Fotoausstellungen

06.09.2014 - 28.09.2014
Ausstellung Viernheim. Der Traum vom Fliegen ist eine alte Sehnsucht des Menschen. Auch wenn das Fliegen heute technisch gelöst ist, ist der Traum vom Fliegen noch lange nicht ausgeträumt. Fritz Stier, Videokünstler und Pionier der Medien- und Performancekunst, zeigt in seinen Bildern junge Sportler, die mit akrobatischen Sprüngen zu fliegen scheinen. Ausgestellt im Kunstverein Viernheim vom 6.9.-28.9.2014
...Klick zum Weiterlesen
Franz Stier - Der Traum vom Fliegen
Ausstellung Viernheim. Der Traum vom Fliegen ist eine alte Sehnsucht des Menschen. Auch wenn das Fliegen heute technisch gelöst ist, ist der Traum vom Fliegen noch lange nicht ausgeträumt. Fritz Stier, Videokünstler und Pionier der Medien- und Performancekunst, zeigt in seinen Bildern junge Sportler, die mit akrobatischen Sprüngen zu fliegen scheinen. Ausgestellt im Kunstverein Viernheim vom 6.9.-28.9.2014

 

Schon immer beneideten die Menschenr Vögel, Libellen, Schmetterlinge, ja selbst die hässlichen Fledermäuse um ihren Lebensraum. Seit der Antike beschäftigen sich Künstler wie Ingenieure mit diesem Traum. Man erinnere sich an Dädalus, der sich aus Vogelfedern und Kerzenwachs Flügel schuf, mit denen er und sein Sohn Ikarus dem Labyrinth von Knossos entfliehen konnte. So erzählt es Ovid in seinen 'Metamorphosen'. Viele andere sagenhafte Himmelsstürmer ließen sich anführen. Heute ist das Fliegen technisch gelöst, und jeder Mensch kann gefahrlos zum Himmel und der Sonne aufsteigen. Doch der Traum vom Fliegen ist damit noch lange nicht ausgeträumt.  

 

 

Die Schwerkraft des Planeten Erde ist der große Spaßverderber. Gerade junge Leute versuchen diese Erdenschwere aufzuheben, lieben das Rad, mit dem sie rollen und rasen können, Skier, Surfbretter und Skateboards, mit denen sie gleiten und die Trägheit der Masse überwinden können. Andere suchen beim Bungee-Springen den freien Fall, nicht zuletzt um körpereigene Endorphine wie Rauschgift zu erleben. Die Free-Climber riskieren ihr junges Leben an steilen Bergenwänden und wissen nichts von einem Ikarus. Besonders beeindruckend sind die Trasseure, die wie akrobatische Affen durch den Großstadtdschungel rennen und springen und so die Bürger schrecken.

 

Fritz Stier zeigt in seinen Bildern diese jungen Sportler, meist Protagonisten amerikanischer Fun-Sportarten, die noch nicht olympisch sind. Seltener sind klassische Turmspringer, vielleicht auch Trampolinspringer oder Jungs, die eine Menschenpyramide bauen, wie sie in Katalonien oder im Zirkus seit Jahrhunderten Tradition haben. Andere Bilder zeigen Mädchen und Jungs, die sich beim Tanzen nur emotional vom Boden abheben, wie auch Träumer, die nur in ihren Phantasien schweben. Fritz Stier hält diese meist jungen Menschen im wahrsten Sinne des Wortes fest, bannt sie in einem Augenblick, indem er Fotos oder Video-Stills auswählt und malerisch überarbeitet. So entsteht eine Art Flying-Circus, der zwar auf Papier oder Hartschaumplatte (Forex) fixiert ist und an der Wand hängt, doch eigentlich nicht gebändigt werden kann.

 

 

Was interessiert den Künstler an diesem Thema? Ist es die Jugend, die man als reifer Mann einfach um ihre Bewegungsfreiheit und Leichtigkeit beneidet? Ist es eine Sehnsucht nach ewiger Jugend oder einfach nur der alte Traum vom Fliegen? Vielleicht hilft ein Blick in die

Kunstgeschichte, diese Frage zu beantworten. Vergleichbare Körperstudien mit extremen Verkürzungen und dramatisch anmutenden Posen finden sich zum Beispiel in der religiösen Malerei seit der Renaissance. Hier haben Maler bei Deckengemälden ähnliche Perspektiven auf den menschlichen Körper entwickelt, wie zum Beispiel ein Mantegna oder Michelangelo vor gut 500 Jahren. Meist waren es himmlische Szenen mit Engeln, wie zum Beispiel bei dem Thema Engelsturz, wo Gott die abtrünnigen Engel rund um Luzifer aus dem Himmel verstößt. Die kurdischen Jesiden übrigens glauben an den gestürzten Engel Luzifer als guten Engel Melek Taus, der die Welt und die Menschen beschützt, weshalb man Jesiden fälschlicherweise als Teufelsanbeter beschimpft hat.

 

Andere Motive der Kunstgeschichte ließen sich anführen, wie zum Beispiel die Himmelfahrten von Maria und Christus oder das Jüngste Gericht - hier sind es die Seelen der Menschen, die oft in dramatischen Posen zwischen Himmel und Hölle schweben. All das hatte Fritz Stier bei seiner Kunst nicht unbedingt im Sinn, doch zeigt ein Vergleich mit seinen älteren Videoinstallationen, dass ihm der freie Fall nicht nur ein physikalisches, sondern auch ein spirituelles Erlebnis bedeutet. Bei der Arbeit "Floating Cherubim" von 2007 schweben und fallen die Menschen wie Engel im schwarzen Nichts. 2004 zeigte die Arbeit "In Between" für den Kunstverein Worms Menschen an der Reckstange, die nach einiger Zeit die Stange losließen und ins Bodenlose fielen, projiziert auf große Leinwände unter dem romanischen Gewölbe der Andreaskirche in Worms. Auch auf der Fassade der Kunsthalle Mannheim war diese Arbeit 2012 als Projektion zu sehen.

 

Dieser Vergleich lässt auch die übermalten Fotos und Videostills von Fritz Stier in einem durchaus bedeutungsvollen Licht erscheinen. Der Künstler interessiert sich seit Jahren weniger für den Körper des Menschen, als vielmehr für eine transzendente Körperlosigkeit. Diese kann man erleben, wenn man allen sicheren Halt los lässt, sich auch innerlich fallen lässt und so mehr als nur die physische Schwerkraft überwindet. In dieser Körperlosigkeit erlebt man eine Befreiung des Geistes, eine Entrückung aus dem Diesseits mit einer Andeutung des Jenseits. Ober dieser freie Fall im Himmel oder in der Hölle landet, bleibt dabei freilich ungewiss. Junge Leute wollen davon nicht unbedingt etwas wissen, doch fungieren sie als Symbole für die Vergänglichkeit des Lebens und die Allgegenwart des Todes. Diesen kann man körperlich nicht besiegen, aber vielleicht mit einem befreiten Geist und einem Glauben an ein Leben ohne Körper.  

 

Dr. Dietmar Schuth

 

Ausstellung Kunstverein Viernheim / Gewölbekeller, Hügelstraße 2, Viernheim

05.09.2014 - 02.12.2014
Fotoausstellung Darmstadt . Büsche und Sträucher erobern munitionsverseuchten Boden, ein raumschiffartiges Gebäude steht in einer wüstenähnlichen Szenerie – die Umnutzung ehemaliger Militärgelände formt unwirkliche Landschaften in Deutschland. Isabel Kiesewetter zeigt sie in spannenden Fotografien im Schauraum der Sarmstädter Tage der Fotografie. 05.09. - 02.12.2014
...Klick zum Weiterlesen
Isabel Kiesewetter -„Konversion“
Fotoausstellung Darmstadt . Büsche und Sträucher erobern munitionsverseuchten Boden, ein raumschiffartiges Gebäude steht in einer wüstenähnlichen Szenerie – die Umnutzung ehemaliger Militärgelände formt unwirkliche Landschaften in Deutschland. Isabel Kiesewetter zeigt sie in spannenden Fotografien im Schauraum der Sarmstädter Tage der Fotografie. 05.09. - 02.12.2014

Freizeitpark Tropical Islands, Krausnick, Ehemaliger Flugplatz Brand-Briesen, größter Militärflugplatz der DDR. 1938 – 1945: Fliegerhorst der Luftwaffe der Wehrmacht. 1950 – 1992: Strategischer Stützpunkt der sowjetischen Luftwaffe.

 

Fast 20 Jahre nach dem Abzug der Alliierten ist die Konversion einiger Areale bereits abgeschlossen, an anderen hat sie noch nicht einmal begonnen. Hier ergreift die Natur Besitz vom militärischen Nachlass. Die Betrachtung der derzeitigen Beschaffenheit und Nutzung dieser Gebiete ermöglicht einen differenzierten Blick auf den langwierigen Konversionsprozess in Deutschland.

 

Traberstall, Kevelaer-Twisteden. Ehemaliges NAT O–Gelände. 1985 – 1992: NAT O-Munitionsdepot.

 

Isabel Kiesewetter wurde 1974 in Lübeck geboren. Nach ihrem Studium der Gebärdensprache, Psychologie und Erziehungswissenschaften in Hamburg, studierte sie 2008-2012 an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin bei Prof. Ute Mahler. Seit 2011 ist sie Mitglied der Produzentengalerie exp12 in Berlin. Isabel Kiesewetter lebt und arbeitet als freie Fotografin in Berlin und Hamburg.
 
 
Beelitzer Heilstätten, Ehemaliges Militärsanatorium. 1914 – 1918 und 1939 – 1945: Lazarett und Sanatorium für erkrankte und verwundete Soldaten. 1945 – 1994: Größtes Militärhospital der sowjetischenArmee außerhalb der Sowjetunion


Schauraum im Literaturhaus Darmstadt, Kasinostraße 3, Darmstadt
 
29.08.2014 - 30.10.2014
CEWE und die Volkshochschule der Stadt Bielefeld präsentieren zwei Ausstellungen zum 800-jährigen Stadtmuseum unter dem Titel "Bielefeld im Blick". Die eine wird in der Ravensburger Spinnerei/VHS, die andere im alten Rathaus Bielefeld gezeigt. Vom 29.8. bis 30.10.2014
...Klick zum Weiterlesen
Bielefeld im Blick
CEWE und die Volkshochschule der Stadt Bielefeld präsentieren zwei Ausstellungen zum 800-jährigen Stadtmuseum unter dem Titel "Bielefeld im Blick". Die eine wird in der Ravensburger Spinnerei/VHS, die andere im alten Rathaus Bielefeld gezeigt. Vom 29.8. bis 30.10.2014

Bielefeld im Blick Anne Lücking

CEWE und die VHS der Stadt Bielefeld zeigen in der Ravensberger Spinnerei und im alten Rathaus Bielefeld zwei Ausstellungen unter dem Titel „Mit der Kamera die Stadt entdecken“. Hier stellen Fotografinnen und Fotografen der VHS-Fotogruppe über 60 Bilder vor, die unter der Leitung von VHS-Dozentin Richarda Buchholz in den letzten zwei Jahren entstanden sind.

 

Bielefeld im Blick Detlev Hamann Japanischer Garten

 

Die Leitidee

Der Fokus der Bilder liegt darauf, das Alltägliche in außergewöhnlichen Perspektiven festzuhalten. Dazu wurden in Bielefeld besonders öffentliche Orte wie die Altstadt, die Kunsthalle, das Bahnhofsviertel, der Tierpark und der Botanische Garten eindrucksvoll in Szene gesetzt. Darüber hinaus kann der Betrachter auf den Fotos auch unbekannte Orte entdecken, wie zum Beispiel verborgene Ecken der Industriestadt Bielefeld.

 

Bielefeld im Blick, Gabriele Schmidt, Stadthalle

 

 

 

24.08.2014 - 21.09.2014
Fotoausstellung Hamburg . In Kooperation mit dem Hamburger Jacques Wein-Depot , stellt die Galerie Faszination Art die Werke des Flensburger Künstlers Heiko Westphalen. Es sind liebevoll gestaltete Bilder mit Motiven aus Hamburg, die in ihrer Eigenart einen Charme haben, dem man sich nicht entziehen kann,
...Klick zum Weiterlesen
Heiko Westphalen - Die besondere Fotografie
Fotoausstellung Hamburg . In Kooperation mit dem Hamburger Jacques Wein-Depot , stellt die Galerie Faszination Art die Werke des Flensburger Künstlers Heiko Westphalen. Es sind liebevoll gestaltete Bilder mit Motiven aus Hamburg, die in ihrer Eigenart einen Charme haben, dem man sich nicht entziehen kann,

 

"Hamburg meine Perle" das lese ich immer wieder auf facebook gepostet von Oliver Hadji, hapa Team, der damit immer das Interesse und die Liebe zu der Hafenstadt schürt. Die Bilder von Heiko Westphalen verklären das Bild von Hamburg noch mehr. Sie sind das was man sich unter einer Stadt, die eine Perle ist, vorstellt.

 

 

Heiko Westphalen befasst sich in seinen Arbeiten weniger mit der bloßen Abbildung der "Alltagswelt", vielmehr interpretiert und verfremdet er mittels komplexer digitaler Nachbearbeitung seine Bilder. Als "Jünger Gutenbergs" hat er das grafische Gewerbe von der Pike auf gelernt - vom Handsatz bis zum Apple Macintosh. Seine Hamburg Bilder werden jetzt in der Galerie Faszination Art ausgestellt.

Brigitte Henninges

 

Galerie Faszination, Jacques' Wein-Depot, Bramfelder Chaussee 443, Hamburg

23.08.2014 - 11.10.2014
Fotoausstellung Greifswald In der Galerie STP, deren Schwerpunkt auf osteuropäischer Kunst liegt, zeigt die russische Künstlergruppe Hmeli-Suneli bestehend aus Victor Khmel, Elena Sukhoveeva, Sergey Lutsenko, zwei interessante Serien. 23.08.2014 bis 11.10.2014
...Klick zum Weiterlesen
Künstlergruppe Hmeli-Suneli
Fotoausstellung Greifswald In der Galerie STP, deren Schwerpunkt auf osteuropäischer Kunst liegt, zeigt die russische Künstlergruppe Hmeli-Suneli bestehend aus Victor Khmel, Elena Sukhoveeva, Sergey Lutsenko, zwei interessante Serien. 23.08.2014 bis 11.10.2014

"Notes on the floor", 2007  Victor Khmel und Elena Sukhoveeva

 

Die drei russischen Künstler Victor Khmel, Elena Sukhoveeva, Sergey Lutsenko präsentieren von Ende August bis Mitte Oktober zwei Serien in der Galerie STP in Greifswald. "Notes on the floor" eine 2007 im Studio produzierte Serie zeigt nackte, menschliche Körper begraben unter einer Schicht aus scheinbar feinem Sand. In der Realität handelt es sich um Mehl, doch der Eindruck bleibt der gleiche: wie verschleierte, visuelle Erzählungen erscheinen die Figuren, die leise unter der Erde ruhen, wie überschwemmte Geschichten des Alltags. 

 

"Notes on the floor", 2007  Victor Khmel und Elena Sukhoveeva


Diese Serie ist ein Projekt von Victor Khmel und Elena Sukhoveeva, da Sergey Lutsenko zu diesem Zeitpunkt noch nicht Mitglied der Gruppe war.

 

Russian LITERRAture, 2011 Victor Khmel, Elena Sukhoveeva, Sergey Lutsenko

 

 

Die zweite Serie aus dem Jahr 2011 Russian LITERRAture zeigt Schriftfragmente, die überraschend im Raum der Landschaft auftauchen, bildliche Assoziationen senden und mit Rhythmus und Form der Umgebung arbeiten.

Victor Khmel und Elena Sukhoveeva arbeiten seit 1999 zusammen und gründeten in Krasnodar eine Schule für Photographie der Gegenwart. Der Student Sergey Lutsenko stieß 2010 zur Gruppe hinzu, da seine Bildsprache der von  Khmel und Sukhoveeva sehr ähnlich ist. Drei Projekte sind bisher Resultat dieser Cooperation «Park of Soviet period», «Russian LITERRAture» und «Landscape after battle».

 

Russian LITERRAture, 2011 Victor Khmel, Elena Sukhoveeva, Sergey Lutsenko


Die Künstler arbeiten bis heute sowohl in der Gruppe als auch einzeln. Die Arbeiten der Gruppe bewegen sich im Bereich Installation, Objekt, Fotografie und Video. In der Landschaft oder im Studio erschaffene Situationen werden kurze Zeit später wieder zerstört. Durch das Fotografieren oder Filmen haben die Werke ein längeres Dasein. Die Künstler sind letztlich Erschaffer und einzige Betrachter des Originals.

                                                                                                                                                                                                                                                    

 

Galerie STP, Lange Straße 21, Greifswald

 

 

 

09.08.2014 - 05.10.2014
Fotoausstellung Langenburg . Phantasievolle und abwechslungsreiche Bilder einer interessanten Künstlerin erwarten die Besucher in der Fotoausstellung im Hohenloher Kunstverein. Bis 5.10.2014
...Klick zum Weiterlesen
Karin Schneider-Henn - Fotografien und Collagen
Fotoausstellung Langenburg . Phantasievolle und abwechslungsreiche Bilder einer interessanten Künstlerin erwarten die Besucher in der Fotoausstellung im Hohenloher Kunstverein. Bis 5.10.2014

 

 No Entry, Orland Connemara, 1994

 

 

Karin Schneider-Henn löst sich in ihren Bildern von Zeitdarstellungen im Sinne von Berichterstattung, dem Festhalten bestimmter Ereignisse. Ihre Fotografien und Collagen wirken wie zeitlose Traum-Szenerien, die zwar in der Wirklichkeit ihr Abbild finden, aber dennoch Ausdruck einer imaginären Gefühlswelt sind. In der aktuellen Ausstellung im Hohenloher Kunstverein zeigt die Künstlerin sowohl streng komponierte Schwarz-Weiß-Fotografien aus der Zeit ihrer Ausbildung an der Münchner Hochschule für Fotodesign, als auch digitale Arbeiten und Fotocollagen der letzten Jahre.

 

 Venedig 2012

 

Das blaue Haus

 

Die Künstlerin studierte von 1962 bis 1964 an der Fachhochschule für Fotodesign (früher Bayerische Staatslehranstalt für Photographie)  in München und schloss ihre Ausbildung mit der Gesellenprüfung ab. Die nächsten drei Jahre arbeitete sie in New York als Assistentin in der Werbe- und Modefotografie. Beeinflusst von den berühmten amerikanischen Fotokünstlern der kreativen 70er-Jahre, galt das Interesse der jungen Fotografin damals allein der klassischen Schwarz-Weiß-Fotografie; Farbe spielte in ihren Arbeiten zunächst keine Rolle.Nach Deutschland zurückgekehrt, wandte sich  die Künstlerin auch dem abstrakten Bild zu; Farbe, Form und Raum wurden nicht nur fotografisch, sondern auch in Collagen oder Malerei zu wesentlichen Elementen ihrer Werke. Karin Schneider-Henn entdeckte die Liebe zum grafischen  Detail, zu Ziffern oder Buchstaben, zur Vereinzelung und Verfremdung. Diese Bildsprache kennzeichnet ihr Werk bis heute.

 

 

Jesus Christ Superstar, 2012

 

Hohenloher Kunstverein, Am Schloss 12, Langenburg

09.08.2014 - 20.09.2014
Fotoausstellung Graz . Aufwühlende Bilder hat der Fotograf Marco Longari, der erst kürzlich aus Gaza zurückgekehrt ist, mitgebracht. Jahrelang war Longari Chef des Nahost-Büros von Agence-France-Press und ist mit der Situation im Kriegsgebiet wohl vertraut. Seine Fotos stellt das Atelier Jungwirth aus. Bis 20.9.2014
...Klick zum Weiterlesen
Marco Longari - Gaza 2014
Fotoausstellung Graz . Aufwühlende Bilder hat der Fotograf Marco Longari, der erst kürzlich aus Gaza zurückgekehrt ist, mitgebracht. Jahrelang war Longari Chef des Nahost-Büros von Agence-France-Press und ist mit der Situation im Kriegsgebiet wohl vertraut. Seine Fotos stellt das Atelier Jungwirth aus. Bis 20.9.2014

 

Marco Longari kam 1965 in Rom zur Welt und schloss seine Ausbildung am renommierten Istituto Superiore di Fotografia in Rom ab. Nach einigen Jahren in Ruanda übernahm Logari das AFP-Büro in Nairobi. 2007 zog er mit seiner Frau und den beiden Söhnen nach Jerusalem, wo er bis zum Jahresende das AFP-Büro für Israel und Palästina leitete. Mit Jahresbeginn übernahm Longari die Führung des Afrika-Büros von AFP in Johannesburg. Im Vorjahr kürte ihn das Time-Magazin zum Photographen des Jahres.

 

 

 

Nach den ermutigenden Bildern vom Freiheitskampf der Ägypter am Tahrir-Platz, die das Atelier Jungwirth 2011 als erste Ausstellung in der Reihe „flashlight“ zeigte, laden wir Sie nun zur vierten Ausgabe dieser aktuellen Ausstellungsreihe ein.

 

Atelier Jungwirth, Opernring 12, Graz

08.08.2014 - 05.10.2014
Ausstellung Braunschweig . Schnappschuss oder Inszenierung? Stand-oder Bewegtbild? Fotografie oder Performance? Eine ganz persönliche Kunst hat Paulien Olthetens entwickelt, die sich außerhalb herkömmlicher Koordinaten bewegen. Ausgestellt sind die Arbeiten der Künstlerin im Museum für Photographie. 8.8. bis 5.10.2014
...Klick zum Weiterlesen
Paulien Oltheten - A New Installation
Ausstellung Braunschweig . Schnappschuss oder Inszenierung? Stand-oder Bewegtbild? Fotografie oder Performance? Eine ganz persönliche Kunst hat Paulien Olthetens entwickelt, die sich außerhalb herkömmlicher Koordinaten bewegen. Ausgestellt sind die Arbeiten der Künstlerin im Museum für Photographie. 8.8. bis 5.10.2014

Mobile phone, 2013 © Paulien Oltheten

 

Paulien Olthetens interessiert , was passiert, wenn man sich zwischen Traditionen und Festlegungen begibt und diese systematisch außer Kraft zu setzen versucht. So gilt das Interesse der niederländischen Fotografin kleinen, scheinbar zufälligen, jedoch hochgradig bedeutungsgeladenen Gesten nonverbaler Kommunikation mit einer hohen Sinnlichkeit für alles Außer-und Ungewöhnliche; Eigentümliche. In der Tradition der Street Photography transformiert Olthetens Werk die Straße in einen Bühnenraum, in dem anonyme Akteure als Schauspieler fungieren. Mit dem Verhalten von Passanten, Körperskulpturen des Zufalls und Situationskomik erkunden die Fotografien Olthetens das Genre des Schnappschusses. Der öffentliche Raum und die Straße ist Olthetens Arbeitsplatz, die Menschen und das menschliche Verhalten ihr Thema. Sie mischt sich mit ihrer Foto-oder Filmkamera in der Hand unter die Massen und schaut, was um sie herum geschieht. Oltheten konzentriert sich dabei auf die kleinen Details: eine Bewegung, eine Unterhaltung zwischen zwei Personen, eine Haltung. In vielen ihrer Aufnahmen kann vom Betrachter jedoch nicht nachvollzogen werden, ob es sich um eine tatsächliche Momentaufnahme handelt oder ob er unfreiwillig Zeuge einer Inszenierung geworden ist. Zwischen Normalität und nachgestellter Szene, in der rituellen Wiederholung einer Handlung, aber auch in den Modifikationen und Abwandlungen von Gesten und Szenen machen Olthetens Arbeiten eine Poetik des Spontanen auf der flüchtigen Bühne der Großstadt sichtbar. Sie entziehen das Beiläufige dem Fluss der Zeit und isolieren das unscheinbare Besondere aus dem geschäftigen (Aneinandervorbei-)Treiben von Menschen, Biografien und Ereignissen.

 

Envelope Rangoon, 2012 © Paulien Oltheten

 

Wall Street, 2013 © Paulien Oltheten

 

In Olthetens performativ geprägten fotografischen Ansatz erhält die subjektive, körperlich-physische Aneignung des urbanen Stadtraums eine besondere Rolle. Mit der Kamera als Rechercheinstrument verfolgt die Künstlerin eine bizarr anmutende Fragestellung: Oltheten lotet die Gesetzmäßigkeiten des Ephemeren aus, wohlbewusst, dass diese keinem festen Regelwerk unterliegen. Und dennoch vermag es die feinfühlige Beobachtung der Fotografin, übergreifende Verhaltensmuster in der Artikulation von Gesten der Aufmerksamkeit aufzuzeigen, die auch übergeordnete Aussagen über den zwischenmenschlichen, körpersprachlichen Umgangston einer Stadt zulassen.

 

Jackets over reling, 2008 © Paulien Oltheten

 

Die Ausstellung A New Installation im Museum für Photographie Braunschweig e.V. zeigt in der ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland neben Arbeiten der vergangenen Jahre neue Werkgruppen, die während Olthetens Stipendiatenaufenthalt in den USA im Winter 2013/2014 entstanden sind. An der Schnittstelle von Fotografie und Video, Text und Bild laden die Rauminstallationen dazu ein, den Narrationen zu folgen und die Bezüge der Bildcollagen herzustellen. Paulien Oltheten absolvierte ein Postgraduiertenstudium an der renommierten Rijksakademie in Amsterdam und wurde 2012 mit dem Dutch Doc Award ausgezeichnet. 2013 wurde sie als Resident Artist ans ISCP, New York, eingeladen. Die Künstlerin wurde schon in zahlreichen Museen ausgestellt.

 

Museum für Photographie, Helmstedter Straße 1, Braunschweig

 

 

 

08.08.2014 - 27.09.2014
Fotoausstellung Salzburg . Ein besonderes Highlight hat die Salzburger Leica Galerie mit den faszinierenden Bilder des US-Amerikaner Fotografen Steve McCurry zu bieten, der für seine Arbeit schon mehrfach ausgezeichnet wurde. 8.8. bis 27.9.2014
...Klick zum Weiterlesen
Steve McCurry "Unguarded Moment"
Fotoausstellung Salzburg . Ein besonderes Highlight hat die Salzburger Leica Galerie mit den faszinierenden Bilder des US-Amerikaner Fotografen Steve McCurry zu bieten, der für seine Arbeit schon mehrfach ausgezeichnet wurde. 8.8. bis 27.9.2014
 
 
Steve McCurry, India, Rajasthan. 1983. Dust storm.Leica Galerie Salzburg
 
 

Der US-Amerikaner Steve McCurry zählt zu den renommiertesten Fotografen und Fotojournalisten weltweit.  Überwältigende Farben und eindrucksvolle Portraits machen seine Bilder unverwechselbar. Mit seiner Aufnahme des „Afghanischen Mädchens “ gelang ihm 1984 der Durchbruch. Das Mädchen mit den intensiv grünen Augen  zierte im Juni 1985 zierte es das Cover des National Geographic und wurde seitdem unzählige Male gedruckt.

Steve McCurry wurde 1950 in Philadelphia, Pennsylvania, geboren. Nach dem Studium für Filmwissenschaft und Geschichte arbeitete er zwei Jahre lang für eine lokale Zeitung, bevor er als freier Mitarbeiter für verschiedene internationale Zeitschriften in Indien tätig war. Die ersten großen Erfolge hatte er 1979 im Zuge des Afghanistan-Konfliktes. Seine Bilder aus der Krisenregion gehörten zu den ersten, die weltweit veröffentlicht wurden. Steve McCurry schmuggelte sich mit Hilfe afghanischer Flüchtlinge ins Land und hüllte sich in traditionelle Kleidung. So konnte er aus dem Krisengebiet berichten, als die Russen den westlichen Journalisten längst die Einreise verwehrt hatten.                                                                                            

Steve McCurry wurde für seinen Einsatz mit der „Robert Capa Gold Medal“ für die beste Foto-Auslandsreportage ausgezeichnet.1984 wurde McCurry zum „Magazine Photographer of the Year“ der National Press Photographer's Association gewählt und erhielt im gleichen Jahr vier Auszeichnungen beim World Press Photo Contest. Seit 1986 ist McCurry Mitglied in der Fotoagentur Magnum, die 1947 von Fotografenlegenden wie Robert Capa uns Henri Cartier-Bres­son ins Leben gerufen wurde. 2011 gewann er den „Leica Hall of Fame“ Preis.
 
 
Am 8. und 9. August gibt Steve McCurry einen Workshop
 
 
Leica Galerie, Mirabellplatz 8, Salzburg
 
 

 

 
 
01.08.2014 - 02.11.2014
Fotoausstellung Berlin . Bislang fast vergessene Farbfotografien und Filme, die der französische Bankier Albert Kahn in Auftrag gegeben hat und die vor dem Ersten Weltkrieg entstanden sind, zeigt der Martin-Gropius-Bau. 1. August bis 2. November 2014
...Klick zum Weiterlesen
Die Welt um 1914 Farbfotografie vor dem Großen Krieg
Fotoausstellung Berlin . Bislang fast vergessene Farbfotografien und Filme, die der französische Bankier Albert Kahn in Auftrag gegeben hat und die vor dem Ersten Weltkrieg entstanden sind, zeigt der Martin-Gropius-Bau. 1. August bis 2. November 2014

 

 

Albert Kahn, Les Archives de la planète: Stephane Passet
Marokko, Fes, Portrait eines senegalesischen Scharfschützen, Januar 1913
© Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine

 

Begeistert vom farbfotografischen Verfahren der Gebrüder Lumière beauftragte der französische Bankier Albert Kahn in einer Zeit, als die Nationen Europas bereits zum Großen Krieg rüsteten, Fotografinnen und Fotografen, um mit Farbbildern aus aller Welt die Archives de la planète aufzubauen. In diesem Bildarchiv haben sich über 70.000 Farbbildaufnahmen erhalten. Sie stellen einen immensen ethnografischen Schatz dar und sollten zugleich eine Friedensmission erfüllen: Die Fremde in die Nähe zu holen. Seine Aktivitäten sollten den langst brüchig gewordenen Frieden sichern helfen. Die Ausstellung bringt den Bilderschatz einer längst versunkenen Welt ans Licht.

 

 

Albert Kahn, Les Archives de la planète: Stephane Passet
Mongolei, nahe Ulaanbaatar, wahrscheinlich Damdinbazar, die achte Inkarnation
des mongolischen Jalkhanz Kuthugtu, 17. Juli 1913

© Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine

 

 

Albert Kahn, Les Archives de la planète: Stephane Passet
China, Peking, Yiheyuan, Garten der Harmonie, Marmornes Schiff Quinyanfang (Schiff der Heiterkeit), 29. Juni 1912
© Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine



Albert Kahn (1860-1940) sah die Kenntnis von Völkern und Lebensweisen, von Landschaften und Bauten in einem direkten Zusammenhang für die Friedfertigkeit der Menschen untereinander. Wer sich kennt, respektiert sich und muss keinen Krieg führen. Fotografiert wurden lokale Szenen, Menschen in typischer Kleidung und Monumente der Kulturgschichte.

Für die Ausstellung wurden rund 200 Motive ausgewählt. Im Mittelpunkt stehen die Autochrome es dem Archiv von Albert Kahn. Weiterhin zeigt die Ausstellung Aufnahmen und Projektionen von Adolf Miethe (1862-1927) und Sergej M. Prokudin-Gorskii (1863-1944).

 

 

Albert Kahn, Les Archives de la planète: Stephane Passet'Frankreich, Paris,
Eine Familie in der Rue du Pot de fer, 24. Juni 1914

© Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine

 

Adolf Miethe, Erfinder einer panchromatischen Filmbeschichtung und damit Urheber des Dreifarbendrucks, hatte einen bedeutenden Anteil an der Fortentwicklung der Farbfotografie. Seine Vorführung im Kaiserhaus erbrachte den Auftrag zur farbigen Dokumentation deutscher Landschaften für die Weltausstellung in St. Louis. Auch als Sammelbilder in Schokoladentafeln erfreuten sie sich großer Beliebtheit. So entstand auch der erste fotografische Farbbildband Deutschlands – das „Stollwerck­Album“.

Das Miethe’sche Verfahren inspirierte zudem den russischen Fotografen Sergei Mikhailovich Prokudin­Gorskii. Seine Arbeiten sind mit etwa 25 Fotoabzügen und 50 projizierten Aufnahmen präsent. Eine besondere Leihgabe kommt aus dem Deutschen Museum in München: der originale Projektor, mit dem Sergei Prokudin­Gorskii dem letzten Zaren Nikolaus II. seine Arbeiten vorgeführt hat. Infolge dieser Präsentation erhielt er 1909 den Auftrag, das Russische Reich in 10.000 Aufnahmen festzuhalten. Zwischen 1909 und 1915 schuf Gorskii mehrere Tausend Fotografien von großer Brillanz. Er dokumentierte die kulturelle Vielfalt des Zarenreiches von der Krim bis Sibirien.

 

Albert Kahn, Les Archives de la planète: Stephane Passet
Indien, Bombay, Brahmanen und Sadhus, 17. Dezember 1913
© Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine

 

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin

 

01.08.2014 - 18.01.2015
Fotoausstellung Hamburg . Goldene Zeiten erlebte die Reportagefotografie in den 1950er und 1960er Jahren als viele Aufträge von neu gegründeten Zeitschriften wie Kristall, Revue, Quick oder Stern kamen. Die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe „Das engagierte Bild. Die Sammlung Fotografie im Kontext“ zeigt den Bildjournalismus der Nachkriegszeit. 1.8.2014 bis 18.1.2015
...Klick zum Weiterlesen
Das engagierte Bild
Fotoausstellung Hamburg . Goldene Zeiten erlebte die Reportagefotografie in den 1950er und 1960er Jahren als viele Aufträge von neu gegründeten Zeitschriften wie Kristall, Revue, Quick oder Stern kamen. Die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe „Das engagierte Bild. Die Sammlung Fotografie im Kontext“ zeigt den Bildjournalismus der Nachkriegszeit. 1.8.2014 bis 18.1.2015

 

Max Scheler, Slums in der Industriestadt Birmingham, Alabama 1964, Silbergelatine, 30,3 x 48,9 cm,
© Max Scheler Estate, Hamburg

 

 Es war die Blütezeit der Reportagefotografie: In den 1950er und 1960er Jahren waren viele neue Zeitschriften wie Kristall, Revue, Quick oder Stern gegündet worden, die für eine gute Auftragslage für die Fotografen sorgten. Inspiriert von der Idee, dass Fotografie eine universell verständliche Weltsprache sei, sehen viele Bildjournalisten ihre Arbeit als Ausdruck von sozialem Engagement und politischer Verantwortung. Sie verstehen ihre Fotografien als authentische Dokumente, die den Betrachter mit Missständen, Leid und Gewalt konfrontieren und über ihren Informationswert hinaus an Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein appellieren. Die Ausstellung „Das engagierte Bild“ richtet den Blick auf den Bildjournalismus der Nachkriegszeit. Sie stellt darüber hinaus einen Schwerpunkt der Sammlung Fotografie und neue Medien des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) vor, der mit ersten Ankäufen schon in den 1960er Jahren begründet wurde.

 

Marc Riboud, Frauen nach der Hinrichtung ihrer Männer, Bangladesch 1971, Silbergelatine, 29,6 x 20,8 cm,
© Marc Riboud

 

 

Die Rolle der Zeitschriften wird von verschiedenen Fotografen von Beginn an kritisch gesehen. Schon 1947 wird in Paris die Foto-Agentur Magnum gegründet, die es ihnen ermöglichen soll, unabhängig von Magazin-Aufträgen zu arbeiten. Viele Bildjournalisten veröffentlichen ihre Arbeit darüber hinaus in Büchern, bei deren Gestaltung sie freie Hand haben. Neben Jürgen Heinemanns Bildern aus Südamerika entstehen etwa Sebastião Salgados Fotografien aus der Sahelzone im eigenen Auftrag. 1986 gibt er diese Serie in Zusammenarbeit mit der Organisation Ärzte ohne Grenzen als Buch heraus.

 

Jürgen Heinemann, Brotverteilung in Salvador da Bahia, Brasilien 1962, Silbergelatine, 26,8 x 23,9 cm,
© Jürgen Heinemann


Wegen ihrer ästhetisierenden Aufnahmen von Elend und Gewalt wird die Arbeit der Bildjournalisten immer wieder kritisiert. Ihnen wird vorgeworfen, das Leid der Gezeigten für eigene Zwecke zu instrumentalisieren. An dieser Stelle setzt auch die zeitgenössisches Kritik der sozialdokumentarischen Fotografie an: Die klischeehaften Bilder von Opfern humanitärer Katastrophen seien ungeeignet, etwas zu verändern, da sie die jeweiligen Ursachen außer Acht lassen. Als Reaktion hierauf haben etwa die Akteure des arabischen Frühlings 2011 in Kairo die Dokumentation ihres Kampfes gegen die Mubarak-Herrschaft selbst übernommen. Bilder des ägyptischen Fotografen Aly Hazza’a von einer Demonstration von Frauen gegen Polizeigewalt zählen zu den jüngsten Ankäufen des MKG. Ein frühes Beispiel für fotografisches Engagement im eigenen Land findet sich auch in den Arbeiten des Fotografen Peter Magubane, der als schwarzer Südafrikaner selbst von den Auswirkungen des Apartheid-Regimes betroffen war. Magubane zeigt in seinen Bildern die Gegenwehr gegen das bestehende System und betreibt so „Politik mit der Kamera“.

Gezeigt werden über 40 Arbeiten von Jürgen Heinemann, Ryuichi Hirokawa, Thomas Hoepker, Kaku Kurita, Robert Lebeck, Peter Magubane, Marc Riboud, Sebastião Salgado und Max Scheler, die die Entwicklungen und ästhetische Strategien des Genres seit den 1960er Jahren aufzeigen. Die Ausstellungsreihe „Die Sammlung Fotografie im Kontext“ begleitet die wissenschaftliche Erschließung der Sammlung und stellt unterschiedliche Gebrauchsweisen der Fotografie vor.

 

Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Hamburg

25.07.2014 - 09.11.2014
Fotoausstellung Berlin . Berühmt wurde der amerikanische Fotograf Walker Evans durch seine Dokumentation der Armut in den USA während der Depression in den 30er Jahren. Die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau zeigt mit über 200 Originalabzügen aus den Jahren 1928 bis 1974 sowohl berühmte als auch unbekannte Bilder des Fotografen. Vom 25. Juli bis 9. November 2014
...Klick zum Weiterlesen
Walker Evans - Ein Lebenswerk
Fotoausstellung Berlin . Berühmt wurde der amerikanische Fotograf Walker Evans durch seine Dokumentation der Armut in den USA während der Depression in den 30er Jahren. Die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau zeigt mit über 200 Originalabzügen aus den Jahren 1928 bis 1974 sowohl berühmte als auch unbekannte Bilder des Fotografen. Vom 25. Juli bis 9. November 2014

Pabst Blue Ribbon Sign, Chicago, Illinois, 1946, Collection of Clark and Joan Worswick
@ Walker Evans Archive, The Metropolitan Museum of Art

 

Walker Evans (1903–1975) gehört zu den großen Persönlichkeiten der Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts. Weit über die Grenzen der USA wurde seine Dokumentation der Armut im Amerika in den Zeiten der Großen Depression, die am 29. Oktober 1929 mit dem Schwarzen Freitag begann und die 1930er Jahre dominierte, bekannt. Walker Evans Werk steht maßgeblich für eine Fotografierichtung, die als „dokumentarischer Stil“ bezeichnet wird. Das umfangreiche fotografische Werk von Walker Evans hat damit Vorbildcharakter erreicht. Mit den Bildern der Ausstellung folgt man zum einen der Biographie Evans aber auch dem sich wandelnden Zeitbild Amerikas, von der großen Wirtschaftskrise bis hin zu sich stabilisierenden Zeiten.

 

Robert Frank, Nova Scotia, 1969-71, Collection of Clark and Joan Worswick
@ Walker Evans Archive, The Metropolitan Museum of Art


Abwechslungsreich lernt man mit seinen Bildern die Wohngegenden in New York kennen, Architekturen des 19. Jahrhunderts, Tahiti und Kuba, afrikanische Skulpturen und Masken, oder den ländlichen Süden der USA, der im Kontrast zum Lebensstil der Großstädter und Passanten etwa New Yorks steht. Viele der Arbeiten stammen aus der Privatsammlung von Clark und Joan Worswick, sie werden begleitet von einigen Werkgruppen deutscher Sammlungsprovenienz.

 

Natürlich dürfen in der Ausstellung nicht die Ikonen der Fotografiegeschichte fehlen: Portraits von Farmerfamilien, verlassene Häuser, leerstehende Fabrikgebäude.  Evans wird 1935 von der amerikanischen Farm Security Administration (FSA) beauftragt, das Leben der Landarbeiter zu dokumentieren, die von der Großen Depression betroffen waren. Entstanden sind Fotografien, die Not und Anmut gleichermaßen zeigen und Evans berühmt gemacht haben.

 

Interior View of Heliker/Lahotan House, Walpole, Maine, 1062, Collection of Clark and Joan Worswick
@ Walker Evans Archive, The Metropolitan Museum of Art

 

 

Neben Straßenansichten, amerikanischen Denkmälern, Schaufensterauslagen fern des ,Big Business’, sind Beispiele seiner wichtigen Subway-Fotografien zu sehen, aufgenommen mit verdeckter Kamera. Des Weiteren erzählen Interieurs mit ihren bescheidenen Arrangements über das Leben ihrer Bewohner, Bilder, die unwillkürlich an Evans’ Bemerkung „I do like to suggest people by absence“ erinnern. Aus Evans Vorliebe für Typographie, Werbung und Massenprodukte erwachsen magische-fesselnde Aufnahmen, die als eine Vorschau auf die sich bald entwickelnde Pop Art und ihre Assemblagen gesehen werden können.

 

 

Frenchquarter, New Orleans, Februar März 1935
@ Walker Evans Archive, The Metropolitan Museum of Art

 

Im letzten fotografischen Kapitel sind farbige Polaroids verdichteter Teilansichten, seien es Fahrbahnmarkierungen oder Hausbeschilderungen, konkret wie abstrakt zusehen. Sie waren richtungsweisend für eine Art von Farbfotografie, wie sie Evans bereits während seiner Tätigkeit für Fortune angewandt hat und die er zeitweilig kritisch sah.  Die neue Form des Umgangs mit Farbe findet Fortsetzung in vielen Werken der nachfolgenden Generation; für sie wirkten Walker Evans’ Fotografien wie ein Befreiungsschlag.

 

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin

 

25.07.2014 - 26.10.2014
Ausstellung Hannover Drei der bedeutendsten Künstler unserer Zeit treffen zum ersten Mal aufeinander: die Fotokünstler Andreas Gursky und Jeff Wall und der Maler Neo Rauch. Die Ausstellung der Kestnergesellschaft wird zum visuellen Experiment, das unerwartete Entdeckungen ermöglicht. Bis 26.10.2014
...Klick zum Weiterlesen
Andreas Gursky Jeff Wall Neo Rauch
Ausstellung Hannover Drei der bedeutendsten Künstler unserer Zeit treffen zum ersten Mal aufeinander: die Fotokünstler Andreas Gursky und Jeff Wall und der Maler Neo Rauch. Die Ausstellung der Kestnergesellschaft wird zum visuellen Experiment, das unerwartete Entdeckungen ermöglicht. Bis 26.10.2014

Jeff Wall: Men move an engine block, 2008, Silbergelatine-Abzug 138,5 x 176,5 cm Courtesy der Künstler

 

 

Auch wenn in der Ausstellung keine Malerei zu sehen sein wird, schafft sie als gemeinsame Spielfläche für die präsentierten Arbeiten von Gursky, Rauch und Wall wichtige Bezugspunkte. Von allen drei Künstlern werden traditionell eigentlich mit der Malerei verknüpfte Mittel, Kategorien und Konventionen in anderen Medien fortgeführt, neu modelliert und zur Aufführung gebracht: in Zeichnungen und Skulpturen bei Rauch oder in großformatigen Fotografien bei Gursky und Wall. In der Ausstellung zum visuellen Experiment angeordnet, entwickeln diese eigenständigen Werke das Potential zu unerwarteten Entdeckungen, Kontrasten und Verweisen. Dabei eröffnet sich ein weites Spektrum bildlicher Darstellungsmöglichkeiten: Sie reichen vom dokumentarischen Abbild, der kinematografischen Inszenierung, über die fantastische Kombination und irreale Konstruktion bis hin zur formalen Abstraktion.

 

 

Zwei Themenstränge der Ausstellung ergeben sich aus den zwei neuen »Lehmbruck«-Arbeiten (2013 und 2014) von Andreas Gursky. Mit Mitteln digitaler Fotomontage hat Gursky auf diesen Bildern die modernistischen Ausstellungsräume des Lehmbruck Museums in Duisburg mit einer fiktiven Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke gefüllt – darunter ein Dia-Leuchtkasten von Jeff Wall und eine Skulptur von Neo Rauch, die auch in der Ausstellung zu sehen ist. Zum einen ist es die Idee des Bildfundus, die hier beschworen wird – in einem kühlen Blick auf die Institution Museum, deren Konservierungsauftrag für die auserwählten Werke untrennbar mit einer Deutungshoheit verbunden ist. Wer entscheidet, was erhalten und ausgestellt wird? 

 

Zum anderen ist es die Darstellung der menschlichen Figur, die in den »Lehmbruck«-Arbeiten als ein zentrales Thema bildnerischer Auseinandersetzung vorgeführt wird. Zwei weitere, erstmalig in Deutschland präsentierte Fotografien von Gursky interpretieren Hollywood Comic Helden vor idealisierten Landschaftskulissen, während in anderen Arbeiten das Individuum einer strengen Choreografie unterworfen ist oder in der Übermacht des Kollektivs verschwindet. Digital aus vielen Einzelansichten konstruiert, folgen die monumentalen Fotografien Gurskys oft einer formalen Struktur und verdichten sich zu Bildern, die das Sichtbare ins Absolute übersteigern.

 

 

 

Von Neo Rauch werden nicht seine bekannten Malereien zu sehen sein, sondern eine umfangreiche Mappe von Zeichnungen und zwei Skulpturen, die bisher nur vereinzelt präsentiert wurden. In ihrer Spontanität sind die Zeichnungen flüchtige Zeugnisse verinnerlichter Bilder, die ungefiltert zu Papier gebracht wurden. Paare

 

oder kleine Figurengruppen, in undurchschaubare Zusammenhänge verwoben, unbeholfene Helden und Fabelwesen, fantastische Metamorphosen, traumartige Visionen und komische Kollisionen – immer wieder ist es das scheinbar Unzusammenhängende, das Rauch in diesen Improvisationen zusammenführt. Wie die Zeichnungen sind auch die zwei lebensgroßen Bronzeplastiken »Die Jägerin« (2011) und »Nachhut« (2011) Formulierungen eines malerisch ausgeformten Bildvokabulars in anderen Medien. 

 

 

 

Jeff Walls fotografische Arbeiten entwickeln sich im Spannungsverhältnis von kinematografischer Inszenierung und dem »fast Dokumentarischen« (»near-documentary«, Jeff Wall). In der Ausstellung liegt der Fokus auf großflächigen Farbdrucken und schwarz-weiß Abzügen der letzten Jahre. In diesen Arbeiten führt Wall seine Auseinandersetzung mit dem Realismus fort und greift verstärkt dokumentarische Ansätze auf. Die Aufnahmen lenken den Blick auf das vermeintlich Unspektakuläre, auf triste Antihelden und unprivilegierte Gestalten, die banalen Tätigkeiten nachgehen. Sie scheinen der Zufallsästhetik einer sozial motivierten Straßenfotografie zu folgen. Doch sind es bewusst komponierte, inszenierte oder nachgestellte Szenarien, die wie im gemalten Tafelbild das Alltägliche zu Bildern übergeordneter Bedeutsamkeit einfrieren.


 

 

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache im Verlag für moderne Kunst Nürnberg.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kestnergesellschaft, Goseriede 11, Hannover

18.07.2014 - 13.09.2014
Fotoausstellung Berlin . Weltweit erstmals zeigt die Ausstellung "The Official Formula 1 Opus Exhibition" 40 Porträts der größten Legenden aus der Formel 1 Geschichte. Interessante Persönlichkeiten die von dem Künstler Zenon Texeira mit einer einzigartigen 100kg schwere 20x24-Polaroid-Kamera fotografiert wurden. Vom 18.7. bis 13.9. 2014
...Klick zum Weiterlesen
The Official Formula 1 Opus Exhibition
Fotoausstellung Berlin . Weltweit erstmals zeigt die Ausstellung "The Official Formula 1 Opus Exhibition" 40 Porträts der größten Legenden aus der Formel 1 Geschichte. Interessante Persönlichkeiten die von dem Künstler Zenon Texeira mit einer einzigartigen 100kg schwere 20x24-Polaroid-Kamera fotografiert wurden. Vom 18.7. bis 13.9. 2014

© Zenon Texeira, Michael Schumacher II
Formula one World Champion 1945-95 & 2000-04.
Silverstone, 2006

 

»No driver, no person, will ever be bigger than Formula 1 itself.« – so äußerte sich Bernie Ecclestone. Kaum ein anderer Sport ist durchdringender geprägt von den besonderen Persönlichkeiten und individuellen Charakteren als die Formel 1. Die schnellsten Rennfahrer der Welt bewegen sich in ihrer oftmals von früh an prädestinierten Passion im Rausch der Extreme und ergeben sich dem unermüdlichen Rennen um Details, das nicht nur zwischen Sieg und Niederlage entscheidet, sondern auch erheblichen Einfluss auf das Individuum hat. Deren von inszeniert bis speziell reichende Selbstdarstellung resultiert in der Herausforderung für Künstler, Porträts zu erschaffen, die die Persönlichkeit in möglichst großer Gesamtheit darstellt. Zenon Texeira setzte den schier unnahbaren und opulenten Persönlichkeiten eine einzigartige 100kg schwere 20x24-Polaroid-Kamera gegenüber, die den Künstler mit der Kamera und den Formel-1­Stars auf Augenhöhe bringt.

 

© Zenon Texeira, Fernando Alonso I
Formula one World Champion 2005 & 2006.
Silverstone, 2006

 

 

© Zenon Texeira, Eddie Jordan
Founder of Jordan Grand Prix  Racing Team.
Silverstone, 2006

 

 

Im Jahr 2006 zum Grand Prix in Silverstone setzte Zenon Texeira das Vorhaben für »The Official Formula 1 Opus« um, die Legenden des Sports in ästhetisch seriell wirkenden Porträts zu manifestieren, die in ihrer Macht den Personen gerecht werden. Frühere Formel-1-Weltmeister wie Emerson Fittipaldi, Alan Jones, Niki Lauda, Nigel Mansell, Jackie Stewart oder der kürzlich verstorbene Sir Jack Brabham befinden sich mit faszinierenden Porträts ebenso in der Ausstellung wie die Champions der vergangenen 20 Jahre, darunter u.a. Fernando Alonso, Mika Häkkinen, Damon Hill, Lewis Hamilton und Jacques Villeneuve. Der erfolgreichste Formel-1-Pilot aller Zeiten wird in der Ausstellung mit zwei Porträts gewürdigt: Michael Schumacher. Auch Funktionäre und Teamchefs wie Flavio Briatore, Ron Dennis, Eddie Jordan, Max Mosley, Jean Todt oder Frank Williams traten im Juni 2006 in Silverstone vor die von Zenon Texeira geführte epochale Kamera. Ein künstlerisches Manifest der Serie setzt Zenon Texeira mit einem Triptych von Bernie Ecclestone, Präsident und CEO von Formula One Management.

 

© Zenon Texeira, Jean Todt I
President of Fédération Internationale de l'Automobile
Silverstone, 2006

 

Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten der Formel-1-Legenden der Vergangenheit und Gegenwart zeichnen sich durch ihre besondere Stimmung aus, die im Prozess des Entwickelns entstand und durch einen dezenten Sepia-Ton unstrichen wird. »The Official Formula 1 Opus Exhibition« versteht sich als Huldigung des faszinierenden Rennsports, als Ehrwürdigung seiner Legenden, die seine Entwicklung bestimmt haben sowie als künstlerische Auseinandersetzung mit den Lichtgestalten des Universums Formel 1.

Die ausgestellten Arbeiten sind in einer Edition von 3 für jeweils 4.000 Euro erhältlich. Jedes Werk ist von Zenon Texeira und Bernie Ecclestone persönlich signiert.

Buchpräsentation »The Official Formula 1 Opus«

Zur Ausstellung wird das ultimative und umfassendste Buch zur Formel 1 bei CAMERA WORK vorgestellt: »The Official Forumla 1 Opus«. Auf über 850 Seiten in High-End-Qualität und mit einem Gewicht von 37 kg zelebriert das Meisterwerk den Formel-1-Sport beispielslos und beinhaltet neben der visualisierten Geschichte des Sports exklusive Interviews, weitreichende Statistiken und seltene Einblicke in den Rennzirkus.

 

© Zenon Texeira, Niki Lauda
Formula one World Champion 1975, 1977 & 1984.
Silverstone, 2006 

 

 

Zenon Texeira wurde 1968 in Dar-es-Salaam, Tansania geboren, wo sein Großvater ein lokales Fotostudio besaß. Im Alter von drei Jahren, kurz nach dem Tod seiner Mutter, wanderte seine Familie nach England aus. Zenon Texeira nahm schon früh die Olympus Pen seines Vaters mit zur Schule und fing die tägliche Arbeit und das Spiel seiner Freunde ein. 1991 beendete die Kunstschule mit Auszeichnung. Er war der erste Schüler in der Schulgeschichte, der gleichzeitig einen Abschluss in Grafikdesign und Fotografie innerhalb von zwei Jahren schaffte. Zenon Texeira arbeitete zunächst als Grafikdesigner, bevor er zusammen mit seinem Kindheitsfreund, Karl Flower, einem sehr erfolgreichen Banker, im Jahr 2005 Opus gründete. Beide kombinierten ihre Kreativität und ihren Geschäftssinn, um eine Marke zu kreieren, die epische und kulturelle Geschichten durch überwältigende Fotografien, Prints und luxuriöse Maßstäbe erzählt. Heute ist Opus Markenführer in großen Formaten, Veröffentlichungen und handgebundenen Bildbänden. Bis dato hat Opus beeindruckende Buch-Editionen zu Manchester United, Michael Jackson, Ferrari, Nelson Mandela oder den Super Bowl veröffentlicht. Die Dokumentar-und Porträtphotographie von Zenon Texeira kennzeichnet die Werke von Opus maßgeblich. Zenon Texeira fotografierte darüber hinaus u.a. die Vivienne Westwood Gold Laber Global Kampagne 2007, die in der »Vogue«, »Harper’s Bazaar«, »Dazed & Confused« und weiteren Publikationen veröffentlicht wurde. 2006 nahm Zenon Texeira seine legendäre 20x24-Polaroidkamera zum Silverstone-Grand-Prix, um die Legenden der Formel 1 zu porträtieren. Das Ergebnis ist im Werk »The Official Formula 1 Opus« und in der Ausstellung »The Official Formula 1 Opus Exhibition« zu sehen. Arbeiten von Zenon Texeira werden international ausgestellt, u.a. in Abu Dhabi, Hongkong, London und Tokio.

 

 

Camera Work, Kantstraße 149, Berlin

 

 

 

18.07.2014 - 09.11.2014
Fotoausstellung München . Sicher einen Höhepunkt im fotografischen Ausstellungsjahr hat das Museum Brandhorst zu bieten. Mit Richard Avedon zeigt sie einen der bedeutendsten Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gezeigt werden nicht seine berühmten Modebilder, sondern Porträts aber vor allem auch vier große fotografische Wandbilder. Bis 9.11.2014
...Klick zum Weiterlesen
Richard Avedon. Wandbilder und Porträts
Fotoausstellung München . Sicher einen Höhepunkt im fotografischen Ausstellungsjahr hat das Museum Brandhorst zu bieten. Mit Richard Avedon zeigt sie einen der bedeutendsten Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gezeigt werden nicht seine berühmten Modebilder, sondern Porträts aber vor allem auch vier große fotografische Wandbilder. Bis 9.11.2014

 

Armin Zweite, Kurator der Ausstellung und Klaus Schrenk, Direktor der Bayerischen Staatsgemäldesammlung
bei der Pressekonverenz vor dem Richard Avedon Bild "Alain Ginsberg's Family"

 

Er war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Modefotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Richard Avedon, der vor zehn Jahren im Alter von 81 Jahren verstarb , arbeitete von 1945­-65 für »Harper’s Bazaar« und prägte mit seinen spannenden Inszenierungen die wichtigsten Modetrends dieser Zeit. 1966 wechselt er zu »Vogue« . Von 1980 an gestaltete er die jährlichen Werbekampagnen für Gianni Versace, ab 1985 arbeitete er für die französische Zeitschrift »Egoïste«, ab 1992 außerdem für »The New Yorker«. Dieser hinlänglich bekannten und in Ausstellungen häufig dokumentierten Bereich seiner Arbeit zeigt die Ausstellung des Museums Brandhorst nicht, sondern Porträts und drei überdimensionale Wandbilder.

 

 

 Richard Avedon: The Mission Council, Saigon, Südvietnam, 28. April 1971,
Silbergelatine-Abzug 1975, 303,5 x 990,9 cm Sammlung Udo und Anette Brandhorst

 

Politisch aufgeklärt und liberal eingestellt, begann er zwischen 1969 und 1971 vor dem Hintergrund der sozialen und politischen Unruhen und Veränderungen in den USA vier große fotografische Wandbilder zu schaffen, die in der Geschichte des Mediums von herausragender Bedeutung sind. Auf den zwischen sechseinhalb und zehn Meter breiten und zweieinhalb bis über drei Meter hohen Darstellungen sind die Gestalten teilweise überlebensgroß und in frontaler Position vor weißem Hintergrund nebeneinander aufgereiht. Es sind schattenlose Schwarzweißbilder von rigoroser Klarheit und einer extremen Sachlichkeit, die scheinbar die ästhetische Autonomie der Werke unterlaufen, so dass sie nicht sofort als Kunst wahrgenommen werden. Ihre eminente Wirkung resultiert vor allem aus der Intensität der unmittelbaren Konfrontation des Betrachters mit diesen Fotografien bzw. den dargestellten Personen

 

Richard Avedon: Bob Dylan, Sänger New York City, 10. Februar 1965,
Silbergelatine-Abzug 1965, 35,6 x 27,9 cm Sammlung Udo und Anette Brandhorst

 

Drei der vier Arbeiten, die Avedon realisiert hat, werden im Museum Brandhorst gezeigt. »Allen Ginsberg’s Family« (3. Mai 1970) zeigt den Wortführer der Beat­Generation und bedeutenden Dichter im Kreise seiner Familie. »Andy Warhol and members of the The Factory« (30. Oktober 1969) ist wegen der großen Werkkomplexe Warhols im Museum Brandhorst in München von besonderem Interesse. »The Mission Council« (28. April 1971) entstand während des Vietnamkriegs in Saigon und zeigt Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte und verschiedene Vertreter der Washingtoner Regierung. Aus Platzgründen musste bedauerlicherweise auf »The Chicago Seven« (5. November 1969) verzichtet werden. Hierbei handelt es sich um politisch links orientierte Intellektuelle, die 1968 gegen den Nationalkonvent der Demokraten demonstriert hatten. Sie wurden wegen vermeintlich verschwörerischer Aktivitäten und Gewalttaten festgenommen und angeklagt, wobei der Prozess wegen fadenscheiniger Begründungen der Staatsanwaltschaft und einem offensichtlich parteiischen Richter als juristische Farce Geschichte gemacht hat. Anders als in New York, wo die vier »murals« und weitere thematisch mit ihnen verbundene Werke im Sommer 2012 von der Gagosian Gallery gezeigt wurden, werden die Wandbilder im Museum Brandhorst durch drei andere Werkgruppen ergänzt. Es handelt sich dabei um eine Auswahl bewegender Porträts, die seit den 50er Jahren entstanden. Das breite Spektrum reicht von Francis Bacon und Brigitte Bardot bis Samuel Beckett, Truman Capote und Marcel Duchamp, schließt aber auch Bob Dylan und Marilyn Monroe sowie Buster Keaton und Ezra Pound ein. Der Physiker Robert Oppenheimer sowie der Gouverneur von Alabama, George Wallace, markieren gleichsam die Extreme des politischen Spektrums der Bürgerrechtskonflikte in den USA.

 

Eine weitere Werkgruppe umfasst 1963 entstandene Fotos aus einer psychiatrischen Klinik in Louisiana. Sie zeigen eine andere, dunkle Seite der Gesellschaft. Es sind teilweise Darstellungen von Menschen, die sich offenbar ihrer Situation und ihres Schicksals bewusst sind, aber auch solche, die sich in einer Art von Trance zu befinden scheinen als wären sie medikamentös ruhig gestellt worden.

 

Zwischen 1979 und 1984 bereiste Avedon im Auftrag des Amon Carter Museums von Fort Worth 17 westliche Staaten der USA und machte Aufnahmen von Bergarbeitern, Farmern, Fabrikarbeiten, Landstreichern und anderen, meist sozial degradierten Personen. Der Werkkomplex »In the American West« vergegenwärtigt den Niedergang der Öl­und Kohleförderung und anderer Wirtschaftszweige. Eine Auswahl der 152 x 120 cm großen Arbeiten ergänzt und verändert die Vorstellung von einem Künstler, der weit mehr war als ein der Werbung verpflichteter Modefotograf.

 

Museum Brandhorst, Theresienstraße 35, München

 

 

 

 

 

05.07.2014 - 14.09.2014
Fotoausstellung Berlin . Mit einer Spur Ironie ist der Titel der Ausstellung in der Alfred Ehrhardt Stiftung zu sehen. Denn die zeitgenössische Tierfotografie die ausgestellt wird, zeigt keine wilden Tiere. Um die 50 Bildautoren beleuchten das Verhältnis zu Tieren auf unterschiedlichste Weise. 5. Juli bis 14. September 2014
...Klick zum Weiterlesen
Wild - Tiere in der zeitgenössischen Fotografie
Fotoausstellung Berlin . Mit einer Spur Ironie ist der Titel der Ausstellung in der Alfred Ehrhardt Stiftung zu sehen. Denn die zeitgenössische Tierfotografie die ausgestellt wird, zeigt keine wilden Tiere. Um die 50 Bildautoren beleuchten das Verhältnis zu Tieren auf unterschiedlichste Weise. 5. Juli bis 14. September 2014

Thorsten Brinkmann, Ernie III, 2010 © Thorsten Brinkmann und VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Courtesy Galerie Feldbuschwiesner, Berlin, Galerie Mathias Güntner, Hamburg, Gallery Hopstreet, Brüssel

 

Manche Tiere werden von uns Menschen mythisch aufgeladen und verehrt, andere unterworfen, geopfert, überzüchtet und ausgerottet. Dabei begleitet das Tier uns in wichtigen Bereichen unseres Daseins: sozial, ökonomisch, materiell, kulturell, religiös und symbolisch. All dies spiegelt sich auch in der zeitgenössischen Fotografie wider. Wir begegnen Tieren zuhause, im Wald oder im Zoo, kennen sie von Bildern, aus dem Film, als Spielzeug und nehmen sie als Nahrung zu uns. Seit Darwin wird der Mensch selbst evolutionsbiologisch den Säugetieren zugerechnet, und widmet sich wissenschaftlich dem eigenen wie auch anderen Stammbäumen. Wohl nie zuvor pflegten die Menschen ein aufgeklärteres Verhältnis zu den Tieren und gleichzeitig auch nie ein entfremdeteres als heute. Je mehr sie zu Objekten unserer Wissbegier werden, desto weiter scheinen wir uns von den Tieren zu distanzieren.

 

Birgit Kleber Animals #27, Berlin 2010 © Birgit Kleber  


Andrei Liankevich, Untitled, aus der Serie „Fake Animals“, Grodno/Belarus  2010 © Andrei Liankevich

 

Abgebildet werden Tiere schon seit Jahrtausenden, ja sie gehörten zu den ersten Motiven überhaupt, wie wir unter anderem aus den Höhlen von Lascaux oder Altamira wissen. Auch mit der Erfindung der Fotografie etwa 30.000 Jahre später bleibt das Tier ein zentrales Bildmotiv. Immer seltener wird es allerdings in seinem natürlichen Umfeld fotografiert, stattdessen inszeniert oder als Alter Ego personifiziert. Kein Medium eignet sich so gut, das Verhältnis von Menschen und Tieren zu analysieren wie die Fotografie, deren technische Möglichkeiten vom Schnappschuss bis zur digitalen Konstruktion alle Aspekte unseres Umgangs mit Tieren abzubilden vermag. Zahlreiche Bildbände zum Thema existieren von herausragenden Fotografen des 20. Jahrhunderts, einige werden in der Alfred Ehrhardt Stiftung zu sehen sein.

 

Ingar Krauss, ohne Titel, Zechin 2013 © Ingar Krauss

 

 

 

Martin Klimas, Untitled, 2006, © Martin Klimas, Courtesy the artist und Galerie Cosar HMT, Düsseldorf

 

Die Ausstellung selbst legt den Fokus auf die jüngste Entwicklung: Mit über 70 Werken von mehr als 35 künstlerisch arbeitenden Fotografen werden die unterschiedlichsten Facetten zwischen Nähe und Distanz, inniger Freundschaft und materieller Ausnutzung visuell reflektiert. Darunter sind Bilder von ausgestopften und musealisierten Tieren, von Haus- und Kuscheltieren, von Nutztieren auf der Weide oder toten Tieren als Vanitasmotive in klassischen Stillleben. Wie wir sehen, bekommt ein uraltes Thema immer wieder eine zeitgenössische Ausdrucksform und eine aktuelle Brisanz. Die Aufnahmen zeigen, wie sich der Mensch mit den Tieren identifiziert, sie als Trophäe sammelt oder zu Nahrungsmitteln verarbeitet. Dabei variieren die künstlerischen Herangehens- und Darstellungsweisen, mal wirken sie dramatisch, mal verspielt und ironisch. Schließlich beginnen wir darüber nachzudenken, wie “wild” Tiere heute überhaupt noch sind. Und in einer Mélange aus Angst und Faszination, Mitgefühl und Horror werden wir daran erinnert, dass wir selbst nur Teilchen des großen Mosaiks von Mutter Natur sind, ein Bestandteil des unerschöpflichen Spiels aus Geboren-Werden und Sterben, Essen und Gefressen-Werden. 

Text Matthias Harder / Maren Polte

 

Die ausgestellten Fotografen: Subhankar Banerjee, Katja Bilo, Nadine Blanke, Ursula Böhmer, Thorsten Brinkmann, Franck Christen, Amin El Dib, Sinje Dillenkofer, Daniel und Geo Fuchs, Mishka Henner, Kai Olaf Hesse, Dieter Hinrichs, Birgit Kleber, Martin Klimas, Ingar Krauss, Silke Krüger, Andrei Liankevich, Carina Linge, Vera Mercer, Ralf Meyer, Thilo Mokros, Bernhard Moosbauer, Stefan Moses, Dan Nelken, Pierpaolo Pagano, Marc Peschke, Romana Prinoth, Christiana Protto, Ria Patricia Röder, Arno Schidlowski, Alnis Stakle, Bernd Telle, Jens Ullrich, Alexandra Vogt, Marc Volk, Sascha Weidner, Tina Winkhaus, Harf Zimmermann

 

Alfred Ehrhardt Stiftung, Auguststraße 75, Berlin

 

 

03.07.2014 - 05.09.2014
Fotoausstellung Hamburg . Abgelegen Dörfer und Industriesiedlungen des Dschungels besuchte der dänische Fotograf Mads Nissen für sein Langzeitprojekt bei dem er über einen Zeitraum von sechs Jahren immer wieder das Amazonasbecken durchquerte. Die Freelens Galerie stellt die interessante Bildserie vor.
...Klick zum Weiterlesen
Mads Nissen - Amazonas
Fotoausstellung Hamburg . Abgelegen Dörfer und Industriesiedlungen des Dschungels besuchte der dänische Fotograf Mads Nissen für sein Langzeitprojekt bei dem er über einen Zeitraum von sechs Jahren immer wieder das Amazonasbecken durchquerte. Die Freelens Galerie stellt die interessante Bildserie vor.


Mit 19 Jahren bereiste der Däne Mads Nissen erstmals das Amazonasgebiet, das ihn seither nicht mehr losgelassen hat. 2006 entschied er sich, seine Faszination für ein fotografisches Langzeit-Projekt zu nutzen. Über einen sechsjährigen Zeitraum  hat er immer wieder das Amazonasbecken durchquert, das sich als größtes zusammenhängendes Landschaftsgebiet auf 9 Länder verteilt. Ein Areal mit unendlicher Artenvielfalt, das heute noch etwas mehr als 300 indigene Bevölkerungsgruppen beherbergt. Doch es ist in seiner Existenz massiv bedroht: unaufhaltsam werden immer größere Flächen durch Abholzung und Brandrodung vernichtet.

 


 
Mads Nissens Serie führt zahlreiche grandiose, scheinbar unberührte Naturpanoramen vor. Sein eigentliches Interesse gilt den Bevölkerungsgruppen der exotischen Urlandschaft und ihren Lebensbedingungen. Dazu hat er sich in das Innere des Regenwaldes begeben, zu den abgelegenen Dörfern und Armutsvierteln der Industriesiedlungen des Dschungels, um dort auf Goldsucher, Jäger, Farmer, Minenarbeiter und Prostituierte zu treffen. Und seine Fotos zeigen immer wieder Bewohner unterschiedlichster Regionen in Ausübung ihrer archaisch anmutenden Rituale.
 
Amazonas ist ein düsterer, elegischer Bilderbogen, der  sich den üblichen Kategorisierungen entzieht. Kein Expeditions-, kein Abenteuer- und auch kein Selbsterfahrungsbericht. Die Welt, die Mads Nissen vorführt, oszilliert zwischen unbezwingbarer Wildnis und zerstörender Zivilisation, zwischen Paradies und Apokalypse. Letztendlich wirken die Bewohner hilflos angesichts der Ressourcenausbeutung und Umweltzerstörung, die eine Vernichtung ihrer Lebensgrundlage bedeutet. Mads Nissens Arbeit ist von einer enormen Intensität, die im Betrachter lange nachwirkt.
 
Mads Nissen (Jg. 1979) hat an der Danish School of Journalism in Kopenhagen studiert. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Shanghai, fotografierte er zunächst für dänische Tageszeitungen. Heute arbeitet er als freier Fotojournalist. Seine Arbeiten erscheinen in Newsweek, TIME, Der Spiegel, Stern oder Sunday Time. Mads Nissen hat für seine Arbeiten zahlreiche Preise erhalten, u.a. einen World Press Photo Award,  den Manuel Rivera Ortiz-Preis und mehrere Auszeichnungen beim Dänischen Pressefoto des Jahres. Die Serie Amazonas ist letztes Jahr als gleichnamiges  Buch erschienen. 

 

Freelens Galerie, Steinhöft 5, Hamburg

02.07.2014 - 20.09.2014
Fotoausstellung Wien . Das fotografische Log Buch einer spannenden Reise zeigt die Ausstellung Arrivals and Departures mit Bildern von Jacob aue Sobol, die entlang der Transsibirischen Eisenbahnlinie entstanden sind. Präsentiert werden sie in der Wiener Leica Galerie. Bis 20. September 2014
...Klick zum Weiterlesen
Jacob aue Sobol - Arrivals and Departures
Fotoausstellung Wien . Das fotografische Log Buch einer spannenden Reise zeigt die Ausstellung Arrivals and Departures mit Bildern von Jacob aue Sobol, die entlang der Transsibirischen Eisenbahnlinie entstanden sind. Präsentiert werden sie in der Wiener Leica Galerie. Bis 20. September 2014
 
Jacob Aue Sobol, Ulan Bator, März 2012 © Jacob Aue Sobol / Magnum Photos
 
 
Vor zwei Jahren machte sich der dänische Magnum Fotograf Jacob Aue Sobol auf die Reise quer über den asiatischen Kontinent, von Moskau über Ulan Bator nach Peking.  Aufgezeichnet hat er seine Reiseimpressioneen mit der Leica M Monochrom, der ersten digitalen Schwarzweiß-Kamera. In spanenenden Bildern erzählt er von den Begegnungen mit den Menschen entlang der Transsibirischen Eisenbahnlinie. Dabei sind die Fotografien nie der flüchtige Bericht eines Durchreisenden, im Gegenteil: Sobols Porträts kennzeichnet eine fast schmerzhafte Intensität, die Intimität der Bilder lässt keinen Betrachter unbeteiligt zurück.
 
 
 
Jacob Aue Sobol, Peking 2012 © Jacob Aue Sobol Magnum Photos
 
 
„Mich hat es nie interessiert, etwas von der anderen Seite der Straße aus zu beobachten, genauso wenig, wie als Fotograf unsichtbar zu bleiben. Ich hoffe, das ist der Grund, warum niemand sich beim Betrachten meiner Bilder als Voyeur fühlt – man ist ein Teil von ihnen. Für mich ist das der Punkt, an dem die Bilder vom bloßen Zeigen zum Sein wechseln, wenn sie keine Geschichte mehr von ‚denen‘ erzählen, sondern von ‚uns‘.“

Jacob Aue Sobol wurde 1976 in Brøndby Strand, Dänemark geboren und lebt zurzeit in Kopenhagen. Nach seinem Studium an der Europäischen Filmhochschule entwickelte er an der Dänischen Schule für Dokumentar- und Kunstfotografie Fatamorgana seine charakteristische fotografische Handschrift. Sobols Serien entstehen zumeist fern seiner Kopenhagener Heimat, sein erstes Buchprojekt Sabine ist das Porträt einer Liebesbeziehung und berichtet von seinem dreijährigen Aufenthalt in Grönland, wo er mit der Familie seiner Freundin als Jäger und Fischer lebte. Mit Sabine wurde Sobol 2005 für den Deutsche Börse Fotografiepreis nominiert. Sobols Buch I, Tokyo, eine Auseinandersetzung mit seiner japanischen Wahlheimat zwischen 2006 und 2008, wurde 2008 mit dem Leica European Publishers Award ausgezeichnet. Mit einer Reportage über eine guatemaltekische Bauernfamilie gewann Sobol 2006 einen World Press Photo Award in der Kategorie Alltagsgeschichten. Seine Arbeiten werden weltweit ausgestellt, seit 2007 ist er Mitglied der Agentur Magnum Photos.
 
 
Jacob Aue Sobol, Moskau März 2012 © Jacob Aue Sobol /Magnum Photos
 


Die Fotografien der Serie Arrivals and Departures stehen zum Verkauf. Preise auf Anfrage.

Der Katalog zur Ausstellung Jacob Aue Sobol. Arrivals and Departures ist im Leica Store für 15 Euro erhältlich. Im
 
 
 
Leica Galeroe, Walfischgasse 1, Wien
 
28.06.2014 - 07.09.2014
Fotoausstellung Ulm . Zum 100sten Mal jährt sich in diesem Jahr das Ende des Ersten Weltkrieges. Drei große Fotografen - Anja Niedringhaus, Jan Banning und Bryan Adams - dokumentieren mit ihren Bildern verschiedene Kriegserfahrungen. Ausgestellt im Stadthaus Ulm bis 7.9.2014
...Klick zum Weiterlesen
Gesichter des Krieges - Fotografien von Anja Niedringhaus, Jan Banning und Bryan Adams
Fotoausstellung Ulm . Zum 100sten Mal jährt sich in diesem Jahr das Ende des Ersten Weltkrieges. Drei große Fotografen - Anja Niedringhaus, Jan Banning und Bryan Adams - dokumentieren mit ihren Bildern verschiedene Kriegserfahrungen. Ausgestellt im Stadthaus Ulm bis 7.9.2014

 

 

Basra, Irak, März, 2003. Eine irakische Frau flieht mit ihrem Kleinkind und anderen Einwohnern vor
schweren Gefechen aus der Stadt © Anja Niedringhais / AP

 

Noch gut im Gedächtnis ist den Meisten von uns der Tod von Anja Niedringhaus am 4. April 2014. Die Fotojournalistin war auf dem Weg zur Wahlbeobachtung in Afghanistan, wo sie erschossen wurde und ihre Kollegin Kathy Gannon schwer verletzt überlebte. Die Pulitzer-Preisträgerin Anja Niedringhaus  berichtete als Augenzeugin mehr als 20 Jahre mit eindringlicher Schonungslosigkeit unmittelbar aus weltweiten Krisen- und Kriegsgebieten, unter anderem aus Kroatien und Serbien, Irak, Afghanistan, Libyen und Israel. Unter extremen Bedingungen dokumentierte sie, oft Schulter an Schulter mit Soldaten, Leben und Sterben im Ausnahmezustand militärischer Auseinandersetzungen. Im Mittelpunkt der Bilder von Niedringhaus standen immer die Menschen denen sie mit Neugier und Respekt gleichermaßen begegnete, seien es Soldaten, die mit Verzweiflung, Wut, Schmerz oder Tränen kämpfen, oder eine strapazierte Zivilbevölkerung, die um Normalität und Würde ringt. Unter dem Titel "At War" hatte sie eine Auswahl ihrer Arbeiten der letzten 10 Jahre zusammen gestellt, die u.a. bei C/O Berlin 2011 und in der Deutschen Börse Frankfurt/M. ausgestellt wurde und nun im Stadthaus gezeigt wird. Ein Ausstellungskatalog erschien bei Hatje Cantz und ist derzeit vergriffen. 

 

Kabul, Afgahnistan, September 2009. Ein afganiscger hält eine Spielzeugwaffe, während er mit anderen Karussell fährt und das Ende des Ramadanfest feiert. © Anja Niedringhais / AP

 

Der Portraitzyklus  (erschienen 2010) Der niederländische Fotografen und World Press Photo Award- Preisträgers Jan Banning (*1954) ist in der Ausstellung mit der Porträtserie „Comfort Women“ vertreten. Si zeigt indonesische Frauen, die während des Zweiten Weltkrieges als sogenannte „Trostfrauen“ in Militärunterkünfte und Frontbordelle der japanischen Armee verschleppt und dort teilweise über Jahre Opfer sexueller Gewalt und systematischer Zwangsprostitution wurden. Mehr als sechs Jahrzehnte hatten die Frauen über die an ihnen begangenen Verbrechen geschwiegen - oft aus Scham und Angst vor sozialer Ächtung -, bevor sie sich von Jan Banning portraitieren ließen und über ihre leidvolle Geschichte, die seelischen Verletzungen und Folgeschäden berichteten. Das Buch „Comfort Women / Troostmeisjes“ ist 2010 bei Ipso Facto / Seltmann+Söhne erschienen.

 

Wainem Jahrgang 1925, Mojogedang, Zentraöl-Java © Jan Banning

 

Emah Jahrgang 1926, Kuningang, West-Java © Jan Banning

 

Corporal Ricky Fergusson MC, London, 2011 © Bryan Adams

 

Der Musiker und Fotograf Bryan Adams (*1959) fotografierte für seine seit 2008 entstandene Portraitserie „Wounded - The Legacy Of War“ britische Kriegsheimkehrer aus Afghanistan oder dem Irak. Mit der nüchternen Präzision einer Großbildkamera und vor sachlich ausgeleuchtetem Studiohintergrund dokumentiert er die Kriegsverletzungen der Männer und Frauen, zeigt ihre Verstümmelungen, Narben und Verbrennungen. Adams hat die Verwundung der oft noch sehr jungen Veteranen im Blick. Er portraitiert ihren trotzigen Willen und Stolz, mit dem sie um ihren Weg zurück ins Leben kämpfen. Sie posieren nicht in heroischem Patriotismus, sie umgibt vielmehr die Aura eines verstörend provokativen Optimismus. Die beinahe lebensgroßen, sehr monumentalen Abzüge machen eine direkte Konfrontation mit dem Menschen „hinter“ dem Bild unausweichlich, nicht als Darstellung eines Krieges, sondern als Realität des Krieges. Das Buch „Wounded - The Legacy Of War“ ist 2013 bei Steidl erschienen.

 

Marine Mark Ormrod, London, 2011 © Bryan Adams

 

Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Ulm

 

28.06.2014 - 06.09.2014
Fotoausstellung Berlin . Klingende Namen der Models wie Kate Moss oder Claudia Schiffer ebenso wie der Fotografen wie Ellen von Unwerth oder Herb Ritts zeichnen die Gruppenausstellung mit über 100 faszinierendne Fotoarbeiten in der CWC Gallery aus. Bis 6. September 2014
...Klick zum Weiterlesen
Supermodels - Then and Now
Fotoausstellung Berlin . Klingende Namen der Models wie Kate Moss oder Claudia Schiffer ebenso wie der Fotografen wie Ellen von Unwerth oder Herb Ritts zeichnen die Gruppenausstellung mit über 100 faszinierendne Fotoarbeiten in der CWC Gallery aus. Bis 6. September 2014

 

© Albert Watson, Kate Moss with Hat, Marrakesh, 1993

 

 

Die eigenkuratierte Gruppenausstellung "Supermodels – Then and Now" zeigt über 100 Fotografieren der renommiertesten Künstler der Welt eine Auswahl an herausragenden Mode-, Porträt-und Aktbildern von den berühmtesten Topmodels der vergangenen Jahrzehnte.

 

© Albert Watson, Naomi Campbell, Palm Springs, 1989

 

Ein wahrhaft weltbekanntes Model muss durch ihre Gesten, Posen und ihre Körperform nicht nur die Intention der Designer für die Modewelt projizieren, sondern ihnen auch Inspiration liefern, erklärt Thomas P. Campbell, ehemaliger Direktor des Metropolitan Museum of Art. Damit erlangen Supermodels in ihrem Metier einen Sonderstatus und ihre Gesichter werden zu eigenständigen Marken. In der Kunst entwickelte sich das Motiv Supermodel zu einem international gefragten Genre heraus, welches bei Auktionen Höchstpreise erzielt. Die CWC Gallery zeigt diese Entwicklung mit der Gruppenausstellung "Supermodels – Then and Now" und präsentiert herausragende Werke der Fotokunstgeschichte aus der umfangreichen Sammlung der Camera Work AG sowie teilweise bisher nie gezeigte Werke der gefragtesten internationalen Fotokünstler.

 

© Bruno Bosang, Claudia Schiffer, Paris 1997


 

 © Bruno Bisang, Naomi Campbell

 

 

Seit über fünf Jahrzehnten zählen Supermodels zum festen Bestandteil der Fotokunst. Die Arbeiten von Richard Avedons  von Twiggy oder Veruschka oder die Werke von Peter Lindberghs und Michel Comtes von Naomi Campbell über Linda Evangelista und Iman bis hin zu Christy Turlington vermitteln ein neues Bild des Verständnisses des Supermodels. Mitte der 1990er trug die gesteigerte Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die berühmten Supermodels dazu bei, dass diese innerhalb der Welt der Mode eine Art Ikonenstatus erreichten. Im Kontrast zur Inszenierung der Models als unnahbare und makellos-schöne Göttinnen in Werbekampagnen und auf Covern stehen die atmosphärischen Schwarz-Weiß-Arbeiten von Fotografen wie Peter Lindbergh oder Irving Penn. Lindberghs intimen Porträt von Berri Smithers oder Penns verträumt-entrückt wirkendem Akt von Amber Valetta gelingt es, die natürliche und "ungeschminkte" Schönheit der Frauen darzustellen und dabei die Vertrautheit zwischen Künstler und Model zu suggerieren. Eine Sonderstellung unter den Supermodels als auch in der Fotokunst hat Kate Moss, deren Porträts und Akte von Ellen von Unwerth, Patrick Demarchelier oder Albert Watson die Wandlungsfähigkeit des Models zeigen. Auch die Fotokunst trug maßgeblich zum Aufbau der Weltmarke Kate Moss bei.

Die Gruppenausstellung ist eine exklusive Auswahl herausragender Porträts der Fotokunst aus über fünf Jahrzehnten sowie als Zeugnis für den Einfluss von Supermodels auf die Fotokunst.

 

© Michel Comte, Iman, 1992

 

Ausgestellt werden Werke von Richard Avedon, Tina Berning & Michelangelo Di Battista, Cecil Beaton, Bruno Bisang, Gavin Bond, Michel Comte, Anton Corbijn, Sante D’Orazio, Brian Duffy, Fernand Fonssagrives, F.C. Gundlach, Pamela Hanson, Marc Hispard, Dominique Issermann, Russell James, Nadav Kander, Steven Klein, Annie Leibovitz, Peter Lindbergh, Roxanne Lowit, Ralph Mecke, Helmut Newton, Margaretha Olschewski, Irving Penn, Jim Rakete, Rankin, Blaise Reutersward, Bettina Rheims, Herb Ritts, Paolo Roversi, Jeanloup Sieff, Ellen von Unwerth, Antoine Verglas, Albert Watson.

 

 

 © Ellen von Unwerth, Big in America (Claudia Schiffer), Nashville, 1989

 

CWC Gallery, Auguststraße 149, Berlin

 

27.06.2014 - 12.10.2014
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Interessant aber sicher auch amüsant ist die Ausstellung "Paparazzi! Fotografen, Stars und Künstler" in der Schirn Kunsthalle, die mit rund 600 Arbeiten und Dokumenten dem globalen Phänomen der Paparazzi-Fotografie nachspürt. Bis 12. Oktober 2014
...Klick zum Weiterlesen
Paparazzi! Fotografen, Stars und Künstler
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Interessant aber sicher auch amüsant ist die Ausstellung "Paparazzi! Fotografen, Stars und Künstler" in der Schirn Kunsthalle, die mit rund 600 Arbeiten und Dokumenten dem globalen Phänomen der Paparazzi-Fotografie nachspürt. Bis 12. Oktober 2014

 

 

Paul Schmulbach, Marlon Brando und Ron Galella beim Benefizball der American Indians Development Association
im Waldorf Astoria Hotel, New York, 26. November 1974, Silbergelatineabzug
20,3 x 25,4 cm
© Ron Galella, Ltd

 

Der breühmte Regisseur Federico Fellini schuf 1960 in seinem berühmten Film „La Dolce Vita“ die Figur des „Paparazzo”.  Tälich gehen Paparazzi ihrem Handwerk nach: Heimlich verfolgen und belauern sie berühmte Persönlichkeiten ob Schauspieler, Musiker oder Politiker, mit dem Ziel, Ungeahntes, vermeintlich Geheimes und Privates exklusiv zu veröffentlichen. Veröffentlicht werden diese Aufnahmen vorwiegend in der Boulevardpresse, die dadurch zu einem der umsatzstärksten Bereiche im Pressesektor aufgestiegen ist.

 

 

Bruno Mouron, Kate Moss während der Fashion Week Paris, 1992
Silbergelatineabzug
20 x 30 cm
Courtesy Bruno Mouron/Agence Sphinx

 

In der umfassenden Ausstellung – organisiert vom Centre Pompidou-Metz in Kooperation mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt – wird das Phänomen Paparazzi nun erstmals auch eingehend kunstsoziologisch beleuchtet. Die Ausstellung geht der Spur eines modernen Mythos nach, stellt die Techniken und die Ästhetik der Paparazzi-Fotografie dar und hinterfragt die komplexen Beziehungen, die sich mitunter zwischen Star und Fotograf entwickeln. Mit rund 600 Arbeiten und Dokumenten wird ein ganz neuer Blick auf dieses globale Phänomen präsentiert.

 

 

Pascal Rostain, Mick Jagger und Jerry Hall im Pré Catelan, Paris, 19 juin 1980
Silbergelatineabzug 20 x 30 cm
Courtesy Pascal Rostain/Agence Sphinx

 

 

In der Ausstellung sind „Ikonen“ der Paparazzi-Fotografie, die rund um die Welt gegangen sind, ebenso zu sehen wie künstlerische Positionen, u. a. von Gerhard Richter, Cindy Sherman, Richard Avedon, Thomas Demand oder Andy Warhol,.

 

 

Schirn Kunsthalle, Römerburg, Frankfurt am Main

 

 

 

26.06.2014 - 28.01.2015
Fotoausstellung Hamburg . Bilder ihres Fotografen LoÏc Bréard stellt die Galerie Hilaneh von Kories in der Helios Endo Privatklinik vor. Der Fotograf hat mit seiner Bilderserie aus Ägypten ein interessantes Bild des Landes gezeichnet. Bis 28.1.2015
...Klick zum Weiterlesen
LoÏc Bréard - Ägypten im Spiegel der Zeitlosigkeit
Fotoausstellung Hamburg . Bilder ihres Fotografen LoÏc Bréard stellt die Galerie Hilaneh von Kories in der Helios Endo Privatklinik vor. Der Fotograf hat mit seiner Bilderserie aus Ägypten ein interessantes Bild des Landes gezeichnet. Bis 28.1.2015


 

 Ägypten #15, Edfu, 2011

 

Nach dem Studium der Malerei und Bildhauerei an der Ecole Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris arbeitete Loïc Bréard, der in Nantes in der Bretagne geboren ist, als selbständiger Stylist für namhafte Fotografen wie Jeanloup Sieff, Guy Bourdin, Helmut Newton, Bill King, Albert Watson, Jacques Olivar, Paolo Roversi und Oliver Toscani.

1982 zog Bréard nach Hamburg und gründete die internationale Styling-Agentur Bigoudi.Seit 1998 widmet sich Loïc Bréard der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie in den Bereichen Portrait, Reportage, Landschaft und Architektur.

 

Ägypten #24, El Kharga, 2000


 

Ägypten #39, Esna, 2011

 

 

Seine Fotodokumentationen führten ihn unter anderem nach Südafrika (2000 – 2005), Südamerika (2006), El Rocío (Sevilla, Spanien, 2006), Semana Santa (Sevilla, Spanien, 2007) und Indien (2008)

Täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr

 

Helios Endo-Klinik, Holstenstraße 2, Haus 1, 8. Etage, Hamburg

21.06.2014 - 16.10.2014
Ausstellung Hannover . Hinter dem Titel der Ausstellung "The Little Brown Mushroom Ping-Pong Reading Room" steckt eine von Alec Soth und friends auf dem Platz vor dem Sprengel Museum Hannover installierte Mitmachaktion von der Tischtennisplatte bis zur kleinen Bibliothek. Natürlich werden auch Bilder des amerikanischen Fotokünstlers Alec Soth gezeigt. Bis 16.Oktober 2014
...Klick zum Weiterlesen
Alec Soth & Friends
Ausstellung Hannover . Hinter dem Titel der Ausstellung "The Little Brown Mushroom Ping-Pong Reading Room" steckt eine von Alec Soth und friends auf dem Platz vor dem Sprengel Museum Hannover installierte Mitmachaktion von der Tischtennisplatte bis zur kleinen Bibliothek. Natürlich werden auch Bilder des amerikanischen Fotokünstlers Alec Soth gezeigt. Bis 16.Oktober 2014

Alec Soth, Little Brown Mashroom (LBM)-books, 2013 © Amec Soth / Magnum Foto

 

Er zählt zu einen der einflussreichsten Fotografen seiner Generation. Der amerikanische Fotokünstler Alec Soth wurde vor allem auch wegen seiner umfangreichen, meist mit einer Großformatkamera entstehenden Bildserien über den amerikanischen Mittleren Westen bekannz.
 
1969 geboren wuchs Alec Soth in Minnesota und absolvierte das renommierte Sarah Lawrence College, Yonkers, New York. Soth gelangt über eine Auseinandersetzung mit der Land Art und der Malerei zur Fotografie. Die Fotokunst von Soth beruht nicht allein auf fotografischer Recherche- und Forschungsarbeit und seiner Mitgliedschaft in der renommierten Bildagentur Magnum. Der von ihm betriebene Blog Litte Brown Mushroom und die gleichnamige Publikations- und Vertriebssplattform gelten als exemplarisch für ein erweitertes Verständnis des Mediums als Möglichkeit kommunikativen Handelns im Zeitalter des Internet. Sie dienen ihm zudem als eine Art Gegengewicht zu seinem Interesse an eremitischen Existenzen und der von ihm häufig als „beautiful loneliness in voyeurism“ thematisierten Einsamkeit des fotografischen Aktes.
 
Speziell für das Sprengel Museum Hannover richtet Alec Soth anlässlich des LUMIX-Festivals mit der Little Brown Mushroom Suitcase Show eine Lounge ein. Die großformatigen Arbeiten an den Wänden finden für die Besucher eine zweite, nach Hause zu tragende und dort nach eigenem Gutdünken zu installierende Form. Auch Tischtennis darf gespielt werden.

 

Sprengel Museum, Kurt-Schwitters-Platz, Hannover

20.06.2014 - 12.10.2014
Ausstellung München . Die Ausstellung im Münchner Haus der Kunst vereint unter anderem die neuesten, überwiegend großformatigen fotografischen Werkserien "Crowds and Riots", "Interiors" , "Midcentury Studio" , "Malabar People" und "Disco Angola". Bis 12-10.2014
...Klick zum Weiterlesen
Stan Douglas: Mise en scène
Ausstellung München . Die Ausstellung im Münchner Haus der Kunst vereint unter anderem die neuesten, überwiegend großformatigen fotografischen Werkserien "Crowds and Riots", "Interiors" , "Midcentury Studio" , "Malabar People" und "Disco Angola". Bis 12-10.2014

Stan Douglas, Interiors, 2009-2010, Series of 4 color photographs, Tosi Foods Back, 2010
© Stan Douglas, courtesy the artist, David Zwirner, New York/London, and Victoria Miro, London

 

Derzeit steht Stan Douglas an einem ganz besonderen Moment seines künstlerischen Werdegangs: Seit 2008 produziert Stan Dpouglas großformatige fotografische Werkserien und in den jüngsten Werken sind Musik, Film, Theater, Fotografie sowie digitale Formate aufs engste verwoben, so dass sie gleichzeitig mehreren Medien zuzuordnen sind..

Die Ausstellung vereint  die neuesten, überwiegend großformatigen fotografischen Werkserien: "Crowds and Riots" (2008), "Interiors" (2009-2010), "Midcentury Studio" (2010-2011), "Malabar People" (2011) und "Disco Angola" (2012). Diese Fotografien inszenieren historische Momente, vorwiegend aus der Zeit vom Kriegsende bis Mitte der 1970er-Jahre: die Schwarzmarktkultur der Nachkriegszeit und den Übergang zu anderen Formen des Warenhandels, streikende Hafenarbeiter, Demonstrationen für die Redefreiheit sowie die Auseinandersetzung zwischen Hippies und Staatsmacht. Mit der Werkserie "Disco Angola", einer synchronen Betrachtung der Discokultur in New York und der spannungsgeladenen Atmosphäre in Angola, bindet Stan Douglas beide Kulturen in eine übergreifende Narration über Postkolonialismus ein.

"Midcentury Studio", 2010-2011

Nach dem Zweiten Weltkrieg widmeten sich u.a. ehemalige Soldaten der Fotografie, weil sie hofften, vom Fotojournalismus leben zu können. Ein bezeichnendes Beispiel hierfür war Raymond Munro. Stan Douglas schildert dessen Werdegang so: "ein Veteran der kanadischen Luftwaffe, der 1949 beschwipst und mit einer Schlüsselbeinfraktur in Vancouver auftauchte, um sich bei einer Lokalzeitung als Luftbildfotograf zu bewerben. Munro war kein ausgebildeter Fotograf, aber er war sich sicher, dass er ein Flugzeug mit einer Hand fliegen konnte; er bekam den Job." Im Archiv der Fotoagentur Black Star in der Universität Ryerson schaute sich Stan Douglas zahlreiche Bilder aus den Jahren 1945 bis 1950 an. Sie wurden von Autodidakten mit einer unhandlichen 4 x 5" Laufbodenkamera mit Blitz, die langsam zu laden und mühselig einzustellen war, aufgenommen. Die Motive waren Verbrechen, Unfälle, Straßenszenen, Tiere, Mondscheinkneipen, berühmte Leute -alles, was dem Fotografen Geld einbrachte. Für die 29-teilige Schwarzweißserie "Midcentury Studio" schlüpft Stan Douglas in die Rolle eines solchen Fotografen der Nachkriegszeit, der für praktische Zwecke fotografiert und "schlechte Fotos, aber manchmal ... interessante Bilder" macht. In "Camouflage, 1945", 2011 etwa soll die Beleuchtung das Modell eigentlich besser sichtbar machen, tatsächlich aber macht sie es völlig unsichtbar. Und "Athlete, 1946" ist das Porträt eines Sportlers, bei dem das Geschehen am Bildrand vom Thema ablenkt, weil der Moment des Abdrückens ungeschickt gewählt ist.

So sorgfältig Stan Douglas die historischen Ereignisse auch recherchiert und so aufwändig er sie inszeniert – die Fotografien sind dennoch frei von jedem Anspruch auf Geschichtstreue oder Deutungshoheit. Sie geben sich als Mutmaßungen und Fragmente zu erkennen, als eine im Konjunktiv II vorgetragene Erzählung. Stan Douglas wendet eine literarische Technik an: Nach Recherche der historischen Fakten erschafft der Autor eine fiktive Hauptfigur und erzählt aus auktorialer Perspektive, wie es gewesen sein könnte. Auch ein entsprechend konstruierter Roman vermittelt den Eindruck, dass Wissen Stückwerk ist, und Realität instabil.

"Disco Angola", 2012

Die 1974 und 1975 angesiedelte Serie von acht Farbfotografien kombiniert Situationen in Angola und New York. In dieser Zeit führte in Angola die Auseinandersetzung um Unabhängigkeit und Entkolonialisierung zum Bürgerkrieg. Diesmal schlüpft Stan Douglas in die Rolle eines Fotografen, der mit wenig Ausrüstung arbeitet, auf 35mm-Film, bereit schnell zu wechseln und schnell zu knipsen um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, das richtige Bild zu bekommen. "Irgendwie ist es ihm gelungen, das Vertrauen von einigen Rebellen zu gewinnen, die ihn mit wiederum anderen Leuten bekannt machen, die ihm dann die einheimischen Verhaltensregeln beibringen; die nicht zu kennen, wäre tödlich", sagt Stan Douglas über diesen fiktiven Abenteurer. Versklavte Afrikaner, die im 18. Jahrhundert von Luanda aus über die Mittelpassage verschifft wurden, hatten die afrikanisch-brasilianische Kampfkunst Capoeira in die Neue Welt gebracht. Mit "Disco Angola" stellt sich Stan Douglas vor, diese Kampfkunst sei in ihr Heimatland zurückgekehrt.

 

"Helen Lawrence", 2014

Die kinohafte Bühnenproduktion "Helen Lawrence" spielt in Vancouver im Jahr 1948 und zitiert die Ästhetik des Film Noir. Das Setting ist "eine heimtückische, wechselhafte Umgebung mit Polizisten, Rotlichtmilieu, Soldaten, Flüchtlingen, beschädigten Waren und geisterhaften Lovern, die im Treibsand Fuß zu fassen suchen" (Stan Douglas). Die Hauptfigur, Helen Lawrence, ist psychisch instabil und bleibt höchst ambivalent: Hat sie ihren Ehemann getötet, oder war der Mörder ein anderer?

"Helen Lawrence" verbindet Theater mit Film und computer­generierter Bildwelt. Die Schauspieler agieren gleichzeitig als Kameraleute, deren Abbild in übergroßen Projektionen präsent ist. "Helen Lawrence" hatte im März 2014 Weltpremiere am World Premiere Arts Club Theatre, Vancouver, und kommt als Gastspiel an die Münchner Kammerspiele.

 

 

Stan Douglas, Crowds and Riots, 2008, Series of 4 color photographs, Hastings Park, 16 July 1955
© Stan Douglas, courtesy the artist, David Zwirner, New York/London and Victoria Miro, London

 

 

 

Stan Douglas, Disco Angola, 2012, Series of 8 color photographs, Two Friends, 1975
© Stan Douglas, courtesy the artist, David Zwirner, New York/London, and Victoria Miro, London

 

 Haus der Kunst, Prinzregentenstraße, München

 

15.06.2014 - 14.09.2014
Fotoausstellung München . Passend zur Fußball Weltmeister eröffnet in der Münchner Villa Stuck die Ausstellung mit 45 spannenden Schwarzweißbildern von Regina Schmeken aus der Serie "Unter Spielern - Die Nationalmannschaft". Von den Bilder, die weit über Dokumentarisches hinausgehen, erzählt jedes einzelne eine Geschichte. 15.6. bis 14.9.2014
...Klick zum Weiterlesen
Regina Schmeken: Unter Spielern - Die Nationalmannschaft
Fotoausstellung München . Passend zur Fußball Weltmeister eröffnet in der Münchner Villa Stuck die Ausstellung mit 45 spannenden Schwarzweißbildern von Regina Schmeken aus der Serie "Unter Spielern - Die Nationalmannschaft". Von den Bilder, die weit über Dokumentarisches hinausgehen, erzählt jedes einzelne eine Geschichte. 15.6. bis 14.9.2014

 

 

 

Michael Buhrs, Direktor Museum Villa Stuck und Regina Schmeken
in der Ausstellung "Unter Spielern - Die Nationalmannschaft".

 

Wer nach landläufiger Meinung Fußballer und Kulturausstellunge für zwei ganz unterschiedliche Paar Stiefel hielt, der irrt - zumindest was Oliver Bierhoff, den ehemaligen Nationalspieler und heutigen Manager der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft betrifft. Denn es war Bierhoff der die Bilder der Fotografin auf ihrer Ausstellung "No sports" in der Galerie Neumeister sah und Regina Schmeken fragt ob sie sich vorstellen könnte Bilder der Nationalmannschaft zu machen. Das gemeinsame Projekt dauerte von März 2011 bis zum Ende der Europameisterschaft 2012. Zu insgesamt 16 internationalen Spielen begleitete die Fotografin die Mannschaft.

 

 

 

Ausgerutscht: Fast schon Symolcharakter hat das Bild hinsichtlich der WM
von Marco Reus bei der EM Deutschland-Italien, Warschau, 28.6.2012, 1:2

 

 

 

EM Deutschland - Italien, Warschau 28.6.2012, 1:2 , Thomas Müller

 

 

 Deutschland - Belgien , Düsseldorf 11.10.2011 3:1, Michael Neuer

 

Entstanden sind rund 9.000 Bilder von denen 45 in der Ausstellung zu sehen sind - Motive wie sie nicht der üblichen Weise einer Sportreportage zu sehen sind. Da ragt ein Finger ins Bild auf dem ausrutschenden Marco Reus, da spielen Thomas Müllers Beine mit dem Ball, da zeigt ein Ausschnitt die kampfverzerrten Gesichter der Spieler. Weder ein Negativ noch eine Datei zeigen für Regina Schmeken die fertige Arbeit. Erst in der Nachbearbeitung ensteht das Bild, wo sie Ungewünschtes wie zum Beispiel Zuschauer oder Werbebanner im Schwarz verschwinden lässt. Seit wenigen Jahren arbeitet die Fotografin erst digital aber nach wie vor bevorzugt sie schwarzweiß. "Farbe ist nicht mein Ding", erklärt sie und es verwundert nicht, denn ihre Bilder sind Kompositionen aus Lichtführung, Perspektive und der Konzentration auf das Wesenliche. Dass sie von Fußball eigentlich keine Ahnung hat, findet sie gut. Nicht erst seit ihrer Fußballserie begeistert sie sich aber für Bewegung, sie ist ein Schwerpunkt ihrer Arbeit. Ob Tanz Stabhochsprung, Fechten oder eben Fußball der entscheidende Moment fasziniert sie und ihn hält sie in spannenden Bildern fest.

 

Regina Schmeken arbeitet seit mehreren Jahrezehnten schwerpunktmäßig für die Süddeutsche Zeitung. Ihre Arbeiten wurde in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und sie erhielt für ihre Fotografie mehrfach Auszeichnungen wie 1996 den Dr. Erich-Salomon-Preis.

 

 

Villa Stuck, Prinzregentenstraße 60, München

 

 

 

 

 

 

 

 

 

13.06.2014 - 14.09.2014
Fotoausstellung Dresden Die Ausstellung „NAKED LIGHT. Die Belichtung des Unendlichen“ zeigt 30 Werke Heynes, darunter 15 gänzlich neue Fotografien. Als absolute Weltpremiere realisiert und präsentiert die Städtische Galerie Dresden darüber hinaus die erste raumgreifende, architekturbezogene Arbeit im Œuvre des Künstlers.
...Klick zum Weiterlesen
Stefan Heyne - Naked Light. Die Belichtung des Unendlichen
Fotoausstellung Dresden Die Ausstellung „NAKED LIGHT. Die Belichtung des Unendlichen“ zeigt 30 Werke Heynes, darunter 15 gänzlich neue Fotografien. Als absolute Weltpremiere realisiert und präsentiert die Städtische Galerie Dresden darüber hinaus die erste raumgreifende, architekturbezogene Arbeit im Œuvre des Künstlers.

 

 

In der begehbaren Installation The Enlightenment (13 x 7 m) wird die Wahrnehmung der Auflösung des Ortes, die Wahrnehmung des Verschwindens der Realität, vor den Fotografien Stefan Heynes auf den Ausstellungsraum ausgeweitet. The Enlightenment ist offen in den Ausstellungsraum integriert, sodass ein gleitender Übergang zwischen den beiden »Welten« — dem Bildraum und dem Ausstellungsraum, der Installation und der klassischen Präsentation — geschaffen wird. Der Besucher kann somit in das Werk hineinlaufen und wird dadurch zum Teil dieses „unberechenbaren“ Universums. Die Reduktion des Mediums Fotografie auf Licht und Dunkelheit konfrontieren den Betrachter mit der Unendlichkeit.

 

Städtische Galerie Dresden, Wilsdruffer Straße 2, Dresden

12.06.2014 - 07.09.2014
Fotoausstellung Bonn Seit 1994 hat das Kunstmuseum Bonn begonnen die Kunstform der Fotografie regelmäßig in Ausstellungen zu zeigen. Die Ausstellung „Enthüllung und Verzauberung“ zeigt, welche Spuren dieser systematischen Beschäftigung des Museums mit der Fotografie sich in seiner Sammlung niedergeschlagen haben.
...Klick zum Weiterlesen
Enthüllung und Verzauberung
Fotoausstellung Bonn Seit 1994 hat das Kunstmuseum Bonn begonnen die Kunstform der Fotografie regelmäßig in Ausstellungen zu zeigen. Die Ausstellung „Enthüllung und Verzauberung“ zeigt, welche Spuren dieser systematischen Beschäftigung des Museums mit der Fotografie sich in seiner Sammlung niedergeschlagen haben.

Thomas Florschuetz, Multiple Entry #15, 1997-2004 (F120)
Foto: Kunstmuseum Bonn / Reni Hansen ©VG Bild-Kunst,  Bonn 2014

 

Abgesehen von einigen Positionen, die in den vergangenen Jahren in der ständigen Präsentation des Kunstmuseums gezeigt wurden wie z.B. Jürgen Klauke, Andreas Gursky oder Thomas Demand, sind bei dieser Präsentation erstmals oder selten gezeigte Fotografien zu sehen, die in den vergangenen zwanzig Jahren als Schenkungen oder Ankäufe Eingang in die Sammlung des Kunstmuseums gefunden haben.

Im Jahr 1994 hat das Kunstmuseum Bonn begonnen die Kunstform der Fotografie regelmäßig in sein Ausstellungsprogramm zu integrieren. Die Ausstellung „Enthüllung und Verzauberung“ reflektiert nun, welche Spuren dieser systematischen Beschäftigung des Museums mit der Fotografie sich in seiner Sammlung niedergeschlagen haben. Abgesehen von einigen Positionen, die in den vergangenen Jahren in der ständigen Präsentation des Kunstmuseums gezeigt wurden (wie z.B. Blume, Klauke, Sasse, Gursky, Demand oder Gefeller) sind bei dieser Präsentation erstmals oder selten gezeigte Fotografien zu sehen, die in den vergangenen zwanzig Jahren als Schenkungen oder Ankäufe Eingang in die Sammlung des Kunstmuseums gefunden haben.

 

Katharina Mayer, getürkt, 1992-96

 

Neben einigen Entdeckungen aus dem Bereich der amerikanischen und deutschen Fotografie der siebziger Jahre (Les Krims, Duane Michals, Sigmar Polke) konzentriert sich die Auswahl vor allem auf Werke, die in den neunziger Jahren entstanden sind. Es offenbart sich hier eine Vielzahl unterschiedlicher  Verwendungsweisen und Wirklichkeitsbegriffe der zeitgenössischen Fotografie. Besitzen die Bilder z.B. bei Roman Signer die Funktion einer Dokumentation von Performances, so nutzt der Bildhauer Hetum Gruber die abstrahierende Wirkung des Mediums. Auf andere Weise medienreflexiv nutzen auch Michael Wesely und Dieter Rübsaamen die Fotografie. Gleichermaßen dokumentarisch wie auch magisch-erzählerisch ist die Optik von Christopher Muller, Thomas Florschütz und Renate Brandt, während Thomas Struth die urbanen Kontexte nüchtern zeigt, aber dem Betrachter auch zur kritischen Reflexion anregt.

 

Kunstmuseum Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 2, Bonn

 

05.06.2014 - 16.11.2014
Fotoausstellung Berlin . Zum zehnjährigen Bestehen zeigt die Helmut Newton Stiftung großformatige Landschaftsaufnahmen und Aktbilder von Helmut Newton wie sie in der gleichen Kombination schon in der Eröffnungsausstellung zu sehen waren. Bis 16.11.2014
...Klick zum Weiterlesen
Helmut Newton / Alice Springs: US and Them // Helmut Newton: Sex and Landscapes
Fotoausstellung Berlin . Zum zehnjährigen Bestehen zeigt die Helmut Newton Stiftung großformatige Landschaftsaufnahmen und Aktbilder von Helmut Newton wie sie in der gleichen Kombination schon in der Eröffnungsausstellung zu sehen waren. Bis 16.11.2014

 

Helmut Newton, Monica Belluci, Monte Carlo 2001 © Helmut Newton Estate

 

Als Eröffnungsausstellung bestimmte Helmut Newton damals, kurz vor seinem Tod, „Us and Them“ und „Sex and Landscapes“. Nun, zum Jubiläum zehn Jahre später, wählt die Stiftungspräsidentin June Newton (alias Alice Springs) die gleiche Kombination.

 

Alice Springs Helmut Newton, Monte Carlo 1987 © Alice Springs

 

„Us and Them“ ist ein gemeinsames Ausstellungs-und Buchprojekt. Als eine Art fotografisches Tagebuch ihres Zusammenlebens und beinhaltet gegenseitige, teilweise intime Porträts und Selbstporträts sowie Aufnahmen von Schauspielern, Künstlern und anderen Prominenten der Zeit. Die Bildnisse dieser Protagonisten eines internationalen Jet-Sets der 1980er und 1990er Jahre, aufgenommen von Helmut und June Newton bei unterschiedlichen Porträtsitzungen, werden als Bildpaare unmittelbar nebeneinander präsentiert. Jedes dieser Porträts erzählt eine komplexe Geschichte, und die Protagonisten begegnen uns hier mal als private und mal als öffentliche Person respektive mit zwei unterschiedlichen emotionalen Facetten.

 

Helmut Newton, In our kitchen, Rue Aubriot, Paris 1072 © Helmut Newton Estate


Die Ausstellung „Sex and Landscapes“ vereint großformatige Landschaftsaufnahmen und Akte in Schwarz-Weiß und Farbe, entstanden zwischen 1974 und 2001. Das Ausstellungsprojekt beinhaltet wolkenverhangene Seestücke und sich brechende Wellen vor Monte Carlo, neobarocke Madonnenfiguren in italienischen Kleinstädten oder den Berliner Grunewaldsee, verwoben mit Glamour und mitunter provokanten Inszenierungen sexueller Obsessionen in weiblicher Besetzung.

 

Alice Springs, Chateau Marmont, Hollywood, 1991 © Alice Springs

 

Parallel zu dieser Doppelausstellung werden in „June’s Room“ großformatige Collagen von Helmut Newton präsentiert; einige waren bereits im Jahr 2000 Bestandteil von Newtons Retrospektive in der Neuen Nationalgalerie.

 

Helmut Newton Stiftung, Jebensstraße 2, Berlin

 

 

26.05.2014 - 18.01.2015
Fotoausstellung Essen Über 200 ausgewählten Fotografien von Chargesheimer sind in der Ausstellung im Ruhr Museum sechs Themen zugeordnet: „Ruhrgebietslandschaft“, die „Stadt“, die „Arbeit“, das „Wohnen“ und die „Freizeit“ und vor allem die „Menschen“, die Chargesheimer am meisten interessierten. Bis 18.1.2015
...Klick zum Weiterlesen
Chargesheimer. Die Entdeckung des Ruhrgebiets
Fotoausstellung Essen Über 200 ausgewählten Fotografien von Chargesheimer sind in der Ausstellung im Ruhr Museum sechs Themen zugeordnet: „Ruhrgebietslandschaft“, die „Stadt“, die „Arbeit“, das „Wohnen“ und die „Freizeit“ und vor allem die „Menschen“, die Chargesheimer am meisten interessierten. Bis 18.1.2015

 

 

Als der Schriftsteller Heinrich Böll und der Fotograf Chargesheimer 1957 für ihr Buch „Im Ruhrgebiet“ die Region bereisten, befand sich das Ruhrgebiet auf dem Höhepunkt der industriellen Produktion. So beschreiben der Text von Heinrich Böll und vor allem die Fotografien von Chargesheimer das typische Ruhrgebiet der späten 1950er Jahre: einen industriellen Ballungsraum, der völlig von Kohle und Stahl geprägt ist. Sie zeigen die Zerstörung der Landschaft, die Gesichts-losigkeit der Städte, die Dominanz der schweren Männerarbeit, aber sie zeigen auch schon den beginnenden Strukturwandel: die Freizeit und die Unterhaltung, den modernen Konsum und den beginnenden Autoverkehr, vor allem aber die Menschen in ihrer alltäglichen Umge-bung, ihrer zur „Heimat“ gewordenen Industrieregion.

 

 

Der Band „Im Ruhrgebiet“ ist seit Jahren vergriffen und noch nie sind ausschließlich die Ruhrgebietsfotografien Chargesheimers ausgestellt worden. Vor allem aber sind noch nie jene Bilder gezeigt worden, die 1957 in Vorbereitung für den Bildband gemacht, seinerzeit aber nicht für das Buch ausgewählt wurden. Insgesamt liegen über 1.500 Negati-ve im Rheinischen Bildarchiv, die in diesem Zusammenhang entstan-den sind. Die Ausstellung „Chargesheimer. Die Entdeckung des Ruhr-gebiets“ zeigt über 150 dieser bisher unveröffentlichten und etwa 50 der im Bildband erschienenen Fotografien.

 

 

„Im Ruhrgebiet“ erschien im Herbst 1958 als großformatiger, für die Zeit fast überdimensionierter Bildband, der eindeutig den Schwer-punkt auf die Fotos von Chargesheimer legte. Die radikale Subjektivi-tät und Intensität des Buches entfachten eine Kontroverse, die viel über die Identität und den Kampf um die Deutungshoheit über das Bild der Region verrät. Außerhalb des Ruhrgebiets erfuhr das Buch höchs-tes Lob, während im Ruhrgebiet ein Sturm der Entrüstung losbrach. Bereits im darauffolgenden Jahr brachte der Siedlungsverband Ruhr-kohlenbezirk den ebenfalls aufwendig gestalteten Band „Ruhrgebiet – Porträt ohne Pathos“ heraus und in der Folge erschien eine Flut von Bildbänden und Fotobüchern, die bis heute nicht abgeebbt ist. Man kann sagen: Mit Bölls und Chargsheimers Band wurde das Ruhrgebiet als Thema für fotografische Reportagen populär. Die Ausstellung zeigt die wichtigsten Fotobücher dieser fast sechzig Jahre – insgesamt ca. 200 – und stellt sie den Fotografien Chargesheimers gegenüber, so dass eine Bildgeschichte des Ruhrgebiets entsteht.

 

 

Zur Ausstellung erscheint im Verlag der Buchhandlung Walther König ein umfangreicher, 340 Seiten starker Katalog, der alle Fotografien der Ausstellung und die wichtigsten Fotobücher der letzten sechzig Jahre präsentiert. Aufsätze von Stefanie Grebe, Heinrich Theodor Grütter, Dieter Nellen, Andreas Rossmann und Sigrid Schneider inter-pretieren die Fotografien von Chargesheimer und das begleitende Es-say von Heinrich Böll, die Kontroverse, die das Buch hervorgerufen hat, die Geschichte der Bildbände und Fotobände, die in der Folge ent-standen sind und den damit verbundenen Wandel des öffentlichen Bildes des Ruhrgebiets.

 

Ruhr Museum, UNECO Welterbe Zollverein, Essen

 

 

25.05.2014 - 07.09.2014
Fotoausstellung Oberhausen Die vor zwei Jahren verstorbene Eve Arnold gehört zu den wichtigsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Die Ludwiggalerie stellt neben Porträts von bekannten Persönlichkeiten wie Malcolm X und Marilyn Monroe Reisefotografie aus ihrer Arbeit vor.
...Klick zum Weiterlesen
Eve Arnold – Eine Hommage an die Magnum-Fotografin
Fotoausstellung Oberhausen Die vor zwei Jahren verstorbene Eve Arnold gehört zu den wichtigsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Die Ludwiggalerie stellt neben Porträts von bekannten Persönlichkeiten wie Malcolm X und Marilyn Monroe Reisefotografie aus ihrer Arbeit vor.

 Malcolm X, Chicago, Illinois, 1961 © Eve Arnold / Magnum Photos

 

 

Ein facettenreiches Werk hat die Fotografin Eve Arnold hinterlassen, die 2012 wenige Monate vor ihrem hundertsten Geburtstag starb. Als Kind russischer Einwanderer repräsentiert ihre Lebensgeschichte ein Stück weit den amerikanischen Traum: Ende der 1940er Jahre beginnt sie ihre Karriere als Autodidaktin mit einer Rolleicord-Kamera und tritt 1957 als eine der ersten Frauen der legendären Fotoagentur Magnum bei. Berühmt wurde sie ebenso mit ihren ungewöhnlichen Modeaufnahmen in Harlem zur Zeit der Rassendiskriminierung als auch mit ihren politischen Reportagen zu Malcolm X, dem Anführer der Black Muslims. Gesellschaftliches Engagement war Eve Arnold wichtig: Ob sie verschleierte Frauen in den arabischen Ländern thematisierte oder das sich im Umbruch befindende China Ende der 70er Jahre.

Berühmt wurde sie aber vor allem auch mit ihren Portraitaufnahmen ob von Filmstars wie Marlene Dietrich, Marilyn Monroe und Joan Crawford, mit denen Eve Arnold Fotografiegeschichte geschrieben hat. Über fünfzig Jahre fotografiert sie die Monroe und Co. im Studio oder zu Hause und war auch als Standfotografin erfolgreich.

 

Marilyn Monroe am Set von "The Misfits", Nevada, 1960 © Eve Arnold / Magnum Photos

 

Eve Arnolds Bilder erschienen in den großen und bekannten Foto- und Modemagazinen wie Vogue oder Life.

Der Grande Dame des Bildjournalismus widmet die Ludwiggalerie nun eine umfassende Retrospektive. Den Schwerpunkt der Oberhausener Schau bilden dabei die Reisefotografien aus Afghanistan, China, Indien und Südafrika sowie ihre fotografischen Portrait-Studien von Marlene Dietrich, Marilyn Monroe, Joan Crawford, Isabella Rossellini und weiteren Berühmtheiten des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Magnum Photos und der Versicherungskammer Kulturstiftung.

 

 

Ludwiggalerie, Konrad-Adenauer-Allee 46, Oberhausen

 

13.04.2014 - 09.11.2014
Fotoausstellung Völklingen . Der Fall der Berliner Mauer ist 25 Jahre her. Aus diesem Anlass präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte Fotografien von Helmut R. Schulze, der wichtige Momente rund um dieses Ereignis festgehalten hat. 40 Schlüsselbilder dokumentieren in der Ausstellung die Deutsche Wiedervereinigung.
...Klick zum Weiterlesen
25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung
Fotoausstellung Völklingen . Der Fall der Berliner Mauer ist 25 Jahre her. Aus diesem Anlass präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte Fotografien von Helmut R. Schulze, der wichtige Momente rund um dieses Ereignis festgehalten hat. 40 Schlüsselbilder dokumentieren in der Ausstellung die Deutsche Wiedervereinigung.

Fall der Mauer 9. und 10. November 1989: 25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung, Weltkulturerbe Völklinger Hütte
 © Helmut R. Schulze



Helmut R. Schulze gehört zu den namhaften Fotojournalisten in Deutschland und begleitete über viele Jahre politische Persönlichkeiten wie Bundeskanzler Helmut Kohl, Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Als Fotojournalist war er hautnah dabei, als die Frage der Deutschen Einheit entschieden wurde. Die Ausstellung in der Möllerhalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte zeigt die 40 Schlüsselbilder von Helmut R. Schulze zur Deutschen Wiedervereinigung.
 

"Mit dem Fall der Mauer und der Deutschen Wiedervereinigung wurde die größte Sehnsuchtsfantasie der Deutschen Wirklichkeit. Die Ausstellung "25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte bietet die Gelegenheit, die emotionale Ausnahmesituation des Jahres 1989/90 noch einmal zu erleben. Und sie ist ein Bildungsangebot für junge Menschen, die diese Zeit selbst nicht erlebt haben" sagt Meinrad Maria Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.

 

 

 

Bundeskanzler Helmut Kohl in Dresden, 19. Dezember 1989. Volkspolizisten schirmen vor dem Kongresszentrum die Ankunft des Bundeskanzlers ab. Ein Kind zeigt das Victory-Zeichen © Helmut R. Schulze

 

Der Fall der Berliner Mauer markiert im Nachhinein den Beginn der Deutschen Einheit. Damals aber war die "Deutsche Frage" noch völlig offen. In den turbulenten Ereignissen des Jahres 1989/1990 und in einer spezifischen außenpolitischen Konstellation kam Politikern wie Helmut Kohl oder Hans-Dietrich Genscher eine enorme Bedeutung zu. Und es ist nicht zuletzt ihrem beherzten Vorgehen geschuldet, dass die zuvor für nahezu unmöglich gehaltene Deutsche Einheit tatsächlich Wirklichkeit wurde. Die Fotografien von Helmut R. Schulze zeigen aus nächster Nähe den politischen Weg zur Deutschen Einheit. In seinen Fotoarbeiten verdichten sich weltpolitische Ereignisse zu prägnanten Momentaufnahmen.

Die Fotos in der Möllerhalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte zeigen die entscheidenden politischen Ereignisse auf dem Weg zur Deutschen Einheit. Sie geben exklusive Einsichten in das politische Leben von Hans-Dietrich Genscher, Richard von Weizsäcker und Helmut Kohl. Und sie bieten charakteristische, aber auch ungewöhnliche Ansichten von der Zeit des Kalten Krieges bis zur Vollendung der Deutschen Einheit.

 

25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung, Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Richard von Weizsäcker vor der Berliner Mauer und dem Brandenburger Tor, Juni 1989 © Helmut R. Schulze



Zu sehen sind historische Ereignisse wie die Öffnung des Brandenburger Tores im Dezember 1989 oder Helmut Kohls Rede vor der Dresdner Frauenkirche, nach der nicht mehr "Wir sind das Volk!", sondern "Wir sind ein Volk!" die wichtigste Losung der Stunde war. Helmut R. Schulze Fotos lassen uns zum Zeugen des ersten Treffens zwischen Hans-Dietrich Genscher und Michail Gorbatschow werden. Sie erlauben uns aber auch einen Blick in das Wohnzimmer von Eduard Schewardnadse und zeigen beispielsweise, wie Außenminister Genscher und Bundeskanzler Kohl die prinzipielle Zusage Gorbatschows zur Deutschen Wiedervereinigung im Flugzeug mit Journalisten, Crew und Begleitern feiern.

Charakteristisch sind vor allem die Fotos aus der Zeit des Kalten Krieges – mit der Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor. In Erinnerung bleiben die im wahrsten Sinne des Wortes "kühle" Atmosphäre während eines Besuchs von Helmut Schmidt in der DDR und die russischen Kriegsveteranen auf dem Roten Platz. Am Ende liegt eine Lenin-Statue zerbrochen auf dem Boden und Dresdner Kinder zeigen das Victory-Zeichen.

Helmut R. Schulze hat mehrere Fotobücher zu Richard von Weizsäcker, Hans-Dietrich Genscher und Helmut Kohl veröffentlicht. Zu seinen Projekten zählt auch ein Fotobuch zu Hannelore Kohl und mehrere Foto-Ausstellungen zu Afghanistan, u.a. im Deutschen Historischen Museum Berlin. Helmut R. Schulzes Leitgedanke, den er bei seiner Arbeit als Fotojournalist und Fotograf verfolgt, gilt auch für die Ausstellung "25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte: "Es sind Bilder, die uns die Welt erklären".

"25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" ist nach "Staatsgeschenke – 60 Jahre Deutschland" die zweite im Weltkulturerbe Völklinger Hütte kuratierte Ausstellung zur jüngeren Deutschen Geschichte. 2010 war im Weltkulturerbe Völklinger Hütte außerdem die Ausstellung "Feind ist, wer anders denkt" der Bundesbehörde für Stasi-Unterlagen zur SED-Diktatur zu sehen. 2009 feierte der Bundesrat im Weltkulturerbe Völklinger Hütte sein 60-jähriges Bestehen.

Die Ausstellung "25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte steht unter der Schirmherrschaft des langjährigen Außenministers der Bundesrepublik Deutschland, Hans-Dietrich Genscher.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch zum Preis von 14,50 Euro.
Die Katalogbücher zu den Ausstellungen "Staatsgeschenke" und "25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" bietet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zusammen zum Sonderpreis von 20 Euro an.

 

Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Völklingen

11.04.2014 - 30.12.2014
Ausstellung Oberhausen Die Vielfalt der Schönheit in der Kunst zeigt die Ausstellung „Der schöne Schein“ im Gasometer Oberhausen. Ein künstlerischer Höhepunkt ist die Installation „320° Licht“ der Bremer Künstlergruppe Urbanscreen. Mit 20.000 Quadratmetern ist sie eine der größten und technisch anspruchsvollsten Innenraumprojektionen weltweit. Realisiert wird die Projektion mit 21 Epson Installationsprojektoren.
...Klick zum Weiterlesen
Der schöne Schein
Ausstellung Oberhausen Die Vielfalt der Schönheit in der Kunst zeigt die Ausstellung „Der schöne Schein“ im Gasometer Oberhausen. Ein künstlerischer Höhepunkt ist die Installation „320° Licht“ der Bremer Künstlergruppe Urbanscreen. Mit 20.000 Quadratmetern ist sie eine der größten und technisch anspruchsvollsten Innenraumprojektionen weltweit. Realisiert wird die Projektion mit 21 Epson Installationsprojektoren.

Auf Christo folgt Urbanscreen. Die Installation "320° Licht" ist künstlerischer Höhepunkt der Ausstellung
Bild: Sven Siebenmorgen

 

Die Schönheit kennt viele Gesichter. Sie zeigt sich uns in der zeitlosen Schlichtheit der Nofretete ebenso wie im unergründlichen Lächeln der Mona Lisa. Sie liegt in den ruhigen Landschaften Caspar David Friedrichs, aber auch in Hokusais kraftvoller großer Welle, die sogar den Berg Fuji unter sich zu begraben scheint. Schönheit kann einfach sein und strahlend. Elegant und verführerisch. Prachtvoll und verspielt. Sie kann aber auch dunkel sein, geheimnisvoll und verstörend. Künstler aller Epochen haben diese Vielfalt der Schönheit in ihren Bildern und Skulpturen sichtbar gemacht, und so spiegelt sich in den größten Werken der Kunstgeschichte immer auch die Suche nach der Schönheit.

 

Eine der anspruchsvollsten Innenraumprojekionen realisert "320° Licht" mit 21 Epson Installationsprojektoren.
Bild Wolfgang Volz

 

Ein multimediales Raumerlebnis ist die Installation "320° Licht" im Luftraum des Gasometers  der Bremer Künsltergruppe Urbanscreen, die ein faszinierendes Spiel mit Formen und Licht bietet. In einem Radius von 320 Grad wachsen und verändern sich auf der 100 Meter hohen Innenwand des Gasometers grafische Muster. "320° Licht" wird mit der Projektionstechnik von Epson realisiert.

37 Wochen, über 230 Tage und mehr als acht Stunden pro Tag sind die Installationsprojektoren von Epson im Gasometer im Einsatz. Sieben Projektorentürme mit jeweils drei 10.000 Lumen-Projektoren (Epson EB-Z10005) sind im Innenraum des Gasometer aufgebaut. Sie werden die über 100 Meter hohen Innenwände illuminieren.

"Das Projekt im Gasometer ist einzigartig und auch für uns als Weltmarktführer im Projektorenbereich außergewöhnlich. Es sind diese Projekte, die in ihren Extremen zeigen, was Technik kann: herausragende Inhalte zum Leben erwecken“, sagt Henning Ohlsson, Geschäftsführer der Epson Deutschland GmbH. „Die künstlerischen Arbeiten von Urbanscreen haben international für Aufsehen gesorgt. Wir sind überzeugt, dass die Installation im Gasometer Oberhausen weltweit Beachtung finden wird.“

 

Epson EB-Z10005

 

"Der schöne Schein" ist eine Ausstellung der Gasometer Oberhausen GmbH unter der Gesamtleitung von Jeanette Schmitz.

Die Künstlergruppe Urbanscren wurde international bekannt durch die spektakulären Illuminationen des Opernhauses in Sydney (Australien), der Rice-University in Houston (USA) und die Light-Sound-Kompositionen auf der Kunsthalle Hamburg, dem Kunstquartier Wien und dem Bauhaus Dessau.

 

 

Gasometer, Arenastraße 11, Oberhausen

 

 

Nutzungsbedingungen / AGB's   |   Presse   |   Impressum   |   Datenschutzerklärung   |   Haftungsausschluss