaub verbringt: als Sextouristin, als missionierende Katholikin und als junges Mädchen in einem Diätcamp. Paradies: Liebe handelt von älteren Frauen, denen sich junge afrikanische Männer für Liebesdienste anbieten, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. In reduzierten Bildeinstellungen greift der Film Themen wie Sehnsucht, die Macht der Hautfarbe und den Marktwert von Sexualität auf.
In Paradies: Glaube untersucht Ulrich Seidl, was es bedeutet, das Kreuz auf sich zu nehmen. Für Anna Maria, eine alleinstehende Frau um die 50, liegt das Paradies bei Jesus. Ihm weiht sie all ihr Tun und Sein. Ihren Urlaub verbringt sie damit, mit einer Wandermuttergottes-Statue missionierend von Haus zu Haus zu gehen und liefert sich mit dem entfremdeten muslimischen Gatten einen ehelichen Kleinkrieg.
Paradies:Hoffnung, der dritte Teil der Trilogie, erzählt von übergewichtigen Mädchen und ihrer ersten Liebe. Während ihre Mutter, Teresa, nach Kenia fährt (Paradies: Liebe) und ihre Tante für Jesus Christus missioniert (Paradies: Glaube), verbringt die Teenagerin mit anderen Jugendlichen ihre Ferien in einem streng geführten Diätcamp in der österreichischen Provinz. Zwischen Sporterziehung und Ernährungsberatung, Polsterschlachten und ersten Zigaretten verliebt sie sich in einen 40 Jahre älteren Arzt, den Leiter des Camps.  

 

Import Export (2007) Zwei junge Menschen suchen Arbeit und reisen, um einen Neubeginn im Leben zu finden. Olga stammt aus einem Teil Europas, in dem existenzielle Armut an der Tagesordnung steht. Sie wähnt ihr Glück im Westen und landet als Putzfrau in einer österreichischen Geriatrie. Paul fährt indessen beruflich mit seinem Stiefvater von Österreich in die Ukraine. Es beginnt für beide Protagonisten eine Reise auf der Suche nach Glück und Geld, die an den grundlegendsten Fragen des Lebens nicht vorbeikommt und durch die Abgründe von Menschlichkeit, Sexualität und Tod führt.

 

Brüder, lasst uns lustig sein (2006) „Brüder lasst uns lustig sein, trotzet wacker den Beschwerden“, schallt das Sklavenlied aus Mozarts Zaide. Dazu geben sich zwei Männer im Schummerlicht zweckfreiem Genuss hin: Sie befriedigen sich selbst, wie man sich selbst befriedigt, wenn man auf Kommando in Stimmung kommen und Spaß haben soll. Der Film nimmt bereits im Vollzug der Lust jenen Katzenjammer vorweg, der die Forderung Nietzsches, dass alle Lust Ewigkeit will, zu einer ewig nicht eingelösten Utopie macht. Ulrich Seidl hat diese Mozartminute im Auftrag des Mozartjahrs 2006 gestaltet. 

 

Hundstage (2001) In der Atmosphäre eines drückend heißen Sommers erzählen sechs Geschichten, denen Ort und Zeit des Geschehens gemeinsam ist, vom Alltag im Niemandsland zwischen Autobahnzubringern, Einkaufsmärkten und Einfamilienhaussiedlungen. Der Film streift durch Tage voller Einsamkeit, Verlust und Sehnsucht und macht das Leben in seiner Verletzlichkeit und Intimität bewusst.  Models (1998)
Lisa, Tanja und Vivian sind Mitte zwanzig, attraktiv und träumen von privatem Glück und beruflichem Erfolg. Sie kämpfen mit ihrem Körper, denn als Models sind sie von ihrem Äußeren abhängig. Auf der ständigen Suche, Karriere zu machen, geliebt zu werden, den richtigen Mann zu finden, den idealen Körper zu erreichen, gehen sie von Casting zu Casting, telefonieren stundenlang mit Freundinnen, Männern, Müttern, Agenturen und Fotografen, warten meist vergeblich auf Jobs und hetzen von einer Disconacht in die nächste.   

 

Ulrich Seidl © Sepp Dreissinger

 

Ulrich Seidl wurde 1952 in Wien geboren, studierte an der Filmakademie Wien, sein Regiedebüt gab er 1980 mit dem Kurzfilm Einsvierzig. Ulrich Seidl wurde für Dokumentarfilme wie Good News, Tierische Liebe und Models mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. 2012 erhielt Paradies: Glaube den Spezialpreis der Jury bei den Filmfestspielen in Venedig. Schon Seidls erster Spielfilm Hundstage war elf Jahre zuvor bei der Biennale mit derselben hohen Auszeichnung bedacht worden.  2003 gründete er die Ulrich Seidl Filmproduktion GmbH und tritt seitdem auch als Produzent seiner Filme auf

An der Volksbühne Berlin hatte 2004 sein Stück Vater unser Premiere, 2009 entwickelte und inszenierte Seidl für die Münchner Kammerspiele und die Wiener Festwochen Böse Buben / Fiese Männer nach Texten von David Foster Wallace.

Seine Fotoausstellung Paradies: Liebe / Glaube / Hoffnung wurde 2013 in BAWAG PSK Contemporary in Wien, bei C/O Berlin sowie im Rahmen des Molodist International Film Festival in Kiew und im Rahmen des Monats der Fotografie in Bratislava gezeigt. 

 

OstLicht. Galerie für Fotografie, Absberggasse 27, Wien

 

02.12.2014 - 07.03.2015
Fotoausstellung Frankfurt . Arbeiten der Stipendiaten Ulrich Gebert und Andrej Krementschouk stellt die Ausstellung "f/12.2" im Art Foyer der DZ Bank Kunstsammlung vor. Außerdem sind die Künstler der Stipendiaten-Shortlist Alexandra Baumgartner, Valerio Spada und Robert Voit zu sehen, deren Werke in die Sammlung aufgenommen wurden. Bis 7.3.2015
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Ulrich Gebert und Andrej Krementschouk "f/12.2"
Fotoausstellung Frankfurt . Arbeiten der Stipendiaten Ulrich Gebert und Andrej Krementschouk stellt die Ausstellung "f/12.2" im Art Foyer der DZ Bank Kunstsammlung vor. Außerdem sind die Künstler der Stipendiaten-Shortlist Alexandra Baumgartner, Valerio Spada und Robert Voit zu sehen, deren Werke in die Sammlung aufgenommen wurden. Bis 7.3.2015

Foto Ulrich Gebert

 

 

Bereits von 1993 bis 2003 hat die DZ BANK Kunstsammlung im Bereich Fotografie Arbeitsstipendien an Künstler vergeben und lässt jetzt anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums im vergangenen Jahr das Stipendium neu aufleben. Alle zwei Jahre wird künftig eine wechselnde siebenköpfige Jury die Kandidaten vorschlagen. Diese können sich mit Arbeitsproben und Projektideen bewerben, die im weitesten Sinne mit fotografischen Bildern zu tun haben.

Für das Projektstipendium 2014 wurden insgesamt 43 Arbeitsproben und Projektideen eingereicht. Am meisten überzeugten Ulrich Gebert und Andrej Krementschouk. Ihnen wurde mit dem Preisgeld von jeweils 1.000 Euro pro Monat über den Zeitraum eines Jahres die Arbeit an ihrem Projekt ermöglicht.

Ulrich Gebert, 1976 in München geboren studierte Fotografie unter anderem als Meisterschüler bei Timm Rautert an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Der Künstler erforscht in seinem konzeptuellen Werk das kulturell geprägte Verhältnis des Menschen zum Tier. Die Fotografien, deren Grundlage oftmals vorgefundene Materialien bilden, thematisieren Forschung, Zucht oder Massentierhaltung. In dem Stipendiumsprojekt „Ur“ beschäftigt sich Gebert mit dieser Rinderart, die seit dem 17. Jahrhundert ausgestorben schien. In den 20er Jahren entstand die Idee, durch Kreuzungszucht und anschließende Selektion die ursprünglichen Merkmale des Auerochsen wieder in einem Tier zu vereinigen. In seiner Serie zeigt er die vom Menschen geschaffenen Tiere in der Natur, die selbstverständlich auch Kulturlandschaft ist. Was also scheinbar natürlich daher kommt, ist Künstlichkeit in sich.

 

 

 Bild Andrej Krementschouk

 

 

Andrej Krementschouk 1973 in Gorki/Sowjetunion geboren, absolvierte eine Ausbildung als Restaurator von Ikonen und Kunstgegenständen aus Metall dem ein eStudium der Musikethnologie, das er mit dem Diplom als Chorleiter abschloss, folgte. Sechs Jahre lang arbeitete er als Goldschmied und restaurierte Ikonen. Danach studierte er in Hamburg bei Ute Mahler und in Leipzig Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Fotografie.

 Die Bilder von Andrej Krementschouk sind eine Fortentwicklung seines bereits 2007 begonnen Projekts „Come bury me“ („Komm wieder, um mich zu begraben“). Es zeigt Menschen auf der Schattenseite des Lebens. In seinem „TEXTfoto Buch“ mit gleichnamigem Titel berichtet er vom Leben einer Gruppe Obdachloser in Russland in einem verfallenen alten Haus. Triste Evidenz, Traum, Rausch, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Tod, aber auch die gemeinschaftliche Geborgenheit, sind in diesen Bildern gegenwärtig. Nach einem Jahr ist die Hütte samt ihren Bewohnern einer Brandstiftung zum Opfer gefallen. In seinem Stipendiumsprojekt „Vier Jahreszeiten“ hat Andrej Krementschouk die Geschichte des Nachfolgebaus in zeitlichen Intervallen jeweils vom gleichen Kamerastandort aus fotografisch festgehalten. Mittlerweile ist nach diversen Zwischenphasen dort ein luxuriöses Restaurant errichtet worden.

 

Die Jury

Zum letztjährigen Fachgremium, das von Dr. Christina Leber, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung, benannt wurde, gehörten Els Barents (Huis Marseille Museum voor Fotografie), Thomas Draschan (Künstler, Wien), Carolin Ellwanger (Geschäftsführerin Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg), Dr. Martin Engler (Kustos für Gegenwartskunst Städel Museum, Frankfurt am Main), Dr. Alexander Klar (Direktor Museum Wiesbaden) und Dr. Ulrich Pohlmann (Sammlungsleiter Fotografie Münchner Stadtmuseum).

 

DZ BANK Kunstsammlung

Im ART FOYER veranstaltet die DZ BANK Kunstsammlung in Frankfurt am Main regelmäßig Ausstellungen. Das Spitzeninstitut der Volksbanken Raiffeisenbanken verfügt über eine weltweit anerkannte Sammlung zeitgenössischer Fotokunst mit über 7000 Werken von rund 700 Künstlern.

 

28.11.2014 - 21.02.2015
Fotoausstellung Berlin . Sie gehört zu den Topmodells unserer Zeit, die rund um die Welt auf Covern und Plakaten zu sehen ist. In ihrer Karriere stand Kate Moss vor der Kamera vieler bedeutender Fotografen. Die Berliner Galerie Hiltawsky stellt die traumhafte Motive der Schönheit aus. 28.November 2014 bis 21. Februar 2015
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Kate Moss - The Icon
Fotoausstellung Berlin . Sie gehört zu den Topmodells unserer Zeit, die rund um die Welt auf Covern und Plakaten zu sehen ist. In ihrer Karriere stand Kate Moss vor der Kamera vieler bedeutender Fotografen. Die Berliner Galerie Hiltawsky stellt die traumhafte Motive der Schönheit aus. 28.November 2014 bis 21. Februar 2015

 

Albert Watson, Kate moss, Veil, Marocco, 1993 © Albert Watson courtesy galerie hiltawsky

 

Kate Moss (*1974 London) ist unbestritten eine Ikone der Gegenwart. 1988 wurde die damals 14-Jährige von Sarah Doukas, der Gründerin der Modelagentur Storm, am JFK-Flughafen in New York entdeckt. Noch im selben Jahr schloss Moss einen Werbevertrag mit dem Modelabel Calvin Klein und warb vor allem in Nordamerika in Printmedien und auf Plakaten für die Unterwäsche der Marke.

 

Satoshi Saikusa, Kate III © Satoshi Saikusa courtesy galerie hiltawsky

 

Ab Anfang der 1990er Jahre gehörte die nur 1,70 m große Kate Moss mit den anderen Topmodells wie Cindy Crawford, Claudia Schiffer, Christy Turlington, Naomi Campell und Linda Evangelista zu der kleinen Gruppe der Supermodels. Kate Moss war auf dem Cover sämtlicher relevanter Modemagazine und hat mit den wichtigsten Fotografen der heutigen Zeit zusammengarbeitet.

 

Satoshi Saikusa, Kate II © Satoshi Saikusa courtesy galerie hiltawsky



Galerie Hiltawsky, Tucholskystraße 41, Berlin

 

 

 

 

 

27.11.2014 - 17.05.2015
Fotoausstellung Berlin . Zum zehnjährigen Jubiläum zeigt die Helmut Newton Stiftung knapp 200 Bilder unter dem Titel "Permanent Loan Selection" in denen sowohl Porträt- als auch Akt- und Modebilder zu sehen sein werden. Viele der Aufnahmen wurden in Berlin noch nie vorgestellt. 27. November 2014 bis 17. Mai 2015
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Helmut Newton: Permanent Loan Selection
Fotoausstellung Berlin . Zum zehnjährigen Jubiläum zeigt die Helmut Newton Stiftung knapp 200 Bilder unter dem Titel "Permanent Loan Selection" in denen sowohl Porträt- als auch Akt- und Modebilder zu sehen sein werden. Viele der Aufnahmen wurden in Berlin noch nie vorgestellt. 27. November 2014 bis 17. Mai 2015

 

Helmut Newton, Sigourney Weaver, Los Angeles, 1983 © Helmut Newton Estate

 

Helmit Newton, der 1920 in Berlin geboren wurde, wurde vor allen durch seine provokanten Aktfotografien und seine beeindruckenden Modebilder weltberühmt. Seine Aktofotografien erregten in den 90er Jahren vor allem in der feministischen Szene Unwillen, wo sie als sexistisch angesehen wurden. So angegriffen Helmut Newton zum Teil war, blieben seine fotografischen Erfolge unumstritten. So wurde er mit mehreren Kulturpreisen ausgezeichnet. Vor zehn Jahren verstarb er nach einem Verkehrsunfall in Los Angeles. Nach seinem Wunsch wurde er in seiner Heimatstadt Berlin beigesetzt.

 

Helmut Newton, David Lynch und Isabella Rossellini, Los Angeles, 1983 © Helmut Newton Estate

 

Als Helmut Newton im Herbst 2003 seine Stiftung in Berlin gründete, übertrug er ihr mehrere Hundert Originalfhotografien als Dauerleihgabe. Zum zehnjährigen Jubiläum zeigt die Helmut Newton Stiftung daraus nun erstmals knapp 200 Bilder unter dem Titel „Permanent Loan Selection“. Die drei Hauptgenres – Porträt, Akt und Mode – werden, räumlich getrennt, mit vielen bisher in Berlin noch nicht gezeigten Aufnahmen vorgestellt.

 

Helmut Newton, Catherine Deneuve for a photo-essay in Nouvel Observateur, Pairs 1983
© Helmut Newton Estate

 

 

Darunter finden sich viele Porträts bekannter Persönlichkeiten, etwa von Catherine Deneuve, Paloma Picasso, Karl Lagerfeld oder David Bowie. Bei den Modephotographien dieser Auswahl, ebenfalls in Schwarz-Weiß und Farbe, handelt es sich vor allem um Editorial-Aufträge für international bedeutende Magazine, aufgenommen in den 1970er und 1980er-Jahren. Newtons lebensgroße Big Nudes entstanden 1980 in Paris; fünf von ihnen hängen seit Stiftungsgründung in der Museumslobby. In der aktuellen Ausstellung tauchen nun auch andere lebensgroße Aktaufnahmen auf.

 

Helmut Newton, US Vogue, Monaco 1996 © Helmut Newton Estate

 

 

In June’s Room schließlich begegnet dem Besucher eine Auswahl vergrößerter Kontaktbögen mit unterschiedlichen Figurenkonstellationen, die einen ungewöhnlichen Einblick in Newtons Arbeitsprozess gewähren.

 

Helmut Newton Stiftung, Museum für Photographie, Jebenstraße 2, Berlin

 

 

26.11.2014 - 22.12.2014
Fotoausstellung Bonn In der Polarregion, einer der entlegensten und unwirtlichsten Gegenden der Welt, hat der Schauspieler und Fotokünstler Stefan Hunstein Bilder aufgenommen, die faszinierende Motive dieser Region zeigen. Ausgestellt werden die Bilder im Paul-Clemen-Museum des Kunsthistorischen Instituts der Universität Bonn bis zum 22. Dezember 2014
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Stefan Hunstein - Im Eis
Fotoausstellung Bonn In der Polarregion, einer der entlegensten und unwirtlichsten Gegenden der Welt, hat der Schauspieler und Fotokünstler Stefan Hunstein Bilder aufgenommen, die faszinierende Motive dieser Region zeigen. Ausgestellt werden die Bilder im Paul-Clemen-Museum des Kunsthistorischen Instituts der Universität Bonn bis zum 22. Dezember 2014

 

© Stefan Hunstein

 

Seit Jahrhunderten fühlen sich Forschungsreisende aber auch Künstler von der bizzaren Natur der Arktis magisch angezogen. So ging es auch Stefan Hunstein, der 2012 nach Grönland reiste und die eisige Welt mit seiner Kamera erforschte. Entstanden sind faszinierende Bilder, die laut Hunstein einfach schön sein wollen ohne den Anspruch einer Botschaft - wie über den Klimawandel - zu haben. 

Die unwirtliche Welt riesiger Eisbergen, von Treibeis und arktischen Temperaturen geprägt, ist eine unberührte, archaische Landschaft, deren Bilder dem Besucher das Gefühl vermitteln nur ein winziges, unbedeutendes Element inmitten eines gewaltigen Naturspektakels zu sein. Die Größe der Eisformationen und der Gletscher lässt sich durch das Fehlen von Mensch und Tier kaum ausmachen. Das oft fahle Licht gibt den Bildern etwas Melancholisches, eine nebulöse Atmosphäre in dem Wasser, Eis und Himmel oftmals fast nahtlos ineinander übergehen.

 

© Stefan Hunstein

 

Für diese ungewöhnlichen Bilder hat Stefan Hunstein eine ebenso ungewöhnliche Präsentation gewählt. Träger ist nicht Papier, sondern entspiegeltes Glas mit denen die Originalarbeiten in dem eigens entwickelten fotografischen Verfahren  aufgebracht wurden. Dieses UV-Direkt Print Verfahren gibt den Motiven eine außergwöhnliche Monumentatlität und Plastizität. Aber wie Stefan Hunstein meint .." Technik ist nur ein Vehikel".

Eigentlich wollte Stefan Hunstein der riesigen Bilderflut nicht noch eigene Bilder hinzufügen und beschäftigte sich anfänglich mehr mit der Bearbeitung von vorhandenen Fotomaterial. Aber irgendwann konnte er offensichtlich doch der Versuchung eigener Fotografie nicht widerstehen und das ist auch gut so.

 

© Stefan Hunstein

 

Als Schauspieler, der zum Ensemble der Münncher Kammerspiele gehört, hatte Stefan Hunstein 1957 in Kassel geboren, schon seit Jahrzehnten Erfolg und nicht minder als Fotokünstler. Seine Fotografien wurden schon in zahlreichen Museen und Galerien ausgestellt und schmücken Sammlungen wie die der Pinakothek der Moderen, der Roland Berger Art Collection oder der Galerie im Lenbachhaus.

Seine Faszination für die Polareiswelt läßt ihn auch in diesem Sommer wieder eine Reise in den höchsten Norden unternehmen. Dort soll sich sein Traum von einem Bild erfüllen, dass ein 360° Panorama zeigt, eine weiße Oberfläche, weißer Himmel und immer in Richtung Süden - "Süden" soll das Wunschbild auch später heißen.

 

 

© Stefan Hunstein 

 

Paul-Clemen-Museum des Kulturhistorischen Instituts der Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 1, Bonn

 

22.11.2014 - 17.01.2015
Fotoausstellung Berlin . Eine ungewöhnliche Idee aus der außergewöhnliche Bilder entstanden sind, zeigt die Ausstellung in der Galerie Podbielski mit den Fotografien von Loredana Nemes. Sie hat während des Karnevals Menschen porträtiert in ihrer ganz besonderen Verkleidung. 22.11.2014 bis 17.1.2015
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Loredana Nemes: Der Auftritt
Fotoausstellung Berlin . Eine ungewöhnliche Idee aus der außergewöhnliche Bilder entstanden sind, zeigt die Ausstellung in der Galerie Podbielski mit den Fotografien von Loredana Nemes. Sie hat während des Karnevals Menschen porträtiert in ihrer ganz besonderen Verkleidung. 22.11.2014 bis 17.1.2015

 

Loredana Nemes Der Auftritt #04, 2014 Silbergelatineabzug
@ Loredana Nemes courtesy Podbielski Contemporary

 

 

Während der Karneval die Straßen im Westen Deutschlands verwandelt, baut Loredana Nemes am Rathaus von Aachen einen schwarzen Stoff auf, stellt einen Stuhl davor, holt Menschen aus dem Chaos heraus und bittet sie zum Portrait. Für ihren Auftritt an Weiberfastnacht und Rosen­montag sind sie in Rollen geschlüpft, die sie nun auf dieser temporären Bühne ein weiteres Mal spielen dürfen.

 

Loredana Nemes Der Auftritt #01, 2014 Silbergelatineabzug
@ Loredana Nemes courtesy Podbielski Contemporary

 

Nemes wählt intuitiv die wenig aufwendig kostümierten Menschen aus, greift aus dem maximalen Angebot möglicher Verkleidungen, mittels derer Wunschfiguren und Traumvorstellungen inszeniert werden, zur minimalsten Maskierung. Ihre Darsteller bieten in der reduzierten Eindeutigkeit ihrer Rolle eine breite Assoziationsfläche – jeder kann hier etwas anderes sehen. Wie gute Schauspieler vereinen sie eine starke Präsenz mit der Fähigkeit, ihr Ich zu verhüllen. Sie sind unauffällig und in ihrer zarten Brüchigkeit schwer greifbar. Obwohl sie bereit sind, sich auf der Bühne für einen kurzen Moment zu exponieren, verstecken sie sich, als trügen sie ein besonderes Geheimnis in sich.

So spielt die blond gelockte Prinzessin verstohlen mit ihren Fingern, während sie scheu der Kamera antwortet. Oder der Mann mit den zwei Tröten auf dem Kopf: ein vom Wahnsinn gepackter, der bald etwas Gewagtes tut? Oder eher einer, der seinen Auftritt nutzt, um uns zu verwirren? Und der Junge mit der schwarzen Maske: ist das Batmans Assistent Robin? Oder gar ein Panzerknacker? Für beides ist er eigentlich zu zart, zu transparent.

 

Loredana Nemes Der Auftritt #01, 2014 Silbergelatineabzug
@ Loredana Nemes courtesy Podbielski Contemporary

 

Nemes spricht während der Aufnahme fast gar nicht, lässt trotz des sie umgebenden Wahnsinns inmitten des rheinischen Karnevals Stille aufkommen, die den Charakter dieser intensiven Aufnahmen ausmacht. Es ist, als befänden sich die Porträtierten wie im Transit zwischen Unausgelebtem und Loslassen. Als würde der hohe Druck, den die Hitze des Sonderzustands erzeugt, ein Loch in ihrer Stratosphäre erzeugen, wie ein Ventil, durch das sich innere Energien den Weg bahnen. Die Exaltiertheit dieser fünften Jahreszeit befördert Inneres nach außen und jene zurück gehaltenen Seiten der Seele tun sich auf, jene Abgründe, die im Normalzustand verdeckt bleiben. Es ist, als hätte die Katharsis eine Reinheit, fast Heiligkeit erzeugt, die diesen Portraits inne wohnt.

Visuell findet das Gegenteil einer Explosion statt. Es ist, als würde der schwarze Stoff im Hintergrund sämtliche Geräusche aufsaugen. Als sei ein Nullpunkt erreicht, von dem aus sich alles Weitere neu definiert. Dabei egalisiert die neutrale Versuchsanordnung alle Dargestellten und es entsteht eine überindividuelle Verbindung jenseits von Alter, Geschlecht oder Herkunft. War nicht die Gleichstellung von Sklave und Herr seit Anbeginn ein charakteristisches Merkmal des Karnevals? Man kann nicht umhin an Spielkartenfiguren zu denken. Dame, König, Bube und Soldat blicken uns an.

Anlässlich der Ausstellung Der Auftritt erscheint eine Broschüre mit einem Essay von Dr. Christiane Stahl.

 

Podbielski Contemporary, Koppelplatz 5, Berlin

 

 

 

21.11.2014 - 25.01.2015
Fotoausstellung München . Die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum stellt Bilder aus Franz Wanners Zyklus "Gift - Gegengift. Krankheitsbilder einer Stadt", der um den oberbayrischen Kurort Bad Tölz kreist, vor: Eine Rauminstallation, die eine Kombination aus bildlichen Archivmaterialien und eigenen Fotografien mit einer Tonebene ist. 21. November 2014 bis 25. Januar 2015
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Franz Wanner - Toxische Heimat
Fotoausstellung München . Die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum stellt Bilder aus Franz Wanners Zyklus "Gift - Gegengift. Krankheitsbilder einer Stadt", der um den oberbayrischen Kurort Bad Tölz kreist, vor: Eine Rauminstallation, die eine Kombination aus bildlichen Archivmaterialien und eigenen Fotografien mit einer Tonebene ist. 21. November 2014 bis 25. Januar 2015

 

Aus dem Zyklus "Gift - Gegengift. Krankheitsbilder einer Stadt"  © Franz Wanner, 2012-2014

 

 

Franz Wanner legt unterschiedliche Facetten seiner Geburtsstadt frei, die um 1900 aufgrund ihrer jodhaltigen Quellen als Heilbad anerkannt wurde und ihre Identität bis heute aus der Kurgeschichte konstruiert. In der Erzählung des Künstlers bildet das chemische Element Jod zugleich das historische Element der Stadtgeschichte: Es fungiert als Symbol für gelöste Substanzen, mit deren Hilfe sich die stoffliche Wandlung von Gedanken in Produkte und von immateriellen Vorstellungen in gelebte Glaubensgrundsätze nachweisen lässt. Bild-und Textebene werden zu einem „begehbaren Film“, der recherchierte und selbst erlebte Begebenheiten miteinander verwebt.

 

Aus dem Zyklus "Gift - Gegengift. Krankheitsbilder einer Stadt"  © Franz Wanner, 2012-2014



In fiktionalen und faktischen Episoden erfährt der Besucher von historischen Begebenheiten und gegenwärtigen Entwicklungen der Stadt: von der Zeit des Nationalsozialismus, als in Bad Tölz ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau betrieben wurde, über die jüngst angesiedelte Rüstungsindustrie bis hin zu geheimen Spionagetreffen im geteilten Deutschland, die sich im Spaßbad Alpamare abspielten. Die hintergründige Erzählung durchleuchtet exemplarische Inszenierungen deutscher Wirklichkeit: „Wie wird das Heimatprofil durch Integration der Rüstungsindustrie profitabel verschärft?“, fragt Wanner. „Welche Rolle spielt die deutsche Vergangenheit bei der Konstruktion deutscher Gegenwart? Wie verändern sich Utopien, wenn sie in die Jahre kommen?“

 

Aus dem Zyklus "Gift - Gegengift. Krankheitsbilder einer Stadt"  © Franz Wanner, 2012-2014



Nach Ausstellungen in Braunschweig und Frankfurt zeigt die Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums nun eine Zusammenstellung aus Wanners Zyklus, den er seit 2012 kontinuierlich erweitert. Seine erste Monographie „Die Anmaßung“, die 2011 im Kerber-Verlag erschienen ist, wird für die Dauer der Ausstellung an der Museumskasse und im Online-Shop erhältlich sein.

 

Münchner Stadtmuseum, St.Jakobs-Platz 1, München

 

 

 

 

21.11.2014 - 28.05.2015
Fotoausstellung Salzburg Im Schloss Arenberg zeigt die Leica Galerie Salzburg großformatige Bilder des Leica Fotografen Michael Agel der auf dem Montreux Jazz Festival in der Schweiz, einem der renommiertesten Musikfestivals in Europa, fotografiert hat. Vom 21.11.2014 bis 28.5. 2015
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Michael Agel - Montreux Impressionen
Fotoausstellung Salzburg Im Schloss Arenberg zeigt die Leica Galerie Salzburg großformatige Bilder des Leica Fotografen Michael Agel der auf dem Montreux Jazz Festival in der Schweiz, einem der renommiertesten Musikfestivals in Europa, fotografiert hat. Vom 21.11.2014 bis 28.5. 2015

 Der amerikanische Saxofonist James Carter fotografiert von Michael Agel


 

Das Montreux Jazz Festival ist eines der renommiertesten Musikfestivals in Europa und nach dem kanadischen Montreal International Jazz Festival das größte Jazz Festival der Welt. Seit 1967 findet es jährlich in Montreux, am Ufer des Genfersees, in der Schweiz statt.
 

Für Leica- offizieller Partner des Festivals von 2011 bis 2013 - fotografierte er mit seiner Leica Monochrom und M die Stars auf der Bühne. Entstanden sind beeindruckende Momentaufnahmen großer Stars wie Alanis Morisette, Eryka Badu, Herbert Grönemayer, Katie Melua oder den amerikanischen Saxofonisten James Carter.

 

 

Michael Agel, 1970 in Wetzlar geboren, ist bekannt für seine authentischen und ausdrucksstarken Portrait- und Live-Fotografien. Schon als Jugendlicher pilgert Michael Agel zu den Konzerten seiner Lieblingsbands, wie z.B. Metallica, Bryan Adams, die Toten Hosen, Red Hot Chili Peppers oder Motörhead.
 

Neben zahlreichen Ausstellungen, Kalender- und Buchveröffentlichungen begleitete er fotografisch die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der WM 2010.

Die ausgestellten Fotografien sind auf 6 Stück limitiert, in 2 Größen erhältlich, und käuflich  zu erwerben.

 

Schloss Arenberg, Salzburg

 

 

 

 

15.11.2014 - 08.02.2015
Fotoausstellung München . Anlässlich der Edition 46 des Süddeutsche Zeitung Magazins, die jedes Jahr von einem zeitgenössischen, internationalen Künstler gestaltet wird, stellt das Museum Villa Stuck Roger Ballen aus, der in diesem Jahr auserkoren ist dem Magazin sein Gesicht zu geben. Gezeigt werden 32 Arbeiten unter dem Titel "Theater der Absurdität". Von 15.11.2014 bis 8.2.2015
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Roger Ballen - Theater der Absurdität
Fotoausstellung München . Anlässlich der Edition 46 des Süddeutsche Zeitung Magazins, die jedes Jahr von einem zeitgenössischen, internationalen Künstler gestaltet wird, stellt das Museum Villa Stuck Roger Ballen aus, der in diesem Jahr auserkoren ist dem Magazin sein Gesicht zu geben. Gezeigt werden 32 Arbeiten unter dem Titel "Theater der Absurdität". Von 15.11.2014 bis 8.2.2015

 

Roger Ballen, Place of the Eyeballs (Ort der Augäpfel), 2012, aus der Serie: Asylum of the Birds
© Roger Ballen

 

 

Zum vierten Mal zeigt das Museum Villa Stuck in diesem Jahr Fotografie:  Es begann mit Jan Paul Evers im Rahmen der Reihe RICOCHET, gefolgt von der Ausstellung »gute aussichten ­junge deutsche fotografie 2013/2014« und den Fotografien von Regina Schmeken aus der Serie "Unter Spielern" passend zur Fussballweltmeisterschaft.

Jetzt sind es die Arbeiten des US-amerikanischen, in Johannesburg lebenden Fotografen Roger Ballen. Kern der Ausstellung ist die von dem Fotografen jüngst abgeschlossene Serie "Asylum of the Birds", die in einer Publikation und einem begleitenden Film 2014 erstmals derÖffentlichkeit vorgestellt wurden.Der Mensch als körperliches Wesen ist auf den Bildern kaum noch als Ganzes zu sehen. Einzelne Körperteile wie Hände oder Arme werden in den Motiven unter anderem mit Puppenköpfen, Tieren und vor allem Vögeln kombiniert.

 

Roger Ballen, Sheep on Cupboard (Schaf auf einem Schrank), 2003, aus der Serie: Shadow Chamber
© Roger Ballen

 

Ergänzt werden die Bilder mit Fotografien aus den Serien "Outland", "Shadow Chamber" und "Boarding House". Nach der umfassenden Retrospektive in der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums 2010/11 ist es die zweite institutionelle Präsentation der Fotografie von Roger Ballen in München. Kuratiert wurde die Ausstellung in der Villa Stuck von Michaelo Buhrs.

Der 1950 in New York geborene Fotograf Roger Ballen kam schon als Jugendlicher durch seine Mutter mit der Fotografie in Berührung. In den 60er Jahren arbeitete er bei der berühmten Agentur Magnum und gründete im anschlussin New York die Galerie "Photography House". Roger Ballen bereiste in den 70er Jahren zum ersten Mal Südafrika, wo er seit 1981 in Johannesburg lebt. Roger Ballen fotografiert die weiße Bevölkerung Südafrikas. Dabei konzentrierte er sich auf Menschen , die durch ein Raster gefallen sind, auf der Straße oder in heruntergekommenen Behausungen leben, gezeichnet von Armut, Hunger, Krankheit und Verfall. In dem Buch "Platteland" kann man, die faszinierende Arbeit von Roger Ballen bewundern, Bilder die kaum Jemand vergißt, der sie einmal gesehen hat. 

 

Roger Ballen, Take off (Abflug), 2012, aus der Serie: Asylum of the Birds © Roger Ballen



Ballen, der als Geologe in Südafrika tätig war, fotografierte eindringliche Porträts und immer öfter Aufnahmen von Innenräumen, leer oder mitsamt der Menschen, die sie bewohnen. Die Objekte und Gegenstände, immer wieder auch Tiere, mit denen sich Ballens Protagonisten umgeben, werden zu zentralen Elementen der Fotografien. Hinterfangen werden diese Szenen durch Zeichnungen an Wänden, auf Möbeln oder auf dem Boden, oft mit Kreide mehr schnell gekritzelt als sauber gezeichnet; sie zeigen Gesichter, Körper oder bleiben abstrakt. Im Lauf der Zeit verändert sich Ballens Herangehensweise von der fotografischen Dokumentation hin zu einer arrangierten Fiktion, in der die Rolle des Fotografen ergänzt wird durch Züge des Inszenierens und Komponierens ganzer Räume. Ballen ist dabei immer ein einfühlsamer Kommunikator, der mit den Menschen auf eindringliche Weise spricht, sie in jedem Moment des Austauschs ernst nimmt, und so den manchmal unmenschlich wirkenden Zustand, in dem sich Menschen und Räume befinden, eine zutiefst berührende Menschlichkeit verleiht.

 

Jedes Jahr legt das Magazin der Süddeutschen Zeitung in der 46. Woche seine Gestaltung in den Händen eines internationalen zeitgenössischen Künstlers: Anselm Kiefer (1990), Francesco Clemente (1991), Jeff Koons (1992), Jenny Holzer (1993), Per Kirkeby (1994), Sigmar Polke (1995), Richard Prince (1996), Christian Boltanski (1997), Matthew Barney (1998), Alex Katz (1999), Francesco Vezzoli (2007), Marcel Dzama (2008), Paulina Olowska (2009), Hans-Peter Feldmann (2010), Barbara Kruger (2011), Bilder einer Ausstellung, kuratiert von Ingvild Goetz (Sue De Beer, Sven Johne, Emmanuelle Antille, Zilla Leutenberger, Christoph Brech, Julian Rosefeldt, Hillary Lloyd, Karen Yasinsky, Jacco Olivier, Jochen Kuhn, A K Dolven, Jeanne Faust, Robin Rhode, Martin Brand, Bjorn Melhus, Marcel Odenbach, Shana Moulton, 2012), David Shrigley (2013)

 

 

 

 Porträt Roger Ballen Foto: © Marguerite Rossouw



Museum Villa Stuck, Prinzregentenstraße 60, München

 

15.11.2014 - 06.04.2015
Fotoausstellung Wolfsburg In der Ausstellung RealSurreal zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg rund 200 Meisterwerke aus der in diesem Umfang noch nie gezeigten, bedeutenden Münchner Sammlung Siegert zur Fotografie des Neuen Sehens zwischen Neuer Sachlichkeit und Surrealismus in Deutschland, Frankreich und der Tschechoslowakei.
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RealSurreal. Meisterwerke der Avantgarde-Fotografie
Fotoausstellung Wolfsburg In der Ausstellung RealSurreal zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg rund 200 Meisterwerke aus der in diesem Umfang noch nie gezeigten, bedeutenden Münchner Sammlung Siegert zur Fotografie des Neuen Sehens zwischen Neuer Sachlichkeit und Surrealismus in Deutschland, Frankreich und der Tschechoslowakei.

 

Hans Bellmer: Die Puppe, 1935, Foto: Christian P. Schmieder, München © VG Bild-Kunst, Bonn 2014



Bei der Fotografie bleibt immer die Frage bildet sie die Wirklichkeit naturgetreu ab, oder ist sie ein inszeniertes Bild? Das Kunstmuseum Wolfsburg wirft mit der Ausstellung RealSurreal einen umfassenden Blick auf die Avantgarde-Fotografie zwischen 1920 und 1950. Präsentiert werden mit der Ausstellung RealSurreal rund 200 Meisterwerke aus der in diesem Umfang noch nie gezeigten, bedeutenden Münchner Sammlung Siegert zur Fotografie des Neuen Sehens zwischen Neuer Sachlichkeit und Surrealismus in Deutschland, Frankreich und der Tschechoslowakei. Ausgehend von einem Prolog mit beispielhaften Fotografien des 19. Jahrhunderts lässt sich im Kunstmuseum Wolfsburg anhand seltener Originalabzüge bedeutender Fotografen die Bandbreite und Vielschichtigkeit der Fotografie zwischen real und surreal neu entdecken. Dazu machen historische Fotobücher und Zeitschriften sowie seltene Künstlerbücher und Beispiele avantgardistischer Umschlaggestaltungen den neuen Blick auf die Welt erlebbar. Einige berühmte Filmbeispiele von Luis Buñuel, László Moholy-Nagy, Hans Richter u. a., die in einem 45-minütigen Loop permanent in der Ausstellung gezeigt werden, machen auf die fruchtbare Wechselbeziehung zwischen Avantgarde-Fotografie und dem Kino dieser Zeit aufmerksam.

 

Erwin Blumenfeld: Totenschädel, 1923/33 Foto Christian P. Schmieder, München © The Estate of Erwin Blumenfeld

 

 

Ausgestellte Künstler:

Eugène Atget – Herbert Bayer – Hans Bellmer – Aenne Biermann – Brassaï – František Drtikol – Jaromír Funke – Florence Henri – André Kertész – Germaine Krull – Herbert List – Man Ray – László Moholy-Nagy – Albert Renger-Patzsch – August Sander – Josef Sudek – Maurice Tabard – Raoul Ubac – Umbo – Wols u. a.



Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerplatz 1, Wolfsburg

14.11.2014 - 31.01.2015
Fotoausstellung München . „Nur durch eine Nymphe wird Natur zur Landschaft.“ erklärt der deutsche Fotokünstler Elger Esser, der schon zum fünften Mal in der Galerie Rüdiger Schöttle ausgestellt wird. Gezeigt werden Werke aus seiner neuesten Serie von Landschaftsmtoive mit dem Titel „Ninfa“ (dt. Nymphe), die in dem gleichnamigen italienischen Giardino di Ninfa, südlich von Rom, entstanden sind. 14.11.2014 bis 31.1.2015
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Elger Esser - Ninfa
Fotoausstellung München . „Nur durch eine Nymphe wird Natur zur Landschaft.“ erklärt der deutsche Fotokünstler Elger Esser, der schon zum fünften Mal in der Galerie Rüdiger Schöttle ausgestellt wird. Gezeigt werden Werke aus seiner neuesten Serie von Landschaftsmtoive mit dem Titel „Ninfa“ (dt. Nymphe), die in dem gleichnamigen italienischen Giardino di Ninfa, südlich von Rom, entstanden sind. 14.11.2014 bis 31.1.2015

 

 

Elger Esser, Ninfa – Physadeia, 2013, Unikat, Directprint, AluDibond, Shellac,
98 x 123 x 4,5 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 

 

Eine bezaubernde Landschaft mit einer einzigartigen Flora und Fauna bilden die Kulisse für die Bilder von Elger Esser.
Entwickelt hat sich dieses außergewöhnliche Biotop, dessen Ursprünge bis in die Antike zurückführen, aufgrund der besonders geschützten Lage am Fuße der Lepinischen Berge und an der Quelle des Flusses Ninfa. Die städtischen Strukturen wurden aufgrund der Pest und zahlreicher Raubzüge im Mittelalter aufgegeben und von der Natur zurückerobert. Im 16. Jahrhundert ließ schließlich die Adelsfamilie Caetani einen englischen Garten rund um diese fruchtbare Ruinenlandschaft anlegen. Der verwunschene Giardino di Ninfa zieht seit Jahrhunderten Künstler, Literaten und Dichter an, darunter Giorgio Vasari, Virginia Woolf und Gabriele D’Annunzio.

Elger Esser konzentrierte sich in seiner Auseinandersetzung mit Ninfa auf den mythologischen Geist, der diesem Ort innewohnt. Die Werke tragen Titel wie Orseis, Abarbaree und Nysa, benannt nach den Wasser-, Felsen- und Blumennymphen der griechischen Mythologie. In Farbe und Schwarz-Weiß näherte sich Esser der Wasser- und Pflanzenwelt, die durch die verfallenen Mauern und Steinreste wuchert. Dabei entstand ein allegorischer Werkkomplex, der den Nymphen wieder Leben einhaucht.

Die hochwertige Drucktechnik der Unikate verstärkt den geheimnisvollen Charakter der Umgebung, in der die Werke entstanden sind. In einem speziellen Verfahren wurden die fotografischen Aufnahmen direkt auf Aluminium gedruckt und mit Shellac überzogen, sodass sie eine malerische Oberfläche erhielten. Ergänzt werden die Fotoarbeiten durch Videoinstallationen, die die Bewegung des Wassers und dessen Geräusche im Garten sinnlich erfahrbar machen.

Elger Esser (*1967 in Stuttgart) verbrachte seine späte Schulzeit in Rom. Zum Studium kam er zurück nach Deutschland in die berühmte Klasse von Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf (1991 – 1997). Seitdem werden seine Landschaftsbilder und Veduten in zahlreichen internationalen Ausstellungshäusern präsentiert, u.a. im Solomon R. Guggenheim Museum New York, Stedelijk Museum Amsterdam, Kunsthaus Zürich, Centre Pompidou Paris oder auch im Lenbachhaus München. 

 

Galerie Rüdiger Schöttle, Amalienstra0e 41, München

 

 

 

14.11.2014 - 10.01.2015
Fotoausstellungen Salzburg . Zwei Künstlerinnen mit unterschiedlichen Ausdrucksformen stellt die Galerie im Traklhaus vor: Julie Monaco, von der eine Auswahl ihrer Werke von 1997 bis 2014 gezeigt wird, entstehen am Computer. Eva Engelbert hingegen verbindet unter dem Titel "In the field" die Medien Fotografie, Zeichnung und Installation. Vom 14.11.2014 bis 10.1.2015
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Julie Monaco und Eva Engelbert
Fotoausstellungen Salzburg . Zwei Künstlerinnen mit unterschiedlichen Ausdrucksformen stellt die Galerie im Traklhaus vor: Julie Monaco, von der eine Auswahl ihrer Werke von 1997 bis 2014 gezeigt wird, entstehen am Computer. Eva Engelbert hingegen verbindet unter dem Titel "In the field" die Medien Fotografie, Zeichnung und Installation. Vom 14.11.2014 bis 10.1.2015

Julie Monaco

 

 

Was auf Julie Monacos Bildern wie ein Horizont, ein stürmisches Meer oder wie eine Wolkenfront aussieht, sind rein durch Formeln und Rechnungsleistungen am Computer erzeugte Bilder, die teilweise auf reale Situationen zurückgehen und die die Künstlerin durch Rechenoperationen verändert. Ganz gezielt bedient sich Julie Monaco verschiedener Sujets aus der Kunstgeschichte um die Illusion zu verstärken, so z.B. dem Breiformat für Seelandschaften mit tief liegendem Horizont und dramatischen Wolkenformationen. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass die Wellen zu perfekt sind, der Horizont zu gerade.

 

 

 

In der Ausstellung werden diese Fotografien durch eine Projektion ergänzt, in der jeder Pixel aller gezeigten Fotoarbeiten als Code dargestellt wird. Hier wird der Entstehungsprozess umgekehrt: Vorher entstanden aus Zahlen und Computerprogrammen Bilder, hier werden diese wieder in Zahlen umgewandelt.

Julie Monaco, 1973 in Wien geboren,  studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien, zuerst freie Grafik bei Ernst Caramelle, danach Neue Medien und Medien­übergreifende Bild-und Raumgestaltung bei Brigitte Kowanz. Nach einem Studienjahr in den USA (Bionic, Raleigh Studies, Hollywood, Los Angeles) diplomierte sie an der Wiener Akademie bei Brigitte Kowanz. Seit 1997 zeigt Julie Monaco ihre Arbeiten in zahlreichen Gruppen-und Einzelausstellungen im In-und Ausland.

 

Eva Engelbert -In the field

Eva Engelbert beschäftigt sich mit speziellen Eigenheiten von Orten und sozialen Strukturen. Die Fotografien „Tokyo Blue“ und „Congo Blue“ zeigen aufgespannte blaue Farbfolien im Gelände des Wiener Nordbahnhofs – einst wichtiger Bahnhof der Monarchie und heute Ort des Übergangs von der Brache zum neuen Stadtteil. Über die Namensherkunft der Blautöne „Tokyo Blue” und „Congo Blue” (Produkte eines gängigen Filtersystems für Lichtdesign, Fotografie und Architektur) ist kein direktes Wissen vorhanden. Den Farbtönen wurde scheinbar kontextlos ein Ort zugeschrieben. Welches Blau hätte der Ort der Aufnahmen in Wien, würde man ihn zu einer Farbe machen?

 

 

Die Fotoserie „Versammlung“ zeigt exotische Tierskulpturen, die in den 50er und 60er Jahren von der Stadt Wien in Auftrag gegeben in vielen Gemeindebauten aufgestellt wurden. Sie sollten eine Vorstellung der „Ferne“ vermitteln. Verstreut über die ganze Stadt, oftmals hinter Lifteinbauten oder sonstigen architektonischen Ergänzungen versteckt, überleben sie still die Zeit.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Musa (Museum, Startgalerie, Artothek, Wien), wo die Arbeiten schon vorher zu sehen waren. Für die Präsentation in Salzburg wird die Künstlerin einzelne Werkgruppen adaptieren und auch den Salzburger Gemeindebau als Thema einbinden.

 

 

Eva Engelbert wurde 1983 in Wien geboren, wo sie lebt und arbeitet. Sie studierte Fotografie an der Universität für angewandte Kunst in Wien und an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris. Ihre Arbeiten wurden in vielen Ausstellungen präsentiert, unter anderem in der Fotogalerie WUK, Wien (2013); IG Bildende Kunst, Wien (2013); Kunstraum Lakeside, Klagenfurt (2012); galerie5020, Salzburg (2011); Kunstraum NOE, Wien (2010).

 

Galerie im Traklhaus, Waagplatz 1a, Salzburg

 

 

08.11.2014 - 25.01.2015
Ausstellung München . In der Neuen Sammlung – The International Design Museum Munich beheimatet in der Pinakothek der Moderne zeigt Arbeiten des Fotografen Thomas Vack, der mit seinen Arbeiten die übliche Produktfotografie verlassen hat, und in ganz eigener Weise Designobjekte darstellt. Vom 8.11.2014 bis 25.1.2015
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Vanity of Objects : Tom Vack – Design Fotografie
Ausstellung München . In der Neuen Sammlung – The International Design Museum Munich beheimatet in der Pinakothek der Moderne zeigt Arbeiten des Fotografen Thomas Vack, der mit seinen Arbeiten die übliche Produktfotografie verlassen hat, und in ganz eigener Weise Designobjekte darstellt. Vom 8.11.2014 bis 25.1.2015

 

Foto: Tom Vack, für Ingo Maurer, Leuchte Broken Egg, 1996.
© Tom Vack

 

Das Oeuvre von Tom Vack liest sich nicht nur wie ein Who’s Who der internationalen Designszene seit den 1980er Jahren, sondern spiegelt auch die heutige Globalisierung des Designs wider.

Verrätseln und Geschichten erzählen, Emotion, Phantasie und Nostalgie, das Prozesshafte und Spielerische, Dekonstruktion und neuer Historismus — die Postmoderne revolutionierte nicht nur die Architektur, sondern auch das Design und dessen Bildstrategien. Die Designergruppen Alchimia und Memphis veränderten die Sprache der Fotografie, die den neuen Design-Begriff transportierte und die Produkte darstellte.

 

Foto: Tom Vack, 2006, für Ingo Maurer. Ingo Maurer und Axel Schmid, 24 Karat Blau M, 2005.
© Tom Vac

 

 

Der Fotograf Tom Vack (geb. 1948 in Chicago), den sein Weg aus den USA nach Italien, Frankreich und Deutschland führte, hatte an diesen neuen Ausdrucks- und Kommunikationsformen entscheidenden Anteil. Das Werk namhafter Entwerfer – etwa Michele De Lucchi, Philippe Starck oder Ingo Maurer – wurde durch seine Aufnahmen vermittelt, die meist für Zeitschriften oder Herstellerkataloge entstanden.

Die Anfänge von Tom Vacks Schaffen fallen in die Blütezeit der Postmoderne. Für seine Fotografien, oder Bildfindungen setzte er bewusst Faktoren wie Naivität und unterbewusste Erinnerungen ein. Er experimentierte mit Kino-Effekten und starken Licht-Schatten-Wirkungen. „Das Objekt in einem Bild zu zeigen, und nicht das Bild eines Objektes aufzunehmen“, ist sein gestalterischer Ansatz. Tom Vack hat das Credo der klassischen Sach- und Produktfotografie verlassen und schafft expressive, atmosphärisch dichte Kompositionen, die Geschichten erahnen lassen – subjektiv, dramatisch, poetisch.

Eine Ausstellung der Neuen Sammlung – The International Design Museum Munich – in Kooperation mit Tom Vack.
Ausstellungsgestaltung: Arch. Ester Pirotta. Lichtberatung: Hagen Sczech.
Unterstützt durch PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.

 

 Pinakothek der Moderne, Kunstareal, Barerstraße, München

 

 

07.11.2014 - 31.01.2015
Fotoausstellung Wien . Oft liegen sie dicht beieinander und sind immer wieder eine Diskussion rund um die Fotografie. Die Anzenberger Gallery stellt zwei Fotokünstler vor, die sich mit diesem Thema in ihrer Arbeit beschäftigen. Bis 31. Januar 2015
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Ricardo Cases, Robert Zhao Renhui: Wahrheit oder Fälschung
Fotoausstellung Wien . Oft liegen sie dicht beieinander und sind immer wieder eine Diskussion rund um die Fotografie. Die Anzenberger Gallery stellt zwei Fotokünstler vor, die sich mit diesem Thema in ihrer Arbeit beschäftigen. Bis 31. Januar 2015

 

Robert Zhao Renhui "Torijon grasslands, 2007, archival digital print, 121 x 84 cm 

 

 

In seinem Institute of Critical Zoologists kreiert Robert Zhao Renhui aus Singapur sein eigenes Universum und einen Führer durch die Flora und Fauna dieser Welt. Meist weiß man nicht, was Wahrheit, was Fälschung ist. Gerade damit aber spielt der Künstler auf die Tatsache an, dass der normale Konsument im Alltag das auch nicht wissen kann. Ist der Apfel im Supermarkt naturbelassen oder genverändert? Welchen Einfluss übt der Mensch auf die Natur aus, damit sie zu dem wird, was wir als angenehm und ästhetisch empfinden?

 

Bild: Ricardo Cases


Wahrheit und Fälschung liegen oft nahe beieinander. So würde man die Bilder von Ricardo Cases als manipuliert ansehen. Bemalte Tauben scheinen heute am Computer kreiert. Umso erstaunter ist man, wenn man erfährt, dass es sich hier um eine Gruppe von Taubenzüchtern aus der spanischen Region Valencia handelt, die ihre Tauben für einen jährlichen Wettbewerb bunt bemalt.

 

Anzenberger Gallery, Absberggasse 27, Wien

 

 

06.11.2014 - 16.01.2015
Fotoausstellung Hamburg . Immer wieder zieht es Martin Langer nach Marienborn, einem ehemaligen Grenzübergang zwischen Ost- und Westdeutschland, einem Ort der gezeichnet ist von den radikalen Umwälzungen der Wende. Unzählige Fotos hat Martin Langer aufgenommen von denen jetzt die Freelens Galerie ein interessante Auswahl zeigt. 6.11.2014 bis 16.1.2015
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Martin Langer – Marienborner Elegie
Fotoausstellung Hamburg . Immer wieder zieht es Martin Langer nach Marienborn, einem ehemaligen Grenzübergang zwischen Ost- und Westdeutschland, einem Ort der gezeichnet ist von den radikalen Umwälzungen der Wende. Unzählige Fotos hat Martin Langer aufgenommen von denen jetzt die Freelens Galerie ein interessante Auswahl zeigt. 6.11.2014 bis 16.1.2015

 

 

Bekannt wurde Marienborn, einer der ältesten Wallfahrtsorte Deutschlands, in den siebziger Jahren als Helmstedt-Marienborn von der Führung der DDR als wichtigster Grenzübergang zwischen Ost und West auserkoren wurde. An der Transitstrecke zwischen der Bundesrepublik und West-Berlin entstand daraufhin eine Festung, in der zuletzt fast 1.000 Grenzsoldaten, Zöllner, Stasimitarbeiter und Zivilangestellte ihren Dienst taten.

 



Der westdeutsche Fotograf Martin Langer fährt in der Nachwendezeit immer wieder an diesen Ort. Er ist fasziniert von dem, was er vorfindet: verwüstete Grenzanlagen, triste Kasernen, einst für DDR-Grenztruppen vorgesehen, in denen jetzt ein paar Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien untergebracht sind. Der Leere der Gebäude steht eine innere Leere der Dorfbewohner gegenüber, die sich nur schwer in der neuen Zeit zurechtfinden.

 



Immer wieder durchstreift Martin Langer Marienborn, lernt die Einheimischen kennen, steht mit ihnen auf dem Fußballplatz, beim Schlachten oder in der Kneipe. Die Alten warten auf den mobilen Tante-Emma-Laden, die Jungen darauf, dass irgendwas passiert. Seine Bilder geben die Psychologie jener Zeit subtil und stimmig wieder und erzählen viel über das, was gemeinhin als Abwicklung der DDR bezeichnet wird. In ihrer Tragikomik bildet die »Marienborner Elegie« ein breites Panorama exemplarischer Schicksale ab und stellt ein ideales Gegengift zu all dem verklärenden Pathos dar, der uns zum 25. Jahrestag des Mauerfalls derzeit  begegnet.

 



Martin Langer, geboren in Göttingen, hat zunächst Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld studiert. Seit 1984 ist er als freier Fotograf in Hamburg tätig und arbeitet an politischen und sozialen Themen für Zeitschriften, Verlage und Organisationen. Seine Arbeiten sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden und befinden sich in wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen.

 



 
FREELENS Galerie, Steinhöft 5, Hamburg

 

30.10.2014 - 16.01.2015
Fotoausstellungen Berlin . Mit den vier Ausstellungen "Magnum . Contact Sheets", "Portraits of Now . Magnum Photomaton", "Will McBride . Ich liebe diese Stadt" und "Talents 30 . Arbeit am Mythos" feiert C/O Berlin nach zwei Jahren ohne eigene Ausstellungsräume seinen neuen Standort im Amerika Haus. Bis 16. Januar 2014
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Grand Openings bei C/O Berlin
Fotoausstellungen Berlin . Mit den vier Ausstellungen "Magnum . Contact Sheets", "Portraits of Now . Magnum Photomaton", "Will McBride . Ich liebe diese Stadt" und "Talents 30 . Arbeit am Mythos" feiert C/O Berlin nach zwei Jahren ohne eigene Ausstellungsräume seinen neuen Standort im Amerika Haus. Bis 16. Januar 2014

 

Jean Gaumy, Shooting Practise, Teheran, Iran, 1986 © Magnum Photos

 

Seit dem Jahr 2000 präsentiert C/O Berlin ein interessantes Programm internationalen Ranges. Als Ausstellungshaus für Fotografie zeigt C/O Berlin Werke renommierter Künstler, organisiert Veranstaltungen, fördert junge Talente und be­gleitet Kinder und Jugendliche auf visuellen Entdeckungsreisen durch unsere Bild­kultur. Mit dem Standortwechsel von Mitte nach Charlottenburg wird C/O Berlin zu­sammen mit dem Museum für Fotografie und der Helmut Newton Stiftung einen in Deutschland einzigartigen Kultur-Cluster für Fotografie bilden.

 

 

 Elliott Erwitt, Kitchen Debate, Moskau, Russland, Juni 1959 © Magnum Photos

 

Magnum . Contact Sheets gibt über Kontaktbögen spannende Einblicke in die Arbeitsweise renom­mierter Fotografen wie Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Leonard Freed, Tho­mas Hoepker, Inge Morath, René Burri, Eve Arnold, Josef Koudelka, Gilles Peress und Alec Soth.

 

Elliott Erwitt, Marilyn Monroe during the filming of "The Seven Years Itch",
Billy Wilder ist im Hintergrund, New York, USA

 

Weltweit zum ersten Mal zeigt C/O Berlin Portraits of Now mit ei­gens konstruierten Fotoautomaten, die im Stil der Magnum-Fotografen Elliott Erwitt, Martin Parr, Paolo Pellegrin und Philippe Halsman ablichten. Nach jeder Session kann der Besucher sein originales Magnum-Porträt direkt als Print mitnehmen oder als digitale Datei im Internet verbreiten.

 

Strandbad Wannsee, 1959 © Will McBride

 

 

Will McBride war der erste Fotograf, des­sen Werke 1957 im Amerika Haus  gezeigt wurden. Aus diesem Grund präsentiert C/O Berlin das Gebäude mit der Ausstellung Ich war verliebt in diese Stadt mit zum Teil nie ausgestellten Fotografien aus seinem Gesamtwerk und dem Schwer­punkt auf Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit der Serie Arbeit am Mythos von Luise Schröder setzt C/O Berlin seine Talents-Reihe als kreativer Campus für junge internationale Gegenwartsfotografie und Kunstkritik fort.

 

Aus der Serie "Arbeit am Mythos", 2011 © Luise Schröder

 

Seit 1958 war das Amerika Haus kulturelle Begegnungsstätte der USA und wurde 2006 dem Land Berlin übergeben, das das Gebäude zukünftig an C/O Berlin und die Landeszentrale für politische Bildung vermietet. Zur Zeit wird das Gebäude vom Land Berlin denkmalgerecht saniert. Seit Juli erfolgt der Innenausbau nach einem Raumkonzept von mvprojekte mit Wolfgang Zeh in Zusammenarbeit mit Petra und Paul Kahlfeldt Architekten Studio. Die historische Substanz und filigrane Transparenz des von Bruno Grimmek entworfenen Gebäudes wird behutsam frei­gelegt und neu strukturiert, um eine optimale Ausstellungssituation für C/O Berlin zu schaffen. Im Vergleich zum bisherigen Standort, dem Postfuhramt, erhöht sich die Fläche von C/O Berlin im Amerika Haus um rund 20 Prozent auf 2300 Quadrat­meter.

 

C/O Berlin Foundation Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, Berlin

 

 

 

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30.10.2014 - 15.01.2015
Fotoausstellung München . In einer dritten Einzelausstellung präsentiert die Galerie f5,6 den Fotografen Olaf Otto Becker mit faszinierenden Bildern unterschiedlicher Lebensräume von intakten grünen Landschaften bis zu Orten industrieller Abrodung. 30.10.2014 bis 15.1.2015
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Olaf Otto Becker - Reading the Landscape
Fotoausstellung München . In einer dritten Einzelausstellung präsentiert die Galerie f5,6 den Fotografen Olaf Otto Becker mit faszinierenden Bildern unterschiedlicher Lebensräume von intakten grünen Landschaften bis zu Orten industrieller Abrodung. 30.10.2014 bis 15.1.2015

Olaf Otto Becker: Primary Forest 21, Waterway Malaysia 11/2013

 

Olaf Otto Becker entfernt sich mit seinem neuen Projekt von seinem bisherigen fotografischen Schwerpunkt. Er lässt die Eisberge, Gletscher und Schmelzwasserflüsse hinter sich, um sich den Wäldern der Erde zu nähern. Das groß angelegte Projekt Reading the Landscape besteht aus drei Teilen und bildet jeweils die Eigenheiten sehr spezieller Lebensräume ab. Den Beginn machen unberührte Biotope in Malaysia, Indonesien und Amerika. Becker zeigt uns intakte grüne Landschaften und ungebändigte Flüsse – Bilder von idealen Orten, die unsere Annahme, wie exotische Regenwälder auszusehen, bestätigen. Damit wird aber bereits im zweiten Teil der Serie aufgeräumt, denn was folgt, sind die Zeichen industrieller Abrodung und deren Konsequenzen. Mit dem letzten Teil endet Reading the Landscape zumindest mit der Vorstellung von Idylle und präsentiert einen Einblick in konstruierte Natur.

 

Olaf Otto Becker: Slash and Burn 03, Riau Area, Sumatra, Indonesien, 10/2013

 

In gewohnter Manier legt die Schönheit der Fotografien Beckers einen Schleier über die gezielt kritischen Inhalte. Wie im Falle der sich zurückbildenden Gletscherzungen und dem Abtauen des Inlandeises, geht es um mehr als die gute fotografische Komposition, jedoch wird niemals darauf verzichtet.

 

 

 Olaf Otto Becker: Supertree Grove, Gardens by the Bay, Singapure 10/2012

 

Olaf Otto Becker, geboren 1959 in Lübeck-Travemünde, studierte Kommunikationsdesign in Augsburg und Philosophie in München. Seine Arbeit, für die er mehrfacht ausgezeichnet wurde, wurde schon in zahlreichen in Magazinen und Büchern veröffentlicht.

 

Galerie f5,6, Ludwigstrasse 7, München     

 

 

 

30.10.2014 - 25.01.2015
Fotoausstellung Aachen . Viele seiner Bilder sind berühmt geworden, so berühmt wie seine Modelle von Marilyn Monroe bis James Dean. Das Suermondt-Ludwig.Museum zeigt jetzt eine monographische Schau mit 120 ausgewählten Schwarzweißfotografien der frühen 1950er bis 1970er Jahre von Dennis Stock, einem der großen amerikanischen Fotografen der Nachkriegszeit. Bis 25.1.2015
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Dennis Stock - Time is on your side
Fotoausstellung Aachen . Viele seiner Bilder sind berühmt geworden, so berühmt wie seine Modelle von Marilyn Monroe bis James Dean. Das Suermondt-Ludwig.Museum zeigt jetzt eine monographische Schau mit 120 ausgewählten Schwarzweißfotografien der frühen 1950er bis 1970er Jahre von Dennis Stock, einem der großen amerikanischen Fotografen der Nachkriegszeit. Bis 25.1.2015

 

Dennis Stock, A biker in the popular 'Mongol' look, 1971 © Dennis Stock/Magnum Photos

 

 Stock verstand sich nicht als Fotojournalist, der dem aktuellen Tagesgeschehen nachspürt. Sein eigentliches Metier waren selbst gewählte Themen, die er in ausführlichen Fotoessays und Buchprojekten verwirklichen konnte. Er richtete seine Aufmerksamkeit gern auf das, was von der Mehrheit abgelehnt wurde. So fotografierte er 1969 die gerade gegründeten Hippie-Kommunen, fasziniert von ihren Idealen einer gerechteren Welt. Und sein Foto-Essay über die sogenannten Road People, wilde Biker wie rüstige Wohnmobileigner, greift in beeindruckenden Bildern das Thema Mobilität als Ausdruck des ureigenen amerikanischen Lebensstils auf.

 

Dennis Stock, Marilyn Monroe watching  the shooting of 'Dedirée, 1954 © Dennis Stock/Magnum Photos

 

Ob es sich um die Reichen und Berühmten oder die Außenseiter und Namenlosen handelte, stets begegnete Stock den Menschen mit großer Empathie und Toleranz. So reflektiert sein Werk nicht nur eine Zeit der gesellschaftlichen Veränderungen in den USA, sondern ist beseelt von einer fotografischen Philosophie, die mit sensiblem Blick und einer Würde wahrenden Distanz den Menschen – gleich ob Immigrant, Kinostar oder Hippie –  in den Mittelpunkt rückt.

 

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Howard Greenberg Gallery, New York, entstanden.

 

Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße 18, Aachen

 

25.10.2014 - 15.02.2015
Fotoausstellung Winterthur . Ein interessantes Bild der Stadt New York zeichnete der Schweizer Rudy Burckhardt mit seinen Fotografien und Filmen in den Jahren von 1932 bis 1959. Vorgestellt werden die Werke in der Fotostiftung Schweiz. Bis 15. Februar 2015
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Rudy Burckhardt - Im Dickicht der Grossstadt
Fotoausstellung Winterthur . Ein interessantes Bild der Stadt New York zeichnete der Schweizer Rudy Burckhardt mit seinen Fotografien und Filmen in den Jahren von 1932 bis 1959. Vorgestellt werden die Werke in der Fotostiftung Schweiz. Bis 15. Februar 2015

Hydrant (Sidewalk XI), New York, 1939 © The Estate of Rudy Burckhardt and Tibor de Nagy Gallery, New York

 

Der Schweizer Rudy Burckhardt (1914–1999) liess sich 1935 in New York nieder.Überwältigt von der schieren Grösse dieser Metropole, dem Kontrast zwischen den monumentalen Wolkenkratzern und dem hektischen Treiben in den Strassenschluchten, begann er, seine Eindrücke fotografisch und filmisch zu verarbeiten. Als zurückhaltender Mensch widmete er sich vorerst den Details der Fassaden sowie den auffälligen Werbeschriften und grafischen Zeichen aller Art. Später beobachtete er die hastig vorübergehenden Passanten und dokumentierte den Zerfall und die Leere in Astoria, einem brachliegenden Gebiet im Stadtteil Queens. Und schliesslich interessierte er sich für die in sich versunkenen Menschen in der Untergrundbahn und die grandiosen Dachlandschaften hoch über den Strassen Manhattans.

 


Sidewalk XIV, New York, 1939 © The Estate of Rudy Burckhardt and Tibor de Nagy Gallery, New York

 

Mit seinen Fotografien, die er zum Teil in filmischen Sequenzen in Alben anordnete, und seinen meist mit Jazz oder Popmusik unterlegten Kurzfilmen war er seiner Zeit weit voraus: Direktheit, formale Strenge, sich kontrastierende Perspektiven und lyrische Verdichtung verbinden sich bei Burckhardt zu einer radikal modernen Bildsprache. Sein Werk war lange Zeit nur einem kleinen Insider-Publikum bekannt; anlässlich seines 100. Geburtstags wird es als wichtiger Beitrag zur internationalen Fotografie neu gewürdigt.

 

An' I've Got a Nickel, New York, 1938 © The Estate of Rudy Burckhardt and Tibor de Nagy Gallery, New York

 

In Zusammenarbeit mit dem Estate of Rudy Burckhardt und der Tibor de Nagy Gallery, New York. Unterstützt von Bundesamt für Kultur, Migros Kulturprozent und F. Aesch­bach AG.

 

Fotostiftung Schweiz, Grüzenstraße 45, Winterthur

24.10.2014 - 08.03.2015
Ausstellung Bergisch-Gladbach . Kaum etwas trägt mehr zur Bekanntheit von Bergisch-Gladbach bei als die Michelin-ausgezeichnete Spitzengastronomie der Stadt. Anlass genug für das Kunstmuseum Villa Zanders, die Kunst des Kochens aus dem Blickwinkel der Kunst in einer Ausstellung zu beleuchten und mit einem Rahmenprogramm alle Sinne anzusprechen. Bis 8.3.2015
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Topf und Deckel - Kunst und Küche
Ausstellung Bergisch-Gladbach . Kaum etwas trägt mehr zur Bekanntheit von Bergisch-Gladbach bei als die Michelin-ausgezeichnete Spitzengastronomie der Stadt. Anlass genug für das Kunstmuseum Villa Zanders, die Kunst des Kochens aus dem Blickwinkel der Kunst in einer Ausstellung zu beleuchten und mit einem Rahmenprogramm alle Sinne anzusprechen. Bis 8.3.2015

Petra Weifenbach, Kalte Fotowurstplatte, 2002, plastisches Objekt aus Fotoabzügen 66 x 45 x7 cm
© Petra Weifenbach VG Bild-Kunst Bonn

 

Das Thema Kochen ist populärer denn je! In der Ausstellung wird das Thema in seinem ganzen Spektrum aus künstlerischer und kulturhistorischer Sicht gezeigt. Nicht nur Exponate aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur, Video bis hin zu Design und Innenarchitektur werden zu sehen sein –  darüber hinaus bietet die Ausstellung mit einem umfangreichen Rahmenprogramm ein vielfältiges Angebot für alle Sinne. Künstler kochen für das Publikum und sorgen mit Beiträgen wie "Kochen als Kunstgattung" für die Auflösung zwischen Kunst und Küche.

 

Knut Wolfgang Maron, aus: Ein Leben 1998-2013 © Knut Wolfgang Maron

 

 

Ausgehend von hostorischen Beispielen wie den Küchenutensilien des 17. Jahrhundert werden die Wechselverhältnisse und die gegenseitige Beeinflussung von bildender Kunst, Design und angewandter Kunst bis heute dem Besucher nahegebracht. Die Ausstellung will mit diesem Thema auch kunstferne Zielgruppen erreichen und die Augen für die Zusammenhänge von Kunst und Leben, Wohnen, Geselligkeit, Familie und Gesundheit öffnen.

 

August Sander, Konditor, 1928, Gelatinesilberabzug
© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur - August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2014

 

 

Kunsrtmuseum Villa Zanders, Konrad-Adenauer-Platz 8, Bergisch-Gladbach

 

19.10.2014 - 14.06.2015
Ausstellung Frankfurt . Im TaunusTurm der neuen Dependance des MMK Museum für Moderne Kunst zeigt das MMK2 als erste Ausstellung "Boom She Boom. Werke aus der Sammlung des MMK", die den Künstlerinnen der Sammlung gewidmet ist. Bis 14.6.2014
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Boom She Boom
Ausstellung Frankfurt . Im TaunusTurm der neuen Dependance des MMK Museum für Moderne Kunst zeigt das MMK2 als erste Ausstellung "Boom She Boom. Werke aus der Sammlung des MMK", die den Künstlerinnen der Sammlung gewidmet ist. Bis 14.6.2014

 

Anja Niedringhaus, Amerikanischer Infanterist, 2004
Foto / photo: Axel Schneider © Anja Niedringhaus

 

 

Zum ersten Mal in Deutschland ist ein Museum in ein Bürohochhaus gezogen. Mit der Erweiterung bekommt das Museum rund 2.000 zusätzliche Quadratmeter für die Präsentation seiner umfangreichen Sammlung internationaler Gegenwartskunst. Die Immobilienentwickler Tishman Speyer und die Commerz Real AG stellen dem MMK diese Fläche für 15 Jahre miet- und nebenkostenfrei zur Verfügung.

Die Eröffnungsausstellung "Boom She Boom. Werke aus der Sammlung des MMK" ist ausschließlich mit Künstlerinnen bestellt und zeigt einen Schwerpunkt des MMK das von der ersten Stunde an im Jahr 1991 bis heute ein ganz besonderes Augenmerk auf die starken Positionen der Künstlerinnen der letzten Jahrzehnte gerichtet hat.
Insbesondere bei den Ankäufen der letzten Jahre ist auffällig, dass ausgesprochen viele Werke von Künstlerinnen unter den Neuzugängen der MMK Sammlung zu finden sind. Hauptwerke von Vanessa Beecroft, Rineke Dijkstra, Teresa Margolles, Sarah Morris oder Taryn Simon markieren wichtige Erweiterungen der Sammlung.

 

Vija Celmins, Night Sky#15, 2000#2001
Foto/photo: Axel Schneider © Vija Celmins

 


Mit der Vielfalt und Stärke, die von den Werken dieser Künstlerinnen ausgeht, möchte das MMK seine neue Präsenz im Zentrum Frankfurts beginnen. Die Ausstellung umfasst unterschiedliche künstlerische Verfahren und konzeptuelle Ansätze, sie präsentiert eine Vielzahl von Perspektiven und Fragestellungen. In Skulpturen und Installationen, Gemälden und Zeichnungen, Filmen und Fotografie hinterfragen die Künstlerinnen die Repräsentation und gesellschaftliche Konnotation des weiblichen Körpers, sie beschäftigen sich mit sozialen und globalen Zusammenhängen, untersuchen Formen von Narration und Abstraktion und analysieren Strategien der Raumaneignung.

 

Isa Genzken, Oil XV & Oil XVI, 2007 Installationsansicht im MMK 2 des MMK Museum für Moderne Kunst. Foto/photo: Axel Schneider © Isa Genzken / Galerie Daniel Buchholz



Der Titel der Ausstellung „Boom She Boom“ zitiert den erfolgreichen Doo Wop-Song der Band „The Chords“ aus dem Jahr 1954, der seither zahlreiche Neuinterpretationen erfuhr. War der Song in erster Linie als Liebeserklärung an eine Frau gedacht, bezog sich „Sh-Boom“ – lautmalerisch für den Abwurf einer Bombe – auch auf die Zuspitzung des Kalten Krieges im Entstehungsjahr des Songs. Im Kontext der Ausstellung erhält der sinnliche wie fatalistische Titel eine weitere Bedeutungsebene, die die Forderungen und Lebenswirklichkeiten von Künstlerinnen in der Museumslandschaft nachdrücklich unterstreicht.

 

Sturtevant, The Dark Threat of Absence Fragmented and Sliced, 2002
Foto / photo: Axel Schneider © Sturtevant



Künstlerinnen der Ausstellung:
Jo Baer / Vanessa Beecroft / Shannon Bool / Andrea Buüttner / Vija Celmins / Hanne Darboven / Rineke Dijkstra / Marlene Dumas / Parastou Forouhar / Katharina Fritsch / Isa Genzken / Tamara Grcic / Bethan Huws / Anne Imhof / Barbara Klemm / Eva Kotátková / Franziska Kneidl / Teresa Margolles / Sarah Morris / Cady Noland / Anja Niedringhaus / Christa Näher / Charlotte Posenenske / Jewyo Rhii / Taryn Simon / Sturtevant / Rosemarie Trockel / Adrian Williams

Das MMK 2 wird ermöglicht durch den TaunusTurm – ein Joint Venture von Tishman Speyer und der Commerz Real AG. Gründungspartner sind Stefan Quandt, die Ernst Max von Grunelius-Stiftung, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die DekaBank Deutsche Girozentrale. Weitere Förderer sind die MMK Stiftung, die Freunde des MMK und die New Contemporaries.

Für die Eröffnungsausstellung „Boom She Boom“ im MMK 2 übernehmen die DekaBank Deutsche Girozentrale und die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen die Schirmherrschaft.

 

MMK 2, Taunus Turm, Taunustor 1, Frankfurt am Main

 

 

18.10.2014 - 22.02.2015
Fotoausstellung Hannover . Mit Ironie und Witz fotografiert Martin Parr Alltagsszenerien mit stets wachen Blick für das Typische der jeweiligen Situation, die seine Bilder weltberühmt gemacht haben. Für die Ausstellung im Sprengel Museum war Martin Parr von Januar 2013 bis Juni 2014 in Niedersachsen mit der Kamera unterwegs um nach Spuren einer möglichen Britishness zu suchen. Bis 22.2.2015
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Martin Parr. We love Britain!
Fotoausstellung Hannover . Mit Ironie und Witz fotografiert Martin Parr Alltagsszenerien mit stets wachen Blick für das Typische der jeweiligen Situation, die seine Bilder weltberühmt gemacht haben. Für die Ausstellung im Sprengel Museum war Martin Parr von Januar 2013 bis Juni 2014 in Niedersachsen mit der Kamera unterwegs um nach Spuren einer möglichen Britishness zu suchen. Bis 22.2.2015

 

Martin Parr: Feier anlässlich des Geburtstags der Königin, Schloss Bredebeck, Bergen-Hohne, 2013 aus "We love Britain!, 2013/2014 Pigment Ink Print, 101,6 x 152,4 cm Besitz des Künstlers © Martin Parr / Magnum Photos

 

Die Such von Martin Parr nach dem britischen Spuren in Niedersachsen kam nicht von ungefähr. Immerhin war vor 300 Jahren ein hannoverscher Kurfürst König von Großbritannien geworden, hatte vor 68 Jahren eine britische Militärregierung das heutige Bundesland Niedersachsen gegründet und beendet der Abzug der britischen Truppen gerade eben ein Kapitel deutsch-britischer Geschichte. Die auf Martin Parrs Spurensuche entstandenen Bilder werden nun im Rahmen der insgesamt 380 Arbeiten und acht Serien umfassenden Ausstellung "Martin Parr. We Love Britain!" vorgestellt. Auf 700 qm gibt das Sprengel Museum Hannover damit einen Einblick in verschiedene Schaffensphasen des Fotografen.

 

Martin Parr: New Brighton, Engand aus "The Last Resort", 1983-1985 Pigment Ink Print 2014, 101,6 x 152,4 cm Besitz des Künstlers © Martin Parr / Magnum Photos 

 

 

Während Luxury bereits 2011 in der Ausstellung "Photography Calling!" in Hannover zu sehen war, präsentiert "We Love  Britain!" neben der in Niedersachsen entstandenen Arbeit die Serien "Bad Weather" (1975-1982), "The Last Resort" (1983-1986), "The Cost Of Living" (1989), "Common Ssende" (1995-1999), "Autoportraits" (seit 1991), "Scottish Landscapes" (1995-2010) und "Liberation" (2012-13).

 

 Martin Parr: Liberation Day tea party at St Helier Town Hall, Jersey. The Channel Islands, 2013 aus "Liberation", 2013 Pigment Ink Print 2014, 50,8 x 76,2 cm Besitz des Künstlers © Martin Parr / Magnum Photos

 

Martin Parr lebt in Bristol und ist seit 1994 Mitglied der renommierten Fotoagentur Magnum. Neben der eigenen Fotografie widmet Parr sich dem Sammeln von Fotobüchern und Editieren von Publikationen zu Fotobüchern, dem Kuratieren von Fotofestivals und -ausstellungen und vielem mehr.

 

Sprengel Museum, Karl-Schwitter-Platz, Hannover

 

18.10.2014 - 11.01.2015
Fotoausstellung Bregenz Mit Jeff Wall präsentiert das Kunsthaus Bregenz in Kooperation mit dem Stedelijk Museum in Amsterdam und dem Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk einen der zugleich innovativsten und auch klassischsten Künstler seiner Generation. Bis 11.1.2015
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Jeff Wall - Tableaux Pictures Photographs 1996-2013
Fotoausstellung Bregenz Mit Jeff Wall präsentiert das Kunsthaus Bregenz in Kooperation mit dem Stedelijk Museum in Amsterdam und dem Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk einen der zugleich innovativsten und auch klassischsten Künstler seiner Generation. Bis 11.1.2015

 

Jeff Wall: Summer Afternoons F 2013



Jeff Wall's Auseinandersetzung mit der Fotografie fing in den späten 1960er Jahren. Seit 1970 präsentiert er großformatige Bilder, häufig als Diapositive in Leuchtkästen, wie sie auch aus der kommerziellen Werbung bekannt sind. Dabei variierte er zwischen den Formaten ebenso wie zwischen Leuchtkästen und regulären Farbabzügen.

 

Jeff Wall: Summer Afternoons M 2013

Seit 1996 fertigt Jeff Wall  übergroße Schwarzweiß-Aufnahmen, die sein Spektrum der Fotografie erweitern und sowohl Bezüge zur klassischen Street Photography als auch zum Film noir herstellen. Die Bregenzer Ausstellung beginnt zeitlich mit den großen Schwarzweiß-Aufnahmen aus der Mitte der 1990er Jahre und reicht bis in die Werkphase der unmittelbaren Gegenwart hinein.

 

Jeff Wall: Invisible Man

 

In den vergangenen zehn Jahren wurde das Werk Jeff Walls in mehreren Retrospektiven gezeigt, die einen Überblick über sein Œuvre seit dem Ende der 1970er Jahre ermöglichten. Mit annähernd vierzig Arbeiten liegt der Fokus der aktuellen, in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler konzipierten Ausstellung dagegen auf seiner Produktion der letzten zwanzig Jahre, wobei alle wichtigen und wiederkehrenden Themen seiner künstlerischen Arbeit zu sehen sind wie auch eine Auswahl seiner bekannten Leuchtkästen. Die Beschäftigung mit der jeweiligen Ausstellungsarchitektur ist für Wall bei der Erarbeitung einer Präsentation ebenso von Bedeutung wie der Dialog seiner Arbeiten untereinander. So entstehen für Amsterdam, Bregenz und Humlebæk trotz der größtenteils gleichbleibenden Auswahl der Werke Ausstellungen mit jeweils anderen narrative Strängen. Die Ausstellung in Bregenz ist nach über zehn Jahren die erste umfassende Präsentation von Jeff Wall in Österreich.

 

Jeff Wall: Passerby

 

Kunstmuseum Bregenz, Karl-Tizian-Platz, Bregenz

 

18.10.2014 - 11.01.2015
Ausstellung Bregenz Mit ihren Installationen, die in der KUB Arena im Erdgeschoss des Kunsthauses Bregenz zu sehen sind, will Hannah Weinberger die Besucher zur aktiven Teilnahme einladen, sodass die Ausstellung zu einer fortdauernden Veranstaltung wird. Bis 11.1.2015
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Hannah Weinberger
Ausstellung Bregenz Mit ihren Installationen, die in der KUB Arena im Erdgeschoss des Kunsthauses Bregenz zu sehen sind, will Hannah Weinberger die Besucher zur aktiven Teilnahme einladen, sodass die Ausstellung zu einer fortdauernden Veranstaltung wird. Bis 11.1.2015

Hannah Weinberger: Concerto Locale, 2012 Multi-Kanal-Soundinstallation, Dimensionen variabel
Installationsansicht Istituto Svizzero di Roma, Milan, 28 Mai – 24 Juni 2012
Courtesy: die Künstlerin und Freedman Fitzpatrick, Los Angeles

 

Engagement und Partizipation bilden die Basis von Hannah Weinbergers künstlerischen Aktivitäten. Sie setzt das Potenzial der Musik und des Raumes ein, um ihre kollektiven Performances harmonisch abzustimmen und jedem Betrachter eine performative Rolle innerhalb des Werks zuzuschreiben. Als eine der spannendsten Vertreterinnen einer Generation junger Schweizer Künstler durchkreuzt Weinberger in ihren Installationen die Erwartungen des Publikums und eröffnet neue Wege der kollektiven Kunstproduktion. Vor allem mit Audioelementen wird Weinbergers Ausstellung in der KUB Arena das Erdgeschoss des Kunsthaus Bregenz in eine Art akustischen Workshop verwandeln — in einen flexiblen Raum, in dem die Besucher zur aktiven Teilnahme eingeladen sind und sie die Richtung und Form des Projekts selbst bestimmen können. Diese Offenheit ist es, die Weinberger interessiert: »Mir gefällt der Moment, wenn man nicht weiß, wohin etwas führen wird oder was das Ergebnis sein wird.« Statt eine statische Ausstellung mit einer daran anknüpfenden Reihe von Veranstaltungen zu konzipieren, fungiert Hannah Weinbergers Ausstellung in der KUB Arena selbst als eine fortdauernde Veranstaltung. Die Künstlerin lädt Künstler, Musiker und andere Kulturschaffende ein, sich eine Zeit lang in Bregenz aufzuhalten und sich mit ihrer Installation sowie der örtlichen Bevölkerung auseinanderzusetzen — um die Teilnehmer so letztlich in ihren eigenen künstlerischen Denk-und Arbeitsprozess mit einzubeziehen. Ein Teil von Weinbergers Ausstellung in der KUB Arena findet außerhalb des Kunsthaus statt — in Form von Skulpturen, die auf dem Kornmarktplatz aufgestellt werden. Große, schwere, aus der Schweiz stammende Findlinge wurden sorgfältig von Hand bearbeitet und in große Resonanzlautsprecher verwandelt. Aus ihrer ursprünglichen natürlichen Umgebung entfernt, fungieren diese »singenden Steine« als Verstärker für die unterschiedlichsten Sound-Loops und verzichten zugleich auf eine konventionelle Form eines Audiogeräts. Skulptur wird zu Sound und Sound wird zu Skulptur. Hannah Weinbergers Werk wurde international gezeigt und von der Kritik hochgelobt.

 

Hannah Weinberger: Trailer, 2013, Filmstill, Video loop, 3'00''


Der Ausgangspunkt von Hannah Weinbergers Praxis sind die zufälligen Hintergrundgeräusche, die bei gesellschaftlichen Anlässen erzeugt werden. Das atmosphärische Summen und Klirren, das Menschen verursachen, während sie an Tischen sitzen und mit Glas und Metall hantieren. Die Erschütterungen von Leuten, die sich in kleinen Gruppierungen bewegen, mit ihren Füßen auf den Boden stampfen und zu synthetischen Rhythmen in die Hände klatschen. Weinbergers Kompositionen transformieren die Kakofonie unserer Gesellschaft zu minimalistischen Soundtracks, ohne dabei auf dramatische Crescendos, verweisende Tempi oder algorithmische Kraftakte zurückzugreifen. Ungeachtet ihrer technisch hochentwickelten Produktionsmittel und der Dimensionen ihrer Installationen konstruiert sie nichts anderes als uns vertraute ephemere Stimmungen. Wie ihre ortsspezifischen Werke transformieren auch Weinbergers neueste Werke – Findlinge, die in Resonanzlautsprecher verwandelt wurden – die akustische Landschaft eines Innenraums in ein verstärktes Objekt mit der Fähigkeit, das Umfeld mit Leben zu erfüllen. Doch im Unterschied zu ihren großformatigen Installationen bietet Weinberger ihrem Publikum in diesen neuen Werken eine intime Begegnung mit einer autonomen Kapsel, aus der skulptural geformter Sound dringt. Hannah Weinberger (geb. 1988, Filderstadt; mit Schweizer/US-amerikanischer Staatsbürgerschaft) lebt und arbeitet in Basel, Schweiz. Sie machte vor kurzem ihren Abschluss Master Fine Arts an der Zürcher Hochschule der Künste. Ihr Werk wurde in internationalen Ausstellungen präsentiert, unter anderem der 2013 Lyon Biennale, Stedelijk Amsterdam, ICA Philadelphia, Kunsthalle Charlottenborg, Kunstverein München sowie Kunsthaus Glarus und wurde in internationalen Kunstmagazinen rezensiert, unter anderem in Afterall, Artforum, Flash Art, Frieze, Frieze d/e und Mousse.

 

Kunsthaus Bregenz, Karl-Tizian-Platz, Bregenz

 

17.10.2014 - 30.08.2015
Ausstellung München . Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums erzählt eine Sonderausstellung mit interessanten Exponaten,und Fotografien die Geschichte der längsten Eisenbahnstrecke der Welt - der legendären Transsib. Sie zeigt die Menschen, die mit ihr unterwegs sind ebenso wie die vielfältigen Landschaften und Städte durch die ihr Weg führt. Bis 30.8.2015
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Transsib - Ein Jahrhundertprojekt auf Schienen
Ausstellung München . Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums erzählt eine Sonderausstellung mit interessanten Exponaten,und Fotografien die Geschichte der längsten Eisenbahnstrecke der Welt - der legendären Transsib. Sie zeigt die Menschen, die mit ihr unterwegs sind ebenso wie die vielfältigen Landschaften und Städte durch die ihr Weg führt. Bis 30.8.2015

Bis 2004 wurden im Güterverkehr auf dem chinesischen Teil der Strecke nach Peking noch Dmpfloks eingesetzt.  Foto: Thomas Waidelich

 

 Die Fahrt auf der längsten Eisenbahnstrecke durch das flächenmäßig größte Land der Erde führt durch sieben Zeitzonen und ist eine der legendären Reiseabenteuer unserer Erde. Zahlreiche Hindernisse mussten bei ihrem Bau überwunden werden. Sie lernt man in der Ausstellung ebenso kennen wie Menschen, die mit der Transsib unterwegs sind und in den durchreisten Landstrichen leben. Aufnahmen von den Orten an der Strecke von Moskau bis Wladiwostok oder Peking vermitteln einen Eindruck von der landschaftlichen Vielfalt Sibiriens. 

Die ursprünglichen Streckenabschnitte der Transsibirischen Eisenbahn wurden zwischen 1891 und 1916 angelegt. Tausende Arbeiter errichteten die Bahnstrecke mit einfachen Werkzeugen und Transportmitteln in kaum besiedeltem Gebiet und schwierigem Terrain. Die bis heute längste Bahnlinie der Welt erschloss den Osten Russlands und verband Moskau mit dem Pazifik. Schon bald nach der Jahrhundertwende fuhren auch die ersten Reisezüge von Europa durch Sibirien in den fernen Osten. Nach anfänglichen Rückschlägen durch Bauprobleme und Kriege entwickelte sich die Transsibirische Eisenbahn im 20. Jahrhundert zu einer unverzichtbaren Lebensader des Verkehrs zwischen Europa und Asien, die bis heute immer wieder erneuert und ausgebaut wurde. Sie transportiert Menschen und Güter und durchquert zwei Kontinente. Dabei fährt sie durch sieben Zeitzonen und viele Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Transsibirische Eisenbahn hatte großen Einfluss auf die Erschließung Sibiriens und die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung. Die Anbindung Russlands an den Pazifischen Ozean eröffnete neue Handelswege und Geschäftsbeziehungen. Seit einigen Jahren steigern neue Kommunikationstechnologien und eine Verkürzung der Zollformalitäten beim Überschreiten der Ländergrenzen die Bedeutung der Strecke als „Transeurasische Landbrücke“. Das Land ist auch die Heimat einer großen Zahl unterschiedlichster Ethnien, deren Lebensraum durch den Anstieg der Industrialisierung in den vergangenen hundert Jahren immer weiter eingeschränkt wurde. Die Sonderausstellung erschließt das Thema mit zahlreichen Fotos und Bildern und präsentiert viele landestypische Exponate – von Nahrungsmitteln bis zu regionalen Trachten, von Jagdzubehör bis zu Lok- und Wagenmodellen.

 

Entstanden ist die Ausstellung in einer Kooperation zwischen dem Deutschen Museum in München und dem Industriemuseum Lauf. 

 

 

 

Bis in die 1970er Jahre wurde im damals Nicht elektrifizierten Ostteil der Transsibirischen Eisebahn die berühmte Schnellzuglok P36 mit einer Leistung  von 1840 kW eingesetzt. Foto: Hansjoerg Brutzer

 

Galerie der Halle III im Verkehrszentrum des Deutschen Museums, Theresienhöhe 15, München

17.10.2014 - 11.01.2015
Fotoausstellung Hamburg Mit der Ausstellung „Fette Beute. Reichtum zeigen“, die in mehrere Kategorien gegliedert ist, widmet sich das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) der Darstellung von Reichtum und der Selbstdarstellung von Reichen in der Fotografie und den Massenmedien. Während die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird, wird Reichtum in den Medien offenbar immer exzessiver vorgezeigt. Bis 11.1.2015
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Fette Beute. Reichtum zeigen
Fotoausstellung Hamburg Mit der Ausstellung „Fette Beute. Reichtum zeigen“, die in mehrere Kategorien gegliedert ist, widmet sich das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) der Darstellung von Reichtum und der Selbstdarstellung von Reichen in der Fotografie und den Massenmedien. Während die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird, wird Reichtum in den Medien offenbar immer exzessiver vorgezeigt. Bis 11.1.2015

Anna Skladmann: Jacob shootin at Ballerinas, Moskau, 2009, aus der Serie Little Adults,  2008-2010
© Anna Skladmann

 

Bisher galt das Interesse in der Fotografie vor allem der Armut. Seit den 1980er Jahren beschäftigen sich aber zunehmend zeitgenössische Fotografen auch mit der Inszenierung von Reichtum in der Fotografie. Jetzt zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg in einer umfassenden Ausstellung das Thema mit 150 Werken zu denen künstlerische Arbeiten ebenso gehören wie Reportage-Fotografie, Dokumentarfilme und Videoarbeiten von Tina Barney, Gabriel Mascaro, Martin Parr, Julika Rudelius, Juergen Teller, Paolo Woods u.a. Hinzu kommen Amateuraufnahmen aus dem Fotosharing-Portal Instagram und Ausschnitte aus dem Reality-TV-Format „Rich Kids of Beverly Hills“. Die thematischen Kapitel werden durch 13 historische Pendants aus der Zeit vor der Jahrhundertwende bis zum Bildjournalismus der 1960er Jahre ergänzt. Dazu zählen Aufnahmen von Jacques Henri Lartigue, Lisette Model, Regina Relang, Edward Steichen u.a.

Die Ausstellung geht auch der Frage nach, welche Rolle die Fotografie für die Selbstinszenierung spielt, wie sie als Medium den Blick auf den Reichtum lenkt und inwiefern sich die Darstellungen im Laufe der Zeit gewandelt haben. Der Zurschaustellung steht die Unsichtbarkeit der wirklich Reichen gegenüber, die sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückziehen und von denen nur selten Bilder zirkulieren. Doch geht es nicht um ein Mehr an Bildern. Die Ausstellung will nicht ungesehene, neue Bilder von Reichtum zeigen, sondern das Phänomen und insbesondere die Funktionen der Fotografie kritisch beleuchten.

 

Paolo Woods: Mr. Wood, Lagos, Nigeria aus der Serie Chinafrica, 2007 © Paolo Woods / Institute


Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz 1, Hamburg


 

„Niemand hat, soweit ich weiß, das soziale Phänomen des Reichtums fotografiert“, äußerte 1964 die Fotografin Dorothea Lange, die ihr Leben der Dokumentation von Armut gewidmet hat. Tatsächlich ist Reichtum im Verhältnis zu Armut sehr viel seltener Thema kritischer Auseinandersetzung gewesen. Dies liegt zum Teil daran, dass sich die privilegierte Schicht den forschenden Blicken der Fotografen entzieht und bewusster die Bildproduktion steuert. Inzwischen interessieren sich auch zahlreiche Fotografen für das Thema; oftmals stammen sie selbst aus gehobenen Verhältnissen.

 

Lamia Maria Abillama: Evelina, 2006 aus der Serie Ladies of Rio, 2006-2007
 Courtesy Galerie Tanit, München © Lamia Maria Abillama

 

Zeitgenössische Künstler: Lamia Maria Abillama (LB), Tina Barney (US), Giacomo Bianchetti (IT), Jim Dow (US), Francesco Giusti (IT), Jim Goldberg (US), Lauren Greenfield (US), Christian Jankowski (DE), Louise Lawler (US), Gabriel Mascaro (BR), Martin Parr (GB), Julika Rudelius (NL), Anna Skladmann (US), Otto Snoek (NL), Juergen Teller (DE), Sébastien Valiela (FR), Muntu Vilakazi (ZA), Paolo Woods (NL), ausgewählte Aufnahmen unterschiedlicher Amateure aus dem Blog „Rich Kids of Instagram“ (US), ausgewählte Ausschnitte aus dem TV-Format „Rich Kids of Beverly Hills“ (US) | Historische Positionen: Slim Aarons (US), Bill Brandt (UK), Thomas Hoepker (DE), Jacques Henri Lartigue (FR), Robert Lebeck (DE), Lisette Model (US), Regina Relang (DE), Julius Shulman (US), Edward Steichen (US), Max Scheler (DE), Jakob Tuggener (CH), Emil Puls (DE), Hermann Rückwardt (DE), Weegee (US)

 

 

 

 

17.10.2014 - 28.12.2014
Fotoausstellung Braunschweig . An zwei Ausstellungsorten zeigt das Museum für Photographie die Aufnahmen des amerikanischen Fotografen Camilo José Vergara der seit über 40 Jahren die Spannung in den von Armut gekennzeichneten Metropolen dokumentiert. Bis 11.12. bzw, 28.12.2014
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Camilo José Vergara: Tracking Time – Documenting America’s Post-Industrial Cities
Fotoausstellung Braunschweig . An zwei Ausstellungsorten zeigt das Museum für Photographie die Aufnahmen des amerikanischen Fotografen Camilo José Vergara der seit über 40 Jahren die Spannung in den von Armut gekennzeichneten Metropolen dokumentiert. Bis 11.12. bzw, 28.12.2014

Camilo J. Vergara: Towne Ave. between 5th and 6th, Skid Row, L. A., 2003

 

 

Camilo J. Vergara berichtet mit seiner Kamera von den Symptomen sozialer Konflikte. Er macht das Auseinanderdriften der amerikanischen Gesellschaft in seinen kontinuierlichen Langzeitstudien für die er über Jahrzente immer wieder die selben Orte fotografier hat, den Betrachter erfahrbar. Wie wohl keinem zweiten zeitgenössischen Fotografen ist es Vergara hierbei gelungen, die Transformationsprozesse des städtischen Wandels sichtbar zu machen. Als visueller Spurenleser, fotografischer Soziologe, Ethnograf und Stadtforscher hat er ein einzigartiges Archiv amerikanischer (Stadt-)Geschichte geschaffen, welches die Veränderung und Auflösung von Stadtteilgemeinschaften belegt.

 

Camilo J. Vergara, 5th St. between Towne Ave and Crocker St. Skid Row, 1994

 

 

Seit den frühen 1970er Jahren untersucht Vergara Prozesse der Ghettoisierung und Gentrifizierung in Harlem, der Bronx und Brooklyn, aber auch den Verfall und die Verslumung ganzer Städte wie Detroit. Seine Fotografien betrachten hierbei systematisch einzelne Bereiche des Einflusses und der Auswirkungen von Arbeitslosigkeit, Rassendiskriminierung und sozialer Perspektivlosigkeit. “I prowl the entire city in search of local forms of the elements that define the new ghetto: caretaking institutions, NIMBYs, ruins, graphic expressions, fortification, and enclaves.”

In seinem Bildband American Ghetto (1995)führt Vergara seine fotografische Herangehensweise und Intension vertiefend aus: “I developed a methodology to capture a monumental urban transformation underways.“

 

Camilo J. Vergara: MLK Jr. Mural at AAA Party Store, E. Warren Ave. at Lenox, Detroit, 2009,
painted by Bennie White in 1993

 

Im Juli 2013 wurde Vergara für seine Verdienste mit der National Humanity Medal gewürdigt, eine Auszeichnung, die der amerikanische Präsident erstmalig an einen Fotografen verlieh. Im September 2014 erwarb die Library of Congress Arbeiten Vergaras, um sie für das nationale Gedächtnis der Nation zu bewahren.

Die Einzelausstellung »Tracking Time – Documenting America’s Post-Industrial Cities« des 1944 in Chile geborenen, seit den 1970er Jahren in New York lebenden Fotografens stellt dessen außergewöhnliches fotografisches Werk erstmalig in einer institutionellen Einzelausstellung in Deutschland vor. Mit 180 Abzügen wird die Ausstellung Einblicke in die faszinierenden Stadtbetrachtungen und in die Geschichte amerikanischer Stadtentwicklungsdebatten bieten. Die Bildauswahl greift hierbei unterschiedliche Schwerpunkte seines Oeuvres im Sinne eines „best of Vergara“ auf.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation im Kerber Verlag mit Texten von Dr. Gisela Parak (Museum für Photographie Braunschweig), Camilo José Vergara und Helena Zinkham (Library of Congress, Washington D.C.).

 

 

Museum für Photographie

Torhäuser: 17.10. bis 28.12.2014

Ausstellungshalle Hamburger Straße 267: 17.10. - 11.12.2014

 

 

 

 

16.10.2014 - 15.01.2015
Fotoausstellung Berlin Eine Hommage an seine Heimatstadt Istanbuls sind die Aufnahmen des türkischen Fotografen, die der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus zeigt. Seit den fünfziger Jahren hat der 1928 geborene Ara Güler die Stadtansichten mit seiner Leica aufgenommen. Bis 15.1.2015
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Ara Güler: Das Auge Istanbuls - Retrospektive von 1950 bis 2005
Fotoausstellung Berlin Eine Hommage an seine Heimatstadt Istanbuls sind die Aufnahmen des türkischen Fotografen, die der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus zeigt. Seit den fünfziger Jahren hat der 1928 geborene Ara Güler die Stadtansichten mit seiner Leica aufgenommen. Bis 15.1.2015

© Ara Güler, Galatabrücke, Istanbul, 1954

 


Wie kein anderer hat Ara Güler das Straßenleben, den Trubel der Großstadt und das Alltagsleben der Bewohner festgehalten. Seine Bilder sind angefüllt mit Impressionen der verwunschenen Villen und verwilderten Gärten, den melancholischen Gassen, den Läden und dem Gewirr der Straßen, vom Verkehr der Pferdewagen, den Bussen und Taxis. Er beschreibt atmosphärisch dicht die Symphonie einer Stadt aus Häusern, Brücken, Schiffen und Wolken, die aus der Enge der Straßen auch den Blick in die Ferne lenken.

 

© Ara Güler, Straßenszene, Istanbul, 1958

 


Ara Güler begann als Autodidakt, war aber schnell international als Fotograf gefragt. Mitte der fünfziger Jahre lernte er über Marc Riboud auch Henri Cartier-Bresson in Paris kennen und gelangte in den Kreis der Fotografenagentur Magnum. Als Nahost-Korrespondent war er für internationale Magazine wie Time-Life, Paris Match und Stern unterwegs. Er proträtierte auch die Prominenz, darunter Brigitte Bardot, Maria Callas, Winston Churchill, Indira Gandhi, Alfred Hitchcock, Pablo Picasso.
Im Laufe eines halben Jahrhunderts hat Ara Güler zahlreiche Preise und Ehrungen erhalten. Für das Museum of Modern Art in New York gehörte er bereits 1968 zu den „zehn Meistern der Farbfotografie“. Er wurde geehrt als Fotograf des Jahrhunderts, Dokumentar des Wahren, Visueller Historiker, doch am besten charakterisiert ihn die Auszeichnung, er sei Das Auge Istanbuls.

 

@ Ara Güler, Istanbul, 1958

 

Die Ausstellung wird anlässlich des 25. Jubiläums der Städte-Partnerschaft zwischen Istanbul und Berlin im Willy-Brandt-Haus gezeigt.

 

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. Stresemannstraße 28, Berlin

10.10.2014 - 22.02.2015
Fotoausstellung München . Mit Foto- und Videoarbeiten zeitgenössischer Künstler zeigt das Münchner Stadtmuseum in einer interessanten Ausstellung alternative Lebensweisen von Menschen, die bewusst aus der Normalität ausbrechen. Bis 22. Februar 2015
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Luxus der Einfachheit. Lebensformen jenseits der Norm
Fotoausstellung München . Mit Foto- und Videoarbeiten zeitgenössischer Künstler zeigt das Münchner Stadtmuseum in einer interessanten Ausstellung alternative Lebensweisen von Menschen, die bewusst aus der Normalität ausbrechen. Bis 22. Februar 2015

Alec Soth: 2008 Archival pigment print © Alec Soth/Courtesy of Loock Galerie Berlin

 

Auch in unserer Zeit entscheiden sich viele Menschen für alternative Lebensweisen. Ob ökologisch orientierter Selbstversorger, Hippie, Einsiedler oder Pilger - es gibt viele Gründe auszubrechen und sich für eine neue Lebensweise zu entscheiden oder sich Grupperiungen anzuschließen bei denen andere Lebensformen oder Ideale gelten als die der Allgemeinheit. Die bewusste Entscheidung sich unserer Leistungs-und Überflussgesellschaft zu versagen bringt vielen "Aussteigern" Werthaltigkeit, Sinnhaftigkeit und Glück.

 

Julia Zimmermann: Vom Winde ("Steh auf und Geh!" Bilder vom Jakobsweg) 2007, C-Print
© Julia Zimmermann

 

 

Die Gruppenausstellung "Luxus der Einfachheit" versammelt internationale Foto-und Videoarbeiten von zeitgenössischen Künstlern, die sich mit unterschiedlichen Formen von Gegenkulturen auseinandersetzen. Anstatt die Erwartungen einer globalisierten und digitalisierten Welt zu erfüllen, verkörpern die Protagonisten der gezeigten Arbeiten Werte wie Selbstbestimmung, Spiritualität, Einfachheit und innere Freiheit. Die Ausstellung zeigt die mannigfaltigen Beweggründe und unterschiedlichen Formen des Rückzugs aus der Mainstreamgesellschaft auf. Die Spannbreite der vorgestellten Lebensformen reicht von temporären Aussteigern und kontemplativen Eremiten über Gemeinschaften von spirituell oder politisch Gleichgesinnten bis zu Visionären einer besseren Welt.

 

Timm Rautert: Hutterer, 1978, C-Print
© Tim Rautert/Courtesy Parotta Contemporary Art, Stuttgart

 

 

Alec Soth (*1969) und Lucas Foglia (*1983) widmen sich dem amerikanischen Kulturraum: Während Soths Arbeit „Broken Manual“ Portraits anonymer Aussteiger mit Close-Ups aus deren Lebensräumen zu einer sehnsuchtsvollen Bildcollage kombiniert, thematisiert Foglias poetische Serie „A Natural Order“ den Spagat zwischen autarkem, kapitalismuskritischem Selbstversorgertum und einem Leben mit modernen Technologien, von der sich die Protagonisten nicht zur Gänze lösen können. In beiden Serien bleibt der Antrieb der Einzelnen, sich von der breiten Gesellschaft abzuwenden, implizit. Wytske van Keulen (*1982) zeigt in ihrer Dia-Installation „Sous Cloche“, dass der Rückzug in die Einsamkeit oftmals in persönlichen Lebenskrisen, Krankheiten oder Trennungen gründet.

 

Renate Niebler: Ein Leben im Kloster, 1988, Gelatineentwicklungspapier © Renate Niebler

 

 

Während der Arbeit an ihren Projekten haben viele Fotografen und Fotografinnen längere Zeit bei ihren Protagonisten gelebt, gearbeitet und, wie Renate Niebler (*1956) für Ihre Serie über die Nonnen des Sühneklosters „Karmel Heilig Blut“ auf dem KZ-Gedenkgelände Dachau, deren Alltag geteilt.

Das Verhältnis des Fotografierenden zu seinen Sujets ist mitunter nicht nur das eines distanzierten Beobachters, sondern vielmehr das eines involvierten Feldforschers. Tom Hunter (*1965) begab sich mit seinen Freunden selbst auf die Reise und dokumentierte auf einer mehrmonatigen Tour von einem europäischen Musikfestival zum anderen das Aussteiger-und Hippieleben im Doppeldeckerbus.

Nicht zuletzt hinterfragen die in der Ausstellung vorgestellten Arbeiten alternative Lebensentwürfe kritisch: Timm Rauterts (*1941) Werkgruppe über die kanadischen Wiedertäufer „Hutterer“, die streng nach christlichen Regeln leben, zeigt wie auch Joel Sternfelds (*1944) Serie „Sweet Earth“ die Kehrseite auf, die das Leben außerhalb der Mainstreamgesellschaft mit sich bringen kann: Die Utopie einer besseren Welt geht hier zugleich mit Autorität, Züchtigung von Kindern und patriarchalen Strukturen einher.

Wenn schließlich in Südafrika Boutique-Hotels auf Vier-Sterne-Niveau errichtet werden, die Touristen westlichen Luxus hinter scheinbar ärmlichen Wellblechfassaden bieten, wird die temporäre Suche nach einem einfachen Leben zum zynischen Geschäftsmodell, das Roger Eberhard (*1984) in leicht überbelichteten Polaroidaufnahmen in Szene setzt.

Künstlerliste: Carlo Bevilacqua (I), Andrea Büttner (D), Roger Eberhard (CH), Lucas Foglia (USA), Tom Hunter (GB), Pau Montes (E), Renate Niebler (D), Daan Paans (NL), Timm Rautert (D), Alec Soth (USA), Joel Sternfeld (USA), Wytske van Keulen (NL), Constanze Vielgosz (D) und Julia Zimmermann (D).

Zur Ausstellung „Luxus der Einfachheit. Lebensformen jenseits der Norm“ erscheint im Kehrer-Verlag, Heidelberg, ein Katalog mit Texten von Rudolf Scheutle und Rebekka Reinhard, der an der Museumskasse und im Online-Shop des Museums erhältlich ist.

Kurator der Ausstellung: Rudolf Scheutle

Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

 

Münchner Stadtmuseum, Sankt Jakobplatz, München

 

 

 

09.10.2014 - 02.02.2015
Ausstellung München . Über den spektakulären Zuwachs an Fotografie für die Münchner Neue Pinakothek durch die Sammlung italienischer Fotografien von Dietmar Siegert haben wir im September berichtet. Jetzt werden in der Ausstellung "Venedig sehen..." venezianische Gemälde des 18. Jahrhunderts aus der Alten Pinakothek mit frühen Venedig-Fotografien aus der Siegert-Sammlung vergleichend gezeigt.
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Venedig sehen...
Ausstellung München . Über den spektakulären Zuwachs an Fotografie für die Münchner Neue Pinakothek durch die Sammlung italienischer Fotografien von Dietmar Siegert haben wir im September berichtet. Jetzt werden in der Ausstellung "Venedig sehen..." venezianische Gemälde des 18. Jahrhunderts aus der Alten Pinakothek mit frühen Venedig-Fotografien aus der Siegert-Sammlung vergleichend gezeigt.

 

Antonio Perini (1830-1879) Rialtobrücke von Süden um 1858
© Bayerische Staatsgemäldesammlung/Sammlung Dietmar Siegert

 

Mit der rund 9500 Fotografien umfassende Italiensammlung von Dietmar Siegert wird in einzigartiger Weise die Entwicklung der Fotografie in Italien von den Anfängen in den 1840er Jahren bis in die Zeit um 1900 dkumentiert. Nicht nur die großen kunst- und kulturhistorischen Zentren wie Venedig, Florenz, Rom und Neapel sind mit einer überwältigenden Vielzahl von Aufnahmen vertreten, sondern auch entlegene Regionen und Orte, von denen es oftmals überhaupt nur sehr wenige Fotografien aus dieser frühen Zeit gibt.

Im Verbund der Münchner Pinakotheken bedeutet die Erwerbung der Italiensammlung von Dietmar Siegert eine weitere Stärkung des Schwerpunkts Fotografie, der bisher allein der Fotografie des 20. und 21. Jahrhunderts in der Pinakothek der Moderne gegolten hat.

 

Domenico Bresolin (1813-1899) Palazzo Agnusdio, um 1851/53
© Bayerische Staatsgemäldesammlung/Sammlung Dietmar Siegert

 

 

Die Ausstellung "Venedig sehen..." ermöglicht vergleichende Perspektiven auf die Serenissima aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Medien und Epochen ermöglicht werden. Die gemalten Veduten und die Fotografien verbinden nicht nur gleiche Motive: Die Camera obscura als technische Vorrichtung, die mittels einer optischen Linse das Bild der Außenwelt auf eine Fläche projiziert, ist sowohl Ahnherrin der Fotografie als auch instrumenteller Ausgangspunkt für die berühmten Stadtansichten Canalettos oder Bellottos. Venedig war unterschiedlich interpretierbar sei es in Gemälden oder in Fotografien und schuf immer Anreize zur Erprobung der künstlerischen Möglichkeiten des jeweiligen visuellen Mediums.

 

Pinakothek der Moderne, Kunstareal, Barer Straße 29, München

03.10.2014 - 17.01.2015
Fotoausstellung Wien / Salzburg . Franz Hubmann, einer der Großen der österreichischen Fotografie, der am 2. Oktober 2014 100 Jahre alt geworden wäre, wird von den Leica Galerien in Wien und Salzburg mit einer Ausstellung geehrt. Schwerpunkt der Ausstellungen ist neben Impressionen Wiener Lebens, die zahlreichen Porträts, die er von Louis Armstrong bis Herbert von Karajan bei ihren Besuchen in der Donaumetropole fotografiert hat. Bis 28,12.2014 bzw. 17.1.2015
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Sound of Vienna - 100 Jahre Franz Hubmann
Fotoausstellung Wien / Salzburg . Franz Hubmann, einer der Großen der österreichischen Fotografie, der am 2. Oktober 2014 100 Jahre alt geworden wäre, wird von den Leica Galerien in Wien und Salzburg mit einer Ausstellung geehrt. Schwerpunkt der Ausstellungen ist neben Impressionen Wiener Lebens, die zahlreichen Porträts, die er von Louis Armstrong bis Herbert von Karajan bei ihren Besuchen in der Donaumetropole fotografiert hat. Bis 28,12.2014 bzw. 17.1.2015

Franz Hubmann Selbstporträt mit Leica, um 1960 © Franz Hubmann / Archiv Franz Hubmann / Imagno

 

Wie kein anderer hat Franz Hubmann, der Zeit seines Lebens mit der Leica fotografierte, es verstanden, den Klang der Straße aufzunehmen, das Wiener Leben mit seinen Kaffeehäusern, Bohémiens, Fiakern und Tandlern in seinen Bildern einzufangen. In der Ausstellung begegnet man ihnen wieder: dem legendären Ober Ali aus dem Café Hawelka, der mittlerweile mindestens genauso bekannt ist, wie seine literarischen Gäste, dem frierenden Blumen­händler am Stadtpark oder der Frau, die ihren Gummibaum im Kinderwagen durch Döbling spazieren fährt. Hubmanns untrügliches Gespür für den Augenblick brachte ihm den Ehren­titel „Henri Cartier-Bresson Österreichs“ ein, aber natürlich war er ein Meister der Fotografie aus eigenem Recht, der „unbestechliche Chronist des Wesentlichen und vermeintlich Unwesentlichen“, wie André Heller ihn einmal nannte. Hubmann widmete sich beidem mit gleichermaßen scharfem Auge: dem flüchtigen Lichtreflex auf nassem Kopfsteinpflaster wie den Protagonisten der hiesigen Kulturlandschaft. Dabei war es ihm gleich, ob es sich bereits um arrivierte Kräfte oder um damals noch vielversprechende Nachwuchskünstler wie Josef Mikl,Arnulf Rainer,Wolfgang Hutter und Anton Lehmden handelte, die in Hubmanns „Der Jahrgang 1929“ betitelter Aufnahme wie eine Beat-Band posieren.

 

 

 Franz Hubmann: Herbert von Karajan probt im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, 1966
© Franz Hubmann / Archiv Franz Hubmann / Imagno

 

 

 

 Franz Hubmann: Oscar Peterson,  Wiener Konzerthaus 1962 © Franz Hubmann / Archiv Franz Hubmann / Imagno

 

Als passionierter Musikliebhaber war nicht nur der Klang der Stadt Hubmanns Metier, auch die internationalen Größen der Musik, die in den Nachkriegsjahrzehnten Wien besuchten, ver­sammelte er vor seiner Kamera: Der Geigenvirtuose Yehudi Menuhin, Pianist Friedrich Gulda bei einem seiner ersten Konzerte in der Hauptstadt, Herbert von Karajan bei den Proben im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Neben der Klassik waren es die Jazz-Konzerte, die Hubmann in den 1950er und 60er Jahren anzogen. Joachim Lieben brachte mit seiner Agentur die „Jazz at the Philharmonic“-Reihe, kurz JATP genannt, nach Wien, und damit die erste Gar­de der internationalen Jazz-Szene. In Hubmanns Fotografien überträgt sich die Leidenschaft, der Drive und die Coolness der Auftritte so begnadeter Musiker wie Louis Armstrong, Miles Davis oder Nat King Cole und man kann sich leicht vorstellen, wie der Jazz in die österreichi­sche Tristesse der damaligen Zeit einschlug

 

Literarisches Pendant zu den Improvisationen der Jazz-Solisten waren die anarchischen Soireen der Wiener Gruppe um H.C.Artmann, Friedrich Achleitner, Konrad Bayer, Gerhard Rühm und Oswald Wiener. Mit ihren an Dadaismus und Surrealismus geschulten Perfomances forderten sie den konservativen Geist der Nachkriegskultur heraus, und selbstverständlich war Hubmann dabei, um die inzwischen legendären Aufführungen mit seiner Leica zu dokumentieren.

Franz Hubmann wurde am 2. Oktober 1914 im niederösterreichischen Ebreichsdorf geboren. Nach einer Ausbildung als Textiltechniker arbeitete er für einige Jahre in einer Hutfabrik, bevor er 1938 zum Wehrdienst eingezogen wurde. Bereits seine erste Kamera, die er als Zwölfjähriger erhielt, machte ihn zum leidenschaftlichen Amateurfotografen – mit dem Studium der Foto­grafie an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt nach dem Krieg wurde seine Passion zum Beruf. Hubmann übernahm zunächst das Amt des Bildstellenleiters der Österreichischen Fremdenverkehrswerbung, 1954 schloss er sich der Redaktion der gerade von Karl Pawek ge­gründeten Kulturzeitschrift „magnum“ an. Die Arbeit als deren Bildredakteur und Cheffotograf und die dezidiert moderne bis avantgardistische Ausrichtung der Zeitschrift prägten nachhal­tig seine Fotografie. Mit der Einstellung von „magnum“ 1966 konzentrierte sich Hubmann auf seine Tätigkeit als freier Fotograf und Buchautor – an die 80 Titel gingen bis zu seinem Tod daraus hervor – in den 1980er Jahren lehrte er als Gastprofessor an der damaligen Hochschule für Angewandte Kunst. Am 9. Juni 2007 starb Franz Hubmann in Wien.

 

Franz Hubmann: Miles Davis, Wiener Stadthalle, 1960 © Franz Hubmann / Archiv Franz Hubmann / Imagno

 

Die Fotografien der Ausstellung stehen zum Verkauf. Preise auf Anfrage.

Zur Ausstallung und aus Anlass des 100. Geburtstags von Franz Hubmann erscheint im Christian Brandstätter Verlag das Buch FRANZ HUBMANN. SOUNDS OF VIENNA mit Texten von Karlheinz Roschitz, Christian Brandstätter,Axel Hubmann und Gerald Piffl. Das Buch wird am Abend der Ausstellungseröffnung präsentiert. Preis: 19,90 Euro

 

Die Ausstellung in Salzburg endet am 28.12.2014, in Wien am 17.1.2015

 

Leica Galerie Wien Leica Store Wien, Walfischgasse 1/ Ecke Kärntner Strasse, Wien

Leica Galerie Salzburg, Mirabellplatz 2, Salzburg

 

 

 

 

 

 

28.09.2014 - 25.01.2015
Fotoausstellung Mannheim . Ob Liebhaber klassischer Schwarzweiß-Fotografie oder Rockmusik-Fans - in der Ausstellung in den Reiss-Engelhorn-Museen werden bei den Künstlerporträts von Norman Seeff beide auf ihre Kosten kommen. Bis 25. Januar 2015
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Norman Seeff - The Look of Sound
Fotoausstellung Mannheim . Ob Liebhaber klassischer Schwarzweiß-Fotografie oder Rockmusik-Fans - in der Ausstellung in den Reiss-Engelhorn-Museen werden bei den Künstlerporträts von Norman Seeff beide auf ihre Kosten kommen. Bis 25. Januar 2015

 

Ray Charles 1985 @ Norman Seeff

 

Im ZEPHYR – Raum für Fotografie der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen wird weltweit erstmals eine umfangreiche Präsentation mit Werken von Norman Seeff gezeigt. Hauptsponsor der Schau ist die BASF SE. Seef zählt seit mehreren Jahrzehnten zu den berühmtesten Porträtfotografen der USA und lichtete viele Größen des Showbusiness in seiner unnachahmlichen Weise ab.  

Die Ausstellung „The Look of Sound“ vereint mehr als 150 Künstlerporträts, darunter größtenteils originale Vintage Prints. Die Besucher stehen dem Who is Who der Musikszene in den 1960er bis 1980er Jahren gegenüber. Neben Musiklegenden wie Patti Smith, Tina Turner, Michael Jackson, den Rolling Stones, Johnny Cash, Ray Charles, Miles Davis und Frank Zappa setzte Seeff zudem Persönlichkeiten wie den Pop-Art-Künstler Andy Warhol, Apple-Mitgründer Steve Jobs und den Dirigenten Zubin Mehta in Szene. Seeffs Porträts bestechen durch ihre spontane Lebendigkeit und schenken dem Betrachter einen tiefen Einblick in die Bildästhetik und Musikkultur einer Ära. 

Norman Seeff wurde 1939 in Südafrika geboren. Er trat zunächst in die Fußstapfen seines Vaters und arbeitete mehrere Jahre als Arzt. Ohne eine künstlerische Ausbildung wanderte Seeff Ende der 1960er Jahre in die USA aus und versuchte sich dort als Fotograf durchzuschlagen. Bereits mit seinem ersten Auftrag schaffte er den Durchbruch: Seine Arbeit für das Album „Stage Fright“ von „The Band“ wurde als Poster produziert und war bald ein begehrtes Sammlerstück. Rasch stieg er zu einem Star der Fotografenszene auf und wurde schließlich Artdirector von United Artists und dem Jazzlabel Blue Note.

 

Frank Zappa, 1976 @ Norman Seeff

 

 

Ike & Tina Turner, 1975 @ Norman Seeff

 

 

Seeff setzt auf Spontanität. Es gelingt ihm, dass die Porträtierten die Kamera vergessen. Er baut eine persönliche Beziehung zu seinem Gegenüber auf, die sich auf seine Fotografien überträgt. Er unterhält sich mit ihnen, lässt sie tanzen und singen. In seinen Bildern ist die unmittelbare und ungezwungene Nähe spürbar.

Seeff ließ die Fotoshootings häufig filmen und fragte die Porträtierten, was ihnen Kreativität bedeutet. Ganz darauf konzentriert, fotografiert zu werden, antworteten sie unbefangen, spontan und frei. Die Mitschnitte gewähren einen überraschenden Blick in die Seele der Künstler und lassen den Betrachter an der Arbeit des Fotografen mit seinen Modellen teilhaben. Aus diesen Gesprächen entstand auf zahllosen Filmrollen ein einzigartiges Dokument. In der Ausstellung sind auf 20 Monitoren Auszüge zu sehen. Teilweise wurden die Filme erst jetzt entwickelt. Viele der Interviews wurden noch nie zuvor gezeigt.

Der Katalog zu „The Look of Sound“ erscheint im Kehrer Verlag.

 

 

Patti Smith & Robert Mapplethorpe, 1969

 

Zephyr - Raum für Fotografie, Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, Museum Bassermannhaus C4,9 Mannheim

 

27.09.2014 - 04.01.2015
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Erstmals in Deutschland wird die neueste Werke der bekannten Fotografin Dayanita Singh gezeigt. Das Museum für Moderne Kunst präsentiert die von der Künstlerin selbst entworfenen Displays, die sie „Photo-Architectures“ nennt und die jeweils mit bis zu 150 thematisch geordnete Schwarz-Weiß-Fotografien aus den letzten 25 Jahren, bestückt sind.
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Dayanita Singh. Go Away Closer
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Erstmals in Deutschland wird die neueste Werke der bekannten Fotografin Dayanita Singh gezeigt. Das Museum für Moderne Kunst präsentiert die von der Künstlerin selbst entworfenen Displays, die sie „Photo-Architectures“ nennt und die jeweils mit bis zu 150 thematisch geordnete Schwarz-Weiß-Fotografien aus den letzten 25 Jahren, bestückt sind.

 

Dayanita Singh, Image from Museum of Chance, 2013
Courtesy of the artist and Frith Street Gallery, London. © Dayanita Singh

 

Mit einer konzentrierten monografischen Ausstellung zeigt das Museum die neueste Werkgruppe der international renommierten Fotografin Dayanita Singh (*1961). Wie überdimensionale Bücher stehen diese Displays aufgeklappt im Ausstellungsraum und die Besucher sind eingeladen sich selbst einen Weg durch die Foto-Architektur zu bahnen.
Dayanita Singh ist vor allem durch ihre sorgfältig gestalteten Künstlerbücher bekannt geworden, die sie von Anbeginn als tragbare „Museen“ konzipiert hat. Die neue raumgreifende Präsentationsform ist eine konsequente Fortführung dieser Buchform. Jedes „Museum“ erzählt eine eigene Geschichte zu unterschiedlichen Themen wie beispielsweise „Museum of Little Ladies“, „Museum of Embraces“ oder „Museum of Furniture“. Die hölzernen, vielfach veränderbaren Archivstrukturen beinhalten eine Reihe von 70 bis 140 Schwarzweißfotografien, die von der Künstlerin sorgfältig ediert und in Sequenzen zusammengestellt wurden und schier endlos immer wieder neu geordnet und ergänzt werden können.

 

Dayanita Singh, Image from File Room, 2013
Courtesy of the artist and Frith Street Gallery, London. © Dayanita Singh

 

Dayantia Singh, Image from Museum of Chance, 2013
Courtesy of the artist and Frith Street Gallery, London. © Dayanita Singh



Dayanita Singhs Bildwelt ist von einer Lebensform geprägt, in der klassische indische Gesellschafts- und Familientraditionen mit dem modernen Dasein aufeinanderstoßen. Die Balance von eindringlicher Empathie und Distanz kennzeichnet ihre technisch und handwerklich sehr genau gearbeiteten Fotografien, überwiegend in Schwarzweiß. Die Bilder transportieren soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge ihres Heimatlands Indien und finden einfache Übersetzungen für komplexe Konstellationen und Gefühlslagen. Wie in einem traumähnlichen Zustand verschmelzen in ihren fotografischen Essays unzählige Bilder ihrer indischen Vergangenheit mit ihren Wahrnehmungen der Gegenwart. Europäische Musik und Literatur sowie amerikanische Filmgeschichte fließen in ihre Arbeit ebenso ein wie die Menschen, Strukturen und Orte ihres Umfelds in Neu-Delhi. Die Melancholie des Weggehens anstelle des Verweilens zieht sich dabei wie eine Grundstimmung durch alle ihre Bilder.
Ergänzt wird die Ausstellung durch das filmische Portrait „Mona and Myself“, das für den Deutschen Beitrag im Französischen Pavillon der 55. Biennale in Venedig entstanden ist und Singhs erstes filmisches Werk ist. Zudem wird es ein von der Künstlerin gestaltetes Künstlerbuch geben, das in enger Zusammenarbeit mit Steidl, Göttingen entstanden ist.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der Hayward Gallery in London organisiert und wird im Anschluss an die Präsentation im MMK 3 im Multimedia Art Museum in Moskau gezeigt. Es erscheint ein Künstlerbuch im Steidl Verlag. 

 

Museum für Moderne Kunst, Domstraße 10, Frankfurt am Main

 

 

 

27.09.2014 - 18.01.2015
Fotoausstellung Hamburg . Lis Oppenheims Auseinandersetzung mit der Fotografie ist konzeptuell: Ihre Arbeiten gehen vom Material aus, von den Techniken des Mediums und befragen die Bedingungen der Bildproduktion. Sie analysiert die n Eigenschaften der Fotografie und die Art und Weise, in der ihre technischen Vorrichtungen in spezifischen kulturellen und historischen Kontexten verwurzelt sind. In der Ausstellung im Kunstverein nutzt Oppenheim neue Materialien wie Textilien und Keramik als Trägermedien und erweitert damit ihre Untersuchung der fotografischen Repräsentationsmöglichkeiten. Bis 18.1.2015
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Lisa Oppenheim - Forever is Composed of Nows
Fotoausstellung Hamburg . Lis Oppenheims Auseinandersetzung mit der Fotografie ist konzeptuell: Ihre Arbeiten gehen vom Material aus, von den Techniken des Mediums und befragen die Bedingungen der Bildproduktion. Sie analysiert die n Eigenschaften der Fotografie und die Art und Weise, in der ihre technischen Vorrichtungen in spezifischen kulturellen und historischen Kontexten verwurzelt sind. In der Ausstellung im Kunstverein nutzt Oppenheim neue Materialien wie Textilien und Keramik als Trägermedien und erweitert damit ihre Untersuchung der fotografischen Repräsentationsmöglichkeiten. Bis 18.1.2015

Lisa Oppenheim "Forever is Composed of Nows", Ausstellungsansicht, Kunstverein in Hamburg, 2014
Foto: Fred Dott

 

In den letzten zehn Jahren hat die Künstlerin Lisa Oppenheim kontinuierlich einen einzigartigen Werkkomplex entwickelt, der den Gebrauch und die Transformation von präexistenten Bildern untersucht. Die Ausstellung Forever is Composed of Nows zeigt ihre aktuellsten Arbeiten.
Der Titel der Ausstellung ist ein Zitat von Emily Dickinson und verweist auf eine Vorstellung von Geschichte, die Oppenheims gesamte künstlerische Praxis durchzieht. Während sie die Bildsprache einer jüngeren oder ferneren Vergangenheit aufgreift, ist es stets die Gegenwart, in der Oppenheim die Erfahrung des Produzierens und Rezipierens verortet. In La Quema (2014) erzeugt die Künstlerin Fotografien, die den Rauch eines Brennofens, aufgenommen vom wegweisenden mexikanischen Fotografen Manuel Álvarez Bravo, zeigen, und belichtet sie in einem performativen Akt durch den Lichtschein eines Feuers. Diese Serie wird von Keramikfliesen komplettiert, deren Tonerde aus den verschiedenen mexikanischen Regionen stammt. Die Jacquard Weaves (2014) sind speziell gewebte Textilien, die mit digitalen Bildern der Textilsammlung Seth Siegelaubs erstellt wurden. In diesem Projekt verbindet die Künstlerin mit fotografischen Mitteln das Erbe konzeptueller Methoden mit den frühen Computertechnologien, deren Störungen und Interferenzen unser digitales Zeitalter bestimmen.

 

Lisa Oppenheim "Forever is Composed of Nows", Ausstellungsansicht, Kunstverein in Hamburg, 2014
Foto: Fred Dott



Repräsentation und künstlerischer Prozess sind in Oppenheims Praxis konsistent. Ihre Bilder werden im Lichte einer buchstäblichen wie metaphorischen Gegenwart neu formuliert: Ein Licht in der Dunkelkammer erzeugt das Bild eines anderen Rauches aus einer anderen Zeit, dessen Ursprung nur noch in Spuren zum Vorschein kommt. Was zählt ist, was sich verändert hat.

Nature is a haunted house--but Art--is a house that tries to be haunted.
(Emily Dickinson)


Zur Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Grazer Kunstverein und FRAC Champagne-Ardenne Oppenheims erste monografische Publikation herausgegeben, die bei Sternberg Press erschienen ist.

 

Kunstverein Hamburg, Klosterwall 23, Hamburg

 

20.09.2014 - 11.01.2015
Fotoausstellung Düsseldorf . In mehreren Fotoserien stellt die Kunsthalle Düsseldorf das Werk des berühmten Fotokünstlers Thomas Ruff vor. Vorgestellt wird "Interieurs", einzelne Ausschnitte eines Raumes, "Nächte" aufgenommen mit einer Kamera mit Restlichtverstärker, "Sterne" Aufnahmen nächtlicher Sternenhimmel und "Negative" einer Serie in der Ruff auf die historischen Ursprünge des Mediums Fotografie zurückgreift. Bis 11.1.2015
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Thomas Ruff - Lichten
Fotoausstellung Düsseldorf . In mehreren Fotoserien stellt die Kunsthalle Düsseldorf das Werk des berühmten Fotokünstlers Thomas Ruff vor. Vorgestellt wird "Interieurs", einzelne Ausschnitte eines Raumes, "Nächte" aufgenommen mit einer Kamera mit Restlichtverstärker, "Sterne" Aufnahmen nächtlicher Sternenhimmel und "Negative" einer Serie in der Ruff auf die historischen Ursprünge des Mediums Fotografie zurückgreift. Bis 11.1.2015

 

Thomas Ruff Interieur 5E, 1983 Aus der Serie Interieurs C-Print © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 

Thomas Ruffs früheste Serie, „Interieurs“ (1979-1983), zeigt auf die denkbar einfachste und distanzierteste Art einen einzelnen Ausschnitt eines Raumes. Der natürliche Lichteinfall ist indirekt – Fenster erscheinen in einem Spiegel oder lassen sich hinter geschlossenen Vorhängen erahnen. Das Licht wirkt wie durch die Linse einer Camera obscura gesehen und erhellt mittels ausgeprägter psychologischer Konnotationen im Nachkriegsdeutschland gültige Lebensentwürfe und Vorstellungen von Gemütlichkeit. Daneben liegt ein besonderer Fokus auf den glatten, zweidimensionalen Oberflächen wie Tapeten, Teppichen und Spiegeln, womit wiederum jene Funktion der Fotografie hervorgehoben wird, die darin besteht, eine Wirklichkeit zweiter Ordnung – nämlich die Wirklichkeit hinter der Kamera – wiederzugeben. Durch den Einsatz von Farbe in der Fotokunst anstelle der zur Entstehungszeit der Serie gebräuchlichen Schwarzweißtechnik distanziert sich Ruff in derselben Weise von seinen Lehrern und den Dogmen der dokumentarischen Fotografie wie beispielsweise die Amerikaner William Eggleston und Stephen Shore.

 

Nächte


Thomas Ruff Nacht 4 III, 1992 Aus der Serie Nächte C-Print © VG Bild-Kunst, Bonn 2014



Eine weitere zentralen Serie mit dem Titel „Nächte“ (1992-1996) setzt sich mit der aktuellen politischen Debatte rund um das Thema Überwachungstechnologie auseinander. Die Motive wurden bei Nacht mit Hilfe einer Kamera mit Restlichtverstärker aufgenommen und zeigen nächtliche Vorortszenarien. Für diese Arbeiten nutzte Ruff das virtuelle Vokabular mit hoher Brennweite aufgenommener Nachtsicht-Überwachungsfotos, wobei der Restlichtverstärker jenes für die Serie charakteristische grüne Leuchten erzeugt. Dieses Verfahren fand insbesondere während des Zweiten Golfkriegs als Mittel der Zielerkennung Verwendung. Mit Hilfe vergleichbarer Nachtsichtgeräte, welche die vorhandenen Lichtelektronen verstärken, vermag das menschliche Auge auch Objekte in völliger Dunkelheit auszumachen. Die Aufnahmen offenbaren somit, was dem Auge unter normalen Umständen verborgen bliebe. Ruff schildert urbane Räume, deren Wesen sich aufgrund einer unmittelbar nach dem Golfkrieg entwickelten Bildsprache ins Gegenteil umkehrt: Die (scheinbare) Normalität wird zum mutmaßlichen Schauplatz des Grauens. Die „Nächte“-Serie entstand Mitte der 1990er Jahre, also kurz vor dem Siegeszug des Internets, das in der Folgezeit völlig neue Formen medialer Überwachung ermöglichen sollte. „Nächte“ war die letzte Serie Ruffs, für die er natürliches Licht nutzte, bevor er sich ganz der digitalen Bildbearbeitung widmete und seinen Platz hinter der Kamera zeitweilig verließ.

 

Sterne


Thomas Ruff 16h 3m/-50°, 1989 Aus der Serie Stern C-Print © VG Bild-Kunst, Bonn 2014



In der „Sterne“-Werkgruppe (1989-1992) trifft Ruffs Interesse für Astronomie auf seine Vorliebe für Archive beziehungsweise das künstlerische Verfahren der Appropriation – die Wiederverwendung bereits bestehenden Bildmaterials. Seine Aufnahmen nächtlicher Sternenhimmel basieren auf mit einem Spezial-Teleskopobjektiv aufgenommenen Archivfotos, die Ruff vom European Southern Observatory in Chile erwarb. Aus den 29 x 29 cm großen Negativen wählte er anschließend nach einem von ihm selbst entwickelten Klassifizierungssystem bestimmte Bildausschnitte aus, vergrößerte diese auf ein festgelegtes Format und verwendete die entsprechenden Sternkoordinaten als Bildtitel. In den Sternenbildern kommt es zur Verbindung eines vorgeblich wissenschaftlich-objektiven Verfahrens und einer ästhetisch-subjektiven Vorgehensweise. Die Sterne befinden sich entweder im Vorder-oder Hintergrund, oder der Fokus liegt auf interstellaren Objekten beziehungsweise auf der Milchstraße. Es ist offensichtlich, worum es sich bei den weißen Punkten auf schwarzem Grund handelt, doch was auf diesen Bildern tatsächlich zu sehen ist, ist lediglich das Licht von Sternen, von denen einige vermutlich längst erloschen sind – wenn auch ihr Licht zum Zeitpunkt der Aufnahme auf das Objektiv der Kamera traf. Im Grunde genommen bilden diese Arbeiten Licht und Zeit, d. h. die Grundlagen der Fotografie, ab. Somit führt Ruff die Strategie der künstlerischen Aneignung existierender Bilder, wie wir sie von Künstlern wie Marcel Duchamp, Sherrie Levine and Andy Warhol kennen, auf einen medialen Nullpunkt zurück.

 

Negative


Thomas Ruff beg india_01, 1992 Aus der Serie Negative Negatives Chromogenic print © VG Bild-Kunst, Bonn 2014



In einer weiteren Fotoserie mit dem Titel „Negative“ (ab 2014) greift Ruff schließlich auf die historischen Ursprünge des Mediums Fotografie zurück. Ähnlich wie in seinen Fotogrammen nutzt Ruff diese Technik zur Transformation bereits bestehender Arbeiten, indem er mit Hilfe von Licht Schatten erzeugt, wobei er hier als Ausgangsmaterial sepiafarbenene Fotografien, insbesondere aus der Zeit Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts verwendet. Am Computer invertiert Ruff die Farben dieser Fotografien, was ihnen das Aussehen von „Cyanotypien“ verleiht, einem im Englischen auch unter der Bezeichnung „Blueprint“ bekannten fotografischen Verfahren, das in der Hauptsache für wissenschaftliche Zwecke eingesetzt wurde. Die Cyanotypie entstand als Antwort auf die Daguerrotypie und die Talbotypie in einer Phase, als das Reproduktionsverfahren der Fotografie auch außerhalb der Bildenden Kunst seinen Siegeszug antrat: damals erreichte die Zirkulation von Bildern, die neue Einblicke nicht nur in die eigene Wirklichkeit, sondern auch in die Wirklichkeit „des Anderen“ erlaubten, ungeahnte Ausmaße, was Schnelligkeit und Verbreitung betraf. Die Blaufärbung sämtlicher Motive lässt sich auch als Kommentar im Hinblick darauf lesen, dass das damals neue Medium Fotografie letztlich zu einer Nivellierung der Wahrnehmung von Wirklichkeit führte. Ruff präsentiert durch seine Motivwahl verschiedene Gebiete, auf denen sich die Fotografie als effizient erwies: die repräsentative Fotografie der Kolonialzeit sowie die Bereiche Kunst und Kunstgeschichte. In fotografischen Darstellungen von Malerateliers aus der Mitte des 19. Jahrhunderts geht Ruff noch einen Schritt weiter, indem er Veränderungen bezüglich der Rolle des Künstlers und der Bedeutung des Medium seit jener Zeit hinterfragt: Nach Einführung der Fotografie wurde die Malerei nunmehr als etwas wahrgenommen, das man „ansieht“, nicht mehr als ein Rahmen, durch den man „hindurchsieht“.

 

Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, Düsseldorf

 

 

19.09.2014 - 08.02.2015
Ausstellung Düsseldorf . Maschinen und Landschaften, Geschwindigkeit und Stillstand, diese scheinbar widersprüchlichen Begriffe inspirieren die 1967 in Leipzig geborene Künstlerin Christiane Baumgarten zu immer neuen Werken, die jetzt im Museum Kunstpalast ausgestellt werden. 19.9.2014 bis 8.2. 2015
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Christiane Baumgarten - White Noise
Ausstellung Düsseldorf . Maschinen und Landschaften, Geschwindigkeit und Stillstand, diese scheinbar widersprüchlichen Begriffe inspirieren die 1967 in Leipzig geborene Künstlerin Christiane Baumgarten zu immer neuen Werken, die jetzt im Museum Kunstpalast ausgestellt werden. 19.9.2014 bis 8.2. 2015

 

 

Manhattan Transfer, 2010, Holzschnitt auf Kozo-Papier, Bildformat: 119,5 x 160 cm,
Papierformat: 145 x 185 cm, VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 

Maschinen und Landschaften, Geschwindigkeit und Stillstand, diese scheinbar widersprüchlichen Begriffe inspirieren die 1967 in Leipzig geborene Künstlerin zu immer neuen Werken. Sie interessiert sich für die vom Menschen geschaffene Umgebung, für Autobahnen, Flugzeuge aber auch den deutschen Wald. Für ihre großformatigen Holzschnitte filmt sie ihr Motiv zunächst mit der Videokamera, wählt anschließend einzelne  Bilder aus, die sie am Computer umarbeitet und Linienraster dafür festlegt, die später auf eine Holzplatte übertragen werden. In langwieriger Handarbeit schneidet sie anschließend die einzelnen Linien in den Druckstock. 

Christiane Baumgartners großformatige Bilder sind eine visuelle Aufforderung, unsere vertraute Wahrnehmung von Zeit, Raum und Landschaft zu reflektieren. In der Verbindung widerstreitender Materialien, Medien und Arbeitsweisen gelangt sie zu einer irritierenden wie inspirierenden Bildersprache.

 



Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und französischer Sprache

 

Museum Kunstpalast, Kulturzentrum Ehrenhof, Ehrenhof 4-5, Düsseldorf

 

 

 

12.09.2014 - 08.02.2015
Ausstellung München . Um das Jahr 1900 war die bayerische Hauptstadt nicht nur Kunststadt sondern auch Zentrum der Frauenbewegung. Vor diesem zeitgenössischen Hintergrund zeigt die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum einen Überblick über das künstlerische Schaffen der Frauen. Gezeigt werden ca. 300 Werke bekannter und bisher unbekannter oder in Vergessenheit geratener Künstlerinnen aus allen Bereichen der Kunst. Bis 8.2.2014
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Ab nach München! Künstlerinnen um 1900
Ausstellung München . Um das Jahr 1900 war die bayerische Hauptstadt nicht nur Kunststadt sondern auch Zentrum der Frauenbewegung. Vor diesem zeitgenössischen Hintergrund zeigt die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum einen Überblick über das künstlerische Schaffen der Frauen. Gezeigt werden ca. 300 Werke bekannter und bisher unbekannter oder in Vergessenheit geratener Künstlerinnen aus allen Bereichen der Kunst. Bis 8.2.2014

 In der Münchner Damen-Akademie: Käthe Schmidt (verh. Kollwitz) zwischen Maria Slavona (vorne rechts) und Rosa Pfäffinger (vorne liegend) sitzend, Fotografie, 1889
© Privatbesitz, München

 

„Ab nach München“ schreibt Gabriele Münter 1901 in ihr Tagebuch, nachdem ihre Freundin Margarete Susmann sie auf die Damen-Akademie aufmerksam gemacht hat. Wie viele andere junge Frauen, in der Regel aus dem gehobenen Bürgertum, geht sie nach München, um dort Malerei zu studieren.

München ist um 1900 sowohl Kunststadt als auch ein Zentrum der Frauenbewegung. Prominente Vertreterinnen wie Ellen Amann oder Anita Augspurg leben hier; es werden zahlreiche Vereine gegründet wie beispielsweise die „Gesellschaft zur Förderung der geistigen Interessen der Frau“. Neben dem Ziel, Frauen zu staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Rechten zu verhelfen, ist eines der zentralen Ziele der Frauenbewegung die Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten. Gefordert wird u.a. der Zugang zu den Universitäten, was in Bayern schließlich ab 1903 möglich ist. Frauen mit dem Berufswunsch, Künstlerin zu werden, kämpfen lange vergeblich um den Zugang zur Königlichen Akademie der Bildenden Künste, der ihnen erst ab 1919 gewährt wird. Zofia Stryjska aus Polen versucht, dieses Verbot zu umgehen und immatrikuliert sich unter dem Namen ihres Bruders. Als Mann verkleidet studiert sie ein Jahr, bevor die Täuschung auffliegt und sie die Akademie verlassen muss. Wer nicht zu solchen Mitteln greifen möchte, hat die Möglichkeit, sich in Privatateliers und -schulen ausbilden zu lassen. In München existieren um die Jahrhundertwende zahlreiche dieser Schulen, die sowohl männliche als auch weibliche Schüler aufnehmen. Hier herrscht jedoch oft ein nur ungenügendes künstlerisches Niveau.

 

En plein air: Unterwegs zum Malen an der Amper, Fotografie, um 1900
© Münchner Stadtmuseum

 

 

Um auch Frauen eine professionelle künstlerische Ausbildung zu ermöglichen, ergreifen diese 1882 mit der Gründung des Künstlerinnen-Vereins selbst die Initiative. Zwei Jahre später eröffnen sie die Münchner Damen-Akademie, die nach dem Vorbild der Königlichen Akademie der bildenden Künste organisiert ist. Hier schreibt sich, wie schon erwähnt, Gabriele Münter ein, aber auch Käthe Kollwitz, damals noch unter ihrem Mädchennamen Käthe Schmidt. Die Institution ist bald weithin bekannt und zieht zahlreiche junge Frauen aus dem In- und Ausland an.

Bereits etwas früher wird Frauen eine Ausbildung im kunstgewerblichen und kunstpädagogischen Bereich zugestanden und staatlich gefördert. So ist die Ausbildung zur Zeichenlehrerin ab 1872 in der „Weiblichen Abteilung“ der Königlichen Kunstgewerbeschule möglich. 1902 werden in München die „Lehr- und Versuchsateliers für Angewandte und Freie Kunst“, kurz „Debschitz-Schule“, gegründet. Der Besuch dieser reformorientierten Institution ist Frauen von Anfang an erlaubt und der Zulauf entsprechend hoch. Fünf Jahre nach Gründung der „Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie“ können Frauen ab 1905 diese Ausbildungsstätte besuchen und erzielen hier mit ihren Arbeiten rasch Erfolge.

 

Die Schweizer Malerin und Grafikerin Martha Cunz während ihrer Ausbildung in München, Fotografie, 1898
© Eugen Cunz, Ostermunden

 

Vor diesem zeitgenössischen Hintergrund vermittelt die Ausstellung auf 750 m² erstmals einen Überblick über das künstlerische Schaffen der Frauen. Gezeigt werden ca. 300 Werke bekannter und bisher unbekannter oder in Vergessenheit geratener Künstlerinnen aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Grafik, Möbelkunst, Schmuck, Glas, Keramik, Porzellan, Textilien und Fotografie.

Vorgestellt werden u.a. im Bereich Grafik und Gemälde
Maria Filser (verh. Caspar-Filser, 1878 Riedlingen a. d. Donau – 1968 Brannenburg), Martha Cunz (1876 St. Gallen – 1961 St. Gallen), Elena Makowsky (verh. Luksch-Makowsky, 1878 Sankt Petersburg – 1967 Hamburg), Olga Meerson (1879 Moskau – 1930 Berlin), Gabriele Münter (1877 Berlin – 1962 Murnau), Käthe Schmidt (verh. Kollwitz, 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg), Maria Slavona (1865 Lübeck – 1931 Berlin) und Zofia Luba?ska-Grzyma?a (verh. Stryje?ska, 1891 Krakau – 1976 Genf).

Im Bereich Kunsthandwerk
Wera von Bartels (1886 München – 1922 München), Dora Polster (verh. Brandenburg-Polster, 1884 Magdeburg – 1958 Böbing), Margarethe von Abercron (verh. von Brauchitsch, 1865 Frankenthal – 1957 München), Sofie Hartmann (verh. Burger-Hartmann, 1868 München – 1940 München), Emmy von Egidy (1872 Pirna – 1946 Weimar), Minnie Goossens (1878 Aachen – 1968 Attel bei Wasserburg), Gertrud Kleinhempel (1875 Schönefeld bei Leipzig – 1948 Althagen an der Ostsee), Lotte Pritzel (1887 Breslau – 1952 Berlin) und Gertraud von Schnellenbühel (1878 Jena – 1959 Jena).

Die Fotografie ist u.a. mit Anita Augspurg (1957 Verden – 1943 Zürich) und Sophia Goudstikker (1865 Rotterdam – 1924 München) sowie der Kunstfotografin Wanda von Kunowski (verh. von Debschitz-Kunowski,1870 Gut bei Czarnikau – 1986 Lausanne) vertreten.

Stadtmuseum, Sankt Jakob Platz, München

 

 

11.09.2014 - 05.01.2015
Fotoausstellung Berlin . „Pasolini Roma “ zeigt die Beziehung des italienischen Schriftstellers und Filmemachers Pier Paolo Pasolini zu Rom. Pasolini in Rom - da es geht um Poesie, Politik, um Begeisterung für das Großstadtleben und um Sex, Freundschaft und Kino, vorgestellt im Martin-Gropius-Bau. Bis 5. Januar 2015
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Pasolini Roma
Fotoausstellung Berlin . „Pasolini Roma “ zeigt die Beziehung des italienischen Schriftstellers und Filmemachers Pier Paolo Pasolini zu Rom. Pasolini in Rom - da es geht um Poesie, Politik, um Begeisterung für das Großstadtleben und um Sex, Freundschaft und Kino, vorgestellt im Martin-Gropius-Bau. Bis 5. Januar 2015

 

 

Silvana Mangano in "Teorema" 1968 © Reporters Associato - Roma

 

 

Pier Paolo Pasolini ist eine der herausragenden und schillerndsten Persönlichkeiten der Filmwelt der Nachkriegszeit. Als Lyriker in der Sprache seiner friaulischen Heimat, als Autor von Romanen und kulturkritisch-politischen Essays und Kolumnen, als Regisseur polarisierender Filme, aber auch als Zeichner und Maler richtete sich sein Blick in erster Linie auf zeitlose, archaische Themen: das Schicksal des Menschen, das bäuerliche Leben, die Religion, die Sexualität, der Tod. Dabei bewegte er sich stets außerhalb gängiger Normen, fand Bilder von außergewöhnlicher Klarheit und Schärfe und wurde dabei zum größten Provokateur der italienischen Gesellschaft.

 

Enrique Irazoqui und Pasolini vor den Felshängen von Matera, 1964 © Associazione Pasolini Matera
Foto: Archivio Notarangelo

 

Durch die mediale Präsenz der letzten Lebensjahre und erst recht nach seinen gewaltsamen Tod ist Pasolini längst zu einer Ikone der Postmoderne geworden. Autobiografie und Selbstdarstellung sind bei weitem nicht das einzige, aber doch ein wesentliches Thema der Werke, die wie Satelliten um das Ich ihres Autors, seine Widersprüche und seinen Platz in einer sich verändernden Welt kreisen. Nicht zuletzt war es Pasolini selbst, der durch eine Flut von Prätexten, Selbstkommentaren und medialen Inszenierungen die Grenzen zwischen Leben und Werk verwischte.

Nahezu 40 Jahre nach seinem Tod wird die Frage, wer Pasolini denn war, erneut aufgeworfen. Dabei bedarf es des Blicks auf den „ganzen“ Pasolini, das heißt: das Leben und das Werk, den stilistischen Reichtum und die mediale Vielfalt, aber auch auf die gesellschaftspolitische Hellsichtigkeit und die exzessive Provokation dieses hochkomplexen Künstlers, der in letzter Zeit eine jüngere Generation wieder beschäftigt, gerade durch die Relevanz seiner konsum- und sozialkritischen Botschaft unter den veränderten Vorzeichen der globalisierten Gesellschaft.

Die Ausstellung ist nach zeitlichen, künstlerischen und toponymischen Aspekten gegliedert. Mit Hilfe Multimedia fließen die Topoi Kunst, Literatur, Architektur, Film und Leben zusammen. Pasolini gilt als bedeutendster Dichter Roms der Nachkriegszeit. Er hat mit seinen Gedanken, Schriften und Filmen jüngere KollegInnen maßgeblich beeinflusst und bedeutsame Zeitabschnitte der italienischen Geschichte künstlerisch verarbeitet.

Die Schau besteht aus sechs chronologischen Sektionen, die den sechs Phasen im Leben und Schaffen Pasolinis entsprechen. Sie beginnt mit seiner Ankunft in Rom am 28. Januar 1950 und schließt mit dem 2. November 1975, als sein lebloser Körper in der Nähe von Ostia aufgefunden wurde.

 

 Totò und Ninetto Davoli auf dem Set von "Uccellacci e uccellini" 1965 ©
ph. Divo Cavicchioli / Centro Cinema Città die Cesena

 

Pasolini wurde unter anderem mit Filmen wie „Accattone“ (1961), „Mamma Roma“ (1962), „Evangelium nach Matthäus“ (1964) und „Teorema“ (1968) bekannt. 1969 verfilmte er „Medea“ nach Euripides mit Maria Callas. Auf der Berlinale wurde der 1970 gedrehte Film „Decamerone“ gezeigt. Als Schriftsteller trat er vor allem mit seinen Romanen „Ragazzi di vita“ (1955) und „Una vita violenta“ (1959) und später vor allem als Essayist und Lyriker hervor.

 

Martin-Gropius-Bau,Niederkirchner Straße 7, Berlin

 

 

 

01.08.2014 - 18.01.2015
Fotoausstellung Hamburg . Goldene Zeiten erlebte die Reportagefotografie in den 1950er und 1960er Jahren als viele Aufträge von neu gegründeten Zeitschriften wie Kristall, Revue, Quick oder Stern kamen. Die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe „Das engagierte Bild. Die Sammlung Fotografie im Kontext“ zeigt den Bildjournalismus der Nachkriegszeit. 1.8.2014 bis 18.1.2015
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Das engagierte Bild
Fotoausstellung Hamburg . Goldene Zeiten erlebte die Reportagefotografie in den 1950er und 1960er Jahren als viele Aufträge von neu gegründeten Zeitschriften wie Kristall, Revue, Quick oder Stern kamen. Die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe „Das engagierte Bild. Die Sammlung Fotografie im Kontext“ zeigt den Bildjournalismus der Nachkriegszeit. 1.8.2014 bis 18.1.2015

 

Max Scheler, Slums in der Industriestadt Birmingham, Alabama 1964, Silbergelatine, 30,3 x 48,9 cm,
© Max Scheler Estate, Hamburg

 

 Es war die Blütezeit der Reportagefotografie: In den 1950er und 1960er Jahren waren viele neue Zeitschriften wie Kristall, Revue, Quick oder Stern gegündet worden, die für eine gute Auftragslage für die Fotografen sorgten. Inspiriert von der Idee, dass Fotografie eine universell verständliche Weltsprache sei, sehen viele Bildjournalisten ihre Arbeit als Ausdruck von sozialem Engagement und politischer Verantwortung. Sie verstehen ihre Fotografien als authentische Dokumente, die den Betrachter mit Missständen, Leid und Gewalt konfrontieren und über ihren Informationswert hinaus an Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein appellieren. Die Ausstellung „Das engagierte Bild“ richtet den Blick auf den Bildjournalismus der Nachkriegszeit. Sie stellt darüber hinaus einen Schwerpunkt der Sammlung Fotografie und neue Medien des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) vor, der mit ersten Ankäufen schon in den 1960er Jahren begründet wurde.

 

Marc Riboud, Frauen nach der Hinrichtung ihrer Männer, Bangladesch 1971, Silbergelatine, 29,6 x 20,8 cm,
© Marc Riboud

 

 

Die Rolle der Zeitschriften wird von verschiedenen Fotografen von Beginn an kritisch gesehen. Schon 1947 wird in Paris die Foto-Agentur Magnum gegründet, die es ihnen ermöglichen soll, unabhängig von Magazin-Aufträgen zu arbeiten. Viele Bildjournalisten veröffentlichen ihre Arbeit darüber hinaus in Büchern, bei deren Gestaltung sie freie Hand haben. Neben Jürgen Heinemanns Bildern aus Südamerika entstehen etwa Sebastião Salgados Fotografien aus der Sahelzone im eigenen Auftrag. 1986 gibt er diese Serie in Zusammenarbeit mit der Organisation Ärzte ohne Grenzen als Buch heraus.

 

Jürgen Heinemann, Brotverteilung in Salvador da Bahia, Brasilien 1962, Silbergelatine, 26,8 x 23,9 cm,
© Jürgen Heinemann


Wegen ihrer ästhetisierenden Aufnahmen von Elend und Gewalt wird die Arbeit der Bildjournalisten immer wieder kritisiert. Ihnen wird vorgeworfen, das Leid der Gezeigten für eigene Zwecke zu instrumentalisieren. An dieser Stelle setzt auch die zeitgenössisches Kritik der sozialdokumentarischen Fotografie an: Die klischeehaften Bilder von Opfern humanitärer Katastrophen seien ungeeignet, etwas zu verändern, da sie die jeweiligen Ursachen außer Acht lassen. Als Reaktion hierauf haben etwa die Akteure des arabischen Frühlings 2011 in Kairo die Dokumentation ihres Kampfes gegen die Mubarak-Herrschaft selbst übernommen. Bilder des ägyptischen Fotografen Aly Hazza’a von einer Demonstration von Frauen gegen Polizeigewalt zählen zu den jüngsten Ankäufen des MKG. Ein frühes Beispiel für fotografisches Engagement im eigenen Land findet sich auch in den Arbeiten des Fotografen Peter Magubane, der als schwarzer Südafrikaner selbst von den Auswirkungen des Apartheid-Regimes betroffen war. Magubane zeigt in seinen Bildern die Gegenwehr gegen das bestehende System und betreibt so „Politik mit der Kamera“.

Gezeigt werden über 40 Arbeiten von Jürgen Heinemann, Ryuichi Hirokawa, Thomas Hoepker, Kaku Kurita, Robert Lebeck, Peter Magubane, Marc Riboud, Sebastião Salgado und Max Scheler, die die Entwicklungen und ästhetische Strategien des Genres seit den 1960er Jahren aufzeigen. Die Ausstellungsreihe „Die Sammlung Fotografie im Kontext“ begleitet die wissenschaftliche Erschließung der Sammlung und stellt unterschiedliche Gebrauchsweisen der Fotografie vor.

 

Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Hamburg

26.06.2014 - 28.01.2015
Fotoausstellung Hamburg . Bilder ihres Fotografen LoÏc Bréard stellt die Galerie Hilaneh von Kories in der Helios Endo Privatklinik vor. Der Fotograf hat mit seiner Bilderserie aus Ägypten ein interessantes Bild des Landes gezeichnet. Bis 28.1.2015
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LoÏc Bréard - Ägypten im Spiegel der Zeitlosigkeit
Fotoausstellung Hamburg . Bilder ihres Fotografen LoÏc Bréard stellt die Galerie Hilaneh von Kories in der Helios Endo Privatklinik vor. Der Fotograf hat mit seiner Bilderserie aus Ägypten ein interessantes Bild des Landes gezeichnet. Bis 28.1.2015


 

 Ägypten #15, Edfu, 2011

 

Nach dem Studium der Malerei und Bildhauerei an der Ecole Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris arbeitete Loïc Bréard, der in Nantes in der Bretagne geboren ist, als selbständiger Stylist für namhafte Fotografen wie Jeanloup Sieff, Guy Bourdin, Helmut Newton, Bill King, Albert Watson, Jacques Olivar, Paolo Roversi und Oliver Toscani.

1982 zog Bréard nach Hamburg und gründete die internationale Styling-Agentur Bigoudi.Seit 1998 widmet sich Loïc Bréard der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie in den Bereichen Portrait, Reportage, Landschaft und Architektur.

 

Ägypten #24, El Kharga, 2000


 

Ägypten #39, Esna, 2011

 

 

Seine Fotodokumentationen führten ihn unter anderem nach Südafrika (2000 – 2005), Südamerika (2006), El Rocío (Sevilla, Spanien, 2006), Semana Santa (Sevilla, Spanien, 2007) und Indien (2008)

Täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr

 

Helios Endo-Klinik, Holstenstraße 2, Haus 1, 8. Etage, Hamburg

26.05.2014 - 18.01.2015
Fotoausstellung Essen Über 200 ausgewählten Fotografien von Chargesheimer sind in der Ausstellung im Ruhr Museum sechs Themen zugeordnet: „Ruhrgebietslandschaft“, die „Stadt“, die „Arbeit“, das „Wohnen“ und die „Freizeit“ und vor allem die „Menschen“, die Chargesheimer am meisten interessierten. Bis 18.1.2015
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Chargesheimer. Die Entdeckung des Ruhrgebiets
Fotoausstellung Essen Über 200 ausgewählten Fotografien von Chargesheimer sind in der Ausstellung im Ruhr Museum sechs Themen zugeordnet: „Ruhrgebietslandschaft“, die „Stadt“, die „Arbeit“, das „Wohnen“ und die „Freizeit“ und vor allem die „Menschen“, die Chargesheimer am meisten interessierten. Bis 18.1.2015

 

 

Als der Schriftsteller Heinrich Böll und der Fotograf Chargesheimer 1957 für ihr Buch „Im Ruhrgebiet“ die Region bereisten, befand sich das Ruhrgebiet auf dem Höhepunkt der industriellen Produktion. So beschreiben der Text von Heinrich Böll und vor allem die Fotografien von Chargesheimer das typische Ruhrgebiet der späten 1950er Jahre: einen industriellen Ballungsraum, der völlig von Kohle und Stahl geprägt ist. Sie zeigen die Zerstörung der Landschaft, die Gesichts-losigkeit der Städte, die Dominanz der schweren Männerarbeit, aber sie zeigen auch schon den beginnenden Strukturwandel: die Freizeit und die Unterhaltung, den modernen Konsum und den beginnenden Autoverkehr, vor allem aber die Menschen in ihrer alltäglichen Umge-bung, ihrer zur „Heimat“ gewordenen Industrieregion.

 

 

Der Band „Im Ruhrgebiet“ ist seit Jahren vergriffen und noch nie sind ausschließlich die Ruhrgebietsfotografien Chargesheimers ausgestellt worden. Vor allem aber sind noch nie jene Bilder gezeigt worden, die 1957 in Vorbereitung für den Bildband gemacht, seinerzeit aber nicht für das Buch ausgewählt wurden. Insgesamt liegen über 1.500 Negati-ve im Rheinischen Bildarchiv, die in diesem Zusammenhang entstan-den sind. Die Ausstellung „Chargesheimer. Die Entdeckung des Ruhr-gebiets“ zeigt über 150 dieser bisher unveröffentlichten und etwa 50 der im Bildband erschienenen Fotografien.

 

 

„Im Ruhrgebiet“ erschien im Herbst 1958 als großformatiger, für die Zeit fast überdimensionierter Bildband, der eindeutig den Schwer-punkt auf die Fotos von Chargesheimer legte. Die radikale Subjektivi-tät und Intensität des Buches entfachten eine Kontroverse, die viel über die Identität und den Kampf um die Deutungshoheit über das Bild der Region verrät. Außerhalb des Ruhrgebiets erfuhr das Buch höchs-tes Lob, während im Ruhrgebiet ein Sturm der Entrüstung losbrach. Bereits im darauffolgenden Jahr brachte der Siedlungsverband Ruhr-kohlenbezirk den ebenfalls aufwendig gestalteten Band „Ruhrgebiet – Porträt ohne Pathos“ heraus und in der Folge erschien eine Flut von Bildbänden und Fotobüchern, die bis heute nicht abgeebbt ist. Man kann sagen: Mit Bölls und Chargsheimers Band wurde das Ruhrgebiet als Thema für fotografische Reportagen populär. Die Ausstellung zeigt die wichtigsten Fotobücher dieser fast sechzig Jahre – insgesamt ca. 200 – und stellt sie den Fotografien Chargesheimers gegenüber, so dass eine Bildgeschichte des Ruhrgebiets entsteht.

 

 

Zur Ausstellung erscheint im Verlag der Buchhandlung Walther König ein umfangreicher, 340 Seiten starker Katalog, der alle Fotografien der Ausstellung und die wichtigsten Fotobücher der letzten sechzig Jahre präsentiert. Aufsätze von Stefanie Grebe, Heinrich Theodor Grütter, Dieter Nellen, Andreas Rossmann und Sigrid Schneider inter-pretieren die Fotografien von Chargesheimer und das begleitende Es-say von Heinrich Böll, die Kontroverse, die das Buch hervorgerufen hat, die Geschichte der Bildbände und Fotobände, die in der Folge ent-standen sind und den damit verbundenen Wandel des öffentlichen Bildes des Ruhrgebiets.

 

Ruhr Museum, UNECO Welterbe Zollverein, Essen

 

 

11.04.2014 - 30.12.2014
Ausstellung Oberhausen Die Vielfalt der Schönheit in der Kunst zeigt die Ausstellung „Der schöne Schein“ im Gasometer Oberhausen. Ein künstlerischer Höhepunkt ist die Installation „320° Licht“ der Bremer Künstlergruppe Urbanscreen. Mit 20.000 Quadratmetern ist sie eine der größten und technisch anspruchsvollsten Innenraumprojektionen weltweit. Realisiert wird die Projektion mit 21 Epson Installationsprojektoren.
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Der schöne Schein
Ausstellung Oberhausen Die Vielfalt der Schönheit in der Kunst zeigt die Ausstellung „Der schöne Schein“ im Gasometer Oberhausen. Ein künstlerischer Höhepunkt ist die Installation „320° Licht“ der Bremer Künstlergruppe Urbanscreen. Mit 20.000 Quadratmetern ist sie eine der größten und technisch anspruchsvollsten Innenraumprojektionen weltweit. Realisiert wird die Projektion mit 21 Epson Installationsprojektoren.

Auf Christo folgt Urbanscreen. Die Installation "320° Licht" ist künstlerischer Höhepunkt der Ausstellung
Bild: Sven Siebenmorgen

 

Die Schönheit kennt viele Gesichter. Sie zeigt sich uns in der zeitlosen Schlichtheit der Nofretete ebenso wie im unergründlichen Lächeln der Mona Lisa. Sie liegt in den ruhigen Landschaften Caspar David Friedrichs, aber auch in Hokusais kraftvoller großer Welle, die sogar den Berg Fuji unter sich zu begraben scheint. Schönheit kann einfach sein und strahlend. Elegant und verführerisch. Prachtvoll und verspielt. Sie kann aber auch dunkel sein, geheimnisvoll und verstörend. Künstler aller Epochen haben diese Vielfalt der Schönheit in ihren Bildern und Skulpturen sichtbar gemacht, und so spiegelt sich in den größten Werken der Kunstgeschichte immer auch die Suche nach der Schönheit.

 

Eine der anspruchsvollsten Innenraumprojekionen realisert "320° Licht" mit 21 Epson Installationsprojektoren.
Bild Wolfgang Volz

 

Ein multimediales Raumerlebnis ist die Installation "320° Licht" im Luftraum des Gasometers  der Bremer Künsltergruppe Urbanscreen, die ein faszinierendes Spiel mit Formen und Licht bietet. In einem Radius von 320 Grad wachsen und verändern sich auf der 100 Meter hohen Innenwand des Gasometers grafische Muster. "320° Licht" wird mit der Projektionstechnik von Epson realisiert.

37 Wochen, über 230 Tage und mehr als acht Stunden pro Tag sind die Installationsprojektoren von Epson im Gasometer im Einsatz. Sieben Projektorentürme mit jeweils drei 10.000 Lumen-Projektoren (Epson EB-Z10005) sind im Innenraum des Gasometer aufgebaut. Sie werden die über 100 Meter hohen Innenwände illuminieren.

"Das Projekt im Gasometer ist einzigartig und auch für uns als Weltmarktführer im Projektorenbereich außergewöhnlich. Es sind diese Projekte, die in ihren Extremen zeigen, was Technik kann: herausragende Inhalte zum Leben erwecken“, sagt Henning Ohlsson, Geschäftsführer der Epson Deutschland GmbH. „Die künstlerischen Arbeiten von Urbanscreen haben international für Aufsehen gesorgt. Wir sind überzeugt, dass die Installation im Gasometer Oberhausen weltweit Beachtung finden wird.“

 

Epson EB-Z10005

 

"Der schöne Schein" ist eine Ausstellung der Gasometer Oberhausen GmbH unter der Gesamtleitung von Jeanette Schmitz.

Die Künstlergruppe Urbanscren wurde international bekannt durch die spektakulären Illuminationen des Opernhauses in Sydney (Australien), der Rice-University in Houston (USA) und die Light-Sound-Kompositionen auf der Kunsthalle Hamburg, dem Kunstquartier Wien und dem Bauhaus Dessau.

 

 

Gasometer, Arenastraße 11, Oberhausen

 

 

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