Fotoausstellungen

10.05.2016 - 14.06.2016
Fotoausstellung München . Seit mehreren Jahren dokumentiert der Foto­graf Peter Unter­mai­er­ho­fer verlassene Orte. In der Ingo Seufert Galerie für Fotografie der Gegenwart werden 19 seiner Fotoarbeiten vom 10.5. bis 14.6.2016 präsentiert , die in den letz­ten Jah­ren in Deutsch­land, Öster­reich, Bel­gien, Frank­reich und Ita­lien ent­stan­den sind.
...Klick zum Weiterlesen
Peter Untermaierhofer: Lost Places
Fotoausstellung München . Seit mehreren Jahren dokumentiert der Foto­graf Peter Unter­mai­er­ho­fer verlassene Orte. In der Ingo Seufert Galerie für Fotografie der Gegenwart werden 19 seiner Fotoarbeiten vom 10.5. bis 14.6.2016 präsentiert , die in den letz­ten Jah­ren in Deutsch­land, Öster­reich, Bel­gien, Frank­reich und Ita­lien ent­stan­den sind.

 

Sleep, Baby, sleep ... (IT) (2014)

 

Viel stär­ker noch als das Beste­hende, Intakte sti­mu­liert das sich selbst Über­las­sene, Mor­bide, unsere Vor­stel­lungs­kraft. Beson­ders da, wo die Pracht grün­der­zeit­li­cher Ball­säle und Thea­ter, die Aura einst moder­ner tech­ni­scher Appa­ra­tu­ren oder die gehei­ligte Sphäre kirch­li­chen Glau­bensei­fers Spinn­we­ben ange­setzt hat, durch­lebt der Betrach­ter nicht nur ein per­sön­li­ches Memento Mori, son­dern erfährt unmit­tel­bar die Fol­gen kul­tu­rel­len Wan­dels, dem, wie jedem Wan­del, Unter­gang innewohnt.

 

Sleep, Baby, sleep ... (IT) (2014)

 

Deep in the Woods (BE) (2013)

 

Der in Burg­hau­sen lebende Foto­graf Peter Unter­mai­er­ho­fer (* 1983) doku­men­tiert bereits seit meh­re­ren Jah­ren der­ar­tige ver­las­sene Orte, die von vie­len nur­mehr als „Schand­fleck“ betrach­tet wer­den und frü­her oder spä­ter Neu­pla­nun­gen zum Opfer fal­len. Seine Inter­pre­ta­tion reicht jedoch noch wei­ter: „Meine Bil­der doku­men­tie­ren diese Objekte in ihrer Schön­heit und geben einen Aus­blick, wie die Welt nach dem Ver­schwin­den des Men­schen aus­se­hen könnte.“

 

Ingo Seufert Galerie für Fotografie der Gegenwart, Schleißheimer Straße 44, München

 

05.05.2016 - 07.08.2016
Fotoausstellung Hamburg . Abgründe und Gefahren der Subkulturen in Großstädten sind das Thema der Ausstellung im Haus der Photographie, die auch gesellschaftliche Tabus zeigen. Vorgestellt werden die Bilder der drei Fotografen Ken Schles, Jeffrey Silverthorne und Miron Zownir. Vom 5. Mai bis 7. August 2016
...Klick zum Weiterlesen
Ken Schles - Jeffrey Silverthorne - Miron Zownir
Fotoausstellung Hamburg . Abgründe und Gefahren der Subkulturen in Großstädten sind das Thema der Ausstellung im Haus der Photographie, die auch gesellschaftliche Tabus zeigen. Vorgestellt werden die Bilder der drei Fotografen Ken Schles, Jeffrey Silverthorne und Miron Zownir. Vom 5. Mai bis 7. August 2016

 

Ken Schles, Drowned In Sorrow, 1984. © Ken Schles

 

Die Großstadt als Thema mit ihren Subkulturen, Verheißungen und Gefahren eint die drei fotografischen Positionen von Ken Schles, Jeffrey Silverthorne und Miron Zownir, die im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg gezeigt werden.
Das fotografische Werk Jeffrey Silverthornes (geb. 1946) stellt pointiert existenzielle Lebensfragen nach Identität, Geschlecht, Liebe, Gewalt, Sexualität und Tod. In Auseinandersetzung mit antiken Dramen und Malereitraditionen entstand sein vielschichtiges Oeuvre, das sich zwischen Intimität und Inszenierung bewegt. Silverthornes Werke offenbaren eine Faszination für das Rollenspiel. Das Transsexuelle wird zum ultimativen Symbol. Silverthorne sucht dabei Wege, sein Inneres zu zeigen, um sich bewusst angreifbar und verletzbar zu machen.

 

Jeffrey Silverthorne, Chili con Carne, Rhonda Jewels, and Friend, 1971.
© Jeffrey Silverthorne. Courtesy Kehrer Galerie


Im Zentrum der Ausstellung mit Ken Schles (geb. 1960) stehen zwei Werkgruppen, »Invisible City« und »Night Walk«, die der amerikanische Fotograf Ende der 1980er Jahre in New York fotografiert hat. »Invisible City« (1988) gilt bis heute als Kult-Dokumentation urbanen Lebens. Ursprünglich im legendären Twelvetrees Press Verlag erschienen, wurde es jüngst im Steidl Verlag zusammen mit »Night Walk« (2013) neu aufgelegt. Dokumentiert wird das Leben in der Lower East Side über den Zeitraum von zehn Jahren. Es ist die packende Darstellung einer Welt, zu der nur wenige Zutritt hatten. »Invisible City« gilt neben Brassaïs »Paris de Nuit« oder van der Elsken »Love on the Left Bank« als eine der großen Darstellungen nächtlicher Bohème im 20. Jahrhundert. 25 Jahre nach seinem bahnbrechenden Buch erzählt Ken Schles in der Serie »Night Walk« von seiner verlorenen Jugend.

 

Miron Zownir, NYC 1982. © Miron Zownir



Miron Zownir (geb. 1953) gehört seit mehr als 30 Jahren zu den radikalsten Fotografen der Gegenwart. Seine Fotografien aus westlichen Metropolen wie Berlin, London und New York oder dem postkommunistischen Osteuropa wurden weltweit in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. Von Anbeginn an setzte sich Zownir in seinem fotografischen Werk konsequent mit gesellschaftskritischen und tabu-brechenden Themen auseinander. In seiner drastischen und düsteren fotografischen Sprache beschreibt Zownir die Parallelwelten von Außenseitern in einer scheinbar zeitlosen Schattenwelt. Es sind die Nachtseiten des menschlichen Daseins, die finstere Einsamkeit im sozialen Unter, die existenziellen Ausnahmezustände und Grenzsituationen der menschlichen Psyche, die Zownir ohne Sicherheitsabstand aufspürt und sichtbar macht. In der Hamburger Ausstellung stehen die Bilder aus New York im Mittelpunkt.

 

Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg

 

29.04.2016 - 04.06.2016
Fotoausstellung Salzburg . In einer Gruppenausstellung zeigt die Leica Galerie Salzburg ein eigens für das Jubiläum „200 Jahre Salzburg zu Österreich“, ein neu konzipiertes Projekt mit den Künstlern Helge Kirchberger, Christian Steinwender, Kurt Perlak und Franz Eder. Vom 29. April bis 4. Juni 2016
...Klick zum Weiterlesen
Grenzen
Fotoausstellung Salzburg . In einer Gruppenausstellung zeigt die Leica Galerie Salzburg ein eigens für das Jubiläum „200 Jahre Salzburg zu Österreich“, ein neu konzipiertes Projekt mit den Künstlern Helge Kirchberger, Christian Steinwender, Kurt Perlak und Franz Eder. Vom 29. April bis 4. Juni 2016

          
Foto Kurt Perlak
    

Vier Salzburger Fotografen  visualisieren das Thema „Grenzen“  aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln.
Herausgekommen sind spannende fotografische Serien, die einen Begriff der heutzutage in aller Munde ist sehr individuell interpretieren.
Die Künstler sind ein Mix aus Autodidakten, Profi- und Hobby-Fotografen.
Der professionelle Fotograf Helge Kirchberger zählt unter anderem BMW, Red Bull oder Swarovski zu seinen Kunden. In der Leica Galerie Salzburg präsentiert er eine Kombination aus Bildern und Installationen. In dieser Serie werden die Grenzen, die ihren Ursprung in unseren Köpfen haben, aufgelöst.  In Zusammenarbeit mit Christian Steinwender (Grafiker und Künstler aus Salzburg) portraitierten sie bekannte Persönlichkeiten (wie Elke Winkens, Anna Fenninger, Roland Trettl, uvm). Die Aufnahmen wurden auf Nebelwolken projiziert und der  Augenblick des sich Veränderns und Auflösens fotografisch festgehalten.

Der Salzburger FotografKurt Perlak  machte sich auf die Suche nach Grenzen, die unser alltägliches Leben bestimmen. In erster Linie fand er dabei unsichtbare Grenzen, die meist nur auf Informationen basieren. Durch Gegenüberstellungen von Textfragmenten hat er einen Weg gefunden, einige dieser unsichtbaren
Grenzen darzustellen.

 

Foto Franz Eder

Schon als Teenager fotografierte der Autodidakt Franz Eder gerne, seit 2011 intensivierte er sein Hobby.
Seine Salzburgerischen-schwarz-weiß-Motive entfalten ihr volles Potential durch den Titel des jeweiligen Bildes. Das Bild, in Verbindung mit dem Titel, regt zum Schmunzeln an und bringt dem Betrachter zum Nachdenken. Der Betrachter wird so, durch die individuelle Auslegung ein Teil des Kunstwerks und kann seine eigenen persönlichen Grenzen erfahren.
Alle drei Künstler fotografierten mit Leica Kameras.
Die Bilder sind in limitierter Stückzahl über die Leica Galerie Salzburg erhältlich.
Am 12. Mai wird die Ausstellung um einen Künstler temporär erweitert. Der Fotograf  Michael Sobotka präsentiert eine Fotografische Reise zu den tatsächlichen Grenzen, welche aktueller nicht sein könnte

Leica Galerie, Gaisbergstraße 12, Salzburg




15.04.2016 - 10.07.2016
Fotoausstellung Salzburg . Lassen sich emotionale Momente fotografisch abbilden und was löst das beim Betrachter aus? Im Schloss Arenberg zeigt Sven Barnow Bilder aus seinem Projekt "Wenn Gefühle verrückt spielen".
...Klick zum Weiterlesen
Sven Barnow - Authentic Moments: Fotografien von Menschen und Gefühlen
Fotoausstellung Salzburg . Lassen sich emotionale Momente fotografisch abbilden und was löst das beim Betrachter aus? Im Schloss Arenberg zeigt Sven Barnow Bilder aus seinem Projekt "Wenn Gefühle verrückt spielen".


Im Schloss Arenberg zeigt Prof. Sven Barnow, Leiter des Lehrstuhls für Psychologie und Psychosomatik an der Universität Heidelberg, Bilder aus seinem Projekt  "Wenn Gefühle verrückt spielen". Dabei setzt er sich mit Emotionen, Emotionsregulation und deren Bedeutung auseinander. Schon lange hat Barnow sich für die Fotografie interessiert vor allem um Menschen zu fotografieren. Wie verändert sich der Gesichtsausdruck der Porträtierten in verschiedenen Situationen. Fotografie kann verschiedene Aspekte der Persönlichkeit beleuchten – vorausgesetzt der Fotograf ist sensibel genug. Das Medium Fotografie ist für solche Beobachtungen wie geschaffen.

 

 

In der Ausstellung präsentiert Prof. Barnow auch eine Auswahl seiner Straßenfotografie in der er, mit sensiblem Blick, Authentizität und Gefühl miteinander verbindet. Alle Bilder sind in schwarzweiss, da nach Meinung von Sven Barnow Bilder grafischer sind, die die Reflektion unterstützen und man sich auf das Wesentliche konzentriert.

Am Eröffnungsabend Donnerstag, 14. April 2016, 19:00 Uhr gibt Sven Barnow eine Einführung in seine Arbeit als Psychologe und Fotograf.

Leica Galerie im Schloss Arenberg, Arenbergstraße 10, Salzburg

15.04.2016 - 08.05.2016
Fotoausstellung Hannover - Die Serie "Mittelland" zeigt Menschen aller Altersstufen in ihrem privaten Umfeld, auf Straßen und Plätzen fotografiert von Göran Gnaudschu. Gezeigt werden die Bilder, die mit Motiven von menschenleeren Statdlandschaften ergänzt sind, in der Galerie für Fotografie Hannover (GAF).
...Klick zum Weiterlesen
Göran Gnaudschun - Mittelland
Fotoausstellung Hannover - Die Serie "Mittelland" zeigt Menschen aller Altersstufen in ihrem privaten Umfeld, auf Straßen und Plätzen fotografiert von Göran Gnaudschu. Gezeigt werden die Bilder, die mit Motiven von menschenleeren Statdlandschaften ergänzt sind, in der Galerie für Fotografie Hannover (GAF).

Fenja fotografiert von Göran Gnaudschun


Göran Gnaudschun ist Stipendiat des von der HannoverStiftung bundesweit ausgeschriebenen Foto-Stipendiums „Hannover Shots“. Seine in Hannover entstandene Serie „Mittelland“ zeigt Menschen aller Altersstufen in ihrem privaten Umfeld, auf Straßen und Plätzen. Sie schenkten dem Fotografen ihr Vertrauen und standen ihm Porträt. Menschenleere Stadtlandschaften ergänzen die Porträt-Serie. Göran Gnaudschun, dessen Oeuvre viele Porträtarbeiten umfasst, maßt sich nicht an, den jeweiligen Menschen charakterisieren und seine Eigenheiten erkennbar machen zu wollen. Vielmehr geht es ihm darum, etwas Tieferliegendes, allgemein Menschliches freizulegen. Jenseits von Gesten und Sich-in-Szene-setzen porträtiert er sein Gegenüber in einem „mittleren“ Zustand – zwischen „Innen und Außen“. Dies klingt auch im Ausstellungstitel „Mittelland“ an.

 

Gerrit fotografiert von Göran Gnaudschun

 

In großer Offenheit, Ernsthaftigkeit und Ruhe begegnen sich Fotograf und Fotografierter auf Augenhöhe. Ihr Verhältnis zueinander im Augenblick des Fotografierens bestimmt das Motiv. So wird in eine seltene Nähe, ein ruhiger Gleichklang von Fotograf und Fotografiertem spürbar. Als ginge es in jedem Bild ums Ganze, um Gegenwart und Dasein.

 

Mittellandkanal fotografiert von Göran Gnaudschun

 

Zuletzt hat Göran Gnaudschun (*1971) mit seinem Langzeitprojekt „Alexanderplatz“ Punks, Drogenabhängige und Obdachlose am Berliner Alexanderplatz porträtiert und ihr Leben dokumentiert. Die Serie wurde u.a. in Dresden, Berlin und München ausgestellt. Der Meisterschüler des Leipziger Professors Timm Rautert (Hochschule für Grafik und Buchkunst) lebt in Potsdam und tritt in diesem Jahr das Stipendium „Villa Massimo“ in Rom an. 

Donnerstag, 28. April 2016, 18.30 Uhr, GAF-Künstlergespräch mit Göran Gnaudschun und Florian Ebner (Leiter der fotografischen Sammlung des Museum Folkwang in Essen und Kurator des Deutschen Pavillons auf der Biennale Venedig 2015).

 

Galerie für Fotografie Hannover (GAF), Eisfabrik, Seilerstraße 15d,Hannover

11.04.2016 - 07.05.2016
Fotoausstellung Köln . In diesem Jahr wäre Marylin Monroe 90 Jahre alt geworden. Die In focus Galerie widmet ihre die Ausstellung „Marilyn Monroe - 90. Anniversary. A Life in Pictures.”, deren Bilder, fotografiert von berühmten Fotografen sie ‘forever young‘ zeigen.
...Klick zum Weiterlesen
Marilyn Monroe – Forever Young
Fotoausstellung Köln . In diesem Jahr wäre Marylin Monroe 90 Jahre alt geworden. Die In focus Galerie widmet ihre die Ausstellung „Marilyn Monroe - 90. Anniversary. A Life in Pictures.”, deren Bilder, fotografiert von berühmten Fotografen sie ‘forever young‘ zeigen.

Andre de Dienes 1952

 

Kaum ein Star der Filmbranche wurde so eine Legende wie Marylin Monroe, Sexsymbol von Generationen, die auch immer etwas Geheimnisvolles umgab. Ihre Filme sind heute noch Klassiker sei es „Manche mögen’s heiß“, „Misfits“  oder „Das verflixte 7. Jahr“.

Marilyn Monroe (geboren 1. Juni 1926 in Los Angeles, Kalifornien als Norma Jeane Mortenson, kirchlich registrierter Taufname Norma Jeane Baker; † 5. August 1962 in Brentwood, Los Angeles) war eine US-amerikanische Filmschauspielerin, Fotomodell, Sängerin und Filmproduzentin. Sie wurde in den 1950er Jahren zum Weltstar, ist heute eine Filmikone und zählt zu den archetypischen Sexsymbolen des 20. Jahrhunderts.

 

Bruno Bernard / Bernard of Hollywood Studio-sessel 1951

 

Mit etwa 70 Arbeiten berühmter Fotografen (Eve Arnold / Magnum; George Barris; Bruno Bernard / Bernard of Hollywood; Edmund Clark / Life Fotograf; Andre de Dienes; Elliott Erwitt / Magnum; Arnold Newman; Lawrence Schiller; Sam Shaw; Bert Stern) dokumentiert die in focus Galerie das Leben der jungen Norma Jeane ab 1945 und ihre Verwandlung in Marilyn Monroe, eine der herausragendsten weiblichen Kultfiguren der Moderne, Popikone und Sexsymbol, deren Look bis zum heutigen Tag immer wieder nachgeahmt wird.

Zu sehen sind z. T. sehr seltene Aufnahmen wie z. B. ein frühe Anzeige für eine Schokoladenreklame zum Valentinstag; Norma Jeanes erstes Titelfoto eines US Magazins (Romance), der legendäre „flying Skirt“ (von Elliott Erwitt und Bernard of Hollywood) zum Film „7 year itch“ und nahezu unbekannte sehr private Aufnahmen über Marilyn Monroe mit dem bedeutendem amerikanischen Autoren Carl Sandburg von Arnold Newman und Bilder der legendären Poolszene von Lawrence Schiller.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit über 100 Seiten und etwa 70 meist ganzseitigen Abbildungen und einem Text von Andreas J. Mueller, Direktor des Deutschen Fotomuseums, Markkleeberg/Leipzig. Der Verkaufspreis beträgt 10 €.

 

In focus Galerie, Hauptstraße 114, Köln

 

05.04.2016 - 10.06.2016
Fotoausstellung Hamburg . Aus ihrer Sammlung moderner und zeitgenössischer japanischer Fotografien zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe 30 ausgewählte Positionen freier, künstlerischer Fotografie, die der Frage nachgehen gibt es eine spezifisch japanische Fotografie. 5. April bis 10. Juni 2016
...Klick zum Weiterlesen
Japanische Tagträume
Fotoausstellung Hamburg . Aus ihrer Sammlung moderner und zeitgenössischer japanischer Fotografien zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe 30 ausgewählte Positionen freier, künstlerischer Fotografie, die der Frage nachgehen gibt es eine spezifisch japanische Fotografie. 5. April bis 10. Juni 2016

Shoji Ueda (1913-2000) aus der Serie "Sand Dunes", 1948
copyright Shoji Ueda Office

 

Zwischen 1981 und 1985 konnte das MKG mit Unterstützung des Vereins der Freunde der Photographie eine umfangreiche Sammlung moderner und zeitgenössischer japanischer Fotografien aufbauen und besitzt damit einen der umfangreichsten Bestände in einem Museum außerhalb Japans. Dieses gut 900 Werke umfassende Konvolut stellt die Kuratoren heute vor Herausforderungen: Gibt es eine spezifisch japanische Fotografie? Zeichnet sie sich durch ihre Themen oder durch eine gemeinsame Bildsprache aus? Ermöglichen die Werke aus der Sammlung einen repräsentativen Überblick über die Geschichte der japanischen Fotografie oder vermitteln sie eher einen Eindruck davon, was zu Beginn der 1980er Jahre als „typisch japanisch“ erschien? Anhand von rund 30 ausgewählter Positionen freier, künstlerischer Fotografie geht die Ausstellung diesen Fragen nach. In der Reihe Die Sammlung Fotografie im Kontext stellt das MKG Schwerpunkte der Sammlung Fotografie und neue Medien vor und ermöglicht fokussierte Einblicke in die umfangreichen Bestände.

 

 Irie Taikichi (1905-1992)Aus der Folge Bunraku Theater, Osaka 1941
copyright Irie TaikichiMemorial Museum

 

 Kanbei Hanaya (1903-1991) Revolving, 1930
copyright Kanbei Hanaya

 

 

 

 Toshio Shibata (*1949) Sandstructure I, 1978
copyright Toshio Shibata

 

 Der rapide gesellschaftliche Wandel in Japan zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Spannungen zwischen Innovation und Tradition spiegeln sich in den Arbeiten verschiedener Fotografen. In seinen abstrakten Dunkelkammerexperimenten setzt sich Kanbei Hanaya in den 1930er Jahren mit der Bildsprache des Konstruktivismus auseinander und thematisiert Licht und Bewegung als Phänomene der Moderne. Taikichi Irie beschäftigt sich ganz unmittelbar mit den magisch-religiösen Wurzeln der japanischen Kultur. Seit den späten 1930er Jahren porträtiert er die Puppen des Bunraku-Theaters in Osaka, die er in seinen Bildern eindrucksvoll verlebendigt. Auch Shoji Ueda arbeitet in seinen Fotografien mit surrealistischen Stilmitteln. In den Sanddünen von Tottori inszeniert er seine Modelle wie Pantomimen auf einer Bühne, losgelöst von Raum und Zeit.

In den 1960er Jahren etabliert sich unter den japanischen Fotografen ein stark subjektiver Stil. Sie nutzen die Kamera als Instrument, um ihre Gegenwart, die eigene und die kollektive Identität zu erforschen. Miyako Ishiuchi betrachtet in ihrer Serie „Yokosuka Story“ die Stadt ihrer Kindheit, die als US-Marinestützpunkt eine strategische Rolle im Korea- und Vietnam-Krieg spielte. Foumio Takashima arbeitet mit Tänzern zusammen, die in seinen archaischen Bilderzählungen als Personifikationen von Naturphänomen auftreten. Masamichi Harada und Toshio Shibata zeigen in ihren Stillleben beschlagene Fensterscheiben oder Strukturen aus Sand und fragen nach der verborgenen Schönheit im Alltäglichen. Eine Erweiterung dieser lyrischen Fotografie um medienreflexive Ansätze findet sich in den Bildern des Künstlers Satoshi Saito, der fotografierte Wirklichkeitsausschnitte am Ort ihrer Entstehung in Szene setzt und erneut ablichtet.

Künstlerinnen und Künstler: Kanbei Hanaya, Masamichi Harada, Taikichi Irie, Miyako Ishiuchi, Satoshi Saito, Toshio Shibata, Foumio Takashima und Shoji Ueda

 

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Steintorplatz, Hamburg

29.03.2016 - 09.05.2016
Fotoausstellung Zingst Eine Welt der Gegensätze zeigt der Fotograf Ralf Baumgarten mit seinem Projekt "Different Dubai", das in Zingst an der Ostsee in der Epson Digigraphie Galerie ausgestellt wird. Bis 9.5.2016
...Klick zum Weiterlesen
Ralf Baumgarten - Different Dubai
Fotoausstellung Zingst Eine Welt der Gegensätze zeigt der Fotograf Ralf Baumgarten mit seinem Projekt "Different Dubai", das in Zingst an der Ostsee in der Epson Digigraphie Galerie ausgestellt wird. Bis 9.5.2016

 

 
"Bevor ich zum ersten Mal nach Dubai kam, hatte sich vor meinem geistigen Auge ein Bild von grenzenlosem Luxus gebildet. Inzwischen durfte ich mit meiner Kamera immer wieder in diese Gegend der Welt reisen. Jetzt weiß ich, ja, es gibt den enormen Reichtum dort tatsächlich, er zeigt aber nur die eine Seite der Glitzermetropole", schildert Ralf Baumgarten seine Eindrücke von Dubai.  "Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich aus einem kleinen Dorf von Perlentauchern eine der kosmopolitischsten Städte überhaupt. Schließlich baute man gar das höchste Gebäude der Welt, den 'Burj Khalifa'. Daneben gibt es immer noch die Wüste mit ihren uralten Traditionen und Stammesstrukturen. Die beispiellose wirtschaftliche Dynamik zieht Arbeitskräfte aus allen Regionen der Erde an. Mit meiner Ausstellung 'Different Dubai' versuche ich diese verschiedenen Seiten aufzuzeigen: unglaubliche Architekturen, Kamele in der Wüste, aber auch die Welt der Arbeiter."

Kaum ein Ort ist heute derart kosmopolitisch wie Dubai. Doch gleichzeitig ist die Stadt immer noch geprägt von jahrhundertealten Gesetzen der Wüste. Angelockt von vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten kommen Menschen aus aller Welt, um hier ihr Glück zu versuchen. Die westlichen „Experts“ ebenso wie die Arbeiter aus den ärmsten Regionen dieser Welt bauen wagemutig weiter am Traum von Dubai. So gilt im Sudan: Wer in Dubai eine Arbeit gefunden haben, darf das schönste Mädchen im Dorf heiraten.  Der Fotograf Ralf Baumgarten hat die Vereinigten Arabischen Emirate auf vielen beruflichen Reisen kennengelernt.

 

 

 

Mit dieser Fotoserie möchte Ralf Baumgarten den Betrachter in die Welt der Gegensätze dieser Metropole einführen: glitzernde Super-Malls, die Stille der Wüste, gigantische Bauwerke aber auch in das einfache Leben der Arbeiter. Ralf Baumgarten vermittelt einzigartige Einblicke, die bewusst abseits der touristischen Perspektive liegen und die Gegensätze der Parallelwelten in Dubai aufzeigen. Spontan im Alltag gewonnene Fotografien erzählen seine Geschichte von Dubai. Baumgarten, der bereits mehrere Bücher über die hohe Uhrmacherkunst veröffentlichte und für fotografische Industriereportagen weltweit unterwegs ist, reizt an Dubai das Konglomerat aus Extremen. Tradition und Moderne zur selben Zeit und in einem Raum: das ist Different Dubai.

Ralf Baumgarten ist nicht zum ersten Mal erfolgreich mit einer Ausstellung in Zingst. Sein deutsch-chinesiches Fotoprojekt „Cyclists“ wurde schon beim Umweltfotofestival Horizonte in Zingst und bei der Photokina in Köln als zwanzig 3 x 3 m grosse Outdoorinstallationen gezeigt.

Ralf Baumgarten

1960 geboren in Saarbrücken
1981-88 Studium Kommunikationsdesign
Bergische Universität GHS Wuppertal; Abschluss Diplom-Designer
1984 1. Preis Polaroidwettbewerb für Fotostudenten
und Anerkennungspreis beim Kodak-Nachwuchsförderpreis.
1985 Reportage über Stadtpark in Mexico-City
1986 Ausstellung „Dahemm in Burbach“ in Saarbrücken
seit 1989 Studio in Köln
1995 Buch „Orte der Hoffnung“
1997 Ausstellung „Stuhl in 30 Akten“,Galerie „laif“, Köln
1999 Expo 2000-Ausstellung „Kloster Volkenroda“ in Weimar
2002 Beginn Projekt „UhrMenschen“
2005 Projekt „UhrMenschen“: Ausstellungen in der Schweiz, Polen und den Niederlanden; Buch „Uhrmenschen“ erscheint, und erhält „Red Dot“-Design-Preis.
Buch „Beat Haldimann“ über den eidgenössischen Uhrmacher.
2007 Ausstellung „Au Coeur du Val“, Hérémence (CH)
2008 Ausstellung „See the Flames“ in Sulzbach bei Frankfurt
2009 Outdoor-Ausstellung „Faces of the Desert“ in Dubai. (VAE).
Ausstellung und Buch „Menschen auf Schloss Kapfenburg“.
2010 Buch „12 Faces of Time - Horological Virtuosos“ erhält IF-Design-Preis.
Buch und Ausstellung „Leben Erleben - Reliving Life“ in

25.03.2016 - 05.06.2016
Fotoausstellung Ulm . Zu den frühesten bekannten Fotografien aus Ulm gehören Aufnahmen, die der Reisefotograf Felix Alexander Oppenheim (1819-1898) im Jahre 1855 anfertigte. Zwölf Bilder, die einen Blick in die Vergangenheit bieten, stellt das Stadthaus Ulm aus. Vom 25.3. bis 5. Juni 2016.
...Klick zum Weiterlesen
Fundstücke - Ulm-Fotografien
Fotoausstellung Ulm . Zu den frühesten bekannten Fotografien aus Ulm gehören Aufnahmen, die der Reisefotograf Felix Alexander Oppenheim (1819-1898) im Jahre 1855 anfertigte. Zwölf Bilder, die einen Blick in die Vergangenheit bieten, stellt das Stadthaus Ulm aus. Vom 25.3. bis 5. Juni 2016.

 Ulmer Münster Hauptportal, um 1856
Foto Felix Alexander Oppenheim / Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin

 

Wer liebt nicht den Blick in die Vergangenheit - wie mag es an uns bekannten Plätzen in der Vergangenheit ausgesehen haben? Die Bilder Felix Alexander Oppenheim befriedigt die Neugier zumindestens für die Ulmer Innenstadt. 1855 lichtete er die tpischen Touristenattraktionen wie das Rathaus, den Marktplatz mit dem Fischkastenbrunnen und das berühmte Münster ab. Manches wirkt vertraut, und doch verströmen die Fotografien den Geist des 19. Jahrhunderts: Der Münsterplatz ist noch dicht bebaut, das Münsterinnere erscheint deutlich schlichter als heute. Das Rathaus wirkt sehr sanierungsbedürftig. Auf einem Bild ist neben dem Rathaus die ehemalige Hauptwache zu sehen, auf einem anderen der Doppelgiebel  des im Krieg zerstörten Hauses der Ulmer Museumsgesellschaft mit den Oberen Stuben.

 

Ulmer Marktplatz um 1856
Foto Felix Alexander Oppenheim / Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin

 

Ulmer Münster Innenansicht, Blick Richtung Westportal, um 1856
Foto Felix Alexander Oppenheim / Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin

 

Felix Alexander Oppenheim  entstammte der einflussreichen Bankiersfamilie Oppenheim und studierte zunächst Jura. Seine gutbürgerliche  Karriere als Jurist endete jäh, als er im Scheidungsprozess der Gräfin Sophie von Hatzfeldt als ihr Rechtsbeistand 1846 in den so genannten "Kölner Kassettendiebstahl" involviert war. Um 1852 begann Oppenheim in Paris eine Ausbildung zum Fotografen bei Gustave le Gray. Er arbeitete intensiv an der Verbesserung von fotografischen Verfahren, nahm an zahlreichen großen Fotografie- und Gewerbeaus- stellungen in Europa teil und gewann einige Medaillen und Preise. Die weitaus umfangreichsten Konvolute  seines überlieferten Werks liegen in mehreren Häusern der Staatlichen Museen zu Berlin. Sie wurden bislang nur fragmentarisch veröffentlicht. Die 12 Aufnahmen aus Ulm werden nun erstmalig in einer Kabinett-Ausstellung gezeigt.

 

Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Ulm

23.03.2016 - 22.05.2016
Fotoausstellung Berlin Mit zwei Ausstellungen feiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus sein 20-jähriges Bestehen: Robert Lebeck – Face the Camera und Aufbrüche – Bilder aus Deutschland. Fotografien aus der Sammlung Fricke. Präsentiert werden sie im Willy-Brandt-Haus vom 23. März bis 22. Mai 2016
...Klick zum Weiterlesen
Robert Lebeck – Face the Camera / Aufbrüche – Bilder aus Deutschland
Fotoausstellung Berlin Mit zwei Ausstellungen feiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus sein 20-jähriges Bestehen: Robert Lebeck – Face the Camera und Aufbrüche – Bilder aus Deutschland. Fotografien aus der Sammlung Fricke. Präsentiert werden sie im Willy-Brandt-Haus vom 23. März bis 22. Mai 2016

Robert Lebeck, Hamburg, St. Pauli 1961 © Archiv Robert Lebeck



Sibylle Bergemann, Arno Fischer, Barbara Klemm, Robert Lebeck, Will McBride, Stefan Moses, Helga Paris, Walter Vogel, waren schon zu Gast im Willy-Brandt-Haus. Zum Jubiläum gibt es zwei interessante Ausstellungen.

 

Robert Lebeck – Face the Camera

Robert Lebeck war einer der bedeutendsten deutschen Fotojournalisten der Nachkriegszeit. Seine Fotografien von Romy Schneider, Willy Brandt und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind unvergessen. Basierend auf intensiver Archivarbeit und einer noch zu Lebzeiten begonnenen Serie des Fotografen mit dem Titel Face the Camera hat seine Ehefrau und engste Mitarbeiterin Cordula Lebeck nun eine breitgefächerte Auswahl aus weitgehend unveröffentlichtem Material zusammengestellt.
Die hier gezeigten Fotografien entstanden zwischen den späten Fünfziger- und den . Siebzigerjahren. Robert Lebeck – ein umtriebiger Globetrotter, der sich unermüdlich mitten ins alltägliche Treiben seiner Zeitgenossen stürzte.



Aufbrüche – Bilder aus Deutschland. Fotografien aus der Sammlung Fricke


 

Sibylle Bergemann, Marisa und Liane, Sellin 1981
© Sibylle Bergemann/Ostkreuz



Die Ausstellung Aufbrüche – Bilder aus Deutschland umfasst 113 Fotografien aus der Privat-sammlung Fricke. Sie zeigt die Zeit des Neuanfangs in den Ruinen, des Wirtschaftswunders, das Leben im zweigeteilten Berlin und den Alltag in der jungen bundesdeutschen Republik. Auch das auf-keimende politische Bewusstsein der Endsechziger und 1980er Jahre findet seinen Widerhall in den Fotografien, die mit dem historischen Moment der Deutschen Einheit abschließen.
Neben berühmten fotografischen Wegbegleitern dieser Zeit wie Robert Lebeck oder Barbara Klemm ist René Burri als Beobachter von außen vertreten. Sibylle Bergemann und Arno Fischer waren nicht nur Vorbereiter der DDR-Fotografie, sondern zählen ebenso zu den großen deutschen Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Suermondt-Ludwig-Museum Aachen und mit der Unterstützung gasag – Die Berliner Energie

Willy-Brandt-Haus, Stresemannstraße  28, Berlin

19.03.2016 - 12.06.2016
Fotoausstellung Berlin . Lee Miller, eine der außergewöhnlichsten und schillerndsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. war Fotomodell bei Vogue, arbeitete mit dem berühmten Fotografen Man Ray mit dem sie auch einige Zeit liiert war zusammen und dokumentierte mit ihren Bildern als Kriegsfotografin unter anderem die Befreiung der KZs in Buchenwald und Dachau. Im Marti-Gropius-Bau wird ihre Arbeit vom 19. März bis 12. Juni 2016 vorgestellt.
...Klick zum Weiterlesen
Lee Miller – Fotografien
Fotoausstellung Berlin . Lee Miller, eine der außergewöhnlichsten und schillerndsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. war Fotomodell bei Vogue, arbeitete mit dem berühmten Fotografen Man Ray mit dem sie auch einige Zeit liiert war zusammen und dokumentierte mit ihren Bildern als Kriegsfotografin unter anderem die Befreiung der KZs in Buchenwald und Dachau. Im Marti-Gropius-Bau wird ihre Arbeit vom 19. März bis 12. Juni 2016 vorgestellt.

Befreite Gefangene auf ihren Schlafpritschen, Dachau, Deutschland 1945
copyright Lee Miller Archives, England, 2016

 

Lee Miller (1907-1977)  war in gegensätzliche Genres wie den Surrealismus, Mode-, Porträt-, Reisefotografie sowie und Kriegsberichterstattung unterwegs. Die rund 100 vorgestellten Aufnahmen veranschaulichen Lee Millers Leben aus unterschiedlichen Perspektiven: als Assistentin, Muse und Partnerin von Man Ray im Paris der 1930er-Jahre, als Pionierin der Kunstfotografie und als Fotojournalisten während  des Zweiten Weltkriegs.

Ihre Aufnahmen des Luftbombardements des nationalsozialistischen Deutschlands auf London, der Befreiung von Paris und der Konzentrationslager in Dachau und Buchenwald  zählen zu den eindringlichsten Kriegsdokumenten des 20. Jahrhunderts.

Ihre künstlerische Laufbahn startete Lee Miller 1929 in Paris, als sie gemeinsam  mit Man Ray surrealistische Fotografien anzufertigen begann. Dabei war sie mehr als nur Muse und Assistentin, denn häufig entstanden die Aufnahmen in enger Zusammenarbeit. In Aktbildern, die Man Ray von ihr anfertigte, setzte sich Miller – ein Fotomodell der Vogue – bewusst in Szene. In ihren eigenen Fotografien – Akte, Porträts und Straßenszenen – beschäftigte sie sich mit den Stilmitteln des Surrealismus und entwickelte ihre eigene künstlerische Sprache.

Nach einem kurzen Aufenthalt ab 1932 in den USA, wo sie ihr in Paris gegründetes Fotostudio weiterbetrieb, folgte Miller 1934 ihrem damaligen Ehemann nach Ägypten. Dort und auf anschließenden Reisen über Athen nach Bukarest hielt die Fotografin Landschaft, Architektur und Menschen auf ihren Fotografien fest.

1938 ließ sich Miller in England nieder, um ab 1940 als Fotografin für die britische Vogue zu arbeiten und in Reportagefotografien die gesellschaftlichen Umstände und desaströsen Folgen des Zweiten Weltkrieges festzuhalten. Als eine der wenigen Amerikanerinnen ließ sich Miller als Kriegskor- respondentin akkreditieren und berichtete ab 1944 an vorderster amerikanischer Front für die Vogue: Sie fotografierte die Eroberung der Normandie durch die Alliierten und bewegte sich mit den vorstoßenden amerikanischen Truppen durch Europa. Ab 1945 fotografierte Miller die Folgen des Krieges in Deutschland und Österreich und hielt die Verbrechen der Nationalsozialisten in den soeben befreiten Konzentrationslagern in Dachau und Buchenwald  als eine der ersten Fotografin- nen und Fotografen fest.

 

David E. Sherman, Lee Miller in Hitlers Badewanne, München, Deutschland 1945
copyright Lee Miller Archives, England, 2016

 

Während einer Zwischenstation in München hielt sich Miller in der von amerikanischen Soldaten besetzten Privatwohnung von Adolf Hitler auf und inszenierte sich in der berühmt gewordenen  Fotografie in der Badewanne des Diktators – ein politisch aufgeladener Akt der Aneignung, der vielfältige Deutungen zulässt. Das Foto wurde von ihrem Kollegen David E. Scherman aufgenommen.

Die Ausstellung präsentiert das fotografische Werk Lee Millers in seiner ganzen Bandbreite. Alle Fotografien der Ausstellung – überwiegend Vintageprints -, darunter auch Porträts Lee Millers von Man Ray, Sacha Masour und David E. Scherman, sind Leihgaben der Lee Miller Archives.

Eine Ausstellung der Albertina Wien in Zusammenarbeit mit dem Martin-Gropius-Bau und der Lee Miller Foundation. Kurator: Walter Moser

 

Der Katalog zur Ausstellung erscheint im Hatje Cantz Verlag. Das Pädagogische Programm  wird von der Aventis Foundation unterstützt.

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße, Berlin

 

 

09.03.2016 - 28.05.2016
Fotoausstellung Frankfurt/Main . In einer Einzelausstellung stellt die DZ BANK Kunstsammlung Arbeiten der Künstlerin und Pyrotechnikerin Sandra Kranich vor in der 23 Fotoarbeiten, sechs Zeichnungen sowie vier Videos gezeigt werden.
...Klick zum Weiterlesen
Sandra Kranich – Bag Bang
Fotoausstellung Frankfurt/Main . In einer Einzelausstellung stellt die DZ BANK Kunstsammlung Arbeiten der Künstlerin und Pyrotechnikerin Sandra Kranich vor in der 23 Fotoarbeiten, sechs Zeichnungen sowie vier Videos gezeigt werden.

Sandra Kranich
BAG BANG, Firework 18.1.2014 (Detail) Foto: Christian Lauer, 2014

 

 

„Bag Bang“ nennt Sandra Kranich ihre in Beton gegossene Damenhandtasche voller Knallkörper, die der Ausstellung der DZ BANK Kunstsammlung ihren Titel gibt. Feuerwerk und Ruß sind die Elemente der international arbeitenden Künstlerin, die sich im September dieses Jahres auch auf der Biennale in São Paulo präsentieren wird.

Fast immer sind Zeichnungen der Ausgangspunkt ihrer Arbeiten, die geprägt sind von ihrem Interesse an Geometrie, Konstruktion und Dekonstruktion. Ihr Anliegen ist die Transformation, die Erkundung des Übergangs in die nächste Dimension. Feuerwerke werden zu Skulpturen, Lichtfeuer im Innenraum werden zu Zeichnungen an der Wand. In ihren Dekonstruktionen kommen sowohl die sorgfältige Planung als auch Zufälligkeiten des Prozesses zum Tragen.

Die Fotografien und Videos, die sie dabei erstellt, sind sehr viel mehr als nur Dokumente ihrer pyrotechnischen Inszenierungen. Mit Hilfe der fotografischen Serien konserviert sie die Augenblicke des Feuerwerks. Dabei kann die Künstlerin aber auch die Abfolge der Explosionen überprüfen und neu zusammensetzen. So entstehen in der Reihung Abwandlungen der ursprünglich abgelaufenen Aktion. Auf diese Weise wirkt nach dem Zünden, in dem auch der Zufall seine Spuren hinterlässt, noch einmal eine ordnende, schöpferische Hand.

 

Sandra Kranich
Back 4, Video (Detail), 2010

 

In ihren Filmen lässt die Künstlerin die Bilder rückwärts laufen und verbindet sie dabei mit dem Klang der zischenden und knallenden Explosionskörper. Somit ist die erste Einstellung des Films eine Zeichnung aus Schmauchspuren und Zündschnüren auf einer Wand, welche das Zündeln hinterlassen hat. Nach und nach setzen sich die Teile wieder zu einem Ganzen zusammen. Die weggeflogenen Einzelteile verbinden sich wieder mit dem Objekt. Die Zündschnüre brennen rückwärts, bis am Ende das Relief in seiner ursprünglichen geometrischen Form wieder unversehrt an der Wand entsteht.

Die 1971 in Ludwigsburg geborene Wahl-Frankfurterin nutzt bereits seit 15 Jahren Pyrotechnik, um Zeichnungen, Skulpturen, Videos und Fotoserien zu schaffen. Nach dem Studium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach bei Heiner Blum und an der Frankfurter Städelschule bei Thomas Bayrle machte die Künstlerin eine Ausbildung in einer Feuerwerkerei und ist seit 2003 "staatlich anerkannte Pyrotechnikerin für Großfeuerwerke".

Sandra Kranich lebt und arbeitet in Frankfurt. Ihre Arbeiten werden in internationalen Museen und Ausstellungen gezeigt und im September auf der Biennale von São Paulo, Brasilien, präsentiert.

 

DZ BANK Kunstsammlung - ART FOYER, Friedrich-Ebert-Anlage / Cityhaus I Frankfurt/Main

 

03.03.2016 - 22.05.2016
Fotoausstellung Wien Die Galerie WestLicht stellt den japanischen Magnum Fotografen Hiroji Kubota vor, der für diese Ausstellung mehr als 100 Fotografien aus den vier Millionen Aufnahmen seines 50-jährigen Schaffens ausgewählt hat. 3.3. bis 22.5.2016
...Klick zum Weiterlesen
Hiroji Kubota - Photographer
Fotoausstellung Wien Die Galerie WestLicht stellt den japanischen Magnum Fotografen Hiroji Kubota vor, der für diese Ausstellung mehr als 100 Fotografien aus den vier Millionen Aufnahmen seines 50-jährigen Schaffens ausgewählt hat. 3.3. bis 22.5.2016

 

Spring Break, South Padre Island Texas 1990, copyright Hiroji Kubota / Magnum Photo

 

So spannend wie seine Bilder sind auch die Geschichten seines Lebens: Hiroji Kubota (*1939 Tokyo)  kam auf ungewöhnliche Weise zu seinem Beruf. Es war 1961 als er auf Empfehlung eines Freundes die Magnum Agentur-Fotografen Elliott Erwitt, Bruce Glinn und René Burri bei einem Japan-Besuch als Fahrer und Übersetzer durch die Straßen von Tokyo begleitete. Eine Bezahlung dafür, lehnte er ab. Also zeigten sich die Fotografen mit Geschenken erkenntlich. Von René  Burri bekam er eine Leica M3, von Eliott Erwitt die damalige Fotografenbibel von Magnum Gründer Henri Cartier-Bresson – Images à la Sauvette / The Decisive Moment. 1962 ging er, nach dem Abschluss seines Studiums, in die USA, Erwitt holte ihn vom Flughafen ab und gemeinsam mit seinen Agenturkollegen unterstützte er den Neuankömmling in den ersten Jahren. 1965 wurde Kubota freier Fotograf, sechs Jahre später war er selbst Mitglied von Magnum und ist seit den 1970er Jahren eine der Säulen der Agentur, für die er in den 1990ern das Büro der Fotografenvereinigung in Tokyo aufbaute.

 

Okinawa Japan, 1969, copyright Hiroji Kubota / Magnum Photo

 

Die Ausstellung gibt einen Einblick in Kubotas Werk von den  fotografischen Anfängen im von der Bürgerrechtsbewegung aufgewühlten Amerika der 1960er und 70er, über seine Reportagen aus dem postrevolutionären China, bis zu den Erkundungen seiner japanischen Heimat.

Sein favorisiertes Terrain ist nicht die hektische Tagesberichterstattung, er nimmt sich Zeit, sich auf das Besondere der Orte und ihre Menschen einzulassen. Rund sechseinhalb Jahre war er in China unterwegs, in sein Lieblingsland Burma kehrte er nach seinem ersten Besuch in den 1970ern insgesamt 75-mal zurück. In der Zusammenschau fügen sich die entstandenen Bilder zu facettenreichen Porträts der bereisten Länder. Kubotas einnehmendes Wesen und seine diskrete Neugierde verschafften ihm Zugang auch zu ansonsten geschlossenen Gesellschaften. Noch am Beginn seiner Karriere erwarb er sich das Vertrauen der radikalen Bürgerrechtler der Black Panther Party, im für die meisten Fotoreporter abgeschotteten Nordkorea konnte er zwischen politischen Propagandaveranstaltungen nicht nur die Diktatoren Kim Il-sung und Kim Jong-il fotografieren, sondern auch vereinzelte Blicke auf den kommunistischen Alltag erhaschen.

 

 

 Black Panthers, Chicago, 1969, copyright Hiroji Kubota / Magnum Photo

 

 

Für die Ausstellung wurden Schwarz-Weiß- Negative als hochwertige Platinumprints neu abgezogen, für seine Farbfotografien arbeitete Kubota mit dem New Yorker Meisterprinter Nino Mondhe, zu dessen Referenzen Namen wie Irving Penn und Harry Callahan gehören, und der im aufwendigen Dye-Transfer- Verfahren brillante Abzüge von faszinierender Farbtiefe herstellte.

 

Zur Ausstellung ist bei Aperture ein umfassender Band über das mehr als fünfzig Jahre umspannende Gesamtwerk Kubotas erschienen. In 400 Abbildungen vereint das Buch alle wichtigen Serien des Fotografen, das Vorwort verfasste sein Freund Elliott Erwitt.

 

WestLicht Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, Wien

 

 

12.02.2016 - 12.06.2016
Fotoausstellung München Mit über 50, in unterschiedlichsten Formaten und Verfahren produzierten Werken präsentiert diese Ausstellung im Münchner Haus der Kunst sämtliche Perioden aus 40 Jahren künstlerischen Schaffens von James Casebere. 12. Februar - 12. Juni 2016
...Klick zum Weiterlesen
James Casabere - Flüchtig
Fotoausstellung München Mit über 50, in unterschiedlichsten Formaten und Verfahren produzierten Werken präsentiert diese Ausstellung im Münchner Haus der Kunst sämtliche Perioden aus 40 Jahren künstlerischen Schaffens von James Casebere. 12. Februar - 12. Juni 2016

Sea of Ice, 2014
archival pigment print, 96 x 126 cm, Edition of 5 with 2 artist’s proof,
Courtesy the Artist and Galerie Daniel Templon, Paris © James Casebere, 2016

 

Begonnen hat der 1953 in Lansing, Michigan, USA geborene James Casebere mit Darstellungen, die das etablierte mittelständische Wertesystem des Mittleren Westens der USA in Zweifel zogen. Bekannt ist sein latent gewalttätig und morbid wirkendes Foto eines Kühlschranks, in dem eine überdimensionale Gabel steckt (Fork in the Refrigerator, 1975). Üblicherweise zeigen seine detailreichen Aufnahmen selbst gefertigte Architekturmodelle aus Materialien wie Styropor, Papier und Gips. Dabei sind die Modelle eindeutig Modelle, d.h. sie verstecken die Konstruktion nicht. Über die Jahre hat Casebere mit seinem filmischen und gleichzeitig architektonischen Ansatz eine eigene, unverwechselbare Bildsprache geschaffen.
Als sich James Casebere (geb. 1953 in Lansing, Michigan, USA) Mitte der 1970er-Jahre künstlerisch zu betätigen begann, befand sich die Fotografie im Umbruch. Zu dieser Zeit formulierten Künstler für dieses Medium verschiedene neue Ansätze. Casebere gehört zu einer Generation von Künstlern, welche die Wahrhaftigkeit von Bildern von Anfang an hinterfragte, und für die eine Fotografie etwas anderes ist als ein Dokument.

 

Yellow Hallway #2, 2003
Digital dye destruction print, 118 x 147 cm,
Edition of 5 with 2 artist’s proofs, Courtesy the Artist and Sean Kelly Gallery, New York
© James Casebere 2016

 

 

92nd Street Storm, 2015, Archival pigment print, 119 x 159 cm, Edition of 5 with 2 artist’s proofs,
Courtesy the Artist and Lisson Gallery, London © James Casebere, 2016

 

 

 „Ich versuche, etwas zu schaffen, das eine bestimmte Art des psychischen Raums verkörpert oder dramatisiert, so dass bestimmte Vorstellungen und Erfahrungen verstärkt werden", beschreibt Casebere sein Bildverständnis. Seine Modelle verkörpern beispielhaft das architektonische Unbewusstsein einer gegebenen Raumfolge.

Mit über 50, in unterschiedlichsten Formaten und Verfahren produzierten Werken präsentiert diese Ausstellung sämtliche Perioden aus 40 Jahren seines künstlerischen Schaffens: große ein- und mehrteilige Farbfotos, schwarzweiße Silbergelatine-Abzüge, im Farbausbleichverfahren hergestellte Drucke sowie wasserlose Lithografien. Zudem präsentiert Casebere erstmals Arbeitshefte und Skizzenbücher, und eine umfangreiche Auswahl von bisher nie gezeigten Polaroid-Studien macht den Entstehungsprozess ausgewählter Werke sichtbar: von den verschiedenen Produktionsstufen bis zum fertigen Einzelbild.

Eigens für den großen Treppenaufgang der Ausstellungsräume hat Casebere ortsspezifische großformatige Werke produziert: vier Friese, die sich auf die komplexe politische Geschichte des Hauses als nationalsozialistischer Repräsentationsbau beziehen sowie das von Albert Speer für die Zeremonien des Regimes entworfene Zeppelinfeld in Nürnberg näher ergründen. Damit reihen sie sich ein in die fortdauernde Auseinandersetzung mit historisch belasteter Architektur - ein Gebiet, das sowohl James Casebere als auch das Haus der Kunst seit langem untersuchen.

Überlegungen zu Problemen der Darstellung von Architektur und Ideologie haben bereits in anderen Arbeiten von Casebere eine Rolle gespielt, etwa wenn er sich mit Thomas Jeffersons Herrenhaus Monticello in Virginia, der Arena der Akropolis von Athen, dem Sklavenschlafsaal des Topkapi-Serails in Istanbul oder den mobilen Gefängniszellen im Staat Georgia auseinandersetzt.

Geflutete und verlassene Räume - mal erleuchtet, mal dunkel -, sind regelmäßig wiederkehrende, illusionistische Motive in den Werkserien, die Ende der 1990er und Anfang der 2000er-Jahre entstanden. Casebere zeigt in „Monticello No. 3" (2001) den Eingangsbereich von Thomas Jeffersons Wohnhaus, knöcheltief von Wasser geflutet und dunkel. „Man muss hinter den Mythos davon, wofür Jefferson steht, schauen, und genau davon handelt die Dunkelheit", so Casebere.

Die Idee, Räume mit Wasser zu fluten, kam dem Künstler auf einer Reise nach Berlin, kurz nach der Wende 1989. Obwohl - oder gerade weil - in Berlin damals vor allem Aufbruchsstimmung und Begeisterung herrschte, sah sich Casebere die vernachlässigten Orte der Stadt aufmerksam an: das Abwassersystem und die U-Bahn-Stationen, die den Westen mit dem Osten verbanden. Sie brachten für ihn „das historische Unbewusstsein Deutschlands" besonders deutlich zum Ausdruck.

Bei der Überflutung von Räumen hatte Casebere ursprünglich ganz direkt auch an die Toiletten und Abwasserleitungen in den Gefängnissen gedacht. Recherchen führten ihn zu Modellzuchthäusern des frühen 19. Jahrhunderts, wie Auburn, Sing Sing und Eastern State Penitentiary in den USA. Reformer hatten damals versucht, die Erlösungsideen der Quäker in der Architektur von Gefängnissen umzusetzen. So sollte Einzelhaft die Insassen zu Einkehr, Gebet und Besserung bewegen. Doch diese Methode hatte die Zerstörung ihres Gemüts zur Folge und wurde zu etwas Monströsem. Bereits Charles Dickens hatte das Eastern State Penitentiary 1842 besucht und die Eindrücke in seinem Reisetagebuch („Notizen aus Amerika"/„American Notes") festgehalten und die Isolationshaft angeprangert.

 

Fork in The Refrigerator, 1975, Gelatin silver print, 25 x 20 cm, Edition 9/10.
Courtesy National Gallery of Art, Washington, DC © James Casebere, 2016

 

Das Licht fällt in Caseberes Darstellungen von Zellen häufig von außen und von oben ein, durch einen einzigen Strahl. In Nachempfindung des Quäkergedankens kann dies als Möglichkeit der Erlösung durch göttliche Gnade interpretiert werden. Doch steht das Wasser wiederum als Metapher für Vergänglichkeit und das Verstreichen von Zeit; und in den überfluteten Gefängniszellen zugleich für ein System, das dem Verfall ausgesetzt ist. Für Casebere werfen die bisherigen Methoden von Bestrafung und Freiheitsentzug ein Schlaglicht auf die Spannung, die der Architektur von Gefängnissen innewohnt.

Ein Bild von Casebere bezieht sich nicht auf einen stabil existierenden Gegenstand. Vielmehr verdichtet sich darin ein System von politischen und assoziativen Bezügen, auch zu flüchtigen Dingen wie Erinnerungen oder Träumen. So faszinieren ihn z.B. auch die von dem osmanischen Architekten Mimar Sinan (1489/1490-1588) erbauten Moscheen, Koranschulen und Karawansereien in Istanbul - u.a. weil ihre ästhetischen, lichten Innenräume trotz der Höhe menschlichen Maßstab wahren. Seine Recherchen über die komplexe Vergangenheit des Islams haben Casebere hin zu Epochen und Kulturen geführt, die für ein Miteinander von Islam, Judentum und Christentum sowie für gegenseitige kulturelle Bereicherung stehen, wie etwa Spanien in den Jahren von 711 bis 1492. Mit Werken wie „Mosque (after Sinan) #2", „Spanish Bath" oder „La Alberca" ruft Casebere diese Epochen oder Momente des Sublimen im Bewusstsein des Betrachters wach.

Die Ausstellung wird begleitet von einem Katalog, herausgegeben und mit einem Essay von Okwui Enwezor sowie mit Beiträgen von Caleb Smith und Brian Wallis (Prestel Verlag).

 

Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, München

12.02.2016 - 22.05.2016
Fotoausstellung Düsseldorf . Eine umfassende Retrospektive von Horst P. Horst, einem der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts und einer Ikone der Modefotografie mit 250 fotografischen Werke aus 60 Jahren Schaffenszeit zeigt das NRW-Forum vom 12. Februar bis 22. Mai 2016.
...Klick zum Weiterlesen
Horst P. Horst: Photographer of Style
Fotoausstellung Düsseldorf . Eine umfassende Retrospektive von Horst P. Horst, einem der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts und einer Ikone der Modefotografie mit 250 fotografischen Werke aus 60 Jahren Schaffenszeit zeigt das NRW-Forum vom 12. Februar bis 22. Mai 2016.

Muriel Maxwell American Vogue 1939
Copyright Conde Nast Horst Estate 

 

 

Horst P. Horst galt als der König der Modefotografie und ein „Magier des Lichts“. Der aus Deutschland stammende Horst P. Horst zählt zu den wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts, der bis heute stilprägend ist. Das NRW-Forum Düsseldorf zeigt die vom Londoner Victoria and Albert Museum kuratierte Retrospektive Photographer of Style darunter seine berühmten Arbeiten als Vogue-Fotograf, sowie weniger bekannte Projekte und selten gezeigte Zeichnungen, Briefe, Filme und Couture-Kleider.

Seine wundervollen Schwarzweiß-studien machten ihn zum Meister von Licht und Schatten. Er ließ sich von verschiedenen Strömungen wie klassischer Architektur, modernem Bauhausdesign und surrealistischer Kunst inspirieren. Wie kein anderer verband Horst P. Horst dabei die Welten von Fotografie, Kunst, Mode, Design, Theater und High Society. Die Ausstellung beleuchtet seine Zusammenarbeit und seine Freundschaften mit großen Modeschöpfern wie Coco Chanel und Elsa Schiaparelli; mit Filmstars wie Marlene Dietrich und Rita Hayworth sowie Künstlern und Designern wie Salvador Dalí und Jean-Michel Frank. Dabei präsentiert sie nicht nur einige seiner berühmtesten Bilder, sondern enthüllt anhand von originalen Kontaktbögen, Zeichnungen und Kameras auch die kreativen Vorgänge dahinter.

 

 Dress by Hattie Carnegie 1939
Copyright Conde Nast Horst Estate

 

Round the Clock New York 1987
Copyright Conde Nast Horst Estate

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg zog Farbe in die Magazine ein und Horst P. Horst schuf 90 weitere Titelblätter für die Vogue sowie zahlreiche Magazinseiten in leuchtenden Farben. Die präsentierten Fotografien zeigen seine beliebtesten Modelle aus den vierziger und fünfziger Jahren, wie Carmen Dell’Orefice, Muriel Maxwell und Dorian Leigh. Auch weniger bekannte Arbeiten wie Aktstudien, Reisebilder aus dem nahen Osten und Naturaufnahmen gehören zur Ausstellung.

Während der sechziger und siebziger Jahre fotografierte Horst P. Horst einige der schönsten und luxuriösesten Häuser für House and Garden und die Vogue; unvergessen sind Karl Lagerfelds Art Deco Apartment, die aufwendigen Häuser von Yves Saint Laurent und der römische Palazzo des Künstlers Cy Twombly – in der Ausstellung als dreiseitige Projektion sowie auf einem interaktiven Bildschirm zu sehen.

Horst P. Horst wurde 1906 als Horst Paul Albert Bohrmann in Weissenfels geboren. Er studierte an der Kunstgewerbeschule in Hamburg, bevor er 1930 nach Paris ging, um als Lehrling bei dem Architekten Le Corbusier zu arbeiten. Dort lernte er George Hoyningen-Huene, den Cheffotografen der französischen Vogue kennen, und arbeitete ab 1932 selbst als Fotograf für die Vogue. 1939 zog er nach New York und wurde 1943 amerikanischer Staatsbürger. Im selben Jahr verpflichtete er sich bei der US Army und änderte schließlich seinen Nachnamen von Bohrmann in Horst. Nach dem Krieg baute er ein Haus in Long Island, New York, und blieb bis zu seinem Lebensende in Amerika. Er starb 1999 im Alter von 93 Jahren in Florida.

„Wir freuen uns sehr, dass diese bedeutende Ausstellung des V&A in Horsts Heimatland Deutschland zu sehen sein wird. Die Stadt Düsseldorf verfügt über fantastische Museen und Galerien und ist nach wie vor weltweit führend im Bereich Kunstfotografie. Die Stadt bietet genau den richtigen Kontext um Horsts Rolle als Vermittler von Stil und Eleganz zu verstehen“, sagt Susanna Brown, Kuratorin für Fotografie des V&A.

Begleitend zur Ausstellung hat das V&A die Publikation Horst: Photographer of Style veröffentlicht, herausgegeben von Susanna Brown, mit einem Vorwort der Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour und Essays von Mitwirkenden aus aller Welt. Eine deutsche Ausgabe im Knesebeck Verlag ist ab Februar 2016 verfügbar.

 

NRW-Forum, Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf

 

12.12.2015 - 29.05.2016
Fotoausstellung München In einer Sonderausstellung zeigt das Museum Mensch und Natur die beeindruckenden Bilder die Michael Martin während seiner Reise vom Nordpol zum Südpol und viermal um die Erde gemacht hat. Neben den Bilder ergänzen zahlreiche geologische, botanische und zoologische Objekte den Eindruck der außergewöhnlichen Natur der Wüstengebiete.
...Klick zum Weiterlesen
Michael Martin - Planet Wüste
Fotoausstellung München In einer Sonderausstellung zeigt das Museum Mensch und Natur die beeindruckenden Bilder die Michael Martin während seiner Reise vom Nordpol zum Südpol und viermal um die Erde gemacht hat. Neben den Bilder ergänzen zahlreiche geologische, botanische und zoologische Objekte den Eindruck der außergewöhnlichen Natur der Wüstengebiete.

Hayes Gletscher an der Ostküste Spitzbergens
copyright Michael Martin / Knesebeck Verlag

 

Eine spannende Reise durch die Wüsten der Erde mit ihrer unglaublichen Vielfalt bietet die Ausstellung im Münchner Museum Mensch und Natur. Seit über 30 Jahren bereist der Fotograf, Autor und Diplom-Geograf Michael Martin die Wüsten der Erde. Seine Bilder zeigen neben den Trockenwüsten auch die Kälte- und Eiswüsten der Polarregionen. Man kann sich an großartigen Landschaftsbildern erfreuen und die Lebensräume der Wüsten und Polarregionen kennenlernen. Auf vierzig abenteuerlichen Expeditionen durchquerte Michael Martin unter anderem Grönländ und die Antarktis, die Sahara und die Namib - mal mit dem Motorrad oder auf Kamelen, mit dem Hundeschlitten, im Helikopter oder auf Skiern.

 

Eisschollen im Nordpolarmeer
copyright Michael Martin / Knesebeck Verlag

 

 

Michael Martin am Südpol
opyright Michael Martin / Knesebeck Verlag

 

 

Neben den beeindruckenden Bildern sind es zahlreiche geologische, botanische und zoologische Objekte, die von den Besonderheiten und der außergewöhnlichen Natur der Wüstengebiete zeugen. Großartigen Präparate von Eisbär, Moschusochse und Oryx-Antilope oder das größte Landtier der Antarktis, das man unter der Lupe betrachten muss, lassen die Wüste lebendig werden. Aber auch wertvolle Platinminerale aus Sibirien, eine riesige Sandrose aus Mexiko, ein Meteorit aus der Antarktis und Dinosaurierspuren aus Franken sind in der Ausstellung zu sehen und erzählen ihre ganz eigene Geschichte vom „Planet Wüste“.

 

Weitere Infos und Bilder finden Sie auf unserer News Seite vom 4.11.2015

 

Zu dieser Reise ist der Bildband "Planet Wüste" im Knesebeck Verlag erschienen, der für 49,95 Euro ein wunderbares Weihnachtsgeschen ist und im Shop des Museums Mensch und Natur erhältlich ist.

 

Museum Mensch und Natur, Schloß Nymphenburg, München

 

26.11.2015 - 14.08.2016
Fotoausstellung Leipzig . Fotografien von Gundula Schulze Eldowy stellt das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig vor. Es sind Bilder die so manches Skurille und Befremdliche aus dem Leben der DDR zeigen und einen ungeschönten Blick in den Alltag der SED-Diktatur geben.Bis zum 14. August 2016
...Klick zum Weiterlesen
Zuhause ist ein fernes Land
Fotoausstellung Leipzig . Fotografien von Gundula Schulze Eldowy stellt das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig vor. Es sind Bilder die so manches Skurille und Befremdliche aus dem Leben der DDR zeigen und einen ungeschönten Blick in den Alltag der SED-Diktatur geben.Bis zum 14. August 2016

 Berlin, 1987 © Gundula Schulze Eldowy

 

Die 1954 in Erfurt geborene Künstlerin Gundula Schulze Eldowy, die von 1979 bis 1984 in Leipzig Fotografie studierte, wendet sich fernab der staatlich verordneten Propaganda dem wirklichen Leben zu. Sie fotografiert Menschen aus ihrer Nachbarschaft in Ost-Berlin, dokumentiert staatliche Zwänge und private Rückzugsversuche, porträtiert Arbeiter in der DDR. Rund 75 Fotografien aus unterschiedlichen Werkgruppen präsentiert das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig in der neuen Atelierausstellung.

Gundula Schulze Eldowy gibt in Fotografien und Texten den Menschen, die in der SED-Propaganda nicht vorkommen, ein würdiges Gesicht und eine eindringliche Stimme. Sie fotografiert Wohn- und Arbeitsstätten, zeigt Zwischenmenschliches und Eigensinniges. Sie stellt eine Gesellschaft der 1980er Jahre vor, die zwischen wirtschaftlicher Misere und individuellem Aufbegehren zu überleben versucht. Rückblickend stehen die verschiedenen Fotozyklen symbolisch für den allmählichen Niedergang der DDR.

 

Der Führer, Berlin, 1987 © Gundula Schulze Eldowy

 


„Berlin in einer Hundenacht“
In dieser schwarz-weiß gehaltenen Fotoserie, die zwischen 1977 und 1989 entsteht, treffen einfühlsames Interesse an den Menschen und kunstvolle fotografische Perspektiven aufeinander. Die Künstlerin lebt damals in Ost-Berlin und fotografiert die Nachbarn in ihrem „Kiez“. In Prenzlauer Berg oder im Scheunenviertel findet sie das „wahre Leben“ jenseits propagandistischer Schönfärberei.

 

Leipzig, 1989 © Gundula Schulze Eldowy



„Der große und der kleine Schritt“
Anfang der 1980er Jahre beginnt Gundula Schulze Eldowy auch in Farbe zu fotografieren. Ihre Arbeiten zeigen ein Land zwischen Erstarrung und Aufbruch, Menschen in Gefühlsausbrüchen und an privaten, teils intimen Rückzugsorten. Die Bilder sind Gleichnisse des Übergangs, der Auflösung, des Verfalls, der Zerstörung, aber auch des Lebenshungers und des Neuanfangs.

„Arbeit“
Zwischen 1985 und 1988 dokumentiert die Fotografin die Arbeitssituation in den veralteten Fabriken der DDR. Jenseits der offiziellen Bildsprache porträtiert sie Menschen bei schwerer Arbeit, umgeben von Schmutz und Lärm, die trotz allem ihre Würde bewahren.

Gundula Schulze Eldowys Fotografien finden schon sehr bald im westlichen Ausland Beachtung und Anerkennung. Das Ministerium für Staatssicherheit verdächtigt sie, für westliche Geheimdienste zu spionieren. Sie wird beobachtet und schikaniert, schließlich droht ihr sogar die Verhaftung. Die Künstlerin arbeitet dennoch weiter und versteckt ihre Negative auf dem Dachboden. Als sich 1989 die Montagsdemonstrationen formieren, ist sie mit ihrer Kamera erneut mittendrin. Nach dem Mauerfall kommt der internationale Erfolg mit Ausstellungen, Preisen und der Aufnahme in private und museale Sammlungen.

 

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Str. 6, Leipzig

20.09.2015 - 14.08.2016
Ausstellung Remagen . Zum zehnten Mal bietet die Kunstkammer Rau Einblicke in die Sammlung des Humanisten und Arztes Gustav Rau, die er UNICEF, dem Kinderhilfswerk er Vereinten Nationen, vererbt hat. 20. September 2015 bis 14. August 2016
...Klick zum Weiterlesen
Menschenskinder. Kinderleben zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Ausstellung Remagen . Zum zehnten Mal bietet die Kunstkammer Rau Einblicke in die Sammlung des Humanisten und Arztes Gustav Rau, die er UNICEF, dem Kinderhilfswerk er Vereinten Nationen, vererbt hat. 20. September 2015 bis 14. August 2016

 

Chris de Bode, My-Taelle aus Haiti träumt davon, ein Clown zu werden, 2013
© 2015 Chris de Bode / laif

 

 

Einer der Sammlungsschwerpunkte von Gustav Rau ist Ausgangspunkt der Ausstellung: Darstellungen aus dem Leben von Kindern, beobachtet von Künstlern zu allen Zeiten. Das reicht vom Kindersegen in behüteten Familien, schildert aber auch den harten Kriegsalltag vieler Kinder und das Leben in den Elendsvierteln am Rande der barocken Gesellschaft. Die Motive beschäftigen sich mit der Entwicklung vom Kleinkind bis zum Jugendlichen, von gesellschaftlichen Rollenspiele und den Spielräume von Kindern im Wandel.
Den Bogen in die Gegenwart schlagen  zeitgenössische Kinderfotografien, die als Jahresfotografien von UNICEF eindringlich Themen wie Flüchtlingsschicksale, Krieg, Armut, Umwelt und Bildung thematisieren. Was ist zu tun – hierfür steht UNICEF – und was steht weiteren konkreten Maßnahmen eigentlich entgegen? Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck setzt die historischen Kinderdarstellungen aus der Sammlung Rau in Beziehung zu prämierten fotografischen Aufnahmen aus heutiger Zeit. Kinder waren es, die dem Kunstsammler und Philanthropen Dr. Gustav Rau besonders am Herzen lagen – gerade auch während seiner Zeit als Tropen-und Kinderarzt im Kongo.

 

 

Max Liebermann, Pause im Waisenhaus in Amsterdam, 1876,
© Arp Museum Bahnhof Rolandseck / Sammlung Rau für UNICEF

 

In der 10. Ausstellung der Kunstkammer Rau im Arp Museum Bahnhof Rolandseck werden diese Werke in einem spannungsvollen Dialog mit prämierten Fotografien aus dem internationalen Wettbewerb „UNICEF-Foto des Jahres“ präsentiert. Die faszinierende Gegenüberstellung von historischen Gemälden und herausragenden Reportagefotos zeigt den Blick auf Kinder und Kindheit – vom Mittelalter bis in die Gegenwart – wie er sich verändert und zugleich immer wieder Parallelen aufweist in der Wahrnehmung kindlicher Existenz durch die Jahrhunderte.

 

 

 

August Macke, Clown im grünen Kostüm, um 1909/10
© Arp Museum Bahnhof Rolandseck / Sammlung Rau für UNICEF, Foto: Peter Schälchli, Zürich

 

Anlässlich des Weltkindertages 2015 eröffnet die Ausstellung am 20. September 2015 mit einem großen Kinderfest. Dabei gibt es neben spannenden Familienführungen durch die Ausstellung auch einen Kinderzirkus zum Mitmachen, sowie Musik, Tanz und Delikatessen aus aller Herren Länder. Passend zu den Bildern der Ausstellung können die Kinder außerdem Frisuren, Kopfbedeckungen, Masken, Körperbemalungen und Kleidung verschiedener Kulturen kennen lernen und in eine andere Rolle schlüpfen. – Der Weltkindertag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kinder willkommen!“ UNICEF und viele andere Kinderrechts­organisationen rufen dazu auf, die Rechte und Bedürfnisse aller Kinder in Deutschland in das Zentrum von Politik und Gesellschaft zu stellen. Insbesondere machen sie auf die schwierige Lage von Flüchtlingskindern aufmerksam.

 

 

Laura Boushnak, Jemen - Ich lese, ich schreibe, 2013
© 2015 Laura Boushnak

 

 

Arp Museum, Bahnhof Rolandseck, Hans-Arp-Allee 1, Remagen

 

01.09.2015 - 09.05.2016
Fotoaustellungen Zingst Im Rahmen des „Aktiven Fotoherbst“ zeigt die Erlebniswelt Fotografie Zingst mehrere Fotoausstellungen: „Foto-Schätze der Region“,„Magic Sea“,„Abenteuer Wildnis“,„Bürger Gauck: Unterwegs mit einem unbequemen Präsidenten“ und „Different Dubai“.
...Klick zum Weiterlesen
Natur von ihrer schönsten Seite
Fotoaustellungen Zingst Im Rahmen des „Aktiven Fotoherbst“ zeigt die Erlebniswelt Fotografie Zingst mehrere Fotoausstellungen: „Foto-Schätze der Region“,„Magic Sea“,„Abenteuer Wildnis“,„Bürger Gauck: Unterwegs mit einem unbequemen Präsidenten“ und „Different Dubai“.

 „Foto-Schätze der Region“


 

Foto  Klaus-Herbert Schröter

 

In der Mitte von Zingst zeigt die Ausstellung „Foto-Schätze der Region“ beeindruckende Motive aus der unmittelbaren Umgebung. Vier Naturfotografen aus der Region haben in Bildern dokumentiert, was Fischland-Darß-Zingst an zauberhaften Motiven zu bieten hat. Die Aufnahmen stammen ausnahmslos von Referenten der Fotoschule Zingst. In den Workshops dieser Experten vermitteln sie den Teilnehmern, wie solche Fotografien entstehen.

 

Fotografien: Timm Allrich, Mario Müller, Martin Harms, Klaus-Herbert Schröter

Ausstellungsort: Open-Air-Installation Bibliotheksplatz

1.10.15 bis 6.03.16

 

 

„Magic Sea“ – Michael Pasdzior

 

Foto Michael Pasdzior

 

Die naturgegebene Faszination des Meeres dokumentieren die Bilder dieser Ausstellung – im ständigen Wechsel von Himmel und Meer. Die Wasseroberfläche betrachtet Michael Pasdzior als Fläche, die von der Farbe des Himmels beeinflusst und bestimmt wird. Bewusst hat der Fotograf die Bildinhalte reduziert: Himmel und Wasser, welche lediglich von der Horizontlinie voneinander getrennt werden. Alles Störende wurde weggelassen – nur vereinzelt entdeckt der Betrachter bei genauerem Hinsehen kleine Details wie Köpfe von Badenden oder Schilfgräser schemenhaft am Horizont.

 

Ausstellungsort: Kunsthallenhotel Vier Jahreszeiten

15.09.2015-14.3.16

 

„Abenteuer Wildnis“ - Peter Scherbuk

 

Foto Peter Scherbuk

 

 

Peter Scherbuk ist der Herausgeber der attraktiven Zeitschrift „Naturblick“ sowie einer der besten Tierfotografen, was er mit den Fotografien dieser Ausstellung beweist.  Die Motive entführen in entlegene Gegenden, in denen Wisente, Bären und andere große und kleine Tiere leben, die hierzulande nicht anzutreffen sind. Peter Scherbuks Fotoreisen sind daher auch eher als »Expeditionen« zu bezeichnen und faszinieren durch die Fremdartigkeit der dargestellten Naturphänomene. Der Titel »Abenteuer Wildnis« ist also durchaus wörtlich zu nehmen. Die Erlebniswelt Fotografie Zingst ehrt mit der Ausstellung im Max Hünten Haus einen Fotografen, Freund und Medienpartner, der seit Beginn die fotografischen Aktivitäten in Zingst begleitet. Hier wird die Fotoreise zum wahren Abenteuer. Das ist Natur pur. Ein Meister seines Fachs hat mit der Kamera diese eindrucksvollen Dokumente geschaffen.

 

Ausstellungsort: Max Hünten Haus

1.9. – 14.12.2015

 

 

„Farbwechsel“ - Claudia Müller

 

So farbenfroh präsentiert sich die Natur. Claudia Müller hat einen sicheren Instinkt für bildwirksame Veränderungen. »Farbwechsel«, spürt sie auf und versteht es, daraus im Besonderen stille und doch sehr ausdrucksstarke Fotografien zu gestalten: Bilder, die durch ihre gestalterischen Qualitäten zum längeren Betrachten einladen. Statt Schnappschüssen des flüchtigen Augenblicks bietet diese Fotokünstlerin Eindrücke für ein kleines Stückchen Ewigkeit«.

Ausstellungsort: Kurhaus Zingst

3.9.2015 – 9.3.2016

 

 

 

„Bürger Gauck: Unterwegs mit einem unbequemen Präsidenten“
- Christian Irrgang


 

Foto Christian Irrgang


In der Tradition großer amerikanischer Reporter hat Christian Irrgang Joachim Gauck als einziger Fotograf exklusiv zwei Jahre lang begleitet und zeigt den Präsidenten wie den Menschen in seinem Alltag und in seiner Rolle als Politiker und Staatsmann. Die Ausstellung bietet somit einen einzigartigen, ganz persönlichen Zugang zur beliebtesten Politikerpersönlichkeit der Bundesrepublik Deutschland und lässt den Betrachter die Arbeit des Bundespräsidenten hautnah miterleben. Die Fotos wurden mit der Leica M9 aufgenommen.

 

Ausstellungsort: Leica Galerie Zingst

1.9. – 17.12.2015

Live-Vortrag:  03.10.15, 17 Uhr, Max Hünten Haus

 

 

„Different Dubai“ - Ralf Baumgarten


 

Foto Ralf Baumgarten

 

Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich aus einem winzigen Fischerdorf am Rande der Wüste eine vielfältige Weltstadt. Kaum ein Ort ist heute derart kosmopolitisch wie Dubai. Doch gleichzeitig ist die Stadt immer noch geprägt von jahrhundertealten Gesetzen der Wüste. Angelockt von vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten kommen Menschen aus aller Welt, um hier ihr Glück zu versuchen. Die westlichen „Experts“ bauen ebenso wie die Arbeiter aus den ärmsten Regionen dieser Welt wagemutig weiter am Traum von Dubai. Ralf Baumgarten vermittelt einzigartige Einblicke, die bewusst abseits der touristischen Perspektive liegen und die Gegensätze der Parallelwelten in Dubai aufzeigen.

 

Epson Digigraphie Galerie Zingst

6.10.2015 – 9.5.2016

ch aus einem winzigen

 


 

Nutzungsbedingungen / AGB's   |   Presse   |   Impressum   |   Datenschutzerklärung   |   Haftungsausschluss