Fotoausstellungen
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Francis Alÿs "When Faith Moves Mountains, 2004", ‘Making-Of’, Video, Farbe, Ton 15:00 min. In Zusammenarbeit mit
Cuauthémoc Medina and Rafael Ortega Photographic documentation of an event, Lima, Peru Courtesy of the Artist and Galerie Peter Kilchmann, Zürich
Die eigene, gegenwärtige Situation plötzlich aus ganz anderem Winkel zu sehen, fasziniert seit jeher. Visionen entstehen auf der Grenzlinie zwischen bekannten und unbekannten Welten. Der Wille zur Veränderung und das immerwährende Erweitern von herrschenden Zuständen sind charakteristisch für Visionäre. Ihre Ideen stehen zwischen offener Gegenwart und naher Zukunft: Visionen artikulieren Wünsche und Forderungen, wollen damit in das aktuelle Zeitgeschehen eingreifen. Besonders Küns-tler zeigen ein sensibles Gespür gegenüber visionären Entdeckungen: Sie eröffnen neue Zukunftsbilder und beleuchten bisher ungeahnte Handlungsspielräume.

Ingrid Mwangi / Robert Hutter, If, 2003 C-Print. Sammlung Marta Herford© VG Bild-Kunst Bonn, 2013
Die Herforder Marienvision aus dem 10. Jh. bildet den Ankerpunkt der Ausstellung Visionen, in welcher zeitgenössische Kunst einen sinnlichen, alltagsnahen und erhel-lenden Zugang zu seherischem Denken und Empfinden ermöglicht. Aus inneren Welten bringen Visionen Eindrücke einer wandelbaren Wirklichkeit ans Licht. Welche Wirkungen erzeugen Visionen? Was ist Teil ihres geheimnisumwobenen Wesens? Sichtbar wird ein schier unendliches Potenzial. Wunderbares Beispiel für Hingabe und Ideenreichtum einer Vision ist Panamarenkos Luftschiff, das das Zentrum der Ausstel-lung bildet. Kann es fliegen oder verharrt es in einem Moment der Stille? Wen nimmt es mit und wo könnte es landen? Visionen sind Ideen, die tatsächlich fliegen gelernt haben und auf ihrer Reise Atmosphären der Veränderung erzeugen.

Thomas Ruff, ma.r.s.01_III, 2011, C-Print, Courtesy Mai 36 Galerie, Zürich © VG Bild-Kunst Bonn, 2013
Franz Ackermann, Francis Alys, Michaël Borremans, Felix Droese, Thomas Ruff, Andreas Slominski, Lawrence Weiner und etwa 25 weitere KünstlerInnen vermitteln inspirierende Einsichten in den Fluss ihrer Ideen. Zudem entführen eigens für die Ausstellung produzierte Arbeiten von Walter Dahn, Lothar Götz, Jana Gunstheimer, Dan Perjovschi und Jorinde Voigt den Betrachter in Räume, welche die Grenzen des Vorstellbaren überschreiten. Poetisch aufgeladene Erfahrungswelten lassen die Kraft der Visionen gegenwärtig werden.
Die Ausstellung wurde großzügig gefördert durch die Kunststiftung NRW
MARTa Herford, Goebenstraße 2-10, Herford
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Knife, 1989
Seine Aktfotografien sind unverwechselbar und erinnern an mittelalterliche Genredarstellungen. Jan Saudek inszeniert seine Bilder in märchenhaft poetischen Kompositionen und lässt sie oftmals in morbider Hinterhofatmosphäre spielen. Meist sind die Motive schwarzweiß aufgenommen und anschließend handkoloriert. Häufigstes Sujet der Fotografie von Jan Saudek sind der weibliche Körper, das Altern und erotische Fantasien. Am Anfang seiner Arbeit befasste er sich auch mit der Thematik der Kindheit mit dem Augenmerk auf die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern.

Deep Devotian of Ida, 2001
Jan Saudek, der 1935 in Prag geboren wurde, begann Ende der 50er Jahre zu fotografieren. Wegen seiner Popularität auch außerhalb der Tschechoslowakei blieb er von dem damaligen kommunistischen Regime zwar kritisch beobachtet, blieb aber weitgehend unbehelligt.

New York, 1993
Saudeks Arbeiten sind in mehreren Bildbänden veröffntlicht worden und wurden schon in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt.
in fokus galerie, Brüsseler Straße 83, Köln
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Issei Suda, Ota, Gunma Prefecture, from the series „Fushi Kaden“, 1975, vintage silver print, 35.4 x 35,5 cm © Issei Suda, Courtesy Galerie Priska Pasquer, Cologne
In Issei Sudas Bilder werden Personen und Szenen gezeigt, die durch festliche Kleidung und den Posen der alltäglichen Realität entzogen sind. Die leicht surrealen Fotografien werden zur Bühne mit bewusst oder unbewusst agierenden Darstellern, die durch Sudas Aufnahmen Teil einer Kunstwelt werden.
Die großformatigen Vintage Prints , die in diesem Format Unikate sind, stammen aus dem 1978 publizierten Hauptwerk „Fushi Kaden“ aus dem sich in der Übersetzung auch der Titel der Ausstellung „The Transmission of the Flower or Acting Style“ herleitet. Die kleinformatigeren Fotografien der Serie „Human Memory“ sind 1980 erschienen.

Issei Suda,Iga-Ueno, Mie Prefecture, from the series „Fushi Kaden“, 1977, vintage silver print, 21,5 x 21.4 cm
© Issei Suda, Courtesy Galerie Priska Pasquer, Cologne
In den 1970er Jahre fotografierte Issei Suda die Eindrücke von meist ländlichen Festivals für die er eine Mittelformatkamera nutzte. Die porträtierten Personen konnten sich, auch bedingt durch die langsamere Aufnahmetechnik, auf das Fotografiert-Werden einstellen. Wie Skulpturen verharren sie auf den Fotografien und scheinen in Festkostümen als Akteure in einer Art Schauspiel aufzutreten.

Issei Suda, Hanagasa-matsuri Obanazawa Yamagati from the series „Fushi Kaden“, 1976, vintage silver print, 35.5 x 33,5 cm © Issei Suda, Courtesy Galerie Priska Pasquer, Cologne
Galerie Priska Pasquer, Albertusstraße 9-11, Köln
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Bei 16 Olympischen Sommer- und Winterspiele, acht Fußball-Weltmeisterschaften sowie zahlreiche anderen Sportereignissen hat Laci Perényi fotografiert und davon eine Unmenge an interessanten Bildern mitgebracht. Der frühere Leistungsschwimmer verbindet in seiner Fotografie die Dokumentatio des Wettkampfes mit der Liebe zur Kunst und Kreativität.
Sein Konzept, das ganze Bildformat mit dem Objektiv auszufüllen, verleiht den Motiven oft eine ganz besondere Dynamik. Lichtverhältnisse, Uhrzeit, Wetter, Standort, die Topografie der Wettkampfstätte – all das bezieht er mit in seine Motive ein, um das in seinen Augen perfekte Foto zu komponieren.
Laci Perényi, der schon vielfach für seine Bilder ausgezeichnet wurde und von dem ein Bild im letzten Jahr als Sportfoto des Jahres gekürt wurde, findet mit seiner Arbeit auch Anerkennung über den Sport hinaus: Seine Bilder werden in Magazinen wie Stern, Bunte, Der Spiegel, Sports, Sports Illustrated oder dem New York Times Magazine abgedruckt und in zahlreichen Bildbänden vorgestellt.
In der Ausstellung "In Motion – Sportfotografie von Laci Perényi" werden 40 großformatige Motive verschiedenster Sportarten, u.a. Leichtathletik, Fußball, Tennis, Bahnradfahren, Schwimmen, Fechten, Eiskunstlauf, Snowboarden und Formel 1 gezeigt. Die Ausstellung wurde unterstützt mit Technik der Firma Canon.
Deutsches Sport & Olympia Museum, Im Zollhafen 1, Köln
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Leonard Freed, West-Berlin, 1965 © Leonard Freed / Magnum Photos / Agentur Focus / Brigitte Freed Leonard Freed
Zwanzig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg zeichnete Leonard Freed mit seinen Fotografien, die das Alltagsleben in Städten ebenso wie auf dem Land porträtierten, ein Bild Deutschlands. Der 1929 in New York geborene Sohn jüdischer Einwanderer, der 2006 verstarb, und ursprünglich Maler werden wollte, machte sich einen Namen als Fotograf mit Reportagen wie „Black in White Amerca“ und „Police Work“. Seit 1972 war Leonard Freed Vollmitglied bei Magnum Photos.

Leonard Freed, Berlin 1961 © Leonard Freed / Magnum Photos / Agentur Focus / Brigitte Freed Leonard Freed
Mit der Reportage „Made in Germany“ zeichnete der Fotograf ein eindringliches Bild von einem sozial und politisch gespaltenen Deutschland, dem Wirtschaftswunderland im Konflikt der Generationen.
Mit seiner Reportage befindet er sich in der Tradition fotografischer Erkundungsreisen westlicher Fotografen, die der ihnen fremden Kulturnation Deutschland nach der schrecklichen Nazizeit nachspürten.
In der Edition Folkwang / Steidl erscheint ein Reprint der Originalausgabe „Made in Germany“

Leonard Freed, Bayern 1965 © Leonard Freed / Magnum Photos / Agentur Focus / Brigitte Freed Leonard Freed
Den Erwerb der Leonard Freed Fotografien ermöglichte die Unterstützung der Stiftung Presse-Haus NRZ und eine Teilschenkung von Brigitte Freed, der Ehefrau des Fotografen.
Folkwang Museum, Museumsplatz 1, Essen
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Danica Dakic, Safe Frame, 2012 © VG Bild-Kunst, Bonn
Die in Bosnien geborene Künstlerin Daki? greift für die Video- und Klanginstallation „Safe Frame“ das Motiv der leeren Rahmen aus Almásys Werk auf. Anknüpfend an die Fotografie produzierte sie einen großformatigen, mit Blattgold verzierten Rahmen, der in Zusammenarbeit mit den jungen Frauen zum zentralen Requisit im künstlerischen Prozess und der Ausstellung wird.
Aus dem Rahmen in der Installation erklingt eine komplexe Komposition aus sprechenden und singenden Stimmen der jungen Frauen, gemischt mit der Geräuschkulisse des Museums. Mit ihren unterschiedlichen Sprachmelodien und Stimmfärbungen erzählen die aufgezeichneten Stimmen vom Leben und von der Begegnung mit dem Museum. Sie sprechen über den Verlust von Heimat, Kultur und Identität. Daki? verdichtet mit dem Komponisten Bojan Vuleti? die Stimmen der Frauen zu einer Folge von Reflexionen über die Kunst und das Leben.??
Die Stipendiatinnen sind Teil des Programmes „SABA“, das jungen Migrantinnen Förderung zur persönlichen Weiterbildung bietet.?Seit seiner Gründung vor über 20 Jahren ist es im MMK Tradition, Künstler einzuladen, raumbezogene Arbeiten eigens für die Ausstellungsräume des Museums zu produzieren. Mit Danica Daki?s „Safe Frame“ wurde eine solche Neuproduktion jetzt erstmals in enger Zusammenarbeit mit der Kunstvermittlung des Museums initiiert. ??
„Ich freue mich sehr, dass nun ein Werk von Danica Daki? in einem Kooperationsprojekt entstanden ist, das Frauen unterschiedlichster Kulturen zusammenführt und das zugleich Bezug nimmt auf ein besonderes Werk unserer Sammlung“, sagt MMK Direktorin Dr. Susanne Gaensheimer. Ausgangspunkt für diese außergewöhnliche Arbeit von Daki? ist die Fotografie „Louvre, Paris“ von Paul Almásy aus dem Jahr 1942, die sich in der Sammlung des MMK befindet. Die Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt einen Museumsraum des Louvre, in dem ausschließlich leere Rahmen zu sehen sind. Infolge der Besetzung von Paris 1940 wurden zahlreiche Werke in Sicherheit gebracht, zurück blieben leere Rahmen. Almásy hielt in seiner Fotografie einen Zustand andauernder Ungewissheit in Zeiten des Krieges fest. ?
„Mit unserem Programm SABA möchten wir jungen Migrantinnen ideelle und finanzielle Förderung bieten und ihnen Wege in ein selbständiges Leben eröffnen. Dabei ist kulturelle Bildung für uns nicht Bildung plus eine Prise Kunst & Kultur, sondern Bildung durch und mit Kunst & Kultur im Sinne einer synergetischen, sich wechselseitig inspirierenden Beziehung. Und genau das ist es, was bei der Entstehung von „Safe Frame“ stattgefunden hat.“ sagt Aslak Petersen, Geschäftsführer der Crespo Foundation.
Danica Daki?, geboren 1962 in Sarajevo, lebt heute in Düsseldorf, Weimar und ihrer Heimatstadt. Sie ist Professorin an der Bauhaus-Universität Weimar und hatte zuletzt Einzelausstellungen im Hammer Museum, Los Angeles, Museum of Contemporary Art, Zagreb, Generali Foundation, Wien und in der Kunsthalle Düsseldorf. In Gruppenausstellungen war sie vertreten bei der documenta 12 in Kassel, der Istanbul Biennale, der Liverpool Biennale und in der Kulturhauptstadt 2013 in Marseille. Daki? arbeitet an der Schnittstelle zwischen Video, Film, Fotografie und Installation.??
„Safe Frame“ ist ein Kooperationsprojekt von Danica Daki? mit dem Fotografen Egbert Trogemann, dem Komponisten Bojan Vuleti?, der Kunstvermittlung des MMK und den SABA-Stipendiatinnen der Crespo Foundation: Adiam Tekle, Angie Palta Rivera, Emu Amare, Fadime, Fatema, Fatoumata Traoré, Fkadu Tekle, Hamida, Ibtisam, Ikrame, Kanyarat, Leeda Rafiq-Helmand, Leyla, Maida Rahmani, Malgorzata Turkowska, Natalya, Parwana, Sarika, Soumia Errandani, Yergalem Teklai und Zeynep Koc.
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Inge Morath beim Karneval in Pfuj / Pettau, 2001 fotografiert von Stojan Kerber © Fotosammlung WestLicht, Wien
Neugier aber auch Einfühlsamkeit bewegten Inge Morath bei ihrer Fotografie. in ihrer 50 Jahre währenden Karriere sind von ihr sowohl interessante Porträts als auch spannende Reisereportagen entstanden. Im Besonderen wurde sie für ihre Aufnahmen von Prominenten wie Jayne Mansfeld, Marilyn Monroe oder Jacques Cocteau.

Inge Morath: Marilyn Monroe udn Eli Wallach, Szene aus "The Misfits", Reno, Nevada, USA, 1960
© Fotosammlung WestLicht, Wien
Die 1923 in Graz geborene Inge Morath hatte schon einige Jahre als Textjournalistin gearbeitet, als sie sich 1952 eine gebrauchte Leica kaufte. Im Wien der Nachkriegszeit bildete sie mit dem bekannten Fotografen und Magnum Mitbegründer Ernst Haas ein Reporterteam. Inge Morath arbeitete anfangs bei Magnum als Texterin und Bildredakteurin, Dies Arbeit schulte ihren Blick für die Fotografie. Als sie 1955 Vollmitglied der Agentur wurde, war sie einer der ersten Frauen, die Teil von Magnum wurden.

Inge Morath: Die Verlegerin Eveleigh Nash mit ihrem Chauffeur, Buckingham Palace Mall, London, 1953
© Fotosammling WestLicht Wien
In den 50er Jharen arbeitete sie vorwiegend in den USA, wo sie neben Reportagend zunehmend am Set von Hollywood-Produktionen fotografierte. Bei den Dreharbeiten von "Misfits" lernte sie ihre späteren Mann den Daramtiker Arthur Miller kennen der zu dieser Zeit noch mit Marilyn Monroe verheiratet war.
Seit den 70er Jahren realisierte sie zusammen mit Miller eine Reihe von Projekten gemeinsamer Bücher über ihre Reisen nach Russland und China.
Die ausgestellten Werke stehen zum Verkauf zu Preisen zwischen 900 bis 4.000 Euro.
Leica Galerie Wien, Walfischgasse 1, Wien
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Bild Hans-Peter Feldmann
Jürgen Klauke, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Thomas Ruff, Cindy Sherman ..... das sind nur einige Namen der 77 renommierten internationalen Künstler, die aus der Sammlung der DG Bank zur Jubiläumsausstellung gezeigt werden
Die DZ BANK Kunstsammlung, 1993 von der DG BANK, dem Vorgängerinstitut der DZ BANK, ins Leben gerufen, zählt die Sammlung zu der weltweit größten ihrer Art. Im Mittelpunkt der Sammlung stand von Anfang an die künstlerische Fotografie. "KONZEPT: 20 Jahre DZ BANK Kunstsammlung“ ist der Titel der Jubiläumsausstellun, wobei das Konzept im doppelten Sinne zu verstehen ist: Zum einen hebt es das Konzept der Sammlungsausrichtung als bewusste Entscheidung hervor, deren Fokus auf dem fotografischen Bild in der zeitgenössischen Kunst liegt. Zum anderen lenkt es den Blick auf die fotografischen Arbeiten von Künstlern, die sich der Konzeptkunst verschrieben haben. Dabei folgt die Ausstellung den Kriterien des Sammlungsschwerpunkts, der sich stets an den klassischen Genres der Kunstgeschichte wie Stillleben, Porträt, Landschaft, Interieur u.a. orientiert.

Jürgen Klauke, Self-Performance, 1972
DZ Bank Kunstsammlung, Art Foyer, Platz der Republik, Frankfurt am Main
http://www.dzbank-kunstsammlung.de/
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Das Kloster ist berühmt für seine Kung-Fu-Mönche. Sie vollführen atemberaubende Aktionen.
Hier schaltet Shi Yanbo die Schwerkraft aus. Er springt vom Boden gegen die Wand, um sich mit ihrer Hilfe noch weiter nach oben abzudrücken. © Sabine Kress
Als erste Europäer durften die Fotografin Sabine Kress und der Journalist Felix Kurz das Leben in den legendären Shaolin-Klöstern beobachten und bekamen Zutritt zu Bereichen, die normalerweise für Besucher verboten sind. Die Fotografien, die über mehrere Wochen entstanden zeigen die besondere Atmosphäre des Klosters in der Provinz Henan, die Wiege des Chanbuddhismus. Szenen aus dem Alltag wie die Kung-Fu und Shaolin-Qigong-Übungen und die Meditationen vermitteln einen Eindruck des Lebens und der Rituale in dieser Weltabgeschiedenheit. In Mannheim werden die Fotografien erstmals in einer Ausstellung zu sehen sein.

Shi Yongqian hat das Findelkind Zhuangzhuang bei sich aufgenommen. Der zweijährige Junge ist der jüngste Bewohner des Shaolin-Klosters. © Sabine Kress
Zusammen mit Felix Kurz hat Sabine Kress den gleichnamigen Bildband in der Edition Braus veröffentlicht der für den Fotobuchpreis 2013 nominiert ist.

Kung-Fu Mönch bei einer der atemberaubenden Aktionen © Sabine Kress
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen D5, Mannheim
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Ein interessantes Projekt inszeniert der österreichische Fotograf Kurt Hörbst der als Kontrapunkt zu den hohen Produktionsgeschwindigkeiten der digitalen Fotografie sein Porträtkonzept entwickelt.
Dahinter steht die Idee der konzeptionellen Selbstverlangsamung, der konzentrierten Arbeit und einer eigenen Sensibilisierung der Umwelt gegenüber. Die technische Umsetzung erfolgt mittels einer hoch auflösenden Digitalkamera, die auf einem eigens konstruierten Schienensystem beweglich angebracht ist und mit der die Menschen gescannt werden. Ein fertiges Bild besteht aus bis zu 20 Einzelaufnahmen – daraus resultiert eine hohe Oberflächenqualität. Die Einzelbilder werden in späterer Folge kombiniert und lebensgroß ausgegeben. Im Gegensatz zur Fotoaufnahme durch nur eine Linse bietet der Scan verschiedene Aufnahmeperspektiven der liegenden Person. Die lebensgroße Präsentation an der Wand tut ihr übriges, um dem letztendlich wieder in die Vertikale gebrachten Ausstellungsbild etwas Befremdendes zu verleihen. Ein letztendlich unpersönlich, scheinbar unnahbares Abbild entsteht, welches aber nur durch Vertrauen und Nähe entstehen konnte.
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Die auf diese Weise entstandenen ca. 15 lebensgroßen Porträts werden im Schauraum der Darmstädter Tage der Fotografie ausgestellt. Darmstadt ist nach Wien und Venedig die dritte Station des Projekts.
Kurt Hörbst wurde 1972 im österreichischen Mühlviertel geboren und absolvierte die Prager Fotoschule. Seit 1996 unterrichtet er dort Geschichte der Fotografie. Seine Arbeiten wurden schon in In- und Ausland ausgestellt und bekam mehrere Auszeichnungen.
Schauraum Literaturhaus Darmstadt, Kasinostraße 3, Darmstadt
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Rund zwei Millionen Menschen bejubelten den Besuch des mächtigsten Mannes der Welt als er zwei Jahre nach dem Mauerbau die geteilte Stadt Berlin besuchte. Das mediale Großereignis wurde unter anderem von dem 28-jährigen Ulrich Mack für die deutsche Illustrierte Quick festgehalten. Die Schwarzweißbilder von Ulrich Mack erinnern an diese Tage und Stunden, die ein bedeutender Punkt in der deutschen Geschichte waren. Kein Fotograf hat diesen Staatsbesuch so lückenlos dokumentiert wie Mack, dessen Bilder ein Stück Zeitgeschichte dokumentieren, die jetzt vom Freundeskreis Willy-Brandt-Haus gezeigt wird.

Zur Ausstellung erscheint der Katalog "Kennedy in Berlin. die Deutschlandreise 1963" im Hirmer Verlag.
Willy-Brandt-Haus, Stresemannstraße 82, München

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© Paolo Roversi, Kate, Paris, 1992
Hervorragende Fotografie von außergewöhnlichen Fotografen stellt die Ausstellung in der Berliner CWC Galerie vor, die sicher zu den Highlights des diesjährigen Gallery Weekend in Berlin gehören wird.
Zu diesen Highlights gehören unter anderem die Bilder der Aktserie "Nudi" von Paolo Roversi, die durch ihre klare Komposition und den gekonnten Umgang mit dem Licht bestechen, wodurch die aufgenommenen Frauen als besonders grazile weibliche Wesen gezeigt werden. Neben den Bildern von Kate Moss, Tatjana Patitz udn Guinevere van Seenus wird auch ein männlicher Akt gezeigt.
Einen der anerkanntesten und gefragetesten Fotografen unserer Zeit zeigt CWC mit Nick Brandt. Seine Fotografien sind eine Kompination von epischen Panoramen mit Tieren in dramatischen Landschaften und der Ästhetik von Personenporträts des frühen 20. Jahrhundert.

© Jean-Baptiste Huynh, Cyclamènes, France, 1999
Weltweit erstmals wird die Fotoserie von Ballettänzern des Künstlers Herb Ritts ausgestellt. Er inszeniert seine Modelle von Ballettänzern bis zu Superstars aus Schauspiel und Musik.
Seit 2012 vertritt Camera Work den Fotografen Yoram Roth. Seine Arbeit "Reading and Waiting late into the Night" gibt einen Eindruck des komplexen Entstehungsprozesses mit aufwändigen Bauten, Requisiten, Make-up und Kostümen.
Puristische Porträts und Stillleben zeigen die Bilder von Jean-Baptiste Huynhs, dessen Motive von Messern bis zu Spiegeln und Porträts von Menschen aus verschiedenen regionen der Welt reichen.

© Herb Ritts, Corps et Âmes 19, Los Angeles 1999
CWC Gallery, Augustenstraße 11-13, Berlin
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Asja Schubert
Sieben junge Künstler, siebenmal unterschiedlichste Arbeiten: Neben Installation, Fotografie und Video werden die Möglichkeiten von Zeichnung, Malerei oder Skulptur genutzt.
Mit der Ausstellung „Die ersten Jahre der Professionalität 32“ bietet der BBK Besuchern Einblicke in die Vielfalt und Lebendigkeit der gegenwärtigen Kunstszene in München und der Regiont. Ein Katalog zeigt die künstlerischen Positionen über die Ausstellungsdauer hinweg.

Asja Schubert
Im Zentrum der Fotografien von Asja Schubert stehen Gewachsenes und Gebautes und das damit einhergehende Wechselspiel von Kultur und Natur. Die Bilder erinnern an verlassene Bühnenräume und zeigen Spuren eines menschlichen Schauspiels, Relikte einer vergangenen Zivilisation, die sich in die Landschaft eingeschrieben haben. In den neuen Arbeiten der Künstlerin überlagern sich Bilder, die ähnlich wie in einer Doppelbelichtung zu einem Bild verschmelzen. Unterschiedliche Räume, Mikro-und Makrokosmos sowie verschiedene Zeiten existieren in einem Bild, Gewachsenes und Gebautes kondensiert in einer Fotografie. Vielheiten zeigen sich und durchbrechen unsere Wahrnehmungsmuster.

Anuk Miladinovi
Die in München lebende Anuk Miladinovi zeigt in ihren Installationen und Videos irritierende Raumkompositionen und unaufgelöste Erzählungen. Die Figuren, die sich durch die räumlich streng strukturierte, rhythmisierte und ästhetisierte Welt bewegen, erscheinen als Statisten der Architektur, leere Hüllen in grauen Anzügen, die sich mit der Umgebung homogenisieren.
Großformatige Arbeiten mit malerischen und zeichnerischen Elemente zeigt Jenny Forster aus Landshut und lässt das Bild als geschichteten Raum zutage treten. In einem Schwebezustand zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion arbeitet sie Strukturen heraus und integriert fließende, organische Formen und statische Konstruktionen. Dabei entstehen jedoch keine Landschaftsbilder, sondern Entwürfe von Räumen, die sich im Prozess der Transformation befinden, in denen Ordnung und Unordnung, Aufbau und Zusammenbruch in einem dynamischen Wechselspiel stehen.
Diego Perathoner aus Brixen nutzt in seinen Installationen, Skulpturen und Plastiken eine breite Materialpalette. Dabei nutzt er teils die Holzschnitzerei, integriert aber auch Fundstücke des Alltags, die er aufwendig zu starken, häufig düsteren Bildern arrangiert. In seiner Arbeit „Archipel“ finden Objekte, Fundstücke und ältere Werke in einer raumgreifenden Installation zusammen, die atmosphärisch beleuchtet ist, an eine Sammlung von Kuriositäten erinnert und zugleich Bilder von industriellen Landschaften wachruft.
Constanze Stumpfs Zeichnungen, Plastiken und Rauminstallationen erinnern an Inneres, dynamisch Wachsendes und Organisches. Die Arbeiten, in denen sie häufig Kunststoffe, aber auch Papier und Gips verwendet, sind mit bildhauerischer Präzision gearbeitet. Dabei nutzt die Künstlerin die Eigendynamik des Materials, erprobt verschiedene Aggregatzustände und lässt Momente des Zufälligen zu, die ihren Objekten eine Erscheinung wachsender Ausbreitung verleihen.
Moritz Walser kreiert raumgreifende Installationen und Objekte, die jedoch nie monumental wirken. Aus Dingen des Alltags wie Fallschirmen oder Blaulichtern, sowie Licht oder Luft produziert er flüchtige Skulpturen und poetische Momente. Dafür tüftelt er wie ein Ingenieur an aufwendigen Apparaturen, die beispielsweise Fallschirme in einen waagerechten Schwebezustand versetzen und sie von ihrer herkömmlichen Funktion befreien. Die Objekte, die Technik und die Rauheit des Materials bleiben sichtbar und bekommen Raum ihre Schönheit und Eigenheiten zu zeigen.
Oliver Winheims Malereien erinnern an Kartographie: organische Formen treffen auf statische Ordnungsmuster, gewachsene Strukturen auf Linien und Felder. Beim Anfertigen seiner Bilder trägt der Künstler teilweise bis zu dreißig Farbschichten auf. Durch das Raster und die feinen Linien, die er in ein dick aufgetragenes Schwarz zieht, werden diese sichtbar. Sie schimmern bunt und lassen an Tektonik und die Schichten der Erdkruste denken.
Galerie der Künstler, Maximilianstraße 42, München
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Doppelseite aus dem Künstlerbuch "Miniaturk", 2010-2012 © Oliver Hartung
Das besondere Interesse von Oliver Hartung auf seinen Reisen durch den Nahen und Mittleren Osten galt Monumenten, Schildern, "gefundenen Objekten und semi-urbaner Achitektur und Landschaft. Der in Ulm aufgewachsene und heute in Berlin und Leipzig lebende Fotokünstler hat im Stadthaus Ulm seine erste große Einzelausstellung die Werke aus verschiedenen Serien, aber auch Künstlerbüche, Postkarten und eine Wandinstallation zeigt.

Miyaneh, Iran 2011 © Oliver Hartung
Oliver Hartung wurde schon mit mehreren Preise ausgezeichnet, er war schon als Fotograf für die New York Times tätig und ist seit 2007 künstlerischer Mitarbeiter für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Between Idlib and Alepp, 2009
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Ulm
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Klaus Kinold, Sylt, 1982
Ein faszinierendes Thema zeigt die Gruppenausstellung "Seven Seas - Das Meer in der Fotografie" für die über sechs Jahre lang von der Galerie Stefan Vogdt in München Arbeiten ihrer Künstler gesammelt wurden. Sehnsucht und Träume, Fernweh und Größe verbindet man mit dem Meer - die Künstler haben ihre Sichtweise des Meeres in unterschiedlichen Techniken, Stimmungen und Sichtweisen visualisiert, die aber alle den meditativen Moment des Ozeans zeigen.

Foto: Kristoffer Albrecht
So suchte der bekannte finnische Fotokünstler Pentti Sammallathi poetische Bilder, mit denen er die Schönheit des Meeres versinnbildlicht. Sein Landsmann Kristoffer Albrecht, der auf der ganzen Welt dort fotografierte, wo die Küste auf das Merr trifft.

Masao Yamamoto
Kawa heißt die Bildserie des Japaners Masao Yamamoto. Mit seinen in leichter Unschärfe verschwimmenden Motiven des Meeres wird er dem Titel Kawa, immerwährender Fluss des Lebens, gerecht. Für den Buddhisten Yamamoto ist der Vorgang des Fotografierens das Element des Wasser Philosophie.
Der Münchner Klaus Kinold dokumentiert mit seinen Aufnahmen die Umwelt in geometrischen Linien und klaren Strukturen. Bekannnt ist Klaus Kinold vor allem durch die Architekturfotografie geworden, deren Stil auch zu seinen Meeresbildern passt.
Tina Itkonen zeigt in der Aussstellung ein farbkräftiges großformatiges Bild aus ihrer Serie "Greenland Landscape" mit freundlichen bunten Häusern in der Weite Grönlands während das Meer unter einer dicken Eisschicht verschwindet. Im Kontrast dazu stehen die analogen Handabzüge von Zlata Vucelic: unruhige Wellen des Mittelsmeers, die im Mondlicht an den Strand gespült werden.
Auch Peter Webers Serie "Terra aeterna" dreht sich um die Wellen, die kommen und gehen. Seine Arbeiten strahlen Ruhe und Sicherheit aus und betonen die meditative Kraft es Meeres.
Stefan Vogdt / Galerie der Moderne, Kurfürstenstraße 5, München
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Andrea Bowers, Letters to an Army of Thress, 2005
Chantal Akerman, Andrea Bowers, Rineka Dijkstra, Cheryl Donegan, Mona Hatoum, Lucie McKenzie & Paulina Olowska, Tracey Moffat, Ulrike Ottinger, Ryan Trecartin, Rosemarie Trockel und T. J. Wilcox sind die Künstlerinnen, deren Filmarbeiten im Haus der Kunst gezeigt werden.
Der Titel "So Much I Want to Say" bezieht sich auf eine frühe Videoarbeit von Mona Hatoum., die eine Performance, die live per Satelit live zwischen Wien und Vancouver übertragen wurde, aufnahm. Wegen der damaligen technischen Übertragunsproblemen baute sich die Nahaufnahme vom Gesicht einer Frau alle acht Sekunden zu einem neuen Bild auf, wähend auf der Tonspur Mona Hatoumi der Satz "So Much I Want to Say" wiederholte. Die Bilder zeigen wie das Gesicht der Frau von Männerhänden verdeckt wird. Mona Hatoumi stammt aus dem Libanon und legt heute in London.
Das klassisch feministische Thema der 60 Jahre der legalen Abtreibung beinhaltet der Film "Letters to an Armyy of Three" von Andrea Bowers. An die Porträtmalerie des 18. und 19. Jahrhunderts erinnert der Hintergrund vor dem Schauspielerinnen und Schauspieler 31 Briefe von Männern und Frauen verlesen, die um Hilfe für einen Schwangerschaftsabbruch bitten.
Tracey Moffat beschfätigt sich in der mit Gary Hillberg produzierten Videocollage "Lip" anhand von Szenen aus Hollywoodproduktionen mit der reduzierten Darstellung farbiger Frauen, die vorwiegend in der Rolle der Bediensteten gezeigt werden. In "Nice Coloured Girls" kehrt Tracey Moffat die Geschlechterrollen um und zeigt drei Aboriginesfrauen, die sich einen betrunkenen Weißen schnappen.
In "Fan 1-6" widmet sich Rosemarie Trockels den Verehrungskult um Brigitte Bardot. Vier unterschiedliche Frauen treffen sich in der Transsibirischen Eisenbahn: Ulrike Ottinger skizziert in dem Film "Johanna d'Arc of Mongolia" ihre jeweiligen Charaktere.

Ulrike Ottinger, Johanna d'Arc of Mongolia, 1989
In den 90er Jahren fing Ingvild Goetz an systematisch Medienkunst zu sammenln. Die Werke spiegeln das damals besonders rege Interesse an Gender, dem aus dem englischen entliehenen Begriff für das psychologische Geschlecht einer Person, wieder. Die in der Ausstellung gezeigten Filme gehen Hand iin Hand mit dem Diskurs der feministischen Bewegung. Werke von Künstlerinnen machen in der Mediensammlung von Ingvild Goetz fast die Hälfte aus.
Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, München
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Außergewöhnliche Sichtweisen und bemerkenswerte Materialien treffen sich in der Ausstellung "Querwelten - Inspirationen“, deren Name ein Synonym für die Arbeitsweise der Künstler ist. Die Werke sind Antworten auf subtile Interaktionen der Umwelt mit ihnen. Daraus resultieren außergewöhnliche Sichtweisen und eine große Liebe zum Detail.
Interessante Beobachtungen zu Natur, Mensch und Kultur haben Tina und Oliver Dahmann ihrer zweijährigen Weltreise mit der Kamera festgehalten. Die großformatigen Fotografien sind auf speziellem Fotopapier belichtet, dessen Oberfläche die besondere Tiefenwirkung unterstreicht.
Die künstlerische Interaktion mit auf den ersten Blick unscheinbaren Materialien prägt die Arbeit von Diet Lakowitz. Der Ruf von Metall, Stein, Holz in unterschiedlichsten Verfallsstadien sowie industriellen Fertigungs- und Maschinenresten sind die Grundlage seiner Objektwelten. Der Künstler zeigt mit seinen Skulpturen einen Querschnitt seines Schaffens aus mehreren Jahrzehnten.
Manufaktor Ziegenbein, Liststraße 28/I, Stuttgart
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Hellen van Meene, Untitled, 2012, Courtesy Sadie Coles HQ, London and the artist
Die 1972 in den Niederlanden geborene Hellen van Meene ist bekannt geworden durch ihre einfühlsamen Fotografien von Jugendlichen. Ihre Bilder, die bereits in Institutionen wie The Art Institute of Chicago, dem Van Gogh Museum in Amsterdam oder dem Museum Folkwang in Essen ausgestellt waren, zeigen Mädchen, verloren zwischen Kindheit und Erwachsensein, einer Zeit oft schmerzvoll erlebter, sich verändernder Körper und stürmischer Gefühle, hin und hergerissen zwischen dem Bedürfnis nach Sicherheit und der Sehnsucht nach Freiheit.

Hellen van Meene, Untitled, 1996, C-Print, 29 x 29 cm, Courtesy Sadie Coles HQ, London and the artist
Hellen van Meene hat ihre jugendlichen Modelle, die keine Profis sind, zuhause in Holland oder auf ihren Reisen nach England, Litauen oder Russland aufgespürt. Neben den Mädchenportraits werden in der Ausstellung die neu entstandenen Aufnahmen von Hunden zu sehen sein. Auch wenn die von ihr ausgewählten Tiere als natürlich begabte Poseure auftreten, erinnern sie an gestellte Aufnahmen klassischer Studioporträtfotografie. Die Zusammenführung von Hund und Mädchen auf ihren Bildern evoziert nicht nur eine bekannte kunstgeschichtliche Motive – etwa „Las Meninas“ von Diego Velasquez oder Thomas Gainsborough‘s „Hüttenhund mit Mädchen“ – sie spielt auch mit der Dialektik von Vertrautheit und Distanz, Schutz und Schwäche und den Grenzen zwischen Mensch und Tier.
Kuratiert wurde die Ausstellung von Gerald A. Matt

Hellen van Meene, Untitled, 2008, St. Petersburg C-Print, 29 x 29 cm Courtesy Sadie Coles HQ, London and the artist
OstLicht.Galerie für Fotografie, Absberggasse 27, Wien
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Seine "Bombenkrater" hat Henning Rogge von kreisrunden Tümpeln - manchmal sind es ausgetrocknete Mulden - an entlegenen Orten in der Landschaft fotografeirt. Die trichterförmigen Vertiefungen sind die Überreste von Detonationen abgeworfener Bomben des Zweiten Weltkriegs. Während sie aus dem Bewußtsein weitgehend verschwunden sind, hat die Natur sie auch vereinnahmt und in ihr Erscheinungsbild integriert. Die Fotografien rücken diese Orte in den Vordergrund und machen gleichzeitig die Undurchlässigkeit der Vergangenheit zum Bildgegenstand.
Mit einer umfassender Recherche Anhand von Luftbildern ermittelte Henning Rogge die genaue Position der Einschlagstellen, die er auf seinen Reisen aufspürt. Im Laufe von vier Jahren hat der in Hamburg lebende Künstler auf diese Weise ein umfangreiches Fotoarchiv erstellt.
Henning Rogge, 1977 in Hamburg geboren, absolvierte seine Ausbildung an der HAW Hamburg. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt, u.a. im Palais de Tokyo in Paris, im Goethe-Institut Washington D.C. und in den Hamburger Deichtorhallen.
Galerie van de Loo, Theresienstraße 48, München
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© JFK Library, Fotoautomatenbild von Jack und Jackie Kennedy, Boston, 1954 /
John F. Kennedy Presidential Library, Boston
Einen Einblich in das ereignisreiche Familienleben der berühmten Kennedys vermittelt die Ausstellung "Family Life" mit über 60 Fotografien. Interessant nicht nur wegen der selten gezeigten Fotostrecken aus Zeitschriften oder privaten Filmaufnahmen, sondern auch wegen der berühmten Fotografen deren Bilder man zu sehen bekommt wie von Henri Cartier-Bresson oder Bob Davidoff.
Verschiedenste Momente aus dem Leben der Kennedys kann man mit Bilder wie der First Family beim Kirchenbesuch am Ostersonntag oder beim Auspacken von Geburtstagsgeschenken miterleben. Ein Thema sind auch die sportlichen Betätigungen der Kennedys, die von Golf über Baseball bis zum kämpferischen Football reichten.
© Camera Work
Die Sonderausstellung "Family Life" ergänzt die umfassende Dauerausstellung des Museums.
Das Museum The Kennedys, das seit November 2006 am Pariser Platz residiert, hat sich längst seinen Platz in der Berliner Museumslandschaft erobert und zeigt von Fotografien über Dokumente und Multimediainhalte einen Querschnitt des politischen und privaten Lebens der Kennedys.
Museum The Kennedys, Auguststraße 11-13, Berlin
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Robert Häuuser: Großanlage im Chemiewerk BASF, Ludwigshafen, 1963
Ein großer Teil der Aufnahmen, die in der Ausstellung gezeigt werden, sind in den 1950er bis 1970er Jahren für Unternehmen in Mannheim und der Region entstanden. Geglieder sind die Bilder in die Themenschwerpunkte "Industriearchitektur - Fotografien als optisches Phänomen " und "Der Mensch bei der Arbeit". Rund ein Viertel der ausgestellten Arbeiten dreht sich um den Standorte und die Arbeiter der BASF für deren Aufnahme Robert Häusser rund um die Welt reiste. So entstanden nicht nur wichtige Zeitdokumente, sondern auch hervorragende Schwarzweißdokumente.
Robert Häusser, der 1924 in Stuttgart geboren wurde, gilt als einer der Wegbereitet der zeitgenössischen Fotografie. 1940 absolvierte er ein Volontariat als Pressefotograf, machte anschließend eine Fotografenlehre und besuchte die Graphische Fachschule in Stuttgart. Von 1942 bis 45 war Robert Häusser Soldat und bis 46 in amerkanische Gefangenschaft. Ab 1946 lebte er in der Mark Brandenburg. 1949 studierte er an der Schule für angewandte Kunst in Weimar. Seine Bilder fanden ab 1950 Eingang in Ausstellungen wie auf der photokina in Köln. Repressalien in der DDR ließen den Fotografen in den Westen fliehen, wo er sich in Mannheim niederließ und ein eigenes Studio eröffnete. Neben seinen Auftragsarbeiten kamen von Rober Häusser auch zahlreiche Bildbände über Städte und Landschaften heraus. Auch porträtierte er Persönlichkeite aus Kultur und Politik. Robert Häusser lebt in Mannheim und Ibiza.

Robert Häusser: Der Koch Vico Torriani, Basel, 1962
Das Forum Internationale Photographie der Reiss-Engelhorn-Museen zählt es zu seinen Aufgaben die unterschiedlichen Aspekte des Werks von Robert Häusser zu zeigen. Bei der Ausstellung "Robert Häusser - Im Auftrag..."steht die dokumentarische Arbeit des Künstlers im Vordergrund.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Kehrer Verlag. Hauptsponsor ist die BASF SE
Forum Internationale Phototgraphie, C5, Manheim
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Harry Callahan - Eleanor, Chicago, 1951 © The Estate of Harry Callahan. Courtesy Pace/MacGill Gallery, New York
Ein Anlass für das Haus der Photographie das Werk von Harry Callahan (1912-1999) mit über 280 Arbeiten vorzustellen, war der 100. Geburtstag den der Fotograf im letzten Jahr gefeiert hätte. Harry Callahan gehört zu den wichtigsten amerikanischen Fotografen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung vereint die in schwarzweiß produzierten Silbergelatineabzüge als auch die im Dye Transfer Verfahren erstellten Farbbilder.

Harry Callahan - Detroit, 1943 © The Estate of Harry Callahan. Courtesy Pace/MacGill Gallery, New York
Obwohl Harry Callahan im New Yoker Museum of Modern Art zwischen 1946 und 1997 allein 38 Ausstellungen hatte, ist sein facettenreiche Werk in Europa nich immer eine fotohistorische Rarität. Innerhalb von 60 Jahren schuf der Fotograf Natur- und Landschaftsbilder ebenso wie unzählige Motive seiner Städtestreifzüge. Er betrachtete sich als Kunstfotograf und bestätigte das mit seinen Bildern. Auf zahlreichen Reisen sind von ihm Aufnahmen in Frankreich, Italien, Marokko und Portogal und Irland enstanden. Bemerkenswert auch die Arbeiten in denen seine Frau Eleonore und die Tochter Barbara im Mittelpunkt stehen.

Harry Callahan - Ireland, 1979 © The Estate of Harry Callahan. Courtesy Pace/MacGill Gallery, New York
Ausstellung erscheint ein Katalog im Kehrer Verlag
Haus der Photogtaphie, Deichtorhallen, Deichtorstraße, Hamburg
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Richard Avedon: Jacob Israel Avedon, Vater von Richard Avedon, Sarasota, Flroida, 25. August 1973
Mit klingenden Namen kann die Ausstellung "Porträts vom Äterwerden" aufwarten: Richard Avedon, Christian Borchert, Rineke Dijkstra, Seiichi Furuya, Stefanie Grebe, Roni Horn, Wilma Hurskainen, Anna Jermolaewa, Friedl Kubelka, Andreas Mader, Michael Mauracher, Nicholas Nixon, Roman Opalka, Helga Paris und Thomas Struth. Die Künstler haben sowohl Verwandte und Bekannte porträtiert als auch sich selbst.

Bicholas Nixon: The Brown Sisters, 2011 © Nicholas Nixon, Fundacion MAPFRE
So hat Richard Avedon (1923-2004) seinen schwer kranken Vater mehrmals in seinen letzten Jahren fotigrafiert, während Nicholas Nixon (1947) seit über 30 Jahren seine Frau und deren drei Schwestern jährlich porträtiert. Diese Aufnahmen verdeutlichen in ihrer systematischen Wiederhalung interessante Erkenntnisse zu den Personen. Mit Familienporträts hat sich auch Chrstian Borchert (1942-2000) beschäftigt, der eine Serie 1983/84 in der DDR verwirklichte und die Familien nach der Wiedervereinigung erneut fotogafierte.
In unregelmäßigen Abständen von 1994 bis 2008 fotografierte Rineke Dijkstra (1959) das bosnische Mädchen Almerisa und zeigt an der Haltung und Kleidung des Mädchens den mehr und mehr zunehmenden Einfluss der modernen niederländischen Gesellschaft. Ebenfalls über Jahre stand Milena vor der Kamera von Stefanie Grebe (1964), wobei das Mädchen die Aufnahmeorte auswählte ebenso wie die Kleidung. Die im Lauf der Jahre manifester werdende psychische Erkrankung seiner Frau hielt Seiichi Furuya (1950) in Aufnahmen von 1978 bis zu ihrem Selbstmmord 1985 festgehalten.

Helge Paris: Selbstporträt, 1981-1989 © Helge Paris
Roni Horn verwendet für ihre Arbeit aus verschiedenen Quellen stammende Fotografien, die sie selbst in mehreren Lebensphasen zeigen und die zu Bildpaaren zusammengestellt hat. Auch Helge Paris (1938) hat die eigene Person im Blick und zeigt schwarweiße Selbstbildnisse, gradlinig und schnörkellos.
Das Projekt "Ages" entstand gemeinsam mit der Landesgalerie Linz und der Photographischen Sammlung/SK Kultur. Es ist seit 2006 das siebte Projekt das die beiden Häuser gemeindam initiiert haben. In der Landesgalerie Linz wird die Ausstellung vom 7.11.2013 bis 16. Februar 2014 zu sehen sein.
SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, Köln
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Gillian Wearing, Selbstporträt als 17-Jährige, 2003
Gillian Wearing wurde 1963 in Birmingham geboren, studierte in London und gehört heute zu den wichtigsten Künstlerinnen ihrer Generation in Großbritannien. Ihr geh es in ihren Arbeiten immer wieder um den Selbstausdruck von Menschen in inszenierten Situationen. Zu ihren Modellen zählen unterschiedlichste Menschen vom Durchschnittsbürger üüber den Obdachlosen bis zu Schulkindern.

Gillian Wearing, Signs Work
Ihre frühesten Arbeiten und Aktionen inzenierte sie im öffentlichen Straßenraum. So bat sie wildfremde Passanten, einen ihnen wichtigen Gednaken zu Papier zu bringen und fotografierte anschließend die Personen mit ihrer Botschaft. Rund 600 Bilder umfasst diese Serie mit dem Titel "Signs that Say Wahat You Want Them to Say and Not Signs that Say Waht Someone Else Wants You to Say".
Für die Selbstinszenierung as Mitglieder ihrer eigenen Familie schlüpfe Gillian Wearing in nachgebildete Hüllen ihrer nächsten verwandten. Aus den Silionmasken blicht immer Wearin selbst in die Kamera.

Selbstportrat, Gillian Wearing als ihr Bruder
Zur Ausstellung ist ein Buch im Verlag der Buchhandlung Walther König erschienen, das die bislang umfassendste Monografie zu Gillian Wearing ist. Preis 29,80 Euro
Museum Brandhorst, Theresienstraße 35, München
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Gilbert & George, Victim Straight, 2011 © Gilbert & George / Courtesy of the Artist and White Cube
Seit Jahrzehnten arbeiten sie zusammen und sind auch privat ein Paar. Gilbert Prousch, 1943 in Italien und George Passmore 1943 in Plymouth geboren, haben sich als Gilbert & George schon lange in der Kunstszene einen Namen gemacht. Einem breiten Publikum sind sie durch ihre großformatigen Fotoarbeiten in den 70er Jahren bekannt geworden. In kritisch-kitschiger Weise widmen sie sich Themen wie Diskriminierung, Religion oder Sexualität.
Das im Londoner Eastend wohnende Paar, das sich als lebende Skulptur betrachtet, fiel auch immer wieder durch ihre Selbstinszenierungen bei denen ihre zusammenpassenden Anzüge zu einer Art Markenzeichen wurden. Meist tauchen sie in ihren Fotomontagen auch selbst auf.

Gilbert & George vor dem MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg © MKM
„London Pictures“ ist ein 2011 abgeschlossenen Werkzyklus’. Die Künstler nehmen darin über die Verarbeitung zahlloser Top-Schlagzeilen aus der Werbepraxis der englischen Zeitungsverkäufer eine tiefgreifende Bestandsaufnahme alltäglicher menschlicher Themen vor, unterziehen diese ihrem humanistischen Blick und geben uns so Auskunft über ihre Sicht auf die psychisch-soziale Beschaffenheit unserer westlichen Gesellschaften. Die umfangreiche Bilderserie, die in der Ausstellung erstmals anhand einer Auswahl von rund 70 Einzelarbeiten in dieser Fülle präsentiert wird, gibt dem Besucher die Möglichkeit der intensiven Auseinandersetzung mit diesem neuen Abschnitt aus Werk von Gilbert & George bietet.
Museum Küppersmühle, Philosophenweg 55, Duisburg
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Eva Leitolf, Tankstelle bei Szeged, ungarn 2009 aus "Postcards from Europe"
In dem Projekt „Postcards from Europe“ untersucht Eva Leitolf, wie europäische Staaten mit dem Thema Immigration an den Außengrenzen der Europäischen Union umgehen, welche Auswirkungen das Verfahren auf die europäische Gesellschaft, die Menschen und die Umwelt haben und welche Konflikte entstehen.

Eva Leitolf, Plantage, Rosarno, Italien 2010 aus "Postcards from Europe"
Eva Leitolf, die 1966 in Würzburg geboren wurde lebt in München und dem bayerischen Wald. Nach einem Kunststudium in den USA hat soe an der Universität Essen bei Prof. Angela Neuke Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie studiert. In ihren Arbeiten verbindet sie dokumentarische Strategien und konzeptionelle Herangehensweise miteinander. Ihr Interesse gilt dem Spannungsfeld zwischen dem Sichtbaren und dem, was vorstellbar wird. In ihren Bild-Text-Arbeiten lotet sie die Möglichkeiten und Grenzen des Abbildbaren aus.
Für das Projekt „Postcards from Europe" hat Eva Leitolf seit 2006 in Spanien in den spanischen Exklaven Melilla und Ceuta, der ungarisch-ukrainischen Grenze, den Hafenstädten Calais und Dover, Griechenland und Italien gearbeitet.

Eva Leitolf, Playa d los Lances, Tarifa, Spanien 2009 aus "Postcards from Europe"
Postcards from Europe 03/13 ist die erste einer Reihe von geplanten Veröffentlichungen aus Eva Leitolfs fortlaufend wachsenden Archiv und erscheint im März 2013 im Kehrer Verlag.
Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung un der Sparkasse Hannover entstanden.
Sprengel Museum, Kurt-Schwitters-Platz, Hannover
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atelierjungwirth.com/Billy & Hells
Seit Mitte der 1980erJahre präsentieren sich Anke Linz, 1965 in Nürnberg geboren und Andreas Oettinger, 1963 in München geboren als Fotografen-Paar. Ihre Porträts sind deutlich von klassischer Malerei inspiriert, variieren aber stark in der Bildsprache. Die Models blicken mal verschämt zur Seite, dann unumwunden direkt in die Kamera. Auf virtuose Weise spielen sie mit Klischees und frönen dieser Leidenschaft in den Bereichen Kunst, Mode und Werbung in ihrem unverkennbarem Stil. ist bei vielen ihrer Porträts das Make-up, das Outfit und Szenerie an dramatischer Inszenierung kaum zu überbieten, gibt es auch Bilder der ungeschminkten Wahrheit.

atelierjungwirth.com/Billy & Hells
Seit dem Jahr 2000 leben die beiden Fotokünstler in Berlin. Ihre Bilder waren unter anderem in Tokio, London, den Niederlanden und Los Angeles zu sehen. EIn Karriereschub war 2007 die Auszeichnung mit dem Taylor Wessing Portrait Prize der National Gallery od London.
Dern Name des Duos - Billy & Hells - soll angeblich von der englischen Aussprache des Wortes "Billighotels" kommen, aber es bleibt ein kleines Geheimnis.
Alle im Atelier Jungwirth ausgestellten Fotografien können erworben werden.
Atelier Jungwirth, Opernring 12, Graz
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© Michel Comte, Carla Bruni 1993
Ob Carla Bruni, Antony Hopkins, Boy George, Mike Tyson, Geraldine Chaplin, Cindy Crawford - sie sind nur einige der Stars, die Michel Comte in seiner Karriere fotografiert hat. Für sein berühmtes Aktbild von Carla Bruni erzielte bei einer Auktion bei Christie's im Jahr 2008 ein Ergebnis von 91.000 Euro. Michel Comte zeichnet sein besonderer Zugang zu Persönlichkeiten aus Schauspiel, Kultur, Sport und Musik aus, die ihm erst diese ausgefallenen Bilder ermöglichen.

© Michel Comte, Mike Tyson, Training Camp, Ohio, 1990
Schon mit 25 Jahren, wurde der 1954 in Zürich geborene Fotograf von Karl Lagerfeld und Chloe für eine große Werbekampagne engagiert. Nach einer Zeit in Paris ging der Autodidakt, der für die amerikanische Vogue zahlreiche Kampagnen produzierte, nach New York. Dort avancierte er zu einem der weltweit beliebtesten Fashion-, Porträt- und Aktfotografen. Seine Fotostrecken erschienenin Magazinen wie Harper's Bazaar, Vanity Fair und Vogue.

© Michel Comte, Geraldine Chaplin
Die Bilder von Michel Comte, der als Reporter auch für das Internationale Rote Kreuz tätig ist, wurden schon in zahlreichen Museen und Ausstellungen gezeigt.

© Michel Comte, Helena Christensen "Save Safer Sex" Paris 1993
Camera Work, Kantstraße 149, Berlin
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Wolfgang Tillmans, Window Caravaggio, 1997
Wolfgang Tillmans Bilder gehören nicht zu der Art Fotografie, die einem wegen ihrer Schönheit ins Auge springt. Seine Bilder verlangen vom Betrachter sich mit den Motiven zu beschäftigen. Tillmans Sujets reichen von persönlichen und häuslichen Motiven bis zu politischen Themen über Landschaften, Interieurs und Stilleben bis zu Porträts und Aufnahmen des Sternenhimmels. "Ich mache Bilder, um die Welt zu erkennen", erklärt der Künstler.
Für die Ausstellun im K21 hat der Künstler das komplette weitläufige Untergeschoss als Gesaminstallation eingerichtet und zeigt dabei auch bisher nie zu sehende frühe zeichnerische und andere Arbeiten aus den späten 9180 Jahren.
Wolfgang Tillmans, der 1968 in Remscheid geboren wurde, lebt und arbeitet in London und Berlin. Im Jahr 2000 wurde ihn als erstem Fotografen und Künstler, dr nicht aus England stammt, der renommierte Turner-Preis verliehen.

Wolfgang Tillmans, Kate sitting, 1996
K21, Ständehausstraße 1, Düsseldorf
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Geist(er) 2013, Installationsansicht der Ausstellung "Christian Boltanski - Bewegt" im Kunstmuseum Wolfsburg, Bedruckte Textiltücher © VG Bild-Kunst, Bonn 2013 Foto: Marek Kruszewski
Erinnerung und Vergänglichkeit sind die großen Themen Christian Boltanskis . Seit Jahrzehnten hat kein anderer Künstler im internationalen Kontext den Zusammenhang von Leben und Tod so intensiv bearbeitet – das Verschwinden des Einzelnen und das verzweifelte Bemühen der Menschen gegen das Vergessen und Vergessenwerden. Die Ausstellung Bewegt im Kunstmuseum Wolfsburg ist die seit 20 Jahren umfassendste Ausstellung mit Werken Christian Boltanskis im norddeutschen Raum.
Mit zunehmendend Alter beschäftigt sich der 69-jährige Boltanski mehr und mehr mit dem Tod und thematisiert zunehmend seine eigene Person und die Restzeit seines eigenen Lebens. Seine speziell für das Kunstmuseum Wolfsburg entwickelte Großinstallation und die ergänzenden Arbeiten verleihen dem Thema eine stille Eindringlichkeit und Würde. Im Zentrum der Ausstellung Bewegt steht eine großdimensionale Installation mit dem Titel Geist(er), die die mechanische Bewegung mit einbezieht. Sie schließt an seine monumentalen Installationen Personnes im Grand Palais 2010 in Paris und Chance im französischen Pavillon an der Biennale von Venedig 2011 an.

Menschlich, 1994, Installationsansicht der Ausstellung "Christian Boltanski - Bewegt, ca. 1200 Schwarzweißfotografien © VG Bild-Kunst, Bonn 2013 Foto: Marek Kruszewski
In der Sammlung des Museums befindet sich das für den Künstler „entscheidende“ Werk Menschlich aus dem Jahre 1994. In diesem zentralen Archiv des Boltanskischen Kosmos hat der Künstler 1200 Fotografien seiner 1970 bis 1994 entstandenen Porträtinstallationen zusammengeführt: Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts, sozialen Status sowie unterschiedlicher Herkunft, Religion und Nation, aber auch Täter und Opfer. Die Fotos sind u.a. aus vorgefundenen Fotoalben und Polizeiarchiven genommen und wirken ob ihres Alters und ihrer Herkunft verblichen, wie aus einer anderen Zeit. Wer von diesen Personen noch lebt, ist unsicher.
190 dieser Portraits hat Boltanski aus diesem Archiv Menschlich, das ebenfalls Teil der Ausstellung ist, herausgenommen, auf großformatige transparente Tücher gedruckt und zu einer neuen kinetischen Arbeit mit dem Titel Geist(er) zusammengeführt. Die Ausstellung trägt den beziehungsreichen Titel Bewegt und knüpft an frühere Projekte Boltanskis wie Menschlich, Sachlich, Örtlich und Sterblich an. Dank der hohen Transparenz der Tücher überlagern sich so die Physiognomien für Augenblicke, um gleich darauf wieder zu verschwinden. Die auf den durchsichtigen Tüchern abgebildeten Gesichter wecken in ihrer Flüchtigkeit umso mehr das Bedürfnis, jeden einzelnen dieser Menschen „erkennen“ , etwas über sein Schicksal zu erfahren zu wollen. Angesichts des Umstandes, dass durch die neuen Kommunikationsmedien wie dem Internet Gesichter faktisch viel länger gespeichert bleiben, hat der Künstler diese Installation Geist(er) genannt, und er verbindet damit die Vorstellung, dass unser Gesicht ein Puzzle der vorausgegangen Toten ist: „Und da unser Geist von unseren Vorfahren kommt, bin ich mir sicher, dass es in uns noch all die Toten gibt, die vor uns unter anderen Bedingungen existierten", erklärt Christian Boltanski.

Entre temps, 2003, Installationsansicht der Ausstellung "Christian Boltanski - Bewegt" im Kunstmuseum Wolfsburg, Projektion © VG Bild-Kunst, Bonn 2013 Foto: Marek Kruszewski
Eine weitere Arbeit der Ausstellung ist Diaprojektion Entre Temps (2003) mit Porträtaufnahmen, die Boltanski in unterschiedlichen Altersstufen zeigen – Lebenszeit, die man im Zeitraffer wahrnimmt; die Installation Die letzte Sekunde zählt unerbittlich die Sekunden seines bisherigen Lebens. Bei seinem Tod wird der Zähler stehen bleiben. In diesen ebenso bewegten wie bewegenden Arbeiten unternimmt der Künstler den Versuch, das Fließen der (Lebens-)Zeit zu erfassen. Auch der 2007 eröffnete Japangarten des Kunstmuseums ist Teil der Ausstellung geworden. Boltanski verteilt dort in japanischer Tradition zahlreiche Stäbe mit kleinen Glöckchen, deren leiser Klang im Wind mit den Bewegungen der Tücher im Inneren des Museums korrespondiert.
Die Thematisierung des eigenen Todes radikalisiert Boltanski in einem einzigartigen Kunstprojekt, in dem er sein eigenes Leben in übertragenem Sinne „aufs Spiel setzt“, um wie er sagt „sich an das Sterben zu gewöhnen“: Er ging mit dem Sammler Dan Walsh eine Wette ein: Für eine Arbeit zahlt ihm der professionelle Glücksspieler nicht einen Festbetrag, sondern eine Leibrente und zwar bis zu seinem Tode. Nach sieben Jahre wäre das Werk abbezahlt. Stirbt Boltanski vorher, macht der Sammler ein Geschäft, wenn nicht, der Künstler. Das Werk besteht darin, dass vier Kameras das Geschehen in Boltanskis Pariser Studio live filmen und die Bilder auf die südaustralische Insel Tasmanien übertragen, wo Dan Walsh „die letzten Jahre des Künstlers“ auf DVD archiviert. Für Boltanski ist es allerdings egal, ob er schon in drei, in fünf oder erst nach sieben Jahren stirbt: Er ist in diesem Spiel immer ein Gewinner.
Neben den Fotoportraits und der Wette mit Dan Walsh legt Boltanski seit Jahren noch ein weiteres Archiv an: Er sammelt Herztöne. Mittlerweile haben ca. 60.000 Menschen weltweit ihren Herzschlag auf Tonträger aufzeichnen lassen. Das Archiv mit dem Titel „Herzschlag für die Ewigkeit“ befindet sich auf der japanischen Insel Teshima.
Gerade im Hinblick auf die neuen Sozialen Netzwerke und auch hinsichtlich der Diskussion um ein posthumanes Zeitalter, in dem es egal ist, ob hinter dem sprechenden Gesicht ein lebendes Individuum steht oder eine Maschine, gewinnt Boltanskis fundamentale Befragung der Kernelemente menschlicher Existenz, Leben und Tod, eine hohe Brisanz und bringt sie mit minimalen Gesten, Leichtigkeit, Selbstverständlichkeit und Gelassenheit zur Sprache. Und anders als die Religionen, die Antworten geben wollen, bescheidet sich Christian Boltanski auf das Fragen – Fragen, die durch den Blick auf das Leben und Werk dieses Künstlers eigentlich schon Antworten enthalten.
Das Kunstmuseum Wolfsburg hat mit seiner großen Halle immer wieder großdimensionale Ausstellungsprojekte ermöglicht. Zu ihnen gehören einzigartige Schauen wie Olafur Eliasson, Your Lighthouse (2004), Douglas Gordon, Between Darkness and Light (2007) und James Turrell, The Wolfsburg Project (2009).
Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerplatz 1, Wolfsburg
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Vor dem Holzhäuschen posiert der Mann für die Aufnahme, 1936
In der Geschichte der Fotografie gehört Walker Evans zu den ganz Großen. 1903 in St.Louis, Missouri, geboren, studierte Walker Evans zuerst Literatur bevor er sich entschloss Fotograf zu werden. Berühmt wurde er vor allem durch seine Bilder verarmter Landarbeiter, die er während der Großen Depression Mitte der 1930er Jahre für die Farm Securitiy Administration fotografierte. Während dieser frühe Werkbereich bislang die Rezeption weitgehend bestimmt hat, blieben jene Arbeiten, die in den nachfolgenden Jahrzehnten entstanden, in der Öffentlichkeit bisher vielfach unbeachtet. Die Ausstellung „Walker Evans – Decade by Decade“ zeichnet, ausgehend von der Wiederentdeckung seines Werks Anfang der 1970er-Jahre, alle Schaffensphasen des Fotografen von den 1930er- bis in die frühen 1970er-Jahre nach.
Walker Evans war der erste Fotograf, der im Museum of Modern Art eine eigene Ausstellung hatte. Er verstand sich als Künstler und nicht als Fotojournalist. 1975 starb er in New Haven, Connectivut.

Blue Ribbon Sign, Chicago, 1946
Die Ausstellung wurde kuratiert von James Crump, Chief Curator am Cincinnati Art Museum. Die präsentierten Werke stammen aus der Sammlung Clark und Joan Worswick.
In Kooperation mit: Cincinnati Art Museum; Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur Köln; Huis Marseille, Amsterdam
Die Ausstellungseröffnung ist am 27. Februar 2013 um 19 Uhr.
Landesgalerie Linz, Museumsstraße 14, A 4010 Linz
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Miroslav Tichý, ohne Jahr © Miroslav Tichý/Jana Hebnarová. Courtesy L. & N. Kalischek
Mit der Ausstellung Die Stadt der Frauen feiert den visionären Künstler Miroslav Tichý. Die rund 140 Werken von Privatsammlungen aus der Schweiz, aus Tschechien, Frankreich und Deutschland geben einen Einblick in das Werk des Künstlers.
Miroslav Tichý wurde 1926 in Mähren geboren, studierte an der Prager Akademie und kehrte nach der kommunistischen Machtübernahme in seine Heimatstadt Kyjov zurück und verbrachte von da an seine Tage in der südmährischen Provinz. Er wohnte zeitlebens bei seinen Eltern, war mit den Künstlern und Oppositionellen des Ortes befreundet und entzog sich erfolgreich dem sozialistischen Ideal. Nachdem er die Malerei aufgegeben hatte, begann er mit der Fotografie zu experimentieren und weithin unbeachtet und überwiegend heimlich ein ungeheures Werk zu schaffen: Von den 1950er bis in die 1990er Jahre hatte Miroslav Tichý in der tschechischen Provinzstadt Kyjov Frauen jeden Alters und jeder Statur fotografiert. Über viele Jahre machte er 100 Bilder am Tag, an sechs Tagen die Woche.

Miroslav Tichý, ohne Jahr © Miroslav Tichý/Jana Hebnarová. Courtesy L. & N. Kalischek
Erst 2004 erschien der Fotograf wurde sein Werk auf der Biennale in Sevilla präsentiert und Tichý war mit einem Mal in aller Munde. Die Kunstwelt staunte, wie es sein konnte, dass ein derart moderner Fotograf in bitterer Armut, drangsaliert von den lokalen Autoritäten und trotz seelischer Probleme ein so beeindruckendes Oeuvre erstellen konnte und niemand davon wusste.
Fortan kümmerte sich eine Stiftung in Liechtenstein um sein Werk. Galeristen in aller Welt vertrieben seine Fotografien. Museumsausstellungen in Zürich, Paris, New York oder Moskau faszinierten die Medien. Doch trotz seines plötzlichen Ruhms beharrte Miroslav Tichý auf seinem zurückgezogenen und asketischen Leben in materieller Armut und versuchte sich bis zu seinem Tod der Inbesitznahme seitens der Kunstwelt zu verweigern.

Miroslav Tichý, ohne Jahr © Miroslav Tichý/Jana Hebnarová. Courtesy Juli Susin
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog beim Kehrer Verlag.
Zephyr Raum für Fotografie, C4-9b, Mannheim
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One two three and... The Ennerdale Academy of Dance, Ennerdale, south of Johannesburg, 1997
© Jodi Bieber, Courtesy of Jodi Bieber and the Goodman Gallery
Schon vor zwei Jahren wurde Jodi Bieber mit drei großformatigen Arbeiten aus der Serie "Real Beauty" in der viel beachteten Ausstellung "Südafrikanische Fotografie 1950 bis 2010. Apartheid, Struggle, Democracy.“ im Museum Goch gezeigt. Nun widmen das Museum der 1966 in Johannesburg geborenen Künstlerin in Kooperation mit dem Stadthaus Ulm eine umfangreiche Einzelausstellung - die erste in Deutschland.
Gezeigt werden die großen Werkzyklen, die einen Einblick in die ganze Bandbreite von Jodi Biebers fotografischem Schaffen der vergangenen 15 Jahren geben. Jodi Biebers Arbeiten kreisen immer um die soziale Ungerechtigkeit und das Miteinander der Menschen. Ob es sich um den latent mit Angst besetzte Alltag von Kinder und Jugendlichen in Südafrika handelt, oder sie sich mit ihren Frauenportraits mit dem neuen Selbstbewusstsein der Frau beschäftigt. Als Fotografin ist sie weltweit unterwegs, mit ihren Arbeiten aus Asien oder Europa hat die Fotografin immer wieder Diskussionen angeregt. Der Mittelpunkt ihrer Arbeit bleibt aber nach wie der afrikanische Kontinent, wo so bedeutende Serien, wie „Real Beauty“ oder„Survivors of Domestic Violence“ entstanden, in denen sie den Opfern häuslicher Gewalt ein eindringliches Denkmal setzt.

Real Beauty: Babalwa 2008,© Jodi Bieber, Courtesy of Jodi Bieber and the Goodman Gallery
Jodi Bieber ist in Johannesburg aufgewachsen, absolvierte ihre Fotografen-Ausbildung zunächst am Market Photography Workshop in Johannesburg, einer 1989 von David Goldblatt gegründeten Fotoschule und Galerie. 1993 ging sie zur damals größten Tageszeitung Südafrikas The Star in Johannesburg, wo sie zunächst unter der Leitung von Ken Oosterbroek weiter ausgebildet wurde. Für The Star arbeitete sie auch während der ersten freien demokratischen Wahlen Südafrikas. Der internationale Durchbruch gelang Jodi Bieber drei Jahre später: 1996 wurde sie eingeladen, an der Masterclass von World Press Photo in Amsterdam teilzunehmen, einer von Joop Swart initiierten, weltweit renommierten Fortbildung für junge, hoch begabte Fotografen unter der Leitung von etablierten Fotojournalisten. Nachfolgend bekam Jodi Bieber Aufträge von Zeitschriften wie dem New York Times Magazine, GEO oder dem Stern, auch arbeitet sie für Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen oder amnesty international

Soweto: Orlando West Swimming-Pool, Orlando West, Soweto 2009
© Jodi Bieber, Courtesy of Jodi Bieber and the Goodman Gallery
Museum Goch, Kastellstraße 9, Goch
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Rineke Dijkstra, Ruth Drawing Picasso, 2009 Videostill: Rineke Dijkstra
© Rineke Dijkstra Courtesy Galerie Max Hetzler, Berlin
Im MMK zeigt in der Ausstellung "Rineke Dijkstra - The Krazy House" erstmals alle Videoinstallationen seit 1996 der Künstlerin , darunter auch zwei Weltpremieren. Ergänzt werden diese durch ausgewählte fotografische Werkgruppen, in deren Mittelpunkt das Heranwachsen junger Menschen in einer von Konventionen und Codes geprägten Gesellschaft steht.
Highlight der Ausstellung ist die 4-Kanal-Videoprojektion "The Krazyhouse", die 2009 in dem gleichnamigen Liverpooler Club aufgezeichnet wurde: ein so bewegtes wie bewegendes Portrait fünf junger Menschen und ihres Tanzstiels.
Rineke Dijkstra wählte für die Ausstellung, die sich über alle Ebenen des Museums erstreckt, außerdem über 100 Werke von Künstlern aus der Sammlung des MMK aus, die sie in Bezug zu ihren eigenen Werken setzt. So lassen sich auch manche der persönlichen Inspirationsquellen nachvollziehen.

Rineke Dijkstra, The Krazyhouse, Liverpool, UK 2009 Videostill: Rineke Dijkstra
© Rineke Dijkstra Courtesy Galerie Max Hetzler, Berlin
Große Namen wird man inder MMK-Sammlung von Andy Warhol, Douglas Gordon, Isa Genzken über Bruce Nauman wird man in der Ausstellung entdecken können. Erstmals wird auch ein Werk von Pablo Picasso - das berühmte Gemälde "Weinende Frau" - im MMK zu sehen sein. Diese Leihgabe der Tate Gallery in London wirkte als Ausgangspunkt für zwei Videoarbeiten Dijkstras, die in der Ausstellung präsentiert werden.
Rineke Dijkstra, geboren 1959 im niederländischen Sittard, arbeitete nach ihrem Studium an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam zunächst als Auftragsfotografin für Magazine und wendete sich ab den frühen 1990er Jahren der Fotokunst zu. Auf ihren Reisen in dieser Zeit entstand die erste Portraitserie, die "Beach Portraits", die ihr zu internationalem Ansehen verhalf. Es folgten zahlreiche fotografische Werkgruppen, wie die "Park Portraits" und die Langzeit-Beobachtung des bosnischen Flüchtlingskindes Almerisa. Dijkstra geht in ihrer Arbeit der Spannung zwischen Augenblicken des Natürlichen und dem kontrollierten Ausdruck der Persönlichkeit nach. Sie setzt sich intensiv mit dem Prozess der Identitätsfindung von jungen Erwachsenen auseinander. Ihr oftmals an bekannte Kompositionen der Kunstgeschichte erinnernder Bildaufbau erzeugt eine spannungsreiche Gegenüberstellung von Betrachter und Betrachteten.
Ihre ersten beiden Videoarbeiten, "Annemiek" und "The Buzzclub", entstanden 1996/97 in den Niederlanden und Großbritannien. Sie zeigen junge Menschen an der Schwelle zum Erwachsensein geprägt durch pop- und jugendkulturelle Einflüsse. Nach über zehn Jahren kehrte Rineke Dijkstra erst 2008 wieder zu der Arbeit mit dem Bewegtbild zurück. Seither nimmt Video in ihrer künstlerischen Arbeit eine zentrale Stellung ein, was mit der Ausstellung am MMK erstmals umfassend präsentiert und gewürdigt wird.

Porträt Rineke Dijkstra, Foto Gerald van der Kaap
MMK Museum für Moderne Kunst, Domstraße 10, Frankfurt am Main
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Ein Abenteuer mit ungewissenen Ausgang verspricht der Besuch der fotografischen Bilderwelt von Alexandra Vogt im Stadthaus Ulm zu werden. Wetterphänomene, Mischwesen, Räume - das Spektrum der Motive ist breit, in der sich die Künstlerin bewegt.
Alexandra Vogt wurde 1970 in Mussenhausen geboren, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Müanchen, am Goldsmith College London, an der Glasgow School of Art und an der Konsthögskolan Stockholm. Die Künstlerin arbeitete mit ihren eigenen Pferden im ehemaligen Milchwerk Sankt Mang im Unterallgäu.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Ulm
http://www.stadthaus.ulm.de/stadthaus/sixcms/detail.php?id=48048
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Pauline Moloise (Mutter von Ben Moloise), zwei weitere Frauen und Winnie Madikizela Mandela trauern
bei der Gedenkfeier für Benjamin Moloise, der an diesem Morgen durch den Strang hingerichtet worden war, Khotso House, Johannesburg, 18. Oktober 1985/ Pauline Moloise (mother of Ben), two women & Winnie Madikizela Mandela mourn at the Memorial Service for Benjamin Moloise, who was hanged earlier that morning. Khotso House, Johannesburg, October 18, 1985. © Gille de Vlieg
Als bislang umfassendste Ausstellung dokumentieren die Bilder die Methoden und Prozesse des Apartheid-Regimes von seinen Anfängen 1948 bis zu den ersten demokratischen Wahlen 1994, die das Ende der Apartheid markierten. Mehr als 600 dokumentarische Fotografien, Kunstwerke, Filme, Nachrichtenbilder, Bücher, Zeitschriften und Archivmaterialien werden in der Ausstellung auf über 2000 Quadratmeter im Ostflügel des Haus der Kunst gezeigt. Den Auftakt bilden zwei Filmausschnitte, die in der Eingangsgalerie einander gegenübergestellt sind: Die Feier zum Wahlsieg der Afrikaner National Party 1948 und die Rede von Präsident F.W. de Klerk, der im Februar 1990 die Haftentlassung von Nelson Mandela verkündet. Die Ausstellung untersucht auf fesselnde Weise eine der streitbarsten Epochen des 20. Jahrhunderts.
Die Künstler und Fotografen gehen mit ihren Arbeiten den Fragen nach sozialer Gerechtigkeit, Bürgerrechten und dem Widerstand gegen die Apartheid nach. "Aufstieg und Fall der Apartheid" zeigt viele Fotografien, die bislang selten öffentlich gezeigt worden sind, und bietet einen neuen historischen Überblick über die Reaktionen von Fotografen und Künstlern auf die Apartheid.
Niemand dokumentierte den Kampf gegen die Apartheid besser, kritischer und prägnanter als südafrikanische Fotografinnen und Fotografen. Deshalb zeigt die Ausstellung - mit Ausnahme einiger wichtiger westlicher Fotografen wie Ian Berry, Dan Weiner, Margaret Bourke-White, Hans Haacke und Adrian Piper - fast ausschließlich Arbeiten südafrikanischer Künstlerinnen und Künstler.

Gemälde von Nelson Mandela auf dem Gras des größten Fußballstadiums von Soweto während einer Wahlveranstaltung, 1994/ Portrait of Nelson Mandela painted on the grass of Soweto’s largest football stadium during an election rally, 1994
Courtesy the artist © Greame Williams
Ihre Ansätze reichen von der "engagierten" Fotografie der Fotoessays über die "Struggle Photography" - sozialdokumentarische Arbeiten, die mit politischem Aktivismus Hand in Hand gingen -, bis hin zu Fotoreportagen. Die Fotografen zeigten die Bürgerinnen und Bürger Südafrikas dabei nicht nur als Opfer, sondern in ihrem Engagement für die eigene Emanzipation. Zu den ausgestellten Künstlern gehören Leon Levson, Eli Weinberg, David Goldblatt und Mitarbeiter der Zeitschrift "Drum" in den 1950er-Jahren wie Peter Magubane, Jürgen Schadeberg, Alf Kumalo, Bob Gosani und G.R. Naidoo. Investigative Straßenfotografie zeigen die Bilder von Ernest Cole und George Hallett aus den 1960er-Jahren, Reportagebilder von Sam Nzima und Noel Watson, Protestbilder der "Black Consciousness"-Bewegung und der Studentendemonstrationen der 1970er-Jahre sowie Arbeiten aus dem Afrapix-Kollektiv der 1980er- und Reportagen der Mitglieder des sogenannten Bang Bang Clubs aus den 1990er-Jahren. Arbeiten einer jüngeren Generation südafrikanischer Fotografen wie Sabelo Mlangeni und Thabiso Sekgale sowie Bilder des "Center for Historical Reenactments", dessen Projekte die bis heute spürbaren Spätfolgen der Apartheid auf oft subtile Weise neu bewerten, runden die Ausstellung ab.
Die Fotografien vermitteln einen Eindruck dee historischen Ereignisse wie den "Treason Trial" von 1956-61, der mit dem Freispruch von 156 Anti-Apartheid-Kämpfern, darunter auch Nelson Mandela, endete; das Sharpeville-Massaker von 1960, bei dem die Polizei 69 Demonstranten erschoss; die Freilassung von Mandela nach 27 Jahren Haft; und der Bürgerkrieg zwischen gegnerischen politischen Gruppen im Zuge der Wahlen von 1994.

Jean Sinclair, Gründungsmitglied der Black Sash-Gruppe, demonstriert in der Jan Smuts Ave in Johannesburg, 30. Mai 1985/ Jean Sinclair, founding member of Black Sash, protesting in Jan Smuts Ave, Johannesburg, May 30, 1895 © Gille de Vlieg
Die Ausstellung wird von Okwui Ewenzor und Rory Bester kuratiert. Sie entsteht in Zusammenarbeit von Haus der Kunst mit dem International Center of Photography in New York, wo sie vom 14.09.2012 - 6.01.2013 zu sehen war.
Der Katalog erscheint bei Prestel; mit Beiträgen von Rory Bester, Okwui Enwezor, Michael Godby, Khwezi Gule, Patricia Hayes, Achille Mbembe, Darren Newbury, Colin Richards und Andries Walter Oliphant; 544 Seiten, 59 Euro
Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, München
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Victoria Beckham, London, 2005 © Bryan Adams
Amy Winehouse, Mick Jagger, Michael Jackson, Ben Kingsley, Mickey Rourke, Victoria Beckham oder Dustin Hoffman - sie alle standen vor der Kamera von Bryan Adams und gehören zu den rund 150 Künstlerporträts, die in der Fotoausstellung im NRW-Forum zu sehen sind. Es ist zum ersten Mal, dass ein so umfassender Querschnitt an Fotoarbeiten des kanadischen Musikers, Komponisten und Fotografen zu sehen ist.
"Die ersten Fotos habe ich mit einer kleinen Kamera meiner Eltern gemacht“, sagt Bryan Adams über die Anfänge seiner Fotografieleidenschaft. „Die Motive auf meinem ersten Film, Mitte der Siebziger, waren Konzertfotos von den Beach Boys, Parkplatzmauern, meine Freundin im Badezimmer, meine Mutter, mein Klavier, einfach beiläufige Dinge – aber genau diese waren um mich herum.“ Im Laufe der Jahre haben sich Adams’ Fotomotive verändert, so standen ihm zahlreiche Freunde, Berühmtheiten und Superstars für Porträts zur Verfügung. 2002 wurde er, anlässlich des goldenen Thronjubiläums, ausgewählt, ein Portrait von Queen Elizabeth II zu fertigen - diese Aufnahme ziert heute eine kanadische Briefmarke.
Bryan Adams befindet sich mit seiner Fotografieleidenschaft in der Prominentenszene in guter Gesellschaft auch Bob Dylan, Patti Smith oder Bryan Ferry waren auch mit der Kamera unterwegs. Das hilft sicher auch der direkte, kollegiale Zugang zu vielen bekannten Persönlichkeiten, zu Ikonen der Musik-, Film- und Celebrity-Szene, die es ihnen ermöglicht hat, besonders persönliche Porträtaufnahmen zu gestalten.

Sir Ben Kingsley, London 2010 © Bryan Adams
Außer den Künstlerportraits zeigt die Ausstellung auch eine komplett neue Serie von Bryan Adams: es sind Portraits von britischen Soldaten die verletzt aus den Auslandseinsätzen der Armee wieder nach Hause gekommen sind. Die Bilder sind direkt und provokativ. Aber unabhängig von all den entsetzlichen Verwundungen, die diese Soldaten erlitten haben, zeigen die Aufnahmen auch ein Leben das einfach weitergeht. Bryan Adams fängt in seinen Portraits den Willen dieser Soldaten, ihren Trotz, ihren Stolz und ihren Humor ein und hält ihn für die Nachwelt fest.
Bryan Adams wurde am 5. November 1959 in Kingston/Ontario, Kanada geboren. Er ist einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Rocksänger und Komponisten mit zahlreichen weltweiten Nummer-1-Hits wie "Summer of 69" oder "Everything I Do I Do It For You" und mit einer immensen Bühnenpräsenz von über 100 Auftritten pro Jahr. Bryan Adams lebt in London.

Amy Winehouse, London 2010 © Bryan Adams
Die Ausstellung Bryan Adams - Exposed wurde kuratiert von Anke Degenhard und wird unterstützt von der Carl Zeiss AG. Anlässlich der Ausstellung, die nach Düsseldorf auf eine Welttournee durch große Museen gehen wird, erschien im Steidl Verlag der opulente Bildband "Bryan Adams – Exposed" (Euro 64,-) der im Museumsshop oder im online-shop des NRW-Forums (www.nrw-forum.de) zu erhalten ist.
NRW-Forum, Ehrenhof 2, Düsseldorf
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Goldener Fels. Shwe Pye Daw, ein heiliger Platz. Kyaiktiyo, Burma. 1994.
© Steve Mc Curry / Magnum Photos
Wenige Fotografen denen es gelingt mit farbenprächtigen Bildkompositionen, die jede eine eigene Geschichte erzählen, so zu begeistern wie es die Fotografien von Steve McCurry tun. Erstmals in Deutschland präsentiert das Kunstmuseum Wolfsburg einen umfassenden Überblick der Fotografie des amerikanischen Fotografen.
Weltweite Berühmtheit erlangte Steve McCurry, als er 1979 zur Zeit der sowjetischen Invasion die Grenze von Pakistan nach Afghanistan überwand. Die ersten Aufnahmen aus dieser Konfliktregion stammen von ihm, sie wurden in der New York Times, im Time Magazine und in Geo veröffentlicht. In einem afghanischen Flüchtlingscamp entstand die ikonisch gewordene Fotografie des afghanischen Mädchens Sharbat Gula, die 1985 auf dem Cover des National Geographic erschien. Seit 1986 ist McCurry Mitglied der berühmten Fotoagentur Magnum, die 1947 u.a. von Henri Cartier-Bresson und Robert Capa gegründet wurde.

McCurrys Nähe zu Asien ist seit seinen ersten Reisen nach Indien und Afghanistan gegen Ende der 1970er-Jahre ungebrochen. Der grundlegende Gegensatz zur Kultur des Westens liegt für ihn dabei in der Öffentlichkeit des Lebens und in der Verschmelzung des profanen mit dem religiösen Leben. Die Ausstellung folgt diesem Fokus und zeigt seine weltberühmten Fotografien aus Ländern wie Afghanistan, Indien, Kaschmir, Burma, Tibet, Kambodscha, Kuwait, China, Bangladesh oder Nepal, die in den letzten dreißig Jahren entstanden sind.
Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigte schon eine Reihe wegweisender Fotografen wie 1994 Man Ray, 2004 Brassaï, 2008 Edward Steichen und 2011/2012 Henri Cartier-Bresson.
Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerplatz 1, Wolfsburg
http://www.kunstmuseum-wolfsburg.de/
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in der Kategorie "Natur in Schwarz-Weiß"
Jedes Jahr werden in dem vom Londoner Natural History Museum und der britischen BBC ausgerichteten Wettbewerb zehntausende Aufnahmen eingereicht. Um bei diesem Wettbewerb erfolgreich zu sein, müssen sich die Fotografen sowohl kreativen als auch physischen Herausforderungen stellen, um Bilder zu schaffen, die die reiche Vielfalt des Lebens auf der Erde veranschaulichen.
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Pål Hermansen "Ein Leben auf der Stßstange",
2. Preis in der Kategorie "Natur in der Stadt"
Auf die Besucher des westfälischen Pferdemuseums im Allwetterzoo Münster warten spektakuläre Landschaftsaufnahmen, außergewöhnliche Tierfotos, bezaubernde Pflanzenbilder und faszinierende Unterwasseraufnahmen. Jedes Bild ist ein einmaliges Kunstwerk, das nicht nur den Einfallsreichtum und das technische Können des Fotografen, sondern vor allem die atemberaubende Schönheit der Natur vor Augen führt und zum Staunen, Entdecken und Nachdenken einlädt.
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Adam Gibbs "Fairy-Lake Tanne, ausgezeichnet
in der Kategorie "Das Reich der Pflanzen"
Westfälische Pferdemuseum Münster, Sentruper Straße 211, Münster
http://www.pferdemuseum.de/
