Fotoausstellungen

07.05.2015 - 12.06.2015
Fotoausstellung Hamburg . Zum Staunen und Lachen sind die faszinierenden kleinen Wunderwelten die der Fotograf Frank Kunert in minutiöser Kleinarbeit baut und dann fotografiert. Die FREELENS Galerie stellt das Wunderland vor.
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Frank Kunert – Wunderland
Fotoausstellung Hamburg . Zum Staunen und Lachen sind die faszinierenden kleinen Wunderwelten die der Fotograf Frank Kunert in minutiöser Kleinarbeit baut und dann fotografiert. Die FREELENS Galerie stellt das Wunderland vor.

Frank Kunert: Traum vom Glück

 

 
Man kommt aus dem Wundern nicht heraus – im Wunderland von Frank Kunert! Den Betrachter erwartet eine seltsame Wirklichkeit. Frank Kunerts Fotos sind irritierend und witzig. Zuweilen bleibt einem das Lachen im Halse stecken: Balkons, die keinen Zugang haben; Sprungbretter auf Dächern; ein schummriger Straßentunnel, der in einer Kneipe mündet; hypermoderne Wohnhausarchitektur, die sich gnadenlos über eine triste, verschrammte Reihenhausanlage schiebt. Ein Museum zeitgenössischer Kunst, das zum Besuch einlädt. Aber wie das Foyer betreten, wenn die Eingangsstufen erst in unerreichbarer Höhe beginnen? (Bau-)Skandal! Irgendwas stimmt hier ganz und gar nicht!

 

Frank Kunert: Aussentoilette

 

Frank Kunert: Büroschlaf



Tatsächlich – die vorgeführte Wirklichkeit ist eine, die in dieser Weise nicht existiert. Erst bei genauem Hinsehen wird deutlich: es handelt sich hier um Modelle, die der Fotograf in minutiöser Kleinarbeit erbaut und in denen er seine Erfahrungen mit gebauter Umwelt auf die Spitze treibt. Am Ende übersetzt er die dreidimensionalen Illusionen mit der Großformatkamera in fotografische Bilder.

In der die Menschen umgebenden Architektur manifestiert sich am deutlichsten deren Lebensweise. Architektur ist eine Ausdrucksform menschlicher Entwicklungen, Hoffnungen, Visionen – aber nicht selten scheitert die Umsetzung im Alltag grandios und treibt seltsame Blüten. Gefundenes Fressen für den Fotografen – in seinen Arbeiten gibt Frank Kunert den Auswüchsen zivilisierten Lebens tiefgründigen Ausdruck.

 

Frank Kunert: Menue a deux



Frank Kunert (Jahrgang 1963), selbständiger Fotograf, begann ab Mitte der 90er Jahre verstärkt mit dem Gestalten und Fotografieren seiner kleinen Welten. Damit hat er zahlreiche Preise gewonnen. Seine Arbeiten sind in vielen Einzelausstellungen im In- und Ausland gezeigt worden. Im Verlag Hatje Cantz sind die Bestseller-Fotobücher »Verkehrte Welt« und »Wunderland« erschienen. Die Ausstellung in der FREELENS Galerie findet im Rahmen des 8. Hamburger Architektur Sommers 2015 statt.

 

FREELENS Galerie, Steinhöft 5, Hamburg

 

 

06.05.2015 - 23.08.2015
Ausstellung Berlin . Am 31. Mai 2015 wäre einer der bedeutendsten deutschen Regisseure Rainer Werner Fassbinder 70 Jahre alt geworden. Anlass genug ihm eine Ausstellung zu widmen. Das Deutsche Filmmuseum Frankfurt am Main setzt sich im Martin-Gropius-Bau Berlin in neun Räumen mit dem Werk Fassbinder auseinander. Von 6.5. bis 23.8.2015
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Fassbinder - Jetzt
Ausstellung Berlin . Am 31. Mai 2015 wäre einer der bedeutendsten deutschen Regisseure Rainer Werner Fassbinder 70 Jahre alt geworden. Anlass genug ihm eine Ausstellung zu widmen. Das Deutsche Filmmuseum Frankfurt am Main setzt sich im Martin-Gropius-Bau Berlin in neun Räumen mit dem Werk Fassbinder auseinander. Von 6.5. bis 23.8.2015

"Warnung vor einer heiligen Nutte" DE 1970/1971 Michael Ballhaus, Rainer Werner Fassbinder (v.l.n.r.) (Dreharbeiten) © Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main, Sammlung Peter Gauhe Foto: Peter Gauhe

 

Neben der Arbeitsweise des Filmemachers veranschaulicht die Ausstellung Fassbinders Einfluss auf die zeitgenössische Kunstproduktion. Die Ausstellung nimmt damit eine doppelte Perspektive ein: historisch und gegenwartsbezogen. Sie spürt die ästhetischen, politischen und medialen Zusammenhänge auf, die unsere Gegenwart von Fassbinders Zeit distanzieren und zugleich mit ihr verbinden.

Die Präsentation beginnt mit einer Gegenüberstellung: Schlagzeilen und Texte spiegeln die damalige Rezeption der Persona Fassbinder und seines Werks in der Öffentlichkeit wider. Auf neun Monitoren mit Ausschnitten aus Fernsehinterviews, erläutert Fassbinder sein Filmverständnis – und verdeutlicht implizit auch die Methoden seiner Selbstinszenierung.

 

Rainer Werner Fassbinder und El Hedi ben Salem am Set von "Händler der Vier Jahreszeiten" 1971
© DIF Frankfurt Foto Peter Gauhe

 

Diesem öffentlichen Image Fassbinders wird im ersten Teil der Ausstellung ein anderes gegenübergestellt: Originaldokumente und persönliche Gegenstände aus seinem Nachlass ermöglichen detaillierte Einblicke in das Lebensumfeld und in die Projekte des Regisseurs. Notizen, Briefe, Kalkulationen, Skripte, Drehbücher und -pläne legen Fassbinders Arbeitsweise sowie seine persönliche Haltung dar und verdeutlichen sein strategisches und strukturiertes Vorgehen. Eine Bildschau zeigt den Regisseur hochkonzentriert bei der Inszenierungsarbeit mit seinem Team. An Medienstationen mit digitalisierten Dokumenten, wie beispielsweise vollständigen Drehbuchmanuskripten, kann man virtuell durch das Arbeitsarchiv Fassbinders blättern oder das Diktat zu seinem Opus Magnum „Berlin Alexanderplatz“ (1979/80) anhören. Ergänzend wird das Augenmerk auf die Arbeit Fassbinders mit der Kostümbildnerin Barbara Baum gelegt. Neben ihren Kostümen, wie dem spektakulären Silberlamé-Kleid, das Hanna Schygulla in „Lili Marleen“ (1980) trägt, und den Matrosen-Uniformen aus „Querelle“ (1982), werden Skizzen aus ihrem Privatbesitz präsentiert.

Der zweite Teil der Ausstellung veranschaulicht die durchgängigen Themen und ästhetischen Mittel in Fassbinders Filmen und stellt sie Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern gegenüber, die sich direkt oder indirekt auf diese beziehen. So sind auf einer frei im Raum schwebenden Leinwand Filmausschnitte mit Fassbinders 360°-Kameradrehungen zu sehen, darunter auch die berühmte Szene aus „Martha“ (1973). Es folgt Runa Islams Videoinstallation „Tuin“ (1998), in welcher sie diese Kameradrehung zitiert.

 

Fontane Effie Briest, 1972-74, Arbeitsfoto Hanna Schygulle und Kostümbildnerin Barbara Baum
© Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main Foto: Peter Gauhe

 

 

Ausschnitte aus Fassbinders Filmen verdeutlichen die wichtigsten Themen seiner Werke und zeigen die stilistischen Mittel, wie Licht, Rahmung und Blickführung, die seine Filme prägen.  Ästhetische Strategien, Themen und Motive aus Fassbinders Filmen haben auch Jeroen de Rijke / Willem de Rooij, Tom Geens, Maryam Jafri, Ming Wong sowie der kanadische Fotograf Jeff Wall in ihren Arbeiten aufgegriffen. Die Künstler verbinden diese mit ihrer eigenen Haltung. Ihre Arbeiten eröffnen eine neue Sichtweise auf Fassbinders Werk, sie legen dar, welche Aspekte heute von besonderer Relevanz sind und demonstrieren übergeordnet, wie das Kino aktuelle künstlerische Medien prägt. Umgekehrt liefern die Videoarbeiten Interpretationsimpulse für die heutige Fassbinder-Rezeption.

Rainer Werner Fassbinder, der am 31. Mai 1945 im bayerischen Bad Wörishofen geboren wurde,  hat in seinen 16 produktiven Jahren 44 Filme geschaffen. Als er am 10. Juni 1982 mit gerade einmal 37 Jahren in München starb, begann auch schon die Legendenbildung um diesen Ausnahmeregisseur des deutschen Nachkriegskinos.  1986 wurde die Rainer Werner Fassbinder Foundation gegründet, die das Werk verwaltet und alle Rechte an Fassbinders Nachlass hat.

Das Projekt findet in Kooperation mit der Rainer Werner Fassbinder Foundation, Berlin statt und wird durch den Hauptstadtkulturfonds gefördert.

 

Martin Gropius Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin

 

 

30.04.2015 - 27.06.2015
Ausstellung Köln Die Galerie Priska Pasquer stellt von Rudolf Bonvie Fotoarbeiten, Polaroids, Zeichnungen und Keramiken aus den 70er- und 80er-Jahren vor. Bereits damals hat sich der Künstler mit Themen auseinandergesetzt, die heute immer mehr unseren Alltag bestimmen, wie der zunehmende Narzissmus oder die Angst vor der nuklearen Katastrophe. Bis 27.6.2015
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Rudolf Bonvie
Ausstellung Köln Die Galerie Priska Pasquer stellt von Rudolf Bonvie Fotoarbeiten, Polaroids, Zeichnungen und Keramiken aus den 70er- und 80er-Jahren vor. Bereits damals hat sich der Künstler mit Themen auseinandergesetzt, die heute immer mehr unseren Alltag bestimmen, wie der zunehmende Narzissmus oder die Angst vor der nuklearen Katastrophe. Bis 27.6.2015

Rudolf Bonvie | 14 Personen - 25 Narzissen | 1976 | detail | 14 photographs

 

 
Rudolf Bonvie, geboren 1947, gilt als einer der ersten Medienkünstler Deutschlands, der in vielen seiner Werke die Funktion und Wirkung von Kommunikation durch Bilder thematisiert. In seinem vielgestaltigen Œuvre verbindet er gesellschaftliche und fototheoretische Fragestellungen. Im Zentrum seiner kritischen Beobachtung stehen vor allem drei Themenkomplexe: Der zunehmende Narzissmus in unserer Gesellschaft, die überbordende Bilderflut und die drohende Gefahr von Nuklearkatastrophen.
 
Nachdem die Galerie Priska Pasquer im vergangenen Jahr Bonvies jüngste Werkgruppe - über Tumblr generierte digitale Collagen - vorgestellt hat, lenkt sie nun den Blick zurück auf die Arbeiten der 70er- und 80er-Jahre. Die ausgewählten Fotografien, Montagen, Zeichnungen und Fotoarbeiten machen den durchweg medienkritischen Ansatz des Künstlers nachvollziehbar und veranschaulichen die analytische Stringenz, die sein Werk von Beginn an kennzeichnet. Und: Sie sind von beklemmender Aktualität.

 

Narzissmus

 
Eines der zentralen Themen von  Rudolf Bonvie ist die Frage, wie die reproduktiven Medien in den gesellschaftlichen Raum hineinwirken und unser Bild vom Menschen bestimmen. 1977 veröffentlichte er die Fotoserie „14 Personen – 25 Narzissen“, Brustbilder nackter junger Männer, die einen Strauß Blumen im Arm halten. Als Gegenstücke zur Reihe Bodybuilder-Serie „Kraft“ konzipiert, stellen die ungewöhnlichen Aufnahmen gängige Rollenklischees in Frage. Beide Bildfolgen sind zugleich auch frühe Kritiken an dem zunehmenden Selbstbezogenheitstrend in unserer Gesellschaft. Aufgegriffen hat BONVIE in diesem Zusammenhang auch den berühmten Ausspruch Madame de Pompadours „Après nous le déluge“ („Nach uns die Sintflut“). Heute, fast 40 Jahre nach dem Entstehen dieser Arbeiten, hat der ich bezogene Selbstoptimierungswahn ein damals unvorstellbares Ausmaß erreicht. Und der egoman-verächtliche Satz der berühmten Maitresse - übrigens eine Meisterin der Selbstinszenierung – bringt die Lebenseinstellung eines großen Teils unserer Gesellschaft auf den Punkt.

 

Bilderflut

 
Bereits vor über 30 Jahren denunzierte  Rudolf Bonvie die unablässige Bildersucht, das ständige „Knipsen“, wie man es damals nannte. In seiner 1980 entstandenen Serie „Die fotografische Jagd ist eröffnet“ (La chasse photographique est ouverte) kritisiert er die Sensationsgier eines Fotojournalismus, bei dem die Kamera zur Schusswaffe wird. In den folgenden Jahren entwickelte BONVIE das Thema der Typisierung und Reduktion, der Verfremdung und Entindividualisierung des Menschenbildes weiter fort. Nicht nur in seinen Zeichnungen, auch in seinen Fotoarbeiten tauchen gesichtslose Figuren auf, schablonenhafte Gestalten, die an die Figurinen eines Oskar Schlemmer erinnern. Exemplarisch für diese ist die große Fotoarbeit „Piktogramm“, die der Künstler 1984 auf der Basis einer Videoaufnahme entwickelte. Das hinter einer Rasterung aufscheinende Bildzeichen ist Sinnbild für die radikale Reduktion, die das Menschenbild durch die reproduktiven Medien Fotografie und Video erfahren hat.

 

 

 Rudolf Bonvie | Piktogramm | 1984 | photowork

 

Nuklearkatastrophe

 
Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 war ein historisches Ereignis, dem  Rudolf Bonvie einige seiner wichtigsten Arbeiten gewidmet hat. Er begriff sofort, dass es sich hier um einen Vorfall handelte, dessen Ausmaß und Bedeutung mit den Mitteln konventioneller (Bild-)Berichterstattung nicht zu erfassen waren. Die Serie „Rhapsodie nucléaire“ basiert auf Fotografien von Atomkraftwerken, die jedoch stark verfremdet wurden. Die Gebäude erscheinen bezuglos, abstrahiert und verflacht, fast unwirklich – und dabei in ihrer Zeichenhaftigkeit zugleich von objektiver, rationaler Identifizierbarkeit. „Die Stärke dieser Bilder liegt in ihrer Unangemessenheit gegenüber der unvorstellbaren, unfasslichen Wirklichkeit.“ (Erich Franz).
 
Während er in seinen Fotoarbeiten versuchte, die permanente Bedrohung durch die Kernenergie abzubilden, setzte sich Bonvie zugleich auch mit der medialen Resonanz der Katastrophe in den Printmedien auseinander. Vom 30. April bis zum 1. Juni 1986 sammelte er alle Zeitungsberichte des Kölner Stadt-Anzeigers über den Atomunfall und montierte sie chronologisch und spaltenweise zu einem dreiteiligen Bild-Diagramm. Diese visuelle Inszenierung verfremdet das vorgefundene sprachliche Nachrichtenmaterial und entlarvt zugleich die Sprachlosigkeit, die sich hinter der vermeintlichen Lesbarkeit verbirgt: Die Erinnerungsarbeit ist ein Monument des plötzlichen Entsetzens und schnellen Vergessens. In einem kleinen Buch hat BONVIE die Texte jetzt noch einmal zum Nachlesen zusammengestellt.
 
Einen Widerhall fand der Werkzyklus „Rhapsodie nucléaire“ zehn Jahre später in einem außergewöhnlichen Projekt. Anlässlich des 10. Jahrestages des Reaktorunglücks von Tschernobyl entwarf  Rudolf Bonvie ein Essservice mit dem Namen „Über die Schönheit des Atomkraftwerks“. Das Keramikset besteht aus Kaffeeschale, Unterteller, Dessertteller, großem Speiseteller und Aschenbecher. Alle Stücke sind mit einem handgemalten Dekor aus stilisierten Atomkraftwerken versehen. Das Service ist ein böser, ironischer Kommentar gegen das Verdrängen und Vergessen: Wie soll man von Tellern mit Reaktor-Verzierung speisen, ohne dass einem der Bissen im Halse stecken bleibt?
 
Alle Werkgruppen, die  Rudolf Bonvie zum Thema Atomkraftwerke schuf, haben bis heute - 29 Jahre nach Tschernobyl und fünf Jahre nach Fukushima - nichts von ihrer Aktualität eingebüßt.

 

 

 

Rudolf Bonvie:  Rhapsodie nucléaire 2212 | 1988 | photowork

 

 

Rudolf Bonvie wurde 1947 geboren. Er lebt und arbeitet heute in der Nähe von Köln, nachdem er lange Zeit in Frankreich verbracht hat. Neben einer Vielzahl an Einzelausstellungen wie im Museum Folkwang, Essen (1988), im Lenbachhaus, München (1991) und im Kunstverein Karlsruhe (1990) beteiligte er sich an bedeutenden Gruppenausstellungen. Dazu zählen unter anderem „Die Reste des Authentischen” im Museum Folkwang, Essen (1986), „Blow up” im Kunstverein Stuttgart (1987), „Fotografie in der deutschen Gegenwartskunst” im Museum Ludwig, Köln (1993), und „Deutschlandbilder” im Martin-Gropius-Bau, Berlin (1997). Seine Werke sind unter anderem im Museum of Modern Art, New York, Museum of Fine Arts, Houston, Museum Folkwang, Essen, Lenbachhaus, München, ZKM Karlsruhe, Museum Ludwig, Köln, und in der Staatsgalerie Stuttgart sowie in zahlreichen deutschen und amerikanischen Privatsammlungen vertreten.

 Priska Pasquer, Albertusstraße 9-11, Köln

 

 

 

29.04.2015 - 06.09.2015
Fotoausstellung Wien . Weltbekannt wurde der österreichischer Fotograf Erich Lessing durch sein Foto des Österreichischen Staatsvertrages mit Leopold Figl und den alliierten Außenministern auf dem Balkon des Belvedere. Eine Auswahl seiner Bilder ausgewählt von seiner Tochter Hannah zeigt das Jüdische Museum. 29. April bis 6. September 2015
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Lessing zeigt Lessing
Fotoausstellung Wien . Weltbekannt wurde der österreichischer Fotograf Erich Lessing durch sein Foto des Österreichischen Staatsvertrages mit Leopold Figl und den alliierten Außenministern auf dem Balkon des Belvedere. Eine Auswahl seiner Bilder ausgewählt von seiner Tochter Hannah zeigt das Jüdische Museum. 29. April bis 6. September 2015

Österreichs Außenminister Leopold Figl zeigt der begeisterten Menschenmenge den österreichischen Staatsvertrag, 1955 © Erich Lessing/bildrecht.at

 

Erich Lessing wurde 1923 als Sohn einer jüdischen Familie in Wien geboren. Lessing erlebte die Deportation seiner Familie, ihm selbst gelang die Flucht nach Palästina, wo er in verschiedenen Berufen arbeitete. 1945 kehrte er zuück nach Wien, lernte er seine Frau kennen, die als Journalistin bei Associated Press arbeitete. Über sie wurde er dort Fotoreporter. Ab 1951 war er Mitglied der bei Magnum Photos. Für die Ausstellung hat seine Tochter Hannah Lessing, Generalsekretäring des Österreichischen Nationalfonds, eine persönliche Auswahl von Bildern ihres Vaters getroffen. Die Ausstellung zeigt eine sehr privaten Einblick in die Arbeit von seinen politischen Dokumentatfotos bis zu den Girls of the Sixties.

 

Ein Bahnsteig des Wiener Westbahnhofs, 1953 © Erich Lessing/bildrecht.de

 

Westdeutschlands Kanzler Konrad Adenauer und Frankreichs Hochkommisar in Deutschland André-Francois Poncet spazieren Richtung Eiffelturm während Adenauers erstem Parisbesuch, 1951

 

 

Jüdisches Museum Wien, Dorotheegasse 11, Wien

 

 

25.04.2015 - 06.06.2015
Fotoausstellung Berlin . Eine exklusive Auswahl von teils nie zuvor gezeigten Akt- und Porträtfotografien der schönsten und erotischsten Models der Welt, mit denen Russell James in den vergangenen 15 Jahren zusammengearbeitet hat, zeigt die Ausstellung bei Camera Work. 25.4. bis 6.6.2015
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Russel James – Angels
Fotoausstellung Berlin . Eine exklusive Auswahl von teils nie zuvor gezeigten Akt- und Porträtfotografien der schönsten und erotischsten Models der Welt, mit denen Russell James in den vergangenen 15 Jahren zusammengearbeitet hat, zeigt die Ausstellung bei Camera Work. 25.4. bis 6.6.2015

 

© Russell James, Doutzen Nude At sunset on rug, Miami 2014

 

Bereits der Titel der Ausstellung und Serie »Angels« suggeriert eindringlich: Diese Frauen sind nicht von dieser Welt. Unerreichbare und engelsgleiche Anmut fasziniert die Menschen seit jeher und ließ weibliche Ikonen in allen Epochen entstehen, die als Inbegriff der erhabenen Schönheit gelten. Alessandra Ambrosio, Gisele Bündchen, Heidi Klum, Karolína Kurková, Adriana Lima und Candice Swanepoel gehören zu 35 solcher Models, mit denen der Fotokünstler Russell James seit über 15 Jahren zusammenarbeitet und die als »Angels« tituliert so Protagonistinnen seines künstlerischen Schaffens sind. Dabei zielt Russell James nicht auf das pure Abbilden der Models ab – vielmehr ist es seine Intention, sie fernab von Haute Couture, Selbstinszenierung oder Werbebotschaft in der Atmosphäre intimer Momente darzustellen, in denen ihre bloßgelegte Schönheit in Sinnlichkeit aufgeht.

 

© Russell James, Kendall Nude, new York, 2013

 

© Russell James, Erin Brim Hat, New Yorl, 2012

 

 

Russell James agiert nicht als Voyeur, der aus dem Verborgenen heraus das Bild der vollendeten Erscheinungen zu erheischen versucht, vielmehr sind seine Arbeiten ein ehrlicher und intimer Dialog, in dem er seinen Blick auf die erotische Schönheit offenlegt – diese Herangehensweise unterscheidet ihn von vielen anderen Fotokünstlern dieses Genres.

 

© Russell James, Doutzen Kroes, Miami, 2014

 

 

Das gleichnamige Fotobuch zur Ausstellung erschien 2014 im teNeues Verlag.

 

Russell James zählt zu den weltweit renommiertesten Mode- und Celebrity-Fotografen. Seine Bilder  erscheinen regelmäßig in Zeitschriften wie »Vogue«, »W«, »American Photo« oder »GQ«. Der 1962 geborene Australier führte ein bewegtes Leben als Polizist einer Spezialeinheit, bevor ihm mit 34 Jahren der Durchbruch als Fotograf in New York gelang. Der Künstler arbeitet regelmäßig mit den Topmodels der Welt zusammen – seit über 15 Jahren ist Russell James der offizielle Fotograf von Victoria’s Secret. Seit dem Start in New York 2009 und mit der Unterstützung von Donna Karan, Hugh Jackman und der australischen Regierung wurde die Serie u.a. in Zusammenarbeit mit Camera Work in Berlin und in der National Gallery of Victoria in Australien gezeigt.

Camera Work, Kantstraße 149, Berlin

 

24.04.2015 - 27.06.2015
Fotoausstellung Berlin. Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes holt das Medienunternehmen Bertelsmann die internationale Wanderausstellung „Last Folio - Spuren jüdischen Lebens in der Slowakei“ erstmals nach Deutschland und zeigt sie in der Staatsbibliothek Berlin. 24.4. bis 27.6.2015
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Last Folio - Spuren jüdischen Lebens in der Slowakei
Fotoausstellung Berlin. Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes holt das Medienunternehmen Bertelsmann die internationale Wanderausstellung „Last Folio - Spuren jüdischen Lebens in der Slowakei“ erstmals nach Deutschland und zeigt sie in der Staatsbibliothek Berlin. 24.4. bis 27.6.2015

Synagoge, Sastin, 2007 @ Yuro Dojc

 

 

In der Ausstellung  werden 33 Kunstfotografien des renommierten Fotografen Yuri Dojc zu sehen sein, der von 1997 an zunächst allein und ab 2005 dann gemeinsam mit der Filmemacherin Katya Krausova mehrfach in die Slowakei reiste, um mit Überlebenden des Holocaust zu sprechen und Zeugnisse historischer jüdischer Kultur in dem Land zu dokumentieren. Die in ihrer Authentizität, Ästhetik und Intensität einzigartigen Bilder zeigen verlassene und über Jahrzehnte nahezu unberührte jüdische Gebäude sowie zurückgelassene Bücher und Dokumente. Sie vermitteln eine Vorstellung von der zerstörten jüdischen Welt der Slowakei und mahnen damit 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, Lehren aus dem Geschehenen zu ziehen und die Erinnerung wach zu halten.

 

Cerhov 2006 @ Yuri Dojc



Die Ausstellung "Last Folio" war bereits in mehreren Ländern - darunter die USA, Großbritannien, die Slowakei und Italien - sowie bei der Europäischen Kommission in Brüssel und zuletzt bei der UNO in New York zu sehen. Bertelsmann präsentiert die außergewöhnlichen Fotografien nun in enger Partnerschaft mit der Staatsbibliothek zu Berlin in Deutschland.

 

 

Bardejov2007, Yuri Dojc

 

 

Im Kunstbuchverlag Prestel der Verlagsgruppe Random House wird ein Begleitbuch in deutscher und englischer Sprache erscheinen. Darin wird die Spurensuche von Yuri Dojc und Katya Krausova auf 128 Seiten anhand von Essays und 60
Farbabbildungen nachgezeichnet.

 

Foyer des Hauses am Kulturforum der Staatsbibliothek zu Berlin, Potsdamer
Straße 33, Berlin

 

24.04.2015 - 02.08.2015
Fotoausstellung München . Kaum ein deutscher Politiker hat soviel öffentliches und mediales Interesse geweckt wie der vor fast drei Jahrzehnten verstorbene Franz Josef Strauß. Das Münchner Stadtmuseum gibt jetzt einen tiefen Einblick in sein Leben. Bis 2. August 2015
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Franz Josef Strauß Die Macht der Bilder
Fotoausstellung München . Kaum ein deutscher Politiker hat soviel öffentliches und mediales Interesse geweckt wie der vor fast drei Jahrzehnten verstorbene Franz Josef Strauß. Das Münchner Stadtmuseum gibt jetzt einen tiefen Einblick in sein Leben. Bis 2. August 2015

Dimitri Saulas, Franz Josef Strauß als Pilot 1970 © Münchner Stadtmuseum Archiv Dimitri Saulas

 

 

Kaum ein deutscher Bundespolitiker der Nachkriegszeit findet bis heute so sehr das öffentliche und mediale Interesse wie der ehemalige Bundesminister, CSU-Vorsitzende und Bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß. Von seinen Freunden vergöttert, von seinen Gegnern verdammt, polarisierte er die öffentliche Debatte wie kein Zweiter. Im Jahr 2015 hätte Strauß seinen 100. Geburtstag begangen. Dieses Jubiläum nimmt das Münchner Stadtmuseum zum Anlass, in Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung, dem exponierten CSU-Politiker eine Kabinettausstellung zu widmen, die seine Darstellung in unterschiedlichen Bildmedien beleuchtet. Anhand von Fotografien, Plakaten, Zeitschriften und Filmdokumenten werden Strategien der medialen Darstellung wie auch der visuellen Demontage aufgezeigt. Eine zentrale Bedeutung kommt dabei den gestalterischen Mitteln zu, mit denen die inhaltlichen Aussagen transportiert werden. An ihnen lassen sich exemplarisch Fragen der Wirkungsästhetik und politischen Ikonografie behandeln, die weit über die Person Strauß hinausreichen.

 

Stefan Moses, Franz Josef Strauß, aus der Serie "Es muss endlich gehandelt werden"
© Münchner Stadtmuseum, Archiv Stefan Moses

 

 

Am politischen Lebensweg von Franz Josef Strauß lässt sich eindrücklich nachvollziehen, wie bereits seit den 1950er Jahren ein Trend zur Personalisierung einsetzte und sich dieser zunehmend verstärkte. Heute scheint von politischen Programmen immer weniger und von der Person und ihrer professionellen Inszenierung dagegen fast alles abzuhängen. Wenn nicht nur politische Prozesse hoch komplex, sondern gleichzeitig die zu regelnden Sachfragen immer komplizierter werden, dann erwachsen daraus ernsthafte Probleme. Die Person des Politikersschafft in dieser Situation Übersichtlichkeit, Zurechenbarkeit von Entscheidungen und insgesamt Wahrnehmbarkeit von Politik. Abstraktes Systemvertrauen wird auf dieser Ebene durch personales Vertrauen ergänzt. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie wichtig die Imagebildung von Politikern für den Machterwerb und Machterhalt ist.

 

Titelseite des Kandidatenmagazins "Wie Sie ihn bisher nicht kannten" von Franz Josef Strauß zur Bundestagswahl 1972 © Archiv für Chistlich-Soziale Politik der Hanns-Seidel-Stiftung

 

Spätestens seit 1953, als Strauß in der Funktion eines Ministers für besondere Aufgaben dem Bundeskabinett angehörte, wurde das Interesse auch überregionaler und internationaler Medien an seiner Person geweckt. Es entstand eine Beziehung, die ihn zu einer öffentlichen Person machte und die sein gesamtes politisches Leben hindurch bis weit über seinen Tod hinaus andauern sollte. Die Ausstellung spürt dem öffentlichen Bild des Politikers Strauß nach. Strategien der Imagebildung und die wichtigsten dabei genutzten Bildformeln werden anhand unterschiedlicher Bildmedien sichtbar gemacht. Viele der heute etablierten Bildstrategien der Repräsentation eines Politikers finden sich in den Darstellungen von Franz Josef Strauß wieder. Darunter klassische Rollen, wie die des Landesvaters, des „Mannes von nebenan“, die ihn in einer vorgeblich authentischen Privatsphäre zeigen, aber auch die des Visionärs und einflussreichen Staatsmanns.

Gespiegelt wird diese affirmative Welt repräsentativer Darstellungen durch die satirische Kritik, denen streitbare Politiker wie Strauß permanent ausgesetzt sind. Neben der Karikatur eignet sich gerade die Fotomontage dazu kritisch zu intervenieren und Fragen aufzuwerfen. Die mediale Konstruktion eines Images ermöglicht zudem auch dessen gezielte Dekonstruktion. Auf witzige oder provokante, insbesondere aber auch diffamierende Weise werden Person und Politik dargestellt. Dies führte mitunter zu Konflikten und sogar juristischen Auseinandersetzungen. Ein genauerer Blick auf die Inszenierung und Selbstinszenierung sowie Demontage von Franz Josef Strauß in den verschiedenen Medien gibt folglich nicht nur Aufschluss über seine Person und die Funktionsweisen politischer Werbung, sondern eröffnet auch Einblicke in unsere Mediengesellschaft.

Kuratoren der Ausstellung: Henning Rader und Rudolf Scheutle

 

Münchner Stadtmuseum, St. Jakobs-Platz 1, München

 

 

23.04.2015 - 28.06.2015
Fotoausstellung Hannover . Aufbrechen, Abhauen und Weggehen, von Zuhause, aus einer gewohnten Umgebung, aus einem Land, aus dem Alltag, um die Welt zu bereisen, oder weil es nicht anders geht. Sechs Fotografinnen und Fotografen erzählen zu diesen Themen mit der Kamera Geschichten, die in GAF Galerie für Fotografie ausgestellt werden. 23.4. bis 28.6.2015
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Leaving - Aufbrechen, Abhauen und Weggehen
Fotoausstellung Hannover . Aufbrechen, Abhauen und Weggehen, von Zuhause, aus einer gewohnten Umgebung, aus einem Land, aus dem Alltag, um die Welt zu bereisen, oder weil es nicht anders geht. Sechs Fotografinnen und Fotografen erzählen zu diesen Themen mit der Kamera Geschichten, die in GAF Galerie für Fotografie ausgestellt werden. 23.4. bis 28.6.2015

 Foto Alexander Krack


 

 

Alexander Krack begibt sich in seiner Arbeit morgens nüchtern, am Brunnen, zu Bett in die Welt der Kurorte. Quer durch die Republik hat er sich auf Bildersuche gemacht, um die ganz eigene Ästhetik dieser Orte zu erfassen. Er erzählt von der Flucht aus dem Alltag in eine Welt wunderschöner Natur und seltsam anmutender medizinischer Apparate.

 

Karat-Himmel über St.Petersburg entstand im Rahmen einer Diplomarbeit von Wolfgang Müller an der FH Dortmund und wurde 2003 mit dem BFF-Förderpreis ausgezeichnet. Über zehn Monate hat er Kinder und Jugendliche zwischen Obdachlosigkeit, Drogenkonsum und Prostitution fotografiert, deren Lebensmittelpunkt die Straße ist.
In einer weiteren Arbeit zeigt Wolfgang Müller Einblicke in das Leben von Wanderarbeitern in China, die auf der Suche nach einem besseren Leben den Weg in die industriellen Ballungszentren gemacht haben. Mingong: Die Suche nach dem Glück begleitet die Protagonisten zwischen Arbeit und Alltag, aber fragt auch nach ihren Erfahrungen, Zielen und Träumen.

 

Foto: Wolfgang Müller

 

Mateusz Sarello verarbeitet in Swell eine Trennung und den untragbaren Zustand des Alleinseins. Er erzählt die Geschichte einer Reise, deren Ziel und auch Zweck sich durch eine unerwartete Wendung verändert und ihn an Orte der Erinnerung zurückführt.

Eine bewegende Dokumentation von Trennung und Wiedersehen zeigt Diana Markosian in ihrer Geschichte Inventing My Father. Als sie sieben Jahre alt war, brachte ihre Mutter sie und ihren Bruder in die USA. Der Vater blieb in Russland zurück. Mit 23 hat sie den Entschluss gefasst, sich gegen den Willen ihrer Mutter auf die Suche nach ihrem Vater zu begeben.

In you can call me a gypsy if you want to begleitet Linda Bournane Engelberth rumänische Roma in Norwegen. Sie leben im ständigen Wandel zwischen kleinen Dörfern in Rumänien und den Straßen europäischer Städte um Geld zu verdienen und ihre Familien zu ernähren.

 

Foto Linda Bournane Engelberth


 

Paula, Kevin, Nico und Ole fliehen vor Problemen mit ihren Eltern in ein Leben auf der Straße. Fara Phoebe Zetzsche schafft es in ihrer Alltagsgeschichte Stray Kids intime Momente festzuhalten, aber auch über die Suche nach dem vermeintlichen Glück in Berlin zu erzählen.

Das Buchprojekt Salitre von Juan Valbuena besteht aus dreizehn Büchern und erzählt die Geschichten von zwölf Senegalesen, die zusammen auf engstem Raum in einem Haus in Madrid leben. Jedes Buch wurde von einem Hausbewohner gestaltet, das dreizehnte von Juan Valbuena selbst.

 

Galerie für Fotografie, Seilerstraße 15d, Hannover

 

23.04.2015 - 04.10.2015
Fotoausstellung München . Eadweard Muybridge zählt zu den Pionieren der Bewegungsfotografie. Seine Bilder eines galoppierenden Pferdes werden weltberühmt. Aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde zeigt die Pinakothek der Moderne Sammlung Moderne Kunst 22 Werke. Bis 4.10.2015
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Eadweard Muybridge. Animal Locomotion
Fotoausstellung München . Eadweard Muybridge zählt zu den Pionieren der Bewegungsfotografie. Seine Bilder eines galoppierenden Pferdes werden weltberühmt. Aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde zeigt die Pinakothek der Moderne Sammlung Moderne Kunst 22 Werke. Bis 4.10.2015

Eadweard Muybridge | Striking a blow with right hand (Modell: Ben Bailey), aus “Animal Locomotion”, 1887
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne München

 

Der britische Fotograf und Fotopionier Eadweard Muybridge (1830-1904) machte sich einen Namen mit Studien menschlicher und tierischer Bewegungsabläufe. Mit Hilfe eines komplexen Versuchsaufbaus und innovativer Kameratechnik gelang es ihm erstmals in der Geschichte der Fotografie, den Bewegungsablauf eines galoppierenden Pferdes in einer Serie von Einzelfotografien festzuhalten. 1887 veröffentlichte er das epochale Tafelwerk »Animal Locomotion«, das in 781 Bildfolgen Mensch und Tier in Bewegung zeigt. Es zählt zu den Meilensteinen der Fotografiegeschichte und fungiert bis heute als markanter Bezugspunkt für Wissenschaft und Kunst.
Die Präsentation zeigt eine Auswahl von 22 Tafeln aus Eadweard Muybridges »Animal Locomotion« aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde.

 

Pinakothek der Moderne, Kunstareal, Barerstraße, München

 

18.04.2015 - 01.05.2016
Ausstellung Essen . In Zusammenarbeit mit der Münchner Sammlung Goetz wird das Folkwang Museum ab April 2015 im monatlichen Wechsel 12 Videos und Filme von wichtigen zeitgenössischen Künstlern wie Stan Douglas, Jesper Just, William Kentridge, Sarah Morris oder dem Künstlerduo Teresa Hubbard und Alexander Birchler gezeigt.
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Sammlung Goetz 12 Monate / 12 Filme – Erkundungen im Raum
Ausstellung Essen . In Zusammenarbeit mit der Münchner Sammlung Goetz wird das Folkwang Museum ab April 2015 im monatlichen Wechsel 12 Videos und Filme von wichtigen zeitgenössischen Künstlern wie Stan Douglas, Jesper Just, William Kentridge, Sarah Morris oder dem Künstlerduo Teresa Hubbard und Alexander Birchler gezeigt.

Stan Douglas "Journey Into Fear, 2001, 1-Kanal-Videoinstallation (Farbe, Ton)
Courtesy Sammlung Goetz, Medienkunst, München © Stan Douglas

 


 
Die Filme führen an Orte, die jenseits der Leinwand liegen. Es entsteht eine zwölfmonatige Reise durch Stadträume, Innenräume, unheimliche Räume. Starten wird die Reihe mit Hans Op de  Beecks Staging Silence (2) aus dem Jahr 2013. Die Arbeit führt den Zuschauer in die magische Welt des Setdesigns ein, in die Schaffung künstlicher Welten.  Eine Ausstellung in Kooperation mit der Sammlung Goetz, München.
 
Viele zeitgenössische Medienkünstler beschäftigen sich mit besonderen Orten und Räumen. Wie für einen Kinofilm entwerfen sie Filmsets, Bühnen für die Handlungen ihrer Protagonisten. So entstehen eigene Kunstinstallationen, die nur für die Dauer des Filmdrehs existieren, wie das Holzhaus in dem Film Single Wide (2002) von Teresa Hubbard. Oder sie suchen für ihre Filme besondere Orte, die wie im Film A Voyage in Dwelling (2008) von Jesper Just Geschichten erzählen, während die Menschen darin schweigen. In anderen Filmen werden diese Orte wiederum zu den eigentlichen Protagonisten. Staging Silence (2) von Hans Op de Beeck wandelt auf dem schmalen Grad zwischen Täuschung und Enttäuschung. Ähnlich wie im Theater wird die Illusion auf eine Art und Weise erzeugt, sodass sie als solche entlarvt werden kann. Op de Beeck kreiert mit seinem Werk Bühnenbilder – Räume für mögliche Geschichten, die der Betrachter in seiner Imagination immer wieder neu bespielen kann.
 

Jesper Just "A Voyage in Dwelling, 2008,
Courtesy Sammlung Goetz, Medienkunst, München © The Artist


Die Sammlung Goetz ist eine international bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst in München. Sie wurde 1993 von der Sammlerin Ingvild Goetz gegründet und umfasst die gesamte mediale Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen. Einen Schwerpunkt bildet die Medienkunst. Mit einem Bestand von mehr als 500 Werken von circa 170 Künstlern gehört sie heute weltweit zu den wich-tigsten ihrer Art. Für ein Jahr wird in einer Kooperation des Museum Folkwang mit der Sammlung Goetz jeden Monat im Wechsel ein Film eines anderen Künstlers in den Ausstellungsräumen des Museums präsentiert.

 

18.04.2015 - 16.08.2015
Photoausstellung Düsseldorf . Berühmt vor allem als Filmemacher gibt es auch noch eine andere künstlerische Seite von Wim Wenders – die Photographie. Anlässlich seines 70. Geburtstags im August 2015 zeigt das Museum Kunstpalast eine Auswahl von ca. 80 großformatigen Photographien des Künstlers.
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Wim Wenders - Landschaften. Photographien.
Photoausstellung Düsseldorf . Berühmt vor allem als Filmemacher gibt es auch noch eine andere künstlerische Seite von Wim Wenders – die Photographie. Anlässlich seines 70. Geburtstags im August 2015 zeigt das Museum Kunstpalast eine Auswahl von ca. 80 großformatigen Photographien des Künstlers.

 

Wim Wenders, Joshua and John (behind), Odessa, Texas, 1983, © Wim Wenders

 

 

Wim Wenders bevorzugt seit jeher für seine künstlerische Arbeit die Schreibweise „Photographien“, die wir ebenso in unserer Ankündigung dieser Ausstellung entgegen der von uns ansonsten gewählten Schreibweise verwenden. Photographie ist für Wim Wenders ein ehrwürdiger Begriff, der das geglückte Zusammenspiel von Licht (phos) und Malen (graphein) betont und die Möglichkeit, mit einem Photo einen einzigartigen Moment der Zeit einzufangen.

Die Ausstellung im Museum Kunstpalast entstand in Kooperation mit Wenders Images und der Wim Wenders Stiftung. Das Spektrum reicht von den frühen Schwarzweiß-Photographien über die monumentalen Landschafts­panoramen bis hin zu erst im letzten Jahr entstandenen Bildern. Wim Wenders photographiert stets analog, ohne Kunstlicht und ohne Stativ.




Wim Wenders, Dog on the Road to Ayers Rock #2, Uluru, 1977 © Wim Wenders

 

 

Wim Wenders, geboren 1945 in Düsseldorf, ist vor allem durch Filme wie „Der Himmel über Berlin“ oder „Pina“ bekannt geworden. Für sein filmisches Lebenswerk wurde er jüngst auf der 65. Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet. Sein Film „Das Salz der Erde“, ein Porträt des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado, wurde in diesem Jahr für den Oscar nominiert und mit dem französischen Filmpreis César ausgezeichnet. Das New Yorker MoMA würdigt den Filmemacher mit einer umfassenden Retrospektive. Doch Wenders bekennt: „Die photographische Arbeit ist die andere Hälfte meines Lebens.“ Bereits seit Jahrzehnten entsteht ein von Wenders‘ filmischen Arbeiten unabhängiges photographisches Werk: Aufnahmen von einsamen, manchmal skurril wirkenden Orten und Land­schaften, von „Schau-Plätzen“ mit eigenen Geschichten.

 

 

Wim Wenders, Dust Road in West Australia, 1988, © Wim Wenders

 

 

Museum Kunstpalast, Ehrenhof 4-5, Düsseldorf

 

 

18.04.2015 - 16.08.2015
Fotoausstellungen Berlin . Parallel eröffnet C/O Berlin drei Ausstellungen – Sebastião Salgados Genesis bis 16. August, Distance and Desire mit afrikanischer Fotografien aus der Walther Collection bis 14. Juni sowie Talents 32 / Kunst, Freiheit und Lebensfreude von Emanuel Mathias und Sabine Weier bis 14. Juni 2015.
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Dreimal spannende Fotografie: Sebastião Salgado, Distance and Desire, Talents 32
Fotoausstellungen Berlin . Parallel eröffnet C/O Berlin drei Ausstellungen – Sebastião Salgados Genesis bis 16. August, Distance and Desire mit afrikanischer Fotografien aus der Walther Collection bis 14. Juni sowie Talents 32 / Kunst, Freiheit und Lebensfreude von Emanuel Mathias und Sabine Weier bis 14. Juni 2015.

Sebastião Salgado . Genesis

 

Elephants are hunted by poachers in Zambia, so they are scared of humans and vehicles. When they see an approaching car, they usually run quickly into the bush. Kafue National Park. Zambia. 2010.

 

Archaische Vulkanlandschaften, arktische Eismassen, mäandernde Fluss-Canyons, nebelumhüllte Gebirgsketten, ursprüngliche Regenwälder und endlose Sanddünen – Genesis ist eine visuelle Hommage an den blauen Planeten. Der 1944 in Brasilien geborene Fotograf Sebastião Salgado dokumentiert in opulentem Schwarz-Weiß die überwältigende Schönheit und die Artenvielfalt unberührter Flora und Fauna sowie indigener Völker. Sein ästhetisch beeindruckender, großformatiger Bilderzyklus ist das Ergebnis einer langjährigen Expedition mit dem Ziel, über das Medium Fotografie das Bewusstsein für die Kostbarkeit der letzten unberührten Winkel der Erde zu schärfen.

 

A group of Waura Indians fish in the Puilanga Lake near their village.
Upper Xingu. Mato Grosso State, Brazil, 2005

 

 

 Iceberg between Paulet Island and the South Shetland Islands on the Weddell Sea.
Antartic Peninsula, 2005

 

Das Genesis-Projekt mit seinen fünf Kapiteln Im Süden der Erde, Zufluchtsorte, Afrika, Nördliche Weiten und Amazonien ist Sebastião Salgados Appell an die Zivilisation, einen Teil des Planeten in seiner Ursprünglichkeit und faszinierenden Diversität zu bewahren. Als erster Ausstellungsort in Deutschland präsentiert C/O Berlin Genesis mit insgesamt 245 Fotografien.

 

Bis 16. August 2015

 

The Walther Collection . Distanz und Begehren
Begegnungen mit dem afrikanischen Archiv


Unidentified Photographer, Studio Portrait of King Khama III. South Africa, early twentieth century.



Stammeshäuptlinge und -könige, Familienporträts, archaische Szenen in der freien Natur und idealisierte Krieger – Klischees und Stereotype, von westlichen Vorstellungen getragene Darstellungen eines exotischen Afrikas. Der neugierige Blick auf den afrikanischen Kontinent wurde mit dem Aufkommen der Fotografie im 19. Jahrhundert auch einem Publikum fern der Kolonien ermöglicht. Die Ausstellung versammelt Vintage-Porträts und Figurenstudien, historische Alben und Bücher sowie Postkarten und Cartes de Visite, die im südlichen Afrika in den 1870er Jahren bis ins frühe 20. Jahrhundert entstanden sind. Im Dialog mit Foto- und Videoarbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler – darunter Candice Breitz, Santu Mofokeng, Zanele Muholi und Samuel Fosso – ergeben sich neue Perspektiven auf die Politiken des Kolonialismus und die komplexen Fragen von Gender, Rasse und Identität, die sich in diesen frühen Fotografien niederschlagen. C/O Berlin zeigt ca. 100 historische Arbeiten sowie ca. 20 Arbeiten zeitgenössischer Künstler aus der in Neu-Ulm und New York ansässigen Walther Collection, die sich derzeit einer mehrjährigen Untersuchung afrikanischer Fotografie und Videokunst widmet. 

Bis 14. Juni 2015

 

Talents 32 . Kunst, Freiheit und Lebensfreude
Emanuel Mathias / Sabine Weier


Emanuel Mathias, Herbst / Wintermode 1988 Abt 42 B Ausschnitt 2013


Bilder aus den Brigadetagebücher aus dem Archiv der Leipziger Baumwollspinnerei – isoliert und präsentiert in neuem Zusammenhang. Emanuel Mathias unterwandert die Logik des Archivs und des Brigadetagebuchs selbst, das die Entwicklung von Arbeiterkollektiven in der DDR literarisch-dokumentarisch darstellen sollte, und macht bestehendes Bildmaterial zu autonomen Informationsträgern. Emanuel Mathias entwickelt damit eine neue Form der Aufarbeitung von Archiven und steuert der Verdrängung und dem Vergessen entgegen. Was bleibt, ist nicht nur die Frage nach dem Informationsgehalt von Fotografie, sondern auch wie sehr Fotografie Wirklichkeit dokumentiert und gleichzeitig immer auch konstruiert – eine Frage, welche gerade in unserer heutigen von Bildern geprägten Welt und im Umgang mit Archivmaterial von höchster Wichtigkeit ist.

Bis 14. Juni 2015

C/O Berlin, Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, Berlin-Charlottenburg

 

 

 

17.04.2015 - 06.06.2015
Fotoausstellung München Thomas Ruff gehört zu den international renommiertesten Fotokünstler. Wer seine Fotografien, die immer technischen Neuerungen unterliegen, im Original sieht, kann sich deren Wirkung kaum entziehen. Die Galerie Rüdiger Schöttle zeigt zwei Serien, die sich auf eines der ältesten Genres der Kunst beziehen: den Akt. Vom 17.4. bis 6.6.2015
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Thomas Ruff - Akt
Fotoausstellung München Thomas Ruff gehört zu den international renommiertesten Fotokünstler. Wer seine Fotografien, die immer technischen Neuerungen unterliegen, im Original sieht, kann sich deren Wirkung kaum entziehen. Die Galerie Rüdiger Schöttle zeigt zwei Serien, die sich auf eines der ältesten Genres der Kunst beziehen: den Akt. Vom 17.4. bis 6.6.2015


 

neg◊nus_02, 2014, chromogenic print, 71 x 61 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015




In seiner Serie „nudes“ griff der Fotokünstler Thomas Ruff erstmals das klassische Thema des weiblichen Aktes auf. Ausgehend von der Überlegung, wie ein Aktfoto in seiner eigenen künstlerischen Ausdrucksweise auszusehen vermag, recherchierte Thomas Ruff Ende der 90er Jahre im damals noch jungen Internet und stieß schließlich auf Sex- und Pornoseiten in schlechter Auflösung. Aus dem Interesse an der Struktur dieser digitalen Bilder und an der Bearbeitung der Pixelstrukturen ergab sich schließlich Thomas Ruffs erste „nude“-Arbeit. Heute sind seine „nudes“ weltbekannt – die Galerie Schöttle zeigt in ihrer Ausstellung ganz unterschiedliche Beispiele und Ausformungen dieser digitalen Aktfotografie.


Thomas Ruff ist bekannt dafür, dass er immer wieder neue Methoden entwickelt und gängige Begriffe von Fotografie ständig erweitert. In seiner jüngsten Serie, den „Negatives“, nimmt  Thomas Ruff  Bezug auf den Beginn der Fotografie und greift auf Fotografien aus dem 19. Jahrhundert zurück. Rein aus Blautönen bestehend, erinnert der neue Werkkomplex an das Verfahren der Cyanotypie – ein Verfahren zur Herstellung von Fotografien, das bekannt wurde durch die Naturwissenschaftlerin Anna Atkins, die damit Pflanzen präzise zu dokumentieren vermochte. Thomas Ruff erwarb historische Fotografien aus dem 19. Jahrhundert, darunter Aufnahmen von Künstlerateliers, Porträts und Aktfotografien. Diese alten Fotografien scannte er ein, invertierte die Farbskala digital und erstellte eine blautonige Fotografie in Originalgröße des ursprünglichen Negativs.

 

neg◊nus_15, 2014, chromogenic print, 71 x 61 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015

 


Im Vergleich zu Ruffs „nudes“-Serie sind diese Aktdarstellungen von einer wunderbaren historischen Ästhetik geprägt. Die Idee für die „Negatives“ kam Thomas Ruff während der Arbeit an den Fotogrammen, die aus einem von ihm an Hochleistungsrechnern entwickelten virtualisierten Prozess der historischen Fotogrammtechnik entstanden, bei der er die Bilder immer wieder als Positiv und als Negativ betrachtet. Mit dem Titel „Negative“ thematisiert Ruff ferner den Wegfall von Negativen in einer digitalisierten Welt, deren neue Generation kaum noch mit dem Negativ als Vorstufe von Fotografie in Berührung kommt. 

 

 

Aus der Serie Nude
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015



Galerie Schöttle, Amalienstrasse 41 / 80799 München

 

17.04.2015 - 16.08.2015
Fotoausstellung Essen Die experimentelle Ausstellung Im Folkwang Museum zeigt Werke des Altmeisters Robert Frank auf Zeitungspapier, die seiner Arbeitsweise Rechnung trägt. Konzipiert wurde die Ausstellung von dem Künstler in Zusammenarbeit mit dem Verleger Gerhard Steidl. Bis 16.8.2015
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Robert Frank – Books and Films 1947-2014
Fotoausstellung Essen Die experimentelle Ausstellung Im Folkwang Museum zeigt Werke des Altmeisters Robert Frank auf Zeitungspapier, die seiner Arbeitsweise Rechnung trägt. Konzipiert wurde die Ausstellung von dem Künstler in Zusammenarbeit mit dem Verleger Gerhard Steidl. Bis 16.8.2015

 

Robert Frank prüft den Ausdruck der Süddeutschen Zeitung Mabou/Kanada, September 2014
Foto: © 2015 Gerhard Steidl

 

Der über 90-jährige Robert Frank – Revolutionär der subjektiven Dokumentarfotografie – gehört zu den einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Seine Bilder und Filme schufen eine neue Ästhetik des Fotos und des bewegten Bildes. Die Ausstellung "Robert Frank. Books and Films, 1947 – 2014" ist keine Retrospektive, sondern eine dynamische Ausstellungserfahrung, die Franks Bücher und Filme ins Zentrum stellt. Im letzten Herbst war die Ausstellung schon mit großem Erfolg inder Münchner Akademie der Bildenden Künste zu sehen. Auch dort mit Unterstützung der Süddeutschen Zeitung auf Zeitungspapier geedruckt, wird sich das Werk auch im Museum Folkwang auf diese ungewöhnliche Weise präsentieren.

 

Robert Frank From the Bus, New York, 1958, Bromsilbergelatine
Museum Folkwang Robert Frank, courtesy Pace/McGil Gallery

 

So trägt die Ausstellung der Arbeitsweise des Fotografen Rechnung: Viele seiner Bilder wurden aus der Hüfte „geschossen“, aus dem fahrenden Auto, mitten in einer Bar oder auch versteckt im Park. Sie leben von der Originalität des Blicks und der unmittelbaren Alltäglichkeit seiner Motive. Die Präsentationsform ist dabei so einfach wie nur möglich und tritt der Musealisierung von Franks Werk entgegen. Auf den mehr als drei Meter langen, leichten Zeitungspapierbahnen werden jeweils sechs bis 15 Fotos aus einem Buch angeordnet und betitelt. Robert Frank platzierte die Fotos ganz schlicht, in linearer Reihung. Die Ausstellung beginnt mit ersten Arbeiten aus dem Jahr 1947 und endet mit Polaroid- und 35-mm-Fotografien von 2014.

 

Robert Frank Welsh Miners, 1953 Aus dem Buch "London/Wales" (2007)
Foto © 2015 Robert Frank

 

 

Für den Fotografen war das Zielmedium der fotografischen Arbeit nicht der gerahmte Abzug an der Museumswand, vielmehr war die gültige mediale Kommunikationsform immer das Buch. Alle seine Bücher wurden von Frank selber bis ins letzte Detail konzipiert und gestaltet. Die Schau präsentiert die Bücher Robert Franks, die seit 1947 entstanden und veröffentlicht worden sind. 

 

Bereits Anfang der 1960er Jahre beendete Frank seine Karriere als Fotograf, um sich fortan fast ausschließlich dem Film zu widmen. Frank äußerte sich darüber wie folgt: „Es war eben eine Ent-scheidung: (…) Also mache ich Filme und rede mit den Leuten, die mir durch den Sucher laufen. Nicht unbedingt einfach oder besonders erfolgreich.“ Seit diesem Zeitpunkt drehte Frank Filme, die sich oft zwischen Fiktion und Dokumentation bewegen und sich unterschiedlicher Medien bedienen. Im Videoraum des Museum Folkwang werden 27 Filme im Loop gezeigt, die Frank zwi-schen 1959 und 2008 gedreht hat; darunter Pull My Daisy (1959), Me and My Brother (1968), This Song for Jack (1983) sowie seine jüngeren Arbeiten True Story (2004/2008) und Fernando (2008).

Die Ausstellung Robert Frank, Books and Films, 1947 – 2014 wird im Museum Folkwang durch einen eigens zu Robert Frank eingerichteten Raum mit 20 Werken aus dem Bestand der Fotografischen Sammlung flankiert. Zentral ist die erstmals vollständig gezeigte 12-teilige Serie From the Bus (1958) – ein Schlüsselwerk im Schaffen von Robert Frank, das seinen Abschied von der Street Photography und seinen Übergang zum Film markiert. Als Sequenz angelegt und kom-positorisch den Zufall und das Beiläufige einbeziehend, rückte Frank hier das unbewusste, durch wiederholende Rituale und Handlungen bestimmte Alltagsleben beeindruckend ins Bildbewusstsein. Des Weiteren sind vier unveröffentlichte Aufnahmen aus dem bahnbrechenden Fotoprojekt The Americans (1955–1957) zu sehen, welches in Buchform 1958 zuerst in Paris und 1959 nach-folgend in New York erschienen ist.

 

Die Ausstellung wird nach dem Museum Folkwang in London, New York, São Paulo, Tokio und in vielen weiteren Städten zu sehen sein. 

Die Ausstellung wird unterstützt von der Süddeutschen Zeitung und der Wolff Gruppe.

 

Museum Folkwang, Bismarckstraße, Essen

 

16.04.2015 - 12.06.2015
Fotoausstellung München . Bekannt geworden ist Vanessa von Zitzewitz mit wunderbaren Aktbildern ebenso wie mit markanten Porträts berühmter Schauspieler und außergewöhnlichen Unterwassermotiven von Pferden. Bernheimer Fine Art Photography stellt vom 16. April bis 12. Juni 2015 einen Querschnitt ihrer Arbeit zum Thema Porträt und Akt vor.
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Vanessa von Zitzewitz – Appearances and Aesthetics
Fotoausstellung München . Bekannt geworden ist Vanessa von Zitzewitz mit wunderbaren Aktbildern ebenso wie mit markanten Porträts berühmter Schauspieler und außergewöhnlichen Unterwassermotiven von Pferden. Bernheimer Fine Art Photography stellt vom 16. April bis 12. Juni 2015 einen Querschnitt ihrer Arbeit zum Thema Porträt und Akt vor.

 

 

Vanessa von Zitzewitz, Carla, 1999, Digital Fine Art Print
© Vanessa von Zitzewitz / Courtesy of Bernheimer Fine Art Photography

 

In einem Alter in dem andere junge Leute noch für Jahre damit beschäftigt sind ihren eigenen Weg zu finden, hatte Vanessa von Zitzewitz mit 21 Jahren ihre erste Ausstellung in Paris und ihr erstes Buch „Ombre Bianche“ veröffentlicht. Der Tatsache, dass sie schon in ihren ersten Jahren als Fotografin einen eigenen frischen Stil entwickelte, verdankte sie es, dass Aufträge für Mode-und Schmuckfirmen nicht auf sich warten ließen.

1997 fotografierte Vanessa von Zitzewitz für Cartier anlässlich des 150 -jährigen Firmenjubiläums eine Bilderserie unter dem Titel „untamed – ungezähmt. „Ungezähmt“ und durchaus gewagt ist die Ästhetik ihrer Bilder, die sie in die Spitzengruppe der Fotografenwelt ihres Genres brachte. Ausstellungen in New York, Paris, Rom, London, Berlin, Tokyo und Los Angeles und die Veröffentlichung von 6 Büchern, waren das Ergebnis der fruchtvollen Zusammenarbeit zwischen der jungen Fotografin und dem Traditionshaus für Uhren und Schmuck. Es folgten Aufträge für die Schmuckfirma Graff mit fünf Buchpublikationen und weiteren Jahren als deren Hausfotografin für Werbekampagnen.

 

 

Vanessa von Zitzewitz, Gianni Agnelli, 1992, Gelatine Silver Print
© Vanessa von Zitzewitz / Courtesy of Bernheimer Fine Art Photography

 

 

Vanessa von Zitzewitz, Mick Jagger, 2005, Digital Fine Art Print
© Vanessa von Zitzewitz / Courtesy of Bernheimer Fine Art Photography

 

 Vanessa von Zitzewitz, Ringo Starr, 2002, Digital Fine Art Print
© Vanessa von Zitzewitz / Courtesy of Bernheimer Fine Art Photography

 

 

Neben großen Werbeaufträgen wurde Vanessa von Zitzewitz vor allem mit ihren Porträts berühmter Persönlichkeiten bekannt: Mick Jagger, Ringo Starr, Gianni Agnelli, oder Carla Bruni, haben bereits vor ihrer Kamera posiert. Von Zitzewitz besitzt das Talent die Persönlichkeit ihrer Modelle herauszustellen. Einige dieser Portraits wurden weltberühmt.

In den letzten Jahren widmete sich Vanessa von Zitzewitz vermehrt der Aktfotografie. Auch in diesem Metier gelang es ihr virtuos die Bilder mit einer Mischung aus Eleganz und Harmonie zu wunderbaren Aktmotiven zu komponieren. Stilvoll und ästhetisch heben sich die Bilder von der oftmals platten Aktfotografie ab, wie sie von vielen Fotografen heute zu finden ist. Vor allem ihre aufwändigen Serien des letzten Jahres zeigen ihr Talent für das Spiel mit der Natürlichkeit einerseits und dem Inszenieren des Akts andererseits. Ein Motiv das schon Große der Fotografie  verwirklicht haben, ist ein Frauenbildnis mit Elefanten. Eine Ikone der Fotografie „Dovima with the Elephants“ des amerikanischen Modefotografen Richard Avedon, wurde durch den in die USA emigrierten deutschen Fotograf Hermann Landshoff, schon vor vielen Jahrzehnten vorher verwirklichte. Vanessa von Zitzewitz hat eine ganz eigene Interpretation gefunden in dem sie dieses Motiv als Aktaufnahme gestaltete, deren Zauber man sich kaum entziehen kann. Auch die Aktbilder unter Wasser zeigen die Personen in ihrer ganzen Anmut und lassen den weiblichen Körper in Poesie wirken.

 

 

Vanessa von Zitzewitz, Dancing with Elephants I, 2014, Digital Fine Art Print
© Vanessa von Zitzewitz / Courtesy of Bernheimer Fine Art Photography

 

Vanessa von Zitzewitz, Cat Walk, 2014, Digital Fine Art Print
© Vanessa von Zitzewitz / Courtesy of Bernheimer Fine Art Photography 

 

 

 Vanessa von Zitzewitz, Christ'a Marpessa St. Barths, 1996, Digital Fine Art Print
© Vanessa von Zitzewitz / Courtesy of Bernheimer Fine Art Photography

 

 

Vanessa von Zitzewitz ist nicht zuletzt als Philanthropin für ihre Förderung mit ihrer Kunst von internationalen Hilfsprojekten bekannt. Gerne setzt von Zitzewitz ihre Kunst auch für Benefitzveranstaltungen ein. Ihre Verbindungen als Fotografin zu Stars machte es möglich 1999 ihr Portrait-Buch „Monachrome“ zu veröffentlichen, dessen Erlös dem Monegassischen Roten Kreuz zugute kam. Im Jahr 2008 erschien ihr Bildband „Slaughterhouse Angels“ (Schlachthaus-Engel), welcher in eindringlichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen das Leben thailändischer Straßenkinder festhält. Der Erlös aus dem Verkauf des Bildbandes ging direkt an die „Human Development Foundation Mercy Center“ in Bangkok, das rund 200 Straßenkinder beherbergt. Hierfür erhielt Zitzewitz eine Auszeichnung von der UNESCO.

 

Vanessa von Zitzewitz wurde 1970 in Hamburg geboren und ist in den USA, Frankreich und Monaco aufgewachsen. Von Zitzewitz besuchte die berühmte Schule „Parsons School of Design“ in Paris, wo man früh ihre künstlerische Begabung entdeckte und förderte. Die Fotografin lebt heute mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Monaco und Paris.

 

Vanessa von Zitzewitz, Sleeping Angel, 1999, Digital Fine Art Print
© Vanessa von Zitzewitz / Courtesy of Bernheimer Fine Art Photography 

 

Seit 2013 wird Vanessa von Zitzewitz exklusiv von der Galerie Bernheimer vertreten und ist bereits mit großem Erfolg auf  Messen in London, Paris und Genf gezeigt worden.

Die Ausstellung in der Galerie Bernheimer präsentiert eine vielseitige Auswahl an Fotografien von Vanessa von Zitzewitz, die einen Querschnitt der fotografischen Arbeiten der Künstlerin zum Thema Portrait und Akt vorstellen und nun erstmals in der Galerie Bernheimer gezeigt werden.

 

Bernheimer Fine Art Photography, Brienner Strasse 7, München

 

15.04.2015 - 20.09.2015
Fotoausstellung Wien . In den Jahren von 1991 bis 1993 fand Christine de Grancy Zugang zu der geheimnisvollen Welt der iranischen Juden in Wien und dokumentierte deren Leben in interessanten Bildern. Ausgestellt werden die Bilder im Jüdischen Museum vom 15.4. bis 20. 9. 2015
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Christine de Grancy - Transit. Die Iraner in Wien
Fotoausstellung Wien . In den Jahren von 1991 bis 1993 fand Christine de Grancy Zugang zu der geheimnisvollen Welt der iranischen Juden in Wien und dokumentierte deren Leben in interessanten Bildern. Ausgestellt werden die Bilder im Jüdischen Museum vom 15.4. bis 20. 9. 2015

 

Albert Misak und Edek Bartz zu Gast beim Laubhüttenfest, 1991 © Christine de Grancy

 

 

Über geheime Wege wurden nach der islamischen Revolution im Iran 1979 aus dem Land geschleust. Auf ihrem Weg in die USA oder nach Israel war Wien oftmals die Transitstation und die Synagoge in der Großen Schiffgasse 8 in Wien die religiöse Anlaufstelle der Iraner. Der dort wirkende Rabbiner  Schmuel Aharon Pressburger  und sein Sohn Michoel Pressburge nahmen sich der verfolgten und vertriebenen Juden an. Sie gaben ihnen vor ihrer Weiterreise das Gefühl von Heimat und Geborgenheit. Die Fotografin Christine von Grancy bekam in den Jahren 1991 bis 1993 Zugang zu dieser verborgenen und atemberaubenden Welt und dokumentiert das Leben der iranischen Juden in Wien.

 

Albert Schmuel Aharon und sein Sohn Michoel Pressburger © Christine de Grancy

 

Jüdisches Museum Wien, Judenplatz, Wien

 

15.04.2015 - 28.09.2015
Fotoausstellung Hürth-Kalscheuren . Den spektakulären Ort der Böhm Chapel bei Köln nutzt die Galerie Jablonka als Ausstellungsort. Vom 15.4. bis 28.9.2015 werden dort die großformatigen Arbeiten des preisgekrönten Portfolios "Service" von Platon ausgestellt, der vor allem mit seinen Porträts prominenter Zeitgenossn wir Barack Obama, Vladimir Putin oder Muhammad Alir bekannt wurde.
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Platon: Service
Fotoausstellung Hürth-Kalscheuren . Den spektakulären Ort der Böhm Chapel bei Köln nutzt die Galerie Jablonka als Ausstellungsort. Vom 15.4. bis 28.9.2015 werden dort die großformatigen Arbeiten des preisgekrönten Portfolios "Service" von Platon ausgestellt, der vor allem mit seinen Porträts prominenter Zeitgenossn wir Barack Obama, Vladimir Putin oder Muhammad Alir bekannt wurde.


 

Tactical training Hummer at Medina Wasl, mock Iraqi village at Ft. Irwin, California, 2008. © Platon

 

Ob Woody Allen, George W. Bush oder Edward Snowden - die Liste der  Prominenz ist lang, die schon vor der Kamera des britischen Fotografen Platon posierten. Die Galerie Jablonka zeigt jetzt eine gänzlich andere Facette seines Werks. Es war im Jahr 2008 in demPlaton einen mehrjährigen Vertrag mit dem New York abschloss und damit die Nachfolge des legendären Fotografen Richard Avedon antrat. Seine erste insgesamt 70 Schwarzweißarbeiten umfassende Fotoreportage "Service" (Wehrdienst) war nicht nur eine Auftragsarbeit, sondern eine Hommag an die Männer, Frauen und deren Familien, die ihrem Land dienten.

 

 

Seaman Jeremiah Lineberry, just after lowering the flag aboard the U.S.S. San Antonio,
as he prpares for his first deployment, 2008 © Platon

 

 

Specialist Patrick Quinn training in his night vision goggles at Ft. Irwin, California, 2008 © Platon

 

 

Veröffentlicht wurde die Bilderserie  wenige Wochen vor Barack Obamas  erster Wahl zum Präsidenten und hatte eine historische Auswirkung auf der Ergebnis der Wahl. Unter anderem war auch General Colin Powell tief bewegt von den Bildern und unterstützte als Republikaner  den Demokraten in der Hoffnung, Obama würde für mehr Respekt und Toleranz in der Gesellschaft stehen.

 

Elsheba Khan at the grave of her son, Specialist Kareem Rashad Sultan Khan, in Section 60 of Arlington National Cemetery in Arlington, Virginia, 208 © Platon

 

 

Platon, 1968 in London geboren, heißt mit vollen Namen Platon Antoniou und ist Sohn einer Engländerin und eines griechischen Vaters. Bekannt wurde er vor allem auch durch seinen 2011 veröffentlichen Fotoband „Platon – Portraits of Power“, das Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zeigt.

 

Seit Herbst 2010 wird  die Böhm Chapel als exklusiver Ausstellungsraum der Galerie Jablonka für moderne Kunst genutzt. Bewusst wird dabei auf Ausstellungssysteme, Zwischenwände und Einbauten verzichtet, die Exponate hängen ausschließlich in den fünf verfügbaren Konchen oder stehen frei im Raum.

 

Böhm Chapel, Hans-Böckler-Straße 170, Hürth-Kalscheuren

15.04.2015 - 05.06.2015
Fotoausstellung Köln . Zum ersten Mal wird die 24-teilige Arbeit der amerikanischen Künstlerin "African Masks after Walker Evans" in vollem Umfang in Deutschland gezeigt. Die Galerie Jablonka zeigt die Serie der geheimnisvollen Masken vom 15. April bis 5. Juni 2015
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Sherrie Levine - African Masks after Walker Evans
Fotoausstellung Köln . Zum ersten Mal wird die 24-teilige Arbeit der amerikanischen Künstlerin "African Masks after Walker Evans" in vollem Umfang in Deutschland gezeigt. Die Galerie Jablonka zeigt die Serie der geheimnisvollen Masken vom 15. April bis 5. Juni 2015

African Masks After Walker Evans: 1-24 (Image 9), 2014, Giclee Inkjet Print, each Edition of 12
© Sherrie Levine / Courtesy Jablonka Galerie, Cologne

 

 

Walker Evans gehört zu den bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts, dessen eindrucksvolles Bilderwerk verarmter weißer Südstaatler, die er in den Jahren zwischen 1935 bis 1938 aufnahm, ihn weltberühmt machte. Sherrie Levine hat sich diesem Thema angenommen und wurde 1979 mit einer Serie von 24 Fotografien nach Walker Evans bekannt, die Motive der verarmten Landbevölkerung in Alabama am Ende der 1920er Jahre zeigen. Diese Serie wurde zu einem Schlüsselwerk der Postmoderne, in dem Fragen der Originalität, des Ursprungs sowie des Warencharakters des Kunstwerks eine Rolle spielen.

 

African Masks After Walker Evans: 1-24 (Image 10), 2014, Giclee Inkjet Print, each Edition of 12
© Sherrie Levine / Courtesy Jablonka Galerie, Cologne

 

In ihrer neuen Serie nach Walker Evans beschäftigt sich Sherrie Levine 35 Jahre später mit denselben Fragen und schafft ein neues brisantes Werk. Die Künstlerin traf für die neue Serie ihre Auswahl aus einem umfangreichen Konvolut von über 400 Fotografien afrikanischer Kunstwerke, die Walker Evans 1935 im Auftrag des Museum of Modern Art, New York angefertigt hatte. Dieses umfangreiche Projekt war ein maßgeblicher Beitrag zur Aufnahme afrikanischer Kunst in den ästhetischen Kanon.

Walker Evans fotografierte in etwas mehr als 3 Monaten sämtliche Objekte der großen Ausstellung „African Negro Art“, die 1935 in Museum of Modern Art sowie weiteren amerikanischen Museen gezeigt wurde. Die Fotografien von Walker Evans entstanden während der New Yorker Ausstellung – üblicherweise nachts, außerhalb der Öffnungszeiten des Museums. Sie wurden nicht für den Katalog zur Ausstellung verwendet, sondern zu einem umfangreichen Portfolio in einer Auflage von 17 Exemplaren mit jeweils über 400 Originalabzügen zusammengestellt, das im Anschluss an die Skulpturenausstellung selbst in mehreren Museen ausgestellt wurde. Die 17 Portfolios  wurden darauf an andere Museen und Fachbibliotheken als Studienmaterial weitergegeben.

Sherrie Levine wählte ausschließlich Masken als Motive für ihre Serie aus und spitzt so die Frage nach der Identität der Urheber der Kunstwerke noch weiter zu. Schon die Fotografien von Walker Evans verweisen auf den ästhetischen Vorrang der von ihm aufgenommenen Kunstwerke, die wiederum selbst durch den Akt der fotografischen Aufnahme ihren Status von fremden Ritualgegenständen in moderne Skulpturen wandeln. Die Ausstellung 1935 und die Fotografien von Walker Evans waren ein wesentlicher Schritt hin zur Kanonisierung der afrikanischen Artefakte als Kunstwerke, mit der zwangsläufig und lange Zeit noch unbemerkt auch Fragen nach der Autorität der neuen, westlichen Besitzer dieser Objekte aufkamen. Sherrie Levines Auswahl von 24 Aufnahmen nach Walker Evans eröffnet den Diskurs zu vielen dieser Fragen. Es ist nicht allein zu fragen, wie sich Levines Arbeit zu der von Walker Evans verhält, sondern auch, wie diese sich zu ihren Motiven verhalten, und in welchem Ausmaß sie an der Transformation dieser Objekte in Kunstwerke teilhaben.

 

African Masks After Walker Evans: 1-24 (Image 14), 2014, Giclee Inkjet Print, each Edition of 12
© Sherrie Levine / Courtesy Jablonka Galerie, Cologne

 

Die amerikanischen Fotografin und Konzeptkünstlerin Sherrie Levine wurde 1947 in Hazleton, Pennsylvania geboren. Sie besuchte die University of Wisconsin und arbeitete danach in der Werbebranche. Heute lebt und arbeitet sie in New York.

 

 

Jablonka Galerie, Lindenstraße 19, Köln

 

11.04.2015 - 01.09.2015
Fotoausstellung Erfurt. Anlässlich des 70 Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald thematisiert die Fotoarbeit von Janus Spiegler im Erfurter Erinnerungsort Topf und Söhne, den schmalen Grat zwischen Verantwortung und Verbrechen. Bis 11. April 2015
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"Landschaft mit Campanile I"
Fotoausstellung Erfurt. Anlässlich des 70 Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald thematisiert die Fotoarbeit von Janus Spiegler im Erfurter Erinnerungsort Topf und Söhne, den schmalen Grat zwischen Verantwortung und Verbrechen. Bis 11. April 2015


 

Zwischen Nationaltheater und KZ: Die Fotoarbeit von Janus Spiegler bringt durch Blickwinkel Schauplätze der Kultur und Unkultur in Zusammenhang und fördert 70 Jahre nach Kriegsende die Erinnerungskultur. Anlässlich des 70. Jahrestags des Kriegsendes und der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald öffnet im Erfurter Erinnerungsort Topf und Söhne die Fotoausstellung "Landschaft mit Campanile I": Gezeigt wird ab dem 11. April eine Serie von Schwarz-Weiß-Fotografien, die den schmalen Grat zwischen Verantwortung und Verbrechen thematisiert. Monatelang hat dafür Aribert Janus Spiegler fotografisch der Frage nachgespürt, wie nah das Grauen sein konnte - ohne das es gesehen werden wollte.

 

In seinem Fotoprojekt setzt Spiegler Orte wie das Deutsche Nationaltheater Weimar oder das Erfurter Augustinerkloster direkt in Verbindung mit dem Mahnmal für die Opfer des Konzentrationslagers Buchenwald, dem Campanile, den Glockenturm am Ettersberg. Allein durch den Blickwinkel bilden die Motive neue, unbekannte Sicht- und Kontextachsen zwischen Orten der Hochkultur und der Barbarei. Dadurch erscheint nicht nur das Gewohnte in neuem Licht. Vielmehr verbinden sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu der Frage, ob sich ein solches Grauen wiederholen kann.

 

 

 

Der Ettersberg mit dem Glockenturm ist im gewohnten Umfeld der Ebene einer Stadt wie Erfurt und Weimar meist nicht zu sehen. Erst durch die Wahl eines geeigneten Standortes rückt er ins Bild. In allen Fotografien treten bekannte Orte in eine optische Beziehung mit dem Turm und damit in eine Kommunikation. Der immer wieder in diesen Landschaften sichtbar werdende Campanile schärft die Wahrnehmung für die Nähe jener Orte, die uns sowohl mit Stolz erfüllen als auch mit Scham und Trauer. "Im Laufe der Arbeit ist mir selbst immer wieder aufs Neue klar geworden, wie nah dieser Ort gewesen ist. Man musste ihn damals nur sehen wollen - genauso wie heute", erklärt Spiegler.

Im Fokus der Arbeiten stehen in Weimar unter anderem das Deutsche Nationaltheater, die Viehauktionshalle und die durch Lyonel Feininger bekannt gewordene Kirche von Gelmeroda. In Erfurt ist es etwa die Predigerkirche, der Wirkungsort des bedeutenden Theologen und Philosophen Meister Eckhart. Auch das Augustinerkloster, in dem Martin Luther wirkte, erscheint spätestens jenen Betrachtern in neuem Bild, die um die judenfeindliche Sichtweise des Reformators wissen. "Erst die Wahl eines nicht alltäglichen Kamera-Standortes erlaubte es, den Campanile stets ins Blickfeld zu rücken. Darin liegt aus meiner Sicht eine große Chance, das Interesse von Betrachtern an unserem Kulturerbe, das untrennbar auch mit dem Terror auf dem Ettersberg verbunden ist, zu sensibilisieren, ganz im Sinne einer Erinnerungskultur", sagt Spiegler.

Die Foto-Serie will nicht den moralischen Zeigefinger heben. Vielmehr will der Fotokünstler zeigen, "wie sich unser Leben - im Bewusstsein unseres zwiespältigen Kulturerbes - am Fuße des Ettersberges gestaltet." Die Arbeit soll ein Offerte an den Betrachter der Fotos sein, Schmerz und Scham und den Wunsch nach dem Vergessen des Geschehenen in Verantwortung zu verwandeln - in eine Verantwortung für Gewaltlosigkeit, für ein Mitgefühl und die Wertschätzung sowie für die Bereitschaft zur Solidarität gegenüber anderen Menschen. Gezeigt werden in der Ausstellung ein gutes Dutzend Aufnahmen, zunächst mit Motiven aus Erfurt.

 

10.04.2015 - 05.07.2015
Fotoausstellung Essen . Sowohl Fotoreportagen als auch künstlerische Arbeiten rund um das Thema Krieg, seinen sichtbaren Folgen und seinen sozialen Auswirkungen zeigt die Ausstellung "Conflict, Time, Photography" im Museum Folkwang mit rund 200 Exponaten aus der Zeit zwischen 1855 bis 2013.
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Conflict, Time, Photography
Fotoausstellung Essen . Sowohl Fotoreportagen als auch künstlerische Arbeiten rund um das Thema Krieg, seinen sichtbaren Folgen und seinen sozialen Auswirkungen zeigt die Ausstellung "Conflict, Time, Photography" im Museum Folkwang mit rund 200 Exponaten aus der Zeit zwischen 1855 bis 2013.

Don McCullin
Shell Shockes US Marine, Vietnam, Hue, 1968, printed 2013
© Don McCullin, courtesy Hamiltons Gallery, London

 

 

Die Ausstellung Conflict, Time, Photography zeigt die künstlerischen Auseinandersetzung von Krieg und Kriegsschauplätzen durch Fotografinnen und Fotografen.Vorgestellt werden rund 200 Exponate, die unterschiedlichen geographischen und geschichtspolitischen Kontexten entstammen. Eine Besonderheit der Ausstellung ist die zeitliche Dimension, denn sie erfolgt ausschließlich nach dem zeitlichen Abstand zu dem Ereignis, auf das sich die Fotografen und Künstler beziehen, von „Augenblicke, Wochen, Monate später“ zu Beginn des Rundgangs über „Jahre und Jahrzehnte später“ bis zu „100 Jahre später“ im letzten der insgesamt zwölf Räume. Auf diese Weise ergeben sich Nachbarschaft en von dokumentarfotografischen, fotokünstlerischen und konzeptuellen Arbeiten, die off en lassen, wie das Gezeigte anzuschauen und zu verstehen ist – auch wenn unmissverständlich klar ist, dass es um die historische und zeitgenössische Tatsache des Krieges und unsere Vorstellungen davon geht.
Der Ausstellungstitel verzichtet darauf, die Begriffe Krieg, Zeit und Fotografie in ein eindeutiges Verhältnis zueinander zu setzen. Conflict, Time, Photography ist keine Foto- oder Mediengeschichte des Krieges und keine Geschichte der Kriegsfotografie oder der Fotografie in Kriegszeiten. Stattdessen fragt die Ausstellung nach den Möglichkeiten und Strategien der fotografisch-künstlerischen Bewältigung von Krieg und Gewalt: Augenzeugenschaft – Spurensuche – Bestandsaufnahme – Erinnerungsarbeit – Künstlerische Lesarten des Archivs – Rückkehr zu den Orten – Suggestion des Unsichtbaren.

Als Ausstellung in der Ausstellung hat das in London ansässige Archive of Modern Conflict aus seinen umfangreichen Sammlungen historischer Fotografien, Objekte, Drucksachen und Manuskripte eine Präsentation konzipiert, die private Aufnahmen, offizielle Bilder, historische Ausrüstungsgegenstände und weitere Objekte aus den Jahrzehnten des Ersten und Zweiten Weltkriegs zu einer multimedialen Installation zusammenführt.

 

Albert Renger-Patzsch (1897 - 1066)
Blick vom Rathausturm, Essen nach dem ersten schweren Luftangriff, März 1943
© Fotoarchiv Ruhr Museum

 

Josef Stoffels (1893-1981)
Fotografische Gesellschaft im Kruppschen Bildungsverein bei Trümmeraufnahmen
im zerstörten Essen (Akazienallee), 1946
© Fotoarchiv Ruhe Museum

 

 

Für Essen wurde Conflict, Time, Photography zudem um ein Kapitel erweitert, das der Berichterstattung über das Ruhrgebiet und das Rheinland unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs gewidmet ist. Lokal und regional ansässige Fotografen wie Albert Renger-Patzsch, Willy van Heekern und Ruth Hallensleben, ebenso wie auswärtige Bildjournalisten, u. a. René Burri und Margaret Bourke-White, haben damals ihren Blick auf die zerstörten Städte und ihre Bewohner gerichtet. Ihre Aufnahmen lassen nicht nur sehr verschiedene Perspektiven erkennen, sondern auch die unterschiedlichen Zielsetzungen, die mit den fotografischen Bildberichten verbunden waren. Auf der einen Seite der Blick auf die Leiden der Zivilbevölkerung in den Ruinenlandschaften, auf der anderen Seite eine kritische Bestandsaufnahme der deutschen Gesellschaft, die sich mit den Folgen der NS-Kriegspolitik konfrontiert sah.

 

Luc Delahaye
US Bombing on Taliban Positions, 2001
© Courtesy Luc Delahaye & Galerie Nathalie Obadia, Paris/Bruxelles

 

 

Beteiligte Künstler
Jules Andrieu, Pierre Antony-Thouret, Nobuyoshi Araki, Archive of Modern Conflict, George N. Barnard, Margaret Bourke-White, Frank Breuer, Adam Broomberg, Oliver Chanarin, René Burri, Hermann Claasen, Luc Delahaye, Chloe Dewe Mathews, Ken Domon, Matsumoto Eiichi, Hugo Friedrich Engel, Roger Fenton, Toshio Fukada, Jim Goldberg, Ruth Hallensleben, Rudolf Herz, Dieter Hinrichs, Kenji Ishiguro, Kikuji Kawada, János Kender, Peter Kleu, An-My Lê, Jerzy Lewczy?ski, Emeric Lhuisset, Agata Madejska, Diana Matar, Don McCullin, Susan Meiselas, Angela Milden, Simon Norfolk, João Penalva, Richard Peter, Walid Raad, Jo Ractliffe, Albert Renger-Patzsch, Sophie Ristelhueber, George Rodger, Julian Rosefeldt, August Sander, Hrair Sarkissian, Michael Schmidt, Karl Hugo Schmölz, Ursula Schulz-Dornburg, Indr? Šerpytyt?, Stephen Shore, Harry Shunk, Taryn Simon, Josef Stoffels, Wolf Strache, Shomei Tomatsu, Hiromi Tsuchida, Willy van Heekern, Nick Waplington, Franz Wiese, Jane Wilson, Louise Wilson, Sasaki Yuichiro

Eine Ausstellung der Tate Modern, London, in Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang, Essen, und den Staatlichen Kunstsammlungen, Dresden.

Gefördert durch die Sparkassen-Finanzgruppe, vertreten durch die Sparkasse Essen und den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.  

 

Museum Folkwang, Museumsplatz 1, Essen

 

04.04.2015 - 30.11.2015
Fotoausstellung Stimmungsvolle Motive in ganz eigener Art fotografisch umzusetzen, das ist es was die Bilder von Heiko Westphalen auszeichnet. Ob es Segelschiffe oder eine Ansammlung von Möwen sind, immer werden bei dem Fotografen kleine Kunstwerke aus ganz normalen Motiven. In der Galerie Nr. 10 auf dem Putbrese Hof im schleswig-holsteinischen Ulsnis werden die Bilder bis Ende November ausgestellt.
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Heiko Westphalen - Die besondere Fotografie
Fotoausstellung Stimmungsvolle Motive in ganz eigener Art fotografisch umzusetzen, das ist es was die Bilder von Heiko Westphalen auszeichnet. Ob es Segelschiffe oder eine Ansammlung von Möwen sind, immer werden bei dem Fotografen kleine Kunstwerke aus ganz normalen Motiven. In der Galerie Nr. 10 auf dem Putbrese Hof im schleswig-holsteinischen Ulsnis werden die Bilder bis Ende November ausgestellt.

 

 

In der Galerie Nr. 10 auf dem Putbrese Hof werden 24 Bilder von Heiko Westphalen ausgestellt. Nicht die bloße Abbildung der „Alltagswelt“ ist das Ziel von Heiko Westphalen, sondern er interpretiert und verfremdet seine Motive. Die grundlegenden Elemente sind Farbe und Struktur. Oft bekommen einzelne Bereiche im Bild eine intensive Farbigkeit - Westphalen setzt Akzente mit starken Komplementärkontrasten. Ein weiteres Element der Verfremdung ist die starke Strukturierung der Bildoberfläche. Sie scheint von zahllosen Kratzern durchkreuzt, richtungslos, scheinbar wahllos -ohne jedoch die innere Klarheit und Ordnung im Bild zu zerstören.


 

 

 

 

 

 

 

Heiko Westphalen, 1958 geboren, hat sich sein Leben lang für Fotografie begeistert. Heiko Westphalen hat von der Pieke auf  das grafische Gewerbe gelernt. Mehr als 35 Jahre lang hat er in den verschiedensten Sparten des grafischen Gewerbes gearbeitet. Ein Schwerpunkt seiner beruflichen Tätigkeit blieb auch nach einer beruflichen Neuorientierung die Druckerei und der daraus resultierende Umgang mit Bildmaterial.

Seit 15 Jahren arbeitet Heiko Westphalen als Gruppenleiter im Spektrum bei der Mürwiker Werkstätten GmbH, einer Einrichtung für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

 

 

 

 

 

Galerie Nr. 10, Putbrese Hof, Ulsnis

 

 

 

 

 

03.04.2015 - 15.05.2015
Fotoausstellung Zingst . Viele der Fotografien des litauischen Fotografen Gytis Skudžinskas sind einfach nur schön und beeindrucken vor allem wegen ihrer meditativen Schlichtheit. Vorgestellt werden sie von der Erlebniswelt Fotografie Zingst bis Mitte Mai in der Villa Ruh.
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Gytis Skudžinskas - Silence
Fotoausstellung Zingst . Viele der Fotografien des litauischen Fotografen Gytis Skudžinskas sind einfach nur schön und beeindrucken vor allem wegen ihrer meditativen Schlichtheit. Vorgestellt werden sie von der Erlebniswelt Fotografie Zingst bis Mitte Mai in der Villa Ruh.

 

 

 

"Das Objekt, welches dazu da ist, die Grenze zwischen dem Sichtbaren und Unsichtbaren, dem Bekannten und Unbekannten, dem Natürlichen und Gesellschaftlichen zu betonen, benutze ich statt die eigentliche Situation wiederzugeben", wagt Gytis Skudžinskas einen Erklsungsversuch seiner Bilder, die eigentlich keiner Erklärung bedürfen.

Die Erlebniswelt Fotografie Zingst nennt sie in der Ausstellungsankündigung eine Form der Lochblenden-Fotografie. Bilder, geschossen in Naturschutzgebieten und öffentlichen oder privaten Plätzen geben nicht die präzisen Parameter dieses Standortes wieder, sondern umfassen lediglich eine kontinuierliche, visuelle Struktur.

Gytis Skudžinskas – geboren 1975 in Litauen, arbeitet und lebt in Vilnius. Von 1999 – 2003 studierte er an der Vilnius Akademie der bildenden Künste, Klaipeda Abteilung der visuellen Gestaltung. 2005 wurde er mit dem „Master of Arts“- Award ausgezeichnet. Seit 1999 nimmt er an Gruppen-Ausstellungen teil und betreut seit 2001 verschiedene visuelle Kunst-Projekte im Westen Litauens. 2006 wurde er Mitglied der »Lithuanian Photography Union«. 1995-2005 nahm er an der Aktion-Kunst-Gruppe SaliKApalikau (aka. Ensemble SP) teil.

 

 

 

 

 

In seiner Arbeit nutzt der Künstler sowohl Fotografie als auch Zeichnungen und Installationen. In jüngster Zeit entscheidet er sich mehr für die Fotografie. Die Arbeiten dieses Künstlers verlassen alle Parameter von Raum und Zeit. Jede konventionelle Orientierung wird vermieden als Reaktion auf den übersättigten Markt reproduzierter Bilder. Aus dieser Intention entstand eine geheimnisvolle Fotografie, entleert aller Botschaften und Geschehnisse. Der Betrachter wird bewusst irritiert. Übliche Erfahrungen des Sehens werden in ein emotionsgesteuertes Bauchgefühl verändert.

 

 

Die Ausstellung entstand Zusammenarbeit mit der STP Galerie Greifswald.

Gedruckt wurde die Ausstellung im EPSON Printstudio Zingst auf EPSON Traditional Photo Paper 305 g. Die Qualitätsnormen orientieren sich an den kunstdruckgerechten Vorgaben der EPSON-Digigraphie®.

 

 

Villa Ruh, Zingst

 

 

 

02.04.2015 - 21.06.2015
Fotoausstellung München Die Ausstellung „Zoom! Architektur und Stadt im Bild“ stellt Fotografien und Videoarbeiten von achtzehn internationalen Fotografen der Gegenwart vor, die sich auf die komplexen Wechselbeziehungen von Gesellschaft, Architektur und Stadt konzentrieren. Die Ausstellung im Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne läuft bis zum 21.6.2015.
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Zoom! Architektur und Stadt im Bild
Fotoausstellung München Die Ausstellung „Zoom! Architektur und Stadt im Bild“ stellt Fotografien und Videoarbeiten von achtzehn internationalen Fotografen der Gegenwart vor, die sich auf die komplexen Wechselbeziehungen von Gesellschaft, Architektur und Stadt konzentrieren. Die Ausstellung im Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne läuft bis zum 21.6.2015.

 Iwan Baan | Zabbaleen in Kairo © Iwan Baan

 

 

Die Architektur der Gegenwart steht vor radikalen Herausforderungen: Angesichts einer fortschreitenden globalen Urbanisierung, den wachsenden Problemen durch Migration und sozialer Ungleichheit, aber auch schrumpfenden Städten und unaufhaltsamer Slumbildung muss sie ihre gesellschaftliche Relevanz für die Zukunft unter Beweis stellen. Architekturfotografie spielt dabei als Medium der Kommunikation zwischen Architekten und Auftraggebern einerseits sowie der Vermittlung an eine breite Öffentlichkeit andererseits eine zentrale Rolle. Bislang produzierte sie meist Bilder, die Architektur nur als gestaltete Objekte ohne Bezug zu ihren Nutzern zeigte. Immer mehr Fotografen wenden sich derzeit aber jenen gebauten Lebens-, Wohn und Arbeitswelten zu, die nicht von Architekten geplant sind.  

 

 

Peter Bialobrzeski | „Yet Untitled“ #4, 2014 © Courtesy of the artist: Peter Bialobrzeski

 

 

Roman Bezjak | Socialist Modernism, 2005–2010 | Sankt Petersburg, Russland | 2009 © Roman Bezjak

 

 

Die Ausstellung „Zoom! Architektur und Stadt im Bild“ stellt Fotografien und Videoarbeiten von achtzehn internationalen Fotografen der Gegenwart vor, die sich auf die komplexen Wechselbeziehungen von Gesellschaft, Architektur und Stadt konzentrieren. Sie liefern wichtige Informationen darüber, wie Bauten funktionieren, wenn die Baufirmen das Gelände verlassen haben, oder wie sich Stadt- und Dorfstrukturen durch die Bewohner und deren soziale und kulturelle Prägung oder wirtschaftliche Faktoren verändern. Gerade aus dem oft sichtbaren Scheitern von Planungskonzepten oder auch ihrer Transformation lassen sich konkrete Schlüsse über die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen ableiten.

Im Nebeneinander der Aufnahmen aus verschiedenen Ländern und Kontinenten – von der Oberpfalz über Italien bis Nigeria und China – werden Brüche und Gemeinsamkeiten sichtbar. Fotografie kann Prozesse und Strömungen festhalten, dokumentieren und kommentieren und gewinnt dadurch eine aktive Rolle in der Rezeption von Architektur – und damit auch Einfluss auf das Selbstverständnis der Disziplin. Ziel der Ausstellung ist es, zu zeigen, dass die aktuelle zeitgenössische Architekturfotografie ihre besondere Aufgabe als kritisches Medium angesichts der sich extrem wandelnden gesellschaftlichen Bedingungen aktiv wahrnimmt.

 

 

Tobias Zielony | Le Vele di Scampia, 2009 | HD Video / Stop Motion, 2:3, color, silent, 9:16 min | edited by Janina Herhoffer © Tobias Zielony, Courtesy of the artist (Tobias Zielony), KOW, Berlin and Galleria Lia Rumma, Naples

 

 

Gezeigt werden Fotografien und Videoarbeiten von Iwan Baan, Roman Bezjak, Peter Bialobrzeski, Lard Buurman, Stefan Canham und Rufina Wu, Nuno Cera, Livia Corona, Nicoló Degiorgos, Jörg Koopmann, Eva Leitolf, Myrzik und Jarisch, Stefan Olàh, Julian Röder, Simona Rota, Andreas Seibert, Wolfgang Tillmans, Fabian Vogl und Tobias Zielony.

Ein Katalog in deutscher und englischer Sprache erscheint im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, 200 Seiten, circa 200 Abbildungen, ISBN 978-3-86335-735-1

Die Ausstellung wird gefördert durch die freundliche Unterstützung von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e. V.

 

 

Pinakothek der Moderne , Kunstareal, Barer Straße 29, München

 

01.04.2015 - 30.06.2015
Fotoausstellung Nationalpark Hainich . Sicher auch eine längere Anfahrt ist die Ausstellung des bekannten Naturfotografen Norbert Rosing mit seinen Bildern "Wildes Deutschland" wert. Hier kann man zum einen die wunderbaren Motive bewundern und zum anderen die Schönheiten des Unesco Weltkulturerbes des thüringenschen Nationalparks Hainich am Baumkronenpfad genießen. Bis Ende Juni.
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Norbert Rosing - Wildes Deutschland
Fotoausstellung Nationalpark Hainich . Sicher auch eine längere Anfahrt ist die Ausstellung des bekannten Naturfotografen Norbert Rosing mit seinen Bildern "Wildes Deutschland" wert. Hier kann man zum einen die wunderbaren Motive bewundern und zum anderen die Schönheiten des Unesco Weltkulturerbes des thüringenschen Nationalparks Hainich am Baumkronenpfad genießen. Bis Ende Juni.

 

Traumhaft unberührte Natur findet man nicht nur in der weiten Ferne. Das beweist die Schönheit des Nationaparks Hainich ebenso wie die Ausstellung "Wildes Deutschland" mit den faszinierenden Naturbildern von Norbert Rosing. Es zeigt romantische Wälder faszinierende Felsen und die vielfältige Flora und Fauna Deutschlands. 

 

 

Die Ausstellung wird im Nationalparkzentrum des Nationalparks Hainich an der Thiemsburg stattfinden. Die neue Ausstellung „Norbert Rosings Wildes Deutschland“ besteht aus 42 Bildern mit einem Außenmaß von 60 x 80 cm, hergestellt durch Sponsor CEWE.

 

 

 

Die Bilder werden dort im Rahmen der Öffnungszeiten des Nationalparkzentrums (täglich von 10.00-19.00 Uhr) bis 30. Juni zu sehen sein.

 

 

 

 

 

 

 

01.04.2015 - 31.05.2015
Fotoausstellung Hamburg Die politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen Europas haben die fotografischen Essays von zwölf jungen europäischen Fotografen im Blick. Für Deutschland haben die Fotografen Stephanie Steinkopf und Paula Winkler aus Berlin sowie der aus der Ukraine stammende und derzeit in Mainz lebende Kirill Golovchenko an dem Projekt teilgenommen, das im Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen vorgestellt wird.
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The New Social
Fotoausstellung Hamburg Die politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen Europas haben die fotografischen Essays von zwölf jungen europäischen Fotografen im Blick. Für Deutschland haben die Fotografen Stephanie Steinkopf und Paula Winkler aus Berlin sowie der aus der Ukraine stammende und derzeit in Mainz lebende Kirill Golovchenko an dem Projekt teilgenommen, das im Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen vorgestellt wird.

 

Kirill Golovchenko, aus der Serie: Otpusk – Out Of The Blue, © Kirill Golovchenko

 

 

 

Das Thema »The New Social« nimmt Bezug auf die bedeutenden politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen, die in Europa neue Formen der demokratischen Teilhabe ermöglichen, aber auch eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Werten erfordern. Die Fotografen konnten in ihren Foto-Essays neue Lebensstile, Umgangsformen und Wege der Kommunikation ebenso aufgreifen wie veränderte Arbeitsbedingungen und Fragen der Mobilität und kulturellen Identität.

Ausgewählt wurden die Fotografen von Ingo Taubhorn, Kurator des Hauses der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, dem norwegischen Fotografen Rune Eraker, dem Soziologen und Kurator Sérgio Mah aus Portugal sowie dem künstlerischen Leiter des italienischen Photolux Festivals in Lucca, Enrico Stefanelli. Die vier Kuratoren haben die Fotografen bei der Erarbeitung ihrer fotografischen Kommentare begleitet.

 

 

Espen Rasmussen, aus der Serie: Oddballs © Espen Rasmussen

 

 Patrícia Almeida, Congress, aus der Serie: My Life Is Going To Change, © Patrícia Almeida

 

 

Neben Golovchenko, Steinkopf und Winkler nahmen folgende Fotografen an epea 02 teil: Patrícia Almeida und André Cepeda aus Portugal, Massimo Berruti und Simona Ghizzoni aus Italien, Eric Giraudet de Boudemange aus Frankreich, Jan Brykczynski aus Polen, Linda Bournane Engelberth und Espen Rasmussen aus Norwegen und Arja Hyytiäinen aus Finnland.

Die Deichtorhallen und die Körber-Stiftung, Mitinitiatorin des Projekts, bieten ein Begleitprogramm zur Ausstellung an.

Die Präsentation im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg bildet den Abschluss der Wanderausstellung, die über Oslo, Lucca und Paris führte. Die dritte Runde des European Photo Exhibition Award mit dem Thema »Shifting Boundaries -Landscapes of Ideals and Realities in Europe« ist in Vorbereitung.

 

 

Paula Winkler, aus der Serie: Centerfolds, © Paula Winkler

 

 

Der European Photo Exhibition Award ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hamburger Körber-Stiftung und der Stiftungen Fondazione Banca del Monte di Lucca (Italien), Fundação Calouste Gulbenkian (Portugal) und Fritt Ord (Norwegen). Ziel von epea ist, die verschiedenen Sichtweisen herausragender junger europäischer Fotografen auf gesellschaftlich relevante Themen zu präsentieren und zu einem innereuropäischen Dialog anzuregen. Die erste Ausgabe des European Photo Exhibition Award zum Thema »European Identities« zog mehr als 130.000 Besucher in vier Städten an.

Weitere Informationen zum Projekt www.epeaphoto.org Zur Ausstellung auch unter

www.deichtorhallen.de

28.03.2015 - 31.05.2015
Ausstellung Frankfurt Mit John Skoog präsentiert das MMK Museum für Moderne Kunst den Preisträger des renommierten Baloise Kunst-Preises. Ausgezeichnet wurde seine Videoinstallation „Reduit (Redoubt)“, die neben zwei anderen Filmen im MMK 1 in einer raumgreifenden Installation zu sehen ist. 28.3. bis 31.5.2015
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John Skoog. Slow Return
Ausstellung Frankfurt Mit John Skoog präsentiert das MMK Museum für Moderne Kunst den Preisträger des renommierten Baloise Kunst-Preises. Ausgezeichnet wurde seine Videoinstallation „Reduit (Redoubt)“, die neben zwei anderen Filmen im MMK 1 in einer raumgreifenden Installation zu sehen ist. 28.3. bis 31.5.2015

John Skoog, Förår, 2012, 4K to HD-video, 16 min © the artist and Pilar Corrias Gallery

 

 

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main erhält von der Baloise Group eine Schenkung über drei Werke des schwedischen Künstlers John Skoog für seine Sammlung. Skoog ist der Preisträger des renommierten Baloise Kunst-Preises, der seit 1999 jedes Jahr jungen Künstlerinnen und Künstlern verliehen wird. In diesem Rahmen werden die Arbeiten des Preisträgers in einer Ausstellung im MMK Museum für Moderne Kunst präsentiert und ein Ankauf für die Museumssammlungen finanziert. „In mehrfacher Hinsicht ist dieses Modell der Kooperation eine fruchtbare Win-Win-Situation. Der Künstler erhält eine Einzelausstellung in einem renommierten Museum, und das Museum kann seine Sammlung um eine bedeutende zeitgenössische Position erweitern“, sagt MMK Direktorin Dr. Susanne Gaensheimer.

 

John Skoog, Förår, 2012, 4K to HD-video, 16 min © the artist and Pilar Corrias Gallery

 

Der Absolvent der Städelschule John Skoog (*1985 in Malmö, Schweden) wurde für seine Videoinstallation „Reduit (Redoubt)“ aus dem Jahr 2014 ausgezeichnet, die im MMK 1 in einer raumgreifenden Installation zu sehen ist. John Skoogs filmische Arbeiten verbinden dokumentarische Recherche und präzise Realitätsbeobachtung mit subtiler Poesie. Der im MMK 1 präsentierte Film „Reduit (Redoubt)“ kreist um ein Relikt aus der Zeit des Kalten Krieges in Schweden: Zu sehen ist ein verfallenes Gebäude, das Skoog mit seiner Kamera in Nahsicht abtastet und erkundet. Der im Zentrum des Films stehende Bunker nahe einer schwedischen Kleinstadt wurde von einer Privatperson zum Schutz der Bevölkerung errichtet. Alarmiert durch staatliche Broschüren zur drohenden Kriegsgefahr begann Karl-Göran Persson sein kleines Bauernhaus im Süden Schwedens mit Zement und gefundenen Materialien zu einem Schutzbunker für sich und seine Nachbarn auszubauen. Skoog kombiniert das filmische Material mit einer Collage von Stimmen, indem er die Bilder um die kollektive Erinnerung der Nachbarn erweitert.

In der Ausstellung bildet dieses Werk mit zwei weiteren Filmen „Sent på Jorden“ (Spät auf Erden) von 2011 und „Förår" von 2012 eine Trilogie. Neben der Geschichte der bäuerlichen Festung spielt der Wechsel der Jahreszeiten als Rahmenthema einer ländlichen Gesellschaft und ihrer jugendlichen Protagonisten im Aufbruch eine zentrale Rolle.

 

Auf Wunsch des Künstlers wird eine Arbeit der amerikanischen Künstlerin Laurie Parsons aus der Sammlung des MMK in die Ausstellung integriert. „Pieces" aus dem Jahr 1989 besteht aus einer Vielzahl gefundener Materialien, die unmittelbar auf dem Boden verteilt werden. In der Geste, gesammelte Überreste zu einem Werk zu verbinden, finden sich Parallelen im Werk von John Skoog, insbesondere in „Reduit (Redoubt)". Des weiteren ist in der Ausstellung eine Fotografie zu sehen, die als Künstlerschenkung in die Sammlung des MMK übergeht.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher Sprache: 136 Seiten, zahlreiche Abb. Mit einem Vorwort von Susanne Gaensheimer und Karola Kraus (Direktorin mumok) Autoren: Klaus Görner (Kurator MMK), Rainer Fuchs (Kurator mumok) Hg. MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien,

mumok Verkaufspreis: 19,95 Euro

Die Ausstellung wird gefördert von der Baloise Group.

 

MMK, Museum für Moderne Kunst, Domstraße 10, Frankfurt am Main

 

 

 

 

28.03.2015 - 13.09.2015
Fotoausstellung Bonn . Karl Lagerfeld gehört zu den berühmtesten Modedesignern der Welt und ist eine Ikone des Zeitgeists. Mit der Ausstellung beleuchtet die Bundeskunsthalle umfassend den Modekosmos von Karl Lagerfeld und zeigt damit ein Kapitel der Modegeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Bis 13.9.2015
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Karl Lagerfeld - Modemethode
Fotoausstellung Bonn . Karl Lagerfeld gehört zu den berühmtesten Modedesignern der Welt und ist eine Ikone des Zeitgeists. Mit der Ausstellung beleuchtet die Bundeskunsthalle umfassend den Modekosmos von Karl Lagerfeld und zeigt damit ein Kapitel der Modegeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Bis 13.9.2015

 

 Chanel Haute Couture, Frühling/Sommer 2009. Foto © Karl Lagerfeld

 

Karl Lagerfeld ist mehr als einer der weltberühmtesten Modedesigner. Über eine Zeitspanne von 60 Jahren – von 1955 bis heute – war er stilprägend für so manche Strömung der jeweiligen Zeit. Lagerfeld arbeitet seit Beginn seiner Karriere für Luxusmodehäuser wie Balmain, Patou, Fendi, Chlo, Karl Lagerfeld und Chanel. Seit 1983 ist er künstlerischer Direktor und Chefdesigner von Chanel. Für das italienische Modehaus Fendi entwirft Karl Lagerfeld bereits seit 1965 regelmig zwei, neuerdings vier Kollektionen pro Jahr, ohne von der Firma Karl Lagerfeld zu sprechen.

 

 

 Chanel Haute Couture, Herbst/Winter 2010/2011. Foto © Karl Lagerfeld

 

Karl Lagerfeld hat Klassiker wie das Chanel-Kostüm durch unkonventionelles Design der Zeit angepasst und hat sich bereits früh neben der Haute Couture dem jüngeren Prêt à porter zu gewandt. Dort sah er in den frühen 1960er Jahren die eigentliche Zukunft der Mode, die tragbarer werden sollte: „Mode ist erst Mode, wenn sie auf die Strasse geht“, ist seine Meinung. Neben seinen Entwrfen für Kleider und Kostme kreiert der Designer auerdem Accessoires aller Art, die er auf seine Kollektionen abstimmt. 2004 ist er der erste namhafte Designer, der für das schwedische Textilunternehmen H&M eine exklusive Linie entwirft – ein Erfolgskonzept, das die Firma daraufhin mit Modeschpfern wie Stella McCartney, Comme des Garons oder Versace fortsetzt.

 

 

 

Chanel Ready-to-Wear, Frühling/Sommer 2011 Foto © Karl Lagerfeld

 

 

Die „Modemethode“, das Prinzip von Karl Lagerfeld, ist eine Gesamtkonzeption: Von den ersten Entwurfsskizzen bis zum fertigen Kleidungsstck, von den Accessoires ber die Architekturkulisse und Musik der Modenschau bis zu den Fotos und dem Grafik-Design für Presse, Werbung, Katalog und Schaufensterdekoration entstammt jedes Detail demKopf und der Hand des Designers selbst.

 

Karl Lagerfeld, Selbstporträt 2013 © Karl Lagerfeld

 

 

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Friedrich Ebert-Allee 4, Bonn

 

27.03.2015 - 28.06.2015
Fotoausstellung München . Vor allem gesellschaftliche Außenseiter sind es die den schwedischen Fotografen Anders Petersen zu seinen Motiven animieren. Die von Dr. Ulrich Pohlmann kuratierte Ausstellung zeigt Originalaufnahmen aus sämtlichen Werkphasen ebenso wie die rund 30 Bücher, die von Anders Petersen veröffentlicht wurden. Vom 27.3. bis 28.6.2015
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Anders Petersen - Retrospektive
Fotoausstellung München . Vor allem gesellschaftliche Außenseiter sind es die den schwedischen Fotografen Anders Petersen zu seinen Motiven animieren. Die von Dr. Ulrich Pohlmann kuratierte Ausstellung zeigt Originalaufnahmen aus sämtlichen Werkphasen ebenso wie die rund 30 Bücher, die von Anders Petersen veröffentlicht wurden. Vom 27.3. bis 28.6.2015

 

Close Distance, 2002 © Anders Petersen / Courtesy Galerie Vu

 

 

Der schwedische Fotograf Anders Petersen, 1944 in Stockholm geboren, gehört zu den international einflussreichsten Fotografen seiner Generation. Auf der renommierten Fotoschule von Christer Strömholm zwischen 1966 und 1968 ausgebildet, arbeitete Petersen anfangs bildjournalistisch für schwedische Zeitschriften und Zeitungen. Sein besonderes Interesse gilt seitdem dem Milieu von gesellschaftlichen Außenseitern. In Animierlokalen, Gefängnissen, psychiatrischen Anstalten oder Pflegeheimen sucht Anders Petersen seine Themen und beschäftigt sich in eindringlichen Schwarzweiß-Bildessays mit den sozial Vereinsamten und ihren Lebensverhältnissen.

Berühmt wurde Petersen durch seine Portraitaufnahmen von Prostituierten, Obdachlosen und anderen von der Gesellschaft verstoßenen Menschen, die im Café Lehmitz, einer Kneipe an der Hamburger Reeperbahn, Zuflucht und eine temporäre Heimat gefunden hatten. Diese Aufnahmen, Ende der 1960er Jahre entstanden, spiegeln ein Lebensgefühl jenseits gesellschaftlicher Normen wider, geformt vom offenen Umgang mit Sexualität, Liebe und Gewalt. Bald nach einer Ausstellung der Fotos auf dem internationalen Fotofestival in Arles 1977 erschien der Bildband „Café Lehmitz“ im Münchner Schirmer/Mosel Verlag und erhielt in der Folgezeit den Status eines Kultbuches. Das Titelbild des Buches entdeckte der Musiker Tom Waits 1985 als Cover für seine Schallplatte „Rain Dogs“.

 

From back Home, 2009 © Anders Petersen / Courtesy Galerie Vu

 

Paris, 2006 © Anders Petersen / Courtesy Galerie Vu

 

Die Aufnahmen aus „Café Lehmitz“ wie auch Petersens nachfolgende Projekte von „City Diary“ bis zu „To Belong“ sind autobiografisch geprägt. „Ein Bildnis“, so Anders Petersen 2013, „das bedeutet auch, dass es nicht nur den Anderen sondern möglichst einen selbst darstellt, also ein Selbstbildnis ist. Das ist interessant, jedenfalls für mich.“ Ohne die besondere Neugier und Fähigkeit des Fotografen, sich auf die Menschen und auch schwierige Situationen einzulassen, sind viele Bilder nicht verständlich. „Ich suche eine Beziehung zu den Menschen, die ich fotografiere. Und das hat viel zu tun mit dem Verlangen, den Träumen, den Geheimnissen.Vielleicht auch mit unseren Alpträumen und Ängsten.“ (Gespräch von Anders Petersen mit Christian Caujolle, Paris 2013)

Viele Motive verströmen eine rastlose Lebensenergie. In ihrer pointierten Schwarzweiß-Ästhetik, der Bildsprache einer existentiellen Bedrängtheit, fühlt sich Petersen den Arbeiten des Niederländers Ed van der Elsken, des Japaners Daido Moriyama oder des Franzosen Antoine d'Agata künstlerisch nahe. Diese Fotografen gehen wie Petersen mit hoher Risikobereitschaft an die persönlichen Grenzen des Erlebbaren. Ungeachtet der drastischen Einblicke in die raue Wirklichkeit verfügen viele Aufnahmen von Anders Petersen über einen lyrischen, häufig melancholischen Klang. Der schwedische Fotograf versteht sich als ein Erzähler von Geschichten, die andere, meist verborgene oder unterdrückte Seiten der menschlichen Existenz sichtbar machen wollen. Wie kaum einen anderen Fotografen bewegt Anders Petersen dieses Interesse an existentiellen Fragestellungen und er dokumentiert das menschliche Verhalten aus einer zutiefst humanistischen Einstellung. „Für mich geht es beim Moment des Fotografierens auch um eine Nähe zu mir selbst. Um den Versuch, die Wirklichkeit zu erleben, anstatt sie lediglich darzustellen, und in diesem Erleben möglichst präsent zu sein. Manchmal ist es ein Glücksfall, man hebt dieKamera, und das Leben springt hinein wie ein Kaninchen. Alles wird bis zum Äußersten getrieben.“ In den letzten Jahren legt Anders Petersen seine Bilder in Form von Tagebüchern an, die am sozialen Leben anderer teilnehmen, ihre Höhen und Tiefen dokumentieren, Aggressionen und Sehnsüchte ausloten. Es ist die fortlaufend geschriebene Chronik von täglichen Begegnungen des Fotografen, manchmal direkt und schonungslos, aber nie ohne Empathie gesehen.

 

Stockholm, 200 © Anders Petersen / Courtesy Galerie Vu

 

Bis heute hat Anders Petersen circa 30 Bücher veröffentlicht, die in der Ausstellung zu sehen sind. Es werden etwa 400 Originalaufnahmen aus sämtlichen Werkphasen, sowie der Dokumentarfilm „A Film about with Anders Petersen“ (52 Minuten) gezeigt, den sein Freund, der schwedische Fotograf JH Engström 2006 in Zusammenarbeit mit Petersen realisierte.

Zur Ausstellung ist im Schirmer/Mosel Verlag München die Monografie Anders Petersen mit Texten von Urs Stahel und Hasse Persson (386 Seiten) erschienen, die an der Museumskasse und im Museumsladen für 49,80 € erhältlich ist.

Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der Bibliothèque nationale de France, dem Fotografiska Museet in Stockholm und der Galerie Vu' in Paris realisiert.

Kurator der Ausstellung: Dr. Ulrich Pohlmann

 

Münchner Stadtmuseum, St.-Jakob-Platz 1, München

 

27.03.2015 - 16.05.2015
Fotoausstellung Salzburg . Atemberaubende Bilder seiner Heimat aus der Vogelperspektive sind dem polnischen Fotografen Kacper Kowalski gelungen. Ausgestellt werden seine Fotografien in der Leica Galerie, wo auch der gleichnamige Bildband sowie limitierte Bilder von Kacper Kowalski erworben werden können. Bis 16.5.2015
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Kacper Kowalski - Side Effects
Fotoausstellung Salzburg . Atemberaubende Bilder seiner Heimat aus der Vogelperspektive sind dem polnischen Fotografen Kacper Kowalski gelungen. Ausgestellt werden seine Fotografien in der Leica Galerie, wo auch der gleichnamige Bildband sowie limitierte Bilder von Kacper Kowalski erworben werden können. Bis 16.5.2015

 

Manchmal muss man nur seine Perspektive ändern um etwas Altbekanntes in ein neues, unbekanntes Licht zu tauchen...So ist das mit den Bilder des Fotografen Kacper Kowalski, der 1977 in Danzig, Polen, geboren wurde. Nach seinem Studium der Architektur arbeitete er vier Jahre lang in dieser Branche bevor er beschloss seinem Leben einen Wandel zu unterziehen. Zwei seiner größten Leidenschaften „Flying & Photography“ rückten immer mehr in seinen Fokus.
 

 

 


Als Pilot macht Kacper Kowalski unverwechselbare Aufnahmen der Natur und der urbanen Landschaft Polens. Aus der Vogelperspektive werden  seine Motive aus ihrem ursprünglichen Kontext genommen. Es entstehen teils abstrakte, teils grafisch anmutende aber immer atemberaubende Bilder seiner Heimat.
Die Einflüsse seines Studiums der Architektur spiegeln sich in seinen Fotografien gekonnt wieder. So werden Bilder, die auch Naturkatastrophen oder Umweltverschmutzungen dokumentieren, von den Betrachtern als ästhetisch und „Schön“ wahrgenommen.

 


 
Für seine Fotografien erhielt Kowalski zahlreiche Auszeichnungen u.A.  den World Press Photo Award (2009, 2014, 2015), Picture of the Year International, The Best of Photojournalism Award, Sony World Photography und den Leica Oscar Barnack Award (2011).
Kacper Kowalskilebt und arbeitet mit seiner Frau und zwei Kindern in Gdynia, Polen.
 
Sein erster Fotoband „Side Effects“ wurde 2014 veröffentlicht. Der signierte Bildband kann in der Leica Galerie Salzburg käuflich erworben werden. Am Abend der Eröffnung nimmt sich der Künstler gerne Zeit für eine persönliche Widmung.
 
Die Bilder der Ausstellung sind in einer limitierten Auflage über die Leica Galerie Salzburg erhältlich.

 

Leica Galerie Salzburg, Gaisbergstraße, Salzburg

 

 

 


 

27.03.2015 - 21.06.2015
Fotoausstellung Ulm . Was die zerstörerische Macht eines Hurricanes aus einem Fotoschatz machen kann, das zeigt die Ausstellung „ The Destructive Art of Hurricane Sandy“ im Stadthaus Ulm. Das Archiv des Fotografen Randy G. Taylor, das rund 30.000 Fotos, Negative und Dias umfasste, war zerstört, aber wie ein Phönix aus der Asche hat der Fotograf daraus Neues entstehen lassen. Bis 21.6.2015
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The Destructive Art of Hurricane Sandy
Fotoausstellung Ulm . Was die zerstörerische Macht eines Hurricanes aus einem Fotoschatz machen kann, das zeigt die Ausstellung „ The Destructive Art of Hurricane Sandy“ im Stadthaus Ulm. Das Archiv des Fotografen Randy G. Taylor, das rund 30.000 Fotos, Negative und Dias umfasste, war zerstört, aber wie ein Phönix aus der Asche hat der Fotograf daraus Neues entstehen lassen. Bis 21.6.2015

Links: Fidel Castro bei seiner Rede zum 25. Jahrestags er Invasion in der Schweinebucht. Rechts: Russin in rot. Dieses Bild zeigt käferartige Schmimmelpilze, die zuerst die dunklen Bereicht dieses Filmtyps zerstörten. © Randy G. Taylor

 

Seit über 40 Jahren arbeitet Randy G. Taylor als Fotograf. 1978 arbeitete der damals 22-jährige für Associated Press in Paris, wo er die Schießerei vor der irakischen Botschaft einfing – was ihm beinahe eine Nominierung für den Pulitzer Preis einbrachte. Zahlreiche internationale Firmen haben ihn als Fotografen gebucht und in einer schier endlosen Liste namhafter Publikationen sind seine Fotos abgedruckt.

 

I.K.H. Lady Diana begrüßt bei ihrer Reise nach Palm Beach, Florida, mit S.K.H. Prinz Charles Gratulanten
auf dem Flughafen © Randy G. Taylor

 

 

Randy G. Taylor lagerte seine Fotos, Dias und Negative – die Belege seiner gesamten Karriere – in einem sicheren Depot in New York, in dem er auch die Familienalben mehrerer Generationen aufbewahrte. Ordentlich in Schränken, teilweise zusätzlich in Plastiktüten und -boxen verpackt. Und dann tobte im Oktober 2012 der Wirbelsturm Sandy über New York und flutete das Archiv. Als Taylor Wochen später endlich in seinen im Keller gelegenen Lagerraum durfte – den er nur mit Atemschutzmaske und Ganzkörperanzug betrat – war es eigentlich zu spät: Schimmel, Dreck und Bakterien überzogen jedes einzelne der 30.000 Fotos, Negative und Dias, die bereits begonnen hatten, sich aufzulösen. Durch die Feuchtigkeit waren die Fotos und die Papprahmen der Dias zudem so stark aufgequollen, dass ein Öffnen der Lagerschränke unmöglich war. Taylor musste mit einem Hammer eine etwa vier Zentimeter dicke Schicht seiner Arbeit selbst zerstören, um an den Rest überhaupt heranzukommen.

 

Ein französischer Polizist  erschießt einen Wächter der irakischen Botschaft, der kurz zuvor einen anderen Polizisten erschossen hatte. Paris, 1978 © Randy G. Taylor

 

Doch als Randy Taylor in den Trümmern seiner Karriere stocherte, bemerkte er auf einmal, dass die Zerstörung teils ganz unerwartete Folgen gehabt hatte. Er entdeckte eine Ästhetik und Schönheit, die er unter dem Schmutz niemals erwartet hätte.

Von einem Auswahlprozess bei der „Rettung“ der Bilder kann nicht gesprochen werden. Eher von einer Triage, wie man sie bei Naturkatastrophen oder auf dem Schlachtfeld anwendet: Was kann noch gerettet werden, was nicht? Wo noch Hoffnung besteht, taucht Taylor das Material in 99-prozentigen Reinigungsalkohol, was den Schimmel abtötet, die Trocknung beschleunigt und so den Zerstörungsprozess verlangsamt oder anhält. Wo es schnell gehen muss, werden so ganze Bögen mit Negativen und Dias behandelt. Das Ergebnis der Prozedur ist unberechenbar: Unschärfe, Risse und Farbveränderungen zählen zu den üblichen Effekten. Kodachrome zum Beispiel verliert zuerst die Farbe rot und wird blau, wohingegen Ektachrome ins Rot tendiert. Bis heute ist Taylor damit beschäftigt, die vor über zwei Jahren beschädigten Motive zu sichten und zu digitalisieren. Sein Fazit: Weniger als 1% der ursprünglich 30.000 Bilder sind noch "brauchbar".  

 

Liberty Die Silhouette der Freiheitsstatue vor den Zwillingstüren des World Trade Center, Jahre bevor diese nach den Anschlägen im September 2011 einstürtzen. © Randy G. Taylor

 

Die Ausstellung, zusammengestellt von Randy Taylor und Stadthauskurator Tommi Brem, zeigt einen Ausschnitt des geretteten Materials und dokumentiert die ungewöhnliche Kollaboration zwischen Fotograf und Naturgewalt.

 

Projektleitung: Tommi Brem

Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Ulm

 

25.03.2015 - 31.05.2015
Ausstellung Hamburg . „I, Too Wondered Wether I Could Not Sell Something And Succeed In Life“ unter diesem seltsam anmutenden Titel stellt der Kunstverein in Hamburg die Arbeit von zehn jungen KünstlerInnen vor, die das Hamburger Arbeitstipendien für bildende Kunst bekommen haben. Bis 21.5.2015
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Hamburger Arbeitsstipendien für Bildende Kunst
Ausstellung Hamburg . „I, Too Wondered Wether I Could Not Sell Something And Succeed In Life“ unter diesem seltsam anmutenden Titel stellt der Kunstverein in Hamburg die Arbeit von zehn jungen KünstlerInnen vor, die das Hamburger Arbeitstipendien für bildende Kunst bekommen haben. Bis 21.5.2015

 

Lara Steinemann, »Ballon«, 2014, LightJet C-type print, 130 x 190 cm, Courtesy of the artist. Fotografie

 

Katja Aufleger, Christoph Blawert, Oliver Bulas, Anna Lena Grau, Niklas Hausser, Christin Kaiser, Joscha Schell, Verena Schöttmer, Lara Steinemann und Benjamin Yavuzsoy zeigen im Kunstverein in zehn aufeinander folgenden, wöchentlich wechselnden Einzelausstellungen ihre Arbeiten.

 

 Benjamin Yavuzsoy, »Der Blumenbote«, 2014, Videostill, 2'30'', Full HD, Courtesy of the artist. Video

 

 

-     Eines Tages, im Jahr 1964, nimmt Marcel Broodthaers fünfzig Exemplare seines zuletzt erschienenen Gedichtbandes „Pense-Bête“, stapelt sie, gipst sie zur Hälfte ein und stellt sie als Bildhauerarbeit vor. Der Dichter beschließt, von nun an bildender Künstler zu sein. In der Einladung zur Ausstellung ist zu lesen: „Auch ich habe mich gefragt, ob ich nicht etwas verkaufen und im Leben Erfolg haben könnte.“

Es ist der Moment des Eintritts in eine neue Welt, deren Spielregeln er noch nicht kennt. An das Reale kommt aber nur heran, wer von der Fiktion ausgeht. Die ungewisse Reise dient ihm als Fluchtlinie im harten Handel der Ökonomie, dem jede (künstlerische) Produktion unterliegt, adressiert sie doch den Markt des Geldes, dem sich jeder junge Künstler ausgesetzt fühlt. Traumwandlerisch wechselt Marcel Broodthaers zwischen den Welten und Sprachen hin und her, um seinen eigenen Weg zu finden. Seine Position ist dabei immer eine der Annahme, des Wagnisses und des Vorstoßes zu fremden Ufern – bis hin zum Verschwinden. –

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Um diese Vorgabe ranken sich die Arbeiten der jungen Künstler, die sich mit vollkommen unterschiedlichen Mitteln und Ideen dem Thema gewidmet haben. Ob die künstlerische Übersetzung gelungen ist – wer weiß.

 

 

Verena Schöttmer,  »Morani u. Objekt Unbekannt«, 2014, Tintenstrahldruck auf Aquarellpapier, Schellack, 126 cm x 63 cm, Foto: André Giesemann, Courtesy of the artist.

 

 

Kuratiert von Bettina Steinbrügge und Nadine Droste. Zur Ausstellungsfolge erscheint eine Publikation. In Kooperation mit der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.

Kunstverein Hamburg, Klosterwall 23, Hamburg

 

 

22.03.2015 - 31.05.2015
Im letzten Jahr erhielt der slowakische Fotograf Martin Kollar für sein Projekt „Field Trip“ den renommierten Leica Oskar Barnack Preis. Jetzt zeigt ZEPHYR – Raum für Fotografie die erste Einzelausstellung des slowakischen Fotografen Martin Kollar in Deutschland. 22.3. – 31.5.2015
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Martin Kollar – Field Trip
Im letzten Jahr erhielt der slowakische Fotograf Martin Kollar für sein Projekt „Field Trip“ den renommierten Leica Oskar Barnack Preis. Jetzt zeigt ZEPHYR – Raum für Fotografie die erste Einzelausstellung des slowakischen Fotografen Martin Kollar in Deutschland. 22.3. – 31.5.2015

 

Aus der Serie "Field Trip" (2009-2011) © Martin Kollar
 

 

Zwischen November 2009 und Januar 2011 lebte und arbeitete Martin Kollar immer wieder über längere Zeiträume in Israel. Die dabei entstandenen Aufnahmen bilden eine starke, oft humorvolle aber auch komplexe Fotoreportage über die vermutlich meist umstrittene Region der Gegenwart. Der Titel „Field Trip“ bezieht sich eng auf seine persönliche Annäherung an das Land: Kollar beobachtet, versucht dabei aber weder zu urteilen noch Lösungen anzubieten.

In rätselhaften Bildern gewährt der Fotograf ungeahnte neue Perspektiven auf das Land Israel. Unter anderem suchte er Orte auf, die selbst der israelischen Zivilbevölkerung nicht ohne weiteres zugänglich sind: militärische Übungsplätze, Forschungsstationen oder wissenschaftliche Institute. In diesen Aufnahmen zeigt Kollar eine Gesellschaft, die sich aktiv auf mögliche Zukunftsszenarien vorbereitet. Ohne Hintergrundwissen wirken die Motive jedoch wie Kulissen eines Science-Fiction-Films. Die im weißen Licht fotografierten Bilder scheinen sich stets zwischen Wirklichkeit und Fiktion zu bewegen. Dabei geht von den Bildern ein leises, schwer zu beschreibendes und subtiles Unbehagen aus.

 

 Aus der Serie "Field Trip" (2009-2011) © Martin Kollar

 

 

Aus der Serie "Field Trip" (2009-2011) © Martin Kollar 

 

 „Field Trip“ entstand im Rahmen des internationalen Großprojekts „This Place“, das von dem französischen Fotografen Frédéric Brenner initiiert wurde. Neben Kollar hat er weitere Fotografen nach Israel und in die palästinensischen Gebiete des Westjordanlands eingeladen, um die Komplexität der Region mit einem frischen Blick zu erkunden. So beteiligten sich zwischen 2009 und 2014 neben Frédéric Brenner auch Wendy Ewald, Josef Koudelka, Jungjin Lee, Gilles Peress, Fazal Sheikh, Stephen Shore, Rosalind Fox Solomon, Thomas Struth, Jeff Wall und Nick Waplington. 

Martin Kollar wurde 1971 in Zilina, Tschechoslowakei (heute Slowakische Republik) geboren. Seit Abschluss seines Studiums an der Akademie der darstellenden Künste in Bratislava arbeitet er als freischaffender Fotograf und Kameramann. Er hat zahlreiche bedeutende Fotografie-Preise gewonnen und ist für den diesjährigen Prix Elysée nominiert.

 

Mit rund 70 Werken ist die Ausstellung im Zephyr Raum für Fotografie die bisher umfassendste Präsentation des Projekts.

 

Zephyr Raum für Fotografie, C. 4.9, Mannheim 

 

20.03.2015 - 05.07.2015
Fotoausstellung München . Seit 1975 treffen sich jedes Jahr die Brown Schwestern mit Nicholas Nixon der dann die vier in einem Gruppenbild porträtiert. Eine Familienchronik, die ein faszinierendes Zeitdokument geworden ist. Zum 40-jährige Jubiläum dieses Langzeitprojekts zeigt die Pinakothek der Moderne erstmals die vollständige Serie. 20.3. bis 5.7.2015
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Nicholas Nixon. The Brown Sisters 40 Jahre
Fotoausstellung München . Seit 1975 treffen sich jedes Jahr die Brown Schwestern mit Nicholas Nixon der dann die vier in einem Gruppenbild porträtiert. Eine Familienchronik, die ein faszinierendes Zeitdokument geworden ist. Zum 40-jährige Jubiläum dieses Langzeitprojekts zeigt die Pinakothek der Moderne erstmals die vollständige Serie. 20.3. bis 5.7.2015

 

Nicholas Nixon | The Brown Sisters | New Canaan, Connecticut | 1975 |
Silbergelatineabzug auf Barytpapier | 20,3 x 25,4 cm |
Leihgeber: Sammlung Hoppenstedt © Nicholas Nixon, courtesy Fraenkel Gallery, San Francisco

 

40 Jahre lang porträtierte der amerikanische Fotograf jedes Jahr seine Frau Bebe und ihre drei Schwestern in einem Gruppenbild in immer gleicher Aufstellung. Es entsteht ein spannender Bilderzyklus an dem sich der Lauf der Zeit festhalten lässt. Nichts weiß man vom Leben der Schwestern außer das was man in ihren Gesichtern und Gesten in den Bildern lesen kann. Nicholas Nixon hat sie immer in einem relativ begrenzten Ausschnitt aufgenommen, wenn auch mit wechselnden Hintergrund, der aber auch nichts näheres verrät Kaum Jemand der von den Spuren der Zeit in den Gesichtern der Schwestern und der in den Bildern sichtbaren Veränderung ihrer Personen und ihrer Beziehung zu einander nicht fasziniert wäre. Es ist gerade die Gleichförmigkeit der Motive, die Kleinigkeiten in Gesten und Ausdruck der Porträtierten besonders sichtbar macht.

 

Nicholas Nixon | The Brown Sisters | Truro, Massachusetts | 1984 |
Silbergelatineabzug auf Barytpapier | 20, 3 x 25,4 cm |
Leihgeber: Sammlung Hoppenstedt © Nicholas Nixon, courtesy Fraenkel Gallery, San Francisco

 

 

Nicholas Nixon | The Brown Sisters | Brookline, Massachusetts | 1999 |
Silbergelatineabzug auf Barytpapier | 20,3 x 25,4 cm |
Leihgeber: Sammlung Hoppenstedt © Nicholas Nixon, courtesy Fraenkel Gallery, San Francisco

 

 

Der amerikanische Fotograf Nicholas Nixon hat seine Aufnahmen immer mit einer Großbildkamera verwirklicht. Stehend und im Brustbild erfasst, seltener als Ganzfigur oder sitzend dargestellt, werden die Schwestern von einem eng begrenzten Bildausschnitt umfangen und blicken zumeist direkt in die Kamera. Über die Auswahl des jeweils gültigen Bildes – es entstehen immer mehrere Aufnahmen – entscheiden der Fotograf und seine Modelle zusammen.

Nicholas Nixon, 1947 geboren, lehrt bis heute Fotografie am Massachusetts College of Art and Design. Er zählt seit seiner Teilnahme an der stilprägenden Ausstellung »New Topographics: Photographs of a man­altered Landscape« im Jahr 1975 neben Robert Adams oder William Eggleston zu den einflussreichsten Fotografen seiner Generation. Einem formal strengen, sachlich dokumentarischen Stil verpflichtet galt sein Interesse zunächst Stadtansichten und Architekturaufnahmen wie den »Boston Views« (Sammlung Pinakothek der Moderne).  Seine als Serien konzipierten Werkreihen widmen sich neben der eigenen Familie vor allem sozial Benachteiligten und Kranken, bekannt wurde vor allem seine gleichermaßen sachliche wie einfühlsame Dokumentation von HIV­Infizierten. Nixon, der bereits 1976 eine erste Einzelausstellung im New Yorker Museum of Modern Art erhielt, wurde mit einer Vielzahl von Preisen und Stipendien wie dem Guggenheim Stipendium ausgezeichnet, seine Werke sind in den wichtigsten amerikanischen Museumssammlungen vertreten.

 

Nicholas Nixon | The Brown Sisters | Wellfleet, Massachusetts | 2014 |
Silbergelatineabzug auf Barytpapier | 20,3 x 25,4 cm |
Leihgeber: Sammlung Hoppenstedt © Nicholas Nixon, courtesy Fraenkel Gallery, San Francisco

 

Anlässlich des 40jährigen Jubiläums von »The Brown Sisters« zeigt die Pinakothek der Moderne erstmals die vollständige Serie. In einer Sonderedition erscheint die vom New Yorker Museum of Modern Art veröffentlichte Werkmonographie ergänzt durch ein deutschsprachiges Beiheft (€ 29,80, nur im Museumsshop erhältlich). Begleitend bietet ein vielfältiges Rahmenprogramm Lesungen, Expertengespräche, Workshops und Filme an.

 

Pinakothek der Moderne, Kunstareal, Barerstraße 29, München

 

19.03.2015 - 19.06.2015
Fotoausstellung Wien . Provokant und faszinierend, das sind die Bilder des chinesischen Künstlers Ren Hang der junge Frauen und Männer nackt in verschiedenen Umgebungen in unterschiedlichsten Posen fotografiert hat. Die Galerie OstLicht zeigt die europaweit umfangreichste Ausstellung des neuen Shootingstars. Bis 19.6.2015
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Ren Hang
Fotoausstellung Wien . Provokant und faszinierend, das sind die Bilder des chinesischen Künstlers Ren Hang der junge Frauen und Männer nackt in verschiedenen Umgebungen in unterschiedlichsten Posen fotografiert hat. Die Galerie OstLicht zeigt die europaweit umfangreichste Ausstellung des neuen Shootingstars. Bis 19.6.2015

 

© Ren Hang

 

 

Ästhetisch, humorvoll, poetisch und provokant sind die Fotografien des chinesischen Künstlers Ren Hang. Seine Bilder  erzählen von menschlichen Emotionen, von Beziehungen und Freundschaften, genauso wie von Angst und Einsamkeit. Junge Frauen und Männer – meist Freunde des Künstlers – posieren nackt in mal verletzlichen, mal expliziten Posen. Ihre Blicke oft direkt in die Kamera gerichtet, sind die Modelle immer in einer aktiven Rolle. In den Porträts vor monochromen Hintergrund, am Dach eines Hochhauses oder in der Natur, tauchen Tiere wie Schlangen, Vögel oder Katzen und Blumen als Requisiten auf. In verrenkten Posen und ungewöhnlichen Arrangements sind Körper bei Ren Hang etwas Abstraktes. Der menschliche, nackte Körper wird zur formbaren Skulptur und somit entsexualisiert. Dabei schwingt immer ein subtiler Humor in den Fotografien des Künstlers mit.

 

 

 

© Ren Hang

 

 

In Peking lebend und arbeitend, ist der 1986 geborene Ren Hang beeinflusst von der chinesischen Kultur und seinem direkten Umfeld. Seine Bilder sind auch Porträt seiner eigenen Generation und von Chinas urbaner Jugendkultur, die sich nach individueller Ungebundenheit und spiritueller Freiheit sehnt. Sie reflektieren eine spontane und freiheitssuchende Lebensweise. Hangs intime Fotografien fordern moralische und soziale Tabus Chinas direkt heraus, indem sie den menschlichen Körper und Sexualität, vor allem auch Homosexualität erkunden, die in China bis 2001 als Geisteskrankheit galt.  Die regelmäßige Zensur seiner Bilder beeinflusst seine künstlerischen Praxis und die Ästhetik seiner Fotografien. Sie sind einerseits sorgfältig inszeniert, andererseits ist ihnen das Momenthafte inhärent, das seiner – teils unfreiwillig – schnellen Arbeitsweise entspringt.  

Ren Hang hat schon zahlreiche Fotobücher publiziert, die größtenteils schon vergriffen sind. Seine Arbeit wurde schon in zahlreichen Ausstellung sowohl in China als auch in Europa gezeigt.

Kuratiert von Raphaele Godin und Rebekka Reuter

 

© Ren Hang

 

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation bei dienacht Publishing, herausgegeben von Michael Kollmann und Calin Kruse. 

Ren Hang wird in Österreich exklusiv von OstLicht. Galerie für Fotografie vertreten. Alle Fotografien sind käuflich erwerbbar. 

 

 

Galerie OstLicht, Absberggasse 27, Wien

 

18.03.2015 - 13.06.2015
Fotoausstellung Frankfurt Erstmals hat die DZ BANK Kunstsammlung ein Experiment gewagt und mit Dr. Stephan Pauly, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt, eine Person aus einem ganz anderen Kulturbereich eingeladen, eine Ausstellung mit Werken aus der Sammlung zusammenzustellen. Aus 902 Bildern zum Thema Straßenfotografie aus den Beständen der DZ BANK Kunstsammlung hat Pauly rund 100 Arbeiten ausgewählt, die im Art Foyer der DZ Bank ausgestellt werden. 18. 3. bis 13. 6. 2015
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Road Atlas – Eine Präsentation von Stephan Pauly
Fotoausstellung Frankfurt Erstmals hat die DZ BANK Kunstsammlung ein Experiment gewagt und mit Dr. Stephan Pauly, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt, eine Person aus einem ganz anderen Kulturbereich eingeladen, eine Ausstellung mit Werken aus der Sammlung zusammenzustellen. Aus 902 Bildern zum Thema Straßenfotografie aus den Beständen der DZ BANK Kunstsammlung hat Pauly rund 100 Arbeiten ausgewählt, die im Art Foyer der DZ Bank ausgestellt werden. 18. 3. bis 13. 6. 2015

Will McBride Berlin Kurfürstendamm/Bleibtreustraße, Kinoplakat, 1958

 

 

 

„Die Kriterien für die Auswahl der Werke waren sehr unterschiedlich – mal war es das Motiv, das mich berührt hat, oft waren es formale Aspekte der Bildgestaltung, und es waren auch immer wieder starke Fotografien von Künstlern, deren Arbeit mich bereits seit Jahren fasziniert“, erläutert Dr. Stephan Pauly seine Präsentation im Art Foyer.  Sein persönlicher Blick auf den „Road Atlas – Straßenfotografie von Helen Levitt bis Pieter Hugo“ beschäftigt sich mit dem ältesten Genre der Fotografie und war bereits in verschieden Ausstellungshäusern in Rüsselsheim, Cottbus und Erfurt unter kunsthistorischen Gesichtspunkten.

 

Thomas Struth West Broadway, New York/Tribeca, 1978

 

„Ein Raum beispielsweise vereint Bilder miteinander, die ähnlichen Formprinzipien folgen“. erläutert Pauly seine Präsentation. „ Andere Räume setzen auf Kontrast, beispielsweise den Kontrast von Farben, und versuchen einen farblichen Rhythmus der Werke auf der Wand zu entwickeln. In zwei Räumen war es mir ein Anliegen, die Seh-Situation der Besucher sehr stark zu definieren.“

Gezeigt werden in der Ausstellung Arbeiten von Robert Häusser, Pieter Hugo, Will McBride, Klaus Mettig, Ryuji Miyamoto, Thomas Ruff, Thomas Struth u.a.

Die Absage an den Versuch, die Wirklichkeit zu dokumentieren und objektiv aufzuzeichnen, liegt allen Aufnahmen von Robert Häusser (*1924 in Stuttgart, †2013 in Mannheim) zugrunde. Die Zeichen der Straßenverkehrsordnung auf seinen Fotografien ermöglichen nur scheinbar eine Orientierung. Vielmehr lenken sie den Blick auf das rein Grafische der Bilder, womit auch die Illusion einer selbstverständlichen Bedeutung in Frage gestellt wird.

 

Pieter Hugo, Abdullahi Mohammed with Mainasara, lagos, Nigeria, aus der Serie: The Hyena & Other Men 2005-2007

 

Pieter Hugo (*1976 in Kapstadt/Südafrika) erstattet mit seinen Porträts Bericht vom Leben gesellschaftlicher Randgruppen des afrikanischen Kontinents. Die mysteriösen „Hyänenmänner“ aus Lagos sind Schausteller, die mit ihren domestizierten Wildtieren umherziehen, um Menschen zu unterhalten und traditionelle Medizin zu verkaufen. Hugo bildet in seinen Aufnahmen die Dynamik zwischen den Männern und den Tieren ab und lässt den Umgang mit ihnen mal fürsorglich, mal brutal erscheinen.

 

Bei Will McBride (*1931 in St. Louis, Missouri, †2015 in Berlin) war Leben und Kunst immer untrennbar verbunden. Er selbst erklärte, dass ihm die Kamera zur Selbsterkenntnis diente, zur Suche einer Identität und der Verortung innerhalb der Gesellschaft. Sein Kameraauge befindet sich immer mitten im Geschehen und spiegelt auch in der Straßenfotografie gesellschaftliche und ökonomische Bedingungen wider.

 

Viele Arbeiten des documenta-7-Teilnehmers Klaus Mettig (*1950 in Brandenburg) setzen sich mit Fragen der gesellschaftlichen Verhältnisse und Globalisierung auseinander. Sie reflektieren die Wahrnehmung und Wirkung der Mechanismen internationaler Politik in den urbanen Lebenswelten asiatischer Metropolen.

Die Straßenfotografien von Ryuji Miyamoto  (*1947 in Setagaya/Tokyo, Japan) dokumentieren Verschüttung und Zerstörung nach der Erdbebenkatastrophe von Kobe 1995. Seine Aufnahmen demonstrieren die Hilflosigkeit des Menschen gegenüber Naturgewalt trotz aller technischen und wissenschaftlichen Fortschritte.

 

 

Thomas Ruff Nacht 7 I, 1992

 

 

Thomas Ruff (*1958 in Zell am Harmersbach) studierte Fotografie bei Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf und wurde berühmt mit seinen großformatigen Porträts. Seine nächtlichen Gebäudeaufnahmen entstanden mit Hilfe einer Kombination von Kamera und Nachtsichtgerät - eine Technik, die vor allem mit dem Einsatz im Golfkrieg bekannt geworden ist. Die Bilder wirken durch diese Assoziationen beunruhigend und irritierend, zeigen jedoch lediglich eine heimische Stadtszenerie. 

 

Auch Thomas Struth (*1954 in Geldern/Niederrhein) hat bei Bernd Becher studiert, worauf der klare Bildaufbau und die nüchterne Bildsprache bei seiner frühen Werkgruppe über die Straßen von New York verweist. Mit seinen Schwarz-Weiß-Aufnahmen macht der Künstler Strukturen sichtbar, die das Leben einer Stadt prägen.


DZ BANK Kunstsammlung verfügt über eine weltweit anerkannte Sammlung zeitgenössischer Fotokunst mit über 7000 Werken von rund 800 Künstlern.

 

Art Foyer der DZ Bank, Platz der Republik, Frankfurt am Main

 

14.03.2015 - 14.06.2015
Ausstellung Düsseldorf . Landschaft wie sie junge KünstlerInnen heute sehen und darstellen zeigt die Ausstellung im KIT. Zu sehen sind sowohl Arbeiten aus gefundenem Material als auch Videoinstallationen und klassische Fotografien. 14.3. bis 14.6.2015
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Terra incognita - Wahrnehmng der Landschaft in der Gegenwart
Ausstellung Düsseldorf . Landschaft wie sie junge KünstlerInnen heute sehen und darstellen zeigt die Ausstellung im KIT. Zu sehen sind sowohl Arbeiten aus gefundenem Material als auch Videoinstallationen und klassische Fotografien. 14.3. bis 14.6.2015

 

Jocelyn Catterson Heart Lake, Montana, 2011, Courtesy der Künstlerin

 

 

Natur ist der Ursprung allen Lebens und ihre Darstellung manifestiert sich in einer der traditionellsten Bildgattungen der Geschichte: dem Landschaftsbild. Die aktuelle Tendenz junger KünstlerInnen, sich dem Thema Landschaft möglichst präzise aber auch subjektiv zu widmen, untersucht diese Ausstellung.

 

Terra Incognita bezeichnete in der historischen Kartographie Orte, die – gemäß dem Kartographen - noch nicht entdeckt worden waren, aber deren Existenz vermutet wurde. Seit der Erfindung der Fotografie galt das neue, handliche Medium für Entdecker und Pioniere im 19. Jahrhundert als notwendiges „Dokumentationsgerät“, das die bisher unentdeckten und exotischen Landstriche realitätsnah festhielt. Vor allem aber war dieses leicht zu reproduzierende Foto ein gewaltiger Multiplikator von Wissen. Innerhalb von Sekunden der Betrachtung waren Eindrücke, Emotionen und Situationen vermittelbar und prägten damit ein Wissen über fremde Landschaften, dass sich vornehmlich aus Bildern zusammensetzte.  Heute ist jeder noch so entfernte Punkt der Erde jedem Menschen real oder auch digital zugänglich und das Foto dient mehr denn je der schnellen Information und Aussage. Diese Entwicklung ist im Diskurs der Fotografie sowohl in den Medien als auch in der Kunst spürbar.

 

 

Jim Mangan, Ohne Titel, aus der Serie Bastard Child, 2013, Fotografie, Courtesy des Künstlers

 

 

 

Daniel Piaggio Strandlund, El mar de Liguria, 2014, Fotografie, Courtesy des Künstlers

 

 

Die im KIT ausstellenden KünstlerInnen zeigen Werke, die auf diese Entwicklung reagieren und eine spezifische Sensibilität des Sehens herausfordern. Die Fotografie dient hier als Ausgangspunkt, als Werkzeug, als Teil der künstlerischen Arbeit. Die KünstlerInnen gehen auf vielfältige Weise mit dem Medium um. Zu sehen sind Arbeiten aus gefundenem Material, Videoinstallationen und klassische Fotografien. In allen Werken ist der respektvolle Umgang mit der Übergewalt der Natur spürbar. Sie vermitteln eine geschärfte Wahrnehmung  in einer Zeit, in der Realitäten oft konstruiert und sogar überkonstruiert werden. Dem Betrachter bieten sie mögliche Antworten auf die entscheidende Frage, in welchem Verhältnis Umwelt und Mensch im 21. Jahrhundert zueinander stehen.

 

Mit Jocelyn Catterson, Daniel Gustav Cramer, Alex Grein, Talisa Lallai, Jim Mangan, Lukas Marxt, Daniel Piaggio Strandlund und Birde Vanheerswynghels.

 

Zur Ausstellung entsteht ein Katalog in deutscher und englischer Sprache mit  Installationsansichten der Ausstellung.

 

Kuratiert von Dorothee Mosters

 

KIT, Mannesmannufer 1b, Düsseldorf

 

 

 

 

 

14.03.2015 - 27.09.2015
Ausstellung Bremen . Von der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts bis hin zu aktuellsten Positionen der Gegenwartskunst reichen die Motive der Ausstellung in der Weserburg, Bremens Museum für moderne Kunst. Neben Malerei werden auch historische und zeitgenössische Fotografien sowie Videoarbeiten gezeigt. Bis 27.9.2015
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Land in Sicht - 400 Jahre Landschaftsbilder
Ausstellung Bremen . Von der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts bis hin zu aktuellsten Positionen der Gegenwartskunst reichen die Motive der Ausstellung in der Weserburg, Bremens Museum für moderne Kunst. Neben Malerei werden auch historische und zeitgenössische Fotografien sowie Videoarbeiten gezeigt. Bis 27.9.2015

Almut Linde, Landschaft/Feuerpause, 2008, Privatbesitz

 

Landschaftsbilder waren schon immer Ausdruck gesellschaftlicher Vorstellungen. Sie erzählen auf eindrückliche Weise von unseren Sehnsüchten, Träumen und Ängsten. Wer sie zu lesen versteht, wird die Welt mit neuen Augen sehen. Spätestens seit Beginn der ökologischen Diskussion ist ein unbeschwertes Erleben von Natur kaum noch denkbar. Natur wird zum moralischen Gegenbild der eigenen Kultur. Aber auch politische und soziale Missstände rücken ins Blickfeld. Der deutsche Künstler Anselm Kiefer bringt es auf den Punkt: „Es gibt keine Landschaft, die völlig unschuldig ist.“

 

 

Richard Mosse, Thousands Are Sailing II, North Kivu, 2012, courtesy of the artist, Galerie Carlier Gebauer an Jack

 

Die Weserburg, Bremens Museum für moderne Kunst, zeigt mit ihrer großen Sonderausstellung über 100 Landschaftsbilder aus vier Jahrhunderten. Von Gustave Courbet bis Roy Lichtenstein, von Joos de Momper bis Gerhard Richter entfaltet sich ein eindrucksvolles Panorama. Es reicht von der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts bis hin zu aktuellsten Positionen der Gegenwartskunst. Neben Malerei werden auch historische und zeitgenössische Fotografien sowie Videoarbeiten gezeigt. Das scheinbar Bekannte erfährt in der thematischen Gegenüberstellung von Alt und Neu eine überraschende Aktualität und Neubewertung, während Zeitgenössisches in seiner historischen Dimension verstanden werden kann.

„Pierre Bonnard, Gustave Courbet und Jan van Goyen haben mit Stan Douglas, Gerhard Richter und Richard Mosse etwas Grundlegendes gemeinsam, das es neu zu entdecken gilt: Sie zeigen uns ihren Blick auf die Welt, welcher sich am Ende als Blick auf uns selbst erweist“, erklärt Peter Friese, geschäftsführender Direktor der Weserburg. 

 

13.03.2015 - 31.05.2015
Fotoausstellung Hamburg . Werke von mehr als 30 Künstlerinnen zeigt die Hamburger Kunsthalle in einer umfassenden Aus­stellung, die einen Überblick über die Anfänge der internationalen feministischen Kunstbewegung gibt. Anhand von über 150 Arbeiten aus der Sammlung Verbund, Wien zeigt die Ausstellung, wie Künstlerinnen in den 1970er Jahren zum ersten Mal in der Kunstgeschichte kollektiv ein eigenes „Bild der Frau“ kreieren.
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Feministische Avantgarde
Fotoausstellung Hamburg . Werke von mehr als 30 Künstlerinnen zeigt die Hamburger Kunsthalle in einer umfassenden Aus­stellung, die einen Überblick über die Anfänge der internationalen feministischen Kunstbewegung gibt. Anhand von über 150 Arbeiten aus der Sammlung Verbund, Wien zeigt die Ausstellung, wie Künstlerinnen in den 1970er Jahren zum ersten Mal in der Kunstgeschichte kollektiv ein eigenes „Bild der Frau“ kreieren.

 

Francesca Woodman (1958-1981), Untitled Rome, Italy, 1977-1978/2006, S/W-Photographie auf Barytpapier
© Courtesy George and Betty Woodman, New York / SAMMLUNG VERBUND, Wien

 

Lange bot sich Künstlerinnen nur im Einzelfallrstmals die Chance an Akademien zu studieren und nur wenige wurden als eigene Künstlerperösnlichkeit anerkannt. Erst den in den Kriegs-und Nachkriegsjahren geborenen Künstlerinnen stand der Weg an Akademien offen und sie konnten sich damit von der Rolle der Muse und des Modells emanzipieren. In ihren Werken stellen sie radikal neue Fragen an die Gesellschaft und den Kunstbetrieb. Vor dem Hintergrund von Bürgerrechts-und Frauenbewegung werden Anliegen von Frauen erstmals öffentlich diskutiert; das Private bekommt politische Bedeutung. Innerhalb kürzester Zeit beginnen Frauen sich in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen, versammeln sich zu Aktionen, halten Demonstrationen ab und organisieren eigene Ausstellungen. In ihren Werken gehen die Künst­lerinnen der „Feministischen Avantgarde“ der Frage nach, wie das traditionelle „Bild der Frau“ die Wahrnehmung der Frau sowie die Konstituierung der eigenen Identität in unserer Gesellschaft be­stimmt. Dabei stehen Themen wie eindimensionale Rollenzuweisungen als Mutter, Haus-und Ehefrau, weibliche Sexualität, der eigene Körper, Schönheit und Gewalt gegen Frauen im Fokus.

 

 

 

Birgit Jürgenssen (1949-2003), Nest, 1979, S/W-Photographie, © Estate of Birgit Jürgenssen / Courtesy of Galerie Hubert Winter, Wien / VG Bild-Kunst, Bonn 2014/2015 / SAMMLUNG VERBUND, Wien

 

 

Auf unterschiedliche Weise zeigten Frauen ihre Ablehnung stereotyper Rollenbilder: So überzeichnete etwa Martha Rosler (*1943) die Rolle der für Heim und Herd verantwortlichen Frau. Birgit Jürgenssen (*1949) hängt sich einen Herd wie eine Küchenschürze um. Es ist das Spiel mit der Kamera, die Maskerade und das Kos­tüm als Mittel der Selbstdarstellung, mit denen die Künstlerinnen Vorstellungen von Identität und Weib­lichkeit als gesellschaftliches Konstrukt hinterfragen. Cindy Sherman (*1954), Hannah Wilke (*1940) und Martha Wilson (*1947) nehmen für ihre Photographien verschiedenste Rollen ein, untersuchen all­tägliche und historische Klischees. Ähnlich Lynn Hershman-Leeson (*1941), die mit „Roberta Breitmo­re“ eine fiktive Person kreiert, die sie über Jahre hinweg lebt. Rita Myers (*1947), Ewa Partum (*1945) und Suzy Lake (*1947) befragen dagegen in ihren Arbeiten Ideale von Schönheit und Makellosigkeit.

 

 

Cindy Sherman (*1954) , Untitled #443 (Bus Riders II), 1976/2005
© Cindy Sherman, New York  Courtesy: Metro Pictures, New York/ SAMMLUNG VERBUND, Wien

 

 

Zahlreiche Künstlerinnen nutzen die neuen, historisch unbelasteten Medien wie Fo­tografie, Film und Video als künstlerisches Ausdrucksmittel. Valie ExportXPORT (*1940) etwa lädt auf dem Münchner Stachus Passanten ein, ihr Tapp-und Tastkino zu be­suchen, was bedeutete, dass diese ihre Hände in einen Kasten stecken konnten, den die Künstlerin vor ihrem nackten Oberkörper trug. Oftmals ist es der eigene Körper, der zum Material der Kunst wird, dabei gehen einige Künstlerinnen bis an die Grenzen körperlicher Belastbarkeit, darunter Ana Mendieta (1948–1985) oder Gina Pane (1939–1990). Humorvoll und ironisch, subtil und provo­zierend dekonstruieren die Künstlerinnen der „Feministischen Avantgarde“ die traditionelle Ikonogra­phie des Weiblichen.

Während Valie Export, Cindy Sherman oder Martha Rosler einem breiten Publikum bekannt sind, liegt das Besondere der Ausstellung in der Möglichkeit weitere bedeutende, bislang weniger bekannte Vertreterinnen der „Feministischen Avantgarde“ zu entdecken.

 

Renate Bertlmann (*1943), Zärtliche Pantomime, 1976, S/W-Photographie (aus einer 6-teiligen Serie)
© Renate Bertlmann / SAMMLUNG VERBUND, Wien

 

 

Die Sammlung Verbund wurde 2004 in Wien von der Verbund AG gegründet, Österreichs führendem Stromerzeuger aus Wasserkraft. Die Ausrichtung der Sammlung liegt auf internationaler zeitgenössischer Kunst von 1970 bis heute. Einen einzigartigen thematischen Sammlungsschwerpunkt bildet die „Feministische Avantgarde der 1970er Jahre“, die lange Zeit von der Kunstgeschichte über­sehen wurde und in 10-jähriger Forschungsarbeit von der Sammlungsleiterin Gabriele Schor aufgear­beitet wurde.

Beteiligte Küstlerinnen: Helena Almeida (*1934, Portugal), Eleanor Antin (*1935, USA), Lynda Benglis (*1941, USA), Renate Bertlmann (*1943, Österreich), Teresa Burga (*1935, Peru), Lili Dujourie (*1941, Belgien), Mary Beth Edelson (*1933, USA), Renate Eisenegger (*1949, Deutschland), VALIE EXPORT (*1940, Österreich), Esther Ferrer (*1937, Spanien), Lynn Hershman-Leeson (*1941, USA), Alexis Hunter (1948–2014, Neuseeland, England), Sanja Ivekovi? (*1949, Kroatien), Birgit Jürgenssen (1949–2003, Österreich), Ketty La Rocca (1938–1976, Italien), Leslie Labowitz (*1946, USA), Suzan­ne Lacy (*1945, USA), Suzy Lake (*1947, USA), Ana Mendieta (1948–1985, Kuba/USA), Rita Myers (*1947, USA), ORLAN (*1947, Frankreich), Gina Pane (1939–1990, Frankreich), Ewa Partum (*1945, Polen), Ulrike Rosenbach (*1943, Deutschland), Martha Rosler (*1943, USA), Carolee Schneemann (*1939, USA), Cindy Sherman (*1954, USA), Penny Slinger (*1947, England), Annegret Soltau (*1946, Deutschland), Hannah Wilke (1940–1993, USA), Martha Wilson (*1947, USA), Francesca Woodman (1958–1981, USA), Nil Yalter (*1938, Ägypten/Frankreich).

Zur Ausstellung erscheint ein rund 500 Seiten umfassender Katalog im Prestel Verlag, der im Museumsshop und unter www.freunde-der-kunsthalle.de erhältlich ist.

Kuratorinnen: Merle Radtke, M. A., Hamburger Kunsthalle und Dr. Gabriele Schor, Sammlung Verbund, Wien

 

Hamburger Kunsthalle, Galerie der Gegenwart, 2. Obergeschoss,  Glockengießerwall, Hamburg

 

 

10.03.2015 - 07.06.2015
Fotoausstellung Graz . Unter anderem ein Stück Zeit- und Polizeigeschichte hat der Schweizer Polizist Arnold Odermatt mit seiner Kamera an Unfallorten in vier Jahrzehnten aufgezeichnet. Weltberühmt ist seine Serie "Karambolage" geworden. Das Atelier Jungwirth stellt seine spannende Arbeit vor. 10.3. bis 7.6.2015
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Arnold Odermatt - Unfallorte
Fotoausstellung Graz . Unter anderem ein Stück Zeit- und Polizeigeschichte hat der Schweizer Polizist Arnold Odermatt mit seiner Kamera an Unfallorten in vier Jahrzehnten aufgezeichnet. Weltberühmt ist seine Serie "Karambolage" geworden. Das Atelier Jungwirth stellt seine spannende Arbeit vor. 10.3. bis 7.6.2015

© atelierjungwirth.com/Urs Odermatt, Windisch

 

Arnold Odermatt, geboren im Mai 1925 im Schweizer Kanton Nidwalden, wurde 1948 Polizist. Zu dieser Zeit war es üblich, an Unfall- und Tatorten Skizzen anzufertigen, um das Geschehen rekonstruieren zu können. Odermatt hingegen verwendete auf eigene Initiative hin eine Rolleiflex-Kamera und dokumentierte damit nicht nur die Plätze, an denen die Polizei tätig wurde, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte. Die Methode war zwar aufwändiger und kostspieliger, zumal Odermatt ein eigenes Labor zum Entwickeln seiner Bilder einrichtete. Dafür boten Odermatts Bilder aber wesentlich mehr Perspektiven, unter anderem auch hinter den Absperrungen der Polizei, die für Pressefotografen üblicherweise die Grenze ihres Aktionsradius dar­stellten. In den 1960er Jahren entstanden zusätzlich Fotos, die Odermatts Kollegen bei der Arbeit zeigen, zuweilen in heroischer Pose, die heute durchaus auch zum Schmunzeln anregt.

 

 © atelierjungwirth.com/Urs Odermatt, Windisch


© atelierjungwirth.com/Urs Odermatt, Windisch



© atelierjungwirth.com/Urs Odermatt, Windisch

 

 © atelierjungwirth.com/Urs Odermatt, Windisch

 

Arnold Odermatt war bei seiner Arbeit sowohl beeinflusst von der auf das Wesent­lichste beschränkten Sprache der Polizeiprotokolle als auch vom Stil der Magnum-Fotografen, insbesondere von Werner Bischof, den er persönlich kennenlernte. Die Bildsprache Odermatts ist zumeist bewusst nüchtern und versucht nicht etwadas Leid der Opfer einzufangen, vielmehr stehen Orte und Objekte, wie in seiner mittlerweile weltberühmten Serie „Karambolage“, im Zentrum der Darstellung. Trotz der notwendigen Reduktion gibt es auch einen klaren künstlerischen Zugang, der allerdings vorerst den meisten Betrachtern entging.

Odermatts Sohn Urs war der erste, der die Fotografien seines Vaters, die immerhin einen Zeitraum von vier Jahrzehnten umfassen, aus dem Polizei-Kontext löste und damit in viele internationale Galerien und Museen brachte. So waren die Bilder etwa 2001 auf der Biennale in Venedig zu sehen, 2002 im Art Institute of Chicago oder in den vergangenen Jahren in New York, Paris, Straßburg und Berlin. Einige Fotografien aus der „Karambolage“-Serie wurden jüngst auch im Kunsthaus Graz in der Ausstel­lung „damage control“ gezeigt.

 

 

 © atelierjungwirth.com/Urs Odermatt, Windisch

 

Arnold Odermatt wirkte außerdem in Filmen seines Sohns Urs mit, insbesondere in der Verfilmung seiner Lebensgeschichte unter dem Titel „Wachtmeister Zumbühl“. Über sein Werk sind eine Reihe von Büchern erschienen. Urs Odermatt hat die Fotografien seines Vaters in die Werkgruppen Meine Welt, Karambolage, Im Dienstund In zivil geordnet.

Alle im Atelier Jungwirth ausgestellten Fotografien können erworben werden

 

Atelier Jungwirth, Opernring 12, Graz

 

09.03.2015 - 10.05.2015
Fotoausstellung Halle . Eine erste Retrospektive des Künstlers Nickolas Muray mit rund 200 Schwarzweiß- und Farbfotografien von Stars und Sternchen der amerikanischen Theater-, Tanz-und Filmgeschichte sowie frühen farbigen Werbefotografien für Coca Cola, Lucky Strike und Camel Cigarettes zeigt das Kunstmuseum Moritzburg. Bis 10.5.2015
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Nickolas Muray - Double Exposure
Fotoausstellung Halle . Eine erste Retrospektive des Künstlers Nickolas Muray mit rund 200 Schwarzweiß- und Farbfotografien von Stars und Sternchen der amerikanischen Theater-, Tanz-und Filmgeschichte sowie frühen farbigen Werbefotografien für Coca Cola, Lucky Strike und Camel Cigarettes zeigt das Kunstmuseum Moritzburg. Bis 10.5.2015

 

 

„Fotografie bedeutet für mich nicht nur einen Beruf, sondern auch Kontakt zu den Menschen, die menschliche Natur zu verstehen und das Beste in jedem Einzelnen festzuhalten.“ so äußerte sich er im ungarischen Szeged geborene amerikanische Fotograf Nickolas Muray. Dieser Aufgabe widmete Muray sein gesamtes Leben und künstlerisches Schaffen. Dabei schuf er als Porträtfotograf nicht nur eindrucksvolle, legendäre Bildnisse der Stars und Sternchen der amerikanischen Theater-und Filmbranche, darunter von Marilyn Monroe, Marlene Dietrich, Martha Graham, Fred Astair, Jean Cocteau, Ferenc Molnár, Douglas Fairbanks, Joan Crawford, Greta Garbo, sondern auch Porträts der Maler Claude Monet, Frida Kahlo und Diego Rivera sowie später im Auftrag von Metro-Goldwyn-Mayer von Ingrid Bergman, Humphrey Bogart, Ava Gardner, Judy Garland, Frank Sinatra u. v. a. Ab 1931 gehörte Muray zudem zu den weltweit führenden Werbefotografen. Er war einer der ersten, der für die moderne Produktwerbung in Zeitschriften und Journalen die noch junge Farbfotografie einsetzte.

 

 

 

Sein technisches Know-how erwarb der 1892 geborene Nickolas Muray zwischen 1909 und 1913 während seiner Lehrjahre in Deutschland während der er sich mit Fotochemie, Fotogravur, Farbfilterung und Farbtrennverfahren beschäftigte. Seine Karriere in den USA begann er in den 1920er Jahren. Seine in Deutschland erworbenen Fertigkeiten waren es, die ihm nach dem Börsencrash und dem Zusammenbruch der Wirtschaft in den 1930er Jahren den Neuanfang als Werbefotograf ermöglichten. Noch einmal reiste er nach Deutschland und machte sich in den führenden Unternehmen der Fotoindustrie mit den aktuellen Entwicklungen bekannt. In der Folge publizierte er 1931 im Ladies’ Home Journal sein erstes Farbfoto mit Neuigkeiten von der Pariser Sommermode. Bis zu seinem Tod 1965 war Muray als erfolgreicher Fotograf tätig.

 

 

 

In Europa ist Nickolas Muray wenig bekannt. Die erste retrospektive Ausstellung außerhalb der USA organisierte der amerikanische Kurator Salomon Grimberg im Jahr 2013 für das Pera Museum in Istanbul. Im Jahr 2015 hat das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) die exklusive Gelegenheit, Murays Werk anlässlich des 50. Todestages des Künstlers erstmals in Deutschland zu präsentieren – jenem Land, dem er seinen Erfolg mit verdankt. Gezeigt werden rund 200 Schwarz-Weiß-und Farbfotografien aus der Zeit zwischen 1920 und dem Beginn der 1960er Jahre. Die Ausstellung wird von dem amerikanischen Gastkurator Salomon Grimberg gemeinsam mit dem Direktor des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale), Thomas Bauer-Friedrich, kuratiert.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Generalkonsuls der Vereinigten Staaten von Amerika, Scott R. Riedmann.

 

 

Zur Ausstellung ist das Buch "Double Exposure" erschienen. Preis 29,90 Euro

 

Kunstmuseum Moritzburg, Friedemann-Bach-Platz 5, Halle

07.03.2015 - 17.05.2015
Fotoausstellung Winterthur . Ja die Schweiz ist teuer, aber Winterthur auch nur gut 40 Kilometer von Konstanz am Bodensee entfernt und so sollte man sich den Ausflug zum Fotomuseum Winterthur doch gönnen. Denn dort kann man die erste groß angelegte europäische Retrospektive zum Werk von Paul Strand bewundern. Bilder von denen jedes Einzelne die Meisterschaft eines der Großen der modernen Fotografie des 20. Jahrhunderts zeigen.
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Paul Strand – Fotografie und Film für das 20. Jahrhundert
Fotoausstellung Winterthur . Ja die Schweiz ist teuer, aber Winterthur auch nur gut 40 Kilometer von Konstanz am Bodensee entfernt und so sollte man sich den Ausflug zum Fotomuseum Winterthur doch gönnen. Denn dort kann man die erste groß angelegte europäische Retrospektive zum Werk von Paul Strand bewundern. Bilder von denen jedes Einzelne die Meisterschaft eines der Großen der modernen Fotografie des 20. Jahrhunderts zeigen.

 

Paul Strand
Blind Woman, New York (blinde Frau), 1916
Silbergelatine-Abzug, 32.4 × 24.8 cm
Philadelphia Museum of Art, The Paul Strand Collection
© Estate of Paul Strand

 

 

 

Auf der Grundlage einer beträchtlichen Neuerwerbung von 3000 Abzügen, die das Philadelphia Museum of Art vor kurzem gemacht hat, zeichnet die Ausstellung im Museum Winterthr die Entwicklung von Paul Strands Werk während sechs Jahrzehnten nach. Sie zeigt die Vielseitigkeit seines Schaffens, von seinen frühen Bemühungen, die Fotografie als eine moderne Kunstform zu etablieren, über sein starkes filmisches Interesse, bis hin zu den Fotobüchern der Nachkriegszeit, in denen Menschen und Orte auf beeindruckende Weise lebendig werden. Zum Vorschein kommt auch die komplexe und widersprüchliche Persönlichkeit Strands (1890–1976): der sture Ästhet, der Sympathisant mit dem Kommunismus, der am Ländlichen interessierte Fotograf mit einem ausgeprägten Sinn für soziale Fragen.

 

Paul Strand
Wall Street, New York (blinde Frau), 1915
Platin-Abzug, 24.8 x 32,2 cm
Philadelphia Museum of Art, The Paul Strand Collection
© Estate of Paul Strand

 

 

 

Paul Strand
The Family, Luzzara, 1953
Silbergelatine-Abzug, 32.4 × 24.8 cm
Philadelphia Museum of Art, The Paul Strand Collection
© Estate of Paul Strand

 

 

Die Ausstellung beginnt mit dem vorherrschenden, piktorialistischen Stil der 1910er Jahre, den Strand schnell meisterte, und seinem wachsenden Interesse an der Abstraktion wenige Jahre später. Beobachten lässt sich auch, wie er versuchte, Schlüsselerkenntnisse aus der zeitgenössischen Kunst, besonders aus dem Kubismus und den Arbeiten amerikanischer Künstler – allen voran Alfred Stieglitz, aber auch Georgia O'Keeffe – in die Fotografie aufzunehmen. Gleichzeitig widmete er sich urbanen Themen, etwa in der bemerkenswerten Reihe anonymer Nahaufnahmen von Menschen in den Strassen von New York City. Strand erforschte die Möglichkeiten, mit der Kamera das moderne Leben zu erfassen und interessierte sich besonders für ihr Potential, mechanisch faszinierende Einzelheiten aufzunehmen. In der Ausstellung wird Strands erster Kurzfilm Manhatta (1921) gezeigt, eine „Stadtsymphonie", die New York gewidmet ist und in Zusammenarbeit mit dem Künstler Charles Sheeler entstand. Der romantische und zugleich hochgradig formale Kurzfilm Manhatta, gilt heute als erster amerikanischer Avantgarde-Film überhaupt.

 

Paul Strand
Young Boy, Gondevile, Charente, Framce, 1951
Silbergelatine-Abzug, 19,4 x 24,4 cm
Philadelphia Museum of Art, The Paul Strand Collection
© Estate of Paul Strand

 

 

 

Strand interessierte sich stets für das Reisen und besonders für die Möglichkeiten der Kamera, Eigenschaften von Orten und Geschehnissen sichtbar zu machen, die anderweitig nicht erfahrbar sind. Zwischen 1932 und 1934 fotografierte er in Mexiko. Das Land beeindruckte ihn nachhaltig, was auch sein Engagement für linke politische Anliegen vertiefte. Er befestigt ein Prisma auf der Linse seiner Graflex-Kamera und schafft so eine beeindruckende Reihe von heimlich aufgenommenen Porträts. Weiter befasste sich Strand mit den Lebensumständen mexikanischer Bauern, daraus entstand die beeindruckende Bilderreihe der „Bultos", geschnitzten und bemalten religiösen Figuren in mexikanischen Kirchen. Strands romantische Abwendung vom Modernismus tritt in diesen Bildern erstmals hervor: Sie sind der Versuch, einen Aspekt des Lebens zum Ausdruck zu bringen, von dem er glaubt, dass er langsam verloren ging.

Stark getroffen von der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren, wandte sich Strand vermehrt dem Filmemachen als Werkzeug eines gesellschaftlichen Wandels zu. Der Film stand während des folgenden Jahrzehnts im Zentrum seines kreativen Schaffens. In der Ausstellung sind Ausschnitte aus zwei bedeutenden Filmen zu sehen, Redes (1936) und Native Land (1942). Redes spielt in Mexiko und ist ein fiktiver Bericht vom Kampf eines Fischerdorfes gegen die Ausbeutung durch einen korrupten Unternehmer. Native Land – mit Paul Robeson als Erzähler – ist Strands ambitioniertester Film. Er drehte ihn, nachdem er nach New York zurückgekehrt war, um das linke Dokumentarfilmlabel Frontier Films zu gründen. Mit einer Mischung aus fiktiven Szenen und dokumentarischem Material geht es bei Native Land um das „union busting", die Zerschlagung von Gewerkschaften, wie sie in den 1930er Jahren von Pennsylvania bis in den tiefsten Süden der USA praktiziert wurde. Strands Filme zeigen sein enormes politisches Engagement, machen aber auch klar, wie der Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg seinen filmischen Ambitionen Grenzen setzte.

 

Paul Strand
Anna Attinga Frafra, Accra, Ghana, 1964
Silbergelatine-Abzug, 19,4 x 24,4 cm
Philadelphia Museum of Art, The Paul Strand Collection
© Estate of Paul Strand

 

Nach 1945 widmete sich Strand hauptsächlich seinen Fotobüchern, in denen er komplexe Porträts von Menschen und Orten schuf. 1950 veröffentlichte er Time in New England, ein Buch, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart zu überkreuzen scheinen und so eine Tradition der Toleranz, der Freiheit und der demokratischen Möglichkeiten in der amerikanischen Kultur heraufbeschwören. Diese Themen sind für Strand von grosser Bedeutung: Noch im gleichen Jahr zog er nach Frankreich, um der zunehmenden anti-kommunistischen Hexenjagd in den USA zu entgehen. Er suchte weiter nach Gemeinschaften, die seine politischen Ideale widerspiegelten, und befasste sich besonders mit dem italienischen Dorf Luzzara in der Po-Ebene. Daraus entstand 1955 sein Buch Un Paese: Portrait of an Italian Village, das von Cesare Zavattinis neorealistischer Ästhetik beeinflusst ist. Im Zentrum stehen Porträts der Dorfbewohner bei der Arbeit und zu Hause, eine bewegende Hommage an das Alltagsleben.

Strand fotografierte auch ausgiebig in Afrika und wurde 1963 von Kwame Nkrumah, dem ersten Präsidenten nach Ghanas Unabhängigkeit von Grossbritannien, eingeladen. Das Land wurde zügig modernisiert und Strand war fasziniert von der Demokratie, die in diesen Jahren in Ghana entstandt. Sein Buch, das erst 1976 unter dem Titel Ghana: An African Portrait erschien, vermittelt einen Eindruck von der ghanaischen Moderne, welche sich neben der traditionellen Kultur entfaltet. Strand wurde offensichtlich angesteckt vom lebhaften öffentlichen Leben im afrikanischen Land, und ergänzte die Porträts im Buch mit aussergewöhnlichen Strassenszenen von Versammlungen, politischen Kundgebungen und Marktszenen.

 

 

Paul Strand
Philadelphia Museum of Art, The Paul Strand Collection
© Estate of Paul Strand

 

 

Paul Strand starb 1976, mit 85 Jahren, in seinem Haus in Orgeval ausserhalb von Paris. In seinen letzten Schaffensjahren fotografierte er häufig seinen Garten. Die Ausstellung schliesst mit einer Reihe seiner lyrischen Stillleben von Orgeval. Diese Aufnahmen greifen Strands meditative Auseinandersetzung mit der Natur aus den 1920er Jahren wieder auf. Sie verweilen bei den häuslichen Freuden eines über 20 Jahre hinweg kultivierten Gartens.

Zur Ausstellung erscheint ein ausführlicher wissenschaftlich fundierter Katalog, herausgegeben vom Philadelphia Museum of Art und Yale University Press in Zusammenarbeit mit der Fundación MAPFRE. Preis: CHF 69.

Die Ausstellung Paul Strand –Fotografie und Film für das 20. Jahrhundert wurde vom Philadelphia Museum of Art in Zusammenarbeit mit der Fundación MAPFRE entwickelt. Kuratorisch beteiligt waren: Peter Barberie, Brodsky Curator of Photographs, Alfred Stieglitz Center at the Philadelphia Museum of Art, unterstützt von Amanda N. Bock, Project Assistant Curator of Photographs.

Die Ausstellung in Winterthur wird ermöglicht durch die Vontobel-Stiftung und die Terra Foundation for American Art

 

 

 

 

26.02.2015 - 15.05.2015
Fotoausstellung Zingst . Ein Glück für jeden Naturfotografen ist der Umstand dort zu leben, wo ihm die herrliche Landschaft Motive in Hülle und Fülle bietet. Der Zingster Martin Harms hat dieses Glück und außerdem das Können die Motive für außergewöhnliche Bilder zu nutzen. Die Erlebniswelt Fotografie Zingst stellt seine Bilder in der Galerie Kurhaus aus. 26.02. – 15.05.2015
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Martin Harms - Erhabene Momente
Fotoausstellung Zingst . Ein Glück für jeden Naturfotografen ist der Umstand dort zu leben, wo ihm die herrliche Landschaft Motive in Hülle und Fülle bietet. Der Zingster Martin Harms hat dieses Glück und außerdem das Können die Motive für außergewöhnliche Bilder zu nutzen. Die Erlebniswelt Fotografie Zingst stellt seine Bilder in der Galerie Kurhaus aus. 26.02. – 15.05.2015

 

 

Naturfotografie ein einfaches Metier – es ist doch nichts anderes zu tun als Vorhandenes abzulichten? Falsch, denn sogar die schönste Natur kann zu einem langweiligen Motiv werden. Anders bei Martin Harms, seine Fotografien zeigen den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft von seiner schönsten Seite.

 

 

„Mein Zuhause  ist die wunderschöne Halbinsel Fischland-Darß-Zingst“, erklärt Harms, der die Fotografie zu seiner persönlichen Leidenschaft gemacht hat. Seine Liebe zur Natur und seiner Heimat spiegeln sich in seinen Bildern wieder. Der Zingster Martin Harms, 37, ist von Beruf Bankkaufmann. „ 2008 begann meine Leidenschaft fürs Fotografieren, ich kaufte mir meine erste Spiegelreflexkamera und begann mich mit der Technik auseinanderzusetzen. Natürlich kam mir die “Erlebniswelt Fotografie Zingst” zu Gute. Wo sonst trifft man soviele Ansprechpartner zum Thema, kann man Workshops besuchen, Technik ausleihen/testen oder seine Bilder professionell ausdrucken lassen“, freut sich Martin Harms. In Fotoworkshops bei Peter Scherbuk und Timm Allrich und  bei fotografischen Rundgängen mit Klaus-Herbert Schröter, dem ehemaligen Zingster Revierförster, holte er sich das notwendige Knowhow und gestalterische Anregungen. Seine Natur- und Tiermotive setzt er zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten und bei besonderen Lichtstimmungen in Szene.  Wie Goethe Faust sagen lässt »Verweile doch! Du bist so schön!« so will Martin Harms mit seinen Bildern »ein Stück Natur einfangen« – natürlich nicht im Pakt mit dem Teufel, aber zur Freude der Betrachter. 

 

 

 

26.02.2015 - 16.05.2015
Fotoausstellung Wien . Im letzten Sommer fotografierte Jim Rakete, der mit seinen Porträts von Prominenten schon lange berühmt geworden ist, das komplette Ensemble des Wiener Burgtheaters. Die siebenundsiebzig Arbeiten die dabei mit der Leica M Monochrome entstanden, sind erstmals in der Leica Galerie Wien zu sehen. 26.2. bis 16.5.2015
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Jim Rakete - Die Burg Innenleben
Fotoausstellung Wien . Im letzten Sommer fotografierte Jim Rakete, der mit seinen Porträts von Prominenten schon lange berühmt geworden ist, das komplette Ensemble des Wiener Burgtheaters. Die siebenundsiebzig Arbeiten die dabei mit der Leica M Monochrome entstanden, sind erstmals in der Leica Galerie Wien zu sehen. 26.2. bis 16.5.2015

 

 

Klaus Maria Brandauer, 2014 © Jim Rakete

 

 

Seit über 40 Jahren fotografiert Jim Rakete die Größen der deutschsprachigen und internationalen Musik- und Filmszene, die er oft schon zu Beginn ihrer Karriere, noch vor dem großen Durchbruch, vor seine Kamera holte. Seine Aufnahmen des Ensemble des Burgtheaters entstanden in siebenundsiebzig aufeinanderfolgenden Porträtbegegnungen. Als Ort diente dazu wochenlang eine abseits gelegene, mit wenigen Requisiten ausgestattete Probebühne im dritten Rang des Theaters, nur ein paar Schritte von der Gemäldegalerie der Burg entfernt.

 

Birgit Minichmayr, 2014 © Jim Rakete

 

Die Porträts, fotografiert mit der Leica M Monochrom, sind ein Blick in das Innenleben des größten deutschsprachigen Theaters in Schwarzweiß. Wie bei den Proben zu einem Kammerspiel begegnet man den SchauspielerInnen und Schauspielern der Burg auf Augenhöhe und wie in den besten Bühneninszenierungen vermischen sich Persönlichkeit und Rolle der Darstellenden zu einer wahrhaftigen Performance. „Jim Rakete hat innerhalb von ein paar Tagen das gesamte Ensemble des Burgtheaters fotografiert. Einen nach dem anderen. Rekordverdächtige Akkordkunst... Diese Fotografien zeigen oft mehr, als derjenige, der sich hat ablichten lassen, preisgeben wollte. Ein Blick hinter die Selbstdarstellung,“ erklärte der Schauspieler Joachim Meyerhoff.

 

Martin Wuttke, 2014 © Jim Rakete

 

Jim Rakete, der 1951 in Berlin geboren wurde, war bereits während seiner Schulzeit als Fotoreporter für Tageszeitungen, Magazine und Agenturen unterwegs. Von 1977 bis 1986 führte er in Berlin Kreuzberg das Kreativlabor „Fabrik“. Hier entstanden nicht nur die Plattencover vieler Musiker, Jim Rakete übernahm auch das Management von KünstlerInnen wie der Nina Hagen Band, Spliff, Nena, Die Ärzte und Interzone und brachte so die Neue Deutsche Welle maßgeblich ins Rollen.

 

Aenne Schwarz, 2014 © Jim Rakete

 

Seit 1986 widmete sich Jim Rakete wieder der Fotografie und hatte unter anderem Jimi Hendrix, Ray Charles, Mick Jagger, David Bowie oder Herbert Grönemeyer vor der Kamera. In den 90er Jahren pendelte er zwischen Hamburg und Los Angeles, fotografierte und drehte als Director of Photography Musikvideos und Werbespots um 2001 nach Berlin zurückzukehren. Eine Serie für das Magazin Cicero war der Anlass, sein Interesse für Menschen und Politik zu verbinden. Seitdem finden sich immer öfter auch Politiker unter den Porträtierten, so etwa der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder oder Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

 

Mavie Hörbiger, 2014 © Jim Rakete

 

 

Neben zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen bieten die 1997, 2008 und 2012 von Schirmer/Mosel herausgegebenen Fotobände einen Überblick über sein umfassendes fotografisches Werk: Jim Rakete. Photographien 1970-1997, 1/8 sec – Vertraute Fremde und Jim Rakete. Stand der Dinge.

 

 

Leica Galerie Wien, Walfischgasse 1, Wien

 

 

 

 

 

21.02.2015 - 31.05.2015
Seit den 1970er-Jahren hat Gerald Domenig ein umfangreiches Konvolut seiner Zeichnungen und Fotografien aufgebaut. Mit über 100 Fotografien und 144 Zeichnungen präsentiert die Ausstellung im MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main eine Auswahl seines Werkes, das sich sowohl durch eine thematische Offenheit als auch eine formale Strenge auszeichnet. 21.2. – 31. 5. 2015
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Gerald Domenig
Seit den 1970er-Jahren hat Gerald Domenig ein umfangreiches Konvolut seiner Zeichnungen und Fotografien aufgebaut. Mit über 100 Fotografien und 144 Zeichnungen präsentiert die Ausstellung im MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main eine Auswahl seines Werkes, das sich sowohl durch eine thematische Offenheit als auch eine formale Strenge auszeichnet. 21.2. – 31. 5. 2015

Gerald Domenig, Ausstellungsansicht MMK 1
© Gerald Domenig, Foto / photo: Axel Schneider




Der in Frankfurt lebende Domenig, geboren 1953 in Villach, Österreich, studierte von 1972 bis 1973 an der Kunstakademie in Düsseldorf und von 1974 bis 1978 an der Städelschule in Frankfurt am Main. Seine bevorzugten Medien sind die Bleistiftzeichnung und die Fotografie. 1976 initiierte Gerald Domenig die Fotografie an der Städelschule und hatte auf nachfolgende Studentengenerationen als Künstler und Fotograf großen Einfluss. Kasper König lud ihn 1988 zusammen mit Franz West für eine Doppelausstellung in den Portikus ein.
Im Laufe der Präsentation im MMK 1 werden die ausgestellten Zeichnungen vom Künstler immer wieder neu geordnet. Domenig zufolge gelingt ihm diese Arbeit im Museum besser als in seinem Atelier, denn „das Museum ist die einzige Institution neben dem Gefängnis, die dafür in Frage kommt, letztlich die einzige, weil die Gefängniszelle noch weniger Platz bietet als das Atelier", so Gerald Domenig.

 

Gerald Domenig, ohne Titel, o.J.v © Gerald Domenig

 



In seinen Fotografien untersucht Domenig die Veränderung, die das Motiv durch die Fotokamera erfährt. Das Motiv muss dabei nicht spektakulär sein, sondern für den Künstler das Potential haben, in ein Bild verwandelbar zu sein. „Es geht Domenig nicht um den Vergleich zwischen dem Motiv und seinem Abbild, sondern vielmehr um die Herstellung eines Bildes, das für sich besteht. Natürlich können Dinge erkannt und benannt werden. Sie sind aber nur soweit von Bedeutung, als sie Elemente eines innerbildlichen Spiels sind. Dabei sind die Bildelemente von noch größerer Bedeutung, die nicht zuordenbar sind, die ‘flirren‘ und sich der Eindeutigkeit entziehen“, sagt Kurator Klaus Görner.

 

Gerald Domenig, ohne Titel, o.J.v © Gerald Domenig



Im Werk Domenigs gibt es einige Motive und Plätze, zu denen der Künstler immer wieder zurückkehrt. Der fotografische Teil der Ausstellung ist durch solche Zentren gegliedert. Es gibt die Reihen der "Mäntel", der "Häuserecken und -fassaden", die "Klamm", die Autos, und Bilder, die im weitesten Sinne als Stillleben bezeichnet werden können. Viele dieser Orte liegen ganz in der Nähe seiner Wohnung, andere sind Gegenden in Österreich, die er aus seiner Kindheit kennt. Neben der Variation der Orte, variiert Domenig auch die Abzüge seiner Fotos: Für ihn wichtige Bilder vergrößert er immer wieder neu, wechselt die Fotopapiere oder deckt Teile des Negativs ab. Andere werden als Drucke in sehr großen Formaten hergestellt. Diese Verfahren machen deutlich, dass es ihm um die Bilder geht und nicht so sehr um die Referenz zum Motiv.

Museum für Moderne Kunst, Domstraße 10, Frankfurt am Main

 

20.02.2015 - 06.05.2015
Fotoausstellung Bochum . Bäume sind das zentrale Bildthema der Ausstellung in der die Galerie m Bochum Arbeiten der Düsseldorfer Fotografin Simone Nieweg zeigt Vom 20. Februar bis zum 6. Mai 2015
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Simone Nieweg - Bäume
Fotoausstellung Bochum . Bäume sind das zentrale Bildthema der Ausstellung in der die Galerie m Bochum Arbeiten der Düsseldorfer Fotografin Simone Nieweg zeigt Vom 20. Februar bis zum 6. Mai 2015

 

© Simone Nieweg, Holterhöfe, Krefeld, 2013 Courtesy Galerie m Bochum

 


Bäume sind ein Sujet, das in Simone  Niewegs Werkgruppen wiederholt vorkommt. Die 1962 in Bielefeld geborene Fotografin zeigt präzise komponierte Landschaften, Gärten, Äcker, Felder oder Gartenkonstruktionen. Der Baum findet sich innerhalb dieser ruralen Naturdarstellungen in der vom Menschen genutzten Peripherie als vielgestaltiges Motiv wieder.

 

© Simone Nieweg, Wallnussbaum, Willich Niederheide, 1991 Courtesy Galerie m Bochum


Dicht bewachsene Waldstücke, formatfüllende Weiden oder gestaffelte Obstbäume sind in der Ausstellung als Groß- und Kleinformate zu sehen. Mal tritt eine entlaubte Krone als flächendeckende, rasterhafte All-Over-Struktur ins Bild. Auf anderen Fotografien rahmen einzelne Bäume am Bildrand den Ausblick auf weitläufige Landschaften und verstärken die Illusion von Raumtiefe wie klassische Repoussoirs in der Malerei.

 

© Simone Nieweg, Zitronen und Avocado Courtesy, Hollywood, Kalifornien, 1013 Courtesy  Galerie m Bochum

 

Galerie M Bochum, Schlossstr. 1a, Bochum

13.02.2015 - 06.09.2015
Ausstellung Hamburg MKG Museum für Kunst und Gewerbe . Tattoos sind weit mehr als ein Massenphänomen und kultiges Modeaccessoire. Sie erzählen persönliche Geschichten, schaffen Identität und Zugehörigkeit, schmücken, heilen und schützen, faszinieren oder stoßen ab. Die Ausstellung Tattoo zeigt mit Fotografien, Farbholz­schnitte, Gemälde und Skulpturen, Videoarbeiten und Audioinstallationen sowie Vorlageschablonen und historische Hautpräparate erstmals das breite Spektrum dieser alten und noch immer sehr lebendigen Kulturtechnik im Fokus von Kunst und Design. 13.2. bis 6.9.2014
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Tattoo
Ausstellung Hamburg MKG Museum für Kunst und Gewerbe . Tattoos sind weit mehr als ein Massenphänomen und kultiges Modeaccessoire. Sie erzählen persönliche Geschichten, schaffen Identität und Zugehörigkeit, schmücken, heilen und schützen, faszinieren oder stoßen ab. Die Ausstellung Tattoo zeigt mit Fotografien, Farbholz­schnitte, Gemälde und Skulpturen, Videoarbeiten und Audioinstallationen sowie Vorlageschablonen und historische Hautpräparate erstmals das breite Spektrum dieser alten und noch immer sehr lebendigen Kulturtechnik im Fokus von Kunst und Design. 13.2. bis 6.9.2014

Porträt von Maud Stevens Wagner, Tattoo Künstlerin, USA, 1877-1961
Foto: Library of Congress, Washington

 

 

Ein Schwer­punkt der Ausstellung liegt auf der wechselseitigen Beeinflussung von Kunst, traditioneller Tätowierpraxis und visueller Gestaltung. Tattoo zeigt über 250 Arbeiten aus dem späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart: Darunter Fotografien, Farbholz­schnitte, Gemälde und Skulpturen, Videoarbeiten und Audioinstallationen sowie Vorlageschablonen und historische Hautpräparate. Tätowiergeräte von einfachen Naturwerkzeugen bis zu filigranen Präzisionsmaschinen, Farben und Pig­mente vermitteln ein Bild von der handwerklichen Praxis. Mit der Schau blickt das MKG auch zurück auf die traditions­reiche Geschichte der Hamburger Tattoo-Szene, deren Wiege im Hafenmilieu des späten 19. Jahrhunderts zu finden ist. Bisher unveröffentlichte historische Fotografien dokumentieren die typischen Tätowierungen der Hamburger Arbeiter­schaft um 1890. Tattoo-Legenden wie Christian Warlich („der König der Tätowierer“) und Herbert Hoffmann stehen für eine vielfältige und ausdrucksstarke Kunstform, die immer neue gestalterische Experimente hervorbringt. Einen Einblick geben Arbeiten lokaler Tattoo-Künstler, die sich von der Sammlung des Museums inspirieren ließen. Eine Videoprojekti­on zeigt zahlreiche Arbeiten renommierter Tätowier und Tätowiererinnen aus der aktuellen internationalen Szene, die sich durch eine Vielfalt an Stilrichtungen und neuen künstlerischen Bewegungen auszeichnet.

 

El Gangster de Iberia, San Salvadore, 2008. Der Bandenkrieg der Mara Salvatrucha in El Salvador.
Foto Christian Poveda © Christian Poveda / Agence VU

 

 

Weltweit nutzen viele Kulturen die menschliche Haut als Bildträger. Die Tradition der Tätowierung gehört zu den frühen Kunstformen und ältesten Handwerkspraktiken. Sie prägt heute noch das Alltagsbild. Die Ausstellung stellt ausgewählte Beispiele vor. Die Gesichtstätowierungen der Chin-Frauen in Birma etwa sind Teil eines Rituals, das den Übergang von der Kindheit zur Welt der Erwachsenen markiert. Mit Hilfe von Dornen oder Nadeln bringen Tätowiererinnen Muster in die Haut ein, die sich von Familienclan zu Familienclan unterscheiden. Auch die neuseeländischen Gesichtstätowierungen der Maori, geben Auskunft über die Familienzugehörigkeit und soziale Stellung der Person. Jede Gesichtspartie ist bestimmten Informationen vorbehalten, so zeugt eine Tätowierung der Stirnmitte etwa von einem hohen Status. In Thailand sind sakrale Tätowierungen – Sak Yant genannt – weit verbrei­tet. Sie sollen ihre Träger vor Unglück bewahren und sie unterstützen, ein moralisch korrektes Leben zu führen. Tattoos haben auch in Japan eine lange Tradition, die erste Erwähnung stammt aus dem 3. Jahrhundert. Die Gestaltung folgt dabei einer besonderen Harmonie und Eleganz und zeichnet sich durch klar gegliederte Farbbereiche aus.

Num, gesegnete Fotografie, Thailand 2010, Sak Yant, Sakrale Tätowierungen, Thailand,
Foto Aroon Thaewchatturat © Aroon Thaewchatturat

 

 

Im 18. und 19. Jahrhundert prägen illustrierte Reiseberichte den Blick auf die fremden Kulturen in Übersee und wecken die Neugier für die damals exotischen Tätowierpraktiken. Das Wort Tattow aus dem polynesischen Sprachgebrauch findet Erwähnung in James Cooks Forschungsberichten über seine Expeditionen in die Südsee im 18. Jahrhundert. Durch die sehr beliebten frühen ethnografischen Zeichnungen und Sti­che sowie später folgende Fotografien erfolgt eine Popularisierung der modernen Tätowierung in der westlichen Welt. Die Kunst des Tätowierens steht anfangs oftmals für das erotisierte Fremde und eine magisch-mythische, von Kulten und Riten begleitete Welt. Tattoos erleben in Europa und in Amerika in der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg eine Blütezeit. So sind selbst die Angehörigen der amerikanischen Oberschicht und nahezu aller europäischen Fürstenhäuser – einschließ­lich des Deutschen Kaiserhauses – tätowiert. In dieser Zeit gilt diese Form des Körperschmucks als Ausdruck von gutem Geschmack. Im 19. Jahrhundert bildet sich aber vor allem im Bürgertum eine ambivalente Haltung gegenüber der Täto­wierung heraus. Faszination und Ablehnung liegen in der westlichen Tattoo-Geschichte folglich eng beieinander und begründen den Doppelcharakter der Tätowierung als Stigma und Auszeichnung.

Durch die Verbreitung des Tätowierens in verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und Gruppierungen vervielfältigen sich im letzten Jahrhundert die Funktionen und Bedeutungen des Tattoos. Vor allem die Doppeldeutigkeit von Stigma und Auszeichnung zeigt sich symptomatisch im milieuspezifischen Umgang mit Tätowie­rungen. Während Seeleute und Soldaten mit exotischen Bildmotiven ihre Reisetätigkeit dokumentieren, entwickeln sich im kriminellen Milieu Tätowierungen regelrecht zu Erkennungszeichen. Im Kontext der aufkommenden Fahndungsfoto­grafie erlangen sie bereits Anfang des 20. Jahrhunderts als erkennungsdienstliches Identifikationsmerkmal besondere Bedeutung. In russischen Gefangenenlagern werden im späten 19. Jahrhundert Tätowierungen und Brandmarkungen systematisch von staatlicher Seite eingesetzt, um Straftäter zu kennzeichnen.

 

Japanese Tattoo, 1880-1890, Albuminpapier, handkoloriert , 27 x 21 cm
© Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

 

 

Ein weiterer Aspekt der Ausstellung widmet sich mit zahlreichen Objekten dem Verhältnis von Frauen und Tattoos. Historische Fotografien zeigen schlaglichtartig die wechselhafte Geschichte von der Ausstellung stark tätowierter weiblicher Körper als Jahrmarktattraktion in den 1920er Jahren bis zu den Glamourgirls in den Varie­tés der 1960er Jahre. Schließlich stellt sie auch ausgewählte Pionierinnen vor, die sich selbstbestimmt in dem von Män­nern dominierten Bereich behaupteten. Frauen sind mittlerweile nicht mehr aus der Tattoo-Kultur wegzudenken und spielen als Künstlerinnen eine wichtige Rolle in der zeitgenössischen Szene.

Das komplexe Bedeutungsspektrum spielt auch in der zeitgenössischen Kunst eine große Rolle. So beschäftigt sich etwa die Japanerin Fumie Sasabuchi in ihren skulpturalen und fotografischen Arbei­ten mit dem Wechselspiel zwischen traditionellen Tattoo-Motiven der japanischen Yakuza und der Ästhetik westlicher Massenkultur. Auch Enrique Martys Skulpturen aus der Serie Art is Dangerous greifen auf die Yakuza-Ikonografie zu­rück, um in Verbindung mit der grotesken Anmutung der Figuren ironische Fragen nach der Rolle der Kunst und der Bedeutung von Tätowierungen aufzuwerfen. Der spanische Konzeptkünstler Santiago Sierra thematisiert in seiner filmi­schen Arbeit die Tätowierung aus gesellschafts-und kapitalismuskritischer Sicht. Er bezahlte Angehörige sozialer Rand­gruppen dafür, sich in einer Performance eine durchgehende Linie auf den Rücken tätowieren zu lassen. Mit der bewusst unsauber gesetzten Linienführung verweist er auf deren prekäre Stellung und die damit verbundene gesellschaftliche Stigmatisierung.

Tattoo ist eine Produktion des Gewerbemuseum Winterthur, Schweiz, kuratiert von Susanna Kumschick, und wird erstmals in Deutschland gezeigt.

Für die Ausstellung im MKG entsteht ein vielfältiges Rahmenprogramm in Zusammenarbeit mit Hamburger Tätowie­rer/innen und Grafikdesigner/innen. Es erscheint ein kostenloses 36-seitiges Booklet in Deutsch und Englisch

 

Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Hamburg

 

05.02.2015 - 31.05.2015
Mit Formen des fiktionalen Erzählens in der zeitgenössischen Medienkunst beschäftigt sich die Ausstellung in der Pinakothek der Moderne und im Museum Brandhorst, eine Kooperation mit der Sammlung Goetz und Kino der Kunst 5.2. bis 31.5.2015
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Creating Realities - Begegnungen zwischen Kunst und Kino
Mit Formen des fiktionalen Erzählens in der zeitgenössischen Medienkunst beschäftigt sich die Ausstellung in der Pinakothek der Moderne und im Museum Brandhorst, eine Kooperation mit der Sammlung Goetz und Kino der Kunst 5.2. bis 31.5.2015

Yang Fudong, Lock Again | 2004, 1-Kanal-Videoprojektion (Farbe, Ton), 3 min.
Sammlung Goetz, München © Yang Fudong

 

 

Die Schenkung von 375 Arbeiten der Medienkunst aus der Sammlung Goetz an den Freistaat Bayern 2014 schließt eine Lücke in der bayerischen Museumslandschaft und fügt sich in die langjährige Tradition Münchens als bedeutender Film- und Medienstandort ein. Sie bietet vielfältige Perspektiven für Präsentationen in diesem zentralen Bereich der Gegenwartskunst. 2013 wurde erstmals das Kunstfilmfestival KINO DER KUNST ausgerichtet, das bereits bei seiner Premiere internationalen Anklang fand. Die zweite Ausgabe von KINO DER KUNST findet von 22. bis 26.04.2015 statt. 

 

 

Yang Fudong, Lock Again | 2004, 1-Kanal-Videoprojektion (Farbe, Ton), 3 min.
Sammlung Goetz, München © Yang Fudong

 

Schenkung und Festival bilden den Anlass für die breit angelegte Ausstellung »Creating Realities« in der Pinakothek der Moderne und im Museum Brandhorst. Die Ausstellung befasst sich mit Formen des fiktionalen Erzählens in der zeitgenössischen Medienkunst und nimmt damit auch das Thema des diesjährigen Festivals KINO DER KUNST auf. 

Präsentiert werden Werke von 17 Medienkünstler/innen, die in den 1960er- bis 1980er-Jahren geboren wurden. Diese Künstlergeneration setzt sich in ihrem Schaffen besonders intensiv mit Rezeption und Reflexion des Erzählkinos auseinander. Gezeigt werden Filme und mehrkanalige Filminstallationen mit fiktionalem Charakter und innovativer Erzählstruktur. Ihnen gemeinsam ist eine abgeschlossene, immersive Bildwelt sowie ein poetisches oder utopisches Potenzial.

 

Kapitel 1: A Question of Silence

05.02.-31.05.2015 | Pinakothek der Moderne
Arbeiten von Ulla von Brandenburg (D), Sven Johne (D), Jesper Just (DK), Sam Taylor-Wood (UK), Yang Fudong (CHN)

 

Kapitel 2: L’ellipse

10.03.-31.05.2015 | Pinakothek der Moderne
Arbeiten von Keren Cytter (IL), Omer Fast (IL), John Gerrard (IRL), Pierre Huyghe (F), Philipp Lachenmann (D), Clement Page (UK)

 

Kapitel 3: Neighbour’s Yard

16.04.-31.05.2015 | Pinakothek der Moderne
Arbeiten von Ed Atkins (UK), Brice Dellsperger (F), Bjørn Melhus (D), Ryan Trecartin (USA), Andro Wekua (GE)

 

Pinakothek der Moderne und Museum Brandhorst, Kunstareal, München

 

 

 

 

05.02.2015 - 17.05.2015
Fotoausstellung Bonn Die erste Einzelausstellung des amerikanischen Fotografen Larry Sultan in einem deutschen Museum zeigt das Kunstmuseum Bonn. In einem umfassenden, retrospektiven Blick wird das von Sultan gemeinsam mit Mike Mandel erarbeitete Frühwerk in mehreren Serien vorgestellt. Bis 17.5.2015
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Larry Sultan
Fotoausstellung Bonn Die erste Einzelausstellung des amerikanischen Fotografen Larry Sultan in einem deutschen Museum zeigt das Kunstmuseum Bonn. In einem umfassenden, retrospektiven Blick wird das von Sultan gemeinsam mit Mike Mandel erarbeitete Frühwerk in mehreren Serien vorgestellt. Bis 17.5.2015

Larry Sultan Sharon Wild, 2001 Aus der Serie The Valley
© The Estate of Larry Sultan, courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

 

Larry Sultan (1946–2009) ist in Deutschland bislang nur Kennern bekannt, zählt aber im amerikanischen Kunstdiskurs zu den zentralen Positionen der post-konzeptuellen Fotografie. Nachdem Sultan bereits 1977 zusammen mit Mike Mandel durch die medienkritische Serie Evidence einen ganz wichtigen Beitrag zur neueren Geschichte der Fotografie geliefert hatte, sorgte er zu Beginn des 21. Jahrhunderts erneut durch den Blick hinter die Kulissen der Pornoindustrie in der Reihe The Valley für großes Aufsehen.

 

Larry Sultan / Mike Mandel Ooh La La!, 1982 Aus der Serie Billboards
© Mike Mandel, The Estate of Larry Sultan, courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

 

Darüber hinaus werden auch exemplarische Fotografien aus den drei farbigen Bildreihen seines Spätwerks, Pictures from Home, The Valley und Homeland, zu sehen sein. Erstmals wird auch ein Beispiel aus der Reihe Billboards gezeigt, deren Motive ursprünglich in den 1970er-Jahren für den öffentlichen Raum entstanden sind.

 

Larry Sultan, Canal District San Rafael, aus der Serie Homeland, 2006;
© The Estate of Larry Sultan, courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

 

Der in Kooperation mit dem S.M.A.K. in Gent entstandene Katalog vermittelt mit zahlreichen Beiträgen einen umfassenden Überblick über das Werk von Larry Sultan.

 

Kunstmuseum Bonn, Museumsmeile, Friedrich-Ebert-Allee 2, Bonn

 

 

 

31.01.2015 - 10.05.2015
Fotoausstellung Herford . Erstmals in Deutschland präsentiert das Museum Marta Herford über 200 Fotografien aus der umfangreichen Bildersammlung, die der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial diente. Bis 10.5.2015
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Frida Kahlo – Ihre Fotos
Fotoausstellung Herford . Erstmals in Deutschland präsentiert das Museum Marta Herford über 200 Fotografien aus der umfangreichen Bildersammlung, die der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial diente. Bis 10.5.2015

Frida auf dem Bauch liegend von Nickolas Muray, 1946 © Frida Kahlo Museum

 

Die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo wurde mit ihrer einzigartigen Malerei weltbekannt, in der sie ihr bewegtes Leben verarbeitete – ihre Krankheit, ihre Leiden, ihre Ehe mit Diego Rivera. Erst nach Kahlos Tod aber öffnete sich ein riesiges privates Fotoarchiv, das noch einmal ganz neue Einblicke vermittelt: Bilder der Familie, ihres politischen Kampfes, ihres versehrten Körpers.

Erstmals in Deutschland präsentiert das Marta Herford diese Sammlung, die Kahlo als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial diente: Aufnahmen weltberühmter Fotografen wie Man Ray, Martin Munkácsi, Edward Weston, Brassaï, Tina Modotti u. a. verbinden sich mit Fotos von ihr selbst zu einem eindringlichen Dokument ihrer Zeit. Zusammengestellt wurde die Auswahl von dem renommierten Fotohistoriker Pablo Ortiz Monasterio für das Museo Frida Kahlo in Mexico City.

 

Frida Kahlo vor dem blauen Haus 1930

 

 

Frida Kahlo de Rivera wurde am 6. Juli 1907 in Coyoacán, Mexiko-Stadt, als Magdalena Carmen Frieda Kahlo y Calderón geboren. Am 17. September 1925 wurde sie Opfer eines Busunglücks, bei dem sich eine Stahlstange durch ihr Becken bohrte, so dass sie ihren Alltag fortan immer wieder liegend und in einem Ganzkörpergips oder Stahlkorsett verbringen musste. Zum Zeitvertreib begann sie im Bett zu malen.

 

Frida Kahlo im alte von fünf Jahren, Anonym 1912 © Frida Kahlo Museum

 

 

Erst 1953 wurden ihre Werke erstmals in einer Einzelausstellung in ihrer Heimat gezeigt, eine Anerkennung, die sie sich schon lange gewünscht hatte. Zu dieser Zeit bereits ans Bett gefesselt, ließ sie sich darin zur Vernissage tragen. Wenig später wurde ihr rechter Unterschenkel (vom Knie abwärts) amputiert. Die emanzipierte Malerin und charismatische Rebellin starb am 13. Juli 1954 an einer Lungenembolie. Einige ihrer Freunde schlossen auch einen Selbstmord nicht aus, da die Malerin schon früher versucht haben soll, sich das Leben zu nehmen.

 

Frida malt das Porträt ihres Vaters von Gisèle Freund, 1951 © Frida Kahlo Museum

 

Marta Herford, Goebenstraße 4-10, Herford

 

 

 

29.01.2015 - 18.07.2015
Fotoausstellung München . Eine der faszinierendsten Fotografinnen stellt die Sammlung Goetz vor. Das zentrale Thema der amerikanischen Künstlerin ist die Inszenierung weiblicher Rollenbilder, die sie provokant und spannend mit sich als Akteurin in Szene setzt. 29.1. bis 18.7.2015
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Cindy Sherman
Fotoausstellung München . Eine der faszinierendsten Fotografinnen stellt die Sammlung Goetz vor. Das zentrale Thema der amerikanischen Künstlerin ist die Inszenierung weiblicher Rollenbilder, die sie provokant und spannend mit sich als Akteurin in Szene setzt. 29.1. bis 18.7.2015

 

 

Cindy Sherman Untitled #222 1990 Farbphotographie, C-print 151 x 110,3 cm
Courtesy of the artist and Sammlung Goetz, München

 

Selfies nennt man heute die Mode mit denen Hinz und Kunz der Welt zeigen wollen, wo und mit welcher meist schrecklich langweiligen Beschäftigung sie zu Gange sind. Mit Selbstporträts ist die Fotokünstlerin Cindy Sherman weltberühmt geworden. Ihre Motive sind aber alles andere als flach und langweilig. Cindy Sherman 1954 in Glen Ridge, New Jersey, US geboren hat mit ihren Fotografien die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. Ähnlich wie eine Schauspielerin inszeniert sie sich in unterschiedlichen Rollen vor der Kamera. Obwohl es sich bei den Fotografien von Sherman im klassischen Sinne um Selbstporträts handelt, verraten sie nicht viel von der Persönlichkeit der Künstlerin. Vielmehr geht es ihr um die Dekonstruktion von Rollenbildern und Klischees.

 

Cindy Sherman Untitled Film Still #11 1978 Silbergelatineabzug, 17,5 x 23.5 cm
Courtesy of the artist and Sammlung Goetz, München


Bereits in ihrer Kindheit entwickelte Sherman eine Obsession für Verkleidung und Maskerade, die sie auch an der Kunstakademie in Buffalo weiterverfolgte. Bekannt wurde die Künstlerin durch die Schwarz-Weiß-Serie Untitled Film Stills (1977-1980), in denen sie stereotype Frauenfiguren aus fiktiven Filmszenen der 50er-Jahre verkörpert. Später entstanden Serien mit großformatigen Farbfotografien, die Themen wie Modefotografie, Märchengestalten, Horrorszenen und Society Ladies aufgreifen. Die Sammlung Goetz besitzt umfangreiche Werkgruppen aus nahezu allen Schaffensphasen. Mit rund 60 Arbeiten gibt die retrospektive Ausstellung im Sammlerhaus, die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin konzipiert wurde, einen guten Überblick auf das Gesamtwerk.

 

Cindy Sherman Untitled #125 1983 Farbphotographie,48,5 x 91 cm
Courtesy of the artist and Sammlung Goetz, München

 

Die Sammlung Goetz der Kunstsammlerin und Kuratorin Ingvild Goetz ist in einem vom Schweizer Architekturbüro Herzog & Meuron entworfenen Museumsgebäude entworfen, das allein schon einen Besuch lohnt. Die Sammlung Goetz ist die größte Privatsammlung zeitgenössischer Kunst und umfasst über 4000 Kunstwerke von rund ein Viertel Fotografie. Ein Schwerpunkt der Sammlung sind auch Video- und Filmarbeiten, die auch immer wieder im Münchner Haus der Kunst gezeigt werden. 2013 hat Ingvild Goetz einen Teil ihrer Sammlung und das Sammlungsgebäude dem Freistaat Bayern geschenkt. Die anderen Teile der 5000 Werke großen Sammlung stellt sie für zehn Jahre der Pinakothek der Moderne, dem Haus der Kunst und dem Neuen Museum Nürnberg als Dauerleihgabe zur Verfügung.

 

Sammlung Goetz, Oberföhringer Straße 103, München

20.01.2015 - 26.07.2015
Fotoausstellung Berlin . Mit 125 Bildern stellt die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin in den Sonderausstellungshallen am Kulturforum Mario Testino mit seiner fotografischen Arbeit vor. Provokant und respektlos, aber nie langweilig sind die Akt- und Modeaufnahmen des bekannten Fotografen. 20. Januar bis 26. Juli 2015
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Mario Testino: In Your Face
Fotoausstellung Berlin . Mit 125 Bildern stellt die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin in den Sonderausstellungshallen am Kulturforum Mario Testino mit seiner fotografischen Arbeit vor. Provokant und respektlos, aber nie langweilig sind die Akt- und Modeaufnahmen des bekannten Fotografen. 20. Januar bis 26. Juli 2015

 

Tasha Tilberg. Paris, Dutch Magazine, 1997 ©  Mario Testino

 

Erstmals ist der einflussreiche Fotograf Mario Testino in einer Ausstellung in Berlin zu sehen. Die Ausstellung „In Your Face“ feierte ihre Premiere 2012 im Museum of Fine Arts, Boston, und war 2014 im Museo de Arte Latinoamericana de Buenos Aires (MALBA) sowie im Museu de Arte Brasileira (FAAP) in Sao Paolo zu sehen. Nun kommt sie erstmals nach Europa. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Experimentierfreude und Vielfalt im fotografischen Schaffen Mario Testinos. 

 

Claudia Schiffer. Paris, Vogue Deutsch, 2008 ©  Mario Testino

 

"In Your Face” stellt für mich die freieste Art dar, mich auszudrücken.“ sagt Testino. „Als Bildermacher wollen die Leute dich immer in eine Schublade stecken. Ich glaube, dass jeder von uns viele verschiedene Seiten hat, und nicht immer dürfen wir alle diese Seiten zeigen, schon gar nicht gleichzeitig ausleben, so wie in dieser Ausstellung. Die besondere Art der Hängung dieser fotografischen Arbeiten erlaubt es all diesen verschiedenen Aspekten meiner Neugier miteinander ins Gespräch zu kommen; sie existieren nicht nur für sich, sondern lösen eine Reaktion aus, wenn sie nebeneinander zu sehen sind.“

 

Trent Ford. New York, V Man, 2003 ©  Mario Testino

 

Seit fast 150 Jahren sammelt die Kunstbibliothek Zeichnungen, Grafiken und Fotografien zur Geschichte der Mode. Gemeinsam mit den Buchbeständen bildet ihre Bildersammlung eines der weltweit bedeutendsten kostümgeschichtlichen Archive. Mit großen Ausstellungen zur Modegeschichte von der Renaissance bis hin zu den Looks und Lifestyles des 20. und 21. Jahrhunderts begeistert die Kunstbibliothek das Museums- und Modepublikum.

 

 Meghan Douglas. Paris, Vogue Paris, ©  Mario Testino


Mode im Bild, Bilder der Mode: Diese jahrhundertealten Traditionen, die in der Kunstbibliothek am Kulturforum bewahrt und gesammelt werden, gewinnen in den Arbeiten von Mario Testino eine neue Qualität. Mit der Kamera verwandelt Mario Testino die schönsten Augenblicke der Mode in unvergängliche Bildmonumente, die in ihrer Pracht, Raffinesse und Formvollendung Erinnerungen wachrufen an die großen Epochen der Malerei.  Auch Mario Testino vollzieht in jedem seiner Bilder eine Wandlung – vom Bildzeugen der Modegeschichte zum Bildenden Künstler, der mit seinen Arbeiten Kunstgeschichte schreibt. Moritz Wullen, Direktor der Kunstbibliothek: „Für diese Ausstellung von und mit Mario Testino, einem Grenzgänger zwischen Kunst- und Modewelt, ist das Kulturforum der ideale Ort.“ 

Die Ausstellung wird in Partnerschaft mit Swarovski realisiert. Nadja Swarovski, Mitglied des Swarovski Executive Board: “Wir freuen uns sehr, im Rahmen unseres kontinuierlichen Swarovski Engagements für Kultur und Kreativität das Europa-Debut von „Mario Testino: In Your Face? zu unterstützen. Mario Testino ist ein Visionär an der Schwelle zu Mode, Kunst und Fotografie. Die dynamischen Bilder seiner Ausstellung sprühen vor Glanz und Vitalität und zeigen uns, wie Testino im Laufe seiner drei Jahrzehnte umspannenden Karriere unsere Kultur geprägt hat und die Welt durch seine Leidenschaft und Kreativität  bereichert.“

 

Zu der Ausstellung erscheint im Taschen Verlag ein Buch mit den Arbeiten des Fotografen

 

Sonderausstellungshallen am Kulturforum, Matthäikirchplatz, Berlin-Tiergarten

 

27.12.2014 - 31.05.2015
Fotoausstellung Noch bis ins Neue Jahr sind die schönsten Bilder des Naturfotowettbewerbs an mehreren Ausstellungsorten zu sehen: Bis 5. Januar im Museum Alexander Koenig Bonn und im Urwelt-Museum Bayreuth, bis 22. Februar in Klipp's Wasserwelten in Klipphausen bei Dresden und noch bis zum 31. Mai 2015 im Nationalparkhaus Ilsetal im Harz. Im Jahr 2015 wird es noch weitere Termine geben wie im Naturkundemuseum im Marstall Paderborn vom 17. Januar bis 6. April und im Museum der Natur Gotha auf Schloss Friedenstein vom 2. Februar bis 31. März
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Glanzlichter-Deutschland-Tournee
Fotoausstellung Noch bis ins Neue Jahr sind die schönsten Bilder des Naturfotowettbewerbs an mehreren Ausstellungsorten zu sehen: Bis 5. Januar im Museum Alexander Koenig Bonn und im Urwelt-Museum Bayreuth, bis 22. Februar in Klipp's Wasserwelten in Klipphausen bei Dresden und noch bis zum 31. Mai 2015 im Nationalparkhaus Ilsetal im Harz. Im Jahr 2015 wird es noch weitere Termine geben wie im Naturkundemuseum im Marstall Paderborn vom 17. Januar bis 6. April und im Museum der Natur Gotha auf Schloss Friedenstein vom 2. Februar bis 31. März

Unter dem Titel "Glanzlichter" steht jedes Jahr ein Naturfotowettbewerb, der vom projekt natur & fotografie veranstaltet wird. Die besten Bilder der verschiedenen Kategorien gehen nach ihrer Vorstellung auf den Fürstenfelder Naturfototagen auf Deutschlandtournee.

 

Museum Alexander Koenig Bonn, Adenauerallee 160, Bonn

Bis 5. Januar  2015

https://www.zfmk.de/de

 

Urwelt-Museum Oberfranken, Kanzleistraße 1, Bayreuth

Bis 5. Januar 2015

http://www.urwelt-museum.de

 

 

Klipp's Wasserwelten  Meißner Straße 12, Klipphausen

Bis 22. Februar 2015

http://www.klippswasserwelt.de/ausstellung

 

 

Naturkundemuseum im Marstall Paderborn, im Schlosspark 9, Paderborn-Schloß Neuhaus

17. Januar bis 6. April

http://www.paderborn.de/microsite/naturkundemuseum/

 

Nationalparkhaus Ilsetal im Harz, Ilsetal 5, Ilsenburg

31. Mai 2015

http://www.nationalpark-harz.de

 

Museum der Natur Gotha auf Schloss Friedenstein

2. Februar bis 31. März 2015

http://www.stiftungfriedenstein.de/

 

 

http://www.glanzlichter.com

 

27.11.2014 - 17.05.2015
Fotoausstellung Berlin . Zum zehnjährigen Jubiläum zeigt die Helmut Newton Stiftung knapp 200 Bilder unter dem Titel "Permanent Loan Selection" in denen sowohl Porträt- als auch Akt- und Modebilder zu sehen sein werden. Viele der Aufnahmen wurden in Berlin noch nie vorgestellt. 27. November 2014 bis 17. Mai 2015
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Helmut Newton: Permanent Loan Selection
Fotoausstellung Berlin . Zum zehnjährigen Jubiläum zeigt die Helmut Newton Stiftung knapp 200 Bilder unter dem Titel "Permanent Loan Selection" in denen sowohl Porträt- als auch Akt- und Modebilder zu sehen sein werden. Viele der Aufnahmen wurden in Berlin noch nie vorgestellt. 27. November 2014 bis 17. Mai 2015

 

Helmut Newton, Sigourney Weaver, Los Angeles, 1983 © Helmut Newton Estate

 

Helmit Newton, der 1920 in Berlin geboren wurde, wurde vor allen durch seine provokanten Aktfotografien und seine beeindruckenden Modebilder weltberühmt. Seine Aktofotografien erregten in den 90er Jahren vor allem in der feministischen Szene Unwillen, wo sie als sexistisch angesehen wurden. So angegriffen Helmut Newton zum Teil war, blieben seine fotografischen Erfolge unumstritten. So wurde er mit mehreren Kulturpreisen ausgezeichnet. Vor zehn Jahren verstarb er nach einem Verkehrsunfall in Los Angeles. Nach seinem Wunsch wurde er in seiner Heimatstadt Berlin beigesetzt.

 

Helmut Newton, David Lynch und Isabella Rossellini, Los Angeles, 1983 © Helmut Newton Estate

 

Als Helmut Newton im Herbst 2003 seine Stiftung in Berlin gründete, übertrug er ihr mehrere Hundert Originalfhotografien als Dauerleihgabe. Zum zehnjährigen Jubiläum zeigt die Helmut Newton Stiftung daraus nun erstmals knapp 200 Bilder unter dem Titel „Permanent Loan Selection“. Die drei Hauptgenres – Porträt, Akt und Mode – werden, räumlich getrennt, mit vielen bisher in Berlin noch nicht gezeigten Aufnahmen vorgestellt.

 

Helmut Newton, Catherine Deneuve for a photo-essay in Nouvel Observateur, Pairs 1983
© Helmut Newton Estate

 

 

Darunter finden sich viele Porträts bekannter Persönlichkeiten, etwa von Catherine Deneuve, Paloma Picasso, Karl Lagerfeld oder David Bowie. Bei den Modephotographien dieser Auswahl, ebenfalls in Schwarz-Weiß und Farbe, handelt es sich vor allem um Editorial-Aufträge für international bedeutende Magazine, aufgenommen in den 1970er und 1980er-Jahren. Newtons lebensgroße Big Nudes entstanden 1980 in Paris; fünf von ihnen hängen seit Stiftungsgründung in der Museumslobby. In der aktuellen Ausstellung tauchen nun auch andere lebensgroße Aktaufnahmen auf.

 

Helmut Newton, US Vogue, Monaco 1996 © Helmut Newton Estate

 

 

In June’s Room schließlich begegnet dem Besucher eine Auswahl vergrößerter Kontaktbögen mit unterschiedlichen Figurenkonstellationen, die einen ungewöhnlichen Einblick in Newtons Arbeitsprozess gewähren.

 

Helmut Newton Stiftung, Museum für Photographie, Jebenstraße 2, Berlin

 

 

21.11.2014 - 28.05.2015
Fotoausstellung Salzburg Im Schloss Arenberg zeigt die Leica Galerie Salzburg großformatige Bilder des Leica Fotografen Michael Agel der auf dem Montreux Jazz Festival in der Schweiz, einem der renommiertesten Musikfestivals in Europa, fotografiert hat. Vom 21.11.2014 bis 28.5. 2015
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Michael Agel - Montreux Impressionen
Fotoausstellung Salzburg Im Schloss Arenberg zeigt die Leica Galerie Salzburg großformatige Bilder des Leica Fotografen Michael Agel der auf dem Montreux Jazz Festival in der Schweiz, einem der renommiertesten Musikfestivals in Europa, fotografiert hat. Vom 21.11.2014 bis 28.5. 2015

 Der amerikanische Saxofonist James Carter fotografiert von Michael Agel


 

Das Montreux Jazz Festival ist eines der renommiertesten Musikfestivals in Europa und nach dem kanadischen Montreal International Jazz Festival das größte Jazz Festival der Welt. Seit 1967 findet es jährlich in Montreux, am Ufer des Genfersees, in der Schweiz statt.
 

Für Leica- offizieller Partner des Festivals von 2011 bis 2013 - fotografierte er mit seiner Leica Monochrom und M die Stars auf der Bühne. Entstanden sind beeindruckende Momentaufnahmen großer Stars wie Alanis Morisette, Eryka Badu, Herbert Grönemayer, Katie Melua oder den amerikanischen Saxofonisten James Carter.

 

 

Michael Agel, 1970 in Wetzlar geboren, ist bekannt für seine authentischen und ausdrucksstarken Portrait- und Live-Fotografien. Schon als Jugendlicher pilgert Michael Agel zu den Konzerten seiner Lieblingsbands, wie z.B. Metallica, Bryan Adams, die Toten Hosen, Red Hot Chili Peppers oder Motörhead.
 

Neben zahlreichen Ausstellungen, Kalender- und Buchveröffentlichungen begleitete er fotografisch die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der WM 2010.

Die ausgestellten Fotografien sind auf 6 Stück limitiert, in 2 Größen erhältlich, und käuflich  zu erwerben.

 

Schloss Arenberg, Salzburg

 

 

 

 

19.10.2014 - 14.06.2015
Ausstellung Frankfurt . Im TaunusTurm der neuen Dependance des MMK Museum für Moderne Kunst zeigt das MMK2 als erste Ausstellung "Boom She Boom. Werke aus der Sammlung des MMK", die den Künstlerinnen der Sammlung gewidmet ist. Bis 14.6.2014
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Boom She Boom
Ausstellung Frankfurt . Im TaunusTurm der neuen Dependance des MMK Museum für Moderne Kunst zeigt das MMK2 als erste Ausstellung "Boom She Boom. Werke aus der Sammlung des MMK", die den Künstlerinnen der Sammlung gewidmet ist. Bis 14.6.2014

 

Anja Niedringhaus, Amerikanischer Infanterist, 2004
Foto / photo: Axel Schneider © Anja Niedringhaus

 

 

Zum ersten Mal in Deutschland ist ein Museum in ein Bürohochhaus gezogen. Mit der Erweiterung bekommt das Museum rund 2.000 zusätzliche Quadratmeter für die Präsentation seiner umfangreichen Sammlung internationaler Gegenwartskunst. Die Immobilienentwickler Tishman Speyer und die Commerz Real AG stellen dem MMK diese Fläche für 15 Jahre miet- und nebenkostenfrei zur Verfügung.

Die Eröffnungsausstellung "Boom She Boom. Werke aus der Sammlung des MMK" ist ausschließlich mit Künstlerinnen bestellt und zeigt einen Schwerpunkt des MMK das von der ersten Stunde an im Jahr 1991 bis heute ein ganz besonderes Augenmerk auf die starken Positionen der Künstlerinnen der letzten Jahrzehnte gerichtet hat.
Insbesondere bei den Ankäufen der letzten Jahre ist auffällig, dass ausgesprochen viele Werke von Künstlerinnen unter den Neuzugängen der MMK Sammlung zu finden sind. Hauptwerke von Vanessa Beecroft, Rineke Dijkstra, Teresa Margolles, Sarah Morris oder Taryn Simon markieren wichtige Erweiterungen der Sammlung.

 

Vija Celmins, Night Sky#15, 2000#2001
Foto/photo: Axel Schneider © Vija Celmins

 


Mit der Vielfalt und Stärke, die von den Werken dieser Künstlerinnen ausgeht, möchte das MMK seine neue Präsenz im Zentrum Frankfurts beginnen. Die Ausstellung umfasst unterschiedliche künstlerische Verfahren und konzeptuelle Ansätze, sie präsentiert eine Vielzahl von Perspektiven und Fragestellungen. In Skulpturen und Installationen, Gemälden und Zeichnungen, Filmen und Fotografie hinterfragen die Künstlerinnen die Repräsentation und gesellschaftliche Konnotation des weiblichen Körpers, sie beschäftigen sich mit sozialen und globalen Zusammenhängen, untersuchen Formen von Narration und Abstraktion und analysieren Strategien der Raumaneignung.

 

Isa Genzken, Oil XV & Oil XVI, 2007 Installationsansicht im MMK 2 des MMK Museum für Moderne Kunst. Foto/photo: Axel Schneider © Isa Genzken / Galerie Daniel Buchholz



Der Titel der Ausstellung „Boom She Boom“ zitiert den erfolgreichen Doo Wop-Song der Band „The Chords“ aus dem Jahr 1954, der seither zahlreiche Neuinterpretationen erfuhr. War der Song in erster Linie als Liebeserklärung an eine Frau gedacht, bezog sich „Sh-Boom“ – lautmalerisch für den Abwurf einer Bombe – auch auf die Zuspitzung des Kalten Krieges im Entstehungsjahr des Songs. Im Kontext der Ausstellung erhält der sinnliche wie fatalistische Titel eine weitere Bedeutungsebene, die die Forderungen und Lebenswirklichkeiten von Künstlerinnen in der Museumslandschaft nachdrücklich unterstreicht.

 

Sturtevant, The Dark Threat of Absence Fragmented and Sliced, 2002
Foto / photo: Axel Schneider © Sturtevant



Künstlerinnen der Ausstellung:
Jo Baer / Vanessa Beecroft / Shannon Bool / Andrea Buüttner / Vija Celmins / Hanne Darboven / Rineke Dijkstra / Marlene Dumas / Parastou Forouhar / Katharina Fritsch / Isa Genzken / Tamara Grcic / Bethan Huws / Anne Imhof / Barbara Klemm / Eva Kotátková / Franziska Kneidl / Teresa Margolles / Sarah Morris / Cady Noland / Anja Niedringhaus / Christa Näher / Charlotte Posenenske / Jewyo Rhii / Taryn Simon / Sturtevant / Rosemarie Trockel / Adrian Williams

Das MMK 2 wird ermöglicht durch den TaunusTurm – ein Joint Venture von Tishman Speyer und der Commerz Real AG. Gründungspartner sind Stefan Quandt, die Ernst Max von Grunelius-Stiftung, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die DekaBank Deutsche Girozentrale. Weitere Förderer sind die MMK Stiftung, die Freunde des MMK und die New Contemporaries.

Für die Eröffnungsausstellung „Boom She Boom“ im MMK 2 übernehmen die DekaBank Deutsche Girozentrale und die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen die Schirmherrschaft.

 

MMK 2, Taunus Turm, Taunustor 1, Frankfurt am Main

 

 

17.10.2014 - 30.08.2015
Ausstellung München . Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums erzählt eine Sonderausstellung mit interessanten Exponaten,und Fotografien die Geschichte der längsten Eisenbahnstrecke der Welt - der legendären Transsib. Sie zeigt die Menschen, die mit ihr unterwegs sind ebenso wie die vielfältigen Landschaften und Städte durch die ihr Weg führt. Bis 30.8.2015
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Transsib - Ein Jahrhundertprojekt auf Schienen
Ausstellung München . Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums erzählt eine Sonderausstellung mit interessanten Exponaten,und Fotografien die Geschichte der längsten Eisenbahnstrecke der Welt - der legendären Transsib. Sie zeigt die Menschen, die mit ihr unterwegs sind ebenso wie die vielfältigen Landschaften und Städte durch die ihr Weg führt. Bis 30.8.2015

Bis 2004 wurden im Güterverkehr auf dem chinesischen Teil der Strecke nach Peking noch Dmpfloks eingesetzt.  Foto: Thomas Waidelich

 

 Die Fahrt auf der längsten Eisenbahnstrecke durch das flächenmäßig größte Land der Erde führt durch sieben Zeitzonen und ist eine der legendären Reiseabenteuer unserer Erde. Zahlreiche Hindernisse mussten bei ihrem Bau überwunden werden. Sie lernt man in der Ausstellung ebenso kennen wie Menschen, die mit der Transsib unterwegs sind und in den durchreisten Landstrichen leben. Aufnahmen von den Orten an der Strecke von Moskau bis Wladiwostok oder Peking vermitteln einen Eindruck von der landschaftlichen Vielfalt Sibiriens. 

Die ursprünglichen Streckenabschnitte der Transsibirischen Eisenbahn wurden zwischen 1891 und 1916 angelegt. Tausende Arbeiter errichteten die Bahnstrecke mit einfachen Werkzeugen und Transportmitteln in kaum besiedeltem Gebiet und schwierigem Terrain. Die bis heute längste Bahnlinie der Welt erschloss den Osten Russlands und verband Moskau mit dem Pazifik. Schon bald nach der Jahrhundertwende fuhren auch die ersten Reisezüge von Europa durch Sibirien in den fernen Osten. Nach anfänglichen Rückschlägen durch Bauprobleme und Kriege entwickelte sich die Transsibirische Eisenbahn im 20. Jahrhundert zu einer unverzichtbaren Lebensader des Verkehrs zwischen Europa und Asien, die bis heute immer wieder erneuert und ausgebaut wurde. Sie transportiert Menschen und Güter und durchquert zwei Kontinente. Dabei fährt sie durch sieben Zeitzonen und viele Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Transsibirische Eisenbahn hatte großen Einfluss auf die Erschließung Sibiriens und die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung. Die Anbindung Russlands an den Pazifischen Ozean eröffnete neue Handelswege und Geschäftsbeziehungen. Seit einigen Jahren steigern neue Kommunikationstechnologien und eine Verkürzung der Zollformalitäten beim Überschreiten der Ländergrenzen die Bedeutung der Strecke als „Transeurasische Landbrücke“. Das Land ist auch die Heimat einer großen Zahl unterschiedlichster Ethnien, deren Lebensraum durch den Anstieg der Industrialisierung in den vergangenen hundert Jahren immer weiter eingeschränkt wurde. Die Sonderausstellung erschließt das Thema mit zahlreichen Fotos und Bildern und präsentiert viele landestypische Exponate – von Nahrungsmitteln bis zu regionalen Trachten, von Jagdzubehör bis zu Lok- und Wagenmodellen.

 

Entstanden ist die Ausstellung in einer Kooperation zwischen dem Deutschen Museum in München und dem Industriemuseum Lauf. 

 

 

 

Bis in die 1970er Jahre wurde im damals Nicht elektrifizierten Ostteil der Transsibirischen Eisebahn die berühmte Schnellzuglok P36 mit einer Leistung  von 1840 kW eingesetzt. Foto: Hansjoerg Brutzer

 

Galerie der Halle III im Verkehrszentrum des Deutschen Museums, Theresienhöhe 15, München

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