Fotoausstellungen

25.09.2016 - 06.01.2017
Fotoausstellung Siegen . Das Siegerlandmuseum präsentiert 2017 in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler e.V. (ASK) die Serie „Tango Metropolis“ des Fotokünstlers Thomas Kellner. Vom 25.9.2016 bis 6.1.2017
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Thomas Kellner - Tango Metropolis
Fotoausstellung Siegen . Das Siegerlandmuseum präsentiert 2017 in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler e.V. (ASK) die Serie „Tango Metropolis“ des Fotokünstlers Thomas Kellner. Vom 25.9.2016 bis 6.1.2017

 Tokyo, Tokyo Tower 2010 C-Print 68,2 x 104,5 cm / 26.8" x 40.9", edition 12+3

 

 Thomas Kellners Bilder sind unverwechselbar, man erkennt auf einen Blick die Urheberschaft der Werke. In „Tango Metropolis“ zeigt Kellners charakteristische Fotoarbeiten als Kontaktbögen mit Architekturmotiven aus aller Welt, wie den Tokyo Tower, die Golden Gate Bridge oder das Colosseum in Rom.

Bei ausgiebiger Betrachtung der Werke erkennt man, dass die Bilder zusammenhängend und bewusst geschossen wurden, um sie auf bestimmte Weise zusammensetzen zu können. Es wird klar, dass ein gut durchdachtes System dahinter steckt. Die schwarzen, horizontal laufenden, mit Codes und fortlaufenden Nummern versehenen Streifen sowie dünnere, vertikal angelegte, scheinbar durchgehende Teilungen zeigen deutlich, dass es sich hier um Filmmaterial und Kontaktabzüge handelt. Dabei kann die Anzahl der Einzelaufnahmen eines Werkes bis zu 1296 sein. Der deutsche Fotokünstler Thomas Kellner nimmt nicht nur ein Bild auf, sondern viele geplante Einzelaufnahmen, um sie zu einem zusammenzuführen in Form von einem Kontaktbogen.

 

Rom, Colosseum at night, 2005, C-Print, 68,2 x 69,7 cm / 26,6" x 27,2", edition 12+3

 

 

Thomas Kellners Werke bieten eine Seh- und Erkenntnishilfe. Denn die einzelnen Bilder sind Ausschnitte, Teile eines Ganzen und imitieren im Grunde den Sehprozess. Stück für Stück, ein Segment nach dem anderen wird wahrgenommen, betrachtet und setzt sich zu einem großen Bild zusammen. So lässt sich sagen, dass die Bilder nicht die Architektur zerlegen, sondern den Blick reproduzieren und somit unsere Wahrnehmung von Architektur hinterfragt wird. Konstruktion und Dekonstruktion, Aufbau und Fragmentierung liegen in den Bildern oft nahe beieinander.

Das Hauptthema in Thomas Kellners Werken ist die von Menschen erbaute historische und zeitgenössische Welt, sie spiegelt sowohl real als auch assoziativ unter anderem Geschichte, Zeit, Spiritualität, Kultur, Macht, Geist und Stolz. Und obwohl diese Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen schon unzählige Male fotografiert wurden, hat wohl noch nie jemand diese Motive auf diese Weise festgehalten.

Zur Ausstellung erscheint in der Publikationsreihe der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler e.V. ein Katalog „Thomas Kellner – Tango Metropolis“ mit einem Text von Prof. Dr. Irina Chmyreva, in dem sie den Begriff der „Visuellen analytischen Synthese“ erläutert (Broschüre, 21 x 21 cm, 24 Seiten, 9 Abbildungen).

 


Siegerlandmuseum im Oberen Schloss, Burgstraße, Siegen

 

22.08.2016 - 30.09.2016
Fotoausstellung Merchweiler . Im Rathaus von Merchweiler sind in der Ausstellung „Augenblicke“ Bilder des Münchner Fotografen Maximilian Mutzhas zu bewundern, die einen abwechslungsreichen Überblick dessen fotografischen Arbeit geben. 22. August bis 30. September 2016
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Maximilian Mutzhas – Augenblicke
Fotoausstellung Merchweiler . Im Rathaus von Merchweiler sind in der Ausstellung „Augenblicke“ Bilder des Münchner Fotografen Maximilian Mutzhas zu bewundern, die einen abwechslungsreichen Überblick dessen fotografischen Arbeit geben. 22. August bis 30. September 2016

 

Schönheit des Designs, Stillleben eines Plattenspielers, 2012

 

Stilllife – eine trockene Angelegenheit ohne besonderen fotografischen Esprit? Nein keineswegs, wenn man die Bilder von Maximilian kennt. Der Fotograf haucht jedem  Wasserglas, jedem Plattenspieler, jedem Schmuckstück Leben ein, holt jede – anderen vielleicht verborgene – Schönheit aus den Objekten, die er fotografiert ein. „ Bewusst habe ich mich für eine Retrospektive der letzten 15 Jahre entschieden, um zu zeigen, wie vielfältig die Arbeit eines Stilllife- Fotografen sein kann”, erklärt Mutzhas die Auswahl seiner Bilder. Während einer Assistenz bei einem Studio-Designer ist er auf den Geschmack gekommen und seine Berufswahl getroffen.

 

 Stillleben in Anlehnung an die klassische Malerei, 2014

 

 Porträt eines Exilrussen, Bilder asu dem Wohnbereich, 2004

 

 Stilllleben Schädel mit Schmuck, 2016

 

„Die Kombination aus Technik und kreativer Arbeit hat mich so begeistert, dass ich den Plan gefasst habe, die Fotografie als Beruf zu ergreifen. Die Ausbildung zum Fotografen machte ich von 1989 bis 1992. Ernst wurde es ab 1992, denn jetzt war ich freier Fotodesigner und selbständig, mit eigenem Fotostudio im Raum München. Auch wurde ich Mitglied beim DJV (Deutscher Journalisten-Verband) und einige Jahre später in den DGPH berufen”, erzählt Maximilian Mutzhas.

 

 Urbane Tempel, entstanden in München, 2012

 

Zu seinen Auftraggebern zählten Firmen wie Siemens, Panasonic, Adidas, Atomic, Salewa und viele mehr. Maximilian Mutzhas gibt sein Wissen um die Gestaltung und Lichtführung im Bereich Stilllife und in der digitalen Fotografie und Bildbearbeitung auch in Workshops weiter. Außerdem ist er seit Anfang 2008 als Dozent für Fotografie an der ifog Akademie in München tätig. „Für mich ist es immer noch interessant dabei zu beobachten, was Studenten über die Fotografie denken und umsetzen“, erklärt Maximilian Mutzhas.

Durch seine stetige Arbeit im abgedunkelten Atelier entstand aber in den letzten Jahren immer mehr der Wunsch, auch Landschafts- Architektur- und Reportage-Fotografie zu betreiben. Plötzlich hieß es für ihn die „Rein ins Licht rein ins Leben“ und es folgten Reisen in den Kaukasus, nach Lappland, nach Sibirien und Schottland.

„Natürlich ist es so, dass man als freier Fotograf immer daran denken muss, „wie geht es weiter?“ Ich beschäftigte mich mit 360 Grad-Panoramen, natürlich mit hoch auflösenden Kamerasystemen. Dazu kam die Fotografie inclusive Videofilmen mit Drohnen”, berichtet Mutzhas.

Die Ausstellung ist werktags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

 

12.08.2016 - 16.10.2016
Fotoausstellung Salzburg. Eine Hommage an weibliche Ästhetik, Sinnlichkeit und Erotik sind die atemberaubenden Aufnahmen des belgischen Fotografen Marc Lagrange. Im Dezember 2015 ist der Künstler bei einem Autounfall auf Teneriffa ums Leben gekommen. In Österreich zeigt die Leica Galerie Salzburg die erste Ausstellung nach seinem Tod. Vom 12. August bis 16. Oktober 2016
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Marc Lagrange – Senza Parole
Fotoausstellung Salzburg. Eine Hommage an weibliche Ästhetik, Sinnlichkeit und Erotik sind die atemberaubenden Aufnahmen des belgischen Fotografen Marc Lagrange. Im Dezember 2015 ist der Künstler bei einem Autounfall auf Teneriffa ums Leben gekommen. In Österreich zeigt die Leica Galerie Salzburg die erste Ausstellung nach seinem Tod. Vom 12. August bis 16. Oktober 2016

 

Marc Lagrange war einer der besten und erfolgreichsten Aktfotografen. Seine Aufnahmen waren immer weit entfernt von billiger Nacktheit, sondern feierten die weibliche Schönheit in opulenten Bildern, die oft an exklusiven Orten wie Schlössern entstanden. Er inszeniert die Weiblichkeit mit Charme und arbeitet gern mit den gleichen Modellen zusammen. International wurde der Fotograf, der in Antwerpen lebte und arbeitete mit dem Buch „Diamond & Pearls“, das in Deutschland im teNeues Verlag erschien.

 

 

Lagangre‘s Bilder beinhalten sorgfältig arrangierte, opulente Szenerien mit sehr viel Liebe fürs Detail. Für sein letztes Werk „Senza Parole“ ließ Marc Lagrange nach Kulissen suchen, die auf magischer Weise die bildhauerischen Künste verkörpern. Marc Lagrange´s Aufnahmen werden überall auf der Welt gesammelt und ausgestellt.
In Österreich zeigt die Leica Galerie Salzburg die erste Ausstellung nach seinem Tod.

Leica Galerie, Gaisbergstraße 12, Salzburg

 

28.07.2016 - 04.09.2016
Fotoausstellung Hannover . GAF Galerie für Fotografie zeigt vom 28. Juli bis zum 4. September 2016 die Ausstellung „Die Gitans von Perpignan“ mit Bildern von Jesco Denzels. Die Aufnahmen ermöglichen einen Einblick in die Welt der französischen Roma, der einem normalerweise nicht zugänglich ist.
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Jesco Denzels - Die Gitans von Perpignan
Fotoausstellung Hannover . GAF Galerie für Fotografie zeigt vom 28. Juli bis zum 4. September 2016 die Ausstellung „Die Gitans von Perpignan“ mit Bildern von Jesco Denzels. Die Aufnahmen ermöglichen einen Einblick in die Welt der französischen Roma, der einem normalerweise nicht zugänglich ist.

 

Im Herzen der historischen Altstadt von Perpignan in Südfrankreich lebt mit rund 8.000 Bewohnern im Viertel St. Jacques eine der größten Gitans-Gemeinden in Frankreich, und vor allem die einzige innerstädtische. Während in allen anderen Städten größere Siedlungen sesshafter Gitans an die Stadtränder gedrängt wurden, ist in den engen Gassen des Viertels St. Jacques eine lebendige Stadt in der Stadt entstanden. Es sind vor allem die Nachfahren spanischer Kalé, die im Laufe des 19. Jahrhunderts ins französische Katalonien auswanderten, die heute in St. Jacques leben, und sie haben noch immer starke Bindung an Spanien. Die Umgangssprache in St. Jacques heisst schlicht Gitan, ein etwas abgewandeltes Katalanisch.

 

 

Fernab von romantischen Vorstellungen, die man mit mediterranem „Zigeunerleben“ verbinden mag, organisieren die Bewohner von St. Jacques ihr Leben auf eine Art und Weise, die ihren ordentlich-französischen Nachbarn oft suspekt erscheint: „Die arbeiten alle nicht“, ist das gängige Vorurteil. „Wenn ich mich irgendwo vorstelle und der Chef sieht, dass ich Gitan bin, kann ich gleich wieder gehen“, sagt ein Arbeitsloser aus dem Viertel. Hier zählen Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl und vor allem die Fähigkeit, sich irgendwie durchschlagen zu können. Denn Probleme gibt es reichlich – Arbeitslosigkeit, Drogen und Analphabetismus machen das Leben in St. Jacques bisweilen nicht einfach.

 

 

Der in Berlin lebende Fotograf Jesco Denzel, 44,  hat nach seinem Magister in Politischer Wissenschaft an der Hochschule Hannover Fotojournalismus studiert. Nach seinem Praktikum bei der F.A.Z. und dem Ende des Studiums hat er zahlreiche Reportagen in namhaften Magazinen veröffentlicht,  u.a. in GeoZEITmagazin und mare. Seit 2010 ist er offizieller Fotograf der Bundesregierung.

Im Jahre 2004 begann Jesco Denzel mit seinem Fotoprojekt über die Gitans in Perpignan, dass er seitdem regelmäßig erweitert. Die Ausstellung von hervorragend komponierten Schwarzweiß-Fotografien mischt auf harmonische Weise Motive klassischer Reportagefotografie mit Bildern, die eher an Fotos der Street Photography erinnern. Sie geben uns einen Einblick in die Welt der französischen Roma, die einem normalerweise nicht zugänglich ist.

 

Die Ausstellung »Die Gitans von Perpignan« wird am Mittwoch, den 27. Juli um 19 Uhr eröffnet. Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung hält der hannoversche Kulturdezernent Harald Härke ein Grußwort. Anschließend spricht Prof. Rolf Nobel zur Einführung in die Arbeit  mit dem Fotografen Jesco Denzel.

 

GAF Galerie für Fotografie, Seilerstraße 15D, Hannover

 

 

17.07.2016 - 20.11.2016
Fotoausstellung Bayreuth . In einer Sonderausstellung zeigt das Richard Wagner Museum Theaterfotografien von Monika Rittershaus die einen Einblick erlauben in die vielfältige Welt der Wagner-Inszenierungen. 17. Juli – 20. November 2016
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Wagnerbilder. Monika Rittershaus. Fotografien 1992-2016
Fotoausstellung Bayreuth . In einer Sonderausstellung zeigt das Richard Wagner Museum Theaterfotografien von Monika Rittershaus die einen Einblick erlauben in die vielfältige Welt der Wagner-Inszenierungen. 17. Juli – 20. November 2016

Das Rheingold. Los Angeles Opera. 2009. Inszenierung und Bühne: Achim Freyer. Kostüme: Amanda Freyer.
Licht: Brian Gale. © Monika Rittershaus

 

Die Theaterfotografie ist eine besondere Disziplin der Fotokunst. Das Theater entzieht sich als performative, dynamische Kunstform dem fixierten Moment der in der Fotografie erstarrten und gleichsam geronnenen Zeit. Es kommt daher darauf an, nicht nur die künstlerische Intention einer Opernproduktion und ihrer Urheber im festgehaltenen Augenblick zu erfassen, sondern auch ihren spezifischen inneren und äußeren Rhythmus. Eine gelungene Theaterfotografie ist mithin nicht nur Dokumentation, sondern stets auch Interpretation und Darstellung von Theaterästhetik und das beweisen die Bilder von Monika Rittershaus.

 

Tristan und Isolde. Staatsoper Berlin. 2006. Inszenierung: Stefan Bachmann. Bühne: Herzog & de Meuron.
Kostüme: Annabelle Witt. Licht: Andreas Fuchs. © Monika Rittershaus

 

Ihre Momentaufnahmen fassen den Geist einer Operninszenierung wie in einem Brennglas zusammen. Insbesondere der Wechselbeziehung zwischen Figur und Raum kommt dabei besondere Bedeutung zu. Dabei versteht Monika Rittershaus sich auch in der zugleich individuellen wie typischen Zeichnung der Operngestalten und ihrer Charaktere. Das Theater als vergängliche Kunst über den Menschen erscheint in den Fotografien von Monika Rittershaus nicht als Dokumentation vergänglicher Geschichte historischer Aufführungen, sondern in seiner ganzen spannenden Gegenwärtigkeit und Lebendigkeit.

Die Ausstellung im Richard Wagner Museum 2016 ist eine Retrospektive der Arbeiten von Monika Rittershaus zu Wagner-Inszenierungen. Aus ihrer jahrelangen Zusammenarbeit mit bedeutenden und verschiedensten Regisseuren und Bühnenbildnern entsteht so ein faszinierendes und künstlerisch hochwertiges Panorama verschiedenster Wagner-Deutungen in den vielfältigen Ausdrucksformen moderner Theaterästhetik. So weitet die Ausstellung nicht nur den Blick auf Wagner und zeigt sein Werk aus den verschiedensten Perspektiven, sondern erzählt in den Fotografien von Monika Rittershaus von der Kunst und der Faszination des Theaters und der Wagner-Inszenierung mittels Kunstwerken eigener und faszinierender Art.

 

Götterdämmerung. Hamburgische Staatsoper. 2010. Inszenierung: Claus Guth. Bühne und Kostüme: Christian Schmidt. Licht: Michael Bauer. © Monika Rittershaus

 

Monika Rittershaus, geb. 1963, gehört zu den bedeutendsten, nachgefragtesten und erfolgreichsten Theaterfotografinnen unserer Zeit. 1982 – 1984 studierte sie Philosophie, Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Wuppertal, von 1985 – 1992 Fotografie an der Fachhochschule Dortmund bei Prof. Gisela Scheidler. Seit 1989 arbeitet sie als Theaterfotografin unter anderem für die Staatsoper Berlin, Komische Oper Berlin, Berliner Ensemble, Oper Frankfurt, Nederlandse Opera, Hamburgische Staatsoper, Salzburger und Schwetzinger Festspiele, Los Angeles Opera.

 Folgende Buch- und Katalogpublikationen sind von Monika Rittershaus erschienen:

1995 Klangbilder, Portrait der Staatskapelle Berlin
1999 Achim Freyer ZAUBERFLÖTENWELT
2006 Malakhovs Dornröschen
2007 FREYER THEATER
2008 Schwetzinger Festspiele 1996-2008
2009 The Jerusalem Chamber Music Festival

 

 

 

17.07.2016 - 30.11.2016
Fotoausstellung und Workshop Salzburg . Im Fotoraum Hohensalzburg werden vom 19. Juli bis 30. November 2016 "Festungsfotografien aus 125 Jahre" gezeigt. Außerdem gibt es vom Freitag 16. bis 18. September 2016 auf der Festung Hohensalzburg einen Lochkamera-Workshop.
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Festungsfotografien aus 125 Jahren
Fotoausstellung und Workshop Salzburg . Im Fotoraum Hohensalzburg werden vom 19. Juli bis 30. November 2016 "Festungsfotografien aus 125 Jahre" gezeigt. Außerdem gibt es vom Freitag 16. bis 18. September 2016 auf der Festung Hohensalzburg einen Lochkamera-Workshop.

 

Reinhart Mlineritsch, „Festung, Hoher Stock", 2016, s/w Fotografie, 94 x 120 cm

 

Die Ausstellung "Festungsfotografien aus 125 Jahren" stellt historische Fotografien, beginnend mit  Carl von Frey, Ende des 19. Jahrhunderts, und aktuelle Fotoarbeiten gegenüber. Thema ist die Festung, vor allem die inneren Bereiche.

Man begegnet historischen Ansichten aus den Salzburger Archiven von Robert L. Erdmann, Carl von Frey und unbekannten Autoren und aktuellen Werken von Irene Andessner, Christa Kempf, Reinhart Mlineritsch, Esther Moises, Joyce Rohrmoser, Patrick Schaudy, Gretl Thuswaldner, Wang Jixin, Otto Wieser.

 


Christa Kempf, „im Blick 2016", analoge Fotografie mit Lochkamera, 64 x 80 cm

 

 

In dem Museumseingang zeigt die Galerie im Traklhaus in Kooperation mit der Festungsverwaltung seit Herbst 2011 Fotoarbeiten von Künstlern, mit denen in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet wurde. Die Serien, die hier jeweils 4 Monate ausgestellt werden, sind eigens dafür produziert. Neben dem Museum mit historischem Schwerpunkt auf der Festung wird aktuelle, zeitgenössische Kunst präsentiert.

Eingang: rechts in der Hauptstiege Hoher Stock (im Bereich Zugang zum Festungsmuseum)

Lochkamera-Workshop

Nach dem Erfolg des Lochkamera-Workshop vor zwei Jahren gibt es in diesen September wieder einen Termin dieses Mal verlängert auf ein ganzes Wochenende. Der Workshop wird gleitet von Patrick Schaudy, der sich seit mehr als 15 Jahren mit Lochkameras und alternativer Fotografie beschäftigt. Der Workshop findet im ehemaligen Hödlmoser-Atelier auf der Festung Hohensalzburg vom Freitag 16. bis 18. September 2016 statt. Das Fotomaterial wird für einen Unkostenbeitrag von 25 Euro zur Verfügung gestellt.

 

Weitere Infos...

 

 

 

16.07.2016 - 08.10.2016
Fotoausstellung Berlin . Mit mehr als 100 Bildern stellt Camera Work den Modefotografen Louis Faurer, der als einer der wichtigsten Vertreter der Street Photography im 20. Jahrhundert gilt, vor. Ein Großteil der Werke in der eigenkuratierten Einzelausstellung, wo auch eine Auswahl von VintageIPrints gezeigt werden, stammen aus der Sammlung der Camera Work AG. 16. Juli bis 8. Oktober 2016
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Louis Faurer - Später Ruhm
Fotoausstellung Berlin . Mit mehr als 100 Bildern stellt Camera Work den Modefotografen Louis Faurer, der als einer der wichtigsten Vertreter der Street Photography im 20. Jahrhundert gilt, vor. Ein Großteil der Werke in der eigenkuratierten Einzelausstellung, wo auch eine Auswahl von VintageIPrints gezeigt werden, stammen aus der Sammlung der Camera Work AG. 16. Juli bis 8. Oktober 2016

 

 © Estate of Louis Faurer, Model wearing Coat with Fur, Paris, 1960

 

Trotzdem sein Werk  von berühmten Fotografen Robert  Frank   und   William   Eggleston  als sehr bedeutend angesehen wurde, ist Louis  Faurer im Vergleich zu anderen Vertretern seiner Zunft verhältnismäßig unbekannt geblieben. Der große Einfluss von  Louis  Faurer  auf  die  Entwicklung  der  Modefotografie  und  Street Photography  ist  unbestritten.  Edward  Steichen  hat Arbeiten  von  Louis  Faurer  nicht  nur  in  mehreren Ausstellungen  im  Museum  of  Modern  Art  in  New  York  gezeigt  (u.a. „In  and  Out  of  Focus“  im  Jahr 1948),  sondern  hat  sie  auch  zum  Bestandteil  seiner  international bekannten Ausstellung „The Family of Man“ (1955) werden lassen. 

 

 © Estate of Louis Faurer, Social Dance Hall on Broadway, New York, 1949

 

 © Estate of Louis Faurer, New York, 1948

 

Zahlreiche  Werke  von  Louis  Faurer  gelten  heute  als  Fotoikonen,  wobei  vor  allem  seine  Hauptwerke auf  internationalen  Auktionen  hohe  Ergebnisse  erzielen.  Unter den ausgestellten  VintageIPrints  befinden sich auch Werke aus der berühmten FashionISerie „Last Train to Paris«“, die in den 1960er Jahren  entstanden ist.  Durchzogen  von  einer  erhabenen  Eleganz,  einem  harmonischen  Bildaufbau  und  einer neuen Darstellungsweise von Mode in der Fotografie, gilt die Serie bis heute als wegweisend  für die Modefotografie.

 

 © Estate of Louis Faurer, New York, 1952

 

© Estate of Louis Faurer, “I AM PARALYZED”, Philadelphia, 1949

 

Louis Faurer wurde 1916 in Philadelphia, USA  geboren und zeigte schon als Kind ein ausgeprägtes  Interesse für Kunst und Illustration. Er begann im Alter von 21 Jahren mit der Kamera zu arbeiten  und konnte sich schnell ein Netzwerk in New York im Bereich der Modefotografie aufbauen. Seine  Freunde  Robert  Frank,  mit dem  er  sich  ein  Studio  teilte,  und  Walker  Evans  stellten  ihn  der „Vogue“  vor,  für  die  er  fortan  tätig war.  Darüber  hinaus  arbeitete  er  auch  für  Magazine  wie “Harper's  Bazaar“,  „Life“,  „Mademoiselle“  und „Glamour“.  Über  mehr  als  30  Jahre  widmete  er sich  auch  der  Street  Photography. Im  Laufe  seiner Karriere war Louis Faurer auch als Dozent an mehreren Universitäten tätig, darunter u.a. an  der  Parsons School  of  Design  (New  York),  Yale  University  und  University  of  Virginia Charlottesville .  Nach  einem Autounfall  im  Jahr  1984  musste  Louis  Faurer  seine  künstlerische  Karriere  beenden.  Seine  erste Einzelausstellung  hatte  Louis  Faurer  im  Jahr  1959,  der  zahlreiche  weitere  in  führenden  Galerien  und Museen  folgten.  Ein  Jahr  nach  seinem  Tod  widmete  ihm  das  Museum of Fine Arts in Houston im Jahr 2002 eine große Retrospektive.

Camera Work, Kantstraße 149,  Berlin

 

29.06.2016 - 11.09.2016
Fotoausstellung München . Eine Hommage an das Lebenswerk des Schweizer Magnum-Fotografen Werner Bischof ist die Ausstellung im Kunstfoyer, Versicherungskammer Kulturstiftung. Sie ehrt damit den viel zu früh verstorbenen Bildjournalisten, der im April seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. 29. Juni bis 11. September 2016
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Werner Bischof. Standpunkt.
Fotoausstellung München . Eine Hommage an das Lebenswerk des Schweizer Magnum-Fotografen Werner Bischof ist die Ausstellung im Kunstfoyer, Versicherungskammer Kulturstiftung. Sie ehrt damit den viel zu früh verstorbenen Bildjournalisten, der im April seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. 29. Juni bis 11. September 2016

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Panama Kanals. Panama, 1954
© Werner Bischof / Magnum Photos

 

„Es trieb mich hinaus, das wahre Gesicht der Welt kennen zu lernen. Unser gutes, gesättigtes Leben nahm vielen den Blick für die ungeheure Not außerhalb unserer Grenzen“, erklärt der 2016 in Zürich geborene  Werner Bischof. Ein Satz der aktuell in der Gegenwart ebenso wie zu Lebzeiten des Fotografen seinen Sinn hat.  In vielen Teilen der Erde hat Werner Bischof, der nur 38 Jahre alt wurde, den Hintergründen von Geschichten nachgeforscht und ein vielschichtiges Werk geschaffen. Seine Bilder überzeugen in ihrer Lebendigkeit und gekonnten Bildsprache und finden in der Ausstellung jetzt eine verdiente Würdigung. Die Ausstellung, die von Marco Bischof und Isabel Siben für das Kunstfoyer München kuratiert wurde, ist eine Hommage an das Lebenswerk von Werner Bischof. Rund 220 Vintagprints und Dokumente aus dem Werner Bischof Estate geben einen umfassenden Überblick über seine Studioarbeiten, seine Aufnahmen zu Europa nach dem Zweiten Weltkrieg, seine Asienreportagen und seine Bilder aus den USA und Südamerika. Die Kontaktbögen und Originalabzüge aus dem Estate werden zum ersten Mal öffentlich gezeigt.

 

Dschunken in der Bucht von Kowloon. Hong Kong, 1952
© Werner Bischof / Magnum Photos


Grenze Schweiz – Deutschland (heute Österreich). St. Margrethen, Switzerland, 1945
© Werner Bischof / Magnum Photos

 

 

Werner Bischof  machte sich mit faszinierenden Kompositionen aus Licht und Schatten schon früh als Studio- und Werbefotograf einen Namen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs dokumentierte er als Fotojournalist das verwüstete Europa, die Flüchtlingsströme und die Vertriebenen. Seine Bilder schildern das Leid und die Zerstörungswut des Krieges. Sein Motto lautete: „Es kommt nicht darauf an, aus der Fotografie wie im alten Sinne eine Kunst zu machen, sondern auf die tiefe soziale
Verantwortung des Fotografen, der mit den gegebenen elementaren fotografischen Mitteln eine Arbeit leistet, die mit anderen Mitteln nicht zu leisten wäre.“

Werner Bischof erhielt seine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Zürich. 1936 eröffnete er ein Atelier für Fotografik in Zürich und arbeitete für das Reklamebüro Amstutz & Herdeg . 1939 war er in Paris und suchte nach einem Atelier, um  Maler zu werden. Wegen des Kriegs-ausbruchs kehrte er  in die Schweiz zurück, leistete über zwei Jahre Militärdienst und arbeitete  dazwischen im Studio. 1942 wurde er ständiger fotografischer Mitarbeiter bei der angesehenen Monatszeitschrift „Du“. 1945 begann er mit einer fotografischen Dokumentation über  das Nachkriegseuropa (Süddeutschland, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Holland) im Auftrag der „Schweizer Spende“, unterstützt vom Verlag  Conzett & Huber. Von 1946 bis 1948 bereiste der die europäischen Länder und schloss die fotografische Dokumentation über das Nachkriegseuropa ab. Ein Jahr später wurde er Mitglied bei Magnum Photos. Als Magnum Fotograf arbeitete er in Großbritannien für „Picture Post»“, „Observer“ und „Atlantis“.

 

 

Selbstporträt von Werner Bischof in seinem Studio. Zurich, Switzerland, 1940
© Werner Bischof / Magnum Photos


Die nächsten Jahre sind bestimmt von Reisen  nach Island und Italien, nach Indien und nach Japan, Indochina, Korea  und Ceylon. Dabei entstehen außergewöhnliche Reportagen, die ihre Anerkennung in Ausstellungen. Magazin und Buch Veröffentlichungen finden.

1954 ist Werner Bischof monatelang in den USA unterwegs und reist von dort nach Panama, Santiago de Chile und Lima. Am 16. Mai verunglückt Werner Bischof tödlich in den Anden bei Peña de Aguilla.

Die Ausstellung gliedert sich in die Kapitel "Studio", "Europa nach 1945",
"Asien", "Ausstellung 1953" und "USA / Südamerika".

Anfang des Jahres 2016 war die Ausstellung im Musée d´Elysée, Lausanne, zu sehen. Weitere internationale Stationen sind in Planung.

Zur Ausstellung ist das umfangreich bebilderte Buch „Werner Bischof. Standpunkt“  beim Verlag Scheidegger & Spiess erschienen. Preis: 77 Euro

 

Kunstfoyer, Versicherungskammer Kulturstiftung, Maximilianstr. 53, München.

 

 

 

 

 

 

 

 

17.06.2016 - 25.09.2016
Fotoausstellung Berlin . In einer Sonderausstellung zeigt das Museum The Kennedys „Decades of Change - Iconic Women of the 60s and 70s” mit Porträts berühmter Frauen dieser Zeit in Szene gesetzt von ebenso berühmten Fotografen. 17.6. bis 25.09.2016
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Decades of Change - Iconic Women of the 60s and 70s
Fotoausstellung Berlin . In einer Sonderausstellung zeigt das Museum The Kennedys „Decades of Change - Iconic Women of the 60s and 70s” mit Porträts berühmter Frauen dieser Zeit in Szene gesetzt von ebenso berühmten Fotografen. 17.6. bis 25.09.2016

© Steve Schapiro, Barbra Streisand and Robert Redford, Los Angeles, 1972
courtesy CAMERA WORK


»Not to be a housewife – Keine Hausfrau sein« vermerkte eine junge Absolventin der prestigeträchtigen Miss Porter’s Schule für Mädchen im Jahrbuch der Abschlussklasse von 1947 bezüglich ihrer Zukunftspläne. Ihr Name war Jacqueline Lee Bouvier, zukünftige First Lady.

Ihr Plan sollte gute zehn Jahre später für viele Frauen zur reellen Möglichkeit werden. Inspiriert von der in den 1950er-Jahren in den USA entflammten Bürgerrechtsbewegung, begannen sich junge Frauen in Amerika und Europa zusammenzuschließen, um lautstark gesellschaftliche Gleichberechtigung einzufordern.

Die Sonderausstellung “Decades of Change - Iconic Women of the 60s and 70s” zeichnet diese Entwicklung anhand von rund 60 Porträts weiblicher Ikonen der 1960er- und 1970er-Jahre nach und beleuchtet die vorherrschende Divergenz zwischen klassischer und moderner Rolle der Frau in der Gesellschaft.

 

© Steve Schapiro, Bianca Jagger and Tatum O’Neal, London 1974
courtesy CAMERA WORK

 



Neben Vorreiterinnen der Emanzipationsbewegung, wie Marlene Dietrich oder Katharine Hepburn, zeigt die Ausstellung anhand von Porträts von Romy Schneider, Jackie Kennedy oder Grace Kelly, wie sich Images im Laufe einer Karriere wandeln konnten. Frauen wie Jane Birkin, Uschi Obermaier, Bianca Jagger oder Twiggy hingegen repräsentierten die neuen Gesichter ihrer Zeit und avancierten zu Ikonen des Swinging London oder auch der 68er-Bewegung.

 

© Thomas Billhardt, Angela Davis, Berlin, 1973 courtesy CAMERA WORK

 


Die Ikonen der 1960er und 1970er-Jahre wurden von Fotografen wie Richard Avedon, Helmut Newton, Alfred Eisenstaedt, Horst P. Horst, Elliot Erwitt, Jeanloup Sieff, Steve Schapiro, Mark Shaw, Jacques Lowe, Orlando Suero, Brain Duffy, Will McBride, Robert Lebeck, Ulrich Mack, Charlotte March oder Werner Bokelberg in Szene gesetzt.  

 

Museum The Kennedys, Auguststraße 11 – 13, Berlin

 

11.06.2016 - 18.09.2016
Fotoausstellung Berlin . Tomas Struth hat sich in den von 2007 bis 2015 entstandenen Arbeiten „Nature & Politics“ vorwiegend mit öffentlich nicht zugänglichen Industrie- und Forschungsanlagen und Erlebnisparks beschäftigt. Im Martin-Gropius-Bau, der Thomas Struth zum ersten Mal ausstellt, werden etwa 35 großformatige Fotografien gezeigt. Vom 11. Juni bis 18. September 2016.
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Thomas Struth – Nature & Politics
Fotoausstellung Berlin . Tomas Struth hat sich in den von 2007 bis 2015 entstandenen Arbeiten „Nature & Politics“ vorwiegend mit öffentlich nicht zugänglichen Industrie- und Forschungsanlagen und Erlebnisparks beschäftigt. Im Martin-Gropius-Bau, der Thomas Struth zum ersten Mal ausstellt, werden etwa 35 großformatige Fotografien gezeigt. Vom 11. Juni bis 18. September 2016.

Resaerch Vehicle, Armstrong Flight, Research Center, Edwards 2014
copyright Thomas Struth

 

Thomas Struth wurde 1954 in Geldern geboren, studierte Malerei und Fotografie an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Er gehört zu dem Kreis der der erfolgreichen deutschen Fotografen der Düsseldorfer Fotoschule  wie Andreas Gursky, Thomas Ruff und Candida Höfer - einer Gruppe von Studenten die bei dem Fotografenpaar Bernd und Hilla Becher studierten.

Bezeichnend für Struths künstlerische Praxis ist die Arbeit an Werkgruppen, die sich mit Themen wie Straßenzügen, Menschen, Museen und Natur beschäftigen.. Meist fotografiert Struth mit einer Großformatkamera  und in Farbe, wobei er im Unterschied beispielsweise zu  Andreas Gursky oder Thomas Ruff seine Bilder nur unwesentlich digital bearbeitet.

 

Tokamak Asdex Upgrade Periphery, Max Planck IPP, Garching 2009
Copyright Thomas Struth

 

Thomas Struth hat sich mit seinen Arbeiten in der Kunstszene eine großen Namen gemacht. Dazu haben Werkgruppen wie  „Unbewusste Ort“  oder „Porträts“ beigetragen aber auch seine Teilnahme an der Biennale in Venedig (1990) und an der Documenta IX (1992) haben ihm zu unternationale, Ansehen verholfen.

Veranstalter Berliner Festspiele / Martin-Gropius-Bau.Mit Unterstützung der Siemens AG.
In Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang, Essen, dem High Museum of Art, Atlanta und dem Saint Louis Art Museum, St. Louis.

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin

10.06.2016 - 25.09.2016
Ausstellung München . In einer Kabinettausstellung zeigt das Münchner Stadtmuseum vom 10. Juni bis 25. September 2016 Samuel Henne - „musée imaginaire“. Im Mittelpunkt des fotografischen Werks von Samuel Henne steht die Auseinandersetzung mit dem vielschichtigen Wechselverhältnis von Fotografie und Skulptur.
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Samuel Henne - „musée imaginaire“
Ausstellung München . In einer Kabinettausstellung zeigt das Münchner Stadtmuseum vom 10. Juni bis 25. September 2016 Samuel Henne - „musée imaginaire“. Im Mittelpunkt des fotografischen Werks von Samuel Henne steht die Auseinandersetzung mit dem vielschichtigen Wechselverhältnis von Fotografie und Skulptur.

 

Die seriell konzipierten Arbeiten von Samuel Henne zeigen eindrückliche, für die Kamera inszenierte Bildkonstruktionen und Bildwelten, deren künstlerischer Ausgangspunkt Variationen einzelner Objekte bilden. Im Studio arrangierte Motive werden mittels Setting, Licht- und Farbregie in prägnante, eigenständige Bildkompositionen übersetzt. Im permanenten Wechsel zwischen räumlicher und flächiger Wirkung stellen sie ihre Realität als Konstrukt einer medialen Praxis konsequent zur Schau.

Häufig verwendet Henne alltägliche Gegenstände, die zu Objekt-Kompositionen zusammengefügt und über die Inszenierung wiederum als Teil der Gesamtkomposition ins Bild überführt wurden.Hennes Interesse an der Beziehung zwischen Fotografie und Skulptur wird auch in der im Rahmen seiner Kabinettausstellung im Münchner Stadtmuseum gezeigten Werkserie „musée imaginaire“  besonders deutlich: Bücher mit fotografischen Abbildungen skulpturaler Werke verwandelt der Künstler zu plastisch arrangierten Objekten mit zur Falz hin eingeschlagenen Seiten. Die neu entstandenen Objekte weisen nicht nur eine beeindruckende dreidimensionale Qualität auf, sondern werden durch den fotografischen Akt und die Inszenierung in neue, eigenständige Bilder übersetzt.

 

 

Der gezeigte Bildraum wird erweitert durch eine bildhauerische Präsenz, während die Grundlage dieser Skulpturen wiederum beide künstlerischen Medien vereint. Henne spielt mit der Wahrnehmung von Fotografie, ihren Ausformungen und Einsatzbereichen. Seine Bilder sind dabei stets unaufgeregt, verzichten auf spektakuläre Momente und Überhöhungen. Sie beziehen ihre Nachdrücklichkeit insbesondere aus der offenkundigen Inszenierung vertrauter Alltagsmaterialien oder kunsthistorischer Versatzstücke und stellen ihre Realität als Konstrukt einer medialen Praxis konsequent zur Schau.

Samuel Henn wurde 1982 in Göttingen geboren und lebt in Hannover. Von 2003 bis 2009 absolvierte er ein Kunststudium an der HBK Braunschweig. Seine Arbeiten wurden schon in zahlreichen Galerien und Museen wie dem Museum für Photographie Braunschweig oder den Deichtorhallen Hamburg gezeigt.

Stadtmuseum,  Sankt Jakobplatz 1, München

 

08.06.2016 - 27.08.2016
Ausstellung Frankfurt am Main . Rund 60 Arbeiten von 15 internationalen Künstlern, die mit analogen Techniken und chemischen Prozessen in der Fotografie experimentieren und deren Ergebnisse nicht selten Unikate sind zeigt die Ausstellung „Zurück in die Zukunft der Fotografie“ im Art Foyer der DZ Bank Kunstsammlung. Bis 27. August 2016
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Zurück in die Zukunft der Fotografie
Ausstellung Frankfurt am Main . Rund 60 Arbeiten von 15 internationalen Künstlern, die mit analogen Techniken und chemischen Prozessen in der Fotografie experimentieren und deren Ergebnisse nicht selten Unikate sind zeigt die Ausstellung „Zurück in die Zukunft der Fotografie“ im Art Foyer der DZ Bank Kunstsammlung. Bis 27. August 2016

 

Jeff Cowen, Golshifteh 5, 2015


Die Werke zeigen eine große und interessante Vielfalt an technischen Herangehensweisen, die viel zur Weiterentwicklung der künstlerischen Fotografie beigetragen haben. Die Experimente reichen von kameraloser Fotografie über die Ausreizung des Farbspektrums mit Hilfe von Filtern bis hin zur Unterbrechung des Entwicklungsprozesses oder zum Auftrag der Entwicklerflüssigkeit mit dem Pinsel in der Dunkelkammer. Auffallend dabei ist, dass sich vermehrt wieder Künstler der Generation nach der Einführung der digitalen Fotografie den handwerklichen Techniken zuwenden.

Die Vielfältigkeit der Techniken stellt die Schau in unterschiedlichen kunsthistorischen Genres und vier Themenbereichen vor: „Abstraktion“, „Landschaft“, „Porträt“ und „Die Kamera als Raum“.

Bereits der von Dieter Appelt (*1935, Niemegk) gewählte Titel „Die Schatten erinnern an nichts“ deutet darauf hin, dass seine abstrakten Bilder auf nichts außer sich selbst verweisen wollen. Sogenannte objets trouvés, also gefundene Gegenstände, hat er auf Drehscheiben gelegt, um sie in Bewegung mit einer hohen Belichtungszeit aufzunehmen.

Künstler wie Gottfried Jäger (*1937, Burg) und Karl Martin Holzhäuser (*1944, Gardelegen) vertreten die „Generative Fotografie“ als weiteren Aspekt der abstrakten Fotografie. Ihre Arbeiten beziehen sich nicht mehr auf eine Referenz in der Wirklichkeit, sondern generieren sich aus Lichtzeichnungen auf Fotopapier in der Dunkelkammer.

So verdanken sich die Lichtmalereien – Luminogramme – von Karl Martin Holzhäuser einer von ihm selbst konstruierten Apparatur, einem sogenannten „Lichtpinsel“. Dabei entstehen komplexe Zeichenstrukturen, die mit Zeitdaten betitelt sind.

 

Jürgen Klauke, The Big Sleep (Detail), 1991
Aus der Serie: Prosecuritas 1987-1990

 

Jürgen Klauke (*1943, Cochem) greift für seine Fotoarbeiten „The Big Sleep“ auf die Durchleuchtungsgeräte der Sicherheitskontrolle an Flughäfen zurück. Die vom Monitor abfotografierten Bilder werden im Fotolabor auf Ilfochrome-Papier entwickelt. Die Farbgebung der bildnerischen Resultate wird durch Solarisationen, Überlagerungen, Negativ-Schichtungen und ein abschließendes Siebdruckverfahren generiert.

Ohne Kamera ist auch die serielle Arbeit „Pyrographie“ von Helena Petersen (*1987, München) entstanden. Die Mündungsfeuer einer Schusswaffe haben in einem abgedunkelten Schießstand die Fotopapiere belichtet und darauf zugleich Abriss- und Schmauchspuren hinterlassen.

Bei den Bildern von Raphael Hefti (*1978, Biel, Schweiz) dienen die leicht entzündlichen Sporen des Schlangenmooses Lycopodium als Lichtquelle zur Belichtung des Fotopapiers in der Dunkelkammer. Bei der Entzündung der Sporen kommt es zusätzlich zu kleinen Explosionen, die ihrerseits Licht ausstrahlen und ebenso wie bei Helena Petersen Licht- und Brandspuren hinterlassen.

Jeff Cowen (*1966, New York, USA) bevorzugt Schwarz-Weiß-Aufnahmen und wurde durch seine Fotocollagen bekannt, in denen er fotografische, zeichnerische und malerische Ausdrucksformen experimentell miteinander verknüpft. So verstreicht er beispielsweise die Entwicklerflüssigkeit mit dem Pinsel auf seine Silbergelatineabzüge anstatt sie darin einzutauchen.

 

Thomas Ruff, andere Portraits Nr. 109/55, 1994

 

Die Werkgruppe „andere Portraits“ 1993/94 von Thomas Ruff (*1958, Zell am Harmersbach) ist mithilfe eines Fotomontagegeräts entstanden, das früher auch zur Herstellung von Phantombildern benutzt wurde. Damit lässt der Künstler jeweils zwei Porträts junger Menschen zu einem Bild verschmelzen, das er abfotografiert und als Vorlage für einen Siebdruck verwendet. Mit seiner Bildmanipulation fordert Ruff den Betrachter dazu auf, fotografische Eingriffe jeglicher Art zu hinterfragen.

Auch bei einem Fotogramm handelt es sich um eine Direktbelichtung ohne Kamera. Floris M. Neusüss (*1937, Remscheid) gilt als der erste Künstler, der zweieinhalb Meter große Ganzkörperfotogramme hergestellt hat. Die Personen liegen während der Belichtung so auf dem Fotopapier, dass sie auf dem Fotogramm „Tanz“ aus dem Jahr 1965 zu tanzen scheinen


Art Foyer der DZ BANK, Platz der Republik, Frankfurt am Main

 

 

28.05.2016 - 28.08.2016
Fotoausstellung Winterthur . Mit der Ausstellung „Provoke: Zwischen Protest und Performance – Fotografie in Japan 1960–1975“ gibt das schweizerischer Fotomuseum Winterthur einen umfangreichen Einblick rund um die Entstehungsgeschichte der Zeitschrift, ihre innovative Ästhetik und die maßgeblich Beteiligten. 28.5. bis 28.8.2016
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Provoke: Fotografie in Japan 1960–1975
Fotoausstellung Winterthur . Mit der Ausstellung „Provoke: Zwischen Protest und Performance – Fotografie in Japan 1960–1975“ gibt das schweizerischer Fotomuseum Winterthur einen umfangreichen Einblick rund um die Entstehungsgeschichte der Zeitschrift, ihre innovative Ästhetik und die maßgeblich Beteiligten. 28.5. bis 28.8.2016

 

Yutaka Takanashi, ohne Titel (Tatsumi Hijikata), 1969
copyright Yutaka Takanashi / Taka Ishii Gallery
 

Die japanische Zeitschrift Provoke erschien zwischen November 1968 und August 1969 in drei Ausgaben und gilt als einer der Höhepunkte der Foto- grafie der Nachkriegszeit. In der bisher grössten Ausstellung zu diesem Thema bietet das Fotomuseum einen umfangreichen Einblick rund um die Entstehungsgeschichte der Zeitschrift, ihre innovative Ästhetik und die massgeblich  Beteiligten. Die 1960er und 1970er Jahre markieren eine tur- bulente Zeit in der japanischen Geschichte: Arbeiter, Bauern und Studen- ten protestierten nicht nur gegen die Geschwindigkeit, mit der die Moder- nisierung des Landes vorangetrieben wurde, sondern auch gegen Japans Bündnis mit den USA im Kalten Krieg. Die Ausstellung zeigt auf, wie stark die Fotografie in die ästhetischen und politischen Debatten der Zeit einge- bunden war und ältere dokumentarische Formen hinterfragte und erneu- erte. Mit rund 250 Objekten bringt Provoke Fotografien und Publikationen von einigen der einflussreichsten Fotografen Japans wie Nobuyoshi Araki, Daid? Moriyama, Takuma Nakahira und Sh?mei T?matsu zusammen.

In der dreiteiligen Ausstellung wird die Fotografie sowohl im politischen als auch im künstlerischen Sinne als „performativ “ definiert. Die Entstehung der Zeitschrift Provoke erscheint damit vor dem Hintergrund weit ver- breiteter sozialer Unruhen, welche 1960 mit großen öffentlichen Protesten gegen die Verlängerung eines Sicherheitsabkommens mit den USA ihren Anfang nahmen. Der Zusammenbruch der parlamentarischen Politik in Japan führte zur Explosion eines alternativen Journalismus,  der unter anderem das fotografische „Protestbuch“ hervorbrachte. Die Publikation wurde von Gewerkschaftlern, Studenten und Umweltaktivisten erstellt und dokumentiert 15  Jahre eines heftigen Kampfes, der Proteste gegen die Regierung und eine Bewegung zur Abschaffung von amerikanischen Mi- litärstützpunkten auf japanischem Boden umfasste. Häufig sehr einfach produziert und innovativ gestaltet, fangen die Beiträge den Geist des gewaltsamen Protests ein und entwickeln eine Ästhetik körperlicher Anteilnahme und Entkopplung. Neben den Arbeiten der etablierteren Fotografen revolutionierte das „Protestbuch“ durch seinen Umsturz der traditionellen humanistischen Formen dokumentarischer Darstellung auch die realistische Ästhetik.

 

 Yutaka Takanashi, Beatles, Marunouchi Shochiku, Chiyoda-ku, 1965
copyright Yutaka Takanashi / Taka Ishii Gallery


Die Zeitschrift Provoke fand in dieser Kultur der turbulenten Erneuerung ihren Nährboden.  Miteinem Fokus auf das städtische Umfeld behaupteten die drei Ausgaben von Provoke das Ephemere des fotografischen Blicks und seine Grundlage in der performativen Anwesenheit des Fotografen. Die Fotografie bildete nicht mehr die Realität ab, sondern war zum Anreiz für theoretische Überlegungen zur Beziehung von Kunst, Sprache und Gesellschaft geworden.  Berühmt wurde das Magazin auch für seine Ästhetik des are-bure-boke (rauh, körnig, unscharf), das mit älteren, objektivierenden Formen eines dokumentarischen Humanismus brach. In ihren Experimenten mit verschiedenen  fotografischen Reproduktionsweisen lieferten sich die Beteiligten mit anderen fotografischen Medien einen Schlagabtausch. Ihre Aufgabe war die Erneuerung der Bildfindung in einer zunehmend von Medienkonstruktionen beherrschten Gesellschaft.

Schliesslich untersucht die Ausstellung die Fotografie als eine Variante der japanischen Performance-Kunst sowie ihre Rolle bei der Dokumentation von Live-Aktionen. Hier geht es unter anderem um Kollaborationen von Fotografen und Künstlern, wie im Fall von Eik? Hosoe und dem Tänzer Tatsumi Hijikata, aber auch um die Arbeiten von Kollektiven wie dem Hi Red Center, welches die Fotografie und den Film ab 1964 als Modus sozialer Kritik in Performances einsetzte. Wieder andere, zum Beispiel Nakahira, Araki und K?ji Enokura, zeigten die Arbeit in der Dunkelkammer  und weitere Prozesse der fotografischen Reproduktion als aktive Bestandteile einer performativen Verwandlung. In Jir? Takamatsus Fotografien von Fotografien treten die beinahe plastischen Aspekte des Mediums reflexiv hervor. Die Fotografie wird sowohl als Provokation wie auch als Performance verstanden – als eine philosophische und materielle Auseinandersetzung mit der Bedeutung  fotochemischer Reproduktionsprozesse, wie sie für die Konzeptkunst der 1970er Jahre typisch war.

Provoke: Zwischen  Protest und Performance – Fotografie in Japan 1960–1975 wurde vom Fotomuseum in Zusammenarbeit mit der Albertina, LE BAL und The Art Institute of Chicago kuratiert. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter, 680-seitiger Katalog  beim Steidl Verlag.

Die Ausstellung am Fotomuseum wird ermöglicht durch Swiss Re. Die Publikation wurde von der International Music and Art Foundation unterstützt.

Fotomuseum Winterthur Grüzenstrasse 44+45, Winterthur, Schweiz

 

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