Fotoausstellungen

25.05.2014 - 07.09.2014
Fotoausstellung Oberhausen Die vor zwei Jahren verstorbene Eve Arnold gehört zu den wichtigsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Die Ludwiggalerie stellt neben Porträts von bekannten Persönlichkeiten wie Malcolm X und Marilyn Monroe Reisefotografie aus ihrer Arbeit vor.
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Eve Arnold – Eine Hommage an die Magnum-Fotografin
Fotoausstellung Oberhausen Die vor zwei Jahren verstorbene Eve Arnold gehört zu den wichtigsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Die Ludwiggalerie stellt neben Porträts von bekannten Persönlichkeiten wie Malcolm X und Marilyn Monroe Reisefotografie aus ihrer Arbeit vor.

 Malcolm X, Chicago, Illinois, 1961 © Eve Arnold / Magnum Photos

 

 

Ein facettenreiches Werk hat die Fotografin Eve Arnold hinterlassen, die 2012 wenige Monate vor ihrem hundertsten Geburtstag starb. Als Kind russischer Einwanderer repräsentiert ihre Lebensgeschichte ein Stück weit den amerikanischen Traum: Ende der 1940er Jahre beginnt sie ihre Karriere als Autodidaktin mit einer Rolleicord-Kamera und tritt 1957 als eine der ersten Frauen der legendären Fotoagentur Magnum bei. Berühmt wurde sie ebenso mit ihren ungewöhnlichen Modeaufnahmen in Harlem zur Zeit der Rassendiskriminierung als auch mit ihren politischen Reportagen zu Malcolm X, dem Anführer der Black Muslims. Gesellschaftliches Engagement war Eve Arnold wichtig: Ob sie verschleierte Frauen in den arabischen Ländern thematisierte oder das sich im Umbruch befindende China Ende der 70er Jahre.

Berühmt wurde sie aber vor allem auch mit ihren Portraitaufnahmen ob von Filmstars wie Marlene Dietrich, Marilyn Monroe und Joan Crawford, mit denen Eve Arnold Fotografiegeschichte geschrieben hat. Über fünfzig Jahre fotografiert sie die Monroe und Co. im Studio oder zu Hause und war auch als Standfotografin erfolgreich.

 

Marilyn Monroe am Set von "The Misfits", Nevada, 1960 © Eve Arnold / Magnum Photos

 

Eve Arnolds Bilder erschienen in den großen und bekannten Foto- und Modemagazinen wie Vogue oder Life.

Der Grande Dame des Bildjournalismus widmet die Ludwiggalerie nun eine umfassende Retrospektive. Den Schwerpunkt der Oberhausener Schau bilden dabei die Reisefotografien aus Afghanistan, China, Indien und Südafrika sowie ihre fotografischen Portrait-Studien von Marlene Dietrich, Marilyn Monroe, Joan Crawford, Isabella Rossellini und weiteren Berühmtheiten des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Magnum Photos und der Versicherungskammer Kulturstiftung.

 

 

Ludwiggalerie, Konrad-Adenauer-Allee 46, Oberhausen

 

26.04.2014 - 07.06.2014
Fotoausstellung Berlin Einen umfassenden und faszinierenden Überblick über Lawrence Schillers Werk zeigt die Galerie Hiltawsky. Der amerikanische Fotojournalist, Filmproduzent und Regisseur wurde vor allem auch durch seine Porträts berühmter Schauspielikonen bekannt. 26. April bis 7. Juni 2014
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Lawrence Schiller
Fotoausstellung Berlin Einen umfassenden und faszinierenden Überblick über Lawrence Schillers Werk zeigt die Galerie Hiltawsky. Der amerikanische Fotojournalist, Filmproduzent und Regisseur wurde vor allem auch durch seine Porträts berühmter Schauspielikonen bekannt. 26. April bis 7. Juni 2014

 Hollywood Pool, Los Angeles 1963, Photo by Lawrence Schiller © Copyright Polaris Communications

 

Lawrence Schiller, der 1936 in New York geboren wurde, ist einer der wenigen seiner Branche, dessen Bilder zu Ikonen unterschiedlichster Genres wurden. Neben seinen Ausnahmen denkwürdiger und flüchtiger Momente der Weltgeschichte werden in der Ausstellung auch Schillers großartige Porträts amerikanischer Schauspielikonen wie Barbra Streisand, Paul Newman, Robert Redford und Tippi Hedren.

 

Tippi Hedren and Alfred Hitchcock, on the 101 Freeway in Los Anglees, California, 1962 Photo by Lawrence Schiller
© Copyright Polaris Communications

 

Bekannt wurden vor allem auch seine Aufnahmen von Marilyn Monroe. Im Alter von 25 Jahren durfte Schiller am Set die Arbeiten zu dem Film Something’s Gotta Give dokumentieren. Nachdem er für die Zeitschriften Paris Match und Life gearbeitet hatte, veröffentlichte er 1966 sein erstes Buch mit dem Titel LSD. Es folgten weitere elf Bücher sowie zahllose Aufträge für die London Sunday Times, Time und andere renommierte internationale Publikationen.

 

 Joanna Woodward and Paul Newman Los Angeles, 1967, Photo by Lawrence Schiller © Copyright Polaris Communications

 

Ab den 1980er-Jahren war Schiller dann auch Produzent und Regisseur von sechs Filmen, die alle mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet wurden. Daneben schrieb er noch fünf New York Times-Bestseller. Heute lebt und arbeitet Schiller in New York und blickt auf eine faszinierende Karriere als Fotograf, Produzent, Regisseur und Schriftsteller zurück

 

Buster Keaton, MGM back lot, 1965  Photo by Lawrence Schiller © Copyright Polaris Communications 

 

Galerie Hiltawsky, Tucholskystrasse 41, Berlin

 

26.04.2014 - 12.07.2014
Fotoausstellung Berlin . Fünfzig der bekanntesten Arbeiten von Patrick Demarchelier stellt Camera Work vor und gibt damit einen Einblick in das stilprägende Werk des Fotokünstlers. Berühmt haben ihn vor allen auch die Aufnahmen der Topmodells aus aller Welt wie Nadja Auermann, Cindy Crawdord und Kate Moss gemacht.
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Patrick Demarchelier
Fotoausstellung Berlin . Fünfzig der bekanntesten Arbeiten von Patrick Demarchelier stellt Camera Work vor und gibt damit einen Einblick in das stilprägende Werk des Fotokünstlers. Berühmt haben ihn vor allen auch die Aufnahmen der Topmodells aus aller Welt wie Nadja Auermann, Cindy Crawdord und Kate Moss gemacht.

 

@ Patrick Demarchelier, Christy and Mouse, 1999

 

"Everyone has one good picture in them", so spricht Patrick Demarchelier über die Menschen die er porträtiert und vor seiner Kamera standen schon viele Schönheiten aus der Welt der Topmodells. Demarchelier, 1943 in Paris geboren, hat schon früh angefangen zu fotografieren. Zum 17. Geburtstag bekam er von seinem Stiefvater eine Kodak Kamera geschenkt. In Paris arbeitet er in Fotolabors und er studierte die Bildsprache renommierter Fotografenund entwickelte im Lauf der der Jahre seinen eigenen Stil, der ihn zu einem der erfolreichsten Modefotografen machte. Nach dem Umzug 1975 nach New York gelang ihm auch der internationale Durchbruch und seine Bilder erschienen in den führenden Modemagazinen wie Elle, GQ, Vogue oder Rolling Stone. Ebenso arbeitete er für fast alle bedeutenden Mode- und Schmuckhäuser wie Armani, Calvon Klein, Chanel, Dior, Versace oder Yves Saint Laurent.

 Die 50 bekanntesten Momentaufnahmen von Patrick Demarchelier werden jetzt in Berlin ausgestellt, Schwarz-Weißfotografien von Kate Moss, Christie Turlington oder Nadja Auermann, mit denen Demarchelier die individuelle Persönlichkeit der schönen Frauen darstellt.

 

@ Patrick Demarchelier, Christy New York, 1986



@ Patrick Demarchelier, Cindy, Leh, India, 1989


 

Camera Work, Kantstraße 149, Berlin

 

25.04.2014 - 29.06.2014
Fotoausstellung Braunschweig . Anlässlich des 30. Geburtstages des Museums für Photographie bietet die Ausstellung einen Einblick in das Werk von zehn wichtigen Positionen aus dem Umfeld der "Autorenfotografen" und ihrem fotografischen Werk der 1970 und 1980 Jahren. Gezeigt werden Arbeiten von Aginmar, Wilfried Bauer, André Gelpke, Joachim Giesel, Uwe J. Haack, Roland Kopp, Hans-Martin Küsters, Angela Neuke, Gabriele und Helmut Nothhelfer und Michael Schmidt.
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Schöne Neue BRD?
Fotoausstellung Braunschweig . Anlässlich des 30. Geburtstages des Museums für Photographie bietet die Ausstellung einen Einblick in das Werk von zehn wichtigen Positionen aus dem Umfeld der "Autorenfotografen" und ihrem fotografischen Werk der 1970 und 1980 Jahren. Gezeigt werden Arbeiten von Aginmar, Wilfried Bauer, André Gelpke, Joachim Giesel, Uwe J. Haack, Roland Kopp, Hans-Martin Küsters, Angela Neuke, Gabriele und Helmut Nothhelfer und Michael Schmidt.

Gabriele und Helmut Nothhelfer, Amerikanische Soldaten auf dem Deutsch-Amerikanischen Volksfest, Berlin 1974 © Gabriele und Helmut Nothhelfer

 

“The Steinert school is dead!” Lange lebe die Steinert Schule! So müsste man aus dem heutigen Blickwinkel André Gelpkes vehemente Kritik von 1980 an einer am Kommerziellen ausgerichteten Ausbildung an der Folkwangschule für Gestaltung, der ehemaligen Wirkstätte Steinerts wohl folgerichtig ergänzen.

Das Jahr 1979 markiert ein Schlüsseljahr der westdeutschen Fotoszene und Fotogeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Mit Klaus Honnefs Schlagwort der „Autorenfotografie“ verdichtete sich in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren eine theoretische Matrix (Christoph Schaden 2013), welche die bisherigen Erörterungen und Ausführungen zum fotografischen Medium in Bewegung versetzte. Eindringlich belegt durch Honnefs Ausstellung „In Deutschland“ präsentierte die Schau zahlreiche der wichtigen jungen Fotografen und aufstrebenden Talente der Epoche. Diese Ausstellung, aber ebenso die vielen anderen zur Kontroverse anregenden fotografischen Ausstellungsprojekte der Zeit, behaupteten die Fotografie nachdrücklich als künstlerisches Ausdrucksmittel im Nachklang der so genannten Mediendocumenta 6. Sie bewiesen gleichzeitig, dass die Steinert Schule alles andere als tot war. Im Gegenteil, die von der wohl charismatischsten Person der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte ausgebildeten jungen Fotografen – wie auch die Absolventen anderer akademischer Fotozentren, die sich gerade etablierten – entwickelten mit der so genannten Autorenfotografie eine neue Stilrichtung und traten nunmehr selbstbewusst als künstlerische Fotografen auf. Mit einer neuen Herangehensweise, die das subjektive Moment der Fotografie als Selektion und Konstruktion von Wirklichkeit mit einer prägnanten Inhaltlichkeit verband, die Fotografie als Analyse der gesellschaftlichen Wirklichkeiten verstand, prägten die beteiligten Fotografen ein neues Verständnis von Fotografie. So ist es verständlich, dass die Faszination, die von den Steinert Schülern ausging, in der gesamten Bundesrepublik Deutschland überaus groß war.

 

André Gelpke, Tabu, St. Pauli, aus der Serie Sex-Theater, 1978 © André Gelpke

 

Die sich ausbildende Vielzahl miteinander korrespondierender Fotografen, akademischer Ausbildungszentren und Fotogalerien stehen aber noch für ein weiteres Kapitel bundesdeutscher Fotogeschichte: Das spannungsgeladene Diskursfeld Fotografie inspirierte im Vorfeld und Nachklang der documenta auch die zahlreichen Gründungen fotografischer Sammlungen und Fotogalerien der Epoche. Erst in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre konnte die Fotografie in Westdeutschland als autonomes, gleichberechtigtes künstlerisches Medium etabliert und in den Museen institutionalisiert werden.

 

Roland Kopp, Rambach - Nordhessen, November 1982, der Serie Jugend eines nordhessischen Dorfes © Roland Kopp

 

Die Ausstellung „Schöne Neue BRD? Autorenfotografie der 1980er Jahre“ bietet einen Einblick in das Werk von zehn wichtigen Positionen aus dem Umfeld der „Autorenfotografen“ und ihr fotografisches Werk der 1970er und 1980er Jahre. Die Ereignisse der Zeit werden in Bezug gesetzt zur Gründung des Hauses als gemeinnütziger Verein im Jahr 1984, die sich somit als eine der vielen maßgeblichen Initiativen der Etablierung und Institutionalisierung der Fotografie verstehen lässt.

Zur Ausstellung erscheint ein begleitender Katalog.

 

Museum für Photographie, Helmstedterstraße 1, Braunschweig

 

 

13.04.2014 - 09.11.2014
Fotoausstellung Völklingen . Der Fall der Berliner Mauer ist 25 Jahre her. Aus diesem Anlass präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte Fotografien von Helmut R. Schulze, der wichtige Momente rund um dieses Ereignis festgehalten hat. 40 Schlüsselbilder dokumentieren in der Ausstellung die Deutsche Wiedervereinigung.
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25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung
Fotoausstellung Völklingen . Der Fall der Berliner Mauer ist 25 Jahre her. Aus diesem Anlass präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte Fotografien von Helmut R. Schulze, der wichtige Momente rund um dieses Ereignis festgehalten hat. 40 Schlüsselbilder dokumentieren in der Ausstellung die Deutsche Wiedervereinigung.

Fall der Mauer 9. und 10. November 1989: 25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung, Weltkulturerbe Völklinger Hütte
 © Helmut R. Schulze



Helmut R. Schulze gehört zu den namhaften Fotojournalisten in Deutschland und begleitete über viele Jahre politische Persönlichkeiten wie Bundeskanzler Helmut Kohl, Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Als Fotojournalist war er hautnah dabei, als die Frage der Deutschen Einheit entschieden wurde. Die Ausstellung in der Möllerhalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte zeigt die 40 Schlüsselbilder von Helmut R. Schulze zur Deutschen Wiedervereinigung.
 

"Mit dem Fall der Mauer und der Deutschen Wiedervereinigung wurde die größte Sehnsuchtsfantasie der Deutschen Wirklichkeit. Die Ausstellung "25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte bietet die Gelegenheit, die emotionale Ausnahmesituation des Jahres 1989/90 noch einmal zu erleben. Und sie ist ein Bildungsangebot für junge Menschen, die diese Zeit selbst nicht erlebt haben" sagt Meinrad Maria Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.

 

 

 

Bundeskanzler Helmut Kohl in Dresden, 19. Dezember 1989. Volkspolizisten schirmen vor dem Kongresszentrum die Ankunft des Bundeskanzlers ab. Ein Kind zeigt das Victory-Zeichen © Helmut R. Schulze

 

Der Fall der Berliner Mauer markiert im Nachhinein den Beginn der Deutschen Einheit. Damals aber war die "Deutsche Frage" noch völlig offen. In den turbulenten Ereignissen des Jahres 1989/1990 und in einer spezifischen außenpolitischen Konstellation kam Politikern wie Helmut Kohl oder Hans-Dietrich Genscher eine enorme Bedeutung zu. Und es ist nicht zuletzt ihrem beherzten Vorgehen geschuldet, dass die zuvor für nahezu unmöglich gehaltene Deutsche Einheit tatsächlich Wirklichkeit wurde. Die Fotografien von Helmut R. Schulze zeigen aus nächster Nähe den politischen Weg zur Deutschen Einheit. In seinen Fotoarbeiten verdichten sich weltpolitische Ereignisse zu prägnanten Momentaufnahmen.

Die Fotos in der Möllerhalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte zeigen die entscheidenden politischen Ereignisse auf dem Weg zur Deutschen Einheit. Sie geben exklusive Einsichten in das politische Leben von Hans-Dietrich Genscher, Richard von Weizsäcker und Helmut Kohl. Und sie bieten charakteristische, aber auch ungewöhnliche Ansichten von der Zeit des Kalten Krieges bis zur Vollendung der Deutschen Einheit.

 

25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung, Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Richard von Weizsäcker vor der Berliner Mauer und dem Brandenburger Tor, Juni 1989 © Helmut R. Schulze



Zu sehen sind historische Ereignisse wie die Öffnung des Brandenburger Tores im Dezember 1989 oder Helmut Kohls Rede vor der Dresdner Frauenkirche, nach der nicht mehr "Wir sind das Volk!", sondern "Wir sind ein Volk!" die wichtigste Losung der Stunde war. Helmut R. Schulze Fotos lassen uns zum Zeugen des ersten Treffens zwischen Hans-Dietrich Genscher und Michail Gorbatschow werden. Sie erlauben uns aber auch einen Blick in das Wohnzimmer von Eduard Schewardnadse und zeigen beispielsweise, wie Außenminister Genscher und Bundeskanzler Kohl die prinzipielle Zusage Gorbatschows zur Deutschen Wiedervereinigung im Flugzeug mit Journalisten, Crew und Begleitern feiern.

Charakteristisch sind vor allem die Fotos aus der Zeit des Kalten Krieges – mit der Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor. In Erinnerung bleiben die im wahrsten Sinne des Wortes "kühle" Atmosphäre während eines Besuchs von Helmut Schmidt in der DDR und die russischen Kriegsveteranen auf dem Roten Platz. Am Ende liegt eine Lenin-Statue zerbrochen auf dem Boden und Dresdner Kinder zeigen das Victory-Zeichen.

Helmut R. Schulze hat mehrere Fotobücher zu Richard von Weizsäcker, Hans-Dietrich Genscher und Helmut Kohl veröffentlicht. Zu seinen Projekten zählt auch ein Fotobuch zu Hannelore Kohl und mehrere Foto-Ausstellungen zu Afghanistan, u.a. im Deutschen Historischen Museum Berlin. Helmut R. Schulzes Leitgedanke, den er bei seiner Arbeit als Fotojournalist und Fotograf verfolgt, gilt auch für die Ausstellung "25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte: "Es sind Bilder, die uns die Welt erklären".

"25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" ist nach "Staatsgeschenke – 60 Jahre Deutschland" die zweite im Weltkulturerbe Völklinger Hütte kuratierte Ausstellung zur jüngeren Deutschen Geschichte. 2010 war im Weltkulturerbe Völklinger Hütte außerdem die Ausstellung "Feind ist, wer anders denkt" der Bundesbehörde für Stasi-Unterlagen zur SED-Diktatur zu sehen. 2009 feierte der Bundesrat im Weltkulturerbe Völklinger Hütte sein 60-jähriges Bestehen.

Die Ausstellung "25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte steht unter der Schirmherrschaft des langjährigen Außenministers der Bundesrepublik Deutschland, Hans-Dietrich Genscher.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch zum Preis von 14,50 Euro.
Die Katalogbücher zu den Ausstellungen "Staatsgeschenke" und "25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung" bietet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zusammen zum Sonderpreis von 20 Euro an.

 

Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Völklingen

11.04.2014 - 01.06.2014
Fotoausstellung Berlin Der erste Krieg der in Farbe fotografiert wurde ist der Erste Weltkrieg. Die Bilder in der Ausstellung zeigen unbekannte, inszenierte Einblicke in die Jahre von 1914 bis 1918, wobei es sich um Motive handelt, die für die Zwecke der Armee und ihrer Propaganda gemacht wurden.
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Der erste Weltkrieg in Farbe
Fotoausstellung Berlin Der erste Krieg der in Farbe fotografiert wurde ist der Erste Weltkrieg. Die Bilder in der Ausstellung zeigen unbekannte, inszenierte Einblicke in die Jahre von 1914 bis 1918, wobei es sich um Motive handelt, die für die Zwecke der Armee und ihrer Propaganda gemacht wurden.

Deutsche Truppen, Berlin 1914

 

Ausgestellt werden Fotografien aus der Sammlung Reinhard Schulz. Die französischen und australischen Fotografen sowie der deutsche und der russische Fotograf, deren Bilder gezeigt werden, konnten aufgrund der langen Belichtungszeiten bei Farbaufnahmen (Auto-chrom- und Paget-Platten, Drei-Farben-Kamera) keine bewegten Szenen von Kriegsgefechten aufnehmen, vielmehr entstanden „Standbilder“ während der Gefechtspausen, zwischen den Kämpfen, hinter der Front, von deutschen Feldküchen in der Champagne, von Flugzeugfabriken, von Schützen aus dem Senegal mit Bajonetten, von Kolonialtruppen und Kolonialsoldaten. 

 

Frank Hurley, Kamel Ambulanz, Palästina 1918

 

Einer der wichtigsten deutschen Farbfotografen dieser Zeit stammt aus Stuttgart: Hans Hildenbrand. Er fotografierte Soldaten u.a. auf dem Hartmannsweilerkopf in den Vogesen oder bei der Grabenwache im Elsass.  Die Ausstellung zeigt zudem den Krieg als Alltag, mitten im Leben der Menschen. In Kriegszeiten wendet sich der Fortschritt der Technik gegen sie. Damals wie heute.  Das Leben von vor 100 Jahren lässt sich durch die aufgezeigten Bruchstücke des Ereignisses erahnen. Der Große Krieg hat die Gesellschaft, die Politik, die Kultur des europäischen Kontinents und  die Lebensgewohnheiten der Bewohner im 20. Jahrhundert entscheidend beeinflusst. 

 

Österreichischer Soldat, Osteuropa 1915


 

Willy-Brandt-Haus, Stresemannstraße 28, Berlin

 

11.04.2014 - 30.12.2014
Ausstellung Oberhausen Die Vielfalt der Schönheit in der Kunst zeigt die Ausstellung „Der schöne Schein“ im Gasometer Oberhausen. Ein künstlerischer Höhepunkt ist die Installation „320° Licht“ der Bremer Künstlergruppe Urbanscreen. Mit 20.000 Quadratmetern ist sie eine der größten und technisch anspruchsvollsten Innenraumprojektionen weltweit. Realisiert wird die Projektion mit 21 Epson Installationsprojektoren.
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Der schöne Schein
Ausstellung Oberhausen Die Vielfalt der Schönheit in der Kunst zeigt die Ausstellung „Der schöne Schein“ im Gasometer Oberhausen. Ein künstlerischer Höhepunkt ist die Installation „320° Licht“ der Bremer Künstlergruppe Urbanscreen. Mit 20.000 Quadratmetern ist sie eine der größten und technisch anspruchsvollsten Innenraumprojektionen weltweit. Realisiert wird die Projektion mit 21 Epson Installationsprojektoren.

Auf Christo folgt Urbanscreen. Die Installation "320° Licht" ist künstlerischer Höhepunkt der Ausstellung
Bild: Sven Siebenmorgen

 

Die Schönheit kennt viele Gesichter. Sie zeigt sich uns in der zeitlosen Schlichtheit der Nofretete ebenso wie im unergründlichen Lächeln der Mona Lisa. Sie liegt in den ruhigen Landschaften Caspar David Friedrichs, aber auch in Hokusais kraftvoller großer Welle, die sogar den Berg Fuji unter sich zu begraben scheint. Schönheit kann einfach sein und strahlend. Elegant und verführerisch. Prachtvoll und verspielt. Sie kann aber auch dunkel sein, geheimnisvoll und verstörend. Künstler aller Epochen haben diese Vielfalt der Schönheit in ihren Bildern und Skulpturen sichtbar gemacht, und so spiegelt sich in den größten Werken der Kunstgeschichte immer auch die Suche nach der Schönheit.

 

Eine der anspruchsvollsten Innenraumprojekionen realisert "320° Licht" mit 21 Epson Installationsprojektoren.
Bild Wolfgang Volz

 

Ein multimediales Raumerlebnis ist die Installation "320° Licht" im Luftraum des Gasometers  der Bremer Künsltergruppe Urbanscreen, die ein faszinierendes Spiel mit Formen und Licht bietet. In einem Radius von 320 Grad wachsen und verändern sich auf der 100 Meter hohen Innenwand des Gasometers grafische Muster. "320° Licht" wird mit der Projektionstechnik von Epson realisiert.

37 Wochen, über 230 Tage und mehr als acht Stunden pro Tag sind die Installationsprojektoren von Epson im Gasometer im Einsatz. Sieben Projektorentürme mit jeweils drei 10.000 Lumen-Projektoren (Epson EB-Z10005) sind im Innenraum des Gasometer aufgebaut. Sie werden die über 100 Meter hohen Innenwände illuminieren.

"Das Projekt im Gasometer ist einzigartig und auch für uns als Weltmarktführer im Projektorenbereich außergewöhnlich. Es sind diese Projekte, die in ihren Extremen zeigen, was Technik kann: herausragende Inhalte zum Leben erwecken“, sagt Henning Ohlsson, Geschäftsführer der Epson Deutschland GmbH. „Die künstlerischen Arbeiten von Urbanscreen haben international für Aufsehen gesorgt. Wir sind überzeugt, dass die Installation im Gasometer Oberhausen weltweit Beachtung finden wird.“

 

Epson EB-Z10005

 

"Der schöne Schein" ist eine Ausstellung der Gasometer Oberhausen GmbH unter der Gesamtleitung von Jeanette Schmitz.

Die Künstlergruppe Urbanscren wurde international bekannt durch die spektakulären Illuminationen des Opernhauses in Sydney (Australien), der Rice-University in Houston (USA) und die Light-Sound-Kompositionen auf der Kunsthalle Hamburg, dem Kunstquartier Wien und dem Bauhaus Dessau.

 

 

Gasometer, Arenastraße 11, Oberhausen

 

 

11.04.2014 - 29.06.2014
Fotoausstellung Hamburg . Die weltweit erste gemeinsame Werkschau von Ute Mahler und Werner Mahler, die seit 40 Jahren ein Paar sind und die zur DDR-Zeit zu den stilprägenden Fotografen des Ostens zählten, zeigt das Haus der Photographie in den Deichtorhallen.
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Ute und Werner Mahler - Werkschau
Fotoausstellung Hamburg . Die weltweit erste gemeinsame Werkschau von Ute Mahler und Werner Mahler, die seit 40 Jahren ein Paar sind und die zur DDR-Zeit zu den stilprägenden Fotografen des Ostens zählten, zeigt das Haus der Photographie in den Deichtorhallen.

Ute Mahler Erotik-Show, Stadthalle Karl-Marx-Stadt, heutiges Chemnitz, 1988. Aus der Serie »Erotikprogramm«.
© Ute Mahler

 


Ute Mahler und Werner Mahler, seit 40 Jahren ein Paar, sind zwei herausragende deutsche Fotografen, die zur DDR-Zeit zu den stilprägenden Fotografen des Ostens zählten und heute wie damals ihre humanistische Sicht auf die Welt in unterschiedlichen, intensiven Fotoprojekten realisiert haben. Die weltweit erste gemeinsame Werkschau der beiden Fotografen präsentiert vom 11. April bis 29. Juni 2014 neben den bekannten Werkserien aus deutsch-deutscher Geschichte exklusiv eine neue gemeinsame Arbeit beider Künstler. Die Spannweite der Ausstellung im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg reicht von sozialkritischen Reportagen über Landschaftsaufnahmen bis zu sensiblen Porträts und Modefotografien. »Keine Situation schaffen, sondern die Situation erkennen und sie interpretieren« ist das Credo der beiden Fotografen.

 

Ute Mahler; Werner Mahler Aus der Serie „Monalisen der Vorstädte“ Adda, Reykjavik, 2009 © Ute Mahler, Werner Mahler

 


Seit 1974 arbeitet Ute Mahler (*1949 in Berka, Thüringen) als freiberufliche Fotografin, vornehmlich für die legendäre Zeitschrift »Sibylle« und nach der Wende u.a. auch für den »Stern«. Werner Mahler (*1950 in Boßdorf, Sachsen-Anhalt) setzt nach seinem Diplom 1978 sein Studium als Aspirant bis 1981 an der HGB Leipzig fort und arbeitet als freiberuflicher Fotograf u.a. für die Zeitschriften »Für Dich« sowie für »Sibylle«.

 

 

Werner Mahler: Modefoto für die Zeitschrift „Sibylle“, 1994. Polaroid 4x5 inch. © Werner Mahler



Nach dem Mauerfall gründen Ute Mahler und Werner Mahler mit anderen ostdeutschen Fotografen die erfolgreiche Agentur »OSTKREUZ«, der 2004 die Gründung der »OSTKREUZSCHULE für Fotografie und Gestaltung« (mit Thomas Sandberg) folgt. Seit 2000 lehrt Ute Mahler als Professorin für Fotografie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg.

 

Ute und Werner Mahler, Lehnitz 2013. Foto: © Ingo Taubhorn.

 

Haus der Photographie, Deichtorhallen, Hamburg

 

 

10.04.2014 - 25.05.2014
Fotoausstellung Wien . 150 spektakuläre Bilder aus dem Weltraum zeigt Westlicht Schauplatz für Fotografie. Die Ausstellung stellt von Kometenaufnahmen aus dem 19. Jahrhundert bis zu Bildern mit Hochleistungsteleskopen aus den Tiefen der Galaxie die Geschichte der Weltraumfotografie vor.
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Völlig losgelöst
Fotoausstellung Wien . 150 spektakuläre Bilder aus dem Weltraum zeigt Westlicht Schauplatz für Fotografie. Die Ausstellung stellt von Kometenaufnahmen aus dem 19. Jahrhundert bis zu Bildern mit Hochleistungsteleskopen aus den Tiefen der Galaxie die Geschichte der Weltraumfotografie vor.

Infrarot-Bild des Helixnebels, Spitzer Weltraumteleskop, 2007
© NASA/JPL_Caltech/University of Arizona

 

 

WestLicht Schauplatz für Fotografie wagt sich in die unendlichen Weiten des Weltalls! Anhand von 150 spektakulären Fotografien gibt die Ausstellung einen einzigartigen Überblick über die Geschichte der Weltraumfotografie: von frühen Schwarzweiß-Aufnahmen vorbeiziehender Kometen aus dem 19. Jahrhundert über das erste Foto der Erdkugel vor dem samtschwarzen Hintergrund des Universums bis zu den farbgesättigten Bildern, die moderne Hochleistungsteleskope aus den Tiefen unserer Galaxie liefern.

 

Die erste Weltraumfotografie auf Farbfilm, Bill Miller, Mount Wilson Observatorium, Kalifornien, 1958
© David Malin Images/Caltech

 

 

Völlig losgelöst präsentiert etwa den gewaltige Saturn mit seinen Ringen, die Raumsonden „Galileo“ und „Voyager 2“. Auch sensationelle Bilder vom Jupiter, dem größten Planeten unseres Sonnensystems und natürlich kann jeder Besucher auf den zahlreichen Aufnahmen vom roten Planeten Mars nach extraterrestrischem Leben suchen.

Aber der Blick stößt noch tiefer in die Unendlichkeit des Alls vor: Sterne und ferne Planetensysteme, Galaxien, Sternennebel, Supernovas und sogar Schwarze Löcher, Pulsare und Quasare geben eine faszinierende Ahnung von den unvorstellbaren Dimensionen des Universums.

 

Mars Hemisphäre Vikong Raumsonde
© NASA/JPL/USGS SUsanne Pieth German Aerospace Center

 

 

Schon seit ihren Anfängen hat die Menschheit mit Erstaunen in das Firmament geblickt. Frühe Zivilisationen beobachteten den Nachthimmel mit bloßem Auge, die Entwicklung des Teleskops im 17. Jahrhundert erlaubte es Forschern wie Galileo Galilei, die Erscheinungen des Himmels mit zunehmender Detailschärfe zu betrachten. Mit der Erfindung der Fotografie in den 1830er-Jahren ließen sich diese Beobachtungen schon bald im Bild bannen, bewahren und mit anderen teilen.

 

Galaxie Messier 101, Spitzer Weltraumteleskop, 2009
© NASA/JPL-Caltech/K. Gordon

 

Die Ausstellung zeigt zugleich den beeindruckenden technischen Fortschritt in der Beobachtung des Weltalls und der Himmelskörper. Längst hat sich die Weltraumfotografie von den erdbasierten Teleskopen weit hinaus in den Weltraum gewagt. Aufnahmen in verschiedenen Wellenlängen, von Röntgen- bis zu Radiowellen, erlauben sichtbar zu machen, was unserem Auge sonst verborgen bliebe. Dies alles hat wichtige neue Erkenntnisse über unseren Planeten Erde, seinen Platz im Sonnensystem und im gesamten Universum geliefert.

Kuratiert von Jay Belloli für California/International Arts Foundation, Los Angeles, Kalifornien

 

Westlicht, Westbahnstraße 40, Wien

 

 

 

06.04.2014 - 21.05.2014
Fotoausstellungen Würzburg . Fotos aus dem heutigen Kosovo von Florian Jäger unter dem Titel "Im Ausland ist alles besser, also bleiben wir hier" stellt die Kellerperle aus. die Bilder zeigen den Kosovo aus einer Perspektive, die das Besondere im Alltäglichen sucht.
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Impressionen aus dem Kosovo
Fotoausstellungen Würzburg . Fotos aus dem heutigen Kosovo von Florian Jäger unter dem Titel "Im Ausland ist alles besser, also bleiben wir hier" stellt die Kellerperle aus. die Bilder zeigen den Kosovo aus einer Perspektive, die das Besondere im Alltäglichen sucht.

 


Der Sozialpsychologe und Fotograf Florian Jäger hat sich im Februar und März 2013 im Rahmen des 5-jährigen Bestehens-Jubiläums des Kosovo auf die Suche nach der besonderen Atmosphäre des jüngsten Staates Europas gemacht. Beweggrund für seine Reise war die sich aus dem Forschungskontext der Sozialpsychologie aufdrängende Frage, wie aus den im Kosovo als Nachbarn lebenden ethnischen Serben und Albanern so erbitterte Feinde werden konnten, die noch heute in Konflikt miteinander stehen. Dazu führte er Interviews mit Politikern, Journalisten und Vertretern nicht-staatlicher Organisationen. Nach einiger Zeit im Land erweiterte er sein Spektrum um Fragen nach der kosovarischen Identität, Problemen mit Korruption sowie der aktuellen Entwicklung des Staatsaufbaus. Doch je mehr sich die freundschaftlichen Bande zu den Kosovaren festigten, desto offensichtlicher wurde, dass vor allem zwei Dinge die besondere Atmosphäre dieses Landes ausmachen: Orte und Menschen.

 



Dieser Erkenntnis tat Florian Jäger bei seiner fotografischen Erkundung genüge und so zeigt die Ausstellung ein Bild des Kosovo, das von absurd anmutenden Gebäuden über widersprüchliche Symbole und spürbare Skepsis bis hin zu ausgelassener Freude reicht. Der Blick ist dabei stets ein forschender und bewegter, der dem Rätselhaften Raum lässt und alles Gewisse und Faktische als zu verstaubt und statisch getrost vernachlässigt.

Diese Ausstellung ist eine untypische, sehr atmosphärische, die den Betrachter mit mehr Fragen als Antworten und irgendwie seltsam glücklich entlässt.

 

Kellerperle, Am Studentenhaus, Würzburg

 

04.04.2014 - 31.05.2014
Fotoausstellung München Die Fotogrammtechnik der 20er Jahre lässt der deutsche Fotokünstler Thomas Ruff mit seinen interessanten neuesten Arbeiten wieder auferstehen. Einige Werke der seit 2012 entstehenden Serie "phg" (photograms) stellt die Galerie Rüdiger Schöttle aus.
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Thomas Ruff - Photograms
Fotoausstellung München Die Fotogrammtechnik der 20er Jahre lässt der deutsche Fotokünstler Thomas Ruff mit seinen interessanten neuesten Arbeiten wieder auferstehen. Einige Werke der seit 2012 entstehenden Serie "phg" (photograms) stellt die Galerie Rüdiger Schöttle aus.


Thomas Ruff phg.05_II, 2012 chromogenic print 240 x 185 cm 
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014


Inspiration für seine faszinierenden Arbeitenlieferte Thomas Ruff die in den 1920er Jahren durch die Surrealisten bekannt gewordene Fotogrammtechnik, bei der ohne Verwendung einer Kamera in Handarbeit durch direkte Belichtung von Objekten Schwarz-Weiß-Motive entstehen.
Eine nach Künstlerwunsch entwickelte 3D Software versetzt Thomas Ruff nun in die Lage, Fotogramme quasi als digitales Faksimile auch für große Formate zu verwirklichen und dabei Farben einzusetzen. Dies geschieht auf verschiedene Weise, so steht das Kürzel “s.” im Titel einer Arbeit beispielsweise für “solarisiert” (überbelichtet),
ch.” für “chromatisch”, d.h. das farbige Licht sitzt auf dem Objekt selbst. Was entsteht sind vielfältige frei schwingende Formen, Kreise, Wellen, Linien und Flächen von gedeckter Farbigkeit in Kompositionen, die an die Malerei der 1920er Jahre erinnern, aber über ihre eigene, in das 21. Jahrhundert weisende Ästhetik verfügen.


Galerist Rüdiger Schöttle vor einem der Werke  von Thomas Ruff bei der Ausstellungseröffnung



Seit den 1980er Jahren wird der Fotokünstler Thomas Ruff in der Galerie Rüdiger Schöttle regelmäßig ausgestellt. Ruff wurde 1958 in Zell am Hammerbach im Schwarzwald geboren und gehörte wie Andreas Gursky oder Thomas Struth zu den berühmten Becher Schülern der Düsseldorfer Kunstakademie an der er im Jahr 2000 selbst Professor wurde. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Museen und Galerien rund um die Welt ausgestellt.


Maria Bartuszova



Im Erdgeschoss der Galerie werden zeitgleich ausgewählte Werke aus dem Nachlass von Maria Bartuszova (1936-1997). Bemerkenswerte kleine Skulpturen aus verschiedensten Materialien wie Gips, Holz und Stein. Die fragilen Werke der Prager Künstlerin werden seit 2008 regelmäßig in der Galerie Schöttle ausgestellt.



Galerie Rüdiger Schöttle, Amalienstraße 41, München





04.04.2014 - 25.05.2014
Fotoausstellung Wien Zwei der großen Fotokünstler unserer Zeit stellt Ostlicht Galerie für Fotografie vor: den Japaner Nobuyoshi Araki und den Deutschen Jürgen Teller, beide berühmt für ihre oftmals verstörenden Bilder menschlichen Lebens.
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Araki Teller Teller Araki
Fotoausstellung Wien Zwei der großen Fotokünstler unserer Zeit stellt Ostlicht Galerie für Fotografie vor: den Japaner Nobuyoshi Araki und den Deutschen Jürgen Teller, beide berühmt für ihre oftmals verstörenden Bilder menschlichen Lebens.

 

Nobuyoshi Araki; Last by Leica, 2012-1014 © Nobuyoshi Araki

 

 

Nobuyoshi Araki wurde 1940 in Minowa, Tokio geboren. Er begann seine  künstlerische Karriere 1964 mit Bildern über Kinder in der Stadt, dann fotografierte Araki seine eigene Hochzeitsreise. Aus diesen Fotos entstand das heute legendäre Buch „Sentimental Journey“. In den 1970ern löste sich Araki von der Presse und Reportagefotografie und beschäftigte sich mit den existentiellen Fragen und Abgründen des menschlichen Lebens, wobei er sich mehr und mehr für erotische Themen interessierte. 

 

Nobuyoshi Araki; Last by Leica, 2012-1014 © Nobuyoshi Araki

 

Mit seinen Fotografien entwickelte er eine einzigartige bildnerische Handschrift, die eine über die japanische Kultur hinausreichende poetische Darstellung menschlicher Leidenschaften hinterlässt. Zu dieser Zeit begann er auch, seine Fotografien unter anderem im Avantgarde-Comicmagazin Garo und Shashin Jidai zu veröffentlichen.

 

Nobuyoshi Araki; Last by Leica, 2012-1014 © Nobuyoshi Araki


Araki erfand den Begriff „Foto-Ich“, worunter er den fesselnden Wechsel zwischen Fiktion, Wahrheit und Wunsch versteht.  Araki, ein besessener Fotograf, nimmt das Leben mit und in seinen Bildern wahr und ist nie ohne Kamera anzutreffen. In Japan wurden seine Fotos teilweise wegen „Obszönität“ zensiert. Der Himmel, Blumen, Straßen- oder Familienszenen – Arakis Bildsujets sind mannigfaltig, wie auch seine Wege die Fotografie herauszufordern, etwa durch Kratzungen am  Positivfilm oder sein Arakinema (Araki + cinema). 

 

Juergen Teller, Lars Eidinger Schaubühne Berlin Poster, berlin 2013 © Juergen Teller

 

Juergen Teller zählt zu den Stars der zeitgenössischen Fotokunst. Geboren 1964 in Franken  machte er sich in London mit Fotografien von Musikern wie Kurt Cobain und Covers für Szene-Zeitschriften früh einen Namen als Fotograf der Grunge-Bewegung. In den 90er Jahren revolutionierte er die Kunst- und Modefotografie mit unverwechselbaren Bildern, die die brüchigen Identitäten und Oberflächen der Welt der Mode und Models thematisierten.

 

Juergen Teller, Woo Nr.212, 2013 © Juergen Teller

 

Mit seinem neuen einzigartigen Habitus zu fotografieren, reüssierte er in Zeitschriften wie Vogue, The Face oder ID. Zu Ikonen wurden seine – die Codes von Schönheit und Mode brechenden – Bilder von Models wie Kate Moss oder Kristen McMenamy. In seinen Arbeiten hinterfragt er den Schönheitskult unserer Gesellschaft und persifliert mit einer körperliche Makel bewusst zeigenden Bildsprache die Perfektionsansprüche unserer Gegenwart. Seine Arbeiten wie „Nackig auf dem Fußballplatz“ oder sein Video „World Cup Final“ sind sensible  Bekenntnisse zu Intimität und Alltag. Wie auch Araki beschäftigt sich Teller nachhaltig mit existentiellen Fragen des Körperlichen und der Sexualität und testet aus, wie nahe Fotografie der Wirklichkeit, ja wie fast schon schmerzhaft nahe sie der Wahrheit kommen kann.

 

Juergen Teller, Betriebsausflug Frankfurt 2013 © Juergen Teller



Ostlicht Galerie für Fotografie, Absberggasse 27, Wien

 

 

 

03.04.2014 - 25.05.2014
Fotoausstellung Hannover .Das Hissen der Sowjetflagge auf dem Reichstag ist eines der meist veröffentlichen Fotos der Welt. Fotografiert hat es Jewgeni Chaldej. Es ist nur eines der beeindruckenden Bilder aus dem Archiv des Kriegsberichterstatters die in der Galerie für Fotografie (GAF) in der Eisfabrik gezeigt werden.
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Jewgeni Chaldej - Ein Stück Geschichte
Fotoausstellung Hannover .Das Hissen der Sowjetflagge auf dem Reichstag ist eines der meist veröffentlichen Fotos der Welt. Fotografiert hat es Jewgeni Chaldej. Es ist nur eines der beeindruckenden Bilder aus dem Archiv des Kriegsberichterstatters die in der Galerie für Fotografie (GAF) in der Eisfabrik gezeigt werden.

 

 Eine der großen Fotoikonen des zweiten Weltkriegs. Jewgeni Chaldejs nachgestelltes Bild vom Hissen der
Sowjetflagge auf dem Reichstag

 

Zu einem Symbol für die Niederlage des Hitlerfaschismus und für das Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Foto von Jewgeni Chaldej weltberühmt. Allerdings hatte der Fotograf die Szene nach dem eigentlichen Geschehen mit größeren Flaggen fürs Foto nachgestellt und sich dafür eigens rote Tischdecken zu einer Sowjetflagge nähen lassen. Gleichgetan hat es ihn der amerikanische Kriegsfotograf Joe Rosenthal der ein Pendant zum Bild Chaldejs erstellte – das Hissen der US-Flagge auf der Pazifikinsel Iwojima. 1972 kam es im südfranzösischen Perpignan anlässlich des Fotojournalismus-Festivals Visa Pour l'Image zu einer denkwürdigen Begegnung: Jewgeni Chaldej traf zum ersten Mal in seinem Leben mit Joe Rosenthal zusammen

 

Mitglieder der Besatzung des sowjetischen Eisbrechers »Lenin« spielen Fußball im sibirischen Eis.

 

1148 Tage lang hatte Chaldej als Kriegsberichter den weiten Weg der Roten Armee von Murmansk, über die Krim, durch Rumänien, Bulgarien und Ungarn begleitet und schließlich die Befreiung Wiens und Berlins miterlebt. Zahlreiche beeindruckende Fotos sind auf diesem Weg entstanden. Von 1941 bis 1943 hatte der Fotograf heimlich ein Kriegstagebuch geführt, das erst nach seinem Tod gefunden wurde. Sowjetischen Soldaten war es strengstens verboten, Tagebuch zu führen, um das Durchsickern unvorteilhafter Geschehnisse in die Heimat zu verhindern und im Falle der Gefangennahme keine Informationen an den Feind zu liefern.

 

An der Nordfront entstand das Bild vom Rentier. In seinem Kriegstagebuch schreibt er dazu: "Unsere Jagdflugzeuge waren nur aus Holz. Deshalb atmeten wir erleichtert auf, als die Engländer mit ihren 20 "Hurricanes" kamen. Dieses Rentier lebte wild. Wir nannten es Jascha. Als dann geschossen wurde, kam es immer wieder zu unserer Batterie. Die Soldaten bauten einen kleinen Stall und fütterten es gut. Man hat mich gefragt, ob dies eine Fotomontage sei. Für mich ist es eine Kombination, um den Ausdruck zu verstärken."

 

Wegen seiner jüdischen Herkunft hatte der 1917 in der Ukraine geborene Chaldej unter Stalin große Probleme. Er wurde 1948 als Fotograf der Nachrichtenagentur Tass entlassen – für die er zwölf Jahre lang gearbeitet hatte, und durfte auch nicht mehr für die Parteizeitung Prawda fotografieren. Bis zu Stalins Tod im Jahre 1953 lebte Chaldej in großer Armut. Danach begann er wieder für die Prawda zu fotografieren, wurde aber 1972 erneut entlassen. 

 

Jewgeni Chaldej mit der Speed Graphic, die er nach dem Krieg von Robert Capa geschenkt bekommen hat.

 

 

Chaldej starb 1997 in Moskau an den Folgen eines Schlaganfalls.

 

Galerie für Fotografie (GAF), Seilerstraße 15d, Hannover

 

http://gafeisfabrik.de/

 

 

 

03.04.2014 - 15.05.2014
Fotoausstellung Hanmbug Mit seiner eindrucksvollen Bilderserie „Love Me“ spürt der englische Fotograf Zed Nelson den individuellen Schönheitswahn nach. „Love Me“ untersucht die soziokulturellen und wirtschaftlichen Gegebenheiten, die dafür verantwortlich sind, dass sich Menschen immer obsessiver mit ihrem Aussehen auseinandersetzen.
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Zed Nelson – Love Me.
Fotoausstellung Hanmbug Mit seiner eindrucksvollen Bilderserie „Love Me“ spürt der englische Fotograf Zed Nelson den individuellen Schönheitswahn nach. „Love Me“ untersucht die soziokulturellen und wirtschaftlichen Gegebenheiten, die dafür verantwortlich sind, dass sich Menschen immer obsessiver mit ihrem Aussehen auseinandersetzen.

Katie, 9 Jahre, Gewinnerin des Universal Royalty Schönheitswettbewerbs. Texas, USA. © Zed Nelson/INSTITUTE
 

 

Spieglein an der Wand, wer ist die/der Schönste...?  Ein gutes Körpergefühl bestimmt das Selbstbewusstsein. Der Makel, die Abweichung muss um jeden Preis ausgemerzt werden. Durch den Selbstoptimierungswahn sind immer mehr Frauen und Männer in Angeboten der Diät- und Schönheitsindustrie gefangen. Ästhetische Chirurgie ist zu einer Branche mit enormen Zuwachsraten geworden. In einem durchschnittlichen amerikanischen Haushalt wird heute mehr für Schönheit als für Bildung ausgegeben.

 

Christopher, 22 Jahre, nach der Brusthaarentfernung im J. Sister’s Salon. New York, USA. © Zed Nelson/INSTITUTE



Genau dort setzt die so umfangreiche wie eindrucksvolle Bilderserie »Love Me« des englischen Fotografen Zed Nelson an, der in einem Zeitraum von   und individuellem Schönheitswahn aufgespürt hat. Bei ihm wird überdeutlich, dass es sich nicht um ein rein westliches Phänomen handelt. So unternehmen die einen alles, um ihre Haut zu bleichen, die anderen lassen sich ihre Augenlider nach westlichem Schönheitsideal korrigieren.

„Love Me“ untersucht die soziokulturellen und wirtschaftlichen Gegebenheiten, die dafür verantwortlich sind, dass sich Menschen immer obsessiver mit ihrem Aussehen auseinandersetzen. Nelsons Ansatz ist vielgestaltig: er führt uns Kinder vor, die für Wettbewerbe posieren; ältere Menschen, die den biologischen Prozess des Alterns mit allen Mitteln auszuhebeln versuchen. Wir begegnen Schönheitschirurgen, gescheiterten Beautyqueens, Bodybuildern, magersüchtigen Frauen. Er zeigt uns eine junge Frau aus dem Iran nach ihrer Nasenkorrektur; Insassinnen eines südamerikanischen Frauengefängnisses, die sich für einen Beauty-Wettbewerb präparieren. Oder einen Mann, der im OP-Saal auf die bevorstehende Fettabsaugung wartet.

 

Elham, 19, und ihre Mutter, 55 Jahre, nach einer Nasenkorrektur. Tehran, Iran. © Zed Nelson/INSTITUTE

 

Zed Nelson hat das Thema von „Love Me“ weit aufgefächert, um das absurde Jagen nach körperlicher Perfektionierung um jeden Preis vorzuführen. Aber was steckt dahinter – Unsicherheit, Eitelkeit, Angst vorm Altern, obsessiver Körperfetischismus? Nicht zuletzt eine Schönheitsnorm, die in Werbung und Magazinen vorgeführt wird? Als Betrachter seiner Bilder sind wir radikalen Fragen ausgesetzt: Wie weit nehmen wir selbst an diesem Attraktivitätswahn teil? In welcher Weise können wir uns davon lösen,  andere Menschen vor allem nach ihrem äußeren Erscheinungsbild zu beurteilen?

Der in London lebende Fotograf Zed Nelson fotografiert sowohl im Auftrag von Redaktionen als auch für Langzeitprojekte wie z.B. „Israel – In This Land“, „Gun Nation“ und „Right Wing Along The Rio Grande“. Für seine fotografischen Serien hat er schon bedeutende Preisen u. a. World Press Photo, Alfred Eisenstaedt Award, Visa d’Or, Pictures of the Year erhalten.

Zed Nelsons Arbeiten wurden u. a. in der Tate Britain sowie der National Portrait Gallery ausgestellt und befinden sich in der ständigen Sammlung des Victoria & Albert Museums in London. In Deutschland wird „Love Me“ erstmals in der FREELENS Galerie gezeigt.

 

*AnyBody Deutschland und das internationale Endangered Bodies-Netzwerk sprechen sich gegen die eindimensionale Repräsentation von Individuen im Hinblick auf Körper, Alter, Ethnie, Gender, etc. aus. Statt des derzeit starren und mächtigen Schönheits- und Schlankheitsideals setzt sich AnyBody Deutschland für mehr individuelle Freiheiten und Vielfalt von Körpern und Erscheinungsbildern in Medien und Gesellschaft ein. 

 

 

 

FREELENS Galerie, Steinhöft 5, 20459 Hamburg

01.04.2014 - 28.06.2014
Fotoausstellung Graz/Österreich . Porträtaufnahmen wie aus einer anderen Zeit, geheimnisvoll und ungewöhnlich, zeigt das Atelier Jungwirth mit den Bildern von Matthias Olmeta. Sie sind in der historischen Technik der Ambrotypie gefertigt. Außerdem kann man auf diese ungewöhnliche Weise im Juni an zwei Tagen seine Kinder porträtieren zu lassen. Bis 28. Juni 2014
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Matthias Olmeta - Zerbrechliche Kunst. Weiß auf Schwarz
Fotoausstellung Graz/Österreich . Porträtaufnahmen wie aus einer anderen Zeit, geheimnisvoll und ungewöhnlich, zeigt das Atelier Jungwirth mit den Bildern von Matthias Olmeta. Sie sind in der historischen Technik der Ambrotypie gefertigt. Außerdem kann man auf diese ungewöhnliche Weise im Juni an zwei Tagen seine Kinder porträtieren zu lassen. Bis 28. Juni 2014

 

Havanna II Foto Matthias Olmeta atelierjungwirth.com 

 

Nicht Jeder kennt die historische Fototechnik Ambrotypie. Eine Gelegenheit diese fast vergessene Technik kennenzulernen und dabei außerdem ungewöhnliche  Porträtaufnahmen zu sehen, ist ein Besuch in der österreichischen Stadt Graz im Atelier Jungwirth. 

 

Family Portrait Foto Matthias Olmeta atelierjungwirth.com 

 

Vorgestellt werden die Bilder des jungen und doch international sehr gefragten Fotografen Matthias Olmeta. Der 1968 in Marseille geborene Fotografentdeckte mit 16 Jahren seine Liebe zu Kameras, zog zwei Jahre später zum Studium am Santa Monica City College Visual Arts. Im Mittelpunkt seiner Fotografie stand der Mensch in all seinen Facetten.

 

Vince Foto Matthias Olmeta atelierjungwirth.com 

 

Besonders gern verwendet er für seine Bilder die aufwändige Methode der Ambrotypie und erzielt dabei erstaunliche Resultate. Die Ambrotypie wurde um 1850, ist heute fast vergessen, verspricht aber besonders ästhetisch anmutende Bilder. Bei dieser Technik wir eine Kollodiumschicht auf einer Glasplatte belichtet. Das helle Glasnegativ erhält seine positive Wirkung durch einen schwarzen Hintergrund wie aus Papier oder Samt. Das Resultat ist immer ein Unikat, das wie aus einer anderen Zeit wirkt.

Die Motive von Matthias Olmeta als Ambotypie gefertigt sind Kinder und Alte, aber auch Tierschädel und getrocknete Insekten. "Die Perfektion ist die Feindin der Schönheit", meint der Fotograf zu seiner Arbeit.

Seine Werke wurden schon von Sammlungen in Kanada, England und Frankreich angekauft. Die Ausstellung im Atelier Jungwirth zeigt die Werke des Künstlers zum ersten Mal in Österreich.

Im Juni wird  Matthias Olmeta im Juni für zwei Tage sein Atelier im Jungwirth einrichten. Wer gerne seine Kinder im Alter zwischen 4 und 16 Jahren im einzigartigen Stil der Ambrotypie ablichten lassen möchte, ist dann herzlich willkommen. Die Kinder sollten zwischen 4 und 16 Jahre alt sein und rund 15 bis 20 Sekunden still sitzen können. Jede Person wird dreimal fotografiert, der Käufer oder die Käuferin haben drei Glasplatten im Format 33x31 cm zur Auswahl. Auch wenn kein Kaufzwan besteht, sollte wegen des Aufwandes ein ernstes Kauftinteresse bestehen. Der Preis für ein Unikat beträgt 2.400 Euro

 

Ida Foto Matthias Olmeta atelierjungwirth.com 

 

Weitere Informationen

 

www.atelierjungwirth.com

 

 

Atelier Jungwirth, Opernring 12, Graz

 

27.03.2014 - 03.05.2014
Fotoausstellung Greifswald Mit einem Frühlings-Potpourri startet die Galerie STP in die warme Jahreszeit. Ausgestellt werden die Fotografen Thomas Hoepker, Algis Griskevicius, Walter Schels und Uwe Ommer mit ganz unterschiedlichen Bildserien.
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Spring Selection
Fotoausstellung Greifswald Mit einem Frühlings-Potpourri startet die Galerie STP in die warme Jahreszeit. Ausgestellt werden die Fotografen Thomas Hoepker, Algis Griskevicius, Walter Schels und Uwe Ommer mit ganz unterschiedlichen Bildserien.

Thomas Hoepker, Platin Print, USA. Chicago. Muhammad ALI, boxing world heavy_14 hoch weight champion showing off his right fist. 1966

 

Eine abwechslungsreiche  Ausstellung erwartet die Besucher in der Galerie STP in Greifswald. So kann man die spannenden Bilder von Akrobaten von Algis Griskevicius kennenlernen. Das Werk des Fotografen aus Litauen wurde schon in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.

 

Walter Schels, Brüllender Löwe, 80x100cm, 1990, Zürich
 
 

Ein Altmeister  der Fotografie ist Walter Schels, dessen einfühlsame Bilder haben sich einen festen Platz in der Fotoszene erobert haben. Walter Schels, 1936 in Landshut geboren, lebt und arbeitet in Hamburg. Schels hat ein breites Spektrum an interessanten Themen wie Politikeraufnahmen, Menschen vor und unmittelbar nach ihrem Tod oder  auch Tierporträts  zu bieten.

Weit über Deutschlands Grenzen ist der Bildjournalist Thomas Hoepker bekannt. Als Fotoreporter war er ebenso für die Münchner Illustriert in den 60er Jahren wie später für den stern tätig. Schon seit 1989 ist er Mitglied der Fotografen-Kooperative Magnum und wird von 2003 bis 2006 ihr Präsident.

 

 Uwe Ommer, The Leash, Fotoprint und Neonröhre, 104x154cm, 1991 Paris



Der deutsche Fotograf Uwe Ommer, der in Paris lebt, ist ein international anerkannter Mode- und Aktfotograf. Immer gelingt es ihm seine Motive spannend aber trotzdem einfühlsam  ins rechte Licht zu rücken.

 

Galerie STP, Lange Straße 21, Greifswald

 
 
 
21.03.2014 - 27.07.2014
Ausstellung Frankfurt am Main . Während der Ausstellung „Die Göttliche Komödie. Himmel, Hölle, Fegefeuer aus Sicht afrikanischer Gegenwartskünstler“ wird das MMK Museum für Moderne Kunst auf über 4500 Quadratmetern zum Schauplatz von Dantes „Göttlicher Komödie.
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Afrikanische Kunst: Die göttliche Komödie. Himmel, Hölle, Fegefeuer
Ausstellung Frankfurt am Main . Während der Ausstellung „Die Göttliche Komödie. Himmel, Hölle, Fegefeuer aus Sicht afrikanischer Gegenwartskünstler“ wird das MMK Museum für Moderne Kunst auf über 4500 Quadratmetern zum Schauplatz von Dantes „Göttlicher Komödie.

 Aïda Muluneh, The 99 Series (Detail), 2013, Series of seven photographs © Aïda Muluneh

 

In dem Epos "Die Göttliche Komödie" setzt sich der italienische Dichter Dante Alighieri (1265-1321) mit theologischen, philosophischen und moralischen Fragen auseinander, die bis heute von gesellschaftlicher und politischer Brisanz sind. Das Werk bildet die Grundlage für die Ausstellung, die der Kurator Simon Njami zusammen mit dem MMK konzipiert hat und die in der Folge an vier weiteren internationalen Ausstellungsorten zu sehen sein wird.

Auf drei Etagen, denen jeweils das Paradies, die Hölle und das Fegefeuer zugeordnet sind, werden Arbeiten in unterschiedlichen Medien präsentiert: Malerei, Fotografie, Skulptur, Videoarbeiten, Installationen und Performances. Es werden zahlreiche Neuproduktionen entstehen, die explizit für die Räume des MMK konzipiert sind.
Ausgehend von ihren unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen untersuchen die Künstlerinnen und Künstler einzelne thematische Sequenzen der Göttlichen Komödie.

 

Kudzanai Chiurai, Iyeza, 2012, Film still, Courtesy The Artist and the Goodman Gallery

 

Nach den vielen auf Afrika bezogenen Ausstellungen will man diesmal die Bedeutung afrikanischen Schaffens nicht nur im postkolonialen Kontext, sondern auch im Hinblick auf Fragen der Ästhetik zeigen. Die Ausstellung konzentriert sich daher nicht auf historische oder politische Darstellungen, vielmehr setzt sie auf Dichtung und Kunst als Ausdrucksformen, Unausgesprochenes zu transportieren und zu kommunizieren.

Das Konzept der Ausstellung überträgt die universellen Fragestellungen der „Göttlichen Komödie“, einer Inkunabel der europäischen Literatur, in unsere Gegenwart und setzt sie in einen aktuellen, transnationalen Zusammenhang. 50 Künstlerinnen und Künstler mit afrikanischen Wurzeln werden auf der gesamten Fläche des Museums gezeigt. 23 Werke sind Neuproduktionen die für die Ausstellung konzipiert wurden. "Hier geht es nicht konkret um die 'Göttliche Komödie' auch nicht um Dante. Es geht um etwas wahrhaft Universelles. Etwas, das uns alle, unabhängig von unserem Glauben oder unsere Überzeugungen, im Innersten berührt: unser Verhältnis zum Jenseits. Genau das wird hier ins Werk gesetzt von einem vielstimmigen Chor, dessen Schönheit ungeachtet er Dissonanzen und Gegensätze sich wie bei einer Oper oder einer Symphonie gerade den einzigartigen Visionen verdankt, die jeder Einzelne einbringt. Mit anderen Worten, es geht um unser Verhältnis zum Leben also auch zum Tod", erklärt Kurator Simon Njami

 

 

MMK Museum für Moderne Kunst, Domstraße 10, Frankfurt

 

http://www.mmk-frankfurt.de/

 

 

21.03.2014 - 01.09.2014
Fotoausstellung Salzburg Eine Landschaft von unwiderstehlicher Schönheit ist das UNESCO Weltkulturerbe Wattenmeer. Prof. Dr. Jürgen Wettke hat diese Schönheit in atemberaubenden Bildern festgehalten. Ausgestellt sind die Luftbildaufnahmen in Schloss Arenberg in Salzburg.
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Jürgen Wettke – Die Kunst des Wattenmeeres
Fotoausstellung Salzburg Eine Landschaft von unwiderstehlicher Schönheit ist das UNESCO Weltkulturerbe Wattenmeer. Prof. Dr. Jürgen Wettke hat diese Schönheit in atemberaubenden Bildern festgehalten. Ausgestellt sind die Luftbildaufnahmen in Schloss Arenberg in Salzburg.


 

 

Mit Jürgen Wettkes Luftbildaufnahmen lernt man das Gebiet rund um Amrum, Föhr und Sylt aus der Vogelperspektive kennen. Entstanden sind Aufnahmen von weißen Sandbänken, Inseln und türkisfarbene Küstenstreifen, die man in der Südsee vermuten würde. Die Strukturen und Variationen, die auf seinen Bildern zu sehen sind, werden jeden Tag, jede Stunde, von Wind und Wellen neu komponiert. Es ist die Kunst der Natur- die Kunst des Wattenmeeres!

 


 
Prof. Dr. Jürgen Wettke wurde 1953 in Hagen/Westfalen geboren. Er studierte Pharmazie an der Universität Braunschweig und wurde dort 1980 zum Dr. rer. nat. promoviert. Danach war er zwei Jahre als selbständiger Apotheker tätig. Ab 1982 war er bei Bayer Pharmaceuticals beschäftig, 1986 wechselte Dr. Wettke als Berater zur Firma McKinsey, seit 1996 ist er Leiter der Healthcare Practice Deutschland.
Seit seinem 13. Lebensjahr fotografiert Jürgen Wettke. Seine Liebe gilt vor allem der Landschaftsfotografie.
 
Das Buch "Die Kunst des Wattenmeeres" ist im TeNeues Verlag 2013 erschienen und kann während der Ausstellungszeit im Schloss Arenberg käuflich erworben werden.
 
Die Bilder sind auf eine Edition von fünf Stück limitiert und signiert.

 

Schloss Arenberg,  Arenbergstrasse 10, Salzburg

 

21.03.2014 - 03.08.2014
Fotoausstellung Köln . Anlässlich seines 50. Todestages widmet die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur August Sander, einem der wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts eine große Jubiläumsausstellung mit rund 300 originalen Exponaten.
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August Sander: Meisterwerke und Entdeckungen
Fotoausstellung Köln . Anlässlich seines 50. Todestages widmet die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur August Sander, einem der wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts eine große Jubiläumsausstellung mit rund 300 originalen Exponaten.

August Sander: Fußballverein, um 1920
© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2014

 

August Sander (1876-1964) ist einer der Wegbereiter der dokumentarisch-sachlichen Fotografie und sein Einfluss auf das Werk international bekannter Künstler ist weltweit unumstritten. Gezeigt wird eine kaleidoskopische Sicht auf mehrere Themenbereiche, die Sander in einem Zeitraum von fünf Jahrzehnten bearbeitete. Die Ausstellung bietet einen außergewöhnlichen Blick auf das Werk von August Sander. Freie künstlerische Arbeiten werden neben Auftragsarbeiten, bekannte neben unbekannten Motiven gezeigt. Die unterschiedlichen Ausarbeitungen, vom Kontaktabzug über das gerahmte Bild für den Auftraggeber bis hin zum Abdruck im Buch, lassen die Wirkungsweisen von Bildern nachvollziehen. Viele der Arbeiten sind weltweit das erste Mal zu sehen.

 

August Sander: Zirkusartisten, 1926–1932
© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2014

 

 


„Durch unsere Arbeit an der Ausstellung und am umfangreichen Katalog konnten wir den Forschungsstand erheblich erweitern. Wir präsentieren Sanders dokumentarisches und visionäres Werk, das über den Gegenstand hinaus einen Zeitabschnitt verdeutlicht“, erklärt Gabriele Conrath-Scholl, Leiterin der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur. „Es zeigt uns eine sich wandelnde Welt, die verletzlich, doch beständig ist. August Sander lässt uns im besten Sinne des Wortes zwei Mal hinschauen - auf die Welt und auf das Bild von ihr."
 

Portraits, die im Rahmen des Projektes Menschen des 20. Jahrhunderts entstanden sind, zeigen, wie eng in Sanders Werk Auftragsarbeit und freies Schaffen verknüpft sind. Auch Fotografien, die in Verbindung mit Sanders Heimatort Herdorf im Westerwald stehen oder seiner frühen und langjährigen Wirkungsstätte im österreichischen Linz an der Donau, sind Teil der Ausstellung. Eine Werkgruppe mit Aufnahmen aus seiner Wohnung und seiner Werkstatt in Köln-Lindenthal vermittelt darüber hinaus einen fast privaten Blick in Sanders Arbeits- und Lebensumfeld.

 

August Sander: Blick von der Wolkenburg auf die Löwenburg, 1930
© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2014


Wie sehr Sander seiner Wahlheimat Köln verbunden war, kommt in seinen Stadtbildern der Rheinmetropole, die auch das im 2. Weltkrieg zerstörte Köln zeigen zum Ausdruck. Landschaftsbilder, vorwiegend aus verschiedenen deutschen Regionen, aber auch aus Sardinien und botanische Studien betonen zudem Sanders natur- und kulturgeschichtlich geschulten Blick. Schließlich vermitteln Photographien aus dem Bereich des Handwerks und der Industrie eine Idee seiner vielfältigen Auftragsarbeit, die auch in Künstler- und Architektenkreisen gefragt war. Dies dokumentieren von Sander angefertigte Reproduktionen von insbesondere Gemälden bedeutender Künstler aus dem Umfeld der Kölner Progressiven.

 

August Sander: Am Ofen im Arbeitszimmer, 1943
© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2014


Gefördert von der Kunststiftung NRW

 

Photographische Sammlung (1.OG), Im Mediapark 7, Köln

 

 



20.03.2014 - 15.06.2014
Fotoausstellung Völklingen . Der Saarbrücker Fotograf Axl Klein hat 55 Porträts bekannter Persönlichkeiten wie Markus Lanz oder Axel Prahl zum Thema Zorn aufgenommen. Die Ausstellung, die unter der Schirmherrschaft von Amnesty International steht, wird im Weltkulturerbe Völklinger Hütte gezeigt.
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Pop Attitudes! Axl Klein – Zorn
Fotoausstellung Völklingen . Der Saarbrücker Fotograf Axl Klein hat 55 Porträts bekannter Persönlichkeiten wie Markus Lanz oder Axel Prahl zum Thema Zorn aufgenommen. Die Ausstellung, die unter der Schirmherrschaft von Amnesty International steht, wird im Weltkulturerbe Völklinger Hütte gezeigt.

Markus Lanz

 

Eine einfache Idee, eine verblüffende Wirkung: Nicht wie gewohnt bei Promientenporträts – bitte lächeln – hat Axl Klein faszinierende Aufnahmen fotografiert, die sofort die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aufmerksamkeit ist Axl Klein wichtig, denn der gesamte Erlös des Bildbandes der zu dem Projekt entstand  geht an die Hilfsorganisation Amnesty International.

Nach der Planungsphase wurden 150 Prominente kontaktiert, 55 von ihnen erklärten sich bereit, am Projekt teilzunehmen - eine große Aufgabe für Axl. Stets arbeitete er auf die gleiche Weise, um bei den Aufnahmen Kontinuität zu gewährleisten. Er verwendete eine Hasselblad H4D-60 mit einem 4/120 mm Macro-Objektiv und fotografierte immer aus der Hand, um eine möglichst enge Verbindung zwischen sich und den Porträtierten zu erzielen. Jedes Porträt ist eine Nahaufnahme, der Fokus liegt auf den Augen. Die Herausforderung bestand darin, von jeder Person genug Ausdruck zu erhalten, um die einzelnen Fotografien voneinander abgren­zen und Individualität erreichen zu können.

 

Axel Prahl

 

„Ich selbst war nicht zornig, als ich das Thema entwickelte“, erzählt Axl. „Ich konnte eines Nachts nicht einschlafen, und da hatte ich die Idee. Es gibt so viele freundlich wirkende Porträts, aber ich habe noch nie eine Fotoserie gesehen, bei der Zorn das Thema war. Ich fand diese Idee aufregend und anders: Man denkt, man kennt einen Menschen, aber wenn er zornig aussieht, dann erkennen wir ihn oft gar nicht. Zorn verfremdet das Gesicht.“

 

Lena Meyer-Landruth

 

Alle Portraits der Serie (Format: 1,60 x 1,20m) werden und wurden in großen Ausstellungen präsentiert. Sie werden in limitierter Auflage zugunsten "Amnesty International" verkauft.

 

Weltkulturerbe Völklinger Hütte,  Rathausstraße 75-79, Völklingen

 

 

 

20.03.2014 - 17.05.2014
Sicher einen Volltreffer hat die Galerie Klüser 2 mit der ersten Einzelausstellung der amerikanischen Künstlerin Lori Nix in Deutschland gelandet. Jedes ihrer Bilder, die in aufwendigen Werkprozessen entstehen, erzählt eine spannende Geschichte zu der Lori Nix einerseits Katastrophenfilme andererseits eigene Erlebnisse inspiriert haben.
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Lori Nix - The City
Sicher einen Volltreffer hat die Galerie Klüser 2 mit der ersten Einzelausstellung der amerikanischen Künstlerin Lori Nix in Deutschland gelandet. Jedes ihrer Bilder, die in aufwendigen Werkprozessen entstehen, erzählt eine spannende Geschichte zu der Lori Nix einerseits Katastrophenfilme andererseits eigene Erlebnisse inspiriert haben.

 

Lori Nix, Anatomy Classroom, 2012, Pigmentdruck, 122 x 154 cm, 4/15 (15), ©Lori Nix, Courtesy:
Galerie Klüser, München.
 

 

In detaillierter Handarbeit fertigt Lori Nix alle Gegenstände, die sich später in ihren Bildern finden. Sie  werden von der Künstlerin in Miniaturform nachgebaut und in einem Diorama so arrangiert, dass in der fotografischen Fixierung ein Bild entsteht, das die Realität abzubilden scheint. Mehrere Monate dauert die Arbeit an einer  ihrer ca. 150 cm langen Dioramen. Inspirieren lässt sich Nix unter anderem von Katastrophenfilmen der 1960er und 1970er Jahre, wie Planet der Affen, Flammendes Inferno oder Die Höllenfahrt der Poseidon. Auch das eigene Erleben in ihrer Kindheit auf dem Land in Kansas wo sie regelmäßig die Zerstörung von Tornados, Blizzards, Insektenplagen und starken Gewittern kennenlernte, beeinflusst ihre Werke.

 

Lori Nix, Fountain, 2008, Pigmentdruck, 76 x 94 cm, 14/15 (15), ©Lori Nix, Courtesy: Galerie Klüser, München.

 

Orientierung für ihre Kunst fand Lori Nix Aus in der deutschen Romantik fdurch den Maler Caspar David Friedrich aber auch durch die amerikanischen Landschaftsmaler, die unter dem Namen Hudson River School, in der Mitte des 19. Jahrhunderts tätig waren

In der ausgestellten Serie „The City“ beschäftigt Lori Nix mit Gesellschaftskritik und Naturschutz, der Technisierung der Zivilisation, der Eitelkeit des Menschen, der Einsamkeit und Zerstörung. Unterbrochen wird das Katastrophenszenarium der Bilder immer wieder durch humoristische Elemente.

 

Lori Nix, Mall, 2010, Pigmentdruck, 122 x 173 cm, 3/15 (15), ©Lori Nix, Courtesy: Galerie Klüser, München.

 

Lori Nix lebt und arbeitet in New York City. Ihre Werke befinden sich in bedeutenden privaten und öffentlichen Sammlungen wie dem Museum of Fine Arts, Houston, Texas; dem Smithsonian American Art Museum, Washington, DC; dem El Paso Museum of Art, El Paso, Texas und der Microsoft Art Collection.

 

Galerie Klüser 2, Türkenstraße 23, München

 

www.galerie klueser.com

 

15.03.2014 - 22.06.2014
Fotoausstellung Berlin Die fotografischen Leistungen des Fotografen, Malers und Grafikers Wols, dem Wegbereiter der informelen Kunst rückt die Ausstellung im Martin-Gropius Bau in den Mittelpunkt und zeigt rund 740 Arbeiten von Porträts bis zu Fotogrammen von Wols.
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Wols Photograph Der gerettete Blick
Fotoausstellung Berlin Die fotografischen Leistungen des Fotografen, Malers und Grafikers Wols, dem Wegbereiter der informelen Kunst rückt die Ausstellung im Martin-Gropius Bau in den Mittelpunkt und zeigt rund 740 Arbeiten von Porträts bis zu Fotogrammen von Wols.

Wols: Nicole Bouban, Silbergelatinepapier, Vintage Print 1937, 330 x 240 mm, Inv.-Nr.: D 2010 – 70
Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Foto: Estel/Klut © VG Bild-Kunst, Bonn 2014


Der Fotograf, Maler und Grafiker Wols (d.i. Wolfgang Schulze, 1913-1951) gilt als Wegbereiter der informellen Kunst.
Dass er in den Pariser Jahren von 1932-1939 ein umfangreiches fotografisches Ouvre geschaffen hat, zeigt erstmals in Berlin eine umfassende Ausstellung mit rund 740 Arbeiten: Mehrfachportraits von Persönlichkeiten wie Max Ernst, Nicole Boubant oder Roger Blin, den von Wols fotografisch gestalteten "Pavillon de l’Elégance" der Pariser Weltausstellung 1937 und seine letzten Fotogramme, die schon auf das Informel verweisen. Die Schau rückt seine fotografische Leistung in den Mittelpunkt, die durch seinen frühen Tod weitgehend in Vergessenheit geriet.

 

Wols Selbstporträt, Silbergelatinepapier (Agfa-Lupex-Papier), Modern Print / Reproduktion ohne Jahr
82 x 52 mm / 88 x 57 mm Inv.-Nr.: D 2011-3/25 © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 

Wols wächst in Dresden auf, wo er durch ein Praktikum im Atelier der Dresdner Fotografin Genja Jonas schon früh professionell mit der Fotografie in Kontakt kommt. Nach kurzem Aufenthalt im Umkreis des sich bereits in Auflösung befindlichen Berliner Bauhaus?, bricht der junge Wols künstlerisch ambitioniert 1932 nach Paris auf.

Schnell kommt er in die Kreise der dortigen Surrealisten und lernt weitere Persönlichkeiten der Theater-, Literatur- und Kunstszene kennen. Wols arbeitet in dieser Zeit überwiegend als Fotograf. 1937 werden seine Arbeiten in der renommierten Pariser Galérie de la Pléiade zum ersten Mal ausgestellt und bescheren ihm eine gute Reputation als Fotograf. Aus dieser Zeit stammt sein Pseudonym Wols. Er erhält u.a. den Auftrag, den Pavillon de l’Elégance auf der Pariser Weltausstellung 1937 zu dokumentieren.

Daneben entstehen außergewöhnliche Schwarz-Weiß Serien von Persönlichkeiten wie Max Ernst, Nicole Boubant oder Roger Blin. Im Laufe der Jahre wird Wols‘ Bildsprache zunehmend radikaler. Die gegenständlichen Motive gewinnen zunehmend eine abstraktere Dimension und fordern zu einer neuen Wahrnehmung der dargestellten Objekte auf. Nicht zuletzt bestätigt eine außergewöhnliche Gruppe von Fotogrammen sein Interesse an einer Ablösung von gegenständlichen Motiven hin zur Gegenstandslosigkeit in der Fotografie; was ihn später mit Blick auf seine Malerei zum Wegbereiter der informellen Kunst machen wird.

 

Wols: Ohne Titel (Pavillon de l'Élégance) Silbergelatinepapier (Agfa-Papier), Vintage Print von Hugo Berger 1978
Inv.-Nr.: D 2011-751 © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 

Unmittelbar nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verbringt Wols über ein Jahr in verschiedenen südfranzösischen Internierungslagern. In dieser Zeit entstehen vermehrt Aquarelle, die zum großen Teil auf der Flucht vor dem Naziregime verloren gehen.

Neben ärmlichen Lebensumständen kämpft Wols zunehmend mit einer Alkoholabhängigkeit und leidet unter gesundheitlichen Problemen. Aufgrund seiner schlechten gesundheitlichen Verfassung erliegt Wols 1951 in Paris mit nur 38 Jahren einer Lebensmittelvergiftung.

Nach seinem Tod ist Wols auf den ersten drei documenta-Ausstellungen (1955, 1959, 1964) und 1958 auf der Biennale in Venedig vertreten. Am 27. Mai 2014 wäre er einhundertundein Jahre alt geworden.

Die Schau führt durch sein fotografisches Gesamtwerk, darunter Mehrfachportraits von namhaften Künstlern, Schauspielern und Schriftstellern, Aufnahmen des „Pavillon de l´Élégance“, zahlreiche Stillleben und viele bislang unbekannte Motive.

Die Ausstellung wurde vom Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erarbeitet. Dort wird diese weltweit bedeutendste Sammlung verwahrt und wissenschaftlich aufgearbeitet.

 

Martin-Gropius Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin




15.03.2014 - 29.06.2014
Ausstellung München . Arbeit ist mehr als das halbe Leben und mehr als Brotverdienst, sie ist auch identitätsstiftend. "Playtime" im Kunstbau, sich an Jacques Tati's gleichnamigen Film orientierend, zeigt in verschiedenen Ausdrucksformen von der Fotografie über Video, Schrift und Installation Sichtweisen auf das Thema Arbeit. Ein Highlight des Münchner Ausstellungsjahres!
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Playtime
Ausstellung München . Arbeit ist mehr als das halbe Leben und mehr als Brotverdienst, sie ist auch identitätsstiftend. "Playtime" im Kunstbau, sich an Jacques Tati's gleichnamigen Film orientierend, zeigt in verschiedenen Ausdrucksformen von der Fotografie über Video, Schrift und Installation Sichtweisen auf das Thema Arbeit. Ein Highlight des Münchner Ausstellungsjahres!

 

Sharon Lockhart Lunch Break Installation, „Duane Hanson: Sculptures of Life,“
14 December 2002 – 23 February 2003

Scottish National Gallery of Modern Art, 2003, Courtesy Collection of
Contemporary Art Fundació “la Caixa”, Barcelona

Foto: Sharon Lockhart und Collection of Contemporary Art Fundació “la Caixa”, Barcelona

 

Donna Summer begeistert mit ihrem 1983 produzierten Musikvideo „She works hard for her money“ das von einer überarbeitenden Mutter des New Yorks der 80er Jahre erzählt; Christoph Schlingensief Spot „Chance 2000“ zeigt die 1998 geplante Überschwemmung des Wolfgangsees um Kanzlerkandidatur  Helmut Kohls Ferienhaus unter Wasser zu setzen; ein Spiel zwischen Realitätsebenen sind die Bilder von Sharon Lockhart bei denen sie den Moment des Aufbaus der lebensecht wirkenden Skulpturen  von Duane Hanson mit zwei Gestalten des Aufbauteams im Museum fotografiert und Charly Chaplins Meisterwerk „Modern Times“ aus dem Jahre 1936 hat bis heute nichts  von seiner Faszination verloren.

 

 

Francis Alys   Ambulantes (Pushing and Pulling), 1992-2002 Diaprojektion 80 Kleinbilddias
ca 2 min 40 sec Courtesy Sammlung Goetz, Ingvild Goetz, München

 

Werke von über 30 Künstlern kann man in der Ausstellung im Kunstbau bewundern, die das Thema Arbeit in seinen unterschiedlichsten Bedeutungen von sozialkritisch über politisch bis amüsant ideenreich beleuchten. Zwei Diaprojektion zeigen die Arbeit von Francis Alys „Ambulantes“ und „Sleepers III“, die in seiner Wahlheimatstadt Mexiko City entstanden sind und sich um Arbeits- und Handelsformen und Überlebensstrategien drehen.

 

Andreas Siekmann: Denkfabriken, Think Tanks und die Privatisierung der Macht, 2013, Installationsansicht, Sammlung Kunsthaus Bregenz

 

Kinderbegeisterung kommt beim Betrachten des Miniaturtheaters von Andreas Siekmann auf, obwohl die Thematik die Abhängigkeitsverhältnisse in der Gesellschaft, die visualisiert werden, keine fröhliche ist. Durch piktogrammartige, stereotyp angelegte Figuren und Schaubilder verdeutlicht er die Einflussnahme von oftmals von Unternehmen finanzierten Denkfabriken. Das berühmte Künstlerduo Peter Fischli und David Weiss ist mit seinen zehn Geboten zum Arbeitsalltag „How to Work Better“, ein Regelwerk, dass die Künstler in einer Keramikfabrik in Thailand entdeckt und abfotografiert haben.

Realisieren ließ sich diese umfangreiche Ausstellung nur in Kooperation mit Munich Re. „Playtime“ ist der Auftakt einer dreijährigen Kooperation zwischen dem Lenbachhaus zu dem der Kunstbau gehört und der Munich Re

 

Matthias Mühling, Direktor vom Lenbachhaus, eingerahmt von dem Kunstwerk „Der ökonomische Aspekt“
von Anna Oppermann, zeigt den Katatalog als E-Book

 

Zum ersten Mal hat man sich im Lenbachhaus für diese Ausstellung nicht für einen gedruckten Katalog  entschieden sondern bietet jedem Interessierten ein E-Book zum kostenlosen Download über dei Internetseite an.

 

Zu der Ausstellung wird es begleitend Veranstaltungen geben von der Kuratorenführung über Podiumsdiskussionen bis zu Künstlergesprächen. Etwas Besonderes hat man sich mit den geführten Rundgängen „Frischgebacken“ ausgedacht, denn am 2. April, 7. Mai und 4. Juni werden sie speziell für Erwachsene mit Babys angeboten.

 

Kunstbau, Luisenstraße 33. München

 

http://www.lenbachhaus.de

 

 

 

09.03.2014 - 24.05.2014
Fotoausstellung Berlin Anlässlich der Verleihung des Kulturpreises 2014 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) an Gottfried Jäger, zeigt die Photo Edition Berlin eine Auswahl von Vintage Prints und Unikaten aus seinem vielfältigen Werk.
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Gottfried Jäger - Fotografien der Fotografie
Fotoausstellung Berlin Anlässlich der Verleihung des Kulturpreises 2014 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) an Gottfried Jäger, zeigt die Photo Edition Berlin eine Auswahl von Vintage Prints und Unikaten aus seinem vielfältigen Werk.

Gottfried Jäger, Photogenic Landscape 1966-9-55, Silbergelatineanzug 60x50cm, 1966

 

Gottfried Jäger, 1937 bei Magdeburg geboren, ist Künstler, Vermittler, Kurator, Wissenschaftler und Ideengeber für viele Projekte. Als langjährige Professor für Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld erarbeitete er immer weiter an interessanten Serien. Sein Spektrum ist breit und reicht von experimentellen und seriellen Arbeiten zur generativen Fotografie der 1960er Jahre. Ob Luzidogramme oder Fotogenische Landschaften, ob seine neueren Entwicklungen der Photographismen“, als auch „Fotopapierarbeiten Jäger findet immer eine eigene Bildsprache. 1968 führte Gottfried Jäger den Begriff Generative Fotografie für ein künstlerisches Programm ein, das Methoden der Konkreten Fotografie aufgreift, dabei jedoch dem Stil konstruktiver Gestaltung folgt: konstruktiv, systematisch, seriell.

 

Gottfried Jäger, Photo: 111103.4 Digitalprint, 80 x 80 cm, 2011

 

Die Werke von Gottfried Jäger befinden sich in internationalen privaten wie öffentlichen Sammlungen. Von Gottfried Jäger sind eine Reihe wichtiger Bücher erschienen, unter anderem Apparative Kunst (1973, mit H. W. Franke); Generative Fotografie (1975, mit K. M. Holzhäuser); Bildgebende Fotografie (1988); Fotoästhetik: Zur Theorie der Fotografie (1991); Die Kunst der Abstrakten Fotografie (2002); Konkrete Fotografie (2005, mit R. H. Krauss, B. Reese); Denkprozesse der Fotografie (2010, mit M. R. Deppner).

 

Gottfried Jäger, Photo 111104.4 Digitalprint, 60x90 cm 2011

 

Es ist die zweite Einzelausstellung des Künstlers in der Galerie.

 

Galerie und Verlag für Fotografie Ystaderstr. 14a Berlin

 

 

08.03.2014 - 24.08.2014
Fotoausstellung Winterthur . Hat sich die Fotografie durch den digital turn weiterentwickelt? Wie verändert sich unser Bezug zum Ausstellungsobjekt, wenn wir im Alltag nicht mehr Abzüge in Fotoalben, sondern Files auf Screens anschauen? Ergebnisse zu diesem Thema zeigt die Ausstellung "Surfaces – Neue Fotografie aus der Schweiz" im Fotomuseum Winterthur.
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Surfaces - Neue Fotografien aus der Schweiz
Fotoausstellung Winterthur . Hat sich die Fotografie durch den digital turn weiterentwickelt? Wie verändert sich unser Bezug zum Ausstellungsobjekt, wenn wir im Alltag nicht mehr Abzüge in Fotoalben, sondern Files auf Screens anschauen? Ergebnisse zu diesem Thema zeigt die Ausstellung "Surfaces – Neue Fotografie aus der Schweiz" im Fotomuseum Winterthur.

 


A. C. Kupper Classic She-Man (Klassischer She-Man), 2003
Sammlung Fotomuseum Winterthur © A.C. Kupper

 

Die Schweizer Fotoklassen an der Zürcher Hochschule der Künste, der ECAL in Lausanne oder der HEAD in Genf bildeten in den letzten Jahren eine Reihe von Künstlern und Künstlerinnen aus, die sich neben inhaltlichen vor allem mit medienspezifischen Fragestellungen auseinandersetzen.  Was geschieht perspektivisch, wenn immer neue Applikationen und Plattformen das Private öffentlich und das Öffentliche privat werden lassen? Sind Oberflächen gar die wahren Inhalte unserer Zeit? Und können aus der Perspektive der Kunst Schlussfolgerungen für heutige und zukünftige Produktionen von fotografischen Werken gezogen werden? Surfaces – Neue Fotografie aus der Schweiz zeigt mit Ankäufen und Schenkungen aus der Sammlung des Fotomuseum Winterthur, wie Sammlungsobjekte in teils engem Zusammenspiel mit Künstlerinnen und Künstlern auch nach dem Übertritt in den Museumskontext aktualisiert und in neue Formen überführt werden.

 


Shirana Shahbazi Aus Der Garten 2002/2007
Sammlung Fotomuseum Winterthur, Ankauf mit Unterstützung des Bundesamt für Kultur
© Shirana Shahbazi

 

 

Flüssige Werkformen erzeugen eine Vielzahl möglicher Zustände und neue diskursive Deutungen. Die 2010 erworbene Installation Prussian Summer von Cédric Eisenring/Thomas Julier etwa ist nicht nur in unterschiedlichen Zusammenhängen im Fotomuseum Winterthur präsentiert worden, sondern hat dabei auch ihre Textur stets verändert. Das Werk existiert als gerahmte Bildreihe (vgl. die Ausstellung Karaoke, 2009), als Box mit rund einhundert gebundenen Themenheften sowie in mehrere Varianten von farbig und S/W gehaltenen Publikationen, die 2013 im Rahmen der Veranstaltung 102 vorgestellt wurden. Derselbe Inhalt nimmt in Surfaces eine weitere neue Form an, diesmal als farbreduzierte und schlichte 1:1-Reproduktion. Mit jedem veränderten und erweiterten „Zustand“ löst sich der Begriff des fotografischen Originals Schritt für Schritt auf: Der Kern des Werks ist das flüssige und dehnbare Image und nicht länger die definierte und fixierte Form. Auch die mit Tusche überarbeiteten, schwarzweissen Siebdrucke von Dominique Koch widersetzen sich der Vorstellung von Fotografie als statischem Zeitzeugnis. Dokumentarische Motive erscheinen in Kochs Arbeiten manipuliert und entfremdet: Ganze Szenen sind ausradiert, an ihre Stelle treten hypothetische Sätze und Textfragmente. Auf diese Weise öffnet sich der Interpretationsspielraum des Dargestellten, und die Bilder rufen eine Skepsis hervor, die gegenüber analogen wie digitalen Bildbearbeitungen angebracht ist. Sehen wir in Fotografien Abbilder von Wirklichkeiten oder wandelbare Oberflächen? Beni Bischof beantwortet diese Frage indirekt anhand von amerikanischen Sportwagen der 1980er-Jahre. Mit grobem digitalem Werkzeug und der Lust an der Verformung macht er sich daran, die Abbildungen aus Zeitschriften und Magazinen bildnerisch aufzupolieren, sie zu versiegeln und am Ende als metallische Fetischobjekte zu Handicapped Cars (2009) werden zu lassen.

In den archaischen Fotokameras, die Taiyo Onorato/Nico Krebs im Jahre 2012 gebaut haben, zeigt sich eine prägnante schöpferische Kraft. Ein alter Schemel mit Hohlraum dient bei Voodoo (2012) als Balgen, ein Objektiv sowie ein Rückteil für Filme ermöglichen es, mit dem Holzkörper tatsächlich Fotografien herzustellen. Ausgestellt in einer wertvollen Vitrine, mit Samtboden ausgelegt, wirkt das massive Gerät in seiner groben Form wie aus einer anderen Zeit. Zugleich stellt sich das künstlerische Voodoo-Werkzeug mithilfe haptischer Objekte und analoger Technologie gegen das Immaterielle in der heutigen Fotografie.

 


Matthias Gabi Flamingos, 2010
Sammlung Fotomuseum Winterthur
© Matthias Gabi

 

Mit Werken von Beni Bischof, Stefan Burger, collectif_fact, Cédric Eisenring/Thomas Julier, Matthias Gabi, Thomas Galler, Dominik Hodel, Dominique Koch, A.C. Kupper, Adrien Missika, Nils Nova, Taiyo Onorato/Nico Krebs, Shirana Shahbazi, Jules Spinatsch und Herbert Weber.

Kurator: Thomas Seelig

Mit grosszügiger Unterstützung der George Foundation.

 

Fotomuseum Winterthur, Grüzenstraße 44, Winterthur, Schweiz

 

 

 

 


 


 


08.03.2014 - 21.06.2014
Fotoausstellung Berlin . Stammesvertreter der letzten indigenen Völker auf der Erde porträtierte Jimmy Nelson und schaffte mit dieser epochalen Serie ein Bewußtsein für die faszinierende Vielfalt der kultur- und geschichtsträchtigen Symbole der Menschen. Die weltweit erstmalig gezeigte Ausstellung mit über 80 Werken wird aufgrund ihres Umfangs zeitgleich in den Galerien Camera Work und CWC Gallery gezeigt.
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Jimmy Nelson - Before They Pass Away
Fotoausstellung Berlin . Stammesvertreter der letzten indigenen Völker auf der Erde porträtierte Jimmy Nelson und schaffte mit dieser epochalen Serie ein Bewußtsein für die faszinierende Vielfalt der kultur- und geschichtsträchtigen Symbole der Menschen. Die weltweit erstmalig gezeigte Ausstellung mit über 80 Werken wird aufgrund ihres Umfangs zeitgleich in den Galerien Camera Work und CWC Gallery gezeigt.

© Jimmy Nelson, Altantsogts, Bayan Olgii, Mongolia, 2011

 

Ob die die rot, gelb und weiß geschminkten Huli Wigmen aus Papua-Neuguinea, die Exotik des Karo-Stammes aus Äthiopien oder das Himba-Volk in Namibia - Stammesvertreter der letzten indigenen Völker auf der Erde sind die Protagonisten der Bilder von Jimmy Nelson. Die Arbeiten gehen weit darüber hinaus, die vage Vorstellung der Öffentlichkeit über deren Existenz mit einem nüchternen visuellen Beleg zu bedienen.

 

© Jimmy Nelson, Sarbore Sereengeti, Tanzania, 2010

 

Seine Reisen führten Nelson unter anderem nach Äthiopien, Tansania und Kenia, nach China und Nepal nach Sibirien und durch die Mongolei. Der kulturelle Reichtum der indigenen Bevölkerung dieser Länder differenziert sich bei jedem einzelnen Stamm auf jeweils eigene Weise neu und andersartig aus. Über die prunkvollen Pelzgewänder der Kasachen aus der Mongolei, die farbenprächtigen Tücher der Massai in Tansania, den Perlen-und Federschmuck der Einwohner Gorokas in Papua-Neuguinea, die tätowierte oder kunstvoll bemalte, aber auch die ungeniert bloß gezeigte nackte Haut der Kara in Äthiopien wird der Betrachter im Exotisch-Unvertrauten mit dem genuin Anderen konfrontiert. Eine mitunter gar mystische Atmosphäre wird evoziert. Der positiven Irritation über die real existente Mannigfaltigkeit der kulturellen Hervorbringungen der Erdbevölkerung wohnt zugleich ein mahnender Appell zu deren Schutz und Bewahrung inne. Neben der Befremdung wird eine Brücke geschlagen über den all diese kulturellen Artefakte einenden Ausdruck des Bemühens um Schönheit, der sich auf der Ebene der Bildkomposition und -ästhetik wiederholt und so schließlich auch den Betrachter über die ästhetische Empfindung integriert.

 

© Jimmy Nelson, Olaro, Boja, Karo Tribe, Omo Valley, Ethiopia, 2011

Jimmy Nelson erzählt mit seinen Bildern Geschichten. Dies gelingt ihm dank eines auf der ethnologischen Ebene bisher einzigartigen stilistischen Ansatzes. Die in der Ausstellung über 80 – teilweise großformatigen – Arbeiten strahlen den Stolz und die Würde  der Stammesvertreter aus, die kraftvoll genug sind, auch vor häufig ganz ausgeblendetem Hintergrund über sich selbst hinaus zu weisen, eben jene Geschichten zu erzählen, die Jimmy Nelson auf seinen Reisen gefunden hat.

 

© Jimmy Nelson, Rauwhiri, Winitana Paki Toupo Village, North Island, New Zealand, 2011

 

Über Jimmy Nelson 1967 in Kent geboren, ist seit 1987 als Fotograf tätig. Einer Vielzahl an aktuellen kulturellen Themen schloss sich 1994 das 30-monatige Projekt »Literary Portraits of China« an. Die Werke wurden nach Abschluss zunächst im Palast der Republik auf dem Tiananmenplatz präsentiert und begründeten eine weltweite Ausstellungstour. Neben seiner erfolgreichen Tätigkeit als professioneller Werbefotograf, vertiefte Nelson diesen ethnologischen Ansatz seiner künstlerischen Arbeit. Das einzigartige visuelle Resultat seiner Arbeit mit einer über 50 Jahre alten Plattenkamera von 13 Reisen in über 40 Ländern mündete durch die überwältigende internationale Resonanz schließlich in seiner monumentalen Serie »Before They Pass Away«.  »Before They Pass Away« wurde 2013 in ein imposantes und gleichnamiges Fotobuch (teNeues) gefasst, welches mit dem Goldenen Deutschen Fotobuchpreis 2014 ausgezeichnet wurde.

Jimmy Nelson wird exklusiv von CAMERA WORK in Deutschland vertreten. Seine in kleinen Editionen verfügbaren Photoarbeiten sind bei CAMERA WORK ab 2014 verfügbar.

 

 © Jimmy Nelson, Rock of Rah Rah Lava Island, Torba Province, Vanuata Islands, 2011

 

 

 

Camera Work, Kantstraße 149, Berlin

CWC Gallery, Augustenstraße 11-13, Berlin

07.03.2014 - 17.05.2014
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Anschauungsmaterial aus rund vierzig Jahren der Sicht auf Mannsbilder zeigt die DZ Bank Kunstsammlung. Über 90 fotografische Werke von 23 internationalen Künstlerinnen und Künstlern wie Richard Avedon, Anton Corbijn oder Boris Michailov geben einen Blick auf unterschiedlichste Männertypen.
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Mannsbilder
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Anschauungsmaterial aus rund vierzig Jahren der Sicht auf Mannsbilder zeigt die DZ Bank Kunstsammlung. Über 90 fotografische Werke von 23 internationalen Künstlerinnen und Künstlern wie Richard Avedon, Anton Corbijn oder Boris Michailov geben einen Blick auf unterschiedlichste Männertypen.

 

Foto Richard Avedon, Hansel Nicholas Burum, Coal Miner, Somerset, Colorado, December 17, 1979

 

 

Schon Napoleon Bonaparte fand "Männer sind seltsam". Die aktuelle Ausstellung im Art Foyer der DZ BANK Kunstsammlung bietet umfassendes Anschauungsmaterial aus rund vierzig Jahren und präsnetiert Motive von archaischen Typen und Stereotypen, vom Mann in seinen verschiedenen Rollen und Lebensentwürfen, aber auch vom Verhältnis zwischen Mann und Frau. 

 

Foto Urs Lüthi, Selbstportrait (Detail) 1976

 

Gezeigt werden Arbeiten von Vito Acconci, David Armstrong, Richard Avedon, Anna & Bernhard Blume, Mike Bouchet, Anton Corbijn, Wouter Deruytter, Pietro Donzelli, Gisèle Freund, Gerhard Gäbler, Richard Hamilton, Pepa Hristova, Astrid Klein, Lewis Koch, Zofia Kulik, Urs Lüthi, Boris Michajlov, Loredana Nemes, Arnulf Rainer, Ulrike Rosenbach, Andreas Schulze, Lars Tunbjörk, Erwin Wurm u.a. Neu erworben wurden für die Ausstellung die Arbeiten von Mike Bouchet, Loredana Nemes und Pepa Hristova. 

 

 Foto Ulrike Rosenbach, Art is a criminal action, 1972

 

Seit dem Erwachen des Bewusstseins machen sich Menschen Bilder von sich selbst. Gerade die unterschiedlichen Geschlechter mit ihren kulturell und sozial tradierten Rollen haben ganz bestimmte Bildmuster geschaffen. Und wenn auch die Kunst immer wieder typische Frauen- und Männerbilder transportiert hat, dann waren es jedoch auch Künstler und Künstlerinnen, die solche Rollenbilder ironisch und kritisch befragt haben. 

Am Anfang der Ausstellung steht exemplarisch für die gefallene Männlichkeit eine Fotografie des US-Amerikaners Lewis Koch (*1949 in New York, USA). Sie zeigt ein Kriegerdenkmal, das an die im Vietnamkrieg gefallenen Söhne einer Kleinstadt erinnern soll, an dem die Plaketten der Namen genau wie ihre Träger zu Boden zu gehen. 

„Metaphysik ist Männersache“ lautet der Titel des großformatigen Tableaus von Anna (*1937 in Bork/Westfalen) und Bernhard Blume (*1937 in Dortmund, †2011 in Köln), für das sich das Ehepaar in gewohnt spießbürgerlicher Montur in Szene setzt.

Den Mann als fürsorglichen Familienvater, als Opa oder als Urlauber am Strand zeigt Boris Michajlov (*1938 in Charkow, Ukraine) in seinen Bildserien mit scheinbar einfachen, alltäglichen Aufnahmen. 

Arnulf Rainer (*1929 in Baden bei Wien, Österreich) versucht in den „Selbstportraits“ seiner Automatenbilder mit mimischen und gymnastischen Aktionen sich selbst näher zu kommen. 

Im Norden Albaniens lebt bis heute die aus dem Mittelalter stammende Tradition der sogenannten „Schwur-Jungfrauen“ fort, wodurch beispielsweise Familien ihr durch Blutrache verlorenes männliches Oberhaupt durch ein weibliches Familienmitglied ersetzen. Die Frauen müssen lebenslange Jungfräulichkeit geloben und leben fortan völlig als Mann. Die Fotografin Pepa Hristova (*1977 in Sevlievo, Bulgarien) hat diese Frauen porträtiert. 

Urs Lüthi (*1947 in Luzern, Schweiz) unterzieht in Performances seinen Körper verschiedenen Wandlungen, um gesellschaftliche und geschlechtsspezifische Rollenklischees zu beleuchten. 

Der belgische Fotograf Wouter Deruytters (*1967 in Roselare, Belgien) widmet sich mit Vorliebe dem Thema der Verwandlung und des Schauspiels und nimmt mit den Rodeo-Cowboys eine exzentrische Gemeinschaft in den Blick. 

Einen ganz anderen Typ von Mann zeigen die großformatigen Aufnahmen des berühmten amerikanischen Modefotografen Richard Avedon (*1923 in New York, USA, †2004 in Texas, USA), der mit seinem puristischen Stil eindrucksvolle Porträts von unbekannten Wanderarbeitern des amerikanischen Westens geschaffen hat. 

Als eine der ersten Fotojournalistinnen hat es die deutsch-französische Gisèle Freund (*1908 in Berlin, †2000 in Paris, Frankreich) vor allem mit ihren Bildstrecken über Pariser Intellektuelle für das Time-Magazin zu weltweiten Ruhm gebracht. 

Dass 60 bis 80 Prozent des internationalen Datenverkehrs im Internet aus Pornografie besteht, hat zu der Arbeit des in Frankfurt lebenden Amerikaners Mike Bouchet (*1970 in Kalifornien, USA) geführt. Das Video-Still ist eine Momentaufnahme aus 10.000 kleinen pornografischen Videoclips, die in einen zehnminütigen Mosaikteppich pulsierenden Fleisches zusammengefügt wurden. 

Dem Zerrbild der Liebe ist Loredana Nemes (*1972 in Sibiu, Rumänien) auf der Spur. Sie hat nach einer geplatzten Hochzeit mit ihrem Hochzeitskleid diverse Reisen unternommen und an unterschiedlichsten Männern „ausprobiert“, ob es überhaupt in einen amourösen Kontext passen könnte. Jedem „Hochzeitsfoto“ ist ein Text beigestellt, in dem der jeweilige Mann über seine Erfahrungen mit Liebesbeziehungen berichtet.

 

Foto Anton Corbijn, Richard Prince, New York, 2010

 

Art Foyer DZ Bank, Platz der Republik, Frankfurt am Main

 

 

 

07.03.2014 - 06.06.2014
Fotoausstellung Hamburg . Nostalgische Bilder aus dem Projekt "Façades & Vitrines" des belgischen Fotografen Stephan Vanfleteren, die er in Städten und Dörfern aufgenommen hat, stellt die Galerie Hilaneh von Kories vor. Die Bilder der oft stark mitgenommenen Reklameschilder und Werbetafeln an Läden oder Cafes offenbaren den Charme der Vergänglichkeit.
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Stephan Vanfleteren - Façades & Vitrines
Fotoausstellung Hamburg . Nostalgische Bilder aus dem Projekt "Façades & Vitrines" des belgischen Fotografen Stephan Vanfleteren, die er in Städten und Dörfern aufgenommen hat, stellt die Galerie Hilaneh von Kories vor. Die Bilder der oft stark mitgenommenen Reklameschilder und Werbetafeln an Läden oder Cafes offenbaren den Charme der Vergänglichkeit.

 

Brüssel 2004

 

 

Die jüngste Werkserie von Stephan Vanfleteren zeigt die Galerie Hilaneh von Kories mit dem Projekt „Façades & Vitrines“ die der belgische Fotograf während der letzten zehn Jahren aufgenommen hat. Und er überrascht mit Farbaufnahmen! Der für seine schwarzweißen melancholischen Stimmungsbilder und wunderbaren Porträts bekannte Vanfleteren kommt in dieser Serie dafür ganz ohne Menschen aus und fotografier überraschenderweise in  Farbe. Auf unzähligen Reisen und Streifzügen durch Belgien hat er den Charme von Geschäftsfassaden, die wie aus der Zeit gefallen scheinen, festgehalten. In Kleinstädten und Dörfern, aber auch in Städten wie Brüssel oder Antwerpen fand er seine Motive. Kleine selbständige Geschäfte standen dabei im Mittelpunkt seines Interesses. Darunter sind Lebensmittelläden, Bäckereien oder Schlachtereien ebenso zu finden, wie Fachgeschäfte für Kameratechnik, Schuhe oder auch Sexshops. Nicht zu vergessen die kleinen Cafés und Kneipen, die genauso individuell gestaltet wurden. Die Details seiner Fotografien, die abblätternden Farben, verwitterte Materialien und Plakatabrisse, die Alltagspatina und vor allem die daraus erwachsene besondere Farbigkeit sind von ihm in stimmigen Fassadenporträts festgehalten worden. 

 

 Chaleroi 2004

 

Vanfleterens Fotografien sind eine ganz persönliche Inventarisation und Dokumentation des unwiederbringlichen Verlustes der lokalen Geschäfts- und Händlertradition in einer sich immer schneller globalisierenden Welt. In Zeiten, in denen die Innenstädte und Fußgängerzonen zunehmend veröden und von den immer gleichen Ladenketten dominiert werden, hat Vanfleteren den persönlichen, inhabergeführten Geschäften ein Denkmal gesetzt.

 

Brüssel 2006

 

Leere Schaufenster, vernagelte Eingänge, oft scheinen die Fassaden als Zeugen der vergangenen Geschäftigkeit nur noch auf den Abriss zu warten. Doch manchmal leben sie noch und trotzen der Veränderung, wie zum Beispiel das kleine Schuhgeschäft „Au Palais de la Pantoufle“ in Brüssel, das mit rührender Behaglichkeit und unverwüstlicher Schaufenstergestaltung auf Kundschaft wartet. 38 ausgewählte Fotografien sind in der Galerie Hilaneh von Kories zu sehen: Momente der Vergänglichkeit als einzigartige Sammlerstücke der Gegenwart.

Aus der Werkserie entstand auch ein besonderes Künstlerbuch, das im März des letzten Jahres in der Buda-Fabrik im belgischen Kortrijk präsentiert wurde. Eine spektakuläre Installation, denn jeder einzelne Band aus der Auflage mit 666 Exemplaren ist mit einem Bleimantel versehen, in den Titel und Editionsnummer geprägt sind. Diese Bücher waren Baumaterial für ein ganzes Haus: ein Denkmal für die verschwindende Fassadenkultur, die Vanfleteren fotografisch dokumentiert hatte. Im Inneren wurden dann einzelne Fotografien präsentiert. Während der laufenden Ausstellung sollte das Haus langsam wieder abgetragen werden, und jeder Käufer hätte einen Baustein, sein persönliches Exemplar, aus der Installation herausnehmen können. Doch diese Idee ließ sich nicht mehr umsetzen, schon bei der Vernissage waren alle Bücher verkauft und sind bereits heute gesuchte Raritäten.

 

Brüssel 2004

 

Stephan Vanfleteren (Jahrgang 1969) gehört zu den renommiertesten Fotografen Belgiens. Nach seinem Fotografie-Diplom an der Kunsthochschule Sint-Lukas in Brüssel begann 1993 seine Karriere als freiberuflicher Fotograf. In seiner oft radikalen schwarzweißen Bildsprache arbeitet er sowohl für belgische, als auch für internationale Zeitungen und Magazine (u.a. The New York Times, Le Monde, Paris Match, Die Zeit). SVanfleterens Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert und in vielen Büchern veröffentlicht: neben „BELGICUM“ u.a. „Flandrien“, „Tales of a Globalizing World“, „Portret 1989-2009“ oder „Elvis & Presley“.

Die Ausstellung „Belgicum“ präsentierte die Galerie Hilaneh von Kories bereits von November 2011 bis März 2012 mit großem Erfolg.

 

 

Brüssel 2005

 

Galerie Hilaneh von Kories, Stresemannstr. 384a im Hof, Hamburg        

   

07.03.2014 - 03.05.2014
Fotoausstellung München . Als erste von drei Ausstellungen der Bilder des berühmten, britischen Fotografen David Bailey zeigt die Galerie Daniel Blau „Bailey: 70s Polaroids“ mit Motiven, die mit der legendären Polaroid SX70 Kamera zum einen auf Papua New Guinea entstanden sind, zum anderen Selbstporträts und Aufnahmen, die während der Fernsehausstrahlung des Films "Planet der Affen" entstanden sind, zeigen.
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Bailey – 70s Polaroid
Fotoausstellung München . Als erste von drei Ausstellungen der Bilder des berühmten, britischen Fotografen David Bailey zeigt die Galerie Daniel Blau „Bailey: 70s Polaroids“ mit Motiven, die mit der legendären Polaroid SX70 Kamera zum einen auf Papua New Guinea entstanden sind, zum anderen Selbstporträts und Aufnahmen, die während der Fernsehausstrahlung des Films "Planet der Affen" entstanden sind, zeigen.

 

David Bailey „Self Portrait“ Anfang 1970 © David Bailey

 

„Das Beste an Polaroid ist es, sie für Pornos zu nutzen, weil du sie dann nicht ins Labor geben musst“, so äußerte sich David Bailey. Bei den Bildern, die in der Galerie Daniel Blau zu sehen sind, dürfte das nicht die Motivation gewesen sein, denn sie sind weit von Pornografie entfernt.

1974 reiste David Bailey nach Papua New Guinea, um mit seiner Polaroid Kamera das Leben der dortigen Bevölkerung weitab unserer Zivilisation im tiefsten Dschungel zu fotografieren.

 

 

 

Neben der Auswahl an Papua Polaroids zeigt die Ausstellung bei Daniel Blau eine Auswahl an Porträtaufnahmen. Bei einem Besuch 2012 in Bailey’s Londoner Studio entdeckte Daniel Blau diese Bilder, die während einer Fernsehübertragung des Kinofims "Planet der Affen" entstanden sind.

 

Der britische Fotograf David Bailey wurde 1938 in London geboren, genoss keine fotografische Ausbildung.  Nach seinem Dienst bei der Royal Air Force wurde er Assistent beim John French Studio und bekam im Anschluss einen Vertrag als Modefotograf bei Vogue.  Berühmt machte ihn vor allen auch der Kult-Film Blow Up  von Michelangelo Antonioni für dessen Hauptfigur dem Modefotografen im London der Swinging Sixties er Inspiration war. David Bailey porträtierte zahlreiche Prominente wie die Beatles, aber auch Personen aus dem englischen Könighaus.

 

Galerie Daniel Blau, Odeonsplatz 12, München

 

 

01.03.2014 - 29.06.2014
Fotoausstellung Baden-Baden . Einem außergewöhnlichen Künstler ist die Ausstellung im Frieder Burda Museum gewidmet, die einige der spannenden Projekte von JR vorstellt.
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JR
Fotoausstellung Baden-Baden . Einem außergewöhnlichen Künstler ist die Ausstellung im Frieder Burda Museum gewidmet, die einige der spannenden Projekte von JR vorstellt.

 

Unframes Marseille, 2013 © JR, 2013

 

 

„Meine Kunst verändert nicht die Welt; aber ich hoffe, sie regt dazu an, die Sicht auf die Welt und auf die Menschen zu verändern“, sagt JR (*1983). Der französische Künstler JR zählt zu den innovativsten Vertretern der internati­onalen Gegenwartskunst und platziert seine überdimensional großen Schwarzweiß-Fotografien weltweit als monumentale Plakate an Häuserwänden, Treppen und Mauern. JR, der in Paris, lebt und arbeitet, wobei er seine wahre Identität be­wusst im Geheimen hält, macht die Architektur und Kultur einer Stadt zum Thema seiner Arbeiten. In den Gesichtern der Menschen, die JR mit einer Leica und einem 28mm Objektiv fotografiert, kommt dies zum Ausdruck. Der Künstler verwirklichte bisher große Projekte in Europa, Südamerika, Afrika und Asien, un­ter anderem am Times Square in New York und in der Kulturhauptstadt Marseille.

 

 

Inside Out New York, Times Square, 2013 © JR,2013

 

Die wichtigste Motivation JRs ist die Interaktion mit anderen Menschen. In seinen Arbei­ten stellt er die Frage nach Freiheit und Identität und inwiefern Kunst die Wahrnehmung der Menschen verändern kann. Mit seinem kreativen Aktionismus lenkt er aber auch die Auf­merksamkeit auf Missstände in Armenvierteln Afrikas oder Brasiliens. Bezeichnend für JRs Kunst sind die Geschichten, die er mit seinen Fotomontagen erzählt, und sein Talent, ge­trennte Welten zusammenzubringen und ein lebendiges Event daraus zu machen.

 

Women are Heroes, Rio de Janeiro, Brazil, 2008-2009 © JR, 2013

 

Im Museum Frieder Burda stehen verschiedene fortlaufende Projekte von JR im Mittel­punkt: Dazu gehören die Projekte „Face to Face“ bei dem JR Israelis und Palästinenser mit den gleichen Berufen porträtiert und die riesigen Nahaufnahmen Gesicht an Gesicht entlang der Trennungsmauer in der Westbank und in benachbarten Siedlungen plakatiert. Die Botschaft ist unübersehbar: An ihren Gesichtszügen lassen sich die verfeindeten Gruppen nicht unterscheiden.

 

Unframed Washington, 2012, Ernest Withers (Civil Rights Photographer) revu par JR "I Am a Man, 1968" © JR, 2013

 

„Wrinkles of the City“, die mit Künstlerfotos und Videos dokumentiert werden, dokumentiert die Begegnungen des Künstlers JR mit älteren Einwoh­nern von Großstädten, die seit dem Ende des zweiten Weltkriegs eine erhebliche Verände­rung durchlebt haben. In den Fotografien, die als großformatige Porträts auf Hauswände geklebt werden, zeigt JR die Falten und Runzeln in den Gesichtern als die Zeichen der Zeit, als Spuren des Lebens, die sich unauflöslich mit der Geschichte ihrer Stadt verbinden.

 

Für seine kreativen Visionen, die Welt zu verändern, gewinnt JR 2011 den mit 100.000 Dollar dotierten amerikanischen TED Prize (2007 war Bill Clinton Preisträger). Das Preisgeld nutzt JR, um ein neues weltweites Fotoprojekt zu realisieren, mit dem er das Innerste der Welt nach außen bringen möchte: „Inside Out“. Jedermann kann sich daran beteiligen: Man schickt ein Schwarz-Weiß-Porträt an www.insideoutproject.net. Aus den Porträts werden Poster gemacht und an die Absender zurückgeschickt. Diese können dann mit den Postern in ihrem Wohnort wie JR agieren und die Porträts an Wände und auf Dä­cher kleben. Bis heute nahmen über 160.000 Menschen mit ihren Porträts teil. Mit diesem Projekt gelang es JR – als erstem Künstler überhaupt – den gesamten Times Square im Herzen von New York mit Porträts zu bekleben. Im Museum Frieder Burda wird eine Fotokabine installiert. Besucher können sich hier porträtieren lassen, wer­den Teil der Inszenierung im Museum.

„Portrait of  a Generation 2006“ - in den von Unruhen erschütterten Banlieues von Paris fotografiert JR Jugendliche und plakatiert nachts ihre Portraits im feinen Marais-Viertel, illegal, mit Hilfe von Freunden. Das bürgerliche Paris ist schockiert, blicken ihnen diese „Gangster“ nun doch direkt ins Gesicht und stellen sich inklusive ihrer Namen vor. Die Stadtverwaltung legalisiert später die Aktion und lädt JR ein, weitere Motive von „Portrait of a Generation“ an öffentlichen Gebäuden anzubringen.

 

Unframed, Vevey, 2010 © JR, 2013, Man Ray revu par JR "Femme aux cheveux longs, 1929"

 

Das Projekt von JR “Unframed“ bringt historische Aufnahmen aus privaten Fotoalben oder Stadtarchiven in einen neuen Kontext. In Baden-Baden wird es Collagen im Stadt­raum von Baden-Baden zum Thema deutsch-französische Annäherung und Freundschaft geben.

 

 

Museum Frieder Burda, Lichtentaler Allee 8b, Baden-Baden,

 

 

 

28.02.2014 - 18.05.2014
Ausstellung Hamburg Sie ist die berühmteste Modeschöpferin des 20. Jahrhunderts – Coco Chanel ein Mythos mit dem das „kleine Schwarze“ ebenso verbunden ist wie das Chanel-Kostüm und natürlich das Parfum „Chanel N° 5“. Im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zeigt rund um Chanel Kostüme, Schmuck und Modemagazine ebenso wie historische Fotografien berühmter Fotografen wie das von Man Ray oder Horst P.Horst.
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Mythos Chanel
Ausstellung Hamburg Sie ist die berühmteste Modeschöpferin des 20. Jahrhunderts – Coco Chanel ein Mythos mit dem das „kleine Schwarze“ ebenso verbunden ist wie das Chanel-Kostüm und natürlich das Parfum „Chanel N° 5“. Im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zeigt rund um Chanel Kostüme, Schmuck und Modemagazine ebenso wie historische Fotografien berühmter Fotografen wie das von Man Ray oder Horst P.Horst.

 Chanel mit Zigarette, 1935, © VG Bildkunst Bonn, 2014, & Man Ray Trust

 

Bereits in den 1910er Jahren gehört Coco Chanel (1883-1971) zu den Verfechtern von schlichter, bequemer Kleidung und ebnet damit einem Stil den Weg, der bis in der Modewelt von großer Bedeutung ist. Mit ihrer Person sind so bedeutende Modeklassiker wie das kleine Schwarze, das Chanel-Kostüm und die Chanel-Tasche verbunden. Seit den Anfängen 1913 baut Chanel ein internationales und bis heute außerordentlich erfolgreiches Modeimperium auf. Erst 1983 tritt mit Karl Lagerfeld eine ähnlich strahlkräftige Person ihre Nachfolge an. Coco – eigentlich Gabrielle – Chanel lanciert zu Beginn der 1920er Jahre ihr Parfum „Chanel N° 5“, dessen großer Verkaufserfolg ihr zeitlebens finanzielle Unabhängigkeit sichert. Sie kombiniert selbstbewusst Mode-mit Echtschmuck und lässt sich von namhaften Fotografen wie Man Ray oder Horst P. Horst porträtieren. „Mythos Chanel“ geht der Frage nach, warum Coco Chanel als Person und die durch sie begründete Marke bis heute so große Aufmerksamkeit erfahren. Die Biografie der Modedesignerin und das Image, das sie von sich kreiert hat, werden dabei ebenso beleuchtet wie die geniale Weise, mit der Karl Lagerfeld (*1933) seit 1983 dieses Erbe mit den Strömungen des jeweiligen Zeitgeschmacks verbindet. Die Ausstellung präsentiert insgesamt über 200 Exponate aus bedeutenden Sammlungen, darunter Kostüme, Accessoires, Schmuck, Werbegrafik, historische Fotografien und über 75 Modemagazine aus der Zeit von 1920 bis 1971. Neben 54 originalen, teils mehrteiligen Outfits aus dem Haus Chanel, darunter 38 aus der Zeit der Modeschöpferin, und über 50 Schmuck-Kreationen sind erstmals über 35 Adaptionen der Chanel-Klassiker zu sehen, die auf ihre ganz eigene Art und Weise den „Mythos Chanel“ spürbar werden lassen.

Die Ausstellung „Mythos Chanel“ ist in drei Kapiteln eingeteilt. Der erste Teil dokumentiert mit 38 originalen Kleidungstücken, Accessoires und über 50 Modeschmuck-Objekten aus der Zeit zwischen 1925 und 1971 das Schaffen der Modedesignerin. Zu Chanels Schaffensperiode vor dem zweiten Weltkrieg zählen Abend-und Tagesmode und das Parfüm „Chanel N° 5“, von dem ein Originalflakon zu sehen ist. Nach ihrer Rückkehr nach Paris 1954 führt Chanel ihr Haus bis zum ihrem Tod 1971 weiter. Aus dieser Zeit zeigt die Ausstellung unter anderem rund 10 Kleidungsstücke, die Chanel für die Schauspielerin Marlene Dietrich entworfen hat, darunter Tageskleidung und Kleidung für repräsentative Anlässe. Außerdem ist eine große Anzahl Modeschmuck zu sehen, ergänzt durch originale Fotografien.

 

Karl Lagerfeld, Ensemble, Chanel Boutique, Frühjahr/Sommer 1991, Baumwoll/Lycra-Trikot, Seidenorganza, Paillettenstickerei, Den Haag, Gemeentemuseum, © Draiflessen Collection, Mettingen, Fotographie von Christin Losta

 

Das zweite Kapitel beleuchtet die bis heute anhaltende große Bedeutung der Chanel-Klassiker. So stehen historischen Originalen des Chanel-Kostüms rund 20 verschiedene Adaptionen gegenüber, darunter Modelle anderer Modehäuser, unbekannter Ateliers und Konfektionären. Der Reigen der „Lookalikes“ und „entfernten Verwandten“ endet dabei nicht mit der Lebenszeit von Chanel, sondern bezieht die aktuelle Mode mit ein. Auch wird ein Ausschnitt aus den unendlichen

Variationen des Kleidertypus des schwarzen Kleides von den 1920er Jahren bis heute gezeigt, etwa von Designern wie Yves Saint Laurent, Max Heyman und Issey Miyake oder Nina Ricci. Sie sind dabei keineswegs als Kopien von Modellen von Chanel zu verstehen. Das kurze schwarze Kleid passt zum modernen, dynamischen Lebensstil der 1920er Jahre. Später darf es in keinem Kleiderschrank fehlen und ist in den fünfziger und sechziger Jahren der Inbegriff des Pariser Chics.

 

Coco Chanel fotografiert von Horst P. Horst 1937, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

 

Im dritten Abschnitt steht das Schaffen von Karl Lagerfeld für das Haus Chanel im Mittelpunkt. Er hat es verstanden, die Marke zu modernisieren, ohne ihre typischen Merkmale zu verleugnen. Die Ausstellung zeigt insbesondere Stücke, die Chanel-Klassiker zitieren, oder mit Details der berühmten Vorgängerin Referenz erweisen. Auch diese Auswahl wird durch Modeschmuck ergänzt. Der Kreis schließt sich, da auch Lagerfelds aktuelle Winterkollektion 2013/14 mit der legendären Anfangszeit Coco Chanels spielt. In der Ausstellung sind auch über 100 historische Modemagazine aus den Jahren 1920 bis 1971 zu sehen, darunter eine Ausgabe der amerikanischen Vogue vom 1. Oktober 1926, in dem das „Kleine Schwarze“ abgebildet ist. Sie sind das wichtigste Medium für die Verbreitung und Rezeption der Mode Chanels und können von den Besuchern auf dem Tablet-Computer durchgeblättert werden.

 

Coco Chanel - ihr Leben

 

Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Gabrielle Chanel gründet – nachdem sie sich 1908 als Modistin selbstständig gemacht hatte – 1913 ihren ersten Couture-Salon in Paris. 1919 zieht sie um in die Rue Cambon 31, die Adresse, an der sich das Modehaus Chanel bis heute befindet. Mit dem Kriegsausbruch 1939 endet Coco Chanels erste Schaffensphase. 15 Jahre bleibt ihr Couture-Haus geschlossen, bis sie 1954, im Alter von 70 Jahren, ihr Comeback wagt. Die Ausstellung zeigt Kreationen Chanels aus beiden Schaffensphasen. Das „Kleine Schwarze“ wird zu ihrem Markenzeichen. Weitere Modelle der Tages-und Abendkleidung zeigen, wie sehr die Modeschöpferin am Puls der Zeit arbeitet, und belegen zugleich die hohe Qualität ihrer Entwürfe in Design und Ausführung. In den 1950er und 1960er Jahren sind es vor allem ihre Kostüme, die Furore machen, allen voran das „Chanel-Kostüm“, das sie erstmals 1957 auf dem Laufsteg präsentiert. Ihre berühmte gesteppte Handtasche, im Februar 1955 lanciert und schlicht „2.55“ genannt, zählt längst zu den Klassikern und fehlt bis heute in keiner Kollektion des Luxuslabels. Ergänzt werden ihre Kollektionen stets durch passenden Modeschmuck. Bis heute ist Coco Chanel eine schillernde und faszinierende Persönlichkeit, der zahlreiche Filme und Bücher gewidmet sind. Ihre Verbindungen zu Entscheidern des Dritten Reiches werden heute kontrovers diskutiert.

 

Coco Chanel fotografiert von Douglas Kirkland, Chanel im Atelier, 1962, © Corbis Images

 

Die Mode und der Stil Coco Chanels werden bereits zu ihren Lebzeiten in großem Umfang rezipiert. Ein Vergleich mit konkurrierenden Couturiers zeigt, dass Coco Chanel eine großzügigere Modellschutzpolitik betreibt: Mit Einverständnis der Modeschöpferin dürfen ihre Entwürfe bis zu einem bestimmten Grad kopiert und nachgeahmt werden: Für sie ist es eine Bestätigung ihrer Bedeutsamkeit, wenn sich Frauen weltweit in ihrem Stil kleiden – ein nicht zu unterschätzender Aspekt für den „Mythos Chanel“, der in dieser Ausstellung erstmals untersucht wird. Im Oktober 1926 bezeichnet die amerikanische Vogue ein kurzes schwarzes Kleid von Chanel als The Chanel „Ford“ – the frock that all the world will wear (der „Ford“ von Chanel -das Kleid, das die ganze Welt tragen wird). Damit wird dieses Kleid von Chanel in seiner Universalität und Modernität mit einer der wichtigsten Erfindungen der Zeit gleichgesetzt und ihm wird eine große Zukunft vorausgesagt. Das „Kleine Schwarze“ ist geboren. Und obwohl Chanel nicht das allererste schlichte schwarze Tageskleid entworfen hat, bleibt es untrennbar mit ihrem Namen verknüpft. Selbst das vielleicht berühmteste „Kleine Schwarze“, das Audrey Hepburn in dem Filmklassiker „Frühstück bei Tiffany“ trägt, wird fälschlicherweise oft Chanel zugeschrieben. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung des Modeklassikers von den 1920er Jahren bis heute. Als Ikone ist auch das „Chanel-Kostüm“ mit kastigem, kragenlosem Jäckchen und oft kontrastierendem Bortenbesatz in die Modegeschichte eingegangen. Der Begriff „Chanel-Kostüm“ ist sogar als Schlagwort im Duden verzeichnet. Dass Coco Chanel eine Vielzahl verschiedener Kostüme gefertigt hat, die andere Modehäuser oder auch Hausschneiderinnen adaptierten, veranschaulichen die gezeigten Exponate. Ob die einzelnen Modelle in Lizenz gefertigt wurden oder ob es sich um Interpretationen beziehungsweise Kopien handelt, lässt sich heute meist nicht mehr klären. Unabhängig davon ist jedoch sicher, dass alle Modelle ihren Beitrag zum „Mythos Chanel“ leisteten.

 

Boris Lipnitzki, Coco Chanel, 1937, © Getty Images

 

Chanel nach Chanel: Nach Coco Chanels Tod im Jahr 1971 versuchen verschiedene Entwerfer ihr Erbe mit dem aktuellen Zeitgeist zu verbinden. Es ist jedoch niemandem so überzeugend und erfolgreich gelungen wie Karl Lagerfeld, der 1983 Chanels kongenialer Nachfolger wird. Bis heute versteht er es, das Charakteristische ihres Stils stets aktuell zu halten. Im Haus Chanel werden ausschließlich Damenkollektionen für Haute Couture und Prêt-à-Porter entworfen. Auch das „Kleine Schwarze“ und das Chanel-Kostüm sind bis heute fest in den Kollektionen des Modehauses verankert, werden stetig erneuert und zitiert. Darüber hinaus „spielt“ Lagerfeld mit Versatzstücken wie beispielsweise Coco Chanels Profil, der Kamelie als ihrer Lieblingsblume oder ihrer Glückszahl „5“. Nicht zuletzt sind aber auch seine zahlreichen Chanel-Illustrationen sowie die 2012 gezeigte Ausstellung „The Little Black Jacket“, die eine Hommage an die große Modeschöpferin darstellen und zugleich Stoff bergen für den „Mythos Lagerfeld“.

Die Ausstellung wird von einem breit angelegten Vermittlungsprogramm mit Workshops, einer exklusiven Tour durch Hamburger Modeateliers, einer interaktiven Mitmachstation, einem Ferienprogramm und einem Mode-Blog begleitet.

Parallel zeigt das MKG die Ausstellung „Neue Frauen. Die Sammlung Fotografie im Kontext“ mit einer Auswahl histori­scher Fotografien aus der 1920er Jahren über den neuen Typus der selbstbewussten, arbeitenden und sportlichen Frau.

Leihgeber: Deutsche Kinemathek -Marlene Dietrich Collection Berlin, Deutsches Textilmuseum Krefeld, Draiflessen Collection Mettingen, Gemeentemuseum Den Haag, Kunstbibliothek Berlin, Modemuseum Hasselt, Musée Internationale de la Parfumerie Grasse, Museum Bellerive Zürich, Stadtmuseum München, Stadtmuseum Nordhorn, Stiftung Stadtmuseum Berlin sowie in-und ausländische Privatsammlungen.

Zur Ausstellung erscheint der Katalog „Mythos Chanel“, herausgegeben von Maria Spitz, eine Publikation der Draiflessen Collection, mit Texten von Britta Bommert, Madelief Hohé, Amy de la Haye, Angela Völker, Hildegard Ringena, Adelheid Rasche, Birgit Haase, Fotografien von Christin Losta, 378 Seiten, mit über 100 großteils farbigen Abbildungen, 50 Euro.

 

Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Hamburg

 

27.02.2014 - 09.06.2014
Fotoausstellung Wien . Verschiedene Aktserien des österreichischen Starfotografen Andreas H. Bitesnich zeigt anlässlich seines 50. Geburtstags in einer großen Retrospektive das Kunst Haus Wien, die einen spannenden Einblick i sein fotografisches Universum geben.
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Andreas H. Bitesnich - 25 Years of Photography
Fotoausstellung Wien . Verschiedene Aktserien des österreichischen Starfotografen Andreas H. Bitesnich zeigt anlässlich seines 50. Geburtstags in einer großen Retrospektive das Kunst Haus Wien, die einen spannenden Einblick i sein fotografisches Universum geben.

Andreas H. Bitesnich, Djalil, 2011

 

In seiner Aktfotografie erregte Andreas Bitesnich bereits früh in seiner Laufbahn Aufsehen. in den letzten 25 Jahren hat er  mit seinem skulpturalen Umgang mit dem menschlichen Körper und durch perfekte Lichtsetzung einen eigenen, unverwechselbaren Stilentwickelt. Die ästhetische Umsetzung seiner Motive lässt seine Aktfotos zu Meditationen über das Thema „Form“ werden.

In seiner Reisefotografie schuf Andreas H. Bitesnich mit dem Buch „Indien“ einen Meilenstein der fotografischen Auseinandersetzung mit anderen Kulturkreisen. Er reflektiert dabei die Konventionen und Klischees historischer Reisefotografie und erarbeitet sich zugleich auch in diesem Genre eine persönliche Bildsprache von hoher Eindringlichkeit. Mit Fotografien aus verschiedenen in den letzten 25 Jahren bereisten Ländern macht die Ausstellung das breite Spektrum seiner Reisefotografie und deren Stellung in seinem Gesamtwerk deutlich.

 

Andreas H. Bitesnich, Irina, Wien 2005

 

 

Die Ausstellung versammelt in einer eigenen Porträtgalerie auch wichtige Schlüsselbilder aus dem Schaffen des Porträtfotografen Andreas H. Bitesnich. Diese Arbeiten wurden noch nie zusammengezeigt und lassen die Intensität seiner Porträts erkennen, deren Ästhetik eher seiner Reisefotografie verwandt erscheint als seiner sonstigen Studiofotografie.

 

Andreas H. Bitesnich, Coming out of Guggenheim Museum, New York

 

Die Ausstellung bietet auch einen Blick hinter die Kulissen: Erstmals werden zahlreiche Dokumente ausgestellt, die es erlauben, die Arbeitsweise von Andreas H. Bitesnich hautnah mitzuverfolgen. Kontaktbögen und Polaroids, Buchdummies und dokumentarisches Filmmaterial ergeben ein besonders spannendes Making-of zur Ausstellung und zum Werk von Andreas H. Bitesnich.

 

Andreas H. Bitesnich, Judith, Vienna, 1997

 

Die speziell für das Kunst Haus Wiehn in enger Zusammenarbeit mit dem Fotografen entwickelte, von Andreas Hirsch kuratierte Ausstellung zeigt neben den Ikonen aus 25 Jahren fotografischen Schaffens von Andreas H. Bitesnich auch viele noch nie präsentierte Werke, sie versammelt frühe Fotografien und aktuellste Arbeiten.

Eine Ausstellung des Kunst Haus Wien in enger Zusammenarbeit mit Andreas H. Bitesnich. Kurator: Andreas Hirsch.

 

Kunst Haus Wien, Untere Weißgerberstraße 13, Wien

 

 

22.02.2014 - 30.04.2014
Fotoausstellung München . Straßen, Landschaft, Gesichter - seine innere Beziehung zu seinem Heimatland Israel spiegeln die Bilder von Noah Cohen wider, die in der Fotogalerie Karin Schneider-Henn ausgestellt werden. 22.2. bis 30.4.2014
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Noah Cohen: Stop-and-go - Zeitabstände in Israel
Fotoausstellung München . Straßen, Landschaft, Gesichter - seine innere Beziehung zu seinem Heimatland Israel spiegeln die Bilder von Noah Cohen wider, die in der Fotogalerie Karin Schneider-Henn ausgestellt werden. 22.2. bis 30.4.2014

 

 

 

 

 

 Grabeskirche Jerusalem

 

Die Münchner Galerie zeigt Aufnahmen von Noah Cohen, der 1954 in Israel geboren wurde, dort aufwuchs und nach seinem Militärdienst zunächst Ingenieurswissenschaften studierte, bevor er sich der Fotografie zuwandte. In Tel Aviv besuchte er die Hochschule für Fotografie Camera Obscura, bildete sich weiter u. a. bei Stern-Fotograf  Shabtai Tal . Sein Schwerpunkt liegt sowohl in der künstlerischen als auch in der Pressefotografie; er unterrichtet heute an der Journalistenakademie in München.

 

See Genezareth

 

Er lebt seit 1987 in Deutschland, reist aber jedes Jahr mindestens einmal nach Israel, um fotografische Dokumentationen zu erstellen. Katalin Fischer schreibt, diese Reisen seien für ihn ebenso subjektive Bezugnahme wie auch schöpferisches Anliegen: „Cohens Blick ist der des Insiders und des Outsiders zugleich. Er nimmt den Augenblick wahr, der dem Einheimischen so vertraut ist, dass er ihn nicht mehr bemerkt - aber da ist zugleich auch die innere Verflechtung mit der eigenen Vergangenheit. Alles, was sich aus dieser besonderen Position heraus in den Straßen, Landschaften, Gesichtern finden lässt, spiegelt sich in Cohens Bildern als Verdichtung einer großen Aufmerksamkeit, eines detailklugen Hinschauens wider.“

 

Subjekt Braut, Tel Aviv

 

Fotogalerie Karin Schneider-Henn, Ismaninger Straße 74, München-Ismaning

 

21.02.2014 - 25.05.2014
Fotoausstellung Wien Eine außergewöhnlichen Künstlerin widmet sich die Ausstellung im mumok, Museum moderner Kunst. Die in New York lebende Moyra Davey nutzt ebenso Fotografie, Film und Video wie auch Literatur für ihr Werk. Die Künstlerin beschäftigt sich mit dem Umgang von Zeit und Geschichte und bezieht sich zumeist auf persönliche Erfahrungen und Situationen.
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Moyra Davey – Burn the Diaries
Fotoausstellung Wien Eine außergewöhnlichen Künstlerin widmet sich die Ausstellung im mumok, Museum moderner Kunst. Die in New York lebende Moyra Davey nutzt ebenso Fotografie, Film und Video wie auch Literatur für ihr Werk. Die Künstlerin beschäftigt sich mit dem Umgang von Zeit und Geschichte und bezieht sich zumeist auf persönliche Erfahrungen und Situationen.

Moyra Davey: K. with Genet, 2013 courtesy the artit an Murray Guy, NY © Moyra Davey

 

Wesentlicher Bestandteil der künstlerischen Arbeit von Moyra Davey sind die sogenannten Mailer, zu Umschlägen gefaltete Fotos, die sie per Post an Familienmitglieder, FreundInnen oder Bekannte schickt. Im Ausstellungsraum angekommen, trägt jedes Stück Spuren seiner Reise und verweist gleichzeitig auf seine jeweiligen EmpfängerInnen.

 

Moyra Davey: Dédicace, 2013 courtesy the artit an Murray Guy, NY © Moyra Davey

 

In ihrer ersten Einzelausstellung in Österreich entwickelt Moyra Davey mehrere neue Werke, die sich auf das Schaffen des französischen Literaten Jean Genet (1910– 1986) beziehen. Genet, der wegen Diebstahl, Landstreicherei und anderen Delikten mehrfach im Gefängnis saß und mit seinen oft homoerotischen Texten für literarische Skandale sorgte, erlangte in den 1940er-Jahren in Frankreich und darüber hinaus breite Anerkennung. Er entwickelte sich zum Dramatiker und Aktivisten, der letztlich jeglichen Besitz und Status verweigerte. Moyra Daveys Präsentation im mumok beinhaltet einen neuen Film, der den Prozess des Schreibens und des Erinnerns in den Mittelpunkt rückt. Ihre subtil verwobenen Bilder, Texteinblendungen und Schilderungen Dritter korrespondieren darin eng mit Details aus dem Leben und dem Werk des Romanciers und Kriminellen Genet.  Als zweites Element ihrer Ausstellung präsentiert Davey neue Fotografien und mehrere Mailer, die sowohl Bezüge zu ihrem Film als auch zu einem von ihr verfassten Text mit den Titel Burn the Diaries aufweisen. Zu lesen ist dieser Text in einem speziell für ihre Ausstellung im mumok konzipierten Künstlerbuch, das neben einem weiteren Textbeitrag der Literatin Alison Strayer auch umfangreiches Bildmaterial enthält.

 

Moyra Davey: La Batard, 2013 courtesy the artit an Murray Guy, NY © Moyra Davey

 

Moyra Davey’s Arbeit wurde schon in mehreren Einzelausstellungen wie in der Kunsthalle Basel oder in der Tate Liverpool gezeigt.

 

Im Anschluss an die Präsentation im mumok wird die Ausstellung im ICA Pennsylvania gezeigt.

 

 

 

 

Mumok, Museum moderner Kunst, Museumsplatz 1, Wien

 

02.02.2014 - 04.05.2014
Ausstellung Leverkusen Was ist Wirklichkeit und wie können wir sie wahrnehmen? Zeigt ein Bild die Wirklichkeit oder auch nur eine Idee von Wirklichkeit oder konstruiert es sogar Wirklichkeit? Das sind die Fragen mit denen sich die Ausstellung im Museum Morsbroich beschäftigt.
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Propaganda für die Wirklichkeit
Ausstellung Leverkusen Was ist Wirklichkeit und wie können wir sie wahrnehmen? Zeigt ein Bild die Wirklichkeit oder auch nur eine Idee von Wirklichkeit oder konstruiert es sogar Wirklichkeit? Das sind die Fragen mit denen sich die Ausstellung im Museum Morsbroich beschäftigt.

 

Paul Pfeiffer Morning after the Deluge, 2003 Digitales Video auf DVD, 20 Min. Loop Courtesy carlier gebauer

 

„kunst ist propaganda für die wirklichkeit und wird daher verboten.“ So provokativ, ja zynisch hinterfragte Oswald Wiener in seinem Hauptwerk die verbesserung von mitteleuropa, roman den Realitätsstatus der Kunst. Die Funktion des Bildes – ob Computerbild oder Fotografie, 16mm-Film, digitaler oder Videofilm,  Diaprojektion,  Spiegel-oder Sprachbild, Skulptur oder klassisches Gemälde – erweist sich längst als zweischneidig: Es kann Mittel der Erkenntnis wie auch Instrument oder Gegenstand der visuellen Verführung, der Manipulation von Wirklichkeit sein.

 

Barbara Bloom Vermeer Copy Copy, 2007 Digitaler Farbausdruck auf Archivpapier / Archival digital color print, 45,5 x 56 cm Courtesy Galerie Gisela Capitain, Cologne

 

Die Ausstellung Propaganda für die Wirklichkeit zeigt Arbeiten von 24 KünstlerInnen aus neun Ländern, die sich intensiv mit der Beziehung von Kunst und Wirklichkeit auseinandersetzen. In verschiedensten Medien und mit unterschiedlichen Ansätzen werden die historischen und gegenwärtigen, technischen und künstlerischen Möglichkeiten und Bedingungen des Abbildens von Realität hinterfragt.

Im Parcours der Ausstellung werden technische und auch wissenschaftliche Bildverfahren thematisiert. Cieslik und Schenk sowie David Claerbout und auch Thomas Ruff experimentieren mit digitalen Bildformen, die die Verbindung zwischen Wirklichkeit und Bild aufgegeben haben und dennoch genau darüber sprechen. Die Künstlergruppe Art & Language offeriert eine Karte, die sich der herkömmlichen verweisenden Funktion entzieht: Map to Not Indicate. Die amerikanische Künstlerin Barbara Bloom stellt eine Röntgenaufnahme einer zerbrochenen und wieder restaurierten Vase neben das Objekt selbst und erhebt damit das Sichtbarmachen des Realen zum Thema des Bildes.

 

Andreas Lorenschat Das Selbstporträt, 2009 36 Einzelaufnahmen (C-Prints) 24 x 36 x 140 cm Courtesy aZure collection, Monaco/Zürich, and marion scharmann, Cologne

 

Beteiligte Künstler: Francis Alÿs (BE), Art & Language (UK), Barbara Bloom (US), Michaël Borremans (BE), stanley brouwn (NL), Marcel Broodthaers (BE), Cieslik und Schenk (DE), David Claerbout (BE), De Rijke / de Rooij (NL), Omer Fast (IL), Morgan Fisher (US), Robert Gober (US), Rodney Graham (CA), Gusmão & Paiva (PT), Tobias Hantmann (DE), Bethan Huws (UK), Alicja Kwade (DE), Andreas Lorenschat (DE), Paul Pfeiffer (US), Thomas Ruff (DE), Jörn Stoya (DE), Hiroshi Sugimoto (JP), Lawrence Weiner (US) und Christopher Williams (US)

 

Thomas Ruff Maschine 3262, 2003 Chromogener Farbdruck auf Papier, Diasec / C-print,
Courtesy the artist and Konrad Fischer Galerie © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 

Kuratorin der Ausstellung ist Dr. Stefanie Kreuzer.

 

Museum Morsbroich, Gustav-Heinemann-Straße 80, Leverkusen

25.01.2014 - 15.06.2014
Ausstellung München . Filme, Videos und Diaprojektionen aus der Sammlung Goetz, die der Beziehung von Bild und Bewegtbild gewidmet sind, zeigt das Haus der Kunst als Teil 6 der seit 2011 bestehenden Kooperation. Vom 25.1. bis 15.6.2014
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Bilder in der Zeit
Ausstellung München . Filme, Videos und Diaprojektionen aus der Sammlung Goetz, die der Beziehung von Bild und Bewegtbild gewidmet sind, zeigt das Haus der Kunst als Teil 6 der seit 2011 bestehenden Kooperation. Vom 25.1. bis 15.6.2014

Peter Fischli & David Weiss, Blumenprojektion, Herbst, 1998, 2-Kanal-Diaprojektion, Courtesy Sammlung Goetz

 

Seit Frühjahr 2011 zeigt das Haus der Kunst in den Räumen des ehemaligen Luftschutzkellers regelmäßig in wechselden Ausstellungen Filme und Videos aus der Sammlung Goetz. Im September letzten Jahres hat die Ingvild Goetz Teile ihrer sammlung , die weltweit eine der bedeutendsten Pritvatsammlungen zeitgenössischer Kunst, dem Freistaat Bayern geschenkt.

Die Ausstellung "Bilder in der Zeit" als Teil 6 der Kooperation, ist der Beziehung von Bild und Bewegtbild gewidmet. In den ausgewählten Filmen, Videos und Diashows dominiert das sorgfältig, oft in Anlehnung an Vorbilder der Malerei gewählte Einzelbild. Die Langsamkeit der gezeigten Bilder lenkt die Aufmerksamkeit auf Aspekte des Motivs, der Komposition und der Zeit. Animationen, Tableaux vivants, Stillleben und gefilmte Bilderzyklen bestimmen die Auswahl. 

 

Sam Taylor-Wood, The Servant, 2007, 1-Kanal-Video auf Monitor, Courtesy Sammlung Goetz


In ihrem Film "The Servant" (2007) greift die britische Künstlerin Sam Taylor-Wood das Format des Tableau vivant auf — möglichst detailgetreue Nachstellungen von Gemälden und Skulpturen durch Personen. Beim Wiederaufgreifen des Formats durch die Videokunst rückt nun eine minimale Belebung des Bildes — wie etwa das Ein- und Ausatmen der Darsteller — in den Mittelpunkt, da sie als lebendige Wesen nicht bewegungslos verharren können. In "The Servant" erfolgt diese Belebung des statischen Bildes durch die flackernde Flamme eines Sturmfeuerzeugs; sie macht das Vergehen von Zeit erfahrbar, das den Film vom Gemälde unterscheidet. Die "Blumenprojektion, Herbst" von Fischli & Weiss widmet sich hypnotisierenden Natur-Stillleben am Übergang zum Kinematografischen. Während der Standzeit jedes doppelt belichteten Dias wandert der Blick über die opulenten Details, wobei die langsame Überblendung von einem Dia zum nächsten eine zeitliche Rhythmisierung bewirkt. Eine eindeutig konzeptuelle Annäherung an das Medium Malerei wählt Seth Price. Für seine "'Painting' Sites" (2000-01) hat er den Begriff "Malerei" in die ehemalige Internet-Suchmaschine Altavista eingegeben. Anschließend hielt er die Bilder aus den Websites, in denen das Wort auftauchte, als Screenshot fest und fügte sie zu einer Diashow zusammen. Die Suchergebnisse brachten von berühmten Gemälden bis hin zu kitschiger Hobbymalerei alles Erdenkliche zum Vorschein. "'Painting' Sites" zeigt, wie das hierarchiefreie Bilderangebot im Internet den kunsthistorischen Kanon der Malerei herausfordert.  

Mit Arbeiten von Yael Bartana, Fischli & Weiss, Gary Hill, Cyrill Lachauer, Seth Price, Florian Pumhösl, Robin Rhode, Anri Sala, Markus Selg, Kathrin Sonntag, Sam Taylor-Wood, Zhao Liang

 

Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, München

18.01.2014 - 27.04.2014
Fotoausstellung Berlin . Auf Alfred Ehrhardt fotografisches Erstlingswerk basiert die Ausstellung in der Alfred Ehrhardt Stiftung, die einen Zusammenstellung von 70 Vintageprints aus der Serie "Das Watt" (1933-1936) zeigt. Vom 18.1. bis 27.4.2014
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Alfred Ehrhardt: Das Watt
Fotoausstellung Berlin . Auf Alfred Ehrhardt fotografisches Erstlingswerk basiert die Ausstellung in der Alfred Ehrhardt Stiftung, die einen Zusammenstellung von 70 Vintageprints aus der Serie "Das Watt" (1933-1936) zeigt. Vom 18.1. bis 27.4.2014

Die Ausstellung "Das Watt" wurde ausschließlich aus eigenen Beständen und durch einen Ankauf sowie eine Schenkung ermöglicht.  Sie konzentriert sich auf Ehrhardts fotografisches Erstlingswerk, das zu den herausragenden Bildleistungen der Avantgarde-Fotografie der 1930er Jahre zählt. Sie ist Ausgangspunkt für das gesamte preisgekrönte fotografische und filmische Schaffen dieses am Dessauer Bauhaus geschulten, vielfältigen Künstlers und bildet die »crème de la crème« seines fotografischen Werkes. Die künstlerische Qualität dieser Serie sucht auch unter den Meistern der Fotografie der Neuen Sachlichkeit Ihresgleichen.

 

Alfred Ehrhardt aus der Serie "Das Watt" 1933-1936 © Alfred Ehrhardt Stiftung

 

Einen idealen Anlass bietet die Neuauflage des Buches Das Watt von 1937 als exklusive Faksimilie-Auflage der Edition Xavier Barral. Die Publikation ist eine Ode an die Natur und ein Meisterwerk der Buchkunst, das im Jahr 2004 nicht von ungefähr im reich bebilderten Band über Fotobücher The Photobook. A History von Martin Parr und Gerry Badger auf internationaler Ebene geadelt wurde: »This is both an attractively designed and finely printed book – an island of tranquil beauty in a cultural sea that was becoming increasingly barbaric.«

 

Alfred Ehrhardt Große Ebene mit Bodenwellungen von gewaltigen Ausmaßen 1933-1936
© Alfred Ehrhardt Stiftung

 

Alfred Ehrhardt (1901-1984) war Organist, Chorleiter, Komponist, Maler und Kunstpädagoge, bevor er Fotograf wurde. Nach einem Aufenthalt am Dessauer Bauhaus 1928/29, wo er bei Josef Albers studierte und bei Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer hospitierte, leitete er an der Landeskunstschule Hamburg den ersten Vorkurs für Materialkunde außerhalb des Bauhauses. Erst nach der Entlassung 1933 aus dem Hochschuldienst durch die Nationalsozialisten widmete er sich der Fotografie und dem Film. Fasziniert vom Watt und den Besonderheiten der wechselvollen Meereslandschaft mit ihren abstrakten Strukturen, die zu malen verboten war, nutzte der die Kamera um diese Formen festzuhalten.

 

Alfred Ehrhardt Flut im Watt 1933-1936 © Alfred Ehrhardt Stiftung


 Alfred Ehrhardt war ein neusachlicher Neuromantiker, ein »Naturphilosoph mit der Kamera«, wie man ihn damals nannte. In seiner Serie Das Watt verbinden sich die Strukturexperimente des Neuen Sehens, der naturphilosophisch begründete, typologische Ansatz der Fotografie der Neuen Sachlichkeit, sein am Bauhaus geschultes Gespür für Komposition, Materialbeschaffenheit und Abstraktion mit einem von Kandinsky, Schlemmer und Klee beeinflussten weltanschauliche Anliegen, Materielles ins Geistig-Kosmische zu transzendieren.

 

Alfred Ehrhardt Stiftung, Auguststraße 75, Berlin

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