Fotoausstellungen

26.02.2015 - 15.05.2015
Fotoausstellung Zingst . Ein Glück für jeden Naturfotografen ist der Umstand dort zu leben, wo ihm die herrliche Landschaft Motive in Hülle und Fülle bietet. Der Zingster Martin Harms hat dieses Glück und außerdem das Können die Motive für außergewöhnliche Bilder zu nutzen. Die Erlebniswelt Fotografie Zingst stellt seine Bilder in der Galerie Kurhaus aus. 26.02. – 15.05.2015
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Martin Harms - Erhabene Momente
Fotoausstellung Zingst . Ein Glück für jeden Naturfotografen ist der Umstand dort zu leben, wo ihm die herrliche Landschaft Motive in Hülle und Fülle bietet. Der Zingster Martin Harms hat dieses Glück und außerdem das Können die Motive für außergewöhnliche Bilder zu nutzen. Die Erlebniswelt Fotografie Zingst stellt seine Bilder in der Galerie Kurhaus aus. 26.02. – 15.05.2015

 

 

Naturfotografie ein einfaches Metier – es ist doch nichts anderes zu tun als Vorhandenes abzulichten? Falsch, denn sogar die schönste Natur kann zu einem langweiligen Motiv werden. Anders bei Martin Harms, seine Fotografien zeigen den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft von seiner schönsten Seite.

 

 

„Mein Zuhause  ist die wunderschöne Halbinsel Fischland-Darß-Zingst“, erklärt Harms, der die Fotografie zu seiner persönlichen Leidenschaft gemacht hat. Seine Liebe zur Natur und seiner Heimat spiegeln sich in seinen Bildern wieder. Der Zingster Martin Harms, 37, ist von Beruf Bankkaufmann. „ 2008 begann meine Leidenschaft fürs Fotografieren, ich kaufte mir meine erste Spiegelreflexkamera und begann mich mit der Technik auseinanderzusetzen. Natürlich kam mir die “Erlebniswelt Fotografie Zingst” zu Gute. Wo sonst trifft man soviele Ansprechpartner zum Thema, kann man Workshops besuchen, Technik ausleihen/testen oder seine Bilder professionell ausdrucken lassen“, freut sich Martin Harms. In Fotoworkshops bei Peter Scherbuk und Timm Allrich und  bei fotografischen Rundgängen mit Klaus-Herbert Schröter, dem ehemaligen Zingster Revierförster, holte er sich das notwendige Knowhow und gestalterische Anregungen. Seine Natur- und Tiermotive setzt er zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten und bei besonderen Lichtstimmungen in Szene.  Wie Goethe Faust sagen lässt »Verweile doch! Du bist so schön!« so will Martin Harms mit seinen Bildern »ein Stück Natur einfangen« – natürlich nicht im Pakt mit dem Teufel, aber zur Freude der Betrachter. 

 

 

 

26.02.2015 - 16.05.2015
Fotoausstellung Wien . Im letzten Sommer fotografierte Jim Rakete, der mit seinen Porträts von Prominenten schon lange berühmt geworden ist, das komplette Ensemble des Wiener Burgtheaters. Die siebenundsiebzig Arbeiten die dabei mit der Leica M Monochrome entstanden, sind erstmals in der Leica Galerie Wien zu sehen. 26.2. bis 16.5.2015
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Jim Rakete - Die Burg Innenleben
Fotoausstellung Wien . Im letzten Sommer fotografierte Jim Rakete, der mit seinen Porträts von Prominenten schon lange berühmt geworden ist, das komplette Ensemble des Wiener Burgtheaters. Die siebenundsiebzig Arbeiten die dabei mit der Leica M Monochrome entstanden, sind erstmals in der Leica Galerie Wien zu sehen. 26.2. bis 16.5.2015

 

 

Klaus Maria Brandauer, 2014 © Jim Rakete

 

 

Seit über 40 Jahren fotografiert Jim Rakete die Größen der deutschsprachigen und internationalen Musik- und Filmszene, die er oft schon zu Beginn ihrer Karriere, noch vor dem großen Durchbruch, vor seine Kamera holte. Seine Aufnahmen des Ensemble des Burgtheaters entstanden in siebenundsiebzig aufeinanderfolgenden Porträtbegegnungen. Als Ort diente dazu wochenlang eine abseits gelegene, mit wenigen Requisiten ausgestattete Probebühne im dritten Rang des Theaters, nur ein paar Schritte von der Gemäldegalerie der Burg entfernt.

 

Birgit Minichmayr, 2014 © Jim Rakete

 

Die Porträts, fotografiert mit der Leica M Monochrom, sind ein Blick in das Innenleben des größten deutschsprachigen Theaters in Schwarzweiß. Wie bei den Proben zu einem Kammerspiel begegnet man den SchauspielerInnen und Schauspielern der Burg auf Augenhöhe und wie in den besten Bühneninszenierungen vermischen sich Persönlichkeit und Rolle der Darstellenden zu einer wahrhaftigen Performance. „Jim Rakete hat innerhalb von ein paar Tagen das gesamte Ensemble des Burgtheaters fotografiert. Einen nach dem anderen. Rekordverdächtige Akkordkunst... Diese Fotografien zeigen oft mehr, als derjenige, der sich hat ablichten lassen, preisgeben wollte. Ein Blick hinter die Selbstdarstellung,“ erklärte der Schauspieler Joachim Meyerhoff.

 

Martin Wuttke, 2014 © Jim Rakete

 

Jim Rakete, der 1951 in Berlin geboren wurde, war bereits während seiner Schulzeit als Fotoreporter für Tageszeitungen, Magazine und Agenturen unterwegs. Von 1977 bis 1986 führte er in Berlin Kreuzberg das Kreativlabor „Fabrik“. Hier entstanden nicht nur die Plattencover vieler Musiker, Jim Rakete übernahm auch das Management von KünstlerInnen wie der Nina Hagen Band, Spliff, Nena, Die Ärzte und Interzone und brachte so die Neue Deutsche Welle maßgeblich ins Rollen.

 

Aenne Schwarz, 2014 © Jim Rakete

 

Seit 1986 widmete sich Jim Rakete wieder der Fotografie und hatte unter anderem Jimi Hendrix, Ray Charles, Mick Jagger, David Bowie oder Herbert Grönemeyer vor der Kamera. In den 90er Jahren pendelte er zwischen Hamburg und Los Angeles, fotografierte und drehte als Director of Photography Musikvideos und Werbespots um 2001 nach Berlin zurückzukehren. Eine Serie für das Magazin Cicero war der Anlass, sein Interesse für Menschen und Politik zu verbinden. Seitdem finden sich immer öfter auch Politiker unter den Porträtierten, so etwa der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder oder Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

 

Mavie Hörbiger, 2014 © Jim Rakete

 

 

Neben zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen bieten die 1997, 2008 und 2012 von Schirmer/Mosel herausgegebenen Fotobände einen Überblick über sein umfassendes fotografisches Werk: Jim Rakete. Photographien 1970-1997, 1/8 sec – Vertraute Fremde und Jim Rakete. Stand der Dinge.

 

 

Leica Galerie Wien, Walfischgasse 1, Wien

 

 

 

 

 

21.02.2015 - 19.04.2015
Fotoausstellung Berlin . Die Motive der chinesischen Künstlerin Liu Xia muten seltsam an. Was will die Fotografin damit sagen? Beschäftigt man sich mit ihrem Leben und dem politischen Umfeld in China in dem sie lebt, kommt man auch ihrem Werk näher, dass im Martin-Gropius-Bau ausgestellt wird. Zu den Ausstellungsobjekten gehört nicht nur das fotografische Werk sondern auch Gedichte der Künstlerin. Vom 21.2. bis 19.4.2015
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Liu Xia – Ugly Babies
Fotoausstellung Berlin . Die Motive der chinesischen Künstlerin Liu Xia muten seltsam an. Was will die Fotografin damit sagen? Beschäftigt man sich mit ihrem Leben und dem politischen Umfeld in China in dem sie lebt, kommt man auch ihrem Werk näher, dass im Martin-Gropius-Bau ausgestellt wird. Zu den Ausstellungsobjekten gehört nicht nur das fotografische Werk sondern auch Gedichte der Künstlerin. Vom 21.2. bis 19.4.2015

Liu Xia © Guy Sorman Untitled Photograph by Liu Xia from the „ugly babies“ series 1996-1999

 

Liu Xia, in Peking geboren, ist eine der bemerkenswertesten Künstlerinnen aus China. Sie ist Fotografin und Malerin, Lyrikerin und Romancier. Die Künstlerin fotografiert nur in schwarz-weiß. Sie selbst sieht  sich als unpolitische Bürgerin Chinas. Aber ihre Werke sind voller Anspielungen auf die repressive Situation, in der sich die Menschen in China befinden. In einer ganzen Serie ihrer Bilder stehen Puppen im Vordergrund, die sie selbst „hässliche Babies“ nennt. Empörung und Entsetzen scheinen ihre weit aufgerissenen Münder zu demonstrieren. Eines ihrer Gedichte, geschrieben im November 1998, lautet:

„Wir leben mit den Puppen zusammen
und sind von der Kraft der Stille umgeben
Mit der offenen Welt um uns herum
kommunizieren wir mit Gesten“

 

Liu Xia © Guy Sorman Untitled Photograph by Liu Xia from the „ugly babies“ series 1996-1999

 

Die Puppen sitzen vor Werken des Horrorklassikers Edgar Allan Poe (1809-1849) und vor Büchern des Henry David Thoreau (1817-1862), dessen Essay über den zivilen Ungehorsam aus dem Jahre 1849 ein Klassiker der Zivilgesellschaft ist. Eine andere Puppe sitzt vor kalligraphierten chinesischen Texten. Im Werk von Liu Xia gibt es ebenso Einflüsse aus dem Westen wie aus China.

Zum Verständnis des Werks von Liu Xia muß man die Umstände ihres Lebens kennen. Verheiratet ist sie mit Liu Xiaobo, Friedensnobelpreisträger des Jahres 2010 und einer der Anführer der studentischen Bewegung des Jahres 1989, die verbunden ist mit dem Namen des Platzes Tiananmen. Die Regierung schlug damals den Studentenaufstand blutig nieder. Für seine Beteiligung wurde Liu Xiaobo damals zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Liu Xiaobo lebte dann in Peking, betätigte sich als Essayist. 1995 wurde er erneut inhaftiert und in eines jener Lager eingewiesen, die man als chinesisches GULAG bezeichnet. In solche Lager konnte man ohne jede richterliche Anordnung, allein aufgrund polizeilicher Befehle eingewiesen werden. 1996 heiratete Liu Xia in diesem Lager Liu Xiaobo, mit dem sie bereits seit den 1980er Jahren befreundet war.

 

Liu Xia © Guy Sorman Untitled Photograph by Liu Xia from the „ugly babies“ series 1996-1999

 

1999 wurde Liu Xiaobo aus der Haft entlassen, 2003 zum Präsidenten des unabhängigen chinesischen PEN gewählt. Im Jahre 2008 verfasste er die Charta 08, ein liberales Manifest nach dem Vorbild der Charta 77. Über dreihundert Gelehrte, Künstler und Politiker waren die Erstunterzeichner, unter ihnen auch Ai Weiwei. Über 5.000 Unterschriften fand die Charta im Netz, bevor die Regierung deren weitere Verbreitung verbat. Liu Xiaobo wurde wegen seiner Autorenschaft 2009 wegen angeblicher ‚Untergrabung der Staatsgewalt’ zu elf Jahren Haft verurteilt. Nachdem bekannt wurde, dass er den Friedensnobelpreis 2010 erhalten hat, stellte man seine Frau Liu Xia unter Hausarrest, ohne jede rechtliche Grundlage. Nur wenige Male im Jahr darf sie ihren Mann besuchen.

Im Werk von Liu Xia spiegelt sich auch die Wirklichkeit Chinas. In China aber ist ihr Werk verboten. Liu Xia durfte Liu Xiaobo Bücher ins Gefängnis mitbringen, Thomas Mann, Dostojewski, Kafka.

 

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin

 

21.02.2015 - 18.04.2015
Über 20 großformatigen Arbeiten aus mehreren der berühmten Serien von Robert Polidori stellt Camera Work aus. Es sind ausschließlich Arbeiten zu sehen, die noch nie zuvor gezeigt wurden – darunter vier epochale Unikate des Künstlers. 21.2. bis 18.4.2015
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Robert Polidori
Über 20 großformatigen Arbeiten aus mehreren der berühmten Serien von Robert Polidori stellt Camera Work aus. Es sind ausschließlich Arbeiten zu sehen, die noch nie zuvor gezeigt wurden – darunter vier epochale Unikate des Künstlers. 21.2. bis 18.4.2015

 

© Robert Polidori, Salle de la Smalah, Salles de l'Afrique, Aile du Nord - 1er Étage, Chateau de Versailles, 2003

 

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die umfangreicher Dokumentation der Umbau-und Restaurationsarbeiten im Schloss Versailles, die Robert Polidoris über einen Zeitraum von 25 Jahren fotografisch begleitet hat. Die prunkvollen Räume, die aufwendigen Restaurierungsarbeiten am Schloss in den 80er-Jahren bis zu den präzisen Details, die Robert Polidori zu seinen Subjekten auserkoren hat, geben dem Betrachter einen Einblick in die Vergangenheit dieses geschichtsträchtigen Ortes, die so behutsam konserviert wird. Gleichzeitig verbindet sich die Historie mit der Gegenwart und lässt die glanzvolle Ästhetik dieser sorgsam geschmückten, verzierten und doch längst vergangenen feudalen Welt neu erleben.

 

 

© Robert Polidori, Musée de Moulages Grandes Écuries - R.D.C.  Chateau de Versailles, 2007

 

Die Detailgenauigkeit der großformatigen Arbeiten ermöglicht es dem Betrachter, die Oberflächenstrukturen und Formen mit dem Auge regelrecht abzutasten: eine komplexe Bildfläche, welche die Räume auf ganz neue Weise erfahren lässt. Subtil versteht der Fotograf es, die Schnittstellen zwischen Alt und Neu aufzuspüren. Die von ihm fotografierten Räume, obwohl vollkommen menschenleer, erzählen mit ihrer einzigartigen Patina oder ihrem höfischen Glanz mannigfache Geschichten. Die Arbeiten von Polidori sind komplexe Stillleben, die in ihrer Farbigkeit und einzigartigen Qualität eine Kulisse für die Fantasie des Betrachters bilden. In der friedvollen Stille sowie in der Detailgenauigkeit seiner Werke liegt eine außergewöhnliche Kraft. Neben nie zuvor gezeigten Arbeiten von Versailles zeigt die Einzelausstellung auch ausgewählte neue Arbeiten von Robert Polidori, die in Kuba und in den USA entstanden sind.

 

 

© Robert Polidori, Salle de l'Assemblé Constituante, Salles des Peintures XIXE Attique Chimay, Corps Central -
Attique  Chateau de Versailles, 2002

 

Der 1951 im kanadischen Montreal geborene Robert Polidori lebt in New York und Paris. Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem Deutschen Fotobuchpreis oder den Alfred-Eisenstaedt-Award gewürdigt. Robert Polidoris Arbeiten wurden nicht nur in zahlreichen Galerien, sondern auch in international renommierten Museen wie dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Musée d’Art Contemporain de Montréal und dem Martin-Gropius-Bau in Berlin gezeigt. Zudem sind zum umfangreichen Werk Robert Polidoris zahlreiche Publikationen erschienen, unter anderem der mit dem Liliane Bettencourt Prix de la Photographie ausgezeichnete, dreibändige Bildband »Parcours Muséologique Revisité« mit der monumentalen photographischen Dokumentation des Schloss Versailles.

 

© Robert Polidori, Darbanga Ghat, Viewed from the Boats Leading into the Ganga Varanasi,
Uttar Pradesh, India, 2003

 

CAMERA WORK, Kantstraße 149, Berlin

 

21.02.2015 - 31.05.2015
Seit den 1970er-Jahren hat Gerald Domenig ein umfangreiches Konvolut seiner Zeichnungen und Fotografien aufgebaut. Mit über 100 Fotografien und 144 Zeichnungen präsentiert die Ausstellung im MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main eine Auswahl seines Werkes, das sich sowohl durch eine thematische Offenheit als auch eine formale Strenge auszeichnet. 21.2. – 31. 5. 2015
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Gerald Domenig
Seit den 1970er-Jahren hat Gerald Domenig ein umfangreiches Konvolut seiner Zeichnungen und Fotografien aufgebaut. Mit über 100 Fotografien und 144 Zeichnungen präsentiert die Ausstellung im MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main eine Auswahl seines Werkes, das sich sowohl durch eine thematische Offenheit als auch eine formale Strenge auszeichnet. 21.2. – 31. 5. 2015

Gerald Domenig, Ausstellungsansicht MMK 1
© Gerald Domenig, Foto / photo: Axel Schneider




Der in Frankfurt lebende Domenig, geboren 1953 in Villach, Österreich, studierte von 1972 bis 1973 an der Kunstakademie in Düsseldorf und von 1974 bis 1978 an der Städelschule in Frankfurt am Main. Seine bevorzugten Medien sind die Bleistiftzeichnung und die Fotografie. 1976 initiierte Gerald Domenig die Fotografie an der Städelschule und hatte auf nachfolgende Studentengenerationen als Künstler und Fotograf großen Einfluss. Kasper König lud ihn 1988 zusammen mit Franz West für eine Doppelausstellung in den Portikus ein.
Im Laufe der Präsentation im MMK 1 werden die ausgestellten Zeichnungen vom Künstler immer wieder neu geordnet. Domenig zufolge gelingt ihm diese Arbeit im Museum besser als in seinem Atelier, denn „das Museum ist die einzige Institution neben dem Gefängnis, die dafür in Frage kommt, letztlich die einzige, weil die Gefängniszelle noch weniger Platz bietet als das Atelier", so Gerald Domenig.

 

Gerald Domenig, ohne Titel, o.J.v © Gerald Domenig

 



In seinen Fotografien untersucht Domenig die Veränderung, die das Motiv durch die Fotokamera erfährt. Das Motiv muss dabei nicht spektakulär sein, sondern für den Künstler das Potential haben, in ein Bild verwandelbar zu sein. „Es geht Domenig nicht um den Vergleich zwischen dem Motiv und seinem Abbild, sondern vielmehr um die Herstellung eines Bildes, das für sich besteht. Natürlich können Dinge erkannt und benannt werden. Sie sind aber nur soweit von Bedeutung, als sie Elemente eines innerbildlichen Spiels sind. Dabei sind die Bildelemente von noch größerer Bedeutung, die nicht zuordenbar sind, die ‘flirren‘ und sich der Eindeutigkeit entziehen“, sagt Kurator Klaus Görner.

 

Gerald Domenig, ohne Titel, o.J.v © Gerald Domenig



Im Werk Domenigs gibt es einige Motive und Plätze, zu denen der Künstler immer wieder zurückkehrt. Der fotografische Teil der Ausstellung ist durch solche Zentren gegliedert. Es gibt die Reihen der "Mäntel", der "Häuserecken und -fassaden", die "Klamm", die Autos, und Bilder, die im weitesten Sinne als Stillleben bezeichnet werden können. Viele dieser Orte liegen ganz in der Nähe seiner Wohnung, andere sind Gegenden in Österreich, die er aus seiner Kindheit kennt. Neben der Variation der Orte, variiert Domenig auch die Abzüge seiner Fotos: Für ihn wichtige Bilder vergrößert er immer wieder neu, wechselt die Fotopapiere oder deckt Teile des Negativs ab. Andere werden als Drucke in sehr großen Formaten hergestellt. Diese Verfahren machen deutlich, dass es ihm um die Bilder geht und nicht so sehr um die Referenz zum Motiv.

Museum für Moderne Kunst, Domstraße 10, Frankfurt am Main

 

20.02.2015 - 06.05.2015
Fotoausstellung Bochum . Bäume sind das zentrale Bildthema der Ausstellung in der die Galerie m Bochum Arbeiten der Düsseldorfer Fotografin Simone Nieweg zeigt Vom 20. Februar bis zum 6. Mai 2015
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Simone Nieweg - Bäume
Fotoausstellung Bochum . Bäume sind das zentrale Bildthema der Ausstellung in der die Galerie m Bochum Arbeiten der Düsseldorfer Fotografin Simone Nieweg zeigt Vom 20. Februar bis zum 6. Mai 2015

 

© Simone Nieweg, Holterhöfe, Krefeld, 2013 Courtesy Galerie m Bochum

 


Bäume sind ein Sujet, das in Simone  Niewegs Werkgruppen wiederholt vorkommt. Die 1962 in Bielefeld geborene Fotografin zeigt präzise komponierte Landschaften, Gärten, Äcker, Felder oder Gartenkonstruktionen. Der Baum findet sich innerhalb dieser ruralen Naturdarstellungen in der vom Menschen genutzten Peripherie als vielgestaltiges Motiv wieder.

 

© Simone Nieweg, Wallnussbaum, Willich Niederheide, 1991 Courtesy Galerie m Bochum


Dicht bewachsene Waldstücke, formatfüllende Weiden oder gestaffelte Obstbäume sind in der Ausstellung als Groß- und Kleinformate zu sehen. Mal tritt eine entlaubte Krone als flächendeckende, rasterhafte All-Over-Struktur ins Bild. Auf anderen Fotografien rahmen einzelne Bäume am Bildrand den Ausblick auf weitläufige Landschaften und verstärken die Illusion von Raumtiefe wie klassische Repoussoirs in der Malerei.

 

© Simone Nieweg, Zitronen und Avocado Courtesy, Hollywood, Kalifornien, 1013 Courtesy  Galerie m Bochum

 

Galerie M Bochum, Schlossstr. 1a, Bochum

19.02.2015 - 12.04.2015
Fotoausstellung Berlin . Ungewöhnlich dass ein Fotoschatz von geschätzten 150.000 Aufnahmen erst nach dem Tod seiner Schöpferin den Weg an die Öffentlichkeit findet. Vivian Maier hat sogar einen Großteil ihrer Fotografien selbst nie gesehen, denn sie dämmerten unentwickelt ihrer Entdeckung entgegen. Bei einer Zwangsversteigerung wurde das Werk entdeckt und machte posthum Vivian Maier zu einer der wichtigsten, amerikanischen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Jetzt zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus zum ersten Mal in Deutschland eine Auswahl von 120 Werken. 19. Februar bis 12. April 2015
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Vivian Maier - Street Photographer
Fotoausstellung Berlin . Ungewöhnlich dass ein Fotoschatz von geschätzten 150.000 Aufnahmen erst nach dem Tod seiner Schöpferin den Weg an die Öffentlichkeit findet. Vivian Maier hat sogar einen Großteil ihrer Fotografien selbst nie gesehen, denn sie dämmerten unentwickelt ihrer Entdeckung entgegen. Bei einer Zwangsversteigerung wurde das Werk entdeckt und machte posthum Vivian Maier zu einer der wichtigsten, amerikanischen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Jetzt zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus zum ersten Mal in Deutschland eine Auswahl von 120 Werken. 19. Februar bis 12. April 2015

 

Selbstporträt Vivian Maier, 1955 New York © Vivian Maier/Maloof Collection, Courtesy Howard Greenberg Gallery, NY

 

 

In New York am 1. Februar 1926 als Ki nd europäischer Einwanderer geboren, arbeitete Vivian Maier 40 Jahre als Kindermädchen in Chicago. Ihre Leidenschaft aber galt der Fotografie. Sie fing mit einer Rolleiflex-Kamera, später mit einer Leica IIIc, das urbane Leben auf den Straßen New Yorks und Chicagos ein. So entstanden eindringliche Porträtstudien. Der Betrachter von heute erlebt nicht nur die Passanten von damals, sondern erhält ganz nebenbei einen Einblick in die Wohn- und Lebensverhältnisse, den Alltag der Großstadt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

 

New York Public Library, New York, ca. 1952
© Vivian Maier/Maloof Collection, Courtesy Howard Greenberg Gallery, NY


 

Aber Vivian Maier hat zeitlebens niemandem ihre auf über 150.000 geschätzten Aufnahmen gezeigt und einen Großteil ihres Werks selbst nie gesehen. Einige tausend unentwickelte Filmrollen fanden sich neben Vintages und Negativen 2007 in der Zwangsversteigerungsmasse, die von drei Höchstbietenden erworben wurde. Während Vivian Maier 2009 verarmt starb, erfreut sich ihr Werk unter Sammlern größter Beliebtheit.  Vivian Maiers fotografischer Blick von damals fasziniert noch heute. Eine Spurensuche hat begonnen.

 

 

16. Mai 1957, Chicago © Vivian Maier/Maloof Collection, Courtesy Howard Greenberg Gallery, NY


 

Willy-Brandt-Haus, Stresemannstraße 28, Berlin

 

18.02.2015 - 19.04.2015
Fotoausstellung Wien . Es gibt wohl kaum einen Fotografen der so viele Berühmtheiten vor seiner Kamera hatte wie Edward Steichen, Das Fotomuseum WestLicht widmet ihm als einem der großen Fotopioniere des 20. Jahrhunderts der die Mode- und Magazinfotografie revolutionierte, eine Ausstellung. 18.2. bis 19.4.2015
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Edward Steichen High Fashion
Fotoausstellung Wien . Es gibt wohl kaum einen Fotografen der so viele Berühmtheiten vor seiner Kamera hatte wie Edward Steichen, Das Fotomuseum WestLicht widmet ihm als einem der großen Fotopioniere des 20. Jahrhunderts der die Mode- und Magazinfotografie revolutionierte, eine Ausstellung. 18.2. bis 19.4.2015

Edward Steichen: Actree Gloria Swanson, 1924 Courtesy Condé Nast Archive
© 1924 Condé Nast Publications

 

 

In den Jahren von 1923 bis 1937 war Edward Steichen Cheffotograf des Condé Nast Verlags. Rund 200 seltene Vintage-Prints aus dem Condé Nast Archiv führen das eindrucksvoll vor Augen. Für Vogue und Vanity Fair fotografiert er unter anderem Greta Garbo, Marlene Dietrich, Winston Churchill, Katherine Hepburn, Charlie Chaplin, Joan Crawford, Gloria Swanson, Cecil B. De Mille, George Gershwin, Fred Astaire, Gary Cooper, Maurice Chevalier.

 

 

Edward Steichen: Marlene Dietrich, 1934 Courtesy Condé Nast Archive
© 1934 Condé Nast Publications

 

 

Schon in den Anfängen seiner Karriere gehörte Edward Steichen zu den wichtigsten Vertretern des Piktorialismus, einer vom Impressionismus beeinflussten Strömung, die mit Edeldruckverfahren die Fotografie als vollwertiges künstlerisches Ausdrucksmedium der Malerei an die Seite zu stellen suchte. Während des Ersten Weltkriegs etablierte sich Edward Steichen als Vorreiter einer sachlichen Fotografie. 1923 trat er dann als Cheffotograf von Vogue und Vanity Fair eine Stelle an, die zu den renommiertesten im Bereich der kommerziellen Fotografie zählte. In den kommenden 15 Jahren setzte er gänzlich neue Maßstäbe in diesem Metier. Für die Condé Nast Magazine fotografierte Steichen die bekanntesten Persönlichkeiten aus Film, Theater, Musik, Literatur, Journalismus, Tanz, Sport und Politik, vor allem aber auch die Kreationen der Haute Couture, und schuf so ein einzigartiges Oeuvre. Selbstbewusst setze er durch, dass seine Arbeiten nur unter Nennung seines Namens, als Autorenfotografie, publiziert werden durften.

 

 

Edward Steichen: Schauspieler Gary Cooper, 1930 Courtesy Mathieu Humery Collection
© 1930 Condé Nast Publications

 

Edward Steichen verzichtete dabei, anders als etwa Man Ray und Erwin Blumenfeld, auf avantgardistische Stilelemente und ließ die künstlerischen Einflüsse seines Frühwerks wie Impressionismus, Jugendstil und Symbolismus hinter sich. Er entwickelte eine ganz neuartige professionelle Bildsprache, die sich weltmännisch, elegant und mit oft unterkühlter Erotik ganz im Geist des Art déco präsentierte. Wie auf einem Filmset arbeitete er dabei mit einem großen Team von Mitarbeitern, das für Bühnenaufbau und Ausleuchtung, Styling und Makeup verantwortlich war. Steichen komponierte bildnishaft, dekorativ verfremdend, schnappschussartig oder nüchtern realistisch. Das am Modell wie an einer Modepuppe drapierte Kleid hatte bei ihm ausgedient. Er arrangierte Situationen, inszenierte Settings, in denen die Persönlichkeit des Modells in den Mittelpunkt gerückt wurde. 

 

Edward Steichen: Marion Morehouse und ein unbekanntes Modell in der Mode von Vionnet 1930
Courtesy Condé Nast Archive © 1030 Condé Nast Publications

 

Eine Ausstellung der Foundation for the Exhibition of Photography Minneapolis/New York City/Paris/Lausanne, in Kooperation mit WestLicht. Schauplatz für Fotografie

Edward Steichen wurde 1879 in Luxemburg geboren. Im Alter von zwei Jahren wanderte seine Familie in die USA aus. Von 1894 bis 1898 studierte er Kunst in Milwaukee, von 1906 bis 1914 ging er zum Studium der Malerei nach Paris. Als Fotograf war Steichen Autodidakt. 1905 gründete er gemeinsam mit Alfred Stieglitz, der ihn schon früh als Fotograf förderte, in New York die „Little Galleries of the Photo-Secession“, auch „291“ genannt. Hier wurden neben Fotografien auch Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse oder Paul Cézanne ausgestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Edward Steichen Direktor der fotografischen Abteilung des New Yorker Museum of Modern Art und kuratierte die berühmt gewordene Fotoausstellung The Family of Man (1955). Im März 1973 starb Edward Steichen wenige Tage vor seinem 94. Geburtstag. 

 

 

Die Ausstellung wird ergänzt durch eine zeitgenössische Intervention der in Wien lebenden Künstlerin Caroline Heider (*1978). In ihren Arbeiten greift sie vorgefundenes Bildmaterial auf und macht sich dieses vermittels vielfältiger Strategien zu eigen – so auch Modefotografien aus der Vogue der Steichen Ära, die sie reproduziert und mit wenigen Knicken zu unwahrscheinlichen Körpern formt. Heiders Aneignungen hinterfragen die gängigen Modi der Repräsentation. Durch das Schichten der Faltung kommt Disparates zur Deckung, stülpen sich Peripherien ins Zentrum, verschwinden Blicke im Verborgenen.

 

WestLicht Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, Wien

 

 

 

13.02.2015 - 28.04.2015
Fotoausstellung München. Dem Münchner Komiker Karl Valentin hätte sie sicher gefallen – die Sicht von München wie sie Herbert Becke in seinen Fotografien zeigt – bodenständig aus der Perspektive wie sie zum Beispiel eine Maus hat. Passenderweise werden die Fotos jetzt im Valentin-Karlstadt Musäum ausgestellt. 13. Februar bis 28. April 2015
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Herbert Becke - M... aus der Sicht der PerspekTIEFE
Fotoausstellung München. Dem Münchner Komiker Karl Valentin hätte sie sicher gefallen – die Sicht von München wie sie Herbert Becke in seinen Fotografien zeigt – bodenständig aus der Perspektive wie sie zum Beispiel eine Maus hat. Passenderweise werden die Fotos jetzt im Valentin-Karlstadt Musäum ausgestellt. 13. Februar bis 28. April 2015

 

 

 

 

„Das "M" steht für München, aber auch für die (Sicht) der Maus - ‚Sicht der PerspekTIEFE’ als etwas satirisch-(hinter)sinniger valentinesker Hinweis der ‚Perspektive der Sicht’ oder aber auch der ‚Sicht ohne einer Perspektive’? und die ‚PerspekTIEFE’ verstanden tatsächlich als Tiefe, weil überwiegend aufgenommen mit der Kamera unmittelbar auf dem Boden der Tatsachen.  Zudem TIEFE auf den Grund gehend, versuchen das Wesentliche zu zeigen, als Gegensatz zur reinen Oberfläche und der Oberflächlichkeit, hin zur Aussage eines Bildes“, das eine kleine Einführung  von Herbert Becke in seine Bilderwelt, die er mit den Worten des unvergesslichen Münchner Komikers Karl Valentin begleitet „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“.

 

 

 

Die meisten Fotos entstehen aus einer natürlichen Sichtweise, stehend, ca. 1,70 Meter über dem Erdboden. Die Perspektive des Projektes von Herbert Becke ist eine ganz andere. Es ist die Sicht von Kleinkindern, Hunden oder einer Maus bzw. noch tiefer; auf dem Boden, auf dem Untergrund, der täglich unser Laufsteg ist: "Fotos auf dem Boden der Realität“.

 

 

 

Becke hat seine Heimatstadt München mehrere Jahre lang aus ganz speziellen Perspektiven fotografiert. Aus dieser Sichtweise sind völlig unbekannte Bilder von zum Teil ganz bekannten Motiven entstanden. Winzig kleine Dinge werden auf seinen Bildern auf einmal riesengroß und bedeutend. Oder es "konkurriert" ein überdimensionaler Kanaldeckel mit dem wunderbaren Schloss Nymphenburg. Wie sieht ein Krabbelkind eine Dogge? Wenn ein Turnschuh Augen hätte, was würde er am U-Bahnhof am Marienplatz oder an der Münchner Freiheit sehen? In dieser Ausstellung kann man das alles erleben, ohne sich selbst auf den Boden legen zu müssen.

 

 

 

 

Der Münchner Komiker und Volksphilosoph Karl Valentin könnte zu den "bodenständigen" Fotos möglicherweise gesagt haben:  "Einige Dinge muss man eben aus der Sicht der Perspektive betrachten"

 

Herbert Becke ist in München geboren und aufgewachsen und hat in den vergangen Jahrzehnten in dieser Stadt so ziemlich "alles" fotografiert.

 

Herbert Becke

 

„Aber ich war mit meinen Ergebnissen nicht so hundertprozentig zufrieden. Es waren auch überwiegend nur Einzelbilder. Ich wollte mal eine abgerundete Bild-Geschichte erzählen, und dabei eine ganz spezielle Sichtweise von Anfang bis zum Ende durchhalten. So kam ich auf die Idee meine Heimatstadt "bodenständig" zu fotografieren. Ich habe mir dann konsequent vorgenommen, alle Motive aus der "PerspekTIEFE", also mit der Kamera unmittelbar auf dem "Boden der Realität" zu betrachten“; erklärt Herbert Becke. „Ich arrangiere meine Bilder nicht. Mein fotografisches Motto lautet: Es ist, wie es ist. Das Leben posiert nicht, es findet statt, und zwar auf "allen Ebenen. Diese Art des Fotografierens ist auch sehr kommunikativ. Wenn man sich an belebten öffentlichen Plätzen längere Zeit auf dem Boden mit der Kamera beschäftigt, kommt man zwangsläufig mit den Menschen um sich herum in Kontakt, z.B. wird einem ‚Hilfe’ zum Aufstehen angeboten, die Leute fragen, ‚was machen Sie da?’ manchmal vorwurfsvoll, meist aber interessiert und freundlich, oder auch ‚nette Bekanntschaften’ mit dem unterschiedlichsten Sicherheitspersonal und den ‚Staatsgewalten’ entstehen (Überprüfung durch Zivilpolizei, wenn man am Boden vor Geldautomaten fotografisch aktiv ist, usw.). Fotografieren wird so zu einem kleinen Abenteuer und macht richtig Spaß.“

 

Herbert Becke war 33 Jahre lang Leiter der Volkshochschule LK-München-Nord, ist Fotodozent, Initiator und Leiter von „FotoArt Münchn“ und der Münchner Fototage. Er gründete 1977 den Fotoclub der Volkshochschule „CC77“.

Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem „Tassilopreis“ der Süddeutschen Zeitung ausgezeichnet.

www.derbecke.de

 

Der Fotograf Herbert Becke ist während der Ausstellungszeit jeden Samstag von 16:30 Uhr bis 17:30 Uhr im Valentin-Musäum anwesend.

 

"Valentin-Karlstadt-Musäum" im Isartor, Im Tal 50, München

 

 

13.02.2015 - 06.09.2015
Ausstellung Hamburg MKG Museum für Kunst und Gewerbe . Tattoos sind weit mehr als ein Massenphänomen und kultiges Modeaccessoire. Sie erzählen persönliche Geschichten, schaffen Identität und Zugehörigkeit, schmücken, heilen und schützen, faszinieren oder stoßen ab. Die Ausstellung Tattoo zeigt mit Fotografien, Farbholz­schnitte, Gemälde und Skulpturen, Videoarbeiten und Audioinstallationen sowie Vorlageschablonen und historische Hautpräparate erstmals das breite Spektrum dieser alten und noch immer sehr lebendigen Kulturtechnik im Fokus von Kunst und Design. 13.2. bis 6.9.2014
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Tattoo
Ausstellung Hamburg MKG Museum für Kunst und Gewerbe . Tattoos sind weit mehr als ein Massenphänomen und kultiges Modeaccessoire. Sie erzählen persönliche Geschichten, schaffen Identität und Zugehörigkeit, schmücken, heilen und schützen, faszinieren oder stoßen ab. Die Ausstellung Tattoo zeigt mit Fotografien, Farbholz­schnitte, Gemälde und Skulpturen, Videoarbeiten und Audioinstallationen sowie Vorlageschablonen und historische Hautpräparate erstmals das breite Spektrum dieser alten und noch immer sehr lebendigen Kulturtechnik im Fokus von Kunst und Design. 13.2. bis 6.9.2014

Porträt von Maud Stevens Wagner, Tattoo Künstlerin, USA, 1877-1961
Foto: Library of Congress, Washington

 

 

Ein Schwer­punkt der Ausstellung liegt auf der wechselseitigen Beeinflussung von Kunst, traditioneller Tätowierpraxis und visueller Gestaltung. Tattoo zeigt über 250 Arbeiten aus dem späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart: Darunter Fotografien, Farbholz­schnitte, Gemälde und Skulpturen, Videoarbeiten und Audioinstallationen sowie Vorlageschablonen und historische Hautpräparate. Tätowiergeräte von einfachen Naturwerkzeugen bis zu filigranen Präzisionsmaschinen, Farben und Pig­mente vermitteln ein Bild von der handwerklichen Praxis. Mit der Schau blickt das MKG auch zurück auf die traditions­reiche Geschichte der Hamburger Tattoo-Szene, deren Wiege im Hafenmilieu des späten 19. Jahrhunderts zu finden ist. Bisher unveröffentlichte historische Fotografien dokumentieren die typischen Tätowierungen der Hamburger Arbeiter­schaft um 1890. Tattoo-Legenden wie Christian Warlich („der König der Tätowierer“) und Herbert Hoffmann stehen für eine vielfältige und ausdrucksstarke Kunstform, die immer neue gestalterische Experimente hervorbringt. Einen Einblick geben Arbeiten lokaler Tattoo-Künstler, die sich von der Sammlung des Museums inspirieren ließen. Eine Videoprojekti­on zeigt zahlreiche Arbeiten renommierter Tätowier und Tätowiererinnen aus der aktuellen internationalen Szene, die sich durch eine Vielfalt an Stilrichtungen und neuen künstlerischen Bewegungen auszeichnet.

 

El Gangster de Iberia, San Salvadore, 2008. Der Bandenkrieg der Mara Salvatrucha in El Salvador.
Foto Christian Poveda © Christian Poveda / Agence VU

 

 

Weltweit nutzen viele Kulturen die menschliche Haut als Bildträger. Die Tradition der Tätowierung gehört zu den frühen Kunstformen und ältesten Handwerkspraktiken. Sie prägt heute noch das Alltagsbild. Die Ausstellung stellt ausgewählte Beispiele vor. Die Gesichtstätowierungen der Chin-Frauen in Birma etwa sind Teil eines Rituals, das den Übergang von der Kindheit zur Welt der Erwachsenen markiert. Mit Hilfe von Dornen oder Nadeln bringen Tätowiererinnen Muster in die Haut ein, die sich von Familienclan zu Familienclan unterscheiden. Auch die neuseeländischen Gesichtstätowierungen der Maori, geben Auskunft über die Familienzugehörigkeit und soziale Stellung der Person. Jede Gesichtspartie ist bestimmten Informationen vorbehalten, so zeugt eine Tätowierung der Stirnmitte etwa von einem hohen Status. In Thailand sind sakrale Tätowierungen – Sak Yant genannt – weit verbrei­tet. Sie sollen ihre Träger vor Unglück bewahren und sie unterstützen, ein moralisch korrektes Leben zu führen. Tattoos haben auch in Japan eine lange Tradition, die erste Erwähnung stammt aus dem 3. Jahrhundert. Die Gestaltung folgt dabei einer besonderen Harmonie und Eleganz und zeichnet sich durch klar gegliederte Farbbereiche aus.

Num, gesegnete Fotografie, Thailand 2010, Sak Yant, Sakrale Tätowierungen, Thailand,
Foto Aroon Thaewchatturat © Aroon Thaewchatturat

 

 

Im 18. und 19. Jahrhundert prägen illustrierte Reiseberichte den Blick auf die fremden Kulturen in Übersee und wecken die Neugier für die damals exotischen Tätowierpraktiken. Das Wort Tattow aus dem polynesischen Sprachgebrauch findet Erwähnung in James Cooks Forschungsberichten über seine Expeditionen in die Südsee im 18. Jahrhundert. Durch die sehr beliebten frühen ethnografischen Zeichnungen und Sti­che sowie später folgende Fotografien erfolgt eine Popularisierung der modernen Tätowierung in der westlichen Welt. Die Kunst des Tätowierens steht anfangs oftmals für das erotisierte Fremde und eine magisch-mythische, von Kulten und Riten begleitete Welt. Tattoos erleben in Europa und in Amerika in der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg eine Blütezeit. So sind selbst die Angehörigen der amerikanischen Oberschicht und nahezu aller europäischen Fürstenhäuser – einschließ­lich des Deutschen Kaiserhauses – tätowiert. In dieser Zeit gilt diese Form des Körperschmucks als Ausdruck von gutem Geschmack. Im 19. Jahrhundert bildet sich aber vor allem im Bürgertum eine ambivalente Haltung gegenüber der Täto­wierung heraus. Faszination und Ablehnung liegen in der westlichen Tattoo-Geschichte folglich eng beieinander und begründen den Doppelcharakter der Tätowierung als Stigma und Auszeichnung.

Durch die Verbreitung des Tätowierens in verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und Gruppierungen vervielfältigen sich im letzten Jahrhundert die Funktionen und Bedeutungen des Tattoos. Vor allem die Doppeldeutigkeit von Stigma und Auszeichnung zeigt sich symptomatisch im milieuspezifischen Umgang mit Tätowie­rungen. Während Seeleute und Soldaten mit exotischen Bildmotiven ihre Reisetätigkeit dokumentieren, entwickeln sich im kriminellen Milieu Tätowierungen regelrecht zu Erkennungszeichen. Im Kontext der aufkommenden Fahndungsfoto­grafie erlangen sie bereits Anfang des 20. Jahrhunderts als erkennungsdienstliches Identifikationsmerkmal besondere Bedeutung. In russischen Gefangenenlagern werden im späten 19. Jahrhundert Tätowierungen und Brandmarkungen systematisch von staatlicher Seite eingesetzt, um Straftäter zu kennzeichnen.

 

Japanese Tattoo, 1880-1890, Albuminpapier, handkoloriert , 27 x 21 cm
© Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

 

 

Ein weiterer Aspekt der Ausstellung widmet sich mit zahlreichen Objekten dem Verhältnis von Frauen und Tattoos. Historische Fotografien zeigen schlaglichtartig die wechselhafte Geschichte von der Ausstellung stark tätowierter weiblicher Körper als Jahrmarktattraktion in den 1920er Jahren bis zu den Glamourgirls in den Varie­tés der 1960er Jahre. Schließlich stellt sie auch ausgewählte Pionierinnen vor, die sich selbstbestimmt in dem von Män­nern dominierten Bereich behaupteten. Frauen sind mittlerweile nicht mehr aus der Tattoo-Kultur wegzudenken und spielen als Künstlerinnen eine wichtige Rolle in der zeitgenössischen Szene.

Das komplexe Bedeutungsspektrum spielt auch in der zeitgenössischen Kunst eine große Rolle. So beschäftigt sich etwa die Japanerin Fumie Sasabuchi in ihren skulpturalen und fotografischen Arbei­ten mit dem Wechselspiel zwischen traditionellen Tattoo-Motiven der japanischen Yakuza und der Ästhetik westlicher Massenkultur. Auch Enrique Martys Skulpturen aus der Serie Art is Dangerous greifen auf die Yakuza-Ikonografie zu­rück, um in Verbindung mit der grotesken Anmutung der Figuren ironische Fragen nach der Rolle der Kunst und der Bedeutung von Tätowierungen aufzuwerfen. Der spanische Konzeptkünstler Santiago Sierra thematisiert in seiner filmi­schen Arbeit die Tätowierung aus gesellschafts-und kapitalismuskritischer Sicht. Er bezahlte Angehörige sozialer Rand­gruppen dafür, sich in einer Performance eine durchgehende Linie auf den Rücken tätowieren zu lassen. Mit der bewusst unsauber gesetzten Linienführung verweist er auf deren prekäre Stellung und die damit verbundene gesellschaftliche Stigmatisierung.

Tattoo ist eine Produktion des Gewerbemuseum Winterthur, Schweiz, kuratiert von Susanna Kumschick, und wird erstmals in Deutschland gezeigt.

Für die Ausstellung im MKG entsteht ein vielfältiges Rahmenprogramm in Zusammenarbeit mit Hamburger Tätowie­rer/innen und Grafikdesigner/innen. Es erscheint ein kostenloses 36-seitiges Booklet in Deutsch und Englisch

 

Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Hamburg

 

13.02.2015 - 02.05.2015
Fotoausstellung Wien "Just the two of us" heißt das Fotoprojekt, von Klaus Pichler: Da sitzt ein Büroangestellter als Einhorn in der Badewanne, oder ein Außerirdischer ist vor der Spülmaschine in seiner Einbauküche gelandet. Zu sehen bei AnzenbergerGallery. 13. Februar bis 2. Mai 2015
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Klaus Pichler - „Just the two of us“ und andere Arbeiten
Fotoausstellung Wien "Just the two of us" heißt das Fotoprojekt, von Klaus Pichler: Da sitzt ein Büroangestellter als Einhorn in der Badewanne, oder ein Außerirdischer ist vor der Spülmaschine in seiner Einbauküche gelandet. Zu sehen bei AnzenbergerGallery. 13. Februar bis 2. Mai 2015



Es sind österreichische Kostüm-Enthusiasten, die Klaus Pichler fotografisch porträtiert: Menschen, die aus ihrem alltägliches Selbst schlüpfen und sich durch die Verkleidung in Fabelwesen erreichen.
Klaus Pichler ist fasziniert von dem Persönlichkeitswechsel, der mit der Verwandlung durch die Kostümierung einhergeht. Durch die Verkleidung schaffen sich die Menschen eine zweite Haut, ein Alter Ego oder zweites Ich, das von außen mit anderen Augen wahrgenommen wird.

 

 

 

Für seine Fotoserie hat sich Klaus Pichler auf die Suche nach verschiedensten Traditionen gemacht, in denen die Verkleidung eine Rolle spielt, und die Menschen, die diese Traditionen leben, in ihren eigenen vier Wänden porträtiert. Egal ob Cosplayer, Furry, Live- Rollenspieler, Star Wars-Fan, Krampus oder Ritter, 'Just the two of us' beschäftigt sich mit beidem: mit der Verkleidung und dem Menschen darunter.

 

Im zweiten Raum der Galerie werden Werke aus Klaus Pichler's anderen Serien 

Skeletons in the Closet, One Third und Dust gezeigt.

 

 

AnzenbergerGallery, Absberggasse 27, Wien

 

 

 

12.02.2015 - 12.04.2015
Fotoausstellung Hannover. GAF stellt die berührenden Bilder der Fotografin und Pulitzer-Preisträgerin Anja Niedringhaus vor. Die Fotografin, die im letzten Jahr einem Attentat zum Opfer fiel, hat die Schrecknisse des Krieges nicht in markschreierischer Weise dargestellt, sondern meist in Motiven die ohne Blut und Gewalt auskommen. 12.2. bis 12.4. 2015
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Anja Niedringhaus – Bilder vom Krieg
Fotoausstellung Hannover. GAF stellt die berührenden Bilder der Fotografin und Pulitzer-Preisträgerin Anja Niedringhaus vor. Die Fotografin, die im letzten Jahr einem Attentat zum Opfer fiel, hat die Schrecknisse des Krieges nicht in markschreierischer Weise dargestellt, sondern meist in Motiven die ohne Blut und Gewalt auskommen. 12.2. bis 12.4. 2015

 

Fallujah Irak, 14. November 2004 Ein U.S. Marine der 1st Division trägt sein Maskottchen in seinem Rucksack.
AP Photo/Anja Niedringhaus Aus dem 2005 Pulitzer Prize ausgezeichneten Portfolio von AP Fotografen.

 

 

Am 4. April 2014 ist die deutsche Fotografin Anja Niedringhaus bei einem Attentat auf sie und ihre Kollegin Kathy Gannon in Afghanistan ums Leben gekommen. Es waren vor allem die Bilder aus den Krisengebieten wie Kosovo, Kroatien, Serbien, Bosnien, Irak, Afghanistan, Kuwait, Libyen und Israel, die sie berühmt gemacht haben.

 

Kandahar, Afghanistan 20. April, 2013 In einem Interview erzählt Masooma von einem Überfall der ein Jahr zurückliegt bei dem U.S. Soldaten 16 Menschen töteten unter anderem ihrem Ehmann. AP Photo/Anja Niedringhaus

 

 

Dabei ging es ihr nie um die reine Kriegsillustration. Vielmehr standen vor allem die Opfer der Kriege im Fokus ihrer Bilder. Die Verletzten, die Geschundenen, die Trauernden, die Hinterbliebenen. Aber auch den Soldaten, in denen sie ebenfalls Opfer der Kriege sah, begegnete sie mit humanistischem Respekt. Selbst in den schwierigsten und gefährlichsten Situationen war Anja Niedringhaus auf der Suche nach dem Menschlichen, getrieben von dem Glauben an den Sinn ihrer Arbeit. Die Bilder, die dabei entstanden, unterscheiden sich von vielen anderen Kriegsbildern. Sie sind ehrlich und gerade. Auf jede Form fotografischer Effekthascherei hat sie in ihrer Fotografie verzichtet, simplifizierende Bilder vermieden.

 

Salavat, südwestlich von Kandahar, Afghanistan 11. September, 2010 Ein kanadischer Soldat ddes 1st RCR Battle Group, The Royal Canadian Regiment, jagt ein Huhn wenige Sekunden bevor er und seine Enheit mit Granaten angegriffen werden. AP Photo/Anja Niedringhaus, File

 

Die Ausstellung ist mit Unterstützung der Associated Press und Michael Ebert entstanden.

 

 

Galerie für Fotografie in Hannover (GAF) Seilerstraße 15d, Hannover

 

 

 

08.02.2015 - 03.05.2015
Fotoausstellung Oberhausen . Den in Münster 1923 geborenen Rudolf Holtappel stellt die Ludwiggalerie vor. Feine Beobachtungsgabe zeichnet seine Motive aus, der zum einen einen Schatz mit Bildern der Region geschaffen hat, aber auch andere Themen wie die Theaterfotografie haben sein Interesse gefunden. Bis 3. Mai 2015
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Rudolf Holtappel – Augenzwinkern Fotografie
Fotoausstellung Oberhausen . Den in Münster 1923 geborenen Rudolf Holtappel stellt die Ludwiggalerie vor. Feine Beobachtungsgabe zeichnet seine Motive aus, der zum einen einen Schatz mit Bildern der Region geschaffen hat, aber auch andere Themen wie die Theaterfotografie haben sein Interesse gefunden. Bis 3. Mai 2015

 

 

Jugend-Europameisterschaften, Duisburg 1988 © Rudolf Holtappel


 

Einem der großen Beobachter des 20. und frühen 21. Jahrhunderts ist die Ausstellung "Augenzwinkern Fotografie" gewidmet. De längste Zeit seines Lebens hat Rudolf Holtappel in Oberhausen verbracht und von hier aus das Ruhrgebiet und die Welt darüber hinaus mit der Kamera festgehalten. Holtappel ist einer der großen Chronisten der hiesigen Region. Doch hat er auch thematische Reihen geschaffen. Die Theaterfotografie war eines seiner zentralen Themen, und auch die Welt des Kaufhauses – genauer gesagt des Karstadt- Kaufhauses – bildete einen ebensolchen Schwerpunkt.

 

 

Ruhrchemie, Oberhausen, 1970 © Rudolf Holtappel

 

Für Henkel arbeitete er jahrelang und machte vorrangig Industrieaufnahmen. Besonders haben ihn die Menschen interessiert, auch wenn zahlreiche seiner Architekturaufnahmen des Reviers heute zu Ikonen geworden sind. Mit einem Augenzwinkern näherte er sich den kleineren und größeren Schwächen und Stärken der Menschen, unseren Besonderheiten und manchmal auch Marotten. Bis ins hohe Alter hat er seine Liebe zur Fotografie verfolgen können. Dies hat ihm zahlreiche Ausstellungen und Preise eingebracht. Die Ausstellung vereint Bekanntes und Unbekannteres. Erstmals wird die letzte Serie des im November 2013 Verstorbenen zu den Übergängen und Ortsschildern der Ruhrgebietsstädte gezeigt.

 

 

Menschen im Revier, Am Hochofen A der Hoag Oberhausen, 1960 © Rudolf Holtappel

 

 

Publikation Zur Ausstellung erscheint ein Booklet mit einem Beitrag von Christine Vogt, 4,00 €

Die  Ausstellung  wird  gefördert  durch  die  Peter  und  Irene  Ludwig  Stiftung,  die Stadtsparkasse Oberhausen und WDR3.

 

 

Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, Oberhausen

 

07.02.2015 - 21.03.2015
Fotoausstellung Greifswald. Spannende Bildgeschichten in deren Mittelpunkt Frauen stehen, erzählt der Fotograf Vincent Leifer mit seinen Motiven, die inspiriert von dem Alten und Neuen Testament sind. Vorgestellt werden die Bilder in der Galerie STP. 7.2. bis 21.3.2015
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Vincent Leifer - Holy Tales
Fotoausstellung Greifswald. Spannende Bildgeschichten in deren Mittelpunkt Frauen stehen, erzählt der Fotograf Vincent Leifer mit seinen Motiven, die inspiriert von dem Alten und Neuen Testament sind. Vorgestellt werden die Bilder in der Galerie STP. 7.2. bis 21.3.2015

Vincent Leifer Hieronymus II, 2013/14

 

 

Der Fotograf Vincent Leifer mag Frauen. Bereits in den von ihm geschaffenen Mode-, Porträt-und Aktfotografien hat er ihre Schönheit und Stärke gepriesen. In seinenaktuellen, seit 2006 entstehenden, digitalen Bildschöpfungen werden sie nun erneutals selbstbewusste Wesen mit einer unübersehbaren erotischen Ausstrahlungdominant in den Mittelpunkt des Geschehens gestellt. Dabei spielt es keine Rolle, obsie das Bildgeschehen als Täterin („SALOME“ oder“ JAEL“), Opfer („Hieronymus“) oder gar für das Fortbestehen der Welt als Auserwählte („NOAH“) dominieren,­ihnen gehört unsere ganze Aufmerksamkeit. Die durch sie erzählten Bildgeschichtenerreichen Ausmaße biblischer Größe und tatsächlich hat sich der Fotograf, fasziniertvon der Vielgestaltigkeit und Wucht, der im Alten und Neuen Testament überlieferten Geschichten, inspirieren lassen und so“ SALOME“,“ JAEL“ und andere starkeFrauengestalten zu neuem Leben erweckt.

 

 

Vincent Leifer, Jael 2013/14

 

Fast beiläufig und ohne sichtbare innereBeteiligung tötet JAEL in Leifers Fassung den kanaanitischen Feldherren Sisera ausHazor. Dieser hatte nach einer verlorenen Schlacht gegen die Israeliten scheinbar Unterschlupf bei ihr gefunden. Tatsächlich fand er aber den Tod, denn die schöneFrau treibt dem, in der Originalfassung in einem Teppich versteckten Mann, miteinem Schmiedehammer einen Zeltpflock durch die Schläfe. Laut der Überlieferungverschaffte die Täterin ihrem Volk dadurch eine vierzig Jahre währende Friedenszeit.In der Neuverbildlichung dieser Tat durch den Fotografen, beschaut der Betrachter verwundert die Szenerie und schwankt zwischen Faszination und seltsamer Unberührtheit. Die Szenerie bleibt rätselhaft und der an die Gemälde des norddeutschen Romantikers Caspar David Friedrich erinnernde Nachthimmel und dieRuinenlandschaft verstärken den surrealen verfremdenden Eindruck noch. Das Unbestimmbare und Phantastische in Verbindung mit den seltsam zeitlos, unberührtund entrückt wirkenden Frauendarstellungen macht einen nicht unwesentlichen Teilder Wirkung der neuen fotografischen Kompositionen Vincent Leifers aus. Man merktihnen die Kenntnis der Theater-und Modewelt an. Mit Freude arrangiert er seineBildvisionen, die mit einem erheblichen organisatorischen und technischen Aufwandverbunden sind. Dabei nutzt er die Möglichkeiten der digitalen Fotografie. Szene für Szene werden die einzelnen Fragmente im Studio arrangiert, ausgeleuchtet undfotografiert und anschließend in aufwendiger Bildbearbeitung Orte, Landschaftenoder Objekte hinzugefügt. Deutlich werden auch seine Kenntnisse der Malerei Pieter Breughel des Älteren (ca.1520/25-1569) oder der von Hieronymus Bosch (1450­1516). Letzteren widmet er gar mit den Bildern „HIERONYMUS I und II“ eine Hommage, bei der er aus dessen Triptychon „Garten der Lüste“ zitiert. Unschwer erkennt man Boschs dämonische, tierköpfige Wesen, hässliche Gnome und Monster wieder, welche die Frauen bedrängen, ihrer Unversehrtheit und Reinheit aber scheinbar nichts anhaben könnten. In seinem Werk Chronica 21.3 stellt er in schockierender Detailgenauigkeit die Abgründe menschlichen Handelns dar. Der Einfluss aktueller Berichte aus Krisengebieten lässt sich nicht leugnen.Vincent Leifers neue Arbeiten „Holy Tales“ provozieren sicherlich durch die sinnlichenund teilweise gewagten Bildfindungen alter biblischer Geschichten, aber gleichzeitiggelingt es dem Fotografen dadurch, das Interesse an diesen vieldeutbarenGeschichten wachzuhalten und sie für ein neues gegenwärtiges Publikum zuerschließen.

 

Vincent Leifer, Salome, 2013/14

 

 

Galerie STP, Lange Straße 21, Greifswald

06.02.2015 - 21.03.2015
Fotoausstellung Salzburg . Zur Eröffnung ihrer neuen Räumlichkeiten bringt die Leica Galerie & Boutique in Salzburg die Ausstellung "Come Together - 50 Jahre Beatles in Obertauern". Gezeigt werden Bilder der Fotografen Christian Skein und Jim Marshall aus den wilden 60er Jahren, die unter anderem auch die Spaltung der Bevölkerung in Fans und Protestler gegen die Pilzköpfe zeigen. 6.2. bis 21.3.2015
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Come Together - 50 Jahre Beatles in Obertauern
Fotoausstellung Salzburg . Zur Eröffnung ihrer neuen Räumlichkeiten bringt die Leica Galerie & Boutique in Salzburg die Ausstellung "Come Together - 50 Jahre Beatles in Obertauern". Gezeigt werden Bilder der Fotografen Christian Skein und Jim Marshall aus den wilden 60er Jahren, die unter anderem auch die Spaltung der Bevölkerung in Fans und Protestler gegen die Pilzköpfe zeigen. 6.2. bis 21.3.2015

 

 Foto Christian Skrein

 

 

Die wilden 60er Jahe - die Zeit von Sex, Drugs and Rock'n Roll und die Zeit der Beatles, die damals ihren Film „Help!“ in Obertauern drehten. Der damals 19 jährige Christian Skrein war im März 1966 vor Ort und begleitete die Pilzköpfe bei ihren Dreharbeiten. Die dabei entstandenen Bilder gingen und gehen um die Welt. Insgesamt waren es  knapp 350 Aufnahmen von denen die Leica Galerie Salzburg ausgewählte Fotografien präsentiert.

 

Foto Christian Skrein

 

In den 1960er Jahren begann Christian Skrein seine Karriere als Fotoreporter. Schon bald avancierte er zum Starfotografen der Kunstszene und stieg schließlich zu einem international hoch geschätzten Künstlerporträtisten und Modefotografen auf. Gleichzeitig begann er, aus allen Teilen der Welt eine Fotosammlung zusammenzutragen, die sich vor allem auf Kunstfotografie konzentriert. Die „Skrein Photo Collection“ ist heute die größte private Sammlung weltweit.

 

 

The Beatles © Jim Marshall Photography LLC

 

 


 
Jim Marshall (1936-2010) ist einer der berühmtesten Fotografen die die Rock‘n‘Roll-Ära dokumentiert haben. Sein Werk ist das Who‘s Who der Rockgeschichte. Marshall‘s Bilder wirken authentisch und ungekünstelt, er bevorzugte natürliche Lichtquellen und war immer ganz nah bei den Musikern.


In unserer Ausstellung zeigen wir einzigartige Aufnahmen der Beatles, die um 1966 entstanden sind. Ob ihr letztes Konzert in San Francisco, bei dem er als einziger Fotograf anwesend sein durfte oder die Pilzköpfe beim Aussteigen eines Flugzeuges... Jim Marshall war mit seiner Kamera mittendrin statt nur dabei. Zu sehen sind Bilder, die die Charaktere der weltberühmten Vier gekonnt widerspiegeln. Beim Betrachten mancher Konzertfotografien erinnert man sich an die Melodien ihrer Welthits.

Die Bilder der Ausstellung können käuflich erworben werden.
 

Leica Galerie & Boutique Salzburg, Gaisbergstraße 12, Salzburg

 

 

06.02.2015 - 19.04.2015
Fotoausstellung Essen . Rund 150 Bilder zeigt das Museum Folkwang aus der Arbeit von Detlef Orlopp mit Bildern die sich ganz der plastischen Vielfalt von Landschaften und Gesichtern widmen. Bis 19. April 2015
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Detlef Orlopp - Nur die Nähe – auch die Ferne
Fotoausstellung Essen . Rund 150 Bilder zeigt das Museum Folkwang aus der Arbeit von Detlef Orlopp mit Bildern die sich ganz der plastischen Vielfalt von Landschaften und Gesichtern widmen. Bis 19. April 2015

Detlef Orlopp, Helene von Boch, 8.10.1963 © Detlef Orlopp

 

Seit nunmehr sechs Jahrzehnten entwickelt Detlef Orlopp (1937*) ein äußerst eigenständiges fotografisches Werk, das sich ganz der plastischen Vielfalt von Landschaften und Gesichtern widmet. Die nun kommende, erste umfassende Werkschau zeigt in rund 150 Fotografien die fortwährenden Grenzgänge dieses Fotografen zwischen seiner Arbeit am Bild und seiner Faszination am morphologischen Reichtum unserer Erde.

 

Detlef Orlopp, 22.9.2003 © Detlef Orlopp

 
Mitte der 1950er Jahre studierte Detlef Orlopp bei Otto Steinert an der Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken. Die experimentellen Methoden und bildnerischen Konzepte des Initiators der «subjektiven Fotografie» waren zunächst prägend für den jungen Fotografen. Doch bald schon entwickelte Orlopp konsequent eine fotografische Sichtweise, welche die Oberfläche von Landschaft zugleich in ein gestaltetes, und reduziertes Bild verwandelt, ohne jedoch den Bezug zum Gegenstand aufzugeben. Gebirgsformationen, Gletscher und Wasseroberflächen aber auch Gesichter gehören zu den immer wieder variierten Motivgruppen dieses Fotografen.
 
 
 
 

Detlef Orlopp, Kilian Breier in Ensheim, 1958 © Detlef Orlopp

 
 
 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in der Edition Folkwang / Steidl
 

Museum Folkwang, Goethestraße 41, Essen

05.02.2015 - 20.03.2015
Fotoausstellung Hamburg . Auf Reisen nach Russland und in die USA hat die belgische Fotografin Bieke Depoorter an vielen Stationen einen Blick in das Privatleben von Familien getan. Aus diesen Bildern ist die intime Fotoserie "I am About to Call it a Day" entstanden, die in der Freelens Galerie vorgestellt wird.
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Bieke Depoorter – I am About to Call it a Day
Fotoausstellung Hamburg . Auf Reisen nach Russland und in die USA hat die belgische Fotografin Bieke Depoorter an vielen Stationen einen Blick in das Privatleben von Familien getan. Aus diesen Bildern ist die intime Fotoserie "I am About to Call it a Day" entstanden, die in der Freelens Galerie vorgestellt wird.

© Bieke Depoorter / Magnum Photos

 

 
Ein Abenteuer und Experiment auf das sich nicht jeder einlassen würde: 2008 reist Bieke Depoorter mit der Transsibirischen Eisenbahn ohne ein Wort Russisch zu sprechen. Aber sie hat aber einen Zettel in der Tasche, den ihr ein Freund geschrieben hat. Darauf steht in russischer Sprache die höfliche Anfrage nach einem Schlafplatz. Tatsächlich lassen sich Menschen darauf ein, wenn die junge Fotografin an einer der Stationen aussteigt und den zufällig vorübergehenden Passanten das Papier unter die Nase hält. Aus dem Experiment entsteht eine viel beachtete, intime Fotoserie, eine zeitlich begrenzte Teilhabe und Einsicht in den geschützten Raum der Familie.

 

© Bieke Depoorter / Magnum Photos
 


Die Arbeit verschaffte ihr sofort den Durchbruch. Mit ähnlichem Ansatz hat sie das Wagnis ein zweites Mal auf sich genommen. Seit 2010 ist sie auf insgesamt 8 Reisen per Anhalterin durch die USA gereist. Wieder spricht sie Menschen auf der Straße an, die bereitwillig Unterkunft und Einblick gewähren. »I am About to Call it a Day« gibt eindrucksvoll Zeugnis über Depoorters Fähigkeit, in kurzer Zeit ein Vertrauensverhältnis zu anderen aufzubauen. Das zeigt sich nicht nur darin, dass die Leute der jungen Belgierin bereitwillig ihre Wohn- und Schlafgemächer öffnen, sondern sich völlig ungezwungen geben. Ein Paar umarmt sich im Bett. Familien sitzen einträchtig auf Sofas und starren auf TV-Apparate. Jugendliche liegen in ihren Zimmern und träumen vor sich hin. Sie alle stören sich nicht daran, wenn der Gast irgendwann die Kamera zieht. Depoorter beweist feines Gespür dafür, ob die Gelegenheit zum Fotografieren da ist. Meist ist es jener Moment, bevor man zu Bett geht. Dann halten die Menschen kurz inne und scheinen ganz bei sich selbst zu sein. Mit Verve hält die Fotografin in ihrer beeindruckenden Serie die Intensität der Kurzbegegnungen und das Intime des familiären Innenlebens fest. Aus den zufälligen Begegnungen erwächst für den Betrachter eine Qualität, die ihm nicht nur viel über die Akteure selbst, sondern auch über die politischen und sozialen Zusammenhänge, in denen diese leben, verrät.

 

© Bieke Depoorter / Magnum Photos


 
Bieke Depoorter (geb. 1986) wurde an der Kunstakademie in Gent fotografisch ausgebildet, wo sie 2009 ihren Abschluss machte. Im selben Jahr entstand die Serie »Ou Menya«, die viel Beachtung und mehrere Preise gewann (u.a. den »Magnum Expression Award«). Die Serie erschien als Buch und ist erfolgreich ausgestellt worden. Depoorter ist assoziiertes Mitglied der Agentur MAGNUM. Gerade erschien ihr brandneues Buch »I am About to Call it a Day« im Verlag Patrick Frey.

 

FREELENS Galerie , Steinhöft 5, Hamburg

05.02.2015 - 31.05.2015
Mit Formen des fiktionalen Erzählens in der zeitgenössischen Medienkunst beschäftigt sich die Ausstellung in der Pinakothek der Moderne und im Museum Brandhorst, eine Kooperation mit der Sammlung Goetz und Kino der Kunst 5.2. bis 31.5.2015
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Creating Realities - Begegnungen zwischen Kunst und Kino
Mit Formen des fiktionalen Erzählens in der zeitgenössischen Medienkunst beschäftigt sich die Ausstellung in der Pinakothek der Moderne und im Museum Brandhorst, eine Kooperation mit der Sammlung Goetz und Kino der Kunst 5.2. bis 31.5.2015

Yang Fudong, Lock Again | 2004, 1-Kanal-Videoprojektion (Farbe, Ton), 3 min.
Sammlung Goetz, München © Yang Fudong

 

 

Die Schenkung von 375 Arbeiten der Medienkunst aus der Sammlung Goetz an den Freistaat Bayern 2014 schließt eine Lücke in der bayerischen Museumslandschaft und fügt sich in die langjährige Tradition Münchens als bedeutender Film- und Medienstandort ein. Sie bietet vielfältige Perspektiven für Präsentationen in diesem zentralen Bereich der Gegenwartskunst. 2013 wurde erstmals das Kunstfilmfestival KINO DER KUNST ausgerichtet, das bereits bei seiner Premiere internationalen Anklang fand. Die zweite Ausgabe von KINO DER KUNST findet von 22. bis 26.04.2015 statt. 

 

 

Yang Fudong, Lock Again | 2004, 1-Kanal-Videoprojektion (Farbe, Ton), 3 min.
Sammlung Goetz, München © Yang Fudong

 

Schenkung und Festival bilden den Anlass für die breit angelegte Ausstellung »Creating Realities« in der Pinakothek der Moderne und im Museum Brandhorst. Die Ausstellung befasst sich mit Formen des fiktionalen Erzählens in der zeitgenössischen Medienkunst und nimmt damit auch das Thema des diesjährigen Festivals KINO DER KUNST auf. 

Präsentiert werden Werke von 17 Medienkünstler/innen, die in den 1960er- bis 1980er-Jahren geboren wurden. Diese Künstlergeneration setzt sich in ihrem Schaffen besonders intensiv mit Rezeption und Reflexion des Erzählkinos auseinander. Gezeigt werden Filme und mehrkanalige Filminstallationen mit fiktionalem Charakter und innovativer Erzählstruktur. Ihnen gemeinsam ist eine abgeschlossene, immersive Bildwelt sowie ein poetisches oder utopisches Potenzial.

 

Kapitel 1: A Question of Silence

05.02.-31.05.2015 | Pinakothek der Moderne
Arbeiten von Ulla von Brandenburg (D), Sven Johne (D), Jesper Just (DK), Sam Taylor-Wood (UK), Yang Fudong (CHN)

 

Kapitel 2: L’ellipse

10.03.-31.05.2015 | Pinakothek der Moderne
Arbeiten von Keren Cytter (IL), Omer Fast (IL), John Gerrard (IRL), Pierre Huyghe (F), Philipp Lachenmann (D), Clement Page (UK)

 

Kapitel 3: Neighbour’s Yard

16.04.-31.05.2015 | Pinakothek der Moderne
Arbeiten von Ed Atkins (UK), Brice Dellsperger (F), Bjørn Melhus (D), Ryan Trecartin (USA), Andro Wekua (GE)

 

Pinakothek der Moderne und Museum Brandhorst, Kunstareal, München

 

 

 

 

05.02.2015 - 05.03.2015
Fotoausstellung Düsseldorf . Bilder des chinesischen Neujahrsfestes hat Ute Hille fotografiert, die einen in eine fremde Welt entführen. Die Motive, die das Konfuzius Institut in Düsseldorf ausstellt, sind im Jahr des Drachen 2012 in Paris entstanden. 5.2. bis 5.3.2015
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Ute Hille - Chinesisches Neujahrsfest
Fotoausstellung Düsseldorf . Bilder des chinesischen Neujahrsfestes hat Ute Hille fotografiert, die einen in eine fremde Welt entführen. Die Motive, die das Konfuzius Institut in Düsseldorf ausstellt, sind im Jahr des Drachen 2012 in Paris entstanden. 5.2. bis 5.3.2015

 

 

Ute Hille zeigt Fotografien, die im öffentlichen Raum entstanden sind. Dreifachspieglung: Chinesen, die sich auf ihren Umzug zum chinesischen Neujahrsfest in Paris vorbereiten, von einer deutschen Fotografin gebannt, die Bilder werden im Konfuzius Institut Düsseldorf gezeigt. Spurensuche in einer globalisierten Welt. Als Betrachter sind wir verunsichert, ob es Profis sind, Darsteller der Peking Oper, wissen nicht, ob die Chinesen in Paris beheimatet sind oder Reisende. Die Porträtierten sind vereinzelt im Moment der Nähe, der Konzentration, Zeit und Ort ist gebannt im Kameraausschnitt.

 



Das Jahr des Drachens wird eingeläutet. Februar 2012 in Paris, vor dem Hotel de Ville im Marais- Viertel. Der alte chinesische Bauernkalender lässt das Neue Jahr seit 1645 am Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar beginnen. Der geflügelte, feuerspeiende Drache strotzt vor Lebenskraft und Tatendrang. Aus einem der Drachenköpfe des Fabeltiers taucht ein junger ganz in Rot gekleideter Chinese hervor – wie Jonas aus dem Walfischbauch. Der andere farbenfrohe Drachenkopf wartet noch auf den Einsatz.

Es herrscht verhaltene Neugier auf den eigentlichen Umzug, auf das Umherziehen und Zurückkommen zum Ursprungsort, auf Veränderung und Neubeginn.

Das Jahr der Schlange und das Jahr des Pferdes sind an uns vorübergezogen. Jetzt gilt es den Beginn des Jahres des Schafes zu erleben. Sanftmütig soll es sein, sensibel, scheu und kreativ und elegant.

Ute Hille ist viel unterwegs, die Kamera hat sie immer dabei. Sie ist neugierig und offen für das, was der Zufall bietet. Seit sie 2007 ein Jahr in Paris gewohnt hat, ist die Metropole ihr Refugium, ihre Wahlheimat. In ihrem Blog Lichtzeit Paris stellt sie ihre fotografischen Eindrücke vor: Paris in allen Facetten, Straßenleben, Schaufensterauslagen, Bistros, das Leben in den Parks.

„Sie schafft es, mit ihren Aufnahmen ein besonderes Verhältnis von Nähe und Respekt zu kreieren, das sehr selten ist. Ihr Auge ist präsent als nicht verletzendes, vielmehr teilnehmendes und Schönheit schaffendes Auge.“, bemerkt Anke Ames, Künstlerin und Musikerin.

Dazu passt, dass sich Ute Hilles Street Photography in den letzten Jahren verstärkt auf die Menschen konzentriert. Sie porträtiert die Parisiens, die fröhliche Cellistin, die müde Afrikanerin in der Metro, den Bäcker an seinem glühenden Ofen, die junge Frau im Café, zwischen Erwartung und Einsamkeit, das gelockte kleine, feine Mädchen. Der äthiopische Gaukler balanciert den Goldfisch im Aquarium auf dem Kopf. Aber auch der Flug der Kraniche vor den weißen Wolken wird hinter einem Zaun sichtbar.

 

 

Konfuzius-Institut Düsseldorf, Graf-Adolf-Str. 63, Düsseldorf

 

05.02.2015 - 17.05.2015
Fotoausstellung Bonn Die erste Einzelausstellung des amerikanischen Fotografen Larry Sultan in einem deutschen Museum zeigt das Kunstmuseum Bonn. In einem umfassenden, retrospektiven Blick wird das von Sultan gemeinsam mit Mike Mandel erarbeitete Frühwerk in mehreren Serien vorgestellt. Bis 17.5.2015
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Larry Sultan
Fotoausstellung Bonn Die erste Einzelausstellung des amerikanischen Fotografen Larry Sultan in einem deutschen Museum zeigt das Kunstmuseum Bonn. In einem umfassenden, retrospektiven Blick wird das von Sultan gemeinsam mit Mike Mandel erarbeitete Frühwerk in mehreren Serien vorgestellt. Bis 17.5.2015

Larry Sultan Sharon Wild, 2001 Aus der Serie The Valley
© The Estate of Larry Sultan, courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

 

Larry Sultan (1946–2009) ist in Deutschland bislang nur Kennern bekannt, zählt aber im amerikanischen Kunstdiskurs zu den zentralen Positionen der post-konzeptuellen Fotografie. Nachdem Sultan bereits 1977 zusammen mit Mike Mandel durch die medienkritische Serie Evidence einen ganz wichtigen Beitrag zur neueren Geschichte der Fotografie geliefert hatte, sorgte er zu Beginn des 21. Jahrhunderts erneut durch den Blick hinter die Kulissen der Pornoindustrie in der Reihe The Valley für großes Aufsehen.

 

Larry Sultan / Mike Mandel Ooh La La!, 1982 Aus der Serie Billboards
© Mike Mandel, The Estate of Larry Sultan, courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

 

Darüber hinaus werden auch exemplarische Fotografien aus den drei farbigen Bildreihen seines Spätwerks, Pictures from Home, The Valley und Homeland, zu sehen sein. Erstmals wird auch ein Beispiel aus der Reihe Billboards gezeigt, deren Motive ursprünglich in den 1970er-Jahren für den öffentlichen Raum entstanden sind.

 

Larry Sultan, Canal District San Rafael, aus der Serie Homeland, 2006;
© The Estate of Larry Sultan, courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

 

Der in Kooperation mit dem S.M.A.K. in Gent entstandene Katalog vermittelt mit zahlreichen Beiträgen einen umfassenden Überblick über das Werk von Larry Sultan.

 

Kunstmuseum Bonn, Museumsmeile, Friedrich-Ebert-Allee 2, Bonn

 

 

 

03.02.2015 - 19.04.2015
Fotoausstellung Hamburg . Die Motive der Blüten, Blätter und Zweige von Wilhelm Weimar vereinen botanisches Interesse, ansprechende Bildgestaltung und wahrheitsgetreue Darstellung und sind aber vor allen auch von einer gefangen-nehmenden Schönheit und Ästhetik. Die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe zeigt rund 40 Arbeiten und stellt ihnen Pflanzenfotografien von Constant Alexandre Famin , der Gebrüder Alinari sowie einer Vorlagenmappe für Kunstgewerbe des Verlegers Martin Gerlach gegenüber. Bis 19. April 2015
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Wilhelm Weimar Herbarium
Fotoausstellung Hamburg . Die Motive der Blüten, Blätter und Zweige von Wilhelm Weimar vereinen botanisches Interesse, ansprechende Bildgestaltung und wahrheitsgetreue Darstellung und sind aber vor allen auch von einer gefangen-nehmenden Schönheit und Ästhetik. Die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe zeigt rund 40 Arbeiten und stellt ihnen Pflanzenfotografien von Constant Alexandre Famin , der Gebrüder Alinari sowie einer Vorlagenmappe für Kunstgewerbe des Verlegers Martin Gerlach gegenüber. Bis 19. April 2015

Wilhelm Weimar, Hyazinthe 1897-1902 © Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

 

 

Wilhelm Weimars (1857-1917) fotografisches Herbarium entsteht um die Jahrhundertwende und vereint den geschärften Blick der botanischen Wissenschaft mit jenem für ästhetische Komposition. Vor neutralem Hintergrund lichtet der Fotograf Blüten, Blätter und Zweige ab, stets bemüht um eine ansprechende Bildgestaltung und eine wahrheitsgetreue Übertragung der Formen und Farbwerte der Natur. Seine Aufnahmen entstehen in Rahmen kunstgewerblicher Gestaltungslehre, die zu dieser Zeit auf der Suche nach neuen Schmuckformen auf die Strukturen und den Aufbau der Natur zurückgreift. Weimar rückt jedoch die starre, tektonische Form der Pflanzen in den Hintergrund und vermittelt einen Eindruck von ihrer organischem Lebendigkeit und Dynamik. Seine Arbeiten vereinen botanisches Interesse, die Tradition des kunstgewerblichen Vorlagenwerks und das erwachende Interesse am autonomen fotografischen Bild, das über den Status des Hilfsmediums hinausgeht. Die Ausstellung gibt mit rund 40 Arbeiten Einblick in einen bisher gänzlich unbekannten und bedeutenden Bestand aus dem Werk Wilhelm Weimars und setzt ihn in Bezug zu Pflanzenfotografien von Constant Alexandre Famin (1827-1888), der Gebrüder Alinari (aktiv 1854 - 1890) sowie einer Vorlagenmappe für Kunstgewerbe des Verlegers Martin Gerlach (1846-1918), die ebenfalls gezeigt werden.

 

 

Wilhelm Weimar, Pflanze 1898 © Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

 

 

Die mehr als 250 Pflanzenbilder, die sich heute in der Sammlung Fotografie und Neue Medien des MKG befinden, fertigt Weimar zwischen 1890 und 1906. In seinem Bestreben, ein getreues Abbild von der Natur zu schaffen, nutzt er ein mechanisches Bildverfahren und verzichtet auf retuschierende Eingriffe als „verschönernde Zwischenhand“. Besondere Faszination bergen die hauchfeinen Blätter, die Weimar aufwendig bei durchscheinendem Tageslicht aufnimmt, um ihren inneren Aufbau zu beleuchten. Diese Fotografien werden für das morphologische Studium, die Struktur- und Formlehre der Biologie, sehr geschätzt und 1913 sogar von der Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte prämiert. Den Hauptteil seiner Arbeiten bilden Porträts einzelner Blumen vor neutralem Hintergrund. Struppige Distelblüten und knorriges Astwerk sind weitere Motive seines Werkes. Die abgebildeten Pflanzen heben sich in Anlehnung an die japanische Formfindung wie dunkle Tusche vom weißen Hintergrund ab und lassen den grafischen Einfluss in der Fotografie des gelernten Graveurs erkennen.

 

 

 Wilhelm Weimar, Iris 1898-10902 © Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

 

 

Durch seine Aufnahmen macht Weimar es möglich, die empfindlichen Pflanzenoriginale durch Abbildungen zu ersetzen und diese zu einem fotografischen Herbarium zusammenzustellen, das für die kunstgewerbliche Lehre von großem Nutzen ist. Der konventionellen Formen des historistischen Ornaments in Architektur und Kunsthandwerk überdrüssig suchen Kunstgewerbemuseen und Gewerbeschulen Ende des 19. Jahrhunderts nach Vorbildern für eine neue, aus der direkten Naturbeobachtung gewonnene Gestaltung. In diesem Zusammenhang steht auch das 1893 herausgegebene umfangreiche Vorlagenwerk „Festons und decorative Gruppen“ des Verlegers Martin Gerlach, welches in der Ausstellung zu sehen ist. Ebenfalls reiht Weimar sich in die Tradition der Künstlervorlagen, der sogenannten „Etudes après nature“ ein, wie die Gegenüberstellung mit frühen Pflanzenfotografien Famins und der Alinaris zeigt. 1901 veröffentlicht er seinen Bildband „Blumen-Aufnahmen nach der Natur photographiert“. 

 

Wilhelm Weimar, Pflanze 1901© Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

 

 

Wilhelm Weimar im MKG

Der Gründungsdirektor des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG), Justus Brinckmann, stellt Weimar 1883 zur Dokumentation der Sammlungsbestände ein. Im Rahmen dieser Arbeit beschäftigt sich der kunstgewerbliche Zeichner mit Techniken der fotografischen Reproduktion und wendet sie bald professionell an. Er erforscht die Geschichte des Mediums und setzt sich dafür ein, dass im MKG auch eine Sammlung fotografischer Bilder und Objekte angelegt wird. 

Der 1894 von Brinckmann veröffentlichte „Führer durch die Sammlungen des Museums für Kunst und Gewerbe“ wird auch aufgrund seiner zahlreichen materialgetreuen Abbildungen schnell ein bedeutsames Grundlagenwerk für das Kunstgewerbe. Sowohl der Großteil der fein gearbeiteten Zeichnungen, als auch die fotografischen Reproduktionen stammen aus der Hand Wilhelm Weimars. Darüber hinaus nimmt er für Brinckmanns Denkmalarchiv Hamburger Archi-tektur und Interieurs auf. Ein großer Teil dieser Aufnahmen befindet sich heute im Hamburg Museum. Sein breites fotografisches Wissen gibt Weimar auch in externen Vorträgen und an der Gewerbeschule weiter, die sich zu dieser Zeit das Gebäude mit dem MKG teilt. Im Naturwissenschaftlichen Verein Hamburg referiert er unter anderem über seine Aufnahmen von Pflanzen und Blättern. Weimars anfängliche Anstellung als Zeichner wird schon bald in eine Assistenten-stelle umgeschrieben und 1913 wird ihm schließlich – auf Initiative Brinckmanns – der Professorentitel verliehen. Zudem setzt sich Weimar für eine Neubewertung der Fotografie als historisches und künstlerisches Medium ein. Seine umfassende Publikation „Die Daguerreotypie in Hamburg 1839-1860“, widmete er 1915 posthum seinem Förderer Justus Brinckmann.

 

Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Hamburg

01.02.2015 - 26.04.2015
Fotoausstellung Kaiserslautern . Unter dem Titel „At War“ zeigt das Museum Pfalzgalerie insgesamt rund 100 Arbeiten der Kriegsfotografin Anja Niedringhaus. Afghanistan, Libyen, der Irak, Israel (Gaza) und Bosnien waren Kriegs- und Krisengebiete, aus denen sie berichtete. Professionalität, Risikobereitschaft und ein unparteiischer Blick zeichnen ihre Aufnahmen aus. Bis 26.4.2015
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Anja Niedringhaus. At war 26. April 2015
Fotoausstellung Kaiserslautern . Unter dem Titel „At War“ zeigt das Museum Pfalzgalerie insgesamt rund 100 Arbeiten der Kriegsfotografin Anja Niedringhaus. Afghanistan, Libyen, der Irak, Israel (Gaza) und Bosnien waren Kriegs- und Krisengebiete, aus denen sie berichtete. Professionalität, Risikobereitschaft und ein unparteiischer Blick zeichnen ihre Aufnahmen aus. Bis 26.4.2015

Anja Niedringhaus: Albanischer Panzer während einer Waffenpause, Kukes, Albanien, 3. Juni 1999.
© picture-alliance / EPA

 

„Sie blieb ruhig, während um sie herum das Chaos herrschte“, beschrieb Kathleen Caroll, Chefredakteurin der Nachrichtenagentur „The Associated Press“ Anja Niedringhaus.  Die Arbeit der Fotografin zeichnete Spontaneität, technisches Know-How, sowie die Gabe, in einem Moment das Besondere zu erkennen und dabei intuitiv den richtigen Ausschnitt einer Situation festzuhalten aus. Dieses Können führte zur herausragenden Qualität der Bilder von Anja Niedringhaus. Jenseits von spektakulären Situationen zeigte sie in ihren Aufnahmen Geschichten von Menschen. Unvoreingenommen spiegeln sie Gefühle wie Trauer, Angst, Enttäuschung, Zuneigung und Begeisterung, daneben Leid, Gewalt, Zerstörung und Tod, denen die Betroffenen permanent ausgeliefert sind.

 

 

 

Ar Rutbah, Irak, Februar 2005. (Im Lager Korean Village trauert ein amerikanischer Marine Infanterist während eines Gedenkgottesdienstes um 31 getötete Kameraden.). © picture-alliance /AP

 

 

So zeigt sie einen italienischen Soldaten, der 2003 im Irak einsam und erschüttert auf dem Gelände einer Kaserne steht, auf dem sechzehn seiner Kameraden und acht irakische Zivilisten durch ein Selbstmordattentat starben. Die Aufnahme strahlt eine große Ruhe aus. Das eigentliche Drama, die brutale Zerstörung erscheint im Hintergrund, als Subtext. Unsicher und sorgenvoll sind die Gesichter der Soldaten, die sich in Falludscha vor einer Schlacht zum Gebet aufgestellt haben. Sie bilden Reihen und doch wird in der Aufnahme klar, dass ein jeder von ihnen schon in diesem Moment die existenzielle Einsamkeit spürt, der er im Gefecht ausgeliefert sein wird.

 

 

 

Anja Niedringhaus: Salavat, Afghanistan, September 2010, (Afghanische Männer auf einem Motorrade überholen kanadische Soldaten des Royal Canadian Regiment auf einer Patrouille im Bezirk Panjwayi, südwestlich von Kandahar.). © picture-alliance /AP

 

 

Daneben hält Niedringhaus skurrile Augenblicke fest, wie jenen, als südlich von Kandahar auf einer weiten Ebene drei afghanische Männer in traditioneller Kleidung auf einem Motorrad an Soldaten des Royal Canadian Regiment vorüberfahren. Diese sind mit technischem Gerät befasst und stehen in Uniformen, bewaffnet und mit Rucksäcken bepackt, am Weg als kämen sie von einem anderen Stern. Man mag lächeln, würde nicht im selben Atemzug das Aufeinanderprallen der Kulturen und das Ungleichgewicht der Verhältnisse deutlich.

Andere Aufnahmen zeigen Kinder: so beispielsweise die der spielenden Buben rund um einen Panzer. Sie wirken, als gäbe es keine Gefahr um sie herum und wieder andere Bilder belegen auf erschütternde Weise, wie der Krieg in den Alltag eingreift. Unmittelbarkeit und Nähe stehen dabei im Zentrum. Das Kriegsgeschehen bleibt im Hintergrund und ist angesichts verletzter Humanität und der darin begründeten Tragödie umso vehementer präsent.

Anja Niedringhaus hat für ihre Bilder zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter 2005 den Pulitzerpreis für Fotografie. Sie wurde in zahlreichen Printmedien gedruckt, im Fernsehen ausgestrahlt und im Internet zur tagespolitischen Illustration der Kriegsereignisse veröffentlicht. Gezeichnet von epa, der european press agency, die Niedringhaus im Alter von nur 24 Jahren als erster Frau, und einer der jüngsten im Team, eine Festanstellung geboten hat, und von AP, der US-amerikanischen Nachrichten Agentur, für die sie bis zuletzt gearbeitet hat, sind ihre Bilder nahezu jedem von uns geläufig, auch wenn wir in der Regel nicht wissen, dass Anja Niedringhaus ihre Urheberin ist. Sie wurde am 4. April 2014 in Afghanistan erschossen, als sie mit einem Konvoi der Wahlbehörde in der Provinz Khost unterwegs war, um die Wahl des Staatspräsidenten zu dokumentieren.

Museum Pfalzgalerie, Museumsplatz 1, Kaiserslautern

 

31.01.2015 - 10.05.2015
Fotoausstellung Herford . Erstmals in Deutschland präsentiert das Museum Marta Herford über 200 Fotografien aus der umfangreichen Bildersammlung, die der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial diente. Bis 10.5.2015
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Frida Kahlo – Ihre Fotos
Fotoausstellung Herford . Erstmals in Deutschland präsentiert das Museum Marta Herford über 200 Fotografien aus der umfangreichen Bildersammlung, die der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial diente. Bis 10.5.2015

Frida auf dem Bauch liegend von Nickolas Muray, 1946 © Frida Kahlo Museum

 

Die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo wurde mit ihrer einzigartigen Malerei weltbekannt, in der sie ihr bewegtes Leben verarbeitete – ihre Krankheit, ihre Leiden, ihre Ehe mit Diego Rivera. Erst nach Kahlos Tod aber öffnete sich ein riesiges privates Fotoarchiv, das noch einmal ganz neue Einblicke vermittelt: Bilder der Familie, ihres politischen Kampfes, ihres versehrten Körpers.

Erstmals in Deutschland präsentiert das Marta Herford diese Sammlung, die Kahlo als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial diente: Aufnahmen weltberühmter Fotografen wie Man Ray, Martin Munkácsi, Edward Weston, Brassaï, Tina Modotti u. a. verbinden sich mit Fotos von ihr selbst zu einem eindringlichen Dokument ihrer Zeit. Zusammengestellt wurde die Auswahl von dem renommierten Fotohistoriker Pablo Ortiz Monasterio für das Museo Frida Kahlo in Mexico City.

 

Frida Kahlo vor dem blauen Haus 1930

 

 

Frida Kahlo de Rivera wurde am 6. Juli 1907 in Coyoacán, Mexiko-Stadt, als Magdalena Carmen Frieda Kahlo y Calderón geboren. Am 17. September 1925 wurde sie Opfer eines Busunglücks, bei dem sich eine Stahlstange durch ihr Becken bohrte, so dass sie ihren Alltag fortan immer wieder liegend und in einem Ganzkörpergips oder Stahlkorsett verbringen musste. Zum Zeitvertreib begann sie im Bett zu malen.

 

Frida Kahlo im alte von fünf Jahren, Anonym 1912 © Frida Kahlo Museum

 

 

Erst 1953 wurden ihre Werke erstmals in einer Einzelausstellung in ihrer Heimat gezeigt, eine Anerkennung, die sie sich schon lange gewünscht hatte. Zu dieser Zeit bereits ans Bett gefesselt, ließ sie sich darin zur Vernissage tragen. Wenig später wurde ihr rechter Unterschenkel (vom Knie abwärts) amputiert. Die emanzipierte Malerin und charismatische Rebellin starb am 13. Juli 1954 an einer Lungenembolie. Einige ihrer Freunde schlossen auch einen Selbstmord nicht aus, da die Malerin schon früher versucht haben soll, sich das Leben zu nehmen.

 

Frida malt das Porträt ihres Vaters von Gisèle Freund, 1951 © Frida Kahlo Museum

 

Marta Herford, Goebenstraße 4-10, Herford

 

 

 

30.01.2015 - 11.04.2015
Fotoausstellung Köln In der ersten Einzelausstellung in Deutschland stellt die Galerie Priska Pasquer beeindruckende Werke aus den wichtigsten Bildserien des südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo vor. 30.1. bis 11.4.2015
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Pieter Hugo - Corporeality
Fotoausstellung Köln In der ersten Einzelausstellung in Deutschland stellt die Galerie Priska Pasquer beeindruckende Werke aus den wichtigsten Bildserien des südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo vor. 30.1. bis 11.4.2015

Pieter Hugo, from the series "There's a Place in Hell for Me and My Friends" (2011-2012)

 


„Südafrika ist so ein zerbrochener, schizophrener, verwundeter und problematischer Ort,“ sagt Pieter Hugo. Wie kann man dort leben? Er empfinde sich als ein Stück „koloniales Treibholz“. Pieter Hugo hat ein Gespür für die Widersprüche und Dissonanzen, für die Reibungszonen und Spannungsfelder innerhalb der (süd-) afrikanischen Gesellschaft. In seiner 2005-2007 entstandenen „The Hyena Men Series“ hat Pieter Hugo das Drama der postkolonialen Gesellschaft erstmals exemplarisch erfasst. In Nigeria fand er eine  Gruppe junger Männer, die mit Hyänen, Pavianen und Schlangen leben. Einer Tradition folgend, ziehen sie mit ihren Tieren als Schausteller umher und verkaufen traditionelle Medizin. Ihre Auftritte gelten als Sensation und finden ein begeistertes Publikum.

 

Pieter Hugo: Abdullahi Mohammed with Mainasar, Lagos, Nigeria, from the series "Gadawan Kura" -
The Hyena Men Series II (2005-2007) 2007



Müllkippe Europas – auch das ist Afrika. So landet ein Großteil der im Westen ausrangierten Handys, Computer und Laptops in Ghana, wo sich der containerweise herbeigeschaffte Computerschrott zu riesigen Halden türmt. Die Deponien liegen nicht einfach brach, sondern sind zu einem prekären Arbeitsraum für Tausende von Menschen geworden, die hier als Metallsammler ihr Auskommen suchen. Zusammen mit ihren Kühen leben sie auf den hochgiftigen, schwelenden Abfallbergen und versuchen, durch Verbrennen der Geräte an verwertbare Metalle zu kommen.

 

 

Pieter Hugo: Theresa Makwenya, Carletonville, from the series "Kin" (2006-2013) 2013

 

 

Zwischen 2006 und 2013 arbeitete Pieter Hugo an einem Projekt, das er „Kin“ (Sippe) nannte. Darin geht es um Heimat, Nähe, Identifikation und Zugehörigkeitsgefühl – etwas, das er in Südafrika von jeher als kritisch und konfliktgeladen erlebt hat: Wie kann man leben in diesem Land, das sein koloniales Erbe noch lange nicht hinter sich gelassen hat und geprägt ist von Rassismus und einer immer größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich? Denn die Einigkeit der so genannten Regenbogennation ist Wunschdenken. Auch zwanzig Jahre nach dem Ende der Apartheid sind Schwarz und Weiß in Südafrika noch lange nicht eins.

In der 94 Platinum-Prints umfassenden Serie “There's a Place in Hell for Me and My Friends” (2011-2012) beschäftigt sich Pieter Hugo mit den vermeintlichen Unterschieden der Hautfarben. Dafür hat er hat sich selber und südafrikanische Freunde porträtiert.  Die Bildmanipulation, bei der die Farbkanäle in Grauwerte übersetzt wurden, betont die Pigmentierung der Haut und macht durch UV-Einstrahlung entstandene Hautschäden sowie kleine, direkt unter der Haut liegende Blutgefäße sichtbar. Das Ergebnis ist verblüffend: Auf diesen Fotografien sind alle Menschen farbig.         
„Auch wenn es sich so anfühlt, als würde ich es schon seit jeher tun, bin ich immer noch schüchtern. Es ist einfacher, einen Fremden zu verprellen, als ihn kennenzulernen", so Pieter Hugo, Man muss zuerst erklären, wer man ist und welche Absichten man hat, und dann das unvermeidliche WARUM? beantworten. Dann der Akt der Überzeugung, um zu einer Übereinkunft zu gelangen. Das Gegenüber muss bereit sein, etwas zu geben. Ich möchte ihm nicht das Gefühl vermitteln, dass das Bild nur durch mein Handeln entstanden ist. Dafür braucht es – und darauf hoffe ich – einen Moment freiwilliger Verletzlichkeit."

Das fotografische Werk von Pieter Hugo (*1976) kreist um die Frage, was es heißt, heute in Städten zu leben. Der südafrikanische Fotokünstler, der schon mit Anfang 20 – damals noch als Bildjournalist für u.a. die New York Times tätig – durch ganz Afrika reiste, erfasst vor allem die körperliche Präsenz von Menschen in ihren jeweiligen, oftmals von Dissonanzen geprägten Kulturen. Seine eindringlichen Porträts formieren sich zu einem sozialen Tableau, das die aktuelle und radikal kritische Lebenswirklichkeit nicht nur in afrikanischen Großstädten abbildet.

 

PRISKA PASQUER, Albertusstr. 9-11, Köln

 

 

 

29.01.2015 - 18.07.2015
Fotoausstellung München . Eine der faszinierendsten Fotografinnen stellt die Sammlung Goetz vor. Das zentrale Thema der amerikanischen Künstlerin ist die Inszenierung weiblicher Rollenbilder, die sie provokant und spannend mit sich als Akteurin in Szene setzt. 29.1. bis 18.7.2015
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Cindy Sherman
Fotoausstellung München . Eine der faszinierendsten Fotografinnen stellt die Sammlung Goetz vor. Das zentrale Thema der amerikanischen Künstlerin ist die Inszenierung weiblicher Rollenbilder, die sie provokant und spannend mit sich als Akteurin in Szene setzt. 29.1. bis 18.7.2015

 

 

Cindy Sherman Untitled #222 1990 Farbphotographie, C-print 151 x 110,3 cm
Courtesy of the artist and Sammlung Goetz, München

 

Selfies nennt man heute die Mode mit denen Hinz und Kunz der Welt zeigen wollen, wo und mit welcher meist schrecklich langweiligen Beschäftigung sie zu Gange sind. Mit Selbstporträts ist die Fotokünstlerin Cindy Sherman weltberühmt geworden. Ihre Motive sind aber alles andere als flach und langweilig. Cindy Sherman 1954 in Glen Ridge, New Jersey, US geboren hat mit ihren Fotografien die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. Ähnlich wie eine Schauspielerin inszeniert sie sich in unterschiedlichen Rollen vor der Kamera. Obwohl es sich bei den Fotografien von Sherman im klassischen Sinne um Selbstporträts handelt, verraten sie nicht viel von der Persönlichkeit der Künstlerin. Vielmehr geht es ihr um die Dekonstruktion von Rollenbildern und Klischees.

 

Cindy Sherman Untitled Film Still #11 1978 Silbergelatineabzug, 17,5 x 23.5 cm
Courtesy of the artist and Sammlung Goetz, München


Bereits in ihrer Kindheit entwickelte Sherman eine Obsession für Verkleidung und Maskerade, die sie auch an der Kunstakademie in Buffalo weiterverfolgte. Bekannt wurde die Künstlerin durch die Schwarz-Weiß-Serie Untitled Film Stills (1977-1980), in denen sie stereotype Frauenfiguren aus fiktiven Filmszenen der 50er-Jahre verkörpert. Später entstanden Serien mit großformatigen Farbfotografien, die Themen wie Modefotografie, Märchengestalten, Horrorszenen und Society Ladies aufgreifen. Die Sammlung Goetz besitzt umfangreiche Werkgruppen aus nahezu allen Schaffensphasen. Mit rund 60 Arbeiten gibt die retrospektive Ausstellung im Sammlerhaus, die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin konzipiert wurde, einen guten Überblick auf das Gesamtwerk.

 

Cindy Sherman Untitled #125 1983 Farbphotographie,48,5 x 91 cm
Courtesy of the artist and Sammlung Goetz, München

 

Die Sammlung Goetz der Kunstsammlerin und Kuratorin Ingvild Goetz ist in einem vom Schweizer Architekturbüro Herzog & Meuron entworfenen Museumsgebäude entworfen, das allein schon einen Besuch lohnt. Die Sammlung Goetz ist die größte Privatsammlung zeitgenössischer Kunst und umfasst über 4000 Kunstwerke von rund ein Viertel Fotografie. Ein Schwerpunkt der Sammlung sind auch Video- und Filmarbeiten, die auch immer wieder im Münchner Haus der Kunst gezeigt werden. 2013 hat Ingvild Goetz einen Teil ihrer Sammlung und das Sammlungsgebäude dem Freistaat Bayern geschenkt. Die anderen Teile der 5000 Werke großen Sammlung stellt sie für zehn Jahre der Pinakothek der Moderne, dem Haus der Kunst und dem Neuen Museum Nürnberg als Dauerleihgabe zur Verfügung.

 

Sammlung Goetz, Oberföhringer Straße 103, München

24.01.2015 - 10.04.2015
Fotoausstellung Berlin . "Ein Koffer voller Bilder" der deutschen Fotografin Lore Krüger zeigt C/O Berlin im Amerika Haus. Die Ausstellung ist eine Odyssee in Bildern, die ein abenteuerliches Leben zeigen.
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Lore Krüger: Ein Koffer voller Bilder - Fotografien von 1934 bis 1944
Fotoausstellung Berlin . "Ein Koffer voller Bilder" der deutschen Fotografin Lore Krüger zeigt C/O Berlin im Amerika Haus. Die Ausstellung ist eine Odyssee in Bildern, die ein abenteuerliches Leben zeigen.

 

Fotogramm, 1942 © Lore Krüger

Magdeburg, London, Mallorca, Barcelona, Paris, Marseille, Trinidad, New York, Wisconsin, Berlin – Stationen einer abenteuerlichen Flucht. Eine bewegende, existenzielle Odyssee Mitte des 20. Jahrhunderts. Die deutsch-jüdische Fotografin Lore Krüger erlebt und überlebt Emigration, Widerstand, Verhaftung, Konzentrationslager, Verfolgung und Exil nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und während des Zweiten Weltkrieges. Ihre Kamera hat sie immer dabei. So erschafft sie einzigartige, historische Dokumente zwischen intimen Privatfotografien, Auftragsarbeiten, Sozialstudien und abstrakten, fotografischen Experimenten. Ihre beeindruckenden Bilder geben nicht nur einen tiefen Einblick in das Leben europäischer Intellektueller im Exil, sondern auch einen seltenen, persönlichen Blick auf die politischen Ereignisse jener Zeit – jenseits schon bekannter fotojournalistischer Reportagen oder Propagandabilder der jeweiligen Kriegsparteien. Die Entdeckung des fotografischen Nachlasses Lore Krügers ist ein Glücksfall, der anhand ihres Schicksals einen neuen und unmittelbaren Zugang zur Zeitgeschichte ermöglicht.

 

Porträt 1938 © Lore Krüger



Lore Krügers Fotografien sind dabei stark geprägt von der im Kontext des Bauhauses entstandenen Strömung des sogenannten Neuen Sehens, aber auch von den damaligen künstlerischen Strömungen wie Kubismus, Dadaismus und Surrealismus. Sie gehört in Paris zu den Künstlern, die die fotografische Bildsprache vom rein reproduzierenden zu einem produzierenden Medium zu erweitern suchten. Als Schülerin der großen Fotografin und Bauhaus-Absolventin Florence Henri erlernt Lore Krüger in Paris das fotografische Handwerk sowie den freien, experimentellen Umgang mit diesem Medium. So experimentiert sie im Labor mit der Technik der Montage, des Fotogramms und der Mehrfachbelichtung. Schnell macht sie sich jedoch von den reinen, ästhetischen Studioaufnahmen ihrer Lehrerin unanhängig und wendet sich dem realen Leben auf der Strasse zu. So entstehen unter anderem die Serie „Gitans“ im Wallfahrtsort Saintes-Maries-de-la-Mer und soziologische Reportagen über Provinz, Arbeiter und Bourgeoisie in Frankreich.

 

Paris 1935 © Lore Krüger



Nicht mehr nur Muse oder Modell sondern selbst Künstlerin – Lore Krüger steht mit ihrer Arbeit zudem für die neue, emanzipierte Stellung der Frau innerhalb der Avantgarde der 1930er und 1940er Jahre. Neben Künstlerinnen wie Sonia Delaunay, Hannah Höch, Florence Henri oder Claude Cahun gilt Lore Krüger mit ihren Fotografien als Pionierin der Bildenden Künste. Hinzu kommt ihre starke Politisierung durch die Ereignisse in Deutschland und ihre Erfahrungen im Exil. Sie hat regen Austausch mit den Intellektuellen der Zeit – Anna Seghers, László Radványi, Walter Benjamin und Alfred Kantorowicz. Zudem ist sie in New York aktiv an der Gründung der antifaschistischen Exilzeitschrift „The German American“ beteiligt, in der viele bekannte Schriftsteller veröffentlichen.

C/O Berlin präsentiert weltweit als erste Institution eine große Retrospektive von Lore Krüger. Die Ausstellung umfasst ca. 100 schwarz-weiße Originalabzüge sowie weitere Exponate wie Bücher und zeithistorische Dokumente. Mit dieser Werkschau schließt C/O Berlin an eine Reihe von Ausstellungen an, in denen bisher unveröffentlichte Arbeiten gezeigt wurden – wie etwa Jerry Berndt (2008), Fred Herzog (2010) und Anja Niedringhaus (2011).

 

Gitanes, Pfeifen rauchender Junge, 1936 © Lore Krüger



Lore Krüger, 1914 in Magdeburg geboren, geht mit 19 Jahren als Au-Pair nach London und macht hier erste fotografische Versuche. 1934 wird ihre Aufenthaltsgenehmigung in Großbritannien nicht verlängert, so dass sie zu ihren nach Mallorca geflohenen Eltern zieht. Im gleichen Jahr reist sie nach Barcelona und fängt eine Ausbildung als Fotografin an. Diese führt sie 1935 bei Florence Henri in Paris fort, beginnt als professionelle Fotografin zu arbeiten und wirkt im Kreis der großen Fotografinnen der Weimarer Zeit mit. In den folgenden Jahren beteiligt sie sich aktiv an politischen Aktionen gegen die Nationalsozialisten und an ersten Hilfsaktionen für die Spanienkämpfer. 1940 wird sie in das Konzentrationslager Gurs an den Pyrenäen deportiert. Nach Monaten wird sie freigelassen und flieht Richtung Toulouse mit dem Vorhaben, über Marseille nach Mexiko auszuwandern. 1941 erhält sie zuammen mit ihrer Schwester Gisela und ihrem späteren Mann Ernst Krüger ein Visa für Mexiko und die USA und kann auf einem Frachter Europa verlassen. Vor der mexikanischen Küste wird dieser jedoch von der holländischen Armee gekapert, die Insassen in ein britisches Internierungslager auf der Insel Trinidad eingeliefert. Statt nach Mexiko emigriert Lore Krüger mit ihrer Familie in die USA und heiratet 1942 in New York. Im selben Jahr gründet sie die „German American Emergency Conference“ und deren Zeitschrift „The German American“ mit. Im Exil arbeitet sie in erster Linie als Dolmetscherin und Übersetzerin. 1946 kehrt sie mit ihrer Familie nach Ostberlin zurück und arbeitet die folgenden Jahrzehnte im Aufbau-Verlag als Übersetzerin für englische und amerikanische Literatur von R.L. Stevenson, Joseph Conrad, Daniel Defoe, Mark Twain, Doris Lessing, Henry James und anderen. Lore Krüger stirbt 2009 in Berlin.




Ort C/O Berlin im Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, Berlin

 

24.01.2015 - 10.04.2015
Fotoausstellung Berlin. Als einzige deutsche Station stellt C/O Berlin rund 250 Fotografien und Ausschnitte aus "Blow-Up" sowie ergänzende Film- und Videoinstallationen vor. Fotografien, Filme und Videoinstallationen zeigen charakteristische Aspekte aus Antonionis Oeuvre, die gleichzeitig wesentliche Positionen der Foto- und Kunstgeschichte repräsentieren – von Voyeurismus über Sozialreportage und Modefotografie bis hin zu Medienreflexion. 24.1. bis 10.4.2015
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Blow Up . Antonionis Filmklassiker und die Fotografie
Fotoausstellung Berlin. Als einzige deutsche Station stellt C/O Berlin rund 250 Fotografien und Ausschnitte aus "Blow-Up" sowie ergänzende Film- und Videoinstallationen vor. Fotografien, Filme und Videoinstallationen zeigen charakteristische Aspekte aus Antonionis Oeuvre, die gleichzeitig wesentliche Positionen der Foto- und Kunstgeschichte repräsentieren – von Voyeurismus über Sozialreportage und Modefotografie bis hin zu Medienreflexion. 24.1. bis 10.4.2015

 

Foto Arthur Evans. David Hemmings in Blow Up (Regie Michelangelo Antonioni), 1966. BFI Stills © Neue Visionen Filmverleih GmbH/Turner Entertainment Co. - A Warner Bros Entertainment Company

 

Michelangelo Antonionis berühmter Filmklassiker "Blow up" war einer der wichigsten Filme der 60er Jahre. Er spielt im Swinging London der 1960er Jahre. In einer Welt von hektisch-schriller Oberflächlichkeit meint der Modefotograf Thomas, mit seiner Kamera zufällig etwas Unfassbares festgehalten zu haben – einen Mord im Park am helllichten Tag. Doch es gibt keine Leiche, und seine Aufnahmen sind kein Beweis für Realität, nur Indiz. Ist das Verbrechen vielleicht pure Einbildung? In seinem Film Blow-Up (1966) lässt Michelangelo Antonioni die Kamera des Fotografen eine eigene subjektive Welt schaffen. So entlarvt er Realität und Wahrheit als Produkte einer grandiosen kollektiven Illusion und Manipulation. Die Ausstellung zeigt Fotografien, Filme und Videoinstallationen rund um dieses Thema und umfasst Werke von David Bailey, Ron Galella, Terence Donovan, Richard Hamilton, John Hilliard, Hiroshi Sugimoto, Don McCullin, Cecil Beaton, Ian Stephenson, John Stezaker, Arthur Ewans, Alicja Kwade und vielen anderen Künstlern.

 

Foto Terry O'Neill . David Bailley photographing Moyra Swan , 1965. Courtesy Philiooe Garner

 
Oft als milieukritischer Popfilm interpretiert, ist „Blow-Up“ jedoch weit mehr als ein soziokulturelles Dokument, in dem die Bilder die sich entfaltende Handlung stützen. Er wirft die Frage auf was ist Abbild, was Trugbild? Michelangelo Antonioni entlarvt Realität und Wahrheit als Produkt von Irrtum und Einigung – also einer grandiosen gemeinschaftlichen Illusion und Manipulation. Wir sehen nur das, was wir sehen wollen. Michelangelo Antonionis menschliche Wahrnehmung und sein Verhältnis zur Realität ist auch in der heutigen Welt der Massenmedien und digitalen Distribution von größter Aktualität. Inhaltlich und formal bietet der Film zahlreiche neue Ansatzpunkte und Themen, die in der Ausstellung analysiert und durch unterschiedliche Medien verdeutlicht werden.

 

  Erstmals werden in Form von sieben thematischen Schwerpunkten Fotografien, Filme und Videoinstallationen gezeigt, die sich in verschiedener Hinsicht als charakteristisch für Michelangelo Antonionis Film erweisen und darüber hinaus wesentliche künstlerische Positionen der Foto- und Kunstgeschichte verdeutlichen.

Anhand ausgewählter Werke wird das Verhältnis von bewegtem Film und statischer Fotografie und und deren unterschiedliche Wirkungsweisen dargestellt. Denn Michelangelo Antonioni bricht mit den vertrauten narrativen Mustern des Films, die Handlung von „Blow-Up“ scheint sich fragmentarisch zu entwickeln – wie bei einer Dia-Show. So setzt sie sich fast assoziativ zusammen und offenbart die Prinzipien medialer Selbstreflexivität und Gleichzeitigkeit.

Zahlreiche Werke der Ausstellung ermöglichen einen pointierten Querschnitt durch unterschiedliche künstlerische Strömungen der 1950er- und 1960er Jahre und dokumentieren die Wechselwirkung von Film und damaliger Kunst und Gesellschaft. Zusätzlich werden auch zeitgenössische Arbeiten präsentiert, die die Zeitlosigkeit und Modernität von Michelangelo Antonionis Bildsprache demonstrieren.

Foto: David Montgomery. Donyale Luna am Set von Blow Up, 1966

 

Die Ausstellung wurde von C/O Berlin, der Albertina Wien und dem Fotomuseum Winterthur gemeinsam entwickelte und produziert. C/O Berlin zeigt sie als einzige Station in Deutschland. Die Ausstellung umfasst ca. 250 Fotografien und Ausschnitte aus "Blow-Up" sowie ergänzende Film- und Videoinstallationen. Begleitet wird die Ausstellungen durch ein Filmprogramm sowie einen Katalog, der im Verlag Hatje Cantz erschienen ist. Im Februar 2015 veranstaltet C/O Berlin ein umfangreiches Symposium.

 

Richard Hamilton. Swinging London III, 1972. Kunstmuseum Winterthur. Ankauf 1997 © Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Zürich, Jean-Pierre Kuhn

 

C/O Berlin, Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, Berlin

24.01.2015 - 10.04.2015
C/O Berlin zeigt in der Ausstellung Beyond the Visible Surface Arbeiten der finnischen Künstlerin Niina Vatanen, mit der die neue thematische Reihe Thinking About Photography gestartet wird. Erstmals in Berlin präsentiert die umfassende Ausstellung das Gesamtwerks von Niina Vatanen, bestehend aus vier Serien mit über 80 Arbeiten.
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Niina Vatanen . Beyond the Visible Surface
C/O Berlin zeigt in der Ausstellung Beyond the Visible Surface Arbeiten der finnischen Künstlerin Niina Vatanen, mit der die neue thematische Reihe Thinking About Photography gestartet wird. Erstmals in Berlin präsentiert die umfassende Ausstellung das Gesamtwerks von Niina Vatanen, bestehend aus vier Serien mit über 80 Arbeiten.

 

Niina Vatanen: Viewpoint from the series A Cloud Hunter's Eyes

 

„Ich kann der Fotografie nicht auf den Grund kommen, sie nicht durchdringen. Nur meinen Blick vermag ich, über ihre stille Oberfläche schweifen zu lassen.“ Roland Barthes
In ihren Arbeiten stellt die finnische Künstlerin Niina Vatanen mit einfachen, spielerischen Interventionen bewusst die notwendige Distanz her und lenkt den Blick direkt auf die fotografische Oberfläche, um den Akt des Sehens als inhärenten Teil der Fotografie herauszustellen.
Ja, so ist es gewesen! Genau dort hat es sich ereignet. Diese Personen erkenne ich wieder. Beim Betrachten von Fotografien bleibt der Blick des Betrachters meist stark am Inhalt haften – an der vermeintlich exakten Aufzeichnung und Verortung einer vergangenen Realität. Mit der intensiven Fokussierung auf das Dargestellte jedoch dringt der Betrachter paradoxerweise nicht tiefer in die Bedeutung des Bildes ein, sondern prallt lediglich an dessen Oberfläche ab – er sieht das Foto vor lauter Abbild nicht. Erst mit einem gewissen Abstand wird somit das ambivalente Wesen der Fotografie sichtbar.

 

Niina Vatanen: Composition Studies (Lines) from the series Archival Studies  A Portrait of an Unvisible Woman

 

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die neueste Serie Archival Studies / A Portrait of an Invisible Woman, in der Niina Vatanen das fotografische Archiv der finnischen Amateurfotografin Helvi Ahonen erkundet. Basierend auf diesem Material kreiert Niina Vatanen eine neue Arbeit – eine Art imaginäres Museumslabor, in der fiktive Elemente mit Archivmaterial gemischt werden. Ihre Eingriffe durch das Hinzufügen von Formen, Farbflächen und Linien auf der Oberfläche der Fotos sowie die Nachbearbeitung der Negative, Manipulationen bei der Entwicklung in der Dunkelkammer, Doppelbelichtungen oder digitale Collagen verändern den Blickfokus und eröffnen neue Bedeutungsebenen und Zusammenhänge. Indem sie die Materialität der Fotografie in den Vordergrund stellt, befreit sie das Medium von Außenreferenzen.


Niina Vatanen An Album from the series Grey Diary



Diese Arbeit wird ergänzt durch die Serie Grey Diary, in der Niina Vatanen eine fotografische Spurensuche dokumentiert – die Suche nach dem, was von einem Toten bleibt, der einem nahestand. Es entsteht ein zersplittertes Porträt ihres verstorbenen Stiefvaters und thematisiert zugleich eine vielschichtige Reflexion über die Abwesenheit eines Menschen und dessen Gedenken. Auch ihr Zyklus Cloud Hunter‘s Eyes befasst sich mit Erinnerung und Imagination. Hier konzentriert sich Niina Vatanen jedoch auf das in Fotografien Sichtbare.
 
Niina Vatanen, geboren 1977 in Kuopio, Finnland, studierte Fotografie an der TaiK – Aalto University School of Arts, Design and Architecture in Helsinki und schloss ihr Studium 2008 mit einem Master of Arts ab. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Finnland, Mitteleuropa, Russland, Südkorea und auf der Paris Photo präsentiert sowie in Publikationen veröffentlicht. Niina Vatanen lebt und arbeitet in Helsinki.

Mit Thinking about Photography schafft C/O Berlin ein für Berlin vollkommen neues Format und legt bewusst den Fokus auf neue Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie. Seit jeher war die Fotografie ein stark durch technische Entwicklungen beeinflusstes Medium, welches in der noch relativ jungen Fotografiegeschichte zu konstanter Weiterentwicklung und Veränderung des Mediums geführt hat. Seit der Digitalisierung ist die Fotografie aktuell erneut in einem Transitionsprozess begriffen, dessen Auswirkungen und Folgen erst langsam sichtbar werden und somit auf internationaler Experten- und Künstlerebene seit einigen Jahren intensiv diskutiert werden. „Thinking about Photography“ gibt zukünftig mit bis zu drei Ausstellungen pro Jahr Anlass, über neue Tendenzen und künstlerische Entwicklungen innerhalb des Mediums Fotografie zu reflektieren. Neue Produktions-, Wahrnehmungs-, und Präsentationsformen werden dabei in den Fokus gerückt, um stärker auch die Zukunft des Mediums im Blick zu haben.

 

 


Niina Vatanen Composition Studies (Focus) from the series Archival Studies A Portrait of an Unvisible Woman

 

C/O Berlin . Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, Berlin

23.01.2015 - 28.03.2015
Fotoausstellung München . Die Anmutung ist die von Gemälden, aber es ist Fotografie, die im Polaroidverfahren entstanden ist. Julia Thalhofer's traumhaft-romantischen Motive zeigt die Galerie für Fotografie der Gegenwart.
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Julia Thalhofer - Possible
Fotoausstellung München . Die Anmutung ist die von Gemälden, aber es ist Fotografie, die im Polaroidverfahren entstanden ist. Julia Thalhofer's traumhaft-romantischen Motive zeigt die Galerie für Fotografie der Gegenwart.

 

 


 

Julia Thalhofer, 1987 geboren,  aus Inning a. Ammersee erkundet mit dem wiederbelebten Polaroidverfahren von impossible® vorzugsweise Orte der langsam untergehenden, traditionellen Kultur Asiens, wobei sie sich nicht auf hinlänglich bekannte touristische Sehenswürdigkeiten konzentriert, sondern auf völlig unspektakuläre Plätze und Szenerien, die noch eine entschleunigte Lebensweise und Alltagskultur widerspiegeln. Entstanden sind Bilder, denen eine völlige Bewusstwerdung des Motivs zugrunde liegt, doch enthebt gerade die Charakteristik des Polaroidverfahrens diese Motive einer empirischen Erfahrbarkeit: So rücken das eigentümliche Farbverhalten, die stellenweise Unschärfe und die indifferenten Kontraste das Bild in die Sphäre des Irreal-Traumhaften, geben eine Interpretation dessen, wie diese andere Welt wahrgenommen werden könnte, als transzendierender Alternativentwurf zur entmythologisierten, durchdigitalisierten Gegenwart.

 

 

 

Unter dem Einfluss von Licht, Wärme und extremer Luftfeuchtigkeit waren die Polaroids in Südostasien einem intensiven chemischen Transformationsprozess ausgesetzt. Sobald in diesem Prozess die jeweiligen „Idealzustände“ erreicht waren, fixierte die Künstlerin diese, indem sie hochauflösende Scandateien als Grundlage für Prints erstellte.

 

 

 

Neben 14 Prints sind in der Ausstellung auch erstmals mehr als 100 Originalpolaroids zu sehen. Zu diesem einmaligen Ereignis möchte ich Sie ganz herzlich einladen.

 

Galerie für Fotografie der Gegenwart, Schleißheimer Straße 44, München

 

23.01.2015 - 17.04.2015
Fotoausstellung Berlin Seit fast zwanzig Jahren arbeitet der belgische Fotograf Stephan Vanfleteren an seinem Projekt Belgicum und präsentiert jetzt in der Galerie Hilaneh von Kories erstmalig eine Auswahl aus dieser einzigartigen Hommage an sein Heimatland. 23.1. bis 17.4.2015
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Stephan Vanfleteren - Belgicum
Fotoausstellung Berlin Seit fast zwanzig Jahren arbeitet der belgische Fotograf Stephan Vanfleteren an seinem Projekt Belgicum und präsentiert jetzt in der Galerie Hilaneh von Kories erstmalig eine Auswahl aus dieser einzigartigen Hommage an sein Heimatland. 23.1. bis 17.4.2015

Stephan Vanfleteren, Brüssel 2004

 

 

Wie kaum ein anderer hat Stephan Vanfleteren Belgien bei seinen unzähligen Reisen in die Provinz kennengelernt. Er sucht das Besondere im Alltäglichen und hat  Porträts, Situationen und Landschaften zu einem vielteiligen, aber unverwechselbaren Kaleidoskop zusammengefügt. Rund 40 Motive auf Hahnemühle Photo Rag sind in der Galerie Hilaneh von Kories jetzt zu sehen.

Stephan Vanfleteren ist immer dicht an seinen Zeitgenossen. Er zeigt in den Porträts nicht austauschbare Masken seiner Mitmenschen, sondern Charakterköpfe. Und Belgien scheint einen besonders großen Fundus an Originalen, rauen Typen oder eigenwilligen Sonderlingen aufzuweisen.

 

Stephan Vanfleteren, Pojottenland 2004

 

Der Fotograf nimmt den Betrachter mit auf eine Entdeckungsreise. Die Landschaft ist grau, die Zeit scheint auf vielen Bildern stehen geblieben zu sein. Seine Arbeiten wirken zeitlos, oft melancholisch und seltsam entrückt. Nicht die Hauptstadt Brüssel und ihre weltstädtische Pracht sind sein Thema, sondern die kleinen Welten der einfachen Leute auf dem Land. Keine bunten Bilder von Sehenswürdigkeiten oder Folklore in Flandern und Wallonien werden gezeigt, sondern Momentaufnahmen, die weit mehr über die Identität des Landes aussagen, als jeder bunte Prospekt.

Mit „Emotionen und Patriotismus“ schlendert der Fotograf seit vielen Jahren durch sein Belgien, erst als Auftragsfotograf einer Tageszeitung, später mehr und mehr in seinem eigenen Tempo. Für Vanfleteren ist das Projekt „eine Reise durch ein vernarbtes Land, das in der Suche nach einer unauffindbaren Identität gefangen ist, aber mit der melancholischen Seele einer 177 Jahre alten Nation“ ausgestattet ist.

 

Stephan Vanfleteren, Edelare 1994

 

Fragt man den Fotografen nach Gründen für seine spezielle Sicht auf sein Land, so erinnert er gern an sein persönliches kleines Trauma, das er als Junge erlebt hat, als sich die Küste an der er aufgewachsen ist, der vertraute Lebensraum der Fischer, in eine Betonwüste verwandelte: „Das neurotische Getue, rasche Fortschritte und drastische Veränderungen machen mich traurig.“ Daher mag der verlangsamte Blick Vanfleterens auf das Land und seine Bewohner rühren. Mit fotografischen Mitteln stemmt er sich gegen eine fortschrittsgläubige Gesichtslosigkeit und rückt das Einzigartige, Skurrile in den Blickpunkt. Auch und gerade mit dem Wissen, dass es verschwinden wird.

 

Stephan Vanfleteren, Georgette, Brüssel 2004

 

 Stephan Vanfleteren (Jahrgang 1969) gehört zu den renommiertesten Fotografen Belgiens. Nach seinem Fotografie-Diplom an der Kunsthochschule Sint-Lukas in Brüssel begann 1993 seine Karriere als freiberuflicher Fotograf. In seiner oft radikalen schwarzweißen Bildsprache arbeitet er sowohl für belgische, als auch internationale Zeitungen und Magazine wie die New York Times, Le Monde, Paris Match oder  Die Zeit. Sein Blick richtet sich weit über Belgiens Grenzen hinaus um faszinierende Menschen und Landschaften zu fotografieren. Seine typische Schwarzweiß- Fotografie, meist in der Mischung aus Melancholie und Nostalgie, ist zu seinem Markenzeichen geworden, sie zeigt sich auch in Serien aus der ganzen Welt, ob nun in Kolumbien, den USA, Äthiopien, dem Kosovo, Afghanistan. Schon oftmals wurde seine Arbeit ausgezeichnet und in vielen Büchern veröffentlicht: neben „Belgicum“ unter anderem „Flandrien“, „Tales of a Globalizing World“, „Portret 1989-2009“ oder „Elvis & Presley“.

Galerie Hilaneh von Kories, Belziger Straße 35, Berlin

 

23.01.2015 - 08.03.2015
Fotoausstellung Hamburg . Schon seite 2004 begleitet das Haus der Photographie in den Deichtorhallen das Ausstellungsprojekt "gute aussichten - junge deutsche Fotografie" . Die gekürten Preisträger Karolin Back, Katharina Fricke, Andrea Grützner, Marvin Hüttermann, Stefanie Schroeder, Jannis Schulze, Kolja Warnecke und Eduard Zent werden in diesem Jahr mit ihren fotografischen Arbeiten gezeigt. 23.1. bis 8.3.2015
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gute aussichten - junge deutsche fotografie 2014/2015
Fotoausstellung Hamburg . Schon seite 2004 begleitet das Haus der Photographie in den Deichtorhallen das Ausstellungsprojekt "gute aussichten - junge deutsche Fotografie" . Die gekürten Preisträger Karolin Back, Katharina Fricke, Andrea Grützner, Marvin Hüttermann, Stefanie Schroeder, Jannis Schulze, Kolja Warnecke und Eduard Zent werden in diesem Jahr mit ihren fotografischen Arbeiten gezeigt. 23.1. bis 8.3.2015

Marvin Hüttermann: Es ist nicht so gewesen. @ Marvin Hüttermann

 

Längst gehört gute aussichten zu Deutschlands renommiertestern Wettbewerb für junge Fotografen. Zu dem jährlich stattfindender Wettbewerb für Abschlussarbeiten aus allen deutschen Hochschulen, Fachhochschulen und Akademien, die einen Studiengang Fotografie anbieten, kann jede Hochschule maximal fünf Bewerber einreichen. Die von einer namhaft besetzten Jury ausgewählten Gewinner/innen werden anschließend in verschiedenen Ausstellungen, Aktionen und Medien der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

 

 

Katharina Fricke: Ein Tag im Oktober. Oder November. Oder Dezember., 2014 © Katharina Fricke

 

Andrea Grützner: Erbgericht, 2013/2014 © Andrea Grützner

 

Die acht für "gute aussichten 2014/2015«" ausgewählten Preisträger sind mit ihren Arbeiten dem Leben dicht auf Spur. Die Themen Tod, Migration, gesellschaftliche Diskriminierung, Einsamkeit, Isolation, Verzweiflung stehen Freude, Erkenntnis, Vielfalt und schöpferischer Kraft gegenüber. Mit ihren Werken fordern uns die Fotografen unverblümt heraus. Sie geben sich nicht zufrieden mit dem einfachen Ablichten. Sie sind auf der Suche nach Anzeichen, Hinweisen, nach Anklängen, Fährten, Zwischentönen. Sie zeigen die Spuren, die das Leben bei uns hinterlässt. Sie geben uns einen Geschmack davon, wie es um uns und unsere Gesellschaft bestellt ist − wie es William Gibson, der amerikanische Autor und Erfinder des »Cyberspace«, so treffend formulierte: "Misstrauen Sie (stets) dem unverwechselbaren Geschmack."

 

Jannis Schulze, Quisqueya, 2013/14 © Jannis Schulze

 

Der gleichnamige Katalog (Deutsch/Englisch), herausgegeben von Stefan Becht und Josefine Raab, ist in jeder Buchhandlung, in allen Web-Stores oder direkt unter info@guteaussichten.org erhältlich: 224 Seiten, über 330 Abbildungen, praktisches Readerformat 16,5 cm x 24 cm, broschiert, erschienen im dpunkt Verlag, Heidelberg. 19,95 Euro

 

Haus der Photographie, Deichtorhallen, Hamburg

 

 

 

 

21.01.2015 - 10.04.2015
Fotoausstellung Berlin Unter dem Titel Somewhere On Disappearing Path zeigt C/O Berlin Bilder von Iveta Vaivode und Texte von Jule Hillgärtner und setzt damit die Serie Talents fort. Talents präsentiert junge Fotografen und Kunstkritiker an der Schwelle zwischen Ausbildung und Beruf. 21.1. bis 10.4.2015
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Talents 31 . Somewhere On Disappearing - Path Iveta Vaivode / Jule Hillgärtner
Fotoausstellung Berlin Unter dem Titel Somewhere On Disappearing Path zeigt C/O Berlin Bilder von Iveta Vaivode und Texte von Jule Hillgärtner und setzt damit die Serie Talents fort. Talents präsentiert junge Fotografen und Kunstkritiker an der Schwelle zwischen Ausbildung und Beruf. 21.1. bis 10.4.2015

 

Foto Iveta Vaivode




Pilcene, ein kleines Dorf in Lettland, das aus der Zeit gefallen scheint. Ein Ort, der eigene Erinnerungen wachruft, obwohl man nie zuvor dort war. Kristallklare Seen, riesige Heuballen, Fliegenpilze auf Waldlichtungen, Holzhäuser unter dichter Schneedecke, bunt dekorierte Wohnzimmer und deren Bewohner. In den Bildern der lettischen Fotografin Iveta Vaivode stehen nicht die Unmittelbarkeit und begleitende Dokumentation im Vordergrund, sondern die bewusste Darstellung einer bestimmten Atmosphäre – die eines ursprünglichen, heute kaum noch existierenden Landlebens.

Iveta Vaivode begibt sich auf eine Reise in die Heimat der eigenen Familie, in der sie selbst jedoch vorher nie war. Es ist eine visuelle Exkursion ins gleichzeitig Fremde wie Vertraute, die die Fotografin in regelmäßigen Abständen unternimmt – ohne vorher festgelegte Reihung oder formale Kriterien, nur mit einem offenen, neugierigen Blick. Die Bilder vermitteln nicht nur eine fast archaische Langsamkeit des Lebens, sondern auch die langsame Entstehung der Serie selbst. Denn die Nähe zu den Protagonisten und deren Zutrauen und Offenheit hat sich Iveta Vaivode als vom Dorfleben Außenstehende peu à peu erarbeiten müssen. Dadurch erst gelingt ihr die seltene Innensicht einer verschlossenen Gemeinschaft in der Tradition klassischer Dokumentarfotografen wie Josef Koudelka, Joakim Eskildsen, Walker Evans und Robert Frank.

 

Foto Iveta Vaivode

 



Die Kamera ist Türöffner und Auslöser für menschliche Begegnungen, und somit ist die Fotografie für Iveta Vaivode rein subjektiv. Anders als in der reinen Dokumentarfotografie geht es ihr immer um den Urheber selbst und nicht um einzelne Vorgänge oder Ereignisse. Das die Realität abbildende Medium Fotografie erweitert Iveta Vaivode, um eigenen Visionen und Fantasien Ausdruck zu geben. Dabei ist das Fotografieren bei ihr nicht nur eine Methode, um etwas festzuhalten und sich später daran zu erinnern, sondern darüber hinaus ein bewusster Akt des Hinterfragens von Erinnerungsmechanismen zwischen Rezeption und Konstruktion.

Iveta Vaivode, geboren 1979, machte 2008 ihren Abschluss am Art Institute von Bournemouth (GB) und schließt derzeit ihren Master in Fotografie an der TaiK (Aalto Universität für Kunst, Design und Architektur) in Helsinki ab. In den letzten Jahren widmete sich Iveta Vaivode langfristig angelegten fotografischen Essays, um ihre Sujets mit größerer Tiefe angehen zu können. Ihre fotografischen Arbeiten beschäftigen sich hauptsächlich mit der Darstellung ländlicher Gemeinschaften im östlichen Teil von Lettland, Lattgale genannt. Ivetas Fotografien wurden in Lettland, Litauen, Großbritannien, Frankreich, China und Belgien ausgestellt. Sie wurde auch mit folgenden Preisen ausgezeichnet: Nikon Discovery Award (2008), FreshFaced+WildEyed (The Photographers Gallery, UK) sowie dem Burn Magazine Grant. Iveta Vaivode lebt und arbeitet in Riga.

 

Foto Iveta Vaivode



Jule Hillgärtner, geboren 1978, promovierte zur Kriegsdarstellung im eingebetteten Journalismus als Stipendiatin des DFG-Graduierten-Kollegs für „Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung“ an der Goethe-Universität Frankfurt. Sie ist seit 2001 am Museum für Moderne Kunst Frankfurt tätig, lehrt seit 2009 Fototheorie an der Hochschule für Gestaltung Offenbach und schreibt für „Album, Magazin für Fotografie“. Sie realisierte Ausstellungen im Rahmen von F-Stop Leipzig (2010), RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain (2012), am Frankfurter Kunstverein (202/13) und an der Akademie der Künste Berlin (2014). Jule Hillgärtner lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Nachwuchs fördern und ihm eine erste Chance für die Zukunft geben – Talents ist kreativer Campus für junge internationale Gegenwartsfotografie und Kunstkritik. Seit 2006 fördert C/O Berlin mit dieser Ausstellungsreihe angehende Fotografen und Kritiker, die sich an der Schwelle zwischen Ausbildung und Beruf befinden. Begleitet wird jede Einzelausstellung von einer Publikation, in der Bild und Text einen Dialog eingehen. Talents ist ein internationaler Wettbewerb, der jährlich ausgeschrieben wird. Aus den eingereichten Bewerbungen wählt eine Fachjury jeweils vier Fotografen für einen Jahrgang aus. Mit Hilfe starker Partnerschaften schickt C/O Berlin die Fotografen und Kunsthistoriker in die Welt. Dieses in Europa einzigartige Programm ist für viele junge Künstler der Ausgangspunkt für Ausstellungen, z.B. in den Goethe-Instituten Stockholm, Paris, New York oder Santiago de Chile.



C/O Berlin, Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, Berlin



20.01.2015 - 08.03.2015
Fotoausstellung Friedrichshafen Mit dem Erwerb eines großen Teiles des Nachlasses von Andreas Feininger, einem der berühmtesten und einflussreichsten Fotografen der 40er bis 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, realisiert das Zeppelin Museum eine Ausstellung, die von den stadtbekannten Stadtansichten und experimentellen Studien bis zu Kameras, Katalogen und Büchern reicht.
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Andreas Feininger - Aus weiter Ferne
Fotoausstellung Friedrichshafen Mit dem Erwerb eines großen Teiles des Nachlasses von Andreas Feininger, einem der berühmtesten und einflussreichsten Fotografen der 40er bis 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, realisiert das Zeppelin Museum eine Ausstellung, die von den stadtbekannten Stadtansichten und experimentellen Studien bis zu Kameras, Katalogen und Büchern reicht.

 

Andreas Feininger "Brooklyn Bridge bei Nacht, New York" (1945)
@ Andreas Feininge Archive.com, c/o Zeppelin Museum Friedrichshafen

 

Weit über 550 Fotografien, Originalausgaben des LIFE-Magazins, mehrere seiner Kameras, Kodak Super-XX Filme, Filmschachteln und Patronen, mit denen Feininger damals arbeitete, darüber hinaus Kataloge, Bücher und Fotohandbücher, die er herausgegeben hat, wird die Ausstellung im Zeppelin Museum zeigen. Berühmt wurde Andreas Feininger nicht nur wegen seiner großartigen Fotografie sondern auch wegen seiner theoretischen Schriften, die vielfach veröffentlicht wurden.

 

Andreas Feininger "Finanzbezirk, Pine Street, New York" (1940)
@ Andreas Feininge Archive.com, c/o Zeppelin Museum Friedrichshafen


 

Viele der ausgestellten Fotografien sind inzwischen berühmte Klassiker. Neben den weltbekannten Stadtansichten New Yorks können auch seine experimentellen Studien und seine faszinierenden Natur- und Landschaftsfotografien entdeckt werden. Dabei wird deutlich, dass er nicht zuletzt wegen seiner herausragenden fotografischen Technik berühmt wurde. Sein selbstgebautes Teleobjektiv erlaubte ihm beispielsweise erstaunlich detailreiche Aufnahmen aus weiter Ferne aufzunehmen. Das Zeppelin Museum stellt erstmals das gesamte Feininger Archiv mit rund 550 Exponaten in einer umfassenden Ausstellung aus – und macht es so den Besucherinnen und Besuchern des Museums, aber auch der Forschung zugänglich.

 

Andreas Feininger "Chicago River and Wacker Drive, Chicago" (1941)
@ Andreas Feininge Archive.com, c/o Zeppelin Museum Friedrichshafen

 

Aus weiter Ferne lautet der Titel der spektakulären Gesamtschau des weltberühmten amerikanischen Reportage-Fotografen Andreas Feininger, dessen Nachlass zu einem großen Teil im Zeppelin Museum liegt. Die Ausstellung zeigt 565 von Andreas Feininger autorisierte Fotoabzüge, 261 davon handsigniert mehrere seiner Kameras, Kodak Super-XX Filme, Filmschachteln und Patronen, mit denen Feininger damals arbeitete. Darüber hinaus enthält das Archiv  zahlreiche Originalausgaben des LIFE-Magazins, Kataloge, Bücher und Fotohandbücher, die er herausgegeben hat. Damit wird erstmals das gesamte Andreas Feininger Archiv, das sich im Besitz des Zeppelin Museums befindet, für die breite Öffentlichkeit zugänglich.

 

Andreas Feininger "Badegäste auf Felsen, Lake Michigan" (1936)
@ Andreas Feininge Archive.com, c/o Zeppelin Museum Friedrichshafen

 

Andreas Feininger wurde 1906 als ältester Sohn des Malers Lyonel Feininger in Paris geboren. 1919 zog die Familie nach Weimar, wo Lyonel Feininger als Leiter der grafischen Werkstatt ans Staatliche Bauhaus berufen wurde. In Weimar machte Andreas Feininger von 1922-1925 Ausbildung zum Kunsttischler im Bauhaus in Weimar. Von 1925-1928 besuchte er die Staatlichen Bauschulen in Weimar und Zerbst und machte eine Ausbildung zum Architekten und Bauingenieur. In Folge seines Interesses an der Fotografie richtete er sich 1927 im Haus seiner Eltern in Dessau seine erste Dunkelkammer ein. Nach Arbeiten in Hamburg und Dessau als Architekt hatte er 1929 ie Werkbundausstellung „Film und Foto“ in Stuttgart.  1932 zieht er nach Paris und arbeitet im Büro von Le Corbusier als Architekt. Später geht er nach Stockholm, wo er 1934 ein Vergrößerungsgerät, das die deutsche Firma Liesegang nach seinen Plänen baut, konstruiert.

1939 Nach seiner Übersiedelung 1939 nach New York, arbeietet er als Reportagefotograf der Agentur „Black Star“, von 1943 -1962 für das „Life“-Magazin. 1955 ist er einer der Fotografen, die an der legendären Ausstellung „The Family of Man“ im Museum of Modern Art in New York teilnehmen. 1962 beendet Tätigkeit für das „Life“-Magazin und arbeitet als freier Fotograf und veröffentlicht zahlreiche Lehrbücher zur Fotografie.

In den 80er Jahren gibt Andreas Feininge aus gesundheitlichen Gründen das Fotografieren auf, widmet sich fortan dem Archivieren seiner Fotografien und vermacht seinen Nachlass zum größten Teil dem Center for Creative Photography in Tucson, Arizona. 1999 am 18. Februar stirbt Andreas Feininger im Alter von 93 Jahren in New York.

 

Zeppelin Museum Friedrichshafen, Seestraße 22, Friedrichshafen

20.01.2015 - 26.07.2015
Fotoausstellung Berlin . Mit 125 Bildern stellt die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin in den Sonderausstellungshallen am Kulturforum Mario Testino mit seiner fotografischen Arbeit vor. Provokant und respektlos, aber nie langweilig sind die Akt- und Modeaufnahmen des bekannten Fotografen. 20. Januar bis 26. Juli 2015
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Mario Testino: In Your Face
Fotoausstellung Berlin . Mit 125 Bildern stellt die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin in den Sonderausstellungshallen am Kulturforum Mario Testino mit seiner fotografischen Arbeit vor. Provokant und respektlos, aber nie langweilig sind die Akt- und Modeaufnahmen des bekannten Fotografen. 20. Januar bis 26. Juli 2015

 

Tasha Tilberg. Paris, Dutch Magazine, 1997 ©  Mario Testino

 

Erstmals ist der einflussreiche Fotograf Mario Testino in einer Ausstellung in Berlin zu sehen. Die Ausstellung „In Your Face“ feierte ihre Premiere 2012 im Museum of Fine Arts, Boston, und war 2014 im Museo de Arte Latinoamericana de Buenos Aires (MALBA) sowie im Museu de Arte Brasileira (FAAP) in Sao Paolo zu sehen. Nun kommt sie erstmals nach Europa. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Experimentierfreude und Vielfalt im fotografischen Schaffen Mario Testinos. 

 

Claudia Schiffer. Paris, Vogue Deutsch, 2008 ©  Mario Testino

 

"In Your Face” stellt für mich die freieste Art dar, mich auszudrücken.“ sagt Testino. „Als Bildermacher wollen die Leute dich immer in eine Schublade stecken. Ich glaube, dass jeder von uns viele verschiedene Seiten hat, und nicht immer dürfen wir alle diese Seiten zeigen, schon gar nicht gleichzeitig ausleben, so wie in dieser Ausstellung. Die besondere Art der Hängung dieser fotografischen Arbeiten erlaubt es all diesen verschiedenen Aspekten meiner Neugier miteinander ins Gespräch zu kommen; sie existieren nicht nur für sich, sondern lösen eine Reaktion aus, wenn sie nebeneinander zu sehen sind.“

 

Trent Ford. New York, V Man, 2003 ©  Mario Testino

 

Seit fast 150 Jahren sammelt die Kunstbibliothek Zeichnungen, Grafiken und Fotografien zur Geschichte der Mode. Gemeinsam mit den Buchbeständen bildet ihre Bildersammlung eines der weltweit bedeutendsten kostümgeschichtlichen Archive. Mit großen Ausstellungen zur Modegeschichte von der Renaissance bis hin zu den Looks und Lifestyles des 20. und 21. Jahrhunderts begeistert die Kunstbibliothek das Museums- und Modepublikum.

 

 Meghan Douglas. Paris, Vogue Paris, ©  Mario Testino


Mode im Bild, Bilder der Mode: Diese jahrhundertealten Traditionen, die in der Kunstbibliothek am Kulturforum bewahrt und gesammelt werden, gewinnen in den Arbeiten von Mario Testino eine neue Qualität. Mit der Kamera verwandelt Mario Testino die schönsten Augenblicke der Mode in unvergängliche Bildmonumente, die in ihrer Pracht, Raffinesse und Formvollendung Erinnerungen wachrufen an die großen Epochen der Malerei.  Auch Mario Testino vollzieht in jedem seiner Bilder eine Wandlung – vom Bildzeugen der Modegeschichte zum Bildenden Künstler, der mit seinen Arbeiten Kunstgeschichte schreibt. Moritz Wullen, Direktor der Kunstbibliothek: „Für diese Ausstellung von und mit Mario Testino, einem Grenzgänger zwischen Kunst- und Modewelt, ist das Kulturforum der ideale Ort.“ 

Die Ausstellung wird in Partnerschaft mit Swarovski realisiert. Nadja Swarovski, Mitglied des Swarovski Executive Board: “Wir freuen uns sehr, im Rahmen unseres kontinuierlichen Swarovski Engagements für Kultur und Kreativität das Europa-Debut von „Mario Testino: In Your Face? zu unterstützen. Mario Testino ist ein Visionär an der Schwelle zu Mode, Kunst und Fotografie. Die dynamischen Bilder seiner Ausstellung sprühen vor Glanz und Vitalität und zeigen uns, wie Testino im Laufe seiner drei Jahrzehnte umspannenden Karriere unsere Kultur geprägt hat und die Welt durch seine Leidenschaft und Kreativität  bereichert.“

 

Zu der Ausstellung erscheint im Taschen Verlag ein Buch mit den Arbeiten des Fotografen

 

Sonderausstellungshallen am Kulturforum, Matthäikirchplatz, Berlin-Tiergarten

 

18.01.2015 - 26.04.2015
Fotoausstellung Bedburg-Hau Einen faszinierenden Blick in die frühe Farbfotografie verspricht die Fotoausstellung Museum Schloss Moyland. Die Bilder sind sowohl von großer ethnografischer wie künstlerisch-dokumentarischer Bedeutung.
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Around the World: Farbfotografie vor 1914 - eine Entdeckungsreise
Fotoausstellung Bedburg-Hau Einen faszinierenden Blick in die frühe Farbfotografie verspricht die Fotoausstellung Museum Schloss Moyland. Die Bilder sind sowohl von großer ethnografischer wie künstlerisch-dokumentarischer Bedeutung.

Albert Kahn, Les archives de la planète, Stéphane Passet
Indien, Amber, Elefant vor dem Königspalast der Dhundar, 23. Dezember 1913
© Musée Albert-Kahn, Département des Hauts-de-Seine

 

Ein faszinierender fotografischer, künstlerischer und historischer Bilder-schatz entstand, als auf Betreiben des Bankiers Albert Kahn (1860–1940) ab 1908 zahlreiche Fotografinnen und Fotografen sowie Kameramänner durch Europa, Asien, Amerika und Afrika reisten. Im Verlauf von zwei Jahrzehnten produzierten diese mit innovativen Methoden Farbbilder von lokalen Szenerien und Alltagssituationen, von Menschen in traditioneller Tracht, von Architekturen und Monumenten der Kulturgeschichte sowie von Objekten aus Kunstgewerbe und Handwerk.

 

Albert Kahn, Les archives de la planète Auguste Léon, Schweden, Laksund, Karinberget,
Frisch verheiratetes Paar im Fotoatelier von Gerda Söderland, 28. August 1910
© Musée Albert-Kahn, Département des Hauts-de-Seine

 

Diese Bilder sind heute von großer ethnografischer wie künstlerisch-dokumentarischer Bedeu-tung. Die Präsentation dieser Farbfotografien im Museum Schloss Moyland stellt zugleich eine Anknüpfung an den eigenen Sammlungs-bestand der frühen Fotografie dar.

 

Albert Kahn, Les archives de la planète, Stéphane Passet, Marokko, Benguerir, Dorfbewohner,
Dezember 1912 / Januar 2013

© Musée Albert-Kahn, Département des Hauts-de-Seine

 

Eine Ausstellung des LVR-LandesMuseum Bonn und der Stiftung Museum Schloss Moyland.

 

Museum Schloss Moyland, Am Schloss 4, Bedburg-Hau,

 

 

 

15.01.2015 - 15.03.2015
Ausstellung München . In der Ausstellungsreihe Richochet zeigt die Münchner Villa Stuck seit 2010 zeitgenössische Künstler. In der neunten Folge wird Cyrill Lachauer kuratiert von Anna Schneider vorgestellt. Das multi-mediale Projekt "Full Service" von Cyrill Lachauer ist das Ergebnis zahlreicher Arbeits- und Forschungsreisen in den amerikanischen Westen.
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Ricochet #9. Cyrill Lachauer. Full Service
Ausstellung München . In der Ausstellungsreihe Richochet zeigt die Münchner Villa Stuck seit 2010 zeitgenössische Künstler. In der neunten Folge wird Cyrill Lachauer kuratiert von Anna Schneider vorgestellt. Das multi-mediale Projekt "Full Service" von Cyrill Lachauer ist das Ergebnis zahlreicher Arbeits- und Forschungsreisen in den amerikanischen Westen.

Cyrill Lachauer, Full Service, 2013 © Cyrill Lachauer

 

 In ihrer neunten Folge präsentiert das Museum Villa Stuck im Rahmen von RICOCHET den 1979 geborenen Künstler Cyrill Lachauer mit dessen erster institutioneller Einzelausstellung, kuratiert von Anna Schneider. Das multi-mediale Projekt »Full Service« von Cyrill Lachauer ist das Ergebnis zahlreicher Arbeits- und Forschungsreisen in den amerikanischen Westen. Ausgangspunkte sind die Wüstenstadt Las Vegas, deren Glücks- und Extaseversprechen jährlich Millionen von Menschen anziehen, und die indianische Widerstands- und Revitalisierungsbewegung des »Ghost Dance«. Der »Ghost Dance«, ein Ritual des indianischen Messias Wovoka, führt Lachauer in das Hinterland des amerikanischen Nord- und Südwestens zwischen Las Vegas und Wounded Knee. Cyrill Lachauers dreijährige Auseinandersetzung mit dem Verständnis von Geschichte und Landschaft im Ausbreitungsgebiet des »Ghost Dance« münden nun in einen Werkkomplex aus Film, Video, Fotografie und Sound.

 

Cyrill Lachauer, Full Service, 2013 © Cyrill Lachauer

 

Für seinen Film »Full Service« identifiziert Cyrill Lachauer ein Geräusch, das aus dem lärmenden Klangteppich des nächtlichen Treibens der Stadt heraus sticht; es wird zum akustischen Trigger und Leitmotiv für den Film. Einmal wahrgenommen, verfolgt es den Betrachter durch die Straßen. Es ist das rhythmische Klatschen, das entsteht, wenn dicke Bündel kleiner Karten in einer bestimmten Technik aufeinander geschlagen werden. Mit diesem Trigger versuchen die oft illegal eingewanderten Mexikanerinnen, die Aufmerksamkeit potentieller Interessenten zu gewinnen. Sie verteilen die Visitenkarten von Prostituierten, jede mit Foto und Telefonnummer versehen. Die Frauen stehen exemplarisch für all jene, die aus ganz Amerika nach Las Vegas kommen in der Hoffnung auf Arbeit und schnelles Geld.

Zum anderen eröffnet er die Referenz an den »Ghost Dance« der Paiute-Indianer, der zur Arbeitsgrundlage von »Full Service« wird. Die Paiute-Indianer bewohnten ursprünglich die Landstriche um das heutige Las Vegas und hofften mit dem Ritual des »Ghost Dance« ihre Toten wieder zum Leben zu erwecken und ein Verschwinden der Weißen und deren Unterdrückungsherrschaft herbeiführen zu können. Das Ritual wurde von dem indianischen Propheten Wovoka begründet, der 1889 während einer Sonnenfinsternis die Vision von der Befreiung der Indianer durch den »Ghost Dance« hatte.

»Full Service« reflektiert auch die Bildproduktion selbst. Cyrill Lachauer, der sowohl als Anthropologe geschult ist, als auch Film studiert hat, bevor er sich ganz der Bildenden Kunst verschrieben hat, ist sich der Komplexität des »Bildermachens« bewusst. Mit »Full Service« gelingt es ihm, eine eigene Form zwischen ethnographischer Feldforschung, Roadtrip und Hommage an das amerikanische Kino zu finden, die die Mehrdeutigkeit der Realität zulässt, ohne zu bewerten.

 

Cyrill Lachauer, Full Service, 2013 © Cyrill Lachauer


Der fotografische Teil der Ausstellung und zwei Videoarbeiten zeigen Cyrill Lachauers Suchbewegungen im Hinterland des amerikanischen Westens. Dabei spielt seine Idee von einer erzählenden Landschaft und sein Interesse an der Einschreibung von Geschichte in Landschaft die zentrale Rolle. Auf dieser Grundlage besuchte Cyrill Lachauer die heiligen Orte der Native Americans, die bis heute existierenden Reservate, Trailerparks und trostlose, von Armut und Drogenkonsum geprägten Kleinstädte.

 

Villa Stuck, Prinzregentenstraße 60, München

10.01.2015 - 25.03.2015
Fotoausstellung Köln Zu ihrem 25-jährigen Jubiläum zeigt die in focus Galerie eine gemeinsam vom Galeristen Burkhard Arnold und Elliott Erwitt zusammengestellte Auswahl an 45 Farbbildern, die mit der wohl bekannten ironischen Sicht des Fotografen auf Menschen und Hunde ein wahrer Leckerbissen sind.
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Elliott Erwitt - Kolor
Fotoausstellung Köln Zu ihrem 25-jährigen Jubiläum zeigt die in focus Galerie eine gemeinsam vom Galeristen Burkhard Arnold und Elliott Erwitt zusammengestellte Auswahl an 45 Farbbildern, die mit der wohl bekannten ironischen Sicht des Fotografen auf Menschen und Hunde ein wahrer Leckerbissen sind.

 

USA. Reno, Nevada. 1960. From left: Frank Taylor, Montgomery Clift, Eli Wallach, Arthur Miller, Marilyn Monroe, John Huston and Clark Gable on the set of 'The Misfits'. © Elliott Erwitt/MAGNUM PHOTOS

 

Gratulation an eine der der erfolgreichen Galerien in Deutschland bei denen die Fotografie kontinuierlich im Vordergrund steht. Die in focus Galerie begeht im Januar 2015 ihr 25- jährige Galeriejubiläum. In den vergangenen 25 Jahren wurden in über 140 Ausstellungen neben berühmten Fotografen wie z.B. den unlängst verstorbenen Lucien Clergue, Bruce Davidson, Elliott Erwitt, Franco Fontana, Greg Gorman, F.C. Gundlach, Thomas Hoepker, Susan Meiselas, Marc Riboud, Willy Ronis, Jan Saudek oder Jeanloup Sieff auch viele neue Talente wie Peikwen Cheng, Thomas Kellner, Vadim Gushchin, Arno Rafael Minkkinen, Hans Jürgen Raabe, William Ropp oder Susan Dobson zum Teil erstmals in Deutschland vorgestellt.

 

CUBA. Havana. 1964. Che Guevara © Elliott Erwitt/MAGNUM PHOTOS

 

Die Jubiläumsausstellung im Januar 2015 wird als weltweite Premiere Fotografien eines der berühmtesten Fotografen der Welt zeigen. Es sind Fotografien eines erfüllten Arbeitslebens, die bis heute im Archiv des Künstlers nur darauf gewartet haben, in dieser Ausstellung gezeigt zu werden.

 

Saint Tropez, France, 1959 © Elliott Erwitt/MAGNUM PHOTOS

 

„Farbe ist beschreibend. Schwarz-Weiß ist interpretierend.“, so der Fotograf zu seinen eigenen Worten. Elliott Erwitt arbeitet zweigleisig. Zum einen arbeitet er, vornehmlich in Farbe, in der Auftragsfotografie und der Werbung und zum anderen widmet er sich in seiner Freizeit seinem Hobby, dem zwanglosen Umherstreifen mit seiner Leica. Die so entstandenen Schwarz-Weiß-Arbeiten sind die, für die er heute am bekanntesten ist. Weltweit erstmalig werden nun die farbigen Arbeiten in der Kölner in focus Galerie präsentiert. Die Ausstellung trägt den Titel des gleichnamigen Buches: KOLOR, herausgegeben vom teNeues Verlag, 2014. Als Hommage und subtile Anspielung an George Eastman, den Mitbegründer der Firma Kodak, gedacht, werden Erwitts nie zuvor in Buchform publizierten Farbarbeiten gezeigt. Die 45 ausgewählten Arbeiten der Ausstellung präsentieren die Essenz seines umfangreichen Archivs, von denen viele Arbeiten beinahe in Vergessenheit geraten wären. 



in focus Galerie, Hauptstraße 114, Köln



27.12.2014 - 31.05.2015
Fotoausstellung Noch bis ins Neue Jahr sind die schönsten Bilder des Naturfotowettbewerbs an mehreren Ausstellungsorten zu sehen: Bis 5. Januar im Museum Alexander Koenig Bonn und im Urwelt-Museum Bayreuth, bis 22. Februar in Klipp's Wasserwelten in Klipphausen bei Dresden und noch bis zum 31. Mai 2015 im Nationalparkhaus Ilsetal im Harz. Im Jahr 2015 wird es noch weitere Termine geben wie im Naturkundemuseum im Marstall Paderborn vom 17. Januar bis 6. April und im Museum der Natur Gotha auf Schloss Friedenstein vom 2. Februar bis 31. März
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Glanzlichter-Deutschland-Tournee
Fotoausstellung Noch bis ins Neue Jahr sind die schönsten Bilder des Naturfotowettbewerbs an mehreren Ausstellungsorten zu sehen: Bis 5. Januar im Museum Alexander Koenig Bonn und im Urwelt-Museum Bayreuth, bis 22. Februar in Klipp's Wasserwelten in Klipphausen bei Dresden und noch bis zum 31. Mai 2015 im Nationalparkhaus Ilsetal im Harz. Im Jahr 2015 wird es noch weitere Termine geben wie im Naturkundemuseum im Marstall Paderborn vom 17. Januar bis 6. April und im Museum der Natur Gotha auf Schloss Friedenstein vom 2. Februar bis 31. März

Unter dem Titel "Glanzlichter" steht jedes Jahr ein Naturfotowettbewerb, der vom projekt natur & fotografie veranstaltet wird. Die besten Bilder der verschiedenen Kategorien gehen nach ihrer Vorstellung auf den Fürstenfelder Naturfototagen auf Deutschlandtournee.

 

Museum Alexander Koenig Bonn, Adenauerallee 160, Bonn

Bis 5. Januar  2015

https://www.zfmk.de/de

 

Urwelt-Museum Oberfranken, Kanzleistraße 1, Bayreuth

Bis 5. Januar 2015

http://www.urwelt-museum.de

 

 

Klipp's Wasserwelten  Meißner Straße 12, Klipphausen

Bis 22. Februar 2015

http://www.klippswasserwelt.de/ausstellung

 

 

Naturkundemuseum im Marstall Paderborn, im Schlosspark 9, Paderborn-Schloß Neuhaus

17. Januar bis 6. April

http://www.paderborn.de/microsite/naturkundemuseum/

 

Nationalparkhaus Ilsetal im Harz, Ilsetal 5, Ilsenburg

31. Mai 2015

http://www.nationalpark-harz.de

 

Museum der Natur Gotha auf Schloss Friedenstein

2. Februar bis 31. März 2015

http://www.stiftungfriedenstein.de/

 

 

http://www.glanzlichter.com

 

02.12.2014 - 07.03.2015
Fotoausstellung Frankfurt . Arbeiten der Stipendiaten Ulrich Gebert und Andrej Krementschouk stellt die Ausstellung "f/12.2" im Art Foyer der DZ Bank Kunstsammlung vor. Außerdem sind die Künstler der Stipendiaten-Shortlist Alexandra Baumgartner, Valerio Spada und Robert Voit zu sehen, deren Werke in die Sammlung aufgenommen wurden. Bis 7.3.2015
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Ulrich Gebert und Andrej Krementschouk "f/12.2"
Fotoausstellung Frankfurt . Arbeiten der Stipendiaten Ulrich Gebert und Andrej Krementschouk stellt die Ausstellung "f/12.2" im Art Foyer der DZ Bank Kunstsammlung vor. Außerdem sind die Künstler der Stipendiaten-Shortlist Alexandra Baumgartner, Valerio Spada und Robert Voit zu sehen, deren Werke in die Sammlung aufgenommen wurden. Bis 7.3.2015

Foto Ulrich Gebert

 

 

Bereits von 1993 bis 2003 hat die DZ BANK Kunstsammlung im Bereich Fotografie Arbeitsstipendien an Künstler vergeben und lässt jetzt anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums im vergangenen Jahr das Stipendium neu aufleben. Alle zwei Jahre wird künftig eine wechselnde siebenköpfige Jury die Kandidaten vorschlagen. Diese können sich mit Arbeitsproben und Projektideen bewerben, die im weitesten Sinne mit fotografischen Bildern zu tun haben.

Für das Projektstipendium 2014 wurden insgesamt 43 Arbeitsproben und Projektideen eingereicht. Am meisten überzeugten Ulrich Gebert und Andrej Krementschouk. Ihnen wurde mit dem Preisgeld von jeweils 1.000 Euro pro Monat über den Zeitraum eines Jahres die Arbeit an ihrem Projekt ermöglicht.

Ulrich Gebert, 1976 in München geboren studierte Fotografie unter anderem als Meisterschüler bei Timm Rautert an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Der Künstler erforscht in seinem konzeptuellen Werk das kulturell geprägte Verhältnis des Menschen zum Tier. Die Fotografien, deren Grundlage oftmals vorgefundene Materialien bilden, thematisieren Forschung, Zucht oder Massentierhaltung. In dem Stipendiumsprojekt „Ur“ beschäftigt sich Gebert mit dieser Rinderart, die seit dem 17. Jahrhundert ausgestorben schien. In den 20er Jahren entstand die Idee, durch Kreuzungszucht und anschließende Selektion die ursprünglichen Merkmale des Auerochsen wieder in einem Tier zu vereinigen. In seiner Serie zeigt er die vom Menschen geschaffenen Tiere in der Natur, die selbstverständlich auch Kulturlandschaft ist. Was also scheinbar natürlich daher kommt, ist Künstlichkeit in sich.

 

 

 Bild Andrej Krementschouk

 

 

Andrej Krementschouk 1973 in Gorki/Sowjetunion geboren, absolvierte eine Ausbildung als Restaurator von Ikonen und Kunstgegenständen aus Metall dem ein eStudium der Musikethnologie, das er mit dem Diplom als Chorleiter abschloss, folgte. Sechs Jahre lang arbeitete er als Goldschmied und restaurierte Ikonen. Danach studierte er in Hamburg bei Ute Mahler und in Leipzig Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Fotografie.

 Die Bilder von Andrej Krementschouk sind eine Fortentwicklung seines bereits 2007 begonnen Projekts „Come bury me“ („Komm wieder, um mich zu begraben“). Es zeigt Menschen auf der Schattenseite des Lebens. In seinem „TEXTfoto Buch“ mit gleichnamigem Titel berichtet er vom Leben einer Gruppe Obdachloser in Russland in einem verfallenen alten Haus. Triste Evidenz, Traum, Rausch, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Tod, aber auch die gemeinschaftliche Geborgenheit, sind in diesen Bildern gegenwärtig. Nach einem Jahr ist die Hütte samt ihren Bewohnern einer Brandstiftung zum Opfer gefallen. In seinem Stipendiumsprojekt „Vier Jahreszeiten“ hat Andrej Krementschouk die Geschichte des Nachfolgebaus in zeitlichen Intervallen jeweils vom gleichen Kamerastandort aus fotografisch festgehalten. Mittlerweile ist nach diversen Zwischenphasen dort ein luxuriöses Restaurant errichtet worden.

 

Die Jury

Zum letztjährigen Fachgremium, das von Dr. Christina Leber, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung, benannt wurde, gehörten Els Barents (Huis Marseille Museum voor Fotografie), Thomas Draschan (Künstler, Wien), Carolin Ellwanger (Geschäftsführerin Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg), Dr. Martin Engler (Kustos für Gegenwartskunst Städel Museum, Frankfurt am Main), Dr. Alexander Klar (Direktor Museum Wiesbaden) und Dr. Ulrich Pohlmann (Sammlungsleiter Fotografie Münchner Stadtmuseum).

 

DZ BANK Kunstsammlung

Im ART FOYER veranstaltet die DZ BANK Kunstsammlung in Frankfurt am Main regelmäßig Ausstellungen. Das Spitzeninstitut der Volksbanken Raiffeisenbanken verfügt über eine weltweit anerkannte Sammlung zeitgenössischer Fotokunst mit über 7000 Werken von rund 700 Künstlern.

 

27.11.2014 - 17.05.2015
Fotoausstellung Berlin . Zum zehnjährigen Jubiläum zeigt die Helmut Newton Stiftung knapp 200 Bilder unter dem Titel "Permanent Loan Selection" in denen sowohl Porträt- als auch Akt- und Modebilder zu sehen sein werden. Viele der Aufnahmen wurden in Berlin noch nie vorgestellt. 27. November 2014 bis 17. Mai 2015
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Helmut Newton: Permanent Loan Selection
Fotoausstellung Berlin . Zum zehnjährigen Jubiläum zeigt die Helmut Newton Stiftung knapp 200 Bilder unter dem Titel "Permanent Loan Selection" in denen sowohl Porträt- als auch Akt- und Modebilder zu sehen sein werden. Viele der Aufnahmen wurden in Berlin noch nie vorgestellt. 27. November 2014 bis 17. Mai 2015

 

Helmut Newton, Sigourney Weaver, Los Angeles, 1983 © Helmut Newton Estate

 

Helmit Newton, der 1920 in Berlin geboren wurde, wurde vor allen durch seine provokanten Aktfotografien und seine beeindruckenden Modebilder weltberühmt. Seine Aktofotografien erregten in den 90er Jahren vor allem in der feministischen Szene Unwillen, wo sie als sexistisch angesehen wurden. So angegriffen Helmut Newton zum Teil war, blieben seine fotografischen Erfolge unumstritten. So wurde er mit mehreren Kulturpreisen ausgezeichnet. Vor zehn Jahren verstarb er nach einem Verkehrsunfall in Los Angeles. Nach seinem Wunsch wurde er in seiner Heimatstadt Berlin beigesetzt.

 

Helmut Newton, David Lynch und Isabella Rossellini, Los Angeles, 1983 © Helmut Newton Estate

 

Als Helmut Newton im Herbst 2003 seine Stiftung in Berlin gründete, übertrug er ihr mehrere Hundert Originalfhotografien als Dauerleihgabe. Zum zehnjährigen Jubiläum zeigt die Helmut Newton Stiftung daraus nun erstmals knapp 200 Bilder unter dem Titel „Permanent Loan Selection“. Die drei Hauptgenres – Porträt, Akt und Mode – werden, räumlich getrennt, mit vielen bisher in Berlin noch nicht gezeigten Aufnahmen vorgestellt.

 

Helmut Newton, Catherine Deneuve for a photo-essay in Nouvel Observateur, Pairs 1983
© Helmut Newton Estate

 

 

Darunter finden sich viele Porträts bekannter Persönlichkeiten, etwa von Catherine Deneuve, Paloma Picasso, Karl Lagerfeld oder David Bowie. Bei den Modephotographien dieser Auswahl, ebenfalls in Schwarz-Weiß und Farbe, handelt es sich vor allem um Editorial-Aufträge für international bedeutende Magazine, aufgenommen in den 1970er und 1980er-Jahren. Newtons lebensgroße Big Nudes entstanden 1980 in Paris; fünf von ihnen hängen seit Stiftungsgründung in der Museumslobby. In der aktuellen Ausstellung tauchen nun auch andere lebensgroße Aktaufnahmen auf.

 

Helmut Newton, US Vogue, Monaco 1996 © Helmut Newton Estate

 

 

In June’s Room schließlich begegnet dem Besucher eine Auswahl vergrößerter Kontaktbögen mit unterschiedlichen Figurenkonstellationen, die einen ungewöhnlichen Einblick in Newtons Arbeitsprozess gewähren.

 

Helmut Newton Stiftung, Museum für Photographie, Jebenstraße 2, Berlin

 

 

21.11.2014 - 28.05.2015
Fotoausstellung Salzburg Im Schloss Arenberg zeigt die Leica Galerie Salzburg großformatige Bilder des Leica Fotografen Michael Agel der auf dem Montreux Jazz Festival in der Schweiz, einem der renommiertesten Musikfestivals in Europa, fotografiert hat. Vom 21.11.2014 bis 28.5. 2015
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Michael Agel - Montreux Impressionen
Fotoausstellung Salzburg Im Schloss Arenberg zeigt die Leica Galerie Salzburg großformatige Bilder des Leica Fotografen Michael Agel der auf dem Montreux Jazz Festival in der Schweiz, einem der renommiertesten Musikfestivals in Europa, fotografiert hat. Vom 21.11.2014 bis 28.5. 2015

 Der amerikanische Saxofonist James Carter fotografiert von Michael Agel


 

Das Montreux Jazz Festival ist eines der renommiertesten Musikfestivals in Europa und nach dem kanadischen Montreal International Jazz Festival das größte Jazz Festival der Welt. Seit 1967 findet es jährlich in Montreux, am Ufer des Genfersees, in der Schweiz statt.
 

Für Leica- offizieller Partner des Festivals von 2011 bis 2013 - fotografierte er mit seiner Leica Monochrom und M die Stars auf der Bühne. Entstanden sind beeindruckende Momentaufnahmen großer Stars wie Alanis Morisette, Eryka Badu, Herbert Grönemayer, Katie Melua oder den amerikanischen Saxofonisten James Carter.

 

 

Michael Agel, 1970 in Wetzlar geboren, ist bekannt für seine authentischen und ausdrucksstarken Portrait- und Live-Fotografien. Schon als Jugendlicher pilgert Michael Agel zu den Konzerten seiner Lieblingsbands, wie z.B. Metallica, Bryan Adams, die Toten Hosen, Red Hot Chili Peppers oder Motörhead.
 

Neben zahlreichen Ausstellungen, Kalender- und Buchveröffentlichungen begleitete er fotografisch die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der WM 2010.

Die ausgestellten Fotografien sind auf 6 Stück limitiert, in 2 Größen erhältlich, und käuflich  zu erwerben.

 

Schloss Arenberg, Salzburg

 

 

 

 

15.11.2014 - 06.04.2015
Fotoausstellung Wolfsburg In der Ausstellung RealSurreal zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg rund 200 Meisterwerke aus der in diesem Umfang noch nie gezeigten, bedeutenden Münchner Sammlung Siegert zur Fotografie des Neuen Sehens zwischen Neuer Sachlichkeit und Surrealismus in Deutschland, Frankreich und der Tschechoslowakei.
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RealSurreal. Meisterwerke der Avantgarde-Fotografie
Fotoausstellung Wolfsburg In der Ausstellung RealSurreal zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg rund 200 Meisterwerke aus der in diesem Umfang noch nie gezeigten, bedeutenden Münchner Sammlung Siegert zur Fotografie des Neuen Sehens zwischen Neuer Sachlichkeit und Surrealismus in Deutschland, Frankreich und der Tschechoslowakei.

 

Hans Bellmer: Die Puppe, 1935, Foto: Christian P. Schmieder, München © VG Bild-Kunst, Bonn 2014



Bei der Fotografie bleibt immer die Frage bildet sie die Wirklichkeit naturgetreu ab, oder ist sie ein inszeniertes Bild? Das Kunstmuseum Wolfsburg wirft mit der Ausstellung RealSurreal einen umfassenden Blick auf die Avantgarde-Fotografie zwischen 1920 und 1950. Präsentiert werden mit der Ausstellung RealSurreal rund 200 Meisterwerke aus der in diesem Umfang noch nie gezeigten, bedeutenden Münchner Sammlung Siegert zur Fotografie des Neuen Sehens zwischen Neuer Sachlichkeit und Surrealismus in Deutschland, Frankreich und der Tschechoslowakei. Ausgehend von einem Prolog mit beispielhaften Fotografien des 19. Jahrhunderts lässt sich im Kunstmuseum Wolfsburg anhand seltener Originalabzüge bedeutender Fotografen die Bandbreite und Vielschichtigkeit der Fotografie zwischen real und surreal neu entdecken. Dazu machen historische Fotobücher und Zeitschriften sowie seltene Künstlerbücher und Beispiele avantgardistischer Umschlaggestaltungen den neuen Blick auf die Welt erlebbar. Einige berühmte Filmbeispiele von Luis Buñuel, László Moholy-Nagy, Hans Richter u. a., die in einem 45-minütigen Loop permanent in der Ausstellung gezeigt werden, machen auf die fruchtbare Wechselbeziehung zwischen Avantgarde-Fotografie und dem Kino dieser Zeit aufmerksam.

 

Erwin Blumenfeld: Totenschädel, 1923/33 Foto Christian P. Schmieder, München © The Estate of Erwin Blumenfeld

 

 

Ausgestellte Künstler:

Eugène Atget – Herbert Bayer – Hans Bellmer – Aenne Biermann – Brassaï – František Drtikol – Jaromír Funke – Florence Henri – André Kertész – Germaine Krull – Herbert List – Man Ray – László Moholy-Nagy – Albert Renger-Patzsch – August Sander – Josef Sudek – Maurice Tabard – Raoul Ubac – Umbo – Wols u. a.



Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerplatz 1, Wolfsburg

24.10.2014 - 08.03.2015
Ausstellung Bergisch-Gladbach . Kaum etwas trägt mehr zur Bekanntheit von Bergisch-Gladbach bei als die Michelin-ausgezeichnete Spitzengastronomie der Stadt. Anlass genug für das Kunstmuseum Villa Zanders, die Kunst des Kochens aus dem Blickwinkel der Kunst in einer Ausstellung zu beleuchten und mit einem Rahmenprogramm alle Sinne anzusprechen. Bis 8.3.2015
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Topf und Deckel - Kunst und Küche
Ausstellung Bergisch-Gladbach . Kaum etwas trägt mehr zur Bekanntheit von Bergisch-Gladbach bei als die Michelin-ausgezeichnete Spitzengastronomie der Stadt. Anlass genug für das Kunstmuseum Villa Zanders, die Kunst des Kochens aus dem Blickwinkel der Kunst in einer Ausstellung zu beleuchten und mit einem Rahmenprogramm alle Sinne anzusprechen. Bis 8.3.2015

Petra Weifenbach, Kalte Fotowurstplatte, 2002, plastisches Objekt aus Fotoabzügen 66 x 45 x7 cm
© Petra Weifenbach VG Bild-Kunst Bonn

 

Das Thema Kochen ist populärer denn je! In der Ausstellung wird das Thema in seinem ganzen Spektrum aus künstlerischer und kulturhistorischer Sicht gezeigt. Nicht nur Exponate aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur, Video bis hin zu Design und Innenarchitektur werden zu sehen sein –  darüber hinaus bietet die Ausstellung mit einem umfangreichen Rahmenprogramm ein vielfältiges Angebot für alle Sinne. Künstler kochen für das Publikum und sorgen mit Beiträgen wie "Kochen als Kunstgattung" für die Auflösung zwischen Kunst und Küche.

 

Knut Wolfgang Maron, aus: Ein Leben 1998-2013 © Knut Wolfgang Maron

 

 

Ausgehend von hostorischen Beispielen wie den Küchenutensilien des 17. Jahrhundert werden die Wechselverhältnisse und die gegenseitige Beeinflussung von bildender Kunst, Design und angewandter Kunst bis heute dem Besucher nahegebracht. Die Ausstellung will mit diesem Thema auch kunstferne Zielgruppen erreichen und die Augen für die Zusammenhänge von Kunst und Leben, Wohnen, Geselligkeit, Familie und Gesundheit öffnen.

 

August Sander, Konditor, 1928, Gelatinesilberabzug
© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur - August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2014

 

 

Kunsrtmuseum Villa Zanders, Konrad-Adenauer-Platz 8, Bergisch-Gladbach

 

19.10.2014 - 14.06.2015
Ausstellung Frankfurt . Im TaunusTurm der neuen Dependance des MMK Museum für Moderne Kunst zeigt das MMK2 als erste Ausstellung "Boom She Boom. Werke aus der Sammlung des MMK", die den Künstlerinnen der Sammlung gewidmet ist. Bis 14.6.2014
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Boom She Boom
Ausstellung Frankfurt . Im TaunusTurm der neuen Dependance des MMK Museum für Moderne Kunst zeigt das MMK2 als erste Ausstellung "Boom She Boom. Werke aus der Sammlung des MMK", die den Künstlerinnen der Sammlung gewidmet ist. Bis 14.6.2014

 

Anja Niedringhaus, Amerikanischer Infanterist, 2004
Foto / photo: Axel Schneider © Anja Niedringhaus

 

 

Zum ersten Mal in Deutschland ist ein Museum in ein Bürohochhaus gezogen. Mit der Erweiterung bekommt das Museum rund 2.000 zusätzliche Quadratmeter für die Präsentation seiner umfangreichen Sammlung internationaler Gegenwartskunst. Die Immobilienentwickler Tishman Speyer und die Commerz Real AG stellen dem MMK diese Fläche für 15 Jahre miet- und nebenkostenfrei zur Verfügung.

Die Eröffnungsausstellung "Boom She Boom. Werke aus der Sammlung des MMK" ist ausschließlich mit Künstlerinnen bestellt und zeigt einen Schwerpunkt des MMK das von der ersten Stunde an im Jahr 1991 bis heute ein ganz besonderes Augenmerk auf die starken Positionen der Künstlerinnen der letzten Jahrzehnte gerichtet hat.
Insbesondere bei den Ankäufen der letzten Jahre ist auffällig, dass ausgesprochen viele Werke von Künstlerinnen unter den Neuzugängen der MMK Sammlung zu finden sind. Hauptwerke von Vanessa Beecroft, Rineke Dijkstra, Teresa Margolles, Sarah Morris oder Taryn Simon markieren wichtige Erweiterungen der Sammlung.

 

Vija Celmins, Night Sky#15, 2000#2001
Foto/photo: Axel Schneider © Vija Celmins

 


Mit der Vielfalt und Stärke, die von den Werken dieser Künstlerinnen ausgeht, möchte das MMK seine neue Präsenz im Zentrum Frankfurts beginnen. Die Ausstellung umfasst unterschiedliche künstlerische Verfahren und konzeptuelle Ansätze, sie präsentiert eine Vielzahl von Perspektiven und Fragestellungen. In Skulpturen und Installationen, Gemälden und Zeichnungen, Filmen und Fotografie hinterfragen die Künstlerinnen die Repräsentation und gesellschaftliche Konnotation des weiblichen Körpers, sie beschäftigen sich mit sozialen und globalen Zusammenhängen, untersuchen Formen von Narration und Abstraktion und analysieren Strategien der Raumaneignung.

 

Isa Genzken, Oil XV & Oil XVI, 2007 Installationsansicht im MMK 2 des MMK Museum für Moderne Kunst. Foto/photo: Axel Schneider © Isa Genzken / Galerie Daniel Buchholz



Der Titel der Ausstellung „Boom She Boom“ zitiert den erfolgreichen Doo Wop-Song der Band „The Chords“ aus dem Jahr 1954, der seither zahlreiche Neuinterpretationen erfuhr. War der Song in erster Linie als Liebeserklärung an eine Frau gedacht, bezog sich „Sh-Boom“ – lautmalerisch für den Abwurf einer Bombe – auch auf die Zuspitzung des Kalten Krieges im Entstehungsjahr des Songs. Im Kontext der Ausstellung erhält der sinnliche wie fatalistische Titel eine weitere Bedeutungsebene, die die Forderungen und Lebenswirklichkeiten von Künstlerinnen in der Museumslandschaft nachdrücklich unterstreicht.

 

Sturtevant, The Dark Threat of Absence Fragmented and Sliced, 2002
Foto / photo: Axel Schneider © Sturtevant



Künstlerinnen der Ausstellung:
Jo Baer / Vanessa Beecroft / Shannon Bool / Andrea Buüttner / Vija Celmins / Hanne Darboven / Rineke Dijkstra / Marlene Dumas / Parastou Forouhar / Katharina Fritsch / Isa Genzken / Tamara Grcic / Bethan Huws / Anne Imhof / Barbara Klemm / Eva Kotátková / Franziska Kneidl / Teresa Margolles / Sarah Morris / Cady Noland / Anja Niedringhaus / Christa Näher / Charlotte Posenenske / Jewyo Rhii / Taryn Simon / Sturtevant / Rosemarie Trockel / Adrian Williams

Das MMK 2 wird ermöglicht durch den TaunusTurm – ein Joint Venture von Tishman Speyer und der Commerz Real AG. Gründungspartner sind Stefan Quandt, die Ernst Max von Grunelius-Stiftung, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die DekaBank Deutsche Girozentrale. Weitere Förderer sind die MMK Stiftung, die Freunde des MMK und die New Contemporaries.

Für die Eröffnungsausstellung „Boom She Boom“ im MMK 2 übernehmen die DekaBank Deutsche Girozentrale und die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen die Schirmherrschaft.

 

MMK 2, Taunus Turm, Taunustor 1, Frankfurt am Main

 

 

17.10.2014 - 30.08.2015
Ausstellung München . Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums erzählt eine Sonderausstellung mit interessanten Exponaten,und Fotografien die Geschichte der längsten Eisenbahnstrecke der Welt - der legendären Transsib. Sie zeigt die Menschen, die mit ihr unterwegs sind ebenso wie die vielfältigen Landschaften und Städte durch die ihr Weg führt. Bis 30.8.2015
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Transsib - Ein Jahrhundertprojekt auf Schienen
Ausstellung München . Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums erzählt eine Sonderausstellung mit interessanten Exponaten,und Fotografien die Geschichte der längsten Eisenbahnstrecke der Welt - der legendären Transsib. Sie zeigt die Menschen, die mit ihr unterwegs sind ebenso wie die vielfältigen Landschaften und Städte durch die ihr Weg führt. Bis 30.8.2015

Bis 2004 wurden im Güterverkehr auf dem chinesischen Teil der Strecke nach Peking noch Dmpfloks eingesetzt.  Foto: Thomas Waidelich

 

 Die Fahrt auf der längsten Eisenbahnstrecke durch das flächenmäßig größte Land der Erde führt durch sieben Zeitzonen und ist eine der legendären Reiseabenteuer unserer Erde. Zahlreiche Hindernisse mussten bei ihrem Bau überwunden werden. Sie lernt man in der Ausstellung ebenso kennen wie Menschen, die mit der Transsib unterwegs sind und in den durchreisten Landstrichen leben. Aufnahmen von den Orten an der Strecke von Moskau bis Wladiwostok oder Peking vermitteln einen Eindruck von der landschaftlichen Vielfalt Sibiriens. 

Die ursprünglichen Streckenabschnitte der Transsibirischen Eisenbahn wurden zwischen 1891 und 1916 angelegt. Tausende Arbeiter errichteten die Bahnstrecke mit einfachen Werkzeugen und Transportmitteln in kaum besiedeltem Gebiet und schwierigem Terrain. Die bis heute längste Bahnlinie der Welt erschloss den Osten Russlands und verband Moskau mit dem Pazifik. Schon bald nach der Jahrhundertwende fuhren auch die ersten Reisezüge von Europa durch Sibirien in den fernen Osten. Nach anfänglichen Rückschlägen durch Bauprobleme und Kriege entwickelte sich die Transsibirische Eisenbahn im 20. Jahrhundert zu einer unverzichtbaren Lebensader des Verkehrs zwischen Europa und Asien, die bis heute immer wieder erneuert und ausgebaut wurde. Sie transportiert Menschen und Güter und durchquert zwei Kontinente. Dabei fährt sie durch sieben Zeitzonen und viele Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Transsibirische Eisenbahn hatte großen Einfluss auf die Erschließung Sibiriens und die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung. Die Anbindung Russlands an den Pazifischen Ozean eröffnete neue Handelswege und Geschäftsbeziehungen. Seit einigen Jahren steigern neue Kommunikationstechnologien und eine Verkürzung der Zollformalitäten beim Überschreiten der Ländergrenzen die Bedeutung der Strecke als „Transeurasische Landbrücke“. Das Land ist auch die Heimat einer großen Zahl unterschiedlichster Ethnien, deren Lebensraum durch den Anstieg der Industrialisierung in den vergangenen hundert Jahren immer weiter eingeschränkt wurde. Die Sonderausstellung erschließt das Thema mit zahlreichen Fotos und Bildern und präsentiert viele landestypische Exponate – von Nahrungsmitteln bis zu regionalen Trachten, von Jagdzubehör bis zu Lok- und Wagenmodellen.

 

Entstanden ist die Ausstellung in einer Kooperation zwischen dem Deutschen Museum in München und dem Industriemuseum Lauf. 

 

 

 

Bis in die 1970er Jahre wurde im damals Nicht elektrifizierten Ostteil der Transsibirischen Eisebahn die berühmte Schnellzuglok P36 mit einer Leistung  von 1840 kW eingesetzt. Foto: Hansjoerg Brutzer

 

Galerie der Halle III im Verkehrszentrum des Deutschen Museums, Theresienhöhe 15, München

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