Fotoausstellungen

26.01.2017 - 05.02.2017
Fotoausstellung Hannover . Zehn Geschichten, mit unterschiedlichen fotografischen Ansätzen von Polaroid bis zur Multimediareportage, realisiert von Lennart Helal, Thomas Keydel, Esra Klein, Sonja Palade, Arzu Sandal, Charlotte Schmitz, Max Ernst Stockburger, Gretje Treiber, Thomas Victor und Tamina-Florentine Zuch, zeigt GAF die Galerie für Fotografie. 26. Januar bis 5. Februar 2017
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Hochschule Hannover – Bachelor 2017/1
Fotoausstellung Hannover . Zehn Geschichten, mit unterschiedlichen fotografischen Ansätzen von Polaroid bis zur Multimediareportage, realisiert von Lennart Helal, Thomas Keydel, Esra Klein, Sonja Palade, Arzu Sandal, Charlotte Schmitz, Max Ernst Stockburger, Gretje Treiber, Thomas Victor und Tamina-Florentine Zuch, zeigt GAF die Galerie für Fotografie. 26. Januar bis 5. Februar 2017

Foto Esra Klein

 

Die Arbeiten des aktuellen Abschlussjahrgangs im Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover, führen uns an unterschiedliche Orte und in andere Lebenswelten.
Lennart Helal dokumentiert die gefährliche Verbreitung nationalistischer Ideen im heutigen Polen, wo Paramilitärs aufrüsten und sich auf einen Krieg mit dem Russland Putins vorbereiten wollen. Die Multimediageschichte von Thomas Keydel führt den Betrachter auf die höchste befahrbare Straße der Welt im indischen Ladakh. Die Arbeit von Esra Klein zeigt den Alltag eines abgelegenen Fischerdorfes auf der Kap Verdischen Insel Santiago, in dem der Abbau des eigenen Strandes seit Jahrzehnten den Erhalt der Familien sichert.

 

 

Foto Lennart Helal

 

 

Foto Max Ernst Stockburger

 

Sonja Palade überprüft das Verhältnis von Herkunft und Identität an dem Ort in Rumänien, den sie mit ihren Eltern vor fast 30 Jahren verlassen hat. Arzu Sandal visualisiert das tabuisierte Thema der häuslichen Gewalt abseits von bekannten Klischees. Die verfremdeten Portraits aus einem Bordell in Ecuador wahren in der Arbeit von Charlotte Schmitz die Anonymität der dort arbeitenden Frauen. Max Ernst Stockburger sucht ein Japan fernab der Stereotypen von Manga, Geishas und Kirschblüten. Gretje Treiber beobachtet Abriss und Aufbau im Hamburger Stadtteil Barmbek-Nord und fragt, welche Ideen von Stadt aus den Veränderungen entstehen. Thomas Victor setzt sich mit der zunehmenden Verschmelzung von Mensch und Technik auseinander und sucht nach einer neuen Definition des menschlichen Selbstbildes. Tamina-Florentine Zuch beschäftigt sich  mit dem Thema Gastarbeit und setzt den Schwerpunkt auf die Familien der Arbeitenden, die in ihren Heimatländern zurückbleiben.

Galerie für Fotografie Hannover (GAF), Eisfabrik, Seilerstraße 15d, Hannover

26.01.2017 - 05.03.2017
Fotoausstellung Berlin . Die Ausstellung „Künstlern auf der Spur - Portraits 1968-2008 von Angelika Platen“ im Berliner Willy-Brandt-Haus Berlin macht mit den Persönlichkeiten bekannt, die seit einem halben Jahrhundert zahlreich vor der Kamera von Angelika Platen standen. 26.1.20 bis 5.3.2017
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Künstlern auf der Spur - Portraits 1968-2008 von Angelika Platen
Fotoausstellung Berlin . Die Ausstellung „Künstlern auf der Spur - Portraits 1968-2008 von Angelika Platen“ im Berliner Willy-Brandt-Haus Berlin macht mit den Persönlichkeiten bekannt, die seit einem halben Jahrhundert zahlreich vor der Kamera von Angelika Platen standen. 26.1.20 bis 5.3.2017



© Angelika Platen / bpk, Günther Uecker, Düsseldorf, 1971

 

Die in Berlin lebende Fotografin Angelika Platen ist den Künstlern in ihre Ateliers und Ausstellungen, auf Kunstmessen und Happenings im In- und Ausland gefolgt. 56 Werke werden in der Ausstellung im Berliner willy-Brandt-Haus vorgestellt.
 Das fotografische Abenteuer von Angelika Platen begann in den sechziger Jahren. Ihre Porträts verdichten sich zu einem Panorama der zeitgenössischen Kunstszene.

 

 

© Angelika Platen / bpk, Hanne Darboven, Düsseldorf, 1968

 

 

© Angelika Platen / bpk, Julian Rosefeldt, Berlin, 2001

 

Sie fotografierte Man Ray und Andy Warhol, Joseph Beuys und Christo morgens um fünf Uhr beim Aufbau seines steil empor ragenden documenta-Ballons, Blinky Palermo und Hanne Darboven im Dialog mit ihrem Werk. Henry Moore posierte 1968 neben seiner Skulptur vor Mies van der Rohes neu eröffneter Nationalgalerie in Berlin. Sigmar Polke nahm Anlauf für einen Luftsprung. Gerhard Richter und Angelika Platen fotografierten sich wechselseitig im Atelier des Künstlers.
Und sie nimmt Kontakt auf mit einer neuen Generation von Künstlern im Aufbruch und auf der Höhe ihres Erfolgs: Christian Boltanski, Anton Corbijn, Jeff Koons, Neo Rauch, Julian Rosefeldt u.v.m.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Gisela Kayser und Angelika Platen.

Ausstellung vom 26. Januar bis 5. März 2017

26.01.2017 - 05.03.2017
Fotoausstellung München . Zum ersten Mal stellt der bekannte Fotograf und Autor Michael Martin gemeinsam mit seiner Tochter Gina aus. In der Ausstellung „Von Pasing in die Welt“ im Kulturzentrum „Pasinger Fabrik“ zeigt Michael Martin die besten Bilder seines Projekts „Planet Wüste“, seine Tochter Aufnahmen des Burning Man Festivals. Vom 26.1. bis 5.3.2017
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Von Pasing in die Welt
Fotoausstellung München . Zum ersten Mal stellt der bekannte Fotograf und Autor Michael Martin gemeinsam mit seiner Tochter Gina aus. In der Ausstellung „Von Pasing in die Welt“ im Kulturzentrum „Pasinger Fabrik“ zeigt Michael Martin die besten Bilder seines Projekts „Planet Wüste“, seine Tochter Aufnahmen des Burning Man Festivals. Vom 26.1. bis 5.3.2017

 

 Planet Wüste von Michael Martin

 

Fotografien von Gina Ramisch und ihrem Vater Michael Martin präsentiert die Ausstellung „Von Pasing in die Welt“. Ausstellungsort ist das renommierte Kulturzentrum „Pasinger Fabrik“ in München-Pasing. Michael Martin und Gina Ramisch wurden beide in München geboren und leben seit Jahrzehnten in Pasing. Von hier starteten ihre teilweise gemeinsamen Reisen in alle Welt.

Michael Martin zeigt in dieser Fotoausstellung die besten Bilder seines aktuellen Projektes „Planet Wüste“, die studierte Fotografin Gina Ramisch präsentiert ihre Bilder vom legendären Burning Man Festival 2016 in der Black Rock Desert in Nevada.
Die Ausstellung ist täglich von 10 Uhr bis 23 Uhr im Lichthof und in der Bar der Pasinger Fabrik in München zu sehen. Der Eintritt ist frei.

 

Burning Man von Gina Ramisch

 

 

Interessierte, die im Raum München leben, sind zur Vernissage am Mittwoch, den 25.1.2017 um 19.00 Uhr in die Pasinger Fabrik eingeladen. Im Rahmen der Vernissage wird es einen kurzen, eigens für diesen Abend zusammengestellten Vortrag von Michael Martin über die vielen Reisen mit seinen Kindern Gina und David geben, die sie von Pasing um die Welt führten.

Noch ein Hinweis für Vortragsbesucher im Raum München: Am Sonntag, den 5.2.2017 gibt es in der Muffathalle in München die Vortragsreihe Abenteuer Erde mit vier Vorträgen über Vietnam, Neuseeland, Oman und Russland. Das komplette Programm ist unter www.abenteuererde.com zu finden. Karten sind für 16 Euro  erhältlich.

 

 

www.michael-martin.de/tickets

21.01.2017 - 25.03.2017
Fotoausstellung Berlin . Sie zählt zu den beeindruckendsten Fotokünstlern im Bereich der Modefotografie - Lilian Bassman. Die Galerie Camera Work stellt mehr als 50 Arbeiten in der ersten Galerieausstellung aus dem Schaffenswerk von Lillian Bassmann nach ihrem Tod im Jahr 2012 vor. Es sind wunderschöne Bilder von einer ganz eigenen Ästhetik. 21. Januar bis 25. März 2017
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Lillian Bassman
Fotoausstellung Berlin . Sie zählt zu den beeindruckendsten Fotokünstlern im Bereich der Modefotografie - Lilian Bassman. Die Galerie Camera Work stellt mehr als 50 Arbeiten in der ersten Galerieausstellung aus dem Schaffenswerk von Lillian Bassmann nach ihrem Tod im Jahr 2012 vor. Es sind wunderschöne Bilder von einer ganz eigenen Ästhetik. 21. Januar bis 25. März 2017

 

Copyright Lillian Bassman, Silk Organdie, Embroidered and Printed
Gown By Irene, Barbara Mullen
Harper's Bazaar, New York, January 1956

 

„Was Lillian Bassman macht, hat eine    geradezu magische Kraft.  In der Geschichte der Fotografie ist es niemand anderem gelungen,   diesen atemberaubenden Moment   zwischen der Erscheinung der Dinge und ihrem Verschwinden sichtbar zu machen,“ erklärte Richard Avedon.

Von 1945  bis  1949  erschuf  Lillian Bassman  als  Art  Director  das  kreative  Bild  der  Zeitschrift  „Junior  Bazaar“,  dem  Ableger  von  „Harper’s  Bazaar“.  Bei  ihrer  Arbeit  lernte  sie  unter  anderem  die  Fotografen  Richard  Avedon,  Robert  Frank,  Louis  Faurer  und  Arnold  Newman  kennen.  Im  Jahr  1946  begann  Lillian  Bassman, mit  der  Kamera  zu arbeiten,  woraus  sich  eine  starke  Leidenschaft  für  die  Modefotografie entwickelte.

Bereits 1947 wurden ihre ersten Arbeiten in „Harper’s Bazaar“ veröffentlicht. Als Modefotografin,  unterstützt  von  dem bekannten  Art  Director  Alexei  Brodovitsch,  entwickelte  sie  eine  außergewöhnliche Ästhetik.  Lillian  Bassmans  Werke besitzen eine besondere  malerische  Anmutung . Durch  ihre  experimentelle  Ästhetik  entstanden  atmosphärische Arbeiten voller  Eleganz  und  Anmut.  Sie  zeichnen  sich  oftmals  durch  eine  Unschärfe  aus  und  bewegen  sich  mit nebulösen  Silhouetten  am  Rande   des   physisch   Erkennbaren.   Inspiriert  von   Malern   wie   Hans   Memling   und   El  Greco  fokussierte  sich  Lillian  Bassman  in  ihren  Arbeiten  verstärkt  auf  die  Aura  der  imposanten  Kleider  und die Intensität der Ausdruckskraft der Models.

 

Copyright Lillian Bassman, Blowing Kiss, Barbara Mullen
Harper's Bazaar, New York, C. 1950

 

 

Copyright Lillian Bassman, Betty Threat
Harper's Bazaar, New York, C. 1957


 

Zwischen 1950 und 1965 wurden Lillian Bassmans Werke regelmäßig in der »Harper’s Bazaar« und  anderen  führenden Zeitschriften  veröffentlicht.  Mit  der  Ablehnung  einer  verstärkten  Kommerzialisierung im Bereich der künstlerischen  Fotografie   seit  Beginn   der   1970er Jahre  entschied  sich  Lillian  Bassman,  ihre  Karriere  vorerst  zu  beenden.  Im Zuge dieser  Entscheidung  vernichtete  Lillian  Bassman  viele  Negative  ihrer  Arbeiten,  um  sich  folglich  dem  Modedesign  zu  widmen und an der Parsons The New School for Design in New York zu lehren. Mehr als 20 Jahre  später   –   Mitte   der  1990er Jahre   –   entdeckte   Lillian   Bassman   eine   Kiste   mit  unzerstörten  Negativen.  Inspiriert  von  einem weiterentwickelten  künstlerischen  Ansatz  und  neuen  Medien,  begann  sie,  ihre  eigenen  Werke  zu  reinterpretieren.  In der  Dunkelkammer  sowie  mit  dem  Einsatz  moderner  Computertechnik  veränderte  sie  die  Gestaltung  ihrer  Werke.  Im  Fokus  standen  nun  unter  anderem  die  drastische  Akzentuierung  des  Kontrasts  in  den  Werken  sowie  die  Herausarbeitung mehrerer Bildebenen, die dank einer starken Verschwommenheit im Hintergrund  entstehen. Die »neu« entstandenen Arbeiten wurden von Kuratoren und Kunstsammlern sowie in  Fachkreisen  hoch  gelobt.  Ihre  Werke  fanden  sich  bald  darauf  in  namhaften  Sammlungen  wieder.  In  den  Folgejahren  widmete  sich  Lillian  Bassman  wieder  verstärkt  der  Entstehung  neuer  Werke  und arbeitete mit der »Vogue«, »The New York Times« und John Galliano zusammen.  

Lillian Bassmnn heiratete 1935 Paul Himmel den sie seit ihrem sechsten Lebensjahr kannte und mit dem sie schon mit 15 Jahren zusammengezogen war. Lillian  Bassman  und  Paul  Himmel avancierten  schon  bald  zu  einem  glamourösen  New  Yorker  Künstlerpaar. Für  beide  war  die  Fotografie  ihre  künstlerische  Ausdrucksform.  Die  künstlerische  Ebene  zwischen  beiden  zeichnete  sich  durch  kreative  Spannungen  aus,  die  beide  auf  höchster  Ebene  inspirierte,  ein  herausragendes  fotografisches Oeuvre zu erschaffen, welches zeitlos und modern zugleich ist. Lillian Bassman und  Paul Himmel waren 77 Jahre lang verheiratet, aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Paul Himmel  verstarb im Jahr 2009, Lillian Bassman drei Jahre später in New York. 

 

Camera Work, Kantstraße 149, Berlin

 

20.01.2017 - 25.02.2017
Fotoausstellung Salzburg . Blumenpracht in opulenten Farben zeigen die Bilder der Fotografen Duo Dirk Bader und Andreas Zeischegg in der Leica Galerie Salzburg unter dem Ausstellungstitel „Memento Flori“. Vom 20. Januar bis 25. Februar 2017.
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Dirk Bader / Andreas Zeischegg – Memento Flori
Fotoausstellung Salzburg . Blumenpracht in opulenten Farben zeigen die Bilder der Fotografen Duo Dirk Bader und Andreas Zeischegg in der Leica Galerie Salzburg unter dem Ausstellungstitel „Memento Flori“. Vom 20. Januar bis 25. Februar 2017.

 


Die Bilder von Dirk Bader und Andreas Zeischegg strotzen geradezu vor visueller Opulenz und Farbenpracht. Ebenso zeigen sie eine mysteriöse Morbidität. Alles scheint zu ertrinken und in der Tiefe zu verschwinden. Die plakativen Farben erinnern an Charakteristiken der Pop Art, die pastos wirkende Struktur an die klassische Ölmalerei.

„Dieses Spannungsfeld zwischen malerischen und fotografischen Merkmalen sowie der Suche nach einer kollaborativen Ausdrucksform unter dem Leitmotiv der „Vergänglichkeit“ hat uns bei dieser Arbeit angetrieben,“ erklärt Dirk Bader.

 

Leica Galerie, Gaisbergstraße 12, Salzburg

20.01.2017 - 30.06.2017
Ausstellung München . Zeitgenössische Kunst aus Japan unter dem Titel „lebenswelt | life-world“ zeigt die Alexander Tutsek-Stiftung in München mit Fotografien von Rinko Kawauchi, zeitgenössischen Skulpturen von 21 japanischen Künstlern und einer Installation von Tadao Ando. Bis 30. Juni 2017
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lebenswelt | life-world
Ausstellung München . Zeitgenössische Kunst aus Japan unter dem Titel „lebenswelt | life-world“ zeigt die Alexander Tutsek-Stiftung in München mit Fotografien von Rinko Kawauchi, zeitgenössischen Skulpturen von 21 japanischen Künstlern und einer Installation von Tadao Ando. Bis 30. Juni 2017

 

Subjektive Alltagserfahrungen, zeitliche Abläufe in der Natur, die zwischenmenschliche Kommunikation stehen im Mittelpunkt der Kunstwerke aus Japan. Die  japanischen Fotografin Rinko Kawauch (geboren 1972 in Shiga, Japan) ist in ihrem Heimatland eine bedeutende Künstlerin, die in Europa und den USA auch immer bekannter wird. In ihren Fotografien verwandelt sie Alltag oder Natur in etwas atemberaubend Neues. Aus der Serie „Ametsuchi“ zeigt die Ausstellung großformatige Fotografien. Reduzierte Landschaftsbilder von traditioneller Brandrodung thematisieren anhand der zerstörerischen, gleichzeitig verjüngenden Kraft des Feuers, das Verhältnis von Mensch, Natur, Zeit. Weiterhin werden aus der Serie „Illuminance“ kleine, intime Fotografien gezeigt. Hier widmet sich Rinko Kawauchi – basierend auf persönlichen Erfahrungen – sanft, teils auch verstörend, alltäglichen Dingen oder Tätigkeiten. Durch die Wahl der Ausschnitte und Perspektiven und den subtilen Einsatz von natürlichem Licht in Kombination mit oft durchscheinenden Farben hat Rinko Kawauchi in ihrer Fotografie eine ganz eigene Charakteristik und Sprache gefunden. Ihre Werkgruppen lassen den Betrachter die alltägliche Umwelt bewusster, weiter und mit veränderten Augen sehen.

 

Die zusammen mit den Fotografien gezeigten Skulpturen verstärken diese Empfindung. In einem in der Kunst eher ungewöhnlichen Medium – dem vielschichtig zu verarbeitenden Material Glas – gehen sie auf unmittelbare, subjektive Erfahrungen des Menschen ein. Die Daseinswelt von menschlichen Behausungen wird in einer dreiteiligen Installation von dem Architekten Tadao Ando dargestellt.

Der Titel der Ausstellung „lebenswelt | life-world“ ist eine Anspielung auf das gleichnamige Konzept in der Phänomenologie. Damit ist die Welt gemeint, wie sie unmittelbar und direkt in der Subjektivität des alltäglichen Lebens erlebt wird (Edmund Husserl). Diesen Ansatz, alltägliche Phänomene individuell aber auch in ihrem sozialen und kommunikativen Kontext (Jürgen Habermas) wahrzunehmen, visualisieren die für die Ausstellung ausgewählten Kunstwerke.

Die Alexander Tutsek-Stiftung fördert Kunst und Wissenschaft. Sie wurde im Dezember 2000 von Alexander Tutsek und Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek als gemeinnützige Stiftung in München gegründet. Die Stiftung engagiert sich unter ihrem übergreifenden Programm "Kunst und Wissenschaft" ganz bewusst für das Spezielle, das Besondere oder auch das Vernachlässigte, Übersehene.

 

Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Straße 27, München 

 

Die für die Ausstellung von der Stiftung angekauften Objekte der 21 Künstlerinnen und Künstler sind fast alle zum ersten Mal außerhalb Japans zu sehen.

 

 

10.01.2017 - 05.03.2017
Fotoausstellung Berlin. Das Berliner Haus am Kleistpark stellt die Schwarzweißbilder von Ann Heinlein vor, die geschleifte Orte an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zeigen, ein Projekt das sie zusammen mit Göran Gnaudschun realisiert hat. 10. Januar bis 5. März 2017
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Ann Heinlein / Göran Gnaudschun: Wüstungen – Geschleifte Orte an der innerdeutschen Grenze
Fotoausstellung Berlin. Das Berliner Haus am Kleistpark stellt die Schwarzweißbilder von Ann Heinlein vor, die geschleifte Orte an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zeigen, ein Projekt das sie zusammen mit Göran Gnaudschun realisiert hat. 10. Januar bis 5. März 2017

 
Anne Heinlein und Göran Gnaudschun
Ringelreihen, Billmuthausen

 

Auf Anordnung der DDR-Regierung wurden in den 50er und 60er Jahren über 10.000 Menschen an der innerdeutschen Grenze zwangsweise aus ihren Dörfern umgesiedelt. Viele der Dörfer, die den DDR-Oberen zu nahe an der Grenze waren, wurden dem Erdboden gleichgemacht – geschleift.

Anne Heinlein hat großformatige schwarz-weiße Landschaftsfotografien von den Orten gemacht, an denen seit Jahrzehnten nichts Gebautes mehr steht. Wiesen, Wälder, Landschaftsecken und kleine Flächen sind zu sehen, in denen der Betrachter wie auf einer leeren Bühne Häuser, Straßen und Höfe imaginieren kann. Scheinbar ist es Landschaftsfotografie, aber mit dem Wissen hinter dem Bild wird es zum Reflexionsraum über die Bedeutung von Heimat und deren Verlust, aber auch über die Natur, die sich von allem ungerührt ihren Raum wieder erobert.

 

Anne Heinlein, Zarrentin-Strangen,
2008, Landkreis Ludwigslust-Parchim
Bebaut: 1911
Gewüstet: 1972

 

Anne Heinlein und Göran Gnaudschun
Landarbeit, Osdorf

 

 


Im gleichzeitig erscheinenden Bildband bringt Göran Gnaudschun in seinen Texten eigenes Erleben an den Orten, die Geschichten von ehemaligen Bewohnern und Aktenauszüge zusammen.
Um zu verstehen, warum die Orte gewüstet wurden, haben Heinlein und Gnaudschun nach den zeithistorischen Hintergründen in Archiven von Stasi, Grenztruppen, Bundesgrenzschutz und in Museen recherchiert. Die Künstler haben Zeitzeugen interviewt und in deren privaten Fotoalben nach Sinnbildern gesucht. Viele dieser Zeugnisse sind in der Ausstellungsinstallation zu sehen, die auf verschiedenen Ebenen mit dokumentarischem Material arbeitet.

Anne Heinlein (*1977) und Göran Gnaudschun (*1971) sind in Potsdam geboren und leben dort. Beide haben an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Bildende Kunst bei Timm Rautert studiert und arbeiten im Bereich der künstlerischen Fotografie. Gnaudschun ist zur Zeit Stipendiat der Villa Massimo in Rom.

Das Projekt wurde mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.


Vernissage am Sonntag, dem 8. Januar 2017 um 17 Uhr
Einführung Inka Schube, Kuratorin für Fotografie und Medienkunst, Sprengel Museum Hannover

Künstlergespräch und Buchvorstellung mit Marion Brasch: Mittwoch 25.1.2017, 19 Uhr


Haus am Kleistpark, Grunewaldstr. 6-7, Berlin

 

18.12.2016 - 17.04.2017
Ausstellung Rostock . Einen spannenden Abriss zu dem ehemaligen DDR Magazin Sibylle von ihrer Gründung bis zur Wende zeigt die Kunsthalle Rostock. Vorgestellt werden nicht nur die einzelnen Hefte, sondern auch historische Filme, die das Umfeld beleuchten. 18. Dezember 2016 bis 17. April 2017
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SIBYLLE – Die Ausstellung
Ausstellung Rostock . Einen spannenden Abriss zu dem ehemaligen DDR Magazin Sibylle von ihrer Gründung bis zur Wende zeigt die Kunsthalle Rostock. Vorgestellt werden nicht nur die einzelnen Hefte, sondern auch historische Filme, die das Umfeld beleuchten. 18. Dezember 2016 bis 17. April 2017

 

SIBYLLE
1959, Ausgabe 5, Cover
©Foto: Altendorf



Die Zeitschrift SIBYLLE war in der DDR überaus beliebt. Sie widmete sich vorrangig der Mode, nannte sich im Untertitel allerdings „Zeitschrift für Mode und Kultur“, weil für die Macher, vor allem Fotografen und Designer, Mode und Kultur als gleichrangig galten. Insbesondere war – neben allen gut aufgemachten Beiträgen über Kunst, Architektur und Gesundheit – die Fotografie ein entscheidendes Element ihrer Wirkung.

 

 SIBYLLE
1984, Ausgabe 1, Seite 16-17
©Foto: Wuest

 

 

SIBYLLE
1964, Ausgabe 1, Cover
©Foto: Roessler 

 

Die Fotografen der SIBYLLE beherrschten nicht nur ihr Fach, sie legten für ihre Arbeit explizit künstlerische Maßstäbe an. Als Porträt- und Reportagefotografen waren sie auch für andere Magazine tätig. Die Kunsthalle Rostock wird erstmals konsequent Fotografen der SIBYLLE und ihre jeweiligen Qualitäten in den Mittelpunkt rücken. In einer Auswahl stellen wir im Obergeschoss der Kunsthalle Arbeiten von 13 Fotografen vor. Ergänzend dazu ist ein chronologischer Abriss der SIBYLLE-Ausgaben mit Reproduktionen von einzelnen Heften zu sehen, beginnend mit der ersten Ausgabe 1956 bis zum Jahr der politischen Wende. Im Erdgeschoss des Hauses werden bisher unveröffentlichte historische Filme von Modeschauen und Objekte aus dem Nachlass des Modeinstitutes der DDR gezeigt. Sie machen das Phänomen der SIBYLLE in einer atmosphärisch dichten Inszenierung nachvollziehbar. Kooperationspartner ist das Stadtmuseum Berlin.

Es werden Fotografien ausgestellt von:
Sibylle Bergemann
Arno Fischer
Ute Mahler
Werner Mahler
Sven Marquardt
Elisabeth Meinke
Roger Melis
Hans Praefke
Günter Rössler
Rudolf Schäfer
Wolfgang Wandelt
Michael Weidt
Ulrich Wüst

Es erscheint ein reich bebildertes Katalogbuch bei Hartmann Books
Herausgeber: Ute Mahler und Uwe Neumann (Kunsthalle Rostock)
Preis 39,80 Euro

Weitere Stationen der Ausstellung SIBYLLE – DIE AUSSTELLUNG
Opelvillen Rüsselsheim 30. August bis 26. November 2017
weitere Ausstellungsstationen in Vorbereitung

Kunsthalle Rostock, Hamburger Straße 04, Rostock

 

17.12.2016 - 17.02.2017
Fotoausstellung Potsdam . Das Zentrum für Medienwissenschaften zeigt eine Fotoausstellung zum Werk von Waltraut Pathenheimer. Sie war die erste Stand- bzw. Filmfotografin im DEFA-Studio für Spielfilme. 40 Jahre lang begleitete sie die Produktionen der DEFA. Vor ihrer Kamera standen Manfred Krug, Dagmar Manzel, Katrin Sass, aber auch Stars wie Gérard Philipe, Otto Sander oder Götz George. .Vom 17. Dezember 2016 bis 17. Februar 2017.
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Waltraut Pathenheimer: Filmfotografin DEFA Movie Stills
Fotoausstellung Potsdam . Das Zentrum für Medienwissenschaften zeigt eine Fotoausstellung zum Werk von Waltraut Pathenheimer. Sie war die erste Stand- bzw. Filmfotografin im DEFA-Studio für Spielfilme. 40 Jahre lang begleitete sie die Produktionen der DEFA. Vor ihrer Kamera standen Manfred Krug, Dagmar Manzel, Katrin Sass, aber auch Stars wie Gérard Philipe, Otto Sander oder Götz George. .Vom 17. Dezember 2016 bis 17. Februar 2017.

Marc Lubosch und Nadja Klier in Gritta von Rattenzuhausbeiuns (1984)
© DEFA-Stiftung/Waltraut Pathenheimer, FMP

 

Waltraut Pathenheimer war die erste Stand- bzw. Filmfotografin im DEFA-Studio für Spielfilme. In fast vierzig Jahren hat sie ein umfangreiches Portfolio geschaffen, dessen außergewöhnliche Bildsprache die Filmfotografie geprägt hat und bis heute fasziniert. Eine Auswahl dieses künstlerischen Werkes, das Film- und Zeitgeschichte spiegelt, wird in der Ausstellung erstmals zusammenhängend gezeigt: eine Hommage an die Filmfotografin.

 

Jürgen Strauch in Nackt unter Wölfen (1962)
©DEFA-Stiftung/Waltraut Pathenheimer, Archiv Pathenheimer

 

Öffnungzeiten:

Die Ausstellung ist geöffnet von Montag bis Samstag 10 bis 18 Uhr. Geschlossen vom 23. Dezember 2016 bis 2. Januar 2017, sowie am 12. + 20. Januar 2017, 3. + 7. Februar 2017. 

Im Ch. Links Verlag ist das Buch "Pathenheimer Filmfotografin" erschienen

Ausstattung: Broschur
Format: 21,0 x 24,0 cm
Seitenzahl: 200 
Abbildungen s/w: 189 
ISBN: 978-3-86153-928-5
Preis: 20 Euro

 

Zentrum für Medienwissenschaften, Friedrich-Ebert-Str. 4, 14467 Potsdam 

 

16.12.2016 - 23.04.2017
Fotoausstellungen München . Einen der wichtigsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit zeigt die Pinakothek der Moderne mit Albert Renger-Patzsch. Erstmals wird die Werkgruppe der Ruhrgebietslandschaften aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde umfassend mit 83 Fotografien in einer Ausstellung präsentiert. Bis 23. 4. 2017
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Albert Renger-Patzsch - Ruhrgebietslandschaften
Fotoausstellungen München . Einen der wichtigsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit zeigt die Pinakothek der Moderne mit Albert Renger-Patzsch. Erstmals wird die Werkgruppe der Ruhrgebietslandschaften aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde umfassend mit 83 Fotografien in einer Ausstellung präsentiert. Bis 23. 4. 2017

 

Albert Renger-Patzsch, An der Ruhrmündung bei Duisburg, 1929/30
© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

 

In den Jahren 1927 bis 1935 nahm Albert Renger-Patzsch im Ruhrgebiet Stadtrand- und Haldenlandschaften, Hinterhöfe und Vorstadthäuser, Schrebergärten und Zechenanlagen auf. Die entstandene Werkgruppe stellt die einzige nicht auftragsgebundene Arbeit des Fotografen dar. Mit ihrer zurückhaltenden Emotionalität und kompositionellen Klarheit markieren die Aufnahmen eine signifikantePosition im künstlerischen Genre Landschaft in den 1920er-Jahren, die beispielsweise in der zeitgleichen Malerei kaum einen Vergleich findet.

Erstmals wird diese Werkgruppe nun umfassend in einer Ausstellung präsentiert. Sie zeigt83 Fotografien der Ruhrgebietsserie und wird ergänzt durch Archivalien und Dokumente, die die zeitgleiche Auftrags- und Publikationstätigkeit von Albert Renger-Patzsch illustrieren.

Albert Renger-Patzsch zog zahlreiche Motive als Großformate (30 x 40 cm) auf exquisitem Chamoispapier ab. Vermutlich plante er in den späten 1930er-Jahren selbst eine Ausstellung oder Veröffentlichung mit dieser Serie, die aber nicht zur Verwirklichung kam. Etwa 20 dieser großformatigen Abzüge befinden sich neben über hundert kleinformatigen Aufnahmen der Serie im Albert Renger-Patzsch Archiv der Stiftung Ann und Jürgen Wilde in der Pinakothek der Moderne. Das Archiv, das seit den frühen 1970er-Jahren in intensiver Recherche-und Sammeltätigkeit von Ann und Jürgen Wilde zusammengetragen wurde,beherbergt einen einzigartigen Bestand an originalen Fotografien und Ausstellungsabzügen, Negativen sowie Dokumenten und Archivalien von und über Albert Renger-Patzsch.

 

Albert Renger-Patzsch, Zeche Victoria Mathias, Essen, 1929
© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

 

 

Die Serie der Ruhrgebietslandschaften zählt zu den Meisterwerken der Industrie-und Landschaftsfotografie der Moderne und wirkt bis in die zeitgenössische Fotografie, beispielsweise von Bernd und Hilla Becher und ihren Schülern,nach. Rund 80 Jahre nach ihrer Entstehung sind Albert Renger-Patzschs Ruhrgebietsfotografien aktueller denn je: sie geben einen visuellen Kommentar zu aktuellen Diskussionen um Urbanität, Zersiedelung und Umnutzung von Folgelandschaften.

Kuratorin: Dr. Simone Förster, Kuratorin der Stiftung Ann und Jürgen Wilde,

Gefördert durch: Sparkassen -Kulturfonds des Deutschen Sparkassen-und Giroverbandes Bayerische Sparkassenstiftung

Zur Ausstellung erscheint ein begleitendes Magazin, deutsch/englisch,

Umfang ca. 60 Seiten, 45 Abbildungen, Vorwort Bernhard Maaz, Text Simone Förster und Interview mit Ann und Jürgen Wilde.

Ein vielseitiges Vermittlungsprogramm begleitet die Ausstellung

 

 

Pinakothek der Moderne, Barerstraße 40, München

 

 

 

13.12.2016 - 08.04.2017
Fotoausstellung Wien . Der bekannte Tiroler Künstler Alfons Walde hat nicht nur die Landschaft und Menschen seiner Heimat gemalt, sondern er hat auch fotografiert. Die Galerie OstLicht in der Leica Galerie Wien zeigt eine Auswahl seiner Aufnahmen mit Fokus auf den weiblichen Akt. 13. Dezember 2016 bis 8. April 2017
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Alfons Walde – Winterträume
Fotoausstellung Wien . Der bekannte Tiroler Künstler Alfons Walde hat nicht nur die Landschaft und Menschen seiner Heimat gemalt, sondern er hat auch fotografiert. Die Galerie OstLicht in der Leica Galerie Wien zeigt eine Auswahl seiner Aufnahmen mit Fokus auf den weiblichen Akt. 13. Dezember 2016 bis 8. April 2017

 

 

Wer schon einmal in den Tiroler Bergen um Kitzbühel herum war, der wird auch als nicht Kunstinteressierter Alfons Walde kennen. Kaum ein Gasthof, kaum eine Ferienhaus oder ein Wohnung,  wo nicht eines der unverwechselbaren Bilder des Malers hängt. Natürlich nicht als Original, denn ein Walde Gemälde oder Plakat hat schon seinen sechsstelligen Preis. Alfons Walde war aber nicht nur der Maler der die Schönheiten Tirols auf die Leinwand gebannt hat, sondern er war auch Fotograf und hat sich dort neben Landschafts-, Porträt- und Architekturaufnahmen vor allem der erotischen Fotografie verschrieben, die einem aus heutiger Sicht schon manchmal ein kleines Lächeln entlockt. Seine Inszenierungen reichen von klassischen Posen aus der kunsthistorischen Tradition bis hin zu erotisch aufgeladenen, teils pornografischen Szenen.

 

 

 

Alfons Walde wurde am 8. Februar 1891 in Oberdorf / Tirol geboren. 1892 zog die Familie nach Kitzbühel, wo Waldes Vater Schulleiter wurde. Schon in seiner Realschulzeit in Innsbruck zeigte sich das malerische Talent von Wald.  Später studiert er an der Technischen Hochschule Wien.

Im Laufe der zwanziger Jahre begann Walde, intensiver zu fotografieren. 1929 errichtete er sich nach eigenen Plänen das Berghaus auf dem Hahnenkamm, in dem das Gros der Aufnahmen in der Präsentation entstand, insbesondere die Farbfotografien, die er ab Mitte der dreißiger Jahre mit dem neuen Agfacolor-Film und seiner Leica fotografierte. Die Fotografien dienten dem Künstler auch als Anregung und Vorlage für seine Malerei. 

1932 erschien Waldes erstes offizielles Tirol-Plakat, für das er sein Gemälde Der Aufstieg (1930) adaptierte. Die nachfolgenden Jahre waren durch eine intensivierte überregionale Ausstellungstätigkeit geprägt, gleichzeitig tauchte eine Reihe von Fälschungen seiner Gemälde auf.

Die Fotografien des Malers Alfons Walde (1891–1958) aus dem Nachlass des Künstlers, die über Jahrzehnte unbeachtet in einer Kiste schlummerten, wurden im Dezember 2014 erstmals im Fotomuseum WestLicht gezeigt. Jetzt präsentiert die Galerie OstLicht in der Leica Galerie Wien eine Auswahl von Aufnahmen aus dieser spektakulären Entdeckung.

Special: Walde Editionsbox in limitierter Auflage von 24 Stück

12 ausgewählte Fotografien von Alfons Walde (10 Fine Art Prints in Farbe vom Originaldiapositiv, 2 Silbergelatine-Vergrößerungen Schwarz-Weiß vom Originalnegativ), je 20 x 30 cm in 30 x 40 cm Passepartouts aus säurefreiem Museumskarton, jeweils rückseitig gestempelt und signiert vom Nachlassverwalter und Enkel des Künstlers Michael Walde-Berger; ein Duplikat eines Farbdias von Alfons Walde im Originalrahmen; die Publikation „SchauLust. Die erotische Fotografie von Alfons Walde“;
ein Echtheitszertifikat unterzeichnet von Michael Walde-Berger und Peter Coeln.

 

Brigitte Henninges

 

13.12.2016 - 18.02.2017
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Die Ausstellung f/12.2 stellt alle zwei Jahre zwei Preisträger des Projektstipendiums der DZ BANK Kunstsammlung vor. Diesmal sind es die Arbeiten der beiden Stipendiaten 2016, Laura Bielau und Bruno Zhu, die im ART FOYER in Frankfurt vom 13. Dezember 2016 bis 18. Februar 2017 zu sehen sind. Gezeigt werden außerdem Arbeiten von Jana Müller, Andrzej Steinbach und Oriol Vilanova aus der Stipendiaten-Shortlist.
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DZ Bank Projektstipendien - Laura Bielau und Bruno Zhu
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Die Ausstellung f/12.2 stellt alle zwei Jahre zwei Preisträger des Projektstipendiums der DZ BANK Kunstsammlung vor. Diesmal sind es die Arbeiten der beiden Stipendiaten 2016, Laura Bielau und Bruno Zhu, die im ART FOYER in Frankfurt vom 13. Dezember 2016 bis 18. Februar 2017 zu sehen sind. Gezeigt werden außerdem Arbeiten von Jana Müller, Andrzej Steinbach und Oriol Vilanova aus der Stipendiaten-Shortlist.

Laura Bielau
ohne Titel, 2014-16
aus der Serie: ARBEIT

 

Für das Projektstipendium 2016 wurden rund 40 Arbeitsproben und Projektideen eingereicht, die im weitesten Sinne mit fotografischen Bildern zu tun haben. Die Jury hatte Ende 2015 eine einvernehmliche Entscheidung für Laura Bielau und Bruno Zhu getroffen, die mit ihren Projektideen am überzeugendsten waren. Das Preisgeld von jeweils 1.000 Euro pro Monat über den Zeitraum eines Jahres ermöglichte ihnen die intensive Arbeit an ihren Projekten. Eine Auswahl  der entstanden Werke wird zudem für die DZ BANK Kunstsammlung erworben - somit eine Förderung im doppelten Sinne.

Laura Bielau (*1981, Halle/Saale) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Timm Rautert und Peter Piller und ist darüber hinaus ausgebildete Fotografin. Oft hinterfragt Bielau in ihren Arbeiten die Entstehungsprozesse von Fotografie. In ihrer Serie "Arbeit" thematisiert sie eine Dreiecksbeziehung: die Arbeit mit dem Objekt der Darstellung, die Arbeit am Bild und seiner Herstellung und die Arbeit am Porträt derjenigen Menschen, die für die Arbeit wichtig sind.

Im  Mittelpunkt ihrer Schwarzweißarbeiten stehen verschiedene Objekte, die sie vor einem neutralen Hintergrund flach vor dem Objektiv der Kamera platziert und neutral-sachlich aufgenommen wurden. Es sind Alltagsgegenstände des Alltags, die sich auf einem Schreibtisch oder auch in einem Studio wiederfinden wie ein Gummiring, ein liniertes Blatt Papier in einem aufgeschlagenen Heft, die grafische Darstellung einer Uhr, ein Knopf, ein Geldschein, eine Zahnbürste etc.

 

Bruno Zhu
Three Legged Table with Books and Glass of Water, 2015

 

Der Preisträger Bruno Zhu (*1991, Portugal) lebt und arbeitet in Amsterdam, wo er 2016 seinen MA in Fine Arts am Sandberg Institute machte, nachdem er bereits am Central Saint Martins in London ausgebildet wurde. Zhu untersucht die Atmosphären und Ideen von Schein und Sein in fiktiver und realer Welt, mit denen Jugendliche ihre Identität errichten: Modefotos und Fotos von Models, Schauspielern, Popikonen, von Marken, Namen, Songs, Kleidern.  Sein Projekt beschäftigt sich mit Illusionen von Lifestyle, wie sie Modemagazine  und Einkaufskataloge schaffen.

 

Jana Müller
Never-Ending Story, 2012

 

Künstler aus der Shortlist

Jana Müller (*1977, Halle/Saale) machte eine Fotografenausbildung in Leipzig und studierte Künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Timm Rautert in Leipzig. Für ihre Serie „Never Ending Story“ verwendet  sie vorgefundene Schwarz-Weiß-Fotografien von Gerichtsreportern aus den 1950er Jahren. Auf den fast lebensgroß präsentierten Bildern versuchen Angeklagte mit Mänteln, Zeitungen oder Armbeugen ihr Gesicht und somit ihre Privatsphäre zu schützen. Ergänzend sind den Fotografien Bodenobjekte mit Kleidungsstücken beigeordnet, die aus der Zeit der Aufnahmen zu stammen scheinen. Herkunft und Kontext der Bilder sind nicht bekannt, so dass der Titel „Never Ending Story“ das Kreisen der möglichen Interpretationen adressiert.

 

Andrzej Steinbach
ohne Titel, 2013/14
aus der Serie: Figur I, Figur II

 

Andrzej Steinbach (*1983, Czarnków, Polen) lebt in Leipzig, wo er 2013 seine ku?nstlerische Ausbildung bei Heidi Specker an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) abgeschlossen hat. Seine künstlerische Praxis lässt sich als Suche nach einer widerständigen Ästhetik begreifen. Fünfzehn Aufnahmen in ausgewaschenem Schwarz-Weiß zeigen eine androgyne, kahlrasierte Frau in verschiedenen  Posen und Outfits in einem schmucklosen Interieur, die sich jeder Inszenierung verweigert.

 

Oriol Vilanova
Entre Guillemets, 2015

 

Oriol Vilanova (*1980, Barcelona, Spanien) arbeitet ausschließlich mit gefundenen Postkarten. Er thematisiert damit in zweifacher Hinsicht das Klischee: einerseits in seinen Bildmotiven und andererseits verweist die Verdopplung der Motive auf die Verwendung einer Druckplatte – „cliché“ im Französischen. In dem Nebeneinander zweier Postkarten mit identischen Motiven gewinnen die Multiples durch Farbunterschiede, Gebrauchs- und Alterungserscheinungen Originalität.

 

Die Jury

Zum letztjährigen Fachgremium,  das von Dr. Christina Leber, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung, benannt wurde, gehörten neben den beiden letztmaligen Stipendiaten Ulrich Gebert (Künstler, München) und Andrej Krementschouk (Künstler, Leipzig) sowie Dr. Johannes Janssen (Direktor am Museum Sinclair-Haus, Bad Homburg), Thomas Seelig (Direktion/Kurator am Fotomuseum Winterthur, Zürich, Schweiz), Thomas D. Trummer (Direktor am Kunsthaus Bregenz, Österreich) und Thomas Weski (Kurator der Stiftung für Fotografie und Medienkunst mit Archiv Michael Schmidt, Berlin).

 

DZ BANK AG Art Foyer, Platz der Republik, Frankfurt am Main


https://www.dzbank-kunstsammlung.de/de/art-foyer/ausstellungen/



11.12.2016 - 23.04.2017
Fotoausstellung Karlsruhe . Einen Überblick über das Werk des deutschen Künstlers Albrecht Kunkel zeigt das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien. Die Ausstellung „Albrecht Kunkel: QUEST. Fotografien 1989–2009“ präsentiert seine fotografischen Arbeiten, die sich auf Landschaften und Räume konzentrieren, die von historischer, kultischer oder sozialer Bedeutung sind und forschen so nach verborgenen kulturellen Praktiken und Handlungsweisen. 11.12.2016 –23.04.2017
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Albrecht Kunkel: QUEST
Fotoausstellung Karlsruhe . Einen Überblick über das Werk des deutschen Künstlers Albrecht Kunkel zeigt das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien. Die Ausstellung „Albrecht Kunkel: QUEST. Fotografien 1989–2009“ präsentiert seine fotografischen Arbeiten, die sich auf Landschaften und Räume konzentrieren, die von historischer, kultischer oder sozialer Bedeutung sind und forschen so nach verborgenen kulturellen Praktiken und Handlungsweisen. 11.12.2016 –23.04.2017

 

Albrecht Kunkel (1968–2009) widmete sich prähistorischen Höhlen und den Ausgrabungsstätten von Troja mit der gleichen Aufmerksamkeit wie den Filmfestspielen in Cannes oder dem Times Square in New York. Vor- und Frühformen von Zivilisation und Kultur werden in seinem Werk mit ihren heutigen Erscheinungsformen konfrontiert und so auf ihre universellen – oder sich wandelnden – Prinzipien befragt. Er integrierte fremdes Fotomaterial in sein Œuvre, darunter topografische Luftbilder oder historische Archivaufnahmen. In großen monochromen Abzügen, die ohne Kamera entstanden, lotete er die Bedingungen und Möglichkeiten des fotografischen Mediums an der Schwelle zur Digitalität aus. Als Porträtist lichtete Kunkel berühmte Persönlichkeiten wie Tilda Swinton und Peter Greenaway ab und entwickelte konzeptuelle Porträtserien von Mönchen und Nonnen oder Schwangeren. Kunkels Schaffen zeugt von einem weit gefächerten kulturhistorischen und philosophischen Interessenhorizont und weist den Fotografen als einen Künstler aus, der sich der Paradigmen seines Mediums bewusst war.

 

 

 

Albrecht Kunkel studierte bei Thomas Struth, Bernd und Hilla Becher und war Meisterschüler bei Katharina Sieverding. Er lebte in Berlin, Paris und New York. Sein fotografischer Nachlass ging 2013 als Schenkung an die Sammlung des ZKM | Karlsruhe.

Zur Ausstellung erscheint die Publikation „Albrecht Kunkel: QUEST. Fotografien 1989–2009“, herausgegeben von Peter Weibel mit Andreas Beitin und Erec Gellautz, im Verlag für moderne Kunst, Wien, 2016, mit Textbeiträgen von Jana Duda, Erec Gellautz, Ursula Frohne und Christian Katti sowie Mirjam Lewandowsky.

 

ZKM Lichthof 1+2, Lorenzstraße 19, Karlsruhe?

27.11.2016 - 23.04.2017
Fotoausstellung Hamburg . Auf vier Kontinenten war Leonore Mau (1916-2013) unterwegs. Zum 100. Geburtstag der Fotografin wird die Ausstellung "Die Fotografin Leonore Mau - Von Hamburg in die Welt", die eine Kooperation der S. Fischer Stiftung, der Historischen Museen Hamburg und der Stiftung F.C. Gundlach ist, im Hamburger Jenisch Haus die Reisen der Fotografin nachvollziehen. Bis 23.04.2017
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Leonore Mau - Von Hamburg in die Welt
Fotoausstellung Hamburg . Auf vier Kontinenten war Leonore Mau (1916-2013) unterwegs. Zum 100. Geburtstag der Fotografin wird die Ausstellung "Die Fotografin Leonore Mau - Von Hamburg in die Welt", die eine Kooperation der S. Fischer Stiftung, der Historischen Museen Hamburg und der Stiftung F.C. Gundlach ist, im Hamburger Jenisch Haus die Reisen der Fotografin nachvollziehen. Bis 23.04.2017

 Leonore Mau / S. Fischer Stiftung

 

Werk und Leben von Leonore Mau (1916-2013) sind durch ihre unablässigen Reisen geprägt.. Zum 100. Geburtstag der Fotografin wird eine Ausstellung im Jenisch Haus die Reisen der Fotografin nachvollziehen. Ausgangspunkt für Leonore Mau ist Hamburg: Hier kauft sie ihre erste Leica auf Raten und trifft ihren Reise- und Lebensgefährten Hubert Fichte, porträtiert dessen personelles Wirkungsumfeld aus Literaturbetrieb und Reeperbahn Milieu, dokumentiert die architektonische Entwicklung Hamburgs in den 1960er Jahren und fotografiert für einen Fotofilm den „Tag im Leben eines unständigen Hafenarbeiters“. Hier entsteht auch ihre letzte Serie enigmatischer Stillleben „Fata Morgana“.

 

Leonore Mau / S. Fischer Stiftung


 

Leonore Mau / S. Fischer Stiftung

 

Die Exkursionen zwischen 1960 und 1985 machen Leonore Maus Fotografien zu einer soziokulturellen Bestandsaufnahme der besonderen Art, die ausgehend von Hamburg annährend die halbe Welt umfasst. Ihre Fotografien von vier Kontinenten wurden in Geo, Spiegel, Zeit und Stern abgedruckt

Erwähnenswert ist auch der Ausstellungsplatz, der allein einen Besuch rechtfertigt.  Das Jenisch Haus zählt zu den schönsten historischen Gebäuden Hamburgs. Es ist in einem ausgedehnten Landschaftsgarten am Ufer der Elbe gelegen. Von den südlichen Räumen bietet sich ein großartiger Blick auf Strom und Schiffe. Ursprünglich war das Jenisch Haus der Landsitz des Hamburger Kaufmanns Bausenators Martin Johan Jenisch d. J. Es wurde 1831 bis 1834 nach Entwürfen von Franz Gustav Forsmann und Karl Friedrich Schinkel im klassizistischen Stil erbaut. Seit dem 1. Januar 2008 gehört das Jenisch Haus als Außenstelle des Altonaer Museums zur Stiftung Historische Museen Hamburg.

 

Historische Museen Hamburg, Jenisch Haus, Baron-Voght-Str. 50, Hamburg

 

24.11.2016 - 26.01.2017
Fotoausstellung Hamburg . Mit seiner Kolumbien Reportage wurde Jonas Wresch auf dem diesjährigen Lumix Festival für jungen Fotojournalismus mit dem Freelens Award ausgezeichnet. Die Freelens Galerie zeigt die eindrucksvollen Bilder, die dem Fotografen vom Alltag der Dorfbewohner gelungen sind, vom 24. November 2016 bis 26. Januar 2017.
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Jonas Wresch – Kolumbiens Weg zum Frieden
Fotoausstellung Hamburg . Mit seiner Kolumbien Reportage wurde Jonas Wresch auf dem diesjährigen Lumix Festival für jungen Fotojournalismus mit dem Freelens Award ausgezeichnet. Die Freelens Galerie zeigt die eindrucksvollen Bilder, die dem Fotografen vom Alltag der Dorfbewohner gelungen sind, vom 24. November 2016 bis 26. Januar 2017.


Ein Ma?dchen sitzt neben dem aufgebahrten Sarg von Manuel Tumin?a im Haus des Ermordeten.
Jonas Wresch / Agentur Focus



Kolumbien ist derzeit nicht aus den Schlagzeilen wegzudenken. Erst hatten kolumbianische Regierung und FARC-Rebellen einen Friedensvertrag unterschrieben, jetzt wurde er in einem Referendum von der Bevölkerung abgelehnt. Kolumbien bleibt ein gespaltenes Land. In den seit Jahrzehnten anhaltenden Konflikten zwischen Streitkräften, rechten Paramilitärs und linken FARC-Guerillas sind mehr als 220.000 Menschen getötet worden, über sechs Millionen wurden vertrieben.

Jonas Wresch ist 2008 erstmals nach Kolumbien gereist. Nach und nach hat er das Land und dessen dringliche Probleme kennengelernt. In der ausgestellten Serie präsentiert er Toribío, das viele Jahre blutiger Schauplatz des Krieges zwischen Rebellen und der Armee war. In dem kleinen Dorf, das in einer von tief eingeschnittenen Tälern und Gipfeln geprägten Berglandschaft liegt und somit als idealer Rückzugsort für die Guerillas gilt, leben die Nasa-Indios. Die Angehörigen dieser indigenen Gruppe haben sich neutral erklärt, nachdem sie jahrzehntelang zwischen die Fronten geraten waren und zahllose Opfer zu beklagen hatten. Hunderte Male ist das Dorf angegriffen worden, mehrere Male war es komplett eingenommen.

 

Olmedo Ramos ist der Koordinator der »Guardia Indi?gena«, zu der rund
800 Ma?nner, Frauen und Kinder za?hlen. Er erha?lt regelma?ßig Morddrohungen.
Jonas Wresch / Agentur Focus


 

 

 Seit dem 14. Dezember 2014 besetzen rund 600 Ureinwohner vom Stamm der Nasa drei
Zuckerrohrplantagen in der Cauca-Region. Sie fordern das Land zuru?ck,
das ihnen 1991 nach dem Massaker von El Nilo zugesprochen wurde.
Jonas Wresch / Agentur Focus

 

 

Nachdem eine Dorfbewohnerin wa?hrend eines Feuergefechts geto?tet wurde,
fordert die "Guardia Indi?gena" die Milita?rtruppen auf, sich von der Siedlung zu entfernen. Sie folgen
der Aufforderung und verlassen das mit weißen Fahnen gekennzeichnete Gebiet.
Jonas Wresch / Agentur Focus

 


Mit seiner vielschichtigen Reportage, die auf dem diesjährigen Lumix Festival für jungen Fotojournalismus mit dem Freelens  Award ausgezeichnet wurde, führt uns der Fotograf mitten in den ungewöhnlichen Alltag der Dorfbewohner. Diese verdingen sich als Bauern und haben zum Schutz ihre eigene »guardia indígena« gegründet, die völlig ohne Waffen agiert. Ihrem Selbstverständnis nach provozieren Waffen nur Gegengewalt. So tragen die Freiwilligen dieser Garde lediglich einen Holzstock mit sich – ein Symbol für Autorität und Frieden. Jonas Wresch ist das eindrucksvolle Porträt einer Gemeinschaft gelungen, die trotz aller äußeren Widrigkeiten unermüdlich an ihrem größten Ziel festhält – ein Leben in Frieden.

Jonas Wresch, geboren 1988 in Bad Dürkheim, hat an der Hochschule Hannover Fotojournalismus und Dokumentarfotografie studiert und beschäftigt sich vorrangig mit sozialen Themen in Lateinamerika und Europa. Er ist Gründungsmitglied des Cartel Collectives und wird seit 2012 von der Agentur Focus vertreten. Seine Arbeit wurde mehrfach international ausgestellt und ausgezeichnet, 2015 wurde er in die World Press Photo Masterclass Latin America berufen. Derzeit arbeitet er als Stipendiat beim Stern.

 

Freelens Galerie, Steinhöft 5, Hamburg

 

17.11.2016 - 12.02.2017
Fotoausstellung Hamburg . Mit zwei großen Ausstellungen warten die Deichtorhallen vom 17. November 2016 bis 12. Februar 2017 auf. Zum einem wird „Peter Keetman Gestaltete Welt – Ein fotografisches Lebenswerk“ vorgestellt, zum anderen präsentieren Werke aus der Sammlung F. C. Gundlach unter dem Titel „The Concept of Lines“ die berühmten amerikanischen Fotografen Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn.
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Deichtorhallen Hamburg - Von Richard Avedon bis Peter Keetman
Fotoausstellung Hamburg . Mit zwei großen Ausstellungen warten die Deichtorhallen vom 17. November 2016 bis 12. Februar 2017 auf. Zum einem wird „Peter Keetman Gestaltete Welt – Ein fotografisches Lebenswerk“ vorgestellt, zum anderen präsentieren Werke aus der Sammlung F. C. Gundlach unter dem Titel „The Concept of Lines“ die berühmten amerikanischen Fotografen Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn.

 


Richard Avedon, Verushka, Wrap by Giorgio de Sant‘Angelo, New York. 1972
© The Richard Avedon Foundation 

 

Wer Fotografie liebt, der darf es nicht versäumen in der Zeit vom 17. November 2016 bis 12. Februar 2017 die Hansestadt Hamburg zu besuchen, denn dann warten die Deichtorhallen gleich mit zwei interessanten Ausstellungen auf.


The Concept of Lines

Den Titel bezieht die Ausstellung, die von der Sabine Schnakenberg  kuratiert wurde, aus der subtilen Handhabung der Linie als signifikantes Merkmal der Arbeiten der drei Ikonen. Gezeigt werden Porträts prominenter Persönlichkeiten, zudem außergewöhnliche Modeinszenierungen, Akte und Körperbilder, die alle aus der Sammlung F.C. Gundlach sind.

 


George Hoyningen-Huene, 1900 – 1968. ohne Titel , New York, 1941-42, Silbergelatine.
© Estate George Hoyningen-Huené Sammlung F.C. Gundlach/Haus der Photographie.
Inv.-Nr. 014489

 


Mit den Bildern von George Hoyningen-Huene (1900–1968) wird der Zeitraum ab etwa 1930 bis in die frühen 1950er Jahre hinein abgedeckt. Seine ersten Modeaufnahmen für die Zeitschrift „Vogue“ entstanden ab etwa 1926, er arbeitete später für „Harper’s Bazaar“. Höchst innovativ an ihnen war die Abkehr von der bis dato gepflegten piktorialistischen Auffassungsweise. Hoyningen-Huene war ebenfalls ein begnadeter Porträtist zahlreicher Hollywoodstars sowie anderer berühmter Zeitgenossen. Seine kühlen, sachlichen und subtilen Aufnahmen beeinflussten insbesondere Irving Penn (1917–2009) und Richard Avedon (1923–2004) als Fotografen der nachfolgenden Generation.

 

 


Irving Penn, The Hand of Miles Davis, New York, 1949 – 1950
© The Irving Penn Foundation.

 

Irving Penn (1917–2009) ist einer der bekanntesten Kamerakünstler des 20. Jahrhunderts und berühmt für seine zwischen Eleganz und Sachlichkeit oszillierenden Modeinszenierungen u.a. für die amerikanische, englische und französische Ausgabe der Zeitschrift „Vogue“. Seine psychologisch komplexen Portraits prominenter Künstler, Modeschöpfer, Literaten und Musiker werden ergänzt durch die sensiblen Aufnahmen Angehöriger fremder Kulturkreise. Penn gilt neben Richard Avedon als Neuerer der Bildnis- und Modefotografie, der seine Bildideen puristisch, sachlich und in nahezu spartanischer Kargheit formulierte.

Richard Avedon (1923–2004) zählt zu den bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Als Grenzgänger zwischen freier und an Aufträge gebundener Fotografie gründete er 1946 das Richard Avedon Studio in New York und belieferte fortan den „New Yorker“ mit Porträtfotografien. Er arbeitete für „Harper’s Bazaar“, „Junior Bazaar“ und die „Vogue“. Avedons Porträtfotografien sind berühmt für die enorme Offenheit, die die inneren Stärken und Schwächen der abgelichteten Personen erkennen lassen. Sein puristischer Stil der späteren Jahre war von der Arbeit mit der Großformatkamera gekennzeichnet, mit der er die Porträtierten vor einer weißen Leinwand und ohne alle weiteren technischen Hilfsmittel inszenierte.

 

 

 

Peter Keetman Gestaltete Welt – ein fotografisches Lebenswerk

 


 Peter Keetman: Wassertropfen, c. 1956. verwendet fu?r Boehringer Ingelheim
© Stiftung F.C. Gundlach

 

 

Im Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen ehrt man das fotografische Lebenswerk Peter Keetmans (1916–2005) zu seinem 100. Geburtsjahr mit einer Retrospektive.Keetman war ständig auf der Suche nach einer lebendigen Fotografie, experimentierend und formal abstrahieren. Die Retrospektive zeigt nicht nur die Laufbahn eines Fotografen, sondern auch die vielgestaltige Karriere des Mediums Fotografie zwischen freiem künstlerischem Schaffen und den Gebrauchsformen der Fotografie.


Peter Keetman, 1916 in Wuppertal geboren, schloss seine fotografische Ausbildung 1947 mit einem Meisterkurs an der Bayerischen Staatslehranstalt für Lichtbildwesen in München ab. In den folgenden Jahren fand er, zunächst noch unter dem Einfluss von Adolf Lazi und später in der Auseinandersetzung mit seinen Weggefährten der Gruppe fotoform, vor allem mit Wolfgang Reisewitz, Otto Steinert und Toni Schneiders, das Vokabular seiner Bildsprache. Ausgehend von der Mitwirkung Keetmans an der Ausstellung „Die Fotografie 1948“ in Stuttgart setzt die Retrospektive die Fotografie Peter Keetmans sowohl in ein Verhältnis zu den Mit-Begründern der Gruppe fotoform in den 1950er Jahren wie auch zu den Fotografen des Neuen Sehens und der Neuen Sachlichkeit der 1920er und 1930er Jahre. Vor allem aber zeigt sie Keetmans vielfältige Motivwelt - seine Subjektive Fotografie.

 

 


 Peter Keetman: VW-Werk: Hintere Kotflu?gel, 1953.
© Stiftung F.C. Gundlach

 

 


Peter Keetman: Baustelle Marienplatz, Mu?nchen 1954.
In: Das Deutsche Lichtbild 1956

© Stiftung F.C. Gundlach

 


Untrennbar verbunden mit Fotografie und Biografie Keetmans ist aber auch die deutsche Geschichte. Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal in dieser Breite frühe Arbeiten des jungen Fotografen in der Sichtweise der Neuen Sachlichkeit, Aufnahmen aus dem München der Nazizeit und Fotografien vom Krieg gegen die Sowjetunion, aus dem Keetman als Invalide zurückkehrt.
Zu den Themen, deren sich Peter Keetman über Jahrzehnte immer wieder angenommen hat, gehören Landschaftsaufnahmen, Naturstudien, Abstraktionen von Materialien und Strukturen, Technik- und Objektfotografie, Portraits, Bewegungsaufnahmen und fotografische Experimente mit Lichtpendeln.

Senior Curator der Ausstellung ist F.C. Gundlach, ausführende Kuratoren sind Sebastian Lux (Stiftung F.C. Gundlach) sowie Florian Ebner und Petra Steinhardt (Museum Folkwang)

Eine Ausstellung des Museum Folkwang und der Stiftung F.C. Gundlach

Begleitet wird die Ausstellung durch ein Buch des Steidl Verlags zu Leben und Werk des Künstlers. Herausgegeben von F.C. Gundlach. 304 Seiten. Leineneinband. 24 x 29 cm. Deutsch. 48 Euro

 

Deichtorhallen Hamburg

 

 

07.11.2016 - 24.02.2017
Fotoausstellung München-Ismaning . Herbert Becke nimmt die Welt am liebsten von unten auf – bodenständig eben. Das ist kein Zeichen für eine negative Einstellung, sondern ein Blick mit Augenzwinkern der zeigt, dass die Veränderung der Perspektive ganz neue Sichtweisen ergibt. Die Ausstellung läuft vom 7.11.2016 bis 24.2.2017.
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Herbert Becke: München - bodenständig
Fotoausstellung München-Ismaning . Herbert Becke nimmt die Welt am liebsten von unten auf – bodenständig eben. Das ist kein Zeichen für eine negative Einstellung, sondern ein Blick mit Augenzwinkern der zeigt, dass die Veränderung der Perspektive ganz neue Sichtweisen ergibt. Die Ausstellung läuft vom 7.11.2016 bis 24.2.2017.

Ein Hund am Hofbräuhaus fotografiert von Herbert Becke

 


Der frühere vhs-Leiter Herbert Beckehat seine Heimatstadt München mehrere Jahre lang aus bodenständiger Perspektive fotografiert. Schon dadurch unterschieden sie sich von den meisten anderen Motiven, die stehend aus ca. 1,70 Meter gemacht werden. Die Perspektive von Herbert Becke ist eine ganz andere. Es ist die Sicht von Kleinkindern, Hunden oder einer Maus bzw. noch tiefer; auf dem Boden, auf dem Untergrund, der täglich unser Laufsteg ist: "Fotos mit der Kamera auf dem Boden der Realität“.

 

Gegensätze an der chicen Münchner Maximiliansstraße aufgenommen von Herbert Becke

 

 

München bodenständig, so wie es Herbt Becke sieht.


Dabei sind völlig neue Sichtweisen von oftmals ganz bekannten Motiven entstanden. Winzig kleine Dinge werden auf seinen Bildern auf einmal riesen groß und bedeutend. Oder es "konkurriert" ein überdimensionaler Kanaldeckel mit dem wunderbaren Schloss Nymphenburg. Wie sieht ein Krabbelkind eine Dogge? Wenn ein Turnschuh Augen hätte, was würde er am U-Bahnhof am Marienplatz oder an der Münchner Freiheit sehen?
In dieser Ausstellung kann man die ungewohnte Sichtweise genießen, ohne sich selbst auf den Boden legen zu müssen. Diese Ausstellung ist die erste große Gesamtschau seines Projektes mit über 100 Fotos zudem sind auch ganz neue Exponate erstmals zu sehen, z.B. von seiner "bodenständigen Sicht" der Münchner Maximilianstraße.
Herbert Beckewar  33 Jahre lang Leiter der Vhs München-Nord, außerdem Gründer des Fotoclubs der Vhs  „CC77“ und 37 Jahre lang dessen Vorsitzender. Er betätigte sich ebenso als Fotodozent wie als  Juror bei deutschen und internationalen Fotowettbewerben. Mit seinen Bildern hatte er unzählige Ausstellungen von Sylt bis Berchtesgaden, zuletzt im Münchner  "Valentin-Karlstadt-Musäum".
Für sein Lebenswerk wurde er mit dem  „Tassilopreis“ für Fotografie, Kunst und Kultur der Süddeutschen Zeitung ausgezeichnet und erhielt das Bundesverdienstkreuz für sein Engagement in der Erwachsenenbildung und Fotokunst.

vhs im Kultur- und Bildungszentrum Seidl-Mühle, München-Ismaning, Mühlenstraße 15

05.11.2016 - 31.01.2017
Fotoausstellung Wien . Verlassene und verfallene industrielle Konstruktionen Staaten in der ehemaligen Sowjetunion waren in zwei Wintern das Motiv von Danila Tkachenko. Die AnzenbergerGallery zeigt diese ungewöhnlichen Bilder unter dem Titel Restricted Areas vom 5. November 2016 bis 31. Januar 2017.
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Danila Tkachenko - Restricted Areas
Fotoausstellung Wien . Verlassene und verfallene industrielle Konstruktionen Staaten in der ehemaligen Sowjetunion waren in zwei Wintern das Motiv von Danila Tkachenko. Die AnzenbergerGallery zeigt diese ungewöhnlichen Bilder unter dem Titel Restricted Areas vom 5. November 2016 bis 31. Januar 2017.

 

In den Wintern 2013/14 und 2014/15 bereiste der Fotograf Danila Tkachenko verschiedene Staaten der ehemaligen Sowjetunion auf der Suche nach verlassenen und verfallenen industriellen Konstruktionen. In den entstandenen Aufnahmen wirken diese Relikte wie abstrakte Objekte auf einer von Licht und Wetter geschaffenen Bühne. So werden unter anderem ein Weltraumbahnhof, eine Troposphärenfunkantenne, das größte dieselbetriebene U-Boot der Welt und ein Amphibien- Senkrechtstartflugzeug in der weißen Umgebung zu utopischen Objekten. Die mittlerweile weltweit beachtete Serie Restricted Areas wird nun erstmals in Österreich gezeigt.

 

 

Tkachenko gewann mit Restricted Areas im letzten Jahr den European Publishers Award for Photography und damit die simlutane Veröffentlichung seiner Serie in fünf europäischen Verlagen. In seinem Buch stellt der Künstler den Fotografien einen Textausschnitt aus H.G. Wells »Zeitmaschine« voran. Doch anders als der Zeitreisende dieses Romans besucht der Künstler eine bereits vergangene Zukunft und gibt mit seiner Serie dem Ende, das jedem Fortschritt innewohnt, ein Gesicht.


Danila Tkachenko (*1989 in Moskau) studierte Dokumentarfotografie an der Rodtschenko Schule für Fotografie und Multimedia in Moskau. Neben dem European Publishers Award for Photography gewann er unter anderem auch den Lensculture Exposure Award (2015) und den World Press Photo Award (2013). Zuletzt stellte er in folgenden Institutionen aus: Finnish Museum of Photography, Helsinki (FI), Indira Gandhi National Centre for the Arts, Neu-Delhi (IN), Center for Contemporary Arts, Santa Fe (US) und Gallery of Classic Photography, Moskau (RU).

 

AnzenbergerGallery, Absberggasse 27, Wien

 

30.10.2016 - 19.02.2017
Fotoausstellung Ulm . Der Fotograf und ehemalige Hochschullehrer für Fotografie Timm Rautert ist 1974 in die USA gereist, um die Amischen zu fotografieren. Die Amischen sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, die sich weitgehend dem modernen Leben verschließen. Die beeindruckenden Bilder die entstanden sind, zeigt das Stadthaus Ulm bis 19. Februar 2017.
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Timm Rautert - The Amish
Fotoausstellung Ulm . Der Fotograf und ehemalige Hochschullehrer für Fotografie Timm Rautert ist 1974 in die USA gereist, um die Amischen zu fotografieren. Die Amischen sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, die sich weitgehend dem modernen Leben verschließen. Die beeindruckenden Bilder die entstanden sind, zeigt das Stadthaus Ulm bis 19. Februar 2017.

 The Amish copyright Timm Rautert Courtesy of Parrotta Contemporary Art

 

Im 18. Jahrhundert verließen viele Mitglieder der täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft das deutschsprachige Europa, um religiösen Verfolgungen zu entgehen. Heute führen deren Nachkommen in den USA und in Kanada ein einfaches  Leben, in dem technische Neuerungen wie das Smartphone nur dann eine Aussicht auf Duldung haben, wenn sie die Gemeinschaft nicht negativ beeinflussen. Fotografieren ist ebenfalls nicht gestattet, ebenso wie das Posieren für Fotos, da dies das Individuum  zu sehr in den Mittelpunkt stellt.

 

 The Amish copyright Timm Rautert Courtesy of Parrotta Contemporary Art


 

 The Amish copyright Timm Rautert Courtesy of Parrotta Contemporary Art

 

In seinem Buch „no photographing“, das  2011 bei Steidl erschien, beschreibt Timm Rautert seine Eindrücke so: „All dies habe ich wie von einem Hochsitz aus erlebt und später auch gelesen. Ich wahre Distanz – je länger ich dort bleibe, umso fremder wird mir alles.“ Rauterts Aufnahmen sind geprägt von Zurückhaltung und seiner Achtung vor diesen Menschen, gewähren aber einen Blick auf die Welt der Amischen, dem bei aller Distanz die Aura der Authentizität und Nähe innewohnt, ohne dass dabei das Gefühl entsteht, es würde die Privatsphäre dieser Menschen verletzt.

Timm Rautert wurde 1941 in Tuchel/Westpreußen geboren. Nach seiner Schulzeit machte er eine Lehre als Schaufenstergestalter, Schrift- und Plakatmaer in Fulda. Von 1966 bis 1971 studierte er an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen bei Otto Steinert. Für das beste Diplom seines Jahrgangs wurde er mit dem Förderpreis der Schule ausgezeichnet. Der fotografisch-künstlerische Ausbildung war eine Beschäftigung mit der Lithografie an der von Oskar Kokoschka gegründeten Sommerakademie in Salzburg voraus gegangen.

 

Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Münster

 

14.10.2016 - 29.01.2017
Fotoausstellung München-Schleißheim . In einer Sonderausstellung werden in der Flugwerft Schleißheim Bilder des Fotografen und Geologen Bernhard Edmaier unter dem Titel „Farben der Erde“ gezeigt. Bis 29. Januar 2017
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Bernhard Edmaier - Der "Blaue Planet" ist bunt
Fotoausstellung München-Schleißheim . In einer Sonderausstellung werden in der Flugwerft Schleißheim Bilder des Fotografen und Geologen Bernhard Edmaier unter dem Titel „Farben der Erde“ gezeigt. Bis 29. Januar 2017

 

Bernhard Edmeier Alligator River, Australien

 

Das Blaue Planet ist bunt – das beweisen die Aufnahmen von Bernhard Edmaier: Tief blau umfasst der Indische Ozean die hell schimmernden Inselringe des maledivischen Ari-Atolls. Samtig braun breitet sich die Landschaft am Rande der Simpsonwüste im Zentrum Australiens aus. Knallig orange leuchtet das Moorwasser, das Eisenminerale aus dem isländischen Vulkanboden an der Südküste ins Meer schwemmt.

Der Fotograf und Geologe Bernhard Edmaier hat mit seiner Kamera in den unterschiedlichsten Regionen der Welt die „Farben der Erde“ eingefangen.  Die Flugwerft Schleißheim zeigt 50 großformatige Luftbilder aus dieser Serie.

 

Bernhard Edmaier Death Valley, USA

 

 

Bunt zeigt sich die Erde, wenn man statt aus hunderten Kilometern Entfernung aus nur hunderten Metern Höhe auf die Erdoberfläche blickt. Dann entdeckt man ein beeindruckendes Farbspektrum mit unzähligen Gelb-, Orange-, Rot- und Braunschattierungen von Fels und Wüstensand, das Grau und Weiß von Gletschern, die vielen Grünvariationen der Vegetation und natürlich auch das Blau des Wassers und des Eises.

„Diese Perspektive und damit auch einen neuen Blick auf unsere Umwelt haben wir auch Otto Lilienthal und den anderen Pionieren der Luftfahrt zu verdanken“, sagt der Leiter der Flugwerft Schleißheim, Gerhard Filchner. „Ohne ihre Pionierarbeit für den Menschenflug könnten wir jetzt nicht die Schönheit und Faszination dieser Luftbilder erleben.“

„Farben der Erde sprechen nicht nur unsere Sinne an, sie erzählen auch etwas über die Beschaffenheit und die Entstehungsgeschichte der Oberfläche unseres Planeten, der Erdkruste, des Bodens unter unseren Füßen“, erklärt Bernhard Edmaier. Der 1957 geborene Geologe und Fotograf hat sich in den vergangenen 20 Jahren mit seinen oft abstrakt anmutenden Aufnahmen international einen Namen gemacht. Sein Wissen um die Entstehung der Erde und die geologischen Prozesse, die sie ständig verändern, bildet die Basis seiner fotografischen Arbeit. Mehrmals im Jahr reist er für seine Projekte in abgelegene, vom Menschen kaum oder nicht berührte Gegenden des Planeten.

 

 

 

All die Farben des Planeten sind allein durch natürliche Prozesse wie Verwitterung und Erosion, durch vulkanische und gebirgsbildende Aktivitäten entstanden. Auf diese Farbgebung fokussiert Bernhard Edmaier den Blick des Betrachters, indem er den Horizont ausblendet. Seine 50 quadratischen Großformate in der Sonderausstellung sind in fünf Farb-Sektionen unterteilt: in Blau, Grün-Gelb, Rot-Orange, Braun und Weiß-Grau-Schwarz. Die Begleittexte mit ausführlichen geografischen und geologischen Informationen stammen von Edmaiers Partnerin, der Wissenschaftspublizistin Angelika Jung-Hüttl. Gemeinsam lädt das Paar die Besucher der Flugwerft Schleißheim in den kommenden Monaten auf eine faszinierende Entdeckungsreise zu den „Farben der Erde“ ein.

Deutsches Museum Flugwerft Schleißheim, 85764 Oberschleißheim

 

 

09.10.2016 - 29.01.2017
Fotoausstellung Mannheim . Mit rund 230 Bildern stellt Zephir Raum für Fotografie den Glamour- und Pin-up-Fotografen Peter Gowland anläßlich dessen 100. Geburtstages vor. Es ist die weltweit erstmals umfassende Ausstellung seines Lebenswerks. 9.10.2016 bis 29.1.2017
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Peter Gowland’s Girls
Fotoausstellung Mannheim . Mit rund 230 Bildern stellt Zephir Raum für Fotografie den Glamour- und Pin-up-Fotografen Peter Gowland anläßlich dessen 100. Geburtstages vor. Es ist die weltweit erstmals umfassende Ausstellung seines Lebenswerks. 9.10.2016 bis 29.1.2017

 Modell: Dane Arden C-Print, 50 x 40 cm, ca. 1956
© Peter Gowland / Zephyr

 

Peter Gowland (1916-2010)  fotografierte ab 1946 in und um Los Angeles junge Frauen im Glamour- und Pin-Up Stil. Bereits zu Beginn seiner Karriere bezeichnete ihn die New York Times 1954 als „America’s No. 1 Pin-Up Photographer” und siedelte seine Bilder später im „Irgendwo zwischen Verfu?hrung und Kunst“ an.

 

 

Modell: Lou Evans C-Print, 60 x 50 cm, 1957/2016
© Peter Gowland / Zephyr

 

 

Seine Models fand Peter Gowland an den Filmsets in Hollywood, bei Agenturen oder Schönheitswettbewerben. Er inszenierte und fotografierte sie im Studio oder an den Stränden von Los Angeles bis Malibu. So trug er wesentlich zur Entstehung des Mythos Kaliforniens als ewig sonniges Nachkriegs-Paradies der Moderne bei. Sein Stil verbindet die weibliche Schönheit mit natürlicher Frische, reizender Pose und eleganter Gestaltung. „Peter Gowland’s Girls*“ präsentiert rund 200 Werke, die aus Gowlands Nachlass ausgewählt wurden. Dieser umfasst zehntausende Prints und Dias, darunter die aufregendsten, elegantesten und gewagtesten Bilder einer beispiellosen Pin-Up-Fotografenkarriere. Die Ausstellung zeigt Stars wie Joan Collins oder Jayne Mansfield, seine Arbeit fu?r „Playboy“ oder „Rolling Stone“ sowie seine Bilder fu?r ungezählte Kalender- und Zeitschriften der 40er bis 70er Jahre.

 

 

Modell: Candace Thayer Silbergelatineprint, 25 x 20 cm, 1968
© Peter Gowland / Zephyr

 

 

 

Modell: Jo Anne Aehle Silbergelatine Print, 25 x 20 cm, 1954
© Peter Gowland / Zephyr

 

In der Ausstellung gibt es Bilder zu entdecken, die nur einen kurzen Augenblick jener Jahre ablichten und dennoch bis heute aufregend jung geblieben sind. „Peter Gowland’s Girls*“ finden sich an Strand und Pool, versteckt hinter Spitzen und Vorhängen oder draußen in der Natur. Sie treten stilvoll-elegant oder sportlich-frisch auf, sie können als Damen oder als „das Mädchen von nebenan“ erscheinen. Jedoch bleiben sie immer eine wunderbar bewegte Projektionsfläche fu?r die Phantasie.

 

Zephir Raum für Fotografie, Reis-Engelhorn Museen, Mannheim

 

01.10.2016 - 10.02.2017
Fotoausstellung Berlin . Auf zahlreichen Reisen in die unterschiedlichsten Regionen der Welt sind die Porträts entstanden die der Fotograf Mario Marino aufgenommen hat. Die Galerie Hilaneh von Kories zeigt 15 großformatige Fotografien aus den Jahren 2011 – 2015 sowohl in Schwarzweiß als auch in Farbe, mit denen ein Einblick in die Arbeit von Maroni gelingt. 1. Oktober 2016 bis 10. Februar 2017.
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Mario Marino – Portraits
Fotoausstellung Berlin . Auf zahlreichen Reisen in die unterschiedlichsten Regionen der Welt sind die Porträts entstanden die der Fotograf Mario Marino aufgenommen hat. Die Galerie Hilaneh von Kories zeigt 15 großformatige Fotografien aus den Jahren 2011 – 2015 sowohl in Schwarzweiß als auch in Farbe, mit denen ein Einblick in die Arbeit von Maroni gelingt. 1. Oktober 2016 bis 10. Februar 2017.

Portrait eines Mannes, Indien, 2013



Im Mittelpunkt seines Werkes steht der Mensch und in diesem Sinne hat de  Fotograf in den letzten Jahren seine ganz persönliche Galerie von faszinierenden Portraits zusammengetragen. Die in der Galerie Hilaneh von Kories gezeigten Aufnahmen entstanden 2011 in Afrika,  2012 auf Kuba und 2015 in Mexiko, vor allem aber in Indien, ein Land, das der Fotograf in den Jahren 2012 und 2015 immer wieder besucht hat. Seine von Respekt und starker Empathie getragenen Aufnahmen sind nicht nur intensive Portraits, sondern sie geben zum Teil auch einen Einblicke in den Alltag der von ihm fotografierten Menschen und ermöglichen es dem Betrachter, Anteil am Leben des Portraitierten zu bekommen. So gelingt es dem Fotografen immer wieder, eine visuell verbindliche Beziehung zwischen dem Betrachter und dem Gegenüber herzustellen – trotz aller ethnischen und kulturellen Unterschiede. So fremd die Kleidung und Aufnahmeorte auf den ersten Blick auch erscheinen mögen, so vertraut wirken doch die in den Motiven eingefangenen Emotionen und würdevollen Posen. Mit seiner suggestiven und direkten Fotografie versucht Marino, den von ihm portraitierten Individuen ein möglichst authentisches Bild zu entlocken. Die Kamera erscheint nicht als störender Filter, sondern vielmehr als ein offener Spiegel. Im perfekten Zusammenspiel von Ausschnitt und Komposition sowie im virtuosen Umgang mit Schwarzweißkontrasten oder Farbkompositionen sind einzigartige Portraits entstanden. Diesen von Marino als „fotografische Psychogramme“ bezeichneten Portraits kann man sich kaum entziehen; die ausdrucksstarken Portraits wecken das Interesse des Betrachters und prägen sich nachhaltig ein.

 

Portrait eines Bettlers, Indien 2013

 


Mario Marino wurde 1967 in Hall in Tirol, Österreich geboren. Er lebt und arbeitet seit 2000 als freier Fotograf in Deutschland. Auf seinen Reisen durch Europa, Afrika, Kuba, Indien, Nepal und Mexiko entstanden intensive Portrait-Serien, die insbesondere von der emphatischen Bildsprache des Fotografen getragen werden.
Mario Marinos Werke wurden in den letzten Jahren von zahlreichen Galerien und Museen national und international ausgestellt; unter anderem in Amsterdam, Basel, Berlin, Bristol, Brüssel, Köln, Dubai, Edinburgh, Essen, Genf, Miami und München. Zudem wurde in zahlreichen nationalen und internationalen Publikationen über Mario Marino und seine Fotografien berichtet: u.a. Artnet, British Journal of Photography, Daily Photo News, Evening Standard, The Washington Post, The Guardian, National Geographic (Daily Dozen), Profi Foto, PhotoZoom Magazine, The Independent, Die Welt und Vogue

Galerie Hilaneh von Kories, Belziger Straße 35, Berlin

30.09.2016 - 29.01.2017
Fotoausstellung München . Die Arbeiten von Ilit Azoulay, Mishka Henner, Inga Kerber, Mykola Ridnyi und Erin Shirreff untersuchen spezifische, oftmals gesellschaftlich oder politisch neuralgische Orte, verlassen aber die engen Grenzen eines dokumentarischen Stils und bedienen sich der vielfältigen Möglichkeiten digitaler Techniken und neuer künstlerischen Ausdrucksformen. Pinakothek der Moderne vom 30.09.2016 bis 29.01.2017
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Fotografie heute: distant realities
Fotoausstellung München . Die Arbeiten von Ilit Azoulay, Mishka Henner, Inga Kerber, Mykola Ridnyi und Erin Shirreff untersuchen spezifische, oftmals gesellschaftlich oder politisch neuralgische Orte, verlassen aber die engen Grenzen eines dokumentarischen Stils und bedienen sich der vielfältigen Möglichkeiten digitaler Techniken und neuer künstlerischen Ausdrucksformen. Pinakothek der Moderne vom 30.09.2016 bis 29.01.2017

 Erin Shirreff UN 2010

 

Seit ihrem Bestehen engagiert sich die Pinakothek der Moderne in München sowohl sammelnd als auch ausstellend, wenn es um aktuelle Positionen innerhalb internationaler Fotokunst geht. Eine alle zwei Jahre stattfindenden will nun über das singuläre Ausstellungsereignis hinaus auch ein vielschichtiges Diskussions- und Informationsforum begründen. Durch die Veränderungen, die die Digitalisierung in nahezu allen Lebensbereichen hervorgerufen hat, befindet sich auch die Fotografie in einem steten Prozess der Neufindung. Das fotografische Medium als künstlerisch eigenständige Ausdrucksform steht dabei nicht mehr nur im Austausch mit den klassischen Bildgattungen, sondern ebenso mit multimedialen und digitalen Bildwelten wie deren neuartigen Präsentationsformen und Distributionsverfahren. Die notwendige Anpassung an die rasante technische Entwicklung, die durch die weltweite Zirkulation der Bilder im virtuellen Raum in den letzten Jahren eine neue Dimension erreicht hat, sowie der Dialog mit anderen Medien und Bildsystemen erfordern eine kontinuierliche Neubestimmung ihrer theoretischen und ästhetischen Parameter. Ist Fotografie heute überhaupt noch das, was der Betrachter zu kennen meint und zu sehen glaubt? Wie definiert sich ihr Verhältnis zu Wirklichkeit und Authentizität einerseits, zur Autonomie des Bildes andererseits? Wie überlagern digitale, nicht fotografiespezifische Prozesse die Bildwerdung, ihre Erscheinungsformen und Rezeption?

Die Ausstellungsreihe Fotografie heute nimmt Themen und Schwerpunkte der eigenen Sammlung zum Ausgangspunkt, um der Fortschreibung fotografischer Positionen und Herausbildung neuer künstlerischer Strategien nachzugehen. Für die Auswahl zu distant realities war der umfangreiche Sammlungsbestand zur topographischen Fotografie initiierend, Werke amerikanischer und europäischer Fotografen von den frühen 1970er-Jahren bis heute. Die  analytisch-beschreibenden Bestandsaufnahmen, wie sie beispielsweise Robert Adams, Bernd und Hilla Becher oder Zoe Leonard formulier(t)en, setzen sich mit dem Status quo und Wandel urbaner, suburbaner wie ländlicher Lebensräume auseinander und zeichnen die Spuren nach, die Zeit und Geschichte ihnen eingeschrieben haben.

 

 

 Mykola Ridnyi Under Suspicion-24

 

Auch die Arbeiten von Ilit Azoulay, Mishka Henner, Inga Kerber, Mykola Ridnyi und Erin Shirreff untersuchen spezifische, oftmals gesellschaftlich oder politisch neuralgische Orte, verlassen aber die engen Grenzen eines dokumentarischen Stils und bedienen sich der vielfältigen Möglichkeiten digitaler Techniken und neuer künstlerischen Ausdrucksformen. Die analoge Fotografie, ihre Geschichte, wie die an sie geknüpften Vorstellungen bleiben dabei ein zentraler Bezugspunkt. Immer geht es in ihren künstlerischen Ansätzen auch um ein Nachdenken über das Medium und den Status des Bildes, über Wahrnehmung und Sehen sowie die komplexen Bedingungen, unter denen sich beide konstituieren. Nicht die unmittelbare Wirklichkeit ist der Referent, sondern ihr medial vermitteltes Bild, eingebettet in ein vielschichtiges, von divergierenden Kräften beherrschtes Spannungsfeld.

So übersetzt Mishka Henner in seiner zwischen 2011 und 2013 entstandenen Serie No Man’s Land die Tradition des fotografischen Road Movies ins frühe 21. Jahrhundert. Nicht mehr selbst vor Ort, sondern mittels Google Street View dokumentiert er Straßenprostituierte in Italien und Spanien und seziert zugleich die sichtbaren, aber kaum noch wahrgenommenen Ränder unserer globalisierten Gesellschaft, in der jeder zu einer Art „Ressource“ des Kapitals zu werden droht. „So gesehen“, sagt Henner, „ist No Man’s Land ein Ausschnitt aus der Landkarte des technologischen Kapitalismus, eine Kartografie seiner Reichweite und seiner komplexen Wechselbezüge“.

Für seine 33teilige Serie Under suspicion fotografierte Mykola Ridnyi Orte der öffentlichen Begegnung, wie Plätze, Supermärkte und Metrostationen, in seiner Heimatstadt Charkiw. Nachträglich eingefügte Markierungen lassen sie zu potentiellen Tatorten werden, während die zufällig ins Bild geratenen Menschen als mögliche Attentäter erscheinen. Ridnyi reagiert auf die zunehmende staatliche Überwachung seit Beginn der Protestkundgebungen in der Ukraine, auf das Misstrauen eines jeden gegen jeden, das sich seit den kriegerischen Auseinandersetzungen mit Russland schleichend auch ins Privatleben eingeschrieben hat. Dem Künstler zufolge ist Unter Verdacht ein imaginäres Archiv des zivilen Blicks in einer Zeit, wo nahezu das gesamte Alltagsleben verdächtig erscheint.

Ilit Azoulay ist eine sensible Seismographin, ihr Material die Architektur, der gebaute und umbaute Raum, aus dessen Fragmenten sie die blinden Flecken der Geschichte herausfiltert. Die mehrteilige Werkgruppe Imaginary Order ist zwischen 2012 und 2016 entstanden, erstmals sind die beiden zuletzt fertig gestellten Arbeiten ausgestellt. Ausgangspunkt der panoramatischen Foto-Assemblagen ist der Umbau eines in den 1960er Jahren erbauten, dem Gemeinwohl dienenden Sanatoriums in ein Luxus-Hotel sowie der an diesem Prozess sichtbar werdende Wandel der israelischen Gesellschaft. Zugleich legt Azoulay die verborgene Geschichte frei, die diesen exponierten Ort mit einem nationalen Trauma verbindet.  

Tradierte Formen von Wahrnehmung und Zeiterfahrung herauszufordern steht im Zentrum der filmisch animierten Fotografien von Erin Shirreff. Die amerikanische Künstlerin verwendet analog entstandene Aufnahmen, eigene wie fremde, originale wie gedruckte oder aus dem Internet abfotografierte, und setzt sie digital zu Video-Sequenzen zusammen, die einen filmischen, nicht aber zeitlichen Verlauf suggerieren. Die physischen und psychologischen Bedingungen, unter denen wir eine Landschaft in Kanada oder eine Architekturikone in New York durch ihre bildliche Wiedergabe erfahren, lassen neue, imaginäre Räume entstehen. 

Die in Leipzig arbeitende Fotografin Inga Kerber bewegt sich in den klassischen kunsthistorischen Genres, sie bearbeitet Themen wie Landschaft, Porträt oder Stillleben, und jedes ihrer immer mehrteiligen Werke trägt im Titel das Wort ‚Cliché‘. Kerber untersucht beharrlich, was das (vermeintliche) Wesen des Fotografischen ausmacht. In einem mehrfachen Prozess des Aufnehmens und Reproduzierens, dessen materielle Spuren sich in die Bilder einschreiben und der analoge wir digitale Komponenten verbindet, wird nicht nur das Motiv sondern auch die Bildgenese in den Mittelpunkt gerückt.  

Kuratorin wurde die Ausstellung von Dr. Inka Graeve Ingelmann, Leiterin der Sammlung Fotografie und Neue Medien, Pinakothek der Moderne, München 

Die Ausstellungsreihe wird dank der Unterstützung durch die Alexander Tutsek-Stiftung, München, ermöglicht.

Pinakothek der Moderne Kunstareal, Barerstraße, München

 

 

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