Fotoausstellungen

19.09.2014 - 08.02.2015
Ausstellung Düsseldorf . Maschinen und Landschaften, Geschwindigkeit und Stillstand, diese scheinbar widersprüchlichen Begriffe inspirieren die 1967 in Leipzig geborene Künstlerin Christiane Baumgarten zu immer neuen Werken, die jetzt im Museum Kunstpalast ausgestellt werden. 19.9.2014 bis 8.2. 2015
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Christiane Baumgarten - White Noise
Ausstellung Düsseldorf . Maschinen und Landschaften, Geschwindigkeit und Stillstand, diese scheinbar widersprüchlichen Begriffe inspirieren die 1967 in Leipzig geborene Künstlerin Christiane Baumgarten zu immer neuen Werken, die jetzt im Museum Kunstpalast ausgestellt werden. 19.9.2014 bis 8.2. 2015

 

 

Manhattan Transfer, 2010, Holzschnitt auf Kozo-Papier, Bildformat: 119,5 x 160 cm,
Papierformat: 145 x 185 cm, VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 

Maschinen und Landschaften, Geschwindigkeit und Stillstand, diese scheinbar widersprüchlichen Begriffe inspirieren die 1967 in Leipzig geborene Künstlerin zu immer neuen Werken. Sie interessiert sich für die vom Menschen geschaffene Umgebung, für Autobahnen, Flugzeuge aber auch den deutschen Wald. Für ihre großformatigen Holzschnitte filmt sie ihr Motiv zunächst mit der Videokamera, wählt anschließend einzelne  Bilder aus, die sie am Computer umarbeitet und Linienraster dafür festlegt, die später auf eine Holzplatte übertragen werden. In langwieriger Handarbeit schneidet sie anschließend die einzelnen Linien in den Druckstock. 

Christiane Baumgartners großformatige Bilder sind eine visuelle Aufforderung, unsere vertraute Wahrnehmung von Zeit, Raum und Landschaft zu reflektieren. In der Verbindung widerstreitender Materialien, Medien und Arbeitsweisen gelangt sie zu einer irritierenden wie inspirierenden Bildersprache.

 



Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und französischer Sprache

 

Museum Kunstpalast, Kulturzentrum Ehrenhof, Ehrenhof 4-5, Düsseldorf

 

 

 

19.09.2014 - 29.11.2014
Fotoausstellung Berlin . Weltweit erstmals wird die in London entstanden Porträtserie der bekannten Fotokünstlerin Bettina Rheims in der Galerie Camera Work vorgestellt. Polarisierend und elektrisierend sind die aufregenden Bilder der jungen Frauen, die in verschiedenen Darstellungsmustern von erotischer Spielarten und Selbstfindungen von Weiblichkeit gezeigt werden. 19.9. bis 29.11. 2014
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Bettina Rheims: Bonkers - A Fortnight in London
Fotoausstellung Berlin . Weltweit erstmals wird die in London entstanden Porträtserie der bekannten Fotokünstlerin Bettina Rheims in der Galerie Camera Work vorgestellt. Polarisierend und elektrisierend sind die aufregenden Bilder der jungen Frauen, die in verschiedenen Darstellungsmustern von erotischer Spielarten und Selbstfindungen von Weiblichkeit gezeigt werden. 19.9. bis 29.11. 2014

© Bettina Rheims, Bonkers – A fortnight in London Amber le Bon has lost her Car Keys

 

Sich ihrem künstlerischen Leitthema der Weiblichkeit, Selbstdarstellung und Sexualität widmend, erschuf die Künstlerin Bettina Rheims 2013 in London für die Ausstellung eine ergreifende Porträtserie mit 23 Frauen, die aufgrund ihres Erscheinungs- und Persönlichkeitsbildes sowie ihrer medialen Verortung in der öffentlichen Wahrnehmung polarisieren.

Nach Shanghai und Paris – Großstädte, in denen bereits international hoch geachtete Serien der Künstlerin entstanden sind – begab sich Bettina Rheims für »Bonkers – A Fortnight in London« nun in die britische Hauptstadt. Auf der Suche nach elektrisierenden Stimmungen und polarisierenden Frauen der Society der Weltmetropole, fand sich Rheims inmitten von Models, Schauspielerinnen und Frauen der britischen Partyszene wieder. Die Künstlerin begibt sich mit den Protagonistinnen in eine surreale und trübe Welt verschiedener Darstellungsmuster, erotischer Spielarten und Selbstfindungen von Weiblichkeit. Die großformatigen Porträts und Akte zeigen unter anderem Frauen, deren gesellschaftliche als auch mediale Wahrnehmung und Reputation sich auf die Titulierung »It-Girl« begrenzt. Die Darstellung der Frauen spielt mit Stereotypisierungen, überspitzt bewusst Klischees und hinterfragt die Differenz zwischen den öffentlich rezipierten Bildern der Frauen und deren individueller Persönlichkeit. Die Arbeiten sind charakteristisch geprägt von einer spürbaren Intimität und Nähe der Künstlerin zu den Models, wodurch es ihr gelingt, Weiblichkeit neu zu entdecken und aus einer besonderen Perspektive geradlinig darzustellen.

 

© Bettina Rheims, Bonkers – A fortnight in London Dioni Tabbers Miss Wilde

 

Das inhaltlich komplexe Schaffenswerk fügt sich aus der künstlerischen Kreativität von Bettina Rheims, den Fertigkeiten des Stylisten Sascha Lilic, der Mode von Vivienne Westwood und der Frivolität einer Gruppe von jungen Frauen in London wie Amber Le Bon, Harriet Vernet, Mary Charteris, Portia Freeman und Morwenna Lytton Cobbold zusammen.

Zur Ausstellung erscheint im Steidl Verlag der Photoband »Bonkers! A Fortnight in London« (38,-Euro). Die Ausstellung findet parallel zum Europäischen Monat der Fotografie Berlin statt.

 

© Bettina Rheims, Bonkers – A fortnight in London Georgie Bee wearing her own amazing shoes

 

Bettina Rheims wurde 1952 in Neuilly-sur-Seine bei Paris geboren. Ihre fotografische Karriere begann Ende der 1970er-Jahre nach einer kurzen Tätigkeit als Model, wobei ihr Interesse fortan der Weiblichkeit in all ihren erotischen und voyeuristischen Facetten galt. Neben der Zusammenarbeit mit angesehenen Modemagazinen und Werbeagenturen – für die sie Models wie Kate Moss, Naomi Campbell oder Claudia Schiffer fotografierte – publizierte Bettina Rheims diverse Photobände, darunter »Female Trouble« (1991) und »Chambre Close« (1992). Das imposante Schaffenswerk von Bettina Rheims wird in internationalen Ausstellungen präsentiert, darunter unter anderem in Helsinki, Moskau, Hongkong, London und Berlin. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Paris.

 

 

Camera Work, Kantstraße 149, Berlin

 

 
 

18.09.2014 - 24.10.2014
Das bayerische Kloster Weltenburg ist ein bedeutendes Kunstdenkmal. Verena Mueller und Manfred Gaida waren von der spirituellen Ausstrahlung des Ortes fasziniert und porträtierten die Räumlichkeiten des Klosters in feinfühligen Schwarzweißbildern. Dies Fotodokumentation wird in der f 75 Fotogalerie vorgestellt, 18.9. bis 24.10. 2014
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Mueller . gaida - Orte der Einkehr
Das bayerische Kloster Weltenburg ist ein bedeutendes Kunstdenkmal. Verena Mueller und Manfred Gaida waren von der spirituellen Ausstrahlung des Ortes fasziniert und porträtierten die Räumlichkeiten des Klosters in feinfühligen Schwarzweißbildern. Dies Fotodokumentation wird in der f 75 Fotogalerie vorgestellt, 18.9. bis 24.10. 2014

 

 

Das Kloster Wettenhausen liegt im Landkreis Günzburg und wurde im 12. Jahrhundert ge­gründet. es ist ein bedeutendes Bau-und Kunstdenkmal. Die Decken der innenräume sind mit einzigartigen Stuck-arbeiten aus unterschiedlichen Kunstepochen verziert. Seit 1865 leben Dominikanerinnen im Kloster Wettenhausen. Sie sind sich der kulturellen Bedeu­tung des Klosters bewusst und möchten die Klosteranlage auch für nachfolgende genera­tionen erhalten. Hierfür suchen sie ein nachhaltiges und umsetzbares Nutzungskonzept, damit das Kloster mit sinnvoller und sozialer Verantwortung auch zukünftig bestehen kann. Unterstützt werden sie vom freundeskreis Kloster Wettenhausen e. V., der durch ehrenamtliche arbeit, Beratung und finanzielle Unterstützung das kulturelle und religiöse leben im Kloster fördert. Seit ihrem ersten Besuch im Kloster Wettenhausen sind Verena Mueller und Manfred gaida von der Spiritualität des außergewöhnlichen ortes fasziniert. in zahlreichen gesprä­chen mit den ordensschwestern erfuhren sie vieles über die geschichte und geschichten des Klosters. Sie erhielten Zugang zu allen räumen und hatten damit die Möglichkeit, ein Kloster, das sich wegen mangelnden »Nachwuchses« am Wendepunkt befindet, in einer umfassenden, feinfühligen Schwarz-Weiß-Dokumentation zu porträtieren.

 

 

Verena Mueller und Manfred gaida (Bff, DgPh) arbeiten seit mehr als zwanzig Jahren als professionelle Kommunikationsdesigner. Neben der gestaltung von Printmedien liegt ein Schwerpunkt ihrer arbeit im Bereich der konzeptionellen fotografie. Sie arbeiten mit Vorliebe Schwarzweiß – sowohl mit digitalen als auch analogen Systemen.

 

16.09.2014 - 21.09.2014
Die Lebensmittelwirtschaft stellt auf der photokina aus - eine Fotoausstellung über das Bild der Sau in Kunst, Kultur und Alltag. Fotografiert sind die Bilder von dem renommierten Kölner Fotografen Ralf Baumgarten, der Ferkel und Schweine von der Geburt bis zur Wurst mit der Kamera begleitet hat. Es sind Bilder entstanden jenseits von Skandalen oder Werbeidylle - einfach schweinisch gut.
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Pigs - Schweine
Die Lebensmittelwirtschaft stellt auf der photokina aus - eine Fotoausstellung über das Bild der Sau in Kunst, Kultur und Alltag. Fotografiert sind die Bilder von dem renommierten Kölner Fotografen Ralf Baumgarten, der Ferkel und Schweine von der Geburt bis zur Wurst mit der Kamera begleitet hat. Es sind Bilder entstanden jenseits von Skandalen oder Werbeidylle - einfach schweinisch gut.

Foto Ralf Baumgarten

 

Es geht um das Schwein! Kaum ein anderes Tier ist in unserem Kulturkreis so mit Extremen besetzt und belastet wie das Schwein. Einerseits verschenken wir zu Silvester Glücksschweine - andererseits sprechen wir von Schweinerei wenn wir etwas besonders Negatives beschreiben wollen. Die Bilder der Schweine beziehen ihre Faszination aus dem individuellen Charakter dieser Tiere. Mit den Fotos zum Thema Schweine-Aufzucht, -Mast, -Schlachtung und –Verarbeitung wird ein hochaktuelles und auch heiß diskutiertes Thema aufgegriffen. Die Ausstellung will die Schweinehaltung zeigen wie sie ist, dem Verbraucher und dem Messe-Besucher ohne Romantisierung neue Bilder der Lebensmittelerzeugung vorstellen. Das Ergebnis ist eine Foto-Serie, die das Schwein in der Nahrungsmittelproduktion so wirklichkeitsnah abbildet, wie selten zuvor.

 

 Foto Ralf Baumgarten


Foto Ralf Baumgarten


Der  Fotograf, Ralf Baumgarten, hat Ferkel und Schweine, Geburt und Schlachtung eindrucksvoll umgesetzt und eine neue Ästhetik für die Bildwelten der Lebensmittelwirtschaft gesetzt, die, wie auch den Tieren als individuelle Lebewesen mit eigenem Charakter gerecht wird. Das zeigen die Fotos deren Farbgebung und Bildorganisation sich an der klassischen Malerei orientieren, während der Fotograf seinen Motiven wie bei einem Porträt auf Augenhöhe begegnet. Die Fotografien gehen dabei über eine einfache Reportage hinaus. Baumgarten: „Die Bilder sollen nicht das einzelne Objekt, sondern ungeschminkt das große Thema darstellen.“

 

Die Serie ist im Rahmen des Projektes „Realistische Bildwelten für die Lebensmittelwirtschaft“ entstanden. Mit der Fachhochschule Augsburg hat der Verein „Die Lebensmittelwirtschaft einen Ideenwettbewerb durchgeführt. Seit Beginn dieses Jahres setzt der Verein das Gewinnerkonzept „Überblick behalten, Einblick erhalten“ mit dem international tätigen Fotografen Ralf Baumgarten um. Dabei geht es darum, mit Fotografien Einsicht in ein modernes, realistisches Bild der gesamten Lebensmittelproduktion zu geben.

Ralf Baumgarten wohnt in Köln und war schon 2012 mit dem Deutsch-chinesichen Fotoprojekt „Cyclists“ auf der photokina, aber auch beim Umweltfotofestival „Horizonte“ in Zingst vertreten. 2010 ist sein Buch „12 Faces of Time“ über Uhren wird dem IF-Design Preis ausgezeichnet worden.

 

Foto Ralf Baumgarten

 

 

Ein besonderes Highlight der Ausstellung auf der photokina wird die ständige Live-Übertragung aus dem Schweinestall von Werner Schwarz, Vizepräsident DBV, sein. Die Live-Bilder komplettieren die Fotos, wie auch umgekehrt. Beide gemeinsam ergeben jeweils andere Einblicke auf ein diskursives Thema.

Unterstützt wird die Ausstellung  „Pigs – Schweine“ auf der photokina vom Deutschen Bauernverband, dem Deutschen Raiffeisenverband und von Epson.

Die daraus entstandene Ausstellung „Pigs – Schweine“ ist auf der photokina in Köln vom 16. bis zum 21. September 2014, Halle 9.1., Box 65 dem Stand der Lebensmittelwirtschaft zu sehen.

 

 

13.09.2014 - 09.11.2014
Fotoausstellung Berlin . Die Schönen, Reichen und Berühmten hat der amerikanische Fotograf Greg Gorman porträtiert. Die galerie hiltawsky zeigt die Bilder der Hollywoodstars von Sharon Stone über Johnny Depp bis zu Michael Jackson bis zu Kim Basinger. Bis 9.11.2014
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Greg Gorman - Portraits
Fotoausstellung Berlin . Die Schönen, Reichen und Berühmten hat der amerikanische Fotograf Greg Gorman porträtiert. Die galerie hiltawsky zeigt die Bilder der Hollywoodstars von Sharon Stone über Johnny Depp bis zu Michael Jackson bis zu Kim Basinger. Bis 9.11.2014

Greg Gorman, Kim Basinger, Los Angeles, 1986, @ Greg Gorman courtesy galerie hiltawsky

 

 

Über 30 Porträts des amerikanischen Fotografen Greg Gorman stellt die galerie hiltawsky vor. Zu den porträtierten Persönlichkeiten zählen Hollywoodstars wie Sharon Stone, Sophia Loren, Robert De Niro, Leonardo de Caprio, Marlon Brando, Johnny Depp, Jeff Bridges sowie auch Musiklegenden wie David Bowie, Jim Morrison, Tom Waits, Michael Jackson, Frank Zappa, Philip Glass, Pop-Kunst Ikone Andy Warhol u.a..

 

Greg Gorman, Winona Ryder, Los Angeles, 1989 @ Greg Gorman courtesy galerie hiltawsky

 

Greg Gorman, Michael Jackson, Los Angeles, 1987, @ Greg Gorman courtesy galerie hiltawsky

 



Greg Gorman (*1949, Kansas City, Missouri, USA) wollte ursprünglich Fotojournalist werden. Als er jedoch im Jahr 1968 Jimi Hendrix bei dessen Konzert in Kansas City fotografierte, wurde dies zum Auftakt seiner nunmehr 40-jährigen Karriere.

Nach seinem Abschluss (1968, Master of Fine Arts) blieb Gorman dem Show Business treu und fotografierte, neben zahlreichen Werbeaufträgen, in der Folge vor allem Schauspieler und Musiker. Einige dieser ikonischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen zierten Filmplakate, andere schmückten die Cover von CDs oder von Magazinen wie LIFE und Newsweek, VOGUE und Rolling Stone. Allein 20mal zierte ein Gorman-Motiv Warhols INTERVIEW Magazin.

Parallel zur Porträtfotografie weist Gorman ein beachtliches Œevre im Bereich Aktfotografie auf. Durch seinen unverkennbaren Stil mit starken Kontrasten, extremen Licht und Schattenspielen konzentriert er sich auf die Grafik von Gesicht und Körper und erschafft eine klassische Ästhetik, die die zeitlose Schönheit der menschlichen Natur mit erotischer Ausstrahlung verbindet. Seine Aufnahmen von Bowies Ehefrau Iman aber auch die tänzerischen Posen, in denen er die männlichen Starmodelle Tony Ward und Mickey Hardt inszenierte, sind legendär.

 

 Greg Gorman, Johnny Depp @ Greg Gorman courtesy galerie hiltawsky

 

 

galerie hiltawsky, Tucholskystraße 41, Berlin

 

13.09.2014 - 23.11.2014
Fotoausstellung Winterthur Manifeste! Eine andere Geschichte der Fotografie ist die erste Ausstellung in der die Beziehungen zwischen der Fotografie und dem Manifest untersucht werden. In den 56 Stellungnahmen von Fotografen aus der gesamten Geschichte der Fotografie, von 1840 bis heute, sind alle versammelt, die Zwingendes und Dringliches über das Medium zu sagen haben. Daraus resultiert eine wilde Sammlung aus vielen programmatischen, manchmal wütenden, aber stets hoffnungsfrohen Stimmen. Ausgestellt im Fotomuseum Winterthur bis 23.11.2014
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Manifeste! Eine andere Geschichte der Fotografie
Fotoausstellung Winterthur Manifeste! Eine andere Geschichte der Fotografie ist die erste Ausstellung in der die Beziehungen zwischen der Fotografie und dem Manifest untersucht werden. In den 56 Stellungnahmen von Fotografen aus der gesamten Geschichte der Fotografie, von 1840 bis heute, sind alle versammelt, die Zwingendes und Dringliches über das Medium zu sagen haben. Daraus resultiert eine wilde Sammlung aus vielen programmatischen, manchmal wütenden, aber stets hoffnungsfrohen Stimmen. Ausgestellt im Fotomuseum Winterthur bis 23.11.2014

Nobuyoshi Araki
"Nihm Bijutsu" (engl. The Photo Apparatus Between Man and Woman)
erstmals veröffentlicht in: Nihm Bijutsu - periodical geijutsu seikatsu, Tokyo, Nov. 1976, S. 116–123.
Cover des 1978 in Buchform veröffentlichten Textes
© Nobuyoshi Araki

 

 

 

Manifeste! Eine andere Geschichte der Fotografie ist die erste Ausstellung überhaupt, in der die Beziehungen zwischen der Fotografie und dem Manifest untersucht werden. In den 56 Stellungnahmen von Fotografen aus der gesamten Geschichte der Fotografie, von 1840 bis heute, sind alle versammelt, die Zwingendes und Dringliches über das Medium zu sagen haben. Daraus resultiert eine wilde Sammlung aus vielen programmatischen, manchmal wütenden, aber stets hoffnungsfrohen Stimmen.

Das Manifest ist ein modernistisches Genre par excellence. In ihm vereinen sich die Aufbruchsstrategien der Avantgarde mit den gestalterischen und typografischen Innovationen, die für die Revolution der künstlerischen Produktion in der Moderne so entscheidend waren. Während der 1920er und 30er Jahre haben sich insbesondere auch Fotografen der Manifestform zugewandt, sie verkündeten einen Bruch mit der Vergangenheit und betonten gleichzeitig die Bedeutsamkeit des Mediums für soziale und künstlerische Veränderungen. Für die Futuristen, für Paul Strand oder László Moholy-Nagy, bot sich die Fotografie nachgerade an, um die traditionellen Künste umzustürzen und Sichtweisen nachhaltig zu verändern. Für Alexander Rodtschenko, Edwin Hoernle and John Heartfield sollte die ästhetische Sprengkraft der Fotografie dabei helfen, die Gesellschaft als Ganzes zu verändern. Die Manifeste der Zwischenkriegszeit haben ihre ganz eigene Dringlichkeit, wenn die Fotografen die Bedeutung des Mediums für die grösseren Kämpfe ausrufen.

 

Martin Kippenberger "6) Photographiert ruhig weiter, aber verletzt euch nicht dabei", in: Martin Kippenberger, Sand in der Vaseline, Brasilien: s. n. 1986. © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Köln

 

Die modernistischen Manifeste sind das Herz der Ausstellung, aber die fotografischen Manifeste haben auch eine Vorgeschichte im 19. Jahrhundert – und ein bedeutsames Nachleben in der Nachkriegszeit. Von Anfang an haben Fotografen (W. H. F. Talbot, L. J. M. Daguerre) polemisch und programmatisch die Wichtigkeit der Fotografie für die visuelle Kunst betont oder trotzig denen Ratschläge erteilt, welche die Eigenarten der fotografischen Praxis (Peter Henry Emerson, Maurice Vidal Portman, Alfred Stieglitz) bis jetzt ignoriert hatten. In der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, nahm das fotografische Manifest eine subjektive Wende, als Fotografen (Otto Steinert, Minor White) die Grundlagen des von der Kriegspropaganda verseuchten Mediums neu zu definieren suchten. Nach 1968 fand das Manifest aber mit der Situationistischen Internationalen, mit Martha Rosler und Daido Moriyama seine politische Stimme wieder. Vor dem Hintergrund der Revolution von 1968 wurde auch für die Fotografie eine neue Zeit proklamiert.

Den Abschluss der Ausstellung bildet eine Palette von wortstarken zeitgenössischen Manifesten (Ai Weiwei, Thomas Hirschhorn, Hito Steyerl, Hossam el-Hamalawy), die ein Revival der Manifestform markieren. Diese neueren Manifeste lassen sich zum Teil als Antwort auf die wachsende Bedeutung der Social Media lesen. Sie signalisieren einmal mehr eine Umbruchszeit für die Fotografie im Zeichen der gewaltigen algorithmischen Macht der digitalen Bilder sowie der Rolle, die die Fotografie bei aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen spielt. Zweifellos ist das Manifest immer noch ein wichtiger Katalysator für politischen und ästhetischen Wandel.

Nicht zuletzt geht es in Manifeste! mit einer innovativen visuellen Inszenierung um die Form des Manifests selbst. Die Perspektiven werden im Unterschied zu einer normalen Ausstellung vertauscht: Die Fotografien sind visuelle Fussnoten zu den schriftlichen Stellungnahmen. Die Installationen sollen uns daran erinnern, dass ein Manifest nie bloss ein Text, sondern ein eigenständig gestaltetes Objekt ist, in dem Wort und Bild oft eine neue Einheit finden. Als Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart schreibt Manifeste! nicht zuletzt eine neue Geschichte der Fotografie. Sie macht sichtbar, wie sich das Medium auf vielfältige Weise neu erfindet, indem immer wieder eine andere Zukunft ausgerufen wird.

Fotografen: L. J. M. Daguerre, W. H. F. Talbot, Oliver Wendell Holmes, Francis Frith, Oscar K?ifka, Peter Henry Emerson, Maurice Vidal Portman, Alfred Stieglitz, Louis Darget, Lewis W. Hine, Paul Strand, László Moholy-Nagy, Albert Renger-Patzsch, Alexander Rodtschenko, Johannes Molzahn, Man Ray, Edwin Hoernle, F. T. Marinetti and Tato, Germaine Krull, Karel Teige, August Sander, John Heartfield, Raoul Hausmann, Group F. 64, Heiner Kurzbein, Dorothea Lange, Raoul Ubac, Henri Cartier-Bresson, Otto Steinert, Johan van der Keuken, Minor White, Chris Marker, Mel Bochner, the Situationist International, Daido Moriyama, Keith Arnatt, Nobuyoshi Araki, Jo Spence und Terry Dennett, Victor Burgin, Luigi Ghirri, Allan Sekula, Jerzy Lewczy?ski, Rudolf Herz, Eugenio Dittborn, Sherry Levine, Peter McKenzie, Martha Rosler, Martin Kippenberger, Joachim Schmid, Ai Weiwei, Shahidul Alam, Hossam el-Hamalawy, Renzo Martens, Thomas Hirschhorn, Hito Steyerl, BöhmKobayashi, Alfredo Jaar.

Deutscher Katalog: Museum Folkwang und Fotomuseum Winterthur, Manifeste! Eine andere Geschichte der Fotografie, Steidl, 2014, 256 Seiten

 

Fotomuseum Winterthur, Grüzensstrasse 44+ 45, Winterthur

 

 

 

 

 

12.09.2014 - 08.02.2015
Ausstellung München . Um das Jahr 1900 war die bayerische Hauptstadt nicht nur Kunststadt sondern auch Zentrum der Frauenbewegung. Vor diesem zeitgenössischen Hintergrund zeigt die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum einen Überblick über das künstlerische Schaffen der Frauen. Gezeigt werden ca. 300 Werke bekannter und bisher unbekannter oder in Vergessenheit geratener Künstlerinnen aus allen Bereichen der Kunst. Bis 8.2.2014
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Ab nach München! Künstlerinnen um 1900
Ausstellung München . Um das Jahr 1900 war die bayerische Hauptstadt nicht nur Kunststadt sondern auch Zentrum der Frauenbewegung. Vor diesem zeitgenössischen Hintergrund zeigt die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum einen Überblick über das künstlerische Schaffen der Frauen. Gezeigt werden ca. 300 Werke bekannter und bisher unbekannter oder in Vergessenheit geratener Künstlerinnen aus allen Bereichen der Kunst. Bis 8.2.2014

 In der Münchner Damen-Akademie: Käthe Schmidt (verh. Kollwitz) zwischen Maria Slavona (vorne rechts) und Rosa Pfäffinger (vorne liegend) sitzend, Fotografie, 1889
© Privatbesitz, München

 

„Ab nach München“ schreibt Gabriele Münter 1901 in ihr Tagebuch, nachdem ihre Freundin Margarete Susmann sie auf die Damen-Akademie aufmerksam gemacht hat. Wie viele andere junge Frauen, in der Regel aus dem gehobenen Bürgertum, geht sie nach München, um dort Malerei zu studieren.

München ist um 1900 sowohl Kunststadt als auch ein Zentrum der Frauenbewegung. Prominente Vertreterinnen wie Ellen Amann oder Anita Augspurg leben hier; es werden zahlreiche Vereine gegründet wie beispielsweise die „Gesellschaft zur Förderung der geistigen Interessen der Frau“. Neben dem Ziel, Frauen zu staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Rechten zu verhelfen, ist eines der zentralen Ziele der Frauenbewegung die Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten. Gefordert wird u.a. der Zugang zu den Universitäten, was in Bayern schließlich ab 1903 möglich ist. Frauen mit dem Berufswunsch, Künstlerin zu werden, kämpfen lange vergeblich um den Zugang zur Königlichen Akademie der Bildenden Künste, der ihnen erst ab 1919 gewährt wird. Zofia Stryjska aus Polen versucht, dieses Verbot zu umgehen und immatrikuliert sich unter dem Namen ihres Bruders. Als Mann verkleidet studiert sie ein Jahr, bevor die Täuschung auffliegt und sie die Akademie verlassen muss. Wer nicht zu solchen Mitteln greifen möchte, hat die Möglichkeit, sich in Privatateliers und -schulen ausbilden zu lassen. In München existieren um die Jahrhundertwende zahlreiche dieser Schulen, die sowohl männliche als auch weibliche Schüler aufnehmen. Hier herrscht jedoch oft ein nur ungenügendes künstlerisches Niveau.

 

En plein air: Unterwegs zum Malen an der Amper, Fotografie, um 1900
© Münchner Stadtmuseum

 

 

Um auch Frauen eine professionelle künstlerische Ausbildung zu ermöglichen, ergreifen diese 1882 mit der Gründung des Künstlerinnen-Vereins selbst die Initiative. Zwei Jahre später eröffnen sie die Münchner Damen-Akademie, die nach dem Vorbild der Königlichen Akademie der bildenden Künste organisiert ist. Hier schreibt sich, wie schon erwähnt, Gabriele Münter ein, aber auch Käthe Kollwitz, damals noch unter ihrem Mädchennamen Käthe Schmidt. Die Institution ist bald weithin bekannt und zieht zahlreiche junge Frauen aus dem In- und Ausland an.

Bereits etwas früher wird Frauen eine Ausbildung im kunstgewerblichen und kunstpädagogischen Bereich zugestanden und staatlich gefördert. So ist die Ausbildung zur Zeichenlehrerin ab 1872 in der „Weiblichen Abteilung“ der Königlichen Kunstgewerbeschule möglich. 1902 werden in München die „Lehr- und Versuchsateliers für Angewandte und Freie Kunst“, kurz „Debschitz-Schule“, gegründet. Der Besuch dieser reformorientierten Institution ist Frauen von Anfang an erlaubt und der Zulauf entsprechend hoch. Fünf Jahre nach Gründung der „Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie“ können Frauen ab 1905 diese Ausbildungsstätte besuchen und erzielen hier mit ihren Arbeiten rasch Erfolge.

 

Die Schweizer Malerin und Grafikerin Martha Cunz während ihrer Ausbildung in München, Fotografie, 1898
© Eugen Cunz, Ostermunden

 

Vor diesem zeitgenössischen Hintergrund vermittelt die Ausstellung auf 750 m² erstmals einen Überblick über das künstlerische Schaffen der Frauen. Gezeigt werden ca. 300 Werke bekannter und bisher unbekannter oder in Vergessenheit geratener Künstlerinnen aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Grafik, Möbelkunst, Schmuck, Glas, Keramik, Porzellan, Textilien und Fotografie.

Vorgestellt werden u.a. im Bereich Grafik und Gemälde
Maria Filser (verh. Caspar-Filser, 1878 Riedlingen a. d. Donau – 1968 Brannenburg), Martha Cunz (1876 St. Gallen – 1961 St. Gallen), Elena Makowsky (verh. Luksch-Makowsky, 1878 Sankt Petersburg – 1967 Hamburg), Olga Meerson (1879 Moskau – 1930 Berlin), Gabriele Münter (1877 Berlin – 1962 Murnau), Käthe Schmidt (verh. Kollwitz, 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg), Maria Slavona (1865 Lübeck – 1931 Berlin) und Zofia Luba?ska-Grzyma?a (verh. Stryje?ska, 1891 Krakau – 1976 Genf).

Im Bereich Kunsthandwerk
Wera von Bartels (1886 München – 1922 München), Dora Polster (verh. Brandenburg-Polster, 1884 Magdeburg – 1958 Böbing), Margarethe von Abercron (verh. von Brauchitsch, 1865 Frankenthal – 1957 München), Sofie Hartmann (verh. Burger-Hartmann, 1868 München – 1940 München), Emmy von Egidy (1872 Pirna – 1946 Weimar), Minnie Goossens (1878 Aachen – 1968 Attel bei Wasserburg), Gertrud Kleinhempel (1875 Schönefeld bei Leipzig – 1948 Althagen an der Ostsee), Lotte Pritzel (1887 Breslau – 1952 Berlin) und Gertraud von Schnellenbühel (1878 Jena – 1959 Jena).

Die Fotografie ist u.a. mit Anita Augspurg (1957 Verden – 1943 Zürich) und Sophia Goudstikker (1865 Rotterdam – 1924 München) sowie der Kunstfotografin Wanda von Kunowski (verh. von Debschitz-Kunowski,1870 Gut bei Czarnikau – 1986 Lausanne) vertreten.

Stadtmuseum, Sankt Jakob Platz, München

 

 

11.09.2014 - 05.01.2015
Fotoausstellung Berlin . „Pasolini Roma “ zeigt die Beziehung des italienischen Schriftstellers und Filmemachers Pier Paolo Pasolini zu Rom. Pasolini in Rom - da es geht um Poesie, Politik, um Begeisterung für das Großstadtleben und um Sex, Freundschaft und Kino, vorgestellt im Martin-Gropius-Bau. Bis 5. Januar 2015
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Pasolini Roma
Fotoausstellung Berlin . „Pasolini Roma “ zeigt die Beziehung des italienischen Schriftstellers und Filmemachers Pier Paolo Pasolini zu Rom. Pasolini in Rom - da es geht um Poesie, Politik, um Begeisterung für das Großstadtleben und um Sex, Freundschaft und Kino, vorgestellt im Martin-Gropius-Bau. Bis 5. Januar 2015

 

 

Silvana Mangano in "Teorema" 1968 © Reporters Associato - Roma

 

 

Pier Paolo Pasolini ist eine der herausragenden und schillerndsten Persönlichkeiten der Filmwelt der Nachkriegszeit. Als Lyriker in der Sprache seiner friaulischen Heimat, als Autor von Romanen und kulturkritisch-politischen Essays und Kolumnen, als Regisseur polarisierender Filme, aber auch als Zeichner und Maler richtete sich sein Blick in erster Linie auf zeitlose, archaische Themen: das Schicksal des Menschen, das bäuerliche Leben, die Religion, die Sexualität, der Tod. Dabei bewegte er sich stets außerhalb gängiger Normen, fand Bilder von außergewöhnlicher Klarheit und Schärfe und wurde dabei zum größten Provokateur der italienischen Gesellschaft.

 

Enrique Irazoqui und Pasolini vor den Felshängen von Matera, 1964 © Associazione Pasolini Matera
Foto: Archivio Notarangelo

 

Durch die mediale Präsenz der letzten Lebensjahre und erst recht nach seinen gewaltsamen Tod ist Pasolini längst zu einer Ikone der Postmoderne geworden. Autobiografie und Selbstdarstellung sind bei weitem nicht das einzige, aber doch ein wesentliches Thema der Werke, die wie Satelliten um das Ich ihres Autors, seine Widersprüche und seinen Platz in einer sich verändernden Welt kreisen. Nicht zuletzt war es Pasolini selbst, der durch eine Flut von Prätexten, Selbstkommentaren und medialen Inszenierungen die Grenzen zwischen Leben und Werk verwischte.

Nahezu 40 Jahre nach seinem Tod wird die Frage, wer Pasolini denn war, erneut aufgeworfen. Dabei bedarf es des Blicks auf den „ganzen“ Pasolini, das heißt: das Leben und das Werk, den stilistischen Reichtum und die mediale Vielfalt, aber auch auf die gesellschaftspolitische Hellsichtigkeit und die exzessive Provokation dieses hochkomplexen Künstlers, der in letzter Zeit eine jüngere Generation wieder beschäftigt, gerade durch die Relevanz seiner konsum- und sozialkritischen Botschaft unter den veränderten Vorzeichen der globalisierten Gesellschaft.

Die Ausstellung ist nach zeitlichen, künstlerischen und toponymischen Aspekten gegliedert. Mit Hilfe Multimedia fließen die Topoi Kunst, Literatur, Architektur, Film und Leben zusammen. Pasolini gilt als bedeutendster Dichter Roms der Nachkriegszeit. Er hat mit seinen Gedanken, Schriften und Filmen jüngere KollegInnen maßgeblich beeinflusst und bedeutsame Zeitabschnitte der italienischen Geschichte künstlerisch verarbeitet.

Die Schau besteht aus sechs chronologischen Sektionen, die den sechs Phasen im Leben und Schaffen Pasolinis entsprechen. Sie beginnt mit seiner Ankunft in Rom am 28. Januar 1950 und schließt mit dem 2. November 1975, als sein lebloser Körper in der Nähe von Ostia aufgefunden wurde.

 

 Totò und Ninetto Davoli auf dem Set von "Uccellacci e uccellini" 1965 ©
ph. Divo Cavicchioli / Centro Cinema Città die Cesena

 

Pasolini wurde unter anderem mit Filmen wie „Accattone“ (1961), „Mamma Roma“ (1962), „Evangelium nach Matthäus“ (1964) und „Teorema“ (1968) bekannt. 1969 verfilmte er „Medea“ nach Euripides mit Maria Callas. Auf der Berlinale wurde der 1970 gedrehte Film „Decamerone“ gezeigt. Als Schriftsteller trat er vor allem mit seinen Romanen „Ragazzi di vita“ (1955) und „Una vita violenta“ (1959) und später vor allem als Essayist und Lyriker hervor.

 

Martin-Gropius-Bau,Niederkirchner Straße 7, Berlin

 

 

 

09.09.2014 - 26.10.2014
Fotoausstellung Köln . Die Galerie in focus zeigt Arbeiten der in Schwarz-Weiß aufgenommenen Fotoserie „Heartland – An American Road Trip in 1963“, der Fotoserie „Champ“ von 1966 über Muhammad Ali sowie farbige Aufnahmen aus New York. Bis 26.10.2014
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Thomas Hoepker „In Amerika -1963–2013“
Fotoausstellung Köln . Die Galerie in focus zeigt Arbeiten der in Schwarz-Weiß aufgenommenen Fotoserie „Heartland – An American Road Trip in 1963“, der Fotoserie „Champ“ von 1966 über Muhammad Ali sowie farbige Aufnahmen aus New York. Bis 26.10.2014

 

Thomas Hoepker: Boxer Muhammad Ali, Chicago 1966, in focus Galerie

 


Mit der Ausstellung von Arbeiten des international erfolgreichen Fotografen Thomas Hoepker setzt setzt die in focus Galerie -Burkhard Arnold ihre erfolgreiche Reihe berühmter Magnum Fotografen nach Bruce Davidson, Elliott Erwitt, Stuart Franklin, Marc Riboud und Susan Meiselas fort.
Im ersten Teil der Ausstellung zeigt die Galerie eine Auswahl beeindruckender Fotografien über den Boxer Muhammad Ali. Hoepker begleitete Ali 1966 einige Tage für eine Story im Stern Magazin. Das Buch „Champ“ erschien 2011.

Thomas Hoepker: „Heartland“, 1963, in focus Galerie

1963 fuhren der 27-jährige Thomas Hoepker und der Journalist Rolf Winter im Auftrag einer Hamburger Illustrierten mehr als 25 000 Kilometer quer durch Amerika. Dabei sahen sie hinter die schillernden Fassaden der Wolkenkratzer von Manhattan und dokumentierten abseits vom Postkarten-Amerika Wahrheiten, die den legendären „American way of life“ nicht mehr ganz so glänzend aussehen ließen. Die Bilder wurden 2013 in dem Buch „Heartland“ veröffentlicht.
Ausgewählte Arbeiten hierzu sind in der Galerie zu sehen.

 

Thomas Hoepker, Manhatten, 1983, in fokus Galerie

 


Die New-York-Fotografien im dritten Teil der Ausstellung reichen von den frühen 1960erJahren über den 11. September 2001 bis hin zu den aktuellen Nachwirkungen des Hurrikans „Sandy“. Sie dokumentieren mit einem wachen Auge für entscheidende Details das „wahre“ New York und wurden 2013 in einem opulenten Bildband „New York“ veröffentlicht.

Thomas Hoepker, 1936 in München geboren, lebt seit 1976 in New York City.  Als Student der Kunstgeschichte und Archäologie errang Hoepker erste Auszeichnungen beim Wettbewerb „Jugend fotografiert“ auf der Photokina. So war die Laufbahn vorgezeichnet und er begann nach dem Studium in München regelmäßig für Zeitschriften zu arbeiten. Von 1964 an war Hoepker als Fotoreporter u. a. für den „Stern“ tätig. Seit 1989 ist er Vollmitglied der legendären Agentur Magnum Photos, von 2003 bis 2007 war er ihr Präsident. Hoepkers Bilder, engagiert und der Wahrheit verpflichtet, aber nie voyeuristisch oder verletzend, stehen für ungeschönte Dokumentarfotografie.


+ Sonderöffnungszeiten während der Internationalen Photoszene Köln vom 16.09. -21.09.
Event zur Photokina am Freitag, den 19.09.2014 um 18 Uhr:
Thomas Hoepker führt durch seine Ausstellung und signiert die Bücher „Champ“,
„Heartland“ und „New York“.

 


09.09.2014 - 30.10.2014
Fotoausstellung Hamburg . Berührende und beeindruckende Reportagen sind es, die auf dem erfolgrichen Lumix Festival in Hannover gezeigt werden. In diesem Jahr hat die finnische Fotografin Meeri Koutaniemi mit ihre bewegenden Reportage über die traditionellen Bräuche der Beschneidung der Massai in Kenya den Freelens Award auf dem Lumix Festival in Hannover gewonnen. Bis 30.10.2014
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Meeri Koutaniemi – Taken.
Fotoausstellung Hamburg . Berührende und beeindruckende Reportagen sind es, die auf dem erfolgrichen Lumix Festival in Hannover gezeigt werden. In diesem Jahr hat die finnische Fotografin Meeri Koutaniemi mit ihre bewegenden Reportage über die traditionellen Bräuche der Beschneidung der Massai in Kenya den Freelens Award auf dem Lumix Festival in Hannover gewonnen. Bis 30.10.2014


 
 
In Taken berichtet die Finnin Meeri Koutaniemi von den Stiefschwestern Nasirian und Isima, die in einer Massai-Gemeinschaft leben und  sich den traditionellen Bräuchen der Beschneidung beugen müssen 
Die Beschneidung ist ein fester Bestandteil in Kenias, eine Tradition, die trotz eines offiziellen Verbots der dortigen Regierung weiterhin praktiziert wird. Der Vorgang der Genitalverstümmelung wird im Selbstverständnis vieler Familien als feierlicher Initiationsritus begriffen. Nasirian und Isima sind 14 Jahre alt, als sie sich dem schmerzhaften Ritual der Genitalbeschneidung fügen müssen, die gravierende körperliche und psychische Folgen für die Frauen nach sich ziehen kann. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind zwischen 100 und 140 Mio. Frauen weltweit davon betroffen. Viele der 6000 Mädchen, die täglich Opfer von Verstümmelungen werden, sterben daran.

 


 

 

 


Meeri Koutaniemi hat sich des schwierigen und immer noch tabuisierten Themas angenommen und findet eine fotografische Sprache, die der Radikalität des Stoffs gerecht wird. Ihre sensibel umgesetzte Schwarzweißserie ist eine Anklage gegen das archaische und grausame Verstümmelungs-Ritual, das sich weiter standhaft hält. Taken ist der Auftakt zu einer groß angelegten Serie der Fotografin, die am Ende Geschichten aus mindestens 10 Ländern umfassen und ein Beitrag zur Aufklärung in Sachen Menschenrechte darstellen soll.
 
Meeri Koutaniemi, 1987 in Kuusamo/Finnland geboren, hat schon viele  Preise gewonnen wie, u.a. „Press Photographer of the Year“ in Finnland und den „Tim Hetherington Memorial Award“. Koutaniemi ist Gründungsmitglied der italienischen Agentur Echo und des finnischen Kollektivs Group 11.  Derzeit lebt und arbeitet sie in Brasilien.

 

 

Freeelens, Betreiber der Galerie,  wurde 1995 von 128 Fotojournalisten gegründet, um den fortschreitenden Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen von Fotografen entgegenzuwirken. Heute hat der Berufsverband über 2400 Mitglieder und ist damit die größte Organisation für Fotojournalisten und Fotografen in Deutschland.
 
 
 
 
Freelens Galerie, Steinhöft 5, 20459 Hamburg

 

06.09.2014 - 28.09.2014
Ausstellung Viernheim. Der Traum vom Fliegen ist eine alte Sehnsucht des Menschen. Auch wenn das Fliegen heute technisch gelöst ist, ist der Traum vom Fliegen noch lange nicht ausgeträumt. Fritz Stier, Videokünstler und Pionier der Medien- und Performancekunst, zeigt in seinen Bildern junge Sportler, die mit akrobatischen Sprüngen zu fliegen scheinen. Ausgestellt im Kunstverein Viernheim vom 6.9.-28.9.2014
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Franz Stier - Der Traum vom Fliegen
Ausstellung Viernheim. Der Traum vom Fliegen ist eine alte Sehnsucht des Menschen. Auch wenn das Fliegen heute technisch gelöst ist, ist der Traum vom Fliegen noch lange nicht ausgeträumt. Fritz Stier, Videokünstler und Pionier der Medien- und Performancekunst, zeigt in seinen Bildern junge Sportler, die mit akrobatischen Sprüngen zu fliegen scheinen. Ausgestellt im Kunstverein Viernheim vom 6.9.-28.9.2014

 

Schon immer beneideten die Menschenr Vögel, Libellen, Schmetterlinge, ja selbst die hässlichen Fledermäuse um ihren Lebensraum. Seit der Antike beschäftigen sich Künstler wie Ingenieure mit diesem Traum. Man erinnere sich an Dädalus, der sich aus Vogelfedern und Kerzenwachs Flügel schuf, mit denen er und sein Sohn Ikarus dem Labyrinth von Knossos entfliehen konnte. So erzählt es Ovid in seinen 'Metamorphosen'. Viele andere sagenhafte Himmelsstürmer ließen sich anführen. Heute ist das Fliegen technisch gelöst, und jeder Mensch kann gefahrlos zum Himmel und der Sonne aufsteigen. Doch der Traum vom Fliegen ist damit noch lange nicht ausgeträumt.  

 

 

Die Schwerkraft des Planeten Erde ist der große Spaßverderber. Gerade junge Leute versuchen diese Erdenschwere aufzuheben, lieben das Rad, mit dem sie rollen und rasen können, Skier, Surfbretter und Skateboards, mit denen sie gleiten und die Trägheit der Masse überwinden können. Andere suchen beim Bungee-Springen den freien Fall, nicht zuletzt um körpereigene Endorphine wie Rauschgift zu erleben. Die Free-Climber riskieren ihr junges Leben an steilen Bergenwänden und wissen nichts von einem Ikarus. Besonders beeindruckend sind die Trasseure, die wie akrobatische Affen durch den Großstadtdschungel rennen und springen und so die Bürger schrecken.

 

Fritz Stier zeigt in seinen Bildern diese jungen Sportler, meist Protagonisten amerikanischer Fun-Sportarten, die noch nicht olympisch sind. Seltener sind klassische Turmspringer, vielleicht auch Trampolinspringer oder Jungs, die eine Menschenpyramide bauen, wie sie in Katalonien oder im Zirkus seit Jahrhunderten Tradition haben. Andere Bilder zeigen Mädchen und Jungs, die sich beim Tanzen nur emotional vom Boden abheben, wie auch Träumer, die nur in ihren Phantasien schweben. Fritz Stier hält diese meist jungen Menschen im wahrsten Sinne des Wortes fest, bannt sie in einem Augenblick, indem er Fotos oder Video-Stills auswählt und malerisch überarbeitet. So entsteht eine Art Flying-Circus, der zwar auf Papier oder Hartschaumplatte (Forex) fixiert ist und an der Wand hängt, doch eigentlich nicht gebändigt werden kann.

 

 

Was interessiert den Künstler an diesem Thema? Ist es die Jugend, die man als reifer Mann einfach um ihre Bewegungsfreiheit und Leichtigkeit beneidet? Ist es eine Sehnsucht nach ewiger Jugend oder einfach nur der alte Traum vom Fliegen? Vielleicht hilft ein Blick in die

Kunstgeschichte, diese Frage zu beantworten. Vergleichbare Körperstudien mit extremen Verkürzungen und dramatisch anmutenden Posen finden sich zum Beispiel in der religiösen Malerei seit der Renaissance. Hier haben Maler bei Deckengemälden ähnliche Perspektiven auf den menschlichen Körper entwickelt, wie zum Beispiel ein Mantegna oder Michelangelo vor gut 500 Jahren. Meist waren es himmlische Szenen mit Engeln, wie zum Beispiel bei dem Thema Engelsturz, wo Gott die abtrünnigen Engel rund um Luzifer aus dem Himmel verstößt. Die kurdischen Jesiden übrigens glauben an den gestürzten Engel Luzifer als guten Engel Melek Taus, der die Welt und die Menschen beschützt, weshalb man Jesiden fälschlicherweise als Teufelsanbeter beschimpft hat.

 

Andere Motive der Kunstgeschichte ließen sich anführen, wie zum Beispiel die Himmelfahrten von Maria und Christus oder das Jüngste Gericht - hier sind es die Seelen der Menschen, die oft in dramatischen Posen zwischen Himmel und Hölle schweben. All das hatte Fritz Stier bei seiner Kunst nicht unbedingt im Sinn, doch zeigt ein Vergleich mit seinen älteren Videoinstallationen, dass ihm der freie Fall nicht nur ein physikalisches, sondern auch ein spirituelles Erlebnis bedeutet. Bei der Arbeit "Floating Cherubim" von 2007 schweben und fallen die Menschen wie Engel im schwarzen Nichts. 2004 zeigte die Arbeit "In Between" für den Kunstverein Worms Menschen an der Reckstange, die nach einiger Zeit die Stange losließen und ins Bodenlose fielen, projiziert auf große Leinwände unter dem romanischen Gewölbe der Andreaskirche in Worms. Auch auf der Fassade der Kunsthalle Mannheim war diese Arbeit 2012 als Projektion zu sehen.

 

Dieser Vergleich lässt auch die übermalten Fotos und Videostills von Fritz Stier in einem durchaus bedeutungsvollen Licht erscheinen. Der Künstler interessiert sich seit Jahren weniger für den Körper des Menschen, als vielmehr für eine transzendente Körperlosigkeit. Diese kann man erleben, wenn man allen sicheren Halt los lässt, sich auch innerlich fallen lässt und so mehr als nur die physische Schwerkraft überwindet. In dieser Körperlosigkeit erlebt man eine Befreiung des Geistes, eine Entrückung aus dem Diesseits mit einer Andeutung des Jenseits. Ober dieser freie Fall im Himmel oder in der Hölle landet, bleibt dabei freilich ungewiss. Junge Leute wollen davon nicht unbedingt etwas wissen, doch fungieren sie als Symbole für die Vergänglichkeit des Lebens und die Allgegenwart des Todes. Diesen kann man körperlich nicht besiegen, aber vielleicht mit einem befreiten Geist und einem Glauben an ein Leben ohne Körper.  

 

Dr. Dietmar Schuth

 

Ausstellung Kunstverein Viernheim / Gewölbekeller, Hügelstraße 2, Viernheim

06.09.2014 - 31.10.2014
Fotoausstellung Köln . Amüsant, witzig, unterhaltsam - die Bilder der Ausstellung in der Galerie Kunstwerk Nippes zeigen nackte Tatsachen aus der Vergangenheit und Gegenwart, Fotografien im reizvollen Wechsel zwischen Zeigen und Verhüllen. Vom 6.9. bis 31.10.2014
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Schau hin, wie schön ich bin! – Aktfotografie im Wandel der Zeit
Fotoausstellung Köln . Amüsant, witzig, unterhaltsam - die Bilder der Ausstellung in der Galerie Kunstwerk Nippes zeigen nackte Tatsachen aus der Vergangenheit und Gegenwart, Fotografien im reizvollen Wechsel zwischen Zeigen und Verhüllen. Vom 6.9. bis 31.10.2014

 

Lubo Stacho, Machen Kleider Leute?, 1986 © Lubo Stacho

 

In der künstlerischen Fotografie ist der Akt ein klassisches Motiv. Die Lust sich nackt zu präsentieren, steht in enger Symbiose mit dem lustvollen Blick des Fotografen auf sein Modell. Ein reizvoller Wechsel zwischen Zeigen und Verhüllen, zwischen Scham und Schaulust. „Schau hin wie schön ich bin!“ zeigt in perspektivischer Vielfalt das Bild des entblößten Körpers mit Fotografien aus Vergangenheit und Gegenwart, die uns zu den kulturellen und visuellen Ursprüngen zurückführt. Nackte Tatsachen in ihrer poetischen, provokanten, inszenierten und deformierten Form machen die Bilderflut in ihrer sinnlichen Intensität zu einem wahren Seh-Vergnügen.??Frühe Positionen der Aktfotografie wie z.B. die Akademien aus der Jahrhundertwende mischen sich mit klassischen Aktfotografien der 20er - 50er-Jahren. Pin-ups räkeln sich neben Schnappschüssen aus dem privaten Fundus einer unbekannten Frau aus Budapest.

 

 

 Akt unbekannter Fotograf ca. 1930, Belgien © Galerie Kunstwerk Nippes

 

Itzak Ben-Arieh, the Bed, 1996 ©  Itzak Ben-Arieh

 

Jürgen Wassmuth, Ruhrbad, 2008 © Jürgen Wassmuth

 

Der schonungslose Einblick in Miron Zownirs Schattenwelten steht dem alltäglichen Zauber der Ruhrbadenden von Jürgen Wassmuth gegenüber. Während der nackte Körper in den fantastischen Fotografien des israelischen Fotografen Itzak Ben-Arieh zu surrealen Traumwelten verschmilzt, zeigen Valentin Samarins „Sanki" Bilder die Metarealität in denen er Bewegung und Energie visualisiert. Hans Petri schichtet Bilder und deren Inhalte übereinander und verknüpft sie somit zu neuen Kontexten. Die unbekleideten Mädchen gehen eine Verbindung mit Zeit und Raum ein. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper als emotionale Reflektion findet sich in Bildern von Bogi Bell und bei Botondwieder. In der Selbstinszenierung des „Laokoon“ verbindet der Künstler Botond das klassische Motiv mit seiner eigenen Biografie. Fotografen wie Alan, Carter, Henle, Karsten, Klein, Olaf oderPurtell zeigen Aktfotografie in ihrer vollen Bandbreite ästhetisch, klassisch und subtil, während Achim Duchow sein Modell in viele kleine Teile zerlegt und zu einem neuen Körper zusammen setzt. Der menschliche Körper ist und bleibt ein spannendes Motiv für die Kunst in der Suche nach unserem Sein.?? 

 

Bogi Bell, Parada, 2013 © Bogi Bell

 

Künstler:

Bogi Bell, Itzak Ben-Arieh, Botond, Joseph Cayet, William Carter, Achim Duchow, Joe Gantz, Fritz Henle, Martin Hruška, Feny? János, Thomas Karsten, Udo P. Klein, Zden?k Lhoták, Charlotte March, Orlan, Hans Petri,  Sergio Purtell, Valentin Samarin, Lubo Stacho, Tono Stano, Christian Staub, Alfred Särchinger, Stanislav T?ma, Vasil Stanko, Jürgen Wassmuth, Miron Zownir, u.v.a.

 

 Galerie Kunstwerk Nippes, Baudristraße 5, Köln

 

05.09.2014 - 02.12.2014
Fotoausstellung Darmstadt . Büsche und Sträucher erobern munitionsverseuchten Boden, ein raumschiffartiges Gebäude steht in einer wüstenähnlichen Szenerie – die Umnutzung ehemaliger Militärgelände formt unwirkliche Landschaften in Deutschland. Isabel Kiesewetter zeigt sie in spannenden Fotografien im Schauraum der Sarmstädter Tage der Fotografie. 05.09. - 02.12.2014
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Isabel Kiesewetter -„Konversion“
Fotoausstellung Darmstadt . Büsche und Sträucher erobern munitionsverseuchten Boden, ein raumschiffartiges Gebäude steht in einer wüstenähnlichen Szenerie – die Umnutzung ehemaliger Militärgelände formt unwirkliche Landschaften in Deutschland. Isabel Kiesewetter zeigt sie in spannenden Fotografien im Schauraum der Sarmstädter Tage der Fotografie. 05.09. - 02.12.2014

Freizeitpark Tropical Islands, Krausnick, Ehemaliger Flugplatz Brand-Briesen, größter Militärflugplatz der DDR. 1938 – 1945: Fliegerhorst der Luftwaffe der Wehrmacht. 1950 – 1992: Strategischer Stützpunkt der sowjetischen Luftwaffe.

 

Fast 20 Jahre nach dem Abzug der Alliierten ist die Konversion einiger Areale bereits abgeschlossen, an anderen hat sie noch nicht einmal begonnen. Hier ergreift die Natur Besitz vom militärischen Nachlass. Die Betrachtung der derzeitigen Beschaffenheit und Nutzung dieser Gebiete ermöglicht einen differenzierten Blick auf den langwierigen Konversionsprozess in Deutschland.

 

Traberstall, Kevelaer-Twisteden. Ehemaliges NAT O–Gelände. 1985 – 1992: NAT O-Munitionsdepot.

 

Isabel Kiesewetter wurde 1974 in Lübeck geboren. Nach ihrem Studium der Gebärdensprache, Psychologie und Erziehungswissenschaften in Hamburg, studierte sie 2008-2012 an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin bei Prof. Ute Mahler. Seit 2011 ist sie Mitglied der Produzentengalerie exp12 in Berlin. Isabel Kiesewetter lebt und arbeitet als freie Fotografin in Berlin und Hamburg.
 
 
Beelitzer Heilstätten, Ehemaliges Militärsanatorium. 1914 – 1918 und 1939 – 1945: Lazarett und Sanatorium für erkrankte und verwundete Soldaten. 1945 – 1994: Größtes Militärhospital der sowjetischenArmee außerhalb der Sowjetunion


Schauraum im Literaturhaus Darmstadt, Kasinostraße 3, Darmstadt
 
05.09.2014 - 12.10.2014
Fotoausstellung Wien Jedes Jahr ist es wieder spannend welche Bilder von der Jury des World Press Fotos ausgewählt werden. Diese Bilder sind die Highlights eines Jahres in Sachen Bildjournalismus. Westlicht zeigt in einer spannenden Ausstellung die Ergebnisse des Jahres 2013. 5.9. bis 12.10.2014
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World Press Photo - die Welt im Blick
Fotoausstellung Wien Jedes Jahr ist es wieder spannend welche Bilder von der Jury des World Press Fotos ausgewählt werden. Diese Bilder sind die Highlights eines Jahres in Sachen Bildjournalismus. Westlicht zeigt in einer spannenden Ausstellung die Ergebnisse des Jahres 2013. 5.9. bis 12.10.2014

 

World Press Photo des Jahres 2013 John Stanmeyer, USA, VII National Geographic

 

Das ein Bild mehr sagen kann als tausend Worte, das beweist die Wahl des World Press Foto des Jahres 2013. Subtil, poetisch, feinsinnig und differenziert so beurteilte die Jury das Motiv von John Stanmeyer. Es zeigt eine Gruppe von Menschen an einem nächtlichen Strand, die ihre leuchtenden Mobiltelefone in die Luft recken. Es sind afrikanische Migranten an der Küste Dschibutis, die ihre Handys in die Höhe halten, um ein preisgünstiges Netz aus dem Nachbarland Somalia zu empfangen. Dschibuti ist eine oft genutzte Durchgangsstation für Flüchtlinge aus Ländern wie Somalia, Eritrea und Äthiopien, die auf der Suche nach einem besseren Leben in Europa und dem Mittleren Osten ihre Heimat und Familien verlassen.

 

1. Preis Reportagen Einzelfotos Alessandro Penso, Italien, OnOff Picture: Menschen, die vor dem Konflikt in Syrien flüchteten, leben in einer impro­visierten Unterkunft in der Sporthalle einer leer stehenden Schule in Sofia, Bulgarien.  

 

Seit 1955 gibt es den Preis der World Press Photo Foundation, einer unabhängigen Plattform des Fotojournalismus mit Sitz in Amsterdam. Die ausgezeichneten Einzelaufnahmen und Fotoserien lassen das vergangene Jahr als Ikonen der Zeitgeschichte Revue passieren und zeigen auf eindringliche Weise Ereignisse aus den Bereichen Politik, Kultur, Gesellschaft, Sport und Natur.
Eine Unterkunft für syrische Flüchtlinge in Bulgarien, die eingestürzten Textilfabriken in Bangladesch, der Taifun auf den Philippinen, der syrische Bürgerkrieg oder die Verbrechen der mexikanischen Drogenkartelle – die ausgezeichneten Arbeiten führen in eindrucksvollen Fotografien entscheidende Momente aus dem Weltgeschehen des vergangenen Jahres vor Augen.

 

1. Preis Harte Fakten Einzelfotos Philippe Lopez, Frankreich, Agence France-Presse:
Zehn Tage nachdem der Taifun Haiyan Land erreichte, tragen Überlebende in Tolosa, auf  Leyte, einer Insel der Zentralphilippinen, in einer Prozession religiöse Statuen.


1. Preis Gestellte Porträts Einzelfotos Brent Stirton, Südafrika, Reportage by Getty Images
Blinde Albino-Schüler stehen in Westbengalen, Indien, in der Vivekananda-Missionsschule, einem
Internat für Blinde, in einem Schlafsaal.

 

1. Preis Natur Fotoserien Steve Winter, USA, National Geographic Im Westen der Vereinigten Staaten ist die Zahl der Pumas in den letzten 40 Jahren wieder gestiegen. Ein Puma, der gerade zwei stark befahrene Highways überquert hat, geht über einen Pfad im Griffith Park, Los Angeles.

 

Faszinierende spektakuläre Aufnahmen gibt es aus allen Sparten sei es Sport, Natur, Porträt oder Alltagsleben. Am diesjährigen Wettbewerb um die besten Pressefotos des Jahres 2013 nahmen 5.754 Fotografen aus 132 Ländern mit insgesamt 98.671 teil. 

Die Jury vergab Preise in neun Kategorien an 53 Fotografen aus 25 Ländern:
Argentinien, Australien, Aserbaidschan, Bangladesch, Bulgarien, China, Tschechische Republik, El Salvador, Finnland, Frankreich, Deutschland, Iran, Italien, Jordanien, Mexiko, Niederlande, Neuseeland, Polen, Russland, Serbien, Südafrika, Spanien, Schweden, Großbritannien und die USA.

Nach den Richtlinien der World Press Photo Foundation müssen die Fotos des Jahres von „großer fotojournalistischer Bedeutung“ sein und sich durch „außerordentliche Qualität der visuellen Perzeption und Kreativität auszeichnen. Wesentliche Kriterien sind demnach neben dem Nachrichtenwert eines Bildes die spezifische Wahrnehmung und Herangehensweise der FotografInnen.
Jährlich sehen mehr als drei Millionen Menschen in 45 Ländern die World Press Photo Wanderausstellung. 2013 hatte sie bei WestLicht über 22.000 BesucherInnen. Heuer findet die Ausstellung hier bereits zum dreizehnten Mal statt

 

WestLicht. Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, 1070 Wien

 

05.09.2014 - 22.11.2014
Fotoausstellung Frankfurt . Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Macht in der Fotografie ist das Thema der Ausstellung "Spuren der Macht". Gezeigt werden im Art Foyer der DZ Bank Kunstsammlung rund 90 Werke von international renommierten Künstlern wie Robert Longo, Thomas Ruff oder Andreas Mühe. 5.9. bis 22.11.2014
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DZ Bank Kunstsammlung - Spuren der Macht
Fotoausstellung Frankfurt . Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Macht in der Fotografie ist das Thema der Ausstellung "Spuren der Macht". Gezeigt werden im Art Foyer der DZ Bank Kunstsammlung rund 90 Werke von international renommierten Künstlern wie Robert Longo, Thomas Ruff oder Andreas Mühe. 5.9. bis 22.11.2014

Magdalena Jetelová: Atlantic Wall, 1995

 

Einem interessanten Thema hat sich die angesehene DZ Bank Kunstsammlung in Frankfurt am Main angenommen. Die Ausstellung "Spuren der Macht"  zeigt die Folgen dieser Machtausübung. Darin setzen sich verschiedene Künstler mit unterschiedlichen Herangehensweisen mit sozial-politischen Ereignissen, Strukturen und Systemen auseinander, die in Konflikte, Krieg und Gewalt münden. Die Darstellung von Gewalt ist nicht deren gleichzeitige Bejahung, sondern vielmehr ist es gerade das Entsetzen gegenüber gewalttätigen Vorgängen in der Gesellschaft, das die Künstler dazu veranlasst, Gewalt zu thematisieren. Es sind Bilder, die den Betrachter erschrecken und beunruhigen, ihn aber auch durch Erinnerungsbilder täuschen können. Der Soziologe Max Weber definiert Macht als „Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht.“

 

Santiago Sierra engagierte für seine Arbeit „250 cm line tattooed on 6 paid people“ sechs junge, kubanische Männer, die sich für den Lohn von 30 Dollar eine durchgehende Linie auf den Rücken tätowieren ließen.

 

Robert Longo, Untitled (Ulysses), 2010 aus der Serie Yingxiong (Heroes)

 

Andreas Mühe Unbekannt 43 I, 2012 aus der Serie Obersalzberg. Mühe „entmachtet“ uniformierte Männer in Nazi-Posen. In seiner Serie „Obersalzberg“ lässt er sein Objektiv „von oben herab“ auf seine Protagonisten herabblicken.

 

Vertreten sind in der Ausstellung Arbeiten von Christian Boltanski, René Burri, Magdalena Jetelová, Barbara Kruger, Marie-Jo Lafontaine, Edgar Lissel, Robert Longo, Teresa Margolles, Paulo Nozolino, Paul Pfarr, Thomas Ruff, Andres Serrano, Santiago Sierra, Taryn Simon und Manit Sriwanichpoom sowie die neu für die Ausstellung erworbenen Werke von Richard Mosse, Andreas Mühe und Joscha Steffens.


Art Foyer der DZ Bank, Platz der Republik, Frankfurt am Main

 

 

 

05.09.2014 - 02.11.2014
Fotoausstellung Wien . Die zweite Ausgabe der Ausstellung ‘Handmade’ zeigt Arbeiten, die Handwerk und Fotografie verbinden und sich somit über die Grenzen konventioneller, zweidimensionaler Fotografie hinweg setzen Ausgestellt in der Wiener Galerie Anzenberger 5. September – 2. November 2014
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Handmade II
Fotoausstellung Wien . Die zweite Ausgabe der Ausstellung ‘Handmade’ zeigt Arbeiten, die Handwerk und Fotografie verbinden und sich somit über die Grenzen konventioneller, zweidimensionaler Fotografie hinweg setzen Ausgestellt in der Wiener Galerie Anzenberger 5. September – 2. November 2014

 

 

Stella Bach: Agapanthus praecox 

 

Die zweite Ausgabe der Ausstellung ‘Handmade’ zeigt Arbeiten, die Handwerk und Fotografie verbinden und sich somit über die Grenzen konventioneller, zweidimensionaler Fotografie hinweg setzen. Durch unterschiedliche Methoden werden greifbare, handgearbeitete und fühlbare Werke geschaffen, die einen Gegensatz zur heutigen, virtuellen und digitalen Fotografie bilden. So arbeitet Sissi Farassat zum Beispiel mit Swarovski Kristallen auf Fotografie, Diane Meyer stickt auf Bilder der Berliner Mauer, Christopher Mavric entwickelt Fotos analog auf Schallplatten und Heather Wetzel auf Dosendeckel …. 

 

Regina Anzenberger Extended 2012

 

Sissi Farassat Costina IV

 

 

Cristina DeMiddel The Afronauts

 

Künstler: Stella Bach, Zachary Burns, Simone Casetta, Cristina DeMiddel, Sissi Farassat, Letitia Huckaby, Christopher Mavric, Rob McDonald, Diane Meyer, Regina Anzenberger, Minyó Szert, Heather F. Wetzel, Sergiy Lebedynsky, Eldar Zeytullaev, Vlad Krasnoshchok, Gerhard Trumler, Birgit Zartl u.a.

 

Birgit Zartl The Naughty Apple 

 

 

4. Oktober 2014 um 20 Uhr anlässlich von ORF-Lange Nacht der Museen: 

Der ungarische Künstler Minyó Szert verwandelt bei seiner “Light-Bike” Performance den Galerieraum in eine Dunkelkammer. Dem Publikum wird dabei ein Einblick in das Entwickeln einer Fotografie auf denkbar außergewöhnliche Weise gewährt. Live Musik: Tibor Szemz?


Öffnungszeiten: Mi-So 12-18 Uhr

Führungen durch die Ausstellung zur Erklärung der verschiedenen Techniken am 13. und 21. September 2014 um jeweils 15.00 Uhr und auf Anfrage für Gruppen ab 6 Personen!

 

AnzenbergerGallery, Absberggasse 27, Wien

 

29.08.2014 - 30.10.2014
CEWE und die Volkshochschule der Stadt Bielefeld präsentieren zwei Ausstellungen zum 800-jährigen Stadtmuseum unter dem Titel "Bielefeld im Blick". Die eine wird in der Ravensburger Spinnerei/VHS, die andere im alten Rathaus Bielefeld gezeigt. Vom 29.8. bis 30.10.2014
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Bielefeld im Blick
CEWE und die Volkshochschule der Stadt Bielefeld präsentieren zwei Ausstellungen zum 800-jährigen Stadtmuseum unter dem Titel "Bielefeld im Blick". Die eine wird in der Ravensburger Spinnerei/VHS, die andere im alten Rathaus Bielefeld gezeigt. Vom 29.8. bis 30.10.2014

Bielefeld im Blick Anne Lücking

CEWE und die VHS der Stadt Bielefeld zeigen in der Ravensberger Spinnerei und im alten Rathaus Bielefeld zwei Ausstellungen unter dem Titel „Mit der Kamera die Stadt entdecken“. Hier stellen Fotografinnen und Fotografen der VHS-Fotogruppe über 60 Bilder vor, die unter der Leitung von VHS-Dozentin Richarda Buchholz in den letzten zwei Jahren entstanden sind.

 

Bielefeld im Blick Detlev Hamann Japanischer Garten

 

Die Leitidee

Der Fokus der Bilder liegt darauf, das Alltägliche in außergewöhnlichen Perspektiven festzuhalten. Dazu wurden in Bielefeld besonders öffentliche Orte wie die Altstadt, die Kunsthalle, das Bahnhofsviertel, der Tierpark und der Botanische Garten eindrucksvoll in Szene gesetzt. Darüber hinaus kann der Betrachter auf den Fotos auch unbekannte Orte entdecken, wie zum Beispiel verborgene Ecken der Industriestadt Bielefeld.

 

Bielefeld im Blick, Gabriele Schmidt, Stadthalle

 

 

 

24.08.2014 - 21.09.2014
Fotoausstellung Hamburg . In Kooperation mit dem Hamburger Jacques Wein-Depot , stellt die Galerie Faszination Art die Werke des Flensburger Künstlers Heiko Westphalen. Es sind liebevoll gestaltete Bilder mit Motiven aus Hamburg, die in ihrer Eigenart einen Charme haben, dem man sich nicht entziehen kann,
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Heiko Westphalen - Die besondere Fotografie
Fotoausstellung Hamburg . In Kooperation mit dem Hamburger Jacques Wein-Depot , stellt die Galerie Faszination Art die Werke des Flensburger Künstlers Heiko Westphalen. Es sind liebevoll gestaltete Bilder mit Motiven aus Hamburg, die in ihrer Eigenart einen Charme haben, dem man sich nicht entziehen kann,

 

"Hamburg meine Perle" das lese ich immer wieder auf facebook gepostet von Oliver Hadji, hapa Team, der damit immer das Interesse und die Liebe zu der Hafenstadt schürt. Die Bilder von Heiko Westphalen verklären das Bild von Hamburg noch mehr. Sie sind das was man sich unter einer Stadt, die eine Perle ist, vorstellt.

 

 

Heiko Westphalen befasst sich in seinen Arbeiten weniger mit der bloßen Abbildung der "Alltagswelt", vielmehr interpretiert und verfremdet er mittels komplexer digitaler Nachbearbeitung seine Bilder. Als "Jünger Gutenbergs" hat er das grafische Gewerbe von der Pike auf gelernt - vom Handsatz bis zum Apple Macintosh. Seine Hamburg Bilder werden jetzt in der Galerie Faszination Art ausgestellt.

Brigitte Henninges

 

Galerie Faszination, Jacques' Wein-Depot, Bramfelder Chaussee 443, Hamburg

23.08.2014 - 11.10.2014
Fotoausstellung Greifswald In der Galerie STP, deren Schwerpunkt auf osteuropäischer Kunst liegt, zeigt die russische Künstlergruppe Hmeli-Suneli bestehend aus Victor Khmel, Elena Sukhoveeva, Sergey Lutsenko, zwei interessante Serien. 23.08.2014 bis 11.10.2014
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Künstlergruppe Hmeli-Suneli
Fotoausstellung Greifswald In der Galerie STP, deren Schwerpunkt auf osteuropäischer Kunst liegt, zeigt die russische Künstlergruppe Hmeli-Suneli bestehend aus Victor Khmel, Elena Sukhoveeva, Sergey Lutsenko, zwei interessante Serien. 23.08.2014 bis 11.10.2014

"Notes on the floor", 2007  Victor Khmel und Elena Sukhoveeva

 

Die drei russischen Künstler Victor Khmel, Elena Sukhoveeva, Sergey Lutsenko präsentieren von Ende August bis Mitte Oktober zwei Serien in der Galerie STP in Greifswald. "Notes on the floor" eine 2007 im Studio produzierte Serie zeigt nackte, menschliche Körper begraben unter einer Schicht aus scheinbar feinem Sand. In der Realität handelt es sich um Mehl, doch der Eindruck bleibt der gleiche: wie verschleierte, visuelle Erzählungen erscheinen die Figuren, die leise unter der Erde ruhen, wie überschwemmte Geschichten des Alltags. 

 

"Notes on the floor", 2007  Victor Khmel und Elena Sukhoveeva


Diese Serie ist ein Projekt von Victor Khmel und Elena Sukhoveeva, da Sergey Lutsenko zu diesem Zeitpunkt noch nicht Mitglied der Gruppe war.

 

Russian LITERRAture, 2011 Victor Khmel, Elena Sukhoveeva, Sergey Lutsenko

 

 

Die zweite Serie aus dem Jahr 2011 Russian LITERRAture zeigt Schriftfragmente, die überraschend im Raum der Landschaft auftauchen, bildliche Assoziationen senden und mit Rhythmus und Form der Umgebung arbeiten.

Victor Khmel und Elena Sukhoveeva arbeiten seit 1999 zusammen und gründeten in Krasnodar eine Schule für Photographie der Gegenwart. Der Student Sergey Lutsenko stieß 2010 zur Gruppe hinzu, da seine Bildsprache der von  Khmel und Sukhoveeva sehr ähnlich ist. Drei Projekte sind bisher Resultat dieser Cooperation «Park of Soviet period», «Russian LITERRAture» und «Landscape after battle».

 

Russian LITERRAture, 2011 Victor Khmel, Elena Sukhoveeva, Sergey Lutsenko


Die Künstler arbeiten bis heute sowohl in der Gruppe als auch einzeln. Die Arbeiten der Gruppe bewegen sich im Bereich Installation, Objekt, Fotografie und Video. In der Landschaft oder im Studio erschaffene Situationen werden kurze Zeit später wieder zerstört. Durch das Fotografieren oder Filmen haben die Werke ein längeres Dasein. Die Künstler sind letztlich Erschaffer und einzige Betrachter des Originals.

                                                                                                                                                                                                                                                    

 

Galerie STP, Lange Straße 21, Greifswald

 

 

 

09.08.2014 - 05.10.2014
Fotoausstellung Langenburg . Phantasievolle und abwechslungsreiche Bilder einer interessanten Künstlerin erwarten die Besucher in der Fotoausstellung im Hohenloher Kunstverein. Bis 5.10.2014
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Karin Schneider-Henn - Fotografien und Collagen
Fotoausstellung Langenburg . Phantasievolle und abwechslungsreiche Bilder einer interessanten Künstlerin erwarten die Besucher in der Fotoausstellung im Hohenloher Kunstverein. Bis 5.10.2014

 

 No Entry, Orland Connemara, 1994

 

 

Karin Schneider-Henn löst sich in ihren Bildern von Zeitdarstellungen im Sinne von Berichterstattung, dem Festhalten bestimmter Ereignisse. Ihre Fotografien und Collagen wirken wie zeitlose Traum-Szenerien, die zwar in der Wirklichkeit ihr Abbild finden, aber dennoch Ausdruck einer imaginären Gefühlswelt sind. In der aktuellen Ausstellung im Hohenloher Kunstverein zeigt die Künstlerin sowohl streng komponierte Schwarz-Weiß-Fotografien aus der Zeit ihrer Ausbildung an der Münchner Hochschule für Fotodesign, als auch digitale Arbeiten und Fotocollagen der letzten Jahre.

 

 Venedig 2012

 

Das blaue Haus

 

Die Künstlerin studierte von 1962 bis 1964 an der Fachhochschule für Fotodesign (früher Bayerische Staatslehranstalt für Photographie)  in München und schloss ihre Ausbildung mit der Gesellenprüfung ab. Die nächsten drei Jahre arbeitete sie in New York als Assistentin in der Werbe- und Modefotografie. Beeinflusst von den berühmten amerikanischen Fotokünstlern der kreativen 70er-Jahre, galt das Interesse der jungen Fotografin damals allein der klassischen Schwarz-Weiß-Fotografie; Farbe spielte in ihren Arbeiten zunächst keine Rolle.Nach Deutschland zurückgekehrt, wandte sich  die Künstlerin auch dem abstrakten Bild zu; Farbe, Form und Raum wurden nicht nur fotografisch, sondern auch in Collagen oder Malerei zu wesentlichen Elementen ihrer Werke. Karin Schneider-Henn entdeckte die Liebe zum grafischen  Detail, zu Ziffern oder Buchstaben, zur Vereinzelung und Verfremdung. Diese Bildsprache kennzeichnet ihr Werk bis heute.

 

 

Jesus Christ Superstar, 2012

 

Hohenloher Kunstverein, Am Schloss 12, Langenburg

09.08.2014 - 20.09.2014
Fotoausstellung Graz . Aufwühlende Bilder hat der Fotograf Marco Longari, der erst kürzlich aus Gaza zurückgekehrt ist, mitgebracht. Jahrelang war Longari Chef des Nahost-Büros von Agence-France-Press und ist mit der Situation im Kriegsgebiet wohl vertraut. Seine Fotos stellt das Atelier Jungwirth aus. Bis 20.9.2014
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Marco Longari - Gaza 2014
Fotoausstellung Graz . Aufwühlende Bilder hat der Fotograf Marco Longari, der erst kürzlich aus Gaza zurückgekehrt ist, mitgebracht. Jahrelang war Longari Chef des Nahost-Büros von Agence-France-Press und ist mit der Situation im Kriegsgebiet wohl vertraut. Seine Fotos stellt das Atelier Jungwirth aus. Bis 20.9.2014

 

Marco Longari kam 1965 in Rom zur Welt und schloss seine Ausbildung am renommierten Istituto Superiore di Fotografia in Rom ab. Nach einigen Jahren in Ruanda übernahm Logari das AFP-Büro in Nairobi. 2007 zog er mit seiner Frau und den beiden Söhnen nach Jerusalem, wo er bis zum Jahresende das AFP-Büro für Israel und Palästina leitete. Mit Jahresbeginn übernahm Longari die Führung des Afrika-Büros von AFP in Johannesburg. Im Vorjahr kürte ihn das Time-Magazin zum Photographen des Jahres.

 

 

 

Nach den ermutigenden Bildern vom Freiheitskampf der Ägypter am Tahrir-Platz, die das Atelier Jungwirth 2011 als erste Ausstellung in der Reihe „flashlight“ zeigte, laden wir Sie nun zur vierten Ausgabe dieser aktuellen Ausstellungsreihe ein.

 

Atelier Jungwirth, Opernring 12, Graz

08.08.2014 - 05.10.2014
Ausstellung Braunschweig . Schnappschuss oder Inszenierung? Stand-oder Bewegtbild? Fotografie oder Performance? Eine ganz persönliche Kunst hat Paulien Olthetens entwickelt, die sich außerhalb herkömmlicher Koordinaten bewegen. Ausgestellt sind die Arbeiten der Künstlerin im Museum für Photographie. 8.8. bis 5.10.2014
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Paulien Oltheten - A New Installation
Ausstellung Braunschweig . Schnappschuss oder Inszenierung? Stand-oder Bewegtbild? Fotografie oder Performance? Eine ganz persönliche Kunst hat Paulien Olthetens entwickelt, die sich außerhalb herkömmlicher Koordinaten bewegen. Ausgestellt sind die Arbeiten der Künstlerin im Museum für Photographie. 8.8. bis 5.10.2014

Mobile phone, 2013 © Paulien Oltheten

 

Paulien Olthetens interessiert , was passiert, wenn man sich zwischen Traditionen und Festlegungen begibt und diese systematisch außer Kraft zu setzen versucht. So gilt das Interesse der niederländischen Fotografin kleinen, scheinbar zufälligen, jedoch hochgradig bedeutungsgeladenen Gesten nonverbaler Kommunikation mit einer hohen Sinnlichkeit für alles Außer-und Ungewöhnliche; Eigentümliche. In der Tradition der Street Photography transformiert Olthetens Werk die Straße in einen Bühnenraum, in dem anonyme Akteure als Schauspieler fungieren. Mit dem Verhalten von Passanten, Körperskulpturen des Zufalls und Situationskomik erkunden die Fotografien Olthetens das Genre des Schnappschusses. Der öffentliche Raum und die Straße ist Olthetens Arbeitsplatz, die Menschen und das menschliche Verhalten ihr Thema. Sie mischt sich mit ihrer Foto-oder Filmkamera in der Hand unter die Massen und schaut, was um sie herum geschieht. Oltheten konzentriert sich dabei auf die kleinen Details: eine Bewegung, eine Unterhaltung zwischen zwei Personen, eine Haltung. In vielen ihrer Aufnahmen kann vom Betrachter jedoch nicht nachvollzogen werden, ob es sich um eine tatsächliche Momentaufnahme handelt oder ob er unfreiwillig Zeuge einer Inszenierung geworden ist. Zwischen Normalität und nachgestellter Szene, in der rituellen Wiederholung einer Handlung, aber auch in den Modifikationen und Abwandlungen von Gesten und Szenen machen Olthetens Arbeiten eine Poetik des Spontanen auf der flüchtigen Bühne der Großstadt sichtbar. Sie entziehen das Beiläufige dem Fluss der Zeit und isolieren das unscheinbare Besondere aus dem geschäftigen (Aneinandervorbei-)Treiben von Menschen, Biografien und Ereignissen.

 

Envelope Rangoon, 2012 © Paulien Oltheten

 

Wall Street, 2013 © Paulien Oltheten

 

In Olthetens performativ geprägten fotografischen Ansatz erhält die subjektive, körperlich-physische Aneignung des urbanen Stadtraums eine besondere Rolle. Mit der Kamera als Rechercheinstrument verfolgt die Künstlerin eine bizarr anmutende Fragestellung: Oltheten lotet die Gesetzmäßigkeiten des Ephemeren aus, wohlbewusst, dass diese keinem festen Regelwerk unterliegen. Und dennoch vermag es die feinfühlige Beobachtung der Fotografin, übergreifende Verhaltensmuster in der Artikulation von Gesten der Aufmerksamkeit aufzuzeigen, die auch übergeordnete Aussagen über den zwischenmenschlichen, körpersprachlichen Umgangston einer Stadt zulassen.

 

Jackets over reling, 2008 © Paulien Oltheten

 

Die Ausstellung A New Installation im Museum für Photographie Braunschweig e.V. zeigt in der ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland neben Arbeiten der vergangenen Jahre neue Werkgruppen, die während Olthetens Stipendiatenaufenthalt in den USA im Winter 2013/2014 entstanden sind. An der Schnittstelle von Fotografie und Video, Text und Bild laden die Rauminstallationen dazu ein, den Narrationen zu folgen und die Bezüge der Bildcollagen herzustellen. Paulien Oltheten absolvierte ein Postgraduiertenstudium an der renommierten Rijksakademie in Amsterdam und wurde 2012 mit dem Dutch Doc Award ausgezeichnet. 2013 wurde sie als Resident Artist ans ISCP, New York, eingeladen. Die Künstlerin wurde schon in zahlreichen Museen ausgestellt.

 

Museum für Photographie, Helmstedter Straße 1, Braunschweig

 

 

 

08.08.2014 - 27.09.2014
Fotoausstellung Salzburg . Ein besonderes Highlight hat die Salzburger Leica Galerie mit den faszinierenden Bilder des US-Amerikaner Fotografen Steve McCurry zu bieten, der für seine Arbeit schon mehrfach ausgezeichnet wurde. 8.8. bis 27.9.2014
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Steve McCurry "Unguarded Moment"
Fotoausstellung Salzburg . Ein besonderes Highlight hat die Salzburger Leica Galerie mit den faszinierenden Bilder des US-Amerikaner Fotografen Steve McCurry zu bieten, der für seine Arbeit schon mehrfach ausgezeichnet wurde. 8.8. bis 27.9.2014
 
 
Steve McCurry, India, Rajasthan. 1983. Dust storm.Leica Galerie Salzburg
 
 

Der US-Amerikaner Steve McCurry zählt zu den renommiertesten Fotografen und Fotojournalisten weltweit.  Überwältigende Farben und eindrucksvolle Portraits machen seine Bilder unverwechselbar. Mit seiner Aufnahme des „Afghanischen Mädchens “ gelang ihm 1984 der Durchbruch. Das Mädchen mit den intensiv grünen Augen  zierte im Juni 1985 zierte es das Cover des National Geographic und wurde seitdem unzählige Male gedruckt.

Steve McCurry wurde 1950 in Philadelphia, Pennsylvania, geboren. Nach dem Studium für Filmwissenschaft und Geschichte arbeitete er zwei Jahre lang für eine lokale Zeitung, bevor er als freier Mitarbeiter für verschiedene internationale Zeitschriften in Indien tätig war. Die ersten großen Erfolge hatte er 1979 im Zuge des Afghanistan-Konfliktes. Seine Bilder aus der Krisenregion gehörten zu den ersten, die weltweit veröffentlicht wurden. Steve McCurry schmuggelte sich mit Hilfe afghanischer Flüchtlinge ins Land und hüllte sich in traditionelle Kleidung. So konnte er aus dem Krisengebiet berichten, als die Russen den westlichen Journalisten längst die Einreise verwehrt hatten.                                                                                            

Steve McCurry wurde für seinen Einsatz mit der „Robert Capa Gold Medal“ für die beste Foto-Auslandsreportage ausgezeichnet.1984 wurde McCurry zum „Magazine Photographer of the Year“ der National Press Photographer's Association gewählt und erhielt im gleichen Jahr vier Auszeichnungen beim World Press Photo Contest. Seit 1986 ist McCurry Mitglied in der Fotoagentur Magnum, die 1947 von Fotografenlegenden wie Robert Capa uns Henri Cartier-Bres­son ins Leben gerufen wurde. 2011 gewann er den „Leica Hall of Fame“ Preis.
 
 
Am 8. und 9. August gibt Steve McCurry einen Workshop
 
 
Leica Galerie, Mirabellplatz 8, Salzburg
 
 

 

 
 
01.08.2014 - 02.11.2014
Fotoausstellung Berlin . Bislang fast vergessene Farbfotografien und Filme, die der französische Bankier Albert Kahn in Auftrag gegeben hat und die vor dem Ersten Weltkrieg entstanden sind, zeigt der Martin-Gropius-Bau. 1. August bis 2. November 2014
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Die Welt um 1914 Farbfotografie vor dem Großen Krieg
Fotoausstellung Berlin . Bislang fast vergessene Farbfotografien und Filme, die der französische Bankier Albert Kahn in Auftrag gegeben hat und die vor dem Ersten Weltkrieg entstanden sind, zeigt der Martin-Gropius-Bau. 1. August bis 2. November 2014

 

 

Albert Kahn, Les Archives de la planète: Stephane Passet
Marokko, Fes, Portrait eines senegalesischen Scharfschützen, Januar 1913
© Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine

 

Begeistert vom farbfotografischen Verfahren der Gebrüder Lumière beauftragte der französische Bankier Albert Kahn in einer Zeit, als die Nationen Europas bereits zum Großen Krieg rüsteten, Fotografinnen und Fotografen, um mit Farbbildern aus aller Welt die Archives de la planète aufzubauen. In diesem Bildarchiv haben sich über 70.000 Farbbildaufnahmen erhalten. Sie stellen einen immensen ethnografischen Schatz dar und sollten zugleich eine Friedensmission erfüllen: Die Fremde in die Nähe zu holen. Seine Aktivitäten sollten den langst brüchig gewordenen Frieden sichern helfen. Die Ausstellung bringt den Bilderschatz einer längst versunkenen Welt ans Licht.

 

 

Albert Kahn, Les Archives de la planète: Stephane Passet
Mongolei, nahe Ulaanbaatar, wahrscheinlich Damdinbazar, die achte Inkarnation
des mongolischen Jalkhanz Kuthugtu, 17. Juli 1913

© Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine

 

 

Albert Kahn, Les Archives de la planète: Stephane Passet
China, Peking, Yiheyuan, Garten der Harmonie, Marmornes Schiff Quinyanfang (Schiff der Heiterkeit), 29. Juni 1912
© Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine



Albert Kahn (1860-1940) sah die Kenntnis von Völkern und Lebensweisen, von Landschaften und Bauten in einem direkten Zusammenhang für die Friedfertigkeit der Menschen untereinander. Wer sich kennt, respektiert sich und muss keinen Krieg führen. Fotografiert wurden lokale Szenen, Menschen in typischer Kleidung und Monumente der Kulturgschichte.

Für die Ausstellung wurden rund 200 Motive ausgewählt. Im Mittelpunkt stehen die Autochrome es dem Archiv von Albert Kahn. Weiterhin zeigt die Ausstellung Aufnahmen und Projektionen von Adolf Miethe (1862-1927) und Sergej M. Prokudin-Gorskii (1863-1944).

 

 

Albert Kahn, Les Archives de la planète: Stephane Passet'Frankreich, Paris,
Eine Familie in der Rue du Pot de fer, 24. Juni 1914

© Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine

 

Adolf Miethe, Erfinder einer panchromatischen Filmbeschichtung und damit Urheber des Dreifarbendrucks, hatte einen bedeutenden Anteil an der Fortentwicklung der Farbfotografie. Seine Vorführung im Kaiserhaus erbrachte den Auftrag zur farbigen Dokumentation deutscher Landschaften für die Weltausstellung in St. Louis. Auch als Sammelbilder in Schokoladentafeln erfreuten sie sich großer Beliebtheit. So entstand auch der erste fotografische Farbbildband Deutschlands – das „Stollwerck­Album“.

Das Miethe’sche Verfahren inspirierte zudem den russischen Fotografen Sergei Mikhailovich Prokudin­Gorskii. Seine Arbeiten sind mit etwa 25 Fotoabzügen und 50 projizierten Aufnahmen präsent. Eine besondere Leihgabe kommt aus dem Deutschen Museum in München: der originale Projektor, mit dem Sergei Prokudin­Gorskii dem letzten Zaren Nikolaus II. seine Arbeiten vorgeführt hat. Infolge dieser Präsentation erhielt er 1909 den Auftrag, das Russische Reich in 10.000 Aufnahmen festzuhalten. Zwischen 1909 und 1915 schuf Gorskii mehrere Tausend Fotografien von großer Brillanz. Er dokumentierte die kulturelle Vielfalt des Zarenreiches von der Krim bis Sibirien.

 

Albert Kahn, Les Archives de la planète: Stephane Passet
Indien, Bombay, Brahmanen und Sadhus, 17. Dezember 1913
© Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine

 

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin

 

01.08.2014 - 18.01.2015
Fotoausstellung Hamburg . Goldene Zeiten erlebte die Reportagefotografie in den 1950er und 1960er Jahren als viele Aufträge von neu gegründeten Zeitschriften wie Kristall, Revue, Quick oder Stern kamen. Die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe „Das engagierte Bild. Die Sammlung Fotografie im Kontext“ zeigt den Bildjournalismus der Nachkriegszeit. 1.8.2014 bis 18.1.2015
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Das engagierte Bild
Fotoausstellung Hamburg . Goldene Zeiten erlebte die Reportagefotografie in den 1950er und 1960er Jahren als viele Aufträge von neu gegründeten Zeitschriften wie Kristall, Revue, Quick oder Stern kamen. Die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe „Das engagierte Bild. Die Sammlung Fotografie im Kontext“ zeigt den Bildjournalismus der Nachkriegszeit. 1.8.2014 bis 18.1.2015

 

Max Scheler, Slums in der Industriestadt Birmingham, Alabama 1964, Silbergelatine, 30,3 x 48,9 cm,
© Max Scheler Estate, Hamburg

 

 Es war die Blütezeit der Reportagefotografie: In den 1950er und 1960er Jahren waren viele neue Zeitschriften wie Kristall, Revue, Quick oder Stern gegündet worden, die für eine gute Auftragslage für die Fotografen sorgten. Inspiriert von der Idee, dass Fotografie eine universell verständliche Weltsprache sei, sehen viele Bildjournalisten ihre Arbeit als Ausdruck von sozialem Engagement und politischer Verantwortung. Sie verstehen ihre Fotografien als authentische Dokumente, die den Betrachter mit Missständen, Leid und Gewalt konfrontieren und über ihren Informationswert hinaus an Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein appellieren. Die Ausstellung „Das engagierte Bild“ richtet den Blick auf den Bildjournalismus der Nachkriegszeit. Sie stellt darüber hinaus einen Schwerpunkt der Sammlung Fotografie und neue Medien des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) vor, der mit ersten Ankäufen schon in den 1960er Jahren begründet wurde.

 

Marc Riboud, Frauen nach der Hinrichtung ihrer Männer, Bangladesch 1971, Silbergelatine, 29,6 x 20,8 cm,
© Marc Riboud

 

 

Die Rolle der Zeitschriften wird von verschiedenen Fotografen von Beginn an kritisch gesehen. Schon 1947 wird in Paris die Foto-Agentur Magnum gegründet, die es ihnen ermöglichen soll, unabhängig von Magazin-Aufträgen zu arbeiten. Viele Bildjournalisten veröffentlichen ihre Arbeit darüber hinaus in Büchern, bei deren Gestaltung sie freie Hand haben. Neben Jürgen Heinemanns Bildern aus Südamerika entstehen etwa Sebastião Salgados Fotografien aus der Sahelzone im eigenen Auftrag. 1986 gibt er diese Serie in Zusammenarbeit mit der Organisation Ärzte ohne Grenzen als Buch heraus.

 

Jürgen Heinemann, Brotverteilung in Salvador da Bahia, Brasilien 1962, Silbergelatine, 26,8 x 23,9 cm,
© Jürgen Heinemann


Wegen ihrer ästhetisierenden Aufnahmen von Elend und Gewalt wird die Arbeit der Bildjournalisten immer wieder kritisiert. Ihnen wird vorgeworfen, das Leid der Gezeigten für eigene Zwecke zu instrumentalisieren. An dieser Stelle setzt auch die zeitgenössisches Kritik der sozialdokumentarischen Fotografie an: Die klischeehaften Bilder von Opfern humanitärer Katastrophen seien ungeeignet, etwas zu verändern, da sie die jeweiligen Ursachen außer Acht lassen. Als Reaktion hierauf haben etwa die Akteure des arabischen Frühlings 2011 in Kairo die Dokumentation ihres Kampfes gegen die Mubarak-Herrschaft selbst übernommen. Bilder des ägyptischen Fotografen Aly Hazza’a von einer Demonstration von Frauen gegen Polizeigewalt zählen zu den jüngsten Ankäufen des MKG. Ein frühes Beispiel für fotografisches Engagement im eigenen Land findet sich auch in den Arbeiten des Fotografen Peter Magubane, der als schwarzer Südafrikaner selbst von den Auswirkungen des Apartheid-Regimes betroffen war. Magubane zeigt in seinen Bildern die Gegenwehr gegen das bestehende System und betreibt so „Politik mit der Kamera“.

Gezeigt werden über 40 Arbeiten von Jürgen Heinemann, Ryuichi Hirokawa, Thomas Hoepker, Kaku Kurita, Robert Lebeck, Peter Magubane, Marc Riboud, Sebastião Salgado und Max Scheler, die die Entwicklungen und ästhetische Strategien des Genres seit den 1960er Jahren aufzeigen. Die Ausstellungsreihe „Die Sammlung Fotografie im Kontext“ begleitet die wissenschaftliche Erschließung der Sammlung und stellt unterschiedliche Gebrauchsweisen der Fotografie vor.

 

Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Hamburg

25.07.2014 - 09.11.2014
Fotoausstellung Berlin . Berühmt wurde der amerikanische Fotograf Walker Evans durch seine Dokumentation der Armut in den USA während der Depression in den 30er Jahren. Die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau zeigt mit über 200 Originalabzügen aus den Jahren 1928 bis 1974 sowohl berühmte als auch unbekannte Bilder des Fotografen. Vom 25. Juli bis 9. November 2014
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Walker Evans - Ein Lebenswerk
Fotoausstellung Berlin . Berühmt wurde der amerikanische Fotograf Walker Evans durch seine Dokumentation der Armut in den USA während der Depression in den 30er Jahren. Die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau zeigt mit über 200 Originalabzügen aus den Jahren 1928 bis 1974 sowohl berühmte als auch unbekannte Bilder des Fotografen. Vom 25. Juli bis 9. November 2014

Pabst Blue Ribbon Sign, Chicago, Illinois, 1946, Collection of Clark and Joan Worswick
@ Walker Evans Archive, The Metropolitan Museum of Art

 

Walker Evans (1903–1975) gehört zu den großen Persönlichkeiten der Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts. Weit über die Grenzen der USA wurde seine Dokumentation der Armut im Amerika in den Zeiten der Großen Depression, die am 29. Oktober 1929 mit dem Schwarzen Freitag begann und die 1930er Jahre dominierte, bekannt. Walker Evans Werk steht maßgeblich für eine Fotografierichtung, die als „dokumentarischer Stil“ bezeichnet wird. Das umfangreiche fotografische Werk von Walker Evans hat damit Vorbildcharakter erreicht. Mit den Bildern der Ausstellung folgt man zum einen der Biographie Evans aber auch dem sich wandelnden Zeitbild Amerikas, von der großen Wirtschaftskrise bis hin zu sich stabilisierenden Zeiten.

 

Robert Frank, Nova Scotia, 1969-71, Collection of Clark and Joan Worswick
@ Walker Evans Archive, The Metropolitan Museum of Art


Abwechslungsreich lernt man mit seinen Bildern die Wohngegenden in New York kennen, Architekturen des 19. Jahrhunderts, Tahiti und Kuba, afrikanische Skulpturen und Masken, oder den ländlichen Süden der USA, der im Kontrast zum Lebensstil der Großstädter und Passanten etwa New Yorks steht. Viele der Arbeiten stammen aus der Privatsammlung von Clark und Joan Worswick, sie werden begleitet von einigen Werkgruppen deutscher Sammlungsprovenienz.

 

Natürlich dürfen in der Ausstellung nicht die Ikonen der Fotografiegeschichte fehlen: Portraits von Farmerfamilien, verlassene Häuser, leerstehende Fabrikgebäude.  Evans wird 1935 von der amerikanischen Farm Security Administration (FSA) beauftragt, das Leben der Landarbeiter zu dokumentieren, die von der Großen Depression betroffen waren. Entstanden sind Fotografien, die Not und Anmut gleichermaßen zeigen und Evans berühmt gemacht haben.

 

Interior View of Heliker/Lahotan House, Walpole, Maine, 1062, Collection of Clark and Joan Worswick
@ Walker Evans Archive, The Metropolitan Museum of Art

 

 

Neben Straßenansichten, amerikanischen Denkmälern, Schaufensterauslagen fern des ,Big Business’, sind Beispiele seiner wichtigen Subway-Fotografien zu sehen, aufgenommen mit verdeckter Kamera. Des Weiteren erzählen Interieurs mit ihren bescheidenen Arrangements über das Leben ihrer Bewohner, Bilder, die unwillkürlich an Evans’ Bemerkung „I do like to suggest people by absence“ erinnern. Aus Evans Vorliebe für Typographie, Werbung und Massenprodukte erwachsen magische-fesselnde Aufnahmen, die als eine Vorschau auf die sich bald entwickelnde Pop Art und ihre Assemblagen gesehen werden können.

 

 

Frenchquarter, New Orleans, Februar März 1935
@ Walker Evans Archive, The Metropolitan Museum of Art

 

Im letzten fotografischen Kapitel sind farbige Polaroids verdichteter Teilansichten, seien es Fahrbahnmarkierungen oder Hausbeschilderungen, konkret wie abstrakt zusehen. Sie waren richtungsweisend für eine Art von Farbfotografie, wie sie Evans bereits während seiner Tätigkeit für Fortune angewandt hat und die er zeitweilig kritisch sah.  Die neue Form des Umgangs mit Farbe findet Fortsetzung in vielen Werken der nachfolgenden Generation; für sie wirkten Walker Evans’ Fotografien wie ein Befreiungsschlag.

 

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin

 

25.07.2014 - 26.10.2014
Ausstellung Hannover Drei der bedeutendsten Künstler unserer Zeit treffen zum ersten Mal aufeinander: die Fotokünstler Andreas Gursky und Jeff Wall und der Maler Neo Rauch. Die Ausstellung der Kestnergesellschaft wird zum visuellen Experiment, das unerwartete Entdeckungen ermöglicht. Bis 26.10.2014
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Andreas Gursky Jeff Wall Neo Rauch
Ausstellung Hannover Drei der bedeutendsten Künstler unserer Zeit treffen zum ersten Mal aufeinander: die Fotokünstler Andreas Gursky und Jeff Wall und der Maler Neo Rauch. Die Ausstellung der Kestnergesellschaft wird zum visuellen Experiment, das unerwartete Entdeckungen ermöglicht. Bis 26.10.2014

Jeff Wall: Men move an engine block, 2008, Silbergelatine-Abzug 138,5 x 176,5 cm Courtesy der Künstler

 

 

Auch wenn in der Ausstellung keine Malerei zu sehen sein wird, schafft sie als gemeinsame Spielfläche für die präsentierten Arbeiten von Gursky, Rauch und Wall wichtige Bezugspunkte. Von allen drei Künstlern werden traditionell eigentlich mit der Malerei verknüpfte Mittel, Kategorien und Konventionen in anderen Medien fortgeführt, neu modelliert und zur Aufführung gebracht: in Zeichnungen und Skulpturen bei Rauch oder in großformatigen Fotografien bei Gursky und Wall. In der Ausstellung zum visuellen Experiment angeordnet, entwickeln diese eigenständigen Werke das Potential zu unerwarteten Entdeckungen, Kontrasten und Verweisen. Dabei eröffnet sich ein weites Spektrum bildlicher Darstellungsmöglichkeiten: Sie reichen vom dokumentarischen Abbild, der kinematografischen Inszenierung, über die fantastische Kombination und irreale Konstruktion bis hin zur formalen Abstraktion.

 

 

Zwei Themenstränge der Ausstellung ergeben sich aus den zwei neuen »Lehmbruck«-Arbeiten (2013 und 2014) von Andreas Gursky. Mit Mitteln digitaler Fotomontage hat Gursky auf diesen Bildern die modernistischen Ausstellungsräume des Lehmbruck Museums in Duisburg mit einer fiktiven Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke gefüllt – darunter ein Dia-Leuchtkasten von Jeff Wall und eine Skulptur von Neo Rauch, die auch in der Ausstellung zu sehen ist. Zum einen ist es die Idee des Bildfundus, die hier beschworen wird – in einem kühlen Blick auf die Institution Museum, deren Konservierungsauftrag für die auserwählten Werke untrennbar mit einer Deutungshoheit verbunden ist. Wer entscheidet, was erhalten und ausgestellt wird? 

 

Zum anderen ist es die Darstellung der menschlichen Figur, die in den »Lehmbruck«-Arbeiten als ein zentrales Thema bildnerischer Auseinandersetzung vorgeführt wird. Zwei weitere, erstmalig in Deutschland präsentierte Fotografien von Gursky interpretieren Hollywood Comic Helden vor idealisierten Landschaftskulissen, während in anderen Arbeiten das Individuum einer strengen Choreografie unterworfen ist oder in der Übermacht des Kollektivs verschwindet. Digital aus vielen Einzelansichten konstruiert, folgen die monumentalen Fotografien Gurskys oft einer formalen Struktur und verdichten sich zu Bildern, die das Sichtbare ins Absolute übersteigern.

 

 

 

Von Neo Rauch werden nicht seine bekannten Malereien zu sehen sein, sondern eine umfangreiche Mappe von Zeichnungen und zwei Skulpturen, die bisher nur vereinzelt präsentiert wurden. In ihrer Spontanität sind die Zeichnungen flüchtige Zeugnisse verinnerlichter Bilder, die ungefiltert zu Papier gebracht wurden. Paare

 

oder kleine Figurengruppen, in undurchschaubare Zusammenhänge verwoben, unbeholfene Helden und Fabelwesen, fantastische Metamorphosen, traumartige Visionen und komische Kollisionen – immer wieder ist es das scheinbar Unzusammenhängende, das Rauch in diesen Improvisationen zusammenführt. Wie die Zeichnungen sind auch die zwei lebensgroßen Bronzeplastiken »Die Jägerin« (2011) und »Nachhut« (2011) Formulierungen eines malerisch ausgeformten Bildvokabulars in anderen Medien. 

 

 

 

Jeff Walls fotografische Arbeiten entwickeln sich im Spannungsverhältnis von kinematografischer Inszenierung und dem »fast Dokumentarischen« (»near-documentary«, Jeff Wall). In der Ausstellung liegt der Fokus auf großflächigen Farbdrucken und schwarz-weiß Abzügen der letzten Jahre. In diesen Arbeiten führt Wall seine Auseinandersetzung mit dem Realismus fort und greift verstärkt dokumentarische Ansätze auf. Die Aufnahmen lenken den Blick auf das vermeintlich Unspektakuläre, auf triste Antihelden und unprivilegierte Gestalten, die banalen Tätigkeiten nachgehen. Sie scheinen der Zufallsästhetik einer sozial motivierten Straßenfotografie zu folgen. Doch sind es bewusst komponierte, inszenierte oder nachgestellte Szenarien, die wie im gemalten Tafelbild das Alltägliche zu Bildern übergeordneter Bedeutsamkeit einfrieren.


 

 

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache im Verlag für moderne Kunst Nürnberg.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kestnergesellschaft, Goseriede 11, Hannover

18.07.2014 - 09.11.2014
Fotoausstellung München . Sicher einen Höhepunkt im fotografischen Ausstellungsjahr hat das Museum Brandhorst zu bieten. Mit Richard Avedon zeigt sie einen der bedeutendsten Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gezeigt werden nicht seine berühmten Modebilder, sondern Porträts aber vor allem auch vier große fotografische Wandbilder. Bis 9.11.2014
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Richard Avedon. Wandbilder und Porträts
Fotoausstellung München . Sicher einen Höhepunkt im fotografischen Ausstellungsjahr hat das Museum Brandhorst zu bieten. Mit Richard Avedon zeigt sie einen der bedeutendsten Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gezeigt werden nicht seine berühmten Modebilder, sondern Porträts aber vor allem auch vier große fotografische Wandbilder. Bis 9.11.2014

 

Armin Zweite, Kurator der Ausstellung und Klaus Schrenk, Direktor der Bayerischen Staatsgemäldesammlung
bei der Pressekonverenz vor dem Richard Avedon Bild "Alain Ginsberg's Family"

 

Er war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Modefotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Richard Avedon, der vor zehn Jahren im Alter von 81 Jahren verstarb , arbeitete von 1945­-65 für »Harper’s Bazaar« und prägte mit seinen spannenden Inszenierungen die wichtigsten Modetrends dieser Zeit. 1966 wechselt er zu »Vogue« . Von 1980 an gestaltete er die jährlichen Werbekampagnen für Gianni Versace, ab 1985 arbeitete er für die französische Zeitschrift »Egoïste«, ab 1992 außerdem für »The New Yorker«. Dieser hinlänglich bekannten und in Ausstellungen häufig dokumentierten Bereich seiner Arbeit zeigt die Ausstellung des Museums Brandhorst nicht, sondern Porträts und drei überdimensionale Wandbilder.

 

 

 Richard Avedon: The Mission Council, Saigon, Südvietnam, 28. April 1971,
Silbergelatine-Abzug 1975, 303,5 x 990,9 cm Sammlung Udo und Anette Brandhorst

 

Politisch aufgeklärt und liberal eingestellt, begann er zwischen 1969 und 1971 vor dem Hintergrund der sozialen und politischen Unruhen und Veränderungen in den USA vier große fotografische Wandbilder zu schaffen, die in der Geschichte des Mediums von herausragender Bedeutung sind. Auf den zwischen sechseinhalb und zehn Meter breiten und zweieinhalb bis über drei Meter hohen Darstellungen sind die Gestalten teilweise überlebensgroß und in frontaler Position vor weißem Hintergrund nebeneinander aufgereiht. Es sind schattenlose Schwarzweißbilder von rigoroser Klarheit und einer extremen Sachlichkeit, die scheinbar die ästhetische Autonomie der Werke unterlaufen, so dass sie nicht sofort als Kunst wahrgenommen werden. Ihre eminente Wirkung resultiert vor allem aus der Intensität der unmittelbaren Konfrontation des Betrachters mit diesen Fotografien bzw. den dargestellten Personen

 

Richard Avedon: Bob Dylan, Sänger New York City, 10. Februar 1965,
Silbergelatine-Abzug 1965, 35,6 x 27,9 cm Sammlung Udo und Anette Brandhorst

 

Drei der vier Arbeiten, die Avedon realisiert hat, werden im Museum Brandhorst gezeigt. »Allen Ginsberg’s Family« (3. Mai 1970) zeigt den Wortführer der Beat­Generation und bedeutenden Dichter im Kreise seiner Familie. »Andy Warhol and members of the The Factory« (30. Oktober 1969) ist wegen der großen Werkkomplexe Warhols im Museum Brandhorst in München von besonderem Interesse. »The Mission Council« (28. April 1971) entstand während des Vietnamkriegs in Saigon und zeigt Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte und verschiedene Vertreter der Washingtoner Regierung. Aus Platzgründen musste bedauerlicherweise auf »The Chicago Seven« (5. November 1969) verzichtet werden. Hierbei handelt es sich um politisch links orientierte Intellektuelle, die 1968 gegen den Nationalkonvent der Demokraten demonstriert hatten. Sie wurden wegen vermeintlich verschwörerischer Aktivitäten und Gewalttaten festgenommen und angeklagt, wobei der Prozess wegen fadenscheiniger Begründungen der Staatsanwaltschaft und einem offensichtlich parteiischen Richter als juristische Farce Geschichte gemacht hat. Anders als in New York, wo die vier »murals« und weitere thematisch mit ihnen verbundene Werke im Sommer 2012 von der Gagosian Gallery gezeigt wurden, werden die Wandbilder im Museum Brandhorst durch drei andere Werkgruppen ergänzt. Es handelt sich dabei um eine Auswahl bewegender Porträts, die seit den 50er Jahren entstanden. Das breite Spektrum reicht von Francis Bacon und Brigitte Bardot bis Samuel Beckett, Truman Capote und Marcel Duchamp, schließt aber auch Bob Dylan und Marilyn Monroe sowie Buster Keaton und Ezra Pound ein. Der Physiker Robert Oppenheimer sowie der Gouverneur von Alabama, George Wallace, markieren gleichsam die Extreme des politischen Spektrums der Bürgerrechtskonflikte in den USA.

 

Eine weitere Werkgruppe umfasst 1963 entstandene Fotos aus einer psychiatrischen Klinik in Louisiana. Sie zeigen eine andere, dunkle Seite der Gesellschaft. Es sind teilweise Darstellungen von Menschen, die sich offenbar ihrer Situation und ihres Schicksals bewusst sind, aber auch solche, die sich in einer Art von Trance zu befinden scheinen als wären sie medikamentös ruhig gestellt worden.

 

Zwischen 1979 und 1984 bereiste Avedon im Auftrag des Amon Carter Museums von Fort Worth 17 westliche Staaten der USA und machte Aufnahmen von Bergarbeitern, Farmern, Fabrikarbeiten, Landstreichern und anderen, meist sozial degradierten Personen. Der Werkkomplex »In the American West« vergegenwärtigt den Niedergang der Öl­und Kohleförderung und anderer Wirtschaftszweige. Eine Auswahl der 152 x 120 cm großen Arbeiten ergänzt und verändert die Vorstellung von einem Künstler, der weit mehr war als ein der Werbung verpflichteter Modefotograf.

 

Museum Brandhorst, Theresienstraße 35, München

 

 

 

 

 

02.07.2014 - 20.09.2014
Fotoausstellung Wien . Das fotografische Log Buch einer spannenden Reise zeigt die Ausstellung Arrivals and Departures mit Bildern von Jacob aue Sobol, die entlang der Transsibirischen Eisenbahnlinie entstanden sind. Präsentiert werden sie in der Wiener Leica Galerie. Bis 20. September 2014
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Jacob aue Sobol - Arrivals and Departures
Fotoausstellung Wien . Das fotografische Log Buch einer spannenden Reise zeigt die Ausstellung Arrivals and Departures mit Bildern von Jacob aue Sobol, die entlang der Transsibirischen Eisenbahnlinie entstanden sind. Präsentiert werden sie in der Wiener Leica Galerie. Bis 20. September 2014
 
Jacob Aue Sobol, Ulan Bator, März 2012 © Jacob Aue Sobol / Magnum Photos
 
 
Vor zwei Jahren machte sich der dänische Magnum Fotograf Jacob Aue Sobol auf die Reise quer über den asiatischen Kontinent, von Moskau über Ulan Bator nach Peking.  Aufgezeichnet hat er seine Reiseimpressioneen mit der Leica M Monochrom, der ersten digitalen Schwarzweiß-Kamera. In spanenenden Bildern erzählt er von den Begegnungen mit den Menschen entlang der Transsibirischen Eisenbahnlinie. Dabei sind die Fotografien nie der flüchtige Bericht eines Durchreisenden, im Gegenteil: Sobols Porträts kennzeichnet eine fast schmerzhafte Intensität, die Intimität der Bilder lässt keinen Betrachter unbeteiligt zurück.
 
 
 
Jacob Aue Sobol, Peking 2012 © Jacob Aue Sobol Magnum Photos
 
 
„Mich hat es nie interessiert, etwas von der anderen Seite der Straße aus zu beobachten, genauso wenig, wie als Fotograf unsichtbar zu bleiben. Ich hoffe, das ist der Grund, warum niemand sich beim Betrachten meiner Bilder als Voyeur fühlt – man ist ein Teil von ihnen. Für mich ist das der Punkt, an dem die Bilder vom bloßen Zeigen zum Sein wechseln, wenn sie keine Geschichte mehr von ‚denen‘ erzählen, sondern von ‚uns‘.“

Jacob Aue Sobol wurde 1976 in Brøndby Strand, Dänemark geboren und lebt zurzeit in Kopenhagen. Nach seinem Studium an der Europäischen Filmhochschule entwickelte er an der Dänischen Schule für Dokumentar- und Kunstfotografie Fatamorgana seine charakteristische fotografische Handschrift. Sobols Serien entstehen zumeist fern seiner Kopenhagener Heimat, sein erstes Buchprojekt Sabine ist das Porträt einer Liebesbeziehung und berichtet von seinem dreijährigen Aufenthalt in Grönland, wo er mit der Familie seiner Freundin als Jäger und Fischer lebte. Mit Sabine wurde Sobol 2005 für den Deutsche Börse Fotografiepreis nominiert. Sobols Buch I, Tokyo, eine Auseinandersetzung mit seiner japanischen Wahlheimat zwischen 2006 und 2008, wurde 2008 mit dem Leica European Publishers Award ausgezeichnet. Mit einer Reportage über eine guatemaltekische Bauernfamilie gewann Sobol 2006 einen World Press Photo Award in der Kategorie Alltagsgeschichten. Seine Arbeiten werden weltweit ausgestellt, seit 2007 ist er Mitglied der Agentur Magnum Photos.
 
 
Jacob Aue Sobol, Moskau März 2012 © Jacob Aue Sobol /Magnum Photos
 


Die Fotografien der Serie Arrivals and Departures stehen zum Verkauf. Preise auf Anfrage.

Der Katalog zur Ausstellung Jacob Aue Sobol. Arrivals and Departures ist im Leica Store für 15 Euro erhältlich. Im
 
 
 
Leica Galeroe, Walfischgasse 1, Wien
 
27.06.2014 - 12.10.2014
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Interessant aber sicher auch amüsant ist die Ausstellung "Paparazzi! Fotografen, Stars und Künstler" in der Schirn Kunsthalle, die mit rund 600 Arbeiten und Dokumenten dem globalen Phänomen der Paparazzi-Fotografie nachspürt. Bis 12. Oktober 2014
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Paparazzi! Fotografen, Stars und Künstler
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Interessant aber sicher auch amüsant ist die Ausstellung "Paparazzi! Fotografen, Stars und Künstler" in der Schirn Kunsthalle, die mit rund 600 Arbeiten und Dokumenten dem globalen Phänomen der Paparazzi-Fotografie nachspürt. Bis 12. Oktober 2014

 

 

Paul Schmulbach, Marlon Brando und Ron Galella beim Benefizball der American Indians Development Association
im Waldorf Astoria Hotel, New York, 26. November 1974, Silbergelatineabzug
20,3 x 25,4 cm
© Ron Galella, Ltd

 

Der breühmte Regisseur Federico Fellini schuf 1960 in seinem berühmten Film „La Dolce Vita“ die Figur des „Paparazzo”.  Tälich gehen Paparazzi ihrem Handwerk nach: Heimlich verfolgen und belauern sie berühmte Persönlichkeiten ob Schauspieler, Musiker oder Politiker, mit dem Ziel, Ungeahntes, vermeintlich Geheimes und Privates exklusiv zu veröffentlichen. Veröffentlicht werden diese Aufnahmen vorwiegend in der Boulevardpresse, die dadurch zu einem der umsatzstärksten Bereiche im Pressesektor aufgestiegen ist.

 

 

Bruno Mouron, Kate Moss während der Fashion Week Paris, 1992
Silbergelatineabzug
20 x 30 cm
Courtesy Bruno Mouron/Agence Sphinx

 

In der umfassenden Ausstellung – organisiert vom Centre Pompidou-Metz in Kooperation mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt – wird das Phänomen Paparazzi nun erstmals auch eingehend kunstsoziologisch beleuchtet. Die Ausstellung geht der Spur eines modernen Mythos nach, stellt die Techniken und die Ästhetik der Paparazzi-Fotografie dar und hinterfragt die komplexen Beziehungen, die sich mitunter zwischen Star und Fotograf entwickeln. Mit rund 600 Arbeiten und Dokumenten wird ein ganz neuer Blick auf dieses globale Phänomen präsentiert.

 

 

Pascal Rostain, Mick Jagger und Jerry Hall im Pré Catelan, Paris, 19 juin 1980
Silbergelatineabzug 20 x 30 cm
Courtesy Pascal Rostain/Agence Sphinx

 

 

In der Ausstellung sind „Ikonen“ der Paparazzi-Fotografie, die rund um die Welt gegangen sind, ebenso zu sehen wie künstlerische Positionen, u. a. von Gerhard Richter, Cindy Sherman, Richard Avedon, Thomas Demand oder Andy Warhol,.

 

 

Schirn Kunsthalle, Römerburg, Frankfurt am Main

 

 

 

26.06.2014 - 28.01.2015
Fotoausstellung Hamburg . Bilder ihres Fotografen LoÏc Bréard stellt die Galerie Hilaneh von Kories in der Helios Endo Privatklinik vor. Der Fotograf hat mit seiner Bilderserie aus Ägypten ein interessantes Bild des Landes gezeichnet. Bis 28.1.2015
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LoÏc Bréard - Ägypten im Spiegel der Zeitlosigkeit
Fotoausstellung Hamburg . Bilder ihres Fotografen LoÏc Bréard stellt die Galerie Hilaneh von Kories in der Helios Endo Privatklinik vor. Der Fotograf hat mit seiner Bilderserie aus Ägypten ein interessantes Bild des Landes gezeichnet. Bis 28.1.2015


 

 Ägypten #15, Edfu, 2011

 

Nach dem Studium der Malerei und Bildhauerei an der Ecole Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris arbeitete Loïc Bréard, der in Nantes in der Bretagne geboren ist, als selbständiger Stylist für namhafte Fotografen wie Jeanloup Sieff, Guy Bourdin, Helmut Newton, Bill King, Albert Watson, Jacques Olivar, Paolo Roversi und Oliver Toscani.

1982 zog Bréard nach Hamburg und gründete die internationale Styling-Agentur Bigoudi.Seit 1998 widmet sich Loïc Bréard der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie in den Bereichen Portrait, Reportage, Landschaft und Architektur.

 

Ägypten #24, El Kharga, 2000


 

Ägypten #39, Esna, 2011

 

 

Seine Fotodokumentationen führten ihn unter anderem nach Südafrika (2000 – 2005), Südamerika (2006), El Rocío (Sevilla, Spanien, 2006), Semana Santa (Sevilla, Spanien, 2007) und Indien (2008)

Täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr

 

Helios Endo-Klinik, Holstenstraße 2, Haus 1, 8. Etage, Hamburg

21.06.2014 - 16.10.2014
Ausstellung Hannover . Hinter dem Titel der Ausstellung "The Little Brown Mushroom Ping-Pong Reading Room" steckt eine von Alec Soth und friends auf dem Platz vor dem Sprengel Museum Hannover installierte Mitmachaktion von der Tischtennisplatte bis zur kleinen Bibliothek. Natürlich werden auch Bilder des amerikanischen Fotokünstlers Alec Soth gezeigt. Bis 16.Oktober 2014
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Alec Soth & Friends
Ausstellung Hannover . Hinter dem Titel der Ausstellung "The Little Brown Mushroom Ping-Pong Reading Room" steckt eine von Alec Soth und friends auf dem Platz vor dem Sprengel Museum Hannover installierte Mitmachaktion von der Tischtennisplatte bis zur kleinen Bibliothek. Natürlich werden auch Bilder des amerikanischen Fotokünstlers Alec Soth gezeigt. Bis 16.Oktober 2014

Alec Soth, Little Brown Mashroom (LBM)-books, 2013 © Amec Soth / Magnum Foto

 

Er zählt zu einen der einflussreichsten Fotografen seiner Generation. Der amerikanische Fotokünstler Alec Soth wurde vor allem auch wegen seiner umfangreichen, meist mit einer Großformatkamera entstehenden Bildserien über den amerikanischen Mittleren Westen bekannz.
 
1969 geboren wuchs Alec Soth in Minnesota und absolvierte das renommierte Sarah Lawrence College, Yonkers, New York. Soth gelangt über eine Auseinandersetzung mit der Land Art und der Malerei zur Fotografie. Die Fotokunst von Soth beruht nicht allein auf fotografischer Recherche- und Forschungsarbeit und seiner Mitgliedschaft in der renommierten Bildagentur Magnum. Der von ihm betriebene Blog Litte Brown Mushroom und die gleichnamige Publikations- und Vertriebssplattform gelten als exemplarisch für ein erweitertes Verständnis des Mediums als Möglichkeit kommunikativen Handelns im Zeitalter des Internet. Sie dienen ihm zudem als eine Art Gegengewicht zu seinem Interesse an eremitischen Existenzen und der von ihm häufig als „beautiful loneliness in voyeurism“ thematisierten Einsamkeit des fotografischen Aktes.
 
Speziell für das Sprengel Museum Hannover richtet Alec Soth anlässlich des LUMIX-Festivals mit der Little Brown Mushroom Suitcase Show eine Lounge ein. Die großformatigen Arbeiten an den Wänden finden für die Besucher eine zweite, nach Hause zu tragende und dort nach eigenem Gutdünken zu installierende Form. Auch Tischtennis darf gespielt werden.

 

Sprengel Museum, Kurt-Schwitters-Platz, Hannover

20.06.2014 - 12.10.2014
Ausstellung München . Die Ausstellung im Münchner Haus der Kunst vereint unter anderem die neuesten, überwiegend großformatigen fotografischen Werkserien "Crowds and Riots", "Interiors" , "Midcentury Studio" , "Malabar People" und "Disco Angola". Bis 12-10.2014
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Stan Douglas: Mise en scène
Ausstellung München . Die Ausstellung im Münchner Haus der Kunst vereint unter anderem die neuesten, überwiegend großformatigen fotografischen Werkserien "Crowds and Riots", "Interiors" , "Midcentury Studio" , "Malabar People" und "Disco Angola". Bis 12-10.2014

Stan Douglas, Interiors, 2009-2010, Series of 4 color photographs, Tosi Foods Back, 2010
© Stan Douglas, courtesy the artist, David Zwirner, New York/London, and Victoria Miro, London

 

Derzeit steht Stan Douglas an einem ganz besonderen Moment seines künstlerischen Werdegangs: Seit 2008 produziert Stan Dpouglas großformatige fotografische Werkserien und in den jüngsten Werken sind Musik, Film, Theater, Fotografie sowie digitale Formate aufs engste verwoben, so dass sie gleichzeitig mehreren Medien zuzuordnen sind..

Die Ausstellung vereint  die neuesten, überwiegend großformatigen fotografischen Werkserien: "Crowds and Riots" (2008), "Interiors" (2009-2010), "Midcentury Studio" (2010-2011), "Malabar People" (2011) und "Disco Angola" (2012). Diese Fotografien inszenieren historische Momente, vorwiegend aus der Zeit vom Kriegsende bis Mitte der 1970er-Jahre: die Schwarzmarktkultur der Nachkriegszeit und den Übergang zu anderen Formen des Warenhandels, streikende Hafenarbeiter, Demonstrationen für die Redefreiheit sowie die Auseinandersetzung zwischen Hippies und Staatsmacht. Mit der Werkserie "Disco Angola", einer synchronen Betrachtung der Discokultur in New York und der spannungsgeladenen Atmosphäre in Angola, bindet Stan Douglas beide Kulturen in eine übergreifende Narration über Postkolonialismus ein.

"Midcentury Studio", 2010-2011

Nach dem Zweiten Weltkrieg widmeten sich u.a. ehemalige Soldaten der Fotografie, weil sie hofften, vom Fotojournalismus leben zu können. Ein bezeichnendes Beispiel hierfür war Raymond Munro. Stan Douglas schildert dessen Werdegang so: "ein Veteran der kanadischen Luftwaffe, der 1949 beschwipst und mit einer Schlüsselbeinfraktur in Vancouver auftauchte, um sich bei einer Lokalzeitung als Luftbildfotograf zu bewerben. Munro war kein ausgebildeter Fotograf, aber er war sich sicher, dass er ein Flugzeug mit einer Hand fliegen konnte; er bekam den Job." Im Archiv der Fotoagentur Black Star in der Universität Ryerson schaute sich Stan Douglas zahlreiche Bilder aus den Jahren 1945 bis 1950 an. Sie wurden von Autodidakten mit einer unhandlichen 4 x 5" Laufbodenkamera mit Blitz, die langsam zu laden und mühselig einzustellen war, aufgenommen. Die Motive waren Verbrechen, Unfälle, Straßenszenen, Tiere, Mondscheinkneipen, berühmte Leute -alles, was dem Fotografen Geld einbrachte. Für die 29-teilige Schwarzweißserie "Midcentury Studio" schlüpft Stan Douglas in die Rolle eines solchen Fotografen der Nachkriegszeit, der für praktische Zwecke fotografiert und "schlechte Fotos, aber manchmal ... interessante Bilder" macht. In "Camouflage, 1945", 2011 etwa soll die Beleuchtung das Modell eigentlich besser sichtbar machen, tatsächlich aber macht sie es völlig unsichtbar. Und "Athlete, 1946" ist das Porträt eines Sportlers, bei dem das Geschehen am Bildrand vom Thema ablenkt, weil der Moment des Abdrückens ungeschickt gewählt ist.

So sorgfältig Stan Douglas die historischen Ereignisse auch recherchiert und so aufwändig er sie inszeniert – die Fotografien sind dennoch frei von jedem Anspruch auf Geschichtstreue oder Deutungshoheit. Sie geben sich als Mutmaßungen und Fragmente zu erkennen, als eine im Konjunktiv II vorgetragene Erzählung. Stan Douglas wendet eine literarische Technik an: Nach Recherche der historischen Fakten erschafft der Autor eine fiktive Hauptfigur und erzählt aus auktorialer Perspektive, wie es gewesen sein könnte. Auch ein entsprechend konstruierter Roman vermittelt den Eindruck, dass Wissen Stückwerk ist, und Realität instabil.

"Disco Angola", 2012

Die 1974 und 1975 angesiedelte Serie von acht Farbfotografien kombiniert Situationen in Angola und New York. In dieser Zeit führte in Angola die Auseinandersetzung um Unabhängigkeit und Entkolonialisierung zum Bürgerkrieg. Diesmal schlüpft Stan Douglas in die Rolle eines Fotografen, der mit wenig Ausrüstung arbeitet, auf 35mm-Film, bereit schnell zu wechseln und schnell zu knipsen um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, das richtige Bild zu bekommen. "Irgendwie ist es ihm gelungen, das Vertrauen von einigen Rebellen zu gewinnen, die ihn mit wiederum anderen Leuten bekannt machen, die ihm dann die einheimischen Verhaltensregeln beibringen; die nicht zu kennen, wäre tödlich", sagt Stan Douglas über diesen fiktiven Abenteurer. Versklavte Afrikaner, die im 18. Jahrhundert von Luanda aus über die Mittelpassage verschifft wurden, hatten die afrikanisch-brasilianische Kampfkunst Capoeira in die Neue Welt gebracht. Mit "Disco Angola" stellt sich Stan Douglas vor, diese Kampfkunst sei in ihr Heimatland zurückgekehrt.

 

"Helen Lawrence", 2014

Die kinohafte Bühnenproduktion "Helen Lawrence" spielt in Vancouver im Jahr 1948 und zitiert die Ästhetik des Film Noir. Das Setting ist "eine heimtückische, wechselhafte Umgebung mit Polizisten, Rotlichtmilieu, Soldaten, Flüchtlingen, beschädigten Waren und geisterhaften Lovern, die im Treibsand Fuß zu fassen suchen" (Stan Douglas). Die Hauptfigur, Helen Lawrence, ist psychisch instabil und bleibt höchst ambivalent: Hat sie ihren Ehemann getötet, oder war der Mörder ein anderer?

"Helen Lawrence" verbindet Theater mit Film und computer­generierter Bildwelt. Die Schauspieler agieren gleichzeitig als Kameraleute, deren Abbild in übergroßen Projektionen präsent ist. "Helen Lawrence" hatte im März 2014 Weltpremiere am World Premiere Arts Club Theatre, Vancouver, und kommt als Gastspiel an die Münchner Kammerspiele.

 

 

Stan Douglas, Crowds and Riots, 2008, Series of 4 color photographs, Hastings Park, 16 July 1955
© Stan Douglas, courtesy the artist, David Zwirner, New York/London and Victoria Miro, London

 

 

 

Stan Douglas, Disco Angola, 2012, Series of 8 color photographs, Two Friends, 1975
© Stan Douglas, courtesy the artist, David Zwirner, New York/London, and Victoria Miro, London

 

 Haus der Kunst, Prinzregentenstraße, München

 

05.06.2014 - 16.11.2014
Fotoausstellung Berlin . Zum zehnjährigen Bestehen zeigt die Helmut Newton Stiftung großformatige Landschaftsaufnahmen und Aktbilder von Helmut Newton wie sie in der gleichen Kombination schon in der Eröffnungsausstellung zu sehen waren. Bis 16.11.2014
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Helmut Newton / Alice Springs: US and Them // Helmut Newton: Sex and Landscapes
Fotoausstellung Berlin . Zum zehnjährigen Bestehen zeigt die Helmut Newton Stiftung großformatige Landschaftsaufnahmen und Aktbilder von Helmut Newton wie sie in der gleichen Kombination schon in der Eröffnungsausstellung zu sehen waren. Bis 16.11.2014

 

Helmut Newton, Monica Belluci, Monte Carlo 2001 © Helmut Newton Estate

 

Als Eröffnungsausstellung bestimmte Helmut Newton damals, kurz vor seinem Tod, „Us and Them“ und „Sex and Landscapes“. Nun, zum Jubiläum zehn Jahre später, wählt die Stiftungspräsidentin June Newton (alias Alice Springs) die gleiche Kombination.

 

Alice Springs Helmut Newton, Monte Carlo 1987 © Alice Springs

 

„Us and Them“ ist ein gemeinsames Ausstellungs-und Buchprojekt. Als eine Art fotografisches Tagebuch ihres Zusammenlebens und beinhaltet gegenseitige, teilweise intime Porträts und Selbstporträts sowie Aufnahmen von Schauspielern, Künstlern und anderen Prominenten der Zeit. Die Bildnisse dieser Protagonisten eines internationalen Jet-Sets der 1980er und 1990er Jahre, aufgenommen von Helmut und June Newton bei unterschiedlichen Porträtsitzungen, werden als Bildpaare unmittelbar nebeneinander präsentiert. Jedes dieser Porträts erzählt eine komplexe Geschichte, und die Protagonisten begegnen uns hier mal als private und mal als öffentliche Person respektive mit zwei unterschiedlichen emotionalen Facetten.

 

Helmut Newton, In our kitchen, Rue Aubriot, Paris 1072 © Helmut Newton Estate


Die Ausstellung „Sex and Landscapes“ vereint großformatige Landschaftsaufnahmen und Akte in Schwarz-Weiß und Farbe, entstanden zwischen 1974 und 2001. Das Ausstellungsprojekt beinhaltet wolkenverhangene Seestücke und sich brechende Wellen vor Monte Carlo, neobarocke Madonnenfiguren in italienischen Kleinstädten oder den Berliner Grunewaldsee, verwoben mit Glamour und mitunter provokanten Inszenierungen sexueller Obsessionen in weiblicher Besetzung.

 

Alice Springs, Chateau Marmont, Hollywood, 1991 © Alice Springs

 

Parallel zu dieser Doppelausstellung werden in „June’s Room“ großformatige Collagen von Helmut Newton präsentiert; einige waren bereits im Jahr 2000 Bestandteil von Newtons Retrospektive in der Neuen Nationalgalerie.

 

Helmut Newton Stiftung, Jebensstraße 2, Berlin

 

 

26.05.2014 - 18.01.2015
Fotoausstellung Essen Über 200 ausgewählten Fotografien von Chargesheimer sind in der Ausstellung im Ruhr Museum sechs Themen zugeordnet: „Ruhrgebietslandschaft“, die „Stadt“, die „Arbeit“, das „Wohnen“ und die „Freizeit“ und vor allem die „Menschen“, die Chargesheimer am meisten interessierten. Bis 18.1.2015
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Chargesheimer. Die Entdeckung des Ruhrgebiets
Fotoausstellung Essen Über 200 ausgewählten Fotografien von Chargesheimer sind in der Ausstellung im Ruhr Museum sechs Themen zugeordnet: „Ruhrgebietslandschaft“, die „Stadt“, die „Arbeit“, das „Wohnen“ und die „Freizeit“ und vor allem die „Menschen“, die Chargesheimer am meisten interessierten. Bis 18.1.2015

 

 

Als der Schriftsteller Heinrich Böll und der Fotograf Chargesheimer 1957 für ihr Buch „Im Ruhrgebiet“ die Region bereisten, befand sich das Ruhrgebiet auf dem Höhepunkt der industriellen Produktion. So beschreiben der Text von Heinrich Böll und vor allem die Fotografien von Chargesheimer das typische Ruhrgebiet der späten 1950er Jahre: einen industriellen Ballungsraum, der völlig von Kohle und Stahl geprägt ist. Sie zeigen die Zerstörung der Landschaft, die Gesichts-losigkeit der Städte, die Dominanz der schweren Männerarbeit, aber sie zeigen auch schon den beginnenden Strukturwandel: die Freizeit und die Unterhaltung, den modernen Konsum und den beginnenden Autoverkehr, vor allem aber die Menschen in ihrer alltäglichen Umge-bung, ihrer zur „Heimat“ gewordenen Industrieregion.

 

 

Der Band „Im Ruhrgebiet“ ist seit Jahren vergriffen und noch nie sind ausschließlich die Ruhrgebietsfotografien Chargesheimers ausgestellt worden. Vor allem aber sind noch nie jene Bilder gezeigt worden, die 1957 in Vorbereitung für den Bildband gemacht, seinerzeit aber nicht für das Buch ausgewählt wurden. Insgesamt liegen über 1.500 Negati-ve im Rheinischen Bildarchiv, die in diesem Zusammenhang entstan-den sind. Die Ausstellung „Chargesheimer. Die Entdeckung des Ruhr-gebiets“ zeigt über 150 dieser bisher unveröffentlichten und etwa 50 der im Bildband erschienenen Fotografien.

 

 

„Im Ruhrgebiet“ erschien im Herbst 1958 als großformatiger, für die Zeit fast überdimensionierter Bildband, der eindeutig den Schwer-punkt auf die Fotos von Chargesheimer legte. Die radikale Subjektivi-tät und Intensität des Buches entfachten eine Kontroverse, die viel über die Identität und den Kampf um die Deutungshoheit über das Bild der Region verrät. Außerhalb des Ruhrgebiets erfuhr das Buch höchs-tes Lob, während im Ruhrgebiet ein Sturm der Entrüstung losbrach. Bereits im darauffolgenden Jahr brachte der Siedlungsverband Ruhr-kohlenbezirk den ebenfalls aufwendig gestalteten Band „Ruhrgebiet – Porträt ohne Pathos“ heraus und in der Folge erschien eine Flut von Bildbänden und Fotobüchern, die bis heute nicht abgeebbt ist. Man kann sagen: Mit Bölls und Chargsheimers Band wurde das Ruhrgebiet als Thema für fotografische Reportagen populär. Die Ausstellung zeigt die wichtigsten Fotobücher dieser fast sechzig Jahre – insgesamt ca. 200 – und stellt sie den Fotografien Chargesheimers gegenüber, so dass eine Bildgeschichte des Ruhrgebiets entsteht.

 

 

Zur Ausstellung erscheint im Verlag der Buchhandlung Walther König ein umfangreicher, 340 Seiten starker Katalog, der alle Fotografien der Ausstellung und die wichtigsten Fotobücher der letzten sechzig Jahre präsentiert. Aufsätze von Stefanie Grebe, Heinrich Theodor Grütter, Dieter Nellen, Andreas Rossmann und Sigrid Schneider inter-pretieren die Fotografien von Chargesheimer und das begleitende Es-say von Heinrich Böll, die Kontroverse, die das Buch hervorgerufen hat, die Geschichte der Bildbände und Fotobände, die in der Folge ent-standen sind und den damit verbundenen Wandel des öffentlichen Bildes des Ruhrgebiets.

 

Ruhr Museum, UNECO Welterbe Zollverein, Essen

 

 

13.04.2014 - 09.11.2014
Fotoausstellung Völklingen . Der Fall der Berliner Mauer ist 25 Jahre her. Aus diesem Anlass präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte Fotografien von Helmut R. Schulze, der wichtige Momente rund um dieses Ereignis festgehalten hat. 40 Schlüsselbilder dokumentieren in der Ausstellung die Deutsche Wiedervereinigung.
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25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung
Fotoausstellung Völklingen . Der Fall der Berliner Mauer ist 25 Jahre her. Aus diesem Anlass präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte Fotografien von Helmut R. Schulze, der wichtige Momente rund um dieses Ereignis festgehalten hat. 40 Schlüsselbilder dokumentieren in der Ausstellung die Deutsche Wiedervereinigung.

Fall der Mauer 9. und 10. November 1989: 25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung, Weltkulturerbe Völklinger Hütte
 © Helmut R. Schulze



Helmut R. Schulze gehört zu den namhaften Fotojournalisten in Deutschland und begleitete über viele Jahre politische Persönlichkeiten wie Bundeskanzler Helmut Kohl, Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Als Fotojournalist war er hautnah dabei, als die Frage der Deutschen Einheit entschieden wurde. Die Ausstellung in der Möllerhalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte zeigt die 40 Schlüsselbilder von Helmut R. Schulze zur Deutschen Wiedervereinigung.
 

"Mit dem Fall der Mauer und der Deutschen Wiedervereinigung wurde die größte Sehnsuchtsfantasie der Deutschen Wirklichkeit. Die Ausstellung "25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte bietet die Gelegenheit, die emotionale Ausnahmesituation des Jahres 1989/90 noch einmal zu erleben. Und sie ist ein Bildungsangebot für junge Menschen, die diese Zeit selbst nicht erlebt haben" sagt Meinrad Maria Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.

 

 

 

Bundeskanzler Helmut Kohl in Dresden, 19. Dezember 1989. Volkspolizisten schirmen vor dem Kongresszentrum die Ankunft des Bundeskanzlers ab. Ein Kind zeigt das Victory-Zeichen © Helmut R. Schulze

 

Der Fall der Berliner Mauer markiert im Nachhinein den Beginn der Deutschen Einheit. Damals aber war die "Deutsche Frage" noch völlig offen. In den turbulenten Ereignissen des Jahres 1989/1990 und in einer spezifischen außenpolitischen Konstellation kam Politikern wie Helmut Kohl oder Hans-Dietrich Genscher eine enorme Bedeutung zu. Und es ist nicht zuletzt ihrem beherzten Vorgehen geschuldet, dass die zuvor für nahezu unmöglich gehaltene Deutsche Einheit tatsächlich Wirklichkeit wurde. Die Fotografien von Helmut R. Schulze zeigen aus nächster Nähe den politischen Weg zur Deutschen Einheit. In seinen Fotoarbeiten verdichten sich weltpolitische Ereignisse zu prägnanten Momentaufnahmen.

Die Fotos in der Möllerhalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte zeigen die entscheidenden politischen Ereignisse auf dem Weg zur Deutschen Einheit. Sie geben exklusive Einsichten in das politische Leben von Hans-Dietrich Genscher, Richard von Weizsäcker und Helmut Kohl. Und sie bieten charakteristische, aber auch ungewöhnliche Ansichten von der Zeit des Kalten Krieges bis zur Vollendung der Deutschen Einheit.

 

25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung, Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Richard von Weizsäcker vor der Berliner Mauer und dem Brandenburger Tor, Juni 1989 © Helmut R. Schulze



Zu sehen sind historische Ereignisse wie die Öffnung des Brandenburger Tores im Dezember 1989 oder Helmut Kohls Rede vor der Dresdner Frauenkirche, nach der nicht mehr "Wir sind das Volk!", sondern "Wir sind ein Volk!" die wichtigste Losung der Stunde war. Helmut R. Schulze Fotos lassen uns zum Zeugen des ersten Treffens zwischen Hans-Dietrich Genscher und Michail Gorbatschow werden. Sie erlauben uns aber auch einen Blick in das Wohnzimmer von Eduard Schewardnadse und zeigen beispielsweise, wie Außenminister Genscher und Bundeskanzler Kohl die prinzipielle Zusage Gorbatschows zur Deutschen Wiedervereinigung im Flugzeug mit Journalisten, Crew und Begleitern feiern.

Charakteristisch sind vor allem die Fotos aus der Zeit des Kalten Krieges – mit der Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor. In Erinnerung bleiben die im wahrsten Sinne des Wortes "kühle" Atmosphäre während eines Besuchs von Helmut Schmidt in der DDR und die russischen Kriegsveteranen auf dem Roten Platz. Am Ende liegt eine Lenin-Statue zerbrochen auf dem Boden und Dresdner Kinder zeigen das Victory-Zeichen.

Helmut R. Schulze hat mehrere Fotobücher zu Richard von Weizsäcker, Hans-Dietrich Genscher und Helmut Kohl veröffentlicht. Zu seinen Projekten zählt auch ein Fotobuch zu Hannelore Kohl und mehrere Foto-Ausstellungen zu Afghanistan, u.a. im Deutschen Historischen Museum Berlin. Helmut R. Schulzes Leitgedanke, den er bei seiner Arbeit als Fotojournalist und Fotograf verfolgt, gilt auch für die Ausstellung "25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte: "Es sind Bilder, die uns die Welt erklären".

"25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" ist nach "Staatsgeschenke – 60 Jahre Deutschland" die zweite im Weltkulturerbe Völklinger Hütte kuratierte Ausstellung zur jüngeren Deutschen Geschichte. 2010 war im Weltkulturerbe Völklinger Hütte außerdem die Ausstellung "Feind ist, wer anders denkt" der Bundesbehörde für Stasi-Unterlagen zur SED-Diktatur zu sehen. 2009 feierte der Bundesrat im Weltkulturerbe Völklinger Hütte sein 60-jähriges Bestehen.

Die Ausstellung "25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte steht unter der Schirmherrschaft des langjährigen Außenministers der Bundesrepublik Deutschland, Hans-Dietrich Genscher.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch zum Preis von 14,50 Euro.
Die Katalogbücher zu den Ausstellungen "Staatsgeschenke" und "25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" bietet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zusammen zum Sonderpreis von 20 Euro an.

 

Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Völklingen

11.04.2014 - 30.12.2014
Ausstellung Oberhausen Die Vielfalt der Schönheit in der Kunst zeigt die Ausstellung „Der schöne Schein“ im Gasometer Oberhausen. Ein künstlerischer Höhepunkt ist die Installation „320° Licht“ der Bremer Künstlergruppe Urbanscreen. Mit 20.000 Quadratmetern ist sie eine der größten und technisch anspruchsvollsten Innenraumprojektionen weltweit. Realisiert wird die Projektion mit 21 Epson Installationsprojektoren.
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Der schöne Schein
Ausstellung Oberhausen Die Vielfalt der Schönheit in der Kunst zeigt die Ausstellung „Der schöne Schein“ im Gasometer Oberhausen. Ein künstlerischer Höhepunkt ist die Installation „320° Licht“ der Bremer Künstlergruppe Urbanscreen. Mit 20.000 Quadratmetern ist sie eine der größten und technisch anspruchsvollsten Innenraumprojektionen weltweit. Realisiert wird die Projektion mit 21 Epson Installationsprojektoren.

Auf Christo folgt Urbanscreen. Die Installation "320° Licht" ist künstlerischer Höhepunkt der Ausstellung
Bild: Sven Siebenmorgen

 

Die Schönheit kennt viele Gesichter. Sie zeigt sich uns in der zeitlosen Schlichtheit der Nofretete ebenso wie im unergründlichen Lächeln der Mona Lisa. Sie liegt in den ruhigen Landschaften Caspar David Friedrichs, aber auch in Hokusais kraftvoller großer Welle, die sogar den Berg Fuji unter sich zu begraben scheint. Schönheit kann einfach sein und strahlend. Elegant und verführerisch. Prachtvoll und verspielt. Sie kann aber auch dunkel sein, geheimnisvoll und verstörend. Künstler aller Epochen haben diese Vielfalt der Schönheit in ihren Bildern und Skulpturen sichtbar gemacht, und so spiegelt sich in den größten Werken der Kunstgeschichte immer auch die Suche nach der Schönheit.

 

Eine der anspruchsvollsten Innenraumprojekionen realisert "320° Licht" mit 21 Epson Installationsprojektoren.
Bild Wolfgang Volz

 

Ein multimediales Raumerlebnis ist die Installation "320° Licht" im Luftraum des Gasometers  der Bremer Künsltergruppe Urbanscreen, die ein faszinierendes Spiel mit Formen und Licht bietet. In einem Radius von 320 Grad wachsen und verändern sich auf der 100 Meter hohen Innenwand des Gasometers grafische Muster. "320° Licht" wird mit der Projektionstechnik von Epson realisiert.

37 Wochen, über 230 Tage und mehr als acht Stunden pro Tag sind die Installationsprojektoren von Epson im Gasometer im Einsatz. Sieben Projektorentürme mit jeweils drei 10.000 Lumen-Projektoren (Epson EB-Z10005) sind im Innenraum des Gasometer aufgebaut. Sie werden die über 100 Meter hohen Innenwände illuminieren.

"Das Projekt im Gasometer ist einzigartig und auch für uns als Weltmarktführer im Projektorenbereich außergewöhnlich. Es sind diese Projekte, die in ihren Extremen zeigen, was Technik kann: herausragende Inhalte zum Leben erwecken“, sagt Henning Ohlsson, Geschäftsführer der Epson Deutschland GmbH. „Die künstlerischen Arbeiten von Urbanscreen haben international für Aufsehen gesorgt. Wir sind überzeugt, dass die Installation im Gasometer Oberhausen weltweit Beachtung finden wird.“

 

Epson EB-Z10005

 

"Der schöne Schein" ist eine Ausstellung der Gasometer Oberhausen GmbH unter der Gesamtleitung von Jeanette Schmitz.

Die Künstlergruppe Urbanscren wurde international bekannt durch die spektakulären Illuminationen des Opernhauses in Sydney (Australien), der Rice-University in Houston (USA) und die Light-Sound-Kompositionen auf der Kunsthalle Hamburg, dem Kunstquartier Wien und dem Bauhaus Dessau.

 

 

Gasometer, Arenastraße 11, Oberhausen

 

 

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