Fotoausstellungen

03.12.2016 - 14.01.2017
Fotoausstellung Berlin . Vom 3. Dezember 2016 bis 14. Januar 2017 präsentiert die Galerie Camera Work die Ausstellung „The Kennedys“ die zum einen weltbekannte Bilder und zum anderen noch nie zuvor ausgestellte Motive zeigt. Alle der mehr als sechzig ausgestellten Arbeiten stehen zum Verkauf.
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The Kennedys
Fotoausstellung Berlin . Vom 3. Dezember 2016 bis 14. Januar 2017 präsentiert die Galerie Camera Work die Ausstellung „The Kennedys“ die zum einen weltbekannte Bilder und zum anderen noch nie zuvor ausgestellte Motive zeigt. Alle der mehr als sechzig ausgestellten Arbeiten stehen zum Verkauf.

 

 

 

 Die  Ausstellung  „The Kennedys“ umfasst  sowohl  bekannte  und  vielfach  publizierte  Pressefotografien als auch stilistisch und ästhetisch herausragende inszenierte Porträts der Familie  Kennedy.  Fotografien  von  John  F.  Kennedys  Präsidentschaftswahlkampf  im  Jahr  1960  und  aus  seiner Amtszeit sind ebenso ausgestellt wie seltene Fotografien von Robert Kennedys Wahlkampf  um das Präsidentenamt im Jahr 1968. Ergänzt werden diese Arbeiten von berühmten Porträts von  Fotografen  wie  Mark  Shaw  oder  Elliott  Erwitt,  die  das  politische  Sujet  in  der  Fotografie  mit  der  künstlerischen  Fotografie  verschmelzen  ließen. 

 

 copyright Elliott Erwitt, President Dwight D. Eisenhower and President-Elect John F. Kennedy,
Washinton, D. C., 1960

 

  copyright Steve Schapiro, Robert F. Kennedy at Berkeley, California, 1966

 

 copyright  Steve Schapiro, Jacqueline Kennedy dancing at a gala, Boston, 1967

 

 

  copyright Mark Shaw, Jackie on a private cruise, Ravello, Italy, 1962

 

Vor  allem  jene  Arbeiten  weisen  einen  hohen  ikonografischen  Wert  auf.  Der  historische  BerlinIBesuch  von  John  F.  Kennedy  im  Sommer  1963  wurde  hingegen  zum  wichtigen  Bestandteil  des  Oeuvres  von  Fotografen  wie  Will  McBride,  Ulrich  Mack und Guido Mangold.     In  ihrer  Gesamtheit  erzeugt  die  Ausstellung  ein  eindrucksvolles  Gesamtbild  der  Familie  Kennedy  mit  ihrer  oft  zitierten  Wirkungskraft.  Diese  besondere  Aura  überträgt  sich  auch  auf  die  fotografischen  Porträts  der  Familie.  So  zeugen  Yousuf  Karshs  eindrückliche  Fotografien  nicht  nur  von  seiner  typischen  Bildsprache.  Sie  zeigen  auch  auf,  wie  die  Aura  von  Edward  Kennedy  sowie  John  und  Jackie  Kennedy  den  sorgfältig  puristisch  gestalteten  Bildraum  ausfüllen  kann.  Im  Grenzbereich zwischen Inszenierung und dem besonderen Augenblick bewegen sich wiederum die  Fotografien  von  Steve  Schapiro.  Ursprünglich  für  Magazine  wie  »Life«  in  den  1960erIJahren  gemacht,  gelten  sie  dank  des  besonderen  Gespürs  von  Steve  Schapiro  und  eines  »decisive  moment«  in  den  Bildern  als  Kunst,  die  heute  in  Galerien,  Museen  und  auf  Kunstmessen  in  der  ganzen Welt gezeigt wird. 

Fotografen der Ausstellung:

Harry  Benson,  Elliot  Erwitt,  Yousuf  Kash,  Elisabeth  Kuhner,  Ulrich  Mack,  Guido  Mangold,  Will  McBride, Hy Peskin, Jim Rakete, Steve Schapiro, Flip Schulke, Mark Shaw, Orlando Suero     

Galerie CAMERA WORK, CWC GALLERY, Museum THE KENNEDYS  Kantstraße 149 4 Berlin 

 

27.11.2016 - 23.04.2017
Fotoausstellung Hamburg . Auf vier Kontinenten war Leonore Mau (1916-2013) unterwegs. Zum 100. Geburtstag der Fotografin wird die Ausstellung "Die Fotografin Leonore Mau - Von Hamburg in die Welt", die eine Kooperation der S. Fischer Stiftung, der Historischen Museen Hamburg und der Stiftung F.C. Gundlach ist, im Hamburger Jenisch Haus die Reisen der Fotografin nachvollziehen. Bis 23.04.2017
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Leonore Mau - Von Hamburg in die Welt
Fotoausstellung Hamburg . Auf vier Kontinenten war Leonore Mau (1916-2013) unterwegs. Zum 100. Geburtstag der Fotografin wird die Ausstellung "Die Fotografin Leonore Mau - Von Hamburg in die Welt", die eine Kooperation der S. Fischer Stiftung, der Historischen Museen Hamburg und der Stiftung F.C. Gundlach ist, im Hamburger Jenisch Haus die Reisen der Fotografin nachvollziehen. Bis 23.04.2017

 Leonore Mau / S. Fischer Stiftung

 

Werk und Leben von Leonore Mau (1916-2013) sind durch ihre unablässigen Reisen geprägt.. Zum 100. Geburtstag der Fotografin wird eine Ausstellung im Jenisch Haus die Reisen der Fotografin nachvollziehen. Ausgangspunkt für Leonore Mau ist Hamburg: Hier kauft sie ihre erste Leica auf Raten und trifft ihren Reise- und Lebensgefährten Hubert Fichte, porträtiert dessen personelles Wirkungsumfeld aus Literaturbetrieb und Reeperbahn Milieu, dokumentiert die architektonische Entwicklung Hamburgs in den 1960er Jahren und fotografiert für einen Fotofilm den „Tag im Leben eines unständigen Hafenarbeiters“. Hier entsteht auch ihre letzte Serie enigmatischer Stillleben „Fata Morgana“.

 

Leonore Mau / S. Fischer Stiftung


 

Leonore Mau / S. Fischer Stiftung

 

Die Exkursionen zwischen 1960 und 1985 machen Leonore Maus Fotografien zu einer soziokulturellen Bestandsaufnahme der besonderen Art, die ausgehend von Hamburg annährend die halbe Welt umfasst. Ihre Fotografien von vier Kontinenten wurden in Geo, Spiegel, Zeit und Stern abgedruckt

Erwähnenswert ist auch der Ausstellungsplatz, der allein einen Besuch rechtfertigt.  Das Jenisch Haus zählt zu den schönsten historischen Gebäuden Hamburgs. Es ist in einem ausgedehnten Landschaftsgarten am Ufer der Elbe gelegen. Von den südlichen Räumen bietet sich ein großartiger Blick auf Strom und Schiffe. Ursprünglich war das Jenisch Haus der Landsitz des Hamburger Kaufmanns Bausenators Martin Johan Jenisch d. J. Es wurde 1831 bis 1834 nach Entwürfen von Franz Gustav Forsmann und Karl Friedrich Schinkel im klassizistischen Stil erbaut. Seit dem 1. Januar 2008 gehört das Jenisch Haus als Außenstelle des Altonaer Museums zur Stiftung Historische Museen Hamburg.

 

Historische Museen Hamburg, Jenisch Haus, Baron-Voght-Str. 50, Hamburg

 

24.11.2016 - 26.01.2017
Fotoausstellung Hamburg . Mit seiner Kolumbien Reportage wurde Jonas Wresch auf dem diesjährigen Lumix Festival für jungen Fotojournalismus mit dem Freelens Award ausgezeichnet. Die Freelens Galerie zeigt die eindrucksvollen Bilder, die dem Fotografen vom Alltag der Dorfbewohner gelungen sind, vom 24. November 2016 bis 26. Januar 2017.
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Jonas Wresch – Kolumbiens Weg zum Frieden
Fotoausstellung Hamburg . Mit seiner Kolumbien Reportage wurde Jonas Wresch auf dem diesjährigen Lumix Festival für jungen Fotojournalismus mit dem Freelens Award ausgezeichnet. Die Freelens Galerie zeigt die eindrucksvollen Bilder, die dem Fotografen vom Alltag der Dorfbewohner gelungen sind, vom 24. November 2016 bis 26. Januar 2017.


Ein Ma?dchen sitzt neben dem aufgebahrten Sarg von Manuel Tumin?a im Haus des Ermordeten.
Jonas Wresch / Agentur Focus



Kolumbien ist derzeit nicht aus den Schlagzeilen wegzudenken. Erst hatten kolumbianische Regierung und FARC-Rebellen einen Friedensvertrag unterschrieben, jetzt wurde er in einem Referendum von der Bevölkerung abgelehnt. Kolumbien bleibt ein gespaltenes Land. In den seit Jahrzehnten anhaltenden Konflikten zwischen Streitkräften, rechten Paramilitärs und linken FARC-Guerillas sind mehr als 220.000 Menschen getötet worden, über sechs Millionen wurden vertrieben.

Jonas Wresch ist 2008 erstmals nach Kolumbien gereist. Nach und nach hat er das Land und dessen dringliche Probleme kennengelernt. In der ausgestellten Serie präsentiert er Toribío, das viele Jahre blutiger Schauplatz des Krieges zwischen Rebellen und der Armee war. In dem kleinen Dorf, das in einer von tief eingeschnittenen Tälern und Gipfeln geprägten Berglandschaft liegt und somit als idealer Rückzugsort für die Guerillas gilt, leben die Nasa-Indios. Die Angehörigen dieser indigenen Gruppe haben sich neutral erklärt, nachdem sie jahrzehntelang zwischen die Fronten geraten waren und zahllose Opfer zu beklagen hatten. Hunderte Male ist das Dorf angegriffen worden, mehrere Male war es komplett eingenommen.

 

Olmedo Ramos ist der Koordinator der »Guardia Indi?gena«, zu der rund
800 Ma?nner, Frauen und Kinder za?hlen. Er erha?lt regelma?ßig Morddrohungen.
Jonas Wresch / Agentur Focus


 

 

 Seit dem 14. Dezember 2014 besetzen rund 600 Ureinwohner vom Stamm der Nasa drei
Zuckerrohrplantagen in der Cauca-Region. Sie fordern das Land zuru?ck,
das ihnen 1991 nach dem Massaker von El Nilo zugesprochen wurde.
Jonas Wresch / Agentur Focus

 

 

Nachdem eine Dorfbewohnerin wa?hrend eines Feuergefechts geto?tet wurde,
fordert die "Guardia Indi?gena" die Milita?rtruppen auf, sich von der Siedlung zu entfernen. Sie folgen
der Aufforderung und verlassen das mit weißen Fahnen gekennzeichnete Gebiet.
Jonas Wresch / Agentur Focus

 


Mit seiner vielschichtigen Reportage, die auf dem diesjährigen Lumix Festival für jungen Fotojournalismus mit dem Freelens  Award ausgezeichnet wurde, führt uns der Fotograf mitten in den ungewöhnlichen Alltag der Dorfbewohner. Diese verdingen sich als Bauern und haben zum Schutz ihre eigene »guardia indígena« gegründet, die völlig ohne Waffen agiert. Ihrem Selbstverständnis nach provozieren Waffen nur Gegengewalt. So tragen die Freiwilligen dieser Garde lediglich einen Holzstock mit sich – ein Symbol für Autorität und Frieden. Jonas Wresch ist das eindrucksvolle Porträt einer Gemeinschaft gelungen, die trotz aller äußeren Widrigkeiten unermüdlich an ihrem größten Ziel festhält – ein Leben in Frieden.

Jonas Wresch, geboren 1988 in Bad Dürkheim, hat an der Hochschule Hannover Fotojournalismus und Dokumentarfotografie studiert und beschäftigt sich vorrangig mit sozialen Themen in Lateinamerika und Europa. Er ist Gründungsmitglied des Cartel Collectives und wird seit 2012 von der Agentur Focus vertreten. Seine Arbeit wurde mehrfach international ausgestellt und ausgezeichnet, 2015 wurde er in die World Press Photo Masterclass Latin America berufen. Derzeit arbeitet er als Stipendiat beim Stern.

 

Freelens Galerie, Steinhöft 5, Hamburg

 

17.11.2016 - 12.02.2017
Fotoausstellung Hamburg . Mit zwei großen Ausstellungen warten die Deichtorhallen vom 17. November 2016 bis 12. Februar 2017 auf. Zum einem wird „Peter Keetman Gestaltete Welt – Ein fotografisches Lebenswerk“ vorgestellt, zum anderen präsentieren Werke aus der Sammlung F. C. Gundlach unter dem Titel „The Concept of Lines“ die berühmten amerikanischen Fotografen Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn.
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Deichtorhallen Hamburg - Von Richard Avedon bis Peter Keetman
Fotoausstellung Hamburg . Mit zwei großen Ausstellungen warten die Deichtorhallen vom 17. November 2016 bis 12. Februar 2017 auf. Zum einem wird „Peter Keetman Gestaltete Welt – Ein fotografisches Lebenswerk“ vorgestellt, zum anderen präsentieren Werke aus der Sammlung F. C. Gundlach unter dem Titel „The Concept of Lines“ die berühmten amerikanischen Fotografen Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn.

 


Richard Avedon, Verushka, Wrap by Giorgio de Sant‘Angelo, New York. 1972
© The Richard Avedon Foundation 

 

Wer Fotografie liebt, der darf es nicht versäumen in der Zeit vom 17. November 2016 bis 12. Februar 2017 die Hansestadt Hamburg zu besuchen, denn dann warten die Deichtorhallen gleich mit zwei interessanten Ausstellungen auf.


The Concept of Lines

Den Titel bezieht die Ausstellung, die von der Sabine Schnakenberg  kuratiert wurde, aus der subtilen Handhabung der Linie als signifikantes Merkmal der Arbeiten der drei Ikonen. Gezeigt werden Porträts prominenter Persönlichkeiten, zudem außergewöhnliche Modeinszenierungen, Akte und Körperbilder, die alle aus der Sammlung F.C. Gundlach sind.

 


George Hoyningen-Huene, 1900 – 1968. ohne Titel , New York, 1941-42, Silbergelatine.
© Estate George Hoyningen-Huené Sammlung F.C. Gundlach/Haus der Photographie.
Inv.-Nr. 014489

 


Mit den Bildern von George Hoyningen-Huene (1900–1968) wird der Zeitraum ab etwa 1930 bis in die frühen 1950er Jahre hinein abgedeckt. Seine ersten Modeaufnahmen für die Zeitschrift „Vogue“ entstanden ab etwa 1926, er arbeitete später für „Harper’s Bazaar“. Höchst innovativ an ihnen war die Abkehr von der bis dato gepflegten piktorialistischen Auffassungsweise. Hoyningen-Huene war ebenfalls ein begnadeter Porträtist zahlreicher Hollywoodstars sowie anderer berühmter Zeitgenossen. Seine kühlen, sachlichen und subtilen Aufnahmen beeinflussten insbesondere Irving Penn (1917–2009) und Richard Avedon (1923–2004) als Fotografen der nachfolgenden Generation.

 

 


Irving Penn, The Hand of Miles Davis, New York, 1949 – 1950
© The Irving Penn Foundation.

 

Irving Penn (1917–2009) ist einer der bekanntesten Kamerakünstler des 20. Jahrhunderts und berühmt für seine zwischen Eleganz und Sachlichkeit oszillierenden Modeinszenierungen u.a. für die amerikanische, englische und französische Ausgabe der Zeitschrift „Vogue“. Seine psychologisch komplexen Portraits prominenter Künstler, Modeschöpfer, Literaten und Musiker werden ergänzt durch die sensiblen Aufnahmen Angehöriger fremder Kulturkreise. Penn gilt neben Richard Avedon als Neuerer der Bildnis- und Modefotografie, der seine Bildideen puristisch, sachlich und in nahezu spartanischer Kargheit formulierte.

Richard Avedon (1923–2004) zählt zu den bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Als Grenzgänger zwischen freier und an Aufträge gebundener Fotografie gründete er 1946 das Richard Avedon Studio in New York und belieferte fortan den „New Yorker“ mit Porträtfotografien. Er arbeitete für „Harper’s Bazaar“, „Junior Bazaar“ und die „Vogue“. Avedons Porträtfotografien sind berühmt für die enorme Offenheit, die die inneren Stärken und Schwächen der abgelichteten Personen erkennen lassen. Sein puristischer Stil der späteren Jahre war von der Arbeit mit der Großformatkamera gekennzeichnet, mit der er die Porträtierten vor einer weißen Leinwand und ohne alle weiteren technischen Hilfsmittel inszenierte.

 

 

 

Peter Keetman Gestaltete Welt – ein fotografisches Lebenswerk

 


 Peter Keetman: Wassertropfen, c. 1956. verwendet fu?r Boehringer Ingelheim
© Stiftung F.C. Gundlach

 

 

Im Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen ehrt man das fotografische Lebenswerk Peter Keetmans (1916–2005) zu seinem 100. Geburtsjahr mit einer Retrospektive.Keetman war ständig auf der Suche nach einer lebendigen Fotografie, experimentierend und formal abstrahieren. Die Retrospektive zeigt nicht nur die Laufbahn eines Fotografen, sondern auch die vielgestaltige Karriere des Mediums Fotografie zwischen freiem künstlerischem Schaffen und den Gebrauchsformen der Fotografie.


Peter Keetman, 1916 in Wuppertal geboren, schloss seine fotografische Ausbildung 1947 mit einem Meisterkurs an der Bayerischen Staatslehranstalt für Lichtbildwesen in München ab. In den folgenden Jahren fand er, zunächst noch unter dem Einfluss von Adolf Lazi und später in der Auseinandersetzung mit seinen Weggefährten der Gruppe fotoform, vor allem mit Wolfgang Reisewitz, Otto Steinert und Toni Schneiders, das Vokabular seiner Bildsprache. Ausgehend von der Mitwirkung Keetmans an der Ausstellung „Die Fotografie 1948“ in Stuttgart setzt die Retrospektive die Fotografie Peter Keetmans sowohl in ein Verhältnis zu den Mit-Begründern der Gruppe fotoform in den 1950er Jahren wie auch zu den Fotografen des Neuen Sehens und der Neuen Sachlichkeit der 1920er und 1930er Jahre. Vor allem aber zeigt sie Keetmans vielfältige Motivwelt - seine Subjektive Fotografie.

 

 


 Peter Keetman: VW-Werk: Hintere Kotflu?gel, 1953.
© Stiftung F.C. Gundlach

 

 


Peter Keetman: Baustelle Marienplatz, Mu?nchen 1954.
In: Das Deutsche Lichtbild 1956

© Stiftung F.C. Gundlach

 


Untrennbar verbunden mit Fotografie und Biografie Keetmans ist aber auch die deutsche Geschichte. Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal in dieser Breite frühe Arbeiten des jungen Fotografen in der Sichtweise der Neuen Sachlichkeit, Aufnahmen aus dem München der Nazizeit und Fotografien vom Krieg gegen die Sowjetunion, aus dem Keetman als Invalide zurückkehrt.
Zu den Themen, deren sich Peter Keetman über Jahrzehnte immer wieder angenommen hat, gehören Landschaftsaufnahmen, Naturstudien, Abstraktionen von Materialien und Strukturen, Technik- und Objektfotografie, Portraits, Bewegungsaufnahmen und fotografische Experimente mit Lichtpendeln.

Senior Curator der Ausstellung ist F.C. Gundlach, ausführende Kuratoren sind Sebastian Lux (Stiftung F.C. Gundlach) sowie Florian Ebner und Petra Steinhardt (Museum Folkwang)

Eine Ausstellung des Museum Folkwang und der Stiftung F.C. Gundlach

Begleitet wird die Ausstellung durch ein Buch des Steidl Verlags zu Leben und Werk des Künstlers. Herausgegeben von F.C. Gundlach. 304 Seiten. Leineneinband. 24 x 29 cm. Deutsch. 48 Euro

 

Deichtorhallen Hamburg

 

 

07.11.2016 - 24.02.2017
Fotoausstellung München-Ismaning . Herbert Becke nimmt die Welt am liebsten von unten auf – bodenständig eben. Das ist kein Zeichen für eine negative Einstellung, sondern ein Blick mit Augenzwinkern der zeigt, dass die Veränderung der Perspektive ganz neue Sichtweisen ergibt. Die Ausstellung läuft vom 7.11.2016 bis 24.2.2017.
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Herbert Becke: München - bodenständig
Fotoausstellung München-Ismaning . Herbert Becke nimmt die Welt am liebsten von unten auf – bodenständig eben. Das ist kein Zeichen für eine negative Einstellung, sondern ein Blick mit Augenzwinkern der zeigt, dass die Veränderung der Perspektive ganz neue Sichtweisen ergibt. Die Ausstellung läuft vom 7.11.2016 bis 24.2.2017.

Ein Hund am Hofbräuhaus fotografiert von Herbert Becke

 


Der frühere vhs-Leiter Herbert Beckehat seine Heimatstadt München mehrere Jahre lang aus bodenständiger Perspektive fotografiert. Schon dadurch unterschieden sie sich von den meisten anderen Motiven, die stehend aus ca. 1,70 Meter gemacht werden. Die Perspektive von Herbert Becke ist eine ganz andere. Es ist die Sicht von Kleinkindern, Hunden oder einer Maus bzw. noch tiefer; auf dem Boden, auf dem Untergrund, der täglich unser Laufsteg ist: "Fotos mit der Kamera auf dem Boden der Realität“.

 

Gegensätze an der chicen Münchner Maximiliansstraße aufgenommen von Herbert Becke

 

 

München bodenständig, so wie es Herbt Becke sieht.


Dabei sind völlig neue Sichtweisen von oftmals ganz bekannten Motiven entstanden. Winzig kleine Dinge werden auf seinen Bildern auf einmal riesen groß und bedeutend. Oder es "konkurriert" ein überdimensionaler Kanaldeckel mit dem wunderbaren Schloss Nymphenburg. Wie sieht ein Krabbelkind eine Dogge? Wenn ein Turnschuh Augen hätte, was würde er am U-Bahnhof am Marienplatz oder an der Münchner Freiheit sehen?
In dieser Ausstellung kann man die ungewohnte Sichtweise genießen, ohne sich selbst auf den Boden legen zu müssen. Diese Ausstellung ist die erste große Gesamtschau seines Projektes mit über 100 Fotos zudem sind auch ganz neue Exponate erstmals zu sehen, z.B. von seiner "bodenständigen Sicht" der Münchner Maximilianstraße.
Herbert Beckewar  33 Jahre lang Leiter der Vhs München-Nord, außerdem Gründer des Fotoclubs der Vhs  „CC77“ und 37 Jahre lang dessen Vorsitzender. Er betätigte sich ebenso als Fotodozent wie als  Juror bei deutschen und internationalen Fotowettbewerben. Mit seinen Bildern hatte er unzählige Ausstellungen von Sylt bis Berchtesgaden, zuletzt im Münchner  "Valentin-Karlstadt-Musäum".
Für sein Lebenswerk wurde er mit dem  „Tassilopreis“ für Fotografie, Kunst und Kultur der Süddeutschen Zeitung ausgezeichnet und erhielt das Bundesverdienstkreuz für sein Engagement in der Erwachsenenbildung und Fotokunst.

vhs im Kultur- und Bildungszentrum Seidl-Mühle, München-Ismaning, Mühlenstraße 15

05.11.2016 - 31.01.2017
Fotoausstellung Wien . Verlassene und verfallene industrielle Konstruktionen Staaten in der ehemaligen Sowjetunion waren in zwei Wintern das Motiv von Danila Tkachenko. Die AnzenbergerGallery zeigt diese ungewöhnlichen Bilder unter dem Titel Restricted Areas vom 5. November 2016 bis 31. Januar 2017.
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Danila Tkachenko - Restricted Areas
Fotoausstellung Wien . Verlassene und verfallene industrielle Konstruktionen Staaten in der ehemaligen Sowjetunion waren in zwei Wintern das Motiv von Danila Tkachenko. Die AnzenbergerGallery zeigt diese ungewöhnlichen Bilder unter dem Titel Restricted Areas vom 5. November 2016 bis 31. Januar 2017.

 

In den Wintern 2013/14 und 2014/15 bereiste der Fotograf Danila Tkachenko verschiedene Staaten der ehemaligen Sowjetunion auf der Suche nach verlassenen und verfallenen industriellen Konstruktionen. In den entstandenen Aufnahmen wirken diese Relikte wie abstrakte Objekte auf einer von Licht und Wetter geschaffenen Bühne. So werden unter anderem ein Weltraumbahnhof, eine Troposphärenfunkantenne, das größte dieselbetriebene U-Boot der Welt und ein Amphibien- Senkrechtstartflugzeug in der weißen Umgebung zu utopischen Objekten. Die mittlerweile weltweit beachtete Serie Restricted Areas wird nun erstmals in Österreich gezeigt.

 

 

Tkachenko gewann mit Restricted Areas im letzten Jahr den European Publishers Award for Photography und damit die simlutane Veröffentlichung seiner Serie in fünf europäischen Verlagen. In seinem Buch stellt der Künstler den Fotografien einen Textausschnitt aus H.G. Wells »Zeitmaschine« voran. Doch anders als der Zeitreisende dieses Romans besucht der Künstler eine bereits vergangene Zukunft und gibt mit seiner Serie dem Ende, das jedem Fortschritt innewohnt, ein Gesicht.


Danila Tkachenko (*1989 in Moskau) studierte Dokumentarfotografie an der Rodtschenko Schule für Fotografie und Multimedia in Moskau. Neben dem European Publishers Award for Photography gewann er unter anderem auch den Lensculture Exposure Award (2015) und den World Press Photo Award (2013). Zuletzt stellte er in folgenden Institutionen aus: Finnish Museum of Photography, Helsinki (FI), Indira Gandhi National Centre for the Arts, Neu-Delhi (IN), Center for Contemporary Arts, Santa Fe (US) und Gallery of Classic Photography, Moskau (RU).

 

AnzenbergerGallery, Absberggasse 27, Wien

 

30.10.2016 - 19.02.2017
Fotoausstellung Ulm . Der Fotograf und ehemalige Hochschullehrer für Fotografie Timm Rautert ist 1974 in die USA gereist, um die Amischen zu fotografieren. Die Amischen sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, die sich weitgehend dem modernen Leben verschließen. Die beeindruckenden Bilder die entstanden sind, zeigt das Stadthaus Ulm bis 19. Februar 2017.
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Timm Rautert - The Amish
Fotoausstellung Ulm . Der Fotograf und ehemalige Hochschullehrer für Fotografie Timm Rautert ist 1974 in die USA gereist, um die Amischen zu fotografieren. Die Amischen sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, die sich weitgehend dem modernen Leben verschließen. Die beeindruckenden Bilder die entstanden sind, zeigt das Stadthaus Ulm bis 19. Februar 2017.

 The Amish copyright Timm Rautert Courtesy of Parrotta Contemporary Art

 

Im 18. Jahrhundert verließen viele Mitglieder der täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft das deutschsprachige Europa, um religiösen Verfolgungen zu entgehen. Heute führen deren Nachkommen in den USA und in Kanada ein einfaches  Leben, in dem technische Neuerungen wie das Smartphone nur dann eine Aussicht auf Duldung haben, wenn sie die Gemeinschaft nicht negativ beeinflussen. Fotografieren ist ebenfalls nicht gestattet, ebenso wie das Posieren für Fotos, da dies das Individuum  zu sehr in den Mittelpunkt stellt.

 

 The Amish copyright Timm Rautert Courtesy of Parrotta Contemporary Art


 

 The Amish copyright Timm Rautert Courtesy of Parrotta Contemporary Art

 

In seinem Buch „no photographing“, das  2011 bei Steidl erschien, beschreibt Timm Rautert seine Eindrücke so: „All dies habe ich wie von einem Hochsitz aus erlebt und später auch gelesen. Ich wahre Distanz – je länger ich dort bleibe, umso fremder wird mir alles.“ Rauterts Aufnahmen sind geprägt von Zurückhaltung und seiner Achtung vor diesen Menschen, gewähren aber einen Blick auf die Welt der Amischen, dem bei aller Distanz die Aura der Authentizität und Nähe innewohnt, ohne dass dabei das Gefühl entsteht, es würde die Privatsphäre dieser Menschen verletzt.

Timm Rautert wurde 1941 in Tuchel/Westpreußen geboren. Nach seiner Schulzeit machte er eine Lehre als Schaufenstergestalter, Schrift- und Plakatmaer in Fulda. Von 1966 bis 1971 studierte er an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen bei Otto Steinert. Für das beste Diplom seines Jahrgangs wurde er mit dem Förderpreis der Schule ausgezeichnet. Der fotografisch-künstlerische Ausbildung war eine Beschäftigung mit der Lithografie an der von Oskar Kokoschka gegründeten Sommerakademie in Salzburg voraus gegangen.

 

Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Münster

 

14.10.2016 - 29.01.2017
Fotoausstellung München-Schleißheim . In einer Sonderausstellung werden in der Flugwerft Schleißheim Bilder des Fotografen und Geologen Bernhard Edmaier unter dem Titel „Farben der Erde“ gezeigt. Bis 29. Januar 2017
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Bernhard Edmaier - Der "Blaue Planet" ist bunt
Fotoausstellung München-Schleißheim . In einer Sonderausstellung werden in der Flugwerft Schleißheim Bilder des Fotografen und Geologen Bernhard Edmaier unter dem Titel „Farben der Erde“ gezeigt. Bis 29. Januar 2017

 

Bernhard Edmeier Alligator River, Australien

 

Das Blaue Planet ist bunt – das beweisen die Aufnahmen von Bernhard Edmaier: Tief blau umfasst der Indische Ozean die hell schimmernden Inselringe des maledivischen Ari-Atolls. Samtig braun breitet sich die Landschaft am Rande der Simpsonwüste im Zentrum Australiens aus. Knallig orange leuchtet das Moorwasser, das Eisenminerale aus dem isländischen Vulkanboden an der Südküste ins Meer schwemmt.

Der Fotograf und Geologe Bernhard Edmaier hat mit seiner Kamera in den unterschiedlichsten Regionen der Welt die „Farben der Erde“ eingefangen.  Die Flugwerft Schleißheim zeigt 50 großformatige Luftbilder aus dieser Serie.

 

Bernhard Edmaier Death Valley, USA

 

 

Bunt zeigt sich die Erde, wenn man statt aus hunderten Kilometern Entfernung aus nur hunderten Metern Höhe auf die Erdoberfläche blickt. Dann entdeckt man ein beeindruckendes Farbspektrum mit unzähligen Gelb-, Orange-, Rot- und Braunschattierungen von Fels und Wüstensand, das Grau und Weiß von Gletschern, die vielen Grünvariationen der Vegetation und natürlich auch das Blau des Wassers und des Eises.

„Diese Perspektive und damit auch einen neuen Blick auf unsere Umwelt haben wir auch Otto Lilienthal und den anderen Pionieren der Luftfahrt zu verdanken“, sagt der Leiter der Flugwerft Schleißheim, Gerhard Filchner. „Ohne ihre Pionierarbeit für den Menschenflug könnten wir jetzt nicht die Schönheit und Faszination dieser Luftbilder erleben.“

„Farben der Erde sprechen nicht nur unsere Sinne an, sie erzählen auch etwas über die Beschaffenheit und die Entstehungsgeschichte der Oberfläche unseres Planeten, der Erdkruste, des Bodens unter unseren Füßen“, erklärt Bernhard Edmaier. Der 1957 geborene Geologe und Fotograf hat sich in den vergangenen 20 Jahren mit seinen oft abstrakt anmutenden Aufnahmen international einen Namen gemacht. Sein Wissen um die Entstehung der Erde und die geologischen Prozesse, die sie ständig verändern, bildet die Basis seiner fotografischen Arbeit. Mehrmals im Jahr reist er für seine Projekte in abgelegene, vom Menschen kaum oder nicht berührte Gegenden des Planeten.

 

 

 

All die Farben des Planeten sind allein durch natürliche Prozesse wie Verwitterung und Erosion, durch vulkanische und gebirgsbildende Aktivitäten entstanden. Auf diese Farbgebung fokussiert Bernhard Edmaier den Blick des Betrachters, indem er den Horizont ausblendet. Seine 50 quadratischen Großformate in der Sonderausstellung sind in fünf Farb-Sektionen unterteilt: in Blau, Grün-Gelb, Rot-Orange, Braun und Weiß-Grau-Schwarz. Die Begleittexte mit ausführlichen geografischen und geologischen Informationen stammen von Edmaiers Partnerin, der Wissenschaftspublizistin Angelika Jung-Hüttl. Gemeinsam lädt das Paar die Besucher der Flugwerft Schleißheim in den kommenden Monaten auf eine faszinierende Entdeckungsreise zu den „Farben der Erde“ ein.

Deutsches Museum Flugwerft Schleißheim, 85764 Oberschleißheim

 

 

09.10.2016 - 29.01.2017
Fotoausstellung Mannheim . Mit rund 230 Bildern stellt Zephir Raum für Fotografie den Glamour- und Pin-up-Fotografen Peter Gowland anläßlich dessen 100. Geburtstages vor. Es ist die weltweit erstmals umfassende Ausstellung seines Lebenswerks. 9.10.2016 bis 29.1.2017
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Peter Gowland’s Girls
Fotoausstellung Mannheim . Mit rund 230 Bildern stellt Zephir Raum für Fotografie den Glamour- und Pin-up-Fotografen Peter Gowland anläßlich dessen 100. Geburtstages vor. Es ist die weltweit erstmals umfassende Ausstellung seines Lebenswerks. 9.10.2016 bis 29.1.2017

 Modell: Dane Arden C-Print, 50 x 40 cm, ca. 1956
© Peter Gowland / Zephyr

 

Peter Gowland (1916-2010)  fotografierte ab 1946 in und um Los Angeles junge Frauen im Glamour- und Pin-Up Stil. Bereits zu Beginn seiner Karriere bezeichnete ihn die New York Times 1954 als „America’s No. 1 Pin-Up Photographer” und siedelte seine Bilder später im „Irgendwo zwischen Verfu?hrung und Kunst“ an.

 

 

Modell: Lou Evans C-Print, 60 x 50 cm, 1957/2016
© Peter Gowland / Zephyr

 

 

Seine Models fand Peter Gowland an den Filmsets in Hollywood, bei Agenturen oder Schönheitswettbewerben. Er inszenierte und fotografierte sie im Studio oder an den Stränden von Los Angeles bis Malibu. So trug er wesentlich zur Entstehung des Mythos Kaliforniens als ewig sonniges Nachkriegs-Paradies der Moderne bei. Sein Stil verbindet die weibliche Schönheit mit natürlicher Frische, reizender Pose und eleganter Gestaltung. „Peter Gowland’s Girls*“ präsentiert rund 200 Werke, die aus Gowlands Nachlass ausgewählt wurden. Dieser umfasst zehntausende Prints und Dias, darunter die aufregendsten, elegantesten und gewagtesten Bilder einer beispiellosen Pin-Up-Fotografenkarriere. Die Ausstellung zeigt Stars wie Joan Collins oder Jayne Mansfield, seine Arbeit fu?r „Playboy“ oder „Rolling Stone“ sowie seine Bilder fu?r ungezählte Kalender- und Zeitschriften der 40er bis 70er Jahre.

 

 

Modell: Candace Thayer Silbergelatineprint, 25 x 20 cm, 1968
© Peter Gowland / Zephyr

 

 

 

Modell: Jo Anne Aehle Silbergelatine Print, 25 x 20 cm, 1954
© Peter Gowland / Zephyr

 

In der Ausstellung gibt es Bilder zu entdecken, die nur einen kurzen Augenblick jener Jahre ablichten und dennoch bis heute aufregend jung geblieben sind. „Peter Gowland’s Girls*“ finden sich an Strand und Pool, versteckt hinter Spitzen und Vorhängen oder draußen in der Natur. Sie treten stilvoll-elegant oder sportlich-frisch auf, sie können als Damen oder als „das Mädchen von nebenan“ erscheinen. Jedoch bleiben sie immer eine wunderbar bewegte Projektionsfläche fu?r die Phantasie.

 

Zephir Raum für Fotografie, Reis-Engelhorn Museen, Mannheim

 

01.10.2016 - 10.02.2017
Fotoausstellung Berlin . Auf zahlreichen Reisen in die unterschiedlichsten Regionen der Welt sind die Porträts entstanden die der Fotograf Mario Marino aufgenommen hat. Die Galerie Hilaneh von Kories zeigt 15 großformatige Fotografien aus den Jahren 2011 – 2015 sowohl in Schwarzweiß als auch in Farbe, mit denen ein Einblick in die Arbeit von Maroni gelingt. 1. Oktober 2016 bis 10. Februar 2017.
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Mario Marino – Portraits
Fotoausstellung Berlin . Auf zahlreichen Reisen in die unterschiedlichsten Regionen der Welt sind die Porträts entstanden die der Fotograf Mario Marino aufgenommen hat. Die Galerie Hilaneh von Kories zeigt 15 großformatige Fotografien aus den Jahren 2011 – 2015 sowohl in Schwarzweiß als auch in Farbe, mit denen ein Einblick in die Arbeit von Maroni gelingt. 1. Oktober 2016 bis 10. Februar 2017.

Portrait eines Mannes, Indien, 2013



Im Mittelpunkt seines Werkes steht der Mensch und in diesem Sinne hat de  Fotograf in den letzten Jahren seine ganz persönliche Galerie von faszinierenden Portraits zusammengetragen. Die in der Galerie Hilaneh von Kories gezeigten Aufnahmen entstanden 2011 in Afrika,  2012 auf Kuba und 2015 in Mexiko, vor allem aber in Indien, ein Land, das der Fotograf in den Jahren 2012 und 2015 immer wieder besucht hat. Seine von Respekt und starker Empathie getragenen Aufnahmen sind nicht nur intensive Portraits, sondern sie geben zum Teil auch einen Einblicke in den Alltag der von ihm fotografierten Menschen und ermöglichen es dem Betrachter, Anteil am Leben des Portraitierten zu bekommen. So gelingt es dem Fotografen immer wieder, eine visuell verbindliche Beziehung zwischen dem Betrachter und dem Gegenüber herzustellen – trotz aller ethnischen und kulturellen Unterschiede. So fremd die Kleidung und Aufnahmeorte auf den ersten Blick auch erscheinen mögen, so vertraut wirken doch die in den Motiven eingefangenen Emotionen und würdevollen Posen. Mit seiner suggestiven und direkten Fotografie versucht Marino, den von ihm portraitierten Individuen ein möglichst authentisches Bild zu entlocken. Die Kamera erscheint nicht als störender Filter, sondern vielmehr als ein offener Spiegel. Im perfekten Zusammenspiel von Ausschnitt und Komposition sowie im virtuosen Umgang mit Schwarzweißkontrasten oder Farbkompositionen sind einzigartige Portraits entstanden. Diesen von Marino als „fotografische Psychogramme“ bezeichneten Portraits kann man sich kaum entziehen; die ausdrucksstarken Portraits wecken das Interesse des Betrachters und prägen sich nachhaltig ein.

 

Portrait eines Bettlers, Indien 2013

 


Mario Marino wurde 1967 in Hall in Tirol, Österreich geboren. Er lebt und arbeitet seit 2000 als freier Fotograf in Deutschland. Auf seinen Reisen durch Europa, Afrika, Kuba, Indien, Nepal und Mexiko entstanden intensive Portrait-Serien, die insbesondere von der emphatischen Bildsprache des Fotografen getragen werden.
Mario Marinos Werke wurden in den letzten Jahren von zahlreichen Galerien und Museen national und international ausgestellt; unter anderem in Amsterdam, Basel, Berlin, Bristol, Brüssel, Köln, Dubai, Edinburgh, Essen, Genf, Miami und München. Zudem wurde in zahlreichen nationalen und internationalen Publikationen über Mario Marino und seine Fotografien berichtet: u.a. Artnet, British Journal of Photography, Daily Photo News, Evening Standard, The Washington Post, The Guardian, National Geographic (Daily Dozen), Profi Foto, PhotoZoom Magazine, The Independent, Die Welt und Vogue

Galerie Hilaneh von Kories, Belziger Straße 35, Berlin

30.09.2016 - 29.01.2017
Fotoausstellung München . Die Arbeiten von Ilit Azoulay, Mishka Henner, Inga Kerber, Mykola Ridnyi und Erin Shirreff untersuchen spezifische, oftmals gesellschaftlich oder politisch neuralgische Orte, verlassen aber die engen Grenzen eines dokumentarischen Stils und bedienen sich der vielfältigen Möglichkeiten digitaler Techniken und neuer künstlerischen Ausdrucksformen. Pinakothek der Moderne vom 30.09.2016 bis 29.01.2017
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Fotografie heute: distant realities
Fotoausstellung München . Die Arbeiten von Ilit Azoulay, Mishka Henner, Inga Kerber, Mykola Ridnyi und Erin Shirreff untersuchen spezifische, oftmals gesellschaftlich oder politisch neuralgische Orte, verlassen aber die engen Grenzen eines dokumentarischen Stils und bedienen sich der vielfältigen Möglichkeiten digitaler Techniken und neuer künstlerischen Ausdrucksformen. Pinakothek der Moderne vom 30.09.2016 bis 29.01.2017

 Erin Shirreff UN 2010

 

Seit ihrem Bestehen engagiert sich die Pinakothek der Moderne in München sowohl sammelnd als auch ausstellend, wenn es um aktuelle Positionen innerhalb internationaler Fotokunst geht. Eine alle zwei Jahre stattfindenden will nun über das singuläre Ausstellungsereignis hinaus auch ein vielschichtiges Diskussions- und Informationsforum begründen. Durch die Veränderungen, die die Digitalisierung in nahezu allen Lebensbereichen hervorgerufen hat, befindet sich auch die Fotografie in einem steten Prozess der Neufindung. Das fotografische Medium als künstlerisch eigenständige Ausdrucksform steht dabei nicht mehr nur im Austausch mit den klassischen Bildgattungen, sondern ebenso mit multimedialen und digitalen Bildwelten wie deren neuartigen Präsentationsformen und Distributionsverfahren. Die notwendige Anpassung an die rasante technische Entwicklung, die durch die weltweite Zirkulation der Bilder im virtuellen Raum in den letzten Jahren eine neue Dimension erreicht hat, sowie der Dialog mit anderen Medien und Bildsystemen erfordern eine kontinuierliche Neubestimmung ihrer theoretischen und ästhetischen Parameter. Ist Fotografie heute überhaupt noch das, was der Betrachter zu kennen meint und zu sehen glaubt? Wie definiert sich ihr Verhältnis zu Wirklichkeit und Authentizität einerseits, zur Autonomie des Bildes andererseits? Wie überlagern digitale, nicht fotografiespezifische Prozesse die Bildwerdung, ihre Erscheinungsformen und Rezeption?

Die Ausstellungsreihe Fotografie heute nimmt Themen und Schwerpunkte der eigenen Sammlung zum Ausgangspunkt, um der Fortschreibung fotografischer Positionen und Herausbildung neuer künstlerischer Strategien nachzugehen. Für die Auswahl zu distant realities war der umfangreiche Sammlungsbestand zur topographischen Fotografie initiierend, Werke amerikanischer und europäischer Fotografen von den frühen 1970er-Jahren bis heute. Die  analytisch-beschreibenden Bestandsaufnahmen, wie sie beispielsweise Robert Adams, Bernd und Hilla Becher oder Zoe Leonard formulier(t)en, setzen sich mit dem Status quo und Wandel urbaner, suburbaner wie ländlicher Lebensräume auseinander und zeichnen die Spuren nach, die Zeit und Geschichte ihnen eingeschrieben haben.

 

 

 Mykola Ridnyi Under Suspicion-24

 

Auch die Arbeiten von Ilit Azoulay, Mishka Henner, Inga Kerber, Mykola Ridnyi und Erin Shirreff untersuchen spezifische, oftmals gesellschaftlich oder politisch neuralgische Orte, verlassen aber die engen Grenzen eines dokumentarischen Stils und bedienen sich der vielfältigen Möglichkeiten digitaler Techniken und neuer künstlerischen Ausdrucksformen. Die analoge Fotografie, ihre Geschichte, wie die an sie geknüpften Vorstellungen bleiben dabei ein zentraler Bezugspunkt. Immer geht es in ihren künstlerischen Ansätzen auch um ein Nachdenken über das Medium und den Status des Bildes, über Wahrnehmung und Sehen sowie die komplexen Bedingungen, unter denen sich beide konstituieren. Nicht die unmittelbare Wirklichkeit ist der Referent, sondern ihr medial vermitteltes Bild, eingebettet in ein vielschichtiges, von divergierenden Kräften beherrschtes Spannungsfeld.

So übersetzt Mishka Henner in seiner zwischen 2011 und 2013 entstandenen Serie No Man’s Land die Tradition des fotografischen Road Movies ins frühe 21. Jahrhundert. Nicht mehr selbst vor Ort, sondern mittels Google Street View dokumentiert er Straßenprostituierte in Italien und Spanien und seziert zugleich die sichtbaren, aber kaum noch wahrgenommenen Ränder unserer globalisierten Gesellschaft, in der jeder zu einer Art „Ressource“ des Kapitals zu werden droht. „So gesehen“, sagt Henner, „ist No Man’s Land ein Ausschnitt aus der Landkarte des technologischen Kapitalismus, eine Kartografie seiner Reichweite und seiner komplexen Wechselbezüge“.

Für seine 33teilige Serie Under suspicion fotografierte Mykola Ridnyi Orte der öffentlichen Begegnung, wie Plätze, Supermärkte und Metrostationen, in seiner Heimatstadt Charkiw. Nachträglich eingefügte Markierungen lassen sie zu potentiellen Tatorten werden, während die zufällig ins Bild geratenen Menschen als mögliche Attentäter erscheinen. Ridnyi reagiert auf die zunehmende staatliche Überwachung seit Beginn der Protestkundgebungen in der Ukraine, auf das Misstrauen eines jeden gegen jeden, das sich seit den kriegerischen Auseinandersetzungen mit Russland schleichend auch ins Privatleben eingeschrieben hat. Dem Künstler zufolge ist Unter Verdacht ein imaginäres Archiv des zivilen Blicks in einer Zeit, wo nahezu das gesamte Alltagsleben verdächtig erscheint.

Ilit Azoulay ist eine sensible Seismographin, ihr Material die Architektur, der gebaute und umbaute Raum, aus dessen Fragmenten sie die blinden Flecken der Geschichte herausfiltert. Die mehrteilige Werkgruppe Imaginary Order ist zwischen 2012 und 2016 entstanden, erstmals sind die beiden zuletzt fertig gestellten Arbeiten ausgestellt. Ausgangspunkt der panoramatischen Foto-Assemblagen ist der Umbau eines in den 1960er Jahren erbauten, dem Gemeinwohl dienenden Sanatoriums in ein Luxus-Hotel sowie der an diesem Prozess sichtbar werdende Wandel der israelischen Gesellschaft. Zugleich legt Azoulay die verborgene Geschichte frei, die diesen exponierten Ort mit einem nationalen Trauma verbindet.  

Tradierte Formen von Wahrnehmung und Zeiterfahrung herauszufordern steht im Zentrum der filmisch animierten Fotografien von Erin Shirreff. Die amerikanische Künstlerin verwendet analog entstandene Aufnahmen, eigene wie fremde, originale wie gedruckte oder aus dem Internet abfotografierte, und setzt sie digital zu Video-Sequenzen zusammen, die einen filmischen, nicht aber zeitlichen Verlauf suggerieren. Die physischen und psychologischen Bedingungen, unter denen wir eine Landschaft in Kanada oder eine Architekturikone in New York durch ihre bildliche Wiedergabe erfahren, lassen neue, imaginäre Räume entstehen. 

Die in Leipzig arbeitende Fotografin Inga Kerber bewegt sich in den klassischen kunsthistorischen Genres, sie bearbeitet Themen wie Landschaft, Porträt oder Stillleben, und jedes ihrer immer mehrteiligen Werke trägt im Titel das Wort ‚Cliché‘. Kerber untersucht beharrlich, was das (vermeintliche) Wesen des Fotografischen ausmacht. In einem mehrfachen Prozess des Aufnehmens und Reproduzierens, dessen materielle Spuren sich in die Bilder einschreiben und der analoge wir digitale Komponenten verbindet, wird nicht nur das Motiv sondern auch die Bildgenese in den Mittelpunkt gerückt.  

Kuratorin wurde die Ausstellung von Dr. Inka Graeve Ingelmann, Leiterin der Sammlung Fotografie und Neue Medien, Pinakothek der Moderne, München 

Die Ausstellungsreihe wird dank der Unterstützung durch die Alexander Tutsek-Stiftung, München, ermöglicht.

Pinakothek der Moderne Kunstareal, Barerstraße, München

 

 

25.09.2016 - 06.01.2017
Fotoausstellung Siegen . Das Siegerlandmuseum präsentiert 2017 in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler e.V. (ASK) die Serie „Tango Metropolis“ des Fotokünstlers Thomas Kellner. Vom 25.9.2016 bis 6.1.2017
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Thomas Kellner - Tango Metropolis
Fotoausstellung Siegen . Das Siegerlandmuseum präsentiert 2017 in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler e.V. (ASK) die Serie „Tango Metropolis“ des Fotokünstlers Thomas Kellner. Vom 25.9.2016 bis 6.1.2017

 Tokyo, Tokyo Tower 2010 C-Print 68,2 x 104,5 cm / 26.8" x 40.9", edition 12+3

 

 Thomas Kellners Bilder sind unverwechselbar, man erkennt auf einen Blick die Urheberschaft der Werke. In „Tango Metropolis“ zeigt Kellners charakteristische Fotoarbeiten als Kontaktbögen mit Architekturmotiven aus aller Welt, wie den Tokyo Tower, die Golden Gate Bridge oder das Colosseum in Rom.

Bei ausgiebiger Betrachtung der Werke erkennt man, dass die Bilder zusammenhängend und bewusst geschossen wurden, um sie auf bestimmte Weise zusammensetzen zu können. Es wird klar, dass ein gut durchdachtes System dahinter steckt. Die schwarzen, horizontal laufenden, mit Codes und fortlaufenden Nummern versehenen Streifen sowie dünnere, vertikal angelegte, scheinbar durchgehende Teilungen zeigen deutlich, dass es sich hier um Filmmaterial und Kontaktabzüge handelt. Dabei kann die Anzahl der Einzelaufnahmen eines Werkes bis zu 1296 sein. Der deutsche Fotokünstler Thomas Kellner nimmt nicht nur ein Bild auf, sondern viele geplante Einzelaufnahmen, um sie zu einem zusammenzuführen in Form von einem Kontaktbogen.

 

Rom, Colosseum at night, 2005, C-Print, 68,2 x 69,7 cm / 26,6" x 27,2", edition 12+3

 

 

Thomas Kellners Werke bieten eine Seh- und Erkenntnishilfe. Denn die einzelnen Bilder sind Ausschnitte, Teile eines Ganzen und imitieren im Grunde den Sehprozess. Stück für Stück, ein Segment nach dem anderen wird wahrgenommen, betrachtet und setzt sich zu einem großen Bild zusammen. So lässt sich sagen, dass die Bilder nicht die Architektur zerlegen, sondern den Blick reproduzieren und somit unsere Wahrnehmung von Architektur hinterfragt wird. Konstruktion und Dekonstruktion, Aufbau und Fragmentierung liegen in den Bildern oft nahe beieinander.

Das Hauptthema in Thomas Kellners Werken ist die von Menschen erbaute historische und zeitgenössische Welt, sie spiegelt sowohl real als auch assoziativ unter anderem Geschichte, Zeit, Spiritualität, Kultur, Macht, Geist und Stolz. Und obwohl diese Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen schon unzählige Male fotografiert wurden, hat wohl noch nie jemand diese Motive auf diese Weise festgehalten.

Zur Ausstellung erscheint in der Publikationsreihe der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler e.V. ein Katalog „Thomas Kellner – Tango Metropolis“ mit einem Text von Prof. Dr. Irina Chmyreva, in dem sie den Begriff der „Visuellen analytischen Synthese“ erläutert (Broschüre, 21 x 21 cm, 24 Seiten, 9 Abbildungen).

 


Siegerlandmuseum im Oberen Schloss, Burgstraße, Siegen

 

 

 

16.09.2016 - 09.01.2017
Ausstellung Berlin – Wer einmal eine ihrer Inszenierungen oder sie auf der Bühne gesehen hat, wird sie nicht mehr vergessen – Pina Bausch, eine Pionierin des modernen Tanztheaters. Die Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Kooperation mit der Pina Bausch Foundation, Wuppertal, wird im Martin-Gropius Bau gezeigt. Sie gibt einen einen Einblci in die Arbeit von Pina Bausch. 16. September bis 9. Januar 2016
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Pina Bausch und das Tanztheater
Ausstellung Berlin – Wer einmal eine ihrer Inszenierungen oder sie auf der Bühne gesehen hat, wird sie nicht mehr vergessen – Pina Bausch, eine Pionierin des modernen Tanztheaters. Die Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Kooperation mit der Pina Bausch Foundation, Wuppertal, wird im Martin-Gropius Bau gezeigt. Sie gibt einen einen Einblci in die Arbeit von Pina Bausch. 16. September bis 9. Januar 2016

 Jochen Viehoff
Pina Bausch tanzt ein Solo in Danzón (Ausschnitt)
© Jochen Viehoff

 

Pina Bausch (1940–2009) gilt als Pionierin des modernen Tanztheaters. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht nicht nur das Werk in Form der auf die Bühne gebrachten Stücke. Mit Objekten, Installationen, Fotografien und Videos werden vor allem die Grundlagen, Aspekte und Vorgehensweise ihrer Arbeit sowie die Menschen, die sie begleitet haben, in den Fokus gerückt.

 

Rolf Borzik
Aufführung: Metamorphose
Choreografie: Jean Cébron
Folkwang Hochschule Essen, um 1970
© Pina Bausch Foundation

 

 

Ulli Weiss
Probe in der Lichtburg
Wuppertal, um 1978
© Pina Bausch Foundation

 

Herzstück der Ausstellung ist ein Nachbau der „Lichtburg“ – jenes Proberaums in einem ehemaligen Wuppertaler Kino, in dem Pina Bausch den größten Teil ihrer Stücke gemeinsam mit ihren Tänzerinnen und Tänzern entwickelt hat. Im Lichthof des Martin-Gropius-Bau aber wird er zum Raum der Begegnung mit Mitgliedern des Tanztheaters, die den Besuchern Bewegungsqualitäten und kleine Bewegungssequenzen vermitteln, ergänzt durch Performances, Tanz-Workshops, öffentliche Proben, Gespräche und Filme.

 

 

 

Wilfried Krüger
Porträt Pina Bausch
Foto: Wilfried Krüger
© Pina Bausch Foundation

 

 

26.08.2016 - 11.12.2016
Ausstellung Köln . Das Museum für Angewandte Kunst Köln würdigt in einer großen Ausstellung das Schaffen von Willy Fleckhaus, der wie kein Zweiter die visuelle Kultur der jungen Bundesrepublik von den 1960er bis 80er Jahren geprägt hat. Anhand von Magazinen, Fotografien, Illustrationen, Büchern, Buchreihen und Plakaten warum Fleckhaus international zum Vorbild für wenigstens eine Generation von Zeitschriften- und Buchgestaltern, Werbeleuten und Fotografen wurde. Bis 11. Dezember 2016
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Willy Fleckhaus – Design, Revolte, Regenbogen
Ausstellung Köln . Das Museum für Angewandte Kunst Köln würdigt in einer großen Ausstellung das Schaffen von Willy Fleckhaus, der wie kein Zweiter die visuelle Kultur der jungen Bundesrepublik von den 1960er bis 80er Jahren geprägt hat. Anhand von Magazinen, Fotografien, Illustrationen, Büchern, Buchreihen und Plakaten warum Fleckhaus international zum Vorbild für wenigstens eine Generation von Zeitschriften- und Buchgestaltern, Werbeleuten und Fotografen wurde. Bis 11. Dezember 2016


Willy Fleckhaus, der Hersteller Scharlemann und Christian Diener
in der „twen“-Redaktion, um 1964, Fotograf: anonym


Nicht ohne Grund nannte man Willy Fleckhaus (1925-1983) den „teuersten Bleistift Deutschlands“. Fleckhaus verschmolz die Ratio der Schweizer Grafik mit der Phantasie des amerikanischen Editorial Design und war auf allen Gebieten visueller Kommunikation tätig. Er hat Zeitschriften und Bücher gemacht, Plakate und Signets entworfen, Kataloge und Festschriften betreut. Konkret verbinden sich mit dem Namen Willy Fleckhaus Zeitschriften wie das legendäre Jugendmagazin „twen“ (1959-1971), die Illustrierte „Quick“ oder das Supplement der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Buchreihen wie die in den Farben des Regenbogens gehaltene „edition suhrkamp“, Ausstellungen zur Kölner photokina oder das Erscheinungsbild des WDR.

 

twen, Nr. 6, 1969, Fotografie: Guido Mangold,
Grafische Gestaltung: Willy Fleckhaus, © Hans Döring

twen, Nr. 4, 1964, Fotografie: Ulrich Mack, Text: Rolf Palm,
Grafische Gestaltung: Willy Fleckhaus, © Hans Döring

 

Quick, Nr. 15, 1963, Fotografie: Will McBride,
Grafische Gestaltung: Willy Fleckhaus, © Hans Döring

 


Willy (Wilhelm August) Fleckhaus (* 21. Dezember 1925 in Velbert; † 12. September 1983 in Castelfranco di Sopra, Italien) war nach einer Journalistenausbildung zunächst als Redakteur für die Zeitschriften „Fährmann“ und „Aufwärts“ tätig. 1953 übernahm er die graphische Gestaltung der gewerkschaftlichen Jugendzeitschrift „Aufwärts“ und machte sich 1959 als Grafiker selbständig. Im selben Jahr gründete er mit Adolf Theobald und Stephan Wolf die Jugendzeitschrift „twen“. Neben Beratungsaufträgen u.a. für das Kölner Verlagshaus DuMont-Schauberg und die photokina war er ab 1959 für die Gestaltung der Buchreihen des Suhrkamp Verlags sowie für die Taschenbücher des Insel Verlags verantwortlich. In den Jahren 1972 und 1973 war Fleckhaus Präsident des deutschen Art Directors Club. 1974 wurde Willy Fleckhaus Professor an der Folkwangschule in Essen. 1980 wechselte er an die Bergische Universität Wuppertal und lehrte dort bis zu seinem Tod Typografie im Fachbereich Kommunikationsdesign.

 

Plakat „Der Mensch lebt durch den Kopf“, Suhrkamp Verlag, 1973,
Grafische Gestaltung: Willy Fleckhaus, © Carsten Wolff,
FINE GERMAN DESIGN, Frankfurt am Main

 


Als Willy Fleckhaus zu gestalten begann, wurden Zeitschriften von Einrichtern, bestenfalls Grafikern betreut, die im Impressum der Magazine irgendwo ganz unten auftauchten. Als er starb, war die „Art Direction“ zum festen Begriff und zur gehobenen Position im Konzert der Herstellung geworden. Willy Fleckhaus hat diesen Paradigmenwechsel maßgeblich mit herbeigeführt. Er hat den Begriff des „Art Directors“ importiert und popularisiert, mit Leben erfüllt und damit – nicht nur im Printbereich – das Modell einer für alle Fragen der Optik zuständigen Verantwortlichkeit etabliert.
Die Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst Köln ist die erste, die das Werk des Grafikdesigners Willy Fleckhaus umfassend würdigt. Im Kern kreist sie um das visuelle bzw. gestalterische Vokabular des Art Directors und Designers. Zugleich will sie keine reine Design-Ausstellung sein, sondern – speziell über die von Fleckhaus gestalteten Zeitschriften – auch drei bewegte Jahrzehnte rekapitulieren – vom Jugendprotest der sechziger bis hin zum Hedonismus der achtziger Jahre. In diesem Sinne tangiert die Schau auch und gerade politische und soziale Fragen, thematisiert Aspekte der Mode und Alltagskultur, der Emanzipation und sexuellen Befreiung, der Literatur und Kunst. Tatsächlich spiegeln sich in Willy Fleckhaus’ Wirken nicht weniger als drei Schlüsseljahrzehnte der jungen alten „BRD“.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Münchner Museum Villa Stuck, wo sie in der ersten Jahreshälfte 2017 gezeigt wird.


Museum für Angewandte Kunst Köln An der Rechtschule, Köln



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