Fotoausstellungen

07.10.2016 - 27.11.2016
Ausstellung Braunschweig. Die drei Künstlerinnen Christine Erhard, Katharina Kiebacher und Susa Templin haben für die Ausstellung im Museum für Photographie eigens neue Arbeiten entwickelte und angefertigt, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Schnittstelle zwischen fotografischen und fotografischen Raum befassen. 7.10. bis 27.11.2016
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Die vierte Dimension - Christine Erhard I Katharina Kiebacher I Susa Templin
Ausstellung Braunschweig. Die drei Künstlerinnen Christine Erhard, Katharina Kiebacher und Susa Templin haben für die Ausstellung im Museum für Photographie eigens neue Arbeiten entwickelte und angefertigt, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Schnittstelle zwischen fotografischen und fotografischen Raum befassen. 7.10. bis 27.11.2016

 Katharina Kiebacher, Tesco, 2015       


Als Übersetzung von Raum in Fläche, als miniaturisierte Wiedergabe von Gegenständen und Räumen zwischen den „Dingen“ transformiert die Fotografie die äußere Wirklichkeit in ein zweidimensionales Bild. Diese einfache Annahme fotografischer Realitätskonstruktion reicht schon lange nicht mehr aus, um die fotografischen Praxen zeitgenössischer Künstler passend zu beschreiben. Stattdessen stellen zeitgenössische Künstler diesen Grundsatz auf den Prüfstand und loten bildnerisch aus, wie sich in der Umkehrung und Erweiterung dieser Annahme fotografisch neue Raumerfahrungen kreieren lassen. Hierbei entwerfen sie fotografische Räume, welche von der physische Begrenztheit des Bildes abrücken, die imaginäre Räume „real“ werden lassen oder die subjektive, verinnerlichte Raumerfahrung als „Atmosphäre“ greifbar machen.

 

 

Christine Erhard, DOBRA IV, 2014


Die drei in Die vierte Dimension präsentierten Fotografinnen Christine Ehrhard, Katharina Kiebacher und Susa Templin zeichnen sich hierbei durch einen überaus innovativen und experimentierfreudigen Umgang ihrer künstlerischer Untersuchungen an der Schnittstelle zwischen fotografischem und realem Raum aus. Die Ausstellung präsentiert Arbeiten, die eine andere Auffassung von Fotografie und dem von ihr thematisierten Umgang mit dem Raum beschreiben: Statt der Transformation von Raum, Gegenstand und Architektur in die Flächigkeit des fotografischen Bildes, lassen die Künstlerinnen die Fotografie räumlich werden, inszenieren und dramaturgisieren Raum und Bildfragmente in fluiden Formen. Christine Ehrhard, Katharina Kiebacher und Susa Templin kreieren hierbei Objekte, die bewusst an der Schnittstelle von Fotografie, Skulptur und Installation agieren. Ihre Arbeiten lassen sich nicht mit üblichen Genrebeschreibungen zusammenfassen.

 

 

Susa Templin, aus der Werkgruppe Folded Spaces, Raum-Installation, 150x240 cm, 2016


Christine Erhard reflektiert in ihrer künstlerischen Arbeit die Formensprache konstruktivistischer Architektur des frühen 20. Jahrhunderts. In Anklang an die Konkrete Fotografie lösen ihre Fotografie architektonische Formen auf und täuschen zugleich die optische Illusion einer kohärenten Raumbeziehung vor. Ihre fotografischen Raumcollagen irritieren so gezielt die Interpretation des Betrachters und lassen die Grenzen zwischen Modell, realem Raum und der zweiten Wirklichkeit des Bildes verschwimmen. Susa Templin hingegen lässt die Fotografie räumlich werden und bildet assoziative Erinnerungsorte, deren Raumgrenzen und Erscheinungsformen sich einer festen Form entziehen. Katharina Kiebacher wiederum fängt fotografische Fassaden und Oberflächenstrukturen ein, die sie anschließen in abstrakte Kompositionen und Objekte transformiert. Als Hybridformen zwischen Bild und Skulptur laden die präsentierten Arbeiten dazu ein, die Verwendung der Fotografie im künstlerischen Kotext neu zu denken.
In der Ausstellung Die vierte Dimension wird die Fotografie somit selbst zum „raumgreifenden“ Element. Es ist die Übersetzung von Raum und Architektur in ein zweidimensionales Bild, das wiederum in installativen Arbeiten zum dreidimensionalen Objekt wird, welches sich zwischen flächigem Ornament, räumlicher Illusion und skulpturaler Installation bewegt. Für die Ausstellung im Museum für Photographie Braunschweig wurden eigens neue Arbeiten von den Künstlerinnen entwickelt und angefertigt, die erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

Museum für Photographie / Torhäuser,  Helmstedter Straße 1, Braunschweig

30.09.2016 - 29.01.2017
Fotoausstellung München . Die Arbeiten von Ilit Azoulay, Mishka Henner, Inga Kerber, Mykola Ridnyi und Erin Shirreff untersuchen spezifische, oftmals gesellschaftlich oder politisch neuralgische Orte, verlassen aber die engen Grenzen eines dokumentarischen Stils und bedienen sich der vielfältigen Möglichkeiten digitaler Techniken und neuer künstlerischen Ausdrucksformen. Pinakothek der Moderne vom 30.09.2016 bis 29.01.2017
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Fotografie heute: distant realities
Fotoausstellung München . Die Arbeiten von Ilit Azoulay, Mishka Henner, Inga Kerber, Mykola Ridnyi und Erin Shirreff untersuchen spezifische, oftmals gesellschaftlich oder politisch neuralgische Orte, verlassen aber die engen Grenzen eines dokumentarischen Stils und bedienen sich der vielfältigen Möglichkeiten digitaler Techniken und neuer künstlerischen Ausdrucksformen. Pinakothek der Moderne vom 30.09.2016 bis 29.01.2017

 Erin Shirreff UN 2010

 

Seit ihrem Bestehen engagiert sich die Pinakothek der Moderne in München sowohl sammelnd als auch ausstellend, wenn es um aktuelle Positionen innerhalb internationaler Fotokunst geht. Eine alle zwei Jahre stattfindenden will nun über das singuläre Ausstellungsereignis hinaus auch ein vielschichtiges Diskussions- und Informationsforum begründen. Durch die Veränderungen, die die Digitalisierung in nahezu allen Lebensbereichen hervorgerufen hat, befindet sich auch die Fotografie in einem steten Prozess der Neufindung. Das fotografische Medium als künstlerisch eigenständige Ausdrucksform steht dabei nicht mehr nur im Austausch mit den klassischen Bildgattungen, sondern ebenso mit multimedialen und digitalen Bildwelten wie deren neuartigen Präsentationsformen und Distributionsverfahren. Die notwendige Anpassung an die rasante technische Entwicklung, die durch die weltweite Zirkulation der Bilder im virtuellen Raum in den letzten Jahren eine neue Dimension erreicht hat, sowie der Dialog mit anderen Medien und Bildsystemen erfordern eine kontinuierliche Neubestimmung ihrer theoretischen und ästhetischen Parameter. Ist Fotografie heute überhaupt noch das, was der Betrachter zu kennen meint und zu sehen glaubt? Wie definiert sich ihr Verhältnis zu Wirklichkeit und Authentizität einerseits, zur Autonomie des Bildes andererseits? Wie überlagern digitale, nicht fotografiespezifische Prozesse die Bildwerdung, ihre Erscheinungsformen und Rezeption?

Die Ausstellungsreihe Fotografie heute nimmt Themen und Schwerpunkte der eigenen Sammlung zum Ausgangspunkt, um der Fortschreibung fotografischer Positionen und Herausbildung neuer künstlerischer Strategien nachzugehen. Für die Auswahl zu distant realities war der umfangreiche Sammlungsbestand zur topographischen Fotografie initiierend, Werke amerikanischer und europäischer Fotografen von den frühen 1970er-Jahren bis heute. Die  analytisch-beschreibenden Bestandsaufnahmen, wie sie beispielsweise Robert Adams, Bernd und Hilla Becher oder Zoe Leonard formulier(t)en, setzen sich mit dem Status quo und Wandel urbaner, suburbaner wie ländlicher Lebensräume auseinander und zeichnen die Spuren nach, die Zeit und Geschichte ihnen eingeschrieben haben.

 

 

 Mykola Ridnyi Under Suspicion-24

 

Auch die Arbeiten von Ilit Azoulay, Mishka Henner, Inga Kerber, Mykola Ridnyi und Erin Shirreff untersuchen spezifische, oftmals gesellschaftlich oder politisch neuralgische Orte, verlassen aber die engen Grenzen eines dokumentarischen Stils und bedienen sich der vielfältigen Möglichkeiten digitaler Techniken und neuer künstlerischen Ausdrucksformen. Die analoge Fotografie, ihre Geschichte, wie die an sie geknüpften Vorstellungen bleiben dabei ein zentraler Bezugspunkt. Immer geht es in ihren künstlerischen Ansätzen auch um ein Nachdenken über das Medium und den Status des Bildes, über Wahrnehmung und Sehen sowie die komplexen Bedingungen, unter denen sich beide konstituieren. Nicht die unmittelbare Wirklichkeit ist der Referent, sondern ihr medial vermitteltes Bild, eingebettet in ein vielschichtiges, von divergierenden Kräften beherrschtes Spannungsfeld.

So übersetzt Mishka Henner in seiner zwischen 2011 und 2013 entstandenen Serie No Man’s Land die Tradition des fotografischen Road Movies ins frühe 21. Jahrhundert. Nicht mehr selbst vor Ort, sondern mittels Google Street View dokumentiert er Straßenprostituierte in Italien und Spanien und seziert zugleich die sichtbaren, aber kaum noch wahrgenommenen Ränder unserer globalisierten Gesellschaft, in der jeder zu einer Art „Ressource“ des Kapitals zu werden droht. „So gesehen“, sagt Henner, „ist No Man’s Land ein Ausschnitt aus der Landkarte des technologischen Kapitalismus, eine Kartografie seiner Reichweite und seiner komplexen Wechselbezüge“.

Für seine 33teilige Serie Under suspicion fotografierte Mykola Ridnyi Orte der öffentlichen Begegnung, wie Plätze, Supermärkte und Metrostationen, in seiner Heimatstadt Charkiw. Nachträglich eingefügte Markierungen lassen sie zu potentiellen Tatorten werden, während die zufällig ins Bild geratenen Menschen als mögliche Attentäter erscheinen. Ridnyi reagiert auf die zunehmende staatliche Überwachung seit Beginn der Protestkundgebungen in der Ukraine, auf das Misstrauen eines jeden gegen jeden, das sich seit den kriegerischen Auseinandersetzungen mit Russland schleichend auch ins Privatleben eingeschrieben hat. Dem Künstler zufolge ist Unter Verdacht ein imaginäres Archiv des zivilen Blicks in einer Zeit, wo nahezu das gesamte Alltagsleben verdächtig erscheint.

Ilit Azoulay ist eine sensible Seismographin, ihr Material die Architektur, der gebaute und umbaute Raum, aus dessen Fragmenten sie die blinden Flecken der Geschichte herausfiltert. Die mehrteilige Werkgruppe Imaginary Order ist zwischen 2012 und 2016 entstanden, erstmals sind die beiden zuletzt fertig gestellten Arbeiten ausgestellt. Ausgangspunkt der panoramatischen Foto-Assemblagen ist der Umbau eines in den 1960er Jahren erbauten, dem Gemeinwohl dienenden Sanatoriums in ein Luxus-Hotel sowie der an diesem Prozess sichtbar werdende Wandel der israelischen Gesellschaft. Zugleich legt Azoulay die verborgene Geschichte frei, die diesen exponierten Ort mit einem nationalen Trauma verbindet.  

Tradierte Formen von Wahrnehmung und Zeiterfahrung herauszufordern steht im Zentrum der filmisch animierten Fotografien von Erin Shirreff. Die amerikanische Künstlerin verwendet analog entstandene Aufnahmen, eigene wie fremde, originale wie gedruckte oder aus dem Internet abfotografierte, und setzt sie digital zu Video-Sequenzen zusammen, die einen filmischen, nicht aber zeitlichen Verlauf suggerieren. Die physischen und psychologischen Bedingungen, unter denen wir eine Landschaft in Kanada oder eine Architekturikone in New York durch ihre bildliche Wiedergabe erfahren, lassen neue, imaginäre Räume entstehen. 

Die in Leipzig arbeitende Fotografin Inga Kerber bewegt sich in den klassischen kunsthistorischen Genres, sie bearbeitet Themen wie Landschaft, Porträt oder Stillleben, und jedes ihrer immer mehrteiligen Werke trägt im Titel das Wort ‚Cliché‘. Kerber untersucht beharrlich, was das (vermeintliche) Wesen des Fotografischen ausmacht. In einem mehrfachen Prozess des Aufnehmens und Reproduzierens, dessen materielle Spuren sich in die Bilder einschreiben und der analoge wir digitale Komponenten verbindet, wird nicht nur das Motiv sondern auch die Bildgenese in den Mittelpunkt gerückt.  

Kuratorin wurde die Ausstellung von Dr. Inka Graeve Ingelmann, Leiterin der Sammlung Fotografie und Neue Medien, Pinakothek der Moderne, München 

Die Ausstellungsreihe wird dank der Unterstützung durch die Alexander Tutsek-Stiftung, München, ermöglicht.

Pinakothek der Moderne Kunstareal, Barerstraße, München

 

 

25.09.2016 - 06.01.2017
Fotoausstellung Siegen . Das Siegerlandmuseum präsentiert 2017 in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler e.V. (ASK) die Serie „Tango Metropolis“ des Fotokünstlers Thomas Kellner. Vom 25.9.2016 bis 6.1.2017
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Thomas Kellner - Tango Metropolis
Fotoausstellung Siegen . Das Siegerlandmuseum präsentiert 2017 in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler e.V. (ASK) die Serie „Tango Metropolis“ des Fotokünstlers Thomas Kellner. Vom 25.9.2016 bis 6.1.2017

 Tokyo, Tokyo Tower 2010 C-Print 68,2 x 104,5 cm / 26.8" x 40.9", edition 12+3

 

 Thomas Kellners Bilder sind unverwechselbar, man erkennt auf einen Blick die Urheberschaft der Werke. In „Tango Metropolis“ zeigt Kellners charakteristische Fotoarbeiten als Kontaktbögen mit Architekturmotiven aus aller Welt, wie den Tokyo Tower, die Golden Gate Bridge oder das Colosseum in Rom.

Bei ausgiebiger Betrachtung der Werke erkennt man, dass die Bilder zusammenhängend und bewusst geschossen wurden, um sie auf bestimmte Weise zusammensetzen zu können. Es wird klar, dass ein gut durchdachtes System dahinter steckt. Die schwarzen, horizontal laufenden, mit Codes und fortlaufenden Nummern versehenen Streifen sowie dünnere, vertikal angelegte, scheinbar durchgehende Teilungen zeigen deutlich, dass es sich hier um Filmmaterial und Kontaktabzüge handelt. Dabei kann die Anzahl der Einzelaufnahmen eines Werkes bis zu 1296 sein. Der deutsche Fotokünstler Thomas Kellner nimmt nicht nur ein Bild auf, sondern viele geplante Einzelaufnahmen, um sie zu einem zusammenzuführen in Form von einem Kontaktbogen.

 

Rom, Colosseum at night, 2005, C-Print, 68,2 x 69,7 cm / 26,6" x 27,2", edition 12+3

 

 

Thomas Kellners Werke bieten eine Seh- und Erkenntnishilfe. Denn die einzelnen Bilder sind Ausschnitte, Teile eines Ganzen und imitieren im Grunde den Sehprozess. Stück für Stück, ein Segment nach dem anderen wird wahrgenommen, betrachtet und setzt sich zu einem großen Bild zusammen. So lässt sich sagen, dass die Bilder nicht die Architektur zerlegen, sondern den Blick reproduzieren und somit unsere Wahrnehmung von Architektur hinterfragt wird. Konstruktion und Dekonstruktion, Aufbau und Fragmentierung liegen in den Bildern oft nahe beieinander.

Das Hauptthema in Thomas Kellners Werken ist die von Menschen erbaute historische und zeitgenössische Welt, sie spiegelt sowohl real als auch assoziativ unter anderem Geschichte, Zeit, Spiritualität, Kultur, Macht, Geist und Stolz. Und obwohl diese Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen schon unzählige Male fotografiert wurden, hat wohl noch nie jemand diese Motive auf diese Weise festgehalten.

Zur Ausstellung erscheint in der Publikationsreihe der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler e.V. ein Katalog „Thomas Kellner – Tango Metropolis“ mit einem Text von Prof. Dr. Irina Chmyreva, in dem sie den Begriff der „Visuellen analytischen Synthese“ erläutert (Broschüre, 21 x 21 cm, 24 Seiten, 9 Abbildungen).

 


Siegerlandmuseum im Oberen Schloss, Burgstraße, Siegen

 

 

 

16.09.2016 - 09.01.2017
Ausstellung Berlin – Wer einmal eine ihrer Inszenierungen oder sie auf der Bühne gesehen hat, wird sie nicht mehr vergessen – Pina Bausch, eine Pionierin des modernen Tanztheaters. Die Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Kooperation mit der Pina Bausch Foundation, Wuppertal, wird im Martin-Gropius Bau gezeigt. Sie gibt einen einen Einblci in die Arbeit von Pina Bausch. 16. September bis 9. Januar 2016
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Pina Bausch und das Tanztheater
Ausstellung Berlin – Wer einmal eine ihrer Inszenierungen oder sie auf der Bühne gesehen hat, wird sie nicht mehr vergessen – Pina Bausch, eine Pionierin des modernen Tanztheaters. Die Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Kooperation mit der Pina Bausch Foundation, Wuppertal, wird im Martin-Gropius Bau gezeigt. Sie gibt einen einen Einblci in die Arbeit von Pina Bausch. 16. September bis 9. Januar 2016

 Jochen Viehoff
Pina Bausch tanzt ein Solo in Danzón (Ausschnitt)
© Jochen Viehoff

 

Pina Bausch (1940–2009) gilt als Pionierin des modernen Tanztheaters. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht nicht nur das Werk in Form der auf die Bühne gebrachten Stücke. Mit Objekten, Installationen, Fotografien und Videos werden vor allem die Grundlagen, Aspekte und Vorgehensweise ihrer Arbeit sowie die Menschen, die sie begleitet haben, in den Fokus gerückt.

 

Rolf Borzik
Aufführung: Metamorphose
Choreografie: Jean Cébron
Folkwang Hochschule Essen, um 1970
© Pina Bausch Foundation

 

 

Ulli Weiss
Probe in der Lichtburg
Wuppertal, um 1978
© Pina Bausch Foundation

 

Herzstück der Ausstellung ist ein Nachbau der „Lichtburg“ – jenes Proberaums in einem ehemaligen Wuppertaler Kino, in dem Pina Bausch den größten Teil ihrer Stücke gemeinsam mit ihren Tänzerinnen und Tänzern entwickelt hat. Im Lichthof des Martin-Gropius-Bau aber wird er zum Raum der Begegnung mit Mitgliedern des Tanztheaters, die den Besuchern Bewegungsqualitäten und kleine Bewegungssequenzen vermitteln, ergänzt durch Performances, Tanz-Workshops, öffentliche Proben, Gespräche und Filme.

 

 

 

Wilfried Krüger
Porträt Pina Bausch
Foto: Wilfried Krüger
© Pina Bausch Foundation

 

 

16.09.2016 - 30.10.2016
Fotoausstellung Zürich . Hans Feurer ist einer der bekanntesten Modefotografen der Schweiz. Die Photobastei in Zürich stellt seine Bilder, die einen umfassenden Überblick seines Schaffens geben unter dem Titel „Gegen den Strom und dem Licht entgegen“ aus. 16. September bis 30. Oktober 2016
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Hans Feurer – Gegen den Strom und dem Licht entgegen
Fotoausstellung Zürich . Hans Feurer ist einer der bekanntesten Modefotografen der Schweiz. Die Photobastei in Zürich stellt seine Bilder, die einen umfassenden Überblick seines Schaffens geben unter dem Titel „Gegen den Strom und dem Licht entgegen“ aus. 16. September bis 30. Oktober 2016




Der Modefotograf Hans Feurer (*1939) hat unter anderem für die britische, französische und amerikanische Vogue fotografiert und nicht zu vergessen auch für den exklusiven Pirelli-Kalender
(1974). Er hat das wegweisende und radikale Modemagazin Nova [mit]gegründet (1965-1975) und
wurde zum Hausfotografen der japanischen Modemarke Kenzo. Hierzulande kennt man aber eher
die Namen seiner ehemaligen Assistenten, wie beispielsweise Patrick Demarchelier, oder die der
Models, wie Iman, denen er zum internationalen Durchbruch verhalf. Er selbst blieb dagegen in
Schweiz ein bekannter Unbekannter.

 


Hans Feurer begann seine Karriere eigentlich als arrivierter Art Director für verschiedene Werbefirmen in London und arbeitete dort mit Fotografen wie William Klein, Frank Horvat, Edouard
Bouba und Helmut Newton. Nach einer ersten abenteuerlichen Reise per Land Rover durch Afrika
entschied er sich dann 1966 selbst Modefotograf zu werden. Inspiriert hat ihn dabei neben des
Glamours des Berufes vor allem das Licht des afrikanischen Kontinenten, gerade wenn es am frühen Morgen die Frauen sinnlich umspielte und gegen die Landschaften abzeichnete. Schon kurz nach
seiner Rückkehr nach London war er gut gebucht und feierte erste Erfolge.
Kein Blitz, kein Filter und kein Reflektor stören das, was er aus dem Möglichen eines Augenblicks, Models und Ortes herausholen kann und will. „Ich finde, die Wirklichkeit ist etwas Magisches”, wird Feurer dann auch nicht müde zu betonen und schwimmt damit hart gegen den Strom digitaler Post-Production. Aber nur so entstehen diese Modefotografien, die eine heute fast einmalige Farbigkeit, Authentizität und Lebendigkeit versprühen und in denen die Frauen immer eine starke Präsenz haben.

 

 


Hans Feurers Fotografien finden ihre Inspiration und Entsprechung auch in seinem eigenen Leben
zwischen Zurückgezogenheit und Abenteuerlust. Man merkt, hier fotografiert einer, der sich in der
Welt wohlfühlt und positiv in seinem Leben geerdet ist.


Photobastei Sihlquai 125, Zürich



15.09.2016 - 10.11.2016
Fotoausstellung Hamburg . Bis zum 10. November 2016 kann man in der Freelens Galerie die Bilder der israelischen Fotografin Noga Shtainer bewundern, spannende Porträts von Menschen, die einen alternativen Lebensstil gewählt haben. Neben dieser Serie „Wagenburg“ wird als zweite Arbeit von Noga Shtainer die Schwarzweiß-Serie „Near Conscious“ vorgestellt.
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Noga Shtainer – Wagenburg / Near Conscious
Fotoausstellung Hamburg . Bis zum 10. November 2016 kann man in der Freelens Galerie die Bilder der israelischen Fotografin Noga Shtainer bewundern, spannende Porträts von Menschen, die einen alternativen Lebensstil gewählt haben. Neben dieser Serie „Wagenburg“ wird als zweite Arbeit von Noga Shtainer die Schwarzweiß-Serie „Near Conscious“ vorgestellt.

 

Noga Shtainer; Ellain the woods 1999



Als Noga Shtainer 2010 aus Israel nach Berlin umzieht, streift sie aufmerksam durch die neue Stadt. Auf einem Ausflug entdeckt sie Leute, die in Bauwagen wohnen und einen alternativen Lebensentwurf verwirklichen. Die Fotografin ist sofort magnetisiert – als Außenseiterin in der Fremde fühlt sie sich dieser kleinen Gemeinschaft eng verbunden. Sie selbst ist in einem genossenschaftlich organisierten Moschaw, einer Art dörflicher Kommune von Kleinbauern, aufgewachsen. Also beschließt sie, die Bewohner der Bau- und Wohnwagen zu porträtieren. Kein leichtes Unterfangen – nur ungern gewähren diese Außenstehenden Zugang in ihr abgeschottetes Leben. Drei Jahre lange begleitet die Fotografin Menschen, die ihr schließlich Fenster und Türen zu ihrer kleinen intimen Welt öffnen. Das Ergebnis ihrer Serie »Wagenburg« enthält rätselhafte, träumerische Porträts, die eine Mischung aus kunstvoller Inszenierung und spontaner Momentaufnahme darstellen.

 

Noga Shtainer untitled 2011

 

 

Noga Shtainer Ann and the kids 2007

 


Auch die zweite Arbeit zeugt von Noga Shtainers besonderen Fähigkeit des Porträtierens. An der Schwarzweiß-Serie »Near Conscious« hat sie zwölf Jahre gearbeitet. Als sie ein junges Mädchen ist, lassen sich ihre Eltern scheiden. Der Vater bekommt mit einer neuen Frau eine Tochter. Die Halbschwester Ella wohnt in ihrem alten Zimmer, hat die gleichen Möbel und wächst ähnlich wie sie selbst auf. Noga Shtainer ist erst 15 Jahre alt, als sie beginnt, Ella regelmäßig zu fotografieren. Die Fotos ihres Langzeitprojekts erzählen in einfühlsamer Weise von Familie, Nähe und Identität und bedeuten zugleich eine Art Rückeroberung der eigenen Kindheit.

Noga Shtainer ist 1982 in Zefat/Israel geboren. Eigentlich will sie Schauspielerin werden. Als sie keinen Platz an der WIZO School of Art In Haifa bekommt, landet sie eher zufällig in der Fotoklasse. Nach ihrer Ausbildung und erfolgreichen Ausstellungen in ihrem Heimatland kommt sie als Fotografin nach Berlin, um sich fotografisch weiterzuentwickeln. In Berlin ist sie u.a. an der Ostkreuzschule in der Klasse von Ute Mahler. Das Porträt steht immer im Zentrum ihres fotografischen Schaffens. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen in Israel und Deutschland gezeigt worden. Noga Shtainer hat für ihre Porträtserien mehrere Preise erhalten und zwei Bücher publiziert.

Freelens Galerie, Steinhöft 5, Hamburg

10.09.2016 - 29.10.2016
Fotoausstellung München . Der japanische Fotokünstler Yuji Hamada wird in der Galerie f5,6 mit Arbeiten aus den Serien „Primal Mountain“ und „Photograph“ präsentiert. 10. September bis 29. Oktober 2016
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Yuji Hamada
Fotoausstellung München . Der japanische Fotokünstler Yuji Hamada wird in der Galerie f5,6 mit Arbeiten aus den Serien „Primal Mountain“ und „Photograph“ präsentiert. 10. September bis 29. Oktober 2016

 

Aus der Serie "Primal Mountain"

 

Yuji Hamada, geboren und aufgewachsen  in Osaka, studierte  Fotografie  an der Universität  von Nihon in Japan. Eines Tages erhielt  er von einem Freund auf Urlaubsreise eine Postkarte  aus der Schweiz, darauf abgebildet eine Gebirgslandschaft  der Schweizer  Alpen.  Kurze  Zeit später,  im  März  2011, ereignete  sich in Japan das schwere,  das ganze Land erschütternde Erdbeben.  Frustriert darüber,  in den Medien keinen  genauen Überblick  über  die Lage zu erhalten,  fiel ihm kurz darauf die Karte aus der Schweiz wieder in die Hände. Je länger er die Karte betrachtete, desto unwirklicher kam ihm die darauf abgebildete Szene vor. Er nahm sich daher vor, die Alpenlandschaft aus der fernen Schweiz nachzubauen und in der Natur zu fotografieren. Hamadas Ziel war es, ganz bewusst Vexierbilder zu erstellen, die deutlich machen sollten, wie leicht die Differenz von Abbildung und Realität auch übersehen werden kann. Es geht ihm  dabei nicht  darum, etwas Inszeniertes als real auszugeben, sondern  darum zu zeigen, wie leicht sich Lüge und Wahrheit näher kommen können.

 

Aus der Serie "Primal Mountain"

 

 

Yuji Hamada  lebt  und  arbeitet   in  Tokio,  Japan.  Er  wird von  der  japanischen  Galerie  PGI –  Photography  Gallery International in Tokio vertreten.

 

10.09.2016 - 16.10.2016
Fotoausstellung Wien . Zum fünfzehnten Mal in Folge gastiert die Ausstellung mit den besten Fotos des World Press Photo Wettbewerbs in Wien bei WestLicht Schauplatz für Fotografie. Dort wurde zur Eröffnung auch der Gewinner des World Press Photos des Jahres Warren Richardson von Peter Coeln, WestLicht-Besitzer begrüsst.. Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Oktober zu sehen.
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World Press Photo
Fotoausstellung Wien . Zum fünfzehnten Mal in Folge gastiert die Ausstellung mit den besten Fotos des World Press Photo Wettbewerbs in Wien bei WestLicht Schauplatz für Fotografie. Dort wurde zur Eröffnung auch der Gewinner des World Press Photos des Jahres Warren Richardson von Peter Coeln, WestLicht-Besitzer begrüsst.. Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Oktober zu sehen.

 

Eröffnung World Press Photo16 bei WestLicht: Warren Richardson und Peter Coeln
copyright M Froehlichluxundlumen

 

Ein Vater, ein Flüchtling aus Syrien, dem sein kleines Kind durch ein Loch im Stacheldrahtzaun gereicht wird mit diesem Bild wurde Warren Richardson, der Gewinner des World Press Photo des Jahres. Bei der Eröffnung der World Press Photo Ausstellung im Fotomuseum Westlicht erinnert sich der Fotograf  noch einmal an diese Szene an der ungarisch-serbischen Grenze. Sie geschah in einer Vollmondnacht im August 2015. Davor musste das Kind geschützt werden, als ungarische Grenzsoldaten die Flüchtlinge mit Pfefferspray attackierten.

 

 World Press Photo des Jahres 2015: Warren Richardson, Australien

 

Für WestLicht-Besitzer Peter Coeln ein hochpolitisches Foto, ein besonders wichtiges Bilddokument für die Besucher der World Press Photo Ausstellung – gerade in Zeiten wie diesen. Die politische Brisanz der aktuellen Weltlage bestimmt auch stark die übrige Auswahl der besten Pressefotos des letzten Jahres.

 

 2. Preis Einzelfoto: Corentin Fohlen, Frankreich
Demonstration gegen den Terrorismus in Paris, 11. Januar 2015

 

3. Preis Fotoserien Alltagsleben: Sebastían Liste Spanien
Bürgerjournalismus in Brasiliens Favelas, Rio de Janeirao, 8. Februar 2015

 

 

2. Preis Fotoserien, Menschen: Daniel Ochoa, Spanien
La Maya Tradition, Colmenar Vlejo, Spanien, 2. Mai 2015

 

 

 2. Preis Einzelfotos, Sport: Greg Nelson, USA
2015 VCAA-Basketball-Turnier, Omaha, Nebraska, USA 20. März 2015

 

Der Pressefoto-Wettbewerb wir seit 1955 von der World Press Photo Foundation in Amsterdam ausgeschrieben. Insgesamt wurden diesmal 42 FotografInnen aus 21 Ländern in acht Kategorien ausgezeichnet. Beworben hatten sich fast 6.000 Kandidaten mit über 80.000 Fotografien. Die prämierten Einzelbilder und Fotoserien lassen als Ikonen der Zeitgeschichte das vergangene Jahr Revue passieren und zeigen auf eindringliche Weise Ereignisse aus den Bereichen Politik, Kultur, Sport und Natur.

 

Das Buch zur Ausstellung „World Press Photo 16“ mit den preisgekrönten Arbeiten ist bei Till Schaap Editionn erschienen, hat 240 Seiten und kostet 27 Euro.

 

Fotomuseum Westlicht, Westbahnstraße 40, Wien

 

 

 

 

09.09.2016 - 19.11.2016
Fotoausstellung Köln . Neun japanische Fotografen stellen im Japanischen Kulturinstitut mit ihren Bildern aus den Jahren 1940 bis 2011 die Region Tôhoku vor, die 2011 durch ein schweres Erdbeben und einen Tsunami erschüttert wurde. Vom 9. September bis 19. November 2016.
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Tôhoku – der Nordosten Japans
Fotoausstellung Köln . Neun japanische Fotografen stellen im Japanischen Kulturinstitut mit ihren Bildern aus den Jahren 1940 bis 2011 die Region Tôhoku vor, die 2011 durch ein schweres Erdbeben und einen Tsunami erschüttert wurde. Vom 9. September bis 19. November 2016.

 

Driving off Sparrows, Kitsunezaka, Taiyu Village
Teisuke Chiba, 1943
457 x 560, Lambda print
© Courtesy of Teiko Chiba

 


Jeder erinnert sich an den Tag als die japanische Region Tôhoku im Nordosten des Landes am 11. März 2011 durch ein schweres Erdbeben und einen Tsunami erschüttert wurde. Im Gedächtnis sind  Ortsnamen wie Fukushima geblieben, ansonsten ist außerhalb Japans nur wenig über die Geschichte und Kultur der Region bekannt. Die Ausstellung der Japan Foundation zeigt Arbeiten, die zwischen 1940 und 2011 von neun herausragenden Fotografen und einer Fotografengruppe aufgenommen wurden: Teisuke Chiba, Ichirô Kojima, Hideo Haga, Masatoshi Naitô, Hiroshi Ôshima, Meiki Lin, Masaru Tatsuki, Sendai Collection, Nao Tsuda und Naoya Hatakeyama. Vorgestellt werden Motive von Landschaften und historischen Artefakten ebenso wie von lokalen Riten und Szenen aus dem Alltag der Menschen. Kuratiert wurde die Ausstellung von dem Fotografie-Kritiker, –Historiker und Herausgeber Kôtarô Iizawa.

 

Reflection of Green Beech Woods
Meiki Lin, 2011
728 x 1030, Lambda print
© Courtesy of Artist



Ergänzt wird die Ausstellung durch eine digitale Präsentation der Serie "Tôhoku" des deutschen Fotografen Hans-Christian Schink. Als Stipendiat des Goethe-Instituts Villa Kamogawa in Kyoto reiste er im Jahr 2012 für mehrere Wochen in die verwüstete Region und hat beeindruckende Photographien geschaffen, welche einerseits stille Aufnahmen von Landschaften zeigen, zum anderen aber auch die Gewalt der Naturkatastrophe und das Ausmaß der Zerstörung vor Augen führen. Die Serie erschien 2013 unter dem Titel „Tôhoku“ als Photoband beim Hatje Cantz Verlag.

 

Kesengawa, 2003/08/23
Naoya Hatakeyama, 2003
279 x 356 C-type print
© Courtesy of Artist



Erweiterte Öffnungszeiten während des Photoszene-Festivals der Internationalen Photoszene Köln
Freitag, 23.09.16: bis 22 Uhr
Samstag, 24.09.16: von 10 bis 19 Uhr
Sonntag, 25.09.16: von 11 bis 19 Uhr

Filmvorführungen während der Ausstellungsdauer
Dokumentarfilm über den Photographen Naoya Hatakeyama
Mirai o nazoru (Tracing the Future, Photographer Naoya Hatakeyama)
Regie: Yôhei Hatakeyama, 2015, 87 Minuten, OmeU
Freitag, 23.09.16, um 18 Uhr und 20 Uhr
Samstag, 24.09.16, um 17 Uhr


Slideshow
In Zusammenarbeit mit der Japanischen Fremdenverkehrszentrale (JNTO) werden im Foyer durchgängig Bilder aus der Region Tôhoku gezeigt.

Japanisches Kulturinstitut, Universitätsstraße 98, Köln

08.09.2016 - 30.10.2016
Fotoausstellung Hannover . Neunmal bereiste Daniel Pilar zwischen 2007 und 2014 Afghanistan und fotografierte dort den Einsatz der Bundeswehr, die afghanische Armee und die Bevölkerung. GAF Galerie für Fotografie stellt die Bilder des Fotojournalisten aus. 8. September bis 30. Oktober 2016
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Daniel Pilar - Afghanistan Endlos
Fotoausstellung Hannover . Neunmal bereiste Daniel Pilar zwischen 2007 und 2014 Afghanistan und fotografierte dort den Einsatz der Bundeswehr, die afghanische Armee und die Bevölkerung. GAF Galerie für Fotografie stellt die Bilder des Fotojournalisten aus. 8. September bis 30. Oktober 2016

 

 

Daniel Pilar hat den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan fotografiert, das er zwischen den Jahren 2007 und 2014 neunmal bereiste. Dabei lag sein Schwerpunkt neben der Bundeswehr auf der afghanischen Armee und der Bevölkerung.
Ausgelöst durch die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 begann die von Washington geführte militärische Intervention in Afghanistan. Die zielte darauf, die seit 1996 herrschende Taliban-Regierung zu stürzen und die Terrororganisation Al-Qaida zu bekämpfen, die für den Terroranschlag verantwortlich gemacht wurde.
Die Bundesregierung beschloss daraufhin das Mandat “Operation Enduring Freedom“ zur Stabilisierung Afghanistans, das bis zum 31. Dezember 2014 immer wieder verlängert wurde. Damit beteiligten sich deutsche Soldaten an der ISAF (International Security Assistance Force).

 

 


Der damalige Verteidigungsminister Peter Struck sagte im Rahmen der Überarbeitung der „Verteidigungspolitischen Richtlinien“, dass die „Sicherheit Deutschlands auch am Hindukusch verteidigt“ werde. Damit führte er eine kontroverse gesellschaftliche Debatte herbei. Afghanistan wurde zum Exerzierfeld der deutschen Außenpolitik und des gewandelten Sicherheitsverständnisses der Bundesregierung. Anfangs ging es um die Stabilisierung der Sicherheit im Lande, die Ausbildung von afghanischen Polizeikräften und der sich im Aufbau befindenden afghanischen Armee; später geriet das Engagement immer mehr zu einem Kriegseinsatz.
Das Bewusstsein, die Sicherheit der Bundesrepublik am Hindukusch verteidigen zu müssen, führte bei einem großen Teil der deutschen Bevölkerung zu Unbehagen; dies Bewusstsein spürten indes auch Bürger in Uniform in Afghanistan selten. Vielmehr waren es wirtschaftliche, karrieristische und kameradschaftliche Gründe, die bei dem zu Höchstzeiten über 5300 Mann starken Kontingent der Soldaten zu hören waren. Auf die Frage nach der persönlichen soldatischen Motivation für den Einsatz waren ein Neuwagen, ein Eigenheim, kurz gesagt die Gefahrenzulage und die steigenden Chancen einer Beförderung die gängigen Antworten. Manche fühlten sich politisch und ideologisch fehl am Platz.
Seit Anfang 2015 ist die Bundeswehr mit einem veränderten Mandat weiterhin militärisch beratend tätig. Die Erfolge des Einsatzes sind jedoch anhand der Sicherheitslage und der Präsenz der Taliban kaum spürbar.
Daniel Pilar, 1976 in Langenhagen geboren, studierte Fotojournalismus an der Fachhochschule Hannover und arbeitet gebunden an die Frankfurter Allgemeine Zeitung als freiberuflicher Fotograf und Fotojournalist für verschiedene Verlage und Publikationen sowie Hilfsorganisationen.

 

GAF Galerie für Fotografie, Seilerstraße 15d, Hannover

 

02.09.2016 - 28.10.2016
Fotoausstellung Eschborn . Am 2. Juni 2016 erhielt Trevor Paglen den Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2016. Jetzt werden er und die anderen drei Finalisten - Laura El-Tantawy, Erik Kessels und Tobias Zielony – in einer Ausstellung in The Cube in Eschborn, dem Unternehmenssitz der Deutschen Börse im Rahmen von Führungen bis zum 28. Oktober 2016 gezeigt.
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Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2016
Fotoausstellung Eschborn . Am 2. Juni 2016 erhielt Trevor Paglen den Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2016. Jetzt werden er und die anderen drei Finalisten - Laura El-Tantawy, Erik Kessels und Tobias Zielony – in einer Ausstellung in The Cube in Eschborn, dem Unternehmenssitz der Deutschen Börse im Rahmen von Führungen bis zum 28. Oktober 2016 gezeigt.



Foto Trevor Paglen, PAN (Unknown; USA-207), 2010

Die Deutsche Börse Photography Foundation vergibt gemeinsam mit der Photographers' Gallery London jährlich die renommierte Auszeichnung für zeitgenössische Fotografie. In der Ausstellung  werden Werke der vier Finalisten des diesjährigen Prize, Laura El-Tantawy, Erik Kessels, Trevor Paglen und Tobias Zielony vorgestellt. Es sind multimediale Arbeiten zu politischen als auch persönlichen Themen, die sich mit Identität, Migration, Überwachung und Verlusterfahrung auseinandersetzen.
2016 bestsmd die Jury aus David Drake, Director Ffotogallery, Cardiff; dem New Yorker Medienkünstler Alfredo Jaar; Wim van Sinderen, Senior-Kurator im Fotomuseum Den Haag; sowie Anne-Marie Beckmann, Kuratorin der Art Collection Deutsche Börse. Brett Rogers, Direktorin der Photographers’ Gallery, führte den Vorsitz (ohne Stimmabgabe).
Trevor Paglen (geb. 1974, USA) wurde für seine Ausstellung im Frankfurter Kunstverein 20. Juni–30. August 2015 ausgezeichnet. Das Projekt stellt komplexe Themen wie Massenüberwachung, Datensammlung, geheime Satelliten- und Drohneneinsätze und die mit ihnen verbundenen Machtsysteme dar. Die Installation umfasst Bilder zugangsbeschränkter Militär- und Regierungsbezirke, Skylines, auf denen die Flugspuren von Drohnen sichtbar sind, skulpturhafte Elemente und Rechercheergebnisse, die in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Amateurastronomen und Menschenrechtsaktivisten zusammengetragen wurden. Durch seine Arbeit demonstriert Paglen, dass Geheimnisse zwar vor den Blicken der Öffentlichkeit versteckt werden können, ihre Spuren und Strukturen jedoch oft sichtbare Beweise in der Landschaft hinterlassen.

 

Foto Laura El-Tantawy, Women of Tahrir, 2013


Laura El-Tantawy  (geb. 1980, Großbritannien/Ägypten) wurde für ihren selbst veröffentlichten Fotoband In the Shadow of the Pyramids (2015) ausgewählt. Die Fotografien, entstanden zwischen 2005 und 2014, zeigen die Atmosphäre und zunehmende Spannung in Kairo vor und während der Januar-Revolution auf dem Tahrir-Platz (2011-13). El-Tantawy wuchs zwischen Ägypten, Saudi Arabien und den USA auf. Mit dem Projekt In the Shadow of the Pyramids erforscht sie parallele Erzählstränge ihrer eigenen Familienhistorie anhand der Identitätssuche einer Nation in Aufruhr. Sie kombiniert alte Familienfotos und eigene lyrische Zeugenaussagen mit Portraits von Protestierenden und Straßenszenen in Nahaufnahme, welche die Gewalt und Euphorie der Massen lebhaft zum Ausdruck bringen.
Erik Kessels  (geb. 1966, Niederlande) überzeugte durch seine Ausstellung Unfinished Father in der Fotografia Europea, Reggio Emilia, Italien (15. Mai–31. Juli 2015). In Unfinished Father reflektiert Kessels die fragmentierten Realitäten von Verlust, Erinnerung und einem in Aufruhr und Unordnung geratenen Leben nachdem sein Vater einen Schlaganfall erlitten hatte, der dessen Invalidität zur Folge hatte. Das unvollendete Restaurierungsprojekt des Vaters, ein alter Fiat 500, dient dem Künstler als Darstellungsobjekt für den Zustand seines Vaters. Auf der Ausstellungsfläche bringt er Teile der auseinandergebauten Karosserie mit Fotografien von Autoteilen und von seinem Vater gemachten Aufnahmen zusammen.

Tobias Zielony (geb. 1973, Deutschland) kam The Citizen, ausgestellt als Teil des deutschen Pavillon in der 56. Biennale in Venedig (9.Mai–22.November 2015) unter die Finalisten. Die Fotografien sind überwiegend in Berlin und Hamburg entstanden. Sie zeigen die Lebensumstände afrikanischer Flüchtlingsaktivisten in Europa. Nach der Flucht vor Gewalt und Unterdrückung in ihren Heimatländern und auf der Suche nach Freiheit und Sicherheit finden sie sich oftmals als Außenseiter in Flüchtlingslagern wieder, ohne rechtliche Vertretung oder Arbeitserlaubnis. Neben den Bildern werden Zeugenaussagen, Interviews und Erzählungen, welche über die Reisen und Erlebnisse der Immigranten berichten und von Zielony in afrikanischen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht wurden, gezeigt.
Der Deutsche Börse Photography Foundation Prize wird jährlich an einen zeitgenössischen Fotokünstler beliebiger Nationalität vergeben, der im Vorjahr in Form einer Ausstellung oder Publikation einen bedeutenden Beitrag zur Fotografie in Europa geleistet hat.
Als einer der renommiertesten Preise im Bereich Fotografie macht er auf bedeutende Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie aufmerksam und zeigt Werke von Künstlern, die die aktuelle internationale Fotoszene prägen.
Der Preis wurde 1996 von der Photographers’ Gallery London ins Leben gerufen. Die Deutsche Börse war seit 2005 Titelsponsor der mit 30.000 £ dotierten Auszeichnung. Seit Gründung der Deutsche Börse Photography Foundation im Jahr 2015 engagiert sich diese als Partner der Photographers’ Gallery und führt die Vergabe der Auszeichnung unter dem Titel „Deutsche Börse Photography Foundation Prize“ fort.
Die Kandidaten des Deutsche Börse Photography Foundation Prize werden von der „Academy“, einer Gruppe von über 100 internationalen Fotografie-Experten, vorgeschlagen. Eine jährlich wechselnde internationale Jury entscheidet daraufhin, welche vier Fotografen an der Finalisten-Ausstellung teilnehmen. Aus diesen Finalisten wählt sie in einer zweiten Sitzung den Gewinner aus. Die Preisverleihung findet in der Photographers’ Gallery London statt.
Die Deutsche Börse Photography Foundation bietet regelmäßig Führungen durch ihre Ausstellungen am Hauptstandort der Deutschen Börse, The Cube in Eschborn, an.


Deutsche Börse Photography Foundation GmbH, Börsenplatz 4, Frankfurt/Main

Weitere Informationen und aktuelle Termine für die Kunstführungen
www.deutscheboersephotographyfoundation.org

22.08.2016 - 30.09.2016
Fotoausstellung Merchweiler . Im Rathaus von Merchweiler sind in der Ausstellung „Augenblicke“ Bilder des Münchner Fotografen Maximilian Mutzhas zu bewundern, die einen abwechslungsreichen Überblick dessen fotografischen Arbeit geben. 22. August bis 30. September 2016
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Maximilian Mutzhas – Augenblicke
Fotoausstellung Merchweiler . Im Rathaus von Merchweiler sind in der Ausstellung „Augenblicke“ Bilder des Münchner Fotografen Maximilian Mutzhas zu bewundern, die einen abwechslungsreichen Überblick dessen fotografischen Arbeit geben. 22. August bis 30. September 2016

 

Schönheit des Designs, Stillleben eines Plattenspielers, 2012

 

Stilllife – eine trockene Angelegenheit ohne besonderen fotografischen Esprit? Nein keineswegs, wenn man die Bilder von Maximilian kennt. Der Fotograf haucht jedem  Wasserglas, jedem Plattenspieler, jedem Schmuckstück Leben ein, holt jede – anderen vielleicht verborgene – Schönheit aus den Objekten, die er fotografiert ein. „ Bewusst habe ich mich für eine Retrospektive der letzten 15 Jahre entschieden, um zu zeigen, wie vielfältig die Arbeit eines Stilllife- Fotografen sein kann”, erklärt Mutzhas die Auswahl seiner Bilder. Während einer Assistenz bei einem Studio-Designer ist er auf den Geschmack gekommen und seine Berufswahl getroffen.

 

 Stillleben in Anlehnung an die klassische Malerei, 2014

 

 Porträt eines Exilrussen, Bilder asu dem Wohnbereich, 2004

 

 Stilllleben Schädel mit Schmuck, 2016

 

„Die Kombination aus Technik und kreativer Arbeit hat mich so begeistert, dass ich den Plan gefasst habe, die Fotografie als Beruf zu ergreifen. Die Ausbildung zum Fotografen machte ich von 1989 bis 1992. Ernst wurde es ab 1992, denn jetzt war ich freier Fotodesigner und selbständig, mit eigenem Fotostudio im Raum München. Auch wurde ich Mitglied beim DJV (Deutscher Journalisten-Verband) und einige Jahre später in den DGPH berufen”, erzählt Maximilian Mutzhas.

 

 Urbane Tempel, entstanden in München, 2012

 

Zu seinen Auftraggebern zählten Firmen wie Siemens, Panasonic, Adidas, Atomic, Salewa und viele mehr. Maximilian Mutzhas gibt sein Wissen um die Gestaltung und Lichtführung im Bereich Stilllife und in der digitalen Fotografie und Bildbearbeitung auch in Workshops weiter. Außerdem ist er seit Anfang 2008 als Dozent für Fotografie an der ifog Akademie in München tätig. „Für mich ist es immer noch interessant dabei zu beobachten, was Studenten über die Fotografie denken und umsetzen“, erklärt Maximilian Mutzhas.

Durch seine stetige Arbeit im abgedunkelten Atelier entstand aber in den letzten Jahren immer mehr der Wunsch, auch Landschafts- Architektur- und Reportage-Fotografie zu betreiben. Plötzlich hieß es für ihn die „Rein ins Licht rein ins Leben“ und es folgten Reisen in den Kaukasus, nach Lappland, nach Sibirien und Schottland.

„Natürlich ist es so, dass man als freier Fotograf immer daran denken muss, „wie geht es weiter?“ Ich beschäftigte mich mit 360 Grad-Panoramen, natürlich mit hoch auflösenden Kamerasystemen. Dazu kam die Fotografie inclusive Videofilmen mit Drohnen”, berichtet Mutzhas.

Die Ausstellung ist werktags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

 

12.08.2016 - 16.10.2016
Fotoausstellung Salzburg. Eine Hommage an weibliche Ästhetik, Sinnlichkeit und Erotik sind die atemberaubenden Aufnahmen des belgischen Fotografen Marc Lagrange. Im Dezember 2015 ist der Künstler bei einem Autounfall auf Teneriffa ums Leben gekommen. In Österreich zeigt die Leica Galerie Salzburg die erste Ausstellung nach seinem Tod. Vom 12. August bis 16. Oktober 2016
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Marc Lagrange – Senza Parole
Fotoausstellung Salzburg. Eine Hommage an weibliche Ästhetik, Sinnlichkeit und Erotik sind die atemberaubenden Aufnahmen des belgischen Fotografen Marc Lagrange. Im Dezember 2015 ist der Künstler bei einem Autounfall auf Teneriffa ums Leben gekommen. In Österreich zeigt die Leica Galerie Salzburg die erste Ausstellung nach seinem Tod. Vom 12. August bis 16. Oktober 2016

 

Marc Lagrange war einer der besten und erfolgreichsten Aktfotografen. Seine Aufnahmen waren immer weit entfernt von billiger Nacktheit, sondern feierten die weibliche Schönheit in opulenten Bildern, die oft an exklusiven Orten wie Schlössern entstanden. Er inszeniert die Weiblichkeit mit Charme und arbeitet gern mit den gleichen Modellen zusammen. International wurde der Fotograf, der in Antwerpen lebte und arbeitete mit dem Buch „Diamond & Pearls“, das in Deutschland im teNeues Verlag erschien.

 

 

Lagangre‘s Bilder beinhalten sorgfältig arrangierte, opulente Szenerien mit sehr viel Liebe fürs Detail. Für sein letztes Werk „Senza Parole“ ließ Marc Lagrange nach Kulissen suchen, die auf magischer Weise die bildhauerischen Künste verkörpern. Marc Lagrange´s Aufnahmen werden überall auf der Welt gesammelt und ausgestellt.
In Österreich zeigt die Leica Galerie Salzburg die erste Ausstellung nach seinem Tod.

Leica Galerie, Gaisbergstraße 12, Salzburg

 

17.07.2016 - 20.11.2016
Fotoausstellung Bayreuth . In einer Sonderausstellung zeigt das Richard Wagner Museum Theaterfotografien von Monika Rittershaus die einen Einblick erlauben in die vielfältige Welt der Wagner-Inszenierungen. 17. Juli – 20. November 2016
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Wagnerbilder. Monika Rittershaus. Fotografien 1992-2016
Fotoausstellung Bayreuth . In einer Sonderausstellung zeigt das Richard Wagner Museum Theaterfotografien von Monika Rittershaus die einen Einblick erlauben in die vielfältige Welt der Wagner-Inszenierungen. 17. Juli – 20. November 2016

Das Rheingold. Los Angeles Opera. 2009. Inszenierung und Bühne: Achim Freyer. Kostüme: Amanda Freyer.
Licht: Brian Gale. © Monika Rittershaus

 

Die Theaterfotografie ist eine besondere Disziplin der Fotokunst. Das Theater entzieht sich als performative, dynamische Kunstform dem fixierten Moment der in der Fotografie erstarrten und gleichsam geronnenen Zeit. Es kommt daher darauf an, nicht nur die künstlerische Intention einer Opernproduktion und ihrer Urheber im festgehaltenen Augenblick zu erfassen, sondern auch ihren spezifischen inneren und äußeren Rhythmus. Eine gelungene Theaterfotografie ist mithin nicht nur Dokumentation, sondern stets auch Interpretation und Darstellung von Theaterästhetik und das beweisen die Bilder von Monika Rittershaus.

 

Tristan und Isolde. Staatsoper Berlin. 2006. Inszenierung: Stefan Bachmann. Bühne: Herzog & de Meuron.
Kostüme: Annabelle Witt. Licht: Andreas Fuchs. © Monika Rittershaus

 

Ihre Momentaufnahmen fassen den Geist einer Operninszenierung wie in einem Brennglas zusammen. Insbesondere der Wechselbeziehung zwischen Figur und Raum kommt dabei besondere Bedeutung zu. Dabei versteht Monika Rittershaus sich auch in der zugleich individuellen wie typischen Zeichnung der Operngestalten und ihrer Charaktere. Das Theater als vergängliche Kunst über den Menschen erscheint in den Fotografien von Monika Rittershaus nicht als Dokumentation vergänglicher Geschichte historischer Aufführungen, sondern in seiner ganzen spannenden Gegenwärtigkeit und Lebendigkeit.

Die Ausstellung im Richard Wagner Museum 2016 ist eine Retrospektive der Arbeiten von Monika Rittershaus zu Wagner-Inszenierungen. Aus ihrer jahrelangen Zusammenarbeit mit bedeutenden und verschiedensten Regisseuren und Bühnenbildnern entsteht so ein faszinierendes und künstlerisch hochwertiges Panorama verschiedenster Wagner-Deutungen in den vielfältigen Ausdrucksformen moderner Theaterästhetik. So weitet die Ausstellung nicht nur den Blick auf Wagner und zeigt sein Werk aus den verschiedensten Perspektiven, sondern erzählt in den Fotografien von Monika Rittershaus von der Kunst und der Faszination des Theaters und der Wagner-Inszenierung mittels Kunstwerken eigener und faszinierender Art.

 

Götterdämmerung. Hamburgische Staatsoper. 2010. Inszenierung: Claus Guth. Bühne und Kostüme: Christian Schmidt. Licht: Michael Bauer. © Monika Rittershaus

 

Monika Rittershaus, geb. 1963, gehört zu den bedeutendsten, nachgefragtesten und erfolgreichsten Theaterfotografinnen unserer Zeit. 1982 – 1984 studierte sie Philosophie, Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Wuppertal, von 1985 – 1992 Fotografie an der Fachhochschule Dortmund bei Prof. Gisela Scheidler. Seit 1989 arbeitet sie als Theaterfotografin unter anderem für die Staatsoper Berlin, Komische Oper Berlin, Berliner Ensemble, Oper Frankfurt, Nederlandse Opera, Hamburgische Staatsoper, Salzburger und Schwetzinger Festspiele, Los Angeles Opera.

 Folgende Buch- und Katalogpublikationen sind von Monika Rittershaus erschienen:

1995 Klangbilder, Portrait der Staatskapelle Berlin
1999 Achim Freyer ZAUBERFLÖTENWELT
2006 Malakhovs Dornröschen
2007 FREYER THEATER
2008 Schwetzinger Festspiele 1996-2008
2009 The Jerusalem Chamber Music Festival

 

 

 

17.07.2016 - 30.11.2016
Fotoausstellung und Workshop Salzburg . Im Fotoraum Hohensalzburg werden vom 19. Juli bis 30. November 2016 "Festungsfotografien aus 125 Jahre" gezeigt. Außerdem gibt es vom Freitag 16. bis 18. September 2016 auf der Festung Hohensalzburg einen Lochkamera-Workshop.
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Festungsfotografien aus 125 Jahren
Fotoausstellung und Workshop Salzburg . Im Fotoraum Hohensalzburg werden vom 19. Juli bis 30. November 2016 "Festungsfotografien aus 125 Jahre" gezeigt. Außerdem gibt es vom Freitag 16. bis 18. September 2016 auf der Festung Hohensalzburg einen Lochkamera-Workshop.

 

Reinhart Mlineritsch, „Festung, Hoher Stock", 2016, s/w Fotografie, 94 x 120 cm

 

Die Ausstellung "Festungsfotografien aus 125 Jahren" stellt historische Fotografien, beginnend mit  Carl von Frey, Ende des 19. Jahrhunderts, und aktuelle Fotoarbeiten gegenüber. Thema ist die Festung, vor allem die inneren Bereiche.

Man begegnet historischen Ansichten aus den Salzburger Archiven von Robert L. Erdmann, Carl von Frey und unbekannten Autoren und aktuellen Werken von Irene Andessner, Christa Kempf, Reinhart Mlineritsch, Esther Moises, Joyce Rohrmoser, Patrick Schaudy, Gretl Thuswaldner, Wang Jixin, Otto Wieser.

 


Christa Kempf, „im Blick 2016", analoge Fotografie mit Lochkamera, 64 x 80 cm

 

 

In dem Museumseingang zeigt die Galerie im Traklhaus in Kooperation mit der Festungsverwaltung seit Herbst 2011 Fotoarbeiten von Künstlern, mit denen in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet wurde. Die Serien, die hier jeweils 4 Monate ausgestellt werden, sind eigens dafür produziert. Neben dem Museum mit historischem Schwerpunkt auf der Festung wird aktuelle, zeitgenössische Kunst präsentiert.

Eingang: rechts in der Hauptstiege Hoher Stock (im Bereich Zugang zum Festungsmuseum)

Lochkamera-Workshop

Nach dem Erfolg des Lochkamera-Workshop vor zwei Jahren gibt es in diesen September wieder einen Termin dieses Mal verlängert auf ein ganzes Wochenende. Der Workshop wird gleitet von Patrick Schaudy, der sich seit mehr als 15 Jahren mit Lochkameras und alternativer Fotografie beschäftigt. Der Workshop findet im ehemaligen Hödlmoser-Atelier auf der Festung Hohensalzburg vom Freitag 16. bis 18. September 2016 statt. Das Fotomaterial wird für einen Unkostenbeitrag von 25 Euro zur Verfügung gestellt.

 

Weitere Infos...

 

 

 

16.07.2016 - 08.10.2016
Fotoausstellung Berlin . Mit mehr als 100 Bildern stellt Camera Work den Modefotografen Louis Faurer, der als einer der wichtigsten Vertreter der Street Photography im 20. Jahrhundert gilt, vor. Ein Großteil der Werke in der eigenkuratierten Einzelausstellung, wo auch eine Auswahl von VintageIPrints gezeigt werden, stammen aus der Sammlung der Camera Work AG. 16. Juli bis 8. Oktober 2016
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Louis Faurer - Später Ruhm
Fotoausstellung Berlin . Mit mehr als 100 Bildern stellt Camera Work den Modefotografen Louis Faurer, der als einer der wichtigsten Vertreter der Street Photography im 20. Jahrhundert gilt, vor. Ein Großteil der Werke in der eigenkuratierten Einzelausstellung, wo auch eine Auswahl von VintageIPrints gezeigt werden, stammen aus der Sammlung der Camera Work AG. 16. Juli bis 8. Oktober 2016

 

 © Estate of Louis Faurer, Model wearing Coat with Fur, Paris, 1960

 

Trotzdem sein Werk  von berühmten Fotografen Robert  Frank   und   William   Eggleston  als sehr bedeutend angesehen wurde, ist Louis  Faurer im Vergleich zu anderen Vertretern seiner Zunft verhältnismäßig unbekannt geblieben. Der große Einfluss von  Louis  Faurer  auf  die  Entwicklung  der  Modefotografie  und  Street Photography  ist  unbestritten.  Edward  Steichen  hat Arbeiten  von  Louis  Faurer  nicht  nur  in  mehreren Ausstellungen  im  Museum  of  Modern  Art  in  New  York  gezeigt  (u.a. „In  and  Out  of  Focus“  im  Jahr 1948),  sondern  hat  sie  auch  zum  Bestandteil  seiner  international bekannten Ausstellung „The Family of Man“ (1955) werden lassen. 

 

 © Estate of Louis Faurer, Social Dance Hall on Broadway, New York, 1949

 

 © Estate of Louis Faurer, New York, 1948

 

Zahlreiche  Werke  von  Louis  Faurer  gelten  heute  als  Fotoikonen,  wobei  vor  allem  seine  Hauptwerke auf  internationalen  Auktionen  hohe  Ergebnisse  erzielen.  Unter den ausgestellten  VintageIPrints  befinden sich auch Werke aus der berühmten FashionISerie „Last Train to Paris«“, die in den 1960er Jahren  entstanden ist.  Durchzogen  von  einer  erhabenen  Eleganz,  einem  harmonischen  Bildaufbau  und  einer neuen Darstellungsweise von Mode in der Fotografie, gilt die Serie bis heute als wegweisend  für die Modefotografie.

 

 © Estate of Louis Faurer, New York, 1952

 

© Estate of Louis Faurer, “I AM PARALYZED”, Philadelphia, 1949

 

Louis Faurer wurde 1916 in Philadelphia, USA  geboren und zeigte schon als Kind ein ausgeprägtes  Interesse für Kunst und Illustration. Er begann im Alter von 21 Jahren mit der Kamera zu arbeiten  und konnte sich schnell ein Netzwerk in New York im Bereich der Modefotografie aufbauen. Seine  Freunde  Robert  Frank,  mit dem  er  sich  ein  Studio  teilte,  und  Walker  Evans  stellten  ihn  der „Vogue“  vor,  für  die  er  fortan  tätig war.  Darüber  hinaus  arbeitete  er  auch  für  Magazine  wie “Harper's  Bazaar“,  „Life“,  „Mademoiselle“  und „Glamour“.  Über  mehr  als  30  Jahre  widmete  er sich  auch  der  Street  Photography. Im  Laufe  seiner Karriere war Louis Faurer auch als Dozent an mehreren Universitäten tätig, darunter u.a. an  der  Parsons School  of  Design  (New  York),  Yale  University  und  University  of  Virginia Charlottesville .  Nach  einem Autounfall  im  Jahr  1984  musste  Louis  Faurer  seine  künstlerische  Karriere  beenden.  Seine  erste Einzelausstellung  hatte  Louis  Faurer  im  Jahr  1959,  der  zahlreiche  weitere  in  führenden  Galerien  und Museen  folgten.  Ein  Jahr  nach  seinem  Tod  widmete  ihm  das  Museum of Fine Arts in Houston im Jahr 2002 eine große Retrospektive.

Camera Work, Kantstraße 149,  Berlin

 

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