Fotoausstellungen

10.02.2017 - 15.04.2017
Fotoausstellung Köln . Unter dem Titel „Peripheral Dispatches“ präsentiert die Kölner Galerie Priska Pasquer die neuesten Porträtserien des südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo. Gezeigt warden die Werkgruppen „1994“, „Californian Wildflowers“ und „Flat Noodle Soup Talk“ entstanden in Südafrika, Ruanda, Kalifornien und Peking. 10. Februar bis 15. April 2017
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Pieter Hugo - Peripheral Dispatches
Fotoausstellung Köln . Unter dem Titel „Peripheral Dispatches“ präsentiert die Kölner Galerie Priska Pasquer die neuesten Porträtserien des südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo. Gezeigt warden die Werkgruppen „1994“, „Californian Wildflowers“ und „Flat Noodle Soup Talk“ entstanden in Südafrika, Ruanda, Kalifornien und Peking. 10. Februar bis 15. April 2017

 

 

Pieter Hugo Untitled, San Francisco, portrait 16, South Afroca, 2016 aus der Serie "1994"
copyright Pieter Hugo, Priska Pasquer, Köln

 

Pieter Hugo (*1976)  ist einer der bedeutendsten Fotokünstler des 21. Jahrhunderts. Die Aufnahmen des Südafrikaners sind Herausforderungen  an den Betrachter: komplex und widersprüchlich, überwältigend schön und verstörend zugleich. Intensive, singuläre Bilder,  die  sich aus der  alltäglichen Bilderflut abheben und in unser Gedächtnis einbrennen. „Here, in Africa and elsewhere, I want to photograph  evidence of the fragility and vulnerability of the inhabitants”, so Pieter Hugo über Flat Noodle Soup Talk, 2016.

Pieter Hugos Fotografien sind „Peripheral Dispatches“ – periphere Botschaften, Notizen aus Randgebieten und Reibungszonen. Seine Werke entstehen in Gefilden abseits der Norm, in unsicheren Bereichen und an unbequemen Orten des Übergangs. Pieter Hugo sucht die Wirklichkeit jenseits der Klischees. Er fotografiert dort, wo sich gesellschaftliche Konventionen auflösen, wo Normen zerbröckeln und das Haltlose und Strukturlose sich ausbreiten. Er blickt hinter die Oberflächen und stellt  niemanden  bloß.  Er weiß,  dass Schönheit und  Armut,  Verletzlichkeit  und Würde einander nicht ausschließen. Und dass es eine Welt ohne Widersprüche nicht gibt.

 

Pieter Hugo Untitled, San Francisco, 2014 aus der Serie "Californian Wildflowers"
copyright Pieter Hugo, Priska Pasquer, Köln

 

In Südafrika und  Ruanda hat  Hugo  Kinder  fotografiert,  die  nach 1994 geboren wurden. Die Porträts entstanden in der freien Natur. Unweigerlich evozieren sie das romantische Klischee der „idyllischen“ Kindheit in der „unberührten“ Natur. Doch die Landschaft rund um die Dörfer ist aufgeladen mit Bedeutung – getränkt vom Blut des Völkermords in Ruanda, durchzogen von willkürlichen Grundstücksgrenzen in Südafrika. Die  Kinder  haben die  Gräuel des Genozids und  die  Brutalität  des Apartheidregimes   nicht   mehr   erlebt   und   wachsen  in   einer   vergleichsweise friedlichen Umgebung auf. Und doch meint man in ihren ernsten Gesichtern ablesen zu können, dass die Vergangenheit ihre Schatten in die Zukunft wirft.

Der Tenderloin District in San Francisco ist ein sozialer Brennpunkt mit einer Vielzahl an Obdachlosen, Alkoholikern und Drogenabhängigen.  Ein Outsider-Bezirk mitten im  Zentrum  der  Stadt,  in  dem  sich die  Freak-Szene (noch) gegen  die  digitale Ökonomie des nahe gelegenen Silicon Valley behauptet. Für Pieter Hugo „fühlt  es sich an wie eine anarchische Gemeinschaft inmitten eines verrückten Booms“. (Pieter Hugo   über   Californian  Wildflowers,   2016).  Hier  ist  er  offen   auf  Menschen zugegangen, die ihm ohne Angst begegnet  sind. Sie haben sich ihm gezeigt in all ihrer Schönheit und Verletzlichkeit, in ihrer Lebendigkeit und Besonderheit.

Die  dritte  in  der  Ausstellung  gezeigte  Werkgruppe,  „Flat  Noodle  Soup  Talk“, entstand 2015/16 in Peking. Der südafrikanische Künstler bezeichnet die chinesische Hauptstadt  als den  existenziellsten Platz, den  er je erlebt  hat. Auch hier hat er Reibeflächen aufgespürt, an denen die Komplexität des modernen Lebens sichtbar wird. „Meine  Fotografien fokussieren die Kontraste oder das Nebeneinander,  die das heutige China beleben.“  (Pieter Hugo über Flat Noodlesoup  Talk, 2016). Fasziniert hat er den Lebensstil einer jungen Generation beobachtet,  die den Widerspruch aushält, in einer staatlich überwachten post-revolutionären Konsumgesellschaft zu leben. „Von  der Oberfläche, den offiziösen Bildern, in die Tiefe, zur nicht nur schönen Seele der Gesellschaft – tatsächlich schildert Hugo seine Annäherung an Peking wie eine Bewegung von außen zum Kern“, schreibt Jens Hinrichsen in einem Text zu einem exklusiven Portfolio der Serie, das MONOPOL im Juli 2016 veröffentlichte.

Pieter Hugos künstlerisches Potenzial speist sich aus seiner großen Neugierde und seiner enormen Wissbegierde. Er weiß, dass die sogenannte Wirklichkeit eine komplizierte Sache ist. Auf die Frage, was die Fotografie kann, was andere Medien nicht können, antwortet  er: „Sie fragt, was real ist.“  (Monopol,  Juli/August  2016) Hugos Bilder  sind Zumutungen.  Sie zeigen die  Komplexität  der Wirklichkeit,  die Schönheit im Schrecklichen und sie zwingen den Betrachter, diese Widersprüche auszuhalten.  Es ist ein südafrikanischer Blick auf die Welt.

 

„Peripheral  Dispatches“  ist die  dritte  Ausstellung von  Pieter Hugo  bei Priska Pasquer. 2015  zeigte  sie  mit  „Corporeality“  die  erste  Einzelausstellung des Fotografen  in Deutschland. 2016 präsentierte  sie die  umfangreiche Werkgruppe „Kin“.

Parallel zu dieser Ausstellung widmet  das Kunstmuseum Wolfsburg,  dem gerade einmal 40jährigen Künstler, Pieter Hugo die erste große Retrospektive in Deutschland. Sie umfasst seine 15 Werkgruppen, darunter die Serien „Looking Aside“, „Kin“, „The Hyena Men“, „Permanent Error“, „There’s a Place in Hell for Me and My Friends“ oder „Nollywood“, durch die Pieter Hugo bekannt geworden ist. Die jüngst entstandenen Projekte „Flat Noodle Soup Talk“ und „Californian Wildflowers“ werden erstmalig weltweit gemeinsam sowohl im Kunstmuseum Wolfsburg als auch bei Priska Pasquer gezeigt.

(Kunstmuseum Wolfsburg: Pieter Hugo. Between the Devil and the Deep Blue Sea, kuratiert von Dr. Uta Ruhkamp, 19.2.-23.7.2017)

 

Priska Pasquer, Albertusstraße 18, Köln

 

08.02.2017 - 07.05.2017
Fotoausstellung München . Sicher nicht nur für Fotografie-Liebhaber ist die Ausstellung im Kunstfoyer der Versicherungskammer einen Besuch wert. Gordon Parks war der erste schwarze Fotograf der das schwarze Leben in den USA dokumentierte, aber auch wunderschöne Modestrecken unter anderem für Condé Nast realisierte. Die Ausstellung ist ein Erlebnis mit ihren vielen kleinen Geschichten, die die Bilder erzählen, sie ist ein Gang durch wesentliche Jahrzehnte amerikanischer Geschichte, ein Blick auf die Schattenseiten des American Way of Life, auf den Kampf für Gleichberechtigung der farbigen Bevölkerung. Bis 7. Mai 2017
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Gordon Parks – I am You Selected Works 1942-1978
Fotoausstellung München . Sicher nicht nur für Fotografie-Liebhaber ist die Ausstellung im Kunstfoyer der Versicherungskammer einen Besuch wert. Gordon Parks war der erste schwarze Fotograf der das schwarze Leben in den USA dokumentierte, aber auch wunderschöne Modestrecken unter anderem für Condé Nast realisierte. Die Ausstellung ist ein Erlebnis mit ihren vielen kleinen Geschichten, die die Bilder erzählen, sie ist ein Gang durch wesentliche Jahrzehnte amerikanischer Geschichte, ein Blick auf die Schattenseiten des American Way of Life, auf den Kampf für Gleichberechtigung der farbigen Bevölkerung. Bis 7. Mai 2017

 

 American Gothic, Washington, D. C. 1942 copyright by Gordon Parks.
Courtesy of and copyright The Gordpn Parks Foundation

 


Gordon Parks, der 2006 im Alter von 93 Jahren starb, war ein Multitalent und hat nicht nur ein fotografisches Werk hinterlassen, sondern war auch Filmregisseur, Komponist, Schauspieler und Autor. Seine Bilder wurden schon 1966 auf der photokina in Köln und 1977 auf der
documenta 6 gezeigt. Die in Kooperation mit der Gordon Parks Foundation präsentierte Ausstellung umfasst 180 Fotografien mit Vintageprints, Kontaktbögen, Magazinen und Filmen. Die Ausstellung kuratiert von Felix Hoffmann, Hauptkurator C/O Berlin wird im Anschluss von München, im FOAM in Amsterdam und in den Ausstellungsräumen der Deutsche Börse Group gezeigt werden.

 

Jeweled Cap, Malibu, California, 1958, copyright by Gordon Parks.
Courtesy of and copyright The Gordpn Parks Foundation

 

 

 

Untitleds, Harlem, new York, 1947. copyright by Gordon Parks.
Courtesy of and copyright The Gordpn Parks Foundation

 

 

Husband and Wife, Sunday Morning, Detroit, Michigan, 1950. copyright by Gordon Parks.
Courtesy of and copyright The Gordpn Parks Foundation

 


Die Ausstellung zeigt alle Facetten des Werkes von  Gordon Parks der seine Kamera als Waffe im Kampf für die Gleichberechtigung bezeichnete. Mit Malcolm X, Martin Luther King, Jr. und Muhammad Ali proträtierte er die Protagonisten des amerikanischen Civil Rights Movement ebenso wie international erfolgreiche Künstler, Musiker und Schauspieler zu denen unter anderem Duke Ellington, Ingrid Bergman und Alberto Giacometti gehörten.
Als erster farbiger Fotograf hat Gordon Parks bereits in den 1950er-Jahren Modestrecken und -reportagen mit weißen Models für Condé Nast und Life fotografiert und publiziert. Der Zeitzeuge des Kampfes für Gleichberechtigung der farbigen Bevölkerung zeigt dazu auch die Gegenwelt – die Gangs auf den Straßen von New York, die Reaktion der Polizei auf Kriminalität, das Leben in Armut in den USA der 1960er und 1970er-Jahre.
Neben seinen berühmteren Filmwerken The Learning Tree und Shaft produziert er zahlreiche sozialkritische Dokumentationen. Mit dieser Simultanität von Glamour und Elend, Kommerz und humanitärem Engagement bietet das Werk von Gordon Parks eine visuelle Sozialgeschichte der USA im 20. Jahrhundert.

Ein begleitender Katalog erscheint im Steidl Verlag.

Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München


05.02.2017 - 17.03.2017
Fotoausstellung Köln . Die Michael Horbach Stiftung zeigt in der Fotoausstellung „Das nackte Leben – Flucht und Vertreibung im 21. Jahrhundert die bewegenden Bilder der beiden Reportagefotografen Christoph Püschner und Frank Schultze. Vom 5. Februar bis 19. März 2017
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Menschen auf der Flucht
Fotoausstellung Köln . Die Michael Horbach Stiftung zeigt in der Fotoausstellung „Das nackte Leben – Flucht und Vertreibung im 21. Jahrhundert die bewegenden Bilder der beiden Reportagefotografen Christoph Püschner und Frank Schultze. Vom 5. Februar bis 19. März 2017


7. März 2016 Die beiden Brüder nutzen ihre letzte Chance zur Flucht.
Foto Sinawi Medine



Die beiden zentralen Ausstellungen, die unter dem Titel „Menschen auf der Flucht“ zusammengefasst werden, dokumentieren die Situationen der in Not Geratenen aus unterschiedlichen Perspektiven. Christoph Püschners und Frank Schultzes Fotografien sind stumme Zeugnisse des täglichen Leids in den Krisenherden. Sie dokumentieren den Weg der Geflüchteten in ihren Zwischenlagern mit der Hoffnung auf ein Bleiberecht. Sinawi Medine, der in Eritrea geboren wurde, flüchtete selbst über den Sudan und Libyen, bis er 2009 nach Frankreich kam. Seine Bilder zeigen Rettungsaktionen: Einzelschicksale und das qualvolle Leid vieler – in kleinen Flüchtlingsbooten und größeren Rettungsbooten auf dem offenen Meer. In beiden Ausstellungen sind die Menschen in Bewegung – unterwegs in der Hoffnung auf eine neue Heimat – von anderen getrieben oder gestoppt, fremdbestimmt und ohne Rechte.

 

Flüchtlinge, die aus Angst vor Überfällen durch Milizen und durch die kongolesische Armee
Tage und Nächte im Busch verbrachten, erreichen erschöpft das Flüchtlingslager Aveba
copyright Christoph Püschner /Zeitenspiegel



Die Bildjournalisten Christoph Püschner und Frank Schultze, geprägt von rund 20 Jahren Reportagefotografie haben für die Ausstellung 29 ihrer Bilder ausgewählt. Ob es Flüchtlinge vor Terrormilizen sind, wie im Nordirak, oder Klimaflüchtlinge auf der Flucht vor Dürrekatastrophen, wie in Somalia, ob es Staatenlose sind, Heimatlose oder Obdachlose:  Immer ist es das schutzlose Leben in der Hoffnung auf eine Zuflucht, ein Bleiberecht, das uns in den Bildern der beiden Fotografen begegnet.

 

Klimaflüchtlinge in einem Lager in der Nähe von Shyamnagar / Bangladesh.
Die Ärmsten der Armen leben in mit Plastikplanen überdeckten Hütten.
copyright Frank  Schultze / Zeitenspiegel

 


Christoph Püschner und Frank Schultze erzählen die Geschichten von Flucht und Vertreibung in ihren Bildern, von denen jedes auch eine eigene Geschichte hat. Es sind nicht die lauten, Schlagzeilen heischenden Geschichten, sondern eher: stummen Zeugnisse des täglichen Leides in den Krisenherden dieser Welt.
Es sind auch Bilder einer Geschichte, die längst mitten in Europa, mitten in Deutschland angekommen ist, wie die jüngsten Ausstellungsbilder von Flüchtlingen in Karlsruhe, Dortmund und Simmerath beweisen.
Christoph Püschner, Jahrgang 1958, hat nach einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann an der FH für Fotojournalismus in Bielefeld studiert. Seit 1989 ist Christoph Püschner in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, des Balkans, Afrikas sowie des Nahen- und Mittleren Ostens für deutsche Nachrichtenmagazine und Hilfsorganisationen tätig. Seit Sommer 1999 ist C. Püschner Mitglied der Reportageagentur Zeitenspiegel.
Frank Schultze, Jahrgang 1959, stammt aus Daun/Eifel und studierte in Dortmund Fotojournalismus. Seit dem Abschluss 1992 arbeitet er für alle wichtigen deutschsprachigen und internationalen Magazine und Zeitungen wie GEO, Stern, Spiegel, Chrismon, Times, Focus, Natur, Das Magazin, NZZ und Die Zeit. Seit Mai 2000 ist Frank Schultze Mitglied bei der Reportageagentur Zeitenspiegel


Die Materie der Welt – das MenschenSinfonieOrchester, Köln

 



Fasziniert von der Kraft der Synergie sowie der Ambivalenz der kulturellen und sozialen Unterschiede der Orchestermitglieder, tauchen die Fotografin Francesca Magistro und der Filmemacher Geremia Carrara in die Welt des Orchesters und der einzelnen Mitglieder ein. Der ungewöhnliche Zusammenschluss besteht aus 17 Musikern unterschiedlichster kultureller und sozialer Herkunft, die auf Augenhöhe und mit großem Erfolg gemeinsam an einem Projekt zusammen arbeiten. Entstanden ist eine Installation aus großformatigen Fotografien und Videosequenzen. Zur Ausstellungseröffnung in den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung wird das MenschenSinfonieOrchester unter der Leitung von Alessandro Palmitessa eigene Werke urauffu?hren.


Kunsträume Michael Horbach Stiftung, Wormser Straße 23, Köln

03.02.2017 - 11.03.2017
Fotoausstellung München . Bis zum 11. März 2017 zeigt die Münchner Galerie Jordanow die Ausstellung „New York – American Dream“ mit Fotografien von Moritz Partenheimer, die in den letzten drei Jahren während mehrerer Aufenthalte in den USA entstanden sind. Wer gängige New York Aufnahmen erwartet, wird überrascht sein von den Motiven, die der Künstler in seinen Bildserien vorstellt.
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Moritz Partenheimer New York – American Dream
Fotoausstellung München . Bis zum 11. März 2017 zeigt die Münchner Galerie Jordanow die Ausstellung „New York – American Dream“ mit Fotografien von Moritz Partenheimer, die in den letzten drei Jahren während mehrerer Aufenthalte in den USA entstanden sind. Wer gängige New York Aufnahmen erwartet, wird überrascht sein von den Motiven, die der Künstler in seinen Bildserien vorstellt.

 

Wethbeth Emil Mare

 

Nicht zum ersten Mal stellt die Galerie Jordanow den 1979 in München geborenen Künstler Moritz Partenheimer aus, dessen Arbeiten schon in öffentlichen Sammlungen wie den Staatsgemäldesammlungen München, der  Allianz Kunstsammlung, der Kunstsammlung des  ADAC und in vielen  Privatsammlungen Eingang gefunden haben. Moritz  Partenheimer, der von 2001 bis 2006  an  der  Bauhaus Universität Weimar Visuelle  Kommunikation studiert hat, wurde für seine Arbeit unter anderem schon mit dem LeadAward und dem Licher Fotopreis ausgezeichnet.

 

New York 2014

 

 

Schon  2005 hatte Moritz Partenheimer im Rahmen eines Stipendiums am  Pratt Institute in New York gearbeitet und  die Bildfolgen “Sidewalks” und “Pratt Discourse” aufgenommen. 2013 kehrte er als  Stipendiat des  ISCP (The International Studio & Curatorial Program) nach  New York zurück und  begann, parallel an verschiedenen Bildserien zu arbeiten, die er in den  folgenden Jahren fortsetzte und erweiterte. Vor allem interessierten ihn nächtliche, menschenleere Stadtlandschaften, die durch eigene Lichtquellen surreal, bühnenhaft und künstlich wirken wie z.B. in “Jupiter”, “Gateway”,  “New York”, “Miami” und “W Ave A”. Zeitgleich entstanden zwei  weitere Arbeiten im Inneren von Gebäuden: “Doing  and  Undergoing”, aufgenommen in der Columbia University und “Westbeth”, einem weltweit einzigartigen Gebäude, in dem  384 Künstler leben. Der Ausstellungstitel “New York – American Dream” spielt mit unterschiedlichen Facetten des  amerikanischen Traums.

 

 New York 2014

 

Viele der nächtlichen Aufnahmen von Moritz Partenheimer sind zusammengefasst in seiner ersten Monographie “Moritz Partenheimer, Night/Nacht”, die Ende 2015 bei Distanz  in Berlin  erschien (Text Matthias Harder). Neben Bildern aus “Night”  zeigt die Galerie  Fotografien aus  “Westbeth” und  zum  ersten Mal in einer Gegenüberstellung gesammelte Gegenstände des  Künstlers – zu Objekten gruppiert und gerahmt – die ihn beschäftigen, begleiten, inspirieren und seine Bildwelt  prägen.

 

Galerie Jordanow, Zieblandstraße 19, München  

 

26.01.2017 - 05.03.2017
Fotoausstellung Berlin . Die Ausstellung „Künstlern auf der Spur - Portraits 1968-2008 von Angelika Platen“ im Berliner Willy-Brandt-Haus Berlin macht mit den Persönlichkeiten bekannt, die seit einem halben Jahrhundert zahlreich vor der Kamera von Angelika Platen standen. 26.1.20 bis 5.3.2017
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Künstlern auf der Spur - Portraits 1968-2008 von Angelika Platen
Fotoausstellung Berlin . Die Ausstellung „Künstlern auf der Spur - Portraits 1968-2008 von Angelika Platen“ im Berliner Willy-Brandt-Haus Berlin macht mit den Persönlichkeiten bekannt, die seit einem halben Jahrhundert zahlreich vor der Kamera von Angelika Platen standen. 26.1.20 bis 5.3.2017



© Angelika Platen / bpk, Günther Uecker, Düsseldorf, 1971

 

Die in Berlin lebende Fotografin Angelika Platen ist den Künstlern in ihre Ateliers und Ausstellungen, auf Kunstmessen und Happenings im In- und Ausland gefolgt. 56 Werke werden in der Ausstellung im Berliner willy-Brandt-Haus vorgestellt.
 Das fotografische Abenteuer von Angelika Platen begann in den sechziger Jahren. Ihre Porträts verdichten sich zu einem Panorama der zeitgenössischen Kunstszene.

 

 

© Angelika Platen / bpk, Hanne Darboven, Düsseldorf, 1968

 

 

© Angelika Platen / bpk, Julian Rosefeldt, Berlin, 2001

 

Sie fotografierte Man Ray und Andy Warhol, Joseph Beuys und Christo morgens um fünf Uhr beim Aufbau seines steil empor ragenden documenta-Ballons, Blinky Palermo und Hanne Darboven im Dialog mit ihrem Werk. Henry Moore posierte 1968 neben seiner Skulptur vor Mies van der Rohes neu eröffneter Nationalgalerie in Berlin. Sigmar Polke nahm Anlauf für einen Luftsprung. Gerhard Richter und Angelika Platen fotografierten sich wechselseitig im Atelier des Künstlers.
Und sie nimmt Kontakt auf mit einer neuen Generation von Künstlern im Aufbruch und auf der Höhe ihres Erfolgs: Christian Boltanski, Anton Corbijn, Jeff Koons, Neo Rauch, Julian Rosefeldt u.v.m.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Gisela Kayser und Angelika Platen.

Ausstellung vom 26. Januar bis 5. März 2017

26.01.2017 - 05.03.2017
Fotoausstellung München . Zum ersten Mal stellt der bekannte Fotograf und Autor Michael Martin gemeinsam mit seiner Tochter Gina aus. In der Ausstellung „Von Pasing in die Welt“ im Kulturzentrum „Pasinger Fabrik“ zeigt Michael Martin die besten Bilder seines Projekts „Planet Wüste“, seine Tochter Aufnahmen des Burning Man Festivals. Vom 26.1. bis 5.3.2017
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Von Pasing in die Welt
Fotoausstellung München . Zum ersten Mal stellt der bekannte Fotograf und Autor Michael Martin gemeinsam mit seiner Tochter Gina aus. In der Ausstellung „Von Pasing in die Welt“ im Kulturzentrum „Pasinger Fabrik“ zeigt Michael Martin die besten Bilder seines Projekts „Planet Wüste“, seine Tochter Aufnahmen des Burning Man Festivals. Vom 26.1. bis 5.3.2017

 

 Planet Wüste von Michael Martin

 

Fotografien von Gina Ramisch und ihrem Vater Michael Martin präsentiert die Ausstellung „Von Pasing in die Welt“. Ausstellungsort ist das renommierte Kulturzentrum „Pasinger Fabrik“ in München-Pasing. Michael Martin und Gina Ramisch wurden beide in München geboren und leben seit Jahrzehnten in Pasing. Von hier starteten ihre teilweise gemeinsamen Reisen in alle Welt.

Michael Martin zeigt in dieser Fotoausstellung die besten Bilder seines aktuellen Projektes „Planet Wüste“, die studierte Fotografin Gina Ramisch präsentiert ihre Bilder vom legendären Burning Man Festival 2016 in der Black Rock Desert in Nevada.
Die Ausstellung ist täglich von 10 Uhr bis 23 Uhr im Lichthof und in der Bar der Pasinger Fabrik in München zu sehen. Der Eintritt ist frei.

 

Burning Man von Gina Ramisch

 

 

Interessierte, die im Raum München leben, sind zur Vernissage am Mittwoch, den 25.1.2017 um 19.00 Uhr in die Pasinger Fabrik eingeladen. Im Rahmen der Vernissage wird es einen kurzen, eigens für diesen Abend zusammengestellten Vortrag von Michael Martin über die vielen Reisen mit seinen Kindern Gina und David geben, die sie von Pasing um die Welt führten.

Noch ein Hinweis für Vortragsbesucher im Raum München: Am Sonntag, den 5.2.2017 gibt es in der Muffathalle in München die Vortragsreihe Abenteuer Erde mit vier Vorträgen über Vietnam, Neuseeland, Oman und Russland. Das komplette Programm ist unter www.abenteuererde.com zu finden. Karten sind für 16 Euro  erhältlich.

 

 

www.michael-martin.de/tickets

26.01.2017 - 01.07.2017
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Ein ungewöhnliches Projekt präsentiert die DZ BANK Kunstsammlung mit den Bildern Nadelstreifen von Loredana Nemes. In fast zwei Jahren standen 70 Mitarbeiter der Bank vor der Kamera der Künstlerin und hat die Banker in etwas ungewöhnlichem Outfit auch wenn sie in ihrer Berufsuniform dem Anzug angetreten waren, aufgenommen. Ab 27. Januar 2017 bis Sommer 2017
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Loredana Nemes: Nadelstreifen
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Ein ungewöhnliches Projekt präsentiert die DZ BANK Kunstsammlung mit den Bildern Nadelstreifen von Loredana Nemes. In fast zwei Jahren standen 70 Mitarbeiter der Bank vor der Kamera der Künstlerin und hat die Banker in etwas ungewöhnlichem Outfit auch wenn sie in ihrer Berufsuniform dem Anzug angetreten waren, aufgenommen. Ab 27. Januar 2017 bis Sommer 2017

 Nemes, Loredana (*1972), Udo, 2016, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

„Eine Befragung mit der Kamera“ liegt den 27 Arbeiten der Ausstellung „ Loredana Nemes: Nadelstreifen“ zugrunde, die ab dem 27. Januar 2017 im Schaufenster DZ BANK Kunstsammlung zu sehen sein wird. 70 Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen der Bank haben an dem Kunstprojekt teilgenommen. Die Serie „Nadelstreifen“ ist das mittlerweile siebte Projekt, an dem Mitarbeiter der DZ BANK unmittelbar beteiligt waren. Als Mitwirkende konnten sie einen Einblick in die Entstehung eines Kunstprojektes gewinnen, erlebten die Gedanken und Verwerfungen der Künstler mit und wurden selbst Teil dieses Prozesses.

In der dabei entstandenen Porträtserie „Nadelstreifen“ fotografiert die Künstlerin mit einer analogen Mittelformatkamera Bankmitarbeiter in ihrer Berufsuniform, dem Anzug. Doch spontan entstand die Idee, ihre Anzugsjacken von innen nach außen zu kehren, so dass der Futterstoff sichtbar wird. So wird das, was normalerweise versteckt ist, an die Oberfläche befördert.

 

 Nemes, Loredana (*1972), Philipp, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

 

Nemes, Loredana (*1972), Moritz 2015, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe



Das lässt sich analog auf die abgelichteten Personen beziehen: Durch das Umkehren der Sakkos und der ihnen zumeist instinktiv zugeordneten Attribute werden verborgenen Seiten sichtbar und ins Bild gerückt. Loredana Nemes zeigte dabei ein tiefes Interesse am Menschlichen  und befragte die Personen vor der Kamera nach ihrem Sein, ihren Interessen, ihren Erfahrungen, ihren Gefühlen.

Gleichzeitig fühlt sich der Betrachter an die Malerei der Niederländer oder der italienischen Renaissance erinnert, denn die Künstlerin lässt mit den Jacken an historische Bildformen denken.

 

Nemes, Loredana (*1972), Andreas 2015, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

Nemes, Loredana (*1972), Sebastian 2015, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

Die Berliner Fotografin  Loredana Nemes, die 1972 in Sibiu in Rumänien geboren wurde und als 14-Jährige nach Deutschland kam, hat aus eigener Initiative gemeinsam mit 70 Mitarbeitern der DZ BANK ein fast zwei Jahre dauerndes Kunstprojekt realisiert.

„Diese Porträts vermitteln ein Erlebnis von tiefer Lebendigkeit. Ich freue mich, dass die Mitarbeiter in diesem beruflichen Umfeld, wo es gilt, die Form zu wahren, solch persönliche Haltungen zeigen. Das beeindruckende Projekt entwickelte sich mit der Bereitschaft beider Seiten, aufeinander zuzugehen und ist damit auch ein Sinnbild unserer Unternehmenskultur“, so Dr. Christina Leber, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung.

Die Künstlerin Loredana Nemes ist bereits mit drei Serien, die 37 Bilder umfassen, in der
DZ BANK Kunstsammlung vertreten. Aus der 30-teiligen Serie „Nadelstreifen“ wurden für die Sammlung nun weitere 27 Arbeiten erworben.

 

Schaufenster, DZ BANK Kunstsammlung, Cityhaus II, Platz der Republik, Frankfurt am Main

 

21.01.2017 - 25.03.2017
Fotoausstellung Berlin . Sie zählt zu den beeindruckendsten Fotokünstlern im Bereich der Modefotografie - Lilian Bassman. Die Galerie Camera Work stellt mehr als 50 Arbeiten in der ersten Galerieausstellung aus dem Schaffenswerk von Lillian Bassmann nach ihrem Tod im Jahr 2012 vor. Es sind wunderschöne Bilder von einer ganz eigenen Ästhetik. 21. Januar bis 25. März 2017
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Lillian Bassman
Fotoausstellung Berlin . Sie zählt zu den beeindruckendsten Fotokünstlern im Bereich der Modefotografie - Lilian Bassman. Die Galerie Camera Work stellt mehr als 50 Arbeiten in der ersten Galerieausstellung aus dem Schaffenswerk von Lillian Bassmann nach ihrem Tod im Jahr 2012 vor. Es sind wunderschöne Bilder von einer ganz eigenen Ästhetik. 21. Januar bis 25. März 2017

 

Copyright Lillian Bassman, Silk Organdie, Embroidered and Printed
Gown By Irene, Barbara Mullen
Harper's Bazaar, New York, January 1956

 

„Was Lillian Bassman macht, hat eine    geradezu magische Kraft.  In der Geschichte der Fotografie ist es niemand anderem gelungen,   diesen atemberaubenden Moment   zwischen der Erscheinung der Dinge und ihrem Verschwinden sichtbar zu machen,“ erklärte Richard Avedon.

Von 1945  bis  1949  erschuf  Lillian Bassman  als  Art  Director  das  kreative  Bild  der  Zeitschrift  „Junior  Bazaar“,  dem  Ableger  von  „Harper’s  Bazaar“.  Bei  ihrer  Arbeit  lernte  sie  unter  anderem  die  Fotografen  Richard  Avedon,  Robert  Frank,  Louis  Faurer  und  Arnold  Newman  kennen.  Im  Jahr  1946  begann  Lillian  Bassman, mit  der  Kamera  zu arbeiten,  woraus  sich  eine  starke  Leidenschaft  für  die  Modefotografie entwickelte.

Bereits 1947 wurden ihre ersten Arbeiten in „Harper’s Bazaar“ veröffentlicht. Als Modefotografin,  unterstützt  von  dem bekannten  Art  Director  Alexei  Brodovitsch,  entwickelte  sie  eine  außergewöhnliche Ästhetik.  Lillian  Bassmans  Werke besitzen eine besondere  malerische  Anmutung . Durch  ihre  experimentelle  Ästhetik  entstanden  atmosphärische Arbeiten voller  Eleganz  und  Anmut.  Sie  zeichnen  sich  oftmals  durch  eine  Unschärfe  aus  und  bewegen  sich  mit nebulösen  Silhouetten  am  Rande   des   physisch   Erkennbaren.   Inspiriert  von   Malern   wie   Hans   Memling   und   El  Greco  fokussierte  sich  Lillian  Bassman  in  ihren  Arbeiten  verstärkt  auf  die  Aura  der  imposanten  Kleider  und die Intensität der Ausdruckskraft der Models.

 

Copyright Lillian Bassman, Blowing Kiss, Barbara Mullen
Harper's Bazaar, New York, C. 1950

 

 

Copyright Lillian Bassman, Betty Threat
Harper's Bazaar, New York, C. 1957


 

Zwischen 1950 und 1965 wurden Lillian Bassmans Werke regelmäßig in der »Harper’s Bazaar« und  anderen  führenden Zeitschriften  veröffentlicht.  Mit  der  Ablehnung  einer  verstärkten  Kommerzialisierung im Bereich der künstlerischen  Fotografie   seit  Beginn   der   1970er Jahre  entschied  sich  Lillian  Bassman,  ihre  Karriere  vorerst  zu  beenden.  Im Zuge dieser  Entscheidung  vernichtete  Lillian  Bassman  viele  Negative  ihrer  Arbeiten,  um  sich  folglich  dem  Modedesign  zu  widmen und an der Parsons The New School for Design in New York zu lehren. Mehr als 20 Jahre  später   –   Mitte   der  1990er Jahre   –   entdeckte   Lillian   Bassman   eine   Kiste   mit  unzerstörten  Negativen.  Inspiriert  von  einem weiterentwickelten  künstlerischen  Ansatz  und  neuen  Medien,  begann  sie,  ihre  eigenen  Werke  zu  reinterpretieren.  In der  Dunkelkammer  sowie  mit  dem  Einsatz  moderner  Computertechnik  veränderte  sie  die  Gestaltung  ihrer  Werke.  Im  Fokus  standen  nun  unter  anderem  die  drastische  Akzentuierung  des  Kontrasts  in  den  Werken  sowie  die  Herausarbeitung mehrerer Bildebenen, die dank einer starken Verschwommenheit im Hintergrund  entstehen. Die »neu« entstandenen Arbeiten wurden von Kuratoren und Kunstsammlern sowie in  Fachkreisen  hoch  gelobt.  Ihre  Werke  fanden  sich  bald  darauf  in  namhaften  Sammlungen  wieder.  In  den  Folgejahren  widmete  sich  Lillian  Bassman  wieder  verstärkt  der  Entstehung  neuer  Werke  und arbeitete mit der »Vogue«, »The New York Times« und John Galliano zusammen.  

Lillian Bassmnn heiratete 1935 Paul Himmel den sie seit ihrem sechsten Lebensjahr kannte und mit dem sie schon mit 15 Jahren zusammengezogen war. Lillian  Bassman  und  Paul  Himmel avancierten  schon  bald  zu  einem  glamourösen  New  Yorker  Künstlerpaar. Für  beide  war  die  Fotografie  ihre  künstlerische  Ausdrucksform.  Die  künstlerische  Ebene  zwischen  beiden  zeichnete  sich  durch  kreative  Spannungen  aus,  die  beide  auf  höchster  Ebene  inspirierte,  ein  herausragendes  fotografisches Oeuvre zu erschaffen, welches zeitlos und modern zugleich ist. Lillian Bassman und  Paul Himmel waren 77 Jahre lang verheiratet, aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Paul Himmel  verstarb im Jahr 2009, Lillian Bassman drei Jahre später in New York. 

 

Camera Work, Kantstraße 149, Berlin

 

20.01.2017 - 25.02.2017
Fotoausstellung Salzburg . Blumenpracht in opulenten Farben zeigen die Bilder der Fotografen Duo Dirk Bader und Andreas Zeischegg in der Leica Galerie Salzburg unter dem Ausstellungstitel „Memento Flori“. Vom 20. Januar bis 25. Februar 2017.
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Dirk Bader / Andreas Zeischegg – Memento Flori
Fotoausstellung Salzburg . Blumenpracht in opulenten Farben zeigen die Bilder der Fotografen Duo Dirk Bader und Andreas Zeischegg in der Leica Galerie Salzburg unter dem Ausstellungstitel „Memento Flori“. Vom 20. Januar bis 25. Februar 2017.

 


Die Bilder von Dirk Bader und Andreas Zeischegg strotzen geradezu vor visueller Opulenz und Farbenpracht. Ebenso zeigen sie eine mysteriöse Morbidität. Alles scheint zu ertrinken und in der Tiefe zu verschwinden. Die plakativen Farben erinnern an Charakteristiken der Pop Art, die pastos wirkende Struktur an die klassische Ölmalerei.

„Dieses Spannungsfeld zwischen malerischen und fotografischen Merkmalen sowie der Suche nach einer kollaborativen Ausdrucksform unter dem Leitmotiv der „Vergänglichkeit“ hat uns bei dieser Arbeit angetrieben,“ erklärt Dirk Bader.

 

Leica Galerie, Gaisbergstraße 12, Salzburg

20.01.2017 - 30.06.2017
Ausstellung München . Zeitgenössische Kunst aus Japan unter dem Titel „lebenswelt | life-world“ zeigt die Alexander Tutsek-Stiftung in München mit Fotografien von Rinko Kawauchi, zeitgenössischen Skulpturen von 21 japanischen Künstlern und einer Installation von Tadao Ando. Bis 30. Juni 2017
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lebenswelt | life-world
Ausstellung München . Zeitgenössische Kunst aus Japan unter dem Titel „lebenswelt | life-world“ zeigt die Alexander Tutsek-Stiftung in München mit Fotografien von Rinko Kawauchi, zeitgenössischen Skulpturen von 21 japanischen Künstlern und einer Installation von Tadao Ando. Bis 30. Juni 2017

 

Subjektive Alltagserfahrungen, zeitliche Abläufe in der Natur, die zwischenmenschliche Kommunikation stehen im Mittelpunkt der Kunstwerke aus Japan. Die  japanischen Fotografin Rinko Kawauch (geboren 1972 in Shiga, Japan) ist in ihrem Heimatland eine bedeutende Künstlerin, die in Europa und den USA auch immer bekannter wird. In ihren Fotografien verwandelt sie Alltag oder Natur in etwas atemberaubend Neues. Aus der Serie „Ametsuchi“ zeigt die Ausstellung großformatige Fotografien. Reduzierte Landschaftsbilder von traditioneller Brandrodung thematisieren anhand der zerstörerischen, gleichzeitig verjüngenden Kraft des Feuers, das Verhältnis von Mensch, Natur, Zeit. Weiterhin werden aus der Serie „Illuminance“ kleine, intime Fotografien gezeigt. Hier widmet sich Rinko Kawauchi – basierend auf persönlichen Erfahrungen – sanft, teils auch verstörend, alltäglichen Dingen oder Tätigkeiten. Durch die Wahl der Ausschnitte und Perspektiven und den subtilen Einsatz von natürlichem Licht in Kombination mit oft durchscheinenden Farben hat Rinko Kawauchi in ihrer Fotografie eine ganz eigene Charakteristik und Sprache gefunden. Ihre Werkgruppen lassen den Betrachter die alltägliche Umwelt bewusster, weiter und mit veränderten Augen sehen.

 

Die zusammen mit den Fotografien gezeigten Skulpturen verstärken diese Empfindung. In einem in der Kunst eher ungewöhnlichen Medium – dem vielschichtig zu verarbeitenden Material Glas – gehen sie auf unmittelbare, subjektive Erfahrungen des Menschen ein. Die Daseinswelt von menschlichen Behausungen wird in einer dreiteiligen Installation von dem Architekten Tadao Ando dargestellt.

Der Titel der Ausstellung „lebenswelt | life-world“ ist eine Anspielung auf das gleichnamige Konzept in der Phänomenologie. Damit ist die Welt gemeint, wie sie unmittelbar und direkt in der Subjektivität des alltäglichen Lebens erlebt wird (Edmund Husserl). Diesen Ansatz, alltägliche Phänomene individuell aber auch in ihrem sozialen und kommunikativen Kontext (Jürgen Habermas) wahrzunehmen, visualisieren die für die Ausstellung ausgewählten Kunstwerke.

Die Alexander Tutsek-Stiftung fördert Kunst und Wissenschaft. Sie wurde im Dezember 2000 von Alexander Tutsek und Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek als gemeinnützige Stiftung in München gegründet. Die Stiftung engagiert sich unter ihrem übergreifenden Programm "Kunst und Wissenschaft" ganz bewusst für das Spezielle, das Besondere oder auch das Vernachlässigte, Übersehene.

 

Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Straße 27, München 

 

Die für die Ausstellung von der Stiftung angekauften Objekte der 21 Künstlerinnen und Künstler sind fast alle zum ersten Mal außerhalb Japans zu sehen.

 

 

10.01.2017 - 05.03.2017
Fotoausstellung Berlin. Das Berliner Haus am Kleistpark stellt die Schwarzweißbilder von Ann Heinlein vor, die geschleifte Orte an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zeigen, ein Projekt das sie zusammen mit Göran Gnaudschun realisiert hat. 10. Januar bis 5. März 2017
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Ann Heinlein / Göran Gnaudschun: Wüstungen – Geschleifte Orte an der innerdeutschen Grenze
Fotoausstellung Berlin. Das Berliner Haus am Kleistpark stellt die Schwarzweißbilder von Ann Heinlein vor, die geschleifte Orte an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zeigen, ein Projekt das sie zusammen mit Göran Gnaudschun realisiert hat. 10. Januar bis 5. März 2017

 
Anne Heinlein und Göran Gnaudschun
Ringelreihen, Billmuthausen

 

Auf Anordnung der DDR-Regierung wurden in den 50er und 60er Jahren über 10.000 Menschen an der innerdeutschen Grenze zwangsweise aus ihren Dörfern umgesiedelt. Viele der Dörfer, die den DDR-Oberen zu nahe an der Grenze waren, wurden dem Erdboden gleichgemacht – geschleift.

Anne Heinlein hat großformatige schwarz-weiße Landschaftsfotografien von den Orten gemacht, an denen seit Jahrzehnten nichts Gebautes mehr steht. Wiesen, Wälder, Landschaftsecken und kleine Flächen sind zu sehen, in denen der Betrachter wie auf einer leeren Bühne Häuser, Straßen und Höfe imaginieren kann. Scheinbar ist es Landschaftsfotografie, aber mit dem Wissen hinter dem Bild wird es zum Reflexionsraum über die Bedeutung von Heimat und deren Verlust, aber auch über die Natur, die sich von allem ungerührt ihren Raum wieder erobert.

 

Anne Heinlein, Zarrentin-Strangen,
2008, Landkreis Ludwigslust-Parchim
Bebaut: 1911
Gewüstet: 1972

 

Anne Heinlein und Göran Gnaudschun
Landarbeit, Osdorf

 

 


Im gleichzeitig erscheinenden Bildband bringt Göran Gnaudschun in seinen Texten eigenes Erleben an den Orten, die Geschichten von ehemaligen Bewohnern und Aktenauszüge zusammen.
Um zu verstehen, warum die Orte gewüstet wurden, haben Heinlein und Gnaudschun nach den zeithistorischen Hintergründen in Archiven von Stasi, Grenztruppen, Bundesgrenzschutz und in Museen recherchiert. Die Künstler haben Zeitzeugen interviewt und in deren privaten Fotoalben nach Sinnbildern gesucht. Viele dieser Zeugnisse sind in der Ausstellungsinstallation zu sehen, die auf verschiedenen Ebenen mit dokumentarischem Material arbeitet.

Anne Heinlein (*1977) und Göran Gnaudschun (*1971) sind in Potsdam geboren und leben dort. Beide haben an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Bildende Kunst bei Timm Rautert studiert und arbeiten im Bereich der künstlerischen Fotografie. Gnaudschun ist zur Zeit Stipendiat der Villa Massimo in Rom.

Das Projekt wurde mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.


Vernissage am Sonntag, dem 8. Januar 2017 um 17 Uhr
Einführung Inka Schube, Kuratorin für Fotografie und Medienkunst, Sprengel Museum Hannover

Künstlergespräch und Buchvorstellung mit Marion Brasch: Mittwoch 25.1.2017, 19 Uhr


Haus am Kleistpark, Grunewaldstr. 6-7, Berlin

 

18.12.2016 - 17.04.2017
Ausstellung Rostock . Einen spannenden Abriss zu dem ehemaligen DDR Magazin Sibylle von ihrer Gründung bis zur Wende zeigt die Kunsthalle Rostock. Vorgestellt werden nicht nur die einzelnen Hefte, sondern auch historische Filme, die das Umfeld beleuchten. 18. Dezember 2016 bis 17. April 2017
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SIBYLLE – Die Ausstellung
Ausstellung Rostock . Einen spannenden Abriss zu dem ehemaligen DDR Magazin Sibylle von ihrer Gründung bis zur Wende zeigt die Kunsthalle Rostock. Vorgestellt werden nicht nur die einzelnen Hefte, sondern auch historische Filme, die das Umfeld beleuchten. 18. Dezember 2016 bis 17. April 2017

 

SIBYLLE
1959, Ausgabe 5, Cover
©Foto: Altendorf



Die Zeitschrift SIBYLLE war in der DDR überaus beliebt. Sie widmete sich vorrangig der Mode, nannte sich im Untertitel allerdings „Zeitschrift für Mode und Kultur“, weil für die Macher, vor allem Fotografen und Designer, Mode und Kultur als gleichrangig galten. Insbesondere war – neben allen gut aufgemachten Beiträgen über Kunst, Architektur und Gesundheit – die Fotografie ein entscheidendes Element ihrer Wirkung.

 

 SIBYLLE
1984, Ausgabe 1, Seite 16-17
©Foto: Wuest

 

 

SIBYLLE
1964, Ausgabe 1, Cover
©Foto: Roessler 

 

Die Fotografen der SIBYLLE beherrschten nicht nur ihr Fach, sie legten für ihre Arbeit explizit künstlerische Maßstäbe an. Als Porträt- und Reportagefotografen waren sie auch für andere Magazine tätig. Die Kunsthalle Rostock wird erstmals konsequent Fotografen der SIBYLLE und ihre jeweiligen Qualitäten in den Mittelpunkt rücken. In einer Auswahl stellen wir im Obergeschoss der Kunsthalle Arbeiten von 13 Fotografen vor. Ergänzend dazu ist ein chronologischer Abriss der SIBYLLE-Ausgaben mit Reproduktionen von einzelnen Heften zu sehen, beginnend mit der ersten Ausgabe 1956 bis zum Jahr der politischen Wende. Im Erdgeschoss des Hauses werden bisher unveröffentlichte historische Filme von Modeschauen und Objekte aus dem Nachlass des Modeinstitutes der DDR gezeigt. Sie machen das Phänomen der SIBYLLE in einer atmosphärisch dichten Inszenierung nachvollziehbar. Kooperationspartner ist das Stadtmuseum Berlin.

Es werden Fotografien ausgestellt von:
Sibylle Bergemann
Arno Fischer
Ute Mahler
Werner Mahler
Sven Marquardt
Elisabeth Meinke
Roger Melis
Hans Praefke
Günter Rössler
Rudolf Schäfer
Wolfgang Wandelt
Michael Weidt
Ulrich Wüst

Es erscheint ein reich bebildertes Katalogbuch bei Hartmann Books
Herausgeber: Ute Mahler und Uwe Neumann (Kunsthalle Rostock)
Preis 39,80 Euro

Weitere Stationen der Ausstellung SIBYLLE – DIE AUSSTELLUNG
Opelvillen Rüsselsheim 30. August bis 26. November 2017
weitere Ausstellungsstationen in Vorbereitung

Kunsthalle Rostock, Hamburger Straße 04, Rostock

 

16.12.2016 - 23.04.2017
Fotoausstellungen München . Einen der wichtigsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit zeigt die Pinakothek der Moderne mit Albert Renger-Patzsch. Erstmals wird die Werkgruppe der Ruhrgebietslandschaften aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde umfassend mit 83 Fotografien in einer Ausstellung präsentiert. Bis 23. 4. 2017
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Albert Renger-Patzsch - Ruhrgebietslandschaften
Fotoausstellungen München . Einen der wichtigsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit zeigt die Pinakothek der Moderne mit Albert Renger-Patzsch. Erstmals wird die Werkgruppe der Ruhrgebietslandschaften aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde umfassend mit 83 Fotografien in einer Ausstellung präsentiert. Bis 23. 4. 2017

 

Albert Renger-Patzsch, An der Ruhrmündung bei Duisburg, 1929/30
© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

 

In den Jahren 1927 bis 1935 nahm Albert Renger-Patzsch im Ruhrgebiet Stadtrand- und Haldenlandschaften, Hinterhöfe und Vorstadthäuser, Schrebergärten und Zechenanlagen auf. Die entstandene Werkgruppe stellt die einzige nicht auftragsgebundene Arbeit des Fotografen dar. Mit ihrer zurückhaltenden Emotionalität und kompositionellen Klarheit markieren die Aufnahmen eine signifikantePosition im künstlerischen Genre Landschaft in den 1920er-Jahren, die beispielsweise in der zeitgleichen Malerei kaum einen Vergleich findet.

Erstmals wird diese Werkgruppe nun umfassend in einer Ausstellung präsentiert. Sie zeigt83 Fotografien der Ruhrgebietsserie und wird ergänzt durch Archivalien und Dokumente, die die zeitgleiche Auftrags- und Publikationstätigkeit von Albert Renger-Patzsch illustrieren.

Albert Renger-Patzsch zog zahlreiche Motive als Großformate (30 x 40 cm) auf exquisitem Chamoispapier ab. Vermutlich plante er in den späten 1930er-Jahren selbst eine Ausstellung oder Veröffentlichung mit dieser Serie, die aber nicht zur Verwirklichung kam. Etwa 20 dieser großformatigen Abzüge befinden sich neben über hundert kleinformatigen Aufnahmen der Serie im Albert Renger-Patzsch Archiv der Stiftung Ann und Jürgen Wilde in der Pinakothek der Moderne. Das Archiv, das seit den frühen 1970er-Jahren in intensiver Recherche-und Sammeltätigkeit von Ann und Jürgen Wilde zusammengetragen wurde,beherbergt einen einzigartigen Bestand an originalen Fotografien und Ausstellungsabzügen, Negativen sowie Dokumenten und Archivalien von und über Albert Renger-Patzsch.

 

Albert Renger-Patzsch, Zeche Victoria Mathias, Essen, 1929
© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

 

 

Die Serie der Ruhrgebietslandschaften zählt zu den Meisterwerken der Industrie-und Landschaftsfotografie der Moderne und wirkt bis in die zeitgenössische Fotografie, beispielsweise von Bernd und Hilla Becher und ihren Schülern,nach. Rund 80 Jahre nach ihrer Entstehung sind Albert Renger-Patzschs Ruhrgebietsfotografien aktueller denn je: sie geben einen visuellen Kommentar zu aktuellen Diskussionen um Urbanität, Zersiedelung und Umnutzung von Folgelandschaften.

Kuratorin: Dr. Simone Förster, Kuratorin der Stiftung Ann und Jürgen Wilde,

Gefördert durch: Sparkassen -Kulturfonds des Deutschen Sparkassen-und Giroverbandes Bayerische Sparkassenstiftung

Zur Ausstellung erscheint ein begleitendes Magazin, deutsch/englisch,

Umfang ca. 60 Seiten, 45 Abbildungen, Vorwort Bernhard Maaz, Text Simone Förster und Interview mit Ann und Jürgen Wilde.

Ein vielseitiges Vermittlungsprogramm begleitet die Ausstellung

 

 

Pinakothek der Moderne, Barerstraße 40, München

 

 

 

13.12.2016 - 08.04.2017
Fotoausstellung Wien . Der bekannte Tiroler Künstler Alfons Walde hat nicht nur die Landschaft und Menschen seiner Heimat gemalt, sondern er hat auch fotografiert. Die Galerie OstLicht in der Leica Galerie Wien zeigt eine Auswahl seiner Aufnahmen mit Fokus auf den weiblichen Akt. 13. Dezember 2016 bis 8. April 2017
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Alfons Walde – Winterträume
Fotoausstellung Wien . Der bekannte Tiroler Künstler Alfons Walde hat nicht nur die Landschaft und Menschen seiner Heimat gemalt, sondern er hat auch fotografiert. Die Galerie OstLicht in der Leica Galerie Wien zeigt eine Auswahl seiner Aufnahmen mit Fokus auf den weiblichen Akt. 13. Dezember 2016 bis 8. April 2017

 

 

Wer schon einmal in den Tiroler Bergen um Kitzbühel herum war, der wird auch als nicht Kunstinteressierter Alfons Walde kennen. Kaum ein Gasthof, kaum eine Ferienhaus oder ein Wohnung,  wo nicht eines der unverwechselbaren Bilder des Malers hängt. Natürlich nicht als Original, denn ein Walde Gemälde oder Plakat hat schon seinen sechsstelligen Preis. Alfons Walde war aber nicht nur der Maler der die Schönheiten Tirols auf die Leinwand gebannt hat, sondern er war auch Fotograf und hat sich dort neben Landschafts-, Porträt- und Architekturaufnahmen vor allem der erotischen Fotografie verschrieben, die einem aus heutiger Sicht schon manchmal ein kleines Lächeln entlockt. Seine Inszenierungen reichen von klassischen Posen aus der kunsthistorischen Tradition bis hin zu erotisch aufgeladenen, teils pornografischen Szenen.

 

 

 

Alfons Walde wurde am 8. Februar 1891 in Oberdorf / Tirol geboren. 1892 zog die Familie nach Kitzbühel, wo Waldes Vater Schulleiter wurde. Schon in seiner Realschulzeit in Innsbruck zeigte sich das malerische Talent von Wald.  Später studiert er an der Technischen Hochschule Wien.

Im Laufe der zwanziger Jahre begann Walde, intensiver zu fotografieren. 1929 errichtete er sich nach eigenen Plänen das Berghaus auf dem Hahnenkamm, in dem das Gros der Aufnahmen in der Präsentation entstand, insbesondere die Farbfotografien, die er ab Mitte der dreißiger Jahre mit dem neuen Agfacolor-Film und seiner Leica fotografierte. Die Fotografien dienten dem Künstler auch als Anregung und Vorlage für seine Malerei. 

1932 erschien Waldes erstes offizielles Tirol-Plakat, für das er sein Gemälde Der Aufstieg (1930) adaptierte. Die nachfolgenden Jahre waren durch eine intensivierte überregionale Ausstellungstätigkeit geprägt, gleichzeitig tauchte eine Reihe von Fälschungen seiner Gemälde auf.

Die Fotografien des Malers Alfons Walde (1891–1958) aus dem Nachlass des Künstlers, die über Jahrzehnte unbeachtet in einer Kiste schlummerten, wurden im Dezember 2014 erstmals im Fotomuseum WestLicht gezeigt. Jetzt präsentiert die Galerie OstLicht in der Leica Galerie Wien eine Auswahl von Aufnahmen aus dieser spektakulären Entdeckung.

Special: Walde Editionsbox in limitierter Auflage von 24 Stück

12 ausgewählte Fotografien von Alfons Walde (10 Fine Art Prints in Farbe vom Originaldiapositiv, 2 Silbergelatine-Vergrößerungen Schwarz-Weiß vom Originalnegativ), je 20 x 30 cm in 30 x 40 cm Passepartouts aus säurefreiem Museumskarton, jeweils rückseitig gestempelt und signiert vom Nachlassverwalter und Enkel des Künstlers Michael Walde-Berger; ein Duplikat eines Farbdias von Alfons Walde im Originalrahmen; die Publikation „SchauLust. Die erotische Fotografie von Alfons Walde“;
ein Echtheitszertifikat unterzeichnet von Michael Walde-Berger und Peter Coeln.

 

Brigitte Henninges

 

11.12.2016 - 23.04.2017
Fotoausstellung Karlsruhe . Einen Überblick über das Werk des deutschen Künstlers Albrecht Kunkel zeigt das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien. Die Ausstellung „Albrecht Kunkel: QUEST. Fotografien 1989–2009“ präsentiert seine fotografischen Arbeiten, die sich auf Landschaften und Räume konzentrieren, die von historischer, kultischer oder sozialer Bedeutung sind und forschen so nach verborgenen kulturellen Praktiken und Handlungsweisen. 11.12.2016 –23.04.2017
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Albrecht Kunkel: QUEST
Fotoausstellung Karlsruhe . Einen Überblick über das Werk des deutschen Künstlers Albrecht Kunkel zeigt das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien. Die Ausstellung „Albrecht Kunkel: QUEST. Fotografien 1989–2009“ präsentiert seine fotografischen Arbeiten, die sich auf Landschaften und Räume konzentrieren, die von historischer, kultischer oder sozialer Bedeutung sind und forschen so nach verborgenen kulturellen Praktiken und Handlungsweisen. 11.12.2016 –23.04.2017

 

Albrecht Kunkel (1968–2009) widmete sich prähistorischen Höhlen und den Ausgrabungsstätten von Troja mit der gleichen Aufmerksamkeit wie den Filmfestspielen in Cannes oder dem Times Square in New York. Vor- und Frühformen von Zivilisation und Kultur werden in seinem Werk mit ihren heutigen Erscheinungsformen konfrontiert und so auf ihre universellen – oder sich wandelnden – Prinzipien befragt. Er integrierte fremdes Fotomaterial in sein Œuvre, darunter topografische Luftbilder oder historische Archivaufnahmen. In großen monochromen Abzügen, die ohne Kamera entstanden, lotete er die Bedingungen und Möglichkeiten des fotografischen Mediums an der Schwelle zur Digitalität aus. Als Porträtist lichtete Kunkel berühmte Persönlichkeiten wie Tilda Swinton und Peter Greenaway ab und entwickelte konzeptuelle Porträtserien von Mönchen und Nonnen oder Schwangeren. Kunkels Schaffen zeugt von einem weit gefächerten kulturhistorischen und philosophischen Interessenhorizont und weist den Fotografen als einen Künstler aus, der sich der Paradigmen seines Mediums bewusst war.

 

 

 

Albrecht Kunkel studierte bei Thomas Struth, Bernd und Hilla Becher und war Meisterschüler bei Katharina Sieverding. Er lebte in Berlin, Paris und New York. Sein fotografischer Nachlass ging 2013 als Schenkung an die Sammlung des ZKM | Karlsruhe.

Zur Ausstellung erscheint die Publikation „Albrecht Kunkel: QUEST. Fotografien 1989–2009“, herausgegeben von Peter Weibel mit Andreas Beitin und Erec Gellautz, im Verlag für moderne Kunst, Wien, 2016, mit Textbeiträgen von Jana Duda, Erec Gellautz, Ursula Frohne und Christian Katti sowie Mirjam Lewandowsky.

 

ZKM Lichthof 1+2, Lorenzstraße 19, Karlsruhe?

27.11.2016 - 23.04.2017
Fotoausstellung Hamburg . Auf vier Kontinenten war Leonore Mau (1916-2013) unterwegs. Zum 100. Geburtstag der Fotografin wird die Ausstellung "Die Fotografin Leonore Mau - Von Hamburg in die Welt", die eine Kooperation der S. Fischer Stiftung, der Historischen Museen Hamburg und der Stiftung F.C. Gundlach ist, im Hamburger Jenisch Haus die Reisen der Fotografin nachvollziehen. Bis 23.04.2017
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Leonore Mau - Von Hamburg in die Welt
Fotoausstellung Hamburg . Auf vier Kontinenten war Leonore Mau (1916-2013) unterwegs. Zum 100. Geburtstag der Fotografin wird die Ausstellung "Die Fotografin Leonore Mau - Von Hamburg in die Welt", die eine Kooperation der S. Fischer Stiftung, der Historischen Museen Hamburg und der Stiftung F.C. Gundlach ist, im Hamburger Jenisch Haus die Reisen der Fotografin nachvollziehen. Bis 23.04.2017

 Leonore Mau / S. Fischer Stiftung

 

Werk und Leben von Leonore Mau (1916-2013) sind durch ihre unablässigen Reisen geprägt.. Zum 100. Geburtstag der Fotografin wird eine Ausstellung im Jenisch Haus die Reisen der Fotografin nachvollziehen. Ausgangspunkt für Leonore Mau ist Hamburg: Hier kauft sie ihre erste Leica auf Raten und trifft ihren Reise- und Lebensgefährten Hubert Fichte, porträtiert dessen personelles Wirkungsumfeld aus Literaturbetrieb und Reeperbahn Milieu, dokumentiert die architektonische Entwicklung Hamburgs in den 1960er Jahren und fotografiert für einen Fotofilm den „Tag im Leben eines unständigen Hafenarbeiters“. Hier entsteht auch ihre letzte Serie enigmatischer Stillleben „Fata Morgana“.

 

Leonore Mau / S. Fischer Stiftung


 

Leonore Mau / S. Fischer Stiftung

 

Die Exkursionen zwischen 1960 und 1985 machen Leonore Maus Fotografien zu einer soziokulturellen Bestandsaufnahme der besonderen Art, die ausgehend von Hamburg annährend die halbe Welt umfasst. Ihre Fotografien von vier Kontinenten wurden in Geo, Spiegel, Zeit und Stern abgedruckt

Erwähnenswert ist auch der Ausstellungsplatz, der allein einen Besuch rechtfertigt.  Das Jenisch Haus zählt zu den schönsten historischen Gebäuden Hamburgs. Es ist in einem ausgedehnten Landschaftsgarten am Ufer der Elbe gelegen. Von den südlichen Räumen bietet sich ein großartiger Blick auf Strom und Schiffe. Ursprünglich war das Jenisch Haus der Landsitz des Hamburger Kaufmanns Bausenators Martin Johan Jenisch d. J. Es wurde 1831 bis 1834 nach Entwürfen von Franz Gustav Forsmann und Karl Friedrich Schinkel im klassizistischen Stil erbaut. Seit dem 1. Januar 2008 gehört das Jenisch Haus als Außenstelle des Altonaer Museums zur Stiftung Historische Museen Hamburg.

 

Historische Museen Hamburg, Jenisch Haus, Baron-Voght-Str. 50, Hamburg

 

07.11.2016 - 24.02.2017
Fotoausstellung München-Ismaning . Herbert Becke nimmt die Welt am liebsten von unten auf – bodenständig eben. Das ist kein Zeichen für eine negative Einstellung, sondern ein Blick mit Augenzwinkern der zeigt, dass die Veränderung der Perspektive ganz neue Sichtweisen ergibt. Die Ausstellung läuft vom 7.11.2016 bis 24.2.2017.
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Herbert Becke: München - bodenständig
Fotoausstellung München-Ismaning . Herbert Becke nimmt die Welt am liebsten von unten auf – bodenständig eben. Das ist kein Zeichen für eine negative Einstellung, sondern ein Blick mit Augenzwinkern der zeigt, dass die Veränderung der Perspektive ganz neue Sichtweisen ergibt. Die Ausstellung läuft vom 7.11.2016 bis 24.2.2017.

Ein Hund am Hofbräuhaus fotografiert von Herbert Becke

 


Der frühere vhs-Leiter Herbert Beckehat seine Heimatstadt München mehrere Jahre lang aus bodenständiger Perspektive fotografiert. Schon dadurch unterschieden sie sich von den meisten anderen Motiven, die stehend aus ca. 1,70 Meter gemacht werden. Die Perspektive von Herbert Becke ist eine ganz andere. Es ist die Sicht von Kleinkindern, Hunden oder einer Maus bzw. noch tiefer; auf dem Boden, auf dem Untergrund, der täglich unser Laufsteg ist: "Fotos mit der Kamera auf dem Boden der Realität“.

 

Gegensätze an der chicen Münchner Maximiliansstraße aufgenommen von Herbert Becke

 

 

München bodenständig, so wie es Herbt Becke sieht.


Dabei sind völlig neue Sichtweisen von oftmals ganz bekannten Motiven entstanden. Winzig kleine Dinge werden auf seinen Bildern auf einmal riesen groß und bedeutend. Oder es "konkurriert" ein überdimensionaler Kanaldeckel mit dem wunderbaren Schloss Nymphenburg. Wie sieht ein Krabbelkind eine Dogge? Wenn ein Turnschuh Augen hätte, was würde er am U-Bahnhof am Marienplatz oder an der Münchner Freiheit sehen?
In dieser Ausstellung kann man die ungewohnte Sichtweise genießen, ohne sich selbst auf den Boden legen zu müssen. Diese Ausstellung ist die erste große Gesamtschau seines Projektes mit über 100 Fotos zudem sind auch ganz neue Exponate erstmals zu sehen, z.B. von seiner "bodenständigen Sicht" der Münchner Maximilianstraße.
Herbert Beckewar  33 Jahre lang Leiter der Vhs München-Nord, außerdem Gründer des Fotoclubs der Vhs  „CC77“ und 37 Jahre lang dessen Vorsitzender. Er betätigte sich ebenso als Fotodozent wie als  Juror bei deutschen und internationalen Fotowettbewerben. Mit seinen Bildern hatte er unzählige Ausstellungen von Sylt bis Berchtesgaden, zuletzt im Münchner  "Valentin-Karlstadt-Musäum".
Für sein Lebenswerk wurde er mit dem  „Tassilopreis“ für Fotografie, Kunst und Kultur der Süddeutschen Zeitung ausgezeichnet und erhielt das Bundesverdienstkreuz für sein Engagement in der Erwachsenenbildung und Fotokunst.

vhs im Kultur- und Bildungszentrum Seidl-Mühle, München-Ismaning, Mühlenstraße 15

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